Stammdaten

Register
Amtsgericht Neuss HRB 7392
Vorher
Benz & Hilgers GmbHOYSTAR Benhil GmbH
Eingetragen
23.7.2002
Branche
Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Genussmittelerzeugung und die TabakverarbeitungGroßhandel mit industriellen Textil-, Näh- und StrickmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Maschinen insbesondere für die Nahrungs- und Genußmittel Industrie, sowie automatischer Verpackungseinrichtungen und Durchführung damit zusammenhängender Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Niklas Adelhardt
seit 20.9.2024
Prokura
Robert Strate
seit 25.8.2021
Prokura
Giuseppe Bortolazzi
seit 1.10.2019
Geschäftsführer
Stefan Zabka
seit 7.8.2019
Prokura
Bernd Große-Venhaus
seit 22.3.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
I.M.A. INDUSTRIA MACCHINE AUTOMATICHE S.p.A.ITA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
I.M.A. INDUSTRIA MACCHINE AUTOMATICHE S.p.A.
Italy
5.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Benhil GmbH

Neuss

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.985,83
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 48.618,32 44.484,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 349.165,70 304.731,54
3. Anlagen in Bau 13.768,96 27.265,75
411.552,98 376.481,89
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.159.534,55 1.245.177,48
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 8.840.036,68 9.144.802,35
3. Geleistete Anzahlungen 226.597,97 689.524,86
10.226.169,20 11.079.504,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.664.466,54 4.247.060,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 12.583.575,57 8.883.080,69
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 58.361,14 48.627,12
4. Sonstige Vermögensgegenstände 316.844,73 469.535,94
17.623.247,98 13.648.303,82
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 190.185,50 471.231,33
28.039.602,68 25.199.039,84
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.079,12 6.922,61
28.463.234,78 25.588.430,17

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.500.000,00 5.500.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 175.140,07 175.140,07
III. Gewinnvortrag 71.952,37 71.530,93
IV. Jahresüberschuss 3.613.629,85 1.468.421,44
9.360.722,29 7.215.092,44
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.424.955,00 5.127.874,00
2. Steuerrückstellungen 621.883,47 847.899,06
3. Sonstige Rückstellungen 2.783.186,86 2.507.743,40
7.830.025,33 8.483.516,46
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 6.907.819,76 5.441.912,99
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.448.353,91 1.341.213,95
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.017.664,69 620.438,16
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.505.817,36 1.768.220,96
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungskassen 34.464,35 40.611,35
6. Sonstige Verbindlichkeiten 358.367,09 677.423,86
11.272.487,16 9.889.821,27
28.463.234,78 25.588.430,17

Gewinn- und Verlustrechnung

der Benhil GmbH, Neuss,

für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 33.045.592,21 30.217.955,59
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen -304.765,67 371.604,93
3. Sonstige betriebliche Erträge 445.134,16 336.216,13
33.185.960,70 30.925.776,65
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.318.446,81 10.015.482,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.478.268,95 1.348.579,38
10.796.715,76 11.364.061,89
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.975.277,99 9.414.174,13
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.223.144,08 2.151.045,54
11.198.422,07 11.565.219,67
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 147.553,16 171.717,21
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.442.808,53 4.519.790,69
4.600.461,18 3.304.987,19
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 389.206,34 84.731,04
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 197.732,64 228.635,54
191.473,70 -143.904,50
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.178.305,03 1.692.661,25
11. Ergebnis nach Steuern = Jahresüberschuss 3.613.629,85 1.468.421,44

Anhang der Benhil GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Benhil GmbH mit Sitz in Neuss (nachfolgend kurz "Benhil") ist beim Amtsgericht Neuss unter der Nr. HRB 7392 im Handelsregister eingetragen.

Der vorliegende Abschluss wurde gemäß §§ 242 ff ., 264ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt im Geschäftsjahr die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch.

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wird der Posten "Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungskassen" separat ausgewiesen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 250 nicht übersteigen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips ausgewiesen. Die fertigen und unfertigen Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 S. 2 ff. HGB bewertet. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen. Für Lager- und Verwertungsrisiken wurden Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen.

Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert und ohne Umsatzsteuer angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit unverändert 1 % gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag auszuweisen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital und die Rücklagen sind zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,0 % bei den Renten ausgegangen. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der zum Abschlussstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,83 % (i. V. 1,78 %). Dieser entspricht dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre.

Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen sind auf Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 1,75 % (i. V. 1,44 %) bewertet, wobei die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zur Anwendung gelangt sind. Es wurden wie im Vorjahr ein Gehaltstrend von 2,5 % und eine Fluktuationsrate von 7,0 % (i. V. 2,0 %) zugrunde gelegt.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen bzw. Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in den späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 31,75 % zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 15,925 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. TEUR 12.584 beinhalten Forderungen auf Basis eines Cashpool Agreements gegen den Gesellschafter I.M.A. Industria Macchine Automatiche S.p.A., Ozzano dell' Emilia Bologna, Italien (IMA SpA) in Höhe von TEUR 12.584 (i. V. TEUR 8.846) sowie im Vorjahr mit TEUR 30 Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Steuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 169 (i. V. TEUR 397).

3. Eigenkapital

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen sieben Jahre ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 34.051,00. Dieser ist nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB ausschüttungsgesperrt.

Aus Bilanzgewinn und Gewinnrücklagen stehen somit für Ausschüttungszwecke EUR 3.826.671,29 zur Verfügung.

4. Pensionsrückstellungen

Die Gesellschaft hat mittelbare Pensionszusagen über eine Unterstützungskasse abgebildet. Das Kassenvermögen in Höhe von TEUR 34 ist bei der Benhil angelegt und wird mit 6 % verzinst. Die Verpflichtung der Unterstützungskasse aus den Pensionszusagen beträgt auf der Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens TEUR 46. Somit liegt eine Unterdeckung von TEUR 12 vor.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 2.783 (i. V. TEUR 2.508) und umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistungsansprüche in Höhe von TEUR 1.405 (i. V. TEUR 939), Personalrückstellungen (Urlaub, Überstunden, Sonderzahlungen, Jubiläum, Altersteilzeit und Berufsgenossenschaft) in Höhe von TEUR 1.165 (i. V. TEUR 922), Rückstellungen für nachlaufende Kosten sowie ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 213 (i. V. TEUR 584).

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungskassen haben wie im Vorjahr allesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.018 (i. V. TEUR 620) resultieren aus Lieferungen und Leistungen und bestehen gegenüber dem Gesellschafter IMA SpA in Höhe von TEUR 1.000 (i. V. TEUR 592).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unterstützungskassen belaufen sich auf TEUR 34 (i. V. TEUR 41). Davon haben TEUR 28 (i. V. TEUR 29) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 156.098,57 (i. V. EUR 402.492,00). Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit bestehen in Höhe von EUR 1.144,73 (i. V. EUR 790,89).

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2 (i. V. TEUR 2) enthalten.

Periodenfremde Erträge bestehen mit TEUR 199 (i. V. TEUR 93) aus der Auflösung von Rückstellungen und mit TEUR 77 (i. V. TEUR 79) aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen.

2. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 414.067,82 (i. V. EUR 589.294,90) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von TEUR 9 (i. V. TEUR 6).

Periodenfremde Aufwendungen bestehen mit TEUR 257 (i. V. TEUR 111) aus Forderungsverlusten.

4. Finanzergebnis

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen in Höhe von TEUR 389 (i. V. TEUR 85) den Gesellschafter IMA SpA und ergeben sich aus der Verzinsung der Kontokorrentforderungen.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 132 (i. V. TEUR 27) Aufwendungen aus Avalprovisionen, davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 131 (i. V. TEUR 25).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von EUR 62.245,00 (i. V. EUR 143.107,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

E. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betreffen die Grundstücke und Gebäude sowie die bestehenden KFZ-Leasingverträge. Diese wurden zum Zwecke der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes eingegangen. Mögliche Risiken ergeben sich aus den Kündigungsrechten, da die Verträge für die Vertragslaufzeit abgeschlossen und nur aus wichtigem Grund gekündigt werden können. Vorteile ergeben sich aus der Einsparung von Verwaltungsaufgaben, verbesserter Liquidität sowie dem Entfall des Verwertungsrisikos.

Die Verpflichtung für die Restlaufzeiten beträgt TEUR 3.130 (i. V. TEUR 3.784) und verteilt sich wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Innerhalb eines Jahres 826 786
Nach einem bis fünf Jahre 2.304 2.998
Nach fünf Jahren 0 0
3.130 3.784

2. Haftungsverhältnisse

Mit Datum vom 4. Januar 2019 hat die Benhil mit einer Bank einen Kreditvertrag über eine Avallinie von TEUR 3.000 abgeschlossen, welcher am 28. Februar 2019 auf TEUR 5.000 erhöht wurde. Aus diesem Vertrag haftete die Benhil als Kreditnehmer gesamtschuldnerisch gegenüber der Bank. Zu diesem Vertrag ist am 4. Mai 2021 eine Ergänzungsvereinbarung geschlossen worden, wonach sich die Rahmenkreditlinie sukzessive mit der Erledigung der laufenden Avale reduziert. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 belief sich die Kreditlinie noch auf EUR 115.500.

Weitere Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht. Von einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird derzeit nicht ausgegangen, da anderweitige Sicherheiten zugunsten der Kreditinstitute gewährt wurden.

3. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2023 Anzahl 2022 Anzahl
Angestellte 138 137
Auszubildende 3 2
141 139

4. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Benhil setzte sich im Berichtszeitraum wie folgt zusammen:

Bernd Große-Venhaus, Handelsfachwirt, Düsseldorf,

Ralph Bellin, Dipl.-Ing. Elektrotechnik, Meerbusch

Giuseppe Bortolazzi, Managing Director, Vorsitzender der Geschäftsführung, Bologna/Italien

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhielten, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.

5. Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft ist seit dem 1. Januar 2019 ein 100%-iges Tochterunternehmen der IMA SpA und wird somit in den Konzernabschluss IMA SpA einbezogen. Sie erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Konsolidierungskreis, in den der Abschluss der Gesellschaft einbezogen wird.

6. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.614 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

F. Nachtragsbericht

Aufgrund der abgeschwächten Projektlage im vierten Quartal 2023 gehen wir von einer leicht rückläufigen Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2024 aus. Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

 

Neuss, den 23. Mai 2024

Benhil GmbH

Geschäftsführung

Bernd Große-Venhaus

Ralph Bellin

Giuseppe Bortolazzi

Entwicklung des Anlagevermögens der Benhil GmbH, Neuss, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.995.658,88 0,00 0,00 2.995.658,88
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 858.807,86 18.633,00 0,00 877.440,86
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.582.623,45 158.004,60 13.497,61 3.754.125,66
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 27.265,75 0,82 -13.497,61 13.768,96
4.468.697,06 176.638,42 0,00 4.645.335,48
7.464.355,94 176.638,42 0,00 7.640.994,36
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.989.673,05 5.985,83 0,00 2.995.658,88
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 814.323,26 14.499,28 0,00 828.822,54
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.277.891,91 127.068,05 0,00 3.404.959,96
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.092.215,17 141.567,33 0,00 4.233.782,50
7.081.888,22 147.553,16 0,00 7.229.441,38
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.985,83
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 48.618,32 44.484,60
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 349.165,70 304.731,54
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 13.768,96 27.265,75
411.552,98 376.481,89
411.552,98 382.467,72

Der Jahresabschluss der Benhil GmbH für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 wurde am 12. September 2024 festgestellt.

Lagebericht der Benhil GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Benhil GmbH, Neuss (nachfolgend kurz "Benhil"), gehört seit 2015 zum Konzern der I.M.A. Industria Macchine Automatiche S.p.A., Ozzano dell' Emilia Bologna, Italien (IMA SPA), einem weltweit tätigen Konzern mit Vertretungen in 80 Ländern, 54 Produktionsstätten und mehr als 7.100 Mitarbeitern (IMA-Gruppe).

Die IMA-Gruppe ist spezialisiert auf die Herstellung von Verpackungsmaschinen für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie sowie für die Kosmetik- und Pharmabranche.

Die Benhil konstruiert, produziert und vertreibt Verpackungsmaschinen für die Nahrungs- und Genussmittelindustrie.

Die Haupterzeugnisgruppen sind:

Einschlagmaschinen für pastöse Produkte

Becherfüll- und Verschließmaschinen für vorgefertigte Becher

Wrap-around Kartonierer für Display Kartons und Sammelpacker

sowie Ersatzteile, Montagen, Gebrauchtmaschinen und Umbauten

Hauptsächlich werden die Maschinen zur Verpackung von Molkereiprodukten (Butter) und Nahrungsmittelprodukten (Margarine und Suppenpaste) produziert. Die Fertigung und Produktion erfolgten am Standort der Gesellschaft in Neuss. Der Vertrieb erfolgt über eigene Mitarbeiter sowie Handelsvertreter und Distributoren.

Die wesentlichen Absatzmärkte sind USA, Europa sowie Asien.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Weltwirtschaftliches Umfeld

Die Weltkonjunktur war im Verlauf des Jahres 2023 von anhaltender Instabilität geprägt, verstärkt durch verschiedene Faktoren wie die fortwährenden Auswirkungen der COVID-19- Pandemie und die daraus resultierenden Störungen der Lieferketten sowie geopolitische Spannungen (Quelle: Sachverständigenrat Jahresbericht 23/24). Trotz anfänglicher Erholungstendenzen im ersten Teil des Jahres wurde die wirtschaftliche Dynamik im weiteren Verlauf durch die Eskalation des Ukraine-Konflikts und steigender Energiepreise gedämpft. Damit stieg die Weltproduktion - berechnet auf Basis von Kaufkraftparitäten - im Jahr 2023 um 3,1 % (2022: 3,2 %) (Quelle: IfW Konjunkturbericht 2023). Diese Entwicklungen trugen zu einer insgesamt schwächeren Weltwirtschaft bei, wobei sich die Produktionsaktivitäten gegen Jahresende weiter verlangsamten.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 verzeichneten die Schwellenländer ein starkes Wachstum. Der Internationale Währungsfonds (Quelle: IMF) äußert sich jedoch mit Besorgnis über die fortwährende Immobilienkrise in China und deren potenzielle Verschärfung, die weltweit Auswirkungen haben könnte, insbesondere auf die Exporte von Gütern. Das reale BIP der chinesischen Volkswirtschaft ist im Jahr 2023 um 5,0 % (2022: 3,0 %) gewachsen (IMF). Insbesondere Indien konnte eine positive wirtschaftliche Entwicklung verzeichnen mit einem Anstieg des BIP um 6,3 % (Quelle: IMF). Demgegenüber ist das konjunkturelle Bild in Lateinamerika getrübt. Lediglich Mexiko verzeichnete im dritten Quartal nochmals eine kräftige wirtschaftliche Expansion. Generell ist das getrübte konjunkturelle Bild Lateinamerikas auf rückläufige Rohstoffpreise zurückzuführen (Quelle: IfW Konjunkturbericht 2023).

Die Wirtschaftsinstitute äußern sich zur Entwicklung des US-Marktes, einem der wichtigsten Märkte für die IMA-Gruppe, folgendermaßen: Die US-Wirtschaft zeigte eine gewisse Robustheit, wobei das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr stabil blieb und um 2,1 % (Vj.: 1,9 %) stieg (Quelle: IMF). Die befürchtete Rezession blieb aus, und der private Konsum wird voraussichtlich weiter deutlich zunehmen, unterstützt durch gestiegene Reallöhne (Quelle: IfW Konjunkturbericht 2023). Allerdings hat sich die Arbeitsmarktsituation leicht verschlechtert, da die Arbeitslosenquote von 3,5 % im Dezember 2022 auf 3,7 % im Dezember 2023 angestiegen ist (Quelle: Destatis).

Im Gesamtjahr 2023 stieg die Wirtschaftsleistung im Euroraum im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 % (2022: 3,3 %) (Quelle: IMF). Die Flaute in der Wirtschaft im Euroraum ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen. Insbesondere sind die stark gestiegenen Lebenserhaltungskosten zu nennen, die den privaten Konsum gebremst haben. Zusätzlich haben geldpolitische Straffungen Finanzierungen deutlich unattraktiver gemacht (Quelle: IfW Konjunkturbericht 2023).

Für Deutschland gestaltete sich das Jahr 2023 als eine Zeit der konjunkturellen Schwäche, da die Wachstumsaussichten durch den Ukraine-Konflikt, steigende Energiepreise und eine Rekordinflation gedämpft wurden. Dies führte dazu, dass die geringen Zuwächse aus der ersten Jahreshälfte durch die rückläufige Entwicklung im zweiten Halbjahr wieder aufgezehrt wurden, was zu einem leichten Minus von 0,5 % (2022: +1,8 %) im deutschen Bruttoinlandsprodukt für 2023 führte (Quelle: IMF). Insbesondere zeichnete sich für das Schlussquartal erneut ein leichter Rückgang ab (Quelle: IfW Kiel). Damit verzeichnet Deutschland im Jahr 2023 den einzigen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts unter den Industrienationen.

Insgesamt hinterließen die globalen Rahmenbedingungen des Jahres 2023 Spuren auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaftstätigkeit verschiedener Branchen. Die Herausforderungen im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen, Energiepreisen und die Auswirkungen von der COVID-19-Pandemie bleiben bestehen und erfordern eine aktive Bewältigung durch die betroffenen Unternehmen und Wirtschaftssubjekte.

Aufgrund der internationalen Ausrichtung der Gesellschaft und des Mutterkonzerns ist vor allem die Entwicklung in USA, Europa und Asien von hoher Bedeutung.

2. Geschäftsverlauf

In 2023 waren die ersten drei Quartale geprägt von einer guten Projektlage. Im vierten Quartal war die Anzahl größerer Maschinenprojekte rückläufig.

Der Auftragseingang im Service entwickelte sich insbesondere im Ersatzteilbereich positiv und lag über dem Vorjahr.

Die wesentlichen Neumaschinenprojekte konnten gewonnen werden.

Im Gesamtjahr wurde das Auftragseingangsbudget im Maschinen- und Servicebereich überschritten. Der Auftragsbestand im Jahr 2023 ist deutlich höher als in 2022, jedoch ist die Anzahl qualifizierter Projekte geringer als im Vorjahr.

Auftragseingang und Auftragsbestand

Im Jahr 2023 betrug der Auftragseingang EUR 38,8 Mio. im Vergleich zu EUR 24,0 Mio. im Jahr 2022. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 liegt mit EUR 12,9 Mio. über dem Wert von EUR 7,1 Mio. in 2022.

Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz im Berichtsjahr lag bei EUR 33,0 Mio., davon generierte das Neumaschinengeschäft EUR 18,0 Mio. Im Geschäftsjahr 2022 lag der Gesamtumsatz bei EUR 30,2 Mio., davon EUR 15,0 Mio. aus dem Maschinengeschäft.

Forschung und Entwicklung

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten umfasste im Wesentlichen die Weiterentwicklung von drei neuen Kartonierern sowie einer überarbeiteten Einschlagmaschine. Insgesamt betrugen die Forschungs- und Entwicklungskosten in 2023 TEUR 526 (i. V. TEUR 382). Ziel der Entwicklungen ist es, in neuen wachsenden Märkten Fuß zu fassen.

3. Lage

Ertragslage

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) beläuft sich auf EUR 32,7 Mio. und liegt somit um EUR 2,2 Mio. über dem Vorjahreswert. Dies ist im Wesentlichen auf die deutlich höheren Umsätze zurückzuführen.

Der prozentuale Materialanteil an der Gesamtleistung hat sich von 37,2 % in 2022 auf 33,0 % in 2023 durch ein etwas rückläufiges Einkaufspreisniveau verringert.

Der prozentuale Personalkostenanteil an der Gesamtleistung ist von 37,8 % in 2022 auf 34,2 % in 2023 durch einen geringeren Personalaufwand bei gestiegener Gesamtleistung zurückgegangen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Jahr 2023 gegenüber 2022 deutlich um TEUR 1.923. Dies ist vor allem auf gestiegene Verkaufsprovisionen, höhere Rückstellungen für Garantieverpflichtungen, höhere Personalanwerbungskosten sowie gestiegene Forderungsverluste zurückzuführen. Insgesamt liegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einem Anstieg um 42,6 % weit über Vorjahresniveau.

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 3.614 (i. V. TEUR 1.468) aus. Im Wesentlichen ist dies auf die im Vergleich zum Vorjahr höhere Gesamtleistung zurückzuführen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Sie liegt mit TEUR 28.463 um TEUR 2.875 (+11,2 %) über dem Vorjahreswert.

Auf der Aktivseite der Bilanz erhöhten sich als wesentliche Position die Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 3.738 durch eine höhere Inanspruchnahme des Cashpool - Darlehens durch den Gesellschafter IMA SpA. Die Vorräte verringerten sich um TEUR 853 durch einen niedrigeren Bestand an Halbfabrikaten und niedrigere geleistete Anzahlungen für Bauteilgruppen. Auf der Passivseite haben sich die erhaltenen Anzahlungen um TEUR 1.466 erhöht. Dagegen haben sich die Rückstellungen um TEUR 653 verringert, was hauptsächlich auf gesunkene Penisonsverpflichtungen (TEUR 4.425; i. V. TEUR 5.128) zurückzuführen ist.

Der Anteil des Eigen- am Gesamtkapital ist im Berichtsjahr um 4,7 Prozentpunkte gestiegen und liegt bei 32,9 % (i. V. 28,2%). Grund hierfür ist der höhere Jahresüberschuss in 2023.

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte durch die flüssigen Mittel in Höhe von TEUR 190 zum Bilanzstichtag und durch den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Liquidität war stets in ausreichendem Umfang vorhanden.

Gesamtaussage zur Lage der Gesellschaft

Die Lage der Gesellschaft stellt sich nach wie vor positiv dar. Die Benhil erzielte einen Jahresüberschuss von TEUR 3.614 in 2023 im Vergleich zu TEUR 1.468 im Vorjahr. Dies ist auf eine im Vergleich zum Vorjahr höhere Rate von beendeten Aufträgen zurückzuführen, womit sich erzielte Margen stärker im laufenden Jahr realisiert haben. Die Vermögenslage ist durch die Cashpool - Forderung an die IMA SpA geprägt.

III. Steuerungssysteme

Die Geschäftsführung verwendet zur Steuerung und Überwachung der Geschäftstätigkeit unterschiedliche Leistungsindikatoren, von denen die bedeutendsten die Entwicklung der Umsatzerlöse und das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) sind. Anhand dieser Indikatoren, die nach IMA SpA Group Accounting Manual basierend auf IFRS - Rechnungslegungsvorschriften ermittelt werden, wird die strategische bzw. operative Zielerreichung in regelmäßigen Abständen überprüft. Wesentliche Unterschiede zu den Umsatzerlösen und dem EBITDA nach handelsrechtlichen Vorschriften resultieren aus der Anwendung der "Percentage of Completion" - Methode für angearbeitete Aufträge.

Die wesentlichen finanziellen Steuerungskennzahlen nach IFRS sind nachfolgend dargestellt.

Finanzielle 2023 2022 Veränderung
Leistungsindikatoren IFRS TEUR %
Umsatzerlöse 32.948 29.575 + 3.372 + 11,4
EBITDA 5.879 4.926 + 953 + 19,3
Jahresergebnis 3.835 2.214 + 1.622 + 73,3
Auftragseingang 38.795 23.976 + 14.819 + 61,8

Die Nachfrage ist im Betrachtungszeitraum gestiegen, der Auftragseingang lag über dem geplanten Wert. Das EBITDA lag über dem Vorjahresniveau. Der wesentliche Grund für die Verbesserung beim EBITDA ergab sich aus den gestiegenen Umsätzen im Geschäftsjahr 2023.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Wesentliche Chancen

Neuentwicklungen

Wesentliche Chancen sieht Benhil auch weiterhin in der Entwicklung neuer Maschinentypen zur Erweiterung des Portfolios, mit denen neue Marktsegmente erschlossen werden und technische Innovationen einen Wettbewerbsvorteil sichern sollen. Die Entwicklung von drei neuen Kartonierern wurde fortgeführt. Diese sollen geänderte Kundenwünsche erfüllen. Außerdem ist die Entwicklung für die Nachfolgevariante einer Maschine im mittleren Leistungsbereich fortgesetzt worden. Für die Zukunft erhoffen wir uns hierdurch die Akquisition neuer Kunden und eine Umsatzerhöhung der Gesellschaft.

Für 2024 ist geplant, diese Neuentwicklungen zu Ende zu bringen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Beschaffungs- und Absatzmarkt

Große Chancen sieht Benhil auch weiterhin in der erfolgreichen Integration in die IMA SpA.

So gehen wir durch die Optimierung logistischer Prozesse auf der Beschaffungsseite von Kosteneinsparungen und einer Erhöhung der Fertigungskapazitäten aus. Darüber hinaus werden Synergieeffekte vertriebsseitig aus der Einbeziehung in das internationale Netzwerk des IMA Konzerns gesehen, insbesondere im Zusammenhang mit der Vermarktung der neu entwickelten Maschinen.

2. Risikobericht

Absatz- und Ausfallrisiko

Zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit wird das Produktsortiment kontinuierlich überprüft und weiterentwickelt. Das Ausfallrisiko aus Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle das tatsächliche Risiko abgedeckt ist und sieht hier insgesamt aufgrund der Kundenstruktur ein geringes Risiko.

Projektrisiken

Risiken aus komplexeren Angeboten begegnet Benhil im Rahmen des Risikomanagements. So werden neue Angebote im Vorfeld technisch auf mögliche Risiken bewertet und hereingenommene Aufträge alle zwei Wochen im Rahmen der mitlaufenden Kalkulation analysiert, um, sofern notwendig, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Beschaffungsmarktrisiko

Aufgrund der deutlichen Preissteigerungen für Rohstoffe und Energie wurden zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um diesen Preisentwicklungen entgegenzuwirken. So erfolgt vermehrt eine Bündelung der Beschaffung über die IMA SpA. Darüber hinaus versucht die Gesellschaft, Kostensteigerungen aus Beschaffungsvorgängen an ihre Kunden weiterzugeben, woraus ein eher geringes Risiko für diesen Bereich abgeleitet wird.

Währungsrisiko

Der Verkauf unserer Maschinen und Serviceleistungen erfolgt ausschließlich in Euro. Somit drohen keine Wechselkursrisiken. Auch die Beschaffung erfolgt fast ausschließlich in Euro, so dass auch hier keine Wechselkursrisiken bestehen.

Liquiditätsrisiko

In Folge der soliden Finanzlage und den Forderungen aus einem gegebenen Darlehen an die Konzernmutter IMA SpA wird das Liquiditätsrisiko als gering eingestuft.

Im Zusammenhang mit dem Russland / Ukraine Konflikt sehen wir derzeit keinen zusätzlichen Liquiditätsbedarf. Wir überwachen täglich unsere Liquidität und können damit immer rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, falls die Situation dies erforderlich macht.

Rechtliche Risiken

Zum Abschlusstag gab es keine rechtlichen Risiken.

3. Gesamtbild der Risiko-/Chancenlage

Neben allgemeinen Chancen und Risiken, die sich aus dem schwankenden Konjunkturverlauf, der Marktsituation und der Materialpreissituation ergeben könnten, sind zurzeit keine konkreten, wesentlichen Risiken für den weiteren Geschäftsverlauf erkennbar. Die Geschäftsleitung sieht derzeit keine Risiken, die über das übliche Maß bei vergleichbaren Unternehmen hinausgehen oder die das zukünftige Fortbestehen des Unternehmens gefährden könnten.

Es bestehen aus Sicht der Geschäftsführung keine bestandsgefährdenden Risiken.

V. Ausblick (Prognosebericht)

Weltwirtschaft

Die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 wird stark von geopolitischer Unsicherheit geprägt sein. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) wird der globale Welthandel voraussichtlich nur um ein Prozent zulegen. Dies wird negative Auswirkungen auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft haben. Das IW schätzt, dass die Industrie im Jahr 2024 bereits das vierte Jahr in Folge stagnieren wird. Seit zwei Jahren erhalten Unternehmen weniger Aufträge aus dem Ausland, was wiederum dazu führt, dass viele Investitionen zurückhalten (Quelle: Tagesschau und IW).

Gemäß der Prognose aus dem Dezember 2023 für das Jahr 2024 wird für die Weltproduktion - gerechnet auf der Basis von Kaufkraftparitäten - eine Steigerung des BIP um 2,9 % (Vorjahr 2,2 %) erwartet und ein weiterer Zuwachs von 3,2 % im Jahr 2025 (Quelle: ifW Kiel). Laut Prognose wird das reale Bruttoinlandsprodukt in den Schwellen- und Entwicklungsländern im Jahr 2024 um 4,1 % gegenüber dem Vorjahr wachsen (Quelle: IMF). Der IMF erwartet für die Volkswirtschaft Chinas in seinen Prognosen einen Anstieg des BIP um 4,6 % im Jahr 2024 und weitere 4,1 % im Jahr 2025.

Die US-Wirtschaft wird nach dem kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal 2023 deutlich an konjunktureller Dynamik verlieren. Ein Abrutschen in eine Rezession im Jahr 2024 wird vom Institut für Weltwirtschaft in Kiel (Quelle: IfW Kiel) nicht erwartet. Besondere Beachtung verdienen dabei die nachlassende Dynamik auf dem Arbeitsmarkt sowie starke Zuwächse im Bauinvestitionssektor. Die Arbeitslosenquote lag 2023 bei 3,57 % und wird voraussichtlich im laufenden Jahr 2024 auf 3,85 % ansteigen (Quelle: Statista). Der Internationale Währungsfonds (Quelle: IMF) prognostiziert für das Jahr 2024 einen Anstieg des BIP der USA um 2,1 % und für 2025 von 1,7 %.

Die Wirtschaft im Euroraum wird moderat wachsen mit einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,9 % im Jahr 2024 und 1,7 % im Jahr 2025 (Quelle: IMF). In Deutschland prognostiziert das Kieler Institut für Weltwirtschaft laut Handelsblatt ein Wirtschaftswachstum von etwa -0,5 % bis -0,2 %. Diese Prognose wird mit der Bundeshaushaltskrise und den Auswirkungen wegfallender Staatsausgaben begründet. Somit wird die vermutete Rezession und das damit verbundene negative Wachstum des BIPs eintreten (Quelle: Handelsblatt & IfW Kiel).

In den USA beobachten wir im Vergleich zum Vorjahr eine verringerte Nachfragetätigkeit. Die Projektlage im unteren Leistungsbereich wird sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen. Durch das Russland Embargo ist das Geschäft auf diesem traditionell starken Markt nahezu komplett eingebrochen. Die Geschäftsentwicklung in Asien ist leicht erhöht. In Mittel- und Südamerika dürfte sich die Nachfragetätigkeit auf einem stabilen Niveau bewegen.

Bei unseren Kunden in der Molkerei- und Lebensmittelindustrie ist die Investitionsbereitschaft im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig.

Aufgrund der Rahmenbedingungen erwartet die Gesellschaft für die Berichtsperiode 2024 eine leicht rückläufige Geschäftsentwicklung. Wir erwarten eine leichte Abschwächung bei den finanziellen Leistungsindikatoren "Umsatz und EBITDA" und eine entsprechende Entwicklung des handelsrechtlichen Jahresergebnisses leicht unter Vorjahresniveau.

 

Neuss, den 23. Mai 2024

Benhil GmbH

Geschäftsführung

Bernd Große-Venhaus

Ralph Bellin

Giuseppe Bortolazzi

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Benhil GmbH, Neuss

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Benhil GmbH, Neuss, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Benhil GmbH, Neuss, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Karlsruhe, 4. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Oliver Striebel, Wirtschaftsprüfer

Christiane Keßler, Wirtschaftsprüferin

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