LS - Dienstleistungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hans Jürgen Ziener seit 27.11.2008 | Prokura |
Günter Härtl seit 2.10.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Unifleisch GmbH & Co. KG | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
CONTIFLEISCH GmbHErlangenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023A. ALLGEMEINE ANGABEN Die Firma CONTIFLEISCH GmbH hat ihren Sitz in Erlangen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fürth unter HRB 335 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften §§ 264 ff. HGB sowie des GmbHG aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Unter den Voraussetzungen des § 316 Abs. 1 HGB weist die Gesellschaft nach § 267 Abs. 2 HGB die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft aus. Darstellungsstetigkeit Beibehaltung der Form der Darstellung insbesondere der Gliederung der aufeinander folgenden Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen Im Berichtsjahr wurden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung keine Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsänderungen vorgenommen. Vergleichbarkeit Die Zahlen des Berichtsjahres sind mit den Zahlen des Vorjahres vergleichbar. B. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Bilanzierungsmethoden Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des 3. Buches des HGB erstellt. Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246-251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapital-gesellschaften, §§ 268-274a, 276-278 HGB, erstellt. Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren Anwendung findet. 2. Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt. Abweichungen von Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt. Im Einzelnen wurde die Bewertung wie folgt vorgenommen: Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten zzgl. Anschaffungsnebenkosten abzüglich Skonti bzw. mit den Herstellungskosten bewertet. Die planmäßige Abschreibung erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Der Zugang an Vermögensgegenständen wurde nach der linearen Methode abgeschrieben. Auf Zugänge im Berichtszeitraum wurde die Abschreibung pro rata temporis verrechnet. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Eine Übersicht über das Anlagevermögen gibt der beigefügte Anlagenspiegel. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert bewertet. Rechnungsabgrenzungsposten Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Sie betreffen Ausgaben für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag. Rückstellungen Die Pensionsrückstellung ist zum versicherungsmathematischen Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlage bildeten versicherungsmathematische Gutachten der HDI Lebensversicherungs AG. Die versicherungsmathematische Berechnung erfolgte unter Zugrundelegung
Die Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 302.581,00 wurde um den beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen in Höhe von EUR 107.480,00 gem. § 246 Abs. 2 HGB reduziert. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 5.446,00. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten, wie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, sind zu Erfüllungsbeträgen angesetzt. C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Berichtsjahr einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel im Anhang (Seite 8) verwiesen. 2. Forderungen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter i.H.v. EUR 0,00 enthalten. 3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:
Für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind folgende Sicherheiten bestellt:
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 5.302,6 ausgewiesen. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 0,2, sowie Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 242,6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus Aufzinsung in Höhe von TEUR 7,6, sowie Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 19,2.von TEUR 7,0... (Vorjahr: TEUR 7,0). E. SONSTIGE ANGABEN 1. Geschäftsführung und Vertretung Einzelvertretungsberechtigte und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführer waren im Berichtsjahr die Herren
2. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 55,0 (Vj. 53,5) Mitarbeiter, davon:
3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag Die sich fortsetzenden Krisen wirken sich weiterhin dämpfend auf unsere Geschäftstätigkeit aus. Die überdurchschnittlich steigenden Personalkosten sowie Energiekosten belasten die Ertragskraft des Unternehmens. Der anhaltende und sich weiter verschärfende Arbeitskräftemangel im Bereich Schlachtung und Zerlegung besteht ungebremst, das wird die Produktionsmengen weiterhin limitieren. Generell ist in der Branche ein Strukturwandel voll in Gang. Die Betriebsaufgaben dürften sich fortsetzen und möglicherweise durch neue Auflagen im Tierschutz- und Umweltbereich noch verstärken. Die Auslastung der vorhandenen Schlachtkapazitäten dürfte damit sinken, der schärfere Wettbewerb um den knapper werdenden Rohstoff Schlachtvieh wird anhaltend hoch bleiben und so auf die Margen drücken. Weiterhin können zunehmende wirtschaftliche Probleme im europäischen Ausland den Export stark beeinflussen. Ebenso gilt dies außereuropäisch für die Tierseuchenlage. Eine Vielzahl von Ländern hat aufgrund der Afrikanischen Schweinepest den Import von deutschem Schweinefleisch gestoppt. Auch kann bei einem Ausbruch der Schweinepest in unserem näheren Umkreis der Betrieb des Schlachthofs gestört werden, ein Konzept zur Minimierung dieses Einflusses liegt vor. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die sich nach dem Schluss des Geschäftsjahres ereigneten, sind nicht eingetreten. Brutto-Anlagespiegel zum 31.12.2023Handelsrecht
Erlangen, den 9. Mai 2025 CONTIFLEISCH GmbH Wolfgang Härtl Günter Härtl LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023I. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die CONTIFLEISCH GmbH wurde 1956 gegründet und hat ihren Sitz in Erlangen. Geschäftsführer unserer Gesellschaft sind jeweils einzelvertretungsberechtigt die Herren Günter Härtl und Wolfgang Härtl. Gegenstand unseres Unternehmens ist die Schweineschlachtung, die Zerlegung und der Groß- und Außenhandel mit Schweinefleisch. 2. Forschung und Entwicklung Durch neue Anforderungen am Markt sind wir bestrebt die Produktpalette entsprechend auszudehnen. Die Feinzerlegung der Schlachtkörper wird permanent fortentwickelt. Der Einsatz neuer technischer Möglichkeiten kommt diesem Prozess entgegen. Letztlich kann so ein breiter Kundenstamm bedient werden. II. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Lage der deutschen Fleischwirtschaft 2023 Vor dem Hintergrund geopolitischer Umbrüche, des demografischen Wandels und der dringend notwendigen Dekarbonisierung steht die deutsche Wirtschaft - ebenso wie unsere Branche - vor großen Herausforderungen. Zusätzliche Belastungen entstehen durch ein über Jahre gewachsenes Maß an Bürokratie und Regulierung, das die wirtschaftliche Transformation erschwert. Die Entwicklung im Jahr 2023 war maßgeblich geprägt von den Folgen der Energiekrise, einer schwachen Weltkonjunktur und den Auswirkungen einer restriktiveren Geldpolitik. In der Folge sank die deutsche Wirtschaftsleistung um 0,3 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024) Die wirtschaftliche Erholung nach dem Corona-Einbruch 2020 kam nicht weiter voran. Hohe Preise auf allen Stufen der Wirtschaft, erschwerte Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen sowie eine schwache Inlands- und Auslandnachfrage bremsten die Konjunktur. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2023 nur 0,7 % über dem Niveau von 2019. Die industrielle Produktion ging zurück, während Dienstleistungen die Wirtschaft stützten. Für 2024 prognostiziert die Bundesregierung ein Wachstum des preisbereinigten BIP von lediglich 0,2 %. Das sogenannte "Wachstumschancengesetz" soll unter anderem durch Bürokratieabbau, schnellere Genehmigungsverfahren, Fachkräftezuwanderung und Investitionen in Infrastruktur die Wettbewerbsfähigkeit stärken und neue Handelsbeziehungen ermöglichen. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten für 2024 hingegen einen leichten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,1 %, gefolgt von einer moderaten Erholung mit Wachstumsraten von 0,8 % (2025) und 1,3 % (2026). (Quelle: Gemeinschaftsdiagnose 02/2024 vom 26.09.2024) Branchenentwicklung in der Fleischwirtschaft 2023 Die deutsche Fleischwirtschaft musste sich 2023 weiterhin in einem schwierigen Marktumfeld behaupten. Ursachen dafür waren unter anderem politische Unsicherheiten, zunehmender Regulierungsdruck und Exportbeschränkungen. Der Rückgang bei Schweine- und Rinderbeständen führte zu einem starken Konsolidierungsdruck in der Schlachtbranche, was Betriebsschließungen und -verkäufe zur Folge hatte. Auch die nachgelagerte, mittelständisch geprägte Verarbeitungsindustrie litt unter steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, höheren Löhnen sowie einem zunehmenden Fachkräftemangel. Die Unternehmen konnten die massiv gestiegenen Kosten kaum in angemessene Produktpreise überführen. Gleichzeitig führte die Inflation, insbesondere bei Lebensmitteln, zu einer verunsicherten Nachfrage - Preisbewusstsein spielte bei Konsumentscheidungen wieder eine größere Rolle. Die Fleischerzeugung in Deutschland sank 2023 um 280.000 Tonnen auf 6,8 Mio. Tonnen Schlachtgewicht - ein Rückgang um 4 % im Vergleich zum Vorjahr und der siebte Rückgang in Folge. Hauptsächlich betroffen waren Schweine- und Rindfleisch. Die gewerblichen Schweineschlachtungen reduzierten sich um 7 % auf 43,8 Mio. Tiere - ein Rückgang um 3,3 Mio. Tiere, ausschließlich bedingt durch ein geringeres inländisches Aufkommen. Die Erzeugung von Schweinefleisch sank um 6,8 % auf 4,18 Mio. Tonnen. Der negative Trend setzte sich zu Jahresbeginn 2024 fort. Die Zahl der geschlachteten Rinder verringerte sich nur leicht um 0,3 % auf 2,99 Mio. Tiere. Aufgrund höherer Schlachtgewichte stieg die erzeugte Fleischmenge dennoch leicht um 0,6 % auf 993.000 Tonnen. Während Schlachtzahlen bei Bullen, Kühen und Kälbern sanken, nahmen sie bei Färsen leicht zu. Kostenbelastungen und Fachkräftemangel Die Fleischwirtschaft sieht sich mit dauerhaft steigenden Kosten für Energie, Logistik und Personal konfrontiert. Gleichzeitig verschärfen hohe Tarifabschlüsse und politische Forderungen nach Arbeitszeitverkürzung den Druck auf die Unternehmen, deren wirtschaftliche Spielräume zunehmend eingeschränkt sind. Verbrauchsverhalten in Deutschland Der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch sank 2023 leicht um 0,4 kg auf 51,6 kg. Der Konsum von Schweine- und Rindfleisch ging zurück, während Geflügelfleisch leicht zulegte. Stabil blieben der Konsum von Schaf-, Ziegen- und anderen Fleischarten. Wurst- und Schinkenprodukte machen etwa 26 kg des Gesamtverzehrs aus. Entwicklung der Exporte Die deutsche Fleischwirtschaft war 2023 weiterhin stark von Exportbeschränkungen betroffen - insbesondere durch die Afrikanische Schweinepest (ASP). Trotz Eindämmung in Deutschland hielten viele Drittländer ihre Importstopps aufrecht. Die Gesamtexporte von Fleisch und Fleischwaren sanken um 12 % auf 3,07 Mio. Tonnen - ein Rückgang ohne jüngere Parallele. Der Exportwert stieg aufgrund höherer Preise dennoch um 2,1 % auf über 10,5 Mrd. Euro. Die Ausfuhren von Fleischwaren betrugen 528.900 Tonnen - rund 18.000 Tonnen weniger als im Vorjahr -, während die Erlöse um 166,7 Mio. Euro auf 2,91 Mrd. Euro stiegen. Die EU bleibt mit einem Anteil von 80-90 % der wichtigste Absatzmarkt. Der Export von Schweinefleisch in Drittländer ist seit dem Ausbruch der ASP stark eingeschränkt. 2023 ging die Ausfuhr um 235.000 Tonnen auf 1,235 Mio. Tonnen zurück. Der Anteil der Drittländer am Export sank weiter auf 14-15 %. Die Exporte von Rindfleisch konnten sich in den Jahren 2021 und 2022 leicht erholen, gingen 2023 jedoch erneut um 1,5 % zurück. Während der Export in Drittländer stark einbrach (-40 %), stiegen die Liefermengen im Binnenhandel leicht an. Länder wie Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich reduzierten ihre Importe aus Deutschland teils deutlich - teils aus marktpolitischen Gründen. Ausblick Die Zukunft der deutschen Fleischexporte hängt maßgeblich von erfolgreichen Maßnahmen zur Bekämpfung der ASP und einer internationalen Anerkennung von Regionalisierungskonzepten ab. Erste Fortschritte wurden erzielt, beispielsweise durch die Wiederaufnahme des Exports nach Südkorea und anstehende Zertifizierungen für Malaysia. Auch Gespräche mit China zeigen vorsichtige positive Signale. Drittlandmärkte bleiben essenziell, insbesondere für bestimmte Fleischteilstücke, deren Vermarktung im Inland nicht wirtschaftlich möglich ist. (Quelle: VDF Pressemitteilung 11.05.2023) 2. Geschäftsverlauf Umsatz/Gesamtleistung Unser Unternehmen konnte sich in 2023 weiter in einem schwierigen Marktumfeld behaupten. Aber auch wir konnten uns dem landwirtschaftlichen Umfeld nicht entziehen. Im Berichtsjahr sank die Zahl unserer Schweineschlachtungen um 10,7 %, etwas stärker als im Bundes-durchschnitt (7 %). Diesen Rückgang an Rohstoff konnten wir durch den Zukauf von Schweinehälften von anderen Schlachthöfen ausgleichen. Der Wertumsatz stieg im Jahr 2023 um TEUR 10.176 auf TEUR 55.630 und damit um 22,4 %. Verursacht wurde dies trotz geringerer Menge durch das hohe Preisniveau unseres Rohstoffs, der Schlachtschweine. Die erhöhten Einstandspreise mussten aufgrund der Marktsituation an die Kunden weitergegeben werden und machten den Absatz schwierig. Die Gesamtleistung erhöhte sich von TEUR 45.535 auf TEUR 55.649, eine Steigerung von TEUR 10.114. Den weiter gestiegenen Kundenforderungen nach Produktvielfalt und -qualität, Produktsicherheit, erweiterte Feinzerlegung, Herkunftssicherung, Kennzeichnung und Etikettierung konnten wir jederzeit gerecht werden. Die Schlachtungen erfolgten unverändert im Betrieb der Erlanger Schlachthof GmbH, Erlangen, die Weiterverarbeitung wurde in unserem eigenen, mit dem Schlachthof verbundenen Zerlegebetrieb durchgeführt. Qualitätsprogramme 2023 Unsere Schlachtungen und die Zerlegung für die Qualitätsprogramm QS, "Qualität und Sicherheit" und GQB, "Geprüfte Qualität Bayern" stellen einen Großteil unserer Produktion und sind damit auf unsere Kunden abgestimmt. Ebenso wird die Produktion des Programms "Initiative Tierwohl" (ITW) weiter ausgebaut, das führende Tierwohllabel. Beschaffung Wie im Vorjahr bezogen wir die Schlachtschweine vorwiegend von bayerischen Erzeugergemeinschaften und Viehhändlern. Zukauf von Schweinehälften und Teilstücken erfolgte, um den Spitzenbedarf je nach Saison und Verkaufsaktion abdecken zu können. Personal und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 58 Personen in unserem Unternehmen beschäftigt. Für Schlüsselpositionen in der Verwaltung, Einkauf und Vertrieb wurden gezielt Fachkräfte eingesetzt. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 haben wir eine Umsatzerhöhung von 22,4 % zu verzeichnen. Das Rohergebnis 2023 erhöhte sich um TEUR 1.497,6 gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum um TEUR 153,1, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 1.120,3 gegenüber dem Vorjahr. Die Eigenkapitalausstattung unseres Unternehmens beträgt 30,4 %. Nach Steuern ergab sich im Geschäftsjahr 2023 ein Jahresüberschuss von TEUR 545,9. Im Vorjahr lag der Jahresüberschuss bei TEUR 356,6. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen das höhere Preisniveau unseres Rohstoffes, der Schlachtschweine. Vorjahresprognose Unser Ziel, den Rohgewinn auf dem Niveau zu halten, konnten wir im Berichtszeitraum nicht nur erreichen, sondern konnten ihn auch steigern. Die für 2023 prognostizierte Abnahme der Erzeugung und Entwicklung der Schweineschlachtungen in Deutschland und damit eine schwierige Rohstoffversorgung mit steigenden Einstandspreisen traf ein. Bei der Kostenplanung des abgelaufenen Geschäftsjahres haben sich die Prognosen mehrheitlich bestätigt. Unser Ziel, einen ähnlichen Umsatz wie im Jahr 2022 zu erzielen, haben wir erreicht und übertroffen, allerdings hauptsächlich wegen der Preissteigerung auf dem Rohstoffmarkt. Die geplante personelle Verstärkung konnte im Verwaltungs-, Vertriebs- und Produktionsbereich nur teilweise umgesetzt werden, der Fachkräftemangel trifft auch unser Unternehmen. Damit sind die in der Vorperiode prognostizierten Aussagen zum Teil nicht eingetreten. Insgesamt war der Geschäftsverlauf aber positiv zu beurteilen. 3. Vermögenslage
Das Anlagevermögen hat sich durch Abschreibungen verringert. Durch eine stichtagsbezogene Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Sonstigen Forderungen und der Erhöhung des Warenbestandes kam es zu einem Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte um TEUR 1.254,0. Der Finanzmittelfond und somit die liquiden Mittel reduzierten sich um TEUR 479,1 auf TEUR 1.330,7. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Vorjahresergebnisses um TEUR 545,9 und führt hiermit zu einer Eigenkapitalquote von 30,4 %. Die Rückstellungen reduzierten sich im Bereich der Steuerrückstellungen. Bei den "Sonstigen Rückstellungen" handelt es sich im Wesentlichen um Personalkostenrückstellungen sowie ausstehende Rechnungen. Die Bilanzsumme ist um TEUR 631,2 gestiegen. 4. Finanzlage Die Finanzverhältnisse sind geordnet. Den eingegangenen Zahlungsverpflichtungen konnte jederzeit nachgekommen werden. In immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden im Berichtsjahr rund TEUR 19,0 investiert. Sämtliche Investitionen des Geschäftsjahres 2023 wurden aus dem operativen Cashflow bzw. den verfügbaren liquiden Mitteln getätigt. 5. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Rohgewinnmarge und EBIT (Gewinn vor Zins und Steuern) heran. Das Rohergebnis erhöhte sich um TEUR 1.497,6. Der EBIT stieg von TEUR 481,6 auf TEUR 760,9. Dies resultierte im Wesentlichen auf der Steigerung des Umsatzes sowie einer leichten Reduzierung des prozentualen Betriebsaufwandes. Unsere wirtschaftliche Lage kann weiterhin als gut bezeichnet werden. 6. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren: Weitere wesentliche Steuerungsgrößen unseres Unternehmens sind nichtfinanzielle Kennzahlen, wie z.B. Arbeitssicherheit und Qualitätsmanagement. Im Personalbereich werden z.B. die Gesundheitsquote oder die Mitarbeiterfluktuation herangezogen. 7. Gesamtaussage Die Umsatzentwicklung ist positiv. Die Ergebnisentwicklung entspricht unseren Erwartungen, den Vorjahresgewinn zu halten, wir konnten ihn sogar steigern. Die Umsatzsteigerung ist sowohl durch den gestiegenen Preis am Fleischmarkt, einer Folge des höheren Rohstoffpreises, veranlasst, als durch die umgelegten, gestiegenen Kosten. Im Bereich der Sachinvestitionen konnten wir unseren Plan nur zum Teil erfüllen. Unsere Liquiditätslage ist weiterhin als solide zu bewerten. III. ZWEIGNIEDERLASSUNGSBERICHT Selbständige Zweigniederlassungen bestehen nicht. IV. PROGNOSEBERICHT Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Für 2024 erwarten wir wiederum eine weitere, aber langsamer abnehmende Erzeugung oder sogar eine Konsolidierung der Produktion. Auch gehen wir davon aus, dass die Preise für Schlachtschweine nicht weiter steigen werden; dies könnte auch zu einer Entspannung bei der Rohstoffversorgung und zu einer Steigerung unserer Schlachtzahlen führen. Vieles ist aber auch weiterhin abhängig von der weiteren Entwicklung des Krieges in der Ukraine, welcher zwei wichtige Produktionsfaktoren von uns stark beeinflusst, Energie- und Futtermittelkosten. Der Fleischverzehr wird unserer Einschätzung nach weiter zurückgehen, sei es nun aus ethisch / ökologischen Gründen oder auch auf Grund der gestiegenen Preise an der Ladentheke. Ein Entgegenwirken ist hier schwierig. Zusätzlich rückt auch ein weiteres Thema in den Vordergrund. Immer wichtiger neben den Faktoren Herkunft und Regionalität wird der Tierschutz von Konsumenten beurteilt. Durch unsere Teilnahme an der "Initiative Tierwohl" sind wir auch hier an der Entwicklung beteiligt. Der Markt für Schweinefleisch wird sich in Zukunft mehr und mehr differenzieren. Unsere Kunden nutzen diese Programme, um sich von den Mitbewerbern zu unterscheiden. Unser Unternehmen ist gut für die Herausforderungen des Marktes gerüstet und wird sich weiterhin im schwierigen Marktumfeld den kommenden Aufgaben und Anforderungen der Kunden stellen, diese erfüllen und sich erfolgreich behaupten. Ausblick Umsatz-Ergebnisentwicklung Unsere Prognosen beziehen sich auf einen Zeitraum von einem Jahr. Sondereinflüsse werden im Prognosezeitraum hauptsächlich im Angriffskrieg auf die Ukraine und die geänderten Verzehrsgewohnheiten gesehen. Wir erwarten in dem folgenden Geschäftsjahr steigende Umsatzzahlen. In den Bereichen Rohergebnis und EBIT erwarten wir eine Verbesserung. Im Kostenbereich sind weiterhin steigende Personal- und Energiekosten sichtbar. Unseren Zahlungsverpflichtungen werden wir auch weiterhin aufgrund der guten Liquidität unseres Unternehmens nachkommen können. Insgesamt erwarten wir eine voraussichtlich stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Im Personalbereich sind weiterhin ausstehende Stellenbesetzungen im Vertrieb und Verwaltungsbereich geplant, was zu einer moderaten Kostensteigerung führen wird. In Abhängigkeit der weiteren Entwicklungen der wirtschaftlichen Lage im Zusammenhang mit dem Kriegsausbruch in der Ukraine kann es zu Änderungen des in diesem Bericht beschriebenen Ausblicks des Unternehmens für das Geschäftsjahr 2024 kommen. Unsere oberste Priorität dabei ist es, die persönliche und finanzielle Sicherheit unserer Mitarbeiter und deren Familien sicherzustellen. Ausblick Investitionen Aufgrund von Investitionsanregungen wurde für 2024 eine Investitionsplanung verabschiedet. Das Unternehmen wird Investitionsprojekte für Sachinvestitionen von ca. TEUR 20 auf den Weg bringen. Gesamtausblick 2024 Eine positive Ertragsplanung für das Geschäftsjahr 2024 wurde zu Jahresbeginn durch die Geschäftsführung verabschiedet. Entwickelt sich der Geschäftsverlauf wie ursprünglich geplant, rechnen wir mit einem stabilen bis steigendem Umsatz und einem positiven Ergebnis. Unsere stabile Vermögens- und Finanzlage betrachten wir als nicht gefährdet. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Fortbestand des Unternehmens kurzfristig gefährden können. V. CHANCEN UND RISIKOBERICHT 1. Allgemeiner Risikobericht Auf dem innerdeutschen als auch auf dem europäischen Markt zeigen sich momentan wenige Risiken bezüglich unseres Geschäftsverlaufes. Fleischskandale oder Tierseuchen können jederzeit ein schwieriges Marktumfeld herbeirufen und damit Ein- sowie Verkaufspreise stark beeinflussen. Ebenso steigt weiterhin die Konzentration unserer Kunden in der Industrie und im Einzelhandel. Mit Sorge sehen Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe auch die möglichen Folgen der verschiedenen nationalen gesetzlichen Regelungen, die gegenwärtig in Deutschland diskutiert werden. Die geplanten nationalen Alleingänge in der Gesetzgebung der Ampelkoalition erschweren den Zugang zum europäischen Markt, der für die Unternehmen und Beschäftigten der Branche von großer Bedeutung ist. Seit dem Beginn des Ukrainekrieges drohen ebenso Energieengpässe und Futtermittelknappheit. Der anhaltende und sich weiter verschärfende Arbeitskräftemangel im Bereich Schlachtung und Zerlegung wird durch die Pandemie zusätzlich verstärkt, das wird die Produktionsmengen weiterhin limitieren. Generell ist in der Branche ein Strukturwandel voll in Gang. Die Betriebsaufgaben dürften sich fortsetzen und möglicherweise durch neue Auflagen im Tierschutz- und Umweltbereich noch verstärken. Die Auslastung der vorhandenen Schlachtkapazitäten dürfte damit sinken, der schärfere Wettbewerb um den knapper werdenden Rohstoff Schlachtvieh wird anhaltend hoch bleiben und so auf die Margen drücken. Weiterhin können zunehmende wirtschaftliche Probleme im europäischen Ausland den Export stark beeinflussen. Ebenso gilt dies außereuropäisch für die Tierseuchenlage. Eine Vielzahl von Ländern hat aufgrund der Afrikanischen Schweinepest den Import von deutschem Schweinefleisch gestoppt. Auch kann bei einem Ausbruch der Schweinepest in unserem näheren Umkreis der Betrieb des Schlachthofs gestört werden, ein Konzept zur Minimierung dieses Einflusses liegt vor. 2. Ertragsorientierte Risiken Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. 3. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der nahezu unveränderten stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalstruktur unseres Unternehmens sind derzeit keine Risiken zu erkennen. 4. Chancenbericht Um die positive Entwicklung unseres Unternehmens voranzubringen, wird die Qualitätssicherung stetig verbessert und versucht eine höhere Kundenbindung zu erreichen. Durch den hohen Service können wir unsere Kunden an uns binden sowie Neukunden gewinnen. Durch die jahrelange gute Zusammenarbeit versuchen wir Marktanteile zu sichern und weiter zu gewinnen. Die enge Kooperation mit unseren regionalen Zulieferern schütz uns vor Lieferengpässen auf der Beschaffungsseite. 5. Gesamtaussage Unser Unternehmen ist gut für die Herausforderungen am Markt aufgestellt. Dies ist nur durch hohe Qualität, Flexibilität und Kundenservice erreichbar. Wir sehen uns aufgrund unserer finanziellen Stabilität für die Zukunft gut gerüstet. Aus unserer Sicht bestehen derzeit keine wesentlichen Risiken, welche die Entwicklung des Unternehmens wesentlich beeinträchtigen oder gar den Bestand oder die Fortführung des Unternehmens gefährden. Die bestehenden Risiken gehen nicht über das allgemeine Unternehmensrisiko hinaus. Die Einschätzungen zur Auswirkung des Ukraine Konfliktes wurde im Prognose- und Risikobericht erläutert. VI. RISIKOBERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verfügt über eine Warenkreditversicherung für in- und ausländische Kunden, um dem Risiko der Übernahme von Forderungsausfällen gegenzusteuern. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen beglichen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien der Banken. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Erlangen, den 9. Mai 2025 CONTIFLEISCH GmbH Günter Härtl Wolfgang Härtl Bei dem vorliegenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die CONTIFLEISCH GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der CONTIFLEISCH GmbH, Erlangen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CONTIFLEISCH GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Nürnberg, 9. Mai 2025 LHS
GmbH
Reinhard Hanisch, vereidigter Buchprüfer |
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