BDG Testing und Automation GmbH

Dornäckerweg 18, 74653 Künzelsau, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 728774
Vorher
bdg, Gesellschaft für Montage-, Prüf- und Fertigungssysteme mit beschränkter Haftung
Eingetragen
31.8.1998
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
Entwicklung, Planung und Bau von anwenderflexiblen Montage-, Prüf- und Fertigungssystemen, der Vertrieb solcher Systeme, die Projektierung sowie die Erbringung von Dienstleistungen jedweder Art einschließlich der Beratung im Bereich der Montage- und Fertigungssystemtechnik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bürkert Werke GmbH & Co. KG
Germany
169.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

bdg, Gesellschaft für Montage-, Prüf- und Fertigungssysteme mit beschränkter Haftung

Künzelsau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

BDG, GESELLSCHAFT FÜR MONTAGE-, PRÜF-
UND FERTIGUNGSSYSTEME MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG, KÜNZELSAU-AMRICHSHAUSEN

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell

Die bdg, Gesellschaft für Montage-, Prüf- und Fertigungssysteme mbH, Künzelsau-Amrichshausen, im Folgenden BDG GmbH oder BDG, am Standort Dornäckerweg 18, 74653 Künzelsau-Amrichshausen stellt Automatisierungsanlagen und Anlagen für Prüftechnik her und bietet dazu passende Beratungs-, Service- und Kalibrierdienstleistungen an.

Über Jahrzehnte hat sich im Bereich der Prüftechnik eine einzigartige Produktbandbreite gebildet, die von Fluidisch Modularen Systemen (FluiMoS) über kompakte und flexible Dichtheitsmessung (DiMeS), bis zu elektrischer Prüftechnik (ElMeS) reicht, einschließlich aller hierzu erforderlichen Schnittstellen. BDG-Produkte und Dienstleistungen zeichnen sich durch ihre Innovation und Qualität aus.

Als mittelständisches Unternehmen in der Automations- und Prüftechnik entwickelt die BDG auf Basis ihrer standardisierten Module und ausgehend von den spezifischen Kundenanforderungen nicht nur gute, sondern besondere Lösungen. Die BDG entwirft, plant und konstruiert hochwertige, zuverlässige und zukunftsfähige Technik aus einer Hand, vom Handarbeitsplatz über modulare Arbeitsplatzsysteme bis zu anspruchsvollen Automationsanlagen mit integrierter Prüftechnik.

Dies wird belegt durch die Fülle an ausgelieferten kundenspezifischen Lösungen an eine Vielzahl von unterschiedlichen Kunden in verschiedenen Branchen.

Forschung und Entwicklung

Im Zuge der weiteren Optimierung der Abläufe und Prozessverbesserung standen verschiedene Ziele beziehungsweise Schwerpunkte an.

Exemplarisch hierzu waren einige wichtige Maßnahmen:

weiteres Vorantreiben der Kundenfokussierung und Vermarktung der modularen elektrischen Prüftechnik

Digitalisierung und Software-Ausrichtung

Daneben wurden neue und weiterentwickelte Produkte auf dem Markt etabliert:

ElMeS

Ist ein eigens entwickeltes Mess- und Prüfgerät zur universellen Hochspannungs-, Schutzleiter-, Wicklungswiderstands- oder Isolationsprüfung verschiedenster Elektronikprodukte sowohl aus dem Bereich weiße Ware als auch aus der Industrie.

Standardisierung

Im Rahmen der Standardisierungsprojekte wird die BDG GmbH in 2021 das modulare und skalierbare HiFos-System, welches größtmögliche Agilität und Flexibilität für Montage- und Prüfprozesse bietet, weiterentwickeln. Im Fokus dieser Weiterentwicklung steht die Bedienerfreundlichkeit und Zugänglichkeit sowie die Einbindung von standardisierten Komponenten. Darüber hinaus kann unserer HiFos-System mit Kundensystemen verknüpft werden. Das HiFos-System wird hier durch unsere Softwarelösung ViSoFlex optimal ergänzt.

Ein weiterer Schwerpunkt stellt hier die Überarbeitung der mobilen Arbeitsplatzsysteme MAPS dar, welche kurzfristig und maßgeschneidert an Kundenbedürfnisse angepasst werden können.

ViSoFlex

Die von der BDG entwickelte Software ViSoFlex ist die Schaltzentrale unserer Anlagen. Diese wird im Rahmen der Digitalisierungsstrategie überarbeitet. Ein Ziel ist die intuitive Bedienoderfläche.

Schutz geistigen Eigentums

Die BDG GmbH hat folgende Wortmarken geschützt: MAP, MAPS, DiMeS, ElMeS, FluiMos, HiFoS, MAP und MAPS. Die Schutzzeiträume enden in 2027 und 2030.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS), der Industrieversicherer des Allianz-Konzerns, veröffentlicht im Januar alljährlich ein Risiko-Barometer. Dieses basiert auf einer Befragung von tausenden Unternehmen aus über 90 Ländern. Für das Jahr 2020 waren die beiden Topgefahren für Unternehmen Cybercrime und Betriebsunterbrechung. Eine Pandemie wurde erst auf Rang 17 und damit nachrangig gesehen. Für 2021 ist die Bedrohung durch eine Pandemie nun an die zweite Stelle gerutscht.

Die Corona-Pandemie hat im Jahr 2020 aufgrund der staatlichen Gegenmaßnahmen wesentlich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dominiert:

Weltweite Reisebeschränkungen zwischen den Ländern

Absage bzw. Verschiebungen von Großveranstaltungen (z. B. auch der Olympischen Spiele)

Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen in den jeweiligen Ländern

Hilfs- und Konjunkturpakete auf nationaler und internationaler Ebene, zum Teil in Billionenhöhe (zum Jahresanfang 2021 weisen die bisher beschlossenen fünf Hilfspakete der US-Regierung ein Gesamtvolumen von ca. 5.300 Mrd. USD aus); insgesamt ist die globale Verschuldung um 19,5 Bill. USD angestiegen

Schließung von nicht "systemrelevanten" Unternehmen, insbesondere solcher, deren Geschäftsmodell auf physischem Kontakt bzw. Zusammenkunft von Menschen besteht (z. B. Reise-, Event-, Gastronomiebranche)

Schließung von Geschäften, die keine lebensnotwendigen Güter bzw. Dienstleistungen anbieten

Schließung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, womit den Unternehmen wichtige Arbeitskräfte entzogen werden

Natürlich sind die Maßnahmen je Land unterschiedlich ausgefallen. Einige Länder sind sogar in einen kompletten Lockdown gegangen. Andere Themen wie die US-Präsidentschaftswahl, der Brexit oder der Konflikt USA-China haben in Relation hierzu nur begrenzten Einfluss gezeigt.

Der Ausbruch der Corona-Pandemie hat die ursprünglichen Wachstumsprognosen für 2020 sehr schnell als überholt eingeordnet. Auch die Finanzmärkte und Wechselkurse wurden hierdurch maßgeblich beeinflusst.

Die Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen befeuert eine außergewöhnlich lockere Geld- und Finanzpolitik. So zeigt die Fed Anfang 2021 ein monatliches Volumen bei Anleihekäufen in Höhe von 120 Mrd. USD. Das Pandemie-Notfallankaufprogramm (PEPP) der EZB hat derzeit ein Volumen von insgesamt ca. 1.850 Mrd. EUR. Natürlich legte auch China ein Stimulierungspaket auf. Die Ausweitung der jeweiligen Zentralbankbilanzen dürfte für weiterhin niedrige Zinsniveaus sorgen.

Der Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU, der für solide Staatsfinanzen sorgen soll, wurde zu Beginn der Corona-Krise von den EU-Finanzministern auf Vorschlag der EU-Kommission für 2020 und 2021 außer Kraft gesetzt.

Die Verbraucherpreisinflation im Euroraum und der USA war 2020 stabil niedrig und sollte vorerst auch niedrig bleiben. Ursächlich hierfür sind die krisenbedingt hohe Unterbeschäftigung sowie die zurückliegende Globalisierung und die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft.

Die wirtschaftliche Belebung im 3. Quartal 2020 wurde durch die weltweit synchrone Belebung der Industrie maßgeblich gestützt. Der erneute Anstieg der Infektionszahlen in Verbindung mit einer deutlichen Zunahme der Todesfälle hat im 4. Quartal für einen erneuten weltweiten Lockdown gesorgt und damit die wirtschaftliche Belebung gebremst, auch wenn - anders als im Frühjahr 2020 - nun die Industrie zunächst weniger betroffen war.

USA

Nach dem Einbruch im April 2020 hat sich die US-Wirtschaft kontinuierlich erholt und im 3. Quartal sogar ein Rekordwachstum (+ 7,4 %) verzeichnet. Wesentliche Treiber waren der private Konsum und der Wohnungsbau. Auch die aufgelegten Konjunkturprogramme, teilweise verbunden mit Direktzahlungen an die Haushalte, haben natürlich ihren Anteil an dieser Entwicklung. Alle Effekte zusammen haben in Summe für einen Rückgang des BIP im Jahr 2020 in Höhe von -3,5 % gesorgt.

China

Lediglich die chinesische Volkswirtschaft hat sich bereits 2020 weitgehend von Auswirkungen der Corona-Pandemie erholt. Die Einkaufsmanagerindizes in China sind weiterhin auf einem Niveau über 50 und zeigen somit eine positive Wirtschaftsentwicklung an. Aufgrund der Nachfrage westlicher Industrieländer nach Medizinprodukten haben auch die Exporte wieder zugenommen. In Summe ist ein Wirtschaftswachstum von 1,7 % erreicht worden.

EU

Die Corona-Beschränkungen zeigen vor allem auf einzelne Dienstleistungsbereiche deutlich negative Auswirkungen. Die Industrie zeigte sich 2020 weitgehend robust. Dies spiegelt sich auch in den Einkaufsmanagerindizes wieder. So zeigt der PMI für die Industrie seit Juni wieder Werte oberhalb von 50, wohingegen der PMI für Dienstleistungen seit August wieder unterhalb der Marke für Wachstum liegt. Insgesamt ist die Wirtschaftsleistung der Eurozone 2020 um -6,6 % eingebrochen.

Geschäftsverlauf

Vor diesem Hintergrund stellen sich in 2020 die Umsatzerlöse nach Regionen (Inland / Ausland) wie folgt dar (alle Werte in Mio. EUR):

2020 2019
Inland 8,77 9,69
Ausland 1,14 0,66
Summe 9,91 10,35
Veränderung z. Vorjahr in % -4,2 14,1

Im Geschäftsjahr 2020 ist die BDG GmbH mit 9,91 Mio. EUR um 4,2 % gegenüber dem Vorjahr bei den Umsatzerlösen geschrumpft. Die Umsatzerwartung hat sich damit aufgrund der Corona-Pandemie nicht erfüllt.

Ertragslage

Mit auf 9,91 Mio. EUR reduzierten Umsatzerlösen bzw. einer Gesamtleistung von 10,30 Mio. EUR konnte ein EBT (Ergebnis vor Steuern) von 1,26 Mio. EUR erreicht werden.

Vermögens- und Finanzlage

Bilanzstruktur

Die Bilanzsumme beträgt 7,51 Mio. EUR, wovon 0,004 % liquide Mittel sind. Die Sachanlagen machen 27,89 %, die Vorräte 26,96 % und die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände 44,28 % der Bilanzsumme aus.

Neben dem investitionsbedingten Anstieg des Anlagevermögens um 0,27 Mio. EUR (nach Abschreibungen) und dem geschäftsbedingten Anstieg der Vorräte um 0,92 Mio. EUR sind für die Entwicklung der Bilanzsumme die gesunkenen Forderungen aus Lieferung und Leistungen um 1,02 Mio. EUR sowie die Zunahme der Forderungen gegen verbunden Unternehmen in Höhe von 0,85 Mio. EUR maßgeblich.

Auf der Kapitalseite macht das wirtschaftliche Eigenkapital 67,07 % der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 0,41 Mio. EUR bestehen zu 48,98 % aus Lieferung und Leistung und zu 0,79 % gegenüber verbundenen Unternehmen.

Investitionen

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2020 Investitionen in Höhe von 0,44 Mio. EUR getätigt. Damit lagen in 2020 die Investitionen über den Abschreibungen in Höhe von 0,18 Mio. EUR. Neben einer Hallenklimatisierung wurde in 2020 als wesentliche Investitionsschwerpunkte in Maschinen aber auch Digitalisierung investiert.

Liquidität

Es wurde ein Cashflow i.e.S. von 1,4 Mio. EUR erreicht.

2020 übersteigt der Cashflow i.e.S. die Liquiditätsabflüsse für die Investitionstätigkeit. Dies spiegelt wider, dass BDG seine regulären Investitionen aus eigener Kraft finanzieren kann. Zudem sind aktuell keine nennenswerten Bankverbindlichkeiten vorhanden.

Zusammenfassende Beurteilung

Unter Berücksichtigung des konjunkturellen Umfelds beurteilt die Geschäftsführung die Entwicklung der BDG GmbH für 2020 als gut. Der Branchenumsatz "Robotik und Automation" ist laut VDAM-Daten in 2020 um 20 % zurückgegangen, die BDG konnte ihren Umsatz jedoch entgegen dieses Trends weitestgehend stabil halten.

Die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage mit der Betrachtung von Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie wird im Prognose-, Chancen- und Risikobericht vorgenommen.

Umwelt- und Arbeitsschutz

Im Februar 2020 wurden die BDG GmbH den TÜV-SÜD geprüft. Dabei hielten die Managementsysteme der BDG (ISO 9001, ISO 14001) der Prüfung stand.

Bei den internen Systemaudits, welche als integrierte Audits durchgeführt wurden, sind keine signifikanten Abweichungen festgestellt worden.

Der Trend zu Kundenbesuchen und - abnahmen ist ansteigend, jedoch konnten aufgrund der Pandemie viele Besuche und Abnahme nur online erfolgen.

Weiterhin wurden im Jahr 2020 die Forderungen aus dem Umweltmanagement der BDG bekannt gemacht und hinsichtlich der Umsetzung stabilisiert. Um eine nachhaltige Verbesserung zu erzielen wurden eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg gebracht. Daraus resultieren die folgenden Umwelt- und Energiekennzahlen:

Abfall "Hausmüll / Siedlungsabfälle" 2,32t

Stromverbrauch 14,3 KWH/TEUR

Heizölverbrauch 11,9 KWH/TEUR

Abwasser / Wasser 20,1 L/TEUR

Gegenüber dem Vorjahr wurden leichte Verbesserungen erzielt, weitere Verbesserungsmaßnahmen werden erarbeitet.

Der Indikator für die erbrachte Präventionsarbeit im Arbeitsschutz ist die Tausend-Mann-Quote (TMQ). Diese ist im Vergleich zum Vorjahr mit einem Wert von 28,6 auf gleichem Niveau geblieben.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden ASA-Sitzungen und Betriebsbegehungen erfolgt der Austausch zwischen Betriebsarzt, Sicherheitsbeauftragtem, Sicherheitsfachkraft und dem Vertreter der Geschäftsführung

Die BDG hat frühzeitig auf die Corona-Pandemie reagiert und zum Schutz der Mitarbeiter diverse Maßnahmen getroffen. Unter anderem wurde ein Corona-Team gegründet welches die aktuelle Lage ständig beurteilt und zielführende Maßnahmen einleitet. So wurden ein Konzept zur mobilen Arbeit, Hygienevorkehrungen, Schutzschilder, Luftreiniger und weitere Maßnahmen beschlossen und umgesetzt. Die selbst entwickelten Schutzschilder fanden auch bei unseren Kunden Interessenten und trugen somit zur Auslastung der BDG bei. Dies führte dazu, dass es der BDG gelungen ist den Regelbetrieb uneingeschränkt fortzuführen.

Die Datenbank umweltonline bildet die Basis, sich über entsprechende rechtliche Verpflichtungen zu informieren Bei entsprechenden Anforderungen werden Bereichsverantwortlichen aufgefordert, sich mit diesen auseinanderzusetzen und diese zu bewerten. Somit wird die Rechtssicherheit im Bereich Umweltschutz und Arbeitssicherheit durch die Delegation der Unternehmerpflichten an die verantwortlichen Stellen sichergestellt.

Das Integrierte Managementsystem ist wirksam, es sind keine nennenswerten Risiken/Veränderungen erkennbar bzw. Aktionen erforderlich.

Personal- und Sozialbericht

Aufgrund des weiter zunehmenden Fach- und Führungskräftemangels hat das Thema Arbeitgeber-Attraktivität nach wie vor hohe Priorität für BDG. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten lag 2020 auf der strategischen Positionierung des Unternehmens als attraktiver Ausbildungsbetrieb. Auch die Digitalisierung spielte eine tragende Rolle. Ziel ist es, HR Prozesse moderner, effizienter und flexibler für alle Beteiligten zu gestalten.

In 2020 wurde bei der BDG eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Hier hat sich das positive Ergebnis der letzten Mitarbeiterbefragung weiter fortgesetzt, was sich zum einen in der sehr hohen Beteiligung als auch im nochmals besseren Gesamtergebnis widerspiegelt. Dies führte dazu, dass die BDG 2021 erneut mit dem Top Job-Award ausgezeichnet wurde.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen des Jahres 2020, den immer wieder neuen Ereignissen der Corona-Pandemie (Virus-Mutanten, Impfkapazitäten, Kontaktverhalten, etc.) und den unterschiedlichen Strategien zur Pandemie-Eindämmung (Zero-Covid, No-Covid, Soft-Lockdown, …) sind Prognosen für die wirtschaftliche Entwicklung natürlich mit kritischer Distanz zu verwenden.

Das erste Quartal 2021 wird wiederum durch Lockdown-Maßnahmen belastet und kann auch nochmals einen BIP-Rückgang ausweisen, auch wenn aktuell noch alle (auf Daten der Vergangenheit beruhenden) Indikatoren einen stabilen Verlauf zeigen.

Es wird allgemein erwartet, dass spätestens im Frühsommer der Impffortschritt zusammen mit steigenden Temperaturen (was risikolosere Kontakte im Freien begünstigt) die Infektionszahlen kräftig sinken lassen und sich dadurch die Stimmung nachhaltig zum Besseren wendet. Die aufgestaute Nachfrage für Dienstleistungen und Produkte sollte zu einer deutlichen wirtschaftlichen Stimulanz führen. Dies kann dann auch Inflations- und Zinsdruck erzeugen.

Allen aktuellen Prognosen liegt das Grundmuster erreichen der sog. Herdenimmunität durch Impfung, auflösen des Konsumrückstaus (= Zwangssparen) des letzten Jahres durch Lockdown-Maßnahmen sowie ein Anstieg des Dienstleistungskonsums (auch und gerade der kontaktintensiven Dienstleistungen) und somit deutliche wirtschaftliche Belebung zugrunde. Je früher diese Belebung einsetzen kann, desto höher wird das Wirtschaftswachstum für 2021 ausfallen. Aktuell wird eine Belebung im zweiten Halbjahr erwartet.

Deutlich wird bei den Prognosen, dass das Wachstum 2021 in vielen Ländern unter dem Rückgang 2020 liegt und damit eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau frühestens in 2022 erreicht werden kann.

USA

Für die USA wird wegen des guten Impfverlaufs, der guten Konjunkturdaten und dem zusätzlichen riesigen Konjunkturpaket ein Jahreswachstum von ca. 6,0 % erwartet. Die im Dezember 2020 und im März 2021 verabschiedeten weiteren Konjunkturpakete von insgesamt 2.800 Mrd. USD werden das Wirtschaftswachstum weiter unterstützen. Da unter anderem die Arbeitsmarktziele der Fed nicht kurzfristig erreichbar sind, wird die Fed ihr Anleihekaufprogramm von zurzeit 120 Mrd. USD vorerst nicht einschränken. Zudem sind damit Zinserhöhungen in nächster Zeit unwahrscheinlich geworden.

China

Die Regierung setzt für 2021 ein Wachstumsziel von "über 6%". Nach Einschätzung vieler Analysten sollte dieses sogar deutlich übertroffen werden (unter anderem auch wegen des Basiseffekts). Die Inflation soll auf 3 % begrenzt werden (2020: 3,5 %). Die aktuellen offiziellen Einkaufsmanagerindizes belegen den Wachstumskurs der chinesischen Wirtschaft. So lag der PMI für das verarbeitende Gewerbe im Februar bei 50,6 (Januar: 51,3) und der PMI für das Dienstleistungsgewerbe lag bei 51,4 (Januar: 52,4). Diese Werte zeigen aber auch eine abgeschwächte Dynamik zum Jahresbeginn.

EU

Aktuell führen die erneut steigenden Infektionszahlen in der EU zu weiteren Lockdown-Maßnahmen. Zusammen mit dem Mangel an Impfstoffen führt dies zu einer Belastung für das wirtschaftliche Wachstum im 1. Quartal 2021. Wie auch im letzten Jahr ist die Industrie davon deutlich weniger betroffen im Vergleich zum Dienstleistungssektor. Dies wird ebenfalls in den Einkaufsmanagerindizes per Februar reflektiert (Industrie: 57,9 / Dienstleistungen: 45,7). Im Jahresdurchschnitt 2021 wird somit in Summe ein Wirtschaftswachstum von 5,0 % erwartet.

BDG GmbH

Die BDG ist zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 mit einem Auftragsbestand auf Vorjahresniveau gestartet. Die in den ersten beiden Monaten geplanten Umsätze wurde nicht erreicht, somit wird es aktuell schwierig die ursprünglichen Erwartungen für das Geschäftsjahr zu erfüllen. Der schleppende Auftragseingang deutet hier nicht auf Steigerungspotenzial im Umsatz hin. Die Corona-Krise ist allerdings durch disruptive Ereignisse geprägt. Eine Evaluierung des Gesamtjahres aus dem 1. Quartal ist damit schlicht weg unmöglich.

Derzeitig sieht die Lage in der Corona-Krise wie folgt aus:

Der Bezug von Material ist bis auf wenige Ausnahmen nicht gestört

Die Kundennachfrage hat sich noch nicht erholt

Die Produktion wird aufrechterhalten. Durch Ausweitung des Home-Office-Betriebs konnten Kontaktreduzierungen erreicht werden.

Nach derzeitiger Einschätzung gehen wir für das Gesamtjahr 2021 von einer leichten Umsatzsteigerung aus. Die BDG wird auch in 2021 die vorhanden Marktpotentiale schöpfen, mit dem Ziel, den Vorjahresumsatz zu übertreffen. Für die Ertragslage wird aufgrund von zwangsläufigen Kosteneinsparungen (z. B. Reisekosten) aber auch gezieltem Ressourcenmanagement (Reduzierung von Stundenkonten, ggf. Anpassungen im Rahmen von Kurzarbeit) mindestens im Worst Case ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Marktpositionierung mit und nach Corona werden weiter mit oberster Priorität vorangetrieben.

Jedoch ist das Umfeld im Anlagenbau stark eingetrübt, Überkapazität am Markt beeinflussen den Absatz und verschärfen weiter den Preiskampf. Die Nachfrage aus dem Bereich Automotive ist weiterhin auf einem niedrigen Niveau, mit einer schnellen Erholung wird hier nicht gerechnet. Die Konsolidierung bei Marktbegleitern, mit dem Ziel der Bündelung von Kapazitäten, schreitet weiter voran. Mit der im Jahr 2020 angepassten Strategie in Automation, Prüftechnik, Consulting/Service hat die BDG die Eckpfeiler gesetzt um sich in der VUCA-Welt nachhaltig zu behaupten.

Alle laufenden operativen Entscheidungen werden kritisch auf die aktuelle Umsatzentwicklung abgestimmt.

Chancen und Risiken

Jedes unternehmerische Handeln ist untrennbar mit Chancen und Risiken verbunden. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagement ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmens.

In der BDG ist die Steuerung von Chancen und Risiken integraler Bestandteil des Systems der Unternehmensführung und nicht Aufgabe einer bestimmten organisatorischen Einheit bzw. Person. Zentrale Bestandteile des Risikomanagementsystems sind der Planungs- und Controlling-Prozess, das BDG-Regelwerk und das Berichtswesen.

Alle Aktivitäten innerhalb der BDG werden durch eine geordnete Organisations- und Verantwortungsstruktur sorgfältig analysiert. Dabei sind die von den Gesellschaftern gemeinsam mit dem Management formulierten Risikogrundsätze strikt einzuhalten. Die Messung, Überwachung und Steuerung der Risiken erfolgt auf der Grundlage eines institutionalisierten Risikomanagement-Systems und eines ständig weiterentwickelten Managementsystems (IMS).

In der Weiterentwicklung von Normen wie der DIN EN ISO 9001 und der damit einhergehenden Konvergenz allgemeiner Managementaufgaben wird nun auch im (Qualitäts- / Umwelt-) Managementsystem ein verstärkt risikobasierter Ansatz umgesetzt. Zum einen durch eine kontextbezogene Umfeldanalyse (Kunde - Lieferant - Behörden/Ämter - Nachbarschaft / Region - Belegschaft / Mitarbeiter - Wettbewerber) als auch durch eine Bewertung interner Prozessrisiken. Der Aspekt Compliance wird durch Nutzung eines Tools zur Verwaltung relevanter Rechtsnormen und der Darstellung der internen Verantwortungsstruktur unterstützt.

Durch die konsequente Weiterentwicklung und Ausbau des Vertriebs und des Angebotsportfolios eröffnen sich für die BDG weiter Möglichkeiten das angestrebte Wachstum weiter voranzutreiben.

Risiken

- Marktrisiken

Absatz

Aufgrund der aktuellen Kundenstruktur der BDG sind Risiken erkennbar. Der Wegfall von Kundenaufträgen im Automotivbereich konnte noch nicht vollumfänglich kompensiert werden. Die Gewinnung von Neukunden gestaltet sich nach wie vor schwierig, jedoch ist eine leichte Marktbelebung zu spüren. Von Bestandskunden werden nun auch wieder Großprojekte angefragt. Weiterhin bestehen die allgemeinen Risiken in den Bereichen der Konjunktur- und Branchenentwicklung.

Die Corona-Krise setzt globale Lieferketten nachhaltig unter Druck. Dies hat auch Auswirkungen auf die BDG.

Kundenprojektmanagement

Bereits in der Angebotsphase müssen entsprechende Prüfprozesse implementiert sein, die die Durchführbarkeit als auch die Finanzierbarkeit durch den Kunden permanent überwachen. In der Kundenprojektabwicklung sind fortlaufend Plan-Kalkulation und Ist-Werte, bezogen auf den Auftragsfortschritt, abzugleichen. Abweichungen sind zu analysieren (z.B. geänderte Kundenanforderungen oder andere Materialpreise) und entsprechende Maßnahmen einzuleiten (z. B. Auftragsnachträge einfordern).

Darüber hinaus zeichnet es sich ab, dass Bestandskunden zukünftig in den globalen Wachstumsmärkten aktiv sein werden Dieser Herausforderung muss sich die BDG mit geeigneten Konzepten stellen.

- Finanzwirtschaftliche Risiken

Forderungen

Die Werthaltigkeit von Forderungen kann beeinträchtigt werden, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen zur Bezahlung nicht nachkommen. Außenstände und Ausfallrisiken werden fortlaufend überwacht. Aktuell sind jedoch keine erhöhten Ausfallrisiken aus offenen Forderungen erkennbar. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise wird die Überwachung des Zahlungseingangs mit gesteigerter Intensität verfolgt.

Wechselkurse

Die BDG berichtet in Euro und ist dadurch sowohl Transaktions- als auch Translationsrisiken im Währungsbereich ausgesetzt.

Zinssätze

Zinssätze bestimmen die Kosten der Kapitalbeschaffung für Unternehmen. Eine Erhöhung von Zinssätzen kann für Unternehmen bedrohlich werden, wenn dadurch eine signifikante Ergebnisbelastung entsteht bzw. liquide Mittel gar nicht erst aufgenommen werden können. Da weiterhin die Zinssätze an den Kapitalmärkten auf historischen Tiefständen notieren und die BDG aufgrund ihrer Eigenkapitalquote und Mitglied der Bürkert-Gruppe keinen Bedarf an Fremdkapital ausweist, ist dieses Risiko aktuell nicht materiell.

Liquidität

Die aktuelle Liquiditätssituation der BDG schafft als finanzielle Basis die Voraussetzung der Unabhängigkeit von externen Investoren. Investitionen werden derzeit alle aus dem Free-Cash-Flow bedient. Somit existieren aktuell weder Risiken in der Höhe der Liquiditätsbeschaffung noch bei den Kosten der Liquidität. Dies eröffnet als Teil eines Familienunternehmens wichtige Chancen. Die langfristige Verlässlichkeit ist für Kunden und Mitarbeiter ein wichtiger Faktor. Der Verzicht auf kurzfristige Kennzahlenoptimierung schafft die Grundlage für den nachhaltigen Erfolg und ist Basis der BDG-Strategie 2023.

Kapitalstruktur

Eine der Säulen der BDG-Strategie ist die finanzielle Unabhängigkeit und die damit einhergehende Selbstbestimmtheit unternehmerischer Entscheidungen. Die BDG ist keinerlei Verpflichtungen betreffend Kapitalstruktur oder Finanzierung von Investitionen eingegangen. Dies ist aufgrund der Eigenkapitalquote (wirtschaftlich) von 67,07 % auch nicht erforderlich.

- Sonstige Risiken

Digitalisierung & Industrie4.0

Eine Herausforderung für die BDG ist die digitale Unternehmenstransformation. Ausgangsbasis ist einerseits die Notwendigkeit, unsere Unternehmensprozesse auf die besonderen Herausforderungen eines Lösungsanbieters auszurichten. Andererseits sind durch das Thema Digitalisierung umfangreiche Anforderungen an die Unternehmens-organisation entstanden. Aufgrund dessen wurden Maßnahmen und Projekte konkretisiert und priorisiert.

IT-Strategie

IT-Risiken sind eine besondere Herausforderung.

Dem wurde durch die Einführung von SAP und weiteren Standardlösungen begegnet. Prozesse werden dadurch harmonisiert, effizienter, schneller und transparenter. Die Prozesse innerhalb der IT werden anhand des Standards ISAE 3402 Typ II zertifiziert, verantwortlich hierfür ist die Bürkert-IT.

Rechnungslegungsbasiertes Kontrollsystem

Grundlage eines rechnungslegungsbasierten Kontrollsystems ist die vollständige und korrekte Erfassung aller Geschäftsvorfälle. Dies gilt sowohl für lokale als auch gruppenweite (Bürkert) Rechnungslegungsstandards. Seit 2016 werden systematische Transaktionsanalysen in SAP für den Rechnungswesen-, Einkaufs- und Verkaufsbereich durchgeführt. Erkanntes Verbesserungspotenzial wird realisiert, um Fehler- und Risikoquellen zu minimieren.

Produkt und Technologie

Die BDG misst ihren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten eine große Bedeutung bei. Durch den kontinuierlichen Ausbau dieser Aktivitäten wirkt die BDG nicht nur möglichen Risiken aus dem schnellen Technologiewandel entgegen, sondern sichert durch technologischen Vorsprung auch zukünftig ihre Wettbewerbsvorteile.

In 2020 wurde seitens der BDG weiter in moderne CNC-Fertigungsanlagen investiert um hier unabhängiger vom aktuell angespannten Liefermarkt zu sein und auf kurzfristige Kundenwünsche eingehen zu können. Des Weiteren wurde auch die eigene Fähigkeit bezüglich der Leiterplattenfertigung von Kleinserien ausgebaut, da sich die Lieferzeiten hier deutlich verlängert haben und sich dieser Trend auch weiter fortsetzen wird.

Dezentralität

Die Dezentralität der Bürkert-Gruppe bietet auf der einen Seite Chancen, da lokal kundenspezifisch agiert und entschieden werden kann sowie unterschiedliche konjunkturelle Entwicklungen sich ausgleichen können. Auf der anderen Seite werden Führung, Compliance und Risk Management auch komplexer und aufwändiger.

Die BDG ist verschiedenen Schadensrisiken ausgesetzt. Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden - soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar - Versicherungen abgeschlossen. Der Versicherungsschutz wird jährlich überwacht und bezüglich Inhalt und Höhe der aktuellen Funktions- und Risikoverteilung sowie Umsatzgröße angepasst.

Auf der Basis unserer Risikoanalyse sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass den Fortbestand der BDG gefährdende Risiken gegenwärtig nicht existieren.

Chancen

Marktdurchdringung

Der Marktanteil der BDG ist noch sehr gering. Dies zeigt das enorme Wachstumspotenzial, das die BDG hat. Verbunden mit der Finanzkraft und innovativen Ideen können hier Marktchancen entstehen, die sich sowohl mit bestehenden als auch neuen Kunden ergeben können.

Durch Kooperationen bei technologisch anspruchsvollen Projekten mit hochspezialisierten Partnern bietet die BDG ihren Kunden maßgeschneiderte Lösungen und sichert sich so weitere Wachstumschancen in einem hartumkämpften Markt.

Vertriebskanal

Mit Qualtrics wurde ein neues Umfragetool bei BDG eingeführt. Bisher wurden die A und B Kunden befragt. Die Rücklaufquote ist zufriedenstellend. Die Ergebnisse werden zur Optimierung des Kundenkontaktes und der internen Prozesse verwendet.

Die Vertriebsaktivitäten werden durch einen gezielten Aufbau von Ressourcen in diesem Bereich weiter verstärkt. In diesem Zusammenhang werden die Bereiche Automation und elektrische Prüftechnik weiter ausgebaut.

Des Weiteren wird die Weiterentwicklung des Keyaccount-Konzepts und die Vertriebsstrukturierung (Industrie, Kunden, Technologie, Business, Verkaufskanal, Kundenklassifizierung) weiterverfolgt. Der Service wird weiter als USP gesehen und somit die Nachhaltigkeit durch Kundennähe als ein Schwerpunkt in der Kundenbeziehung betrachtet.

Rohstoffverfügbarkeit und -preise

Teilweise sind den bereits vorab genannten Risiken auch Chancen immanent. Dies gilt insbesondere für den Bereich Einkaufspreise und Liefertermine. Diese Entwicklung wird fortlaufend beobachtet und durch vorausschauenden Einkauf bzw. Kontraktbildung darauf reagiert. Es gibt keinen spekulativen Einkauf von Materialien innerhalb der BDG.

Qualität und Innovation

BDG setzt sich den Anspruch die Qualitätserwartungen der Kunden zu verstehen und diese, wo immer möglich, zu übertreffen.

Qualität und Innovation bilden den Markenkern von BDG und erzeugen die Differenzierung vom Wettbewerb, um Wachstum zu ermöglichen sowie Preis- und Kostendruck zu begegnen.

Personal

Eine seit Jahren äußerst niedrige Fluktuationsquote verbunden mit Mitarbeiterwachstum, auch aufgrund eigener Ausbildung, schafft eine gesunde Mischung an Erfahrung und Drang zu neuen Lösungen, die sich positiv auf Weiterentwicklung und Wachstum der BDG auswirkt. Verbundenheit mit dem Unternehmen und Leistungsbereitschaft sind die Faktoren, die zur ständigen Verbesserung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen führen und damit den Markterfolg von BDG auch in Zukunft ermöglichen.

Für die BDG steht die Förderung der eigenen Mitarbeiter im Fokus der Mitarbeiterentwicklung. Dies wird durch umfangreiche interne Weiterbildungsangebote der BDG und der Bürkert-Gruppe als auch durch die Möglichkeit externer Weiterbildungsmöglichkeiten realisiert. Darüber hinaus unterstützt die BDG auch Mitarbeiter im Rahmen des Fortbildungskonzepts durch entsprechend lange Freistellungsphasen und dem Angebot der Weiterbeschäftigung nach erfolgreichem Abschluss der Fortbildungsmaßnahme.

Nach wie vor sind die Corona-Pandemie und die Gegenmaßnahmen die bestimmenden Themen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Aktuell sind im 1. Quartal 2021 keine weiteren Restriktionen geplant, die das industrielle Umfeld direkt betreffen. Abhängig von dem weiteren Verlauf der Epidemie (Anzahl Infizierte, Inzidenz, Belastung der Gesundheitssysteme, etc.) könnte zukünftig die Geschäftsentwicklung des Konzerns wieder negativ beeinträchtigt werden wie in 2020.

Gesamtbeurteilung

Die Risiken für die BDG GmbH sind aufgrund des gelebten Risikomanagements identifiziert. Vorhandene Risiken werden konsequent überwacht und geeignete Maßnahmen ergriffen um den Fortbestand der Bürkert-Gruppe nicht zu gefährden. Aktuell sind trotz der Corona-Krise keinerlei bestandsgefährdende Risiken erkennbar.

 

Amrichshausen, 30. April 2021

bdg, Gesellschaft für Montage-, Prüf- und Fertigungssysteme mbH

gez. Geschäftsführung

Aktivseite

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 2.149.961,10 1.880.963,10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.501,00 14.599,00
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.501,00 14.599,00
II. Sachanlagen 2.095.460,10 1.866.364,10
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.756.341,10 1.652.195,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 97.968,00 7.456,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.151,00 206.713,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 5.353.797,21 4.690.004,84
I. Vorräte 2.025.929,14 1.108.916,29
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 299.936,68 238.008,58
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.230.178,84 1.834.037,46
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 18.803,62 15.685,25
4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (522.990,00) (978.815,00)
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.327.567,19 3.580.130,95
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 600.155,60 1.625.117,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.705.777,33 1.858.030,59
3. Sonstige Vermögensgegenstände 21.634,26 96.983,26
III. Kassenbestand 300,88 957,60
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 10.863,50 10.340,30
7.514.621,81 6.581.308,24

Passivseite

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. EIGENKAPITAL 5.039.915,24 4.184.062,95
I. Gezeichnetes Kapital 169.000,00 169.000,00
II. Gewinnrücklagen 19.250,00 19.250,00
III. Gewinnvortrag 3.995.812,95 2.972.322,10
IV. Jahresüberschuss 855.852,29 1.023.490,85
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.068.659,41 1.747.104,95
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 685.222,00 588.888,00
2. Steuerrückstellungen 741.996,20 379.018,25
3. Sonstige Rückstellungen 641.441,21 779.198,70
C. VERBINDLICHKEITEN 406.047,16 650.140,34
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 198.881,91 170.435,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.190,31 2.080,46
3. Sonstige Verbindlichkeiten 203.974,94 477.623,89
- davon aus Steuern: EUR 187.855,96 (Vj.: EUR 477.623,89)
7.514.621,81 6.581.308,24

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG ZUM 31. DEZEMBER 2020

2020
EUR
2019
EUR
1. Umsatzerlöse 9.910.801,83 10.346.929,59
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 391.727,34 746.512,63
3. Sonstige betriebliche Erträge 435.530,62 447.480,13
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 87,73 (Vj.: EUR 23,11)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (3.532.468,71) (4.011.067,28)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (290.631,20) (304.867,53)
(3.823.099,91) (4.315.934,81)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (3.402.637,91) (3.353.692,59)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (723.573,51) (738.254,63)
- davon für Altersversorgung: EUR 66.608,00 (Vj.: EUR 99.733,94)
(4.126.211,42) (4.091.947,22)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (175.846,02) (165.272,91)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen (1.328.533,46) (1.459.456,34)
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 294,14 (Vj.: EUR 223,52)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 336,38 0,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (16.100,00) (17.610,00)
- Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 16.100,00 (Vj.: EUR 17.610,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (405.980,11) (460.545,26)
11. Ergebnis nach Steuern 862.625,25 1.030.155,81
12. Sonstige Steuern (6.772,96) (6.664,96)
13. Jahresüberschuss 855.852,29 1.023.490,85

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

A. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Grundsätzliche Angaben

Die Gesellschaft ist unter der Firma bdg, Gesellschaft für Montage-, Prüf- und Fertigungssysteme mit beschränkter Haftung mit Sitz in Künzelsau im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 728774 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften entsprechend der §§ 242 bis 256a sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften entsprechend der §§ 264 bis 289f des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbHGesetzes, insbesondere des § 42 (3) GmbHG zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 (2) HGB gewählt.

Nach den in § 267 (2) HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß der §§ 276 und 288 HGB wurden in Anspruch genommen.

B. ANGABEN ZU BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODE

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten oder wegen nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Sofern abnutzbar werden sie planmäßig über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine durch planmäßige Abschreibungen nicht gedeckte Wertminderung eingetreten und voraussichtlich von Dauer ist. Wertaufholungen werden vorgenommen, wenn die Gründe, die zu einer außerplanmäßigen Abschreibung geführt hatten, nicht mehr bestehen.

In den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten, Waren zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren letzten Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag bewertet. Bestandteile der Herstellungskosten sind neben dem Fertigungsmaterial und den Fertigungslöhnen die durch die Produktion veranlassten Material- und Fertigungsgemeinkosten und Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bewertungsabschläge werden für Bestandsrisiken, die sich aus erhöhter Lagerhaltung oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, vorgenommen. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen sind mit ihrem Nominalwert angesetzt. Erkennbare und latente Risiken sind mit Einzelwertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf die Netto-Forderung Rechnung getragen.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt.

Kassenbestand ist zum Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" im Sinne des IAS 19 ermittelt. Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurden zukünftige jährliche Rentenanpassungen von 1,0 % und eine Fluktuationsrate von 2,97 % berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31.12.2020 auf 2,3 %; es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des Erfüllungsbetrags, der sich nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ergibt, um die zu erwartenden Ausgaben der ungewissen Verbindlichkeiten zu begleichen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben vollständig eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen existieren in Höhe von TEUR 1.034 (Vorjahr: TEUR 855). Hiervon sind TEUR 385 (Vorjahr: TEUR 613) gegenüber Gesellschafter.

2. Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen resultieren aus erfolgsneutralen Anpassungen an das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zum 1. Januar 2010. Diese Anpassungen wurden gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB in die Gewinnrücklagen eingestellt und ist zum Vorjahr unverändert.

3. Pensionsrückstellungen

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die bei Signal Iduna angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden nach den Bestimmungen des § 246 Abs. 2 S. 2 HGB im Geschäftsjahr mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet.

31.12.2020
TEUR
Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 745
Beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände 60
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 685
Verrechnete Aufwendungen/Erträge 0
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände 54

Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 2,30 % (Vj. 2,71 %) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,0 % bzw. 1,0 % (Vj. 0,0 % bzw. 1,0 %) und erwartete Rentensteigerungen wurden mit 1,0 % (Vj. 1,0 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 2,97 % (Vj. 3,10 %) berücksichtigt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 137 und unterliegt einer Gewinnausschüttungssperre.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Urlaubsansprüche, Gewährleistungen und Provisionen gebildet.

5. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind am Ende des Anhangs angegeben. Sicherheiten bestehen keine.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen existieren in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2). Hiervon sind TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 2) gegenüber Gesellschafter.

D. SONSTIGE ANGABEN

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen in Höhe von TEUR 66 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen.

Diese Verpflichtungen haben Laufzeiten zwischen ein und zwei Jahren.

Geschäftsführung

- Jürgen Lorenz, Künzelsau, Produktionsleiter, Bürkert Werke GmbH & Co. KG

Der Geschäftsführer ist zur Einzelvertretung der Gesellschaft berechtigt. Der Geschäftsführer ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Mitarbeiter

Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 66 (Vj. 61) Mitarbeiter beschäftigt.

Konzernverhältnis

Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird von der Bürkert Verwaltungs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Ingelfingen, und der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen von der Bürkert Stiftungsbeteiligungs GmbH, Ingelfingen, aufgestellt. Die Konzernabschlüsse werden beim elektronischen Bundesanzeiger zur Offenlegung eingereicht.

Ergebnisverwendung

Die Gesellschaft beabsichtigt, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Künzelsau-Amrichshausen, den 30. April 2021

bdg, Gesellschaft für Montage-, Prüf- und Fertigungssysteme mbH

gez. Jürgen Lorenz

Restlaufzeit der Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2020

Verbindlichkeiten 31.12.2020
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit von einem bis zu fünf
Jahren EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
EUR
gesamt
EUR
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 198.881,91 0,00 0,00 198.881,91
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.190,31 0,00 0,00 3.190,31
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 203.974,94 0,00 0,00 203.974,94
406.047,16 0,00 0,00 406.047,16
Verbindlichkeiten Vorjahr
Restlaufzeit bis zu einem Jahr
EUR
Restlaufzeit von einem bis zu fünf
Jahren EUR
Restlaufzeit über fünf Jahre
EUR
gesamt
EUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 170.435,99 0,00 0,00 170.435,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.080,46 0,00 0,00 2.080,46
3. Sonstige Verbindlichkeiten 477.623,89 0,00 0,00 477.623,89
650.140,34 0,00 0,00 650.140,34

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezmber 2020

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 192.342,09 65.604,55 3.544,24 254.402,40
192.342,09 65.604,55 -3.544,24 254.402,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.436.821,11 175.518,90 0,00 2.612.340,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 268.397,03 99.000,00 0,00 367.397,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 663.416,47 104.720,57 6.965,32 761.171,72
3.368.634,61 379.239,47 -6.965,32 3.740.908,76
3.560.976,70 444.844,02 -10.509,56 3.995.311,16
Abschreibungen
Stand am 1.1.2020
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 177.743,09 25.702,55 3.544,24 199.901,40
177.743,09 25.702,55 -3.544,24 199.901,40
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 784.626,01 71.372,90 0,00 855.998,91
2. Technische Anlagen und Maschinen 260.941,03 8.488,00 0,00 269.429,03
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 456.703,47 70.282,57 6.965,32 520.020,72
1.502.270,51 150.143,47 -6.965,32 1.645.448,66
1.680.013,60 175.846,02 -10.509,56 1.845.350,06
Buchwerte
Stand am 31.12.2020
EUR
Stand am 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.501,00 14.599,00
54.501,00 14.599,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.756.341,10 1.652.195,10
2. Technische Anlagen und Maschinen 97.968,00 7.456,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.151,00 206.713,00
2.095.460,10 1.866.364,10
2.149.961,10 1.880.963,10

Der Jahresabschluss wurde am 3. November 2021 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die bdg, Gesellschaft für Montage-, Prüf- und Fertigungssysteme mit beschränkter Haftung, Künzelsau-Amrichshausen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der bdg, Gesellschaft für Montage-, Prüf- und Fertigungssysteme mit beschränkter Haftung, Künzelsau-Amrichshausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der bdg, Gesellschaft für Montage-, Prüf- und Fertigungssysteme mit beschränkter Haftung, Künzelsau-Amrichshausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und des Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den vom gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Nürnberg, den 30. April 2021

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Prof. Dr. Keller, Wirtschaftsprüfer

gez. Karwath, Wirtschaftsprüfer

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