W.F. Gözze Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Franz Gözze seit 29.7.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
W.F. Gözze Frottierweberei GmbHSteinfurtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht1. Grundlagen Die W. F. Gözze Frottierweberei GmbH wurde am 30.08.1991 gegründet und hat ihren Sitz in Steinfurt. Das aktuelle Berichtsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 (Geschäftsjahr). Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der W. F. Gözze Frottierweberei GmbH liegt in dem Vertrieb von Stoffen, insbesondere Frottierwaren. 2. Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Situation Das Geschäftsjahr 2022/2023 war geprägt vom Urkraine-Krieg, verschärften Liefer- und Materialengpässen, extrem steigenden Energiekosten und eine insgesamt starke Inflation. Im Jahr 2022 konnte die deutsche Wirtschaft sich ingesamt noch gut behaupten und eine Steigerung des realen Bruttoinlandsprodukt um 1,8 % erzielen. Im Jahr 2023 verlangsamte sich das Wachstum jedoch bedingt, durch das krisengeprägte Umfeld und die hohen Preissteigerungen. Dies führte im Ergebnis zu einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 0,3 % . Die Konjunkturerholung in der Textil- und Bekleidungsindustrie seit Mitte des Jahres 2021 hat lediglich bis zur Jahresmitte 2022 gehalten. In diesem Zeitraum stieg der Umsatzindex Textil insgesamt von rd. 96 Punkten auf rd. 107 Punkten. Seit Juli 2022 stehen die Zeichen auf Rezession, insbesondere die ifo-Umfrageergebnisse und die Frühindikatoren wie die Auftragslage belegen dies. Der Umsatzindex für Textil ist seit Juni 2022 von rd. 107 Punkten bis Juli 2023 auf rd. 102 Punkte gefallen. Für das 2. Halbjahr 2023 ist mit einer Stagnation der Umsätze bei stark gestiegenen Energie- und Materialkosten zu rechnen. Erst für das Kalenderjahr 2024 kann aufgrund der zurück gehenden Inflation und der sich insgesamt verbessernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Verbesserung erwartet werden. (Quellen: Statistisches Bundesamt und Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie e.V.) b) Geschäftsverlauf und Einschätzung der Unternehmensleitung Das Unternehmen profitiert auch im Geschäftsjahr 2022/2023 von seiner Bekanntheit als einer der wenigen verbliebenen heimischen Textillieferanten sowie von seiner kontinuierlichen Weiterentwicklung der Produktionsverfahren unter Einsatz von qualitativ hochwertigen Rohstoffen mit einer konsequent ökologischen Ausrichtung. c) Beschaffung und Personal Beschaffung Die für den Vertrieb und die Veredelung benötigten Vorprodukte wurden überwiegend von Herstellern aus der Türkei, China und Indien (Drittländern) bezogen. Die Beschaffungspreise unterlagen keinen wesentlichen Schwankungen, da für Einkäufe in USD fortlaufend Devisen-Termingeschäfte (mit Zeitoption) abgeschlossen werden. Aufgrund langfristiger Lieferverträge sind die Konditionen der Warenbeschaffung größtenteils sichergestellt. Unsere Beschaffungs- und Vorratsplanung war, wie auch schon in den vorangegangenen Jahren, darauf ausgerichtet, möglichst geringe Beschaffungs- und Fehlmengenkosten entstehen zu lassen. Erfreulicherweise haben sich die Frachtraten (insbesondere Überseecontainer) im Geschäftsjahr wieder auf Normalniveau eingependelt. Lieferengpässe können wir durch entsprechende Vorratsbestände vermeiden, sodass unsere Kunden termingerecht die bestellte Ware erhalten. Personal Der durchschnittliche Personalbestand belief sich in 2022/2023 auf 102 Mitarbeiter (Vorjahr: 104 Mitarbeiter). Das Unternehmen beschäftigt hierbei durchschnittlich 55 Arbeiter im gewerblichen Bereich und 47 kaufmännische Angestellte. d) Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Zusammenfassende Analyse des Geschäftsverlaufs Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der W. F. Gözze Frottierweberei GmbH ist auch im Geschäftsjahr 2022/2023 weiterhin positiv zu beurteilen. Bei einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 731 T€ (Vorjahr: 1.875 T€) ergab sich ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 461 T€ (Vorjahr: 1.209 T€). Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf zufrieden, da man sich auf einem hart umkämpften Markt, geprägt von Preisdruck und stark gestiegenen Energiekosten weiter etabliert hat. Für die folgenden Wirtschaftsjahre wird mit leicht fallenden bzw. stagnierenden Umsätzen und gleichbleibenden Jahresergebnissen gerechnet. Die operative Ertragslage ist insgesamt als zufriedenstellend zu bezeichnen. Ertragslage Das Rohergebnis verringerte sich um 1.256 T€ auf 11.496 T€ (Vorjahr: 12.752 T€). Neben leicht rückläufigen Umsätzen war ursächlich hierfür die Entwicklung der sonstigen betrieblichen Erträge bedingt durch die im Vorjahr nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung durchgeführte Auflösung von sonstigen Rückstellungen. Die Umsatzerlöse waren gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % geringer. Es entfielen 77 % (Vorjahr: 78 %) auf das Inland und 20 % auf den EU-Raum sowie im Übrigen auf Drittländer. Absolut gesehen ist die Entwicklung der inländischen Nachfrage mit - 1.063 T€, unter Berücksichtigung von Innenumsätzen der W. F. Gözze Unternehmensgruppe, im Berichtsjahr gesunken, während die ausländische Nachfrage mit + 402 T€ gestiegen ist. Die Umsatzerlöse im EU-Raum sind absolut gesehen gegenüber dem Vorjahr um 172 T€ gesunken. Die Materialaufwandsquote liegt mit 67 % auf dem Vorjahresniveau (67 %) verbessert. Der Personalaufwand stieg um 80 T€ (+1,8 %). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 79 T€ gesunken. Es konnte ein EBITDA in Höhe von 1.130 T€ gegenüber 2.387 T€ im Vorjahr erzielt werden. Die Abschreibungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 132 T€ verringert. Das Finanzergebnis ist um 19 T€ auf 1 T€ gesunken. Finanzlage Unser Ziel ist es, unsere Investitionen und Liquiditätsreserven weitgehend aus Eigenmitteln zu finanzieren. So soll auch in Zukunft die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens beibehalten werden. Unsere Liquidität 1. Grades sank auf 9,6 % (Vorjahr: 26,4 %) was insbesondere mit der Verminderung der liquiden Mittel und dem Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten zusammenhängt. Die für uns als Handelsunternehmen wichtigere Liquidität 2. Grades beträgt aufgrund des Vorratsbestandes 84,1 % (Vorjahr: 205,6 %). Diese Kennzahlen bewerten wir als zufriedenstellend. Mit unserer mittel- und kurzfristigen Liquiditätsplanung stellen wir sicher, dass das Unternehmen jederzeit seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Vermögenslage Die Bilanzsumme der W. F. Gözze Frottierweberei GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 36.101 T€ (Vorjahr: 31.267 T€); das Gesamtvermögen ist damit um 15,5 % gestiegen. Zum Bilanzstichtag betrug der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtvermögen 76,4 % (Vorjahr: 86,8 %). Die Vermögensstruktur hat sich gegenüber dem Vorjahr auf einen Anteil des Anlagevermögens (13 %) und des Umlaufvermögens (87 %) zu Gunsten des Umlaufvermögens verschoben. Das Eigenkapital und das langfristige Fremdkapital decken das gesamte Anlagevermögen ( Anlagendeckung II) mit 586,1 % (Vorjahr: 526,9 %). Das Anlagevermögen verringerte sich im Berichtszeitraum in Summe um 471 T€ auf 4.858 T€. Das Vorratsvermögen stieg gegenüber dem Vorjahr um 6.275 T€ auf 24.828 T€. Gesamtaussage der wirtschaftlichen Lage Nach unserer Einschätzung steht die Gesellschaft wirtschaftlich gut da. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragsstrukturen sind solide. Die Eigenkapital-Rentabilität sank von 6,9 % auf 2,6 % und ist im Branchenvergleich und den Widrigkeiten der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nach als gut zu bewerten. Die Entwicklung der Gesellschaft wird durch Einflüsse der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen tangiert. Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2023/2024 und zukünftige Jahre, aufgrund solider Innenfinanzierungskraft und langfristiger Liefer- und Absatzbeziehungen, positive Geschäftsergebnisse. 3. Prognosebericht Grundlage der Planung für die beiden folgenden Geschäftsjahre sind die bereits angekündigten und die absehbaren Aufträge. Die Effekte der Konjunktur bzw. die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben elementaren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der W. F. Gözze Frottierweberei GmbH. Die Auswirkungen des in 2022 begonnenen Konfliktes in der Ukraine sind u.a. an den explodierenden Energiepreisen erkennbar. Die Preissteigerungen im Energiebereich und bei Rohstoffen/Verbrauchsgegenständen führten zu einer starken Inflation und in Folge dessen zu steigenden Zinsen mit negativen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft. Im Planungszeitraum ist für die Textil- und Wäschebranche weiterhin von einem durch Kaufzurückhaltung geprägten Konsumentenverhalten auszugehen. Die positive Entwicklung der Inflationsrate gibt berechtigte Hoffnung auf baldige Zinssenkungen durch die EZB und damit einhergehender Verbesserungen der gesamtwirtschaftlichen Situation. Die Frühindikatoren zeigen bereits diese positive Tendenz. Für die Textilbranche ist mit einer Stagnation und vielleicht leicht voranschreitende wirtschaftliche Erholung zu rechnen. Allerdings gilt es zu beachten, dass die Beschaffung immer komplizierter wird und die Rohstoffpreise immer stärkeren Schwankungen unterliegen. In dem kommenden Geschäftsjahr rechnen wir mit leicht fallenden Umsatzzahlen und einem leicht verbesserten Ergebnis vor Steuern sowie Jahresüberschuss gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 aufgrund weiterer Optimierungen im Wareneinkauf. Die Investitionstätigkeit im Sachanlagevermögen wird sich unterhalb des Niveaus der Vorjahresinvestitionen bewegen. Durch laufende Investitionen im Geschäftsjahr 2022/2023 in das Anlagevermögen wird der Wertverzehr durch Abschreibungen kompensiert und den besonderen Qualitätsanforderungen unserer Produkte Rechnung getragen. Die geplanten Investitionen werden aus Eigenmitteln finanziert. Es ist geplant, im Frühjahr 2024 ein neues Warenwirtschaftssystem einzuführen um die Effizienz, insbesondere auch in der Lagerhaltung, weiter zu steigern. Änderungen im Personalbestand sind nicht geplant. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren finanziellen Verpflichtungen ( Liquidität) fristgerecht nachzukommen. 4. Chancen- und Risikobericht Wir analysieren regelmäßig positive bzw. negative Abweichungen unserer Planung von der tatsächlichen Entwicklung unter besonderer Beachtung der Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Chancen Die Chance für eine weitere positive Entwicklung des Unternehmens besteht auch in Zukunft mit der Konzentration auf qualitativ hochwertige Produkte mit ansprechendem Design im Bereich der Heim-Textilien und einem hervorragenden Liefer-Service. Um weiterhin kurzfristig in der Lage zu sein, unsere Produkte zu liefern, wird das Unternehmen seine hohen Lagerkapazitäten halten. Chancen für die zukünftige Entwicklung liegen insbesondere in: - der Erschließung neuer Absatzmärkte, - einer stabilen finanziellen Situation, - neuen innovativen Produkten, - einer hohen Produktqualität. Gegenstand unserer Geschäftspolitik bleibt es, die Kunden- und Absatzstruktur fortlaufend zu verbessern, wobei die Hauptabnehmer auch weiterhin Discounter bleiben sollen (Kostendegression bei hohen Absatzmengen). Dennoch sollen Abhängigkeiten vermieden werden, weshalb es unser Ziel bleibt, den Absatz im Bereich des Fach- und Einzelhandels zu erhöhen. Hierzu dient auch die fortlaufende Entwicklung neuer Produkte und Designs. Weitere Chancen ergeben sich durch verstärkte Digitalisierung aller Prozesse im Unternehmen. Durch die ständige Weiterentwicklung sämtlicher Prozesse sollen die Kosten gesenkt und die Rentabilität des Unternehmens gesteigert werden. Chancen und deren Eintrittswahrscheinlichkeit Veränderungen bezüglich der Chanceneinschätzungen (Einstufung, Eintrittswahrscheinlichkeit) zum Vorjahr haben sich nicht ergeben. Die bestehenden unternehmensspezifischen Chancen werden hinsichtlich ihrer Bedeutung als mittel eingestuft und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit ebenfalls als mittel erachtet. Risiken Ziel unseres Risikomanagements ist ein möglichst frühzeitiges Erkennen absehbarer und zukünftiger Risiken, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Derartige Risiken bestehen für uns in der Reihenfolge ihrer Bedeutung wie folgt: - Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, - Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken, - Produktrisiken, - Umweltrisiken, - Personalrisiken sowie - Finanz- und Investitionsrisiken. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Das Management der Gesellschaft ist aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und organisatorischen Vorkehrungen in der Lage, Marktveränderungen rechtzeitig zu erkennen und darauf flexibel zu reagieren. Durch ein strukturiertes Vertriebsmanagement einschließlich standardisierter Maßnahmen zur Warenabsicherung durch Warenkreditversicherungen werden die o.a. Risiken weitgehend abgemildert. Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Eine Verschlechterung der rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. Abgabenerhöhungen und andere Preissteigerungen können zu einer Reduzierung der Nachfrage führen und sich negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Dies betrifft insbesondere den weiteren Anstieg der Rohstoffpreise für die Hersteller unserer Vorprodukte sowie der aktuell herrschenden Rohstoffknappheit. Bei unseren chinesischen Lieferanten achten wir auf Diversifikation, um einzelne Abhängigkeiten und "Know-How"-Transfer zum Lieferanten zu vermeiden bzw. unseren Kundenstamm abzusichern. Zur weiteren Diversifizierung wird zudem aktiv nach weiteren Lieferanten auf dem europäischen Festland gesucht. Innerhalb der Branche bestehen eine Konzentration der Anbieter und das Risiko von Nachahmungen unserer Innovationen. Diesem Risiko begegnen wir durch einen proaktiven Markenrechtsschutz, Markenpflege sowie ein strukturiertes Lieferanten- und Vertriebsmanagement. Produktrisiken Unsere weitere Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße von unserer Fähigkeit ab, für den Konsumgütermarkt innovative Produktdesigns zu entwickeln und anzubieten. Die W.F. Gözze Frottierweberei GmbH begegnet diesen Risiken durch eine kontinuierliche Produktentwicklung und -pflege, die laufende Überwachung und Auswertung der Vertriebskennzahlen und eigene Marktrecherchen. Umweltrisiken Wir lassen Produkte kontinuierlich durch unabhängige Labore auf Schadstoffe zertifizieren und dokumentieren hiermit überzeugend deren Umweltverträglichkeit gegenüber unseren Kunden. Personalrisiken Die W. F. Gözze Frottierweberei GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Mit fortlaufenden Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sichern wir hierzu die fachliche Kompetenz unseres Personals. Darüber hinaus achten wir darauf, kompetentes Personal zu fördern und langfristig zu halten ( Mitarbeiterbindung). Finanz- und Investitionsrisiken Bei dem Finanzierungsmanagement verfolgt die Gesellschaft unverändert eine konservative Risikostrategie. Zur Minimierung des Liquiditätsrisikos und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt und überwacht. Der Investitionsbedarf des Unternehmens wird langfristig beurteilt und geplant, sodass die Finanzierbarkeit erforderlicher Investitionen ebenfalls langfristig sichergestellt werden kann. Grundsätzlich ist das Unternehmen in ein Netzwerk aus nahestehenden Personen und Unternehmen mit ähnlichem oder identischem Gesellschafterkreis eingebunden, das im Bedarfsfall die finanzielle Stabilität der Gesellschaft kurzfristig absichern kann (Mezzanine-Kapital). Bestandsgefährdende Risiken Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar. Risiken und deren Eintrittswahrscheinlichkeit Veränderungen bezüglich der Risikoeinschätzungen (Einstufung, Eintrittswahrscheinlichkeit) zum Vorjahr haben sich keine ergeben. Die bestehenden Markt- und Branchenrisiken sowie die unternehmensspezifischen Risiken werden hinsichtlich ihrer Bedeutung als mittel eingestuft und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als gering erachtet. Die Chancen- und Risikolage unseres Unternehmens ist ausgewogen. 5. Bericht über Finanzinstrumente Den ganz überwiegenden Teil unseres Umsatzes realisieren wir in EURO und haben daher auf der Absatzseite kein Währungsrisiko. Auf der Bezugsseite wird ein Großteil unserer Lieferverträge allerdings in US-$ abgewickelt, wozu wir fortlaufend Devisen-Termingeschäfte zu einem fixen Kurs und unterschiedlichen unterjährigen Laufzeiten mit der Kreissparkasse Steinfurt und der Commerzbank AG abschließen und hierbei auch Teilbeträge in Anspruch nehmen können.
Steinfurt, den 29. April 2024 gez. Wolfgang Gözze BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der W. F. Gözze Frottierweberei GmbH mit Sitz in Steinfurt (Amtsgericht Steinfurt, HRB 2300) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für mittelgroße Kapitalgesellschaften i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Vorjahresbeträge entsprechen den Werten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres. Die Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten sowie der Aufwendungen und Erträge in der Gewinn- und Verlustrechnung ist - mit Ausnahme der Umgliederung des Verpackungsmaterials von den sonstige betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand - mit der des Vorjahres identisch. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang ausgeführt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden und gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde eingehalten. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB, vermindert um lineare Abschreibungen im Wesentlichen über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren, angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Dabei wurden Abschreibungen linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 25 bzw. 33 Jahre, bei Mietereinbauten im Wesentlichen 8 bis 15 Jahre, bei Außenanlagen 5 bis 15 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 250,00 € und nicht mehr als 800,00 € betragen, sind im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben worden. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bewertet. Im Rahmen der Vorräte wurden sowohl die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe als auch die fertigen Erzeugnisse und Waren zu Anschaffungskosten nach der Methode der Einzelanschaffungskosten gem. § 255 Abs. 1 HGB unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung der Einbringlichkeit vorsichtig bewertet. Für erkennbare Risiken sind angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1% des Netto-Forderungsbestandes Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen sind aktivisch abgesetzt. Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt worden. Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet. Bei den Rückstellungen für Pension und ähnliche Verpflichtungen wurden die Vorschriften des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB berücksichtigt, wobei auf den Rechnungszinsfuß aus der Rechtsverordnung der Deutschen Bundesbank zurückgegriffen wurde. Hierbei wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, den Zinssatz für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Sie werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Nur Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen die laufzeitadäquaten Marktzinssätze des § 253 Abs. 2 S. 1 HGB zugrunde. Die Verbindlichkeiten sind gem. § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs bewertet. (1) Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel. (2) Anteile an verbundenen Unternehmen Die Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
(3) weitere Aktivposten Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 127 T€ und sonstige Vermögensgegestände in Höhe von 1.125 T€. (4) Eigenkapital Sämtliche Gewinnrücklagen betreffen wie im Vorjahr "andere Gewinnrücklagen". (5) Ausschüttungssperre Es besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von 30 T€ (Vorjahr: 54 T€) in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB. (6) Pensionsrückstellungen Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Teilwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:
Der Erfüllungsbetrag aus den Pensionsverpflichtungen in Höhe von 827 T€ wurde, da die Voraussetzungen der Zweckexklusivität gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB aufgrund von Verpfändung vorliegen, mit den beizulegenden Zeitwerten des Deckungsvermögens (= Aktivwert) der Provinzial- und AXA-Rückdeckungsversicherung als Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt 426 T€ verrechnet. Die Zinsaufwendungen für die Aufzinsung der Pensionsverpflichtung in Höhe von 15 T€ (Vorjahr: 15 T€) wurden mit den Erträgen aus den Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 24 T€ (Vorjahr:23 T€) verrechnet; der Saldo von 9 T€ (Vorjahr: 8 T€) wird unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB beläuft sich auf 30 T€ und unterliegt einer Ausschüttungssperre. Nach Artikel 67 EGHGB wurde im Geschäftsjahr 2022/2023 die Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 30 T€ (Vorjahr: 70 T€) differenziert in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Davon entfallen 14 T€ (Vorjahr: 15 T€) auf die Zinsaufwendungen und 16 T€ (Vorjahr: 55 T€) auf die Personalaufwendungen. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Hinsichtlich der verrechneten Vermögenswerte liegt eine Berechnung zu der Provinzial- und der AXA-Rückdeckungsversicherung zum Bilanzstichtag zugrunde. (7) sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen für Personalkosten in Höhe von 546 T€ und drohenden Ansprüchen aus laufenden Verfahren in Höhe von 630 T€ gebildet worden. (8) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und gliedern sich wie folgt:
Es besteht eine Negativ- und Gleichbehandlungserklärung zum gegenwärtigen und zukünftigen Umlaufvermögen, eine Kapitalüberlassungserklärung des Gesellschafters, eine gesamtschuldnerische Schuldbeitrittserklärung durch das Tochterunternehmen interiortex Textilvertriebs GmbH sowie übliche Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Waren. (9) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB bestanden am Abschlussstichtag aus einer gesamtschuldnerischen Mithaftung in Höhe von ursprünglich 26.700 T€, die am Bilanzstichtag noch mit 7.558 T€ gegenüber der Kreissparkasse Steinfurt, mit 5.596 T€ gegenüber der Commerzbank AG und mit 2.500 T€ gegenüber der Volksbank Ochtrup-Laer eG valutierte. Die gesamtschuldnerische Mithaftung dient der Absicherung der Darlehen der Gözze Grund-und-Boden GmbH und verringert sich jeweils um die Tilgungen der jeweiligen Darlehen. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des begünstigten Unternehmens als gering eingeschätzt. Sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 137 T€ sowie aus zeitlich unbefristeten Mietverträgen in Höhe von 2.083 T€ pro Jahr. Davon betreffen 1.992 T€ verbundene Unternehmen. IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. V. Sonstige Angaben Der Geschäftsführung gehört an: Herr Wolfgang Gözze Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Die Zahl der Arbeitnehmer betrug im Jahresdurchschnitt:
Steinfurt, 29. April 2024 gez. Wolfgang Gözze Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 29.04.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss zum 30.06.2023 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023 der W.F. Gözze Frottierweberei GmbH haben wir unter dem Datum vom 29.04.2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt: BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die W.F. Gözze Frottierweberei GmbH, Steinfurt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der W.F. Gözze Frottierweberei GmbH, Steinfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der W.F. Gözze Frottierweberei GmbH, Steinfurt, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Münster, den 29. April 2024 Dr.
Beermann WP Partner GmbH
Florian Tente B. A., Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Benedikt Geise, Wirtschaftsprüfer |
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