Zentrale Handelsgesellschaft mbH
Selbe AdresseTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karl-Georg Kiel seit 28.7.2025 | Prokura |
Matthias Gerock seit 28.7.2025 | Prokura |
Udo Sixel seit 28.7.2025 | Prokura |
Markus Heimbuch seit 28.7.2025 | Prokura |
Ralf Karl Lambert seit 6.3.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
21 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 21 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 40.00% | |
| 33.33% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
INTERGAST Großverbraucher-Service Handelsgesellschaft mbHOffenburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023I. GESCHÄFTSMODELL DES UNTERNEHMENSWir sind als Dienstleister im Lebensmittelhandel im Bereich Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung für unsere Industrie- und Handelspartner tätig. Unsere Kerndienstleistungen sind dabei Einkaufsbündelung, die Bewerbung und Platzierung der Lieferantensortimente am Markt sowie die Entwicklung zentraler IT-Dienstleistungen für unsere Partner. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren handelt es sich um die Umsatzerlöse und den Jahresüberschuss. II. WIRTSCHAFTSBERICHT1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch ansteigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort, erklärte das Statistische Bundesamt auf seiner Pressekonferenz. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Des Weiteren wurde in der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 15. Januar 2024 aufgeführt, dass der private Konsum im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr abnahm und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Gemäß Destatis reduzierte auch der Staat im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar. Der Außenhandel ging trotz sinkender Preise gemäß Destatis im Jahr 2023 zurück: Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Aus einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) vom 16.01.2024 geht hervor, dass sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht haben. Die Inflationsrate für 2023 fiel damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022. Sie ist mit knapp 6 Prozent aber weiterhin auf einem hohen Stand. Gemäß Destatis verteuerten sich Energieprodukte 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Jahr 2022. Im Jahresverlauf zeigte sich zudem von März bis Dezember 2023 bei der Energie insgesamt eine Entspannung bei der Preisentwicklung: Die monatlichen Teuerungsraten für die Energie fielen deutlich geringer aus als zu Jahresbeginn, im Oktober und November 2023 wurde sogar eine rückläufige Preisentwicklung ausgewiesen. Das Ergebnis für das Jahr 2023 resultiert jedoch im Wesentlichen aus dem Vergleich mit dem hohen Preisniveau im Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt 2023 erhöhten sich die Preise für Haushaltsenergie um 14,0 %, unter anderem kostete Erdgas 14,7 % und Strom 12,7 % mehr als ein Jahr zuvor. Hingegen verbilligte sich unter den Haushaltsenergieprodukten leichtes Heizöl im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber 2022 deutlich um 22,2 %. Auch Kraftstoffe wurden im Jahresdurchschnitt günstiger (-5,8 %). Die Preisentwicklung für einzelne Kraftstoffsorten war jedoch sehr heterogen (Dieselkraftstoff: -11,3 %; Superbenzin: -4,0 %, aber Autogas: +3,0 %). Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2023 bei +6,0 % gelegen. Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich 2023 gegenüber 2022 erneut spürbar für die Verbraucherinnen und Verbraucher um 12,4 %. Bereits 2022 hatte die Preiserhöhung bei Nahrungsmitteln mit +13,4 % deutlich über der Gesamtteuerung gelegen. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren fast alle Nahrungsmittelgruppen von Preiserhöhungen betroffen. Besonders stark verteuerten sich beispielsweise Brot und Getreideerzeugnisse (+16,4 %), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (jeweils: +15,7 %). Auch andere Nahrungsmittelgruppen wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (+14,7 %) oder Gemüse (+13,3 %) wurden 2023 gegenüber 2022 überdurchschnittlich teurer. Im Jahresdurchschnitt 2023 verbilligten sich hingegen Speisefette und Speiseöle (-3,5 %, darunter Butter: -17,8 %). 2. Geschäftsverlauf Geschäftsentwicklung Die INTERGAST Großverbraucher-Service Handelsgesellschaft mbH (kurz INTERGAST GVS), Offenburg, verzeichnete im Jahr 2023 - gegenüber dem durch die Coronakrise und den damit verbundenen Einschnitten für Hotellerie und Gastronomie eher umsatzschwachen Jahr 2022 - eine Steigerung der Verrechnungsumsätze um ca. 13%, was direkte Auswirkungen auf Umsätze - und gegenläufig Wareneinsätze - mit sich brachte. Gesellschafterentwicklung Der Gesellschafterkreis 2023 besteht aus der MARKANT Deutschland GmbH sowie 20aktiven Großhandelsbetrieben. Sortimentsentwicklung Das Kernsortiment wurde weiter überarbeitet und umfasst aktuell rund 2.417 Artikel. Die Entwicklung der gelisteten INTERGAST-Eigenmarken verlief auch im Jahr 2023 positiv. Derzeit sind über 1.000 Artikel gelistet. Der Verrechnungsumsatz der Eigenmarken belief sich auf EUR 203 Mio. EUR, was einer Steigerung von ca. 16 % zum Vorjahr entspricht. Auch im Bereich der Eigenmarken hängt diese Steigerung hauptsächlich am positiven Geschäftsverlauf im Vergleich zum corona-bedingt schwächeren Jahr 2022. Ebenfalls Einfluss hatte die Inflation (Preissteigerungen) im Jahr 2023. Entwicklung der Vereinbarungen für das Folgejahr Die Jahresgespräche mit der Industrie für das Jahr 2024 konnten überwiegend positiv abgeschlossen werden. Ein erheblicher Teil der Jahresgespräche wurde an die GV FOOD UNION GMBH übertragen, die alle Verhandlungen erfolgreich abschließen konnte. Beteiligung GV FOOD UNION GMBH, Offenburg) Die INTERGAST GVS ist an der Firma GV FOOD UNION GMBH, Offenburg, mit TEUR 10 (40 %) beteiligt. Weitere beteiligte Unternehmen sind die MARKANT Deutschland GmbH mit TEUR 5 (20 %) und die Firma Service-Bund Einkaufs- und Vertriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. KG mit TEUR 10 (40 %). Durch die Beteiligung an der GV FOOD UNION GMBH bieten sich den Gesellschaftern Synergien und Kosteneinsparungen. Dies wird gewährleistet durch die Organisation und Abwicklung eines gemeinsamen Einkaufs sowie durch Bündelung von Verhandlungen und Volumina. Die GV FOOD UNION GMBH, Offenburg, erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Jahresüberschuss von TEUR 43 gegenüber TEUR 58 im Vorjahr 2021. W ichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Bedingt durch den weiter verschärften Fachkräftemangel in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung suchen unsere Endkunden verstärkt nach Lösungen, die Arbeitsabläufe in ihren Betrieben zu vereinfachen. Zum einen fördert das weiterhin die Implementierung digitaler Lösungen in der Warenbeschaffung, sowie die damit in Zusammenhang stehende Dienstleistungen. Daher wurde unser digitales Portfolio weiter ausgebaut und an die zunehmende Ausrichtung auf mobile Endgeräte angepasst. Zum anderen steigt aber auch direkt im Warengeschäft der Bedarf nach qualitativ ansprechenden, in der Zubereitung jedoch einfachen, Lösungen. Hier haben wir mit unserer Eigenmarke HOME STYLE EDITION ein neues Sortiment geschaffen, das im Bereich der High Convenience unseren Kunden die Möglichkeit bietet, ihr Angebot neu und zeitgemäß zu definieren. 3. Lage des Unternehmens Ertragslage Gegenüber der Vorjahresprognose, die von einem unveränderten Umsatz von ca. TEUR 32.000 ausging, konnte das tatsächlich erzielte Umsatzvolumen insbesondere aus Erträgen für neue Konditionsvereinbarungen deutlich ausgeweitet werden: Die Umsatzerlöse (Leistungsindikator) von TEUR 39.278 (Vj. TEUR 31.875) abzüglich der Aufwendungen für bezogene Leistungen von TEUR 30.351 (Vj. TEUR 23.717) ergeben einen Rohertrag von TEUR 8.927 gegenüber TEUR 8.158 im Vorjahr. Die Erhöhung des Rohertrags resultiert aus höheren Umsatzerlösen (+ 23,2 %) bei einer noch stärkeren Erhöhung der bezogenen Leistungen (+ 28,0 %). Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die gegenüber dem Vorjahr stark angestiegenen Außenumsätze unserer Handelspartner. Die Rohmarge (Rohertrag in Relation zu den Umsatzerlösen) sinkt gegenüber dem Vorjahr um 3 % auf 22,7 %. Die Personalaufwendungen sind von TEUR 2.992 um TEUR 272 auf TEUR 3.264 gestiegen. Das entspricht 9,1 %. Der Anstieg resultiert aus der gestiegenen Anzahl der Mitarbeitenden, Sonderzahlungen und Gehaltsanpassungen. Die deutlich niedrigeren Abschreibungen im laufenden Jahr in Höhe von TEUR 901 (Vj. TEUR 1.455) resultieren aus einer Sonderabschreibung im Vorjahr in Höhe von TEUR 676 für eine aufgegebene IT-Anwendung enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich um TEUR 843 (23,3 %) von TEUR 3.625 auf TEUR 4.468 erhöht. Ursächlich dafür waren im Wesentlichen höhere Werbe- / Marketingkosten (TEUR 294), Bewirtungskosten (TEUR 204), Vertriebskosten (TEUR 199) sowie sonstige Aufwendungen (TEUR 165). Die Zinsaufwendungen sind von TEUR 66 im Vorjahr um TEUR 21 auf TEUR 87 angestiegen. Durch den höheren Jahresüberschuss erhöhen sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag von TEUR 99 um TEUR 74 auf TEUR 174. Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 188 (Vj. TEUR 19). Dies entspricht einer Erhöhung von TEUR 169. Der Jahresüberschuss liegt damit im Rahmen der Erwartungen des Vorjahres eines Jahresüberschusses zwischen TEUR 100 und TEUR 200. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Gesellschaft benötigt keine Kreditlinie bei Kreditinstituten, da sie im Falle eines kurzfristigen Liquiditätsbedarfs eine Vereinbarung mit einem Unternehmen der Markant-Gruppe hat. Bei der Hausbank hat die Gesellschaft am 31.12.2023 ein Bankguthaben in Höhe von TEUR 371 (Vj. TEUR 310). Die Eigenkapitalquote beträgt 4,6 % (Vj. 4,5 %). Der Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich um TEUR 1.306 auf TEUR 2.460 erhöht. Aus der Investitionstätigkeit ergaben sich Abflüsse von TEUR 1.388. Aus der Finanzierungstätigkeit ergab sich ein Mittelabfluss vor allem aus der Rückzahlung einer Geldausleihe an ein Markant-Unternehmen in Höhe von TEUR 1.011. Vermögenslage Das Gesamtvermögen (Bilanzsumme) erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 3.771 (25,9 %) auf TEUR 18.350 (Vj. TEUR 14.579). Ursächlich für die Erhöhung war auf der Aktivseite im Wesentlichen die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.877 im Zusammenhang mit den gestiegenen Umsatzerlösen und der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 747 vor allem aufgrund der Erhöhung der nicht abziehbaren Vorsteuern um TEUR 676. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten um TEUR 3.200 auf TEUR 15.826 (Vj. TEUR 12.627). Ursächlich dafür waren im Wesentlichen um TEUR 4.044 höhere Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gezeigt werden, wogegen die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 923 sanken, da die Verbindlichkeit aus der Geldausleihe gegenüber dem Markant-Unternehmen vom Vorjahr in Höhe von TEUR 1.011 zurück bezahlt wurde. Insgesamt war die Entwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 zufriedenstellend. Hinsichtlich des Nachtragsberichts verweisen wir auf den Anhang. III. PROGNOSEBERICHTKünftige Ausrichtung des Unternehmens Der langfristige Erfolg der INTERGAST-Gruppe wie auch der INTERGAST GVS als Gesellschaft wird weiterhin davon abhängen, sowohl im regulären Warengeschäft als auch bei digitalen Dienstleistungen, aktuelle Trends zu erkennen und aufzugreifen. Vor diesem Hintergrund sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir nach über 30-jähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als gefestigt. Im Bereich der IT-Lösungen werden wir zukünftig bestehende Angebote weiterentwickeln, sowie weitere Dienstleistungen implementieren und unseren Handelspartnern zur Verfügung stellen, um somit auch die Kundenbindung zu unseren Handelspartnern zu festigen. Mit der zukünftigen Mitgliedschaft der GAFA-TEAM Mitglieder in der INTERGAST sehen wir eine weitere Festigung und Stabilisierung der gesamten INTERGAST. Gesamtwirtschaft Die Bundesregierung rechnet für die deutsche Wirtschaft in den kommenden Jahren nur noch mit mageren Wachstumsraten. Das geht aus dem Entwurf des neuen Jahreswirtschaftsberichts hervor, der dem SPIEGEL vorliegt. Vor dem Hintergrund des beschleunigten demografischen Wandels, vernachlässigter Standortfaktoren sowie einer durch geopolitische Gefahren geprägten Weltwirtschaft »besteht das Risiko einer anhaltenden wirtschaftlichen Schwächephase«, heißt es in dem Entwurf. Für 2024 geht die Bundesregierung »trotz der restriktiven geldpolitischen und weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen von einem leichten gesamtwirtschaftlichen Wachstum, jedoch unter einem Prozent aus. Nachdem sich die Verbraucherstimmung in Deutschland noch Ende 2023 erholt hatte, blicken die Verbraucherinnen und Verbraucher im neuen Jahr wieder pessimistischer in die Zukunft. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) und einer Pressemitteilung der GfK hervor. Demnach geht der Index im Vergleich zum Vormonat zurück, bleibt aber weiterhin über seinem Vorjahresniveau. Für Unsicherheit und eine entsprechend gedämpfte Stimmung sorgen vor allem die haushaltspolitischen Entwicklungen sowie die konjunkturellen Aussichten. Die bereits im Weihnachtsgeschäft spürbare Kaufzurückhaltung der Verbraucherinnen und Verbraucher dürfte in den ersten Wochen des neuen Jahres 2024 anhalten. Wenngleich die Anschaffungsneigung höher ist als noch vor einem Jahr, zeigt sich im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang. Währenddessen bleibt die Sparneigung der Verbraucher nahezu unverändert. Laut HDE steigt sie im Vergleich zum Vormonat nur marginal. Eine große Rolle spielen hierbei vermutlich insbesondere Unsicherheiten mit Blick auf etwaige zusätzliche finanzielle Belastungen. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich der private Konsum in den kommenden Wochen und Monaten voraussichtlich zunächst verhalten. Der Blick auf die Einkommenserwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher bestätigt ihre finanziellen Unsicherheiten. Sie gehen davon aus, dass sich ihr frei verfügbares Einkommen in nächster Zeit verringern wird. Zwar ist am Arbeitsmarkt weiterhin kein deutlicher Einbruch zu erkennen, doch Signale einer Verbesserung der Lage bleiben ebenfalls aus. Dass auch von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung kein positiver Impuls zu erwarten ist, zeigen sowohl aktualisierte Konjunkturprognosen als auch die Konjunkturerwartungen der Verbraucher. Branchen- und Marktumfeld Bedingt durch den Fachkräftemangel in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung entsteht neben dem seit Jahren ungebrochenen Trend der Digitalisierung ein zweites zukunftsträchtiges Geschäftsfeld im Bereich der High-Convenience-Produkte. Geschäftsprognose Da sich die in den letzten Jahren vorherrschenden Themen - Pandemie und drohende Ressourcen- und Energieknappheit - überwiegend normalisiert haben, treten die regulären Kernthemen in den Vordergrund, die bei INTERGAST GVS generell im Fokus stehen: Die zielgerichtete Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern hinsichtlich Werbemaßnahmen, IT-Dienstleistungen, und überregionalem, nationalen Vertrieb. Umsatzprognose Kernfrage bei der Umsatzentwicklung wird sein, wie sich das allgemeine Preisniveau bei Lebensmitteln entwickelt und die Verbraucher auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie reagieren. Beide Faktoren lassen sich nicht valide vorhersagen. Die Geschäftsführung erwartet für das Jahr 2024 einen Umsatz in Höhe von ca. 36,4 Mio. EUR, was gegenüber dem Jahr 2023 einem Rückgang um 7,4% % entspricht. Im Vergleich zum Umsatz des Geschäftsjahres 2022, der nicht von Sondereffekten geprägt war, handelt es sich um eine Steigerung um 14,1 %. Die Gründe hierfür sehen wir in der Weiterentwicklung der Eigenmarken, in der weiteren Entwicklung der Kooperationspartner und Gesellschafter, sowie dem Zugang von 22 Großhändlern der Fa. GAFA-Team zur Intergast. Die positiven Verrechnungseffekte dieses Zugangs werden sich auf das ganze Jahr 2024 auswirken. Ertragsprognose Wir gehen davon aus, dass der Jahresüberschuss im kommenden Jahr im Bereich von TEUR 100 bis TEUR 200 liegen wird. Davon unabhängig werden wir auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen. IV. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Sichtbare Risiken für unseren Geschäftsverlauf ergeben sich aktuell durch mögliche Lieferengpässe, die im Falle starker Verwerfungen bei internationalen Lieferketten auftreten könnten. Ein weiteres Risiko besteht in der Unklarheit, wie die Verbraucher auf die Erhöhung der Mehrwertsteuer reagieren werden. Darüber hinaus haben sich die Risikofaktoren der Vorjahre nicht signifikant verändert. Der bekanntermaßen harte Wettbewerb im deutschen Lebensmittelhandel betrifft auch den Großverbraucher-Bereich; er setzt letztendlich die Anforderungen an uns als Marktteilnehmer. Auch wenn der Bereich Cash & Carry (C&C) weiterhin ein wichtiges Standbein bleibt, gilt es zu berücksichtigen, dass die Zustellung von den Kunden verstärkt nachgefragt wird und daher an Bedeutung gewinnt. Das Ziel für 2024 ist es, weiterhin Lieferanten mit Großverbraucher- und C&C-typischen Sortimenten zu gewinnen und bestehende Lieferantenumsätze weiter auszubauen. Spezielle Chancen sehen wir hier in der Entwicklung im Sortiment der High Convenience. Risiken wie auch Chancen liegen in der Implementierung von IT-Dienstleistungen rund um das reguläre Warengeschäft. Ertragsrisiken Als Handelsunternehmen sind wir in besonderem Maße von der Konsumnachfrage abhängig, welche unsere Umsatz- und Ertragsentwicklung maßgeblich bestimmt. Weiterhin kommt unserer Funktion als Dienstleistungsunternehmen der Entwicklung und dem Erhalt der Kunden eine besondere Bedeutung zu. Durch eine Optimierung der erbrachten Dienstleistungen wollen wir die Kundenzufriedenheit sicherstellen und weiter positiv ausbauen. Finanzwirtschaftliche Risiken Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; es sind keine Engpässe zu erwarten. Sonstige Risiken IT-Risiken Die ständig wachsende Bedeutung der Informationstechnologie und die damit einhergehende Abhängigkeit von der Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der EDV-Systeme stellen ein Risikopotenzial dar. Es werden deshalb permanent Maßnahmen getroffen, um die Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Effizienz der Programme, Rechnersysteme und Netzwerke sicher zu stellen und weiterhin den aktuellen technischen Standard anzupassen. Rechtliche Risiken Produkt-, Haftungs- und Umweltrisiken begrenzen wir mithilfe unserer Qualitätssicherung. Zusätzlich wird durch den Abschluss von Versicherungen versucht, die operativen Risiken abzusichern und zu begrenzen. Der Versicherungsumfang wird regelmäßig überprüft und im Bedarfsfall an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Um Risiken aus wettbewerbs-, patent- und steuerrechtlichen sowie sonstigen Regelungen und Gesetzen zu begrenzen, stützen wir unsere Entscheidungen auf den Rat externer Sachverständiger. Beteiligungsrisiken Die Investition in Beteiligungsunternehmen birgt für die Gesellschaft aufgrund der jeweiligen spezifischen unternehmerischen Risiken und der langfristigen Kapitalbindung nur begrenzte Risiken. Forderungsausfallrisiko Das Forderungsausfallrisiko ist für unser Unternehmen nur von geringer Bedeutung, da die Forderungen gegen Gesellschafter und unsere Industriepartner bestehen. Soweit bei finanziellen Vermögensgegenständen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein effizientes Verfahren, mit welchem Industriepartner zusammen- gearbeitet wird. 2. Chancenbericht INTERGAST Online birgt erhebliche Chancen, wenn es darum geht, die Kundenbindung der Endkunden an unsere Handelspartner zu erhöhen, was zugleich Grundlage für Kontinuität in unserer positiven Entwicklung sein kann. Darüber hinaus bieten sich uns zusätzliche Chancen für unsere Geschäftsentwicklung in einer weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren bestehenden Handelspartnern im Eigenmarkensortiment und bei Werbeaktivitäten, offline und online. Auch in der Gewinnung neuer Kunden sehen wir nach wie vor erhebliches Potenzial, die aktuellen Erfolge weiter auszubauen. Positiv können sich darüber hinaus zusätzliche Vereinbarungen mit Herstellern/Lieferanten und eine weitere Zusammenführung von Industriepartnern in der Zentrale auswirken, an deren nachhaltiger Realisierung wir stets arbeiten. Unser nationales Geschäft bietet ebenfalls weiterhin Potenzial für zusätzliches Umsatzwachstum, wie auch die Gewinnung zusätzlicher Kooperationspartner für den Verbund. Wir sehen mit dem weiteren Ausbau der Eigenmarken, insbesondere Home Style Edition und Kitchen Basic, weitere Chancen für die Zukunft. Mit dem Zugewinn von 22 Großhändlern (GAFA-Team) sehen wir gute Chancen für 2024 die bestehenden Eigenmarkensegmente weiterhin positiv zu entwickeln. 3. Gesamtaussage Mit den angestoßenen Entwicklungen bei digitalen Lösungen für die Gastronomie, Hotellerie und Großverbraucher-Kunden, sowie unseren Segmenten der Eigenmarken, versprechen wir uns, in den kommenden Jahren ein starker Partner für unsere Kunden zu sein, und somit letztlich erfolgreich zu sein. Generell sehen wir uns aufgrund unserer finanziellen Stabilität für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Neben den im Risikobericht genannten Gefahren sehen wir nach wie vor die aufgezeigten Chancen, gerade im Hinblick auf die intensivere Zusammenarbeit mit unseren Handelspartnern, und die Potenziale unserer Sortimente sowie unserer digitalen Lösungen.
Offenburg, 21.05.2024 Der Geschäftsführer Ralf Lambert Bilanz zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
I. RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDLAGENDie INTERGAST Großverbraucher-Service Handelsgesellschaft mbH, Offenburg, weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Der Jahresabschluss wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften unter Berücksichtigung der ergänzenden Vorschriften für GmbHs aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen nach § 288 HGB werden teilweise in Anspruch genommen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich einer Angabe in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit überwiegend zu Gunsten der Angabe im Anhang ausgeübt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDie ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind nach den handelsrechtlichen Vorschriften bilanziert. Über die angewandten Bewertungsmethoden berichten wir wie folgt: ANLAGEVERMÖGEN Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige lineare und degressive Abschreibungen, bewertet. Bei dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Nutzungsdauer der einzelnen Anlagengegenstände orientiert sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angelehnt an die steuerlichen AfA-Tabellen. Die Zugänge werden generell ab Beginn des Zugangsmonats abgeschrieben. Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Anlagegüter bis zu einem Einzelerwerbspreis ohne Umsatzsteuer von EUR 800,00 wurden voll abgeschrieben, wobei gleichzeitig unterstellt wurde, dass im Jahr des Zugangs sofort wieder der Abgang erfolgte. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls zu den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. UMLAUFVERMÖGEN Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte grundsätzlich zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN Für bereits vor dem Bilanzstichtag geleistete Zahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, wurden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Für bereits vor dem Bilanzstichtag erhaltene Zahlungen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, wurde ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Der Ansatz der Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt mit dem Nennwert. LATENTE STEUERN Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von aktuell 29,13 %. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde entsprechend des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung würde keine Aktivierung vorgenommen werden. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine - nicht bilanzierte - aktive latente Steuer. RÜCKSTELLUNGEN Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Die Rückstellung für Pensionen wurde nach der Projected-Unit-Credit-Methode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Künftige Preis- und Kostensteigerungen im Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung und Aufzinsung von Rückstellungen werden jeweils gesondert unter dem Posten s onstige Zinsen und ähnliche Erträge sowie Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Der Zinsänderungseffekt der Pensionsrückstellungen wird im Personalaufwand ausgewiesen. VERBINDLICHKEITEN Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. WÄHRUNGSUMRECHNUNG Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) bzw. höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. III. ANGABEN ZUR BILANZANLAGEVERMÖGEN Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände - ausgenommen der in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Aktivwert der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 1) - sind innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 482 (Vj. TEUR 647) stellen, wie im Vorjahr, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 2.711 (Vj. TEUR 2.986), stellen, wie im Vorjahr, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 2.705 (Vj. TEUR 1.958) sind nicht fällige Vorsteuerbeträge in Höhe von TEUR 2.413 (Vj. TEUR 1.737) und Ertragsteuer-Forderungen in Höhe von TEUR 200 (Vj. TEUR 200) sowie Forderungen aus Aktivwerten von Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 1), die nicht saldiert werden dürfen, enthalten. Die Bewertung der Forderungen aus Aktivwerten von Rückdeckungsversicherungen erfolgt jeweils mit dem per 31. Dezember 2023 ermittelten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital. RÜCKSTELLUNGEN Bei der Pensionsrückstellung beträgt der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Erfüllungsbetrag mit dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz TEUR 6 (Vj. TEUR 25). Der abzinsungsbedingte Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für zwei offene Rechtsstreite, ausstehende Rechnungen sowie Personalrückstellungen. VERBINDLICHKEITEN Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 12.672 (Vj. TEUR 8.628). Die Verbindlichkeiten gegen über Unternehmen , mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 9) stellen, wie im Vorjahr, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.148 (Vj. TEUR 3.071) beinhalten im Wesentlichen Steuer-Verbindlichkeiten. Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr und sind nicht besichert. Davon-Vermerke: Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 2.148 (Vj. TEUR 2.059) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 0,3 (Vj. TEUR 0,3). IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGABSCHREIBUNGEN In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände waren im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 676 enthalten. V. ERGÄNZENDE ANGABENGESCHÄFTSFÜHRUNG Die Geschäftsleitung oblag im Geschäftsjahr 2023 Herrn Ralf Lambert, Oberkirch Die Organstellung ist mit dem ausgeübten Beruf identisch. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers und die Versorgungsbezüge eines früheren Geschäftsführers wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. BESCHÄFTIGTE Im Berichtsjahr waren 41 Angestellte (Vj. 37 Angestellte), darunter 8 Teilzeitkräfte (Vj. 7 Teilzeitkräfte), für die Gesellschaft tätig. Zum Jahresende beschäftigte die Gesellschaft 37,8 FTE (Vj. 34,5 FTE). ANTEILSBESITZ
1) Jahresabschluss zum 30. Juni 2022 2) letzter vorliegender Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 545 gegenüber einem Markant-Konzern-Unternehmen aus Leistungsabrechnungsvereinbarungen für Dienstleistungen und Beratungen (Rechenzentrum, Buchhaltung, Finanzdisposition, etc.) und die Lohnbuchführung (2023: TEUR 259; Vj. TEUR 288). Weiterhin bestehen Mietverpflichtungen mit einer Laufzeit bis 2026 in Höhe von insgesamt TEUR 286, davon sind TEUR 111 im Jahr 2024 fällig. NACHTRAGSBERICHT Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage waren nach dem Abschluss des Geschäftsjahres nicht zu verzeichnen. KONZERNVERHÄLTNIS Die INTERGAST Großverbraucher-Service Handelsgesellschaft mbH ist ein assoziiertes Unternehmen der Markant Handels- und Industriewaren- Vermittlungs- AG, Pfäffikon / Schweiz. Diese stellt einen Konzernabschluss (kleinster und größter Kreis) nach Schweizer Obligationenrecht aufs. GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG Der Geschäftsführer schlägt vor, den Bilanzgewinn 2023 wie folgt zu verwenden:
Offenburg, den 21.05.2024 Der Geschäftsführer Ralf Lambert Anlagenspiegel 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die INTERGAST Großverbraucher-Service Handelsgesellschaft mbH, Offenburg Prüfungsurtei le Wir haben den Jahresabschluss der INTERGAST Großverbraucher-Service Handelsgesellschaft mbH , Offenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INTERGAST Großverbraucher-Service Handelsgesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. G rundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter f ür den Jahres abschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres abschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 22. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer ppa. Kerstin Riewe, Wirtschaftsprüferin
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