Covestro Invest GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bastian King seit 13.4.2026 | Prokura |
Cristina-Maria Danila seit 13.4.2026 | Prokura |
Martin Berthild Vlak seit 11.2.2026 | Prokura |
Stefan Dr. Staubach seit 5.1.2026 | Prokura |
Dorothee Scholkemper seit 16.10.2025 | Prokura |
Monique Yvette Buch seit 17.6.2025 | Vorstandsmitglied |
Georg Dr. Wagner seit 26.3.2025 | Prokura |
Malte Zilius seit 26.3.2025 | Prokura |
Christian Koenes seit 26.3.2025 | Prokura |
Philip Dr. Bahke seit 25.2.2025 | Prokura |
Aukje Doornbos seit 5.2.2025 | Prokura |
Nicolas Dr. Stoeckel seit 2.9.2024 | Prokura |
Jochen Dr. Strayle seit 2.9.2024 | Prokura |
Andreas Fruhmann seit 2.9.2024 | Prokura |
Timo Dr. Slawinski seit 2.9.2024 | Prokura |
Rainer Dr. Bruns seit 7.8.2024 | Prokura |
Alexander Schmittinger seit 29.5.2024 | Prokura |
Dennis Kempen seit 5.4.2024 | Prokura |
Stefan Kashelikar seit 5.12.2023 | Prokura |
Christian Baier seit 19.10.2023 | Vorstandsmitglied |
Lars Phillips seit 5.9.2023 | Prokura |
Thorsten Dr. Dreier seit 10.7.2023 | Vorstandsmitglied |
Ina Moritz seit 20.6.2023 | Prokura |
Reinhard Dr. Albers seit 11.5.2023 | Prokura |
Thomas Dr. Braig seit 11.8.2022 | Prokura |
Andreas Dr. Hoffmann seit 14.6.2022 | Prokura |
Jens Geschke seit 27.12.2021 | Prokura |
James Kenneth Boehm seit 5.7.2021 | Prokura |
Markus Dr. Dugal seit 5.7.2021 | Prokura |
Markus Dr. Steilemann seit 1.9.2015 | Vorstandsmitglied |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Bayer MaterialScience Aktiengesellschaft | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Covestro Deutschland AGLeverkusenJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanzder Covestro Deutschland AGAktiva
Gewinn- und Verlustrechnungder Covestro Deutschland AG
ANHANGGrundlagenDer Jahresabschluss der Covestro Deutschland AG, Leverkusen, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Die Gesellschaft mit Sitz in Leverkusen ist unter der Nummer HRB 49892 in das Handelsregister des Amtsgerichts Köln eingetragen. Die Covestro Deutschland AG liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom an Fremdunternehmen und ist damit ein Energieversorgungsunternehmen im Sinne von § 3 Nr. 18 EnWG. Darüber hinaus ist die Gesellschaft nach § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Einsicht in die Ertragslage werden die Forschungs- und Entwicklungskosten gesondert ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge des Finanzbereichs, deren Ausweis nicht durch einen gesetzlich vorgeschriebenen Posten gedeckt ist, sind unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen erfasst. Zur Verbesserung der Einsicht in das Beteiligungsergebnis werden Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens gesondert von den Abschreibungen auf Finanzanlagen unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen ausgewiesen. Zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG, Leverkusen, besteht seit dem 1. September 2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Sofern Gewinne nicht einer Abführungssperre unterliegen, werden diese zum Jahresende vollständig an die Covestro AG abgeführt. Verluste werden in voller Höhe übernommen. Während der Dauer des Vertrags gebildete andere Gewinnrücklagen sind auf Verlangen der Covestro AG aufzulösen und zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrags zu verwenden oder als Gewinn abzuführen. Seit dem 1. September 2015 besteht darüber hinaus zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft. Die Covestro Deutschland AG wird in den nach IFRS erstellten Konzernabschluss der Covestro AG einbezogen. Der Konzernabschluss der Covestro AG stellt zugleich den größten und den kleinsten Konsolidierungskreis dar. Die Covestro Deutschland AG ist daher nach § 291 HGB von der Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Der Konzernabschluss der Covestro AG wird beim Betreiber des Unternehmensregisters eingereicht und auf der Internetseite https://covestro.com/de/investors veröffentlicht. Aufgrund der Darstellung der Werte in Tsd. € können sich für vereinzelte Posten Rundungsdifferenzen ergeben. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, die aus der Herstellung von Individualsoftware resultieren, wurden in Höhe von 32.722 Tsd. € aktiviert. Darüber hinaus wurde für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aus Produktentwicklungen das Aktivierungswahlrecht gem. § 268 Absatz 2 HGB nicht ausgeübt. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Aufgrund des Erwerbs des Teilbetriebs von der Bayer Technology Services GmbH, Leverkusen, im Rumpfgeschäftsjahr 1. Januar 2015 bis 31. August 2015 hat die Gesellschaft einen Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 32.043 Tsd. € aktiviert. Die dem Teilbetrieb zugehörigen Mitarbeitenden bzw. deren spezifische Kenntnisse über die Covestro-Anlagen sind als Entstehungsgrund für den aus der Transaktion entstandenen Geschäfts- oder Firmenwert anzusehen. Die Nutzungsdauer bemisst sich nach der voraussichtlichen Verbleibensdauer der Mitarbeitenden bis zum Renteneintritt. Diese Verbleibensdauer beträgt durchschnittlich 15 Jahre. Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis 2007 zugegangen sind, mit den steuerlich zulässigen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt. Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen zugrunde gelegt worden:
Selbständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die der Abnutzung unterliegen, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben, sofern ihre jeweiligen Anschaffungs- oder Herstellungskosten 800 € nicht übersteigen. Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert. Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden zum Erinnerungswert, entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Unter den Vorräten sind die Hilfs- und Betriebsstoffe, Rohstoffe, Packmittel und Handelswaren mit den fortgeschriebenen Anschaffungskosten (gleitender Durchschnittspreis) angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten eingerechnet. Niedrigere Marktpreise bzw. niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt (verlustfreie Bewertung). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge in Höhe von 2 % berücksichtigt. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden höchstens zu Anschaffungskosten bilanziert. Ergibt sich aufgrund eines Börsen- oder Marktpreises ein Wert, der die Anschaffungskosten unterschreitet, erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren Wert. Entfallen die Gründe für den niedrigeren Wertansatz, wird eine Wertaufholung bis maximal zu den Anschaffungskosten vorgenommen. Bankguthaben werden mit dem Nennwert bilanziert. Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden bei der Covestro AG als Organträger berücksichtigt. Zur Erfüllung von verschiedenen Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeitenden sind entsprechende Mittel innerhalb gesonderter Versorgungsvehikel im Wesentlichen in liquide internationale Anleihen, Aktien, Fonds sowie in geldmarktnahe Produkte investiert. Diese Mittel werden treuhänderisch für die Covestro Deutschland AG verwaltet und sind im Insolvenzfall des Arbeitgebers dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Die Investments sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser wird aus Börsenkursen und Marktzinsen abgeleitet. Das gehaltene Treuhandvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden in entsprechender Weise die Erträge aus dem Treuhandvermögen mit den Aufwendungen aus der Verzinsung der Verpflichtungen und aus Änderungen des Rechnungszinses verrechnet. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Der Sonderposten für erhaltene Investitionszuschüsse wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf der bezuschussten Anlagen aufgelöst. Der Auflösungsbetrag wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen gezeigt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei den Entgelten gehen wir von jährlichen Anpassungen in Höhe von 3,00 % (Vorjahr: 3,00 %) aus. Rentensteigerungen erwarten wir in Höhe von 2,00 % (Vorjahr: 2,00 %) p. a. Hiervon abweichend gilt für ab dem 1. Januar 2000 erfolgte Versorgungszusagen eine jährliche Rentenerhöhung von 1,00 %; diese ist den Mitarbeitenden fest zugesagt. Der zum 31. Dezember 2024 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,90 % (Vorjahr: 1,83 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank für Dezember 2024 ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Für den Unterschiedsbetrag aus der Änderung des Rechnungszinssatzes für Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Absatz 2 HGB besteht nach § 253 Absatz 6 HGB grundsätzlich eine Ausschüttungssperre. Eine entsprechende Abführungssperre für Gesellschaften mit einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht nicht. Für mittelbare Pensionsverpflichtungen für Pensionszusagen der Bayer Pensionskasse VVaG sowie der Rheinischen Pensionskasse VVaG, für die gemäß Artikel 28 Absatz 1 Satz 2 des Einführungsgesetzes zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) ein Passivierungswahlrecht besteht, werden keine Rückstellungen gebildet. Bei der Ermittlung des im Anhang auszuweisenden Fehlbetrags werden die gleichen Annahmen zugrunde gelegt, die bei der Bewertung der bilanzierten Pensionsrückstellungen Anwendung finden. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für langfristige Personalrückstellungen für Mitarbeitendenjubiläen, Pensionsurlaub und Gnadenquartalszahlungen findet ein Zinssatz von 1,96 % (Vorjahr: 1,75 %) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren Anwendung. Kurzfristigere Personalrückstellungen, bspw. für Verpflichtungen aus Frühruhestandsvereinbarungen, werden mit einem Zinssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Diese betrug im Jahr 2024 drei Jahre, der Rechnungszins 1,48 % (Vorjahr: 0,51 %). Es handelt sich jeweils um die zum Zeitpunkt der Ermittlung der Personalrückstellungen für Dezember 2024 erwarteten Zinssätze. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Es werden grundsätzlich derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Fremdwährungs- und Warenpreisrisiken entgegenzuwirken, die im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit entstehen können. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit den Kassakursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Des Weiteren bestehen seit 2024 bilanzielle Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Energiepreisrisiken, insbesondere für Strom- und Erdgasbezüge. Damit werden auch auf finanziellen Nettoausgleich gerichtete Vermögenswerte und Schulden aus bestimmten Energieverträgen als Derivate bilanziert. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen. Erläuterungen zur Bilanz1. Geschäfts- oder Firmenwerte sowie sonstige immaterielle VermögensgegenständeImmaterielle Vermögensgegenstände
2. SachanlagenSachanlagen
3. FinanzanlagenFinanzanlagen
Im Rahmen eines konzerninternen Verkaufs hat die Covestro Deutschland AG 58 % der Geschäftsanteile an der Covestro Polymers (China) Company Limited, Shanghai (China), an die Covestro (Shanghai) Investment Company Limited, Shanghai (China), veräußert. Der Verkauf führte zu einer Reduzierung des Buchwerts in Höhe von 663.773 Tsd. €. Außerdem erfolgte eine Erhöhung des Beteiligungsbuchwerts der Covestro (Shanghai) Investment Company Limited um 69.220 Tsd. € aufgrund einer Kapitalerhöhung. Die Beteiligung an der ehemaligen Covestro Thermoplast Composite GmbH, Markt Bibart, die ursprünglich einen Buchwert von 18.137 Tsd. € aufwies, wurde bereits in der Vergangenheit vollständig abgeschrieben. Nachdem im Jahr 2023 das operative Geschäft eingestellt und der Betrieb aufgegeben wurde, erfolgte im Laufe des Jahres 2024 eine Umstrukturierung der Gesellschaft. Hierbei wurde der Geschäftszweck neu definiert und die Firmierung in Covestro Vermittlung GmbH, Leverkusen, geändert. Im Zuge dieser Umstrukturierung wurden die historischen Anschaffungskosten in Höhe von 18.137 Tsd. € sowie die entsprechenden kumulierten Abschreibungen in gleicher Höhe der Covestro Thermoplast Composite GmbH ausgebucht. Im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms von Anteilen an der PT Covestro Polymers Indonesia, Jakarta (Indonesien), verringerte sich die Beteiligung um 3.547 Tsd. €. Darüber hinaus erfolgte eine Zuschreibung des Beteiligungsbuchwerts um 16.000 Tsd. €, sodass sich der Beteiligungswert im Geschäftsjahr 2024 insgesamt um 12.453 Tsd. € erhöhte. Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 wurde die Covestro Resins (Germany) GmbH, Meppen, auf die Covestro Deutschland AG verschmolzen. Der Ansatz der Vermögensgegenstände und Schulden aus dieser Verschmelzung erfolgte in Ausübung des Wahlrechts nach § 24 Umwandlungsgesetz (UmwG) zu Buchwerten der Schlussbilanz der Covestro Resins (Germany) GmbH per 31. Dezember 2023. Der Beteiligungsbuchwert der Gesellschaft in Höhe von 2.255 Tsd. € wurde ausgebucht. Die Verschmelzung wurde am 1. August 2024 im Handelsregister der übernehmenden Covestro Deutschland AG eingetragen. Aufgrund einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der Covestro Polymers (Qingdao) Company Limited, Qingdao (China), um 3.234 Tsd. €. Im Geschäftsjahr 2024 wurden die Geschäftsanteile an Crime Science Technology, Lille (Frankreich), vollständig veräußert. Der Verkauf führte zu einem Abgang des Beteiligungsbuchwerts in Höhe von 4.781 Tsd. €. Darüber hinaus hat die Hydrogenious LOHC Technologies GmbH, Erlangen, im Geschäftsjahr 2024 eine Wandelschuldverschreibung begeben, an der sich die Covestro Deutschland AG mit 500 Tsd. € beteiligte. 4. VorratsvermögenDie Zusammensetzung und Entwicklung der Vorräte ergaben sich wie folgt: Vorräte
1 Anlagenerstellung für
Tochtergesellschaften
5. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeIn den sonstigen Vermögensgegenständen waren 36.099 Tsd. € (Vorjahr: 38.008 Tsd. €) für Vermögensgegenstände enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstanden sind. Es handelte sich dabei ausschließlich um Steuerforderungen. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände besitzen eine Fälligkeit von unter einem Jahr. 6. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der VermögensverrechnungVerpflichtungen aus Arbeitszeitkonten sowie aus Pensionszusagen sind ganz bzw. teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die innerhalb gesonderter Versorgungsvehikel treuhänderisch angelegt wurden (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus jeweils konkret festgelegten Verpflichtungstatbeständen und sind im Insolvenzfall des Arbeitgebers dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Aus der Verrechnung ergab sich zum Stichtag ein "Aktiver Unterschiedsbetrag" in Höhe von 51.735 Tsd. €, von dem 42.335 Tsd. € auf Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten und 9.400 Tsd. € auf Verpflichtungen aus Pensionszusagen entfielen. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Für weitere Informationen über das beim Metzler Trust e. V., Frankfurt am Main, angelegte Sicherungsvermögen wird auf die Ausführungen im Kapitel "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" verwiesen. Beim Sicherungsvermögen handelt es sich im Wesentlichen um liquide internationale Anleihen, Aktien, Fonds sowie geldmarktnahe Produkte. Das Sicherungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser belief sich zum 31. Dezember 2024 auf 1.853.514 Tsd. €. Aus der Verrechnung von Sicherungsvermögen in Höhe von 624.631 Tsd. € mit zugrunde liegenden Verpflichtungen ergab sich ein Vermögensüberhang. Der Ausweis erfolgte entsprechend als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung". Das verbleibende Sicherungsvermögen in Höhe von 1.228.883 Tsd. € wurde mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet und unter den Pensionsrückstellungen ausgewiesen. 7. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital der Covestro Deutschland AG beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 100.000 Tsd. €, ist eingeteilt in 100.000.000 nennbetragslose Aktien und ist voll eingezahlt. Jede Aktie gewährt ein Stimmrecht. Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen im Sinne des § 268 Absatz 8 HGBZur Sicherung von Pensionsverpflichtungen und Guthaben aus Arbeitszeitkonten sind im Rahmen von Contractual Trust Arrangements Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt in das Treuhandvermögen des Metzler Trust e. V. eingebracht worden. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Diese Bewertung führte zu einem ausschüttungsgesperrten Betrag in Höhe von 228.115 Tsd. €. Darüber hinaus unterlagen selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte im Wert von 23.124 Tsd. €, abzüglich passiver latenter Steuern, einer Ausschüttungssperre. Diesem Mehrbetrag standen frei verfügbare Rücklagen in Höhe von 1.682.686 Tsd. € gegenüber. Diese waren somit in Höhe des Mehrbetrags ausschüttungsgesperrt. 8. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitenden ab. Darüber hinaus sind darin Verpflichtungen aus Frühruhestandsregelungen enthalten. Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind ganz bzw. teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die innerhalb gesonderter Versorgungsvehikel treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Der Unterschiedsbetrag aus der Rechnungszinsänderung im Sinne des § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB betrug zum 31. Dezember 2024 -18.349 Tsd. € (Vorjahr: 26.071 Tsd. €). Der Fehlbetrag aufgrund von nichtbilanzierten Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Absatz 2 EGHGB beläuft sich auf 697.517 Tsd. € (Vorjahr: 739.377 Tsd. €). 9. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (175.821 Tsd. €). Darüber hinaus wurden Rückstellungen für drohende Verluste (7.372 Tsd. €), die überwiegend aus Währungsderivaten sowie aus Einkaufs- und Verkaufskontrakten resultierten, für Kundenboni (11.449 Tsd. €) und für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten (26.332 Tsd. €) erfasst. 10. Angaben zu den VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gliederten sich nach Restlaufzeiten wie folgt: Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Fälligkeit unter einem Jahr sind überwiegend auf ein bei der Covestro AG aufgenommenes Darlehen zurückzuführen, das regelmäßig zu aktuellen, marktgerechten Konditionen prolongiert wird. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung11. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse der strategischen Geschäftseinheiten gliederten sich wie folgt: Umsatzerlöse nach Segmenten
Die Umsatzerlöse nach Vertriebsregionen gliederten sich wie folgt: Umsatzerlöse nach Regionen
Zur Entwicklung der Umsatzerlöse wird auf die entsprechenden Erläuterungen im Lagebericht der Covestro Deutschland AG verwiesen. 12. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich wie folgt zusammen: Sonstige betriebliche Erträge
Die Covestro Deutschland AG vereinnahmte in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Geschäftsjahr 2024 Erträge aus der Strompreiskompensation für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 84.601 Tsd. €. Die Versicherungserstattungen in Höhe von 55.351 Tsd. € berücksichtigen im Wesentlichen 55.000 Tsd. € für den Ausfall der Chloranlage in Dormagen im August 2022. Die Erträge aus dem Abgang immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von 41.382 Tsd. € stammten im Wesentlichen aus der Veräußerung von Zertifikaten an Banken in Höhe von 40.024 Tsd. €. Die Auflösungen nicht beanspruchter Rückstellungen in Höhe von 23.855 Tsd. € resultierten primär aus der Abwendung drohender Preissteigerungen. Durch die Verschmelzung der Covestro Resins (Germany) GmbH im Geschäftsjahr 2024 resultierte ein Übernahmegewinn von 14.114 Tsd. €. Aus staatlichen Zuschüssen für Forschung und Entwicklung wurden 4.286 Tsd. € Ertrag generiert. In den periodenfremden Erträgen waren im Wesentlichen Werte aus Versicherungserstattungen für Vorgänge aus Vorjahren (55.286 Tsd. €), Auflösungen der oben genannten nicht beanspruchten sonstigen Rückstellungen (23.855 Tsd. €) sowie Auflösungen gebildeter Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 757 Tsd. € enthalten. 13. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalteten im Einzelnen folgende Positionen: Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten 7.918 Tsd. € Versicherungsprämien sowie Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen in Höhe von 4.444 Tsd. €. 14. BeteiligungsergebnisIm Rahmen eines konzerninternen Verkaufs hat die Covestro Deutschland AG 58 % der Geschäftsanteile an der Covestro Polymers (China) Company Limited, Shanghai (China), an die Covestro (Shanghai) Investment Company Limited, Shanghai (China), veräußert. Der resultierende Ertrag aus dem Verkauf belief sich auf 420.878 Tsd. €. 15. ZinsergebnisNeben den Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von 13.251 Tsd. € (Vorjahr: 17.823 Tsd. €), die neben dem Aufwand aus Aufzinsung auch Erträge aus der Änderung des Rechnungszinses enthielten, waren im Zinsergebnis ebenso Gewinne aus der Vermögensanlage des Metzler Trust e. V., in Höhe von 75.244 Tsd. € (Vorjahr: Gewinn in Höhe von 166.698 Tsd. €) enthalten. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthielten neben den Aufwendungen aus Aufzinsung auch 225.202 Tsd. € (Vorjahr: 243.547 Tsd. €) gezahlte oder abgegrenzte Zinsen für diverse Intercompany-Darlehen. Hiervon entfielen 19.482 Tsd. € auf bei der Covestro Polymers (China) Company Limited, Shanghai (China), aufgenommene Darlehen und 178.447 Tsd. € auf bei der Covestro AG, Leverkusen, aufgenommene Darlehen. 16. Sonstige finanzielle Aufwendungen und ErträgeSonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge
Unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen sind im Wesentlichen Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung ausgewiesen. 17. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDer Steueraufwand in Höhe von 41.419 Tsd. € resultierte im Wesentlichen aus steuerlich nicht anrechenbaren ausländischen Quellensteuern. 18. Sonstige SteuernSoweit die sonstigen Steuern den Bereichen Herstellung, Vertrieb, Forschung und Entwicklung sowie allgemeine Verwaltung zugeordnet werden konnten, sind sie in den entsprechenden Funktionskosten, im Übrigen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Insgesamt beliefen sie sich auf 2.391 Tsd. € (Vorjahr: 2.357 Tsd. €). 19. MaterialaufwandMaterialaufwand
20. Personalaufwand/ MitarbeitendePersonalaufwand
Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind im Zinsergebnis ausgewiesen. Im Jahresdurchschnitt waren bei der Covestro Deutschland AG 6.908 Mitarbeitende 1 beschäftigt, die sich auf die folgenden Gruppen verteilten: Mitarbeitende
Darüber hinaus beschäftigte die Covestro Deutschland AG im Geschäftsjahr 2024 durchschnittlich 564 Auszubildende und Praktikanten. In diesen Angaben sind auf Teilzeitbasis beschäftigte Mitarbeitende entsprechend ihrem Beschäftigungsgrad berücksichtigt. 21. AbschreibungenIm Geschäftsjahr 2024 fielen außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 2.100 Tsd. € an. Zudem entfielen auf Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 3.234 Tsd. €. Sonstige Erläuterungen22. Sonstige finanzielle VerpflichtungenNeben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen. Aus künftigen Leasing- und Mietzahlungen resultieren Verpflichtungen in Höhe von insgesamt 702.485 Tsd. €. Hiervon entfallen 562.643 Tsd. € auf Mietverträge mit verbundenen Unternehmen. Vom Gesamtbetrag der Leasing- und Mietverpflichtungen sind 84.864 Tsd. € im Jahr 2025, 268.457 Tsd. € in den Jahren 2026 bis 2029 und 349.164 Tsd. € nach 2029 fällig. Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten sowie Investitionsverpflichtungen in einer Gesamthöhe von 2.851.885 Tsd. €. Vom Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Einkaufskontrakten sowie Investitionsverpflichtungen sind 785.036 Tsd. € im Jahr 2025, 1.352.304 Tsd. € in den Jahren 2026 bis 2029 und 714.545 Tsd. € nach 2029 fällig. Für die Beantragung von Beihilfen für indirekte CO 2 -Kosten für die Abrechnungsjahre 2021 bis 2024 ergeben sich aus der SPK-Förderrichtlinie aus Absatz 4.2.1a zukünftige finanzielle Verpflichtungen. Beihilfeberechtigte Unternehmen müssen die im Energiemanagementsystem identifizierten wirtschaftlich sinnvollen Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz durchführen. 23. Derivative Finanzinstrumente / BewertungseinheitenDie Covestro Deutschland AG und weitere Gesellschaften des Covestro-Konzerns sind im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Des Weiteren bestehen seit 2024 bilanzielle Sicherungsbeziehungen zur Absicherung von Energiepreisrisiken, insbesondere für Strom- und Erdgasbezüge. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich um außerhalb der Börse gehandelte Instrumente, sogenannte Over-The-Counter (OTC)-Instrumente. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Die Covestro Deutschland AG schließt sowohl konzerninterne als auch externe Derivate ab und ist zuständig für die Steuerung und Absicherung des Fremdwährungsrisikos für den Covestro-Konzern. Die Sicherung des Energiepreisrisikos der Covestro Deutschland AG erfolgt für eine Teilmenge des geplanten Strom- und Erdgasbedarfs mit einem rollierenden Zeithorizont von 18 Monaten im Voraus über derivative Finanzinstrumente. Die Sicherung des Energiepreisrisikos in Bezug auf Erdgas erfolgt auch für die Erdgaspreiskomponente im Preis für den Kauf von Dampf. Die Identifizierbarkeit und Messbarkeit dieser Dampfrisikokomponente basiert auf der bestehenden jeweiligen vertraglichen Vereinbarung. Ziel des Einsatzes von Devisentermingeschäften bzw. Warentermingeschäften ist es, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen bzw. Energiepreisen zurückgehen. Ein Preisänderungsrisiko von Devisen- bzw. Warentermingeschäften besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgröße (Währungen, Strom- und Erdgaspreis). Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird das Risiko von Wertverlusten durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert. Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragsparteien ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos teilt die Covestro Deutschland AG den Banken bonitätsabhängige Kontrahentenlimite zu. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Dabei gilt der Grundsatz, dass Termingeschäfte einzeln auf Basis ihrer Terminkurse am Abschlussstichtag bewertet werden. Die Devisenterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Aktuell werden in Bezug auf Währungsrisiken ausschließlich offene Fremdwährungspositionen gesichert. Das Nominalvolumen der ausstehenden Devisentermingeschäfte, die der Abdeckung von Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie aus gewährten und aufgenommenen Darlehen der Covestro Deutschland AG und der Covestro-Konzernunternehmen dienen, betrug zum 31. Dezember 2024 1.803.083 Tsd. €; ihr beizulegender Zeitwert belief sich für konzerninterne Kontrakte auf 1.048 Tsd. € und für externe Kontrakte auf - 8.012 Tsd. €. Hierin enthalten waren auch solche Geschäfte, die in Bewertungseinheiten einbezogen wurden. Warentermingeschäfte werden eingesetzt, um mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Beschaffungsvorgänge von Erdgas, Strom oder Dampf abzusichern. Das Nominalvolumen der ausstehenden Warentermingeschäfte betrug zum 31. Dezember 2024 88.692 Tsd. €. Ihr beizulegender Zeitwert belief sich auf 6.805 Tsd. € und entfiel vollständig auf externe Kontrakte. Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich zum 31. Dezember 2024 insgesamt wie folgt zusammen: Derivative Finanzinstrumente
BewertungseinheitenOffene Fremdwährungspositionen wurden soweit möglich mit den sich gegenläufig verhaltenden Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten je Währung in Portfolio-Hedges zusammengefasst. Mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Beschaffungsvorgänge der jeweiligen Energieträger wurden mit den sich gegenläufig verhaltenden Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten je beschafftem Energieträger (Strom, Erdgas) zusammengefasst. Beim Portfolio-Hedge werden pro Währungspaar bzw. beschafftem Energieträger gleichartige Grundgeschäfte mit einem oder mehreren Sicherungsgeschäften zusammengefasst. Die abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte werden durch eine Zuordnung zu Accounting-Portfolios klar als Hedging-Instrumente gekennzeichnet und anschließend pro Währung bzw. Energieträger den Grundgeschäften gegenübergestellt. Das Nominalvolumen der in Summe über alle währungsspezifischen Portfolios designierten Sicherungsgeschäfte betrug zum Stichtag 651.386 Tsd. €. Für Warentermingeschäfte betrug das Nominalvolumen zum Stichtag 88.692 Tsd. €. Für den kumulierten negativen Bewertungsüberhang aus Devisentermingeschäften wurde eine Rückstellung für Bewertungseinheiten in Höhe von 705 Tsd. € passiviert. Die Bewertungseinheiten werden nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Infolge der homogenen Risiken von Grund- und Sicherungsgeschäften ist von nahezu gleichen Wertänderungen auszugehen, sodass die Sicherungsbeziehungen hocheffektiv sind. Die Angaben zu den in Bewertungseinheiten einbezogenen Grundgeschäften sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst. Als abgesichertes Risiko wird für Währungsrisiken der bilanzielle Währungseffekt angegeben, der sich ohne Sicherungsgeschäft ergeben hätte. Für Energiepreisrisiken wird das monetär fixierte Beschaffungsvolumen angegeben. Grundgeschäfte
Die Fälligkeitszeitpunkte der jeweils abgesicherten Risiken stellten sich zum 31. Dezember 2024 wie folgt dar: Fälligkeitszeitpunkte der Sicherungsbeziehungen
Nicht in Bewertungseinheiten einbezogene derivative FinanzinstrumenteSofern eine eindeutige Zuordnung von Sicherungsinstrumenten zu deren Grundgeschäften nicht möglich war, wurden diese nicht zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. Durch Gegenüberstellung der Wertveränderung je Währung wurden Devisentermingeschäfte mit negativen Zeitwerten in Höhe von 715 Tsd. €, die nicht mit offenen Fremdwährungspositionen zusammengefasst wurden, gemäß den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen als Drohverlustrückstellung unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die nicht in Bewertungseinheiten einbezogenen derivativen Finanzinstrumente stellten sich zum Stichtag insgesamt wie folgt dar: Nicht in Bewertungseinheiten einbezogene derivative Finanzinstrumente
24. Geschäfte mit nahestehenden UnternehmenNahestehende Unternehmen im Sinne des § 285 Nr. 21 HGB sind juristische Personen, die auf die Covestro Deutschland AG und deren Tochterunternehmen mindestens maßgeblichen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem mindestens maßgeblichen Einfluss durch die Covestro Deutschland AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Darüber hinaus gehören zu den nahestehenden Unternehmen alle Tochtergesellschaften, an denen die Covestro Deutschland AG weniger als 100 % der Anteile hält, sowie Versorgungspläne. Erbrachte und empfangene Lieferungen und Leistungen gegenüber nahestehenden Unternehmen
Die erbrachten Lieferungen und Leistungen mit Tochtergesellschaften, an denen die Covestro Deutschland AG weniger als 100 % der Anteile hält, resultieren im Wesentlichen aus dem laufenden operativen Geschäft. Im Geschäftsjahr 2024 wurden diesen Gesellschaften darüber hinaus Darlehen in Höhe von 144.659 Tsd. € gewährt. Die hieraus resultierenden Zinserträge sind von untergeordneter Bedeutung. 25. Gesamtbezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder und des Aufsichtsrats sowie gewährte Vorschüsse und KrediteDer Erfüllungsbetrag der mittel- und unmittelbaren Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder betrug 8.308 Tsd. €. Aktive Vorstandsmitglieder erhalten ihre Vergütungen ausschließlich von der Covestro AG. Es besteht weitestgehend Personenidentität in den Aufsichtsräten der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG. Die Vergütungsansprüche werden entsprechend angerechnet und von der Covestro AG übernommen. Für Aufsichtsratsmitglieder, die nicht in beiden Aufsichtsräten vertreten sind, wurde die Gesamtvergütung in Anwendung der Schutzklausel gemäß § 286 Absatz 4 HGB nicht angegeben. Zum 31. Dezember 2024 bestanden keine Kredite an Mitglieder des Vorstands bzw. des Aufsichtsrats. Im Geschäftsjahr 2024 erfolgten keine Darlehensablösungen. 26. Organe der GesellschaftVorstand
Aufsichtsrat
27. Honorare des AbschlussprüfersDie Angaben zu den Prüfungshonoraren sind im Konzernabschluss der Covestro AG enthalten. Insoweit wird für das Geschäftsjahr 2024 die Befreiung von der Angabepflicht gemäß § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen. 28. Angaben nach § 6b Absatz 2 EnWGGeschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit sowie im Zusammenhang mit energiespezifischen Dienstleistungen, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Covestro Deutschland AG und nach § 6b Absatz 2 EnWG angabepflichtig sind, lagen nicht vor. 29. NachtragsberichtSeit dem 1. Januar 2025 bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Covestro Deutschland AG erwarten. 30. Aufstellung des AnteilsbesitzesAn den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die Covestro Deutschland AG unmittelbar oder mittelbar Anteile (Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegebenen Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich jeweils um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2024; die Werte sind gerundet. Aufstellung des Anteilsbesitzes
1 Ergebnis vor Übernahme
Leverkusen, 19. Februar 2025 Covestro Deutschland AG Der Vorstand Dr. Markus Steilemann, Vorsitzender Christian Baier Dr. Thorsten Dreier Sucheta Govil LAGEBERICHTExterne PrüfungDer Lagebericht der Covestro Deutschland AG ist in Anlehnung an den zusammengefassten Lagebericht des Konzernabschlusses der Covestro AG erstellt. Die Angaben in der im zusammengefassten Lagebericht gemäß § 315b, 315c HGB enthaltenen nichtfinanziellen Konzernerklärung sowie die Angaben des Konzernnachhaltigkeitsberichts sind nicht in die inhaltliche Prüfung durch den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses einbezogen worden. Der Konzernnachhaltigkeitsbericht, der die Anforderungen der EU-Richtlinie 2022 / 2464 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Dezember 2022 (Corporate Sustainability Reporting Directive, CSRD), des Artikels 8 der EU-Taxonomie-Verordnung 2020/ 852 sowie der §§ 315b und 315c HGB erfüllt, wurde durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, einer gesonderten Prüfung unterzogen. Diese wurde nach dem internationalen Prüfungsstandard ISAE 3000 (Revised) mit begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) durchgeführt, während ausgewählte Teile einer Prüfung mit hinreichender Sicherheit (Reasonable Assurance) unterzogen wurden. Im Lagebericht der Covestro Deutschland AG wurden folgende Inhalte mit begrenzter Sicherheit geprüft. Der Abschnitt "Sicherheit" des Kapitels "1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen", der Abschnitt "Konzepte und Maßnahmen" des Kapitels "5. Mitarbeitende" sowie das Kapitel "6. Umweltschutz". Alle anderen Teile des Lageberichts wurden mit hinreichender Sicherheit geprüft. 1. Geschäfts- und RahmenbedingungenUnternehmensstrukturDie Covestro Deutschland AG mit Sitz in Leverkusen ist zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2024 eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Covestro AG, Leverkusen. Zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG besteht seit dem 1. September 2015 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Sofern Gewinne nicht einer Abführungssperre unterliegen, werden diese zum Jahresende vollständig an die Covestro AG abgeführt. Verluste werden in voller Höhe übernommen. Während der Dauer des Vertrags gebildete andere Gewinnrücklagen sind auf Verlangen der Covestro AG aufzulösen und zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrags zu verwenden oder als Gewinn abzuführen. Seit dem 1. September 2015 besteht darüber hinaus zwischen der Covestro Deutschland AG und der Covestro AG eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Organschaft. Die im Folgenden beschriebenen Geschäfts- und Rahmenbedingungen beziehen sich zum einen auf die Geschäfts- und Rahmenbedingungen der Covestro Deutschland AG selbst, zum anderen auf globale Geschäfts- und Rahmenbedingungen, die für die Covestro Deutschland AG als operative Konzernführungsgesellschaft relevant sind. Die Covestro Deutschland AG ist ein führender Anbieter hochwertiger Polymer-Werkstoffe und darauf basierender Anwendungslösungen. Das Unternehmen bietet ein breites Portfolio an Produkten. Im Kerngeschäft stellt Covestro Deutschland AG Vorprodukte für Polyurethan-Schaumstoffe und den Hochleistungskunststoff Polycarbonat her. Hinzu kommen Vorprodukte für Lacke, Kleb- und Dichtstoffe sowie Spezialprodukte wie Folien. Außerhalb des Kerngeschäfts gehören auch weitere Vorprodukte wie Chlor und Nebenprodukte wie Styrol zum Produktportfolio von Covestro. Ihre Produkte vertreibt die Covestro Deutschland AG an externe Kunden sowie an verbundene Unternehmen in den Regionen EMLA (Europa, Nahost, Afrika und Lateinamerika ohne Mexiko), NA (USA, Kanada und Mexiko) sowie APAC (Asien und Pazifik). Die Covestro Deutschland AG ist in zwei Berichtssegmente unterteilt: Performance Materials (PM) und Solutions & Specialties (S & S). Während das Segment Performance Materials eine eigene Geschäftseinheit bildet, ist das Segment Solutions & Specialties in sechs Geschäftseinheiten gegliedert. Diese Geschäftseinheiten sind entlang ihrer jeweiligen Erfolgsfaktoren aufgestellt und alle geschäftsrelevanten Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette sind in diese Einheiten eingebettet. Damit ist das Geschäft von der Covestro Deutschland AG ideal auf die Anforderungen der jeweiligen Märkte zugeschnitten und an den Bedürfnissen seiner Kunden ausgerichtet. Die Covestro Deutschland AG erbringt energiespezifische Dienstleistungen für ihre Tochtergesellschaft Covestro Brunsbüttel Energie GmbH, Brunsbüttel, (verbundener Strom- und Gasnetzbetreiber) und erstellt daher gemäß § 6b Absatz 3 Satz 1 Nr. 2 und 4 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) Tätigkeitsabschlüsse für die Bereiche Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung. Weiterhin werden für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors gemäß § 6b Absatz 3 Satz 3 und 4 EnWG getrennte Konten geführt. Wirtschaftliches UmfeldIm Jahr 2024 verzeichnete die Weltwirtschaft ein Wachstum in Höhe von 2,7 %, leicht unter dem Niveau des Vorjahres, mit positiven Wachstumsraten in allen Regionen. Die schwache Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft war getrieben durch erhöhte Inflation sowie die anhaltenden Wachstumsschwächen in Nordamerika und China. Die Region EMLA verzeichnete erneut ein schwächeres Wachstum als die Weltwirtschaft. Die schwache Investitionstätigkeit und die schwache Exportnachfrage stellten die wesentlichen Ursachen für diese anhaltende Wachstumsschwäche dar. In der Region NA lag das Wachstum im Jahr 2024 nahezu auf dem Niveau des globalen Wachstums. Der Inflationsdruck sowie der volatile Arbeitsmarkt in den USA wirkten sich negativ auf das Konsumverhalten aus. In der Region APAC blieb das Wirtschaftswachstum aufgrund des anhaltend schwachen Konsums und der schwierigen Situation im Immobiliensektor hinter dem Vorjahr zurück, lag jedoch weiterhin über dem globalen Wachstumsniveau. Nach Aussage des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) ging ein weiteres schwieriges Jahr für die chemischpharmazeutische Industrie zu Ende. Der Branchenumsatz sank um 2,0 % auf 221 Mrd. €. Verhältnismäßig hoch fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft um 4 % auf 82 Mrd. € aus. Der Auslandsumsatz lag mit 139 Mrd. € 1,0 % unter dem Vorjahrswert. Insgesamt stieg die Produktion im Jahr 2024 um 2,0 %. Für die Chemiebranche ohne Pharma ist sogar ein Produktionsanstieg von 4,0 % zu verzeichnen. Die Produktion bei den Grundchemikalien kann einen Teil der starken Einbrüche der Vorjahre wieder aufholen. Die schwache Industriekonjunktur in Deutschland und Europa bremst jedoch weiterhin die Fein- und Spezialchemie. Die Produktionsentwicklung unterscheidet sich damit stark je nach Sparte: Dabei reichte die Spannweite von einem Produktionsanstieg der Petrochemikalien und Derivate in Höhe von 8,5 % bis hin zu einem Minus in Höhe von 2,0 % bei der Fein- und Spezialchemie. EinkaufDer Einkauf bei Covestro wird durch die Unternehmensfunktion Group Procurement ausgeführt. Dabei ist diese - zusammen mit den Geschäfts- und regionalen Einheiten der Unternehmensfunktion Supply Chain & Logistics - für die weltweite termingerechte Versorgung aller Unternehmensbereiche mit Waren und Dienstleistungen zu den bestmöglichen Konditionen verantwortlich. Dabei wird sichergestellt, dass unser hoher Qualitätsanspruch erfüllt wird. Zudem prüft Group Procurement, dass die sozialen, ethischen und ökologischen Prinzipien von Covestro im gesamten Beschaffungsprozess eingehalten werden. Die Grundsätze unserer Einkaufspolitik sind in einer konzernweiten, für alle Mitarbeitenden bindenden Konzernregelung definiert. Mit dem Ziel, einen Wettbewerbsvorteil für Covestro zu generieren und einen entscheidenden Wertbeitrag zu leisten, hat Group Procurement die strategischen Leitmotive "Ausgabenoptimierung", "Exzellenz im Einkauf", "Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft" sowie "Nähe zum Geschäft" festgelegt. Group Procurement trägt u. a. durch die Beschaffung erneuerbarer Energien und alternativer Rohstoffe dazu bei, die Vision von Covestro umzusetzen, sich vollständig auf die Kreislaufwirtschaft auszurichten. Wesentliche Grundstoffe unserer Produkte sind petrochemische Substanzen wie Phenol, Benzol, Propylen bzw. Propylenoxid, Toluol und Aceton, die einen Anteil von 35 % (Vorjahr: 32 %) an unserem Einkaufswert haben. Zusätzlich benötigt der Betrieb unserer Produktionsanlagen in größerem Umfang Energie, die wir vorrangig aus externen Quellen und in Form von Strom und Dampf beziehen. Wir sind bestrebt, für den Betrieb unerlässliche Rohstoffe, deren externer Bezug sich für Covestro herausfordernd gestaltet, intern bzw. über Gemeinschaftsunternehmen zu beschaffen. Dies ist bspw. der Fall bei Chlor, das Covestro teilweise selbst produziert, und Propylenoxid, das Covestro über Gemeinschaftsunternehmen beschafft. Neben Rohstoffen und Energie werden auch technische Güter und Dienstleistungen für Betrieb, Logistik und Investitionsprojekte benötigt. Darüber hinaus besteht für Covestro als energieintensives Unternehmen derzeit noch eine große Abhängigkeit von Gas. Es wird vorrangig als Energieträger und als Prozessgas in chemischen Reaktionen verwendet und lässt sich in den Produktionsprozessen kurzfristig nicht umfassend ersetzen. Nach den extremen Preisen im Jahr 2022 sind die Energiepreise deutlich gefallen, haben sich im Jahr 2024 jedoch ungefähr auf Vorjahresniveau eingependelt, das immer noch über dem Vorkrisenniveau liegt. Die Volatilität der monatlichen Durchschnittspreise war im Jahr 2024 gering. Durch die Beschaffenheit der Energiemärkte lässt sich diese Betroffenheit zukünftig nur durch den Wechsel zu anderen Energiequellen beeinflussen. Dabei sorgt Group Procurement für die Beschaffung und den Ausbau von alternativen Energien, wie z. B. grünem Strom oder Dampf, und erwägt den Einsatz von CO 2 -Abscheidung und -Speicherung. Daher haben wir aktiv und mit Nachdruck langfristige neue Versorgungskonzepte entwickelt und Energiebezugsverträge für erneuerbare Energien, insbesondere Strom, abgeschlossen. ProduktionDie Produktionsstandorte der Covestro Deutschland AG befinden sich in Brunsbüttel, Dormagen, Krefeld-Uerdingen, Meppen und Leverkusen. Unser Ziel ist es, unsere Kunden zuverlässig und effizient zu versorgen. Dazu stellen wir Produkte des Segments Performance Materials in Produktionsanlagen mit großer Kapazität in den jeweiligen Regionen her. Zusätzlich betreiben wir Anlagen, um Polyurethan-Vorprodukte und Produkte des Segments Solutions & Specialties herzustellen, sowie Produktionsanlagen für die kundenindividuelle Compoundierung von Polycarbonat-Granulaten. Dabei haben wir die technologische Optimierung der Anlagen und Verfahren stets im Blick und fokussieren uns auf Sicherheit, Effizienz und Qualität in der Produktion. Mit unseren nachhaltigen Technologien und Verfahren wollen wir bis zum Jahr 2035 in der eigenen Produktion (Scope-1-Emissionen) klimaneutral werden. Neben der Optimierung bestehender Produktionsverfahren stehen bei Covestro die Entwicklung neuer Prozesstechnologien, die Umsetzung führender Technologien im Prozessdesign für neue Produktionsanlagen sowie die Überführung der Herstellungsverfahren neu entwickelter Produkte in einen industriellen Maßstab im Fokus. Zu den wichtigen Wachstumsprojekten im Jahr 2024 zählte bspw. die Errichtung der weltweit ersten Pilotanlage für biobasiertes Anilin in Leverkusen, die zur Förderung der Kreislaufwirtschaft beiträgt. Anilin ist u. a. ein zentraler Ausgangsstoff für Schaumstoffe zur Dämmung von Gebäuden und Kühlgeräten. Covestro treibt die Umsetzung eines innovativen Verfahrens voran, um die wichtige Chemikalie Anilin erstmals vollständig auf Basis pflanzlicher Biomasse statt auf Basis von Erdöl zu produzieren. Durch die Integration vorgelagerter Produktionsstufen (Rückwärtsintegration), z. B. bei der Eigenproduktion von Chlor, hat Covestro die Wertschöpfung kontinuierlich optimiert. Zudem haben wir umfangreiche Programme und Maßnahmen implementiert, um die Sicherheit und Verfügbarkeit von Anlagen zu gewährleisten sowie die Kosteneffizienz stetig zu verbessern. Covestro investiert fortwährend in sein globales Produktionsnetz, um die Anlagen und deren Infrastruktur instand zu halten, Herstellungsprozesse zu verbessern sowie Kapazitäten entsprechend den Marktentwicklungen zu erweitern. Dabei setzt Covestro auf fortschrittliche und umweltverträgliche Produktionsverfahren und optimiert kontinuierlich seine zum Einsatz kommenden Technologien. Produkte, Vertrieb und LogistikDer Covestro-Konzern, zu dem die Covestro Deutschland AG gehört, ist einer der weltweit führenden Anbieter hochwertiger Polymer-Werkstoffe und darauf basierender Anwendungslösungen. Das Unternehmen bietet ein breites Portfolio an Produkten. Im Kerngeschäft stellt Covestro Vorprodukte für Polyurethan-Schaumstoffe und den Hochleistungskunststoff Polycarbonat her. Hinzu kommen Vorprodukte für Lacke, Kleb- und Dichtstoffe sowie Spezialprodukte wie Folien. Außerhalb des Kerngeschäfts gehören auch weitere Vorprodukte wie Chlor und Nebenprodukte wie Styrol zum Produktportfolio von Covestro. Die Materialien des Unternehmens finden sich in vielen Bereichen des modernen Lebens. Covestro bietet seinen Kunden innovative und nachhaltige Lösungen an, die sowohl Performanceverbesserungen ermöglichen als auch dabei helfen, den ökologischen Fußabdruck zu verringern. Unsere Produkte kommen in vielfältigen Anwendungen zum Einsatz: von der Isolierung von Kühlschränken und Gebäuden über Gehäuse für Laptops und Smartphones bis hin zu Medizintechnik. Sie werden außerdem in kratzfesten und schnell trocknenden Autolacken, Personalausweisfolien oder für die Herstellung von medizinischen Apparaturen verwendet. Damit bedient Covestro unterschiedlichste Branchen: Hauptabnehmer sind die Automobil- und Transportindustrie, die Bauindustrie, die Möbel- und Holzverarbeitungsindustrie sowie die Elektrik-, Elektronik- und Haushaltsgeräteindustrie. Auch in Bereichen wie Sport und Freizeit oder Gesundheit kommen unsere Materialien zum Einsatz, ebenso in der Chemieindustrie selbst. Globale Megatrends spielen dabei eine wichtige Rolle: Der Klimawandel, Umweltverschmutzung, Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und neue Mobilitätsformen sowie der Übergang zu erneuerbaren Energien verändern das Leben von Milliarden Menschen. Infolgedessen muss sich auch die Polymer-Industrie kontinuierlich weiterentwickeln. Unternehmen wie Covestro leisten mit ihren Materialien einen wichtigen Beitrag zu innovativen Lösungen für diese globalen Herausforderungen. Mit seiner Vision der vollständigen Ausrichtung auf die Kreislaufwirtschaft trägt Covestro zudem zu der Entwicklung einer klimaneutralen und ressourcenschonenden Wirtschaft bei. Mit seinen Werkstoffen will Covestro diese Entwicklungen vorantreiben und unterstützen. Durch den Ersatz traditioneller Werkstoffe wie Glas, Stahl oder Aluminium durch langlebige, leichte, umweltverträgliche und kostengünstige Materialien fördert Covestro bspw. den Leichtbau in der Automobilindustrie. Effektive Dämmstoffe machen das Wohnen energieeffizienter, spezialisierte Werkstoffe unterstützen die nachhaltige Energiewirtschaft und verbessern die Haltbarkeit von Lebensmitteln durch eine verbesserte Isolierung entlang der Kühlkette. Covestro beobachtet kontinuierlich die Entwicklung seiner Absatz- und Endmärkte und begleitet das Wachstum seiner Kunden. Produkte, Technologien und Anwendungslösungen entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit Kunden und Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft kontinuierlich weiter. Das Produktportfolio ist in zwei Berichtssegmente Performance Materials (PM) sowie Solutions & Specialties (S & S) gegliedert. Das Segment Performance Materials bildet eine eigene Geschäftseinheit und umfasst die Entwicklung, die Produktion und die Lieferung von Hochleistungsmaterialien wie Polyurethan- und Polycarbonat-Produkten sowie Basischemikalien. Dazu gehören u. a. Diphenylmethan-Diisocyanate (MDI) und Toluylen-Diisocyanate (TDI), langkettige Polyole sowie Polycarbonat-Harze. Diese Materialien finden bspw. in der Möbel- und Holzverarbeitungsindustrie, der Bauindustrie sowie in der Automobil- und Transportindustrie Verwendung und kommen z. B. in Dachkonstruktionen sowie Dämmungen von Gebäuden und Kühlgeräten oder in Matratzen und Autositzen zum Einsatz. Der Fokus im Segment Performance Materials liegt auf der zuverlässigen Lieferung von Standardprodukten zu wettbewerbsfähigen Kosten. Das Segment Solutions & Specialties vereint das Lösungs- und Spezialitätengeschäft von Covestro und umfasst die sechs Geschäftseinheiten Engineering Plastics, Coatings & Adhesives, Tailored Urethanes, Thermoplastic Polyurethanes, Specialty Films sowie Elastomers. Covestro verknüpft in diesem Segment das Angebot an differenzierten Produkten mit hoher Innovationsgeschwindigkeit und rundet dies mit anwendungstechnischen Dienstleistungen und kundenspezifischen Systemlösungen ab. Aufgrund der sich schnell ändernden Kundenanforderungen ist eine hohe Innovationsgeschwindigkeit ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Das Lösungs- und Spezialitätengeschäft von Covestro umfasst differenzierte Polymer-Produkte wie Polycarbonat-Kunststoffe, Vorprodukte für Beschichtungen und Klebstoffe, MDI-Spezialitäten und Polyole, thermoplastische Polyurethane, Spezialfolien sowie Elastomere. Diese kommen u. a. in der Automobil- und Transportindustrie, der Elektrik-, Elektronik- und Haushaltsgeräteindustrie sowie der Bauindustrie und im Gesundheitssektor zur Anwendung. Darunter fallen z. B. Verbundharze für Solarmodulrahmen, Vorprodukte von Lacken und Klebstoffen, hochwertige Spezialfolien oder Gehäuse für Laptops, Scheinwerfer sowie Elektroautobatterien. Um die Bedürfnisse unserer Kunden bestmöglich zu bedienen, haben wir industriespezifische Marketing- und Vertriebsteams, die den Aufbau von Neugeschäft, den Ausbau von Geschäftsbeziehungen sowie die kontinuierliche Markt- und Trendanalyse verantworten. Jede Geschäftseinheit von Covestro vertreibt und vermarktet ihre Produkte über die eigene Vertriebsorganisation sowie über Handelshäuser und lokale Distributoren - auch an weltweit operierende Großkunden, die von unseren Key-Account-Verantwortlichen direkt betreut werden. Die Vermarktung erfolgt in enger Abstimmung zwischen Marketing, Vertrieb und Anwendungsentwicklung. Die Marketingaktivitäten werden bei Covestro aus den Geschäftseinheiten heraus gesteuert. Das Covestro Solution Center stellt umfassend alle Lösungen und Innovationen dar. Als Teil unserer "Sustainable Future"-Strategie und des dort beschriebenen Konzepts "Customer Centricity" messen wir mithilfe der Kennzahl Net Promoter Score (NPS) die Weiterempfehlungsbereitschaft unserer Kunden. Dazu führen wir eine jährliche Befragung durch, zu der alle Kunden eingeladen werden, mit denen in den vergangenen zwölf Monaten eine aktive Geschäftsbeziehung bestand bzw. eine Interaktion stattfand. Die Kernfrage dabei lautet, wie wahrscheinlich es ist, dass die Kunden ihren Mitarbeitenden oder Geschäftspartnern Covestro empfehlen. Der NPS, dessen Wertebereich sich von - 100 bis + 100 erstreckt, dient Covestro als Maßzahl der Kundenzufriedenheit. Für die Kundenbelieferung und die effiziente Auftragsabwicklung ist die Unternehmensfunktion Supply Chain & Logistics mit ihren regionalen Einheiten in den Regionen EMLA, NA und APAC zuständig. Sie verantwortet den Prozess von der Auftragsannahme über die Werkslogistik und Versanddisposition bis hin zur Rechnungstellung und Beschwerdeannahme. Durch die kundennahe Betreuung in den einzelnen Regionen können Aufträge schnell und reibungslos bearbeitet werden. Zur Auftragserfassung und -abwicklung setzt Covestro bevorzugt E-Commerce-Plattformen ein. Über das stetig weiterentwickelte Selfserviceportal "Order@Covestro" können unsere Kunden Bestellungen digital tätigen und verfolgen. Das Vertriebsportal "Covestro Direct Store" ermöglicht den Empfang von Angeboten sowie die Durchführung digitaler Verhandlungen. Der Transport unserer Produkte zum Kunden erfolgt durch Logistikdienstleister, wobei Sicherheits-, Umweltschutz- und Qualitätskriterien Bestandteil der Auftragsvergabe sind. Im Jahr 2024 haben wir unsere festgelegten Scope-3-Ziele veröffentlicht und eng in die Beziehungen zu unseren Lieferanten eingebettet. Lieferzuverlässigkeit ist ein besonders wichtiger Faktor. Über Fehlerfreiheit in den Prozessen streben wir eine hohe Kundenzufriedenheit an. Diese wird regelmäßig in einem globalen Managementsystem mittels Kundenzufriedenheitsanalysen (NPS) gemessen. Bei der Wahl des Transportwegs achten wir insbesondere auf Ressourceneffizienz und die damit verbundene Reduktion von Treibhausgasemissionen. Besonders in Europa werden längere Transporte von loser Ware bevorzugt intermodal, d. h. unter Einbindung einer Kombination von Transporten auf Schienen- oder Wasserwegen, abgewickelt. Erste Projekte mit Investitionen unserer Logistikdienstleister in Antriebe mit alternativen Energien sowie zur Nutzung von alternativen Brennstoffen werden angeboten und umgesetzt. Gleichzeitig treiben wir die weitere Automatisierung und Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse voran und haben erste vielversprechende Anwendungen von KI in Betrieb gebracht, die unseren Kundenservice verbessern. Neben dem NPS sowie den transaktionalen Umfragen bewerten wir unsere Leistung durch interne Kennzahlen zur Einhaltung des Lieferversprechens, zur Verfügbarkeit von Produkten und zur Prozesstreue. Mit unseren Spediteuren vereinbaren wir spezifische Leistungskennzahlen. Aus regelmäßig stattfindenden Analysen leiten wir Korrekturmaßnahmen ab, die bei Bedarf in die Gespräche mit unseren Dienstleistern einfließen. SicherheitSicherheit ist für Covestro eine unverzichtbare Grundlage seiner Geschäftstätigkeit. Die stetige Weiterentwicklung eines sicheren Arbeitsumfelds ist wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensverantwortung sowie Fokusthema unserer menschenrechtlichen Sorgfalt. Covestro orientiert sich dabei an den einschlägigen Normen, nationalen Regelungen und Gesetzen. Gesundheitsschutz und SicherheitUnser integriertes Health, Safety, Environment, Energy and Quality (HSEQ)-Managementsystem dokumentiert in der Richtlinie "Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Energie und Qualität" im Zusammenspiel mit der Richtlinie "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz" den standardisierten konzernweiten Ansatz für Arbeitsschutz- und Gesundheitsmanagement von Covestro. Die Hauptambitionen sind:
Die Richtlinie "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz" skizziert einen umfassenden Prozess zur Überwachung und Verbesserung der Arbeitsschutz- und Gesundheitsleistung basierend auf dem Planen-Umsetzen-Überprüfen-Handeln (Plan-Do-Check-Act, PDCA)-Zyklus, der die Basis für eine kontinuierliche Verbesserung in den Bereichen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bildet. Beide genannten Richtlinien konzentrieren sich auf Anweisungen und Schutzmaßnahmen gegen Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und psychosoziale Risiken. Weiterhin betonen sie die kontinuierliche Verbesserung und globale Umsetzung von Sicherheitsinitiativen. Die Richtlinien gelten konzernweit für alle Arbeitnehmer. Unzureichende Sicherheitsstandards bei der Bereitstellung und Instandhaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsmittel können negative Auswirkungen auf die physische und psychische Gesundheit der Arbeitnehmer haben. Um dies zu verhindern, ergreift Covestro eine Vielzahl von geeigneten Gegenmaßnahmen. Bewährt haben sich dabei das kontinuierliche Monitoring von Unfallraten, Ursache-Wirkung-Analysen, die Organisation von "Safety Days", "Awareness"-Kampagnen, Gesundheitsmanagement-Konzepte und -Netzwerkstrukturen, um die Anpassung an die lokalen Bedürfnisse zu gewährleisten. Dabei gibt es zwei wesentliche Elemente des betrieblichen Gesundheitsmanagements: zum einen die Verhältnisprävention, die eine Schaffung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen und Arbeitsumgebungen zum Ziel hat und zum anderen eine weitere Verhaltensprävention, die die Stärkung der individuellen Gesundheitsressourcen und -potenziale der Arbeitnehmer zum Ziel hat. Werden Arbeitnehmer trotz der oben aufgeführten Maßnahmen geschädigt, ist sichergestellt, dass alle notwendigen Schritte zur Versorgung, Behandlung und Regeneration des / der Betroffenen greifen, um die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen. Ein Netzwerk aus verschiedensten lokalen Ressourcen wie z. B. Ersthelfer, Betriebsärzte, Gesundheitsdienste stehen dafür zur Verfügung. Ereignisse, die an unseren Standorten auftreten, werden nach konzernweiten Regeln im integrierten Informationsmanagementsystem (IIMS) gemeldet, elektronisch erfasst, bezüglich ihrer Auswirkungen klassifiziert und mittels Ursachenanalyse aufgearbeitet. Die ermittelten Ergebnisse werden monatlich konzernweit kommuniziert, um ein erneutes Auftreten, auch an anderen Standorten, möglichst verhindern zu können. Auch betriebsspezifisch werden in Sicherheitsbetrachtungen negative Auswirkungen betrachtet und Abhilfemaßnahmen in sogenannten Testaten festgelegt und umgesetzt. Dadurch werden negative Auswirkungen begrenzt oder verhindert. Grundsätzlich berücksichtigt unser integriertes Managementsystem auch externe Entwicklungen und Anforderungen zur Verminderung von wesentlichen Risiken für die Arbeitnehmer. Covestro ergreift Maßnahmen zur Verminderung von wesentlichen Risiken für die Arbeitnehmer und Nachverfolgung von deren Wirksamkeit. Ein Schlüsselelement des Covestro-Ansatzes ist die aktive Einbindung der Arbeitnehmer. Das Unternehmen fördert die Beteiligung der Belegschaft an Sicherheitsmaßnahmen und ermutigt zu einer offenen Kommunikationskultur. Dies wird durch verschiedene Initiativen unterstützt, wie z. B. die Einbindung der Arbeitnehmer in regelmäßige Sicherheitsbegehungen und die erfolgreiche Absolvierung von Schulungen. Die kontinuierliche Verbesserung ist ein weiterer Eckpfeiler des Sicherheitsmanagements bei Covestro. Regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen der Sicherheitsmaßnahmen gewährleisten, dass das System stets auf dem neuesten Stand bleibt und effektiv auf sich ändernde Bedingungen reagieren kann. Die Anweisung zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, die im Berichtsjahr für die Covestro Deutschland AG in Kraft getreten ist, unterstreicht das langfristige Engagement des Unternehmens für die Sicherheit und Gesundheit seiner Arbeitskräfte. Sie gilt für alle arbeitsbezogenen Aktivitäten und umfasst eigene Arbeitskräfte, Auftragnehmer und Besucher auf dem Firmengelände. Transport & LogistiksicherheitRisiken, die mit der Herstellung, der Abfüllung, der Lagerung und dem Transport von Produkten verbunden sind, werden durch ein integriertes Gesundheits-, Sicherheits-, Umwelt-, Energie- und Qualitätsmanagementsystem vermindert. Mögliche negative Auswirkungen auf Gesundheitsschutz und Sicherheit von Arbeitskräften der nachgelagerten Wertschöpfungskette im Bereich Transport, Umschlag und Lagerung von Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten adressieren wir durch Konzepte und Maßnahmen, die wir unter "Transport & Logistiksicherheit" zusammenfassen. Die gültige Richtlinie Transport & Logistiksicherheit definiert hierbei die Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten für einen sicheren Transport- und Logistikbetrieb. Zu den wesentlichen Maßnahmen, um negativen Auswirkungen zu begegnen, zählen die Logistikdienstleisterauswahl anhand von Sicherheits- und Qualitätsüberprüfungen, die Bewertung von Transportrisiken und das Risikomanagement. Ebenfalls relevant sind Maßnahmen aus dem HSEQ-Managementsystem wie das Monitoring von Unfallraten und Ursache-Wirkungs-Analysen. Diese Maßnahmen folgen dem zuvor beschriebenen PDCA-Zyklus, durch den eine kontinuierliche Verbesserung durch regelmäßige Überprüfung und Feedbackschleifen sichergestellt wird. ProduktverantwortungWir wollen, dass unsere Produkte bei bestimmungsgemäßem Gebrauch während ihres gesamten Lebenszyklus sicher sind. Produktverantwortung bedeutet für Covestro, Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltrisiken im Zusammenhang mit der Verwendung unserer Produkte umfassend zu bewerten. Wir fokussieren uns dabei auf die sichere Verarbeitung unserer Produkte bei unseren direkten Kunden und haben damit diejenigen Arbeitskräfte in der nachgelagerten Wertschöpfungskette im Fokus, die mit unseren Produkten während ihrer Handhabung und Weiterverarbeitung in Kontakt kommen könnten. Die im Folgenden näher beschriebenen Maßnahmen zur Produktverantwortung sind Bestandteil des integrierten Managementsystems (IMS) für Gesundheit, Sicherheit, Umwelt, Energie und Qualität (HSEQ.) Die für alle eigenen Arbeitskräfte gültige Richtlinie zu Produktverantwortung legt die Mindestanforderungen an unsere Produkte und Geschäftstätigkeiten für die rechtskonforme und sichere Produktnutzung fest und adressiert somit die möglichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt auch in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Die Vorgaben und Regelungen sind für alle eigenen Arbeitskräfte zugänglich und Schulungen verankern das Thema im Unternehmen. Den gesetzlichen Vorgaben folgend, sind die daraus resultierenden Risiken für unsere Produkte analysiert (Risikobewertungen) und werden ggf. durch Maßnahmen zur Risikominderung begleitet. Dabei durchlaufen alle Produktgruppen bei Covestro, bevor sie erstmalig in Verkehr gebracht werden oder bei relevanten Änderungen, einen mehrstufigen Prozess zur Produktsicherheitsbeurteilung. Im ersten Schritt identifizieren wir Chemikalien, die einer gesetzlichen Regulierung unterliegen, und erfassen die entsprechenden Regulierungen. Danach untersuchen wir unsere Produkte auf ihr Risikopotenzial. Sollte sich bei der Bewertung oder durch neue Erkenntnisse herausstellen, dass die Verwendung nicht sicher ist, ergreifen wir die erforderlichen Risikominderungsmaßnahmen. Diese beinhalten bspw. technische Maßnahmen wie Schutzausrüstungen und geänderte Anwendungsempfehlungen. Im letzten Schritt erstellen wir für alle Produkte Sicherheitsdatenblätter und Kennzeichnungen in bis zu 40 verschiedenen Sprachen. Angesichts des globalen Handels mit chemischen Produkten ist es wichtig, die breite Kommunikation zu deren sicherer Handhabung und Verwendung zu fördern. Dementsprechend erhalten unsere Kunden auch über den gesetzlichen Mindestrahmen hinaus Informationen über das Gefährdungspotenzial und die sichere Handhabung und Verwendung. Dazu zählt der Zugang zu umfassenden Informationen über unsere Informationsportale sowie Sicherheitsdatenblätter und Kennzeichnungen - auch für nichtgefährliche Produkte. So können unsere Kunden unsere Produkte gefahrlos verarbeiten und ihre eigenen Produkte sicher für den Endverbraucher gestalten. Die weltweiten Chemikalienkontrollregelungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg einzuhalten, ist unabdingbare Voraussetzung für die Vertriebsfähigkeit von Chemikalien und chemischen Produkten. Dies ist besonders wichtig für Produkte, die für die Nutzung durch besonders vulnerable Gruppen (z. B. Kinder) gedacht sind oder in Bereichen mit anwendungsspezifischen Gesetzgebungen eingesetzt werden. In einem globalen Informationssystem erfassen, dokumentieren und analysieren wir fortlaufend sämtliche Informationen über die sichere und regelgerechte Verwendung unserer Produkte als Grundlage für weitere Verbesserungen. Außerdem überprüfen wir dadurch die Wirksamkeit der oben beschriebenen Maßnahmen im Bereich Produktverantwortung. Dazu gehören die Produktbeobachtung sowie die Berichterstattung über Zwischenfälle mit Produkten und über Compliance-Fälle. Das ermöglicht es uns bspw., Informationen zur sicheren Handhabung unserer Produkte zu verbessern und Kunden gezielt zu schulen. Ebenso ist hier der Prozess für eventuelle Produktrückrufe geregelt. 2. StrategieDaseinszweck und VisionDer Daseinszweck von Covestro "To make the world a brighter place" - "Die Welt lebenswerter machen" bleibt das Fundament unseres Handelns. In einem Umfeld, das von geopolitischen Spannungen, volatilen Märkten und wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt ist, hält Covestro unbeirrt an seiner Vision fest, sich vollständig auf die Kreislaufwirtschaft auszurichten. Diese Vision bildet die Basis unserer Konzernstrategie "Sustainable Future" und ist auf die globalen Herausforderungen abgestimmt, denen wir uns stellen müssen: der fortschreitende Klimawandel, die zunehmende Umweltverschmutzung, das Wachstum der Weltbevölkerung, die steigende Urbanisierung sowie neue Mobilitätsformen und die Umstellung auf erneuerbare Energien. Unsere Hochleistungs-Polymer-Werkstoffe können ein Teil der Lösung für die globalen Herausforderungen sein. Wir setzen dabei auf Technologien, die den Energieeinsatz und die Emissionen in unseren Produktionsprozessen reduzieren. Die von uns entwickelten Produkte und Lösungen ersetzen herkömmliche Werkstoffe wie Glas oder Metall, die weniger nachhaltig hergestellt werden oder einen weniger nachhaltigen Lebenszyklus aufweisen. Sie ermöglichen auch ganz neue, nachhaltige Anwendungen. Wir sind überzeugt, dass uns unsere langfristige Ausrichtung auf die Kreislaufwirtschaft unserem Daseinszweck, die Welt lebenswerter zu machen, näherbringt. Unsere Vision, uns vollständig auf die Kreislaufwirtschaft auszurichten, ist das Zielbild für unsere Konzernstrategie "Sustainable Future". Unsere Vision gibt uns damit eine klare Richtung vor, wohin wir uns als Unternehmen entwickeln wollen. Unsere Unternehmenswerte und unsere Unternehmenskultur tragen maßgeblich dazu bei, unseren Daseinszweck, unsere Vision und unsere Strategie zu verwirklichen. KonzernstrategieStrategische Ziele und MaßnahmenUnsere Konzernstrategie "Sustainable Future", die wir im Jahr 2020 beschlossen haben, gibt uns die Richtung vor, um unsere übergeordneten Ziele - abgeleitet aus unserem Daseinszweck und unserer Vision - auch in Zeiten des Wandels stets im Blick zu behalten. Angesichts der globalen Entwicklungen der vergangenen Jahre und um den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Stakeholder gerecht zu werden, hat Covestro die Konzernstrategie in diesem Berichtsjahr überarbeitet und aktualisiert. Unsere Strategie hat ihre Grundrichtung beibehalten. Sie besteht nach wie vor aus den drei Kapiteln "Covestro optimal in Position bringen", "Wachstum nachhaltig vorantreiben" und "Vollständig auf Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft ausrichten". Dennoch wurden im laufenden Berichtsjahr entscheidende Anpassungen vorgenommen: Wir haben in allen drei Kapiteln die Kundenperspektive stärker hervorgehoben, das Ziel der Klimaneutralität klar festgelegt und den Weg zu nachhaltigem Wachstum präzisiert. Als Wegbereiter sind neben der digitalen Transformation und einer starken Unternehmenskultur nun auch künstliche Intelligenz (KI) und eine zukunftsfähig aufgestellte Belegschaft als zentrale Faktoren für den Erfolg einbezogen. Wir gehen davon aus, dass durch diese Änderungen unsere Beziehungen zu den Interessenträgern beeinflusst werden. Durch die stärkere Fokussierung auf die Kundenperspektive erwarten wir z. B. eine weitere Steigerung der Kundenzufriedenheit. Darüber hinaus rechnen wir damit, dass unser klares Bekenntnis zu Nachhaltigkeit und Innovation weiterhin eine positive Einstellung unserer Investoren zu unserem Unternehmen unterstützt. "Die Kundenperspektive ist eng in unserer Strategie verankert"Mit der Aktualisierung unserer "Sustainable Future"-Strategie legen wir einen noch stärkeren Fokus auf unsere Kunden. Die Kundenperspektive ist tief in unsere Strategie eingebettet, geleitet von dem Motto: "Du bist niemals mehr als zehn Meter von einem Covestro-Produkt entfernt." Sie zieht sich durch alle Kapitel und unterstreicht unser Ziel, ein verlässlicher Partner für unsere Kunden zu sein, unser Produktportfolio kontinuierlich zu erweitern und an die Bedürfnisse unserer Kunden anzupassen. Des Weiteren ist in der aktualisierten Strategie unser Anspruch verankert, gemeinsam mit Kunden und Partnern die Entwicklung nachhaltiger Produkte und Lösungen voranzutreiben. Ziel ist es, gemeinsam mit allen Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette Klimaneutralität zu erreichen und gleichzeitig unsere Vision einer vollständigen Ausrichtung auf die Kreislaufwirtschaft zu verwirklichen. Dabei steht die Kundenzufriedenheit für uns im Mittelpunkt und wird regelmäßig über den NPS gemessen - eine Kennzahl, die die Bereitschaft unserer Kunden zur Weiterempfehlung widerspiegelt. "Covestro optimal in Position bringen"Wir AGIEREN wettbewerbsfähig - mit dem ersten strategischen Kapitel wollen wir Covestro optimal in Position bringen, um unser volles Potenzial zu heben und somit die Basis für nachhaltiges und profitables Wachstum zu schaffen. Dabei fokussieren wir uns zunehmend auf die Erfolgsfaktoren unseres Kerngeschäfts. Zentrale Elemente dieses Kapitels sind die Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit, die Steigerung der Kosteneffizienz und der Übergang zu margenstärkeren Produkten. Zur Umsetzung des ersten strategischen Kapitels haben wir die Ausdehnung der Zuverlässigkeit unserer Anlagen zum Fokusthema gemacht. Im Jahr 2023 haben wir den Startpunkt gesetzt und durch gezielte Instandhaltungsprojekte unsere Betriebsabläufe noch zuverlässiger und effizienter gestaltet. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass wir für unsere Kunden stets ein verlässlicher Partner bleiben und jederzeit eine hohe Lieferzuverlässigkeit gewährleisten können. Die positiven Auswirkungen dieser Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit zeigen erste Erfolge. Als zweites Fokusthema im Rahmen des ersten strategischen Kapitels haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere Kostenposition weiter zu optimieren. Dafür haben wir im Berichtsjahr das globale Programm "STRONG" initiiert. Angesichts eines sich rapide verändernden Geschäftsumfelds zielt STRONG darauf ab, die erfolgreiche Weiterentwicklung von Covestro zu beschleunigen und unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Das Programm legt den Fokus auf die Optimierung bestehender Strukturen und Prozesse, insbesondere in den Bereichen Produktion und Verwaltung. Außerdem arbeiten wir weiterhin gezielt daran, unsere margenstarken Geschäftsbereiche auszubauen. Besonders im Berichtssegment Solutions & Specialties investieren wir gezielt in Wachstumsmärkte wie Elektromobilität, energieeffizientes Bauen und erneuerbare Energien. Überdies analysieren wir kontinuierlich unser bestehendes Portfolio und identifizieren mögliche Opportunitäten, um attraktive Geschäfte zu akquirieren. "Wachstum nachhaltig vorantreiben"Wir ERWEITERN unser attraktives, nachhaltiges Portfolio organisch, anorganisch und durch Innovationen - mit dem zweiten strategischen Kapitel wollen wir Wachstum bei Covestro nachhaltig vorantreiben und damit Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit vereinen. Um unsere Vision eines zukunftsfähigen Zielportfolios zu realisieren, investieren wir in langfristig attraktive und nachhaltige Marktsegmente. Dies erfordert ein profitables Produktportfolio in attraktiven Regionen, das die Kundenbedürfnisse optimal bedient, wodurch Covestro überdurchschnittlich vom Marktwachstum profitiert. Alle Aktivitäten, die organisches und anorganisches Wachstum fördern - einschließlich Investitionen, Akquisitionen, Forschungs- und Entwicklungsinitiativen sowie unserer strategischen "Venture Capital"-Initiative (Covestro Venture Capital, COVeC) - sind bereits heute stark auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, das organische und anorganische Wachstum weiter voranzutreiben. Externe Opportunitäten sollen bspw. genutzt werden, um das Materialportfolio, die geografische Reichweite und / oder das Technologieangebot zu erweitern. Um mit dem eingesetzten Kapital maximalen Wert zu generieren, analysieren und steuern wir unser Investitionsportfolio nach Rentabilitäts- und Nachhaltigkeitskriterien. Wir forcieren Investitionsprojekte, die einen Return on Capital Employed (ROCE) erreichen, der oberhalb bestimmter Schwellenwerte liegt, und die möglichst geringe Treibhausgasemissionen verursachen oder diese sogar reduzieren. Ein weiteres wichtiges Kernelement des zweiten strategischen Kapitels, um Wachstum nachhaltig voranzutreiben, ist Innovation. Dabei strebt es Covestro an, mit innovativen Technologien und Verfahren weiterhin neue Nachhaltigkeitsstandards zu setzen. Grundlage dafür sind unsere umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, bei denen wir auch die Potenziale von Digitalisierung und KI nutzen. Darüber hinaus gewinnt auch das Thema digitale Forschung und Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Dazu gehört auch die Entwicklung von Innovationen, die zur Differenzierung von den Wettbewerbern und zur Anpassung des Portfolios an neue Anforderungen und Potenziale benötigt werden. Entscheidend ist es, in allen Aktivitäten innovativ zu sein und die Kommerzialisierung von Produkt-, Technologie- und Anwendungsinnovationen voranzutreiben. Beispiele dafür sind die Erweiterung unserer digitalen F&E-Aktivitäten sowie Kooperationen mit Partnern wie Google. Erkenntnisse aus der Datenwissenschaft stärken zentrale Unternehmensfunktionen, die Algorithmen und maschinelles Lernen gewinnbringend einsetzen können. Wir fördern die Entwicklung und Implementierung dieser digitalen Produkte konsequent. "Klimaneutral werden und vollständig auf die Kreislaufwirtschaft ausrichten"Wir REALISIEREN unsere Klimaziele und unsere Vision, uns vollständig auf die Kreislaufwirtschaft auszurichten - mit dem dritten strategischen Kapitel wollen wir Covestro vollständig auf Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft ausrichten. Damit wollen wir die Entwicklung zu einer klimaneutralen und ressourcenschonenden Wirtschaft beschleunigen. Diese Ausrichtung sehen wir als Chance für einen gewinnbringenden Umstieg auf zirkuläre Lösungen für unsere Kunden entlang des gesamten Wertschöpfungskreislaufs, die auch Vorteile für Gesellschaft und Umwelt bieten. Dabei fokussiert sich Covestro nicht nur darauf, direkte und indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 1 und Scope 2) zu verringern, sondern zielt mit konkreten Fahrplänen auch darauf, vor- und nachgelagerte Treibhausgasemissionen in der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) zu vermeiden. Bis zum Jahr 2035 will Covestro die operative Klimaneutralität für Scope 1 und Scope 2 erreichen. Ebenso ist für das Jahr 2035 das Zwischenziel für die Reduktion der Scope-3-Emissionen 1 gesetzt: -10 Mio. t CO 2 -Äquivalente (- 30 % im Vergleich zum Basisjahr 20212) Im Bereich der Kreislaufwirtschaft betrachten wir sowohl die vorgelagerte als auch die nachgelagerte Wertschöpfungskette und antizipieren zukünftige Veränderungen in der Rohstoffverfügbarkeit, aufkommende regulatorische Einflüsse und entsprechende Nachfrageveränderungen in den Märkten. Diese Erkenntnisse sollen u. a. als Grundlage für die Erstellung und Weiterentwicklung der Geschäftsentwicklung von Covestro dienen, z. B. in den Bereichen Innovation, Investitionsplanung, Beschaffung, Marketing und Vertrieb. Die Kreislaufwirtschaft wollen wir zudem durch die Entwicklung und Nutzung innovativer Recyclingtechnologien vorantreiben. Dabei sehen wir insbesondere das chemische Recycling als vielversprechend an. Dieses ist ein wirkungsvolles Instrument, mit dem erhebliche Mengen des Ausgangsmaterials zurückgewonnen und wieder eingesetzt werden können. Es eignet sich vor allem für Materialien und Abfälle, die aufgrund ihrer Eigenschaften im Rahmen eines mechanischen Recyclings nicht verwertet werden können, oder für Fälle, in denen aus dem Recyclingprozess gleiche Qualitäten wie bei Neuware hervorgehen müssen. Uns ist bewusst, dass die Umstellung unserer Produktion und unseres Produktportfolios auf die Kreislaufwirtschaft eine große, langfristige Aufgabe darstellt, die wir nicht allein bewältigen können. Daher setzen wir weiterhin verstärkt auf die Etablierung von Partnerschaften und Netzwerken mit unseren Kunden, Lieferanten, Forschungsinstituten und anderen Lösungsanbietern entlang des Wertschöpfungskreislaufs.
1 Für unsere Scope-3-Reduktionsziele werden
die vier relevanten Kategorien "Erworbene Waren und
Dienstleistungen", "Brennstoff- und energiebezogene
Aktivitäten", "Vorgelagerter Transport und Verteilung"
und "Entsorgung verkaufter Produkte" betrachtet.
"Künstliche Intelligenz und digitale Transformation voranbringen"Wegbereiter für unsere Strategie "Sustainable Future" sind KI und digitale Transformation als elementare Bestandteile für ein solides Fundament. Wir gehen KI, digitale Transformation und die damit verbundenen Chancen mit einem umfassenden Programm zielgerichtet an - entlang der kompletten Wertschöpfungskette, in den Unternehmensfunktionen sowie an allen Berührungspunkten mit unseren Kunden. Dafür forciert Covestro den Einsatz digitaler Technologien und nutzt das Potenzial von KI. Gleichzeitig fördert Covestro ein offenes Arbeitsklima, das Mitarbeitende dazu anregt, neue Ansätze für unser Geschäft zu erarbeiten und bestehende Konzepte auf den Prüfstand zu stellen. Covestro arbeitet an Kollaborationstools zwischen menschlicher Intelligenz und KI und sucht nach weiteren, wertstiftenden Anwendungsmöglichkeiten. Dank eines verstärkten Einsatzes neuer technischer Möglichkeiten und der Förderung digitaler Fähigkeiten bei den Mitarbeitenden eröffnet die digitale Transformation weiteres Wertschöpfungspotenzial, da sich so Prozesse optimieren lassen und damit das Geschäft sowie die Nachhaltigkeitsziele unterstützt werden. Ein Beispiel für einen Anwendungsfall von KI liegt in der Nutzung unseres virtuellen KI-Assistenten "CoVA" (Covestro Virtual Assistant), der unsere Mitarbeitenden in ihrem Arbeitsalltag unterstützen kann. "Kultur stärken und die Belegschaft der Zukunft aufbauen"Ein weiterer Wegbereiter ist unsere starke "Wir sind 1"-Unternehmenskultur. Sie ist Ausgangspunkt für den Erfolg der Strategie, die auf dem Engagement der Mitarbeitenden basiert und die Zusammenarbeit und den Einsatz fördert. Des Weiteren gilt es, eine strategische Personalplanung zu nutzen, damit sichergestellt wird, dass die Mitarbeitenden zu jeder Zeit die erforderlichen Fähigkeiten besitzen, um für die Aufgaben der Zukunft ausgebildet zu sein. 3. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageDer Covestro-Konzern beurteilt seinen Erfolg anhand der folgenden vier Komponenten: Profitables Wachstum, gemessen am Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization (EBITDA), Liquidität, gemessen am Free Operating Cash Flow (FOCF), Rentabilität, gemessen am Return on Capital Employed (ROCE) über Weighted Average Cost of Capital (WACC), und Nachhaltigkeit, gemessen an ausgewählten Kriterien betreffend Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (Environmental, Social and Governance, ESG). Seit dem Jahr 2022 sind für die Nachhaltigkeitskomponente die direkten und indirekten Treibhausgasemissionen (CO 2 -Äquivalente) der Emissionsstufen Scope 1 und 2 der wesentlichen Standorte maßgeblich. Aufgrund der Konzernstruktur werden diese Kennzahlen nicht auf Ebene einzelner Gesellschaften erhoben, sondern auf Konzernebene. Wir verweisen daher auf das entsprechende Kapitel im zusammengefassten Lagebericht der Covestro AG. Die Covestro Deutschland AG beurteilt den Erfolg des Geschäftsverlaufs anhand der Umsätze und des operativen Ergebnisses. Covestro ist in die Berichtssegmente Performance Materials (PM) sowie Solutions & Specialties (S & S) gegliedert. Während das Segment Performance Materials eine eigene Geschäftseinheit bildet, unterteilt sich das Segment Solutions & Specialties in sechs Geschäftseinheiten. Covestro hat diese Geschäftseinheiten entlang ihrer jeweiligen Erfolgsfaktoren aufgestellt und alle geschäftsrelevanten Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette in diese Einheiten eingebettet. Damit ist das Geschäft von Covestro ideal auf die Anforderungen der jeweiligen Märkte zugeschnitten und an den Bedürfnissen seiner Kunden ausgerichtet. Das Segment Performance Materials bildet eine eigene Geschäftseinheit und umfasst die Entwicklung, die Produktion und die zuverlässige Lieferung von Hochleistungsmaterialien wie Polyurethan- und Polycarbonat-Standardprodukten sowie Basischemikalien. Dazu gehören u. a. Diphenylmethan-Diisocyanate (MDI) und Toluylen-Diisocyanate (TDI), langkettige Polyole sowie Polycarbonat-Harze. Diese Materialien finden bspw. in der Möbel- und Holzverarbeitungsindustrie, der Bauindustrie sowie in der Automobil- und Transportindustrie Verwendung und kommen z. B. in Dachkonstruktionen sowie Dämmungen von Gebäuden und Kühlgeräten oder in Matratzen und Autositzen zum Einsatz. Der Fokus im Segment Performance Materials liegt auf der zuverlässigen Lieferung von Standardprodukten zu wettbewerbsfähigen Kosten. Das Segment Solutions & Specialties vereint das Lösungs- und Spezialitätengeschäft von Covestro und umfasst die sechs Geschäftseinheiten Engineering Plastics, Coatings & Adhesives, Tailored Urethanes, Thermoplastic Polyurethanes, Specialty Films sowie Elastomers. Covestro verknüpft in diesem Segment das Angebot von differenzierten Produkten mit hoher Innovationsgeschwindigkeit und rundet dies mit anwendungstechnischen Dienstleistungen und kundenspezifischen Systemlösungen ab. Aufgrund der sich schnell ändernden Kundenanforderungen ist eine hohe Innovationsgeschwindigkeit ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Das Lösungs- und Spezialitätengeschäft von Covestro umfasst differenzierte Polymer-Produkte wie Polycarbonat-Kunststoffe, Vorprodukte für Beschichtungen und Klebstoffe, MDI-Spezialitäten und Polyole, thermoplastische Polyurethane, Spezialfolien sowie Elastomere. Diese kommen u. a. in der Automobil- und Transportindustrie, der Elektrik-, Elektronik- und Haushaltsgeräteindustrie sowie der Bauindustrie und im Gesundheitssektor zur Anwendung. Darunter fallen z. B. Verbundharze für Rotorblätter von Windkraftanlagen, Vorprodukte von Lacken und Klebstoffen, hochwertige Spezialfolien oder Gehäuse für Laptops, Scheinwerfer sowie Elektroautobatterien. Die Covestro Deutschland AG blickt insgesamt auf ein Geschäftsjahr zurück, welches weiterhin durch eine anhaltende Nachfrageschwäche gekennzeichnet war, insbesondere getrieben durch niedrigere Ausgaben für Konsumgüter. Die nachteiligen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wirkten sich negativ auf das Preisniveau aus, jedoch konnte der angespannten Nachfragesituation eine Steigerung der Absatzmengen entgegenwirken. Die Steigerung führte darüber hinaus trotz einem Rückgang der Rohstoff- und Energiekosten zu einem moderaten Anstieg der Herstellungskosten. Der Umsatz der Covestro Deutschland AG belief sich im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 auf 6.335 Mio. € (Vorjahr: 5.996 Mio. €). Im Segment Performance Materials (PM) stiegen die Umsätze auf insgesamt 3.416 Mio. € (Vorjahr: 3.110 Mio. €) im Wesentlichen getrieben von Standard-Urethankomponenten. Maßgeblich für diese Entwicklung waren die gestiegenen Absatzmengen, welche den Preisrückgang überkompensierten. Im Segment Solutions & Specialties (S & S) erhöhten sich die Umsätze auf insgesamt 2.526 Mio. € (Vorjahr: 2.511 Mio. €). Die positive Mengenentwicklung kompensierte den negativen Preiseffekt, wobei diese Entwicklung primär durch die umsatzstärkeren Geschäftseinheiten Coatings & Adhesives (CA) mit einem Umsatz von 1.027 Mio. € (Vorjahr: 983 Mio. €) und Engineering Plastics (EP) von 888 Mio. € (Vorjahr: 841 Mio. €) bestimmt war. Die Geschäftseinheit Specialty Films (SF) steigerte den Umsatz auf 140 Mio. € (Vorjahr: 136 Mio. €), wobei im Gegensatz zu Coatings & Adhesives (CA) und Engineering Plastics (EP) hier höhere Preise die sinkende Absatzmenge kompensierten. Sowohl rückläufige Mengen als auch Verkaufspreise führten zum Umsatzrückgang bei Tailored Urethanes (TUR) auf 292 Mio. € (Vorjahr: 346 Mio. €) und bei Elastomers (ELA) auf 99 Mio. € (Vorjahr: 111 Mio. €). Bei Thermoplastic Polyurethanes (TPU) reduzierte sich der Umsatz im Wesentlichen preisbedingt auf 81 Mio. € (Vorjahr: 94 Mio. €). Mit sonstigen Geschäftsaktivitäten wurde ein Umsatz in Höhe von 392 Mio. € (Vorjahr: 375 Mio. €) erzielt. Es handelte sich hierbei im Wesentlichen um Umsätze aus Lizenzen und Weiterbelastungen von Zentralleistungen. Die Herstellungskosten beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 6.081 Mio. € (Vorjahr: 5.817 Mio. €). Dieser Anstieg ist primär auf höhere Produktionsmengen zurückzuführen, da die Rohstoffpreise im Berichtsjahr teilweise gesunken sind. Für die wesentlichen Grundstoffe der Produktion ergaben sich folgende Preisentwicklungen: Toluol sank um - 16 %, Benzol um -14 %, Aceton um - 6 %, lediglich Phenol stieg um 9 %. Des Weiteren sanken die Energiepreise. Die Vertriebskosten lagen mit 581 Mio. € um 64 Mio. € über denen des Vorjahres (517 Mio. €). Die Entwicklung begründete sich in erster Linie mit dem Anstieg der Absatzmengen und einhergehenden gestiegenen Logistikaufwendungen. Ferner stiegen die Aufwendungen für Marketing und Kommunikation. Gegenläufig fiel die Bildung der kurzfristigen Bonusrückstellung (Covestro PSP) geringer als im Vorjahr aus. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich im Berichtszeitraum auf 260 Mio. € (Vorjahr: 351 Mio. €). Der Rückgang begründete sich durch gesunkene Lizenzgebühren, welche im vergangenen Jahr insbesondere an die Covestro Intellectual Property GmbH & Co. KG, Leverkusen, entrichtet wurden und aufgrund der Anwachsung dieser Gesellschaft auf die Covestro Deutschland AG im Geschäftsjahr 2024 entfielen. Der Effekt wurde durch die rückläufige Bildung der kurzfristigen Bonusrückstellung (Covestro PSP) geringfügig verstärkt. Die F&E-Quote lag damit bei 4,1 % im Verhältnis zum Umsatz (Vorjahr: 5,9 %). Die allgemeinen Verwaltungskosten des Geschäftsjahres beliefen sich auf 138 Mio. € (Vorjahr: 153 Mio. €). Die Entwicklung war vom Rückgang administrativer Belastungen im Rahmen konzerninterner Beschaffungs- und Produktstrategien aufgrund der Verschmelzungen und Anwachsungen der Covestro Procurement Services Verwaltungs GmbH, Covestro Procurement Services GmbH & Co. KG, Covestro Intellectual Property Verwaltungs GmbH sowie der Covestro Intellectual Property GmbH & Co. KG auf die Covestro Deutschland AG einerseits sowie der geringeren Bildung der kurzfristigen Bonusrückstellung (Covestro PSP) andererseits bestimmt. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 232 Mio. € (Vorjahr: 274 Mio. €) resultierten insbesondere mit 85 Mio. € aus der Strompreiskompensation für das Geschäftsjahr 2023. Die Erträge aus Versicherungsentschädigungen beliefen sich für das Geschäftsjahr 2024 auf 55 Mio. € und stammten nahezu vollumfänglich aus dem Ausfall der Chloranlage in Dormagen im August 2022. Des Weiteren erzielte die Covestro Deutschland AG Erträge aus dem Abgang immaterieller Vermögensgegenstände von 41 Mio. €, davon 40 Mio. € aus dem Verkauf von Emissions-Zertifikaten. Weitere Erträge generierte die Covestro Deutschland AG aus der Auflösung nicht beanspruchter Rückstellungen von 24 Mio. € sowie aus Übernahmegewinnen durch die Verschmelzung der Covestro Resins (Germany) GmbH von 14 Mio. €. Die Investitions- und Aufwandszuschüsse betrugen im Geschäftsjahr 4 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 27 Mio. € (Vorjahr: 195 Mio. €) enthielten vor allem Versicherungsprämien von 8 Mio. €, Abwertungen bzw. Ausbuchungen von uneinbringlichen Forderungen sowie Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen von je 4 Mio. € und Abgrenzungen für ausstehende Rechnungen von 3 Mio. €. Das operative Ergebnis des Geschäftsjahres 2024 betrug - 520 Mio. € (Vorjahr: - 763 Mio. €). Das Finanzergebnis in Höhe von 483 Mio. € (Vorjahr: 660 Mio. €) enthielt Beteiligungserträge in- und ausländischer Tochtergesellschaften sowie Erträge aus Gewinnabführungen im Gesamtwert von 133 Mio. €. Des Weiteren entstanden Abschreibungen auf Beteiligungen an der Covestro Polymers (Qingdao) Company Limited (China) von 3 Mio. € und Zuschreibungen auf die Beteiligung der PT Covestro Polymers Indonesia (Indonesien) von 16 Mio. €. Die Erträge aus dem Abgang von Beteiligungen von 421 Mio. € resultieren im Wesentlichen aus der Veräußerung von Anteilen an der Covestro Polymers (China) Company Limited (China). Das Zinsergebnis floss mit - 67 Mio. € ein und war durch den negativen Saldo aus Zinsaufwand einerseits und durch die positive Veränderung des Rechnungszinses der Pensionsrückstellungen von 1,83 % auf 1,90 % sowie positiver Entwicklung des Deckungsvermögens andererseits bestimmt. Der negative Saldo der übrigen finanziellen Erträge und Aufwendungen belief sich auf 17 Mio. €. Aufgrund des seit dem 1. September 2015 bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Covestro AG wurde der Verlust des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von 78 Mio. € vollständig durch die Covestro AG übernommen. Finanz- und VermögenslageDie Bilanzsumme der Covestro Deutschland AG verringerte sich zum 31. Dezember 2024 im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 797 Mio. € auf 8.204 Mio. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus einer Reduzierung der Finanzanlagen und der sonstigen Vermögensgegenstände. Auch die Guthaben bei Kreditinstituten waren rückläufig. Dagegen verzeichneten das Vorratsvermögen, das Sachanlagevermögen, die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, die immateriellen Vermögensgegenstände und die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einen Anstieg. Der Zuwachs der immateriellen Vermögensgegenstände um 19 Mio. € war hauptsächlich auf die Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögengegenstände im Zusammenhang mit dem ERP-Projekt zurückzuführen, die sich zum Bilanzstichtag noch in Entwicklung befanden. Gemindert wurde dieser Anstieg um die planmäßige Abschreibung von Vertriebsrechten und Software sowie des im Jahr 2015 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich um 39 Mio. € auf 1.365 Mio. €. Im Zuge von Wiederanschaffungen und Investitionen für Effizienzsteigerungen überstiegen die Zugänge die planmäßigen Abschreibungen. Die Entwicklung des Finanzanlagevermögens war im Jahr 2024 wesentlich beeinflusst durch die Veräußerung von Anteilen an der Covestro Polymers (China) Company Limited (China) in Höhe von 664 Mio. €. In diesem Zuge erhöhte die Covestro Deutschland AG ihre Beteiligung an der Covestro (Shanghai) Investment Company Limited (China) um 69 Mio. €. Im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramm von Anteilen an der PT Covestro Polymers Indonesia (Indonesien) verringerte sich die Beteiligung um 4 Mio. €, gleichzeitig wurde die Wertberichtigung von 16 Mio. € storniert, wodurch insgesamt der Beteiligungswert um 12 Mio. € stieg. Die Beteiligung an der Covestro Polymers (Qingdao) Company Limited (China) wurde um 3 Mio. € abgeschrieben. Die Verschmelzung der Covestro Resins (Germany) GmbH auf die Covestro Deutschland AG reduzierte die Finanzanlagen um 2 Mio. €. Die übrigen Beteiligungen sanken um 4 Mio. € im Wesentlichen bedingt durch die Veräußerung der Anteile an der Crime Science Technology (Frankreich). Die Ausleihungen waren um 1 Mio. € rückläufig. Die Vorräte betrugen zum 31. Dezember 2024 insgesamt 690 Mio. € und lagen somit 66 Mio. € über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 624 Mio. €). Dies war im Wesentlichen auf die Erhöhung der Bestandsmengen zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen um 18 Mio. € auf 773 Mio. €. Die sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf 1.346 Mio. € (Vorjahr: 1.312 Mio. €). Diese Entwicklung stand in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der zentralen Rolle der Covestro Deutschland AG im Rahmen der Steuerung der Konzernliquidität. Die sonstigen Vermögensgegenstände sanken im Vergleich zum Vorjahr um 277 Mio. € auf 39 Mio. €. Der Rückgang war primär auf eine Reduzierung von Bankeinlagen mit kurzfristiger Laufzeit sowie nicht prolongierter Investitionen in sogenannte Reverse-Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte) in Höhe von 250 Mio. € zurückzuführen. Die Guthaben bei Kreditinstituten sanken um 120 Mio. € auf 370 Mio. €. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung der Verpflichtungen aus Altersversorgung und Arbeitszeitguthaben mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögen betrug 52 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €). Das Gesamtvermögen zum 31. Dezember 2024 war unverändert zum Vorjahr mit 1.783 Mio. € durch Eigenkapital finanziert. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr von 19,8 % auf 21,7 % zum 31. Dezember 2024 gestiegen. Der Rückgang des Fremdkapitals um 797 Mio. € auf 6.421 Mio. € resultierte hauptsächlich aus der Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 849 Mio. €. Die Rückstellungen betrugen zum 31. Dezember 2024 490 Mio. € (Vorjahr: 502 Mio. €). Die Pensionsverpflichtungen stiegen auf 269 Mio. € (Vorjahr: 262 Mio. €). Dagegen sanken die sonstigen Rückstellungen um 19 Mio. € im Wesentlichen aufgrund der rückläufiger Drohverlustrückstellungen sowie Rückstellungen für sonstige Verbindlichkeiten zur Abwendung drohender Preissteigerungen. Der rückläufigen Bildung der kurzfristigen Bonusrückstellungen (Covestro PSP) stand ein Anstieg der Rückstellungen für das aktienbasierte Vergütungsprogramm "Prisma" gegenüber. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum 31. Dezember 2024 auf 755 Mio. € und lagen somit 58 Mio. € über dem Wert des Vorjahres (697 Mio. €). Der Anstieg war zum großen Teil durch mengenbedingte Rohstoffverpflichtungen und Energieabgrenzungen sowie Verpflichtungen für Lieferungen und Leistungen des Anlagevermögens begründet. Weiterhin sanken die sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 849 Mio. € auf 5.114 Mio. €. Maßgeblich für den Rückgang waren rückläufige Cash-Pool Verbindlichkeiten insbesondere gegenüber der Covestro (Shanghai) Investment Company Limited (China) sowie die Verminderung kurzfristiger Darlehen, u. a. gegenüber der Muttergesellschaft Covestro AG. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 4 Mio. € auf 35 Mio. € gestiegen. Primär ging die Entwicklung auf den Anstieg der Umsatzsteuerverbindlichkeiten im Ausland zurück. Die Liquidität und die Finanzierung der Covestro Deutschland AG waren im Berichtsjahr jederzeit gesichert. Zukünftige Liquiditätsengpässe sind nicht absehbar. Die Versorgung der Covestro Deutschland AG mit Finanzmitteln erfolgt durch die Muttergesellschaft Covestro AG, deren Finanzabteilung die Liquidität des Covestro-Konzerns steuert. Zum Bilanzstichtag betrug der Darlehensbetrag der Covestro AG an die Covestro Deutschland AG 4.604 Mio. €, wobei diesem Betrag Forderungen in Höhe von 70 Mio. € gegenüberstanden. Aufgrund ihres Ergebnisabführungsvertrags mit der Covestro AG prägt die Covestro Deutschland AG wesentlich das Ergebnis der Covestro AG. Folglich existiert keine eigenständige Dividendenpolitik, da diese von der Konzernmutter definiert wird. Die Covestro Deutschland AG vereinnahmt die Ergebnisse ihrer Tochtergesellschaften über Dividendenzahlungen oder Ergebnisabführungsverträge. Hierdurch soll der Konzernmutter ermöglicht werden, eine attraktive und nachhaltige Dividendenpolitik zu realisieren. 4. Forschung, Entwicklung und InnovationDie Aufwendungen für Forschung und Entwicklung der Covestro Deutschland AG beliefen sich im Berichtsjahr auf 260 Mio. € (Vorjahr: 351 Mio. €), die F&E-Quote lag damit bei 4,1 % im Verhältnis zum Umsatz (Vorjahr: 5,9 %). Zum 31. Dezember 2024 waren 744 Mitarbeitende in der Forschung und Entwicklung tätig. Innovation als Treiber für mehr Nachhaltigkeit im Einklang mit unserer Unternehmensvision, uns vollständig auf die Kreislaufwirtschaft auszurichten, ist ein Kernelement unserer Konzernstrategie und Teil der eigenen Identität. Innovation ist zudem ein Kerntreiber der digitalen Transformation und erschließt die damit verbundenen Potenziale. Wir ermutigen alle Mitarbeitenden dazu, Innovation bei Covestro voranzutreiben. Dabei geht es darum, neue Produkte zu entwickeln, etablierte Produkte zu verbessern sowie Herstellungs- und Verarbeitungsverfahren zu optimieren, um unsere Position im globalen Wettbewerb zu halten und zu stärken. Über unser konzernweites, funktionsübergreifendes Innovationsmanagement stellen wir sicher, dass unsere laufenden und geplanten Aktivitäten und Projekte den Bedürfnissen unserer Abnehmerindustrien und Endverbrauchermärkte entsprechen. Innovation wird bei Covestro in den Geschäftseinheiten und den zentralen Unternehmensfunktionen Group Innovation & Sustainability sowie Process Technology vorangetrieben:
Die Verzahnung und Koordination unserer Innovationsaktivitäten erfolgt im Sustainability & Innovation Governance Body (SI GoB), einem konzernweiten Steuerungsgremium unter dem Vorsitz des Vorstandsvorsitzenden. Strategische Partnerschaften und KooperationenDurch Kooperationen mit externen strategischen Partnern aus Industrie und Wissenschaft möchte Covestro die Effizienz und Effektivität seiner Forschung und Innovation steigern. Kooperationen sowie die Zusammenarbeit in großen, öffentlich geförderten Konsortien prägen die Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen und Universitäten sowie Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette. Im Geschäftsjahr 2024 arbeiteten wir weiter mit unseren etablierten, strategischen akademischen Partnern wie z. B. CAT Catalytic Center - RWTH Aachen und großen Konsortien wie z. B. "CIRCULAR FOAM" und "LUCRA" zusammen. Weiterhin haben wir unser Kooperationsnetzwerk im Bereich Kreislaufwirtschaft durch die Beteiligungen an den EU-Projekten "CORNERSTONE" und "UNITED CIRCLES" weiter gestärkt. Das CORNERSTONE-Konsortium aus 16 europäischen Partnern arbeitet an neuesten Technologien und digitalen Lösungen für das Recycling und die Wiederverwendung von Ressourcen aus industriellen Wasser- und Abwasserströmen in der europäischen Industrie. Das Projekt möchte nicht nur die Rückgewinnung von Süßwasser, Energie und gelösten Stoffen erleichtern, sondern auch die Abwasseraufbereitung so modernisieren, dass sie sich nahtlos in die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft einfügt. Im ebenfalls EU-geförderten Projekt UNITED CIRCLES entwickeln 45 Partner Technologien und Kooperationskonzepte für die Kreislaufwirtschaft. Covestro wird dabei in enger Kooperation vor allem mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) die katalytische Pyrolyse von Polyisocyanurat-Dämmmaterialien zu einem Vorprodukt - dem Anilin - entwickeln. Dabei wird sowohl die Pyrolyse als auch die Abtrennung des Anilins vom erhaltenen Pyrolyseöl in einem größeren Entwicklungsmaßstab demonstriert. Das recycelte Anilin wird anstelle vom fossilen Rohstoff in neuen Polyurethan- oder Polyisocyanurat-Produkten wiederverwendet. Digitale InnovationenDie digitale Transformation ist ein strategischer Hebel für Covestro, um Prozesse zu optimieren, Kundenerlebnisse zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu stärken. Im Berichtsjahr wurden mit mehreren Schlüsselprojekten wichtige Meilensteine erreicht: Modernisierung der IT und ProzessoptimierungDie aktuelle SAP®-Software wird durch die moderne SAP S / 4HANA®-Software ersetzt. In interdisziplinären Teams werden Geschäftsprozesse von der Beschaffung bis zum Rechnungswesen überprüft, optimiert und innoviert, bspw. für Nachhaltigkeitsdaten entlang der Wertschöpfungskette. Der Go-live ist für Januar 2027 vorgesehen. Dabei schafft dieses Projekt auch die Verbindung zu einer Initiative, die das Ziel verfolgt, eine integrierte Planung entlang der gesamten Wertschöpfungskette nahezu in Echtzeit zu ermöglichen. Durch die Vernetzung aller Planungsprozesse können Entscheidungen noch schneller und fundierter getroffen werden. Im Berichtsjahr hat Covestro den Rollout des Prozesses für Absatz- und Produktionsplanung inkl. Bedarfsplanung und Lieferplanung in allen Geschäftseinheiten vollzogen. Auch eine Verbindung mit einem weiteren Vorhaben wird dadurch forciert: Covestro strebt eine Straffung des Preisbildungsprozesses an - von der Zielsetzung über Verhandlungen bis zur Umsetzung in Offline- und Online-Kanälen. Benutzerfreundliche Oberflächen und Module für alle Geschäftseinheiten und Regionen sollen eine nahtlose und effiziente Abwicklung ermöglichen. Zudem sollen sie die Basis für künftige, darauf aufsetzende KI-Modelle liefern. Das Projekt hat bereits einen Go-live im 2. Halbjahr 2024 in der Geschäftseinheit Coatings & Adhesives durchlaufen. Einsatz von künstlicher IntelligenzDurch die Integration von KI kann Covestro seine Expertise in unterschiedlichen Bereichen skalieren und allen Mitarbeitenden zugänglich machen. Dies verbessert und beschleunigt unsere internen Abläufe und ermöglicht die Entwicklung neuer Kompetenzen. Ein Beispiel dafür ist eine KI-Lösung, die den Betrieb einer Produktionsstraße in unserem DSD-Betrieb in Dormagen vollständig autonom fährt. Ab der erfolgten Planung steuert die KI den gesamten Prozess der Produktion von Produktchargen bis hin zur Bereitstellung der fertigen Produkte. Ein weiteres Beispiel ist eine KI-Anwendung in unserem Betrieb in Leverkusen, die wie ein Navigationssystem den optimalen Aktionspfad vorschlägt, um die Produktionsmenge zu maximieren, die Produktionszeit zu minimieren, Prozessunterbrechungen zu reduzieren und gleichzeitig die Sicherheit zu erhöhen. Die generative KI bringt die Verwendung von KI bei Covestro weit über spezialisierte Anwendungsfälle hinaus. Unsere Covestro-eigene KI (Covestro Virtual Assistant, CoVA) steht allen Mitarbeitenden zur Verfügung und bietet ihnen die Leistungsfähigkeit der führenden Sprachmodelle für den täglichen Einsatz in einem sicheren Umfeld. CoVA erhält kontinuierlich neue Fähigkeiten und Zugang zu internem Wissen, das in Dokumenten oder Systemen gepflegt wird. So kann CoVA bspw. Auskunft über Budget und Kosten anhand der gültigen Berechtigungen liefern, Fragen über Lieferungen und Bestellungen in verschiedenen Sprachen beantworten sowie kontextbezogene Informationen und Lösungen auf Grundlage unserer F&E-Wissensbasis liefern, basierend auf aktuellen Informationen in Covestro-Systemen. Durch den effektiven und kollaborativen Einsatz von menschlicher Intelligenz und KI stärkt Covestro seine Position in der Branche und fördert Effektivität, Effizienz und Innovation. Digitale Transformation in Forschung und EntwicklungÜber die zentrale IT-Funktion hinaus sind wir bestrebt, die digitale Transformation in allen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten voranzutreiben. Durch den Einsatz moderner digitaler Technologien, die Generierung hochwertiger Daten und die Optimierung von Forschungsprozessen wollen wir das volle Potenzial unserer Datenbestände ausschöpfen. Im Einklang mit dieser Ambition haben wir uns dazu verpflichtet, unsere F&E-Prozesse durchgängig zu digitalisieren. Wir streben danach, dies zu erreichen, indem wir weltweit eine modulare cloudbasierte Datenverwaltungsplattform für all unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten implementieren. Diese soll als zentrale Plattform zum Sammeln, Speichern und Analysieren aller relevanten experimentellen Daten dienen und eine nahtlose Zusammenarbeit und einen Wissensaustausch innerhalb unserer globalen F&E-Community ermöglichen. Mit diesem Ansatz setzen wir uns dafür ein, die Benutzererfahrung beim Umgang mit F&E-Daten für unsere Labore auf der ganzen Welt zu verbessern und unsere Mitarbeitenden in der Forschung mit effizienten Werkzeugen und Prozessen auszustatten, Innovationen zu fördern und die Entwicklung neuer Lösungen zu beschleunigen. ProzesstechnologieinnovationCovestro treibt die verfahrenstechnische Entwicklung biobasierter Rohstoffe weiter voran und hat nun nach der erfolgreichen Inbetriebnahme der Pilotanlage in Leverkusen im Jahr 2024 mit der Planung einer Demonstrationsanlage zur Herstellung von biobasiertem Anilin begonnen. Kontinuierlich arbeiten wir an der Verbesserung der Energieeffizienz der Herstellungsverfahren unserer Produkte. So konnte bspw. bei der HCl-Sauerstoffverzehrkathoden-(SVK-)Elektrolyse durch eine Optimierung der Elektrolysezelle der Stromverbrauch deutlich gesenkt werden. Diese Optimierung wird in den kommenden Jahren auf alle Elektrolysezellen der HCl-SVK-Elektrolyse übertragen. Die Heißphosgenerzeugung zur Herstellung von HDI wird zur Steigerung der Energieeffizienz eingesetzt. Diese Technologie wurde in Leverkusen implementiert und reduziert deutlich den externen Dampfbedarf. In einem Pilotbetrieb konnte ein auf maschinellem Lernen basierendes System Anomalien in Sensordaten frühzeitig erkennen und somit die Verfügbarkeit der Produktionsanlage erhöhen. Aufgrund des Erfolgs wurde dieses System mittlerweile auf weitere kontinuierlich betriebene Produktionsanlagen mit großer Kapazität in Europa ausgerollt. Im nächsten Schritt ist ein globaler Rollout auf alle kontinuierlich betriebenen Produktionsanlagen mit großer Kapazität geplant, um durch frühzeitige Anomalieerkennung die Anlagenverfügbarkeit zu steigern. 5. MitarbeitendeAm 31. Dezember 2024 beschäftigte die Covestro Deutschland AG 7.258 Mitarbeitende (Vorjahr: 7.148 Mitarbeitende). Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 906 Mio. €. Konzepte und MaßnahmenKonzepte und Maßnahmen mit Bezug auf angemessene Entlohnung sowie Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleiche ArbeitAngemessene Entlohnung ist ein wichtiges Element, um Covestro als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Dabei ist es unser Ziel, auf allen Mitarbeitendenebenen eine positive Bindung ans Unternehmen zu schaffen und im Wettbewerb um Fachkräfte und Talente erfolgreich zu sein. Allen Arbeitnehmern von Covestro wird daher eine angemessene Entlohnung gezahlt. Wir gehen bei der Bezahlung unserer Arbeitnehmer über den geltenden gesetzlichen Mindestlohn hinaus und zahlen mindestens einen existenzsichernden Lohn, der von der Non-Profit-Organisation Wage Indicator Foundation jährlich weltweit überprüft und festgelegt wird. Wir schätzen unsere Arbeitnehmer und bieten ihnen eine transparente, faire und wettbewerbsfähige Entlohnung. Wir würdigen Leistungen, die für unsere Ziele und Werte stehen und auf transparente Weise zustande kommen. Um die qualifiziertesten Arbeitnehmer zu gewinnen und zu halten, bieten wir ihnen ein wettbewerbsfähiges und verantwortungsbezogenes Grundgehalt sowie leistungsabhängige Vergütungsbestandteile und Zusatzleistungen. Wir kommunizieren unseren Arbeitnehmern weltweit transparent, wie sich ihre Löhne und Gehälter zusammensetzen. Gehälter bei Covestro werden geschlechterunabhängig festgelegt, sodass gleiche Arbeit auch mit gleicher Entlohnung einhergeht. Das umfassende und transparente Paket umfasst eine marktorientierte Vergütung, Sozialleistungen, individuelle Entwicklungsmöglichkeiten und ein gutes Arbeitsumfeld. Somit beeinflussen wir die Arbeitsbedingungen positiv und fördern wiederum das Engagement der Arbeitnehmer in hohem Maße, was wesentlich zu unserem Erfolg beiträgt. Um eine angemessene Entlohnung zu gewährleisten, verfügt Covestro über eine Vielzahl von Instrumenten und Regelwerken. Konkrete Maßnahmen sind Gehaltsvergleichsstudien, die jährliche Überprüfung der Umsetzbarkeit von Gehaltsanpassungsrunden für außertarifliche Arbeitnehmer und interne Vorschriften zur Regelung der Arbeitszeit. Darüber hinaus werden mit den Arbeitnehmervertretern im Rahmen von Tarifverhandlungen Gesamtbetriebsvereinbarungen abgeschlossen, die im Ergebnis zu Gehaltsanpassungen für Tarifmitarbeitende führen können. Konzepte und Maßnahmen mit Bezug auf VielfaltVielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion stellen einen zentralen Bestandteil unserer Unternehmenskultur dar. Es ist unsere Überzeugung, dass eine vielfältige Belegschaft und ein inklusives Umfeld wichtige Treiber für Innovation, Nachhaltigkeit, Engagement der Arbeitnehmer und wirtschaftlichen Erfolg sind. Unser Ziel ist es, bei Covestro ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle Arbeitnehmer jeden Tag voll und ganz einbringen können. Die Richtlinie von Covestro mit dem Titel "Fairness & Respekt am Arbeitsplatz" legt den Rahmen für ein faires und respektvolles Arbeitsumfeld bei Covestro fest und soll Diskriminierung und Belästigung verhindern. Ein faires und respektvolles Arbeitsumfeld ist eine wesentliche Voraussetzung für unsere Innovationsleistung, unseren Geschäftserfolg und für Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion. Diese Prinzipien sind daher im Covestro-Verhaltenskodex verankert und sind Teil unserer Verpflichtung zur Wahrung der Menschenrechte, insbesondere im Hinblick auf faire Arbeitsbedingungen. Unter Belästigung verstehen wir - basierend auf der globalen Direktive - unerwünschtes, einschüchterndes, beleidigendes oder feindseliges Verhalten, das ein negatives Arbeitsumfeld schafft, jemanden sich bedroht fühlen lässt oder die Arbeitsleistung einer Person negativ beeinflusst. Sogenanntes "Bullying" und / oder "Mobbing" sind Formen von Belästigung. Neben der globalen Richtlinie existieren weitere lokale Verpflichtungserklärungen, wie z. B. die Inklusionsvereinbarung in Deutschland. Kernpunkte sind:
Die Richtlinie enthält Verantwortlichkeiten, Mindestanforderungen und Leitlinien für lokale Verfahren und gilt für alle Arbeitnehmer. Covestro strebt ein inklusives Arbeitsumfeld frei von Diskriminierung an und die damit verbundene Förderung der Unternehmenskultur. Die Verantwortung für die konzernweit geltende Richtlinie trägt die Leitung der Unternehmensfunktion Human Resources. In der Richtlinie gehen wir auf Diskriminierungsgründe in Bezug auf Hautfarbe, Religion, Geschlecht (einschließlich Schwangerschaft), nationale Herkunft, Alter, Behinderung, genetische Informationen, Veteranenstatus, sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität und Geschlechtsausdruck ein. In den jeweiligen lokalen Anweisungen wurden diese Gründe noch um nationale Besonderheiten ergänzt bzw. daran angepasst. Die Unternehmensziele und -ambitionen sowie auch die Kultur, die wir für Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Inklusion brauchen, werden u. a. durch unsere Mitarbeitendennetzwerke und Vielfaltsausschüsse vorangetrieben. Sachverhalte wie eine nichtheterogene Belegschaft, Belästigung oder Ungleichbehandlung können Engagement, allgemeine Zufriedenheit und Gesundheit der Arbeitnehmer beinträchtigen. Covestro hat daher zwei wesentliche Maßnahmen implementiert: zum einen ein global verpflichtendes Web-based Training zu Fairness und Respekt am Arbeitsplatz für alle Arbeitnehmer. Somit wird ein einheitliches Verständnis dafür geschaffen, was wir unter Diskriminierung verstehen und welche Verhaltensweisen wir nicht tolerieren. Das Web-based Training ist verfügbar und wird flächendeckend ausgerollt. Zum anderen fördert Covestro konsistent seine Mitarbeitendennetzwerke und Vielfaltsgremien (sogenannte "DEI"-Councils). Im sogenannten "Compliance-Telegramm" werden die gemeldeten und bestätigten Verstöße gegen die Grundsätze zu Fairness und Respekt aufgeführt. Unsere Arbeitnehmer können den Beschwerdemechanismus nutzen, um Diskriminierung zu melden. Eindämmung und Bekämpfung von Diskriminierung sind Teil unseres Verhaltenskodexes. Maßnahmen zur Einbeziehung der Arbeitnehmer des Unternehmens und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf AuswirkungenBei Covestro fließen die Sichtweisen der Arbeitnehmer in Entscheidungen oder Tätigkeiten, mit denen die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen bewältigt werden sollen, ein. Maßgebliches Instrument, um dies zu erreichen, ist die gelebte Sozialpartnerschaft in der betrieblichen Mitbestimmung. So finden die Erkenntnisse aus dem Austausch mit den Arbeitnehmervertretern ebenfalls Berücksichtigung bei der Überprüfung und Bewertung von Strategie und Geschäftsmodell. Die Prozesse für die Einbindung von Arbeitnehmern und Arbeitnehmervertretern erfolgen vor Ort im Rahmen eines institutionalisierten Austausches gemäß den gesetzlichen Vorgaben und in den darin vorgesehenen Gremien. Es gibt zentrale Informations- und Beratungsprozesse, in denen vertrauensvoll, konstruktiv und lösungsorientiert zusammengearbeitet wird. Entsprechende Gremien sind bspw. in Deutschland der Wirtschaftsausschuss sowie der Gesamtbetriebsausschuss. Auf lokaler Ebene gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Formen der Einbindung der Arbeitnehmer. Beispielhaft sei erwähnt, dass es auch an jedem einzelnen Standort pro Jahr mindestens eine Veranstaltung (Townhall) für alle Arbeitnehmer gibt inkl. der Möglichkeit, individuelle Fragen einzureichen. Darüber hinaus finden an manchen Standorten sogenannte "runde Tische" der Management-Teams statt mit Arbeitnehmern aus unterschiedlichen Hierarchieebenen, um Gelegenheit zum hierarchieübergreifenden Austausch zu bieten. In Deutschland ist die ranghöchste Position, die die Verantwortung für die Einbeziehung der Sichtweisen der Arbeitnehmervertreter trägt, der Arbeitsdirektor. Covestro informiert die Arbeitnehmervertreter im Wirtschaftsausschuss über die Geschäftslage und den Ausblick des Unternehmens in aggregierter Art und Weise sowie über wichtige Themen rund um die Arbeitnehmer. Es erfolgt eine gemeinsame Abstimmung der Tagesordnung des Wirtschaftsausschusses mit Themenvorschlägen vonseiten des Betriebsrats und der Unternehmensfunktion Human Resources. Es gibt zahlreiche Austauschformate, die je nach Thematik mit dem unterschiedlichen Fachpersonal besetzt sind. Ad-hoc-Sitzungen finden auf Anfrage statt. Der deutsche Wirtschaftsausschuss und der Gesamtbetriebsausschuss tagen mindestens zehnmal pro Jahr. Auf globaler Ebene nutzt Covestro drei wesentliche Instrumente der Einbeziehung der Arbeitnehmer. Zum einen findet jährlich eine "Wir sind 1"-Mitarbeitendenveranstaltung (Global Town Hall) mit dem Vorstand statt. Hier wird zentral erfasst, welche Fragestellungen und Rückmeldungen die Arbeitnehmer im Vorfeld und im Rahmen der Veranstaltung an den Vorstand geben. Darüber hinaus führen wir dreimal jährlich die konzernweite Mitarbeitendenumfrage "ENGAGE" durch. Auch hier erfolgt eine zentrale Konsolidierung aller Ergebnisse, die vom Vorstandsvorsitzenden wiederum dreimal jährlich mit der gesamten Belegschaft elektronisch geteilt wird. Von besonderer Bedeutung ist dabei auch unser Ansatz zur Personalentwicklung, der regelmäßige Gespräche zwischen Führungskraft und einzelnen Arbeitnehmern vorsieht, um den Dialog, gutes Führungsverhalten und Transparenz zu fördern. Covestro hat einige Schritte implementiert, um Einblicke in die Sichtweisen von möglicherweise besonders anfälligen oder marginalisierten Gruppen in der Belegschaft zu gewinnen. Die relevanten Maßnahmen lauten wie folgt:
Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an FührungspositionenDer Aufsichtsrat von Gesellschaften, die der Mitbestimmung unterliegen, ist verpflichtet, für den Frauenanteil im Aufsichtsrat und im Vorstand Zielgrößen gemäß § 111 Absatz 5 AktG festzulegen. Weiterhin besteht für den Vorstand dieser Gesellschaften die Pflicht, Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands gemäß § 76 Absatz 4 AktG zu definieren. Die Zielgrößen müssen den angestrebten Frauenanteil am jeweiligen Gesamtgremium bzw. der Führungsebene beschreiben und bei Angaben in Prozent vollen Personenzahlen entsprechen. Zudem ist zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Für den Aufsichtsrat der Covestro Deutschland AG hat der Aufsichtsrat im Jahr 2022 eine Zielgröße von 4 Frauen von 12 Personen (33,33 %) als Ziel festgelegt und eine Umsetzungsfrist vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2027 beschlossen. Der Beschluss über die Zielgröße und die Umsetzungsfrist erfolgten unter Berücksichtigung der grundsätzlichen Ermöglichung einer gleichlaufenden Besetzung des Aufsichtsrats der börsennotierten Muttergesellschaft, der Covestro AG, sowie des für diese geltenden gesetzlichen Mindestanteilsgebots. Das gesetzliche Mindestanteilsgebot sieht vor, dass der Aufsichtsrat bei einer börsennotierten und zugleich paritätisch mitbestimmten Gesellschaft zu mindestens 30 % aus Frauen und zu mindestens 30 % aus Männern besteht gemäß § 96 Absatz 2 AktG. Bei Gesellschaften, für die das Mindestanteilsgebot gilt, ist nach der gesetzlichen Regelung keine Festlegung von Zielgrößen für den Aufsichtsrat erforderlich. Der Aufsichtsrat der Covestro Deutschland AG bestand zum 31. Dezember 2024 aus sechs Frauen und sechs Männern. Das Ziel ist somit erfüllt. Mit dem Ende der Zielerreichungsperiode am 30. Juni 2022 hat der Aufsichtsrat für den Frauenanteil, in dem aus vier Mitgliedern bestehenden Vorstand der Covestro Deutschland AG, eine Zielgröße von einer Frau und damit einen Frauenanteil von 25 % und eine Umsetzungsfrist vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2027 beschlossen. Der Beschluss über die neue Zielgröße und die Umsetzungsfrist erfolgten unter Berücksichtigung der grundsätzlichen Ermöglichung einer gleichlaufenden Besetzung des Vorstands der börsennotierten Muttergesellschaft, der Covestro AG, sowie des für diese geltenden gesetzlichen Mindestbeteiligungsgebots. Das gesetzliche Mindestbeteiligungsgebot sieht vor, dass bei einer börsennotierten und zugleich paritätisch mitbestimmten Gesellschaft, deren Vorstand aus mehr als drei Personen besteht, mindestens ein Mann und mindestens eine Frau in den Vorstand zu berufen sind gemäß § 76 Absatz 3a AktG. Bei Gesellschaften, für die das Mindestbeteiligungsgebot gilt, ist nach der gesetzlichen Regelung keine Festlegung von Zielgrößen für den Vorstand erforderlich. Zum 31. Dezember 2024 war der Vorstand mit einer Frau und drei Männern besetzt, damit lag der Frauenanteil im Vorstand bei 25 %. Das Ziel ist somit erfüllt. Der Vorstand hat im Jahr 2022 neue, differenzierte Zielgrößen für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2027 für die Covestro Deutschland AG festgelegt. Zielsetzung zum Frauenanteil in den ersten beiden Führungsebenen unter dem Vorstand zum 30. Juni 2027
1 Direkt unterstellte Mitarbeitende des
Vorstands mit Führungsverantwortung
Covestro betrachtet die Weiterentwicklung und Förderung von Frauen insgesamt als globale Aufgabe - unabhängig von einzelnen Konzerngesellschaften oder Führungsebenen - und strebt daher an, den Frauenanteil insgesamt zu erhöhen. 6. UmweltschutzUnsere Intention ist, dass Produkte und Materialien am Ende ihres Lebenszyklus - als Ganzes, in Form von Polymeren oder in molekularer und anderer chemischer Form - wieder in den Wertschöpfungskreislauf zurückgeführt werden. Die Nutzung weiterer erneuerbarer Kohlenstoffquellen und die beabsichtigte vollständige Umstellung auf eine regenerative Produktionsweise, z. B. mithilfe erneuerbarer Energien, stellen für Covestro komplementäre Schritte dar, um in der Zukunft eine vollständige Kreislaufwirtschaft und eine darauf basierende Klimaneutralität im Unternehmen zu erreichen. Unsere technische Kernkompetenz liegt in der Entwicklung und Anwendung komplexer chemischer Verfahren und Prozesse. Dieses Wissen wollen wir insbesondere zur Etablierung innovativer chemischer und biochemischer Recycling- und Produktionsprozesse für die Kreislaufwirtschaft nutzen. Wir möchten spezifische Verfahren etablieren, die es uns ermöglichen, zielgerichtet die für Covestro notwendigen Rohstoffe aus Kunststoffabfällen herzustellen. Der Einsatz dieser recycelten Rohstoffe in unserer Produktion führt zu Produkten mit einem niedrigeren CO 2 -Fußabdruck und steigert die Recyclingquote. Daneben wollen wir künftig auch Rohstoffe einsetzen, die in vorgelagerten Wertschöpfungsstufen recycelt wurden. Dabei setzen wir auf den Einsatz von "ISCC PLUS"-zertifizierten Rohstoffen und Zwischenprodukten. Insgesamt sind chemische Verfahren zur Kreislaufführung für Covestro wichtige Hebel, die dabei helfen, fossile Materialien schrittweise zu ersetzen und Kohlenstoffkreisläufe zu schließen. Somit wollen wir mithilfe der Kreislaufwirtschaft und unserer Klimaziele den Umweltfußabdruck unseres Produktportfolios reduzieren und klimaneutral gestalten. Diese Vorgehensweise wird kontinuierlich mittels Ökobilanzierung (Life Cycle Assessment, LCA), also unter Berücksichtigung von Auswirkungen und Beiträgen entlang des gesamten Lebenszyklus, überprüft. Covestro forscht derzeit in mehr als 20 Projekten an Recyclingverfahren für eigene Produkte und Materialien. Von besonderer Bedeutung sind für Covestro dabei Verfahren, mit denen Materialien chemisch oder enzymatisch wieder in ihre Moleküle umgewandelt werden können. Die so gewonnenen Sekundärrohstoffe haben eine vergleichbare Qualität und vergleichbare Eigenschaften wie herkömmlich hergestellte Rohstoffe und können daher erneut zur Herstellung von Produkten und Materialien eingesetzt werden. Mittels der Kennzeichnung spezifischer Lösungen durch das Label "Circular Intelligence" (CQ) legen wir die Basis für ein klar erkennbares zirkuläres Portfolio für die Marktgestaltung für zirkuläre Produkte. Als einen wichtigen Hebel dafür beobachten wir die sich stetig weiterentwickelnde Regulatorik, die zu einem höheren Mindestrezyklatanteil in diversen Kunststoffanwendungen führt und unsere Kreislaufstrategie mit beeinflussen wird. Das CQ-Konzept bietet das Potenzial für eine umfassende Implementierung im gesamten Produktportfolio von Covestro. Dies würde es ermöglichen, alle Kernprodukte unter dem CQ-Label anzubieten. Gegenwärtig findet das Konzept in ausgewählten MDI- und Polycarbonat-Produkten Einsatz. Aus ökonomischen Überlegungen heraus versuchen wir unsere Produktionsverfahren mit Blick auf den Materialeinsatz möglichst effizient zu gestalten. Wir betrachten und bewerten unsere Herstellungsprozesse fortlaufend, um Materialverbrauch und Entsorgungsmengen so weit wie möglich zu reduzieren und Materialien, wenn möglich, intern wiederzuverwerten. Sofern Abfälle nicht vermieden, wiederverwertet oder ökonomisch sinnvoll recycelt werden können, legen wir im Abfallmanagement Wert auf sichere, nach Abfallarten getrennte Entsorgungswege. Einige durch unsere Produktionsverfahren erzeugte Abfälle mit hohem Heizwert werden als Brennstoff thermisch verwertet, um daraus Dampf für unsere Produktionsanlagen zu generieren. Unser Ziel zur Transformation hin zur Klimaneutralität soll uns auf die Zukunft vorbereiten und die identifizierten wesentlichen Auswirkungen und Risiken mindern und Chancen aktiv nutzen, indem wir unsere Produkte künftig klimaneutral produzieren. Für Covestro als energieintensives Unternehmen mit komplexen Wertschöpfungsketten bedeutet dies nicht nur, die Energieeffizienz konsequent voranzutreiben, nachhaltigere Produktionsprozesse zu etablieren und klimaneutrale Energieträger zu verwenden, sondern auch die Abkehr von der Nutzung fossiler Rohstoffe und die Befürwortung eines ganzheitlichen Ansatzes nachhaltigerer Produktions- und Geschäftsmodelle. Dieser Wandel hilft uns, klimafreundliche Produkte auf den Markt zu bringen und konkrete Klimaziele zu erreichen. In Übereinstimmung mit dem Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) und der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) verstehen und unterstützen wir Klimaneutralität als das gesellschaftliche Ziel, bis spätestens zum Jahr 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen. Das bedeutet, dass die von der Menschheit verursachten Emissionen durch die natürliche Absorptionsfähigkeit des Planeten entfernt werden können und somit nicht mehr klimawirksam sind. Insofern sind die Zeithorizonte unserer Klimaziele entsprechend definiert, um internationalen und europäischen Ambitionen zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C des Pariser Abkommens zu entsprechen. Um unser Netto-Null-Ziel an allen umweltrelevanten Standorten bezogen auf Emissionen aus der eigenen Produktion (Scope 1) und Emissionen aus dem Verbrauch extern erzeugter Energiearten (Scope 2) bis Ende 2035 zu erreichen, haben wir drei Hebel definiert. Wir planen die Optimierung unserer Produktionsprozesse, sodass diese eine nachhaltigere und energieeffizientere Herstellung unserer Produkte ermöglichen. Daneben beabsichtigen wir, den Anteil des Bezugs von Strom aus erneuerbaren Quellen signifikant zu erhöhen. Ebenso setzen wir künftig vermehrt auf die Nutzung von klimaneutralem Dampf. Wir investieren kontinuierlich in den Ausbau bestehender und den Aufbau neuer Produktionskapazitäten. Dabei verpflichten wir uns zum Einsatz modernster klimafreundlicher Technologien für nachhaltigere Produktionsprozesse. Im Fokus stehen dabei sowohl die Verringerung des Energieverbrauchs durch gesteigerte Energieeffizienz als auch die Verringerung von Prozessemissionen in der Produktion. Die Projekte unserer langfristigen Investitionsplanung sind bereits bei der Formulierung unserer Klimaziele und der dazugehörigen CO 2 -Roadmap berücksichtigt. Neben der effizienteren Energienutzung in unserer Produktion ist der Umstieg auf erneuerbare Energien ein wichtiger Hebel auf unserem Weg zur Klimaneutralität. So möchte Covestro zukünftig die Deckung seines Energiebedarfs vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Dazu werden u. a. neue Versorgungskonzepte entwickelt und Energiebezugsverträge, insbesondere bezogen auf Strom, für erneuerbare Energien abgeschlossen. Um den Wechsel zu nachhaltigeren Energiequellen (bezogen auf die Scope-2-Emissionen) weiter voranzutreiben, werden wir vor allem auf innovative Kooperationsmodelle und Technologien bauen. Weiterhin evaluieren wir Optionen zur Nutzung biogener und erneuerbarer Energieträger, wie Wasserstoff und Wasserstoffderivate oder direkte Elektrifizierung, sowie die Nutzung von "Carbon Capture"-Technologien für die klimaneutrale Versorgung mit Prozesswärme an unseren Standorten. Diese Technologien zur Bereitstellung von klimaneutralem Dampf können perspektivisch wichtige Beiträge zur Minderung von Treibhausgasemissionen liefern, bspw. indem Wasserstoff und dessen Derivate zur energetischen Nutzung und in der chemischen Industrie im Rahmen der CO 2 -Konvertierung vor allem zur stofflichen Nutzung eingesetzt werden können. Covestro investiert erstmals in eine innovative Wärme-Batterie am Standort Brunsbüttel: Die Rondo Heat Battery speichert intermittierend erneuerbare Energie und liefert durchgehend Hochtemperatur-Dampf - und bietet somit eine nachhaltige Alternative zur Dampferzeugung mit fossilen Energieträgern. Die RHB100-Wärme-Batterie soll Ende 2026 in Betrieb gehen. Sie wird dann 10 % des benötigten Dampfs am Standort produzieren, was bis zu 13.000 t CO 2 -Äquivalenten pro Jahr einspart. Zudem wurden im Bereich Umwelt weltweit gültige Mindeststandards festgelegt, um unsere hohen Ansprüche bei der Ressourcenschonung und Verringerung der Emissionen sicherzustellen. Diese Standards sind an international anerkannte Normen und Regelwerke wie ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme) angelehnt. Wir analysieren und bewerten jedes Jahr die Auswirkungen, die unsere Aktivitäten auf die Umwelt haben, dazu gehören auch die Luft-, Wasser- und Bodenemissionen. Aus der Bewertung unserer Umweltperformance leiten wir entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung und Minimierung von Umwelteinwirkungen ab. Global geltende Prozess- und Ablaufbeschreibungen helfen uns dabei, diese Maßnahmen konzernweit umzusetzen. Durch regelmäßig durchgeführte interne Audits, jährlich stattfindende Selbstbewertungen und externe Zertifizierungen wird fortlaufend überprüft, dass die Prozesse und Abläufe eingehalten werden. Die Erkenntnisse daraus fließen in die jährliche Managementbewertung ein. Jeder Prozess unterliegt somit einer kontinuierlichen Überwachung und wird entsprechend den Erfordernissen angepasst. 7. Chancen- und RisikoberichtEin gewissenhafter Umgang mit Chancen und Risiken gehört bei Covestro zur verantwortungsvollen Unternehmensführung (Corporate Governance). Er bildet die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg. Dies beinhaltet die Fähigkeit, Chancen systematisch zu erkennen sowie zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu managen. Unter einer Chance verstehen wir interne und externe Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von Prognosen bzw. Zielen führen können. Interne und externe Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Abweichung führen können, betrachten wir als Risiko. Das Chancen- und Risikomanagement der Covestro Deutschland AG orientiert sich vollumfänglich an dem des Covestro-Konzerns, das im Folgenden im Detail dargestellt wird. Die unternehmerischen Entscheidungen, die wir täglich im Zuge der Geschäftsprozesse treffen, basieren auf einem ausgewogenen Umgang mit Chancen und Risiken. Wir betrachten das Management unserer Chancen und Risiken deshalb als wesentlichen Bestandteil unseres gesamten Business-Managementsystems und nicht als Aufgabe einer speziellen Unternehmensfunktion. Unser Verständnis von Risikomanagement schließt auch nichtfinanzielle Risiken ein. Unser Chancen- und Risikomanagement beginnt mit Strategie- und Planungsprozessen, aus denen relevante externe und interne Chancen und Risiken wirtschaftlicher, ökologischer oder sozialer Art abgeleitet werden. Die finanziellen und nichtfinanziellen Chancen und Risiken werden durch Beobachtung und Analyse von Trends sowie makroökonomischen, branchenspezifischen, regionalen und lokalen Entwicklungen identifiziert. Nach Bewertung der erkannten Chancen und Risiken werden diese in unsere strategischen und operativen Prozesse integriert. Unser Ziel ist es, Risiken durch geeignete Gegenmaßnahmen zu vermeiden oder zu begrenzen bzw. sie so weit wie möglich und wirtschaftlich vertretbar auf Dritte zu übertragen (z. B. Versicherungsgesellschaften). Gleichzeitig bemühen wir uns darum, Chancen bestmöglich zu nutzen, indem wir sie bei unseren unternehmerischen Entscheidungen berücksichtigen. Wir nehmen bewusst überschaubare und kontrollierbare Risiken in Kauf, die in einem vernünftigen Verhältnis zu den erwarteten Chancen stehen. Diese betrachten wir als allgemeine Risiken der Geschäftstätigkeit. Sofern wir davon ausgehen, dass identifizierte Chancen bzw. Risiken innerhalb der nächsten zwölf Monate eintreten, sind sie in den Aussagen im Prognosebericht enthalten. Chancen und Risiken werden laufend überwacht, damit z. B. Veränderungen im wirtschaftlichen oder rechtlichen Umfeld früh erkannt und bei Bedarf geeignete Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Damit der Vorstand und der Aufsichtsrat die wesentlichen Geschäftsrisiken gemäß den gesetzlichen Vorschriften überwachen können, sind die folgenden Systeme implementiert:
Die verschiedenen Managementsysteme basieren auf unterschiedlichen Risikoarten, Risikocharakteristika und Zeitrahmen. Deshalb werden auch unterschiedliche Prozesse, Methoden und IT-Systeme zur Identifizierung, Bewertung, Steuerung und Überwachung der Risiken eingesetzt. Die Grundsätze, die den unterschiedlichen Systemen zugrunde liegen, sind in lokalen Anweisungen dokumentiert. Diese sind in unsere zentralen Prozesse zur Dokumentenkontrolle integriert und stehen allen Mitarbeitenden über das Intranet zur Verfügung. Der Vorstand von Covestro trägt die Hauptverantwortung für das interne Kontrollsystem, das Compliance-Managementsystem und das Risikomanagement im Konzern. Die Effektivität der oben genannten Managementsysteme wird regelmäßig durch die Unternehmensfunktion Corporate Audit einer unabhängigen und objektiven Untersuchung unterzogen, bei der schwerpunktmäßig die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien überprüft wird. Corporate Audit prüft die Effizienz und Effektivität von Unternehmensführungs-, Risikomanagement- und Kontrollprozessen systematisch und gibt Hilfestellungen bei deren Verbesserung. Dies beinhaltet die interne Überwachung in Bezug auf Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems. Die Auswahl der Prüfgegenstände erfolgt anhand eines risikobasierten Ansatzes. Corporate Audit erfüllt seine Aufgaben gemäß international anerkannten Standards; über die Ergebnisse der Prüfungen wird der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig informiert. Zudem wird ihm jährlich ein Bericht über das interne Kontrollsystem und seine Effektivität vorgelegt. Identifikation, Bewertung und Steuerung von Risiken erfolgen in den operativen Geschäftseinheiten und den Unternehmensfunktionen durch die jeweiligen Risikoverantwortlichen, die in verschiedenen globalen Sub-Committees organisiert sind. Das Covestro Corporate Risk Committee kam im Geschäftsjahr 2024 dreimal zusammen, um die Risikolandschaft und die verschiedenen vorhandenen Management- und Überwachungsmechanismen zu prüfen und ggf. erforderliche Maßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus gibt es unterjährig einen Ad-hoc-Prozess für neu identifizierte Risiken, damit diese unverzüglich in die Risikolandschaft eingehen. Die Identifizierung dieser Ad-hoc-Risiken und der jeweilige Umgang mit diesen ergeben sich aus der Bewertung der Risiken und hängen von definierten Wertgrenzen ab. Des Weiteren komplettiert die Unternehmensfunktion Corporate Audit den internen Überwachungsprozess mit der prozessunabhängigen Überwachung. Bewertet werden die Risiken anhand des geschätzten potenziellen Schadens unter Einbezug von Gegenmaßnahmen sowie der Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens. Der potenzielle Schaden wird mithilfe des erwarteten EBITDA-Verlusts bzw. in Einzelfällen mithilfe des FOCF-Verlusts geschätzt. Sofern die finanziellen Auswirkungen nicht abschätzbar sind, erfolgt eine qualitative Bewertung des Schadensausmaßes anhand von Kriterien wie strategische Auswirkung, Einfluss auf unsere Reputation oder möglicher Vertrauensverlust bei Interessenträgern. Alle wesentlichen Risiken und die jeweiligen Gegenmaßnahmen werden in der konzernweit genutzten Risikomanagementsoftware dokumentiert. Das Risikomanagementsystem wird im Laufe des Jahres regelmäßig vom Corporate Risk Management überprüft. Wesentliche Änderungen müssen umgehend in der Software erfasst und dem Vorstand mitgeteilt werden. Darüber hinaus wird dem Prüfungsausschuss mehrmals unterjährig und dem Aufsichtsrat mindestens einmal jährlich ein Bericht zum Risikoportfolio vorgelegt. Risiken im Zusammenhang mit wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen und mit Bezug zu unserer Geschäftstätigkeit, unseren Geschäftsbeziehungen oder Produkten werden im Rahmen unseres konzernweiten Risikomanagements mit der gleichen Sorgfalt wie finanzielle Arten von Risiken berücksichtigt. Die folgende Matrix zeigt die quantitativen und qualitativen Kriterien, anhand derer ein gewichtetes Risiko als niedrig, mittel oder hoch eingestuft wird. Dies gilt auch für die Einstufung nichtfinanzieller Risiken. Bewertungsmatrix
Gesamtbeurteilung der Chancen- und RisikolageDie Gesamtrisikolage von Covestro war auch im Jahr 2024 angespannt. Die Auswirkungen der geopolitischen Konflikte auf die Wertschöpfungskette sorgten weiterhin für Unsicherheit. Die Chancen- und Risikoposition des Konzerns hat sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht grundlegend verändert. Die aktuelle Bewertung finanzieller und nichtfinanzieller Risiken zeigt, dass keines der im Folgenden berichteten Risiken bestandsgefährdend ist. Darüber hinaus konnten wir keine Interdependenzen erkennen, die sich zu einer Bestandsgefährdung unseres Unternehmens aufbauen könnten. Aufgrund unseres Produktportfolios, unseres Know-hows und unserer Innovationskraft sind wir davon überzeugt, die aus unserem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen nutzen und den Herausforderungen, die sich aus den nachfolgend genannten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können. Chancen und Risiken im allgemeinen und im unternehmensspezifischen GeschäftsumfeldDie im Folgenden erläuterten Risiken können wesentliche Auswirkungen auf das EBITDA bzw. in Einzelfällen auf den FOCF unseres Konzerns innerhalb des Prognosezeitraums von einem Jahr haben. Als wesentlich werden dabei Risiken angesehen, deren potenzieller Schaden von Covestro auf 50 Mio. € oder höher geschätzt wird und / oder die potenziell mindestens einen moderaten qualitativen Einfluss haben. Die Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken wird in der internen Steuerung dazu verwendet, Schwerpunktgebiete für das Corporate Risk Committee festzulegen. Die Risiken werden in diesem Bericht stärker aggregiert als in unserer internen Dokumentation. Dafür werden verschiedene Einzelrisiken in von uns definierten Risikokategorien zusammengefasst. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Risikoausprägungen, die den Einzelrisiken innerhalb der jeweiligen Risikokategorie zugeordnet sind. Eine Risikokategorie kann daher mehrere gewichtete Risikoausprägungen zeigen. Die Reihenfolge impliziert keine Wertigkeit der Risikokategorien. Sofern nicht explizit darauf hingewiesen wird, beziehen sich die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken grundsätzlich auf beide Segmente von Covestro. Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken, die weder Einfluss auf das EBITDA noch den FOCF haben, werden separat am Ende des Kapitels dargestellt. Im Rahmen des Risikomanagements werden Risiken betrachtet, die die Erreichung der Ziele des Konzerns gefährden können, indem sie sich negativ auf das bestehende Geschäft oder auf strategische Ziele auswirken. Diese sind in unserem Risikoportfolio enthalten, das wiederum mit den wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen verknüpft ist. Risikokategorien nach gewichteter Risikoausprägung
GeschäftsumfeldGeopolitische Spannungen und soziale VerwerfungenDas Jahr 2024 war weiterhin von geopolitischen Spannungen zwischen Regionalmächten geprägt. Es besteht eine große allgemeine Unsicherheit darüber, wie sich bestehende Handelskonflikte und Spannungen entwickeln werden, einschließlich der damit verbundenen makroökonomischen Implikationen, die sich auch auf die Geschäftslage von Covestro auswirken können. MarktentwicklungDie wirtschaftlichen Bedingungen weltweit, vor allem aber in den geografischen Regionen, in denen Covestro tätig ist, wirken sich maßgeblich auf die Ergebnisse des Unternehmens aus. Ihr Einfluss auf die Branchen, denen die direkten und indirekten Kunden von Covestro angehören, ist mitentscheidend für die Nachfrage nach unseren Produkten. Negative Wirtschaftsentwicklungen, ausgelöst durch verschiedenste Ereignisse, können sich nachteilig auf die Weltwirtschaft und internationale Finanzmärkte im Allgemeinen auswirken. Sie haben in der Regel auch negative Auswirkungen auf die Absatzmärkte unserer Produkte, was meist zu einem Rückgang der Absatzmengen und des operativen Ergebnisses des Unternehmens führt. Das Ausmaß dieser Auswirkungen auf die Absatzmengen und das operative Ergebnis hängt zudem von der Kapazitätsauslastung in der Branche ab und diese Auslastung wiederum vom Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage der jeweiligen Produkte. Ein Rückgang der Nachfrage führt zu verminderten Absatzmengen und letzten Endes zu einer verringerten Kapazitätsauslastung, die sich negativ auf die Margen auswirkt. Covestro operiert in Märkten, die langfristig zu einem Ausgleich der Angebots- und Nachfragesituation tendieren. Sollte es jedoch zu geplanten oder ungeplanten Schließungen, Unterbrechungen oder sogar zum Ausscheiden eines unserer Wettbewerber kommen, könnten sich für Covestro Möglichkeiten ergeben, in Hinblick auf Profitabilität und Wachstum kurz- bis mittelfristig zusätzlich am Markt zu partizipieren. Regulierungen und GesetzeDurch seine internationale Ausrichtung ist das Geschäft von Covestro den Einflüssen größerer Veränderungen der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bedingungen und der daraus resultierenden Vorschriften der Länder ausgesetzt, in denen Covestro geschäftlich vertreten ist. Die damit verbundenen Risiken können sich negativ auf das Geschäft des Unternehmens auswirken und seine Erfolgsaussichten erheblich beeinflussen. Unternehmensspezifisches UmfeldEinkaufUnsere Nachhaltigkeitsgrundsätze und -anforderungen gegenüber unseren Partnern in der Wertschöpfungskette sind in unserem Verhaltenskodex für Lieferanten beschrieben. Unser übergreifender Managementansatz zur Achtung der Menschenrechte von Covestro - insbesondere in Bezug auf die im Rahmen der menschenrechtlichen Sorgfaltsprüfung stattfindende Risikoanalyse - berücksichtigt relevante Gesetze wie das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. Covestro benötigt signifikante Mengen petrochemischer Rohstoffe für die Produktionsprozesse. Die Einkaufspreise für diese Rohstoffe können aufgrund der Marktbedingungen oder der Gesetzgebung erheblich schwanken. Erfahrungen aus der Vergangenheit haben gezeigt, dass gestiegene Herstellungskosten nicht immer über Preisanpassungen an unsere Kunden weitergegeben werden können. Demgegenüber können sinkende Rohstoffpreise, die sich nicht unmittelbar in vollem Umfang verkaufspreisreduzierend auswirken, zu einer Verbesserung der Margen führen. Um einkaufsbezogene Risiken wie Lieferengpässe oder größere Preisschwankungen zu verringern, beschaffen wir wichtige Einsatzstoffe und Materialien auf Basis langfristiger Lieferverträge und eines aktiven Lieferantenmanagements. Covestro stellt sicher, dass das Unternehmen ordnungsgemäß gegen Stromausfälle geschützt ist. Mögliche Vorfälle könnten die Energieversorgungsunternehmen dazu zwingen, ihr Netz abzuschalten, sodass es zu kurzzeitigen Stromausfällen an unseren Produktionsanlagen und Infrastruktureinrichtungen kommen könnte. Informationssicherheit, Datenschutz und Informationstechnologie (IT)Globale IT-Systeme sind zunehmend die Basis für Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne und externe Kommunikation des Covestro-Konzerns. In Zusammenarbeit mit unserer internen IT-Organisation werden technische Vorkehrungen, z. B. Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne, definiert und laufend weiterentwickelt. Die Vertraulichkeit bei der Verarbeitung von Daten ist für Covestro von elementarer Bedeutung. Ein Verlust der Vertraulichkeit, Integrität oder Authentizität von Daten und Informationen kann zu Manipulationen und / oder zu einem unkontrollierten Abfluss von Daten und Know-how führen. Dem begegnen wir durch entsprechende Maßnahmen, z. B. in Form eines detaillierten Berechtigungskonzepts. Die Leitung der IT-Sicherheit (Chief Information Security Officer) von Covestro und ihre speziell auf dieses Thema spezialisierte Abteilung treiben die IT-Sicherheitsstrategie und die entsprechende Umsetzung für den Konzern weiter voran. Durch diese Maßnahmen wollen wir einen Schutz auf dem aktuellen Stand der Technik gewährleisten. Durch die digitale Transformation, die als Wegbereiter ein wesentliches Element unserer aktualisierten Konzernstrategie darstellt und die bei Covestro in allen Geschäftsbereichen und -funktionen vorangetrieben wird, ergeben sich vielfältige Möglichkeiten, Potenziale zu erschließen. Covestro sieht darin u. a. die Möglichkeit, sein Angebot zu optimieren, Wachstum durch eine bessere Verbindung zu den Kunden zu sichern sowie neue und profitable Geschäftsmodelle zu erschließen. InnovationWir analysieren fortlaufend globale Trends und entwickeln innovative Lösungen, die zu ihrer Bewältigung beitragen. So begegnen wir den durch diese Trends entstehenden Herausforderungen und nehmen gleichzeitig die sich aus ihnen ergebenden Chancen wahr. Die Strategie von Covestro konzentriert sich gezielt auf Nachhaltigkeit und effiziente Produktion mit dem Ziel, Covestro vollständig auf Kreislaufwirtschaft auszurichten. Dazu entwickeln wir neue Technologien, Produkte und Geschäftsmodelle, die u. a. den Energieeinsatz und die Treibhausgasemissionen senken. Aufgrund eines wachsenden Umweltbewusstseins und Interesses am Umweltschutz sowie gleichzeitig steigender Anforderungen an faire Arbeitsbedingungen entscheiden sich Kunden zudem immer häufiger für nachhaltige Produkte. Unser Produktportfolio bietet solche Lösungen für verschiedene Bereiche des täglichen Lebens. Die Begrenztheit natürlicher Ressourcen und die Bemühungen um den Klimaschutz führen zu einer verstärkten Nachfrage nach innovativen Produkten und Technologien, die den Ressourcenverbrauch reduzieren und Emissionen senken. Diese Entwicklungen werden durch steigende regulatorische Anforderungen sowie eine zunehmende Sensibilisierung der Verbraucher für eine nachhaltige Nutzung von Ressourcen weiter forciert. In diesem Kontext entwickelt Covestro neue Werkstoffe, die dazu beitragen, die Energieeffizienz weiter zu erhöhen und Emissionen zu verringern. So wird bspw. das von Covestro hergestellte Polyurethan mit einer positiven Energiebilanz in der Bauindustrie zur Wärmedämmung eingesetzt und Polycarbonat in der Automobilindustrie dazu verwendet, das Gewicht von Fahrzeugen und folglich ihren Kraftstoffverbrauch zu reduzieren. Der technologische Fortschritt verändert nicht nur unsere Welt, sondern auch die Art, wie wir Geschäfte machen. Durch die Verwendung modernster digitaler Technologien möchten wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette einen Mehrwert generieren, indem wir die Lieferkette optimieren, das Wachstum fördern und neue Geschäftsmodelle entwickeln. MitarbeitendeQualifizierte und engagierte Mitarbeitende sind eine entscheidende Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. In Ländern mit Vollbeschäftigung werden qualifizierte Fachkräfte und vor allem Mitarbeitende in Schlüsselpositionen von Unternehmen intensiv umworben. Basierend auf der Analyse der zukünftigen Bedürfnisse hat Covestro entsprechende Maßnahmen zur Personalrekrutierung und -entwicklung etabliert. So möchten wir u. a. durch ein umfassendes Personalmarketing unsere Zielgruppen von den Vorteilen unseres Unternehmens überzeugen. Unsere Personalpolitik basiert auf den Grundsätzen unserer Menschenrechtsposition sowie der Corporate Compliance Policy und unseren Unternehmenswerten. Wichtige Bestandteile dieser Personalpolitik sind eine wettbewerbsfähige Vergütung mit erfolgsabhängigen Komponenten sowie umfangreiche Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Die Ausrichtung auf personelle Vielfalt ermöglicht zudem die Ausschöpfung des gesamten Arbeitsmarktpotenzials. Covestro pflegt gute Beziehungen zu seinen Mitarbeitenden, den Arbeitnehmervertretungen und den Gewerkschaften, um alle Fragen hinsichtlich Personalpolitik, Arbeitsbedingungen und betrieblicher Veränderungsprozesse stets im Sinne einer guten Sozialpartnerschaft zu lösen. Produktion, Wertschöpfung und SicherheitNeben der Sicherheit unserer Produkte hat der Schutz unserer eigenen Arbeitskräfte und der Umwelt sehr hohe Priorität. Risiken, die mit der Herstellung, der Abfüllung, der Lagerung und dem Transport von Produkten verbunden sind, werden durch ein integriertes Gesundheits-, Sicherheits-, Umwelt-, Energie- und Qualitätsmanagementsystem vermindert. Covestro verwendet in seinen Produktionsprozessen große Mengen von Gefahrstoffen, wodurch Sondermüll entsteht. Zudem werden Abwässer und Luftschadstoffe emittiert. Die Aktivitäten von Covestro unterliegen in zahlreichen Rechtsgebieten umfassenden internationalen, nationalen und lokalen Gesetzen, Bestimmungen, Regelungen und Verordnungen in Bezug auf den Gesundheits-, Arbeits-, und Umweltschutz (Health, Safety, Environment HSE). Zur Erfüllung dieser HSE-Bestimmungen sowie darüberhinausgehender Selbstverpflichtungen muss das Unternehmen erhebliche Ressourcen aufwenden. Kosten im Zusammenhang mit der Umsetzung und Einhaltung von HSE-Anforderungen sind Teil der Betriebskosten von Covestro und müssen somit durch die Preise gedeckt sein, zu denen das Unternehmen seine Produkte verkaufen kann. Bei Wettbewerbern von Covestro, die nicht von gleichermaßen strengen HSE-Anforderungen betroffen sind, können die Betriebskosten unter Umständen geringer sein, sodass sie ihre Produkte zu einem niedrigeren Preis anbieten können als Covestro. Durch äußere Einflüsse wie bspw. Brände / Explosionen, Sabotage oder Lieferunterbrechungen bei Hauptrohstoffen oder Zwischenprodukten kann es an unseren Standorten zu Betriebsunterbrechungen kommen. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir - soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll - die Fertigung bestimmter Produkte auf mehrere Standorte verteilen und Sicherheitsbestände aufbauen. Zudem wurde als verpflichtender Bestandteil unseres HSEQ-Managements ein Sicherheits- und Krisenmanagement für unsere Produktionsstandorte implementiert. Es dient dem Schutz von eigenen Arbeitskräften und der Nachbarschaft, der Umwelt und der Produktionsanlagen vor den oben genannten Risiken. Die Grundlage dafür bilden die Konzernregelungen "Corporate Security" und "Krisenmanagement". Organisches Wachstum durch Investitionsprojekte kann Risiken in Bezug auf den geeigneten Umfang, Standort und Zeitpunkt der Projekte mit sich bringen. Diese Risiken werden mithilfe etablierter Prozesse identifiziert, bei denen sowohl Mitarbeitende als auch externe Interessenträger eingebunden werden. Ein stabiler Prozess zur Beurteilung von Investitionsvorhaben trägt dazu bei, dass wir zum richtigen Zeitpunkt auf organische Wachstumschancen setzen und während der gesamten Projektdauer das Marktumfeld auf mögliche Veränderungen überprüfen. So können wir bei Bedarf rechtzeitig darauf reagieren. ProduktverantwortungBedenken bezüglich der Produktsicherheit und der Umweltverträglichkeit können Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung der Produkte und Aktivitäten von Covestro, die Wirtschaftlichkeit bestimmter Produkte, den Ruf des Unternehmens und die Fähigkeit zum Gewinnen und Binden von Mitarbeitenden haben. Um vollumfänglich zu verstehen, welche Auswirkungen die chemischen Bestandteile unserer Produkte haben, sind Fachkenntnisse erforderlich. Deshalb können Behauptungen, diese Verbindungen seien schädlich, zu Rufschädigungen führen, auch wenn diese Behauptungen durch Fachleute entkräftet werden können. Derartige Äußerungen können zu verändertem Verbraucherverhalten oder zusätzlichen behördlichen Bestimmungen führen, selbst wenn eine schädliche Wirkung nicht wissenschaftlich nachgewiesen ist oder sogar wissenschaftliche Gegenbeweise vorliegen. Recht und ComplianceDie Covestro Deutschland AG ist Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten. Dies kann bspw. die Bereiche Produkthaftung, Wettbewerbsrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz betreffen. Ermittlungen und Untersuchungen aufgrund einer möglichen Verletzung gesetzlicher Vorschriften oder regulatorischer Bestimmungen können straf-, zivil- und / oder steuerrechtliche Sanktionen zur Folge haben. Diese Sanktionen bergen das Risiko, mit erheblichen monetären Strafen sowie weiteren finanziellen Nachteilen verbunden zu sein. Sie können außerdem der Reputation von Covestro schaden und sich letztlich nachteilig auf unseren Unternehmenserfolg auswirken. Mit der Kohlenmonoxid-Versorgungsleitung sollen die Chemiestandorte Dormagen und Krefeld-Uerdingen verbunden und das schon bestehende Verbundsystem zwischen Dormagen und Leverkusen ergänzt werden. Damit soll eine sichere, reibungslose und standortübergreifende Versorgung mit Kohlenmonoxid gewährleistet werden. Die Inbetriebnahme der Ende 2009 nahezu fertiggestellten Pipeline ist aufgrund laufender gerichtlicher Verfahren derzeit noch nicht möglich. Nachdem das Verwaltungsgericht Düsseldorf im Jahr 2011 die wesentlichen Aspekte des Planfeststellungsbeschlusses, insbesondere die Sicherheit der verwendeten Materialien und die Rechtskonformität des Rohrleitungsgesetzes, bestätigt hatte, gingen die Kläger und die beklagte Bezirksregierung in Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Münster. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte im Jahr 2014 keine prinzipiellen Einwände gegen die Sicherheit und Trassenwahl der Pipeline, stellte jedoch die Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes infrage, welches die rechtliche Basis des Projekts darstellt. Am 21. Dezember 2016 wies das Bundesverfassungsgericht die entsprechende Vorlagefrage des Oberverwaltungsgerichts Münster mit Beschluss als unzulässig zurück und bestätigte damit die rechtliche Einschätzung der Covestro Deutschland AG. Daraufhin setzte sich das Oberverwaltungsgericht Münster wieder mit dem Berufungsverfahren inhaltlich auseinander und wies mit Urteil vom 31. August 2020 die Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss vollumfänglich ab. Das Oberverwaltungsgericht hatte die Revision gegen sein Urteil nicht zugelassen. Hiergegen erhoben die Kläger im Februar 2021 Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Mit Beschluss vom 14. Dezember 2021 wies das Bundesverwaltungsgericht die Nichtzulassungsbeschwerde zurück. Damit ist das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster rechtskräftig geworden. Mit Urteilen vom 28. Februar 2023, 2. Mai 2023 und 13. Juni 2023 wies das Verwaltungsgericht Düsseldorf unter Bezugnahme auf das rechtskräftige Urteil des Oberverwaltungsgerichts die einzig noch verbliebenen Klagen zweier Privatklägerinnen, des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) sowie von vier Städten / Kommunen gegen den Planfeststellungsbeschluss zurück und ließ eine Berufung nicht zu. Die gleichwohl mögliche Antragstellung auf Zulassung der Berufung wurde fristgerecht allein seitens der Stadt Hilden gestellt. Mit Beschluss vom 24.01.2025 hat das Oberverwaltungsgericht Münster die entsprechenden Anträge der Stadt Hilden abgelehnt. Finanzwirtschaftliche Chancen und RisikenDie Covestro Deutschland AG ist Liquiditätsrisiken, Fremdwährungs- und Zinschancen sowie -risiken, Kreditrisiken und Risiken aus Pensionsverpflichtungen ausgesetzt. Zur Steuerung der finanziellen Chancen und Risiken sind entsprechende Prozesse etabliert und dokumentiert. Einen Baustein bildet dabei die Finanzplanung, die als Basis zur Ermittlung des Liquiditätsbedarfs und des Fremdwährungsrisikos dient. Die Finanzplanung umfasst einen Planungshorizont von zwölf Monaten und wird regelmäßig aktualisiert. Im weiteren Verlauf werden finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken aufgeführt, die - unabhängig von ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit - von Bedeutung für den Covestro-Konzern sind. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko beschreibt das Risiko, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können. Der Liquiditätsstatus aller wesentlichen Konzerngesellschaften wird kontinuierlich geplant und überwacht. Die Sicherstellung der Liquidität erfolgt durch Liquiditätsbündelung (Cash Pooling Agreements) sowie interne und externe Finanzierungen. Eine im Jahr 2020 erneuerte und erhöhte syndizierte, revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 2,5 Mrd. € mit einer Laufzeit bis März 2027 bietet zusätzlichen Liquiditätsspielraum. Fremdwährungschancen und -risikenFremdwährungschancen und -risiken ergeben sich für die Covestro Deutschland AG aus Änderungen von Wechselkursen und den damit verbundenen Wertänderungen. Materielle Fremdwährungspositionen aus operativer und finanzieller Geschäftstätigkeit werden für liquide Währungen in voller Höhe mit Devisentermingeschäften gesichert. Die geplante Fremdwährungsposition wurde im Berichtsjahr nicht gesichert. Im Fall eines signifikanten Anstiegs des Fremdwährungsrisikos erfolgt die Sicherung der geplanten Fremdwährungsposition ebenfalls über Devisentermingeschäfte. Zinschancen und -risikenDurch Änderungen der Kapitalmarktzinsen ergeben sich Zinschancen und -risiken für die Covestro Deutschland AG. Diese Bewegung kann zu einer Änderung des Zeitwerts von festverzinslichen Finanzinstrumenten sowie von Zinszahlungen bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten führen. Um ungünstige Auswirkungen zu minimieren, wird das Zinsänderungsrisiko zentral über eine laufzeitoptimierte Verschuldungsstruktur gesteuert. KreditrisikenDie Werthaltigkeit von Forderungen und anderen finanziellen Vermögenswerten der Covestro Deutschland AG kann beeinträchtigt werden, wenn Transaktionspartner ihren Zahlungs- oder sonstigen Leistungsverpflichtungen nicht nachkommen. Zur Steuerung der Kreditrisiken aus Forderungen ist ein verantwortliches Kreditmanagement benannt, das regelmäßig Bonitätsanalysen durchführt und für jeden Kunden ein Kreditlimit festlegt. Kapitalmarktentwicklungen als Risiko für PensionsverpflichtungenDie Covestro Deutschland AG hat Verpflichtungen gegenüber jetzigen und früheren Mitarbeitenden aus Pensionszusagen. Veränderungen relevanter Bewertungsparameter, wie Zinssätze, Sterbewahrscheinlichkeiten und Gehaltssteigerungsraten, können eine Erhöhung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen bedingen, was zusätzliche Aufwendungen für Pensionspläne erforderlich macht. Ein Teil der Pensionsverpflichtungen des Covestro-Konzerns ist durch Planvermögen gedeckt. Rückläufige oder gar negative Erträge aus den Anlagen des Planvermögens können sich ungünstig auf den zukünftigen beizulegenden Zeitwert des Planvermögens auswirken. Möglich ist, dass beide Effekte die Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen und zusätzliche Zahlungen des Unternehmens notwendig machen. Dem Risiko von Marktwertschwankungen des Planvermögens wird durch eine ausgewogene strategische Anlagenallokation und eine ständige Analyse der Anlagerisiken, bezogen auf die Pensionsverpflichtungen, begegnet. Daneben werden unter Berücksichtigung von landesspezifischen regulatorischen Vorgaben sowie Liquiditätsaspekten regelmäßig Ausfinanzierungsmaßnahmen von Pensionsverpflichtungen beleuchtet. Diese Maßnahmen bewirken eine Reduzierung der Ausfinanzierungslücke und mindern somit das Risiko. 8. KonjunkturausblickFür das Jahr 2025 rechnen wir mit einer positiven Entwicklung des globalen Wirtschaftswachstums in Höhe von 2,8 %. Wir erwarten solide Konsumausgaben und steigende Investitionen der Unternehmen als wichtige Wachstumstreiber. Potenzielle Handelsrestriktionen stellen allerdings einen Risikofaktor für den Welthandel dar. Für die Region EMLA rechnen wir mit einem leichten Wachstum unterhalb des Weltniveaus. Ein anhaltend schwaches Konsumverhalten und die geringe Exportnachfrage sowie im Raum stehende US-amerikanische-Zölle wirken sich negativ auf die Wachstumsprognosen für die Region aus. Für die exportorientierte Wirtschaft in Deutschland prognostizieren wir für das Jahr 2025 ein Wachstum der Wirtschaftsleistung in Höhe von 0,4 %. Für den Nahen Osten erwarten wir ein leichtes Wachstum, das voraussichtlich über dem globalen Wachstum liegen wird. Die Erdölindustrie ist dabei weiterhin der treibende Faktor, da die Kürzungen in der Ölproduktion in Saudi-Arabien voraussichtlich schrittweise zurückgenommen werden. Für Lateinamerika gehen wir von einem geringfügigen Wachstum unterhalb des Weltniveaus aus. Für Afrika erwarten wir ein leichtes Wirtschaftswachstum oberhalb der globalen Wachstumsrate. Für die Region NA gehen wir für das Jahr 2025 von einem positiven Wachstum leicht unterhalb des Weltniveaus aus. In den USA wird durch die Verlängerung auslaufender Steuererleichterungen und mögliche Reformen, die durch die neue Regierung zu erwarten sind, ein fiskalpolitischer Impuls erwartet. Wir gehen davon aus, dass eine expansive Fiskalpolitik und eine geringere Zuwanderung den Arbeitsmarkt weiter verknappen und dadurch die Arbeitslosenquote sinken wird. Für die USA rechnen wir vor diesem Hintergrund für das Jahr 2025 mit einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,6 %. Das Wirtschaftswachstum in der Region APAC wird voraussichtlich oberhalb des Weltniveaus liegen. Für China rechnen wir für das Jahr 2025 mit einem Wirtschaftswachstum in Höhe von 4,4 %. Wir erwarten, dass die chinesische Regierung im 1. Quartal 2025 aufgrund einer soliden Bilanz und der niedrigen Verschuldung umfangreichere fiskalische Unterstützungsmaßnahmen ankündigen wird. Insbesondere der Immobiliensektor und die Konsumprogramme für private Haushalte werden dabei voraussichtlich im Fokus stehen. Hauptabnehmerindustrien3Für das Jahr 2025 rechnen wir für die weltweite Automobilindustrie mit einem positiven Wachstum in Höhe von 2,7 %. Wir erwarten einen leichten Schub für die Nachfrage nach Automobilen in China, getrieben durch umfangreiche Förderung durch die chinesische Regierung, insbesondere im Bereich der Elektromobilität. Demgegenüber antizipieren wir ein anhaltend schwaches Nachfrageumfeld in Europa und den USA. Während das globale Wachstum voraussichtlich von der Entwicklung in den Regionen APAC und EMLA getragen wird, erwarten wir für die Region NA ein geringeres positives Wachstum. Für die globale Bauindustrie erwarten wir für das Jahr 2025 ein positives Wachstum in Höhe von 0,2 %. Der Rückgang im Wohnungsbau, der Mangel an neu geplantem sozialem Wohnraum, sowie anhaltend hohe Inflationsraten werden die Entwicklung der Bauindustrie voraussichtlich auch im Jahr 2025 belasten. Für die Regionen EMLA und NA antizipieren wir ein leicht positives Wachstum, wohingegen das Wachstum in APAC leicht negativ ausfallen wird. Für die globale Elektrik-, Elektronik- und Haushaltsgeräteindustrie erwarten wir für das Jahr 2025 ein Wachstum in Höhe von 5,2 %. Das Wachstum der Industrie wird im Jahr 2025 voraussichtlich getrieben durch steigende Ausgaben der Unternehmen für Elektronik im Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung, industriellen Automatisierung und dem zunehmenden Einsatz von künstlicher Intelligenz. Für alle Regionen rechnen wir daher mit einer positiven Wachstumsentwicklung. Für die globale Möbelindustrie erwarten wir für das Jahr 2025 ein positives Wachstum in Höhe von 1,5 %. Trotz der positiven Wachstumsaussichten für 2025 leidet die Industrie und die Nachfrage nach Möbeln weiterhin unter dem schwach ausgeprägten Wohnungsbau und dem schwachen Konsumverhalten insbesondere in China und Europa. Für alle Regionen rechnen wir mit einer positiven Wachstumsentwicklung. 9. Umsatz- und ErgebnisprognoseDie Covestro Deutschland AG beurteilt den Erfolg ihres Geschäftsverlaufs anhand der Umsätze und des operativen Ergebnisses. Auf Basis der in diesem Bericht beschriebenen Geschäftsentwicklung ergeben sich unter Abwägung der Risiko- und Chancenpotenziale die folgenden Prognosen: Zum Jahresende 2023 erwarteten wir Umsatzerlöse in 2024 signifikant unter dem Vorjahr. Entgegengesetzt unserer Prognose lagen diese jedoch deutlich über dem Vorjahresniveau, was auf einen Anstieg der Nachfrage zurückzuführen war, wobei sich die Absatzmengen signifikant erhöhten, während sich die Verkaufspreise gegenüber dem Vorjahr auf einem deutlich niedrigerem Niveau bewegten. Das operative Ergebnis lag, entsprechend unserer Prognose, deutlich oberhalb des Vorjahreswerts. Für den Umsatz im Geschäftsjahr 2025 erwarten wir einen Anstieg, der deutlich über dem Vorjahresniveau liegen wird. Die Absatzmengen schätzen wir dabei deutlich über Vorjahr, bei einer im Jahresverlauf steigenden Nachfrage verbunden mit einer ebenso deutlichen Verbesserung der Verkaufspreise trotz der Unsicherheit über die Entwicklung der Energie- und Rohstoffkosten. Für das Jahr 2025 rechnen wir mit einem operativen Ergebnis der Covestro Deutschland AG, welches deutlich über dem des Geschäftsjahres 2024 liegt. Eine genaue Prognose ist jedoch aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten sehr schwierig.
Leverkusen, 19. Februar 2025 Covestro Deutschland AG Der Vorstand Dr. Markus Steilemann, Vorsitzender Christian Baier Dr. Thorsten Dreier Sucheta Govil Tätigkeitsabschlüsse für Tätigkeiten nach § 6b Absatz 3 Satz 1 EnWGDie Covestro Deutschland AG ist ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen nach § 3 Nr. 38 EnWG. Gemäß den im Jahr 2019 getroffenen Festlegungen der Beschlusskammern 8 und 9 (BK8-19 /00002-A und BK9-19 / 613-1) der Bundesnetzagentur (BNetzA) i. V. m. § 6b Absatz 3 EnWG ist die Covestro Deutschland AG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen zur Vermeidung von Diskriminierung und Quersubventionierung verpflichtet, in ihrer internen Rechnungslegung jeweils getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten aus den Bereichen Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung zu führen. Darüber hinaus ist die Covestro Deutschland AG dazu verpflichtet, für energiespezifische Dienstleistungen gegenüber den Tätigkeitsbereichen Elektrizitätsverteilung sowie Gasverteilung, die sie gegenüber einem verbundenen, vertikal integrierten Unternehmen erbringt, Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Absatz 3 Satz 6 i. V. m. Absatz 1 Satz 1 EnWG nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufzustellen und durch einen Wirtschaftsprüfer prüfen zu lassen. Die Covestro Deutschland AG bietet im Covestro-Konzernverbund diverse Dienstleistungen für die Konzerngesellschaften im In- und Ausland an. Hierzu gehören auch energiespezifische Dienstleistungen für ihre Tochtergesellschaft Covestro Brunsbüttel Energie GmbH im Bereich Verwaltung, Ingenieurleistungen sowie standortspezifische Leistungen. Die Covestro Brunsbüttel Energie GmbH mit Sitz in Brunsbüttel übernimmt im Rahmen ihrer Eigenschaft als Eigentümerin des Strom- und Gasnetzes im Covestro Industriepark Brunsbüttel die Strom- und Gasversorgung der Kunden im Industriepark. Es handelt sich somit um eine Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasunternehmen im Sinne des § 6b EnWG. Unter Berücksichtigung der Vorgaben des EnWG hat die Covestro Deutschland AG folgende Tätigkeitsabschlüsse erstellt:
Nach Maßgabe der oben genannten Festlegungen der BNetzA wurden für die Erstellung der Tätigkeitsabschlüsse diejenigen Dienstleistungen ermittelt, die als unmittelbar oder mittelbar energiespezifisch einzuordnen und deshalb auch beim Erbringer der Dienstleistung dem Tätigkeitsbereich Stromnetz oder Gasnetz zuzuordnen sind. Die Tätigkeitsabschlüsse umfassen jeweils eine Bilanz sowie eine Gewinn- und Verlustrechnung. Im Geschäftsjahr 2024 wurden im Zusammenhang mit der Erbringung der energiespezifischen Dienstleistungen weder Vermögenswerte noch Rückstellungen den Tätigkeitsbereichen Strom- und Gasnetz zugeordnet. Deswegen entfällt die Aufstellung eines Rückstellungsspiegels. Die Ermittlung der Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Absatz 3 EnWG erfolgte auf Grundlage des Jahresabschlusses der Covestro Deutschland AG zum 31. Dezember 2024. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der einzelnen Tätigkeiten entsprechen den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Jahresabschluss der Covestro Deutschland AG. Für die Tätigkeitsbereiche Strom- und Gasnetz bestehen keine Haftungsverhältnisse oder sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die gemäß § 268 Absatz 7 HGB bzw. § 285 Nr. 3a HGB anzugeben wären. Im Folgenden sind die Tätigkeitsabschlüsse für die Bereiche Strom- und Gasnetz dargestellt. Die Darstellung erfolgt analog der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung und dem Anhang in Tsd. €. Bilanz StromnetzAktiva
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden gegenüber verbundenen Unternehmen und haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Passiva
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Gewinn- und Verlustrechnung Stromnetz
Bilanz GasnetzAktiva
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestanden gegenüber verbundenen Unternehmen und haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Passiva
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr. Gewinn- und Verlustrechnung Gasnetz
Ermittlung der Bilanz sowie der Gewinn- und VerlustrechnungDie Bilanzpositionen sowie Aufwendungen und Erträge wurden - so weit wie möglich - den Tätigkeiten direkt zugeordnet. Von einer direkten Zurechnung wurde nur im Fall von unvertretbar hohem Aufwand abgesehen. In diesen Fällen wurden geeignete und sachgerechte Schlüssel ermittelt, um die energiespezifischen Leistungen verursachungsgerecht den Tätigkeiten zuzuordnen. Der Ausgleich der Bilanz erfolgt über ein Ausgleichskonto im Umlaufvermögen. Die Zuordnungsregeln, nach denen die Positionen der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung den Tätigkeiten zugewiesen wurden, sind im Folgenden erläutert: Ermittlung der BilanzpositionenAktiva
Ermittlung der Gewinn- und Verlustrechnung
HerstellungskostenschlüsselDer Herstellungskostenschlüssel zur Zuordnung von energiespezifischen Dienstleistungen und korrespondierenden Forderungen und Verbindlichkeiten der Covestro Deutschland AG wurde unter Berücksichtigung der den Tätigkeiten direkt zuordenbaren Herstellungskosten auf Ebene der Covestro Brunsbüttel Energie GmbH abgeleitet.
Leverkusen, 19. Februar 2025 Covestro Deutschland AG Der Vorstand Dr. Markus Steilemann, Vorsitzender Christian Baier Dr. Thorsten Dreier Sucheta Govil Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Covestro Deutschland AG, LeverkusenVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Covestro Deutschland AG, Leverkusen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Covestro Deutschland AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige InformationenDer Vorstand ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDer Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenVermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWGWir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Der Vorstand ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet hat, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung des Vorstands für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Düsseldorf, den 20. Februar 2025 KPMG
AG
Ufer, Wirtschaftsprüfer Dr. Ackermann, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsratsder Covestro Deutschland AGDer Vorstand hat dem Aufsichtsrat im Berichtszeitraum regelmäßig ausführlich in schriftlicher sowie in mündlicher Form über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Unternehmens berichtet. Der Jahresabschluss der Covestro Deutschland AG für das Geschäftsjahr 2024, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang, sowie der Lagebericht wurden nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für Kapitalgesellschaften erstellt. Der Abschlussprüfer, die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Den Jahresabschluss haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwendungen. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Auch über den Lagebericht wurde Einvernehmen erzielt. Mit der Covestro AG besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Für den Berichtszeitraum vom 1. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024 wird der Gewinn unter Beachtung geltender Gesetze an die Covestro AG abgeführt.
Leverkusen, den 25. Februar 2025 Für den Aufsichtsrat Dr. Richard Pott, Vorsitzender des Aufsichtsrates Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 25. Februar 2025 festgestellt. |
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