pluss Personalmanagement Hannover GmbHLiquidiert

30449 Hannover, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Hannover HRB 51424
Vorher
PLUSS Hannover Personal Leasing und System Service GmbH
Eingetragen
27.11.1989
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenVermittlung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von Arbeitskräften
Gegenstand
die entgeltliche Überlassung von eigenen Mitarbeitern an Dritte zur Ausführung von Dienstleistungen aller Art sowie alle damit im engeren und weiteren Zusammenhang stehenden Geschäfte unter Beachtung der Vorschriften des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes, insbesondere unter Ausnutzung von Datensystemen. Beteiligung an anderen Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art. Ferner: die Arbeitsvermittlung unter Beachtung der Vorschriften der Arbeitsvermittlungsverordnung.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

pluss Personalmanagement Hannover GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

pluss Personalmanagement Hannover GmbH, Hannover

A. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

1. Gegenstand des Unternehmens

Die pluss Personalmanagement Hannover GmbH (pluss), Hannover, ist ein Dienstleistungsunternehmen im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (Zeitarbeit). Die beschäftigten Arbeitnehmer werden vor Ort Unternehmen der unterschiedlichsten Branchen im Rahmen eines Arbeitnehmerüberlassungsvertrages für eine bestimmte Zeit zur Verfügung gestellt, um etwaige Engpässe für den Bedarf qualifizierter Mitarbeiter auszugleichen.

2. Unternehmensstruktur

Die pluss Personalmanagement Hannover GmbH unterhält Niederlassungen in Hannover, Braunschweig, Bremen, Göttingen, Kassel, Paderborn und Magdeburg (in 2015 eröffnet).

3. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Personaldienstleistungsunternehmen wie pluss werden von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da eine wachsende deutsche Wirtschaft (Investitionen, Exporte, Konsum) bei unseren Kundenunternehmen zu Auftragsspitzen und damit zu einem Bedarf an qualifiziertem Personal führt. Die Arbeitnehmerüberlassung reagiert frühzeitig auf Änderungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen und ist daher ein Frühindikator für die Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Auf Basis des Bruttoinlandsprodukts (BIP) startete die deutsche Wirtschaft schwungvoll ins Jahr 2014 (+0,8% im ersten Quartal im Vergleich zum Vorquartal). Auf eine Schwächephase im Sommer (-0,1% im zweiten und +0,1% im dritten Quartal) folgte ein konjunkturstarkes viertes Quartal (+0,7%). Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ergibt sich für das gesamte Jahr 2014 saison- und kalenderbereinigt ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,6% gegenüber dem Vorjahr.

Bei einer anhaltend guten Lage auf dem Arbeitsmarkt mit weiterhin wachsenden Beschäftigtenzahlen ist die Beschäftigungsentwicklung in der Zeitarbeit in Deutschland nach zwischenzeitlichen Rückgängen wieder tendenziell aufwärtsgerichtet. Die Ursachen für den deutlichen Rückgang der Zeitarbeit in 2012 und 2013 lagen zum einen in der Einführung von Branchentarifzuschlägen und Mindestlöhnen, die insbesondere durch die zum Teil extremen Preissteigerungen die Nachfrage nach ungelerntem Personal einbrechen ließen, und zum anderen im branchenübergreifenden Fachkräftemangel. Seit Mitte 2013 hat sich die Lage stabilisiert. Der Anteil der Zeitarbeitnehmer an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt weiterhin bei unter 3 %.

4. Umsatz und Auftragsentwicklung

Zu den Kernkompetenzen zählt neben der Arbeitnehmerüberlassung die Personalvermittlung. pluss ist spezialisiert auf die Überlassung qualifizierter Fachkräfte vor allem im Bereich der Medizin und Pflege. Zusätzlich bieten einige Standorte qualifiziertes Personal für die Industrie, das Handwerk und den kaufmännischen Bereich an.

Die Spezialisierung der Niederlassungen auf bestimmte Marktsegmente und qualifiziertes Personal ermöglichte 2014 ein hohes Umsatzwachstum von 17% gegen den allgemeinen Trend in der Zeitarbeitsbranche.

Das Umsatzwachstum ist vor allem in den Niederlassungen in Hannover, Kassel sowie in der in 2014 eröffneten Niederlassung in Paderborn erzielt worden.

Die Gewinnung von Neukunden sowie der Ausbau und die Bindung der Bestandskunden konnten 2014 verbessert werden.

Die Auftragslage ist nach wie vor in der Medizin und Pflege sehr gut, die Preisentwicklung für die Überlassung von Mitarbeitern ist zufriedenstellend und die Marge ist trotz des stärkeren Wettbewerbs stabil geblieben.

5. Investitionen

Investitionen in Sachanlagen wurden in 2014 in Höhe von TEUR 30 getätigt. Den Investitionen standen Abschreibungen in Höhe von TEUR 29 gegenüber. Die Firmenfahrzeuge werden geleast, die Büroräume gemietet.

6. Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Die Gesellschaft finanziert sich aus eigenen Mitteln und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Finanzierungsmaßnahmen durch Kreditinstitute sind nicht geplant.

7. Personal- und Sozialbereich

In der Verwaltung ist ein langjährig bewährter Mitarbeiterstamm vorhanden, dessen Vergütung frei ausgehandelt ist.

Die Gesellschaft beschäftigte außerdem Zeitarbeitnehmer, die nach dem Tarifvertrag IGZ/DGB entlohnt werden. Die Fluktuation der Zeitarbeitnehmer ist branchenspezifisch höher als im Verwaltungsbereich.

Da die Mitarbeitergewinnung, Mitarbeiterentwicklung und Mitarbeiterbindung einen immer größeren Einfluss auf unseren Unternehmenserfolg hat, verstärkt pluss das zentrale Human-Ressource-Management. Neben der Abteilung Personalbeschaffung und der im letzten Jahr entstandenen Abteilung Personalentwicklung befindet sich die Abteilung Personalkommunikation derzeit im Aufbau.

B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Vermögenslage

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen Forderungen aus dem Cash-Pooling-Verfahren sowie Verbindlichkeiten aus der Gewinnabführung und aus der Umsatzsteuer-Abrechnung, die miteinander saldiert werden.

2. Finanzlage

Als Finanzierungsquellen dienen vornehmlich die Zahlungszuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie aus der Anbindung an den Cash-Pool der PLUSS-Gruppe. Der Zahlungsmittelbestand wird mit TEUR 388 (Vorjahr TEUR 332) ausgewiesen.

3. Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind um 17% (TEUR 16.868; Vorjahr TEUR 14.393) angestiegen.

Der dominierende Geschäftsbereich Care People konnte ein Wachstum von 15 % verzeichnen. Der Geschäftsbereich Handwerk und Industrie wuchs sogar um 21 %.

C. Nachtragsbericht

Nach Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse, über die zu berichten wäre.

D. Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

Die Einführung der Branchentarifzuschläge in der Zeitarbeit im November 2012 sowie die Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2015 haben den Zeitarbeitsmarkt insbesondere für ungelerntes Personal in den betroffenen Branchen einbrechen lassen. Daneben hat sich der administrative Aufwand durch die Branchentarifzuschläge für Zeitarbeitsunternehmen und deren Kunden massiv erhöht und damit die Personaldienstleistung zusätzlich verteuert.

Für pluss besteht aufgrund dieser Entwicklungen jedoch kein erhöhtes Geschäftsrisiko, da pluss sich frühzeitig auf die Überlassung von Fachkräften und Fachhelfern spezialisiert hat und daher im Verhältnis zur Branche wenig Hilfskräfte-Massengeschäft betrieben wird. Durch den Tarif-Abschluss vom September 2013 besteht außerdem bezüglich des Lohnniveaus zunächst Planungssicherheit bis Ende 2016.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass die überaus kritische Auseinandersetzung von Politik und Medien mit der Zeitarbeitsbranche zu weiteren Beschränkungen der Arbeitnehmerüberlassung führen wird und sich damit die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Zeitarbeitsbranche nochmals verschlechtern werden.

So ist in Hamburg seit Januar 2014 die Pflegeverordnung der Gesundheitsbehörde für den Einsatz von Leiharbeitnehmern/-nehmerinnen in Kraft getreten. Einrichtungsfremdes Personal darf gemäß dieser Verordnung in Wohneinrichtungen nur noch zeitlich begrenzt in Ausnahmesituationen eingesetzt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass andere Bundesländer ähnliche Maßnahmen zur Reduzierung des Einsatzes von Leiharbeitnehmern/-nehmerinnen anstreben werden.

Es ist damit zu rechnen, dass die Bundesregierung auf Basis der im November 2013 geschlossenen Koalitionsvereinbarung die geplante Begrenzung der Höchstüberlassungsdauer auf 18 Monate noch in 2015 in einen Gesetzesentwurf umsetzen wird. Außerdem sind sich die Koalitionspartner darüber einig, dass Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer künftig spätestens nach neun Monaten hinsichtlich des Arbeitsentgelts mit den Stammarbeitnehmern gleichgestellt werden. Für uns und unsere Kunden bedeutet Equal-Pay nach neun Monaten erneut einen administrativen Mehraufwand, der sich sicherlich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken wird.

Wir gehen davon aus, dass die Vorhaben der Stadt Hamburg und der Bundesregierung den administrativen Aufwand für Zeitarbeitsunternehmen und deren Kunden weiter erhöhen werden. pluss sieht sich jedoch angesichts der guten Ertrags- und Finanzlage gut aufgestellt und strebt trotz dieser Beschränkungen weiteres Wachstum an.

Sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht bekannt.

Die Liquiditätslage ist sehr zufriedenstellend, die Gesellschaft verfügt über einen breiten und solventen Kundenstamm. Zudem wird vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung stets die Bonität eines Neukunden geprüft. Das Risiko von Zahlungsausfällen wird durch ein straffes und zentrales Mahnwesen minimiert. Forderungsausfälle aufgrund von Insolvenzen von Kundenunternehmen liegen aufgrund dieser Maßnahmen auf einem sehr niedrigen Niveau. Zusätzlich werden höhere Kundenforderungen durch eine Forderungsausfalldeckung abgesichert.

E. Prognosebericht

Konjunkturelle Aussichten

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt für das erste Quartal 2015 ein unerwartet schwaches Wachstum von 0,3% -gemessen am BIP- gegenüber dem starken Schlussquartal 2014. Im zweiten Quartal 2015 ist jedoch ein deutlicher Aufschwung spürbar. Dies ist nach Einschätzung des DIW vor allem auf die Erholung der Konsumentwicklung zurückzuführen. Für das Gesamtjahr 2015 wird ein Wachstum von 1,8% des BIP prognostiziert. Für 2016 erwartet das DIW sogar ein Wachstum des BIP von 1,9%. Diese positiven Prognosen basieren auf einer guten Entwicklung der Binnenwirtschaft und der Annahme steigender Exporte. Allerdings weiten die Unternehmen ihre Investitionen nur zögerlich aus, denn viele Risiken sind nicht von der Hand zu weisen: So könnten ein Austritt Griechenlands aus dem Euroraum zu Verwerfungen auf den Finanzmärkten führen. Auch ein Wiederaufflammen des Konflikts um Russland und die Ukraine würde die weltweite Konjunktur und damit auch die Investitionstätigkeit belasten.

Rekrutierung von Fachpersonal

Eine große Herausforderung stellt die Rekrutierung von qualifizierten Fachkräften in allen Geschäftsbereichen dar. Die anhaltend niedrige Arbeitslosenquote sowie die demografische Entwicklung in Deutschland verstärken den Fachkräftemangel zunehmend. Das bedeutet, dass die Rekrutierung von qualifiziertem Personal den erfolgskritischsten Engpass darstellt.

pluss begegnet diesem Engpass mit der weiteren Professionalisierung der Rekrutierung von Fachkräften. Maßnahmen sind die Vernetzung mit diversen Onlineportalen im Internet, der Einsatz von elektronischen Datenbanksystemen und die gezielte Suche und Ansprache von Fachkräften im europäischen Ausland. Zusätzlich investiert pluss in den Aufbau eines zentralen Active-Sourcing-Centers, welches die Aufgabe hat, die relevanten sozialen Medien, die pluss zukünftig für direkte Ansprachen verwenden mag, so zu gestalten, dass die entsprechenden Nutzergruppen auch tatsächlich attrahiert werden können. Dies bedeutet im Detail, dass für Facebook, xing und Co. Content gestaltet wird, der so interessant ist, dass man pluss folgt und unsere Beiträge liest. Erste Erfolge sind schon messbar.

pluss hat speziell für den Bereich der Medizin und Pflege ein Kompetenzzentrum gegründet. Dieses hat die Aufgabe, durch gezielte Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Zeitarbeitnehmer die Attraktivität von pluss als Arbeitgeber zu erhöhen und den Kunden noch qualifiziertere Mitarbeiter anbieten zu können. Mittelfristig wird pluss dadurch zusätzliches Bewerberpotenzial erschließen, die Fluktuation der beschäftigten Zeitarbeitnehmer verringern und Kunden längerfristig binden können. Geplant ist, den Aufgabenbereich des Kompetenzzentrums in den nächsten Jahren schrittweise auf alle Geschäftsbereiche auszuweiten.

Aussichten für pluss

Die Zeitarbeitsbranche wird sich im Jahr 2015 aufgrund der guten Konjunktur voraussichtlich stabil auf dem derzeitigen Niveau bewegen oder leicht wachsen. Die jahrelange Spezialisierung auf bestimmte Marktsegmente (Medizin und Pflege) und die Fokussierung auf qualifizierte Fachkräfte verschafft pluss in den regionalen Märkten spürbare Wettbewerbsvorteile. Die Geschäftsleitung erwartet aufgrund der guten konjunkturellen Aussichten sowie mit der Neueröffnung der Niederlassung Magdeburg für das kommende Jahr ein Umsatzwachstum von mindestens 10% auf ca. 18,5 Mio. EUR. Die Entwicklungen in den Monaten Januar bis Juni 2015 bestätigen diese Annahme.

 

Hannover, den 01.07.2015

pluss Personalmanagement Hannover GmbH

gez. Wolfgang Ungerathen

gez. Markus Kuchel

Bilanz zum 31. Dezember 2014

der pluss Personalmanagement Hannover GmbH, Hannover

Aktiva

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
TEuro
A. Anlagevermögen    
I. Sachanlagen    
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 49.379,00 49
B. Umlaufvermögen    
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.621.760,36 1.244
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 639,72 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 77.548,80 49
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 387.795,38 332
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.955,52 3
  2.140.078,78 1.677

Passiva

   
  Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
TEuro
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 62.000,00 62
II. Bilanzgewinn 1.995,03 2
B. Rückstellungen    
1. Sonstige Rückstellungen 771.147,82 540
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 91.936,54 65
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 38.308,72 113
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.174.690,67 895
  2.140.078,78 1.677

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2014

der pluss Personalmanagement Hannover GmbH, Hannover

Geschäftsjahr
Euro
Vorjahr
TEuro
1. Umsatzerlöse 16.868.229,49 14.393
2. Sonstige betriebliche Erträge 338.207,17 255
3. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 11.778.727,89 10.188
b) Soziale Abgaben 2.270.569,71 1.984
4. Abschreibungen 29.389,01 31
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.928.631,10 1.795
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.149,58 7
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.207.268,53 657
8. Auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne 1.207.268,53 657
9. Jahresüberschuss 0,00 0

Anhang 2014

pluss Personalmanagement Hannover GmbH, Hannover

I. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes (GmbHG) aufgestellt worden.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 2 HGB) auf.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Das Sachanlagevermögen wird mit Anschaffungs-/Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Gesellschaft wendet die lineare Abschreibungsmethode auf Anlagenzugänge an.

Ab 2012 werden geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 410,00 im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Bis einschließlich 2011 wurde für Zugänge von Wirtschaftsgütern mit Anschaffungskosten von € 150,00 bis € 1.000,00 ein Sammelposten gebildet. Dieser Sammelposten wird in jedem Geschäftsjahr mit einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst (§ 6 Abs. 2a EStG).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug der erforderlichen Wertberichtigungen bilanziert. Es werden alle erkennbaren Einzelrisiken berücksichtigt.

Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 1,0 % auf die nicht bereits einzelwertberichtigten Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung getragen.

Für die sonstigen Rückstellungen wurde der Erfüllungsbetrag als Bewertungsmaßstab berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Haftungsverhältnisse, die nicht in der Bilanz enthalten sind und nach § 251 HGB anzugeben sind, bestehen zum 31. Dezember 2014 nicht. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen zum 31. Dezember 2014 € 440.777,24 (Vorjahr: € 455.652,60).

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014 ist im Anlagenspiegel (siehe Anlage) dargestellt.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Überstundenguthaben (Zeitkonto) der Zeitarbeitnehmer inklusive der darauf entfallenden Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von € 259.243,54 (Vorjahr: € 219.277,44), Urlaubsansprüche der Mitarbeiter € 347.419,28 (Vorjahr: € 198.063,34), Tantiemeansprüche € 149.485,00 (Vorjahr: € 108.053,00) und die Kosten für die Prüfung des Jahresabschlusses und die Erstellung der Steuererklärungen in Höhe von € 15.000,00 (Vorjahr: € 15.000,00).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 23.248,16 (Vorjahr: € 22.489,63) enthalten.

Die Verbindlichkeiten und Forderungen gegenüber Gesellschaftern werden saldiert ausgewiesen. Die Forderungen betreffen sonstige Forderungen und die Verbindlichkeiten enthalten solche aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen von € 53.253,22 (Vorjahr: € 44.208,84).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von € 190.170,73 (Vorjahr: € 155.624,44) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 193.814,20 (Vorjahr: € 152.989,86).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge entfallen mit € 6.493,43 (Vorjahr € 6.496,90) auf verbundene Unternehmen.

Die Aufwendungen aus der Ergebnisabführung betreffen in Höhe von € 121.841,92 (Vorjahr: € 47.954,83) den Ergebnisanteil aus der stillen Gesellschaft und € 1.085.426,61 (Vorjahr: € 608.817,17) die Gewinnabführung auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages zwischen der pluss Personalmanagement Hannover GmbH und der pluss Personalmanagement GmbH.

V. Sonstige Angaben

Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl gem. § 267 Abs. 5 HGB beträgt 585 Angestellte (Vorjahr: 486 Angestellte)

Der Geschäftsführung gehörte im Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 an:

Wolfgang Ungerathen, Kaufmann, Hamburg

Markus Kuchel, Kaufmann, Badendorf (seit dem 21. April 2015)

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von € 1.995,03 enthalten. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung verzichtet.

Die größenabhängigen Erleichterungen gem. § 288 HGB wurden in Anspruch genommen.

 

Hannover, den 1. Juli 2015

pluss Personalmanagement Hannover GmbH

gez. Wolfgang Ungerathen

gez. Markus Kuchel

Der Jahresabschluss wurde am 21. August 2015 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der pluss Personalmanagement Hannover GmbH, Hannover, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, den 6. Juli 2015

Hamburger Treuhand Gesellschaft Schomerus & Partner
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Voß, Wirtschaftsprüfer

gez. Kirch, Wirtschaftsprüfer

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2014

der pluss Personalmanagement Hannover GmbH, Hannover

Anschaffungskosten 01.01.2014 Zugänge Abgänge Abschreibungen kumuliert Abschreibungen 2014 Buchwert 31.12.2014 Buchwert 31.12.2013
Euro Euro Euro Euro Euro Euro Euro
Betriebs- und Geschäftsausstattung              
a) Geschäftsausstattung 78.749,38 20.897,73 45,00 55.792,92 11.393,73 27.123,00 17.664,00
b) Geringwertige Wirtschaftsgüter (Sammelposten) 90.421,71 5.489,28 0,00 91.494,99 16.019,28 4.416,00 14.946,00
c) Büroausstattung 28.241,03 3.313,00 0,00 13.714,03 1.976,00 17.840,00 16.503,00
  197.412,12 29.700,01 45,00 161.001,94 29.389,01 49.379,00 49.113,00

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