Geniatec GmbHLiquidiert

28876 Oyten, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Walsrode HRB 200759
Vorher
Erste Projektentwicklungsgesellschaft Friedrich Blanke GmbH
Eingetragen
29.12.2005
Branche
BeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von WerkzeugenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
Der Erwerb und der Betrieb eines unter der Firma Geniatec geführten Unternehmens, das sich als Produktionsverbindungshandel mit dem Vertrieb von Produkten der Bauzulieferindustrie sowie allen damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten und Geschäften befasst.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Thomas Robert Henning
26.23%
26.23%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Thomas Robert Henning
30.750 €
26.23%
30.750 €
26.23%
30.750 €
26.23%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Geniatec GmbH

Oyten

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012

Bilanz

AKTIVA

31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 441.600,00 484.541,00
- davon Geschäfts- oder Firmenwert EUR 425.208,00 (Vorjahr: EUR 484.541,00)    
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 29.208,00 37.589,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.378,03 294.604,50
  429.586,03 332.193,50
  871.186,03 816.734,50
B. Umlaufvermögen    
I. Waren 5.815.496,15 5.982.986,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.533.126,46 5.137.162,25
- davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.359,72)    
- davon gegen Gesellschafter EUR 250.511,43 (Vorjahr: EUR 0,00)    
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 928.954,92 98.401,21
  10.277.577,53 11.218.549,61
C. Rechnungsabgrenzungsposten 44.698,35 41.151,40
  11.193.461,91 12.076.435,51

PASSIVA

   
  31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.025.000,00 1.025.000,00
II. Kapitalrücklage 1.342.333,42 842.333,42
  2.367.333,42 1.867.333,42
B. Rückstellungen 1.011.076,17 1.084.450,52
C. Verbindlichkeiten 7.815.052,32 9.124.651,57
- davon gegenüber Kreditinstituten EUR 1.513.708,03 (Vorjahr: EUR 1.376.813,59)    
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 23.805,80 (Vorjahr: EUR 253.083,11)    
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 201.947,32)    
- davon aus Steuern EUR 69.094,12 (Vorjahr: EUR 71.616,01)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 4.560,82 (Vorjahr: EUR 3.896,27)    
  11.193.461,91 12.076.435,51

Gewinn- und Verlustrechnung

2012
EUR
Vorjahr
EUR
1. Rohergebnis   12.399.176,14   12.270.275,89
2. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 5.463.550,76   5.390.009,77  
b) soziale Abgaben 999.585,24 - 6.463.136,00 974.997,27 - 6.365.007,04
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   - 150.400,13   - 143.997,55
4. sonstige betriebliche Aufwendungen   - 3.995.603,38   - 3.962.963,03
5. sonstige Zinserträge   178.012,38   180.050,99
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 166.140,87 (Vorjahr: EUR 167.125,65) -        
6. Zinsaufwendungen   - 242.438,03   - 339.130,06
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   1.725.610,98   1.639.229,20
8. außerordentliche Erträge   689.723,10   0,00
9. außerordentliches Ergebnis   689.723,10   0,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   0,00   - 34,45
11. sonstige Steuern   39.472,39   - 39.281,88
12. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn   - 2.375.861,69   - 1.599.912,87
13. Jahresüberschuss   0,00   0,00

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde gern. §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear auf die voraussichtliche Nutzungsdauer von 2 bis 3 Jahren abgeschrieben.

Der derivative Geschäfts- und Firmenwert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibung erfolgt über 10 Jahre, dies entspricht aufgrund langjähriger Branchenerfahrung der erwarteten Nutzungsdauer.

Die Zugangsbewertung von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens erfolgt höchstens zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums.

Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt.

Die Folgebewertung des abnutzbaren Sachanlagevermögens ergibt sich aus Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen. Im Jahr des Zugangs erfolgte eine zeitanteilige Ermittlung der Abschreibung. Die Abschreibungen erfolgen linear. Die den Abschreibungen zugrundeliegenden Nutzungsdauern orientieren sich an den amtlichen steuerlichen AfA-Tabellen, da diese den tatsächlichen Nutzungsdauern nicht entgegenstehen.

Für die Zugänge bei den geringwertigen immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen (steuerlich: geringwertige Wirtschaftsgüter) werden die steuerlichen Vorschriften zur Bildung eines Sammelpostens und zur Abschreibung auf fünf Jahre auch in der Handelsbilanz angewendet, da diese der tatsächlichen Nutzungsdauer nicht entgegenstehen.

Fremdbezogene Waren werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wurde für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe die gewogene Durchschnittspreismethode angewendet. Posten mit verminderter Marktgängigkeit (niedrigeren Tageswerten, Marktpreisen) werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag in Höhe ihrer Anschaffungskosten angesetzt.

Die Berücksichtigung des Niederstwertprinzips erfolgt für Einzelrisiken durch entsprechende Einzelwertberichtigungen.

Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird wegen des allgemeinen Zins- und Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den nicht wertberichtigten Nettoforderungsbestand vorgenommen.

Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wurde berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Warenkreditversicherung gesichert sind.

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Zurechnung zum Geschäftsjahr.

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt gern. § 272 HGB

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Vermögensgegenstände und Schulden werden zum Zeitpunkt der Zugangsbewertung mit dem jeweiligen Devisenkassabrief- bzw. -geldkurs (ggf. Devisenkassamittelkurs) umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die Forderungen gegen Gesellschafter gehören auch zu den sonstigen Vermögensgegenständen.

Die im Vorjahr ausgewiesenen Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultierten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen folgende Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten:

TEUR
Kundenboni 482
Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern 457
Berufsgenossenschaftsbeiträge 31

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten sind (wie im Vorjahr) sämtlich innerhalb eines Jahres fällig.

Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gehörten auch zu den sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren (wie im Vorjahr) aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden in voller Höhe durch Raumsicherungsübertragung von Vorräten sowie durch die Sicherungsabtretung von Forderungen besichert.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von EUR 689.723,10 resultieren im Wesentlichen aus periodenfremden Lieferantenboni.

Aufgrund des mit der gb Meesenburg oHG bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wurde ein Gewinn in Höhe von EUR 2.375.861,69 abgeführt.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres 2012 wurden durchschnittlich 153 Mitarbeiter (Vorjahr: 149) beschäftigt, hierunter waren 142 Vollzeitkräfte und 11 Teilzeitkräfte.

2. Haftungsverhältnisse

Mit Garantievertrag vom 17. Dezember 2008 übernimmt die Geniatec GmbH (Garant) gegenüber der Mittelstandsfonds Schleswig-Holstein GmbH (kurz "MSH") die unbedingte und unwiderrufliche Garantie für alle bestehenden, künftigen und bedingten Ansprüche, die der MSH aus dem Vertrag über die stille Beteiligung an der gb Meesenburg oHG zustehen. Sind die durch den Garantievertrag gesicherten Ansprüche der MSH fällig und erfüllt die gb Meesenburg oHG diese Ansprüche nicht, kann die MSH sich an den Garanten wenden, der dann aufgrund seiner Haftung nach Aufforderung der MSH Zahlung zu leisten hat. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die stillen Beteiligungen der MSH an der gb Meesenburg oHG auf EUR 1.800.000,00. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der gb Meesenburg oHG ist nicht mit einer Inanspruchnahme aus dieser Garantie zu rechnen.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen resultieren folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:

T€
Fällig 2013 611
Fällig 2014 567
Fällig 2015 376
Fällig 2016 332
Fällig 2017 und später 1.164
  3.050

4. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Geniatec GmbH sind:

Herr Martin Meesenburg (Kaufmann), Flensburg

Herr Thomas Robert Henning (Kaufmann), Moorrege,

Herr Lothar Reineke (Kaufmann), Weyhe,

Herr Reinhard Meyerdierks (Kaufmann), Lilienthal.

Herr Meesenburg ist einzelvertretungsberechtigt. Er ist generell befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Herr Henning, Herr Reineke und Herr Meyerdierks vertreten die Gesellschaft jeweils gemeinschaftlich mit einem anderen Geschäftsführer oder Prokuristen und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die den Geschäftsführern für ihre Tätigkeit gewährten Gesamtbezüge belaufen sich auf EUR 763.846,00.

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die M. Meesenburg GmbH & Co. KG, Flensburg.

 

Flensburg, den 30. März 2013

Geniatec GmbH

gez. Martin Meesenburg, Geschäftsführer

gez. Thomas Robert Henning, Geschäftsführer

gez. Lothar Reineke, Geschäftsführer

gez. Reinhard Meyerdierks, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012

- in der zur Offenlegung bestimmten Form -
Anschaffungskosten
Stand 1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Geschäfts- oder Firmenwert 595.667,00 0,00 0,00 595.667,00
2. Übrige 95.743,09 23.162,60 0,00 118.905,69
Summe I.: 691.410,09 23.162,60 0,00 714.572,69
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 80.222,67 0,00 0,00 80.222,67
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 739.806,11 191.898,06 126.412,54 805.291,63
Summe II. 820.028,78 191.898,06 126.412,54 885.514,30
Summe I. - II.: 1.511.438,87 215.060,66 126.412,54 1.600.086,99
Abschreibungen
Stand 1.1.2012
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2012
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Geschäfts- oder Firmenwert 111.126,00 59.333,00 0,00 170.459,00
2. Übrige 95.743,09 6.770,60 0,00 102.513,69
Summe I.: 206.869,09 66.103,60 0,00 272.972,69
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 42.633,67 8.381,00 0,00 51.014,67
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 445.201,61 75.915,53 116.203,54 404.913,60
Summe II. 487.835,28 84.296,53 116.203,54 455.928,27
Summe I. - II.: 694.704,37 150.400,13 116.203,54 728.900,96
Buchwerte
Stand 31.12.2012
EUR
Stand 31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Geschäfts- oder Firmenwert 425.208,00 484.541,00
2. Übrige 16.392,00 0,00
Summe I.: 441.600,00 484.541,00
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 29.208,00 37.589,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 400.378,03 294.604,50
Summe II. 429.586,03 332.193,50
Summe I. - II.: 871.186,03 816.734,50

Bestätigungsvermerk

Nachfolgender Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss (ohne Offenlegungserleichterungen) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang ­unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Geniatec GmbH, Oyten, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Flensburg, 4. November 2013

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Karsten, Wirtschaftsprüfer

gez. Marquardsen, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht zum Jahresabschluss per 31.12.2012

Geniatec GmbH

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1. Überblick über den Geschäftsverlauf

Nach einem deutlichen Umsatzwachstum in den beiden Vorjahren konnte das hohe Niveau im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 in einem schwierigeren Marktumfeld nahezu wiederum erreicht werden.

Das operative Ergebnis konnte sogar noch leicht verbessert werden. Aufgrund eines Sondereffektes liegt der Gewinn deutlich über dem Vorjahreswert.

1.2. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Das Jahr 2012 war weiterhin von den Auswirkungen der Finanzkrise geprägt. Während sich die Finanzmärkte mittlerweile weitgehend beruhigt haben, hat sich die realwirtschaftliche Situation insbesondere in Südeuropa zunehmend verschlechtert.

Dieser Eintrübung der Lage vieler EU-Staaten konnte sich auch die deutsche Volkswirtschaft in 2012 nicht ganz entziehen, so dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2012 nur um 0,7% gestiegen ist, nachdem das Wachstum in den beiden Vorjahren 3,0% bzw. 3,7% betragen hatte.

Die deutsche Bauwirtschaft hat sich im vergangenen Jahr robust gezeigt, innerhalb der Hochbausparten jedoch ein heterogenes Bild geboten. Dabei hat sich der Trend des Vorjahres fortgesetzt, wonach der Nichtwohnungsbau aufgrund des Auslaufens der Wirkungen der aufgelegten Konjunkturpakte leicht rückläufig war. Demgegenüber ist der über viele Jahre rückläufige Wohnungsbau wie im Vorjahr kräftig gewachsen. Da die Zahl der Baugenehmigungen im Berichtszeitraum weiter angestiegen ist, darf hier auf einen längerfristigen Aufschwung, der von einem Investitionsstau der Vorjahre sowie weiterhin niedriger Zinsen getragen wird, gehofft werden.

Viele unserer Kunden sind insbesondere von der Anzahl der in Deutschland produzierten Fenster und Türen abhängig. Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Fensterabsatz um 3,4% auf 13,3 Mio. Fenstereinheiten. Wie im Vorjahr wurde das Marktwachstum in 2012 ganz überwiegend vom Neubau getragen, während die energetische Sanierung nur knapp das Vorjahresniveau übertraf. Dennoch werden weiterhin rd. 2/3 der neuen Fenster für die Sanierung verwendet. Nach Branchenangaben war die Fensterproduktion in Deutschland im abgelaufenen Jahr lediglich konstant. Das zusätzliche Volumen wird über ein erhöhtes Importvolumen, insbesondere aus Polen, dargestellt.

Für das laufende Jahr 2013 wird mit einem moderaten Anstieg auf 13,7 Mio. Fenstereinheiten gerechnet.

Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich im deutschen Außentürenmarkt, der ein Wachstum von 3,6% auf 1,33 Mio. Einheiten erreichte. Auch hier wird für 2013 ein in etwa analoges Wachstum von 3,1% erwartet.

1.3. Organisationsstruktur, Leitung und Kontrolle

Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochter der gb Meesenburg OHG, Flensburg. Die Organisation und rechtliche Struktur des Unternehmens blieb im vergangenen Jahr unverändert.

Die Gesellschaft hat 4 Geschäftsführer. Herr Lothar Reineke, Herr Reinhard Meyerdierks und Herr Thomas Henning sind gemeinschaftlich vertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Herr Martin Meesenburg ist einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer und hat ebenfalls die Befugnis, im Namen der Gesellschaft, mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Durch das permanent angewendete Controlling der gb Meesenburg OHG wird das Unternehmen einer ständigen Prüfung unterzogen.

1.4. Geschäftsmodell und Standorte

Das Unternehmen agiert als Produktionsverbindungshändler für technische Beschläge, Werkzeuge, Befestigungstechnik, Sicherheitstechnik und verwandte Produktgruppen.

Unsere Kunden entstammen überwiegend dem holz-, metall- und kunststoffverarbeitenden Handwerk und der Industrie. Die Kundenbasis verteilt sich im Wesentlichen auf Tischler, Metallbaubetriebe, Innenausbaubetriebe, werkstattlose Handwerker sowie Fenster- und Türhersteller. Den Kunden wird ein Artikelspektrum von über 350 Lieferanten geboten.

Der Sitz des Unternehmens ist Oyten. Hier befindet sich das Zentrallager der Gesellschaft, über das ca. 85% des gesamten Warenflusses abgewickelt wird.

Darüber hinaus wurden zum 31.12.2012 Niederlassungen in Rellingen bei Hamburg, Rostock/Kavelstorf, Hannover und Vechta betrieben.

In allen rechtlich unselbstständigen Niederlassungen wird sowohl das Abholgeschäft für den regionalen Handwerker betrieben, als auch der Verkauf über den eigenen Außendienst.

1.5. Angaben zu den wichtigsten Geschäftsfeldern/Segmenten und dort erreichten Marktstellung

Die Gesellschaft erbringt ihre Leistung in den nachfolgend genannten Geschäftsfeldern.

Betriebswirtschaftliche Jahresleistung
in Mio. €
Geschäftsfeld 2011 % 2012 %
Fensterbau 22,3 42,1% 21,0 40,2%
Türenbau 13,8 26,0% 14,0 26,8%
Befestigungs- und Montagetechnik 5,0 9,4% 5,1 9,8%
Werkzeuge/Maschinen 1,3 2,5% 1,6 3,1%
Metalltechnik 2,4 4,5% 2,8 5,4%
Innenausbau 5,3 10,0% 4,4 8,4%
Sicherheitstechnik 1,8 3,4% 2,2 4,2%
sonstige 1,1 2,1% 1,1 2,1%
Summe 53,0 100% 52,2 100%

Das Unternehmen hat sich im Berichtszeitraum analog der Branchenentwicklung bewegt.

Wie die vorstehende Tabelle zeigt, konnte in den meisten Geschäftsfeldern ein moderates Wachstum erreicht werden. Im Bereich Fensterbau wurde auf einige Aufträge mit unattraktiven Deckungsbeiträgen bewusst verzichtet. Im Bereich Innenausbau hatte ein Großkunde seinen Jahresbedarf Ende des Jahres 2011 durch einen Großauftrag gedeckt, wodurch die Umsatzentwicklung 2012 in diesem Geschäftsfeld belastet war.

Insgesamt war die Umsatzverteilung im abgelaufenen Jahr etwas breiter angelegt. Durch diese günstigere Verteilung des Produktmixes ergaben sich positive Effekte auf den Rohertrag.

1.6. Bewertung der erreichten Ergebnisse und Erläuterung wesentlicher Planabweichungen

Nach den deutlichen Umsatzzuwächsen der beiden Vorjahre wurde der Vorjahresumsatz in 2012 nahezu erreicht. Aufgrund des margenstärkeren Produktmixes konnte das Rohergebnis etwas gesteigert werden. Dieser positive Effekt wurde jedoch durch die leicht gestiegenen Personalaufwendungen sowie den leichten Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgezehrt.

Aufgrund des gesunkenen Zinsaufwandes konnte das gute Niveau des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sogar noch leicht ausgebaut werden und wird als voll zufriedenstellend bewertet. Aufgrund eines einmaligen Sondereffektes liegt das ausgewiesene Gesamtergebnis deutlich über dem Vorjahresergebnis.

Wesentliche Planabweichungen liegen nicht vor. Der geplante Umsatz sowie das Planergebnis wurden im Wesentlichen erreicht.

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1. Umsatz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöse haben sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mio. reduziert.

Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rd. 0,9 Mio. auf rd. 40 Mio. gesunken.

Die Abschreibungen (AfA) sind um T€ 6 auf T€ 150 gestiegen.

Der Personalaufwand stieg im Geschäftsjahr um T€ 98 auf T€ 6.463.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit T€ 3.995 nahezu unverändert.

Während sich die Zinserträge um T€ 2 auf T€ 178 vermindert haben, ist der Zinsaufwand um T€ 97 gesunken. Dadurch reduzierte sich der Netto-Zinsaufwand um T€ 95.

2.2. Finanzlage

Größte Einzelmaßnahme innerhalb des Investitionsvolumens war in 2012 die Modernisierung der Räumlichkeiten in Rostock/Kavelstorf.

Zusammenfassend ist das Unternehmen nach wie vor in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Lieferantenskonto wird generell in Anspruch genommen. Gegenläufige Tendenzen sind zum Berichtstage nicht zu erkennen.

2.3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme wurde um rd. 0,9 Mio. auf 11,2 Mio. reduziert. Im Verlauf des Jahres 2012 wurde die Kapitalrücklage um 0,5 Mio. aufgestockt, so dass das Eigenkapital per 31.12.2012 in Höhe von T€ 2.367 gezeigt wird. Dadurch hat sich die Eigenkapitalquote um 5,6%-Punkte auf 21,1% verbessert.

Die Gesellschaft hat mit der gb Meesenburg OHG am 17.10.2008 einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der im November 2008 in das Handelsregister eingetragen wurde.

Investitionen werden auch zukünftig vornehmlich im Rahmen der betriebsnotwendigen Erhaltungsinvestitionen durchgeführt. Die bilanzierten Vermögenswerte des Anlagevermögens werden planmäßig abgeschrieben.

3. Nachtragsbericht

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung sind keine substanzgefährdenden Risiken erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können.

Risiken aus schwebenden Geschäften haben wir im Bereich der Rückstellungen entsprechend dem einzelnen objektiv eingeschätzten Risiko berücksichtigt.

4. Risiko- und Chancenbericht

Als Risiko wird ein Ereignis definiert, welches zu einer signifikanten negativen Abweichung vom geplanten Betriebsergebnis führt, falls es eintrifft. Die Ermittlung und Abwägung von Chancen und Risiken ist zentraler Bestandteil unternehmerischen Handelns.

Grundsätzlich bestehen im Wesentlichen gesamtwirtschaftliche Risiken, Branchenrisiken, Personalrisiken und Finanzrisiken.

Aufgrund der aktuell robusten Verfassung der deutschen Volkswirtschaft sehen wir kurzfristig keine gravierenden konjunkturellen Risiken, wobei das kurzfristige Chancenpotenzial aufgrund der labilen Situation vieler EU-Staaten zumindest für das laufende Jahr begrenzt ist. Mittelfristig besteht das Risiko weiterhin stagnierender Volkswirtschaften, falls die Finanzkrise in den sog. Peripherieländern anhält bzw. sich noch verstärkt. Andererseits bietet die sich abzeichnende Beruhigung der Finanzmärkte mittelfristig wieder die Chance auf Wachstum, wovon auch die deutsche Volkswirtschaft profitieren dürfte. Die aktuelle Lage der Branche wird als robust und gut angesehen, wobei die Wachstumsraten für das laufende Jahr moderat betrachtet werden.

Qualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind der Schlüssel für die Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Durch die Förderung einer kooperativen Unternehmenskultur, eine leistungsgerechte Vergütung, eine hohe Ausbildungsquote, umfangreiche Weiterbildungs- und Qualifizierungsangebote sowie regelmäßige Mitarbeitergespräche beugen wir dem Nachwuchsmangel und dem in Deutschland befürchteten Fachkräftemangel vor. Um die Personalentwicklung noch effektiver fördern zu können, wurde im Verlauf des Jahres 2012 der Bereich "human resources" neu geschaffen. In diesem Bereich wird u.a. eine hausinterne Akademie etabliert, die Mitarbeiter aller Altersgruppen gezielt fördern und spezifisch weiterentwickeln soll.

Im finanzwirtschaftlichen Bereich wird das Risiko von Forderungsausfällen durch

Risikostreuung, ein stringentes Debitorenmanagement sowie eine Warenkreditversicherung begrenzt.

Mittels des firmenübergreifenden Controllings der gb Meesenburg OHG wird die Geniatec GmbH einer permanenten Prüfung unterzogen.

Durch diese regelmäßige Überprüfung können wir erkennen, ob sich die Risiko- oder Chancensituation verändert hat, um dann kurzfristig handeln und gegensteuern zu können. Wir sind damit in der Lage, frühzeitig Maßnahmen einleiten zu können, die für eine erfolgreiche Marktpositionierung unserer Filialen und für unser Unternehmen notwendig sind.

Besondere Chancen sehen wir in der durch die Energiewende noch weiter verstärkten Energiediskussion und dem hiermit zusammenhängenden Zwang zum Energiesparen aufgrund drastisch ansteigender Energiepreise. Gerade hier kann unsere Branche einen wertvollen Beitrag leisten und dürfte einer lang anhaltenden Nachfragesteigerung begegnen.

Zudem hat der Wohnungsneubau in Deutschland nach jahrelangen Rückgängen eine Bodenbildung erreicht. Immobilienbesitz wird gerade in Deutschland als attraktive und wertbeständige Vermögensanlage wiederentdeckt, was sich in deutlich gestiegenen Immobilienpreisen ausdrückt. Auch vor dem Hintergrund des niedrigen Zinsniveaus sowie des weit verbreiteten Renovierungsstaus dürfte sowohl der Neubau als auch die energetische Sanierung in absehbarer Zeit Impulse setzen.

5. Prognosebericht

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen in Deutschland für das Jahr 2013 mit einem moderaten Wirtschaftswachstum in einer Größenordnung von etwa 0,5% und für das Jahr 2014 mit etwas lebhafterem Wachstum. Die Prognosen für die Bauwirtschaft und das Handwerk entsprechen im Wesentlich der gesamtwirtschaftlichen Prognose.

Aufgrund der Energiewende und der anhaltenden Energiediskussion dürfte sich die Fensterbranche mittelfristig leicht positiv von der Bauwirtschaft absetzen und zu einer der aussichtsreicheren Branchen zählen. Die energetischen Anforderungen an die Gebäudehülle werden auch aufgrund steigender Energiekosten und wachsender ökologischer Verantwortung weiter steigen. Das führt dazu, dass unsere Kunden mit einem weiterhin stabilen Nachfragemarkt rechnen können und wir davon entsprechend als Zulieferer der Fenster- und Türenindustrie profitieren.

Für das Jahr 2013 rechnen wir mit einer moderaten Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich, für das Jahr 2014 erwarten wir etwas höhere Umsatzzuwächse. Für beide Jahre wird mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses analog der Umsatzzuwächse gerechnet.

Ein hochmotiviertes Team von Führungskräften und Mitarbeitern wird auch im Jahr 2013 mit vollem Einsatz daran arbeiten. Marktanteile zu gewinnen und sich alle hieraus bietenden Chancen zu nutzen.

 

Martin Meesenburg, Geschäftsführer

Lothar Reineke, Geschäftsführer

Thomas Henning, Geschäftsführer

Reinhard Meyerdierks, Geschäftsführer

Auszug aus dem Protokoll
über die Beschlussfassung der alleinigen Gesellschafterin
der Geniatec GmbH, Oyten

Der von der BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Flensburg, erstellte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 10. April 2013 versehene Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 wird festgestellt.

 

Flensburg, 15. April 2013

Martin Meesenburg

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