Kyon-100 Battery Storage GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Batterien und Akkumulatoren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
John Matias Sanchez Luna seit 19.2.2025 | Geschäftsführer |
Robert Dr. Mayer-Uellner seit 27.7.2021 | Geschäftsführer |
Martin Esters seit 11.3.2019 | Geschäftsführer |
Andreas Schröder seit 9.3.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.70% | |
A****** S******* | 5.45% |
M***** E***** | 4.88% |
| Name | Anteil |
|---|---|
SoD ScreenOnDemand GmbHEigenbeteiligung | 50.09% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
9 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 9 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SoD ScreenOnDemand GmbHMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SoD ScreenOnDemand GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SoD ScreenOnDemand GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SoD ScreenOnDemand GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 10. Oktober 2024 EY
GmbH & Co. KG
von Michaelis, Wirtschaftsprüfer Lichtblau, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist gemäß den Größenkriterien des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss der SoD ScreenOnDemand GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Gesellschaftsidentifikation laut Registergericht
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der Maßgabe der üblichen Nutzungsdauer von drei Jahren angesetzt. Für selbst geschaffene immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird das Aktivierungswahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen und über eine gewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben. Im Gegensatz zu aktivierungsfähigen Entwicklungskosten werden Forschungskosten nicht aktiviert. Die Aktivierung der Entwicklungsaufwendungen wird ab dem Zeitpunkt vorgenommen, ab dem die Aufwendungen in einem konkreten Zusammenhang mit einer absatzfähigen Software oder der wesentlichen Verbesserung einer bestehenden absatzfähigen Software stehen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibung über die gewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren, bewertet. Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens bis zu Anschaffungskosten von EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die liquiden Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Das Stammkapital ist zum Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und decken alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern werden auf temporären Differenzen zwischen den Buchwerten in der Bilanz und den steuerlichen Wertansätzen der immateriellen Vermögenswerte gebildet. Latente Steuerschulden werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuervorschriften zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Aktive und passive latente Steuern werden unsaldiert ausgewiesen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip und das Anschaffungskostenprinzip beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke aus Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen. Die SoD ScreenOnDemand GmbH realisiert als Dienstleister ihre Umsatzerlöse zum Zeitpunkt der Erbringung der Dienstleistung. Aufwendungen und Erträge werden unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung verbucht, wenn sie betrieblich veranlasst bzw. realisiert sind. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Für die Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagespiegel verwiesen. Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden im Geschäftsjahr nicht aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 23 an. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 23.519 (Vorjahr: TEUR 0) Finanzforderungen aus dem Cash-Pooling mit der Axel Springer SE, Berlin. Zudem waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.937 (Vorjahr: TEUR 1.659) enthalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 645 (Vorjahr: TEUR 367) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Agenturrabatte in Höhe von TEUR 516 (Vorjahr: TEUR 297). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen. Latente Steuern Zum 31. Dezember 2023 betragen die passiven latenten Steuern unter Berücksichtigung der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens insgesamt TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 108). Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In der Gewinn- und Verlustrechnung fand eine Umgliederung von Aufwendungen für Agentur- Dienstleistungen in Höhe von TEUR 1.502 aus den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Materialaufwand statt. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 220). Ausschüttungsgesperrt sind aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 328) abzüglich der hierfür gebildeten passiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 33 (Vorjahr: TEUR 108). Sonstige Angaben Wesentliche Beteiligungen Die SoD ScreenOnDemand GmbH hält als Muttergesellschaft Anteile an verbundenen Unternehmen, die sich zum 31. Dezember 2023 wie folgt darstellen:
Mitglieder der Geschäftsführung
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Kalenderjahr belaufen sich auf TEUR 276. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 41 (Vorjahr: 30) Mitarbeiter beschäftigt. Ergebnisverwendungsvorschlag Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 15.199 auf neue Rechnung vorzutragen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Axel Springer SE, Berlin, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis aufstellt, einbezogen. Sie ist dadurch von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss zu erstellen. Der Konzernabschluss der Axel Springer SE wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.
München, den 7. Oktober 2024 gez. Andreas Schröder, Geschäftsführer gez. Martin Esters, Geschäftsführer gez. Dr. Robert Mayer-Uellner, Geschäftsführer gez. Julia Wehrle, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit, Ziele und Strategien Die SoD ScreenOnDemand GmbH wurde am 03. Februar 2017 gegründet und hat ihren Sitz in München sowie je eine Niederlassung, von untergeordneter Bedeutung, in Düsseldorf, in Hamburg, in Wien (Januar 2020) und in Paris (Juni 2020). Mit Kaufvertrag vom 11.06.2021 und Vollzug am 15.07.2021 hat die Axel Springer All Media GmbH, Berlin, in einem ersten Schritt 6.425 Geschäftsanteile von den Mitgesellschaftern erworben. Mit Kaufvertrag vom 25.05.2023 und Vollzug am 08.06.2023 hat die Axel Springer All Media GmbH, Berlin, weitere 6.398 Geschäftsanteile von den Mitgesellschaftern erworben. Die Axel Springer All Media GmbH hält nunmehr einen Anteil am Stammkapital der Gesellschaft in Höhe von 50,1 %, die restlichen Anteile hält weiterhin das Management Team bzw. deren Beteiligungsgesellschaften. Die Gesellschaft hält zum Bilanzstichtag eine österreichische Tochtergesellschaft SoD ScreenOnDemand AT GmbH, Wien, sowie eine französische Tochtergesellschaft SoD ScreenOnDemand FR S.A.R.L, Paris. Die SoD ScreenOnDemand GmbH stellt digitale, AdServer basierte Werbelösungen für Großformat Kampagnen bereit. Dabei arbeitet die SoD ScreenOnDemand GmbH mit den Werbetreibenden, der sog. Nachfrageseite (Demand Side), zusammen und orientiert sich an deren Wunsch nach Effektivität und Effizienz. Auf der anderen Seite arbeitet die SoD ScreenOnDemand GmbH mit den Publishern, der sog. Anbieterseite (Supply Side), zusammen und orientiert sich an deren Wunsch nach bestmöglicher plattformunabhängiger Monetarisierung / Vermarktung ihrer Werbeformate. Die SoD ScreenOnDemand GmbH unterstützt mithilfe von technischen Möglichkeiten (bspw. Targeting) das Bedürfnis ihrer Kunden, die gewünschten jeweiligen Zielgruppen in dem werblich passenden Kontext auf ihrem jeweiligen Endgerät (Tablet-PCs, internetfähige TV-Geräte, PCs, Smartphones oder auch digitale Out of Home Werbeflächen) zu erreichen. Dabei werden alle Kampagnen mithilfe von technischen Lösungen in Echtzeit auf internetfähigen Geräten ausgeliefert. Die eigene, proprietäre Technologie-Infrastruktur für die Auslieferung von Großformatwerbung wird laufend durch eigene Entwicklungen sowie Entwicklungen von Dritten optimiert und weiterentwickelt, um bestmögliche Kampagnenwerte für Advertiser zu erzielen. Die SoD ScreenOnDemand GmbH profitiert von skalierbaren und effizienten Einkaufsprozessen und ermöglicht ihren Kunden die Umsetzung datengetriebener Werbestrategien. Auch Publisher profitieren unter anderem vom Automatisierungsprozess über programmatischen Plattformzugang und den Möglichkeiten der Monetarisierung ihrer Werbeformate. Die SoD ScreenOnDemand GmbH arbeitet zudem weiterhin daran, die programmatische Allokation von Marketingbudgets zu ermöglichen, um von dem Wunsch nach einem höheren Grad der Automatisierung bei der Abwicklung von Werbung zu profitieren. Von den Wettbewerbern, die ebenfalls digitale Großformate bei Agenturen und Werbetreibenden anbieten, unterscheidet sich die SoD ScreenOnDemand GmbH vor allem durch eine umfassende proprietäre technologische Infrastruktur, die AdServer, Supply Side Platform (SSP), Audience Targeting System, Contextual Targeting System und Data Management Platform (DMP) beinhaltet. Die SoD ScreenOnDemand GmbH verfolgt eine klare Wachstumsstrategie mit dem Ziel der kontinuierlichen Umsatzsteigerung sowohl bei Agenturen als auch Werbetreibenden. Diese Umsatzsteigerungen sollen, durch engen Kundenkontakt und kontinuierliche Anpassung der Produkte an technischen Neuerungen und Kundenbedürfnissen sowie Kooperationen z. B. mit Schwestergesellschaften erreicht werden. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.1.1 Wirtschaftliches Umfeld Im Jahr 2023 war das globale Wirtschaftswachstum nach Angaben der Europäische Zentralbank moderat. Dank eines starken privaten Konsums und widerstandsfähiger Arbeitsmärkte erreichte es für das Jahr 2023 etwa 3,3 %. Im Jahr 2024 dürfte sich das Wachstum leicht abschwächen und voraussichtlich bei rund 3,2 % liegen. Für 2025 wird ein Anstieg auf etwa 3,3 % prognostiziert. In Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstum 2024 voraussichtlich deutlich höher ausfallen und rund 4,3 % erreichen. (Quelle: Statista; IWF Prognose: Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach Ländergruppen in den Jahren 2023 bis 2025, veröffentlicht am 18. Juli 2024) Seit dem April-Update 2024 haben sich die globalen Wachstumsprognosen leicht verbessert. Dennoch bleibt das weltweite Wachstum weiterhin deutlich unter dem historischen Durchschnitt von 3,8 %, der in den Jahren 2000 bis 2019 erreicht wurde. Negative Auswirkungen auf das Wachstum hatten der Krieg in der Ukraine und der schwere Ausbruch von Covid-19 in China im Jahr 2020. Während die Inflationsraten Ende 2022 ein Langzeithoch erreichten, sind sie im Laufe des Jahres 2023 deutlich zurückgegangen und haben Anfang 2024 wieder das Niveau vor der Krise erreicht. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) war die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 von anhaltender Stagnation geprägt, begleitet von hohen, jedoch rückläufigen Inflationsraten. Die schwächere Entwicklung, die zu Beginn des Jahres noch positiver eingeschätzt wurde, ist vor allem auf die Nachwirkungen erheblicher Kaufkraftverluste durch die Energiepreiskrise zurückzuführen, die den privaten Konsum stark beeinträchtigt haben. Zudem trugen das schwächere Wachstum der Weltwirtschaft sowie die belastenden Auswirkungen geopolitischer Spannungen und Krisen zur wirtschaftlichen Abschwächung bei. Die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucher spiegelte sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce wider. Der Bruttoumsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 % auf 79,7 Mrd. €, nach 90,4 Mrd. € im Jahr davor. (Quelle: Bundesverband Versandhandel und E-Commerce; Pressekonferenz in Berlin am 25. Januar 2024) 2.1.2. Entwicklung des deutschen Online-Werbemarktes Die Werbewirtschaft in Deutschland ist nach ZAW (Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft), im Jahr 2023 auf 48,79 Mrd. € (+1,5 %) gewachsen. Mit diesem Ergebnis lässt die Werbewirtschaft die Jahre mit multiplen Krisen Pandemie, Russland-Ukraine-Krieg und Energiekrise hinter sich und verzeichnet ein leichtes Plus. Gehemmt werden weitere Steigerungen durch immer enger gezogene Überregulierung, die der Wirtschaft die Luft zur Entfaltung und für Investitionen abschnürt. Die Investitionen in Werbung steigen auf 36,98 Mrd. € (+2,2 %), die Netto-Werbeeinnahmen der Medien auf 25,87 Mrd. € (0,7 %). Ausschlaggebend für die positive Entwicklung ist das überproportionale Wachstum der digitalen Werbung. (Quelle: Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW e. V.; Pressemeldung am 29.05.2024 2.2. Geschäftsverlauf Die Geschäftsführung steuert das Unternehmen anhand einer Reihe von Kenngrößen, um mögliche Risiken stets frühzeitig zu erfassen und möglichst aktiv zu steuern. Das Steuerungssystem umfasst insbesondere finanzielle Kennzahlen, die die Performance des Unternehmens und die Geschäftstätigkeit widerspiegeln. Die zentralen Leistungsindikatoren sind der Umsatz und der Rohertrag. Im Jahr 2023 musste die Gesellschaft trotz des positiven Marktumfeldes einen deutlichen Rückgang des Rohertrages hinnehmen. Der Rohertrag, definiert als Umsatz abzüglich Aufwendungen für bezogene Leistungen, lag im Geschäftsjahr unter dem Vorjahr. In absoluten Zahlen betrug der Rohertrag im Jahr 2023 26,7 Mio. € (Vorjahr: 34,2 Mio. €). 2.2.1. Ertragslage Das Rohergebnis in Höhe von 26,9 Mio. € verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Mio. € (Vorjahr: 34,6 Mio. €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf einen Anstieg des Materialaufwands zurückzuführen. Dies bezieht sich insbesondere auf die bezogenen Leistungen, die zur Realisierung des Umsatzvolumens in Form von Werbeinventareinkauf notwendig sind. Die Personalaufwendungen erhöhten sich deutlich um 35 % auf 2,7 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €), was auf ein starkes Wachstum der Mitarbeiteranzahl zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr 2023 wurden keine Entwicklungskosten als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Zur Erweiterung der technischen Infrastruktur der Gesellschaft wurde Software im Wert von 0,5 Mio. € erworben. Die Abschreibungen für immaterielle Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr 2023 0,7 Mio. €. Diese setzen sich zusammen aus Abschreibungen für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände i. H. v. 0,2 Mio. € und Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände i. H. v. 0,5 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Jahr 2023 um 1,8 Mio. € auf 1,4 Mio. €. Der Rückgang resultiert vornehmlich aus einer Anpassung des Ausweises von Agency- bzw. Marketingaufwendungen, die in 2023 im Unterschied zum Vorjahr als Erlösschmälerung in den Umsatzerlösen bzw. im Materialaufwand ausgewiesen worden sind. Der Jahresüberschuss in Höhe von 15,2 Mio. € hat sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr (19,4 Mio. €) vor allem aufgrund des niedrigeren Rohrergebnisses deutlich verringert. 2.2.2. Finanzlage Einen Überblick über die Herkunft und über die Verwendung der finanziellen Mittel des Unternehmens gibt die nachstehende Darstellung der Zahlungsmittelflüsse. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug im Geschäftsjahr 17,6 Mio. € (Vorjahr: 20,3 Mio. €) und ist im Vergleich zum Vorjahr insbesondere durch das geringere Periodenergebnis belastet. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf -24,1 Mio. € (Vorjahr: -0,7 Mio. €). Der deutliche Anstieg resultiert aus dem in 2023 geschlossenen Rahmenvertrag zum Cash Management mit der Axel Springer SE und den damit verbundenen erstmalig ausgewiesenen Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von 23,5 Mio. € Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf -0,3 Mio. €. Im Vorjahr war dieser durch eine Gewinnausschüttung maßgeblich geprägt und betrug EUR -12,4 Mio. Der Finanzmittelbestand unseres Unternehmens hat sich gegenüber dem Vorjahr (17,0 Mio. €) um 6,8 Mio. € vermindert und betrug zum Ende des Geschäftsjahres 10,2 Mio. €. Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die sehr solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung; die Finanzierung erfolgt ausschließlich aus Eigenmitteln. Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Daraus ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein negativer Cashflow von -6,8 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €). Die SoD ScreenOnDemand GmbH war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 2.2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der SoD ScreenOnDemand GmbH belief sich zum Bilanzstichtag auf 51,4 Mio. €. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr (32,1 Mio. €) um 19,3 Mio. € erhöht. Dies entspricht einem Anstieg von 59,9 %. Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen um 0,2 Mio. € auf 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €) gesunken. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 1,4 % und liegt damit leicht unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: 2,9 %). Die Investitionsmaßnahmen konnten mit eigenen Mitteln durchgeführt werden und sichern die zukünftige Finanz- und Ertragslage unseres Unternehmens. Investitionsvorhaben für das Folgejahr ergeben sich durch den Einkauf von Modulen für den programmatischen Open Market Verkauf der SoD Werbeprodukte. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich stark um 26,3 Mio. € auf 40,4 Mio. €. Der Anstieg resultiert insbesondere aus der Forderung aus dem in 2023 geschlossenen Rahmenvertrag zum Cash Management mit der Axel Springer SE. Der Anstieg der Rückstellungen um 4,0 Mio. € auf 12,7 Mio. € (Vorjahr: 8,7 Mio. €) resultiert vor allem aus einem Anstieg der Steuerrückstellungen von 3,7 Mio. €. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um 0,3 Mio. €, was im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für noch zu gewährende Volumenrabatte an Agenturen zurückzuführen ist. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr materiell nicht verändert. In diesem Zusammenhang stand ein leichter Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen einem leichten Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber. Die Kapitalstruktur ist durch eine Eigenkapitalquote von nunmehr 69,0 % (Anteil Eigenkapital an der Bilanzsumme) gekennzeichnet. Das Eigenkapital hat sich absolut um 15,2 Mio. € auf 35,4 Mio. € (Vorjahr: 20,2 Mio. €) erhöht. 2.3 Gesamtaussage Die Gesellschaft hat unter den beschriebenen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen die Prognose aus dem Geschäftsjahr 2022 für ihre Ertragslage für das Geschäftsjahr 2023 nicht erreichen können. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig weiterhin erfolgreich arbeiten zu können. Für die Zukunft sind keine wesentlichen Finanzierungsvorhaben geplant. 3. Personal Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren zum Jahresende 50 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt waren es 41 FTE (Vorjahr: 30 FTE). Die Vergütung der meisten Mitarbeiter besteht aus einem fixen Grundgehalt sowie vereinzelt einer variablen, von Umsatzzielen abhängigen, Komponente (primär Sales- und Produktbereich). 4. Prognosebericht Der russische Angriff auf die Ukraine beeinträchtigt nach wie vor die globalen Wirtschaftsaussichten und sorgt für anhaltende politische Unsicherheiten. Besonders in der Europäischen Union hat sich das Wirtschaftswachstum spürbar verlangsamt. Die deutsche Wirtschaft hat sich angesichts der Belastungen aus den geopolitischen Unsicherheiten und der Energiepreiskrise über das Winterhalbjahr 2022/23 allerdings als äußerst anpassungs- und widerstandsfähig erwiesen. Zwar haben die massiven Preissteigerungen infolge des völkerrechtswidrigen Überfalls Russlands auf die Ukraine, die zwischenzeitlich erheblichen Lieferengpässe und die inflationsbedingten Kaufkraftverluste die Wirtschaft sowie die Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar belastet, weshalb die Wirtschaftsleistung trotz der umfangreichen staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen zum Jahresendquartal 2022 rückläufig war. Zentrale Risiken wie eine mögliche Gasmangellage und erneut deutlich steigende Energiepreise haben sich jedoch dank der Auffüllung der Speicher im Jahresverlauf, der Energieeinsparungen der Unternehmen und privaten Haushalte sowie infolge des vergleichsweise milden Winters nicht realisiert. Strom und Gas kosten heute an den Märkten in etwa so viel wie vor den Energiepreisschocks. Seit Jahresbeginn hat die Produktion deutlich zugenommen - erfreulicherweise auch in den energieintensiven Branchen, die ihre Produktion seit Anfang des Jahres wieder steigern konnten. Parallel zum Rückgang der Energiepreise sinkt auch die Inflation weiter. Das stärkt die Kaufkraft der Verbraucher und unterstützt die Erholung des privaten Konsums. Trotz dieser positiven Anzeichen bereiten die strukturellen Probleme des Standorts Deutschland weiterhin Sorgen. Um mittel- und langfristig wieder ein höheres Wachstum zu erzielen, sind daher grundlegende strukturelle Veränderungen notwendig. Zu Jahresbeginn 2024 haben sich die Auftriebskräfte spürbar verstärkt. Die Wertschöpfung in der Industrie hat sich infolge der weiteren Normalisierung der Lieferketten- und Materialengpässe, der wieder deutlich rückläufigen Energiepreise sowie der moderaten globalen Erholung belebt. Für 2025 wird damit gerechnet, dass sich die Erholung bei weiter abnehmender Inflation und steigenden realen Einkommen verfestigt. Insgesamt wird dann weiterhin ein reales BIP-Wachstum von 1,0 % erwartet. (Quelle: Bmwk.de; Pressemitteilung Wirtschaftliche Entwicklung am 24.02.2024) Im Geschäftsjahr 2023 konnte die SoD ScreenOnDemand GmbH erneut von steigenden Gesamtwerbeausgaben profitieren. Der Verlust von signifikanten (Top-)Kundenbudgets konnte durch Wachstum bei anderen Kunden größtenteils abgefangen werden. Für die Gesamtwerbeausgaben im deutschen Markt im Jahr 2024 prognostiziert die JOM Group ein leichtes Wachstum von ca. 1,2 %. Ab der zweiten Jahreshälfte mit zunehmender Dynamik. Für den für die SoD ScreenOnDemand GmbH wichtigen Display Werbemarkt prognostiziert der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. ein Plus um 11,7 % auf 6,155 Mrd. €. Die SoD ScreenOnDemand GmbH konnte die bisherigen positiven Rahmenbedingungen innerhalb der digitalen Werbebranche nutzen und eine positive Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024 verzeichnen. Von diesem Trend ist für 2025 weiter auszugehen. Die Verschiebung des Werbebudgets von den klassischen Medien hin zu digitaler Werbung ist weiterhin ungebrochen. Unsicherheiten aufgrund möglicherweise sinkender Gesamtwerbeausgaben der werbungtreibenden Unternehmen haben sich nicht bestätigt. Ein mögliches Wiederaufflammen der Inflation und das aktuell schwache Wirtschaftswachstum in Deutschland könnte allerdings eine Phase von schwächelnder Kaufkraft einläuten. Dennoch ist die steigende Monetarisierung von Großformaten nach wie vor ein wesentlicher Trend und der Wachstumsmotor im Online-Werbemarkt. Die SoD ScreenOnDemand GmbH hat insbesondere durch die Zusammenarbeit ab 2021 mit der Axel Springer SE vielversprechende Voraussetzungen und nach wie vor ungenutzte Synergieeffekte, um die Marktposition in Deutschland, Österreich, Frankreich und anderen europäischen Märkten in den nächsten Jahren weiter auszubauen. Die Erwartung, dass sich die SoD ScreenOnDemand GmbH durch die Positionierung im automatisierten Online-Werbemarkt und ihren weiterhin ausgebauten Spezialproduktportfolio von diesen positiven Entwicklungen profitieren kann, hat sich bestätigt. Für Q4 2024 und 2025 gehen wir somit davon aus, dass die Nachfrage nach digitalen Werbeformen durch überproportionale Verluste von Print und klassischer Out-of-Home Werbung weiterwachsen wird oder zumindest stabil bleibt. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir von einer Steigerung des Rohertrags im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus. Der Anstieg wird sowohl mit Bestandskunden erwartet als auch mit Neukunden über Agenturen und Direktkundenvertrieb. Zusätzlich erwarten wir weiterhin steigende Umsätze aus der programmatischen Open Market Vermarktung unserer Inventare. Neue Produkte im Bereich 3D-DOOH Werbung ergänzen die Wachstumsstrategie. Dafür wurde die Mitarbeiteranzahl im Bereich Vertrieb deutlich erhöht. 5. Chancen- und Risikobericht Bei Chancen handelt es sich um mögliche positive Abweichungen von einem geplanten Ergebnis. Das Monitoring von Chancen ist ebenso wie das Risikomanagement Bestandteil des unternehmensinternen Steuerungssystems. Das interne Steuerungssystem der SoD ScreenOnDemand GmbH besteht im Wesentlichen aus einer Projekt- und Einkaufs-Steuerung, finanziellen Steuerungsgrößen, monatlicher finanzieller und operativer Berichterstattung an die Geschäftsführung und die Gesellschafter. Chancen, deren Eintrittswahrscheinlichkeit wir als hoch einstufen, haben wir bereits in unsere Prognose für 2024 sowie unsere mittelfristige Planung bis 2026 aufgenommen. Die Planung wird auf Basis der strategischen und operativen Unternehmensziele erstellt, wobei im Fokus die Umsatzziele stehen. Die Rohertragsplanung umfasst die langfristige Unternehmensplanung sowie die operative Planung. Die einzelnen Planungsprozesse sind systematisch aufeinander abgestimmt und im Zeitablauf festgelegt. In unterjährigen Ergebnisprognosen wird die voraussichtliche Umsatz- und Rohertragsentwicklung des Gesamtjahres im Vergleich zum Budget dargestellt und analysiert. Sie ist ein weiteres Instrument zur Steuerung, da mit ihrer Hilfe etwaigen negativen Entwicklungen schnell entgegengewirkt werden kann. Chancen für die SoD ScreenOnDemand GmbH ergeben sich im Wesentlichen aus der Dynamik des Online-Werbemarktes. Der Markt für digitale Großformate (Inhalte, Technologie, Vermarktung) unterliegt aufgrund seines Potentials, welches u. a. aus den disruptiven Prozessen im klassischen linearen TV und in Print resultiert, stetigen Marktveränderungen und eröffnet somit weiteres ungeplantes Wachstumspotential. Das Unternehmen ist aufgrund seiner proprietären Technologie und seines starken Vertriebs strategisch und operativ gut positioniert, um von der Dynamik der Märkte zu profitieren. Die folgende Darstellung der Risiken beruht auf einer Brutto-Sichtweise, d. h. vor Bewältigungsmaßnahmen durch das Management:
Technologierisiko (1): Der rasante technologische Wandel der Werbemärkte im Internet, sich neu etablierende Standards, regelmäßige Einführungen von neuen Produkten und Dienstleistungen und sich schnell ändernde Anforderungen seitens der Kunden kennzeichnen den Werbemarkt im Internet. Dieser ist zusätzlich geprägt durch einen starken Wettbewerb, da der deutsche Werbemarkt der fünftgrößte der Welt ist und als eine der ersten Anlaufstationen für Expansionen aus dem anglo-amerikanischen Raum gilt. Das Eintrittsrisiko von Technologierisiken schätzen wir als möglich ein und die Auswirkungen auf die Ertragslage als moderat. Denn wir konnten in den letzten Jahren beweisen, dass wir hier gut aufgestellt sind, um adäquat reagieren zu können. Marktrisiko (2): Die Wettbewerbsintensität könnte sich durch die Marktexpansion von großen internationalen Wettbewerbern daher weiter erhöhen (bspw. Google, Facebook, Amazon). In der Folge könnten das Wachstum und / oder die erzielbaren Roherträge negativ beeinflusst werden. Durch eine klar auf Umsatzwachstum ausgerichtete Strategie versucht die SoD ScreenOnDemand GmbH, die Umsatzrisiken zu verringern. Das Eintrittsrisiko von Marktrisiken sowie die Auswirkungen auf die Ertragslage schätzen wir als möglich ein. Das Risiko wird moderat eingeschätzt. Produktentwicklungsrisiko (3): Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist die umfassende proprietäre Technologie-Infrastruktur der SoD ScreenOnDemand GmbH. Dabei besteht das Risiko, dass durch personelle Engpässe oder Abgänge Neuentwicklungen nicht zeitnah umgesetzt werden können. Diesen Risiken versuchen wir, durch die kontinuierliche Suche von passenden Entwicklern und Programmierern zu begegnen. Das Eintrittsrisiko von Produktentwicklungsrisiken sowie die Auswirkungen auf die Ertragslage schätzen wir als möglich ein. Das Risiko wird dementsprechend moderat eingeschätzt. Publisherrisiko (4): Aufgrund weiterhin steigender digitaler Nutzung geht gleichzeitig eine steigende Verfügbarkeit an digitalen Werbeflächen einher, gleichzeitig unterhält die SoD ScreenOnDemand GmbH langjährige und nachhaltige Partnerschaften mit seinen Publishern, die sich auch in Krisenzeiten stets loyal zeigen, das Einkaufsniveau konnte in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert werden. Wenn höhere Einkaufspreise realisiert werden sollen, handelt es sich stets um eine bewusste strategische Entscheidung des Managements, um in neuen Produktbereichen zum Marktlaunch direkt ein wettbewerbsfähiges Qualitätslevel zu erreichen. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit von Publisherrisiken als unwahrscheinlich und die Auswirkungen auf die Ertragslage als gering ein. Forderungsrisiko (5): Wirtschaftliche Risiken liegen vor allem in der Fähigkeit, einen Bestand an Werbeplätzen von Publishern im Rahmen der für ein positives Geschäft definierten Preis-Mengen- Tableaus zu erhalten und auszubauen, sowie die Geschäftsbasis zu den Agenturkunden und Werbetreibenden zu halten bzw. zu steigern. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des wirtschaftlichen Risikos schätzen wir als möglich ein und die Auswirkungen auf die Ertragslage als moderat. Das Risiko wird dementsprechend moderat eingeschätzt. Zahlungsausfallrisiko (6): In 2023 kam es zu keinen wesentlichen Zahlungsausfällen aufgrund von nicht beglichenen Forderungen. Das Eintrittsrisiko von Zahlungsausfällen schätzen wir als möglich ein und die Auswirkungen auf die Ertragslage als potenziell erheblich. Das Risiko wird dementsprechend als erheblich eingeschätzt. Personalrisiko (7): Der Unternehmenserfolg der SoD ScreenOnDemand GmbH hängt maßgeblich von der Qualifikation und Motivation seiner Mitarbeiter und weiteres Wachstum vom Aufbau von weiteren FTEs ab. Sollte es nicht gelingen, qualifizierte Fach- und talentierte Nachwuchskräfte in ausreichendem Umfang zu adäquaten Kosten einzustellen und an sich zu binden, könnten das weitere Wachstum und der wirtschaftliche Erfolg beeinträchtigt werden. Momentan werden Gespräche geführt, damit qualifizierte Mitarbeiter eingestellt werden können. Wir schätzen die Eintrittswahrscheinlichkeit als möglich und die Auswirkungen auf die Ertragslage als potenziell wesentlich ein. Inflation und Energiekrise (8): Wie oben beschrieben haben sich zentrale Risiken wie eine mögliche Gasmangellage und erneut deutlich steigende Energiepreise nicht realisiert. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Im Laufe des ersten Halbjahres 2024 ist die Inflationsrate weiter gesunken. Im August 2024 lag die Inflationsrate ohne Energie nur noch bei +2,6 %. Eine erneute Verschlechterung der Lage halten wir aktuell für unwahrscheinlich. Die möglichen Auswirkungen stufen wir aber als erheblich ein. Durch folgende Maßnahmen verbleiben keine Risiken, die das Management als hoch einstuft: Durch eine konstante Entwicklung der Technologie-Infrastruktur (sowohl durch eigene als auch durch Dritte) wird dem Technologierisiko begegnet. Zur Gegensteuerung wirtschaftlicher Risiken nimmt die Gesellschaft fortwährend Publisher als neue Vertragspartner auf und legt starken Fokus auf Vertrieb sowie die Betreuung und Beratung bestehender Vertragspartner. Aktuell sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.
München, 7. Oktober 2024 Andreas Schröder, Geschäftsführer Martin Esters, Geschäftsführer Dr. Robert Mayer-Uellner, Geschäftsführer Julia Wehrle, Geschäftsführerin |
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