MELES GmbH & Co. Immobilien KG
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Alexander Berrischen seit 28.8.2025 | Prokura |
Guido Krüger seit 28.8.2025 | Prokura |
Stefan Alexander Streuer seit 15.1.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fresh Logistics System GmbHStraelenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014A. Darstellung des Geschäftsverlaufs 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Branchensituation und unsere Position in diesem Umfeld Die gesamtwirtschaftliche Situation in Europa ist weiterhin differenziert zu betrachten. Die wirtschaftliche Situation in Deutschland ist weiterhin auf hohem Niveau stabil bzw. leicht wachsend, während sich in Südeuropa stetige leichte Verbesserungen der wirtschaftlichen Lage abzeichnen. Die anhaltende Krise auf der Krim und die damit verbundenen Sanktionen trafen indirekt auch Landgard. Die ursprünglich für den russischen Markt angebauten Obst- und Gemüsemengen konnten aufgrund der Sanktionen nicht wie geplant dort abgesetzt werden und flossen so auf den europäischen Markt, was zu einem Preisverfall der entsprechenden Produkte führte. Der Saisonverlauf in den Bereichen Blumen und Pflanzen sowie Obst und Gemüse ist als durchschnittlich / normal zu bezeichnen und mit dem Jahr 2012 zu vergleichen. Unerwartete wetterbedingte Einflüsse beeinflussten nicht den Saisonverlauf. Allenfalls die oben angesprochene Krise auf der Krim hatte Einflüsse auf den Markt. Trotz der genannten Einflüsse konnte die FLS weitere Prozess- und Erlösverbesserungen in Angriff nehmen und weiter umsetzen. Gerade in Bereichen mit großen Kostenblöcken bzw. -bestandteilen wie Eigenfuhrpark und Transportunternehmereinsatz konnten verbesserte Kostenpositionen geschaffen werden. Weitere Zentralisierungen der logistischen Aktivitäten seitens der Landgard-Einheiten auf der FLS führten insgesamt zu positiven Ergebniseffekten. Das Gesamtergebnis 2014 ist mit TEUR 1.492 negativ. Durch die vorgenannten Maßnahmen konnte jedoch ein noch schlechteres Gesamtergebnis in 2014 verhindert werden. Gerade im Vergleich zu 2013 zeigt jedoch eine deutliche Ergebnisverbesserung (+ TEUR 310). 2. Umsatz- und Ergebnisentwicklung Im Jahre 2014 sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.117 auf TEUR 54.570. Davon entfallen TEUR 48.379 auf Fracht-, TEUR 1.838 Sortier- (Achern) und TEUR 4.353 auf Lager- und sonstige Umsätze. Die Umsätze teilen sich wie folgt auf die Standorte Achern, Herongen, Lüllingen und Wiesmoor auf:
Das Geschäftsjahr 2014 wurde mit einem Ergebnis vor Ertragssteuern von TEUR -1.492 abgeschlossen. Zum Vergleichszeitraum 2013 bedeutet dies eine Verbesserung von TEUR 310. Der Planumsatz 2014 wurde um TEUR 5.665 bzw. 9% verfehlt. Das Ist EBT weicht zum Plan um TEUR -1.699 ab. Die in 2014 entstandenen hohe Planabweichung ist vor allem durch die überambitionierte Planung aus 2013 zu erklären. Der Vergleich zum Vorjahr zeigt jedoch deutlich den positiven Trend der FLS. 3. Investitionen In 2014 wurden relativ geringe Investitionen in Höhe von TEUR 24 getätigt. Die getätigten Investitionen beschränkten sich auf Klein- und Ersatzinvestments wie Bildschirme, PC, etc.. Dem gegenüber stehen keine Erträge aus Anlageverkäufen. 4. Finanzierung Die Bereitstellung der notwendigen Liquidität erfolgt durch Darlehen innerhalb der Landgard-Gruppe. Die Finanzierung erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Durch die finanzielle Zusage (Patronatserklärung) der Landgard-Gruppe ist die Liquidität gesichert. 5. Personal- und Sozialbereich Der FLS- eigene Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 507 auf TEUR 8.394 verringert. Berücksichtigt man jedoch den Aufwand für externes Personal sanken die Gesamtpersonalkosten in 2014 auf TEUR 11.044 (2013: TEUR 11.821). Ende 2014 waren für die FLS 196,6 FTE's (211 Personen) beschäftigt. Auch in 2014 lag ein Schwerpunkt der betrieblichen Weiterbildung in der Qualifizierung der Berufskraftfahrer. Hier wurden modular Fortbildungsmaßnahmen angeboten und durchgeführt, um den gesetzlichen Weiterbildungsanforderungen der Berufskraftfahrer gerecht zu werden. Weiterhin wurde "Büropersonal" zielgerichtet geschult. Know-how und Engagement unserer Mitarbeiter sollen unseren zukünftigen Geschäftserfolg sichern. Für alle Mitarbeiter fand in 2014 der Ideenwettbewerb "Löwenzahn" statt. Bei diesem Wettbewerb werden Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter zu einen Thema gesammelt und prämiert. Der FLS ist es wichtig, in allen Geschäftsbereichen die passenden Rahmen- und Arbeitsbedingungen und eine bedarfsgerechte Personalstruktur zu schaffen. Gerade in Hinblick auf eine bedarfsgerechte Personalstruktur wurden in 2014 verstärkt Maßnahmen ergriffen. So wurde die Faktura der einzelnen Niederlassungen am Standort Geldern - Lüllingen weiter und damit abschließend zentralisiert. Weitere übergreifende Aufgabengebiete (Personal / Qualität) wurden ebenfalls zentralisiert. Die FLS konnte in 2014 wichtige Stellen neu besetzen. Es konnten u.a. ein neuer Bereichsleiter / SCM Manager und ein Spezialist für das Transportmanagement gewonnen werden. Weitere Einstellungen, insbesondere von kaufmännischen Mitarbeitern, sind für 2015 geplant. Ein wichtiger Bestandteil der Personalpolitik ist es, den Erfolg der FLS zum Erfolg der Mitarbeiter zu machen. Hierzu trug beispielsweise das bewährte Zielvereinbarungssystem bei, das Mitarbeitern die nötige Orientierung gibt und bei der Erreichung wichtiger Unternehmensziele auch finanziell profitieren lässt. Das Jahr 2014 war geprägt durch einen konsequenten Neuanfang in der FLS. Neben einem neuen Geschäftsführer wurden weitere wichtige Positionen (Bereichsleiter / NL Leiter / Controller) neu besetzt oder geschaffen. Damit sollen die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der FLS gestellt und die nötigen Ressourcen geschaffen werden, um innerhalb des Landgard- Konzerns und im Drittkunden- Geschäft zu wachsen. Um einem Fachkräftemangel frühzeitig entgegen zu wirken, bildet die FLS den Nachwuchs in verschiedenen Berufsfeldern selbst aus. In 2014 schlossen fünf von insgesamt 12 Auszubildenden ihre Ausbildung erfolgreich bei der FLS ab. Für 2015 konnten drei neue Auszubildende gewonnen werden. B. Darstellung der Geschäftslage 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Unternehmens verringerte sich im Geschäftsjahr von TEUR 23.695 auf TEUR 23.053. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch geringere Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen begründet. Auf der Aktivseite reduzierte sich in 2014 das Umlaufvermögen und hier insbesondere die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Der "nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag" erhöhte sich damit um TEUR 1.492 auf TEUR 18.454. Die Gesellschaft ist somit bilanziell überschuldet. Zur Vermeidung insolvenzrechtlicher Folgen einer tatsächlichen Überschuldung wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung durch die Landgard Service GmbH abgegeben. Diese ist so ausgestattet, dass die Landgard Service GmbH hinter allen anderen Gläubigern mit ihren Forderungen im Range zurücktritt. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Landgard Service GmbH betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 15.847. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Fresh Logistics System GmbH wurden mit der Landgard Service GmbH bereits 2011 Vereinbarungen zur Gewährung eines kurzfristigen Darlehens und eines Kontokorrents (Verrechnungskonto) getroffen. Weiterhin hat sich die Landgard eG 2010 im Rahmen einer Patronatserklärung gegenüber der Fresh Logistics System GmbH uneingeschränkt dahingehend verpflichtet, die Fresh Logistics System GmbH finanziell so auszustatten, dass diese ihren Verbindlichkeiten fristgemäß nachkommen kann. Somit ist die materielle Überschuldung zum Bilanzstichtag beseitigt. Die Liquiditätsversorgung und die Zahlungsfähigkeit der Landgard-Gruppe, die sich in einer Restrukturierungssituation befindet, sind auf Basis der Unternehmensplanungen sichergestellt. Voraussetzung hierfür waren die Verlängerung der Kreditlinien bis Ende Februar 2016 durch alle an der Konzernfinanzierung beteiligten Partner und die Bereitstellung der notwendigen Saisonkreditlinien. 2. Finanzlage Der Cashflow definiert als Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen ist mit TEUR -1.283 immer noch stark negativ (Vorjahr TEUR -1.605). Die leichte Verbesserung zum Vorjahr resultiert aus dem verbesserten Jahresergebnis. Die Landgard Service GmbH übernimmt die Finanzierungsfunktion gegenüber der FLS. Die Zahlungsfähigkeit und -bereitschaft war aufgrund der Finanzierung durch die Landgard Service GmbH jederzeit gesichert. 3. Ertragslage Die Ertragslage aus handelsrechtlicher Sicht 2014 stellt sich wie folgt dar:
Wie bereits erwähnt, ist der Saisonverlauf mit dem aus 2012 zu vergleichen. Wetterbedingte Einflüsse kamen kaum zum Tragen. Allein die Krim-Krise und die damit verbundenen Ausfuhrsanktionen der europäischen Union führten zu einem Preisverfall für Obst und Gemüse, da entsprechende Exportmengen für Russland nun auf dem europäischen Markt verkauft wurden. Trotz stärkerer Zusammenarbeit mit den Landgard internen Kunden und weiterer Übernahme von Transportdienstleistungen für Landgard Kunden ging der Umsatz der FLS leicht zurück. Maßnahmen zur Kostenreduktion, sowohl beim Personal als auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, konnten den leichten Umsatz und Rohertragsverlust im Vergleich zu 2013 jedoch überkompensieren. C. Risikobericht und Prognosebericht Oberstes Ziel des Risikomanagementsystems der FLS ist die fortlaufende Überwachung der Ertragssituation des Unternehmens. So ist gewährleistet, dass im Bedarfsfall unverzüglich Gegenmaßnahmen zur Erreichung der Unternehmensziele eingeleitet werden können. Aus diesem Grund aktualisieren, überprüfen und optimieren wir ständig unsere Instrumente und Hilfsmittel zur Identifizierung und Überwachung von Risiken. Alle für die Beurteilung dieser Risiken notwendigen Daten werden regelmäßig ausgewertet und wenn nötig, an die Geschäftsführung weitergeleitet. Analysen, insbesondere zur Beurteilung der Finanz- und Ertragslage, werden vom FLS eigenen Controlling sowie vom Finanzwesen und Controlling des Landgard Konzerns angefertigt. Operative Auswertungen, die die Performance der FLS analysieren, werden regelmäßig innerhalb der FLS angefertigt. Die verschiedenen Bestandteile unseres Risikomanagementsystems laufen so in einem Frühwarnsystem zusammen, das besonders im Finanzwesen für ein zeitnahes Erkennen von liquiditäts- und ertragsgefährdenden Faktoren gesorgt ist. Unter anderem sind folgende Bereiche im Risikomanagement berücksichtigt: • Monatliche, zeitnahe Abweichungsanalysen Ist zu Plan und Vorjahr • Abweichungsanalysen der laufenden Erwartungsrechnung zu Ist-Werten • Kreditversicherung und Bonitätsprüfung der Kunden • Feinplanung des Geschäftsverlaufs durch Forecasting • Arbeitsanweisungen • Regelungen zur Vertretung • Gezieltes Debitorenmanagement in der zentralen Abrechnungsabteilung • Wirtschaftlichkeitsrechnungen zu neuen als auch bestehenden Transportdienstleistungen (Vor- Nachbetrachtung) 1. Darstellung der wesentlichen Risiken und Chancen der voraussichtlichen Entwicklung Bestandsgefährdende Liquiditätsrisiken der Landgard-Gruppe im Rahmen der Konzernfinanzierung sind durch die Kreditlinien der Banken bis Februar 2016 abgesichert; Investitionen und Investitionsbudgets werden durch das Konzerncontrolling überwacht und stichprobenartig durch die interne Revision überprüft. Entwicklungen innerhalb von Landgard als auch im Markt werden analysiert und fließen in die Geschäftsplanungen 2016 ff ein, die die Basis für die Anschlussfinanzierung ab 2016 bildet. Die Landgard eG geht für den Konzern von einer weiter anhaltenden positiven, operativen Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2015 aus. Auch in 2014 nahmen die FLS-Standorte ihre Rolle als konzerninterner Transporteur und Logistiker der Landgard-Gruppe vollumfänglich wahr. So konnte die Geschäftstätigkeit mit verbundenen Unternehmen weiter ausgebaut werden (LG Chemnitz/Dresden, Bloomways). Auch das Drittkundengeschäft konnte in der Breite ausgebaut werden. Der Wegfall eines noch in 2013 umsatzstarken Drittkunden (Rheinische Pilz Zentrale) konnte hier kompensiert werden. Der Standort Achern bleibt auch in 2014 das "Sorgenkind" der FLS. Zwar konnten hier strukturelle und Prozessverbesserungen durchgesetzt werden, ein positives Jahresergebnis dieser Niederlassung ist jedoch nach wie vor schwer umsetzbar aufgrund der hohen, über Marktniveau liegenden Miete. Das Geschäftsjahr 2014 blieb von extremen Wettereinflüssen verschont. Das Risiko des Landgard- Konzerns im Allgemeinen als auch die FLS mit ihrer Kernkompetenz im Transport von Obst & Gemüse und Blumen & Pflanzen bleibt jedoch sehr wetteranfällig. Das Risiko langer Winter und damit gleichzeitig kurzer Saisonzeiten für Blumen und Pflanzen ist in jedem Jahr gegeben und lässt sich als solches nicht reduzieren. Im Fall von Mengenrückgängen bei den Schwestergesellschaften im Konzern können bereits gewonnene Synergien schwinden und somit negative Ergebniseffekte eintreten. Der Umsatzanteil der Intercompany-Kunden lag in 2014 bei ca. 66% in der FLS. Die bereits erwähnten Reduzierungen in den Personalkosten und den betrieblichen Aufwendungen sind Ergebnis von strukturellen Änderungen innerhalb der FLS. Der mit dem Wechsel der Geschäftsführung eingeschlagene Konsolidierungskurs der FLS wurde in 2014 konsequent umgesetzt. Hier sind insbesondere die Zusammenführung der Abrechnungsaktivitäten in einer Abteilung, die Verbesserung der FLS-Transportsoftware Brabender und die stärkere Ausrichtung auf die Landgard internen Kunden der FLS zu nennen. Ergebnis ist u.a., dass ab 2015 die FLS die kompletten Transportdienstleistungen für das Geschäftsfeld Landgard Discount im Wert von rund 20 Mio. € übernimmt. Der weitere Ausbau der Geschäftsbeziehungen innerhalb des Landgard Konzerns steht weiterhin auf der FLS Agenda für 2015. Erste positive Ergebnisse konnten hier bereits verzeichnet werden und weitere Potentiale sind identifiziert worden. Als Stichpunkte sind hier "Übernahme Godeland Logistik" und die stärkere Einbindung der FLS in die Lagerlogistik zu nennen. 2. Wirtschaftliche Bestandsgefährdungspotentiale Akute Bestandsgefährdungspotentiale sehen wir nicht. Die aufgelaufene Überschuldungssituation wird durch Patronatserklärungen der Konzernmuttergesellschaft (Landgard eG) abgesichert. Die Finanzierung von des Landgard-Konzerns ist bis Anfang 2016 gesichert. An den nötigen Grundlagen für die Anschlussfinanzierung wird bereits gearbeitet. Aufgrund der Neustrukturierung der Logistikaktivitäten ist der Rückhalt im Konzern gewährleistet. 3. Rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale, sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Über die o. g. Punkte hinaus sehen wir außerhalb des normalen allgemeinen Geschäftsrisikos keine besonderen Risiken. D. Berichterstattung nach § 289 Absatz 2 HGB Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.
Straelen, 31. März 2015 Mark Leifheit, Geschäftsführer Armin Rehberg, Geschäftsführer Karl Voges, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2014Aktivseite
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2014 bis 31.12.2014
AnhangI. Allgemeine Angaben Der vorliegende Jahresabschluss der Fresh Logistics System GmbH wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuchs sowie unter Beachtung der maßgeblichen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Fresh Logistics System GmbH ist gemäß § 267 Abs. 1 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Alleinige Gesellschafterin ist die LH Logistik Holding GmbH mit Sitz in Achern, die wiederum gesellschaftsrechtlich dem Teilkonzern der LANDGARD Obst & Gemüse Holding GmbH, Kehl, angehört. Die Landgard eG hat sich als oberste Muttergesellschaft des Landgard Konzerns verpflichtet, die Geschäftsleitung und die wirtschaftlichen Verhältnisse für den Logistikbereich der LH Logistik Holding GmbH und der Fresh Logistics System GmbH ab dem 01.01.2011 durch ihren eigenen Logistikbetrieb zu übernehmen und trägt damit ab diesem Zeitpunkt sämtliche rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken des Logistikbereichs dieser Gesellschaften. Die Fresh Logistics System GmbH ist auf die zugesagte und realisierbare finanzielle Unterstützung der Landgard eG bzw. anderer Unternehmen des Landgard Konzerns angewiesen. Bei der Bilanzierung geht die Geschäftsführung von der Annahme der Unternehmensfortführung aus. Die angespannte Liquiditätslage der Landgard eG und des Landgard Konzerns wurde im März 2012 durch eine Vereinbarung mit den Finanzierern gesichert, die bis Februar 2014 reichte. Ein von einer Unternehmensberatungsgesellschaft zuvor erstelltes Gutachten hatte der Landgard eG und dem Konzern eine positive Fortführungsprognose gestellt. Die Restrukturierung konnte zum 14.02.2014 aufgrund zahlreicher zwischenzeitlich bekannt gewordener Sachverhalte noch nicht abgeschlossen werden, so dass eine Verlängerung der Finanzierungsvereinbarung erforderlich wurde. Auf Basis eines aktualisierten Gutachtens, in dem die positive Fortführungsprognose der Landgard Gruppe ausdrücklich bestätigt worden ist, wurde erneut eine Vereinbarung mit dem Finanzierern geschlossen, die bis zum 29. Februar 2016 reicht. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Angaben, die zulässigerweise in der Bilanz oder im Anhang aufgeführt werden können, sind im Anhang zu finden. Bezüglich der Anhangsangaben wurde teilweise von der größenabhängigen Erleichterungsvorschrift des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden linear vorgenommen. Die Abschreibungen basieren auf geschätzten Nutzungsdauern. Geringwertige Wirtschaftsgüter, sofern deren Wert € 150,00 (netto) nicht übersteigt, werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Abgang erfasst. Wirtschaftsgüter, deren Wert € 150,00 nicht aber € 1.000,00 (netto) übersteigt, werden in einem Sammelposten erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Bewertung der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennbetrag. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verbindlichkeiten. Diese werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie entsprechen der zu erwartenden Inanspruchnahme. Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der monatlich von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. Der Bestandsnachweis bei den Vorräten erfolgte durch Palettenbuchhaltung und Inventur. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteuererstattungsansprüche in Höhe von € 181.084,12 enthalten. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt € 25.565,00. Das Unternehmen weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von € 18.454.177,15 aus. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen auf Basis der Richttafeln 2005 G (Prof. Dr. Heubeck) nach dem modifizierten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) ermittelt. Sie wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (4,62 %). Ebenfalls wurde ein Gehaltstrend von 2,10 % bei der Bewertung berücksichtigt. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von € 9.757,00 wurden mit dem Planvermögen (Insolvenzversicherung) in Höhe von € 73.634,69 gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB verrechnet. Der sich durch die Verrechnung ergebene positive Saldo wird in der Bilanz als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung ausgewiesen. Das Deckungsvermögen wurde mit dem Kurswert zum 31.12.2014 bewertet. Eine Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen war nicht erforderlich. Alle Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit € 7.896.643,71 (Vorjahr: € 10.204.880,10) Kontokorrent (Verrechnungskonten) und mit € 7.961.422,08 (Vorjahr: € 7.565.769,52) ein Darlehen von der Landgard Service GmbH. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Im Geschäftsjahr 2014 wurde der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung geändert. Es wurden Konten aus der Position "Aufwendungen für bezogene Leistungen" in die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" umgegliedert, die nicht sachgerecht zugeordnet waren. Die Änderung betrifft den Ausweis der Aufwendungen für Strom und Frisch- und Abwasser sowie Heizkosten in Höhe von € 259.873,90. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst (€ 263.112,54), um die Vergleichbarkeit sicherzustellen. Hinsichtlich der Angaben zu den Umsatzerlösen nach § 285 Nr. 4 wurde von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. In den sonstigen betrieblichen Erträgen ind folgende periodenfremde Posten enthalten: Ausbildungsförderungsmittel für Vorjahre in Höhe von € 86.666,68 und Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 61.463,29. V. Sonstige Angaben Die Gesellschaft ist bilanziell überschuldet. Die materielle Überschuldung ist durch die vorliegende Rangrücktrittserklärung der Landgard Service GmbH sowie einer Patronatserklärung der Landgard eG nicht gegeben. In der Rangrücktrittserklärung vom 30.12.2011 erklärt die Landgard Service GmbH, dass sie mit ihren Forderungen im Rang dergestalt hinter allen anderen Gläubigern zurücktritt, dass sie Zahlungen auf diese Forderungen nur aus einem künftigen Jahresüberschuss, einem Liquiditätsüberschuss oder aus sonstigem freien Vermögen der Fresh Logistics System GmbH verlangen könnte. Die Patronatserklärung der Landgard eG vom 19.03.2010 gegenüber der Fresh Logistics System GmbH ist uneingeschränkt. Die Landgard eG hat sich dahingehend verpflichtet, die Fresh Logistics System GmbH finanziell derart auszustatten, dass diese ihren Verpflichtungen fristgerecht nachkommen kann. Es bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB. In Hinblick auf die Nutzung des im Jahr 2007 neu eingerichteten Logistikzentrums in Achern besteht mit der ZITON Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Logistik Zentrum Achern KG ein Immobilien-Leasing-Vertrag mit einer Gesamtlaufzeit bis zum 30.06.2036 (gemäß Mietverlängerung von weiteren 10 Jahren vom 02.10.2009). Auf Grundlage der Gesamtinvestitionskosten betragen die zu leistenden Leasingaufwendungen derzeit p.a. T€ 767. Im Zusammenhang mit dem neuen Logistikzentrum besteht über die Nutzung der Betriebsvorrichtungen und Mobilien ein Mobilien-Leasing-Vertrag mit der SUSA Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekte Prima KG. Dieser wurde über eine Gesamtlaufzeit von 12 Jahren bis zum 30.06.2019 geschlossen. Auf der Grundlage der Gesamtinvestitionskosten betragen die zu leistenden Leasingaufwendungen derzeit p.a. T€ 351. Im Geschäftsjahr 2015 werden Miet-/Leasingaufwendungen für LKW, Auflieger und sonstige Transporter von ca. T€ 1.407 anfallen. Im Kalenderjahr 2014 waren durchschnittlich 195 Arbeitnehmer (Vorjahr: 215) beschäftigt :
Geschäftsführer der Fresh Logistics System GmbH waren:
Die Gesellschaft wird im Zuge der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der Landgard eG mit Sitz in Straelen/Herongen einbezogen. Das zuständige Handelsregister wird beim Amtsgericht Kleve geführt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Straelen, 31. März 2015 Mark Leifheit, Geschäftsführer Armin Rehberg, Geschäftsführer Karl Voges, Geschäftsführer Der Jahresabschluss wurde auf der Gesellschafterversammlung vom 06.05.2015 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens 2014
BestätigungsvermerkDer nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Die Veröffentlichung wurde aufgrund der Erleichterungen nach § 327 HGB verkürzt erstellt. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir mit Datum vom 29.04.2015 dem Jahresabschluss zum 31.12.2014 und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 der Fresh Logistics System GmbH mit dem nachfolgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Fresh Logistics System GmbH, Achern, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Angaben der Gesellschaft im Teil "I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" und im Teil "V. Sonstige Angaben" des Anhangs hin. Dort wird auf die rechtliche und wirtschaftliche Zugehörigkeit der Fresh Logistics System GmbH zur Landgard eG verwiesen und erklärt, dass die Gesellschaft auf die zugesagte und realisierbare Unterstützung der Landgard eG bzw. anderer Unternehmen des Landgard Konzerns angewiesen ist. Die bei der Bilanzierung getroffene Annahme der Unternehmensfortführung geht demnach einher mit der im Rahmen eines Gutachtens gestellten positiven Fortbestandsprognose der Landgard eG und des Konzern. Ergänzend weisen wir darauf hin, dass die Fortführung der Unternehmenstätigkeit neben der finanziellen Unterstützung durch die Landgard eG oder anderer Gesellschaften des Landgard Konzerns von der nachhaltigen Verbesserung der Ertragslage der Gesellschaft zur Vermeidung weiterer Verluste abhängt. Letzteres ist in hohem Maße von der Umsetzung der geplanten Umsatzsteigerungen und Kostenreduzierungen abhängig. Die Ertragsprognose ist daher mit Unsicherheiten behaftet."
Düsseldorf, 29. April 2015 RW
AUDIT GmbH
Guido Platten, Wirtschaftsprüfer Sven Peters, Wirtschaftsprüfer ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag 2014 auf neue Rechnung vorzutragen.
Straelen, 31. März 2015 Mark Leifheit, Geschäftsführer Armin Rehberg, Geschäftsführer Karl Voges, Geschäftsführer |
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