Otto Kind AktiengesellschaftLiquidiert

51645 Gummersbach, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 39007
Eingetragen
1.6.1992
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenHerstellung von Büromöbeln
Gegenstand
a) die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Ladeneinrichtungen, Betriebs-, Lager- und Büroeinrichtungen, die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von und der Handel mit Gegenständen aus Metall, Holz, Glas und Kunststoffen jeder Art sowie die Beratung, die Anwendung und der Einsatz dieser Gegenstände auf dem Gebiet des Ladenbaus, der Lagertechnik, der Büro-, Betriebs- und Werkstatteinrichtungen sowie die Übernahme von Dienstleistungen und Lohnarbeiten, b) die Verwaltung der Beteiligungen und strategische Führung der Beteiligungsgesellschaften, c) das Erbringen von Dienstleistungen im Verwaltungsbetrieb für die Beteiligungsgesellschaften, d) die Verwaltung und Vermietung von Gebäuden und sonstigen Baulichkeiten sowie Grundstücken, die Verpachtung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken.

Historie

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Management

NameRolle
Zeljko Ciganovic
seit 23.2.2012
Vorstandsmitglied
Maik Scharenberg
seit 23.12.2010
Prokura
Ulrich Schulte
seit 23.12.2010
Prokura
Prokura
Bernd Müller
seit 23.11.2010
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

Otto Kind Aktiengesellschaft i.I.

Gummersbach

(vormals: Marienheide)

Jahresabschluss zum 15. September 2010

LAGEBERICHT FÜR DAS Rumpfgeschäftsjahr VOM 1. JANUAR BIS ZUM 15. SEPTEMBER 2010

Otto Kind Aktiengesellschaft i.I., Gummersbach

I. Wirtschaftsbericht

A. Geschäftsverlauf und Geschäftsergebnis

1. Aufgaben der Gesellschaft

Wesentlicher Unternehmensgegenstand der Otto Kind Aktiengesellschaft i. I. ist die Entwicklung und Herstellung sowie der Vertrieb von Produkten auf dem Gebiet des Ladenbaus und der Betriebs-, Lager- und Büroeinrichtungen.

Die Otto Kind AG, Marienheide, verfügt über Tochterunternehmen bzw. Beteiligungen in fünf europäischen Ländern, und besitzt zudem eine Joint-Venture Fertigung in Indonesien. Die Otto Kind AG, Marienheide, übernimmt in ihrer Struktur eine Holdingfunktion für die Unternehmensgruppe. Der wesentliche Unternehmensgegenstand der Beteiligungen im europäischen Ausland ist der Vertrieb der bei der Otto Kind AG hergestellten Laden- und Betriebseinrichtungen. Das verbundene Unternehmen PT Spectrum Kind, Jakarta, produziert und vertreibt in Indonesien und im asiatischen Raum Ladeneinrichtungen und bedient somit die asiatischen Wachstumsmärkte vor Ort.

Der Finanzvorstand, Herr Domeyer, ist gemäß Handelsregistereintragung vom 10. Dezember 2010 nicht mehr als Mitglied des Vorstandes bestellt. Die Funktion wird von einem Interimsmanager wahrgenommen.

2. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland konnte im Jahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr einen saison- und kalenderbereinigten Zuwachs von 3,5 % verzeichnen.

Die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 schienen überwunden. Allerdings blieb der private Konsum und damit auch der Umsatz im Einzelhandel im I. Halbjahr 2010 noch hinter den vergleichbaren Vorjahreszahlen zurück.

In diesem Umfeld konnte die Otto Kind AG ihre Marktposition nicht halten und verlor zunehmend Marktanteile. Die damit einhergehende Verknappung der liquiden Mittel wurde durch die weiter restriktive Kreditvergabe der Banken verstärkt, so dass sich die Unternehmensleitung gezwungen sah, am 30.07.2010 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen. Dem Antrag wurde mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens unter Eigenverwaltung am 16.09.2010 entsprochen, so dass das Geschäftsjahr des Berichtsunternehmens am 15.09.2010 endete.

3. Umsatzentwicklung

Durch das Rumpfgeschäftsjahr 01.01. - 15.09.2010 und der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist die Vergleichbarkeit zu den Vorjahreszahlen nicht gegeben, weshalb auf die Darstellung verzichtet wird.

Der Umsatz der Otto Kind AG im Rumpfgeschäftsjahr 2010 betrug TEUR 25.385.

Die Umsatzerlöse gliedern sich wir folgt:

Außenumsätze    
UE Inland - TEUR 21.529
Europäische Union - TEUR 1.551
Europäische Nicht-EU-Länder - TEUR 173
Innenumsätze    
Europäische Union - TEUR 1.749
Europäische Nicht-EU-Länder - TEUR 367
Übriges Ausland - TEUR 15

4. Marktbearbeitung

Betriebseinrichtungen und Ladeneinrichtung

Es galt, das mit dem Insolvenzantrag verloren gegangene Vertrauen in die Otto Kind AG zurück zu gewinnen.

Insbesondere im Bereich Ladeneinrichtung war der Rückgang wegen der längeren Projektierungsphase nicht sofort spürbar. Alle eingegangenen Verpflichtungen konnten erfüllt werden. Die Restrukturierung des Unternehmens hat darüber hinaus die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens gestärkt, so dass das Unternehmen beschloss, einen Antrag auf Durchführung eines Insolvenzplanverfahrens zu stellen. Diesem Antrag wurde seitens der Gläubiger am 15.12.2010 entsprochen.

5. Personal

Im Zuge der Restrukturierung wurde über einen Sozialplan der Abbau von 92 Arbeitskräften beschlossen. Der Abbau wurde zum 31.12.2010 wirksam. Für das Rumpfgeschäftsjahr sind Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 11.273 entstanden.

6. Produktion

Die Produktion für die Bereiche Ladeneinrichtungen, sowie Betrieb-, Lager- und Büroeinrichtungen erfolgt am Produktionsstandort Gummersbach - Dümmlinghausen. Der Fertigungsprozess wurde in beiden Produktionsbereichen sukzessiv auf modulare Bauweise umgestellt.

7. Beschaffung

Trotz der Insolvenz war die Belieferung der Produktion jederzeit gewährleistet. Dazu wurden allerdings Vereinbarungen zur Zahlung von Vorkassen eingegangen.

8. Investitionen

Im Rumpfgeschäftsjahr 2010 getätigten Investitionen betrugen TEUR 68 und wurden überwiegend als reine Ersatzinvestitionen im Bereich technische Anlagen und Maschinen sowie Betriebsausstattung getätigt.

9. Finanzierung des Unternehmens

Durch die Zahlungen von Insolvenzausfallgeld für die Mitarbeiter wurde das Unternehmen von den Personalkosten entlastet. Dadurch war die Finanzierung während der Phase der vorläufigen Insolvenz trotz der angefallenen Restrukturierungskosten jederzeit gesichert.

10. Geschäftsergebnis

Die Gesamtleistung des Unternehmens bis zum 15.09.2010 betrug TEUR 25.689.

Der Rohertrag wird mit TEUR 14.724 ausgewiesen und betrug 57,3 % der Gesamtleistung.

Die Personalaufwendungen betragen TEUR 11.274 und damit 43,9 % der Gesamtleistung und liegen damit leicht über den prognostizierten Personalaufwendungen im letzten Jahr. Obwohl für 3 Monate Insolvenzausfallgeld gezahlt wurde, ist der relative Personalkostenanteil deutlich gestiegen.

Der im letzten Jahr prognostizierte Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.306 ist höher ausgefallen.

Bei einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von - TEUR 3.968 waren noch außerordentliche Aufwendungen für Maßnahmen im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens in Höhe von TEUR 2.437 zu berücksichtigen, so dass ein Jahresfehlbetrag unter Einbeziehung der Steuern von TEUR 6.439 auszuweisen ist.

B. Lage zum Bilanzstichtag

Vermögens- Finanz- und Ertragslage

Aussagen zur Vermögens- Finanz- und Ertragslage der Otto Kind AG i. I. sind zum Bilanzstichtag nicht aussagekräftig möglich auf eine detaillierte Analyse wird deshalb verzichtet. Das Unternehmen weist einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag von TEUR 5.965 aus und ist überschuldet.

II. Prognosebericht

A. Insolvenz, Ursachen sowie Chancen und Risiken aus der Insolvenz

Auf Grund der deutlichen Verschlechterung der Ertrags- und Liquiditätslage in 2010, musste am 30. Juli 2010 Insolvenz angemeldet werden. Dem Antrag wurde mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens unter Eigenverwaltung am 16. September 2010 entsprochen.

Die Ursachen einer Insolvenz sind immer vielfältig. Stagnierende Märkte mit erhöhtem Druck auf die Verkaufspreise haben das Ergebnis der letzten Jahre so belastet, dass die eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen dem nicht schnell genug entgegen steuern konnten. Mit der einsetzenden weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise war die Finanzierungskraft des Berichtsunternehmens erschöpft und die Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung gegeben.

Der frühzeitig gestellte Insolvenzantrag ermöglichte aber auch die Prüfung der Sanierungsfähigkeit des Unternehmens mit dem Ziel der Erhaltung der betriebsnotwendigen Teile und bestmögliche Gläubigerbefriedigung.

Mit dem Insolvenzplanverfahren wurde dabei eine gesetzliche Möglichkeit gewählt, die auf der einen Seite die Sanierung des Unternehmens ermöglicht ohne auf der anderen Seite Marke und Kundenreputation zu gefährden.

B. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Das beantragte Insolvenzplanverfahren wurde durch die Gläubigerversammlung am 15.12.2010 genehmigt. Durch den Forderungsverzicht in den gebildeten Gläubigergruppen wird ein Sanierungsgewinn erzielt, der die Vermögenslage des Unternehmens auch in den nächsten zwei Jahren nachhaltig stärkt.

Mit dem Abbau von 92 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden die Personalkosten nachhaltig gesenkt. Trotz einer restriktiven Umsatzplanung ist das Unternehmen nach der Restrukturierung in der Lage in den kommenden zwei Jahren und darüber hinaus, operativ Erträge zu erwirtschaften.

Dies hat so überzeugt, dass ein Investor gefunden wurde, der zum 01. Juli 2011 mehrheitlich (75 % zzgl. einer Aktie) das Unternehmen übernehmen wird. Durch die geplante Kapitalzuführung und durch die Umstrukturierungsmaßnahmen gilt die Unternehmensfortführung als gesichert.

Aus dem Insolvenzplan ergibt sich ein umfangreicher Gläubigerverzicht, der der Gesellschaft einen einmaligen Sanierungsgewinn von TEUR 10.173 erbringt. Mit dem Sanierungsgewinn ist die Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft deutlich verbessert und bei einer Eigenkapitalquote von 36,0 % zum Ende des Wirtschaftsjahres im Juni 2012 wäre für eine ausreichende Finanzausstattung gesorgt.

C. Zusammenfassende Prognose, Unternehmensfortführung

Der beantragte Insolvenzplan zeigt die Möglichkeit auf, dass die Otto Kind AG zukünftig aus eigener Kraft eingegangene finanzielle Verpflichtungen erfüllen kann. Dazu bedarf es aber auch einer internen Umstrukturierung und Neuausrichtung, um kostentreibende und defizitäre Prozesse zu beenden. Hierzu sind mit externen Beratern und Interimslösungen neue Kräfte in das Unternehmen eingetreten, die diese Umstrukturierung begleiten und vollziehen.

Weitere Meilensteine auf dem Weg der nachhaltigen Sanierung war der Verzicht der Finanzbehörden und der beteiligten Kommunen auf die Besteuerung des Sanierungsgewinnes. Mit Eingang dieser Erklärungen konnte am 31.03.2011 die Feststellung der Rechtskraft des Insolvenzplanverfahrens bei Gericht beantragt werden. Unter Berücksichtigung der Rechtsbehelfsfrist erwartet das Unternehmen die Rechtskraft für Anfang Juni. Mit dem Nachweis alle in dem eröffneten Insolvenzverfahren eingegangenen Verpflichtungen einschließlich Planverpflichtungen erfüllen zu können, wird das Berichtsunternehmen die Aufhebung des Insolvenzverfahrens per 30.06.2011 beantragen.

III. Nachtragsbericht

An dieser Stelle ist über Genehmigung des Insolvenzplanes durch die Gläubigerversammlung am 15.12.2010 zu berichten. Desweiteren wurden die zur Feststellung der Rechtskraft des Insolvenzplanes erforderlichen Voraussetzungen per 31.03.2011 termingerecht erfüllt, so dass die rechtskräftige Bestätigung des Insolvenzplanes vorliegt. Damit steht auch der Aufhebung des Insolvenzverfahrens nichts mehr entgegen. Weitere Sachverhalte, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht aufgetreten.

IV. Risikobericht

A. Risikomanagementziele und -methoden

Der im Jahr 2009 begonnene Ausbau des Risikofrüherkennungssystems wird fortgesetzt. Dadurch soll die frühzeitige Erkennung von Risiken stärker strukturiert werden. Der Vorstand lässt sich in regelmäßigen Abständen aus den Unternehmensbereichen über Risiken berichten.

Durch ein differenziertes Controlling und Berichtswesen werden alle wesentlichen Risikoaspekte regelmäßig betrachtet und Maßnahmen bezüglich der Vermeidung, Minimierung und dem Transfer von Risiken getroffen.

Wo sinnvoll möglich, werden Risiken vermieden oder zumindest reduziert. Durch den Abschluss von entsprechenden Versicherungen werden existenzbedrohende Risiken transferiert und damit Fälle wie Brand, Betriebsunterbrechung u. ä. finanziell abgesichert.

Zur Reduzierung von Ausfallrisiken wird soweit möglich Factoring betrieben.

Risiken, die zu akzeptieren sind, werden vom Vorstand definiert. So werden z.B. Schwellwerte für Umsätze mit Unternehmen festgelegt, die nicht warenkreditversichert werden können und auch nicht in das Factoring übernommen werden können.

B. Änderungs-, Ausfall- und Schwankungsrisiken

Preisänderungen, insbesondere bei der Beschaffung von Stahl haben eine erhebliche Auswirkung auf den Rohertrag. Durch geeignete Vereinbarungen bspw. durch Indizierung wird mit den Lieferanten und den Kunden, wo möglich, sicher gestellt, dass Preiserhöhungen auf der Stahlbeschaffungsseite möglichst geringe Auswirkungen auf die Roherträge haben.

Das Risiko von Zahlungsausfällen auf Grund von Insolvenzen im Kundenkreis und bei Kooperationspartnern ist durch die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise erhöht. Durch das Factoringverfahren unter Einschluss einer Ausfallversicherung ist das für den Kundenkreis ausgeschlossen. Kunden, die nicht in das Factoringverfahren einbezogen werden können, werden durch unternehmensinterne Richtlinien in ihrem Ausfallrisiko limitiert.

C. Marktrisiken

Das Marktumfeld ist durch allgemeine Risiken der Konjunktur gekennzeichnet. In Verbindung mit der Wirtschaftskrise ergeben sich für die Otto Kind AG nach wie vor Risiken aus Nachfragerückgängen im Wesentlichen bei industriellen beziehungsweise gewerblichen Kunden, die zunehmend die Produktion reduziert haben und unter Umständen weiter kürzen werden. Durch neu in den Markt eintretende Wettbewerber und sowie aggressiveres Vorgehen bei bereits bestehenden Marktteilnehmern sieht sich die Otto Kind AG einem verstärktem Wettbewerb ausgesetzt, der die Margen reduzieren könnte. Durch ein umfassendes Vertriebscontrolling und intensives Kundenmanagement werden diese Risiken begrenzt.

D. Chancen

Durch den Einstieg des Investors in die Gesellschaft ergeben sich diverse Chancen die die operative Geschäftstätigkeit nachhaltig beeinflussen und zur Optimierung der internen Strukturen führen. Durch die Bündelung von Synergieeffekten sieht sich die Otto Kind AG in der Lage die zukünftige Entwicklung am Markt vorteilhaft zu nutzen und sich erfolgreich und stärker im Branchenumfeld zu platzieren.

V. Forschung und Entwicklung

Im Bereich der Entwicklung wurden neue Schrank- und Archivierungssysteme für den Bereich der Betriebseinrichtungen entwickelt. Das Produktportfolio wurde um Schranksysteme für den Bereich Freizeit und Fitness sowie Healthcare ergänzt und im Bereich der Büroeinrichtungssysteme erweitert. Hier kommen insbesondere Plattformstrategien zum Einsatz, um flexibel auf veränderte Einsatzbedingungen eingehen und dabei auch kostenoptimiert fertigen zu können.

Für den Ladenbau wurde weiter an der Verbreiterung der möglichen Rastermasse gearbeitet, um zukünftig in den unterschiedlichen Märkten die jeweils marktüblichen Raster anbieten zu können. Ferner wurden stärker designgetriebene Komponenten, wie konvexe / konkave Formen, Akzentbeleuchtungen u. ä. entwickelt.

VI. Zweigniederlassungen

Das Unternehmen verfügt über zwei Niederlassungen im Großraum Gummersbach. In der Niederlassung Marienheide - Kotthausen ist die kaufmännische Verwaltung untergebracht, während in der Niederlassung Gummersbach - Dümmlinghausen die Fertigung sowie die technische Verwaltung ihren Sitz haben. Die Niederlassung Kotthausen ist zu Beginn des Jahres 2011 geschlossen worden und die kaufmännische Verwaltung am Standort Gummersbach - Dümmlinghausen integriert worden. Die Liegenschaft in Marienheide soll veräußert werden.

VII. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Otto Kind AG i. I. fühlt sich der Umwelt verpflichtet. Daher kommen zum Beispiel nur lösemittel- und emissionsfreie Lacke zum Einsatz. Auch werden möglichst fettarme Bleche eingekauft und verarbeitet, was zu wesentlich weniger mit Fetten belasteten Abwässern führt. Selbstverständlich werden die einschlägigen Umweltvorschriften beachtet.

Mitarbeiter werden gezielt gefördert und permanent geschult. Dabei wird versucht, die Differenz zwischen Stellenprofil und Mitarbeiterfähigkeiten kontinuierlich abzubauen. Der Schwerpunkt in 2011 wird die Förderung der Führungskompetenz auf der mittleren Managementebene sein.

 

Gummersbach, im Mai 2011

Dr. Peter Dauben, Vorstand

Tillmann J. Peeters, Vorstand

BILANZ ZUM 15. SEPTEMBER 2010

OTTO KIND AKTIENGESELLSCHAFT I.I., GUMMERSBACH

AKTIVA

  15.9.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 8.210.416,05 9.383.943,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 636.259,00 831.417,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 636.259,00 831.417,00
II. Sachanlagen 6.599.195,37 7.057.079,47
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.952.419,37 6.267.794,47
2. technische Anlagen und Maschinen 361.221,00 453.558,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 285.555,00 335.727,00
III. Finanzanlagen 974.961,68 1.495.447,36
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 661.587,12 1.122.725,11
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 61.525,45
3. Beteiligungen 5.150,00 5.150,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75.000,00 75.000,00
5. sonstige Ausleihungen 41.280,62 40.420,80
6. Rückdeckungsansprüche 191.943,94 190.626,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 9.006.536,96 8.262.846,39
I. Vorräte 3.060.780,82 4.055.096,85
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 790.237,40 882.579,83
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.243.140,11 1.235.995,76
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.027.403,31 1.936.521,26
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.543.715,60 3.241.035,96
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.162.399,20 1.399.799,19
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 377.439,68 869.235,03
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 133.338,78 230.654,14
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.870.537,94 741.347,60
III. Wertpapiere 432.951,62 399.902,84
1. Anteile an verbundenen Unternehmen sonstige Wertpa 432.951,62 399.902,84
IV. Kassenbestand, Bankguthaben, Schecks 1.969.088,92 566.810,74
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 41.438,32 51.234,18
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG (KAPG) 5.965.272,91 0,00
  23.223.664,24 17.698.024,40

Passiva

   
  15.9.2010
EUR
31.12.2009
EUR
A. EIGENKAPITAL 0,00 473.786,26
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 126.096,06 126.096,06
III. Gewinnrücklagen 1.760.090,96 1.760.090,96
1. gesetzliche Rücklagen 90.830,03 90.830,03
2. andere Gewinnrücklagen 1.669.260,93 1.669.260,93
IV. Bilanzgewinn -10.351.459,93 -3.912.400,76
- davon Gewinn-/Verlustvortrag: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)    
1. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr -3.912.400,76 -341.650,74
2. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -6.439.059,17 -3.570.750,02
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.965.272,91 0,00
B. RÜCKSTELLUNGEN 7.064.466,37 5.024.808,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.634.013,00 2.578.248,00
2. sonstige Rückstellungen 3.430.453,37 2.446.560,00
C. VERBINDLICHKEITEN 16.159.197,87 12.199.430,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.365.062,70 5.518.705,95
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 10.164,68 29.567,66
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.070.475,37 4.262.007,51
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 758.658,09 682.759,69
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.954.837,03 1.706.389,33
  23.223.664,24 17.698.024,40

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 15. SEPTEMBER 2010

  Rumpfgeschäftsjahr 2010
EUR
2009
EUR
1. Umsatzerlöse 25.385.251,17 40.333.592,12
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -684.179,61 -1.283.156,05
3. sonstige betriebliche Erträge 988.514,78 1.262.446,54
4. Gesamtleistung 25.689.586,34 40.312.882,61
5. Materialaufwand -10.966.017,35 -17.670.221,83
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -9.796.280,40 -15.361.263,95
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.169.736,95 -2.308.957,88
6. Rohergebnis 14.723.568,99 22.642.660,78
7. Personalaufwand -11.273.680,69 -15.433.273,29
a) Löhne und Gehälter -8.247.753,87 -12.613.835,78
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -3.025.926,82 -2.819.437,51
- Löhne und Gehälter: EUR 1.271.719,77 (Vorjahr: EUR 356.259,67)    
8. Abschreibungen -667.556,52 -1.010.387,27
9. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.099.549,33 -7.153.035,96
10. Betriebsergebnis -3.317.217,55 -954.035,74
11. Erträge aus Ausleihungen 4.782,60 11.498,62
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.845,76 (Vorjahr: EUR 3.691,52)    
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21.498,62 90.791,62
- Zinserträge Verbund: EUR 11.918,48 (Vorjahr: EUR 25.612,81)    
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme -284.055,58 -224.674,90
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -393.080,94 -649.556,08
- Zinsaufwendungen Verbund: EUR 2.394,17 (Vorjahr: EUR 2.700,00)    
15. Finanzergebnis -650.855,30 -771.940,74
16. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.968.072,85 -1.725.976,48
17. außerordentliche Aufwendungen -2.437.402,18 -1.784.205,90
18. außerordentliches Ergebnis -2.437.402,18 -1.784.205,90
19. sonstige Steuern -33.584,14 -60.567,64
20. Summe Steuern -33.584,14 -60.567,64
21. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -6.439.059,17 -3.570.750,02
22. pauschalierter Steueraufwand der Gesellschafter 0,00 0,00
23. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr -3.912.400,76 -341.650,74
24. Gewinnvortrag konzernfremde Gesellschafter 0,00 0,00
25. Verlustvortrag konzernfremde Gesellschafter 0,00 0,00
26. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 0,00
27. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,00 0,00
28. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 0,00 0,00
29. Einstellung in die Kapitalrücklage nach den Vorschriften über die vereinfachte Kapitalherabsetzung 0,00 0,00
30. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 0,00
31. Ergebnisverteilung 0,00 0,00
32. Gewinnanteile anderer Gesellschafter 0,00 0,00
33. Verlustanteile anderer Gesellschafter 0,00 0,00
34. Bilanzgewinn/-verlust -10.351.459,93 -3.912.400,76

ANHANG FÜR DAS Rumpfgeschäftsjahr VOM 1. JANUAR BIS ZUM 15. SEPTEMBER 2010

Otto Kind Aktiengesellschaft i.I., Gummersbach

I. Allgemeine Angaben

Die Otto Kind Aktiengesellschaft i. I. ist zum Bilanzstichtag 15. September 2010 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Vorstand der Otto Kind AG hat am 30. Juli 2010 beim Amtsgericht Köln den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

Dem Antrag wurde durch Eröffnung des Verfahrens am 16. September 2010 (73 IN 433/10, Registergericht Köln, HRB 39007) entsprochen. Es wurde Eigenverwaltung angeordnet.

Gemäß § 155 Abs. 2 InsO beginnt mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens ein neues Geschäftsjahr. Das Geschäftsjahr 2010 ist somit ein Rumpfgeschäftsjahr und endet am 15. September 2010.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Aktiengesetzes sowie den Regelungen der Satzung aufgestellt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die in § 266 Abs. 2 und 3 HGB bezeichneten Posten sind gesondert und in der vorgeschriebenen Reihenfolge aufgenommen worden.

Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Entsprechend der neuen HGB-Regelungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erstmalig die folgenden Angaben als sogenannte davon-Vermerke ausgewiesen:

Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge"

2. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung der Altbestände erfolgte entsprechend den Vorjahresgrundsätzen. Sachanlagen Zugänge werden zeitanteilig linear entsprechend den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Ihre Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und acht Jahren.

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird seit dem 1. Januar 2008 handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 und Abs. 2a EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung, Herstellung oder Einlage in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 150 nicht übersteigen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, mehr als € 150 und bis zu € 1.000 betragen, wird ein jährlicher Sammelposten im Sinne des § 6 Abs. 2a EStG gebildet. Der jährliche Sammelposten wird über fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst. Scheidet ein Wirtschaftsgut vorzeitig aus dem Betriebsvermögen aus, wird der Sammelposten nicht vermindert.

Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen zu Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet. Da zum Bilanzstichtag keine aktuellen Gutachten vorliegen wurde der Wert aus dem Geschäftsjahr 2009 übernommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Marktpreis oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Reichweitenbewertung von 10% auf 75% für alle Artikel geändert die eine Reichweite von 12 und mehr Monaten haben. Zusätzlich wurde das Vorratsvermögen mit dem Niederstwerttest neu bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den unmittelbar zurechenbaren Einzelkosten auch die notwendigen Gemeinkosten der Fertigung und des Materials sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs und für freiwillige soziale Leistungen sowie für betriebliche Altersversorgung (vgl. § 255 Abs. 2 S. 3 HGB) wurden mit Ausnahme der Aufwendungen für die Geschäftsführung, für die Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung sowie des Betriebsrats angesetzt. Zinsen für Fremdkapital wurden gem. dem Wahlrecht aus § 255 Abs. 3 HGB bei den Materialgemeinkosten angesetzt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwertbarkeit bzw. die sich aus Preisrisiken aufgrund von gesunkenen Wiederbeschaffungspreisen ergeben, wurden in angemessenem Umfang durch Wertabschläge nach § 253 Abs. 3 S. 3 HGB berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 3,5 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet. Langfristige Steuererstattungsansprüche i. S. d. § 37 KStG (Körper-schaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens sind mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Zeitwerten angesetzt.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

3. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden auf der Grundlage der Tabellenforderung des Pensionssicherungsvereins angesetzt.

Für zukünftige Aufwendungen aus der Erfüllung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten für Geschäftsunterlagen wurden entsprechende Rückstellungen in Höhe des jeweiligen Erfüllungsbetrags, d.h. unter Berücksichtigung der voraussichtlich im Erfüllungszeitpunkt geltenden Kostenverhältnisse, gebildet. Der Teil der Rückstellungen, welcher auf Ausgaben entfällt, die nach Ablauf des dem Abschlussstichtag folgenden Geschäftsjahres anfallen, wird mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Bei der Bemessung der Steuerrückstellungen und der sonstigen Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Die Höhe der Rückstellungen entspricht den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Bilanzstichtag erfolgt eine Bewertung gem. § 256a HGB zum Stichtagskurs.

III. Erläuterungen zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschrei¬bungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d.h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - setzen sich wie folgt zusammen:

Stichtag der vorliegenden Informationen: 31.12.2009

Name und Sitz Höhe des Anteils am Kapital
in %
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
in TEUR
unmittelbar      
Otto Kind Grundbesitz- und Verwaltungsgesellschaft mbh, marienheide ** 100 442 -674 *
Kind International GmbH, Marienheide 100 203 0 *
PT Spectrum Kind, Jakarta 51 428 (IDR 5.771) 71 (IDR 1.018)
mittelbarer Anteilsbesitz (über Kind International GmbH)      
Kind France S.A.R.L, Paris 100 807 -5
Kind Austria GmbH, Mattighofen 100 75 -5
Kind (Schweiz) AG, Fehraltorf 100 399 (sfr 594) 21 (sfr 31)
Kind UK Limited, Market Harborough ** 100 -315 (GBP -283) -27 (GBP -24)
Quispel Deurne B.V., Deurne 26 25 -139
C. Cure B.V., Deurne 25 -64 2
S.C. baibia Kind S.R.L., Ploiesti 30 3 (RON 14) -263 (RON -1.116)

* Ergebnis vor Ergebnisabführung/Verlustübernahme

** im Insolvenzverfahren

Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden bei den Wertansätzen für Anteile an verbundenen Unternehmen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB in Höhe von TEUR 461 vorgenommen, davon entfallen TEUR 197 auf die Beteiligung an der Kind International GmbH, TEUR 102 auf die Beteiligung an der Otto Kind Grundbesitz- und Verwaltungsgesellschaft mbH und TEUR 163 auf die Beteiligung an der PT Spectrum Kind. Ferner ergab sich eine außerplanmäßige Abschreibung auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 62 welche sich auf ein Darlehen an die PT Spectrum Kind bezieht.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Steuererstattungsansprüche nach § 37 KStG mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 369.

Eigenkapital

Das in der Bilanz auf den 15. September 2010 ausgewiesene Grundkapital in Höhe von TEUR 2.500 ist in 192.039 auf die Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag eingeteilt.

Der Bilanzverlust zum 15.09.2010 ergibt sich gem. §158 Abs. 1 AktG wie folgt:

Bilanzverlust aus dem Vorjahr TEUR 3.912
Jahresfehlbetrag 2010 TEUR 6.439
Bilanzverlust zum 15.09.2010 TEUR 10.351

Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag

Da durch den Bilanzverlust in Höhe von TEUR 10.351 das Eigenkapital aufgebraucht war, musste nach § 268 Abs. 3 HGB für den Überschuss des Passivpostens in Höhe von TEUR 5.965 ein Aktivposten "Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag" ausgewiesen werden.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten:

  15.09.2010
in TEUR
31.12.2009
in TEUR
Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaub, Boni, etc.) 1.942 1.891
Gewährleistungen, nachkommende Rechnungen 160 257
Kundenboni 5 5
Abschluss-, Prüfungs-, Beratungs, Aufbewahrungskosten 1.323 294
Summe 3.430 2.447

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens innerhalb eines Jahres fällig.

Bezüglich der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten besteht ein Sicherheiten-Poolvertrag vom 13. Juli 2005, an dem folgende Banken beteiligt sind:

Kreissparkasse Köln, Köln (Poolführerin)

Deutsche Bank AG, Gummersbach

Commerzbank AG, Gummersbach

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber den Banken bestehen unverändert zum Vorjahr Grundschulden in Höhe von TEUR 8.948.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr bzw. aus Darlehen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt auf:

  2010 2009
  In
TEUR
% in TEUR %
Außenumsätze        
Umsatzerlöse Inland 21.529 84,8 33.405 82,8
Europäische Union 1.551 6,1 2.503 6,2
Europäische Nicht-EU-Länder 173 0,7 1.030 2,6
Innenumsätze        
Europäische Union 1.749 6,9 2.708 6,7
Europäische Nicht-EU-Länder 368 1,4 661 1,6
Übriges Ausland 15 0,1 27 0,1
Summe 25.385 100,0 40.334 100.0

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 989 beinhalten im Wesentlichen Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen (TEUR 481), Miet- und Pachteinnahmen (TEUR 238), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 102), Erträge aus der privaten Nutzung von Firmenfahrzeugen (TEUR 53), Eingliederungsbeihilfen (TEUR 18) und Erlöse aus Transportschäden (TEUR 13).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 6.100 enthalten im Wesentlichen:

Ausgangsfrachten - TEUR 1.515
Nicht abzugsfähige Vorsteuer - TEUR 935
Mieten - EUR 523
Wertberichtigungen auf Forderungen - TEUR 459
Vertreterprovisionen - TEUR 396
Reparaturen an Maschinen u. Gebäuden - TEUR 287
Betriebsumstellungskosten - TEUR 200
Rechts- und Beratungskosten - TEUR 156

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen.

Außerordentliche Aufwendungen

Die außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.437 resultieren aus den Kosten der Sanierungsberatung (TEUR 1.076), den Kosten für Einrichtung und Betrieb der Transfergesellschaft (TEUR 900) und den Aufwedungen für Wertberichtigungen auf Beteiligungen (TEUR 461).

Im Geschäftsjahr 2010 waren durchschnittlich beschäftigt:

Angestellte: 107
Arbeiter: 185

Daneben wurden noch (durchschnittlich) 12 Auszubildende beschäftigt.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2010 die Herren

Vorsitzender 01.01.2010 bis 15.09.2010

Herr Dr. Hartmut Jaeger, Harxheim

Dipl.-Ökonom, Unternehmer

Stellvertretender Vorsitzender 01.01.2010 bis 15.09.2010

Herr Hans-Jürgen Koch, Oberkirchen

Dipl.-Wirtschaftsingenieur, Unternehmensberater

Mitglied 25.08.2010 bis 15.09.2010

Herr Hans Rainer Schäfer, Bad Marienberg

Diplom-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater

Mitglied 25.08.2010 bis 15.09.2010

Herr Dieter Hartmann, Friedrichsdorf

Dipl.-Ingenieur, Unternehmensberater

Arbeitnehmervertreter 01.01.2010 bis 15.09.2010

Herr Joachim Rätzer, Bergneustadt

Betriebsratsvorsitzender, Blechschlosser

Arbeitnehmervertreter 25.08.2010 bis 15.09.2010

Herr Sadettin Gültekin, Bergneustadt

Betriebsratsmitglied, Techniker

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf TEUR 58.

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2010 die Herren

Herr Dr.-Ing. Peter Dauben, Bad Sassendorf

Herr Frank Domeyer, Kaufmann, Bad Münder

Herr Tillmann J. Peeters, Rechtsanwalt, Kempen (ab 28.07.2010)

Die Bezüge des Vorstandes betrugen im Rumpfgeschäftsjahr 2010 TEUR 151.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Das Berichtsunternehmen hat sonstigen finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, die mit insgesamt TEUR 830 zur Insolvenztabelle angemeldet wurden.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen Maschinen und maschinelle Anlagen, den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar der Abschlussprüfer für das abgeschlossene Rumpfgeschäftsjahr in Höhe von TEUR 48 teilt sich mit TEUR 40 auf Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 8 auf Steuerberatungsleistungen auf.

Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 6.439 auf neue Rechnung vorzutragen.

Otto Kind Aktiengesellschaft i . I.

 

Gummersbach, den 18. Mai 2011

Dr. Peter Dauben

Tillmann J. Peeters

  ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
  01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
15.09.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.977.242,30 1.057,50 0,00 1.978.299,80
  1.977.242,30 1.057,50 0,00 1.978.299,80
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.321.333,01 5.366,90 -562.966,15 13.763.733,76
2. technische Anlagen und Maschinen 2.806.544,38 49.024,00 0,00 2.855.568,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.262.588,24 12.759,50 -4.024,44 3.271.323,30
  20.390.465,63 67.150,40 -566.990,59 19.890.625,44
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.796.976,92 0,00 0,00 1.796.976,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 74.464,50 0,00 0,00 74.464,50
3. Beteiligungen 5.150,00 0,00 0,00 5.150,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75.000,00 0,00 0,00 75.000,00
5. sonstige Ausleihungen 40.420,80 1.424,82 -565,00 41.280,62
6. Rückdeckungsansprüche 190.626,00 1.317,94 0,00 191.943,94
  2.182.638,22 2.742,76 -565,00 2.184.815,98
  24.550.346,15 70.950,66 -567.555,59 24.053.741,22
  AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
  01.01.2010
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
15.09.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.145.825,30 196.215,50 0,00 1.342.040,80
  1.145.825,30 196.215,50 0,00 1.342.040,80
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.053.538,54 267.048,52 -509.272,67 7.811.314,39
2. technische Anlagen und Maschinen 2.352.986,38 141.361,00 0,00 2.494.347,38
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.926.861,24 62.931,50 -4.024,44 2.985.768,30
  13.333.386,16 471.341,02 -513.297,11 13.291.430,07
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 674.251,81 461.137,99 0,00 1.135.389,80
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.939,05 61.525,45 0,00 74.464,50
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
5. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6. Rückdeckungsansprüche 0,00 0,00 0,00 0,00
  687.190,86 522.663,44 0,00 1.209.854,30
  15.166.402,32 1.190.219,96 -513.297,11 15.843.325,17
  NETTOBUCHWERTE
  15.09.2010
EUR
31.12.2009
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 636.259,00 831.417,00
  636.259,00 831.417,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.952.419,37 6.267.794,47
2. technische Anlagen und Maschinen 361.221,00 453.558,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 285.555,00 335.727,00
  6.599.195,37 7.057.079,47
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 661.587,12 1.122.725,11
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 61.525,45
3. Beteiligungen 5.150,00 5.150,00
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75.000,00 75.000,00
5. sonstige Ausleihungen 41.280,62 40.420,80
6. Rückdeckungsansprüche 191.943,94 190.626,00
  974.961,68 1.495.447,36
  8.210.416,05 9.383.943,83

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Otto Kind Aktiengesellschaft i.I., Gummersbach, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis 15. September 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Die Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 3.634 und der Rück-stellung für Altersteilzeit in Höhe von TEUR 736 konnte nicht durch eine versicherungsmathematische Berechnung nachgewiesen werden.

Die Pensionsrückstellung wurde mit dem zur Insolvenztabelle angemeldeten Betrag bewertet; dieser Wert enthält auch andere Forderungen und wurde nach einkommensteuerlichen Regelungen ermittelt. Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde mit dem Vorjahreswert bilanziert. Die Höhe der vorgenannten Rückstellungen konnte von uns nicht abschließend beurteilt werden.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss mit der genannten Einschränkung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung weiter einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in den Abschnitten II und IV ausgeführt, dass der Fortbestand der Gesellschaft maßgeblich von dem erfolgreichen Abschluss des Insolvenzverfahrens abhängt.

 

Wuppertal, den 31. Mai 2011

TREUMERKUR Dr. Schmidt und Partner KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Oec. Andreas F. Wildoer, Wirtschaftsprüfer

Clemens Dornseifer, Wirtschaftsprüfer

Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Bericht des Aufsichtsrates

der Otto Kind AG, Marienheide

Während des Berichtszeitraumes vom 01.01.2010 bis zum 15.09.2010 bestand der Aufsichtsrat der Otto Kind AG bis zum 24.08.2010 unverändert aus den Herren Dr. Hartmut Jaeger, Vorsitzender, Hans-Joachim Koch, stellvertretender Vorsitzender, und Joachim Rätzer. Ab dem 25.08.2010 wurde der Aufsichtsrat gemäß Beschluss des Amtsgerichts Köln um drei weitere Aufsichtsratsmitglieder ergänzt und zwar Herrn Sadettin Gültekin, Herrn Dieter Hartmann und Herrn Hans Rainer Schäfer.

Über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften informierten die Vorstände Herr Dr. Dauben sowie Herr Frank Domeyer die Aufsichtsratsmitglieder fortlaufend in schriftlicher Form und erläuterten die Informationen zusätzlich in zehn Aufsichtsratssitzungen.

Gemäß § 111 Abs. 2 AktG hat der Aufsichtsrat der HLB Treumerkur Dr. Schmidt und Partner KG, Wuppertal den Auftrag zur Prüfung des Jahresabschlusses zum 15. September 2010 erteilt. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 23.05.2011 teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 15. September 2010 sowie den Lagebericht ausführlich erörtert und geprüft. Der mit dem eingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss zum 15. September 2010 wurde durch den Aufsichtsrat gebilligt. Nach § 132 AktG sind diese somit festgestellt.

 

Marienheide, 18.07.2011

Dr. Hartmut Jaeger, Aufsichtsratsvorsitzender

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