Stammdaten

Register
Amtsgericht Hof HRB 1129
Eingetragen
23.1.1985
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Gegenstand
Der Vertrieb von Kraftfahrzeugen, Kraftfahrzeugersatzteilen und Zubehör, der Betrieb von Tankstellen und Reparaturwerkstätten für Kraftfahrzeuge, die Vermietung von PKW und Transporter (Vans) als Selbstfahrervermietfahrzeuge, sowie alle sonstigen Geschäfte und Tätigkeiten, die mit dem Kraftfahrzeugwesen in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Markus Maier
seit 3.1.2025
Prokura
Irina Bettina Rohr
seit 18.6.2019
Prokura
Stefan Hans Bayer
seit 18.4.2018
Geschäftsführer
Gerhard Matthes
seit 26.8.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bayer Mobility Holding GmbH
Germany
102.300 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Autohaus Matthes GmbH

Marktredwitz

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Autohaus Matthes GmbH, Marktredwitz

Mit mittlerweile 74 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen betreuen wir als Mercedes-Benz Servicepartner der ersten Stunde, seit dem Jahr 1926 zahlreiche Privat- und Geschäftskunden aus unterschiedlichsten Branchen und decken dabei die Sparten Mercedes Cars und Vans der Mercedes-Benz Group AG, sowie Mercedes-Benz Trucks der Daimler Truck AG ab.

Unser Geschäftsbereich umfasst weiterhin eine Vermittlung (als vertraglich vereinbarter Agentenstützpunkt) im Neufahrzeugverkauf, eine durch herstellerseitig zertifizierte Reparaturwerkstatt für Mercedes-Benz PKW, Vans und Trucks, einen Verkauf von Ersatzteilen, Zubehör und Collectionsartikeln, sowie einen Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen der Marke Mercedes-Benz bzw. Fremdfabrikaten. Ein weiterer, für das Jahr Geschäftsjahr 2023, geplanter Dienstleistungsbereich der gewerbsmäßigen betriebenen Vermietung von Pkw- und Transporter-Fahrzeugen, wurde etabliert und wird final in 2024 in den Geschäftsbereich implementiert.

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Laut Statistischem Bundesamt ist das Bruttoinlandsprodukt, aufgrund der Belastung der deutschen Wirtschaft durch die globalen Krisen, gegenüber 2022 um 0,3 % gesunken. Trotz eines leichten Rückgangs der hohen Preisen in allen Wirtschaftsstufen erfolgte eine allgemeine Dämpfung der Konjunktur. Ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland erfolgt eine Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr aktuell nicht.

2. Entwicklung der Kfz.-Branche und des Kfz.-Handwerks

Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) ist der Pkw-Markt 2023 gewachsen, dabei bleiben Neuzulassungen im Bereich von Elektro-Fahrzeugen deutlich im Minus. Das Vorkrisenniveau bleibt bei Produktion und Markt weiterhin nicht erreichbar. Zum Jahresabschluss erreichte die Pkw-Inlandsproduktion im Dezember ein Volumen von 264.500 Einheiten, etwa 1 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres. Insgesamt liefen 2023 somit 4,1 Mio. Pkw von den Bändern, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 lag die Produktion allerdings noch um 12 Prozent unter dem damaligen Wert.

Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland sind im Dezember im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Mit 241.900 Einheiten wurden 23 Prozent weniger neue Pkw zugelassen als im Dezember 2022. Allerdings war der Jahresendspurt im Jahr 2022 stark, resultierend aus der Streichung bzw. Reduktion des Umweltbonus für rein batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) und das komplette Auslaufen für Plug-In-Hybride (PHEV). Der Sondereffekt zum Jahresende führte dazu, dass Kundinnen und Kunden Pkw-Käufe vorzogen, um von der noch höheren Förderung zu profitieren. Aufgrund der ursprünglich geplanten Reduzierung des Umweltbonus kam es auch am Jahresende 2023 zu einem Vorzugseffekt, der sich aber weniger stark auswirkte als im Vorjahr. Das abrupte Ende des Umweltbonus am 17. Dezember 2023 wird sich in den Neuzulassungen vor allem 2024 auswirken.

Laut dem Zentralverband deutsches Kraftfahrzeuggewerbe ist der Umsatz im Kraftfahrzeuggewerbe über alle drei Geschäftsbereiche (Neuwagen, Gebrauchtwagen und Service) im Jahr 2023 um 11,9 % auf 207,3 Mrd. Euro gewachsen. Laut dem ZDK stieg der Umsatz der markengebundenen Autohäuser am Neuwagenvertrieb im Jahr 2023 um 2,6 % auf 66,6 Mrd. Euro im Vergleich zu 2022. Das entspricht 1,57 Mio. Pkw und damit etwas mehr als der Hälfte (55,3%) der 2,84 Mio. Pkw-Neuzulassungen. Die Gründe: um durchschnittlich 4,3 % höhere Neuwagenpreise, hohe Lieferfähigkeit und die Umweltprämie für E-Fahrzeuge. Von den rund 6,03 Mio. Pkw-Besitzerwechseln wurden 37 % (rund 2,23 Mio. Pkw) über den Markenhandel verkauft. Der Umsatz stieg hier um 15,2 % auf 58,4 Mrd. Euro. Hauptgrund: Der bisherige Höchststand des durchschnittlichen Fahrzeugpreises, der laut DAT bei 26.170 Euro lag. Im Geschäftsfeld Service und Reparatur war im Jahr 2023 ein Umsatzsprung von 17,7 % auf rund 33,8 Mrd. Euro im Vergleich zu 2022 zu verzeichnen. Die Gründe waren der weiter gewachsene Fahrzeugbestand, die höhere Zahl der Wartungen mit gestiegenen Kosten (plus 8,5 % pro Wartung) sowie die um 15,3 % höheren Kosten pro Unfallreparatur.

3. Darstellung des allgemeinen Geschäftsverlaufs der Gesellschaft

Die Entwicklung der Branche spiegelt sich auch im Geschäftsverlauf der Gesellschaft wider. Ein weiteres Wachstum, sowohl im PKW- und LKW-Service als auch im Teile-Handelsgeschäft, gegenüber 2022 konnte verzeichnet werden. Das Niveau im Gebrauchtfahrzeughandel konnte, aufgrund des Marktumfeldes, zu Lasten der Ertragsseite, gesteigert werden.

Mit der Mercedes-Benz Group AG für Pkw und Vans und der neuen Daimler Truck AG für Trucks verbindet uns mittlerweile eine fast 100-jährige Partnerschaft. Unsere vertraglichen Bindungen mit beiden Fahrzeugherstellern, im Service- und Teilebereich, verbunden mit einer stetig erweiterten Produktpalette bei Neufahrzeugen, hier als vertraglich vereinbarter Agentenstützpunkt, schaffen auch zukünftig eine solide Grundlage im Servicebereich. Mit einer forcierten digitalen Kundenbindung an unser Autohaus, unseren kundenbindenden Geschäftsbereichen anhand Service- und Garantiepaketen, einem Vorteilsprogramm für ältere Fahrzeuge, sowie dem Mercedes-Benz Schadens- und Versicherungsmanagement sind wir in der Lage, die Mobilität mit ihren verschiedensten Anforderungen kompromisslos abzudecken. Geschäftsbeziehungen zu weiteren, langjährigen Lieferanten und Dienstleistern im Gebrauchtwagen- und Servicebereich runden das Dienstleistungsangebot ab.

4. Darstellung der Lage der Gesellschaft

4.1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringert sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 15.719 auf TEUR 15.041, was im Wesentlichen aus um TEUR 1.226 stichtagsbedingt geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um TEUR 845 geringeren Darlehnsgewährungen und dem daraus resultierten Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert. Das Anlagevermögen sowie der Vorratsbestand erhöhten sich aufgrund einer erneuten Bestandserhöhung bei den Gebrauchtfahrzeugen.

Auf der Passivseite findet die Reduzierung der Bilanzsumme im verringerten Eigenkapital aufgrund von Gewinnausschüttungen den Ausgleich. Die Eigenkapitalquote beträgt 17,28 % (im VJ.28,79 %).

Zur Finanzierung des Vorratsbestandes erfolgten im Jahr 2023 Kreditaufnahmen, folglich erhöhten sich die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten um TEUR 1.036. Die Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 397 ist stichtagsbedingt zu begründen. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhen sich im Wesentlichen aufgrund von Darlehensaufnahmen sowie Umsatzsteuerzahlungen für das laufende Geschäftsjahr.

4.2. Ertragslage

Im Jahr 2023 konnte ein Umsatzzuwachs von 6,5 % generiert werden. Im Wesentlichen resuliert die Erhöhung aus dem Verkaufsbereich. Die Materialaufwandsquote erhöhte sich dadurch von 68,57 % auf 72,79 %. Unser Beschaffungsbereich ist von den langjährigen und zuverlässigen Geschäftsbeziehungen, mit klar definierten Beschaffungskonditionen bei unserem Hauptlieferanten, dem Fahrzeughersteller Mercedes-Benz, vertraglich gewährleistet.

Die Personalkosten verringern sich aufgrund eines niedrigeren Personalbestands von TEUR 2.882 auf TEUR 2.791.

Die Erhöhung der Abschreibungen auf Sachanlagen resultiert im Wesentlich aus den Abschreibungen der Fuhrparks.

Aufgrund geringeren Darlehensgewährungen reduzierten sich die Zinserträge um TEUR 24, die Zinsaufwendungen erhöhten sich aufgrund von Darlehensaufnahmen.

Das Jahresüberschuss beträgt TEUR 583 (im Vj. TEUR 1.800).

Es wird für das Jahr 2024 mit einem Umsatz und Ergebnis auf dem Niveau von 2023 gerechnet.

5. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft mit Berücksichtigung wesentlicher Chancen und Risiken

5.1. Chancen

Unsere Stärke bleibt und ist unser zertifizierter und prämierter Service mit den Bereichen: Servicequalität, Serviceprozesse und Servicekultur. Mit einem klaren Ziel, in allen Bereichen unser gemeinsames Potential noch besser auszuleben. Des Weiteren stellt die persönliche Nähe zu unserer Kundschaft, die daraus resultierende Kundenzufriedenheit und ein in der Region einzigartiges Mercedes-Benz Gebrauchtwagen-Angebot einen Stabilitätsfaktor in der Firmenpolitik dar. Zusammen formen wir dadurch ein kundenorientiertes und außergewöhnliches Gesamtpaket mit zertifizierten Mobilitäts- & Leistungsservices und einem klaren Qualitätsversprechen: Mobilität mit Stern.

Hinsichtlich von BEV- (Elektroauto mit Batterien) bzw. PHEV- (Plug-in-Hybride) Fahrzeugen weisen wir bereits heute im Neuwagen- sowie Gebrauchtwagenbereich ein großes Portfolio aus, dass zukünftig kontinuierlich ausgebaut und vermarktet wird. Als autorisierter Stützpunkt agieren wir als Servicepartner für teil- bzw. vollelektrische Fahrzeuge im Bereich Pkw und Van vollumfänglich.

Durch angemessene Marketingmaßnahmen, sowie mit unseren Qualitätsversprechen sind wir in der Lage, alle Ansprüche, Forderungen und Wünsche auch zukünftig vollumfänglich zu erfüllen.

Weiterreichende Digitalisierungsprozesse für unsere Kundenbindung, im Bereich des Annahme- und Serviceprozesses wurden neu integriert. Eine zukünftige, konsequente Umsetzung der Digitalisierung im Bereich der Kundenbindung bleibt auch weiterhin oberste Priorität und stellt damit zukünftige Basis unserer Kunden- und somit der Werkstattbindung dar.

Der Einsatz einer neuen KI-gesteuerten Gebrauchtwagenverwaltung und einer damit verbundenen Anbindung an div. Gebrauchtwagenbörsen ermöglicht eine effizientere Bearbeitung und Vermarktung von gebrauchten Fahrzeugen aller Fahrzeughersteller.

Eine Zurückhaltung im Neufahrzeugkauf aufgrund gestiegener Neuwagenpreise, sowie ein schleppender und aktuell nicht von allen Käufern akzeptierter Übergang von Verbrenner- auf Elektromotoren, resultiert in eine längere Haltedauer von Bestandsfahrzeugen. Damit positiv verbunden sind auch zukünftig weiterhin alle Werkstatt- und Serviceleistungen. Trotz rückläufiger Verschleißreparaturen bleibt das Wartungsverhalten auf einem hohen Niveau. Sicherheit und Betriebsbereitschaft eines Fahrzeugs haben weiterhin oberste Priorität.

Die Sorge bei der Rekrutierung von Fachkräften sowie aufgrund der aktuellen demografischen Entwicklung (hier: Baby-Boomer) bleiben auch zukünftig eine primäre Herausforderung. Erweiterte Ausbildungsmöglichkeiten im kaufmännischen und technischen Bereich sowie Weiterbildungsangebote für den technischen und kaufmännischen Bereich mit diversen Qualifizierungsstufen, werden allen Mitarbeitern angeboten, unterstützt und forciert. Beginnend mit dem Lehrjahr 2023 konnten wir sechs neue Auszubildende im technischen Bereich, sowie drei Ausbildungsplätze für den kaufmännischen Bereich neu besetzen. Mit aktuell 19 Auszubildenden schaffen wir für die nächsten Jahre eine solide Basis um einen zukünftigen Fachkräftemangel zu vermeiden.

5.2. Risiken

Ab 01.06.2023 änderte die Mercedes-Benz Group AG ihr Neuwagen-Vertriebs-System in ein echtes Agentur-System, resultierend daraus entfällt mit vorgenanntem Datum unser Vermittlungsrecht und folglich alle, aus den Vermittlungsgeschäften erfolgenden Vermittlungsprovisionen. Das Agentur-Modell ermöglicht im Gegenzug eine anteilsmäßige Kostenerstattung für div. Fahrzeughandlings sowie der Anmietung von Verkaufsflächen und Personalräumen der Neuwagenverkäufer durch den autorisierten Agenten. Aufgrund der neuen Konzernausrichtung sind individuelle, kreative und partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen im Neuwagengeschäft nur noch schwer oder nicht mehr realisierbar, da eine Preisgestaltung (Preishoheit) zukünftig dem Hersteller direkt obliegt. Erfolgend aus der Umstellung im Fahrzeugvertrieb auf das Agenturmodel ist auch eine negative Akzeptanz der Kunden beim Neuwagenverkauf deutlich erkennbar. Erschwerend und mit stetigen Anpassungen in der Kommunikation ist auch der Ausbau des Onlinehandel bzw. der -präsenz durch den Herstellers Mercedes-Benz im Neufahrzeugbereich.

Die Konzernausrichtung im Neuwagenhandel, auch im Bereich der eMobilität, wird sich zukünftig explizit auch negativ im hochpreisigen Gebrauchtwagenhandel auswirken. Beim Neu- und Gebrauchtwagenverkauf nehmen gestiegene Kosten für eine Finanzierung/Leasing, eine allgemeine Verteuerung bei Neufahrzeugen und die Kürzung der Prämien für Elektrofahrzeuge eine nicht zu vernachlässigende und störende Behinderung dar. Potenziellen Käufern im Neu- bzw. Gebrauchtwagensortiment fehlt die Motivation auf eMobilität umzusteigen. Eine Akzeptanz der neuen Technologie fehlt. Unterschiedliche politische und gesellschaftliche Meinungen verunsichern aktuell den Markt. Laut Autoscout24 sind z. B. Preise für gebrauchte Elektroautos in 2023 um 28 % gefallen. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren fortsetzen, wobei Elektrofahrzeuge den größten Wertverlust unter allen Antriebsarten darstellen.

Ein Hochpreissegment, die Vermarktungsstrategie des Fahrzeugherstellers bei Neu- bzw. Gebrauchtfahrzeugen, verbunden mit einer Vorbereitung für ein vollelektrisches Portfolio in allen Fahrzeugklassen werden zukünftig das Kaufverhalten im in allen Bereichen primär und letztendlich sekundär mit dem damit verbundenen Service- und Teilebereich sowie den Gebrauchtwagenhandel beeinflussen.

 

Marktredwitz, 05. Juni 2024

gez. Stefan Bayer, Geschäftsführer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AUTOHAUS MATTHES GMBH, MARKTREDWITZ

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.127.603,00 2.529.950,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 25.131,00 29.391,00
II. Sachanlagen 3.100.772,00 2.498.859,15
III. Finanzanlagen 1.700,00 1.700,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.911.842,15 13.184.405,27
I. Vorräte 8.546.990,93 7.942.273,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.799.737,37 4.871.288,26
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 565.113,85 370.843,04
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.337,25 4.337,95
15.040.782,40 15.718.693,37

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 2.598.813,96 4.526.008,27
I. Gezeichnetes Kapital 102.300,00 102.300,00
II. Gewinnrücklagen 153.387,56 153.387,56
III. Bilanzgewinn 2.343.126,40 4.270.320,71
B. RÜCKSTELLUNGEN 696.511,71 690.603,71
C. VERBINDLICHKEITEN 11.734.866,73 10.494.081,39
D. PASSIVE LATENTE STEUERN 10.590,00 8.000,00
15.040.782,40 15.718.693,37

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 7.039.723,52 7.487.361,39
2. Personalaufwand -2.790.692,08 -2.881.585,82
a) Löhne und Gehälter -2.225.692,98 -2.329.793,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -564.999,10 -551.791,96
- davon für Altersvorsorge: EUR 27.684,77 (Vorjahr: EUR 34.268,93)
3. Abschreibungen -820.715,25 -650.902,32
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.822.638,62 -1.207.960,16
5. Erträge aus Beteiligungen 0,00 25,50
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.200,64 50.706,74
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -770.423,56 -277.197,83
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -273.746,03 -714.338,24
- davon aus latenten Steuern: EUR 2.590,00 (Vorjahr: EUR 8.000,00)
9. Ergebnis nach Steuern 588.708,62 1.806.109,26
10. Sonstige Steuern -5.810,77 -5.810,77
11. Jahresüberschuss 582.897,85 1.800.298,49
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.760.228,55 2.470.022,22
13. Bilanzgewinn 2.343.126,40 4.270.320,71

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Autohaus Matthes GmbH, Marktredwitz

Allgemeine Angaben

Die Firma der Gesellschaft lautet Autohaus Matthes GmbH. Der Sitz der Firma befindet sich in 95615 Marktredwitz. Die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB 1129 beim Registergericht Hof eingetragen.

Der Jahresabschluss der Autohaus Matthes GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit gemäß § 265 Abs. 1 HGB wurde beachtet.

Auf die Rechnungslegung der Gesellschaft finden die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB Anwendung.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatzvorschriften der §§ 246, 251 HGB sowie unter Berücksichtigung der besonderen Ansatzvorschriften für Kapitalgesellschaften, §§ 268-274a, 276-277 HGB, und unter Beachtung der Bewertungsvorschriften der §§ 252-256a HGB erstellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem § 266 Abs. 2 und Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Ansatzwahlrechte sowie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert ausgeübt.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die entgeltlich erworbenen Konzessionen, gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte an Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurden zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die planmäßige Abschreibungen.

Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen.

Technische Anlagen und Maschinen sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet. Zuwendungen Dritter wurden als Minderung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten verbucht. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungspreisminderungen oder mit den Herstellungskosten bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Vermögensgegenstände werden linear abgeschrieben.

Im Berichtsjahr wurden geringwertige Anlagegüter sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder wegen nachhaltiger Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und mit dem Nennwert aktiviert.

Sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag, Zahlungsbeträgen oder Barwerten angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bewertet.

Gezeichnetes Kapital ist zum Nennwert angesetzt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 2 HGB nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung der Projected-Unit-Credit-Methode. Dabei wurde die Sterbetafel von Klaus Heubeck "Richttafel 2018 G" mit einem Rechnungszinssatz von 1,82 % (10-Jahres-Durchschnitt), einem Rententrend von 1,74 %, einem Gehaltstrend von 0,5 % sowie einer Fluktuation von 0,00 % zu Grunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 6. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 S. 2 HGB.

Sonstige Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags dotiert und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, veröffentlicht durch die Bundesbank, abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Ansatz der latenten Steuern ergibt sich aus der temporäre Differenzen zwischen Steuer- und Handelsbilanz bezüglich der Pensionsrückstellung. Die Bewertung erfolgt mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen.

Anlagespiegel für die einzelnen Positionen des Anlagevermögens

Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Darin sind, ausgehend von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die Zugänge, Abgänge, Umbuchungen, Zuschreibungen, Abschreibungen und Sonderabschreibungen des Geschäftsjahrs sowie die Abschreibungen und Sonderabschreibungen in ihrer gesamten Höhe gesondert aufgeführt. Zusätzlich sind in der beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens die Abschreibungen auf die einzelnen Posten des Anlagevermögens aufgegliedert.

Sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Verbindlichkeiten

Von den gesamten Verbindlichkeiten haben TEUR 6.735 (i.Vj. TEUR 8.994) eine Laufzeit von unter einem Jahr und TEUR 5.000 (i.Vj. TEUR 1.500) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Es bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 7.018 (i.Vj. TEUR 5.982), davon haben TEUR 2.018 (i.Vj. TEUR 4.482) eine Laufzeit von untern einem Jahr und TEUR 5.000 (i.Vj. TEUR 1.500) eine Laufzeit von über einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.500 wurden eine Sicherungsübereignung des Kfz-Fahrzeuglagers sowie eine selbstschuldnerische Bürgschaft des Gesellschafters hinterlegt.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 4 (i.Vj. TEUR 6) enthalten.

Sonstige Angaben

Die Angabe der Vergütungen der Geschäftsführer und der Mitglieder der Unternehmensorgane unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB (Schutzklausel).

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer betrug 54.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-, Pacht- und Wartungsverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 310 innerhalb der nächsten 5 Jahre.

Haftungsverhältnisse

Am Bilanzstichtag bestehen selbstschuldnerische Bürgschaften i.H.v. TEUR 350.

Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der betroffenen Gesellschaft als gering eingestuft.

Gewinnverwendung

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 weist einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 582.897,85 aus. Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.343.126,40 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Es liegen keine Ereignisse nach dem Abschlussstichtag vor.

 

Marktredwitz, den 05. Juni 2024

gez. Stefan Bayer

Datum der Feststellung: Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte in der Gesellschafterversammlung vom 27.06.2024.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 94.682,75 12.131,40 0,00 106.814,15
94.682,75 12.131,40 0,00 106.814,15
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.030,45 0,00 0,00 28.030,45
Technische Anlagen und Maschinen 660.422,52 56.787,77 0,00 717.210,29
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.161.022,66 2.708.051,65 1.358.603,00 4.510.471,31
3.849.475,63 2.764.839,42 1.358.603,00 5.255.712,05
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 1.700,00 0,00 0,00 1.700,00
1.700,00 0,00 0,00 1.700,00
3.945.858,38 2.776.970,82 1.358.603,00 5.364.226,20
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 65.291,75 16.391,40 0,00 81.683,15
65.291,75 16.391,40 0,00 81.683,15
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.051,45 1.800,00 0,00 23.851,45
Technische Anlagen und Maschinen 452.341,52 45.062,77 0,00 497.404,29
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 876.223,51 757.461,08 0,28 1.633.684,31
1.350.616,48 804.323,85 0,28 2.154.940,05
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.415.908,23 820.715,25 0,28 2.236.623,20
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.131,00 29.391,00
25.131,00 29.391,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.179,00 5.979,00
Technische Anlagen und Maschinen 219.806,00 208.081,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.876.787,00 2.284.799,15
3.100.772,00 2.498.859,15
FINANZANLAGEN
Beteiligungen 1.700,00 1.700,00
1.700,00 1.700,00
3.127.603,00 2.529.950,15

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Autohaus Matthes GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Autohaus Matthes GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Autohaus Matthes GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolosen Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kulmbach, den 05. Juni 2024

C.P.A. Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Mehnert, Wirtschaftsprüfer

gez. Magiera, Wirtschaftsprüfer

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