Daniel Jacobs Verwaltung GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Anton Gotzen seit 4.9.2025 | Prokura |
Patrick Mouton seit 25.2.2025 | Prokura |
Matthias Schütz seit 19.7.2024 | Geschäftsführer |
Daniel Jacobs seit 16.2.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
PAG International Ltd. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Jacobs Holding GmbHAachenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Zusammengefasster Lagebericht 2021Jacobs Holding GmbHInhalt I. Grundlagen des Konzerns II. Wirtschaftsbericht 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Finanzielle Leistungsindikatoren b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht 2. Risikobericht 3. Chancenbericht I. Grundlagen des Konzerns Die Jacobs Holding GmbH, Aachen, - im Folgenden auch Holding, Konzern oder Jacobs-Gruppe genannt - nimmt im Wesentlichen ihre Verwaltungsfunktion wahr und hält Beteiligungen an insgesamt 7 operativ in 2021 tätigen Tochtergesellschaften mit 10 Niederlassungen. Die Tochterunternehmen Jacobs Automobile Laurensberg GmbH, Jacobs Sportwagen GmbH und OT-Regio Rheinland Autoteile Vertriebs GmbH waren in 2021 nicht operativ tätig. Die operativ tätigen Gesellschaften sind tätig im Bereich Handel mit neuen und gebrauchten Automobilen und Ersatzteilen, in der Vermietung von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen, der Erbringung von Reparaturleistungen für Kraftfahrzeuge inklusive Karosseriereparaturen, in der Fahrzeugoberflächenbearbeitung und im Vertrieb von Finanzdienstleistungen. Die Betriebe der Jacobs-Gruppe sind in den Regionen Aachen, Düren, Heinsberg und Bergheim tätig. Die Anteile an der Jacobs Holding GmbH, Aachen, werden zum Bilanzstichtag vollständig von der Penske Automotive Europe GmbH, Mannheim, gehalten. Die Geschäftsführung des Konzerns wird von den Herren Daniel Jacobs und Jens Werner (gleichzeitig Geschäftsführer Penske Automotive Europe GmbH) ausgeübt. Das Produktportfolio umfasst neben den Kernmarken des VW-Konzerns VW-Pkw und Nutzfahrzeuge sowie Audi die Marken Skoda, Cupra und Seat. Die Jacobs-Gruppe ist Teil der Penske Automotive Group Inc., Bloomfield Hills/Michigan, USA. Die Gruppe bestand am 31. Dezember 2021 aus weltweit 335 Autohäusern und repräsentiert damit über 40 Marken (Quelle: https://penske-automotive.com). In Deutschland umfasst die Penske-Gruppe zum 31. Dezember 2021 insgesamt 12 Autohäuser mit 9 Marken. Im Markt Aachen hat die Jacobs-Gruppe trotz der Schließung des Betriebs in Laurensberg in 2020 seine Servicekapazitäten durch die Eröffnung der Service Factory im Januar 2021 deutlich ausgebaut und kann in Zukunft die Kundennachfrage schneller und zielgerichteter bedienen. II. Wirtschaftsbericht 1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Allgemeine Entwicklung Das Bruttoinlandsprodukt 2021 in Deutschland ist nach Ermittlungen des Statistischen Bundesamts gegenüber dem Vorjahr um 2,7 % gestiegen (Vorjahr: -4,9 %). Die deutsche Wirtschaft profitierte dabei weiterhin auch von einem starken Außenhandel, wobei sich trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen konnte, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Auch auf der Nachfrageseite waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich sichtbar Die privaten Konsumausgaben stiegen im Jahr 2021 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 6,0 % und erreichten somit fast das Vorkrisenniveau. Automobilkonjunktur Der deutsche Automobilmarkt verzeichnete im Bereich der Neuzulassungen einen Rückgang von 10,1 % (Vorjahr: -19,1 %) und erreichte ein Volumen von insgesamt 2,62 Millionen Pkw (Vorjahr: 2,92 Millionen). Hierbei ist die Nachfrage im gewerblichen Bereich um 6,5 % (Anteil am Gesamtabsatz 65,4 %) angestiegen und im Privat-Bereich um 16,3 % (Anteil am Gesamtabsatz 34,6 %) zurückgegangen. Der Anteil von alternativen Antriebsmodellen ist mit 355.961 (Vorjahr: 194.163) Elektrofahrzeugen und 754.588 (Vorjahr: 527.864) Hybridantrieben deutlich von 24,7 % auf 42,4 % der Neuzulassungen gestiegen. Damit übertrafen diese Modelle erstmals die Fahrzeuge mit herkömmlichem Antrieb mit Benzin 37,1 % (Vorjahr: 46,7 %) und Diesel 20,0 % (Vorjahr: 28,9 %). Die übrigen Zulassungen entfallen mit 0,5 % auf Flüssiggas- und erdgasbetriebene Fahrzeuge. Der Pkw-Gebrauchtwagenmarkt ging 2021 mit 6,70 Millionen Besitzumschreibungen um 4,5 % zurück (Vorjahr: 7,02 Mio.). Der Anteil der von privaten Haltern umgemeldeten Fahrzeuge betrug dabei 94,2 % (Vorjahr: 95,0 %). Der Anteil der bis zu 2 Jahre alten Fahrzeuge betrug ca. 13,1 % (Vorjahr: 17,3 %). (Angaben laut Kraftfahrtbundesamt) 2. Geschäftsverlauf Aufgrund der im Jahr 2021 anhaltenden Corona-Pandemie war das Geschäftsjahr der Jacobs-Gruppe stark von den pandemie-bedingten Einflüssen wie insbesondere den zunehmenden Liefer- und Materialengpässen betroffen. Besonders stark hat sich das Geschäft mit dem Verkauf von Neuwagen an Einzelkunden negativ entwickelt. Das Geschäft mit dem Verkauf von Gebrauchtwagen an Endkunden und Wiederverkäufer hat sich im Vergleich zum Vorjahr ertragsseitig hingegen trotz der Corona-Pandemie sehr positiv entwickelt. Positiv zu betrachten ist ebenfalls die Performance im Großkunden- und Aftersales-Geschäft. Für das Geschäftsjahr 2021 sind folgende Punkte hervorzuheben:
3. Lage a) Ertragslage Konzern Die Umsatzerlöse sind insbesondere aufgrund von corona-bedingten Rückgängen im Neuwagengeschäft sowie der Schließung und dem Verkauf von Betrieben im Vorjahr von TEUR 434.498 auf TEUR 410.653 gesunken (-5,5 %). Der Rückgang der Umsatzerlöse bei den Betrieben, die in den Vorjahren verkauft oder geschlossenen wurden, beträgt gegenüber dem Vorjahr insgesamt TEUR 13.131. Die Materialintensität als Verhältnis zwischen den Materialaufwendungen und den Umsatzerlösen beträgt 80,9 % (Vorjahr: 84,0 %). Insgesamt erhöhte sich dadurch das Rohergebnis von TEUR 69.352 um TEUR 9.241 bzw. 13,3 % auf TEUR 78.593. Die geringere Materialintensität resultiert insbesondere aus höheren Margen im Gebrauchtwagengeschäft. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind mit TEUR 2.350 gegenüber dem Vorjahr weiter um TEUR 1.484 gesunken. Insbesondere die aperiodischen Effekte aus Bonusabrechnungen konnten wesentlich reduziert werden, weil die Schätzung der nach Ende eines Geschäftsjahres eingehenden Hersteller-Vergütungen weiter verbessert wurde. Der Personalaufwand hat sich im Wesentlichen bedingt durch Gehaltsanpassungen, Mitarbeitergratifikationen und deutlich geringere Inanspruchnahme von Kurzarbeit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.340 auf insgesamt TEUR 40.047 (Vorjahr: TEUR 37.707) erhöht. Die Personalintensität beträgt 9,8 % nach 8,7 % im Vorjahr. Die Abschreibungen auf Anlagevermögen haben sich um TEUR 376 auf TEUR 6.848 erhöht. Der Anstieg entfällt mit TEUR 345 auf die Anfang 2021 eröffnete Service Factory und auf den im Jahresdurchschnitt wieder gestiegenen Bestand an Miet- und Vorführwagen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 2.816 oder 9,1 % gesunken. Die Minderung ist überwiegend auf die Reduzierung von periodenfremden Effekten und auf Restrukturierungskosten im Vorjahr aufgrund der Betriebsschließung zurückzuführen. Das negative Finanzergebnis verbesserte sich um TEUR 688 von TEUR -2.225 auf TEUR -1.537 aufgrund des niedrigen Zinsniveaus, den zahlungswirksamen Gesellschafter-Einlagen in die Kapitalrücklage Ende 2020 und im Frühjahr 2021 sowie des insgesamt positiven Geschäftsergebnisses. Insgesamt beträgt das Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern TEUR +4.347 nach TEUR -4.120 im Vorjahr. Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 4.126 (Vorjahr: Fehlbetrag TEUR 4.151) erzielt. Jacobs Holding GmbH Die Umsatzerlöse des Mutterunternehmens betreffen überwiegend an die Tochterunternehmen berechnete Dienstleistungen, die von Mio. EUR 3,7 auf Mio. EUR 4,5 angestiegen sind. Die Umsatzerlöse aus dem Ersatzteilgeschäft sind dagegen mit Mio. EUR 0,7 nahezu unverändert. Die weiterbelasteten Personalaufwendungen erhöhten sich nach Ende der Kurzarbeitsperioden um Mio. EUR 0,8; außerdem wurden konzerninterne Mieterträge aus der Service Factory von Mio. EUR 0,7 erzielt. Der Materialaufwand betrifft das Ersatzteilgeschäft und liegt leicht über dem Vorjahresbetrag. Nach Beendigung der Kurzarbeitszeiten hat sich der Personalaufwand 2021 gegenüber 2020 um Mio. EUR 0,4 oder 7,1 % erhöht. Die Verminderung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 267 gegenüber dem Vorjahr ergibt sich durch eine Reduzierung der aperiodischen Aufwendungen sowie geringeren Kosten für Geschäftsfahrzeuge und Rechtsberatung. Das Ergebnis des Mutterunternehmens wird darüber hinaus maßgeblich durch die vertragliche Ergebnisübernahme von drei Tochterunternehmen beeinflusst. Die übernommenen Gewinne/Verluste führten zu einem Ertrag von Mio. EUR 2,8 (Vorjahr: Mio. EUR 1,0), insbesondere da die Tochtergesellschaft Jacobs Automobile Laurensberg GmbH ihren verlustträchtigen Betrieb in 2020 eingestellt hat. Durch die zusätzliche Gewährung von Darlehen und der gleichzeitigen Rückführung von Darlehen im Verbundbereich verbesserte sich das Zinsergebnis von Mio. EUR -0,5 auf Mio. EUR -0,1. b) Finanzlage Konzern Das Eigenkapital per 31.12.2021 beträgt TEUR 31.303. Auf die Bilanzsumme in Höhe von TEUR 147.093 bezogen bedeutet dies eine Eigenkapitalquote von 21,3 % nach 14,4 % im Vorjahr. Ursächlich für diesen Anstieg ist eine weitere Gesellschafter-Einlage über 4,5 Mio. EUR in die Kapitalrücklage der Jacobs Holding GmbH sowie der Jahresüberschuss 2021. Die Finanzierung des Konzerns erfolgt größtenteils über kurzfristiges Fremdkapital. Die liquiden Mittel betrugen am Bilanzstichtag TEUR 6.310 (Vorjahr: TEUR 9.583), die Bankverbindlichkeiten konnten um Mio. EUR 11,2 auf Mio. EUR 79,5 zurückgeführt werden. Das kurzfristige Fremdkapital ist unverändert durch das Umlaufvermögen (inkl. Geschäfts- und Vorführwagen) gedeckt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 24.032 (Vorjahr: TEUR 40.270). Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückführen, dass der Abbau der Fahrzeugbestände und die Reduzierung der Forderungen im Vorjahr deutlich höher ausfiel. Unter Berücksichtigung des Cashflows aus der Investitions- und der Finanzierungstätigkeit wird insgesamt ein um TEUR 7.304 gegenüber dem Vorjahr erhöhter Finanzmittelfonds von TEUR 9.322 ausgewiesen. Der Jacobs-Gruppe stehen - neben einzelnen, gesellschaftsbezogenen Kreditlinien - insbesondere die Kreditlinien bei der Volkswagen Bank GmbH, Braunschweig, sowie der Sparkasse Aachen, Aachen, zur Verfügung. Von den der Gruppe bei diesen beiden Kreditinstituten eingeräumten Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 103,0 (Vorjahr: Mio. EUR 103,0) bzw. Mio. EUR 4,8 (Vorjahr: Mio. EUR 4,8) wurden zum 31. Dezember 2021 Mio. EUR 62,7 (Vorjahr: Mio. EUR 68,7) bzw. Mio. EUR 2,2 (Vorjahr: Mio. EUR 4,2) - nach Verrechnung mit Guthaben - in Anspruch genommen. Für den Fahrzeug-Einkauf von den Herstellern Volkswagen und Audi stellt die Volkswagen Bank eine Factoring-Linie über Mio. EUR 40,0 zur Verfügung, die zum 31. Dezember 2021 von der Gruppe mit Mio. EUR 9,2 (Vorjahr: Mio. EUR 11,5) in Anspruch genommen wird. Darüber hinaus besteht eine gesamtschuldnerische Haftung für zwei von der Volkswagen Bank gewährte langfristige Darlehen mit einer Valuta zum 31. Dezember 2021 von Mio. EUR 7,6 (Vorjahr: Mio. EUR 8,7). Weiterhin stellt die Sparkasse Aachen eine Kreditlinie von Mio. EUR 0,2 für Miet- und Kreditbürgschaften der Jacobs-Gruppe zur Verfügung, die zum Stichtag nicht in Anspruch genommen war. Ferner stehen der Jacobs-Gruppe weitere Verbund-Darlehen in Höhe von TEUR 7.000 langfristig zur Verfügung, welche zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen worden sind. Insgesamt kann die Finanzlage als sehr gut eingeschätzt werden. Jacobs Holding GmbH Die Eigenkapitalquote beträgt 51,2 % nach 44,0 % im Vorjahr. Die Finanzierung erfolgt darüber hinaus größtenteils über kurzfristiges Fremdkapital, davon TEUR 16.320 Verbindlichkeiten aus Cashpooling. Zur Finanzierung der Anfang 2021 Service Factory wurden die dafür aufgenommenen Darlehen per Saldo um TEUR 88 aufgestockt. Die liquiden Mittel betrugen am Bilanzstichtag Mio. EUR 1,5 (Vorjahr: Mio. EUR 0,9). c) Vermögenslage Konzern Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.862 auf nunmehr TEUR 147.093 (Vorjahr: TEUR 157.955). Dabei steht auf der Aktivseite der Verminderung des Vorratsvermögens (TEUR -16.198) und der Lieferforderungen (TEUR -2.554) ein Anstieg des Anlagevermögens (TEUR +9.183) und der Forderungen im Verbundkreis (TEUR +3.039) gegenüber. Beim Anlagevermögen betrifft der Anstieg im Wesentlichen Geschäfts- und Vorführwagen. Insgesamt sind Fahrzeugbestände im Anlage- und Vorratsvermögen um TEUR 7.153 zurückgegangen, was auf beabsichtigten Bestandsabbau, auf die geringere Fahrzeugproduktion infolge der Halbleiterkrise und auf die Schließung eines Betriebs im Vorjahr zurückzuführen ist. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital durch die Gesellschafter-Einlage in die Kapitalrücklage und den Jahresüberschuss um insgesamt TEUR 8.626 erhöht. Bei den Verbindlichkeiten sind die Bankschulden um TEUR 11.198 sowie die Lieferverbindlichkeiten aufgrund der geringeren zu finanzierenden Fahrzeugbestände um TEUR 8.048 zurückgeführt worden. Auf der Aktivseite werden 41,5 % (Vorjahr: 32,8 %) Anlage- und 58,5 % (Vorjahr: 67,2 %) Umlaufvermögen ausgewiesen. Der Anteil des Vorratsvermögens am Umlaufvermögen (Vorrätegrad) beträgt 57,2 % (Vorjahr: 61,7 %). Auf der Passivseite beträgt die Eigenkapitalquote aufgrund der oben beschriebenen Entwicklung 21,3 % (Vorjahr: 14,4 %) und der Anteil der Verbindlichkeiten und sonstiger Passiva 78,7 % nach 85,6 % im Vorjahr. Insgesamt schätzen wir die allgemeine wirtschaftliche Lage des Konzerns als gut ein. Jacobs Holding GmbH Die Bilanzsumme ist mit Mio. EUR 63,9 um 4,0 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Auf der Aktivseite erhöhten sich das Anlagevermögen um Mio. EUR 1,4 aufgrund von Investitionen für die Service Factory sowie Einlagen bei Tochtergesellschaften. Darüber hinaus war zum 31.12.2021 eine Umsatzsteuerforderung von Mio. EUR 1,8 auszuweisen (zum 31.12.2020: Umsatzsteuerschuld). Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital durch eine Gesellschafter-Einlage in Höhe von Mio. EUR 4,5 sowie den Jahresüberschuss. Daneben verminderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um Mio. EUR 1,0 und die sonstigen Verbindlichkeiten um die Umsatzsteuerschuld von Mio. EUR 2,3 (s.o.). 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Konzern Neben den für uns wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor Ertragsteuern gibt es weitere Kennziffern, die für die Steuerung des Konzerns von Bedeutung sind: a) Finanzielle Leistungsindikatoren
b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich sämtliche Google-Scores der Betriebe der Jacobs Gruppe hervorragend entwickelt, was eine hohe Kundenzufriedenheit zeigt. Die ambitionierten Ziele konnten erreicht und in einigen Betrieben deutlich übererfüllt werden. Fünf von sechs Audi-Betrieben sind mit dem prestigeträchtigen Audi Top Service Partner Wettbewerb ausgezeichnet worden. Jacobs Holding GmbH Das Mutterunternehmen erreichte ein Jahresergebnis vor Steuern und vor Ergebnisübernahme von Mio. EUR -1,6, was deutlich über dem Planansatz von Mio. EUR -2,7 liegt. III. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht 1. Prognosebericht Aufgrund der anhaltenden Auswirkungen der "Corona"-Krise, der Halbleiter-Krise sowie der aktuellen Ukraine-Krise kommt es im laufenden Geschäftsjahr 2022 zu weiteren Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit in Form von Ausfall geplanter Werksauslieferungen und -abholungen sowie verzögerten Teilebelieferungen. Als Gegenmaßnahmen wurden neben dem forcierten freien Zukauf von Gebrauchtwagen zur Stabilisierung der Erträge, insbesondere ein weiterer Abbau der offenen Forderungen und Fahrzeugbestände forciert. Weiterhin hat sich die in den Jahren 2019 und 2020 proaktiv durchgeführte Restrukturierung der Netzstruktur der Gruppe als äußerst effizient erwiesen. Die im Januar 2021 in Betrieb genommene Service Factory der Jacobs-Gruppe hat in den ersten Monaten des Jahres 2022 das angestrebte Budget für das 1. Quartal deutlich überschritten. Das geplante operative Konzern-Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt für 2022 unter Berücksichtigung der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Krise, der anhaltenden Halbleiterkrise und den nur schwer einzuschätzenden Risiken der Ukraine-Krise 3,6 Mio. EUR. Für das Mutterunternehmen planen wir mit einem Jahresergebnis vor Steuern und vor Ergebnisübernahme von Mio. EUR -2,5. Der budgetierte Gewinn des Konzerns für das erste Quartal 2022 wurde um ca. 400 % überschritten. Darüber hinaus planen wir für den Konzern mit einer ausgeglichenen Working-Capital-Rate von 100 % und einer weiterhin hohen Kundenzufriedenheit. 2. Risikobericht Die Geschäftsführung beobachtet die Marktentwicklung laufend und stimmt die Geschäftsstrategie auf kurzfristige Erfordernisse ab. Ferner nimmt sie die Analyse und Bewertung von Risiken sowie die Abstimmung von Maßnahmen zwischen den Einzelgesellschaften vor. Das Risikomanagementsystem basiert auf einem permanenten Berichtswesen aller operativen Gesellschaften an die Geschäftsführer der Jacobs Holding GmbH. Dadurch können potenzielle Risiken früh erkannt und entsprechende Maßnahmen und Kontrollen entwickelt werden, um diese Risiken weiterhin zu beobachten, zu steuern und mögliche negative Auswirkungen aus diesen Risiken zu minimieren. Weiterhin finden wöchentliche und monatliche Überprüfungen der Geschäftsentwicklung mit der Geschäftsführung und Finanzleitung der Penske Automotive Europe Group statt. Die weiteren wesentlichen Risiken lassen sich dabei wie folgt gruppieren:
Umfeldrisiko Die weitere Entwicklung des Gesamtmarktes für Neuwagen und Gebrauchtwagen sowie die sich ständig verschärfende Wettbewerbsintensität werden als wesentliches potenzielles Risiko gesehen. Den Risiken trägt die Gesellschaft durch eine ständige Marktbeobachtung und Überwachung der Profitabilität einzelner Geschäfte Rechnung. Restwertrisiko bei Leasingfahrzeugen Das dem Leasinggeschäft inhärente Restwertrisiko resultiert aus einer negativen Abweichung zwischen dem bei Vertragsabschluss kalkulierten Restwert und dem Marktwert des Leasingfahrzeugs bei Verwertung nach Ablauf der vertraglich vereinbarten Leasingdauer. Die Jacobs Gruppe trägt derzeit ca. 15 % dieses Restwertrisikos selbst, wobei hierbei das Risiko von Verlusten insgesamt aus der Verwertung aufgrund der Preisentwicklung im Gebrauchtwagenmarkt und der Erfahrung in der Vergangenheit wiederum vernachlässigbar ist. Die operative Risikosteuerung erfolgt durch die laufende Überwachung der Entwicklung der Gebrauchtwagenpreise mittels intern und extern zur Verfügung stehender Daten. Mit Hilfe von Restwertprognosen werden regelmäßig die Angemessenheit der Risikovorsorge sowie das Restwertrisikopotenzial überprüft. Die Ausführungen gelten auch für die Fahrzeugfinanzierung mit Rückgaberecht seitens des Kunden. Liquiditätsrisiko Das wichtigste finanzwirtschaftliche Ziel des Konzerns besteht darin, die Zahlungsfähigkeit und Einkaufsfinanzierung jederzeit sicherzustellen. Die Refinanzierung des Vorratsbestandes erfolgt dabei im Wesentlichen durch kurzfristige Bankkredite der Herstellerbanken, die die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer regelmäßigen Überprüfung unterziehen. Die Holding überwacht sowohl den kurzfristigen Liquiditätsbedarf als auch die mittel- und langfristigen Abnahmeverpflichtungen und arbeitet an der Vorhaltung ausreichender Kreditlinien, um auch zukünftiges Wachstum realisieren zu können. Durch Einlage einer Darlehensforderung eines verbundenen Penske-Unternehmens (mittelbare Gesellschafterin) in die Kapitalrücklage wurde das Eigenkapital der Jacobs-Gruppe auf eine deutlich verbreiterte Basis gestellt. Die Kontokorrentlinien wurden im Berichtsjahr nur temporär in Anspruch genommen. Adressenausfallrisiko Das Adressenausfallrisiko quantifiziert den unerwarteten Verlust, der entsteht, wenn ein Kreditnehmer seinen vertragsmäßigen Zahlungsverpflichtungen im Rahmen der Kreditvereinbarung nicht nachkommen kann. Zur Abdeckung des Adressenausfallrisikos wurde eine konservative Risikovorsorge gebildet. Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns Dem Management des Konzerns liegen insgesamt nach den derzeit bekannten Informationen keine Entwicklungen vor, die geeignet sind, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nachhaltig und wesentlich zu beeinträchtigen. Die Gesamtrisikosituation ergibt sich aus den zuvor dargestellten wesentlichen Einzelrisiken, deren Beherrschung das Risikomanagement des Konzerns gewährleistet. 3. Chancenbericht Der Erfolg der Jacobs-Gruppe wird insbesondere von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung im Aftersales und Gebrauchtwagenbereich beeinflusst. Dadurch gelingt es uns nachhaltig unabhängiger von unseren Lieferanten zu agieren. Im Rahmen der Jahresplanung für 2022 wurden konkrete Ziele in allen Bereichen für Kosteneinsparungen definiert, die uns Chancen bieten, Prozesse zu verbessern und effizienter zu gestalten. Darüber hinaus wird davon ausgegangen, dass sich aus der frühzeitig eingeleiteten Umstrukturierung Chancen ergeben, sich auf die sich ändernden Marktgegebenheiten einzustellen und zukünftige Ertragschancen nutzen zu können. Weitere Chancen sehen wir in dem Ausbau unseres Großkundengeschäfts und der Stabilisierung bzw. der weiter forcierten Professionalisierung des Gebrauchtwagenzukaufs. Im Fokus steht insbesondere auch die vollumfängliche Nutzung der Kapazitäten der Ende 2020 fertiggestellten Service Factory sowie die professionelle Vermarktung von Elektroautomobilen.
Aachen, den 28. Juni 2022 Jacobs Holding GmbH Jens Werner Daniel Jacobs Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. GRUNDSÄTZE DER BERICHTERSTATTUNG Die Jacobs Holding GmbH hat ihren Sitz in 52078 Aachen, Madrider Ring 10. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Aachen unter der Nummer HRB 13051 im Handelsregister eingetragen. Der Konzernabschluss der Jacobs Holding GmbH, Aachen, ist nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Stichtag des Konzernabschlusses ist der Abschlussstichtag des Mutterunternehmens, der 31. Dezember 2021. Auch sämtliche einbezogene Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen haben als Bilanzstichtag den 31. Dezember 2021. Die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss erfolgt nach konzerneinheitlichen Methoden, die auch in den Einzelabschlüssen zum 31. Dezember 2021 der einbezogenen Tochterunternehmen sowie des Mutterunternehmens angewendet wurden. Konzern-Bilanz sowie Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind entsprechend den §§ 266, 275 HGB gegliedert, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung kommt. Die erstmalige Konsolidierung fand zum 31. Dezember 2005 statt. II. KONSOLIDIERUNGSKREIS, BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN Zum Konsolidierungskreis der Jacobs Holding GmbH, Aachen (Konzernmutterunternehmen), gehören folgende Gesellschaften, die im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen sind:
* vor Ergebnisabführung an die Jacobs
Holding GmbH
Gemäß § 311 Absatz 2 HGB wird die folgende Beteiligungsgesellschaft nicht in die Konsolidierung einbezogen, da sie für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist:
Das Stammkapital der KLC GmbH, Kerpen, beträgt TEUR 350, das Eigenkapital zum 31. Dezember 2021 beträgt TEUR 1.339, im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 89 erwirtschaftet. III. KONSOLIDIERUNGSMETHODEN Die Kapitalkonsolidierung der voll konsolidierten Unternehmen erfolgt bis einschließlich 2007 nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. Die auf die Zeitpunkte der Erstkonsolidierung vorgenommene Kapitalkonsolidierung ergibt zusammengefasst einen positiven Unterschiedsbetrag von TEUR 3.088, der mit der aus Einlagen der Gesellschafter resultierenden Konzernkapitalrücklage gemäß § 309 Abs. 1 HGB a. F. offen verrechnet wurde. Seit dem Geschäftsjahr 2010 erfolgen Erstkonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode; dabei ergaben sich folgende Firmenwerte:
Das Tochterunternehmen Audi Zentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH & Co. KG erwarb mit notariellem Vertrag vom 19. März 2015 mit Wirkung zum 1. Mai 2015 von den bisherigen Gesellschaftern insgesamt 80 % der Anteile an der Autohaus Nitsche GmbH. Für die verbleibenden 20 % vereinbarten die Parteien eine kombinierte Put-Call-Option, aufgrund derer die Käuferin den Erwerb und die Übertragung der verbleibenden 20 % an der Gesellschaft an sich, andererseits die Verkäufer gemeinsam den Verkauf und die Übertragung dieser 20 % an der Gesellschaft an die Käuferin zu einem fixierten Kaufpreis verlangen können. Aufgrund der Ausgestaltung dieser Put-/Call-Option handelt es sich wirtschaftlich um den Erwerb von 100 % der Anteile. Die auf die jeweiligen Anteile bis zur frühestmöglichen Ausübung der Put-Call-Option entfallenden Jahresüberschüsse wurden auf Basis der Planung als Verbindlichkeit berücksichtigt. Im Januar 2018 wurden 10 % der Anteile der Jacobs Automobile Heinsberg GmbH von einem der Alt-Gesellschafter durch die Audi Zentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH notariell erworben. Im März 2021 wurden die restlichen 10 % der Anteile der Jacobs Automobile Heinsberg GmbH von einem der Alt-Gesellschafter durch die Audi Zentrum Aachen Jacobs Automobile GmbH notariell erworben. Bei der Reduzierung des Firmenwerts handelt es sich um eine nachträgliche Anschaffungskostenminderung, die erfolgsneutral mit der entsprechenden Earn-Out-Verbindlichkeit verrechnet wurde. Ausleihungen und andere Forderungen sowie Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gegenseitig aufgerechnet. Differenzen aus der Währungsumrechnung gibt es hierbei im Konzernkreis keine. Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus Lieferungen und Leistungen zwischen einbezogenen Unternehmen sind nicht zu eliminieren, da Transaktionen innerhalb der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ohne Gewinnaufschläge verrechnet werden. IV. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben. Nicht bereits abgeschriebene Firmenwerte betreffen den Firmenwert aus den Erstkonsolidierungen der Jacobs Automobile Heinsberg GmbH und der Jacobs Automobile Bergheim GmbH sowie die Aufstockungen der Anteile an der Jacobs Automobile Erkelenz GmbH und der Jacobs Automobile Heinsberg GmbH. Die Firmenwerte werden über 15 Jahre linear abgeschrieben. Die Einschätzung der Nutzungsdauer für den Firmenwert aus Erstkonsolidierung basiert dabei im Wesentlichen auf der Stabilität und Bestandsdauer des Kundenportfolios der erworbenen Unternehmen(-steile). Auf Ebene der handelsrechtlichen Einzelabschlüsse werden keine Firmenwerte ausgewiesen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode auf der Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Nutzungsdauern betragen für:
Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vorgenommen. Umlaufvermögen Die Fahrzeugbestände wurden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet, sofern erforderlich wurden Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Bestände an Ersatzteilen und Zubehör sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert bewertet. Risikobehaftete und uneinbringliche Forderungen werden einzeln wertberichtigt bzw. abgeschrieben. Das allgemeine Ausfallrisiko wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch eine Pauschalwertberichtigung in angemessener Höhe berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden mit dem Nennbetrag des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Höhe der auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfallenden Beträge gebildet. Rückstellungen Die Rückstellungen berücksichtigen alle nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet. Wesentliche Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen unverändert nicht. Auf eine Abzinsung der Rückstellungen wird daher unter Wesentlichkeitsaspekten unverändert insgesamt verzichtet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie für erfolgswirksame Konsolidierungsvorgänge ermittelt. Nennenswerte zeitliche Bilanzierungsunterscheide bestehen nicht. Aufgrund des Wahlrechts nach § 298 Abs. 1 i. V. m. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wurde die sich ergebende aktive Steuerlatenz nicht bilanziert. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines Ertragsteuersatzes von rd. 33 %. Latente Steuern nach § 306 HGB ergaben sich nicht. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Zur Aufgliederung der Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den beigefügten Anlagenspiegel (Anlage 1 zum Anhang) verwiesen. Umlaufvermögen Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr sonstige Forderungen aus kurzfristigen Darlehen zzgl. Zinsen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Kautionen von TEUR 664 (Vorjahr: TEUR 664) ausgewiesen, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben. Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Eigenkapital Die Konzernkapitalrücklage zum 31. Dezember 2021 setzt sich wie folgt zusammen:
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden TEUR 4.500 als Bareinlage in die Kapitalrücklage eingestellt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Mietverpflichtungen für Grundstücke geschlossener Betriebsstätten sowie Nachlaufkosten dieser Betriebe, Urlaubsverpflichtungen, Mitarbeiter-Tantiemen, Abschluss- und Prüfungskosten, Rechtsstreitigkeiten sowie ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Anhang) zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind besichert durch Sicherungsübereignung des Bestandes an Lager- und Vorführwagen, des Gebrauchtwagenbestandes und des Bestandes an Ersatz- und Austauschteilen und Zubehör gemäß Raumsicherungsübereignungsvertrag sowie ferner durch Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Konzernsicht bestehen keine Haftungsverhältnisse. Für 4.335 (Vorjahr: 5.577) mit Kunden abgeschlossene Leasingverträge über Fahrzeuge bestehen Rücknahmeverpflichtungen der Gesellschaften für die Fahrzeuge nach Ablauf der Vertragslaufzeiten; die Gesamtverpflichtung zum 31. Dezember 2021 beträgt TEUR 76.950 (Vorjahr: TEUR 92.631). Daneben bestehen mit 12.707 (Vorjahr: 15.273) Kunden abgeschlossene Finanzierungsverträge mit einer Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 133.507 (Vorjahr: TEUR 160.452). Im Fall einer Inanspruchnahme aus Garantiezusagen müssten die Konzern-Gesellschaften die betreffenden Fahrzeuge zum jeweils vorab vereinbarten Preis zurückkaufen. Das Mutter- und die Tochterunternehmen des Konzerns üben ihre Geschäftstätigkeit überwiegend in gemieteten Räumlichkeiten aus. Die Gesamtverpflichtungen aus diesen Verträgen beläuft sich auf TEUR 21.713 (Vorjahr: TEUR 25.302). Die jährlichen Aufwendungen betragen rund Mio. EUR 5,4. Daneben bestehen Leasingverträge für Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie für Geschäftsfahrzeuge. Das Obligo für die Restlaufzeit der abgeschlossenen Verträge beträgt zum 31. Dezember 2021 TEUR 1.063 (Vorjahr: TEUR 1.213). Das Bestellobligo aus zum Bilanzstichtag eingegangenen Fahrzeugkaufverträgen beträgt TEUR 77.445 (Vorjahr: TEUR 33.712). Das Bestellobligo aus Anlageninvestitionen ist geringfügig. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar 2021 der mit der Abschlussprüfung beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft umfasst ausschließlich Prüfungsleistungen und beträgt einschließlich Auslagen für Abschlussprüfungsleistungen TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 141). VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden nahezu ausschließlich im Inland erzielt. Eine Aufteilung nach geographisch bestimmten Märkten ist daher nicht erforderlich. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen ergibt sich wie folgt:
Hierbei ist zu beachten, dass im Anlagevermögen bilanzierte Vorführwagen in der Gewinn- und Verlustrechnung bei der Veräußerung in den Umsatzerlösen und in den Aufwendungen für bezogene Waren gezeigt werden, da solche Transaktionen ihrem Wesen nach ebenfalls dem laufenden, operativen Geschäft zuzuordnen sind. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen enthalten mit TEUR 283 bzw. TEUR 630 periodenfremde Bestandteile (Vorjahr: TEUR 1.289 bzw. TEUR 2.698), die sich im Wesentlichen auf den Spitzenausgleich für Herstellerboni beziehen. Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine Aufwendungen außergewöhnlicher Größenordnung und außergewöhnlicher Bedeutung für Restrukturierung ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 662). Wie im Vorjahr sind keine Erträge und Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung enthalten. Steuern In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: Aufwendungen von TEUR 30) enthalten. In den sonstigen Steuern sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr: Aufwendungen von TEUR 119) enthalten. VII. SONSTIGE ANGABEN Arbeitnehmer Die Gesellschaften des Konzerns haben in 2021 im Durchschnitt 687 Mitarbeiter, davon 479 Angestellte und 208 gewerbliche Mitarbeiter (ohne Auszubildende) beschäftigt. Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB Nachfolgende Tochtergesellschaften haben von der Befreiungsvorschrift § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
Nachtragsbericht Aufgrund der anhaltenden "Corona"-Krise kam es im laufenden Geschäftsjahr 2022 zu weiteren Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit insbesondere in Form von Ausfall geplanter Werksauslieferungen und -abholungen sowie verzögerten Teilebelieferungen. Als Gegenmaßnahmen wurde insbesondere der weitere Abbau der offenen Forderungen und Fahrzeugbestände forciert. Das Ergebnis vor Steuern des 1. Quartals 2022 liegt bei 2,4 Mio. EUR und damit ca. 2,1 Mio. EUR über dem Budget für Ende März. Die Auftragseingänge über alle Abnehmergruppen liegen für das erste Quartal ebenfalls deutlich über Budget und Vorjahr. Der Ende Februar ausgebrochene Ukraine-Krieg hat bisher noch keine besonderen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Jacobs-Gruppe. Geschäftsführung und Vertretung
Jeder der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und jeweils befugt, mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte mit der Gesellschaft abzuschließen. Alle Geschäftsführer nehmen das komplette Feld der operativen und nicht-operativen Geschäftsführungstätigkeiten wahr. Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a HGB wird gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Konzernverhältnisse Das Mutterunternehmen und die Tochterunternehmen sind gemäß § 271 Abs. 2 i. V. m. § 290 HGB verbundene Unternehmen zur Unternehmensgruppe der Penske Automotive Group Inc., Bloomfield Hills, Michigan/USA, und deren unmittelbaren und mittelbaren Tochterunternehmen. Die Penske Automotive Group Inc., Bloomfield Hills, Michigan/USA, erstellt einen Konzernabschluss für den größten Kreis der Konzernunternehmen, der am Sitz dieser Gesellschaft hinterlegt und bei der amerikanischen Börsenaufsicht (SEC) eingereicht wird. Die Penske Automotive Europe GmbH, Mannheim, erstellt einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Konzernunternehmen, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 1.158 auf neue Rechnung vorzutragen.
Aachen, den 28. Juni 2022 Jacobs Holding GmbH Jens Werner , Geschäftsführer Daniel Jacobs, Geschäftsführer Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Jacobs Holding GmbH, Aachen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Jacobs Holding GmbH, Aachen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der Jacobs Holding GmbH, Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 28. Juni 2022 Deloitte
GmbH
Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer Arno Böhmerle, Wirtschaftsprüfer |
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