Imperial Logistics & Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von Logistikdienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Burghartz seit 1.10.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 89.90% | |
Imperial Holdings International B.V. | 10.10% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Imperial Logistics International B.V. & Co. KGDuisburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2019 bis zum 30.06.2020Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 01.07.2019 - 30.06.2020der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG1. Grundlagen des KonzernsGeschäftsmodellDie Gesellschaften des Konzerns der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG (im weiteren Verlauf auch "Imperial Gruppe") waren im Geschäftsjahr in den Bereichen Binnenschifffahrt, Spedition, Transport und Kontraktlogistik sowie weiteren Logistikdienstleistungen tätig. Dabei werden die Gesellschaften entsprechend ihren Tätigkeitsfeldern folgenden Geschäftsfeldern zugeordnet:
Ergänzend zu diesen Geschäftsfeldern werden in geringem Umfang innerhalb des Imperial Konzerns weitere ergänzende Dienstleistungen erbracht wie z.B. Versicherungsmaklerei und das Management externer Firmenwagenflotten. Ferner vertreibt die Gesellschaft im geringen Umfang auch Waren. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie nachfolgenden Angaben zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung basieren auf eigenen Beobachtungen und wurden den Monatsberichten Februar, Mai und August 2020 der Deutschen Bundesbank entnommen: Bereits zum Jahresende 2019 expandierte die Weltwirtschaft weniger dynamisch. Insbesondere in den Fortgeschrittenen Volkswirtschaften schwächte sich die Aufwärtsbewegung merklich ab. Dabei dürfte die Abkühlung der Investitionskonjunktur in den Fortgeschrittenen Volkswirtschaften maßgeblich für die gebremste Aufwärtsbewegung der globalen Konjunktur sein. Dagegen stellt sich die Situation in der Gruppe der Schwellenländer leicht günstiger dar. Infolge der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und der weitreichenden Maßnahmen zur Eindämmung der Diffusion geriet die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2020 innerhalb weniger Wochen in eine tiefe Rezession. Verglichen mit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/2009 verringerte sich die globale Wirtschaftsleistung deutlich stärker. Dabei fielen die Einbußen in Ländern besonders drastisch aus, deren Regierungen weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens verabschiedet hatten. Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen ab Ende April 2020 leiteten in vielen Ländern eine gewisse Normalisierung ein, da viele Menschen an ihre Arbeitsplätze sowohl in Schwellen- als auch Industrieländern zurückkehrten. Der Internationale Währungsfonds senkte im Juni 2020 seine Wachstumsprognosen für das laufende Jahr nochmals und erwartet einen Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung um fast 5 %. Die langfristige Wachstumsrate des chinesischen Bruttoinlandsproduktes übertraf nach offiziellen Angaben im Schlussquartal des Jahres 2019 das Niveau der Vorjahresperiode um 6,0 %. Dabei dürfte vor allem die Industrie dazu beigetragen haben. Stützende Impulse kamen dabei aus dem Fahrzeugbau, der seine Erzeugung nach einer längeren Abwärtsbewegung erstmals wieder ausweiten konnte. Die Exportwirtschaft blieb hingegen bis zuletzt ohne Schwung. Die Erlöse aus Warenexporten auf US-Dollar-Basis verharrten annährend auf dem Vorjahresniveau. Insbesondere waren die Ausfuhren in die USA um 13 % rückläufig, infolge des Handelskonfliktes. Nach offiziellen Schätzungen übertraf das chinesische reale Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2020 das korrespondierende Vorjahresniveau um 3,2 %, nach einem Minus von 6,8 % im Winter 2019/2020. Trotz der insgesamt relativ raschen Besserung ist die chinesische Wirtschaftsleistung weiterhin spürbar von einem Normalzustand entfernt. In einer Reihe von Sektoren, speziell bei den Dienstleistungen, blieben die Aktivitäten im zweiten Quartal 2020 gedrückt. Dagegen waren die Warenexporte im zweiten Quartal 2020 (auf US-Dollar-Basis) verglichen mit dem korrespondierenden Vorjahreszeitraum ähnlich groß. Im Euroraum nahm die reale Wirtschaftsleistung im letzten Vierteljahr 2019 nur mäßig zu. Nach Schätzungen von Eurostat erhöhte sich das saisonbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt um 0,1 % gegenüber Vorquartal. Der Vorjahresabstand verringerte sich auf 0,9 % und blieb damit deutlich hinter dem geschätzten Potenzialwachstum von 1,3 % zurück. Maßgeblich für das schwache Wachstum war ein weiterer Rückgang der Erzeugung im Verarbeitenden Gewerbe, trotz dynamischerem Exportgeschäft. Die Unternehmen bauten ihre Lagerbestände ab. Darüber hinaus beeinflusste die schwächelnde Industriekonjunktur die industrienahen Dienstleistungssektoren. Hingegen zeigten sich die konsumnahen Dienstleistungen nach wie vor recht robust. In der Länderbetrachtung ist die Wachstumsabschwächung im vierten Quartal 2019 im Euroraum vor allem auf Einbußen in Frankreich und Italien zurückzuführen. Der Großteil der übrigen Mitgliedsländer behielten ihren Expansionskurs im Wesentlichen bei. Das Wirtschaftswachstum im Euroraum musste infolge der Pandemie drastische Einbußen hinnehmen. Der Schnellschätzung von Eurostat zufolge sank das reale Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2020 um 12,1 % verglichen zum Vorquartal, in dem es bereits um 3,6 % rückläufig gewesen ist. Maßgeblich ist der Einbruch auf die ab März ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheitswelle verursacht. Durch die Abschwächung des Infektionsgeschehens und die Lockerung der Restriktionen erholte sich die Wirtschaftstätigkeit, wobei die Erholung bis zuletzt unvollständig blieb. Im Mai 2020 wurden schätzungsweise 87 % des Normalniveaus erreicht und im Juni ungefähr 93 %. Zudem erholte sich die Wirtschaftsleistung im Sommer deutlich und erreichte annähernd 96 % des Vorkrisenstands. In Frankreich verringerte sich die Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsproduktes im Schlussquartal 2019 um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal. Ursächlich hierfür waren Produktionsausfälle aufgrund von Streiks und Wartungsarbeiten in einer großen Raffinerie. Diese Ereignisse hinterließen auch in den Verwendungskomponenten des Bruttoinlandsproduktes ihre Spuren. So verringerten sich die Aufwendungen für Transportdienstleistungen kräftig. Im zweiten Vierteljahr 2020 verringerte sich das Wachstumspotential pandemiebedingt nach erster Schätzung um rund 14 %. Hier spielte eine Rolle, dass auch Tätigkeiten jenseits des Dienstleistungsbereichs zeitweilig stark eingeschränkt waren, so zum Beispiel in der Bauwirtschaft. Durch graduelle Aufhebung der Restriktionen erholte sich die Wirtschaft wieder. Nach Schätzungen der Banque de France belief sich der gesamtwirtschaftliche Rückstand zu einem Normalniveau im Juni 2020 noch auf 9 %, nach 27 % im April. Auch die Lage am Arbeitsmarkt besserte sich wieder etwas. Nach einer Schnellschätzung des italienischen statistischen Amtes sank die italienische gesamtwirtschaftliche Ausbringung um 0,3 % im Schlussquartal 2019, und dies obwohl die Warenexporte merklich zulegten. Dagegen erwies sich die Binnenwirtschaft als kraftlos. Angesichts der nur verhalten steigenden realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften die privaten Konsumausgaben bestenfalls leicht zugenommen haben. Ähnliches dürfte für die Investitionstätigkeit gelten, trotz der in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres eingeführten Investitionsanreize. Trotz der frühzeitig besonders strikten pandemiebedingten Restriktionen war der gesamtwirtschaftliche Aktivitätsverlust in Italien mit 12,5 % sogar geringer als in Spanien und Frankreich. Durch die baldige Lockerung dieser Maßnahmen war zwar der unmittelbare Einschnitt tiefer, die Erholung fiel dann aber recht kräftig aus. Dies zeigt sich bei der Industrieproduktion, der Bauleistung, den Einzelhandelsumsätzen und auch beim Absatz von Kraftfahrzeugen. Darüber hinaus ging die Erwerbstätigkeit zurück, was jedoch durch die beschäftigungssichernden Maßnahmen der Regierung gebremst wurde. In Spanien verstärkte sich das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2019 leicht auf 0,5 % im Vorquartalsvergleich. Wichtige Impulse kamen vom Export, wohingegen die Investitionstätigkeit deutlich eingeschränkt wurde und der private Verbrauch stagnierte. In Polen ließ das Wirtschaftswachstum im letzten Quartal 2019 erheblich nach. Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 0,2 %, nach einem Anstieg von 1,2 % im Vorquartal. Im Gesamtjahr stieg die Wirtschaftsleistung nach erster Schätzung um 4,0 % und verzeichnet damit einen spürbaren Rückgang verglichen mit der Vorjahresrate von 5,1 %. Während die Investitionen im Herbst etwas an Schwung verloren, wurde die Konjunktur nach wie vor vom privaten Verbrauch gestützt, der von einer guten Arbeitsmarktlage und gestiegenen Sozialleistungen profitierte. Die Anzahl der Erwerbslosen erhöhte sich zwar zuletzt wieder leicht, die Arbeitslosenquote blieb aber mit 3,2 % ausgesprochen niedrig. Die monatlichen Bruttolöhne stiegen im Herbst weiter kräftig um 6,9 % im Vorjahresvergleich an. Die frühzeitigen, strikten Maßnahmen in Polen führten zu einer Eindämmung der Pandemie. Diese Maßnahmen wirkten sich spürbar auf der Wirtschaftstätigkeit, die sich im zweiten Quartal 2020 um 8,9 % gegenüber dem Vorquartal verringerte. Damit kam der zuvor lebhafte Aufschwung, wie auch in den anderen mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländern 1 , zu einem abrupten Ende. Im Verlauf des zweiten Quartals 2020 wurden die Beschränkungen jedoch gelockert, und die gesamtwirtschaftliche Aktivität erholte sich spürbar. Das reale Bruttoinlandsprodukt legte in den mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländern im Jahr 2019 um 3,6 % zu, nach einem Plus von 4,5 % im Jahr zuvor. Vor allem die Bruttoanlageinvestitionen nahmen, auch aufgrund des Zuflusses an EU-Fördermitteln, mit 8,4 % erheblich zu. In anderen Mitgliedsländern, wie den Niederlanden, Österreich und Belgien, setzte sich die moderate Expansion im vierten Quartal 2019 fort, während sich die Konjunktur in einigen östlichen Mitgliedsländern weiterhin schwungvoll zeigte. Hingegen schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt in Finnland. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie gab es ebenfalls sehr schwere Verluste des Wachstumspotentials in Belgien und Portugal. In Österreich verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt in ähnlichem Ausmaß wie in Deutschland. In anderen Euro-Ländern fiel der Rückgang der Aktivität moderater aus, so zum Beispiel in den Niederlanden mit 8,5 % oder Finnland mit 3,2 %. Im Vereinigten Königreich geriet die gesamtwirtschaftliche Aufwärtsbewegung im Schlussquartal 2019 ins Stocken. Gemäß einer ersten Schätzung und nach Ausschaltung der üblichen saisonalen Einflüsse stagnierte das reale Bruttoinlandsprodukt auf dem Stand vom Sommer, in dem es noch spürbar zugenommen hatte. Ursächlich hierfür war die zeitweilige Sorge über einen ungeordneten Austritt aus der Europäischen Union, die insbesondere das Verarbeitende Gewerbe belastete. Aber auch im Dienstleistungssektor ließ die Dynamik nach. In keiner anderen Fortgeschrittenen Volkswirtschaft brach die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2020 so stark ein wie im Vereinigten Königreich. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank gemäß der ersten offiziellen Schätzung saisonbereinigt um 20,5 % gegenüber der Vorperiode. Dies lag sicherlich auch daran, dass einschneidende Maßnahmen, zu denen sich die Regierung im Vergleich zu anderen Ländern erst spät durchgerungen hatte, länger in Kraft waren. Vor dem Hintergrund von Ausgangsbeschränkungen sowie Geschäftsschließungen kam die wirtschaftliche Aktivität im Gastgewerbe praktisch zum Erliegen. Auch andere Dienstleistungen wie Kultur und Unterhaltung, Bildung und Gesundheit wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus ergaben sich im Bau und im Verarbeitenden Gewerbe scharfe Einbrüche. Die Lage am Arbeitsmarkt verschlechterte sich drastisch. Die Erwerbslosenquote blieb im zweiten Vierteljahr zwar unverändert bei 3,9 %; diese Zahl berücksichtigt aber nicht die fast 10 Millionen beurlaubten Arbeitnehmer, die staatliche Lohnfortzahlungen erhielten. Die Coronavirus-Pandemie ist eine globale Gesundheitskrise, wie sie in der jüngeren Vergangenheit noch nicht aufgetreten ist. Der globale Wirtschaftsausblick ist äußerst ungewiss. Da sich die Gesundheitskrise im Sommer 2020 abgeschwächt hat, wurden die Zwangsmaßnahmen zu ihrer Eindämmung schrittweise gelockert. Mit dem Wiederanlaufen der Wirtschaftstätigkeit steigt automatisch die gesamtwirtschaftliche Produktion. Die Erholung dürfte sich nur zögerlich einstellen und könnte durch eine weitere Corona-Welle, wie sie im Spätherbst 2020 begonnen hat, unterbrochen werden. Unter der Annahme, dass eine zweite Corona-Welle eintritt, geht die OECD von einem Rückgang des globalen Bruttoinlandsproduktes von 7,6 % im Jahr 2020 aus. 2 Die deutsche Wirtschaft ist nach wie vor die wichtigste Volkswirtschaft für die Unternehmensgruppe der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG. Im vierten Quartal 2019 blieb die deutsche Wirtschaftsleistung insgesamt unverändert, wobei sich die konjunkturelle Zweiteilung fortsetzte. Nach wie vor kam Auftrieb von der Binnenwirtschaft. Trotz schwacher gesamtwirtschaftlicher Entwicklung blieb die Konsumfreude der Verbraucher durch günstige Arbeitsmarkt- und Einkommensaussichten erhalten. Ein Ende des Baubooms zeichnete sich weiterhin nicht ab. In der exportorientierten Industrie hielt dagegen die Abwärtsbewegung an. Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes legte das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019 um 0,6 % zu (kalenderbereinigt ebenfalls 0,6 %). Insofern expandierte die gesamtwirtschaftliche Leistung im Vergleich zum Vorjahr (Zuwachs von 1,5 % im Vorjahr) erheblich schwächer. Die Coronavirus-Pandemie verursachte einen historischen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland ab dem Ende des ersten Quartals 2020. Durch die von staatlichen Stellen, Unternehmen und Verbrauchern im In- und Ausland getroffenen Eindämmungsmaßnahmen ging die deutsche Wirtschaftsleistung im ersten und zweiten Quartal 2020 massiv zurück. Der beobachtete Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität war nicht nur im Hinblick auf seine Tiefe beispiellos, insbesondere erfolgte der Absturz aufgrund der ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auch mit einer zuvor nicht beobachteten Geschwindigkeit, nachdem die Konjunktur noch bis in die erste Märzhälfte aufwärtsgerichtet gewesen war. Die Pandemie beeinträchtigte die wirtschaftlichen Tätigkeiten auf breiter Front und die deutschen Warenexporte schrumpften im ersten Quartal 2020 stark. Gemäß der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes sank das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 2,2 %. Dieser außergewöhnlich starke Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im ersten Quartal ist umso bemerkenswerter, als die Wirtschaftsleistung in den ersten beiden Monaten des Winterquartals wohl noch auf breiter Basis expandiert hatte. Da die eingeführten Eindämmungsmaßnahmen im April 2020 weitgehend fortbestanden hatten, war die gesamtwirtschaftliche Leistung im zweiten Quartal 2020 noch erheblich niedriger als im ersten Quartal insgesamt. Der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes zufolge verringerte sich das reale Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem bereits erheblich gedrückten Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um gut ein Zehntel (-10,1 %). In der Industrie ging die Produktion im April 2020 gegenüber dem bereits beträchtlich gedrückten März nochmals drastisch zurück. Bereits zum Ende des 2. Quartals setzte nach ersten Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen die wirtschaftliche Erholung ein, sodass im 3. Quartal 2020 das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem 2. Quartal um 8,2 % gesteigert werden konnte. Zum gleichen Vorjahreszeitraum blieb aber preis- und kalenderbereinigt immer noch ein Rückgang um 4,3 % 3 . Für das gesamte Jahr 2020 ist die aktuellste Schätzung die des ifo Institutes (16.12.2020), die von einem Rückgang um 5,1 % ausgeht. 4 Die gleiche Untersuchung erwartet unter der Voraussetzung, dass die seit November geltenden Infektionsschutzmaßnahmen bis März 2021 in Kraft bleiben und danach allmählich gelockert werden, dass das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 4,2 % in 2021 wächst. Nachfolgende Einschätzungen sind aus dem Kommentar des ifo Instituts im ifo-BVL-Logistik Indikator Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im zweiten Quartal 2020 entnommen: Das Geschäftsklima der deutschen Logistikwirtschaft hat sich stark eingetrübt. Dabei lag der Indikator mit 79,4 Punkten zwar wieder spürbar über dem Vormonat (72,9), jedoch markierte der Wert im April 2020 ein historisches Tief für die im Jahr 2005 startende Zeitreihe.
3 Pressemitteilung Destatis Nr. 432 v.
30.10.2020
Im Mai verbesserten sich die Geschäftserwartungen und spiegeln so die allmähliche Lockerung der strikten Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie. Allerdings lagen die Geschäftserwartungen mit einem Indikatorwert von 81,7 nach wie vor weit im negativen Bereich. Den dritten Monat in Folge wurde die derzeitige Geschäftslage erneut ungünstiger eingestuft. Lediglich auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise ab 2008 stellte sich die Situation - wenn auch nur marginal - weniger günstig dar. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Logistikdienstleistern zu beobachten: Das Geschäftsklima verbesserte sich aufgrund der weniger skeptischen Geschäftsperspektiven etwas, wobei der Indikatorwert mit 74,5 Punkten auf einem sehr niedrigen Niveau lag. Die aktuelle Geschäftssituation fiel nochmals ungünstiger aus und markierte den niedrigsten Wert in der für den Zeitraum ab 2005 vorliegenden Zeitreihe. Die Umfrageergebnisse zeichnen im Bereich der Logistikanwender aus Handel und Industrie ein nahezu analoges Bild. Der Geschäftsklimaindikator verschlechterter sich in den Monaten März und April 2020 massiv. Aufgrund des sinkenden Pessimismus mit Blick auf die Entwicklungen in den kommenden sechs Monaten verbesserte sich das Geschäftsklima im Mai wieder - dies allerdings weit im negativen Bereich. Die Geschäftssituation verschlechterte sich auch in diesem Bereich weiter. 2.2. Geschäftsverlauf und Ertragslage des KonzernsZur Steuerung des Konzerns werden Umsatz und der Operating Profit (operatives Ergebnis vor Sondereffekten, Währungsdifferenzen, Amortisation und Transaktionskosten) als wesentlichste finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen. Zudem wird der Personalaufwand betrachtet, da er der wesentliche Einflussfaktor auf den Operating Profit ist. Aufgrund eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfeldes, bedingt durch die Covid-19 Pandemie, verminderten sich die im Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse insgesamt um 11,6 % (Vorjahresprognose -3,7 %). Die Vorjahresprognose einer Steigerung des Operating Profit in Höhe 10,5 % wurde verfehlt. Dies ist insbesondere auf die unten dargestellten Einmaleffekte zurückzuführen.
Innerhalb des Geschäftsfeldes Shipping, Road und Express Freight mit dem Schwerpunkt Transportdienstleistungen lässt sich die Entwicklung wie folgt skizzieren (Werte jeweils vor Konsolidierung): Wie weitgehend erwartet weist die Business Unit Shipping einen Rückgang der Umsatzerlöse von T€ 338.576 auf T€ 275.030 und verzeichnet damit eine Wachstumsrate von -19 % (Vorjahresprognose: -15 %). Dabei ist der Umsatzrückgang maßgeblich auf die Entwicklung in der Trockenschifffahrt zurückzuführen. Stabil ist dagegen der Umsatz im Flüssigbereich gewesen, erfreulicherweise insbesondere auch im Zeitraum März bis Mai 2020 während der Hochzeit der Covid-19 Pandemie. Im Geschäftsjahr verzeichnet die Business Unit Road einen Anstieg der Umsatzerlöse um T€ 14.537 auf T€ 241.769. Jedoch fiel die Wachstumsrate mit 6,4 % deutlich niedriger aus als im Vorjahr prognostiziert (17 %). Sowohl Liquid Cargo als auch General Cargo weisen eine ähnliche Entwicklung im Geschäftsjahr auf. Maßgeblich ist der Anstieg damit zu erklären, dass das Geschäft "Road Management" aus den Business Units Industrial, Chemicals and Retail in die Business Unit Road umgegliedert wurde. Der Bereich Express Freight konnte seine Umsatzerlöse in Deutschland im Geschäftsjahr nicht steigern und weist einen Rückgang von ca. 17 % auf T€ 23.204 (Vorjahr: T€ 27.932). Dabei fiel der Umsatzrückgang um 5 %-Punkte höher als erwartet aus. Maßgeblich ist der Rückgang auf die Covid-19 Pandemie im Zeitraum März bis Juni 2020 zurückzuführen. Die Umsatzerlöse der Bereiche Automotive, Industrial, Retail sowie Chemicals für weltweit maßgeschneiderte Logistiklösungen entwickelten sich wie folgt: Die Business Unit Automotive konnte einen Umsatzanstieg von T€ 198.389 auf T€ 206.786 verzeichnen. Damit liegt die Wachstumsrate von 4,2 % deutlich hinter den Erwartungen von 17 %. Während die Umsätze bis März 2020 mit einer Rate von 14 % wuchsen, ist die Wachstumsrate ab März 2020 - bedingt durch die Covid-19 Pandemie - auf durchschnittlich 6 % abgeflacht. Insgesamt ist der Umsatzanstieg auf neue Kunden und höhere Margen bzw. Volumina zurück zu führen. Die Umsatzerlöse der Business Unit Industrial verzeichnen einen Rückgang um 20,7 %, von T€ 112.581 auf T€ 89.328. Dabei ist der Umfang des Umsatzrückgangs höher als die Vorjahresprognose (16 %). Maßgeblich ist der Umsatzrückgang durch die Verlagerung des Geschäftsfeldes "Steel Transport" auf die Business Unit Road, Geschäftsverluste im Geschäftsjahr sowie die Covid-19 Pandemie verursacht. Eine negative Entwicklung war auch in der Business Unit Retail zu verzeichnen. Hier sind Umsatzeinbußen um T€ 31.750 auf T€ 37.544 zu verzeichnen gewesen. Mit einer Wachstumsrate von -45,8 % fiel der Umsatzrückgang etwas höher aus als im Vorjahr prognostiziert (39 %). Maßgeblich ist der Rückgang auf Volumenrückgänge bei einem Hauptkunden und branchenbezogene Auswirkungen der Covid-19 Pandemie verursacht. Die Umsatzerlöse in der Business Unit Chemicals sind verglichen mit dem Vorjahr von T€ 99.004 auf T€ 83.955 zurückgegangen, wobei die Wachstumsrate von -15 % mit der Vorjahresprognose (Rückgang um 15 %) übereinstimmt. Der Umsatzrückgang ist im Wesentlichen auf die Verlagerung von Geschäftstätigkeiten auf die Business Unit Road zurückzuführen. Die nachfolgenden Ausführungen zur Entwicklung des Operating Profit von T€ -10.287 (Vorjahr: T€ 8.732) der Business Units beziehen sich jeweils auf Werte vor Berücksichtigung der internen Managementumlagen. Der Operating Profit ist abweichend zum operativen Ergebnis exklusive der außergewöhnlichen Ergebniseffekte (im Wesentlichen Gewinne/Verluste aus dem Verkauf von Gesellschaften sowie einmalige Wertminderungen aus den jährlichen Werthaltigkeitstests), exklusive der Gewinne/Verluste aus Wechselkurseffekten sowie exklusive der Abschreibungen auf im Rahmen einer Kaufpreisallokation aktivierte immaterielle Vermögenswerte. Das Geschäftsfeld Shipping, Road und Express Freight mit dem Schwerpunkt Transportdienstleistungen konnte mit einem Operating Profit von T€ -3.002 (Vorjahr: T€ 5.625) das Vorjahrsniveau nicht halten. Der Ergebnisrückgang bei der Business Unit Shipping ist maßgeblich mit der Entwicklung in der Trockenschifffahrt zu begründen. Der starke Volumenrückgang insbesondere von Stahlkunden in Deutschland und Benelux, aber auch die Covid-19 Pandemie zum Ende des Geschäftsjahres haben das Ergebnis der Business Unit Shipping negativ beeinflusst. Gegenläufig konnten im Flüssigbereich die Auslastung gesteigert und das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden. Insgesamt verminderte sich der Operating Profit um T€ 229 auf T€ 11.159. In der Business Unit Road mussten Einbußen beim Operating Profit von T€ 9.150 hingenommen werden. Der Ergebnisrückgang ist überwiegend auf den Bereich General Cargo zurückzuführen. Vor allem dieser Bereich litt unter der Covid-19 Pandemie, die zu Produktionsunterbrechungen und der Schließung von Produktionsstandorten in Deutschland und in Großbritannien führte. Ferner verlor der Bereich Liquid Cargo im Geschäftsjahr jenes Volumen wieder, das aufgrund der Niedrigwasserphase im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2018/2019 zusätzlich angefallen war. Die Geschäftstätigkeiten des Bereichs Express Freight in Deutschland konnten das Ergebnis trotz der Pandemie um T€ 747 verbessern. Dieser Erfolg ist durch weitere Verbesserungen im Netzwerk und Kosteneinsparungen erreicht worden. Es ist aber immer noch ein Verlust entstanden. Ohne die Pandemie wäre der Fortschritt höher gewesen. Die Bereiche des Geschäftsfeldes Automotive, Industrial, Retail sowie Chemicals haben mit einem Operating Profit von T€ 6.365 (Vorjahr: T€ 15.249) das Niveau des Vorjahres ebenfalls deutlich verfehlt. Dabei war die Entwicklung in diesen Bereichen insgesamt heterogen: Das Ergebnis der Business Unit Automotive ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 8.211 auf T€ 960 zurückgegangen. Dabei ist der Rückgang im Wesentlichen durch eine Reduktion der Produktionsvolumen unserer Hauptkunden verursacht, die auf die Covid-19 Pandemie zurückzuführen sind. Bis Februar 2020 lag der Operating Profit über dem korrespondierenden Vorjahreswert, was hauptsächlich durch zusätzliches Geschäft, höhere Margen sowie niedrigere Verwaltungskosten zu erklären ist. Ab Mitte März ist die Produktion beinahe vollständig eingestellt worden und auch die extensive Nutzung von Kurzarbeit konnte die beinahe vollständigen temporären Umsatzverluste nicht kompensieren. Der Operating Profit der Business Unit Industrial ist um T€ 1.081 auf T€ -508 gesunken. Trotz der Steigerung des Operating Profit im Geschäftsfeld "Machinery & Equipment" und der Generierung von Neugeschäft konnten die negativen Auswirkungen verursacht durch die Covid-19 Pandemie und die im Geschäftsjahr grundsätzlich rückläufige Geschäftstätigkeit im Stahlbereich nicht kompensiert werden. Bei der Business Unit Retail & Consumer Goods verminderte sich der Operating Profit um T€ 1.992 gegenüber dem Vorjahr auf T€ -964. Dies ist vor allem auf auch Covid-19 bedingte Nachfragerückgänge eines Hauptkunden aus dem Einzelhandel zurückzuführen. Der Operating Profit der Business Unit Chemicals ist von T€ 4.478 auf T€ 4.787 angestiegen. Ursächlich hierfür sind höhere Verkäufe von Pflanzenschutzmitteln sowie höhere Speditionserlöse insbesondere im März 2020. Insgesamt hat sich die Business Unit Chemicals gegenüber der Covid-19 Pandemie relativ robust gezeigt. Daneben haben sich die Verwaltungs- und Holdingkosten, die keiner einzelnen Business Unit zugerechnet werden können, um T€ -4.854 auf T€ -15.798 erhöht. Maßgeblich lässt sich der Anstieg auf erhöhte Konzernumlagen zurückführen. Im Folgenden werden die Einflussfaktoren mit Auswirkung auf das operative Ergebnis erläutert: Der Rohertrag beläuft sich auf T€ 542.628 gegenüber T€ 563.146 im Vorjahr. Insgesamt hat sich die Rohertragsmarge der Imperial Gruppe von 57,9 % im Vorjahr auf 63,2 % erhöht. Dabei ist der Materialaufwand mit rund 22,6 % stärker zurückgegangen im Vergleich zum Umsatz (-11,6 %). Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ -2.744 (-16,6 %) auf T€ 13.786. Die Personalaufwendungen im Konzern sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % geringfügig auf T€ 294.222 angestiegen (Vorjahr: T€ 290.882). Mit 146 (Vorjahr: 94) Auszubildenden weisen wir eine Ausbildungsquote von rd. 2,0 % auf. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von T€ 201.482 auf T€ 213.087 im Geschäftsjahr angestiegen. Maßgeblich ist der Anstieg auf Aufwendungen (T€ 16.001) zurückzuführen, die im Zusammenhang mit dem Verkauf des Binnenschifffahrtsgeschäftes stehen. Insgesamt verminderte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von T€ 87.312 auf T€ 49.105. Die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Abschreibungen auf Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte sowie Aktivierte Nutzungsrechte (T€ 91.624; Vorjahr: T€ 106.046) sind im Wesentlichen dadurch zu begründen, dass im Vorjahr außerplanmäßige Wertberichtigungen des Geschäfts- oder Firmenwertes von T€ 33.175 vorgenommen wurden. Das Finanzergebnis hat sich wegen der vollständig retrospektiven Bilanzierung des neuen Leasingstandards IFRS 16 um T€ 57 auf T€ -919 reduziert. Das Ergebnis aus den assoziierten Unternehmen beträgt T€ 1.482 und ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 428 angestiegen. Bezogen auf das Ergebnis vor Steuern von T€ -41.956 (Vorjahr: T€ -18.542) fallen im Geschäftsjahr Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 1.295 an, was aufgrund des aktuellen Jahresfehlbetrags einem Effektivsteuersatz von 3,1 % entspricht (Vorjahr: T€ -3.269 bzw. Effektivsteuersatz von -17,6 %). Sie betreffen mit TEUR 2.452 (Vorjahr: TEUR 3.930) laufende Steuern und mit TEUR -3.747 (Vorjahr: TEUR -661) latente Steuern. Die Konzernmuttergesellschaft ist lediglich gewerbesteuerpflichtig; die Körperschaftsteuer wird von den Gesellschaftern getragen. Die sonstigen Ergebnisse beinhalten Kursdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Einheiten (T€ -3.008; Vorjahr: T€ -1.399) sowie versicherungsmathematische Verluste T€ -1.353 (Vorjahr: T€ -5.869) aus Pensionsverpflichtungen. Die unterschiedliche Ergebnisauswirkung bei den Pensionsverpflichtungen ist durch eine Reduktion des Abzinsungssatzes im Geschäftsjahr auf 0,93 % (Vorjahr: 1,15 %) begründet. Insgesamt hat sich das Konzerngesamtergebnis von T€ -29.079 (im Vorjahr) auf T€ -45.022 verschlechtert. 2.2.1. Vermögens- und Finanzlage des KonzernsDie Sachanlagen sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 46.674 bzw. 36,4 % auf T€ 81.541 zurückgegangen. Die Veränderung des Sachanlagevermögens ist im Wesentlichen auf den zum 31. Juli 2020 erfolgten Verkauf der Shipping-Gesellschaften und die damit einhergehende Umqualifizierung der korrespondierenden Vermögenswerte als Veräußerungsgruppe zurück zu führen (T€ 54.905). Während die Abschreibungen (T€ 21.516; T€ 19.806 im Vorjahr) weitgehend auf Vorjahresniveau verharren sind die Zugänge ins Sachanlagevermögen um 41,7% gestiegen (T€ 31.272; T€ 22.072 im Vorjahr). Die immateriellen Vermögenswerte haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 83.505 oder 63,5 % auf T€ 47.987 reduziert. Maßgeblich ist der Rückgang mit T€ 77.810 durch den Verkauf der Shipping-Gesellschaften und die damit einhergehende Umqualifizierung der korrespondierenden Vermögenswerte als Veräußerungsgruppe verursacht. Neben planmäßigen Abschreibungen von T€ 2.719 (Vorjahr T€ 1.797) sind im Geschäftsjahr auch außerplanmäßige Abschreibungen von Software in Höhe von T€ 4.410 (Vorjahr: T€ 33.175 außerplanmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwertes) getätigt worden. Darüber hinaus sind durch die Erstanwendung des IFRS 16 Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen in Höhe von T€ 125.654 zum Abschlussstichtag bilanziert, wobei die Nutzungsrechte, verglichen mit dem Eröffnungswert, einen Rückgang von T€ 35.550 (22,1 %) zu verzeichnen haben. Im Wesentlichen lässt sich diese Entwicklung auf den Verkauf der Shipping-Gesellschaften (T€ 28.638) sowie außerplanmäßige Abschreibungen (T€ 7.251) zurückführen. Ferner sind Zugänge (T€ 55.747) zu Nutzungsrechten nahezu deckungsgleich mit planmäßigen Abschreibungen (T€ 55.047).
Insgesamt hat sich die Anlagenintensität (Immaterielle Vermögenswerte, Aktivierte Nutzungsrechte und Sachanlagevermögen dividiert durch die Bilanzsumme) von 47,3 % auf 29,2 % reduziert. Unter anderem im Rahmen von Finanzierungsleasingtransaktionen mit einem Schwesterunternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises haben sich die sonstigen Finanzanlagen und langfristigen Forderungen von T€ 111.251 auf T€ 109.791 reduziert. Per Saldo belaufen sich die langfristigen Vermögenswerte auf T€ 387.767 (Vorjahr: T€ 559.291), was einem Rückgang von 30,7 % entspricht. Begründet ist dieser Rückgang insbesondere durch den Verkauf der Shipping-Gesellschaften. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum Vorjahr von T€ 330.515 auf T€ 485.138 gestiegen. Im Wesentlichen ist der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte durch die Umqualifizierung der Vermögenswerte von T€ 209.582 verursacht, die im Zusammenhang mit dem Verkauf der Shipping-Gesellschaften stehen. Ferner ist ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsforderungen (T€ -52.875) sowie der Nichtfinanziellen Vermögenswerte (T€ -3.554) zu verzeichnen, während Sonstige kurzfristige Vermögenswerte um T€ 14.414 angestiegen sind, verglichen mit dem Vorjahr. An flüssigen Mitteln stehen zum Bilanzstichtag T€ 15.005 (Vorjahr: T€ 14.434) zur Verfügung. Außerdem bestehen im Rahmen der konzernweiten Liquiditätssteuerung Darlehensforderungen gegen Schwestergesellschaften. Zur weiteren Erläuterung zur Finanzlage vergleiche Abschnitt 2.2.2. Das Eigenkapital ist zum 30. Juni 2020 im Vergleich zum Vorjahr von T€ 309.799 auf T€ 269.603 gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Konzerngesamtergebnis, Effekten aus der Währungsumrechnung, der Erstanwendung von IFRS 16 und IFRIC 23, versicherungsmathematischen Verlusten sowie Entnahmen. Die Pensionsrückstellungen haben sich insgesamt von T€ 81.951 auf T€ 51.678 reduziert. Während der Rückgang maßgeblich durch den Verkauf der Shipping-Gesellschaften verursacht wird (T€ 31.983), wirkte sich eine Reduktion (entsprechend der Veränderungen des Marktzinsniveaus) des angewandten Rechnungszinssatzes per 30. Juni 2020 auf 0,93 % (Vorjahr: 1,15 %) erhöhend auf die Pensionsrückstellungen aus. Die Höhe der langfristigen sonstigen Rückstellungen hat sich mit T€ 4.912 (Vorjahr: T€ 11.389) vermindert, wobei der Rückgang durch die Umqualifizierung zu den Veräußerungsgruppen sowie Inanspruchnahmen maßgeblich zu begründen ist. Die gesamten langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag T€ 102.151 (Vorjahr: T€ 116.664). Der Rückgang resultiert vor allem aus der Umqualifizierung der Finanzverbindlichkeit zu den Veräußerungsgruppen in Höhe von T€ 16.258. Das Anlagevermögen ist vollständig mit langfristigem Kapital (Eigen- und Fremdkapital) finanziert. Die Anlagendeckung beträgt im Geschäftsjahr 113,4 % (Vorjahr: 95,5 %). Die Nettofinanzverschuldung beträgt im Geschäftsjahr T€ 240.532 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 48.689 reduziert. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit hat sich in dem Zeitraum 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von T€ 86.405 auf T€ 85.861 geringfügig reduziert. Maßgeblich lässt sich dies auf geringere Veränderungen von Forderungen T€ 15.158 (Vorjahr: T€ 23.174) sowie Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten T€ 14.764 (Vorjahr: T€ -7.472) erklären, die stichtagsbedingt zu erklären sind. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich im Geschäftsjahr um T€ -27.036 auf T€ -32.864 (Vorjahr: T€ -5.828) vermindert. Im Wesentlichen ist der Anstieg des Zahlungsmittelabflusses zurückzuführen auf höhere Investitionen in der Geschäftsperiode um T€ 5.778, fehlende Einzahlungen aus dem Verkauf von Beteiligungen (T€ 14.000) und die Sonstigen Investitionen in Finanzanlagen (T€ 7.258), die lediglich im Vorjahr angefallen sind. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit hat sich von T€ 83.649 im Vorjahr auf T€ 43.208 verringert. Dabei ist die Entwicklung insbesondere auf höhere Darlehensaufnahmen von nahestehenden Unternehmen in Höhe von T€ 7.690 (Vorjahr: T€ -22.687) sowie Einzahlungen aus dem Verkauf nicht beherrschender Anteile T€ 9.122 (Vorjahr: T€ 0) zurückzuführen. In dem Zeitraum 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 verzeichnete der Konzern eine Nettozunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von T€ 9.789 (Vorjahr: T€ -3.072). 2.2.2. FinanzierungDie Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und ihre Tochtergesellschaften sind in die Konzernfinanzierung des Imperial Konzerns in Europa eingebunden. Die Konzernfinanzierung wird über die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V., Druten/Niederlande, sichergestellt, die über eine derzeit bis Oktober 2022 terminierte Kreditlinie in Höhe von Mio. EUR 342,0 mit einem Bankenkonsortium verfügt. Diese Kreditlinie ist durch die Konzernmuttergesellschaft Imperial Logistics Ltd. (früher Imperial Holdings Ltd.), Bedfordview/Südafrika, garantiert. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG haftet nicht für diese Kreditlinie. Die halbjährlich überprüften Covenants auf Ebene der obersten Muttergesellschaft waren zum 30. Juni 2020 sowie gemäß der ungeprüften veröffentlichten Halbjahresfinanzberichterstattung zum 31. Dezember 2020 eingehalten. Wir gehen davon aus, dass die Covenants auch zukünftig eingehalten werden. Unabhängig von dieser Finanzierung verfügt die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG über eigene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 19,5, mit einer aktuellen Inanspruchnahme (zum Zeitpunkt der Aufstellung des Abschlusses) von Mio. EUR 2,0. Insofern verbleibt eine Kreditlinie von Mio. EUR 17,5 zur Sicherstellung der Liquidität. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über Bareinlagen bei Banken in Höhe von Mio. EUR 0,9. Neben diesen klassischen Finanzierungsmöglichkeiten verfügen einzelne Tochtergesellschaften über eine Factoringvereinbarung, die es erlaubt bis zu Mio. EUR 70,0 an qualifizierten Forderungen an den Factor im Rahmen eines True Sales zu verkaufen. Zum Bilanzstichtag ist dieses Volumen mit Mio. EUR 44,2 genutzt. Zum Bilanzstichtag und auch zum Aufstellungsdatum hat die Imperial Logistics International B.V. & Co.KG im Rahmen des Cash Pools und einer Kreditvereinbarung mit der Imperial Mobility Finance B.V. eine Forderung gegenüber der Imperial Mobility Finance B.V., die jederzeit innerhalb von längstens 5 Tagen eingefordert werden kann. Derzeit beträgt die Forderung Mio. EUR 239,4. Dieser stehen Verbindlichkeiten einer Tochtergesellschaft der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG gegenüber der Imperial Mobility Finance B.V. in Höhe von Mio. EUR 101,8 gegenüber, die auf Anforderung der Imperial Mobility Finance B.V. ausgeglichen werden müssen. Unter Einbeziehung der Cash Pool Strukturen beträgt die Netto-Forderung gegenüber der Imperial Mobility Finance B.V. demnach Mio. EUR 137,6. Der Liquiditätsbedarf der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften für die nächsten 12 Monate ab Bilanzstichtag wird bei ca. Mio. EUR 17 gesehen. Dies ist im Wesentlichen durch die Erwartung eines wieder stark steigenden Working Capitals auf das Niveau vor dem Einsetzen der Pandemie im März 2020 geprägt. Sollte die wirtschaftliche Erholung aufgrund der aktuellen zweiten Pandemiewelle mit deutlich höheren Infektionsraten geringer ausfallen, wird zwar der Cashflow aus dem operativen Ergebnis geringer ausfallen, aber auch der Anstieg des Working Capitals voraussichtlich geringer ausfallen, so dass nicht von einem deutlich steigenden Anstieg des Liquiditätsbedarfs auszugehen ist. In den 12 Monaten ab Aufstellungsdatum wird der Liquiditätsbedarf geringer sein, weil für das folgende Geschäftsjahr nach Normalisierung des Working Capitals und Verbesserung des operativen Cashflows wieder mit einem positiven Liquiditätszufluss geplant wird. Nach unserer Auffassung kann der geplante Liquiditätsbedarf durch Ausnutzung der vorhandenen Liquidität und die Inanspruchnahme eigener Kreditlinien gedeckt werden. Zudem wäre eine Rückforderung der Forderung gegenüber der Imperial Mobility Finance B.V. als weitere Option möglich. 2.2.3. Qualität und UmweltschutzUm den permanent steigenden Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, sind alle Dienstleistungsbereiche in das konzernweite Qualitätsmanagementsystem einbezogen. Zudem sind auch die Bereiche Umweltschutz, Energiemanagement und Arbeitsschutzmanagement in dieses konzernweite, zertifizierte integrierte Managementsystem enthalten. 2.2.4. Forschung und EntwicklungAls Dienstleistungsunternehmen in der Logistikbranche bedarf es für die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG keiner vergleichbar umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen zur Erfüllung ihres Geschäftszweckes wie für ein produzierendes Industrieunternehmen. Dennoch ist es für den Erfolg im Markt und beim Kunden erforderlich, ständig die logistischen Prozesse und Dienstleistungen zu optimieren oder an die Markt- und Kundenanforderungen anzupassen oder neue Prozesse und Dienstleistungen zu entwickeln. Auch im abgelaufenen Jahr wurden Prozesse und Leistungen optimiert. 3. Chancen- und RisikoberichtDie Imperial Gruppe verfügt über eine Reihe von Überwachungs- und Kontrollinstrumenten, wie insbesondere Controlling, Revision und ein Regelungssystem interner Kontrollen, die in einem IKS-Handbuch festgelegt sind. Diese unterstützen in Verbindung mit Einzelmaßnahmen die Geschäftsführung dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen rechtzeitig ergreifen zu können. Konzernweit besteht ein umfassendes System zur Risikofrüherkennung der südafrikanischen Konzernmutter Imperial Logistics Limited, das die Risikoidentifikation, -analyse, -kommunikation und -überwachung für alle relevanten Risiken permanent und zeitgerecht sicherstellt. Die inventarisierten Risiken unterliegen permanenter Beobachtung und Kontrolle über ein periodisches sowie ein Ad-hoc-Meldesystem. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und ihre Tochterunternehmen sind als Logistikdienstleister den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere konjunkturell bedingte Nachfragerückgänge. Aufgrund der engen Lieferverflechtung der Automobilindustrie mit der Stahlindustrie führen konjunkturell bedingte Nachfragerückgänge in der Automobilindustrie möglicherweise auch zu Rückgängen in der Stahlindustrie. Beide Branchen sind wichtige Kundenindustrien für die Imperial Gruppe. Konjunkturell bedingte Nachfragerückgänge in der Chemieindustrie können Auswirkungen auf das Chemielagergeschäft und auf die Chemieschifffahrt haben. Da das Lagergeschäft zu einem erheblichen Anteil von Agrochemikalien geprägt wird, ist ein solcher Zusammenhang allerdings nicht zwangsläufig. Mögliche Risiken resultieren ferner grundsätzlich aus der potentiellen Abhängigkeit von Großkunden sowie aus der permanenten Weiterentwicklung und Optimierung logistischer Prozesse. Die Imperial Gruppe hat deshalb zur Minimierung dieser Risiken eine aktive Diversifikationsstrategie hinsichtlich der Kundenstruktur sowie der logistischen Kernaktivitäten eingeleitet. Die Imperial Gruppe erzielt mit keinem einzelnen Kunden bzw. Kundengruppe mehr als 20 % ihrer Umsatzerlöse. Vor diesem Hintergrund wird das Risiko insgesamt als gering eingestuft. Die von den Unternehmen der Imperial Gruppe offerierten Dienstleistungen werden durch intelligente IT-Systeme unterstützt, die permanenter Aktualisierung und Anpassung an die aktuellen Kundenanforderungen unterliegen. Das Risiko zyklischer Preisabhängigkeit wird durch den weiteren Ausbau des logistischen Servicegeschäftes verringert. Ein Risiko stellt der Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Um dieses Risiko zu minimieren, werden die Kunden einer Bonitätsprüfung unterzogen und es wird ein aktives Debitorenmanagement betrieben. Um das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln so gering wie möglich zu halten, wird Liquidität ausschließlich bei Banken guter Bonität angelegt sowie Wert darauf gelegt, dass die Einlagen dem Einlagensicherungsschutz unterliegen. Beim Konzern liegt keine signifikante Konzentration von Ausfallrisiken vor, da die Risiken über eine große Zahl von Vertragsparteien und Kunden verteilt sind. Voraussichtlich uneinbringliche Forderungen sind wertberichtigt, Ausleihungen an Fremde sind zum Teil durch Eintragung von Schiffshypotheken sowie langfristige Beschäftigungsverträge abgesichert. Vor diesem Hintergrund wir dieses Risiko insgesamt als gering bewertet. Das Liquiditätsrisiko wird durch die Zentralfunktion "Group Treasury" der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG in Zusammenarbeit mit den Treasuryfunktionen der Imperial Mobility Finance B.V. gesteuert. Bereits existierende freie Kreditlinien stehen zur Vermeidung von Liquiditätsrisiken zur Verfügung. Zur Liquiditätsplanung und -steuerung existiert im Konzern ein Cash-Pooling-System. Zinsänderungsrisiken sind eingeschränkt, da die Gesellschaft im Rahmen des Cash-Pools in etwa gleicher Höhe variabel verzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten unterhält. Im Konzernverbund werden externe Finanzierungen durch die Imperial Mobility Finance B.V. derzeit zu mindestens 50 % mit Zinsswaps abgesichert. Währungsrisiken bestehen in zweierlei Hinsicht:
Vor diesem Hintergrund stufen wir das Währungsrisiko ebenfalls als gering ein. Die rechtlichen und regulatorischen Anforderungen und Standards in Deutschland und anderen Standorten der Imperial Gruppe sind nach wie vor strikt. Aufgrund unserer internationalen Geschäftsaktivitäten und Prozesse unterliegt die Imperial Gruppe unterschiedlichen, oftmals miteinander in Konflikt stehenden Gesetzen, Richtlinien, Standards oder Anforderungen; damit zusammenhängende rechtliche und steuerliche Risiken werden durch Zentralfunktionen überwacht. Die hieraus resultierenden Risiken können unsere Geschäftsaktivitäten sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage negativ beeinflussen. Hierzu zählen insbesondere:
Zur Minimierung derartiger Risiken beauftragt die Imperial Gruppe regelmäßig externe Sachverständige, um die eigene Risikoeinschätzung mit einer unabhängigen und neutralen Einschätzung abzugleichen. Ferner findet konzernweit ein regelmäßiger Austausch zu solchen Themen in Rahmen von Financial & Risk Review Committee Meetings statt. Aus der Gesamtbewertung der Risikosituation in der Imperial Gruppe kann gefolgert werden, dass die Risiken begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand des Konzerns nicht gefährden. Risiken mit erheblicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind ebenfalls aktuell nicht zu erkennen. Chancen bestehen im Wesentlichen darin, an bestehenden Standorten durch Volumensteigerungen bei unterproportionalem Kostenwachstum die Profitabilität zu erhöhen oder im Spotmarkt von kurzfristigen Nachfrageüberhängen zu profitieren. Eine weitere Chance sieht die Geschäftsführung darin, schneller als erwartet organisch zu wachsen und durch die kontinuierliche Erhöhung der Dienstleistungsqualität zusätzliche Geschäfte und Ertragspotenziale zu erschließen. Auswirkung der Corona-Pandemie auf die Risikosituation des KonzernsDie Corona-Pandemie hat Auswirkungen auf die Risikosituation und damit auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Imperial Gruppe. Zur Überwachung möglicher Risiken ist ein Krisenstab eingerichtet, der gruppenweit die coronabedingten Entwicklungen überwacht und mögliche Maßnahmen zur Gegensteuerung und deren Umsetzung auch auf Basis von Szenarioanalysen und Stresstests einleitet. Aufgrund der ab März 2020 durch die Bundesregierung beschlossenen vielfältigen und weitreichenden Unterstützungsmaßnahmen der deutschen Wirtschaft sind nach wie vor keine Anzeichen für Liquiditätsprobleme unserer Kunden erkennbar. Das Ergebnis der Imperial Gruppe wird durch Umsatzrückgänge der Beteiligungsgesellschaften beeinträchtigt, die nicht vollständig durch entsprechende Kostenreduktionen aufgefangen werden können. Die größten Kostenpositionen sind Einstandskosten von Subunternehmern und Personalkosten inklusive Leiharbeitnehmern. Insofern verfügt die Geschäftsführung über einen großen Gestaltungsspielraum zur Optimierung der Kostenstruktur. Die im Dezember 2020 von der Bundesregierung und Ministerpräsidenten der Länder beschlossenen bis Ende Januar 2021 befristeten kontaktbeschränkenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen werden zu einem gewissen Rückschlag auch bei der Imperial Gruppe führen. Jedoch wird davon ausgegangen, dass die jüngst beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht die gleichen einschneidenden Auswirkungen haben werden wie im Frühjahr 2020. Diese Einschätzung ist zunächst damit zu begründen, dass die Dynamik der Geschäftstätigkeit der Imperial Gruppe, unabhängig von der Covid-19 Pandemie, traditionell um Weihnachten urlaubs- bzw. feiertagsbedingt abflacht, so dass befristete Maßnahmen keinen wesentlichen zusätzlichen Effekt haben werden. Ferner verfügen sowohl die Wirtschaft als auch die Bevölkerung über mehr Erfahrung im Umgang mit kontaktbeschränkenden Maßnahmen, so dass die negativen Effekte aller Voraussicht nach besser abgefedert werden können. Zudem bestehen große Chancen, dass im Laufe des Geschäftsjahres ein wirkungsvoller Impfstoff entwickelt wird, so dass die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt und damit auch die Geschäftslage der Imperial Gruppe in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres voraussichtlich nicht negativ ausfallen wird. Diese Erwartungshaltung wird ebenfalls durch die Entwicklungen der ersten Monate des Geschäftsjahres 2021 gestützt, in denen sich die Wirtschaft widerstandsfähiger als erwartet gezeigt hat und auch das Geschäft der Imperial Gruppe sich besser entwickelt hat als budgetiert. 4. PrognoseberichtEs wird erwartet, dass sich die europäischen Volkswirtschaften von der Covid-19-Pandemie erholen werden und eine zweite Welle nicht die gleichen Auswirkungen haben wird wie im Frühjahr 2020. Insofern wird erwartet, dass sowohl der Umsatz als auch der Jahresüberschuss aus (fortgeführten) Geschäftsbereichen steigen werden, was auf neue Verträge und das Fehlen von Einmaleffekten zurückzuführen sein wird, die sich negativ auf die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2020 ausgewirkt haben. Neben dem organischen Wachstum prüft der Konzern auch mögliche Expansionsmöglichkeiten durch Akquisitionen. Gleichzeitig überprüft das Management ständig die strategische Passform der bestehenden Unternehmen und ist bereit, das Beteiligungsportfolio zu optimieren, um die langfristige Strategie fokussiert zu verfolgen. Die Möglichkeiten einer verbesserten Koordination zwischen allen Logistikunternehmen der Imperial Logistics International Gruppe werden voraussichtlich weiteres Cross-Selling-Potenzial bieten. Die bisherige Entwicklung der Geschäftslage im Kalenderjahr 2020 und in den ersten Wochen des Kalenderjahres 2021 stützt diese Erwartung, obwohl die ersten Monate durch die Corona Pandemie noch negativ beeinflusst waren und im Dezember 2020 und Januar 2021 Auswirkungen der 2. Infektionswelle spürbar waren. Für das Geschäftsjahr 2021/2022 wird eine spürbare Verbesserung von Umsatz und Operating Profit im Vergleich zum Geschäftsjahr 2020/2021 erwartet. Während von der Geschäftsführung in der ersten Hälfte des nächsten Geschäftsjahres zwar der Wegfall der in diesem Jahr belastenden Pandemieauswirkungen zu einer Umsatz- und Ergebnissteigerung erwartet wird und zudem die in diesem Jahr neu angelaufenen Geschäfte ganzjährigen Einfluss haben, dürfte dämpfend wirken, dass in den letzten Monaten wegen der Pandemie weniger Neukunden gewonnen werden konnten als geplant und sich dies mit Zeitverzug in geringerem Wachstum niederschlägt. Es wird aber davon ausgegangen, dass nach einem möglichen Aufheben der Lockdown-Maßnahmen die gestärkte Vertriebsfunktion wieder Neugeschäfte abschließt, die in der zweiten Jahreshälfte des Geschäftsjahres 2021/2022 wirksam werden. Auf Basis des abgeschlossenen Verkaufs des Geschäftsfeldes Binnenschifffahrt zum 31.07.2020 geht die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2020/2021 von einer Reduktion der Umsatzerlöse um Mio. EUR 80,2 aus. Für den Operating Profit wird mit einem Ergebnis in ähnlicher Höhe wie in diesem Geschäftsjahr gerechnet. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden sich wahrscheinlich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen bzw. im Bereich der CO 2 Emissionen bei Flugreisen wahrscheinlich weiter sinken, da das Reiseaufkommen weiterhin erheblich niedriger ist als vor dem Beginn der Pandemie. Im Einzelnen erwarten wir für die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften folgende Entwicklungstendenzen:
Die Prognosen der einzelnen Business Units beinhalten noch einen negativen Effekt aus der Corona-Pandemie, allerdings erheblich geringer als im Berichtsjahr, da mit mehr Vorbereitungszeit auch besseren Gegensteuerungsmöglichkeiten bestehen. Die Pandemie hat auf der Umsatzseite Einfluss auf die Nachfrage durch die Kundschaft und die Wachstumsmöglichkeiten bei Neugeschäft. Auf der Kostenseite kann es zu höherem Personalaufwand kommen durch krankheitsbedingte Leiharbeiterkosten und Überstunden. Außerdem kann es zu Effizienzverlusten kommen, um Vorsichtsmaßnahmen zur Infektionsvermeidung umzusetzen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2020/2021 ist für die Imperial Gruppe eine negative Ergebnisauswirkung im niedrigen einstelligen Mio. EUR-Bereich unterstellt worden. In den ersten Monaten des Folgejahres waren die negativen Einflüsse allerdings geringer als erwartet. Das laufende Geschäftsjahr 2020/2021 verlief ansonsten bisher weitgehend entsprechend den Erwartungen.
Duisburg, den 5. März 2021 Imperial
Logistics International B.V.
Geschäftsführung Hakan Bicil Thomas Schulz Muazzez Anadolu Dindar Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund Anwendung "IFRS16 - vollständig rückwirkende Anwendung" Konzern-Gesamtergebnisrechnung
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund Anwendung
"IFRS 16 - vollständig rückwirkende Anwendung"
Konzernbilanz zum 30. Juni 2020Aktiva
Konzernkapitalflussrechnung
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der
Anwendung "IFRS16 - Vollständig rückwirkende
Anwendung" sowie anderer Anpassungen vgl. Anhang 2
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
* Angepasst aufgrund der Erstanwendung des IFRS
16 sowie weiterer Anpassungen vgl. Anhang 2
Anhang zum Konzernabschluss zum 30. Juni 20201. Darstellung des KonzernabschlussesDie Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, ist das oberste Mutterunternehmen der Imperial Gruppe in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Sie ist im Handelsregister Duisburg unter HRA 9990 registriert. Die Adresse lautet: Kasteelstraße 2 in 47119 Duisburg. Gegenstand des Konzerns ist die Erbringung von Transport- und Logistikdienstleistungen, Spedition, Distribution und Lagerung sowie alle hiermit im Zusammenhang stehenden Handelsgeschäfte. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Konzerngesellschaften sind im Konzernlagebericht dargestellt. Der Konzernabschluss ist nach den am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Kommission anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie nach den Interpretationen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) erstellt worden. Die Anforderungen der Standards wurden ausnahmslos erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die in § 315e Abs. 1 HGB genannten Standards und Vorschriften wurden ergänzend auf den Konzernabschluss angewandt. Die Geschäftsführung hat den Konzernabschluss zum 30. Juni 2020 am 5. März 2021 zur Veröffentlichung freigegeben. Die folgenden Gesellschaften, die in den Konzernabschluss der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, einbezogen sind, haben von den Vorschriften gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch gemacht:
Für den Zeitraum vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 sind die unten aufgeführten Tochtergesellschaften gemäß Abschnitt 479A von den Anforderungen des "Companies Act 2006" (Handelsrecht des Vereinigten Königreichs) in Bezug auf die Prüfung von Einzelabschlüssen befreit. Infolgedessen steht die Gesellschaft für alle Verbindlichkeiten der Tochtergesellschaften ein.
Der Konzernabschluss ist in Euro (€) aufgestellt. Die Angaben im Anhang erfolgen in Tausend Euro (T€). 2. Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden nachfolgend erläutert. Der Konzernabschluss basiert mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente und anderer zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte auf dem Prinzip der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten basieren im Allgemeinen auf dem beizulegenden Zeitwert der im Austausch für den Vermögensgegenstand entrichteten Gegenleistung. Davon ausgenommen sind
Für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes wird der beizulegende Zeitwert den Stufen 1, 2 oder 3 zugeordnet. Die Unterteilung erfolgt nach folgender Maßgabe:
Anwendung neuer RechnungslegungsvorschriftenIm Geschäftsjahr kamen die vom IASB verabschiedeten Bilanzierungsstandards und Interpretationen, die von der EU angenommen wurden, in der für das Berichtsjahr gültigen Fassung zur Anwendung. Folgende Standards bzw. Änderungen kamen im Geschäftsjahr 2019/2020 erstmals zur Anwendung:
IFRS 16 - LeasingverhältnisseDer Standard IFRS 16 - Leasingverhältnisse, der für den Konzern ab dem Geschäftsjahr 2019/2020 anwendbar ist, führt ein einheitliches Leasingbilanzierungsmodell ein, nachdem der Konzern als Leasingnehmer Vermögenswerte und Schulden für alle Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten erfassen muss. Die bisherige Bilanzierungs- und Bewertungsmethode des Konzerns bestand darin, die Zahlungen für Operating-Leasingverhältnisse linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses ergebniswirksam zu erfassen. Ab dem 1. Juli 2019 hat der Konzern in der Bilanz Nutzungsrechte und Leasingverpflichtungen erfasst, die das Recht des Konzerns zur Nutzung der zugrunde liegenden Leasinggegenstände und seine Verpflichtungen zur Zahlung von Leasingzahlungen darstellen. Die Nutzungsrechte werden abgeschrieben und die Zinsen aus den Leasingverbindlichkeiten werden erfolgswirksam als Aufwand erfasst. Die zuvor erfolgswirksam als Aufwand erfassten und als operativer Cashflow klassifizierten Operating-Leasing-Zahlungen werden nun in der Gewinn- und Verlustrechnung als Tilgungen der Leasingverpflichtungen in der Bilanz und als Zinsaufwand ausgewiesen. In Bezug auf die Bilanzierung beim Leasinggeber überträgt IFRS 16 die Regelungen des IAS 17 im Wesentlichen. Dementsprechend bilanziert der Konzern seine Leasingverhältnisse weiterhin als Operating-Leasingverhältnisse oder Finanzierungsleasingverhältnisse. Infolgedessen ist keine Anpassung der zuvor gemeldeten Werte erforderlich. IFRIC 23 - Steuerrisikopositionen aus ErtragsteuernDiese Interpretation stellt klar, wie die Ansatz- und Bewertungsanforderungen in IAS 12 - Steuern vom Einkommen und vom Ertrag anzuwenden sind, wenn Unsicherheit über die Behandlung von Steuern vom Einkommen und vom Ertrag besteht. Ein Unternehmen muss Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten unter Berücksichtigung dieser Unsicherheiten erfassen und bewerten. Bei der Ermittlung des Betrags der zusätzlichen Steuerschuld berechnete die Gruppe das gesamte potenzielle Steuerergebnis, falls die Unsicherheit eintreten sollte, und wendete einen Wahrscheinlichkeitsprozentsatz auf den berechneten Betrag an. Bei der Berechnung des potenziellen Steuerbetrags und des Wahrscheinlichkeitsprozentsatzes wurden externe Steuer- und Rechtsgutachten berücksichtigt. Imperial hat sich für eine kumulative Erfassung der Auswirkungen aus der Erstanwendung des Standards entschieden. Aus der erstmaligen Erfassung ergab sich eine erfolgsneutrale Korrektur (Verminderung) des Konzernbilanzgewinns per 1.7.2019 in Höhe von insgesamt TEUR 1.747. Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 16Bei der Anwendung von IFRS 16 verfolgte der Konzern den vollständigen retrospektiven Ansatz mit einer Anpassung der Vergleichsinformationen. Die Gruppe wandte auch bestimmte praktische Hilfsmittel an, die nach dem Standard zulässig sind, einschließlich der Nichtüberprüfung, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Die Leasingverbindlichkeit wurde zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem inkrementellen Fremdkapitalzinssatz (IBR). Die IBR ist der Zinssatz, den die Gruppe zahlen müsste, um Kredite mit einer ähnlichen Laufzeit, mit einer ähnlichen Sicherheit in einem ähnlichen wirtschaftlichen Umfeld aufzunehmen, um einen Vermögenswert mit einem ähnlichen Wert wie das Nutzungsrecht zu erhalten. Die erstmalige Anwendung von IFRS 16 hatte folgende Auswirkungen auf die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen: 2019/2020
2018/2019
01.07.2018
Aus der Erstanwendung des IFRIC 23 ergaben sich die folgenden Auswirkungen in der Eröffnungsbilanz zum 1. Juli 2019:
Aus der Neuanwendung der anderen Bilanzierungsstandards haben sich keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben. Korrekturen der VorjahreswerteAufgrund des Erfordernisses, die Kapitalentwicklung gemäß dem statutarischen Abschluss des Mutterunternehmens Imperial Logistics International B.V. & Co. KG auch im Konzernabschluss abzubilden, werden die Kapitalkonten II der Gesellschafter im Fremdkapital statt wie bisher im Konzernbilanzgewinn gezeigt und die Vergleichsangaben für die am 30.6.2018 bzw. 30.6.2019 endenden Geschäftsjahre entsprechend angepasst: Der Konzernbilanzgewinn zum 1.7.2018 wurde um TEUR 97.078 vermindert, die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen wurden in gleicher Höhe erhöht, um eine vollständige Darstellung des Kapitalkontos II der Gesellschafter analog dem Einzelabschluss des Mutterunternehmens der Gruppe zu erreichen. Als Konsequenz daraus erfolgte ferner in den Vergleichsangaben zum 30. Juni 2019 eine Korrektur der im Geschäftsjahr 2019 an Gesellschafter ausgezahlten Gewinne der Vorjahre (TEUR 48.863) gegen die Gesellschafterverrechnungskonten innerhalb der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten. Zuvor war eine Erfassung im Konzernbilanzgewinn erfolgt. Ein im Geschäftsjahr 2018/2019 aufgelöster Korrekturbetrag für den Ausweis des Kapitalkontos II in Höhe von TEUR 11.397 wurde zum 30. Juni 2019 analog dem Betrag der Kapitalkonten II per 30.6.2018 ebenfalls als Verminderung des Konzernbilanzgewinns und Erhöhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen erfasst. Um eine direkte Abstimmung mit dem Einzelabschluss der Konzernobergesellschaft zu erreichen, wurde der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2018/2019 in Höhe von TEUR 14.700 zum 30. Juni 2019 vom Festkapital in Abzug gebracht. Zuvor war eine Erfassung im Konzernbilanzgewinn erfolgt. Die entsprechenden Änderungen erfolgten jeweils durch die Anpassung der Vorjahresvergleichsinformationen in den entsprechenden Konzernabschlussbestandteilen und den betreffenden Anhangangaben. Weiter Änderungen von BilanzierungsstandardsFolgende Standards und Interpretationen sind für Geschäftsjahre, die am 1. Januar 2020 beginnen, verpflichtend anzuwenden bzw. setzen die noch ausstehende Anerkennung durch die Kommission der Europäischen Union (Endorsement-Verfahren) voraus. Der Konzern hat sich bei den erst in späteren Berichtsperioden anzuwendenden Standards und Interpretationen entschlossen, von einem möglichen Wahlrecht zur vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch zu machen.
Mit Ausnahme von weiteren Offenlegungsvorschriften sind aus den Änderungen keine oder keine wesentlichen weiteren Auswirkungen auf den Konzernabschluss zu erwarten. Die folgenden geänderten Bilanzierungsstandards treten für spätere Geschäftsjahre in Kraft. Die erwarteten Auswirkungen auf den Konzernabschluss werden nachstehend beschrieben.
Mit Ausnahme von weiteren Offenlegungsvorschriften sind aus den Änderungen keine oder keine wesentlichen weiteren Auswirkungen auf den Konzernabschluss zu erwarten. Konsolidierungskreis und KonsolidierungsgrundsätzeIn den Konzernabschluss werden, neben der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG (Mutterunternehmen), alle direkt und indirekt von ihr beherrschten Unternehmen (Tochterunternehmen) einbezogen. Beherrschung liegt vor, wenn die Gesellschaft
Beim Unternehmenserwerb werden die Vermögenswerte und Schulden der entsprechenden Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigt die zum Zeitwert bewertete übertragene Gegenleistung die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Jeder negative Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und den erworbenen identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden wird in der Periode des Erwerbs ertragswirksam erfasst. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden bei Zugang entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Enthält die übertragene Gegenleistung eine bedingte Gegenleistung, wird diese mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bilanzierung von Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, wird an nachfolgenden Abschlussstichtagen gem. IFRS 9 oder IAS 37 bewertet und ein resultierender Gewinn oder Verlust in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenszusammenschlusses wird der zuvor von der Gesellschaft an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil mit dem zum Erwerbszeitpunkt geltenden beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Ein daraus resultierender Gewinn bzw. Verlust wird erfolgswirksam erfasst. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden entsprechend vom effektiven Erwerbszeitpunkt oder bis zum effektiven Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gesamtergebnisrechnung einbezogen. Soweit die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen von den konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden abweichen, werden die betroffenen Vermögenswerte und Schulden vor Einbeziehung in den Konzernabschluss in Anwendung der konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden neu bewertet. Die konzerninternen Forderungen und Schulden sowie Aufwendungen, Umsätze und Erträge zwischen Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert. Umsatz- und ErtragsrealisierungDie Gruppe erfasst Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden, da sie einer Leistungsverpflichtung nachkommt, indem sie die versprochenen Waren oder Dienstleistungen an den Kunden liefert. Die Höhe der erfassten Umsatzerlöse ist der dieser Leistungsverpflichtung zugewiesene Transaktionspreis, der die Gruppe zumindest für die erbrachte Leistung entschädigt und zu der sie berechtigt ist. Leistungsverpflichtungen in Bezug auf die Umsatzerlöse des Konzerns aus dem Frachtmanagement und der Kontraktlogistik werden zeitanteilig erfüllt, während Umsatzerlöse aus Verkäufen zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst werden. Ein wesentlicher Teil des Konzernumsatzes stammt aus Verträgen mit Kunden, bei denen die Übertragung der Kontrolle mit der Erfüllung der Leistungsverpflichtungen zusammenfällt. Die Gruppe erzielt hauptsächlich Umsatzerlöse aus dem Frachtmanagement (Bewegung von Waren), der Kontraktlogistik (Handling von Waren und Produkten) und dem Handel (Übertragung von Eigentum an Produkten). Der Handel umfasst den Verkauf von Waren. Die Vertragslogistik umfasst Lagerverwaltung, Synchronisationsverwaltung, integrierte Vertragslogistik, Vertriebsmanagement und Managed Services. Das Frachtmanagement besteht aus dem Transport über Straße und Schiene, Fluss und Meer sowie der Expressfrachtkonsolidierung. Im Umsatz enthalten sind die in Rechnung gestellten Nettoerlöse an Kunden für Waren und Dienstleistungen. Wenn der Konzern als Vermittler auftritt und auf Provisionsbasis vergütet wird, ist die Provision im Umsatz enthalten. Wenn der Konzern als Auftraggeber auftritt, ist der Gesamtwert des abgewickelten Geschäfts im Umsatz enthalten. Der Umsatz wird auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts der in einem Vertrag mit einem Kunden angegebenen Gegenleistung bewertet und schließt Beträge aus, die im Auftrag Dritter eingezogen wurden. Die Gruppe erfasst Umsatzerlöse, wenn sie die Kontrolle über ein Produkt oder eine Dienstleistung an einen Kunden überträgt. Bar- und Abrechnungsrabatte, Rabatte, Mehrwertsteuer und andere indirekte Steuern sind vom Umsatz ausgeschlossen. Die Einnahmen aus der Erbringung von Dienstleistungen werden anhand der Methode des Fertigstellungsgrads gemessen, die auf den bisher erbrachten Dienstleistungen als Prozentsatz der insgesamt zu erbringenden Dienstleistungen basiert. Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen werden erfasst, wenn die Höhe der Umsatzerlöse, die damit verbundenen Kosten und der Fertigstellungsgrad zuverlässig gemessen werden können. Der Transaktionspreis ist der Betrag der Gegenleistung, auf den ein Unternehmen im Austausch für die Übertragung der versprochenen Waren oder Dienstleistungen an einen Kunden Anspruch hat, ausgenommen Beträge, die im Auftrag Dritter erhoben werden, beispielsweise Mehrwertsteuer (MwSt.). Der Transaktionspreis wird unter Berücksichtigung der folgenden Auswirkungen ermittelt:
Bei der Festlegung des Transaktionspreises wird davon ausgegangen, dass die Waren oder Dienstleistungen wie im bestehenden Vertrag versprochen an den Kunden übertragen werden und der Vertrag nicht gekündigt, erneuert oder geändert wird. Vertragskosten werden ggf. über die Vertragslaufzeit aktiviert und als Aufwand erfasst. Aktivierte Vertragskosten werden systematisch über die Vertragslaufzeit des Kunden abgeschrieben und unter den Nettobetriebskosten erfolgswirksam erfasst. Aus praktischen Gründen hat der Konzern beschlossen, die zusätzlichen Kosten für die Erlangung von Verträgen als Nettobetriebsaufwand im Gewinn oder Verlust zu erfassen, wenn die Amortisationsdauer der Vermögenswerte, die der Konzern sonst erfasst hätte, 12 Monate oder weniger beträgt. Die Umsatzverträge enthalten keine wesentlichen Finanzierungskomponenten. Der Konzern wendet IFRS 15 an. IFRS 15 beinhaltet ein Modell zur Umsatzrealisierung mit fünf Analyseschritten, das auf alle Umsätze aus Verträgen mit Kunden anzuwenden ist. Das Kernprinzip des Standards besteht darin, dass ein Unternehmen Umsatzerlöse zum Zeitpunkt der Übertragung von Gütern oder Dienstleistungen auf Kunden in Höhe der Gegenleistung zu erfassen hat, mit der das Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung dieser Güter oder Dienstleistungen rechnen kann. Die Anwendung des Standards erfordert Schätzungen und Ermessensentscheidungen, da die Höhe der zu erfassenden Umsatzerlöse durch die Höhe der Gegenleistung, mit der das Unternehmen im Gegenzug für die Übertragung der Güter oder der Dienstleistung rechnen kann, bestimmt wird. Umsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen bzw. zu erhaltenden Gegenleistung für die jeweilige Leistungsverpflichtung, abzüglich Preisnachlässen wie Rabatten, Boni und Skonti erfasst. Imperial unterscheidet grundsätzlich zwischen den beiden Divisionen Supply Chain Solutions und Transport Solutions. Die vertraglichen Leistungsverpflichtungen umfassen im Bereich Transport Solutions im Wesentlichen die Durchführung von Transport-Dienstleistungen, während im Bereich Supply Chain Solutions auch andere Arten von Lager und Handling-Dienstleistungen sowie weitere verbundene Dienstleistungen durchgeführt werden. Erträge werden auf Basis der wirtschaftlichen Substanz der relevanten Vereinbarung erfasst. Dies setzt voraus, dass es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Umsatzerlöse verlässlich bestimmt werden kann. Nutzungsentgelte auf zeitlicher Basis werden linear über den Zeitraum der Vereinbarung erfasst. Dabei werden im Voraus vereinnahmte Entgelte über die Laufzeit der vertraglichen Leistungsverpflichtung als Umsatz realisiert. Bei Transportleistungen erfolgt in der Regel eine Zahlung durch den Kunden nach Vollendung des Transportes, teilweise werden Anzahlungen verlangt. Die Ertragsrealisierung erfolgt in diesem Fall nach Abschluss des Transportes. Vereinbarungen über Nutzungsentgelte, die auf Produktion, Verkäufen oder anderen Maßen beruhen, werden nach Maßgabe der zugrundeliegenden Vereinbarung erfasst. Basierend auf der Einschätzung des Konzerns sind die beizulegenden Zeitwerte und Einzelverkaufspreise der jeweiligen vertraglichen Leistungsverpflichtung weitestgehend vergleichbar. Es kommt zu keiner nach den Kriterien des IFRS 15 abweichenden Beurteilung der einzelnen Leistungsverpflichtungen der entsprechenden Verträge und des entsprechenden Realisationszeitraums. Zinsen und ähnliche Erträge werden zeitproportional erfasst. Erträge aus Anlagenabgängen werden zum Zeitpunkt des Abgangs eines Vermögenswertes, als Differenz zwischen Veräußerungserlös und Buchwert, erfolgswirksam erfasst. Leasingverhältnissea) Der Konzern als LeasinggeberDer Konzern schließt als Leasinggeber Mietverträge für einige ihrer Liegenschaften ab, soweit diese für die derzeitige Betriebskapazität des Konzerns nicht erforderlich sind. Daneben bestehen in erheblichem Umfang Finanzierungsleasingverträge über Schubboote und Schubleichter sowie über kundenbezogene technische Anlagen. Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern als Leasinggeber auftritt, werden als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Wann immer die Bedingungen des Leasingvertrages im Wesentlichen alle Risiken und Vorteile des Eigentums auf den Leasingnehmer übertragen, wird der Vertrag als Finanzierungsleasing klassifiziert. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Wenn der Konzern ein zwischenliegender Leasinggeber ist, bilanziert er das Hauptleasing und das Unterleasing als zwei getrennte Verträge. Das Unter-Leasingverhältnis wird unter Bezugnahme auf das Nutzungsrecht, das sich aus dem Hauptleasingverhältnis ergibt, als Finanzierungs- oder Operating-Leasingverhältnis klassifiziert. Mieteinnahmen aus Operating-Leasingverhältnissen werden auf linearer Basis über die Laufzeit des Leasingvertrags gebucht. Anfängliche direkte Kosten, die bei der Aushandlung und dem Abschluss eines Operating-Leasingvertrages anfallen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstandes hinzugefügt und linear über die Laufzeit des Leasingvertrages verbucht. Beträge, die von Leasingnehmern im Rahmen von Finanzleasingverträgen geschuldet werden, werden als Forderungen in Höhe der Nettoinvestition des Konzerns in die Leasingverträge verbucht. Die Erträge aus Finanzierungsleasing werden den Rechnungsperioden so zugeordnet, dass sie eine konstante periodische Rendite auf die ausstehende Nettoinvestition des Konzerns in Bezug auf die Leasingverträge widerspiegeln. Wenn ein Vertrag sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten enthält, wendet die Gruppe IFRS 15 an, um die vertragliche Gegenleistung jeder Komponente zuzuordnen. b) Der Konzern als LeasingnehmerDer Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis darstellt oder beinhaltet. Der Konzern bilanziert ein Nutzungsrecht an einem Vermögenswert und eine entsprechende Leasingverpflichtung in Bezug auf alle Leasingvereinbarungen, bei denen er der Leasingnehmer ist, mit Ausnahme von kurzfristigen Leasingverträgen und Leasing von geringwertigen Vermögenswerten (d.h. Verträge über Vermögenswerte mit Anschaffungskosten von weniger als TEUR 6,5). In Bezug auf kurzfristige Leasingverträge und Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte verbucht die Gruppe die Leasingzahlungen als Betriebsausgaben auf linearer Basis über die Laufzeit des Leasingvertrags, es sei denn, eine andere systematische Basis ist repräsentativer für den zeitlichen Verlauf, in dem der wirtschaftliche Nutzen aus den geleasten Vermögenswerten verbraucht wird. Die Leasingverpflichtung wird anfänglich mit dem Barwert der am Anfangsdatum ausstehenden Leasingzahlungen bewertet, die mit dem im Leasingvertrag implizit enthaltenen Zinssatz abgezinst werden. Wenn dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann, verwendet die Gruppe ihren Grenzfremdkapitalzinssatz. Die in die Bewertung der Leasingverpflichtung einbezogenen Leasingzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Leasingverpflichtung wird anschließend bewertet, indem der Buchwert erhöht wird, um die auf die Leasingverpflichtung aufgelaufenen Zinsen widerzuspiegeln (unter Anwendung der Effektivzinsmethode) und indem der Buchwert verringert wird, um die geleisteten Leasingzahlungen widerzuspiegeln. Die Gruppe führt eine Neubewertung der Leasingverpflichtung durch und nimmt eine entsprechende Anpassung des zugehörigen aktivierten Nutzungsrechts vor, wenn:
Die Vermögenswerte des Nutzungsrechts umfassen die anfängliche Bewertung der entsprechenden Leasingverpflichtung, die am oder vor dem Anfangsdatum geleisteten Leasingzahlungen, abzüglich aller erhaltenen Leasinganreize und aller anfänglichen direkten Kosten. In der Folge werden sie zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungsverluste bewertet. Immer dann, wenn die Gruppe eine Verpflichtung für Kosten für den Abbau und die Beseitigung eines Vermögenswertes mit Nutzungsrecht, die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet, oder die Wiederherstellung des zugrundeliegenden Vermögenswertes in den durch die Leasingbedingungen geforderten Zustand eingeht, wird eine Rückstellung verbucht und gemäß IAS 37 bewertet. In dem Umfang, in dem sich die Kosten auf einen Vermögenswert mit Nutzungsrecht beziehen, sind die Kosten in dem entsprechenden Vermögenswert mit Nutzungsrecht enthalten. Vermögenswerte des Nutzungsrechts werden über den kürzeren der beiden Zeiträume Leasinglaufzeit oder Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben. Wenn ein Leasingvertrag das Eigentum des zugrundeliegenden Vermögenswertes überträgt oder die Kosten des Nutzungsrechts-Vermögenswertes widerspiegelt, dass die Gruppe erwartet, eine Kaufoption auszuüben, wird der zugehörige Nutzungsrechts-Vermögenswert über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt mit dem Anfangsdatum des Leasingvertrages. Die Gruppe wendet IAS 36 an, um zu bestimmen, ob ein Nutzungsrechtsvermögenswert wertgemindert ist, und verbucht jeden identifizierten Wertminderungsverlust wie in Anhang 3 beschrieben. Variable Mieten, die nicht von einem Index oder einer Rate abhängen, werden nicht in die Bewertung der Leasingverpflichtung und des Nutzungsrechts-Vermögenswertes einbezogen. Die damit verbundenen Zahlungen werden in der Periode als Aufwand verbucht, in der das Ereignis oder die Bedingung, die diese Zahlungen auslöst, eintritt, und sind in den Nettobetriebsausgaben enthalten. In der Gruppe liegen keine wesentlichen Verträge dieser Art vor. Bei Verträgen, die eine Leasingkomponente und eine oder mehrere zusätzliche Leasing- oder Nichtleasingkomponenten enthalten, weist die Gruppe die Gegenleistung im Vertrag jeder Leasingkomponente auf der Grundlage des relativen Einzelpreises der Leasingkomponente und des gesamten Einzelpreises der Nichtleasingkomponenten zu. FremdwährungenGeschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem Euro abgewickelt werden, werden mit dem aktuellen Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst. An jedem Bilanzstichtag werden Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung mit dem Stichtagskurs bewertet. Gewinne und Verluste, die sich aus der Umrechnung ergeben, werden erfolgswirksam erfasst. Zur Absicherung von bestimmten Währungsrisiken schließt der Konzern Termingeschäfte ab. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Konzerns bezüglich dieser derivativen Finanzinstrumente werden weiter unten dargestellt. Im Rahmen der Konsolidierung werden entsprechend der modifizierten Stichtagskursmethode die Vermögenswerte und Schulden von einbezogenen Gesellschaften, die nicht in Euro bilanzieren, zum Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Posten der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden mit Monatsdurchschnittskursen umgerechnet. Daraus resultierende Unterschiedsbeträge werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese Unterschiedsbeträge werden zum Zeitpunkt des Abgangs der Gesellschaft erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst. Zuwendungen der öffentlichen HandZuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit Sachanlagen werden, in Abhängigkeit von den Bedingungen des Einzelfalls, als abgegrenzter Betrag behandelt und über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswertes erfolgswirksam oder als Minderung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des geförderten Vermögenswertes erfasst. Andere Zuwendungen werden direkt erfolgswirksam erfasst. Kosten für AltersversorgungBei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Kosten für die Leistungsbereitstellung nach der Methode der laufenden Einmalprämien ermittelt, wobei zu jedem Bilanzstichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird. Neubewertungen der Nettoschuld, bestehend aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten und dem Ertrag aus dem Planvermögen, werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Nachträglich zu verrechnender Dienstzeitaufwand wird direkt als Aufwand erfasst, wenn die Planänderung eintritt. ErtragsteuernDer Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Zudem sind Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten unter Berücksichtigung bestehender Unsicherheiten zu bewerten und zu erfassen (IFRIC 23). Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Konzernjahresüberschuss aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden bzw. bis zum Bilanzstichtag angekündigten Steuersätze berechnet. Latente Steuern sind die erwarteten Steuerbelastungen bzw. -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Konzernjahresabschluss und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens. Dabei kommt die bilanzorientierte Verbindlichkeitsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten und latente Steueransprüche werden im Allgemeinen für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Für latente Steueransprüche erfolgt dies nur, soweit wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Solche Vermögenswerte und Schulden werden nicht angesetzt, wenn sich die temporäre Differenz aus einem Geschäfts- oder Firmenwert oder aus der erstmaligen Erfassung (außer bei Unternehmenszusammenschlüssen) von anderen Vermögenswerten und Schulden, welche aus Vorfällen resultieren, die weder das zu versteuernde Einkommen noch den Jahresüberschuss berühren, ergibt. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und im Wert gemindert, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch vollständig oder teilweise zu realisieren. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Latente Steuern werden generell erfolgswirksam in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung erfasst, außer für solche Positionen, die direkt im sonstigen Ergebnis oder direkt im Eigenkapital erfasst werden. Bei bestehenden Unsicherheiten ist eine daraus resultierende zusätzliche Steuerschuld zu ermitteln. Die Gruppe berechnet das gesamte potenzielle Steuerergebnis, falls die Unsicherheit eintreten sollte, und wendet einen Wahrscheinlichkeitsprozentsatz auf den berechneten Betrag an. Bei der Berechnung des potenziellen Steuerbetrags und des Wahrscheinlichkeitsprozentsatzes sind externe Steuer- und Rechtsgutachten zu berücksichtigen. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungsaufwendungen ausgewiesen. Mit Fertigstellung bzw. Erreichen des betriebsbereiten Zustands beginnt die Abschreibung. Mit Ausnahme von Grundstücken und Anlagen im Bau werden Sachanlagen linear über folgende Zeiträume abgeschrieben:
Zugänge von beweglichen Vermögenswerten werden pro rata temporis abgeschrieben. Im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen gehaltene bilanzierte Vermögenswerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer auf derselben Grundlage wie eigene Vermögenswerte oder, falls diese kürzer ist, über die Laufzeit des entsprechenden Leasingvertrages abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte (außer Geschäfts- oder Firmenwert)Erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte mit einer bestimmten Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungsaufwendungen ausgewiesen. Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenserwerbs erworben wurden, sind zum beizulegenden Zeitwert im Erwerbszeitpunkt abzüglich kumulierter Abschreibungen und erfasster Wertminderungsaufwendungen ausgewiesen. Die Abschreibung erfolgt über deren voraussichtliche Nutzungsdauer linear, die zwischen 1 und 8 Jahren liegt. Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Geschäfts- oder FirmenwertDer aus einem Unternehmenszusammenschluss resultierende Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der übertragenden Gegenleistung eines erworbenen Unternehmens oder Betriebes über die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns aufgeteilt und mindestens jährlich auf eine Wertminderung hin überprüft. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der zurechenbare Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes in die Bestimmung des Gewinns oder Verlusts aus der Veräußerung einbezogen. Aktivierte NutzungsrechteIm Wege des Leasings erworbene Vermögenswerte werden als "Aktivierte Nutzungsrechte" (Right-of-use asset) erfasst. Der Ansatz des Vermögenswerts im Zugangszeitpunkt entspricht der Höhe der Leasingverbindlichkeit zuzüglich etwaiger anfänglicher direkten Kosten des Leasingnehmers und wird nach Leasingbeginn zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei Verwendung des Anschaffungskostenmodells wird das Nutzungsrecht im Rahmen der Folgebewertung mit den Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. Bei der Abschreibung des Nutzungsrechts wendet der Leasingnehmer vorbehaltlich der folgenden Vorschriften die Abschreibungsvorschriften des IAS 16 an. Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten mit Ausnahme der Geschäfts- oder FirmenwerteZu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern die Buchwerte seiner Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte, um festzustellen, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei diesen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer werden bei Anzeichen für eine Wertminderung Wertminderungstests durchgeführt, mindestens aber einmal im Jahr. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und des Nutzungswertes. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit dem momentan marktgängigen Vorsteuer-Zinssatz auf den Barwert abgezinst. Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Bei anschließender Umkehrung einer Wertminderung wird der Buchwert des Vermögenswertes (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den neu geschätzten erzielbaren Betrag erhöht. Die Erhöhung des Buchwerts ist dabei auf den Wert beschränkt, der bestimmt worden wäre, wenn für den Vermögenswert (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) in Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Umkehrung des Wertminderungsaufwandes wird sofort erfolgswirksam gebucht. Assoziierte UnternehmenAssoziierte Unternehmen sind Unternehmen, auf welche der Konzern durch die Teilhabe an deren finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblichen Einfluss nehmen kann, wobei keine Beherrschung vorliegt. Die Vermögenswerte, Schulden und Ergebnisse von assoziierten Unternehmen werden in diesen Konzernabschluss nach der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten ausgewiesen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen nach dem Erwerbszeitpunkt sowie Verluste durch Wertminderungen angepasst werden. Vom assoziierten Unternehmen empfangene Ausschüttungen vermindern den Wertansatz. VorräteVorräte sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der FIFO-Methode oder Durchschnittskostenmethode bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzel- und Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind. FinanzinstrumenteFinanzinstrumente sind vertraglich begründete wirtschaftliche Vorgänge, die einen Anspruch auf Zahlungsmittel beinhalten. Gemäß IAS 32 gehören hierzu originäre Finanzinstrumente wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen oder auch Finanzforderungen und Finanzverbindlichkeiten sowie derivative Finanzinstrumente. Der Bestand der originären Finanzinstrumente ist aus der Bilanz bzw. der im Anhang gesondert dargestellten Überleitung der Bilanzbuchwerte nach den in IFRS 9 definierten Kategorien ersichtlich. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ausgegebene Schuldverschreibungen werden ab dem Zeitpunkt, zu dem sie entstanden sind, angesetzt. Alle anderen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erstmals am Handelstag erfasst, wenn das Unternehmen Vertragspartei nach den Vertragsbestimmungen des Instruments wird. Ein finanzieller Vermögenswert (außer einer Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Bei einem Posten, der nicht zu FVTPL bewertet wird, kommen hierzu die Transaktionskosten, die direkt seinem Erwerb oder seiner Ausgabe zurechenbar sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis bewertet. Klassifizierung und FolgebewertungBei der erstmaligen Erfassung wird ein finanzieller Vermögenswert wie folgt eingestuft und bewertet:
Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodell zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und er nicht als FVTPL designiert wurde:
Ein Schuldinstrument wird zu FVOCI designiert, wenn beide der folgenden Bedingungen erfüllt sind und es nicht als FVTPL designiert wurde: - Es wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme zu halten als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte, und
Beim erstmaligen Ansatz eines Eigenkapitalinvestments, das nicht zu Handelszwecken gehalten wird, kann der Konzern unwiderruflich wählen, Folgeänderungen im beizulegenden Zeitwert des Investments im sonstigen Ergebnis zu zeigen. Diese Wahl wird einzelfallbezogen für jedes Investment getroffen. Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI bewertet werden, werden zu FVTPL bewertet. Dies umfasst alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Bei der erstmaligen Erfassung kann der Konzern unwiderruflich entscheiden, finanzielle Vermögenswerte, die ansonsten die Bedingungen für die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllen, zu FVTPL zu designieren, wenn dies dazu führt, ansonsten auftretende Rechnungslegungsanomalien ("accounting mismatch") zu beseitigen oder signifikant zu verringern. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung des Geschäftsmodells:Der Konzern trifft eine Einschätzung der Ziele des Geschäftsmodells, in dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, auf einer Portfolio-Ebene, da dies am besten die Art, wie das Geschäft gesteuert und Informationen an das Management gegeben werden, widerspiegelt. Die zu berücksichtigenden Informationen schließen ein:
Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten an fremde Dritte durch Übertragungen, die nicht zur Ausbuchung führen, sind in Einklang damit, dass der Konzern die Vermögenswerte weiterhin bilanziert, für diesen Zweck keine Verkäufe. Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten oder verwaltet werden und deren Wertentwicklung anhand des beizulegenden Zeitwertes beurteilt wird, werden zu FVTPL bewertet. Finanzielle Vermögenswerte - Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen sindFür Zwecke dieser Einschätzung ist der "Kapitalbetrag" definiert als beizulegender Zeitwert des finanziellen Vermögenswertes beim erstmaligen Ansatz. "Zins" ist definiert als Entgelt für den Zeitwert des Geldes und für das Ausfallrisiko, das mit dem über einen bestimmten Zeitraum ausstehenden Kapitalbetrag verbunden ist, sowie für andere grundlegende Kreditrisiken, Kosten (zum Beispiel Liquiditätsrisiko und Verwaltungskosten) und für eine Gewinnmarge. Bei der Einschätzung, ob die vertraglichen Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den Kapitalbetrag sind, berücksichtigt der Konzern die vertraglichen Vereinbarungen des Instruments. Dies umfasst eine Einschätzung, ob der finanzielle Vermögenswert eine vertragliche Vereinbarung enthält, die den Zeitpunkt oder den Betrag der vertraglichen Zahlungsströme ändern könnte, sodass diese nicht mehr diese Bedingungen erfüllen. Bei der Beurteilung berücksichtigt der Konzern:
Eine vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeit steht im Einklang mit dem Kriterium, der ausschließlichen Zins- und Tilgungszahlungen, wenn der Betrag der vorzeitigen Rückzahlung im Wesentlichen nicht geleistete Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag umfasst, wobei angemessenes zusätzliches Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages enthalten sein kann. Zusätzlich wird eine Bedingung für einen finanziellen Vermögenswert, der gegen einen Auf- oder Abschlag gegenüber dem vertraglichen Nennbetrag erworben worden ist, die es erlaubt oder erfordert, eine vorzeitige Rückzahlung zu einem Betrag, der im Wesentlichen den vertraglichen Nennbetrag plus aufgelaufener (jedoch nicht gezahlter) Vertragszinsen (die ein angemessenes Entgelt für die vorzeitige Beendigung des Vertrages beinhalten können) darstellt, zu leisten, als im Einklang mit dem Kriterium behandelt, sofern der beizulegende Zeitwert der vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit zu Beginn nicht signifikant ist. Finanzielle Vermögenswerte - Folgebewertung und Gewinn und Verluste:
Sonstige RückstellungenRückstellungen werden für Verpflichtungen angesetzt, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der zukünftige Ressourcenabfluss wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags zuverlässig geschätzt werden kann. Eine Abzinsung von sonstigen Rückstellungen wird grundsätzlich nur dann vorgenommen, wenn beim Ansatz der Rückstellung der Betrag vor Diskontierung größer als T€ 1.000 und der Ergebniseffekt wesentlich ist. Die Ermessensausübung des Managements bei der Bildung von Rückstellungen spielt naturgemäß, anders als bei anderen Positionen, eine wesentliche Rolle. Eine Rückstellung für belastende Verträge wird gebildet, sobald erkennbar ist, dass der erwartete Nutzen eines Vertrags hinter den mit dem Vertrag verbundenen Kosten zurückbleiben wird. Schätzungen und AnnahmenIm Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie die sonstigen wesentlichen Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Ende der Berichtperiode angegeben, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird.
Für die Bestimmung des Vorliegens einer Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts ist es erforderlich, den Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, zu ermitteln. Die Berechnung des Nutzungswerts bedarf der Schätzung künftiger Cashflows aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit sowie eines geeigneten Abzinsungssatzes für die Barwertberechnung. Wenn die tatsächlich erwarteten Cashflows geringer als bisher eingeschätzt ausfallen, kann sich eine wesentliche Wertminderung ergeben. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts betrug zum 30. Juni 2020 nach Umgliederung des den Geschäftsbereichs Binnenschifffahrt betreffenden Firmenwertes nach IFRS 5 in die Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen insgesamt T€ 43.587 (Vorjahr: T€ 121.140).
Der Konzern überprüft an jedem Abschlussstichtag die geschätzten Nutzungsdauern von Sachanlagen. Während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben sich keine Änderungen ergeben. Der Buchwert der Sachanlagen betrug zum 30. Juni 2020 T€ 81.541 (Vorjahr: T€ 128.215).
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie bei den Sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten umfasst die Wertberichtigung von zweifelhaften Forderungen in erheblichem Maße Einschätzungen und Beurteilungen, die auf der Kreditwürdigkeit des jeweiligen Vertragspartners und der Analyse historischer Forderungsausfälle beruhen. Die tatsächlichen Zahlungseingänge können von den bilanzierten Buchwerten abweichen. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betrug zum 30. Juni 2020 T€ 257.916 (Vorjahr: T€ 299.931).
Für die Bewertung von Rückstellungen, Pensionsrückstellungen sowie Sonstigen Rückstellungen sind Annahmen und Einschätzungen in Bezug auf Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme und die Höhe und Zeitpunkte der Verpflichtungen wesentlich. Bei Pensionsverpflichtungen aus leistungsorientierten Zusagen sind zudem versicherungsmathematische Annahmen über künftige Entgelt- und Rentenentwicklungen, Lebenserwartungen sowie Fluktuationen erforderlich. Die tatsächliche Entwicklung und damit die in Zukunft anfallenden Aufwendungen können dabei von der erwarteten Entwicklung und den gebildeten Rückstellungen abweichen. Der Buchwert der Pensionsrückstellungen sowie sonstigen Rückstellungen betrug zum 30. Juni 2020 T€ 67.429 (Vorjahr: T€ 99.559). Die Aufstellung des Konzernabschlusses ist beeinflusst von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge auswirken. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen am Bilanzstichtag. Wenn Zukunftserwartungen abzubilden sind, können die tatsächlichen Werte von den Schätzungen abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der entsprechenden Positionen erfolgswirksam angepasst. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses unterlagen die zugrundeliegenden Annahmen und Schätzungen nach Bewertung von der Imperial Gruppe keinen unangemessen hohen Unsicherheiten, sodass aus aktueller Sicht nicht von einer wesentlichen Anpassung von Bilanzpositionen auszugehen ist. Erläuterungen zum Konzernabschluss3. Immaterielle Vermögenswerte
Ausgaben für erworbene Markenrechte, Lizenzen, Kundenstamm und Computer Software werden linear über eine Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht abgeschrieben, jedoch jährlich auf Wertminderungen geprüft. Geschäfts- oder Firmenwert und Vermögenswerte mit unbestimmter NutzungsdauerEine Zusammenfassung der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer nach zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) sowie die bei der Werthaltigkeitsprüfung verwendeten Annahmen findet sich in der nachfolgenden Tabelle:
Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder FirmenwerteDer Geschäfts- oder Firmenwert wird den entsprechenden ZGEs entsprechend der Art des Geschäfts und dem Ort ihrer Geschäftstätigkeit zugeordnet. Die CGUs stellen die identifizierbaren Vermögenswerte dar, für die ein aktiver Markt besteht und die unabhängige Cashflows für den Konzern generieren. Externe und interne Faktoren im Umfeld der Geschäftstätigkeit spielen eine Rolle bei der Feststellung, ob Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Darüber hinaus wird der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Wertminderungstests werden für alle Goodwill-Salden innerhalb jeder ZGE durchgeführt. Eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts liegt vor, wenn der erzielbare Betrag der ZGE einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts unter dem Buchwert liegt. Der erzielbare Betrag ergibt sich aus dem höheren Wert von beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. In den meisten Fällen ist es schwierig, den beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu verwenden, da bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags keine verlässliche Schätzung möglich ist. Daher wird der Geschäfts- oder Firmenwert anhand der Nutzungswert-Methode auf Wertminderung überprüft. Wesentliche Annahmen bei der Ermittlung des NutzungswertesPrognose der künftigen CashflowsDer Nutzungswert wird anhand der prognostizierten Mittelzu- und -abflüsse berechnet, die sich voraussichtlich aus der fortgesetzten Nutzung der ZGE und ihrer endgültigen Veräußerung ergeben. Die Cashflow-Prognosen für Finanzprognosen basieren auf erwarteten Einnahmen, operativen Margen, Betriebsmittelbedarf und Investitionen, die von der Geschäftsleitung genehmigt wurden. Die erwarteten Umsätze basierten auf Marktanteilsannahmen, Mengenwachstum und Preiserhöhungen. Während des Prognosezeitraums wurde keine wesentliche Veränderung des Marktanteils unterstellt, die Berechnung basiert auf dem durchschnittlichen Marktanteil im Zeitraum unmittelbar vor dem prognostizierten Zeitraum. Das Mengenwachstum basierte auf dem durchschnittlichen Wachstum der letzten Jahre. Die in den Cashflow-Prognosen verwendeten Wechselkurse stimmten mit externen Informationsquellen überein. Die operativen Margen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider, wurden jedoch um erwartete Änderungen für die einzelnen ZGEs angepasst. Diese Cashflow-Prognosen decken einen Prognosezeitraum von fünf Jahren ab, die dann unter Verwendung der aktuellen Wachstumsraten in der ewigen Rente hochgerechnet werden. Die wichtigsten Annahmen zur Ermittlung der prognostizierten Cashflows sind Marktanteilsannahmen und operative Margen. WachstumsratenDie angewandten Wachstumsraten werden auf der Grundlage der künftigen Entwicklungen in der Branche, des geografischen Standorts und der bisherigen Erfahrungen in den operativen Geschäftsbereichen bestimmt. Die Wachstumsraten können von Jahr zu Jahr schwanken, basierend auf den Annahmen, die zur Bestimmung dieser Raten herangezogen wurden. Der Konzern verwendete konstante Wachstumsraten, um die Umsätze über den prognostizierten Zeitraum hinaus zu extrapolieren. Dies entsprach den öffentlich verfügbaren Informationen zu den langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten für jeden der Märkte, in denen die jeweiligen ZGEs tätig sind. Verwendete AbzinsungssätzeDie Abzinsungssätze stellen die aktuelle Markteinschätzung der Risiken für jede ZGE dar, unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes und der Einzelrisiken der zugrundeliegenden Vermögenswerte, die nicht in die Cashflow-Prognosen einbezogen wurden. Die Abzinsungssätze werden aus den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten der ZGE abgeleitet und berücksichtigen sowohl die Fremdkapitalkosten als auch die Eigenkapitalkosten. Zur Ermittlung der Eigenkapitalkosten wurde das Capital Asset Pricing Model (CAPM) verwendet, das bei Bedarf eine Aktienrisikoprämie und eine Prämie für "small stock" berücksichtigt. Das CAPM verwendet Markt-Betas vergleichbarer Unternehmen, um die Eigenkapitalkosten zu ermitteln. Die Fremdkapitalkosten richten sich nach den verzinslichen Darlehen, zu deren Bedienung die CGU verpflichtet ist. Die Verschuldung im Verhältnis zum Eigenkapital wurde durch Anwenden von Marktwertgewichten auf der Grundlage des theoretischen Ziel-Gearing-Niveaus unter Berücksichtigung von Branchendurchschnitten und unter Verwendung von Daten vergleichbarer Unternehmen ermittelt. Wertminderungen von Geschäfts- oder FirmenwertenIm laufenden Jahr hat der Konzern Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 0,0 Mio. Euro (2018/2019: 33,2 Mio. Euro) vorgenommen. Die Veränderung des Geschäfts- oder Firmenwerts 2019/2020 in Höhe von 77,5 Mio. Euro ist auf IFRS 5 Umgliederungen zurückzuführen. Änderung der wichtigsten Annahmen und SchlussfolgerungenDie Geschäftsführung ist der Ansicht, dass eine vernünftige mögliche Änderung der Schlüsselannahmen, auf denen der erzielbare Betrag basiert, nicht dazu führen würde, dass der Gesamtbuchwert den erzielbaren Betrag der CGU übersteigt. 4. Anteile an assoziierten Unternehmen
Alle assoziierten Unternehmen werden in diesem Abschluss nach der Equity-Methode bilanziert. Einzelheiten zu den assoziierten Unternehmen des Konzerns sind in Annex B enthalten. Der effektive Anteil des Konzerns an der verkürzten Gewinn- und Verlustrechnung und der verkürzten Bilanz in Bezug auf assoziierte Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
Bezüglich weiterer Angaben zu Assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die Anhangangabe unter 29.2. 5. Sachanlagen (ohne Transportmittel)
Anlagen im Bau werden unter der jeweiligen Anlagenklasse ausgewiesen. Sie sind zum 30.6.2020 insgesamt nicht wesentlich. Die Abschreibungen werden linear berechnet, um die Kosten jeder Komponente eines Vermögenswerts über die geschätzte Nutzungsdauer wie folgt auf ihren Restwert abzuschreiben:
Imperial vermietet Grundstücke und Gebäude an Kunden im Rahmen von Operate-Leaseverhältnissen. Der Buchwert der zum 30.6.2020 vermieteten Grundstücke und Gebäude beträgt Mio EUR 1,5, die darauf entfallende Abschreibung während des Geschäftsjahres 2019/2020 beträgt Mio EUR 0,1. Aus den bestehenden Operate-Leasing-Vereinbarungen resultieren die folgenden künftigen Mieteinnahmen:
Von den unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Mieterträgen des Geschäftsjahres in Höhe von Mio. EUR 17,9 entfallen Mio. EUR 16,7 auf Unterleasingverträge mit Kunden. 6. Transportmittel
Die Abschreibung erfolgt linear, um die Anschaffungskosten der einzelnen Transportmittel über die geschätzte Nutzungsdauer zwischen 5 und 30 Jahren zu verteilen. Anlagen im Bau werden unter der jeweiligen Anlagenklasse ausgewiesen. Sie sind zum 30.6.2020 insgesamt nicht wesentlich. 7. Aktivierte Nutzungsrechte
Die Abschreibungen und Wertminderungen des Geschäftsjahres auf aktivierte Nutzungsrechte betragen TEUR 62.298 (TEUR 52.352 für fortgeführte Geschäftsbereiche) und werden unter den Abschreibungen ausgewiesen. Die Zinsaufwendungen des Geschäftsjahres aus Leasingverbindlichkeiten betragen TEUR 5.064 (TEUR 4.193 für fortgeführte Geschäftsbereiche) und werden unter den Finanzaufwendungen ausgewiesen. Aufwendungen für kurzfristige Leasingverhältnisse oder solche über geringwertige Vermögenswerte sind in Note 20 ausführlich dargestellt. Es bestehen keine Vereinbarungen mit variablen Leasingzahlungen in erwähnenswertem Umfang. Zu Erträgen aus Unterleasingvereinbarungen vgl. Note 5. Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Sale-and-Lease-back-Vereinbarungen in nennenswertem Umfang. 8. Latente Steueransprüche und -schulden
Wenn Unternehmen innerhalb des Konzerns mit künftigen Gewinnen rechnen und eine große Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass festgestellte Verlustvorträge in Zukunft genutzt werden können, werden aktive latente Steuern gebildet. Es erfolgt eine fortlaufende Überwachung und bei Bedarf wird der aktivierte latente Steueranspruch wertgemindert. Das Management hat festgestellt, dass die Werthaltigkeit des Saldos der nicht erfassten Verluste teilweise zweifelhaft ist, da noch kein Trend für profitables Wachstum in den jeweiligen Unternehmen festgestellt wurde. Die steuerlichen Verlustvorträge verfallen grundsätzlich nicht. 9. Finanzinvestitionen und Ausleihungen
Die Finanzinvestitionen und Ausleihungen beinhalten im Geschäftsjahr Ausleihungen an Dritte (1,8 Mio. €, 2019: 2,2 Mio. €) sowie Ausleihungen an assoziierte Unternehmen (0,1 Mio. €, 2019: 0,1 Mio. €). Kredite an Dritte sind weitgehend durch Schiffshypotheken besichert. Kredite an nahestehende Personen sind nicht besichert. Bezüglich der Darlehen an nahestehende Unternehmen und Personen wird auf Anmerkung 28 verwiesen. Der kurzfristige Teil der Forderungen aus Finanzierungsleasing wird unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. 10. Forderungen aus Finanzierungsleasingvereinbarungen
* Angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS
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Die Finanzierungsleasingvereinbarungen betreffen vor allem die Überlassung von Schiffen und Schubleichtern an ein nahestehendes Unternehmen sowie die Überlassung von technischen Anlagen an Kunden. Die Verträge wurden langfristig geschlossen. 11. Vorräte
12. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte und sonstige kurzfristige Vermögenswerte, Vertragsforderungen
* Angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS
16
Für weitere Angaben wird auf Anhang 28.3 verwiesen. Die Forderungen aufgrund von Umsatzerlösen, die innerhalb der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen werden, sonstige nichtfinanzielle Vermögenswerte und sonstige kurzfristige Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:
Die Vertragsforderungen umfassen vor allem abgegrenzte noch nicht fakturierte Umsatzerlöse. Die Vertragsforderungen haben sich wie folgt entwickelt:
Aufgrund der kurzfristigen Natur der Verträge über Logistikdienstleistungen ist davon auszugeben, dass die bilanzierten Vertragsforderungen innerhalb eines Jahres vollständig realisiert sein werden. 13. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
14. Eigenkapital
Das Haftkapital in Höhe von € 250.000,00 wurde unverändert von den Kommanditisten zu 0,1 % von der Imperial Mobility Germany Administration GmbH, zu 8,5 % von der Imperial Mobility Deutschland Beteiligungs GmbH, Duisburg, und zu 91,4 % von der Imperial Mobility International B.V., Druten, Niederlande, eingezahlt. Eine Rückzahlung des Gesellschaftskapitals ist derzeit nicht zu erwarten. Die Komplementärin, Imperial Logistics International B.V., Druten, Niederlande, ist am Kapital der Gesellschaft nicht beteiligt. Das Festkapital verminderte sich aufgrund des Jahresfehlbetrages im Einzelabschluss der Muttergesellschaft Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg. KapitalmanagementWie branchenüblich überwacht der Konzern das Kapital anhand seines Verschuldungsgrads. Dieses Verhältnis berechnet sich aus der Nettoverschuldung geteilt durch das gesamte Eigenkapital. Die Nettoverschuldung berechnet sich aus der Gesamtverschuldung abzüglich der liquiden Mittel.
* Angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS
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15. PensionsrückstellungenBeitragsorientierte PläneDie Gruppe unterhält in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden eine Reihe von beitragsorientierten Plänen für Mitarbeiter. Die verschiedenen Pläne unterscheiden sich in ihren Details. Beiträge zu diesen Plänen werden erfolgswirksam erfasst.
Leistungsorientierte PläneDie Gruppe unterhält für ihre berechtigten Mitarbeiter in Deutschland und Luxemburg eine Reihe von überwiegend nicht kapitalgedeckten leistungsorientierten Pensionsplänen. Die verschiedenen Pläne unterscheiden sich in ihren Details und spiegeln die Bedingungen der im Laufe der Zeit erworbenen Unternehmen wider. Die Pläne sind alle geschlossen (d.h. es sind keine neuen Teilnehmer und keine Änderungen bestehender Pensionsverpflichtungen zulässig). Im Rahmen dieser Pläne haben die Mitarbeiter Anspruch auf Altersleistungen, die von einer Kombination aus Alter, Dienstalter und / oder Höhe der Gehälter / Löhne abhängen. Weitere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind nicht vorgesehen. Die Pläne sind im allgemeinen nicht kapitalgedeckt, mit Ausnahme einiger seltener Fälle, in denen in der Vergangenheit Rückversicherungsverträge abgeschlossen wurden. Die Basisinstrumente dieses Planvermögens sind auf erstklassige Staatsanleihen beschränkt. Die Pläne der deutschen Gesellschaften unterliegen den gesetzlichen Verpflichtungen des Pensionssicherungsvereins VVAG, für die alle fälligen Beiträge entrichtet wurden. Die Vorsorgeverpflichtungen basieren auf versicherungsmathematischen Bewertungen, die nach der Projected-Unit-Credit-Methode (p.u.c.) unter folgenden Annahmen erstellt wurden:
Eine wesentliche demografische Annahme für die versicherungsmathematischen Bewertungen ist die Sterbetafel. Die verwendete Sterbetafel ist die Pensionstafel Prof. Dr. K. Heubeck in der Fassung 2018G. Die letzte versicherungsmathematische Bewertung wurde im April 2020 durchgeführt. Nach Ansicht der Geschäftsführung ist die Rückstellung für die leistungsorientierten Verpflichtungen angemessen. Die nächste Bewertung wird im April 2021 durchgeführt. Diese geschlossenen Pläne setzen den Konzern versicherungsmathematischen Risiken wie Zinsrisiko, Langlebigkeitsrisiko und Anstieg der Pensionszahlungen aus. Ein möglicher Einfluss von Änderungen dieser Annahmen wird im Abschnitt Sensitivitätsanalyse dargestellt. In der Konzerngesamtergebnisrechnung sind hinsichtlich der Vorsorgepläne folgende Beträge erfasst:
Die Entwicklung der Beträge für Pensionsverpflichtungen und den beizulegenden Wert des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
SensitivitätsbetrachtungAuswirkung auf den Wert der PensionsverpflichtungWesentliche versicherungsmathematische Annahmen für die Bestimmung der Pensionsverpflichtung sind der Abzinsungssatz, die erwartete Rentenprogression und die Sterblichkeit. Die nachstehenden Sensitivitätsanalysen wurden auf der Grundlage angemessener möglicher Änderungen der jeweiligen Annahmen zum Ende des Berichtszeitraums unter Konstantsetzung aller anderen Annahmen ermittelt. Eine Änderung der vorgenannten für die Ermittlung des DBO zum 30. Juni 2020 zugrunde gelegten Annahmen von 1 % würde zu folgender Erhöhung (Verringerung) des DBO führen:
Das Planvermögen betrifft leistungsorientierte Pläne mit kurzer Laufzeit. Bei der Berechnung der Sensitivität der Pensionsverpflichtung gegenüber wesentlichen Annahmen wurde die gleiche Methode (Barwert der DBO mit der p.u.c.-Methode) angewendet. Wenn eine oder mehrere der Annahmen gleichzeitig geändert werden, entspricht die kombinierte Auswirkung aufgrund der Änderungen nicht unbedingt der Summe der einzelnen Auswirkungen aufgrund der Änderungen. Darüber hinaus spiegeln die Sensitivitäten eine Veränderung der DBO nur bei einer Veränderung der Annahmen von 1 % wider. Wenn sich die Annahmen auf einem anderen Niveau ändern, ist die Auswirkung auf das DBO nicht notwendigerweise linear.
16. Finanzverbindlichkeiten
* Angepasst aufgrund der Erstanwendung von IFRS
16
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der
Anwendung "IFRS16 - Vollständig rückwirkende
Anwendung"
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der
Anwendung "IFRS16 - Vollständig rückwirkende
Anwendung"
17. Rückstellungen
Die Urlaubsrückstellungen basieren auf der ausstehenden Anzahl der Urlaubstage. Die Jubiläumsrückstellung basiert auf einer versicherungsmathematischen Bewertung nach der p.u.c. Methode mit einem Diskontierungszinssatz von 1,04 % (2019: 2,0 %). Die Rückstellung für Rückbau und Umweltrisiken basiert auf vertraglichen Vereinbarungen und wahrscheinlichen Umweltrisiken. Die sonstigen Rückstellungen umfassen Rückstellungen für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten (1,5 Mio. Euro; 2019: 0,0 Mio. Euro) und belastenden Verträgen (2,6 Mio. Euro; 2019: 1,9 Mio. Euro) sowie mehrere kleine Positionen. Die Rückstellung für Risiken aus Rechtsstreitigkeiten stützt sich auf Einschätzungen der Unternehmensleitung, während die Rückstellung für belastende Verträge aus unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen beruht. Die Altersstruktur der Rückstellungen gibt den Zeitpunkt und die Höhe der zu leistenden Zahlungen zutreffend wieder. 18. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
19. Umsatzerlöse
Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg Konzernabschluss zum 30. Juni 2020 20. Betriebliche Aufwendungen (Netto)
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der
Anwendung "IFRS16 - Vollständig rückwirkende
Anwendung"
Bei den Miet- und Leasingaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen aus kurzfristigen Verträgen sowie um Aufwendungen aus Miet- und Leasingverträgen über Vermögenswerte von geringem Wert bis zu TEUR 6,5. Aktienbasierte VergütungDie Imperial Gruppe vergütet ihre leitenden Mitarbeiter mittels aktienbasierten Vergütungssystemen auf Basis der Imperial Logistics Limited Aktie. Sämtliche aktienbasierten Vergütungen betreffen die aktuelle oder frühere Geschäftsführung. Aktienoptionspläne (SAR)Ausgewählte Begünstigte erhalten jährlich Aktienoptionen, die bedingte Rechte zum Erhalt von Aktien der Imperial Logistics Limited darstellten. Aktien werden in Höhe der Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem Zuteilungspreis gewährt. Das Recht zur Ausübung aller Optionen ist an das Erreichen am Gewährungstag festgelegter Leistungsbedingungen und das Verweilen in der Gesellschaft über die gesamte Sperrfrist geknüpft. Die Leistungsbedingungen und die Sperrfrist werden jährlich vom Board von Imperial Logistics Limited in Bezug auf jede neue Gewährung von Rechten festgelegt. Die jeweiligen Ziele und Maßnahmen für jede Gewährung werden detailliert in einem Gewährungsschreiben erläutert. Nachdem sie unverfallbar sind, können die Rechte von den Begünstigten innerhalb von vier Jahren nach Ende der Sperrfrist ausgeübt werden; dieser Zeitraum wurde für die jüngsten Zuteilungen auf zwei Jahre verkürzt. Bei Ausübung durch einen begünstigten Teilnehmer wird der Unterschied zwischen dem Ausübungspreis und dem Preis bei Gewährung durch Auslieferung der Imperial-Aktien nach Erwerb auf dem freien Markt beglichen, es sei denn, der Kauf wurde auf oberer Konzernebene durch entsprechend kongruente Call-Optionen abgesichert. In jedem Fall erfolgt die Beschaffung über den Imperial Logistics-Konzern. Bedingter Aktienplan (CSP)Die berechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten bedingte Prämien und die Ausübbarkeit unterliegt den Leistungsbedingungen. Die Leistungsbedingungen für den CSP basieren auf den vom Board von Imperial Logistics Limited festgelegten Leistungszielen. Die bedingten Prämien berechtigen einen Teilnehmer zur Abrechnung in Aktien von Imperial Logistics, sofern die Leistungsbedingungen erfüllt sind. Die aktuellen Leistungsbedingungen für jährliche CSP-Zuweisungen lauten wie folgt:
CSPs werden nur an die leitenden Angestellten vergeben. Zuteilung von SAR und CSPDie Zuteilung von SAR und CSP erfolgt jährlich nach folgenden Kriterien:
Die Zuteilungsmenge an SAR und CSP wird unter Verwendung eines von PricewaterhouseCoopers entwickelten Modells berechnet und unter Verwendung des erwarteten Werts einer Zuweisung, ausgedrückt als Prozentsatz vom TGP, bestimmt. Der zugewiesene Prozentsatz wird basierend auf dem Dienstalter des Teilnehmers bestimmt, der auch bestimmt, ob ein Teilnehmer sowohl SAR als auch CSP oder nur SAR oder nur CSP erhält. Der erwartete Wert von CSP wird im Geschäftsjahr der Zuteilung auf der Grundlage einer Bewertungsmethode ermittelt, die den durchschnittlichen VWAP der zwei Tage vor dem Datum der Zuteilung und das geschätzte Erreichen der entsprechenden Leistungsbedingungen berücksichtigt. Der erwartete Wert von SAR wird im Geschäftsjahr der Zuteilung unter Verwendung einer Bewertungsmethode ermittelt, die den durchschnittlichen VWAP der zwei Tage vor dem Zuteilungsdatum, die Laufzeit des Instruments und den erwarteten Aktienkurs und die geschätzte Erreichung der damit verbundenen Leistungsbedingungen berücksichtigt. Die möglichen Gewinne aus langfristigen aktienbasierten Vergütungen variieren von Jahr zu Jahr in Abhängigkeit von den Ausübungs- und Ausübungsmustern sowie den Auswirkungen auf die Aktienkursentwicklung und von externen Faktoren wie Marktstimmung, Zinssätze, Rohstoffpreise und Wechselkurse. Bei der Vergabe werden sowohl der erwartete Wert als auch der Nennwert angegeben. Der Nennwert basiert auf dem VWAP für die zwei Tage vor dem Zuteilungsdatum. Die aktuellen Leistungsbedingungen, die vom Vorstand für die Zuweisungen von Aktienoptionen festgelegt wurden, sind die Erreichung der folgenden Ziele: 1.) Ergebnis je Aktie - Wachstum im Vergleich zum HEPS-Wachstum einer Vergleichsgruppe von 16 an der JSE gelisteten Unternehmen (50 %) 2.) ROIC übersteigt WACC um 3 %, über den Leistungszeitraum um (50 %) Der Umfang, in dem jede Leistungsbedingung erfüllt ist, wird am Ende der Sperrfrist wie folgt bestimmt:
Die lineare Erdienung liegt zwischen 30% und 100%, abhängig von der Leistung des Unternehmens im Vergleich zur Vergleichsgruppe. Exekutivdirektoren erhalten CSP erst ab dem 50. Perzentil. ROIC-basierte ZuteilungWenn der durchschnittliche ROIC des Unternehmens während des Leistungszeitraums weniger als 1 % über dem Durchschnitt WACC des Unternehmens über den Leistungszeitraum liegt: 0 % Wenn der durchschnittliche ROIC im Leistungszeitraum über dem WACC plus 1 % liegt: 30 % Wenn der durchschnittliche ROIC über den Leistungszeitraum gleich oder über dem WACC plus 3 % liegt: 100 % Wenn der ROIC zwischen WACC plus 1% und WACC plus 3 % liegt, erfolgt eine lineare Interpolation im Bereich zwischen 30 % und 100 %. Die lineare Erdienung liegt zwischen 30% und 100%, abhängig von der Leistung des Unternehmens, wenn der ROIC zwischen WACC plus 1% und WACC plus 3% liegt. Das Ziel von ROIC minus WACC wurde um 1% nach oben korrigiert. Neben der Leistung der Gruppe berücksichtigt der Mindestschwellenwert für EPS / HEPS und ROIC das wichtige Ziel, wichtige Mitarbeiter in Zeiten herausfordernder Geschäftsbedingungen zu motivieren. Zum Stichtag bestehen die folgenden aktienbasierten Vergütungsmodelle:
Aktienoptionspläne - Details nach Jahr der Gewährung
Die Imperial Logistics Group hat am Tag der Gewährung Call-Optionen gekauft, um sich gegen die Verpflichtung des Unternehmens zur Lieferung von Aktien im Rahmen des Aktienwertsteigerungsrechts abzusichern. Die Anschaffungskosten dieser Optionen wurden den beschäftigenden Unternehmen in Rechnung gestellt. Bei Ausübbarkeit der Aktien im Sinne der Regeln des Aktienplans werden die Aktien von der Imperial Logistics Group durch Inanspruchnahme der Call-Optionen gekauft und zur Erfüllung der Verpflichtungen des Unternehmens verwendet. Eine weitere Verwässerung wird nicht erwartet, da Absicherungen für den Restbetrag der Aktien bestehen. Bedingte Aktienpläne - Details zu den Rechten, die noch nicht ausgeübt wurden nach Jahr der Gewährung
Aufgrund der geleisteten Vorauszahlungen ergibt sich zum 30.6.2020 insgesamt ein Vermögenswert aus dem Überhang der geleisteten Zahlungen über die Verpflichtungen in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 1.662). 21. Abschreibungen, Amortisation, Wertminderungen und Wertaufholungen
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der
Anwendung "IFRS16 - Vollständig rückwirkende
Anwendung"
22. Finanzergebnis
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der
Anwendung "IFRS16 - Vollständig rückwirkende
Anwendung"
23. Ertragsteuern23.1. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Ertragsteuern
* Vorjahreszahlen angepasst aufgrund der
Anwendung "IFRS16 - Vollständig rückwirkende
Anwendung"
23.2. Im sonstigen Ergebnis erfasste Ertragsteuern
24. Erläuterungen zu KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode erstellt. Der Finanzmittelfonds in der Konzernkapitalflussrechnung besteht aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Zahlungsmitteläquivalente können als hochliquide betrachtet werden. Cashflows in Fremdwährungen werden mit einem geschätzten Durchschnittskurs umgerechnet. Wechselkursdifferenzen in Bezug auf liquide Mittel werden im Cashflow-Statement separat ausgewiesen. Körperschaftsteuer, erhaltene Zinsen und gezahlte Zinsen werden im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit dargestellt. Die erhaltenen Dividenden werden im Rahmen des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit dargestellt. Transaktionen, die nicht zum Austausch von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten führen, werden nicht in der Cashflow-Abrechnung dargestellt. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung der Veränderung der Finanzverbindlichkeiten und des Eigenkapitals dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit gegenüber:
Überleitung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Bilanzausweis
25. Sonstige finanzielle Verpflichtungen25.1. Bestellobligo
26. Haftungsverhältnisse
Die Haftungsverhältnisse spiegeln die Garantien wider, die die Imperial Logistics International GmbH & Co. KG und ihre Gruppengesellschaften vor allem Dienstleistern gegenüber eingeräumt haben. Es gibt keine laufenden oder anhängigen Rechtsstreitigkeiten, die mit hoher Wahrscheinlichkeit wesentliche Nachteile für die Gruppe darstellen können. 27. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Personen und UnternehmenDer Konzern ist in den Konzernabschluss der Imperial Logistics Limited, Bedfordview/Südafrika, der ultimativen Konzernobergesellschaft, einbezogen. Dieser kann dort oder auf der offiziellen Website des Konzerns (http://www.imperiallogistics.com) eingesehen werden. Die Registernummer lautet: 1946/021048/06. Der Konzern ist in den Konzernabschluss der Imperial Mobility International B.V., Druten, Niederlande (Kamer van Koophandel 11063295), als kleinster Kreis von Unternehmen, dem die Gesellschaft als Tochterunternehmen angehört, einbezogen; dieser kann am Sitz der Gesellschaft eingesehen werden. Salden und Transaktionen zwischen Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und ihren Tochtergesellschaften, die mit der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG verbunden sind, wurden bei der Konsolidierung eliminiert.
Eigeninteressen der Geschäftsführung an VerträgenDie Geschäftsführung bestätigt, kein Interesse an einer Transaktion von Bedeutung mit der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG oder einer ihrer Tochtergesellschaften zu haben. Ein Interessenkonflikt besteht daher nicht. TochtergesellschaftenEinzelheiten zu den Beteiligungen an den wichtigsten Tochtergesellschaften sind in Anhang A aufgeführt. OrganbezügeDie Geschäftsführer der Muttergesellschaft erhalten ihre Bezüge von der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und von Konzerngesellschaften der Imperial Mobility International B.V.. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG wurde gemäß § 314 Abs. 3 Satz 2 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da ein Rückschluss auf die Bezüge des einzelnen Geschäftsführers möglich ist. Den zeitweise vier Mitgliedern der Konzerngeschäftsleitung wurden im Verlauf des Geschäftsjahres die folgenden Bezüge gezahlt. Wie im Vorjahr auch fällt die aktienbasierte Vergütung vollständig auf Ebene der Geschäftsleitung an:
28. FinanzinstrumenteDie Zentralfunktion Group Treasury des Imperial Konzerns ist verantwortlich für die Überwachung und Steuerung der Risikofaktoren. Zu diesen Risiken gehören finanzielle Risikofaktoren (Markt- und Währungsrisiko), das Zinsänderungsrisiko, das Ausfallrisiko und das Liquiditätsrisiko. Die Ziele, Strategien und Prozesse der Gruppe zur Messung und Steuerung dieser Risiken sind im Folgenden aufgeführt. 28.1. Finanzielle RisikofaktorenMarkt- und WährungsrisikoDies ist das Risiko, dass sich Änderungen der allgemeinen Marktbedingungen negativ auf das Ergebnis, die Vermögenswerte, die Verbindlichkeiten und das Kapital des Konzerns auswirken können. Wenngleich sich der weit überwiegende Teil der Tätigkeit des Konzerns auf den Euro-Währungsraum konzentriert, so ist der Konzern durch seine grundsätzlich international ausgerichtete Tätigkeit unter Umständen auch Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die einzelnen Konzerngesellschaften wickeln ihre Aktivitäten im Wesentlichen in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungsrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingestuft. Einige Konzerngesellschaften unterliegen jedoch Fremdwährungsrisiken aus Lieferungen, bei denen ein Ausgleich in einer von der funktionalen Währung der Gesellschaft abweichenden Währung vereinbart wurde. Diese Risiken werden überwacht und bei Bedarf abgesichert. Der Buchwert der auf Fremdwährung lautenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gruppe am Ende des Berichtszeitraums beträgt wie folgt:
SensitivitätsanalyseBei der Sensitivitätsanalyse werden somit alle monetären Finanzinstrumente (Liquide Mittel und Äquivalente, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten), die nicht in der funktionalen Währung der Gesellschaft denominiert sind, berücksichtigt. Quantitative Grundlage der Sensitivitätsanalyse sind erhobene Daten, die zu einer Währungsbilanz zusammengefasst werden und so das Fremdwährungsrisiko darlegen. Daraus lässt sich ableiten, dass für folgende Fremdwährungen Risiken im Laufe des Jahres von Relevanz waren: Polnischer Zloty, Britisches Pfund, US-Dollar und Schwedische Krone. Eine Abwertung/Aufwertung des Euro gegenüber diesen Währungen um 10 % würde eine Auswirkung von plus/minus T€ 1.400 (Vorjahr: T€ 2.000) auf das Konzernergebnis haben. Der Sensitivitätssatz von 10 % basiert auf der Einschätzung des Managements über eine mögliche Änderung der Wechselkurse in absehbarer Zeit. 28.2. ZinsänderungsrisikoZinsrisiken bestehen grundsätzlich bei langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und bei langfristigen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Schwestergesellschaften, die jedoch weit überwiegend mit festen Zinssätzen vereinbart worden sind. Ein Zinsrisiko besteht auch bei anderen Forderungen und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten über einem Jahr. Im operativen Bereich sind solche Laufzeiten jedoch von untergeordneter Bedeutung. Es besteht außerdem ein Zinsrisiko bei Zahlungsmitteläquivalenten, die Zinserträge durch kurzfristige Anlage am Geldmarkt erzielen und eine relativ große Position darstellen. SensitivitätsanalyseWenn das Zinsniveau bezogen auf den Abschlussstichtag um 1 %-Punkt höher/niedriger gewesen wäre, wäre das Jahresergebnis um T€ 800 (Vorjahr: T€ 800) höher/niedriger gewesen. Der Sensitivitätssatz von 1 % basiert auf der Einschätzung des Managements über eine mögliche Änderung der Zinssätze in absehbarer Zeit. 28.3. AusfallrisikoDie finanziellen Vermögenswerte des Konzerns umfassen hauptsächlich Bankguthaben, Kassenbestand, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. In Bezug auf die finanziellen Vermögenswerte stellt deren Buchwert das maximale Ausfallrisiko dar. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich unter Berücksichtigung der Wertminderungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die aufgrund von Vergangenheitserfahrung und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds unter Berücksichtigung der Erkenntnisse des laufenden systematischen Forderungsmanagements bewertet wurden. Liquide MittelUm das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln unter dem Einfluss der Finanzmarktsituation so gering wie möglich zu halten, wird Liquidität ausschließlich bei Banken bester Bonität angelegt sowie Wert darauf gelegt, dass die Einlagen dem Einlagensicherungsschutz unterliegen. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenUm das Ausfallrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu minimieren, unterziehen wir unsere Kunden einer Bonitätsprüfung und betreiben ein aktives Debitorenmanagement. Der Rahmen für die Einstufung des Kreditrisikos der Gruppe umfasst die folgenden Kategorien:
In der folgenden Tabelle sind die Bonität der finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sowie das maximale Kreditrisiko aufgeführt:
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auch Leasingforderungen gegenüber fremden Dritten hat der Konzern den vereinfachten Ansatz in IFRS 9 angewendet, um die Wertberichtigung für die erwarteten Kreditverluste in der Laufzeit zu bemessen. Der Konzern ermittelt die erwarteten Verluste aus diesen Vermögenswerten anhand einer Wertberichtigungsmatrix, die auf der Grundlage historischer Kreditverlusterfahrungen auf der Grundlage des Überfälligkeitsstatus der finanziellen Vermögenswerte geschätzt und entsprechend angepasst wird, um den aktuellen Stand und die Erwartungen bezgl. der künftigen wirtschaftlichen Bedingungen widerzuspiegeln. Vermögenswerte, die mehr als 90 Tage überfällig sind, gelten als in Verzug, es sei denn, verlässliche zusätzliche Informationen zeigen, dass ein anderes Kriterium angemessener ist, z. B. bei Abrechnungsstreitigkeiten, deren Beilegung einige Zeit in Anspruch nimmt. Die ECL-Rate wird für jeden Geschäftsbereich individuell festgelegt. Der nicht gewichtete durchschnittliche erwartete Kreditverlust basierend auf dem Überfälligkeitsstatus in Bezug auf die Wertberichtigungsmatrix ist nachstehend aufgeführt:
Das oben genannte Alterungsprofil für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gilt als typisch für die verschiedenen Branchen, in denen bestimmte unserer Geschäftsbereiche tätig sind. In Anbetracht dessen und der Art der Gegenparteien gelten diese Beträge als erzielbar. Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und LeistungenBevor diese Finanzinstrumente abgewertet werden, werden sie auf die Möglichkeit eines Rückgriffs geprüft. Für Forderungsausfälle auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wertberichtigungen gebildet. Das Management ist nicht der Ansicht, dass ein wesentliches Kreditrisiko besteht, das nicht bereits durch eine Wertberichtigung abgedeckt ist. Es gibt keine signifikante Risikokonzentration für einen bestimmten Kunden oder ein bestimmtes Industriesegment. Es gibt keine einzelnen Kunden, deren Umsätze 10% des Konzernumsatzes übersteigen. Nachstehend finden Sie eine Zusammenfassung der Bewegung in der Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen für das Jahr:
Für Forderungen gegen nahestehende Unternehmen aus Darlehen, Leasing, Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen gegen solche Unternehmen wird grundsätzlich nach Berücksichtigung von Sicherheiten, Bürgschaften Garantien, Verpfändungen und Patronatserklärungen bzw. Ergebnisabführungsverträgen eine pauschalierte Wertberichtigung in Höhe von 0,05% gebildet. Wesentliche zu berücksichtigende Sicherheiten bestanden zum 30. Juni 2020 nicht. Da für die bestehenden Forderungen gegen nahestehende Unternehmen der Gesamtbetrag der erforderlichen Wertberichtigung von untergeordneter Bedeutung war, wurde aus Wesentlichkeitsgründen auf eine bilanzielle Erfassung verzichtet. LiquiditätsrisikoDas Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann. Im zentralen Finanzmanagement des Imperial-Konzerns hat die ausreichende Versorgung des Konzerns mit liquiden Mitteln daher oberste Priorität. Dieses Ziel wird durch das Vorhalten einer angemessenen Liquiditätsreserve sichergestellt, die es der Imperial-Gruppe stets ermöglicht, ihren Zahlungsverpflichtungen zeitgerecht nachzukommen. Die Angemessenheit der Liquiditätsvorsorge wird primär von drei Faktoren bestimmt: vom Ausmaß der zu erwartenden Zahlungsmittelzu- und -abflüsse, liquider Aktiva und von freien Kreditlinien sowie Refinanzierungsmöglichkeiten im Kapital- und Bankenmarkt. Die Zentralfunktion Group Treasury ist verantwortlich für die Überwachung und Steuerung der Liquidität innerhalb des Konzerns. Zur Sicherung der finanziellen Stabilität wird eine ausgewogene Finanzstruktur angestrebt, die eine Mischung verschiedener Finanzierungselemente (inkl. Gesellschafterdarlehen, Bankdarlehen und Kapitalmarktinstrumente) beinhaltet. Neben der Finanzplanung, die in der Regel über vier bis fünf Jahre ausgerichtet ist, erfolgt die Liquiditätsplanung für das tägliche operative Geschäft in kurzfristigen Intervallen. Durch die Kombination der Finanz- und Liquiditätsplanungen sowie mittels der zur Verfügung stehenden freien Liquidität und Kreditlinien wird sichergestellt, dass Imperial jederzeit über eine angemessene Liquiditätsreserve verfügt. Das Unternehmen verfügt über ausreichend Liquidität (eigene und im Zugriff über den Konzernverbund), um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und ihre Tochtergesellschaften sind in die Konzernfinanzierung des Imperial Konzerns in Europa eingebunden. Die Konzernfinanzierung wird über die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance B.V., Druten, Niederlande, sichergestellt, die über eine derzeit bis Oktober 2022 terminierte Kreditlinie mit einem Bankenkonsortium verfügt. Diese Kreditlinie ist durch die oberste Konzernmuttergesellschaft Imperial Logistics Ltd. (früher Imperial Holdings Ltd.), Südafrika, garantiert. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG haftet nicht für diese Kreditlinie. Die vereinbarten Covenants für diese Kreditlinie, die sich auf die Konzernbilanz des Mutterkonzerns Imperial Logistics Ltd., Südafrika, beziehen, werden halbjährig überprüft. Zum Bilanzstichtag verfügte Imperial über erhebliche frei verfügbare liquide Mittel und ausreichende zugesagte freie Kreditlinien (siehe Nr. 13. und 16.). Die vertraglichen Fälligkeiten von finanziellen Vermögenswerten und Finanzverbindlichkeiten sind wie folgt:
28.4. Fair Value NeubewertungFair Value KategorienDie zum beizulegenden Zeitwert der Gruppe getragenen Finanzinstrumente werden in drei Kategorien eingeteilt, die wie folgt definiert sind: Level 1Beizulegende Werte, die auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten bestimmt werden. Level 2Beizulegende Werte, die auf Basis von Parametern bestimmt werden, für die entweder direkte oder indirekt abgeleitete Preise auf einem Markt zur Verfügung stehen. Level 3Beizulegende Werte, die mithilfe von Parametern bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.
Das Management geht davon aus, dass für sämtliche dargestellte Finanzinstrumente aufgrund variabler Verzinsung oder kurzer Laufzeit der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht. 29. Konzerngesellschaften und Anteile an assoziierten Unternehmen29.1. Angabe zu KonzerngesellschaftenDie Angaben zu den Konzerngesellschaften erfolgen in Anlage A. Wesentliche Tochtergesellschaften sind nachfolgend aufgeführt.
* Die Shipping Holding Gruppe wurde im Juli 2020
veräußert.
29.2. Angabe zu assoziierten UnternehmenDie Angaben zu den assoziierten Unternehmen erfolgen in Anlage B. Die folgenden assoziierten Unternehmen wurden für die Gruppe als bedeutsam angesehen:
* Die Beteiligung wurde im Juli 2020
veräußert.
29.3. Abgang von aufgegebenen GeschäftsbereichenIm laufenden Geschäftsjahr wurden folgende Geschäftsbereiche als zur Veräußerung neu klassifiziert:
Der Abgang des Geschäftsbereiches hatte folgende Auswirkung auf den Konzern:
Das erwartete Ergebnis aus der Veräußerung wurde per 30.6.2020 durch eine Wertminderung der Vermögenswerte der Veräußerungsgruppe innerhalb des Ergebnisses aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von TEUR 10.749 berücksichtigt. Bilanz 30. Juni 2020Aktiva
Kapitalfluss:
29.4. Abgang von TochterunternehmenBis zum 30. Juni 2020 wurden nachfolgende Tochterunternehmen veräußert:
30. Ereignisse nach dem BilanzstichtagIm Frühjahr 2020 ist weltweit das Virus SARS-CoV-2 ausgebrochen. Dies führte zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die sich in deutlich negativen Wachstumsraten wichtiger Wirtschaftszonen wie China, den USA und dem Euro-Raum niedergeschlagen haben. Der weitere Ausblick auf das Wachstum der Weltwirtschaft ist weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. Auch die Gruppe war seit März 2020 davon spürbar betroffen. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung befinden sich seit Mitte Dezember 2020 weite Teile der Welt und auch Deutschland erneut in einem Lockdown. Daraus resultierende Handelshemmnisse und konjunkturelle Unsicherheiten sowie aufkommende Produktionsstopps bei wesentlichen Kunden der Gruppe können signifikante Auswirkungen auf die Auftragslage haben und damit zu Entwicklungsbeeinträchtigungen im Geschäftsjahr 2020/2021 führen. Darüber hinaus wurde das Binnenschifffahrtsgeschäft der Imperial Gruppe zum 31. Juli 2020 an die Häfen und Güterverkehr Köln AG verkauft. In der Gruppe sind insgesamt 22 indirekte Tochterunternehmen und Beteiligungen veräußert worden. Insgesamt ist aus dem Verkauf des Binnenschifffahrtsgeschäfts ein positives Ergebnis realisiert worden. Da die Allokation der einzelnen Kaufpreise und Transaktionskosten nicht abschießend erfolgt ist, sind die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die Gruppe nicht schlussendlich geklärt. Nach dem Verkauf des Binnenschiffahrtsgeschäfts in Europa ist im Imperial Konzern noch das Binnenschiffahrtsgeschäft in Südamerika verblieben. Im Herbst 2020 sind mit verschiedenen potentiellen Käufern für dieses Geschäft Gespräche geführt worden und im Dezember 2020 ist beschlossen worden, bis zum Ende des Geschäftsjahres einen Verkauf auch dieses Geschäft anzustreben. Der Imperial Logistics International Konzern ist Eigentümer der in Paraguay eingesetzten Flotte von 7 Schubbooten und 84 Schubleichtern und stellt diese im Rahmen von Leasingverträgen zur Verfügung. Es besteht die Möglichkeit, dass die Schiffe und die damit zusammenhängenden Leasingverträge aus strategischen Gründen als Teil des Gesamtverkaufs des Südamerikageschäfts zu einem geringeren Wert als Buchwert verkauft werden, auch wenn der value in use den aktuellen Wertansatz unterstützt. Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg Konzernabschluss zum 30. Juni 2020Nach Ablauf des Geschäftsjahres 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und hier zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten. 31. Erklärung zur Fortführung der UnternehmenstätigkeitGeschäftsentwicklungDer Verlust für das am 30. Juni 2020 endende Geschäftsjahr resultierte insbesondere aus einmaligen Ereignissen, vor allem aus den Auswirkungen von Covid-19 ab März 2020, aber auch aus der Wertminderung von Immobilien und immateriellen Vermögenswerten, Veräußerungen / Wertminderungen von Tochterunternehmen und den Transaktionskosten für die Veräußerung des europäischen Schifffahrtsgeschäfts. Vor diesen einmaligen Ereignissen war die Entwicklung der Ergebnisse zufriedenstellend und der Konzern verzeichnete bis Februar ein ordentliches Wachstum des operativen Ergebnisses von 11%, bevor die Covid-19-Pandemie zu Schließungen in ganz Europa führte. Es wird erwartet, dass sich die europäischen Volkswirtschaften von der Covid-19-Pandemie erholen und selbst die zweite Welle nicht die gleichen Auswirkungen haben wird wie ab März 2020. Die Wirtschaft und die Bevölkerung haben mehr Erfahrung mit der Situation, und obwohl nach wie vor ein hohes Maß an Unsicherheit besteht, besteht eine gute Chance, dass die nun zugelassenen Impfstoffe bereits im Geschäftsjahr 2020/2021 eine positive Wirkung entfalten werden. Diese Erwartung wird in den ersten Monaten des Geschäftsjahres dadurch gestützt, dass sich die Wirtschaft widerstandsfähiger als erwartet entwickelt und sich auch das Geschäft von Imperial besser entwickelt als geplant. Dies erlebt während der zweiten Welle und der auferlegten neuen Beschränkungen einen gewissen Rückschlag, jedoch erheblich weniger als im letzten Geschäftsjahr. In Bezug auf das Volumen wird sich die derzeit beobachtete wirtschaftliche Situation in Europa negativ auswirken. Es wird jedoch erwartet, dass sowohl der Umsatz als auch der Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen steigen werden, was auf neue Verträge und das Fehlen negativer Einmaleffekte zurückzuführen ist, die sich negativ auf die Ergebnisse 2019/2020 auswirkten. Die langfristige Strategie besteht darin, durch Akquisitionen, aber noch mehr durch eine bessere Verzahnung des bestehenden Dienstleistungsportfolios zu wachsen, um den Kunden umfassendere Dienstleistungen als heute anzubieten. Die Möglichkeiten einer verbesserten Koordination zwischen allen globalen Logistikunternehmen der Imperial Logistics International Gruppe werden voraussichtlich weiteres Cross-Selling-Potenzial bieten. Die neu gewonnenen Geschäfte im Zeitraum 2020/2021 stützen diese Erwartung. Die durch die Muttergesellschaft Imperial Logistics Ltd. am 23. Februar 2021 veröffentlichte Entscheidung, für das internationale Logistikgeschäft einen neuen Eigentümer zu finden, hat darauf keine Auswirkungen. Die Integration im Imperial Konzern ist relativ gering und das internationale Logistikgeschäft ist auch heute schon weitgehend autark. Zahlungsfähigkeit und LiquiditätZum 30. Juni 2020 weist die Konzernbilanz ein auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital von 246,2 Mio. Euro aus. Die zum Bilanzstichtag eingerichteten direkten Kreditaufnahmefazilitäten belaufen sich auf 23,0 Mio. Euro, wovon die nicht genutzte Kapazität 22,6 Mio. Euro betrug. Nach dem 30. Juni 2020 hat der Konzern den Verkauf seines europäischen Schifffahrtsgeschäfts abgeschlossen. Der Erlös von 116 Mio. Euro reduzierte die Nettoverschuldung und führte zu einer deutlichen Verbesserung des Verhältnisses von Nettoverschuldung zu EBITDA. Die Investitionen für das Geschäftsjahr 2021 werden auf wesentliche und gebundene Ausgaben begrenzt. Der Fokus für die unmittelbare Zukunft wird auf operativen Cashflows liegen, die durch ein striktes Working Capital Management unterstützt werden. Diese Maßnahmen stehen alle unter der Kontrolle des Managements und beeinträchtigen die Fähigkeit des Konzerns, die Kundenanforderungen zu erfüllen, nicht. Zudem führen sie zu mehr Liquidität und finanzieller Flexibilität. Strukturelle VeränderungenAufgrund der Covid-19-Pandemie waren keine wesentlichen strukturellen Änderungen des Geschäfts erforderlich. Der Verkauf des europäischen Schifffahrtsgeschäfts und die jüngsten Änderungen in der Geschäftsführung stehen im Einklang mit den langfristigen strategischen Zielen des Konzerns und stehen in keinem Zusammenhang mit der Pandemie. FazitAuf der Grundlage der obigen Gliederung halten es die Direktoren für angemessen, die Going-Concern-Basis bei der Aufstellung des Abschlusses zu verwenden.
Duisburg, den 5. März 2021 Imperial
Logistics International B.V.
Geschäftsführung Hakan Bicil Thomas Schulz Muazzez Anadolu Dindar ANNEX A
ANNEX B
* Das zugrunde liegende Geschäftsjahr
unterscheidet sich vom Geschäftsjahr von Imperial
Logistics International B.V. & Co. KG
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, DuisburgPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2020, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 8. März 2021 Deloitte
GmbH
Marion Lammers, Wirtschaftsprüferin Dieter Peppekus, Wirtschaftsprüfer Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG1. Grundlagen der GesellschaftDie Imperial Logistics International B.V. & Co. KG (im weiteren Verlauf auch "Gesellschaft" oder "Imperial") steht als Dienstleistungsgesellschaft ihren Beteiligungsunternehmen mit diversen Leistungen in den Bereichen Informationstechnologie, Rechnungswesen, Controlling, Recht, Steuern, Finanzierung und interner Beratung sowie mit der Erbringung anderer administrativer Tätigkeiten zur Verfügung. Als Holdinggesellschaft hält sie direkt und indirekt ein Portfolio von Beteiligungen an Unternehmen, die in den Bereichen Binnenschifffahrt, Spedition, Transport und Kontraktlogistik sowie weiteren Logistikdienstleistungen tätig sind. Die Beteiligungsunternehmen wurden den folgenden Geschäftsfeldern zugeordnet:
Ergänzend zu diesen Geschäftsfeldern werden in geringem Umfang innerhalb von Imperial weitere ergänzende Dienstleistungen erbracht, wie z.B. Versicherungsmaklerei und das Management externer Firmenwagenflotten. Ferner vertreibt die Gesellschaft im geringen Umfang auch Waren. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie nachfolgenden Angaben zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung basieren auf eigenen Beobachtungen und wurden den Monatsberichten Februar, Mai und August 2020 der Deutschen Bundesbank entnommen: Bereits zum Jahresende 2019 expandierte die Weltwirtschaft weniger dynamisch. Insbesondere in den Fortgeschrittenen Volkswirtschaften schwächte sich die Aufwärtsbewegung merklich ab. Dabei dürfte die Abkühlung der Investitionskonjunktur in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften maßgeblich für die gebremste Aufwärtsbewegung der globalen Konjunktur sein. Dagegen stellt sich die Situation in der Gruppe der Schwellenländer leicht günstiger dar. Infolge der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus und der weitreichenden Maßnahmen zur Eindämmung der Diffusion geriet die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2020 innerhalb weniger Wochen in eine tiefe Rezession. Verglichen mit der Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008/2009 verringerte sich die globale Wirtschaftsleistung deutlich stärker. Dabei fielen die Einbußen in Ländern besonders drastisch aus, deren Regierungen weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens verabschiedet hatten. Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen ab Ende April 2020 leiteten in vielen Ländern eine gewisse Normalisierung ein, da viele Menschen an ihre Arbeitsplätze sowohl in Schwellen- als auch Industrieländern zurückkehrten. Der Internationale Währungsfonds senkte im Juni 2020 seine Wachstumsprognosen für das laufende Jahr nochmals und erwartet eine Rückgang der globalen Wirtschaftsleistung um fast 5 %. Die langfristige Wachstumsrate des chinesischen Bruttoinlandsproduktes übertraf nach offiziellen Angaben im Schlussquartal des Jahres 2019 das Niveau der Vorjahresperiode um 6,0 %. Dabei dürfte vor allem die Industrie beigetragen haben. Stützende Impulse kamen dabei aus dem Fahrzeugbau, der seine Erzeugung nach einer längeren Abwärtsbewegung erstmals wieder ausweiten konnte. Die Exportwirtschaft blieb hingegen bis zuletzt ohne Schwung. Die Erlöse aus Warenexporten auf US-Dollar-Basis verharrten annährend auf dem Vorjahresniveau. Insbesondere waren das Ausführen in die USA um 13 % rückläufig, infolge des Handelskonfliktes. Nach offiziellen Schätzungen übertraf das chinesische reale Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2020 das korrespondierende Vorjahresniveau um 3,2 %, nach einem Minus von 6,8 % im Winter 2019/2020. Trotz der insgesamt relativ raschen Besserung ist die chinesische Wirtschaftsleistung weiterhin spürbar von einem Normalzustand entfernt. In einer Reihe von Sektoren, speziell bei den Dienstleistungen, blieben die Aktivitäten im zweiten Quartal 2020 gedrückt. Dagegen waren die Warenexporte im zweiten Quartal 2020 (auf US-Dollar-Basis) verglichen mit dem korrespondierenden Vorjahreszeitraum ähnlich groß. Im Euroraum nahm die reale Wirtschaftsleistung im letzten Vierteljahr 2019 nur mäßig zu. Nach Schätzungen von Eurostat erhöhte sich das saisonbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt um 0,1 % gegenüber Vorquartal. Der Vorjahresabstand verringerte sich auf 0,9 % und blieb damit deutlich hinter dem geschätzten Potenzialwachstum von 1,3 % zurück. Maßgeblich für das schwache Wachstum war ein weiterer Rückgang der Erzeugung im Verarbeitenden Gewerbe, trotz dynamischerem Exportgeschäft. Die Unternehmen bauten ihre Lagerbestände ab. Darüber hinaus beeinflusste die schwächelnde Industriekonjunktur die industrienahen Dienstleistungssektoren. Hingegen zeigten sich die konsumnahen Dienstleistungen nach wie vor recht robust. In der Länderbetrachtung ist die Wachstumsabschwächung im vierten Quartal 2019 im Euroraum vor allem auf Einbußen in Frankreich und Italien zurück zu führen. Der Großteil der übrigen Mitgliedsländer behielten ihr Expansionskurs im Wesentlichen bei. Das Wirtschaftswachstum im Euroraum musste infolge der Pandemie drastische Einbußen hinnehmen. Der Schnellschätzung von Eurostat zufolge sank das reale Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2020 um 12,1 % verglichen zum Vorquartal, in dem es bereits um 3,6 % rückläufig gewesen ist. Maßgeblich ist der Einbruch auf die ab März ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheitswelle verursacht. Durch die Abschwächung des Infektionsgeschehens und die Lockerung der Restriktionen erholte sich die Wirtschaftstätigkeit, wobei die Erholung bis zuletzt unvollständig blieb. Im Mai 2020 wurden schätzungsweise 87 % des Normalniveaus erreicht und im Juni ungefähr 93 %. Zudem erholte sich die Wirtschaftsleistungen im Sommer deutlich und erreichte annähernd 96 % des Vorkrisenstands. In Frankreich verringerte sich die Zuwachsrate des realen Bruttoinlandsproduktes im Schlussquartal 2019 um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal. Ursächlich hierfür waren Produktionsausfälle aufgrund von Streiks und Wartungsarbeiten in einer großen Raffinerie. Diese Ereignisse hinterließen auch in den Verwendungskomponenten des Bruttoinlandsproduktes ihre Spuren. So verringerten sich die Aufwendungen für Transportdienstleistungen kräftig. Im zweiten Vierteljahr 2020 verringerte sich das Wachstumspotential pandemiebedingt nach erster Schätzung um rund 14 %. Hier spielte eine Rolle, dass auch Tätigkeiten jenseits des Dienstleistungsbereichs zeitweilig stark eingeschränkt waren, so zum Beispiel in der Bauwirtschaft. Durch graduelle Aufhebung der Restriktionen erholte sich die Wirtschaft wieder. Nach Schätzungen der Banque de France belief sich der gesamtwirtschaftliche Rückstand zu einem Normalniveau im Juni 2020 noch auf 9 %, nach 27 % im April. Auch die Lage am Arbeitsmarkt besserte sich wieder etwas. Nach einer Schnellschätzung des italienischen statistischen Amtes sank die italienische gesamtwirtschaftliche Ausbringung um 0,3 % im Schlussquartal 2019, und dies obwohl die Warenexporte merklich zulegten. Dagegen erwies sich die Binnenwirtschaft als kraftlos. Angesichts der nur verhalten steigenden realen verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte, dürften die privaten Konsumausgaben bestenfalls leicht zugenommen haben. Ähnliches dürfte für die Investitionstätigkeit gelten, trotz der in der ersten Hälfte des vergangenen Jahres eingeführten Investitionsanreize. Trotz der frühzeitig besonders strikten pandemiebedingten Restriktionen war der gesamtwirtschaftliche Aktivitätsverlust in Italien mit 12,5 % sogar geringer als in Spanien und Frankreich. Durch die baldige Lockerung dieser Maßnahmen war zwar der unmittelbare Einschnitt tiefer, die Erholung fiel dann aber recht kräftig aus. Dies zeigt sich bei der Industrieproduktion, der Bauleistung, den Einzelhandelsumsätzen und auch beim Absatz von Kraftfahrzeugen. Darüber hinaus ging die Erwerbstätigkeit zurück, was jedoch durch die beschäftigungssichernden Maßnahmen der Regierung gebremst wurde. In Spanien verstärkte sich das Wirtschaftswachstum im vierten Quartal 2019 leicht auf 0,5 % im Vorquartalsvergleich. Wichtige Impulse kamen vom Export wohingegen die Investitionstätigkeit deutlich eingeschränkt wurde und der private Verbrauch stagnierte. In Polen ließ das Wirtschaftswachstum im letzten Quartal 2019 erheblich nach. Das reale Bruttoinlandsprodukt wuchs im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 0,2 %, nach einem Anstieg von 1,2 % im Vorquartal. Im Gesamtjahr stieg die Wirtschaftsleistung nach erster Schätzung um 4,0 % und verzeichnet damit einen spürbaren Rückgang verglichen mit der Vorjahresrate von 5,1 %. Während die Investitionen im Herbst etwas an Schwung verloren, wurde die Konjunktur nach wie vor vom privaten Verbrauch gestützt, der von einer guten Arbeitsmarktlage und gestiegenen Sozialleistungen profitierte. Die Anzahl der Erwerbslosen erhöhte sich zwar zuletzt wieder leicht, die Arbeitslosenquote blieb aber mit 3,2 % ausgesprochen niedrig. Die monatlichen Bruttolöhne stiegen im Herbst weiter kräftig um 6,9 % im Vorjahresvergleich an. Die frühzeitigen, strikten Maßnahmen in Polen führten zu einer Eindämmung der Pandemie. Diese Maßnahmen wirkten sich spürbar auf der Wirtschaftstätigkeit, die sich im zweiten Quartal 2020 um 8,9 % gegenüber dem Vorquartal verringerte. Damit kam der zuvor lebhafte Aufschwung, wie auch in den anderen mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländern 1 , zu einem abrupten Ende. Im Verlauf des zweiten Quartals 2020 wurden die Beschränkungen jedoch gelockert, und die gesamtwirtschaftliche Aktivität erholte sich spürbar. Das reale Bruttoinlandsprodukt legte in den mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsländern im Jahr 2019 um 3,6 % zu, nach einem Plus von 4,5 % im Jahr zuvor. Vor allem die Bruttoanlageinvestitionen nahmen, auch aufgrund des Zuflusses an EU-Fördermitteln, mit 8,4 % erheblich zu. In anderen Mitgliedsländern, wie den Niederlanden, Österreich und Belgien, setzte sich die moderate Expansion im vierten Quartal 2019 fort, während sich die Konjunktur in einigen östlichen Mitgliedsländern weiterhin schwungvoll zeigte. Hingegen schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt in Finnland. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie gab es ebenfalls sehr schwere Verluste des Wachstumspotentials in Belgien und Portugal. In Österreich verringerte sich das Bruttoinlandsprodukt in ähnlichem Ausmaß wie in Deutschland. In anderen Euro-Ländern fiel der Rückgang der Aktivität moderater aus, so zum Beispiel in den Niederlanden mit 8,5 % oder Finnland mit 3,2 %. Im Vereinigten Königreich geriet die gesamtwirtschaftliche Aufwärtsbewegung im Schlussquartal 2019 ins Stocken. Gemäß einer ersten Schätzung und nach Ausschaltung der üblichen saisonalen Einflüsse stagnierte das reale Bruttoinlandsprodukt auf dem Stand vom Sommer, in dem es noch spürbar zugenommen hatte. Ursächlich hierfür war die zeitweilige Sorge über einen ungeordneten Austritt aus der Europäischen Union, die insbesondere das Verarbeitende Gewerbe belastete. Aber auch im Dienstleistungssektor ließ die Dynamik nach. In keiner anderen Fortgeschrittenen Volkswirtschaft brach die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal 2020 so stark ein wie im Vereinigten Königreich. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank gemäß der ersten offiziellen Schätzung saisonbereinigt um 20,5 % gegenüber der Vorperiode. Dies lag sicherlich auch daran, dass einschneidende Maßnahmen, zu denen sich die Regierung im Vergleich zu anderen Ländern erst spät durchgerungen hatte, länger in Kraft waren. Vor dem Hintergrund von Ausgangsbeschränkungen sowie Geschäftsschließungen kam die wirtschaftliche Aktivität im Gastgewerbe praktisch zum Erliegen. Auch andere Dienstleistungen wie Kultur und Unterhaltung, Bildung und Gesundheit wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus ergaben sich im Bau und im Verarbeitenden Gewerbe scharfe Einbrüche. Die Lage am Arbeitsmarkt verschlechterte sich drastisch. Die Erwerbslosenquote blieb im zweiten Vierteljahr zwar unverändert bei 3,9 %; diese Zahl berücksichtigt aber nicht die fast 10 Millionen beurlaubten Arbeitnehmer, die staatliche Lohnfortzahlungen erhielten. Im Frühjahr 2020 ist weltweit das Virus SARS-CoV-2 ausgebrochen. Dies führte zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die sich zum Ende des Berichtsjahres in deutlich negativen Wachstumsraten wichtiger Wirtschaftszonen wie China, den USA und dem Euro-Raum niedergeschlagen haben. Und auch, wenn in den Sommermonaten eine Erholung zu verzeichnen war, führt die vor einigen Wochen eingesetzte sogenannte "zweite Welle" zu erheblicher Unsicherheit bezüglich des weiteren Wachstums der Weltwirtschaft in den nächsten Monaten. Für das Kalenderjahr 2020 geht die OECD von einem Rückgang des globalen Bruttoinlandsprodukts um 4,2 % aus 2 . Auch die ILI B.V. & Co. KG und ihre Tochterunternehmen waren seit März 2020 davon spürbar betroffen. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung befinden sich per Mitte Dezember 2020 weite Teile der Welt und auch Deutschland erneut in einem Lockdown. Daraus resultierende Handelshemmnisse und konjunkturelle Unsicherheiten sowie aufkommende Produktionsstopps bei wesentlichen Kunden der ILI B.V. & Co. KG und ihrer Tochterunternehmen können signifikante Auswirkungen auf die Auftragslage haben und damit zu Entwicklungsbeeinträchtigungen im Geschäftsjahr 2020/2021.
2 Vgl. OECD Economic Outlook December 2020 unter
https://www.oecd.org/economic-outlook/
Die deutsche Wirtschaft ist nach wie vor die wichtigste Volkswirtschaft für die Unternehmensgruppe der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG. Im vierten Quartal 2019 blieb die deutsche Wirtschaftsleistung insgesamt unverändert, wobei sich die konjunkturelle Zweiteilung fortsetzte. Nach wie vor kam Auftrieb von der Binnenwirtschaft. Trotz schwacher gesamtwirtschaftlicher Entwicklung blieb die Konsumfreude der Verbraucher durch günstige Arbeitsmarkt- und Einkommensaussichten aufrecht. Ein Ende des Baubooms zeichnete sich weiterhin nicht ab. In der exportorientierten Industrie hielt dagegen die Abwärtsbewegung an. Zuletzt mehrten sich Anzeichen dafür, dass mit Beginn des neuen Jahres eine Stabilisierung des Verarbeitende Gewerbes einsetzen könnte. Nach den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes legte das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2019 um 0,6 % zu (kalenderbereinigt ebenfalls 0,6 %). Insofern expandierte die gesamtwirtschaftliche Leistung im Vergleich zum Vorjahr (Zuwachs von 1,5 % im Vorjahr) erheblich schwächer. Die Coronavirus-Pandemie verursachte einen historischen Rückgang der Wirtschaftsleistung in Deutschland. Durch die von staatlichen Stellen, Unternehmen und Verbrauchern im In- und Ausland getroffenen Eindämmungsmaßnahmen ging die deutsche Wirtschaftsleistung im ersten und zweiten Quartal 2020 massiv zurück. Der beobachtete Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität war nicht nur im Hinblick auf seine Tiefe beispiellos, insbesondere erfolgte der Absturz aufgrund der ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie auch mit einer zuvor nicht beobachteten Geschwindigkeit, nachdem die Konjunktur noch bis in die erste Märzhälfte aufwärtsgerichtet gewesen war. Die Pandemie beeinträchtigte die wirtschaftlichen Tätigkeiten auf breiter Front und die deutschen Warenexporte schrumpften im ersten Quartal 2020 stark. Gemäß der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes sank das reale Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um 2,2 %. Dieser außergewöhnlich starke Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im ersten Quartal ist umso bemerkenswerter, als die Wirtschaftsleistung in den ersten beiden Monaten des Winterquartals wohl noch auf breiter Basis expandiert hatte. Da die eingeführten Eindämmungsmaßnahmen im April 2020 weitgehend fortbestanden hatten, war die gesamtwirtschaftliche Leistung im zweiten Quartal 2020 noch erheblich niedriger als im ersten Quartal insgesamt. Der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamtes zufolge verringerte sich das reale Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem bereits erheblich gedrückten Vorquartal saison- und kalenderbereinigt um gut ein Zehntel (-10,1 %). In der Industrie ging die Produktion im April 2020 gegenüber dem bereits beträchtlich gedrückten März nochmals drastisch zurück. Bereits zum Ende des 2. Quartals setzte nach ersten Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen die wirtschaftliche Erholung ein, sodass im 3. Quartal 2020 das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem 2. Quartal um 8,2 % gesteigert werden konnte. Zum gleichen Vorjahreszeitraum blieb aber preis- und kalenderbereinigt immer noch ein Rückgang um 4,3 % 3 . Für das gesamte Jahr 2020 ist die aktuellste Schätzung die des ifo Institutes (16.12.2020), die von einem Rückgang um 5,1 % ausgeht 4 . Die gleiche Untersuchung erwartet unter der Voraussetzung, dass die seit November geltenden Infektionsschutzmaßnahmen bis März 2021 in Kraft bleiben und danach allmählich gelockert werden, dass das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 4,2 % in 2021 wächst. Nachfolgende Einschätzungen sind aus dem Kommentar des ifo Instituts im ifo-BVL-Logistik Indikator Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im zweiten Quartal 2020 entnommen: Das Geschäftsklima der deutschen Logistikwirtschaft hat sich stark eingetrübt. Dabei lag der Indikator mit 79,4 Punkten zwar wieder spürbar über dem Vormonat (72,9), jedoch markierte der Wert im April 2020 ein historisches Tief für die im Jahr 2005 startende Zeitreihe. Im Mai verbesserten sich die Geschäftserwartungen und spiegeln so die allmähliche Lockerung der strikten Beschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie. Allerdings lagen die Geschäftserwartungen mit einem Indikatorwert von 81,7 nach wie vor weit im negativen Bereich. Den dritten Monat in Folge wurde die derzeitige Geschäftslage erneut ungünstiger eingestuft. Lediglich auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise ab 2008 stellte sich die Situation - wenn auch nur marginal - weniger günstig dar. Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Logistikdienstleistern zu beobachten: Das Geschäftsklima verbesserte sich aufgrund der weniger skeptischen Geschäftsperspektiven etwas, wobei der Indikatorwert mit 74,5 Punkten auf einem sehr niedrigen Niveau lag. Die aktuelle Geschäftssituation fiel nochmals ungünstiger aus und markierte den niedrigsten Wert in der für den Zeitraum ab 2005 vorliegenden Zeitreihe. Die Umfrageergebnisse zeichnen im Bereich der Logistikanwender aus Handel und Industrie ein nahezu analoges Bild. Der Geschäftsklimaindikator verschlechterter sich in den Monaten März und April 2020 massiv. Aufgrund des sinkenden Pessimismus mit Blick auf die Entwicklungen in den kommenden sechs Monaten verbesserte sich das Geschäftsklima im Mai wieder - dies allerdings weit im negativen Bereich. Die Geschäftssituation verschlechterte sich auch in diesem Bereich weiter.
3 Pressemitteilung Destatis Nr. 432 v.
30.10.2020
2.2. Geschäftsverlauf und Ertragslage der GesellschaftZur Steuerung der Gesellschaft werden der Umsatz und der Operating Profit (Ergebnis vor Steuern und vor Erträgen und Aufwendungen aus Beteiligungsergebnissen, Gewinnabführungsverträgen, Zinsen und ähnlichen Erträgen, und Abschreibungen auf Anteilen) als finanzieller Leistungsindikator herangezogen. Zudem wird der Personalaufwand betrachtet, da er der wesentliche Einflussfaktor auf den Operating Profit ist. Als nicht-finanzieller Leistungsindikator werden die CO 2 Emissionen aus Flugreisen, Gebäudeverbräuchen und der Pkw-Flotte herangezogen. Für die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, die ihre Erträge neben den Umsätzen aus konzerninternen Dienstleistungen im Wesentlichen aus Dividendenerträgen und Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen bezieht, wird darüber hinaus der Jahresüberschuss als wesentliche Steuerungsgröße verwendet.
Im Vergleich zum Vorjahr sind die Umsatzerlöse um 9,5 % auf TEUR 35.472 gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf eine erhöhte Weiterbelastung im Rahmen des IT-Projekts "Next Generation Infrastructure" im GJ 2018/2019 zurückzuführen (ca. TEUR 1.500). Die Weiterbelastung der Kosten für die Messe in München führte ebenfalls zu einer erhöhten Weiterbelastung im GJ 2018/2019. Die beiden genannten Sachverhalte sind nicht im GJ 2019/2020 angefallen. Der Operating Profit als Kernergebnisgröße des Konzerns ist erwartungsgemäß negativ, weil die mit der Holdingfunktion verbundenen und gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Aufwendungen den Tochtergesellschaften nicht vollständig in Rechnung gestellt werden können. In diesem wie auch im letzten Jahr konnte diese Unterdeckung auch nicht durch die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und Dividenden gedeckt werden. Der Operating Profit hat sich verglichen zum Vorjahr um 39,6 % verringert und liegt weit hinter den Erwartungen. Dies ist weitestgehend auf Verluste aus dem Abgang von Anteilen an verbundenen Unternehmen von TEUR 9.560 zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.363 auf TEUR 6.830 gestiegen. Dieses ist vor allem auf Weiterbelastungen von entstandenen Kosten für den geplanten Verkauf des Geschäftsfelds Shipping zurückzuführen, während einmalige Entschädigungszahlungen im Vorjahr sich erwartungsgemäß nicht wiederholt haben. Insgesamt sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen mit TEUR 6.110 (Vorjahr: TEUR 6.426) weitgehend unverändert. Der zu verzeichnende Rückgang ist durch eine Änderung des Abrechnungsprozesses für geleaste Drucker verursacht. Die Personalaufwendungen sind verglichen mit dem Vorjahr um 32,9 % auf TEUR 17.722 gesunken (Vorjahr: TEUR 26.415). Maßgeblich lässt sich die Verringerung der Personalaufwendungen auf ein Programm zur Reduzierung des Personalbestands in der Gesellschaft, welches im vorigen Wirtschaftsjahr zu höheren Personalkosten geführt hat, zurückführen. Dieses Programm beinhaltet Angebote zur Altersteilzeit oder zum freiwilligen Ausscheiden aus der Gesellschaft. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind mit TEUR 39.109 um 50,2 % gestiegen. Im Wesentlichen lässt sich dies die Verluste aus dem Abgang von Anteilen an verbundenen Unternehmen (TEUR 9.560) und auf deutlich erhöhte Beratungskosten (+TEUR 7.697) zurückführen, die unter anderem im Zusammenhang mit dem im Folgejahr umgesetzten Verkauf des Geschäftsfelds Shipping entstanden sind. Ein Teil dieser Kosten wird weiterbelastet an andere Konzerngesellschaften. Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträgen stammen weitestgehend aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Imperial Chemical Logistics GmbH, Duisburg. Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens enthalten die Zinserträge aus langfristig an Konzerngesellschaften ausgereichten Darlehen und sind von TEUR 1.350 im Vorjahr auf TEUR 1.558 gestiegen. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind von TEUR 2.684 auf TEUR 2.628 gesunken. Zugleich ist ein Rückgang der sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge um TEUR 822 auf TEUR 5.306 zu verzeichnen. Ursächlich für die Reduzierung des Nettozinsergebnisses aus kurzfristigen Darlehen auf TEUR 2.677 (Vorjahr: TEUR 3.444) ist die Ende Juni 2019 erfolgte Reduzierung eines an die Imperial Mobility Finance B.V., Druten, Niederlande gewährten kurzfristigen Kredits von TEUR 174.000 auf TEUR 124.000 Im Wirtschaftsjahr 2019/2020 wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an der Palletways Deutschland GmbH, Ratingen, in Höhe von TEUR 104 und an der Imperial Chemical Logistics GmbH, Duisburg, in Höhe von TEUR 18.618 vorgenommen Die Wertberichtigungen wurden aufgrund der prognostizierten Ertragskraft der Gesellschaften vorgenommen. Im Fall der Imperial Chemical Logistics GmbH ist dies auch im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäftsfeldes Shipping zu sehen, das Gesellschaften enthält, die von der Imperial Chemical Logistics GmbH gehalten wurden. Aufwendungen aus Verlustübernahmen (TEUR 26.632) resultieren im Wesentlichen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Palletways Deutschland GmbH, Ratingen, und der Beteiligung an der Imperial Transport GmbH (indirekt über die Imperial Automotive Logistics GmbH und die Imperial Logistics International Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg). Die hohen Verlustübernahmen sind neben der schwierigen wirtschaftlichen Lage aufgrund der Covid-19-Pandemie zum Teil auch durch die Bildung von Drohverlustrückstellungen in den Gesellschaften begründet, die damit die potentiellen Ergebnisbelastungen der Zukunft vorwegnehmen. Insgesamt ist im Berichtsjahr ein Jahresfehlbetrag von TEUR 63.471 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR 14.701) zu verzeichnen. Dabei ist der Anstieg des Jahresfehlbetrags maßgeblich durch Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen, erhöhte sonstige betriebliche Aufwendungen sowie höhere Aufwendungen aus Verlustübernahmen verursacht. Die Emissionen der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG im Bereich Gebäude und Dienstreisen (Flugreisen und Dienst-PKW) haben sich zum letzten Geschäftsjahr deutlich verändert. Flugreisen haben mit -42 % gegenüber dem Vorjahr den größten Rückgang zu verzeichnen. Dies ist auf das Aussetzen von Flugreisen im Rahmen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Für die Emissionen aus Gebäuden (Strom und Gas) ist ein Rückgang von -27 % zu verzeichnen. Dies resultiert aus der effizienteren Nutzung von Büroflächen zum einen und zum anderen aus der verstärkten Nutzung von Homeoffice in der Verwaltung. Da die Dienst-PKW auch privat genutzt werden dürfen, sind hier keine besonderen Veränderungen zu verzeichnen (Anstieg von 1 %). 2.3. Vermögens- und Finanzlage der GesellschaftDie Bilanzsumme ist von TEUR 575.715 auf TEUR 553.009 gesunken. Auf der Aktivseite spiegelt dies im Wesentlichen den Abgang und die Wertberichtigung von bestimmten Anteilen an verbundenen Unternehmen im Rahmen einer konzerninternen Umstrukturierung um TEUR -37.335 auf TEUR 290.677 wider. Weiterhin sind die Sachanlagen und die immateriellen Vermögenswerte durch Abschreibungen und geringere Investitionen um TEUR 2.529 zurückgegangen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind dagegen um TEUR 16.729 angestiegen. Bei den Passiva ist das Eigenkapital bedingt durch die Verrechnung des Verlustes mit den Festkapitalkonten um TEUR 63.471 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind durch eine Entnahme um TEUR 1.137 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Banken sind mit TEUR -2.195 vollständig zurückgeführt worden und die Guthaben bei Banken leicht um TEUR 322 erhöht worden. Dagegen ist eine Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 28.416 zu verzeichnen. Diese Erhöhung lässt sich maßgeblich auf erhöhte Verlustübernahmen zurückführen. Der Anstieg sonstiger Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 14.376 wurde durch Stundungen der Umsatzsteuerzahlungen bedingt durch die Corona-Pandemie verursacht. Als Folge der geschilderten Änderungen der Bilanzstruktur hat sich die Eigenkapitalquote auf 54,5 % reduziert (Vorjahr: 63,4 %).
* Langfristiges Fremdkapital =
Pensionsrückstellung + Jubiläumsrückstellung
Die laufenden Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.336 (Vorjahr: TEUR 1.060). Insgesamt sind die immateriellen Vermögenswerte um TEUR 1.527 auf TEUR 1.115 gesunken, verursacht durch außerordentliche Abschreibungen auf Software in Höhe von TEUR 1.454. Die Anlagenintensität hat sich auf 60,9 % verringert (Vorjahr: 65,9 %). Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anlagendeckung auf 80,5 % gesunken, so dass das Anlagevermögen weiterhin zum überwiegenden Teil mit langfristigem Kapital (Eigen- und Fremdkapital) finanziert ist. Die Nettofinanzschulden haben sich von TEUR 9.594 auf TEUR 17.723 erhöht. Der Anstieg ist auf die Verluste des Geschäftsjahres zurückzuführen, die allerdings zu einem nicht unerheblichen Teil nicht liquiditätswirksam waren, sondern durch Bewertung entstanden sind. Die Rückstellungen sind gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 10.314 nahezu unverändert (Vorjahr: TEUR 10.298). Die Pensionsrückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 3.153 nahezu unverändert (Vorjahr: TEUR 3.037). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf TEUR 160.169 (Vorjahr: TEUR 131.753) angestiegen. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem Anstieg der Verlustübernahmen aus Gewinnabführungsverträgen. Für die Sicherstellung der kurzfristigen Finanzierung stehen sowohl der Gesellschaft als auch anderen Konzerngesellschaften Liquide Mittel durch eingeräumte Banklinien zur Verfügung. Das Unternehmen verfügt über ausreichend Liquidität (eigene und im Zugriff über den Konzernverbund), um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 2.4. FinanzierungDie Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und ihre Tochtergesellschaften sind in die Konzernfinanzierung des Imperial Konzerns in Europa eingebunden. Die Konzernfinanzierung wird über die Schwestergesellschaft Imperial Mobility Finance BV, Druten, Niederlande sichergestellt, die über eine derzeit bis Oktober 2021 terminierte Kreditlinie mit einem Bankenkonsortium verfügt. Diese Kreditlinie ist durch die Konzernmuttergesellschaft Imperial Logistics Ltd. (früher Imperial Holdings Ltd.), Südafrika, garantiert. Die Imperial Logistics International BV & Co. KG haftet nicht für diese Kreditlinie. Die vereinbarten Covenants für diese Kreditlinie, die sich auf die Konzernbilanz des Mutterkonzerns Imperial Logistics Ltd., Südafrika, beziehen, werden halbjährig überprüft. Unabhängig von dieser Finanzierung verfügt die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG über eigene Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 19,5, mit einer aktuellen Inanspruchnahme (zum Zeitpunkt des Berichts) von Mio. EUR 1,0. Insofern verbleibt eine Kreditlinie von Mio. EUR 18,5 zur Sicherstellung der Liquidität. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über Bareinlagen bei Banken in Höhe von Mio. EUR 3,4. Neben diesen klassischen Finanzierungsmöglichkeiten verfügen einzelne Tochtergesellschaften über eine Factoringvereinbarung, die es erlaubt bis zu Mio. EUR 70,0 an qualifizierten Forderungen an den Factor im Rahmen eines True Sales zu verkaufen. Zum Bilanzstichtag ist dieses Volumen mit Mio. EUR 44,2 genutzt. Zum Bilanzstichtag und auch zum Aufstellungsdatum haben wir im Rahmen des Cash Pools und einer Kreditvereinbarung mit der Imperial Mobility Finance BV eine Forderung gegenüber der Imperial Mobility Finance BV, die jederzeit innerhalb von längstens 5 Tagen eingefordert werden kann. Derzeit beträgt die Forderung Mio. EUR 248,3. Dieser stehen Verbindlichkeiten einer Tochtergesellschaft gegenüber der Imperial Mobility Finance BV in Höhe von Mio. EUR 102,8 gegenüber, die auf Anforderung der Imperial Mobility Finance B.V. ausgeglichen werden müssen. Unter Einbeziehung der Cash Pool Strukturen beträgt die Netto-Forderung gegenüber der Imperial Mobility Finance BV demnach Mio. EUR 145,5. Der Liquiditätsbedarf der Imperial Logistics International BV & Co.KG und ihrer Tochtergesellschaften für die nächsten 12 Monate ab Bilanzstichtag wird bei ca. Mio. EUR 17 gesehen. Dies ist im Wesentlichen durch die Erwartung eines wieder stark steigenden Working Capitals auf das Niveau vor dem Einsetzen der Pandemie im März 2020 geprägt. Sollte die wirtschaftliche Erholung aufgrund der aktuellen zweiten Pandemiewelle mit deutlich höheren Infektionsraten geringer ausfallen, wird zwar der Cash Flow aus dem operativen Ergebnis geringer ausfallen, aber auch der Anstieg des Working Capitals voraussichtlich geringer ausfallen, so dass nicht von einem deutlich steigenden Anstieg des Liquiditätsbedarfs auszugehen ist. In den 12 Monaten ab Aufstellungsdatum wird der Liquiditätsbedarf geringer sein, weil für das folgende Geschäftsjahr nach Normalisierung des Working Capitals und Verbesserung des operativen Cash Flows wieder mit einem positiven Liquiditätszufluss geplant wird. Nach unserer Auffassung kann der geplante Liquiditätsbedarf durch Ausnutzung der vorhandenen Liquidität und die Inanspruchnahme eigener Kreditlinien gedeckt werden. Zudem wäre eine Fälligstellung der Forderung gegenüber der Imperial Mobility Finance B.V. bis spätestens 31. Oktober 2021 als weitere Option möglich. 2.5. MitarbeiterMit durchschnittlich 235 Mitarbeitern ist die Gesamtzahl der Beschäftigten zum Bilanzstichtag des Berichtsjahres im Vergleich zum Vorjahr um 43 Mitarbeiter gesunken. 2.6. Qualität und UmweltschutzUm den permanent steigenden Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, sind alle Dienstleistungsbereiche in das konzernweite Qualitätsmanagementsystem einbezogen. Zudem sind auch die Bereiche Umweltschutz, Energiemanagement und Arbeitsschutzmanagement in dieses konzernweite, zertifizierte integrierte Managementsystem enthalten. 2.7. Forschung und EntwicklungAls Dienstleistungsunternehmen in der Logistikbranche bedarf es für die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG keiner vergleichbar umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen zur Erfüllung ihres Geschäftszweckes wie für ein produzierendes Industrieunternehmen. Dennoch ist es für den Erfolg im Markt und beim Kunden erforderlich, ständig die logistischen Prozesse und Dienstleistungen zu optimieren oder an die Markt- und Kundenanforderungen anzupassen oder neue Prozesse und Dienstleistungen zu entwickeln. Auch im abgelaufenen Jahr wurden Prozesse und Leistungen optimiert. 2.8. Chancen- und RisikoberichtDie Imperial Gruppe (Imperial Logistics International B.V. & Co. KG sowie direkte und indirekte Tochtergesellschaften) verfügt über eine Reihe von Überwachungs- und Kontrollinstrumenten, wie insbesondere Controlling, Revision und ein Regelungssystem interner Kontrollen, die in einem IKS-Handbuch festgelegt sind. Diese unterstützen in Verbindung mit Einzelmaßnahmen die Geschäftsführung dabei, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und wirksame Gegenmaßnahmen rechtzeitig ergreifen zu können. Konzernweit besteht ein umfassendes System zur Risikofrüherkennung der südafrikanischen Konzernmutter Imperial Logistics Limited, Bedfordiview/Südafrika, das die Risikoidentifikation, -analyse, -kommunikation und -überwachung für alle relevanten Risiken sicherstellt. Die inventarisierten Risiken unterliegen permanenter Beobachtung und Kontrolle über ein periodisches sowie ein Ad-hoc-Meldesystem. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG sowie direkte und indirekte Tochtergesellschaften sind als Logistikdienstleister den typischen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Dazu gehören insbesondere konjunkturell bedingte Nachfragerückgänge. Aufgrund der engen Lieferverflechtungen der Automobilindustrie mit der Stahlindustrie führen konjunkturell bedingte Nachfragerückgänge in der Automobilindustrie möglicherweise auch zu Rückgängen in der Stahlindustrie. Beide Branchen sind wichtige Kundenindustrien für Imperial. Konjunkturell bedingte Nachfragerückgänge in der Chemieindustrie können Auswirkungen auf das Chemielagergeschäft haben. Da das Lagergeschäft zu einem erheblichen Anteil von Agrochemikalien geprägt wird, ist ein solcher Zusammenhang allerdings nicht zwangsläufig. Mögliche Risiken resultieren ferner grundsätzlich aus der potentiellen Abhängigkeit von Großkunden sowie aus der permanenten Weiterentwicklung und Optimierung logistischer Prozesse. Die Imperial Gruppe hat deshalb zur Minderung dieser Risiken eine aktive Diversifikationsstrategie hinsichtlich der Kundenstruktur sowie der logistischen Kernaktivitäten eingeleitet. Die Imperial Gruppe erzielt mit keinem einzelnen Kunden mehr als 20 % ihrer Umsatzerlöse. Vor diesem Hintergrund wird das Risiko insgesamt als gering eingestuft. Die von den Unternehmen der Imperial Gruppe offerierten Dienstleistungen werden durch intelligente IT-Systeme unterstützt, die permanenter Aktualisierung und Anpassung an die aktuellen Kundenanforderungen unterliegen. Das Risiko zyklischer Preisabhängigkeit wird durch den weiteren Ausbau des logistischen Servicegeschäfts verringert. Ein weiteres Risiko stellt der Ausfall von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dar. Um dieses Risiko zu minimieren, werden die Kunden einer Bonitätsprüfung unterzogen und es wird ein aktives Debitorenmanagement betrieben. Um das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln so gering wie möglich zu halten, wird Liquidität ausschließlich bei Banken guter Bonität angelegt sowie Wert daraufgelegt, dass die Einlagen dem Einlagensicherungsschutz unterliegen. Beim Konzern liegt keine signifikante Konzentration von Ausfallrisiken vor, da die Risiken über eine große Zahl von Vertragsparteien und Kunden verteilt sind. Voraussichtlich uneinbringliche Forderungen sind wertberichtigt, Ausleihungen an Fremde sind zum Teil durch Eintragung von Schiffshypotheken sowie langfristige Beschäftigungsverträge abgesichert. Vor diesem Hintergrund wird dieses Risiko insgesamt als gering bewertet. Das Liquiditätsrisiko wird durch die Zentralfunktion "Group Treasury" der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG in Zusammenarbeit mit den Treasuryfunktionen der Imperial Mobility Finance BV, Druten, Niederlande gesteuert. Bereits existierende freie Kreditlinien stehen zur Vermeidung von Liquiditätsrisiken zur Verfügung. Zur Liquiditätsplanung und -steuerung existiert ein Cash-Pooling-System. Zinsänderungsrisiken sind eingeschränkt, da die Gesellschaft im Rahmen des Cash-Pools in etwa gleicher Höhe variabel verzinsliche Forderungen und Verbindlichkeiten unterhält. Im Konzernverbund werden externe Finanzierungen durch die Imperial Mobility Finance BV derzeit zu mindestens 50 % mit Zinsswaps abgesichert. Obwohl die einzelnen Tochtergesellschaften ihre Aktivitäten im Wesentlichen in ihrer funktionalen Währung abwickeln, unterliegen einige Gesellschaften Fremdwährungsrisiken aus Finanzierungsleasingverhältnissen und aus Lieferungen, bei denen ein Ausgleich in einer von der funktionalen Währung der Gesellschaft abweichenden Währung vereinbart wurde. Diese Risiken werden überwacht und soweit erforderlich durch Sicherungsgeschäfte im Wesentlichen abgesichert. Vor diesem Hintergrund stufen wir das Währungsrisiko ebenfalls als gering ein. Die rechtlichen und regulatorischen Anforderungen und Standards in Deutschland und anderen Standorten der Imperial Gruppe sind nach wie vor strikt. Aufgrund unserer internationalen Geschäftsaktivitäten und Prozesse unterliegt die Imperial Gruppe unterschiedlichen, oftmals miteinander in Konflikt stehenden Gesetzen, Richtlinien, Standards oder Anforderungen; damit zusammenhängende rechtliche und steuerliche Risiken werden durch Zentralfunktionen überwacht. Die hieraus resultierenden Risiken vor allem für die Tochtergesellschaften können indirekt auch die Geschäftsaktivitäten sowie Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen. Hierzu zählen insbesondere:
Zur Minimierung derartiger Risiken beauftragt die Imperial Gruppe regelmäßig externe Sachverständige, um die eigene Risikoeinschätzung mit einer unabhängigen und neutralen Einschätzung abzugleichen. Ferner findet konzernweit ein regelmäßiger Austausch zu solchen Themen im Rahmen von Financial & Risk Review Committee Meetings statt. Aus der Gesamtbewertung der Risikosituation in der Imperial Gruppe kann gefolgert werden, dass die Risiken begrenzt und überschaubar sind und den Fortbestand der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften nicht gefährden. Risiken mit erheblicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind ebenfalls aktuell nicht zu erkennen. Chancen bestehen im Wesentlichen darin, an bestehenden Standorten der Tochtergesellschaften durch Volumensteigerungen bei unterproportionalem Kostenwachstum die Profitabilität zu erhöhen oder im Spotmarkt von kurzfristigen Nachfrageüberhängen zu profitieren. Eine weitere Chance sieht die Geschäftsführung darin, schneller als erwartet organisch zu wachsen und durch die kontinuierliche Erhöhung der Dienstleistungsqualität zusätzliche Geschäfte und Ertragspotenziale zu erschließen. Auswirkung der Corona-Pandemie auf die Risikosituation der Gesellschaft und ihrer TochtergesellschaftenDie Corona-Pandemie kann Auswirkungen auf die Risikosituation und damit auch auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben. Zur Überwachung möglicher Risiken ist ein Krisenstab eingerichtet, der gruppenweit die coronabedingten Entwicklungen überwacht und mögliche Maßnahmen zur Gegensteuerung und deren Umsetzung auch auf Basis von Szenarioanalysen und Stresstests einleitet. Aufgrund der ab März 2020 durch die Bundesregierung beschlossenen vielfältigen und weitreichenden Unterstützungsmaßnahmen der deutschen Wirtschaft sind keine Anzeichen für Liquiditätsprobleme unserer Kunden erkennbar. Das Ergebnis der Gesellschaft wird durch Umsatzrückgänge der Beteiligungsgesellschaften beeinträchtigt, die nicht durch entsprechende Kostenreduktionen aufgefangen werden können. Hinzu kommt in einzelnen Gesellschaften pandemiebedingt ein erhöhter Krankenstand des Personals. Die größten Kostenpositionen sind Einstandskosten von Subunternehmern und Personalkosten inklusive Leiharbeitnehmern. Insofern verfügt die Geschäftsführung über einen großen Gestaltungsspielraum zur Optimierung der Kostenstruktur. Die im Dezember 2020 von der Bundesregierung und Ministerpräsidenten der Länder beschlossenen bis zum 10.01.2021 befristeten kontaktbeschränkenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen werden zu einem gewissen Rückschlag auch bei der Imperial Gruppe führen. Jedoch wird davon ausgegangen, dass die jüngst beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht die gleichen einschneidenden Auswirkungen haben werden wie im Frühjahr 2020. Diese Einschätzung ist zunächst damit zu begründen, dass die Dynamik der Geschäftstätigkeit der Imperial Gruppe, unabhängig von der Covid-Pandemie, traditionell um Weihnachten urlaubs- bzw. feiertagsbedingt abflacht, so dass befristete Maßnahmen zwar einen negativen aber überschaubaren Effekt haben werden. Ferner verfügen sowohl die Wirtschaft als auch die Bevölkerung über mehr Erfahrung im Umgang mit kontaktbeschränkenden Maßnahmen, so dass die negativen Effekte aller Voraussicht nach besser abgefedert werden können. Zudem bestehen große Chancen, dass im Laufe des Geschäftsjahres ein wirkungsvoller Impfstoff entwickelt wird, so dass die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt und damit auch die Geschäftslage der Imperial Gruppe in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres voraussichtlich nicht negativ ausfallen wird. Diese Erwartungshaltung wird ebenfalls durch die Entwicklungen der ersten Monate des Geschäftsjahres 2021 gestützt, in denen sich die Wirtschaft widerstandsfähiger als erwartet gezeigt hat und auch das Geschäft der Imperial Gruppe sich besser entwickelt hat als budgetiert. 2.9. AusblickEs wird erwartet, dass sich die europäischen Volkswirtschaften von der Covid-19-Pandemie erholen werden und eine zweite Welle nicht die gleichen Auswirkungen haben wird wie im Frühjahr 2020. Insofern wird erwartet, dass sowohl der Umsatz als auch der Jahresüberschuss aus (fortgeführten) Geschäftsbereichen steigen werden, was auf neue Verträge und das Fehlen von Einmaleffekten zurückzuführen sein wird, die sich negativ auf die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2020 auswirkt haben. Neben dem organischen Wachstum prüft der Konzern auch mögliche Expansionsmöglichkeiten durch Akquisitionen. Gleichzeitig überprüft das Management ständig die strategische Passform der bestehenden Unternehmen und ist bereit, das Beteiligungsportfolio zu optimieren um die langfristige Strategie fokussiert zu verfolgen. Die Möglichkeiten einer verbesserten Koordination zwischen allen globalen Logistikunternehmen der Imperial Gruppe werden voraussichtlich weiteres Cross-Selling-Potenzial bieten. Die bisherige Entwicklung der Geschäftslage im Kalenderjahr 2020 stützen diese Erwartung, obwohl die ersten Monate durch die Corona Pandemie noch negativ beeinflusst waren. Im 1. Halbjahr des folgenden Geschäftsjahres 2021/2022 ist von einer weiteren Verbesserung gegenüber dem 1. Halbjahr 2020/2021 aufgrund des Wegfalls des Corona-Effekts auszugehen. Auf Basis des abgeschlossenen Verkaufs des Geschäftsfeldes Binnenschifffahrt zum 31.07.2020 und der Kostenentwicklung aus dem Konzern, geht die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020/2021 von einer Reduktion der Umsatzerlöse um 6,2 Mio. EUR aus. Für den Operating Profit wird ein Rückgang in ähnlicher Höhe erwartet. Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren werden sich auf dem Niveau des Vorjahres bewegen, bzw. im Bereich der CO 2 Emissionen bei Flugreisen wahrscheinlich weiter sinken, da das Reiseaufkommen weiterhin erheblich niedriger ist als vor dem Beginn der Pandemie. Im Einzelnen erwarten wir für die wesentlichen Beteiligungsgesellschaften, die direkt oder indirekt über die Imperial Logistics International Beteiligungsgesellschaft mbH mit einem Ergebnisabführungsvertrag an die Gesellschaft angebunden sind, die folgenden Einflüsse:
Die Prognosen der einzelnen Tochtergesellschaften beinhalten noch einen negativen Effekt aus der Corona-Pandemie, allerdings erheblich geringer als im Berichtsjahr, da mit mehr Vorbereitungszeit auch besseren Gegensteuerungsmöglichkeiten bestehen. Die Pandemie hat auf der Umsatzseite Einfluss auf die Nachfrage durch die Kundschaft und die Wachstumsmöglichkeiten bei Neugeschäft. Auf der Kostenseite kann es zu höherem Personalaufwand kommen durch krankheitsbedingte Leiharbeiterkosten und Überstunden. Außerdem kann es zu Effizienzverlusten kommen, um Vorsichtsmaßnahmen zur Infektionsvermeidung umzusetzen. Für das gesamte Geschäftsjahr 2020/21 ist für die Imperial Gruppe eine negative Ergebnisauswirkung im niedrigen einstelligen Mio. EUR Bereich unterstellt worden. In den ersten Monaten des Folgejahres waren die negativen Einflüsse allerdings geringer als erwartet. Die indirekte Tochtergesellschaft Imperial Transport GmbH befindet sich in einer nachhaltigen Verlustsituation. Über die Kette der Ergebnisabführungsverträge werden diese Verluste von der Organträgerin Imperial Logistics International B.V. & Co. KG ausgeglichen. Um die Ergebnissituation der Imperial Transport GmbH nachhaltig zu verbessern, wurden Maßnahmen ergriffen - so wurde u.a. ein verlustbringender Großauftrag mit einem Automobilkunden gekündigt und operative Verbesserungen umgesetzt, sodass nachhaltige Ergebnisverbesserungen erwartet werden. Es wird angenommen, dass sich die Veräußerung des Binnenschifffahrtsgeschäfts negativ auf das Finanzergebnis aufgrund nicht mehr durchgeführter Ergebnisabführungen von Gesellschaften aus diesem Geschäftsbereich auswirken wird und die Kosten nicht in gleichem Maße abgebaut werden können. Es besteht deshalb die strategische Zielsetzung sowohl organisch als auch akquisitorisch wieder auf das Niveau vor dem Verkauf der Binnenschifffahrtsaktivitäten und darüber hinaus zu wachsen. Auf mittlere Sicht sollte damit auch die Zielsetzung wieder erreichbar sein, nachhaltig und profitabel zu wachsen und weitere Verbesserungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu erreichen. Das laufende Geschäftsjahr 2020/2021 verlief bisher weitgehend entsprechend den Erwartungen.
Duisburg, den 21. Dezember 2020 Imperial Logistics International B.V. & Co. KG Die Geschäftsführung der Komplementärin Hakan Bicil Muazzez Anadolu Dindar Thomas Schulz Bilanz zum 30. Juni 2020Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020I. Allgemeine AngabenDie Imperial Logistics International B.V. & Co. KG (im weiteren Verlauf auch ILI B.V. & Co. KG oder "Gesellschaft"), Duisburg, ist nach § 290 Abs. 1 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss aufzustellen. Dieser wird beim Bundesanzeiger unter der Nummer HR A 9990 hinterlegt. Die Gesellschaft wird am Amtsgericht Duisburg unter der Handelsregisternummer HR A 9990 geführt. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, wird in den Konzernabschluss der Imperial Holdings Limited, Bedfordview/Südafrika, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Jahres- und der Konzernabschluss wurden am Sitz der Gesellschaft in Bedfordview/Südafrika unter der Registernummer 1946/021048/06 offengelegt und können dort, im Südafrikanischen Amtsblatt oder auf der offiziellen Webseite des Konzerns (http://www.imperial.co.za) eingesehen werden. Sie wird in den Konzernabschluss der Imperial Mobility International B.V., Druten/Niederlande, (kleinster Kreis) einbezogen. Dieser ist unter der Registernummer 11063295 im öffentlichen Amtsblatt offengelegt. Der Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens zugrunde gelegt. Gemäß § 264c HGB werden die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern gesondert ausgewiesen. Im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018/19 wurde eine Entnahme der Gesellschafter in Höhe von TEUR 48.863 als Minderung des Festkapitals erfasst. Dementsprechend wurde das Eigenkapital der Gesellschaft in dieser Höhe zu niedrig ausgewiesen. In entsprechender Höhe wurden Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zu hoch ausgewiesen. Im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018/19 wurde zudem der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 14.701 als Minderung der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bzw. Belastung auf dem Gesellschafterkonto erfasst. In dieser Höhe wurde das Eigenkapital der Gesellschaft zu hoch und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zu niedrig ausgewiesen. Im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019/20 wurden diese beiden Ausweisfehler des Vorjahresabschlusses durch entsprechende Anpassung der Vorjahresausweise korrigiert. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zu Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die wirtschaftlichen Nutzungsdauern betragen drei bis acht Jahre. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten- und Herstellungskosten angesetzt und planmäßig über die wirtschaftlichen Nutzungsdauern von drei bis zehn Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter, das sind Gegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00, werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. In analoger Anwendung der steuerlichen Regelung des § 6 Abs. 2a EStG werden Gegenstände mit Anschaffungskosten von EUR 150,01 bis einschließlich EUR 1.000,00 zu einem Sammelposten (Pool) zusammengefasst, der in jedem Geschäftsjahr zu jeweils 20 % abgeschrieben wird. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei nicht dauernder Wertminderung werden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt, erkennbare Risiken sind durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt; dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten aktiviert. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das Haftkapital entspricht dem Kapitalkonto 1 und das Festkapital entspricht dem Kapitalkonto 2, welche durch den Kommanditgesellschaftsvertrag bestimmt werden. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie alle ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Berechnung der Pensionsrückstellung erfolgte nach der projizierten Einmalbeitragsmethode. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre von 2,53 % angesetzt (im Vorjahr: 2,95 %). Für künftige Gehaltssteigerungen wurden unverändert 2,0 % p.a. und als Rentendynamik wie im Vorjahr 1,75 % p.a. sowie als biometrische Rechnungsgrundlage die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Es wurde ferner eine unternehmensindividuell ermittelte durchschnittliche Fluktuation von 2,55 % p.a. verwendet. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag von TEUR 465 (Vorjahr TEUR 501). Bei der Bewertung des Erfüllungsbetrages der sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine Kostensteigerung von 2 % p.a. berücksichtigt. Diese Rückstellungen werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Der Zinssatz der sonstigen Rückstellungen beträgt bei der Rückstellung für Altersteilzeit 1,04 % und bei der Jubiläumsrückstellung 1,04 %. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Von dem Wahlrecht zum Ansatz des aktiven latenten Steuerüberhangs aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Geschäftsjahr ergab sich wie im Vorjahr ein Überhang aktiver latenter Steuern, der nicht angesetzt wurde. Dienstleistungen werden nach Erbringung, Zinsen und ähnliche Erträge werden zeitproportional erfasst. Erträge aus Anlagenabgängen werden zum Zeitpunkt des Abgangs eines Vermögenswertes, als Differenz zwischen Veräußerungserlös und Buchwert, erfolgswirksam erfasst. III. Erläuterungen zur Bilanz (Wertangaben in TEUR)(1) AnlagevermögenAufgrund unwirtschaftlicher Performance wurden im Geschäftsjahr 2019/2020 die Software Soloplan/Carlo, P2P und Chem Template mit TEUR 1.454 außerplanmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2019/2020 außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an der Palletways Deutschland GmbH, Ratingen, in Höhe von TEUR 104 und an der Imperial Chemical Logistics GmbH, Duisburg, in Höhe von TEUR 18.618 vorgenommen (Vorjahr: TEUR 0). Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Einzelnen im Anlagengitter, das als Anlage 1 zu diesem Anhang beigefügt ist, dargestellt. Die Anteilsliste zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen ist ebenfalls als gesonderte Anlage 2 beigefügt. (2) VorräteUnter den Vorräten werden Ersatzteile mit TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 33) ausgewiesen. (3) Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 1.933 (Vorjahr: TEUR 10.714) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 194.842 (Vorjahr: TEUR 173.020) konzerninterne Finanzierungsvorgänge und mit TEUR 5.328 (Vorjahr: TEUR 992) sonstige Forderungen. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. (4) Liquide MittelDie liquiden Mittel umfassen Bankguthaben. (5) Aktive RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet hauptsächlich vorausbezahlte Aufwendungen für Wartungsverträge, Lizenzgebühren, Versicherungen und Urlaubsgeld. (6) EigenkapitalDas Kommanditkapital in Höhe von EUR 301.280.158,86 wird zu 0,1 % von der Imperial Mobility Germany Administration GmbH, Duisburg, zu 8,5 % von der Imperial Mobility Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, und zu 91,4 % von der Imperial Mobility International B.V., Druten/Niederlande, gehalten. Aufgrund angefallener Verluste hat sich das Kommanditkapital im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 63.471 verringert. (7) PensionsrückstellungenDer Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung beträgt TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 103). Darüber hinaus wird der reguläre Zuführungsbetrag in Höhe von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 194) zu den Pensionsrückstellungen im Personalaufwand ausgewiesen. (8) Sonstige RückstellungenUnter den sonstigen Rückstellungen werden im Wesentlichen Rückstellungen für Beratungskosten sowie Rückstellungen aus dem Personalbereich ausgewiesen. Innerhalb der sonstigen Rückstellungen sind TEUR 1.063 (Vorjahr: TEUR 3.359) langfristig. Die übrigen Rückstellungen sind wie im Vorjahr kurzfristig. (9) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen mit TEUR 58.475 (Vorjahr: TEUR 59.612) Verbindlichkeiten aus der Erfassung der Vorjahresgewinne auf den Gesellschafterverrechnungskonten der Imperial Mobility Germany Administration GmbH, Duisburg, der Imperial Mobility Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, und der Imperial Mobility International B.V., Druten/Niederlande. Entnahmen wurden in Abzug gebracht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 160.169 (Vorjahr: TEUR 131.753) betreffen im Wesentlichen mit TEUR 129.016 (Vorjahr: TEUR 124.744) Verbindlichkeiten aus konzerninternen Finanzierungsvorgängen im Zusammenhang mit dem Cash-Pooling, mit TEUR 22.336 (Vorjahr: TEUR 2.949) Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Ergebnisabführungsverträgen. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen mit TEUR 19.426 (Vorjahr: TEUR 4.863) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 589 (Vorjahr: TEUR 776) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig und unbesichert. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung (Wertangaben in EUR)(1) UmsatzerlöseUmsatzerlöse werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung bewertet und stellen die Beträge dar, die für Güter und Dienstleistungen im normalen Geschäftsablauf zu erhalten sind. Davon sind Rabatte, Umsatzsteuern und andere im Zusammenhang mit dem Verkauf stehende Steuern abzusetzen. Bei Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB ergeben sich Umsatzerlöse wie folgt:
(2) Sonstige betriebliche ErträgeUnter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden mit TEUR 5.677 Erträge für weiterbelastete Kosten erfasst, die im Zusammenhang mit der geplanten Veräußerung des Geschäftsbereichs Shipping entstanden sind. Zudem sind mit TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 1.700) Entschädigungen Dritter und mit TEUR 977 (Vorjahr: TEUR 855) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen erfasst. Die Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung betragen TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 178). (3) Sonstige betriebliche AufwendungenUnter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind überwiegend Mieten, Pachten, Standleitungskosten, Beratungskosten, Instandhaltungsaufwendungen, Energiekosten, Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen sowie Kosten für Aushilfskräfte und Kostenumlagen erfasst. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist maßgeblich auf die Übertragung von 10,1 % der Anteile an der Imperial Chemical Logistics GmbH, Duisburg, und 0,1 % der Anteile an der Imperial Logistics International Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg, auf die Imperial Holdings International Coöperatief U.A., Druten/ Niederlande, (Effekt: TEUR 9.560) sowie auf erhöhte Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit dem Verkauf des Binnenschifffahrtsgeschäftsbereichs (TEUR 6.831) zurückzuführen, die entsprechend weiterbelastet wurden. Die Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung betragen TEUR 60 (Vorjahr: TEUR 307). Darüber hinaus wurden im Geschäftsjahr 2019/2020 außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an der Palletways Deutschland GmbH, Ratingen, in Höhe von TEUR 104 und an der Imperial Chemical Logistics GmbH, Duisburg, in Höhe von TEUR 18.618 vorgenommen (Vorjahr: TEUR 0). (4) ZinsergebnisIm Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 98 (Vorjahr: TEUR 103) sowie aus der Aufzinsung von Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 9) enthalten. V. Sonstige Pflichtangaben(1) Mitarbeiter:Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 235 Angestellte (Vorjahr: 278) beschäftigt, es gibt keine Arbeiter. Ohne Berücksichtigung der Auszubildenden und Geschäftsführer beträgt die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 212 (Vorjahr: 258). (2) Persönlich haftender Gesellschafter:Die persönlich haftende Gesellschafterin Imperial Logistics International B.V., Druten, Niederlande, mit einem gezeichneten Kapital von TEUR 18, ist als geschäftsführende Gesellschafterin nicht am Kapital beteiligt. Die Komplementärin erhält eine Haftungsvergütung in Höhe von EUR 10.000. (3) Geschäftsführung:Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin Imperial Logistics International B.V., Druten, Niederlande. Diese wird zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung vertreten durch
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde entsprechend § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. (4) Prüfungshonorar:Es wird auf die Angabe und Aufschlüsselung des durch den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorars verzichtet und insofern auf die entsprechenden Angaben im Konzernabschluss der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, verwiesen, in den das Unternehmen einbezogen ist. (5) Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse:Die Gesellschaft hat am 21. Februar 2017 mit der Palletways Deutschland GmbH, Ratingen, einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Mindestlaufzeit bis 30. Juni 2022. Die Geschäftsführung erwartet bis Ablauf des Vertrags nicht mehr Verluste als Mio. EUR 1,6. Die indirekte Tochtergesellschaft Imperial Transport GmbH befindet sich aktuell in einer Verlustsituation, wobei die Verluste über eine Kette an Ergebnisabführungsverträgen bei der Gesellschaft gebündelt werden. Zur nachhaltigen Verbesserung der Ergebnissituation haben die gesetzlichen Vertrete diverse Maßnahmen (z.B. Kündigung eines verlustbringenden Dienstleistungsvertrags mit einem Großkunden) ergriffen. Darüber hinaus bestehen am Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften in Höhe von Mio. EUR 2,6 (Vorjahr: Mio. EUR 2,0). Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Beurteilung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse, der vorgenommenen Initiierung von Steuerungsmaßnahmen und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG derzeit davon aus, dass die den Bürgschaften zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG schätzt daher das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. (6) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag:Nach Ablauf des Geschäftsjahres 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020 sind folgende Ereignisse eingetreten: Im Frühjahr 2020 ist weltweit das Virus SARS-CoV-2 ausgebrochen. Dies führte zu schwerwiegenden Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die sich in deutlich negativen Wachstumsraten wichtiger Wirtschaftszonen wie China, den USA und dem Euro-Raum niedergeschlagen haben. Der weitere Ausblick auf das Wachstum der Weltwirtschaft ist weiterhin von hoher Unsicherheit geprägt. Auch die ILI B.V. & Co. KG und ihre Tochterunternehmen waren seit März 2020 davon spürbar betroffen. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung befinden sich per Mitte Dezember 2020 weite Teile der Welt und auch Deutschland erneut in einem Lockdown. Daraus resultierende Handelshemmnisse und konjunkturelle Unsicherheiten sowie aufkommende Produktionsstopps bei wesentlichen Kunden der ILI B.V. & Co. KG und ihrer Tochterunternehmen können signifikante Auswirkungen auf die Auftragslage haben und damit zu Entwicklungsbeeinträchtigungen im Geschäftsjahr 2020/2021 führen. Darüber hinaus wurde das Binnenschifffahrtsgeschäft der Imperial Gruppe zum 31. Juli 2020 an die Häfen und Güterverkehr Köln AG verkauft. Auf Ebene der ILI B.V. & Co. KG sind insgesamt 22 indirekte Tochterunternehmen und Beteiligungen veräußert worden. Insgesamt ist aus dem Verkauf des Binnenschifffahrtsgeschäfts ein positives Ergebnis realisiert worden. Da die Allokation der einzelnen Kaufpreise und Transaktionskosten nicht abschießend erfolgt ist, sind die hieraus resultierenden Auswirkungen auf die ILI B.V. & Co. KG und Tochtergesellschaften nicht schlussendlich geklärt.
Duisburg, den 21. Dezember 2020 Imperial Logistics International B.V. & Co. KG Die Geschäftsführung der Komplementärin Hakan Bicil Muazzez Anadolu Dindar Thomas Schulz Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2019/2020
Anteilsbesitz der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg - Stand 30. Juni 2020 -
(*) = Es besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, DuisburgPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2019 bis zum 30. Juni 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 23. Dezember 2020 Deloitte
GmbH
Marion Lammers, Wirtschaftsprüferin Dieter Peppekus, Wirtschaftsprüfer GesellschafterbeschlussDie unterzeichneten alleinig stimmberechtigten Gesellschafter der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG, Duisburg (nachfolgend auch die "Gesellschaft") nämlich: Imperial Mobility International B.V., Druten (NL), Imperial Mobility Germany Administration GmbH, Duisburg sowie Imperial Mobility Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH, Duisburg beschließen hiermit unter Verzicht auf die Einhaltung aller durch Gesetz oder Gesellschaftsvertrag vorgeschriebenen Einberufungsförmlichkeiten und -fristen einer ordentlichen Gesellschafterversammlung einstimmig Folgendes: 1. Der von der Komplementärin am 21.12.2020 aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft für das am 30.06.2020 abgeschlossene Geschäftsjahr 2019/2020 der eine Bilanzsumme in Höhe von 553.009.026,61 Euro ausweist, schließt nach Saldierung des Jahresfehlbetrages in Höhe von insgesamt 63.470.719,33 Euro mit den Verrechnungskonten ohne Ergebnis ab. 2. Der Jahresabschluss wird hiermit genehmigt und ist damit festgestellt. 3. Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2020/2021 wird die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, bestellt. 4. Die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wird gleichzeitig auch zum Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020/2021 bestellt.
Druten (NL), den 17.03.2021 Imperial Mobility International B.V. Schulz O'Neill
Duisburg, den 17.03.2021 Imperial Mobility Germany Administration Gmbh Kortus ppa. Stenkamp
Imperial Mobility Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH Kortus ppa. Stenkamp |
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