Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH

Hilpertstraße 6, 64295 Darmstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 6415
Eingetragen
27.3.1996
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Ist der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin der Firma J. Donges & Wiest GmbH & Co. KG.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Darmstadt
26.000 €
57.14%
Darmstadt
19.500 €
42.86%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH

Darmstadt

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht

A. Geschäftsmodell des Konzerns

Die Wiest Autohäuser sind in der Branche Kraftfahrzeughandel und Kraftfahrzeugreparaturen mit den Marken Volkswagen-PKW und Volkswagen-Nutzfahrzeuge, Audi, Porsche, KODA sowie Seat und Cupra tätig.

Standorte sind Darmstadt und Bensheim, wobei in Bensheim bei der Autohaus Wiest GmbH die Marken VW-PKW und Audi mit einem Händler- und Servicevertrag und die Marke KODA mit einem Servicevertrag ausgestattet sind. Die Wiest Sportwagen GmbH ist als Porsche Zentrum Darmstadt Teil des deutschen Porsche Händlernetzes, die Wiest Automobile GmbH vertritt als eigenständige GmbH die Marke KODA in Darmstadt und die Autohaus J. Wiest & Söhne Gesellschaft mit beschränkter Haftung repräsentiert die Marken VW-PKW, VW-Nutzfahrzeuge und Audi in einer Gesellschaft am Standort Darmstadt. Als Dachgesellschaft fungiert die J. Donges & Wiest GmbH & Co. KG mit Sitz in Darmstadt sowie die Mutterkapitalgesellschaft Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH.

Im Geschäftsjahr 2017 wurde eine strategische Partnerschaft mit dem in Groß-Umstadt angesiedelten VW-Autohaus Schütz begründet. Die Wiest-Gruppe beteiligte sich mit jeweils 1/3 an der Auto Schütz GmbH und der Schütz Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG.

Im Geschäftsjahr 2018 wurde eine weitere strategische Partnerschaft begründet. Die Wiest-Gruppe beteiligte sich mit 51 % an der Rauch Partner der Wiest Autohäuser GmbH in Lampertheim, die über einen eigenständigen VW PKW Handelsvertrag, sowie über Serviceverträge für die Marken VW PKW, Audi, Seat und Cupra verfügt.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Der Russland-Ukraine-Konflikt hat zu einer erhöhten Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft geführt und große Teile der westlichen Staatengemeinschaft dazu veranlasst, Russland mit Sanktionen zu belegen. Diese umfassen unter anderem ein weitreichendes Handelsembargo sowie den teilweisen Ausschluss Russlands vom globalen Finanzmarkt. Russland selbst hat in seiner Rolle als Energie-Exporteur Gaslieferungen nach Europa eingeschränkt. Die daraus resultierende Verknappung des Angebots führte insbesondere in 2022 zu steigenden Preisen an den Energie- und Rohstoffmärkten, die infolge der schwächer werdenden globalen Wirtschaftsdynamik im Berichtsjahr 2023 zwar rückläufig waren, aber zum Teil weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau liegen. Zudem birgt unter anderem die Lohnentwicklung an den überhitzten Arbeitsmärkten die Gefahr einer anhaltend hohen Inflation.

Nach dem Einbruch der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 und der einsetzenden Erholung aufgrund von Basis- und Nachholeffekten in 2021 und der trotz des Russland-Ukraine-Konflikts weiteren Normalisierung der ökonomischen Aktivität in 2022 verzeichnete die Weltwirtschaft im Jahr 2023 insgesamt ein positives Wachstum. Die abnehmende Dynamik gegenüber dem Vorjahr war hauptsächlich auf ein schwächeres Wachstum bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zurückzuführen, während die Veränderungsrate bei der Gruppe der Schwellenländer insgesamt etwas zunahm. Auf nationaler Ebene war die Entwicklung einerseits davon abhängig, inwieweit der erhöhten Inflation von den Notenbanken mit einer restriktiven Geldpolitik, im Wesentlichen durch steigende Zinsen und Abbau der Anleihebestände, entgegengewirkt werden musste und so den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit negativ beeinflusste. Andererseits war entscheidend, wie stark die Volkswirtschaften von den Folgen des Russland-Ukraine-Konflikts betroffen waren. Die Preise für Energie- und viele sonstige Rohstoffe waren gegenüber dem Vorjahr rückläufig, die Engpässe von Vorprodukten und Rohstoffen haben sich etwas entspannt.

Deutschlands Wirtschaftsleistung registrierte im Berichtsjahr in Bezug auf das reale Bruttoinlandsprodukt mit 0,2 (Vorjahr: +1,9) % eine negative Wachstumsrate. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Durchschnitt an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten in 2022 historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem im Jahresdurchschnitt, blieben aber verhältnismäßig hoch.

Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen wurden neben fiskalpolitischen Maßnahmen wesentlich durch die konjunkturelle Situation beeinflusst, was im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer uneinheitlichen Absatzentwicklung in den Märkten beigetragen hat. Während die reale Kaufkraft vielerorts sank und Fahrzeugpreise auf hohem Niveau verharrten, konnten durch die gestiegene Fahrzeugverfügbarkeit weltweit Auftragsbestände auf hohem Niveau reduziert werden. Zu den fiskalpolitischen Maßnahmen zählten Steuersenkungen oder -erhöhungen, das Einführen, Auslaufen und Anpassen von Förderprogrammen und Kaufprämien sowie Importzölle. Nichttarifäre Handelshemmnisse zum Schutz der jeweiligen heimischen Automobilindustrie erschwerten darüber hinaus den Austausch von Fahrzeugen, Teilen und Komponenten.

Im Geschäftsjahr 2023 lag die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland mit 2,84 Mio. Einheiten (EH) (+7,3 %) über dem schwachen Niveau des Vorjahres. 67,1 % (+12,4 %) der Neuwagen wurden gewerblich und 32,8 % (-1,9 %) privat zugelassen. Die deutschen Marken verzeichneten im Jahr 2023 überwiegend gestiegene Neuzulassungszahlen. Smart verzeichnete mit +42,9 % das stärkste Plus und einen Marktanteil von 0,6 %. Ebenfalls zweistellig waren die Zugewinne bei MAN (+26,1 %/Marktanteil: 0,1 %), Audi (+15,7 %/ Marktanteil: 8,7 %), Mini (+14,4 %/ Marktanteil: 1,6 %), Mercedes (+13,7 %/ Marktanteil: 9,8 %), Porsche (+12,0 %/ Marktanteil: 1,2 %) und BMW (+11,2 %/ Marktanteil: 8,2 %). VW (+7,9 %/ Marktanteil:18,2 %) und Opel (+0,2 %/ Marktanteil: 5,1 %) erreichten einstellige Zulassungssteigerungen. Mit einem Marktanteil von 18,2 % war VW in 2023 weiterhin anteilsstärkste deutsche Marke.

Die Importmarken wurden in der Jahresbilanz von Skoda (+17,1 %) mit einem Marktanteil von 5,9 % angeführt, gefolgt von Seat (+18,8 %) mit 4,7 % Marktanteil. Der Anteil benzinbetriebener Pkw (978.660 EH/+13,3 %) lag mit 34,4 % über dem Vorjahresniveau (32,6 %); der Anteil dieselbetriebener Pkw (486.581 EH/+3,0 %) wies in der Jahresbilanz 17,1 % (Vorjahr: 17,8 %) aus.

Bei den alternativen Antriebsarten vielen die Jahresergebnisse unterschiedlich aus. 840.304 EH hybridangetriebene Fahrzeuge (+1,6 %) erreichten einen Anteil von 29,5 %, darunter befanden sich 175.724 EH Plug-in-Hybride (-51,5 %) mit einem Anteil von 6,2 %. 524.219 EH Elektro-Pkw (BEV) wiesen mit einem Anteil von 18,4 % eine Steigerung von +11,4 % auf. Der Durchschnittspreis eines fabrikneuen Pkws stieg in diesem Markt um +4,3 % an.

6,03 Mio. Pkw wechselten im Laufe des Jahres die Halterin beziehungsweise den Halter. Dies entspricht einer Steigerung bei den Gebrauchtwagenbesitzumschreibungen gegenüber dem Vorjahr von +6,9 %. Der Durchschnittspreis eines gebrauchten Pkws sank gegenüber dem Vorjahr um -1,0 %.

Trotz schwierigen Rahmenbedingungen ist der Umsatz im Kraftfahrzeuggewerbe im Jahr 2023 um 11,9 % gestiegen und hat damit erstmals die 200-Milliarden-Grenze geknackt. Das lag beim Fahrzeugverkauf an höheren Stückzahlen, verbunden mit gestiegenen Preisen. In den Werkstätten war die Auslastung hoch, und insbesondere die Reparaturkosten haben angezogen. Der Umsatzsprung von +17,7 % auf rund 33,8 Mrd. Euro im Geschäftsfeld Service und Reparatur hat mehrere Gründe. Der Fahrzeugbestand ist weiter angewachsen. Die Autofahrer ließen mehr Wartungen als im Vorjahr durchführen, und das bei gestiegenen Kosten pro Wartung (+8,5 %) und auch pro Unfallreparatur (+15,3 %).

Die Anzahl der Betriebe im Kfz-Gewerbe ist im vergangenen Jahr laut Statistik des ZDK mit 36.170 (-0,7 %) gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant geblieben. Die Anzahl der Beschäftigten ging auf 430.000 zurück, das sind -0,9 % bzw. 4.000 weniger als im Jahr 2022.

B. Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Trotz des anhaltenden Russland-Ukraine-Konfliktes und der daraus resultierenden Einschnitte auf der Nachfrage- und Angebotsseite verzeichnete die Wiest-Gruppe im Jahr 2023 ein Umsatzwachstum.

Bei den Neuwagenauslieferungen (inklusive Vorführwagen) betrug die Steigerung über die Marken VW Pkw, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Porsche und Skoda hinweg im Geschäftsjahr gegenüber 2022 30,5 % (Geschäftsjahr: 3.290 EH; VJ: 2.522 EH). Wesentlicher Treiber der Steigerung waren dabei die Marken Audi, VW PKW und Skoda mit einem Plus der Reheinfolge nach von 28,4% (Geschäftsjahr: 824 EH; VJ: 642 EH), 38,2 % (Geschäftsjahr: 1.390 EH; VJ: 1.006 EH) und 43,0 % (Geschäftsjahr: 615 EH; VJ: 430 EH), wohingegen das Plus bei der Marke VW NFZ nur bei 7,4 % (Geschäftsjahr: 233 EH; VJ: 217 EH) und bei der Marke Porsche bei 0,4 % (Geschäftsjahr: 228 EH; VJ: 227 EH) lag.

Ähnlich des Bundestrends bei den Besitzumschreibungen lag die Steigerung der Gebrauchtwagenauslieferungen bei 8,3 % (Geschäftsjahr: 2.537 EH; VJ: 2.343 EH).

Die Leistung des After-Sales lag mit einem Rückgang an verkauften Stunden von -1,1 % (Geschäftsjahr: 108,1 T Std.; VJ: 109,3 T Std) indes geringfügig unter dem Vorjahr.

Unsere Prognose aus dem Vorjahresbericht hat sich damit weitgehend erfüllt, lediglich bei den verkauften Stunden konnten die Prognosedaten nicht ganz erfüllt werden.

Ertragslage

Der Umsatz des Konzerns ist um 12,2 % auf 193,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr (172,7 Mio. €) gestiegen. Bei gestiegener Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlöse, zzgl. Bestandsveränderungen) in Höhe von 77,3 % (Vorjahr: 76,5 %) ist das Rohergebnis um 7,6 % auf 44,7 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 41,5 Mio. €).

Das Geschäftsjahr 2023 schloss insgesamt mit einem positiven Jahresergebnis nach Steuern in Höhe von 2.829,7 T€ (Vorjahr: 3.568,7 T€). Die Ergebnisverringerung erklärt sich aus folgenden spezifischen Entwicklungen:

Insbesondere der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr von 23,7 Mio. € auf 25,0 Mio. € und damit um 5,5 % erhöht. Grund hierfür war in erster Linie eine Tariferhöhung zum 1.2.2023 sowie die Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie.

Die Abschreibungen erhöhten sich um 10,6 % auf 2,60 Mio. € (Vorjahr: 2,35 Mio. €).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 2,1 Mio. € auf 11,9 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 9,7 Mio. €).

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr mit -1,0 Mio. € (Vorjahr: -0,5 Mio. €) verschlechtert.

Der Ertragssteueraufwand liegt mit 1,3 Mio. € um 0,2 Mio. € unter dem Vorjahr (1,5 Mio. €). Die Steuerquote (Ertragssteueraufwand im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern liegt bei 30,9 % (Vorjahr: 29,6 %).

Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf 19,1 Mio. € (Vorjahr: 16,6 Mio. €). Die Eigenkapitalquote liegt bei gestiegener Bilanzsumme bei 24,9 % (Vorjahr: 25,1 %).

Insgesamt verfügt der Konzern über langfristig (Restlaufzeit >1 Jahr) zur Verfügung gestelltes Kapital in Höhe von 35,8 Mio. € (Vorjahr: 33,7 Mio. €). Dies entspricht 46,7 % (Vorjahr: 51,0 %) des Gesamtkapitals.

Das Fremdkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreswert von 49,5 Mio. € auf 57,6 Mio. €.

Investitionen

Investitionen wurden im Bereich der beweglichen Wirtschaftsgüter, jedoch ohne Fahrzeuge, in einem Volumen von 2.253,3 T€ (Vorjahr: 274,1 T€) getätigt. Ein wesentlicher Teil der Investitionen betrifft die Neugestaltung des Porschezentrums in Darmstadt.

Liquidität

Die Liquidität ist durch eine solide Finanzierung bei verschiedenen Bankinstituten sichergestellt. Ein Teil der Darlehensvaluta wird für die Finanzierung des Neuwagen-Bestandes bei der Bank eines Automobilherstellers beansprucht. Der Kontokorrentrahmen wird durch zwei regional vertretene Banken in Anspruch genommen. Es bestehen umfangreiche Kreditlinien, die im Berichtsjahr nicht vollumfänglich in Anspruch genommen wurden.

Die Cashflows des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

2023
T€
2022
T€
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 805,2 -3.372,6
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.179,9 -254,9
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.266,8 -2.189,1
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -2.641,5 -5.816,6

Die Bestände an Miet- und Vorführwagen werden im Jahresabschluss im Anlagevermögen geführt. In der Darstellung der Cashflows werden die Investitionen in neue Miet- und Vorführwagen sowie die Verkäufe von Miet- und Vorführwagen im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erfasst.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich von 66,1 Mio. € auf 76,7 Mio. €.

Eine Gruppe der wesentlichen Vermögenswerte der Wiest Autohäuser besteht aus Grundstücken und deren aufstehenden Betriebsgebäuden in der Hilpertstraße und der Riedstraße in Darmstadt, sowie dem in Bensheim in der Robert-Bosch-Straße gelegenen Betriebsgrundstück nebst Gebäuden.

Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Grundstück auf dem ehemaligen Nathan-Hale-Depot gekauft, welches seit 2017 innerhalb der Wiest-Gruppe genutzt wird.

Die Bestände der Vorführwagen und Mietfahrzeuge, welche unter dem Posten der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung ausgewiesen sind, erhöhten sich auf 8,2 Mio. € (Vorjahr: 6,9 Mio. €).

Das Vorratsvermögen erhöhte sich auf 34,1 Mio. € (Vorjahr: 26,4 Mio. €).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich auf 12,2 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €).

Die liquiden Mittel betrugen zum Bilanzstichtag 3,0 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Ergebnisstruktur stellt sich in Kennzahlen wie folgt dar:

Kennzahlendefinition 2023 2022
Konzernjahresüberschuss 2.829,7 T€ 3.568,7 T€
Eigenkapital 19.140,2 T€ 16.609,3 T€
Eigenkapitalrentabilität in % 14,8 % 21,5 %
Konzernjahresüberschuss 2.829,7 T€ 3.568,7 T€
Gesamtkapital 76.737,1 T€ 66.125,1 T€
Gesamtkapitalrentabilität in % 3,7 % 5,7 %
Konzernjahresüberschuss 2.829,7 T€ 3.568,7 T€
Umsatzerlöse 193.798,6 T€ 172.476,1 T€
Umsatzrendite in 1,5 % 2,1 %
Konzernjahresüberschuss 2.829,7 T€ 3.568,7 T€
+ Zinsaufwendungen 1.065,0 T€ 526,5 T€
- Zinserträge -58,4 T€ -5,4 T€
- Beteiligungsergebnis -14,7 T€ -13,4 T€
- Erträge aus anderen Wertpapieren -0,4 T€ -0,3 T€
- Ertrag aus assoz. Unt. -15,3 T€ -32,8 T€
+ Ertragsteuern 1.264,6 T€ 1.497,6 T€
EBIT 5.070,5 T€ 5.540,9 T€

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Kundenbelange

Die Geschäftsleitung stellt hohe Ansprüche an die Kundenpflege und strebt danach, die Begeisterung der Kunden für die Produktwelten der Marken Volkswagen, AUDI, Porsche und KODA zu erhalten und zu fördern. Die Kundenzufriedenheit steht dabei an oberster Stelle der Unternehmensstrategie. Für die langfristige Kundenbindung ist der persönliche Kontakt unverzichtbar. Konstruktive Kritik ist für die Geschäftsleitung eine Chance, unsere Dienstleistungen und Prozesse immer weiter zu verbessern. Um die Kundenzufriedenheit nachhaltig sicherzustellen, führt das Unternehmen daher regelmäßig Kundenbefragungen durch.

Arbeitnehmerbelange

Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter sind wesentlicher Bestandteil der Unternehmensphilosophie und ein wichtiger Erfolgsfaktor. Unsere strategisch ausgerichtete und ganzheitlich angelegte Personalentwicklung eröffnet allen Mitarbeitern attraktive Weiterbildungs- und Entwicklungschancen. Dabei spielt die Stärkung der Fachkompetenz in den verschiedenen Berufsfamilien des Unternehmens eine besondere Rolle. Durch die Intensivierung von Qualifizierungsprogrammen sind wir in der Lage, den Herausforderungen des technologischen Wandels angemessen zu begegnen. Das Unternehmen baut zudem kontinuierlich seine Rekrutierungsinstrumente aus. Zusätzlich zur dualen Berufsausbildung sorgen wir mit Programmen wie dem Studium im Praxisverbund dafür, dass hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter nachrücken. Im Anschluss qualifizieren sich die Mitarbeiter ihr Berufsleben lang weiter. Das breite Qualifizierungsangebot wird kontinuierlich weiterentwickelt, um stets die aktuellen Bedarfe zu decken. Zum Beispiel werden die Mitarbeiter auf die Veränderungen vorbereitet, die mit der fortschreitenden Digitalisierung einhergehen.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Die Wiest-Gruppe blickt unter Berücksichtigung der widrigen Umstände aus dem Russland-Ukraine-Konflikt auf einen zufriedenstellenden Geschäftsverlauf im Jahr 2023 zurück. In der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage ergibt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives Gesamtbild. Insgesamt hat die Geschäftsentwicklung die Erwartungen der Unternehmensleitung damit erfüllt. Diese Einschätzung berücksichtigt auch Erkenntnisse nach dem Ende des Geschäftsjahres.

C. Prognose- Chancen- und Risikobericht

"Die Wirtschaft in Deutschland ist angeschlagen. Eine bis zuletzt zähe konjunkturelle Schwächephase geht mit schwindenden Wachstumskräften einher. In der lahmenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung überlagern sich somit konjunkturelle und strukturelle Faktoren." So fasst das Frühjahrsgutachten 2024 der führenden deutschen Wirtschaftsinstitute die wirtschaftliche Lage in Deutschland zusammen.

Die Kaufkraft der privaten Haushalte war ab Mitte 2021 durch die Verteuerung der Waren zwei Jahre lang deutlich zurückgegangen. Die real verfügbaren Einkommen steigen nun wieder erheblich. Die Inflation bildet sich zurück. Nach und nach werden höhere Lohnabschlüsse wirksam, die nun verzögert dem Ausmaß der Geldentwertung folgen. Die Kaufkraft der privaten Haushalte erhöht sich und somit auch deren Ausgabenneigung. Der private Konsum wird also zum wichtigsten Treiber der Konjunktur.

Insgesamt haben sich die hohen Auftragsbestände in der Industrie allerdings als weniger stabilisierend erwiesen. So sind zwar die ausgewiesenen Auftragsreichweiten weiterhin hoch, gleichzeitig sind aber die industriellen Produktionskapazitäten unterausgelastet.

Die Wirtschaftsweisen erwarten für das zweite Quartal 2024 mit allmählicher Belebung der weltweiten Industriekonjunktur ein verhaltenes Anziehen der Wirtschaftsleistung Deutschlands. Zunächst dürfte sich das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland stabilisieren, bevor es leicht expandiert. Die konsumnahen Dienstleister dürften von den Realeinkommenszuwächsen der privaten Haushalte profitieren. Nur das Baugewerbe dürfte der Rezession noch nicht entwachsen können.

Für das Kfz-Gewerbe stellt sich die Situation wie folgt dar: Die spürbare Inflation und die Motivation, Fachkräfte weiterhin zu binden, hatten auch in den Autohäusern und Kfz-Werkstätten Lohnerhöhungen zur Folge, die in 2023 und 2024 zum Tragen kamen und kommen. Diese Erhöhungen sind im Werkstattbereich die Treiber höherer Stundenverrechnungssätze. Der steigende Pkw-Bestand beschert den Werkstätten dennoch weiter hohe Auslastungen. Viele verunsicherte Kundinnen und Kunden warten zurzeit ab, wie sich die Rahmenbedingungen rund um die E-Mobilität und die Marktsituation insbesondere in den kleinen und mittleren Fahrzeugsegmenten entwickeln. Daher investieren viele Menschen zunächst weiter in ihre Fahrzeuge und schieben eine Neuanschaffung in die Zukunft.

Was wir jedoch im vergangenen Jahr fast durchgehend beobachteten, war ein Rückgang der Fahrzeug-Neubestellungen insbesondere bei den Privatkunden. Und die Schockwellen, ausgelöst durch den Mitte Dezember plötzlich gestoppten Umweltbonus, werden wir in diesem Jahr bei der Elektromobilität ebenso spüren wie die Auftragslücke aus dem Vorjahr. Den Ergebnissen einer aktuellen ZDK-Blitzumfrage zufolge hat sich dieser Trend auch im Januar 2024 fortgesetzt. So lag bei den befragten Autohäusern die Anzahl der Bestellungen von rein batterieelektrischen Pkw sowohl bei den privaten als auch den gewerblichen Kunden durchschnittlich um jeweils rund 50 % unter dem Wert vom Januar 2023. Bei Plug-in-Hybriden waren in beiden Segmenten rund 43 % weniger Bestellungen zu verzeichnen. Bei Benzin- und Dieselfahrzeugen hingegen gab es mit plus 11 % erwarteter Aufträge bei den privaten und plus 8 % bei den gewerblichen Kunden einen leicht positiven Trend. Die Aussichten für das Autojahr 2024 sind, bezogen auf die E-Mobilität, laut der Befragung wenig optimistisch. So schätzen 91 % der befragten Autohäuser die zu erwartende Lage bei den privaten Auftragseingängen für batterieelektrische Fahrzeuge als "sehr schlecht" (55 %) oder "schlecht" (36 %) ein. Bei gewerblichen Kunden liegt dieser Wert mit 83 % etwas niedriger (jeweils 41 % sagen "sehr schlecht" und 42 % "schlecht"). Bei Plug-in-Hybriden sind die Werte sowohl bezogen auf private (79% "sehr schlecht" bzw. "schlecht") als auch gewerbliche Aufträge (71% "sehr schlecht" bzw. "schlecht") ein wenig freundlicher. Deutlich optimistischer sind die Erwartungen bei Aufträgen für Benziner und Diesel. Im Privatkunden-Segment erwarten 30 % eine "gute" und 46 % eine "neutrale", sprich gleichbleibende Auftragslage. Bei den gewerblichen Kunden sind die Werte fast identisch (29 % "gut", 45 % "neutral"). Insgesamt gehen wir für den deutschen Pkw-Markt 2024 davon aus, dass das Volumen der Neuzulassungen dennoch leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird.

Sehr positiv hingegen bewerten die befragten Betriebe das Servicegeschäft. So erwarten 85 % der Werkstätten bei Wartungs- und Reparaturarbeiten eine "sehr gute" (12 %), "gute" (41 %) bzw. "neutrale", sprich gleichbleibende Auftragslage (32 %). Bei den Autohäusern sind es 83 % (8 % "sehr gute", 41 % "gute" und 34 % "gleichbleibende" Auftragslage).

Auch die Einkaufskonditionen der Kfz-Händler haben sich verschlechtert. Die Zinsen von Vorführ-, Ausstellungs-, Probefahrt- und Betriebsfahrzeugen wie auch des Gebrauchtwagenbestandes belasten das Ergebnis mehr als in den Vorjahren. Umso wichtiger wird es für die Händler, Langsteher unter den Gebrauchtfahrzeugen zu vermeiden, d.h. Zukäufe geschickt zu tätigen, ein standzeitenorientiertes Gebrauchtwagenmanagement einzusetzen und Abverkäufe von nicht gängigen Fahrzeugen direkt zu organisieren. Geplante langjährige Investitionen in Gebäude oder Anlagen müssen durch die Händler und Kfz-Werkstätten auf den Kalkulationsprüfstand gestellt werden, da der Zinsanstieg gegebenenfalls dieses Investment unrentabel werden lässt.

Wir gehen davon aus, dass die Fahrzeugauslieferungen an Kunden und damit einhergehend die Umsatzerlöse der Wiest Group für das Geschäftsjahr 2024 über dem Vorjahresniveau liegen werden. Aufgrund des derzeitigen Monteuermangels rechnen wir indes mit etwas rückläufigen verkauften Stunden im After-Sales sowie mit etwas niedrigeren Erträgen aus dem Gebrauchtwagengeschäft für das Jahr 2024 und somit auch mit einem insgesamt etwas niedrigerem positiven operativen Ergebnis für die Wiest Group gegenüber dem Jahr 2023.

Die Automobilindustrie steht mit den Themen Digitalisierung, Änderung des Kaufverhaltens und Suche nach Alternativen zum klassischen Verbrennungsmotor vor sehr großen Herausforderungen.

Wie schon in den vergangenen Jahren nimmt das Thema der Digitalisierung einen breiten Diskussionsraum ein, was trotz aller unterschiedlichen Prognosen zu der mehrheitlichen Schlussfolgerung führt, dass sich Hersteller und Handel auf die neuen Entwicklungen einstellen müssen, um nicht abgehängt zu werden.

Studien zeigen, dass bereits der Kunde von heute zunehmend eine auf ihn zugeschnittene Mobilitätslösung erwartet. Die Automobilhersteller greifen diesen Trend mit medienwirksamen Kooperationen mit Akteuren der Digitalwirtschaft immer öfter auf. Auch unterschiedliche Mobilitätskonzepte, wie z.B. ein "Joint Owner Ship", bei denen sich mehrere Kunden ein oder mehrere Fahrzeuge bedarfsbezogen teilen, sind in der Erprobung, ebenso die schrittweise Erprobung von "Functions on Demand", bei denen der Kunde nach Kauf seines Fahrzeuges nachträgliche Funktionen und Dienstleistungen gegen Entgelt zubuchen kann.

Es wird immer wichtiger, Kunden durch ein besseres Sammeln und Managen von Daten noch personalisierter anzusprechen und dabei die seit Mai 2018 verschärften neuen Datenschutzverordnungen innerhalb der EU zu beachten. Dies soll zusätzliche Kundenbindung und -zufriedenheit schaffen und auch die Kosten senken. Für den Automobilhandel hat dies zur Folge, dass sich grundlegende Prozesse und vor allem die Mitarbeiter auf die sich wandelnden Kundenbedürfnisse in Bezug auf Angebotsvielfalt, Kundenansprache und Schnelligkeit umgehend einstellen müssen. Ansonsten besteht die Gefahr, diese Klientel in Zukunft als mögliche Käufer zu verlieren.

Die Forschung zur E-Mobilität wird bereits seit Jahren durch immer striktere Abgasnormen vorangetrieben und inzwischen auch europaweit von den nationalen Regierungen unterstützt, sodass mittlerweile auch die Akzeptanz der Kunden zunimmt. Dies liegt zum einen an dem steigenden Produktangebot der Hersteller in diesem Bereich, der staatlichen Subventionierung von alternativen Antrieben, sowie daran, dass die Reputation der traditionellen Verbrennungsmotoren, allen voran durch die Abgasmanipulationen im Dieselsektor, stark gelitten hat. Eine weitere Verunsicherung der Verbraucher speziell im deutschen Markt ist mit den drohenden Fahrverboten für schadstoffreiche Emissionsklassen seit mehreren Jahren existent - ein Ende ist nicht absehbar.

In wieweit sich die Elektromobilität auf Dauer durchsetzen wird, ist aus heutiger Sicht noch nicht absehbar. Parallel wird seitens der Industrie auch an Alternativen wie dem Wasserstoffantrieb und dem Einsatz von synthetischen Kraftstoffen geforscht.

All diese Themen wirken sich auch auf den Automobilhandel aus. Gemäß der Studie "Autohaus 2025 - die Zukunft des Automobilhandels" des Instituts für Automobilwirtschaft wird die Anzahl der Vertragshändler in Deutschland sinken. Grund für diese Marktbereinigung ist zum einen der stagnierende Markt selbst, die Konzentration auf Ballungsgebiete, sowie die konstant hohen Investitionen in Markenauftritt und Mitarbeiterqualifizierung. Diese werden vom Hersteller gefordert und können tendenziell nur noch von großen Autohäusern gestemmt werden.

Wir gehen davon aus, dass automobilbezogene Finanzdienstleistungen auch im Jahr 2024 eine hohe Bedeutung für den Fahrzeugabsatz haben werden. In Regionen mit bereits entwickelten automobilen Finanzdienstleistungsmärkten wird sich der Trend fortsetzen, Mobilität zu möglichst geringen Gesamtkosten zu erwerben. Integrierte Gesamtlösungen, die mobilitätsnahe Dienstleistungsmodule wie Versicherungen und innovative Servicepakete umfassen, werden dabei weiter an Bedeutung gewinnen. Wir erwarten, dass die Nachfrage nach neuen Mobilitätsformen, etwa Vermietmodellen, sowie integrierten Mobilitätsdienstleistungen, wie Parken, Tanken und Laden, zunehmen wird.

Für das After-Sales-Geschäft rechnen wir in Summe mit leicht steigenden Umsätzen und Erträgen, da es schon jetzt immer weniger Anbieter für die Wartung und Reparatur hochkomplexer Technik der neuesten Fahrzeuggenerationen gibt, wie z.B. Assistenzsysteme sowie Karosserie-und Hybridtechnik. Ein gegenläufiger Effekt stellt sich mit den verlängerten Wartungsintervallen der Fahrzeuge und der generell höheren Langlebigkeit der im Markt befindlichen Fahrzeuge ein.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen

Risiken, die ein positives Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung verhindern könnten, ergeben sich aus unserer Sicht vor allem aus einer weiteren Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts, Turbulenzen an den Finanz-, Energie- und Rohstoffmärkten, Versorgungsengpässen im Zusammenhang mit Ungleichgewichten zwischen Angebot und Nachfrage, zunehmend protektionistischen Tendenzen, strukturellen Defiziten, die die Entwicklung einzelner fortgeschrittener Volkswirtschaften und Schwellenländer gefährden sowie einer nicht nachhaltig erfolgreichen Eindämmung der Covid-19-Pandemie. Hinzu kommen verstärkt ökologische Herausforderungen, die in unterschiedlicher Intensität belastend auf einzelne Länder und Regionen wirken. Auch der weltweite Übergang von einer expansiven zu einer restriktiveren Geldpolitik in Verbindung mit anhaltend hoher Inflation birgt Risiken im gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Die vielerorts hohe Verschuldung im privaten und öffentlichen Sektor trübt die Wachstumsperspektiven und kann ebenfalls zu negativen Marktreaktionen führen.

Aus dem gesamtwirtschaftlichen Umfeld können sich Chancen ergeben, falls die tatsächliche Entwicklung positiv von der erwarteten abweicht.

Branchenrisiken und Marktchancen

An den Herausforderungen eines auf mittlere Sicht tendenziell stagnierenden Mengengeschäfts, einer chronischen Ertragsschwäche und des Drucks zur Anpassung an die technologischen Neuerungen im Produkt-, Verkaufs- und Servicebereich hat sich für das Kraftfahrzeuggewerbe bisher nichts Wesentliches geändert. Problematisch ist vor allem der Widerspruch zwischen Ertragsschwäche einerseits und Investitionserfordernissen andererseits. Der Konzentrations- und Konsolidierungsprozess wird sich daher in der Branche wohl weiter fortsetzten. Dementsprechend laufen auch die absatzpolitischen Überlegungen des Volkswagenkonzerns darauf hinaus, durch weniger und größere Unternehmenseinheiten auf der Handels- und Servicestufe ein höheres Auslastungs- und Produktivitätsniveau zu erreichen. Die Geschäftsführung sieht in dieser Branchenentwicklung eine Wachstumschance für die Unternehmen der Wiest-Gruppe in Bezug auf Absatz und Profitabilität.

Eine besondere Herausforderung für die Wiest-Gruppe als Anbieter von Volumen- und Premiummodellen ist der Preisdruck infolge der hohen regionalen Marktabdeckung. Durch die weiterhin angespannte Wirtschaftslage ist künftig mit einem unverändert hohen Wettbewerbsdruck unter den Herstellern, aber auch unter den Händlern zu rechnen. Hersteller als auch Händler könnten mit Verkaufsförderungsmaßnahmen reagieren, um ihre Absatzziele zu erreichen, und damit die gesamte Branche weiter unter Druck setzen. Im After Sales Bereich können die Unternehmen der Wiest-Gruppe insbesondere aus zwei Gründen einem erhöhten Wettbewerb ausgesetzt sein: Erstens aufgrund der Regelungen der Gruppenfreistellungsverordnungen, die für den Bereich After Sales seit Juni 2010 gelten, und zweitens durch die in der EU-Verordnung Nr. 566/2011 vom 8. Juni 2011 enthaltenen Erweiterungen bezüglich des Zugangs unabhängiger Marktteilnehmer zu technischen Informationen. Mit unserer attraktiven Modellpalette und einer konsequenten Kundenorientierung treten wir diesem Risiko entgegen.

Die Automobilbranche befindet sich in einem grundlegenden Transformationsprozess. Weltweit agierende Konzerne wie Volkswagen stehen dabei vor großen Herausforderungen in den Feldern Kunde/Markt, technologischer Fortschritt und Gesetzgebung. Elektrifizierte Antriebe, vernetzte Automobile sowie das autonome Fahren sind für unseren Absatz sowohl mit Chancen als auch mit Risiken verbunden. Insbesondere die sich schneller ändernden Kundenanforderungen, kurzfristige Gesetzgebungsinitiativen sowie der Markteintritt neuer und bisher branchenfremder Wettbewerber werden veränderte Produkte mit einer erhöhten Innovationsgeschwindigkeit und angepassten Geschäftsmodellen erfordern. Eine Kernaufgabe besteht in der Umsetzung der sich immer weiter verschärfenden Abgas- und Verbrauchsvorschriften unter Berücksichtigung neuer Prüfverfahren und Testzyklen (zum Beispiel WLTP) sowie in der Einhaltung von Zulassungsverfahren (Homologation), die sich zunehmend komplexer und zeitlich aufwendiger gestalten. Den Handel stellt dies vor die Herausforderung, die aktuell lieferbare Ware zu verkaufen, auch wenn sie nicht deckungsgleich mit der Nachfrage ist und zudem Bestandskunden, die mit überlangen Lieferzeiten konfrontiert werden, nicht dauerhaft zu verlieren.

Neben realen Einflussgrößen wie dem verfügbaren Einkommen bestimmen auch nicht planbare, psychologische Faktoren das Nachfrageverhalten der Konsumenten. Eine unerwartete und eventuell durch Pressemeldungen intensivierte Kaufzurückhaltung in Form von verlängerten Haltedauern kann zum Beispiel aus Sorge der Haushalte über die zukünftige wirtschaftliche Situation entstehen. Das gilt vor allem in gesättigten Automobilmärkten wie in Deutschland.

Nutzfahrzeuge sind Investitionsgüter: Im konjunkturellen Aufschwung steigt der Transportbedarf und damit die Nachfrage stark an, wohingegen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die Nachfrage ebenso kräftig sinken kann. Schlüsselfaktoren für die Kunden im Nutzfahrzeuggeschäft sind die Gesamtbetriebskosten, die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs und der zur Verfügung stehende Service.

Konjunkturellen Risiken sowie Veränderungen der Markt- und Wettbewerbslage begegnen wir mit einer Reihe von Instrumenten, die dem Unternehmen helfen, bei schwankender Auftragslage flexibel zu reagieren - bei Auftragsrückgängen ebenso wie bei verstärkter Nachfrage nach unseren Dienstleistungen. Hierzu zählen Zeitkonten, die durch Mehrarbeit gefüllt und durch Freizeitentnahmen verringert werden. Auch der Einsatz von Zeitarbeit ist ein Flexibilisierungsinstrument. Alle Instrumente tragen dazu bei, dass das Unternehmen auch bei wechselnder Auftragslage die Stammbeschäftigung in der Regel stabil halten kann.

Volkswagen unterhält ein selektives Vertriebssystem. Innerhalb der Europäischen Union werden Händler und Servicepartner unter Beachtung der Regelungen der EU-Verordnungen 461/2010 und 720/2022 - soweit zulässig - anhand von qualitativen beziehungsweise quantitativ-qualitativen Kriterien ausgewählt. Die bisher hierfür maßgebliche EU-Verordnung 330/2010 wurde vonseiten der Europäischen Kommission überarbeitet und durch die neue ihr nachfolgende EU-Verordnung 720/2022, die am 1. Juni 2022 in Kraft getreten ist, ersetzt. Aus dieser überarbeiteten EU-Verordnung ergibt sich nach jetzigem Stand kein Anpassungsbedarf für das gegenwärtige Vertriebssystem der Volkswagen AG.

IT-Risiken

Der in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnologie (IT) kommt eine stetig wachsende Bedeutung zu. Risiken bestehen hier im Hinblick auf die drei Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit und umfassen insbesondere den unbefugten Zugriff, die Modifikation und den Abzug sensibler elektronischer Unternehmensdaten sowie die mangelnde Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen.

Dem Risiko eines unbefugten Zugriffs, der Modifikation und des Abzugs von Unternehmensdaten begegnen wir mit dem Einsatz von IT-Sicherheitstechnologien sowie der mehrfachen Absicherung der Zugriffe. Zusätzlich wird die Sicherheit durch die restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen auf Systeme und Informationen sowie durch das Vorhalten von Backup-Versionen der kritischen Datenbestände erhöht.

Restwertrisiken

Bei der leasing- und finanzierungsbasierten Vermarktung von Fahrzeugen verpflichten wir uns selektiv, Fahrzeuge zu einem bei Vertragsbeginn festgelegten Restwert zurückzunehmen. Die Restwerte werden in einer realistischen Höhe festgesetzt, damit wir sich bietende Marktchancen nutzen können. Die zugrunde liegenden Leasing- und Finanzierungsverträge bewerten wir in regelmäßigen Abständen und treffen bei der Identifikation von Risikopotenzialen die nötige Vorsorge. Dabei werden vor allem die vom Hersteller angebotenen Restwertabsicherungsmodelle großflächig angewandt.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Konzern bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Der Konzern verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Konzernerfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der Konzern über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Gesamtaussage

Die Geschäftsleitung der Wiest-Gruppe bewertet die Chancen für den Automobileinzelhandel positiv und sieht sich sehr gut im Markt positioniert und für die zukünftigen Herausforderungen gerüstet.

Von den Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes ist die Wiest-Gruppe in allen Bereichen betroffen, insbesondere aber der Vertrieb infolge eines eventuellen Absinkens der Kundennachfrage. Trotz dieser Entwicklungen gehen wir davon aus, dass wir die ursprünglichen Erwartungen an alle Spitzenkennzahlen der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 erreichen werden und ein positives Jahresergebnis erzielt werden wird.

 

Darmstadt, den 30. Juni 2024

Moritz Nitsche, Geschäftsführer

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 25.748.820,43 23.097.516,48
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 184.964,79 223.966,13
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.516,07 17.646,31
2. Geschäfts- oder Firmenwert 171.448,72 206.319,82
II. Sachanlagen 24.640.868,48 21.965.908,35
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.879.343,58 12.469.130,40
2. technische Anlagen und Maschinen 545.938,83 608.725,28
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.489.833,82 8.872.376,80
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.725.752,25 15.675,87
III. Finanzanlagen 922.987,16 907.642,00
1. Beteiligung an assoziierten Unternehmen 859.360,50 844.015,34
2. Beteiligungen 54.126,66 54.126,66
3. Genossenschaftsanteile 9.500,00 9.500,00
B. Umlaufvermögen 49.344.824,65 41.516.610,72
I. Vorräte 34.140.213,92 26.401.739,78
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 70.439,18 72.186,47
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 713.810,28 486.794,62
3. fertige Erzeugnisse und Waren 33.287.209,54 25.842.758,69
4. geleistete Anzahlungen 68.754,92 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.214.871,10 9.483.598,48
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.030.164,74 5.303.968,62
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.184.706,36 4.179.629,86
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.989.739,63 5.631.272,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 96.643,49 15.400,78
D. Aktive latente Steuern 1.546.836,00 1.495.525,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 76.737.124,57 66.125.052,98

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 19.140.221,69 16.609.318,19
I. gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
1. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -13.217,71 -13.217,71
2. eingefordertes Kapital 12.782,29 12.782,29
II. Nicht beherrschende Anteile 19.099.656,23 16.569.829,46
III. Gewinnvortrag 26.706,44 25.629,71
IV. Jahresüberschuss des Mutterunternehmens 1.076,73 1.076,73
B. Rückstellungen 10.687.313,43 12.567.426,97
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.618.112,00 6.776.681,00
2. Steuerrückstellungen 442.072,14 1.171.204,76
3. sonstige Rückstellungen 3.627.129,29 4.619.541,21
C. Verbindlichkeiten 48.289.589,45 38.328.307,82
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 29.712.105,69 23.446.535,05
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.267.730,56 1.360.282,23
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.230.510,72 7.957.230,95
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 66.680,00 83.350,00
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.632.562,48 4.100.909,59
davon aus Steuern 287.780,16 298.779,58
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 45.024,16 58.776,75
davon gegenüber Gesellschaftern 1.682.507,94 2.012.232,14
Bilanzsumme, Summe Passiva 76.737.124,57 66.125.052,98

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 193.798.644,33 172.746.126,58
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 227.015,66 190.803,75
3. sonstige betriebliche Erträge 627.371,57 861.115,93
4. Materialaufwand 149.999.008,30 132.309.992,53
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 147.134.222,82 130.220.892,21
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.864.785,48 2.089.100,32
5. Personalaufwand 24.994.209,17 23.691.187,71
a) Löhne und Gehälter 20.916.631,59 19.682.162,43
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.077.577,58 4.009.025,28
davon für Altersversorgung 186.443,07 243.258,77
6. Abschreibungen 2.600.011,66 2.350.543,07
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.600.011,66 2.350.543,07
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 11.866.087,36 9.723.771,62
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 92,38 0,00
8. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 15.345,16 32.831,22
9. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 14.683,43 13.413,89
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 392,46 303,54
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 58.365,15 5.392,71
davon aus Abzinsung 53.341,44 5.392,71
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.064.963,87 526.470,50
davon aus Abzinsung 118.704,33 127.974,08
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.264.595,14 1.497.617,09
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 64.687,00 2.914,00
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 13.376,00 220.387,00
14. Ergebnis nach Steuern 2.952.942,26 3.750.405,10
15. sonstige Steuern 123.258,18 181.688,18
16. Konzernjahresüberschuss 2.829.684,08 3.568.716,92
17. Nicht beherrschende Anteile 2.828.607,35 3.567.640,19
Jahresüberschuss des Mutterunternehmens 1.076,73 1.076,73

Konzernkapitalflussrechnung

2023
2022
Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 2.829.684,08 3.568.716,92
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.600.011,66 2.350.543,07
+/- Zu- / Abnahme der Rückstellungen -1.046.060,85 1.262.736,97
+/- Veränderung Vorführwagenbestände vor Abschreibung -2.982.656,98 -3.402.400,55
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte -7.738.474,14 -4.080.308,38
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.726.196,12 -1.284.752,64
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (einschließlich der erhaltenen Anzahlungen) 3.180.728,10 -2.700.321,35
-/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände -1.005.076,50 -417.637,01
-/+ Zunahme/Abnahme der Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten -81.242,71 18.200,10
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Lieferantenkredite) 5.540.195,95 -34.287,58
-/+ Abnahme/Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten 1.160.157,67 28.936,61
-/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten ggü. Beteiligungsunternehmen -16.670,00 -16.670,00
+/- Aufwendungen/Erträge aus Beteiligung an assoziierten Unternehmen -15.345,16 -32.831,22
+ Zinsaufwendungen 1.064.963,87 526.470,50
- Zinserträge -58.365,15 -5.392,71
- sonstige Beteiligungserträge -15.075,89 -13.717,43
+ Ertragssteueraufwand 1.264.595,14 1.497.617,09
- Ertragssteuerertrag 0,00 0,00
+ Ertragssteuerzahlungen -2.149.958,82 -637.470,58
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 805.214,15 -3.372.568,19
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.253.313,47 -274.047,79
erhaltene Zinsen 58.365,15 5.392,71
erhaltene Dividenden 15.075,89 13.717,43
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -2.179.872,43 -254.937,65
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -1.396.099,87 -1.150.270,98
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 2.121.474,56 0,00
- Gezahlte Zinsen -1.064.963,87 -526.470,50
- Gutschrift des Vorjahresgewinns der J.Donges & Wiest GmbH & Co. KG
- auf Fremdkapitalkonten der Kommanditisten -298.780,58 -276.215,87
Sonstige Entnahmen/Einlagen -628.504,79 -236.181,26
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -1.266.874,55 -2.189.138,61
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2.641.532,83 -5.816.644,45
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5.631.272,46 11.447.916,91
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 2.989.739,63 5.631.272,46

Konzerneigenkapitalspiegel

Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH

(Korrigiertes) gezeichnetes Kapital Gewinnvortrag/
Gezeichnetes Kapital Nicht eingeforderte ausstehende Summe Verlustvortrag
Stand am 31.12.2021 26.000,00 -13.217,71 12.782,29 24.552,98
Gezahlte Dividenden/Gutschrift des Vorjahresgewinns
auf den Fremdkapitalkonten der Kommanditisten
Einzahlungen bisher nicht eingeforderter Einlagen
Sonstige Veränderungen
Vorjahresgewinn
Änderungen des Konsoliderungskreises
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
Stand am 31.12.2022 26.000,00 -13.217,71 12.782,29 25.629,71
Gezahlte Dividenden/Gutschrift des Vorjahresgewinns
auf den Fremdkapitalkonten der Kommanditisten
Einzahlungen bisher nicht eingeforderter Einlagen
Sonstige Veränderungen
Vorjahresgewinn
Änderungen des Konsoliderungskreises
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag
Stand am 31.12.2023 26.000,00 -13.217,71 12.782,29 26.706,44
Konzernjahresüberschuss/ Summe
-fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
Stand am 31.12.2021 1.076,73 38.412,00
Gezahlte Dividenden/Gutschrift des Vorjahresgewinns
auf den Fremdkapitalkonten der Kommanditisten
Einzahlungen bisher nicht eingeforderter Einlagen
Sonstige Veränderungen
Vorjahresgewinn
Änderungen des Konsoliderungskreises
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 1.076,73 1.076,73
Stand am 31.12.2022 1.076,73 39.488,73
Gezahlte Dividenden/Gutschrift des Vorjahresgewinns
auf den Fremdkapitalkonten der Kommanditisten
Einzahlungen bisher nicht eingeforderter Einlagen
Sonstige Veränderungen
Vorjahresgewinn
Änderungen des Konsoliderungskreises
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 1.076,73 1.076,73
Stand am 31.12.2023 1.076,73 40.565,46
Nicht beherrschende Anteile Konzern-
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe eigenkapital
Stand am 31.12.2021 11.556.436,75 1.721.968,39 13.278.405,14 13.316.817,14
Gezahlte Dividenden/Gutschrift des Vorjahresgewinns
auf den Fremdkapitalkonten der Kommanditisten -276.215,87 -276.215,87 -276.215,87
Einzahlungen bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Vorjahresgewinn 1.721.968,39 -1.721.968,39 0,00 0,00
Änderungen des Konsoliderungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 3.567.640,19 3.567.640,19 3.568.716,92
Stand am 31.12.2022 13.002.189,27 3.567.640,19 16.569.829,46 16.609.318,19
Gezahlte Dividenden/Gutschrift des Vorjahresgewinns
auf den Fremdkapitalkonten der Kommanditisten -298.780,58 -298.780,58 -298.780,58
Einzahlungen bisher nicht eingeforderter Einlagen 0,00 0,00 0,00
Sonstige Veränderungen 0,00 0,00 0,00
Vorjahresgewinn 3.567.640,19 -3.567.640,19 0,00 0,00
Änderungen des Konsoliderungskreises 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 2.828.607,35 2.828.607,35 2.829.684,08
Stand am 31.12.2023 16.271.048,88 2.828.607,35 19.099.656,23 19.140.221,69

Konzernanhang

A. Allgemeine Informationen

Die Muttergesellschaft Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH hat ihren Sitz in Darmstadt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Darmstadt unter HRB 6415 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 290 ff HGB).

Die Empfehlungen des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) wurden, soweit zutreffend, beachtet.

Der Konzernabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für Konzerne geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

C. Angaben zum Konsolidierungskreis und zum Konzernanteilsbesitz

1. Angaben zum Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis nach §§ 290, 294 HGB setzt sich wie folgt zusammen:

Mutterunternehmen ist die Komplementärgesellschaft Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH, Darmstadt, der J. Donges & Wiest GmbH & Co. KG, Darmstadt. Die Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH ist an der J. Donges & Wiest GmbH & Co. KG vermögensmäßig nicht beteiligt, übt jedoch aufgrund ihrer Geschäftsführertätigkeit einen beherrschenden Einfluss auf diese aus.

2. Angaben zu im Konzernanteilsbesitz stehenden Unternehmen

Voll einbezogene Unternehmen

Die J. Donges & Wiest GmbH & Co. KG hält Anteile an den folgenden Gesellschaften:

Name und Sitz Kapitalanteil
Autohaus J. Wiest & Söhne Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Darmstadt 100%
Wiest Sportwagen GmbH, Darmstadt 100%
Autohaus Wiest GmbH, Darmstadt 100%
Wiest Automobile GmbH, Darmstadt 100%
Rauch Partner der Wiest Autohäuser GmbH, Lampertheim 51%

Assoziierte Unternehmen

Name und Sitz Kapitalanteil/Anteil an Stimmrechten
Auto Schütz GmbH, Groß-Umstadt 33,33%
Schütz Vermögensverwaltungs-GmbH & Co. KG, Groß-Umstadt 33,33%
AUTAG Auto-Allianz GmbH, Offenbach am Main 25,00%

Die Beteiligung an der AUTAG Auto-Allianz GmbH wurde gemäß § 311 Absatz 2 HGB nicht nach der Equity-Methode bilanziert, da die Beteiligung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist. Der Ansatz der Beteiligung erfolgte zu Anschaffungskosten. In der Bilanz werden die Anteile unter den Beteiligungen ausgewiesen.

Angaben zu Unternehmen, bei denen das Mutterunternehmen unbeschränkt haftende Gesellschafterin ist

Die Muttergesellschaft ist unbeschränkt haftende Gesellschafterin der J. Donges & Wiest GmbH & Co. KG, Darmstadt.

D. Konsolidierungsmethoden

1. Geschäftsjahr und Konsolidierungszeitraum

Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens, den 31. Dezember 2023, aufgestellt. Da alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ebenfalls zu diesem Stichtag bilanzieren, entfiel die Notwendigkeit zur Aufstellung von Zwischenabschlüssen.

2. Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Für die Equity-Bewertung wurden die letzten vorliegenden, nach deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse der assoziierten Unternehmen herangezogen. Die Bilanzierung- und Bewertungsmethoden der at equity einbezogenen Unternehmen entsprechen im Wesentlichen denen der Wiest-Gruppe. Auf die at equity einbezogenen Unternehmen entfallen zum 31.12.2023 Firmenwerte in Höhe von 25 T€. Die Firmenwerte werden linear über 10 Jahre abgeschrieben. Der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital entfällt vollständig auf den Firmenwert.

Die Ertragsteuern bei der Equity-Bewertung werden in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung nach der Nettomethode ausgewiesen.

3. Konsolidierungsverfahren

Die Konsolidierung erfolgt nach den Vorschriften der §§ 300 ff. HGB als Vollkonsolidierung. Es wurden alle konzerninternen Vermögens- und Schuldposten sowie alle konzerninternen Erträge und Aufwendungen gegeneinander aufgerechnet.

Für die bei der Kapitalkonsolidierung angewandte Methode der Erstkonsolidierung wurde auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss abgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung wurde für Unternehmenserwerbe vor dem 1. Januar 2010 nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F., i.V.m. Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB) zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Die Folgekonsolidierungen wurden aus der Erstkonsolidierung abgeleitet.

Für Erstkonsolidierungen kommt seit dem 1. Januar 2010 die sogenannte Neubewertungsmethode nach § 301 Abs. 1 HGB zur Anwendung. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmenserwerbe seit dem 1. Januar 2010 erfolgte nach der Neuwertungsmethode.

Die Equity-Bewertung erfolgte nach der Buchwertmethode.

Zwischengewinne, die nicht über die Konsolidierung der Erträge und Aufwendungen berücksichtigt wurden und in materieller Höhe vorlagen, wurden eliminiert.

4. Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Bilanz ist entsprechend § 266 HGB gegliedert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 HGB unter Verwendung des Gesamtkostenverfahrens gegliedert.

E. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Die Abschreibungsdauer bemisst sich nach ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über einen Zeitraum von 10 Jahren abgeschrieben. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten ausschließlich solche, die in den Jahresabschlüssen von konsolidierten Tochtergesellschaften bilanziert sind.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen.

Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungsdauer bemisst sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden linear vorgenommen, bei Gebäuden zum Teil degressiv.

Bei beweglichen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens mit einem Wert über 150 € und bis zu einem Wert von 1.000 € werden die Anschaffungskosten auf fünf Jahre verteilt. Dies geschieht unabhängig davon, ob diese weiterhin im Vermögen des Unternehmens vorliegen.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Die Vorräte wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet. Soweit der Wert am Abschlussstichtag niedriger war, erfolgte die Bewertung zu diesem niedrigeren beizulegenden Wert. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Für einen Teil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die die Voraussetzungen des § 240 Absatz 3 HGB erfüllen, wurden Festwerte angesetzt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände wurden einzeln zum Nennwert bewertet, soweit nicht Einzelabwertungen wegen Ausfallrisiken erforderlich waren. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine pauschale Wertberichtigung gebildet.

Die flüssigen Mittel wurden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die aktiven latenten Steuern wurden gebildet für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen. Die Bewertung erfolgte mit unternehmensindividuellen Steuersätzen (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag: 15,83%, Gewerbesteuer: zwischen 12,95 % und 15,89 %).

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie wurden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

Die Bewertung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Finanzmathematik nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode). Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

• Durchschnittlicher Marktzins von 1,82% für eine Laufzeit von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gemacht wurde

• Erhöhung der Grund- und Steigerungsbeträge des Leistungsplan von 0%

• Anpassung der laufenden Renten von 0% (Mitarbeiter) bzw. 2% Geschäftsführung

• Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Der Unterschiedsbetrag aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen 7 Jahre zu dem der vergangenen 10 Jahre beträgt 58,8 T€. Dieser Betrag steht nicht für eine Ausschüttung zur Verfügung.

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG im Jahr 2010 ergab sich ein zusätzlicher einmaliger Rückstellungsbetrag in Höhe von 839,6 T€. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Absatz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Von diesem Betrag werden jährlich 1/15, also 56,0 T€ den Pensionsrückstellungen zugeführt. Diese Zuführung wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Unterdeckung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2023 beträgt 55,9 T€.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag passiviert.

F. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagespiegel:

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 392.469,18 0,00 0,00 392.469,18
Geschäfts- oder Firmenwert 348.710,98 0,00 0,00 348.710,98
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 741.180,16 0,00 0,00 741.180,16
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.938.086,46 0,00 0,00 29.938.086,46
technische Anlagen und Maschinen 4.964.160,06 69.349,00 0,00 5.033.509,06
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14.154.810,27 16.343.713,68 14.321.419,93 16.177.104,02
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.675,87 1.710.076,38 0,00 1.725.752,25
Summe Sachanlagen 49.072.732,66 18.123.139,06 14.321.419,93 52.874.451,79
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 844.015,34 15.345,16 0,00 859.360,50
Beteiligungen 54.126,66 0,00 0,00 54.126,66
Genossenschaftsanteile 9.500,00 0,00 0,00 9.500,00
Summe Finanzanlagen 907.642,00 15.345,16 0,00 922.987,16
Summe Anlagevermögen 50.721.554,82 18.138.484,22 14.321.419,93 54.538.619,11
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Abschreibungen Geschäftsjahr
Abgänge
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 374.822,87 4.130,24 0,00 378.953,11
Geschäfts- oder Firmenwert 142.391,16 34.871,10 0,00 177.262,26
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 517.214,03 39.001,34 0,00 556.215,37
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.468.956,06 589.786,82 0,00 18.058.742,88
technische Anlagen und Maschinen 4.355.434,78 132.135,45 0,00 4.487.570,23
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.282.433,47 1.839.088,05 1.434.251,32 5.687.270,20
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 27.106.824,31 2.561.010,32 1.434.251,32 28.233.583,31
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 27.624.038,34 2.600.011,66 1.434.251,32 28.789.798,68
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.516,07 17.646,31
Geschäfts- oder Firmenwert 171.448,72 206.319,82
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 184.964,79 223.966,13
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.879.343,58 12.469.130,40
technische Anlagen und Maschinen 545.938,83 608.725,28
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.489.833,82 8.872.376,80
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.725.752,25 15.675,87
Summe Sachanlagen 24.640.868,48 21.965.908,35
Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 859.360,50 844.015,34
Beteiligungen 54.126,66 54.126,66
Genossenschaftsanteile 9.500,00 9.500,00
Summe Finanzanlagen 922.987,16 907.642,00
Summe Anlagevermögen 25.748.820,43 23.097.516,48

1. Aktive latente Steuern

Nachfolgend werden die Arten von Vermögensgegenständen und Schulden sowie die Art des Überhangs als Grundlage für die latenten Steuern benannt:

Posten Aktiv-Passivüberhang
Geschäfts- oder Firmenwert aktiv
Pensionsrückstellung aktiv
Sonstige Rückstellungen aktiv
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aktiv

Die latenten Steuersalden entwickelten sich wie folgt:

Aktive latente Steuern 01.01.2023 1.495,5 T€
Zugang 64,7 T€
Abgang 13,4 T€
Aktive latente Steuern 1.546,8 T€

Die aktiven latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

Differenz Geschäfts- oder Firmenwert 59,0 T€
Differenz Pensionsrückstellungen 2.091,8 T€
Differenz sonstige Rückstellungen 686,9 T€
Differenz Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.085,1 T€
Gesamtdifferenz 4.922,8 T€
Gewichteter Konzernsteuersatz 31,4 %
Aktive latente Steuern 1.546,8 T€

2. Eigenkapital (einschließlich Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung)

Das gezeichnete Kapital und der Gewinnvortrag entfallen ausschließlich auf die Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH als Mutterunternehmen. Der Jahresüberschuss des Konzerns beträgt 2.829.684,08 € (Vorjahr: 3.568.716,92 €). Davon entfallen ein Jahresüberschuss in Höhe 1.076,73 € (Vorjahr: 1.076,73 €) auf die Muttergesellschaft, ein Jahresüberschuss in Höhe von 2.828.607,35 € (Vorjahr: 3.567.640,19 €) auf Nicht beherrschende Anteile.

Die variablen Kapitalkonten der Kommanditisten der J. Donges & Wiest GmbH & Co. KG werden im Fremdkapital ausgewiesen, da die Gesellschafter bezüglich dieses Betrages ein Entnahmerecht haben.

Nicht beherrschende Anteile

In diesem Posten werden unter anderem die auf Kommanditisten der J. Donges & Wiest GmbH & Co. KG entfallende Teile des Eigenkapitals ausgewiesen.

Dieser Posten beinhaltet unter anderem das Festkapital, die Kapitalrücklage und das Verlustvortragskonto der Kommanditisten, die aufgelaufenen Gewinnvorträge der Konzerngesellschaften sowie den auf die Kommanditisten entfallenden Teil des Jahresergebnisses.

Aufgrund der durch das BilMoG eingeführten Änderungen in § 301 Abs. 3 HGB wird der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in dieser Position ausgewiesen.

Zusätzlich werden hier die Anteile der Minderheitsgesellschafter der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften ausgewiesen.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

In früheren Jahren wurde aufgrund der Regelung des § 301 Abs. 3 HGB a. F. der Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" im Eigenkapital gesondert ausgewiesen. Dabei handelte es sich um den Saldo aus den Buchwerten und dem bilanziellen Eigenkapital der Tochtergesellschaften zum Zeitpunkt der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses. Der Posten hat demnach den Charakter von Gewinnrücklagen. Entsprechend den Ausführungen zu den nicht beherrschenden Anteilen sind die Gewinnrücklagen diesen zuzurechnen.

Tochterfirma Buchwert der Beteiligung in DM Eigenkapital der Tochtergesellschaft in DM Unterschiedsbetrag in DM
Wiest Automobile GmbH 200.000,00 -74.539,48 274.539,48
Autohaus J. Wiest & Söhne Gesellschaft mit beschränkter Haftung 5.220.737,00 6.727.119,72 -1.506.382,72
Autohaus Wiest GmbH 514.934,00 1.299.284,94 -784.350,94
Wiest Sportwagen GmbH 856.450,00 1.241.685,01 -385.235,01
J. Donges & Wiest GmbH & Co. KG 0,00 0,00
Summe 6.792.121,00 9.193.550,19 -2.401.429,19
entspricht in € -1.227.831,25

3. Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen auf die folgenden Rückstellungen:

31.12.2023
T€
31.12.2022
T€
Rücknahmeverpflichtungen für Leasinggeschäfte * 1.298,2 1.217,7
Resturlaubsverpflichtung und Überstunden 681,8 722,8
Drohverluste 377,5 231,5
Tantiemeverpflichtungen 26,3 22,4
Gewährleistungsverpflichtungen ** 331,1 291,3
Berufsgenossenschaftsbeiträge 74,3 65,6
Abschluss- und Prüfungskosten 209,7 214,3
gesetzliche Aufbewahrungspflichten 58,5 58,5
Prozessrisiken 5,0 5,0
Treueprämien 222,1 241,4
Personalkosten 196,4 1.429,4
Übrige sonstige Rückstellungen 143,0 118,1
Ausgleichsabgabe Schwerbehindertengesetz 3,2 1,5
Summe 3.627,1 4.619,5

* Der Berechnung der Rückstellung für Rücknahmeverpflichtungen liegt eine Schätzung der voraussichtlich anfallenden Kosten des Rücknahmeprozesses zugrunde. Sofern die Rücknahmeverpflichtungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, wurde eine Abzinsung vorgenommen, mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren.

** Bei dieser Rückstellung handelt es sich ausschließlich um eine etwaige Gewährleistungsverpflichtung für Reparaturen, da für Neuwagen die Garantien vom Hersteller getragen werden. Der Ermittlung der Gewährleistungsrückstellung wurden 0,1 % und 0,5 % des garantiepflichtigen Umsatzes zu Grunde gelegt.

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1-5 Jahre Restlaufzeit > 5 Jahre Gesamtsumme davon Restlaufzeit > 1 Jahr
ggü. Kreditinstituten 22.035.058,28 € 3.164.897,99 € 4.512.149,42 € 29.712.105,69 € 7.677.047,41 €
Vorjahr 15.449.233,15 € 3.353.927,47 € 4.643.374,43 € 23.446.535,05 € 7.997.301,90 €
erhaltenen Anzahlungen 1.267.730,56 € 0,00 € 0,00 € 1.267.730,56 € 0,00 €
Vorjahr 1.360.282,23 € 0,00 € 0,00 € 1.360.282,23 € 0,00 €
Verbindlichkeiten LuL 8.936.576,34 € 2.293.934,38 € 0,00 € 11.230.510,72 € 2.293.934,38 €
Vorjahr 5.644.296,57 € 2.312.934,38 € 0,00 € 7.957.230,95 € 2.312.934,38 €
Verb. ggü. assoziierten Unternehmen 16.670,00 € 50.010,00 € 0,00 € 66.680,00 € 50.010,00 €
Vorjahr 16.670,00 € 66.680,00 € 0,00 € 83.350,00 € 66.680,00 €
sonst. Verbindlichkeiten 4.632.562,48 € 0,00 € 0,00 € 4.632.562,48 € 0,00 €
Vorjahr 4.100.909,59 € 0,00 € 0,00 € 4.100.909,59 € 0,00 €
Summe 36.888.597,66 € 5.508.842,37 € 4.512.149,42 € 46.909.589,45 € 10.020.991,79 €
Vorjahr 26.571.391,54 € 5.733.541,85 € 4.643.374,43 € 36.948.307,82 € 10.376.916,28 €

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen Grundpfandrechte in Höhe von insgesamt 21,6 Mio. € zu Lasten von Grundstücken der Konzern-Gesellschaften. Des Weiteren wurde der finanzierte Neu-, Vorführ- und Gebrauchtwagenbestand, sowie der Bestand an Mietfahrzeugen sicherungsübereignet.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der Verpflichtung zur Rücknahme von Leasingfahrzeugen im Gesamtvolumen von 58,5 Mio. € (Vorjahr: 60,2 Mio. €).

G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

2023 2022
Gebrauchtwagenverkäufe 44% 44%
Neuwagenverkäufe 36% 36%
Sonstige Erlöse 1% 1%
Werkstatt und Teile 19% 19%
Gesamt 100% 100%

Erworbene Vorführwagen werden im Anlagevermögen bilanziert. Bei der Veräußerung von Vorführwagen werden Veräußerungserlöse in den Umsatzerlösen ausgewiesen und der Abgang der Buchwerte in den Materialaufwendungen. Es erfolgt kein Ausweis in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen. Aufgrund des Geschäftsmodells stellt diese Vorgehensweise ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertragslage dar.

Periodenfremde Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 100,3 T€ (Vorjahr: 63,3 T€) aus Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten.

H. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung und zum Konzern-Eigenkapitalspiegel

1. Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde unter Beachtung des durch das Deutsche Rechnungslegungs Standards Comittee (DRSC) veröffentlichten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 (DRS 21) aufgestellt.

Der Finanzmittelfonds laut Kapitalflussrechnung setzt sich aus den in der Bilanz, unter dem Posten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks, ausgewiesenen liquiden Mittel zusammen.

Die Bestände an Vorführ- und Mietwagen werden im Konzernjahresabschluss im Anlagevermögen ausgewiesen. Die Zu- und Abgänge dieser Fahrzeuge werden im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit und nicht im Cashflow aus der Investitionstätigkeit gezeigt, da es sich aus betriebswirtschaftlicher Sicht um Vorgänge des laufenden Geschäftsbetriebs handelt.

Die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber Herstellerbanken wird im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit gezeigt, da es sich wirtschaftlich um Lieferantenkredite handelt.

2. Konzern-Eigenkapitalspiegel

Der Konzern-Eigenkapitalspiegel wurde unter Beachtung des durch das Deutsche Rechnungslegungs Standards Comittee (DRSC) veröffentlichten Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 22 (DRS 22) aufgestellt.

Zum 31. Dezember 2023 stehen 27.783,17 € des der Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH zuzurechnenden Gewinnvortrages und Jahresüberschusses zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung.

I. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren insgesamt 389 Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit beschäftigt (Vorjahr: 388), davon 39 Auszubildende (Vorjahr: 35) und 17 geringfügig Beschäftigte (Vorjahr: 32).

2. Organmitglieder

Geschäftsführer des Mutterunternehmens ist:

• Herr Moritz Nitsche, Diplom Betriebswirt (BA)

Auf die Angaben gem. § 314 Absatz 1 Ziffer 6 HGB wird gemäß § 286 Absatz 4 HGB analog verzichtet.

3. Abschlussprüferhonorar

Das von dem Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt 108,3 T€ und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft schlägt vor, das Jahresergebnis des Mutterunternehmens wie folgt zu verwenden:

Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 26.706,44
Jahresergebnis 1.076,73
Ausschüttung 0,00
Vortrag auf neue Rechnung 27.783,17

5. Nachtragsbericht

Von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, der Halbleiterthematik, den wirtschaftlichen Auswirkungen des Russland-Ukraine-Konfliktes sowie der steigenden Inflation ist die Wiest Gruppe in allen Bereichen betroffen, insbesondere aber der Vertrieb infolge eines eventuellen Absinkens der Kundennachfrage.

Es bestehen große Unsicherheiten, wie die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen im weiteren Verlauf ausfallen werden. Die Auswirkungen auf das Jahr 2024 sind aktuell nur schwer quantifizierbar. Trotz dieser Entwicklungen gehen wir davon aus, dass wir die ursprünglichen Erwartungen an alle Spitzenkennzahlen der Unternehmensgruppe für das Geschäftsjahr 2024 erreichen werden und ein positives Jahresergebnis erzielt werden wird. Zu weiteren Angaben im Zusammenhang mit Chancen, Risiken und Prognosen wird auf den Lagebericht verwiesen.

 

Darmstadt, den 30. Juni 2024

Moritz Nitsche, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Konzernabschluss wurde am 26.11.2024 gebilligt.

Bestätigungsvermerk

An die Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH, Darmstadt

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH, Darmstadt, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Wiest Verwaltungsgesellschaft GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Darmstadt, 18. November 2024

MOOG Partnerschaftsgesellschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Claus-Peter Stein, Wirtschaftsprüfer

Achim Schweizer, Wirtschaftsprüfer

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