Stammdaten

Register
Amtsgericht Krefeld HRB 16086
Vorher
Johannes Haag Energietechnik GmbH
Eingetragen
8.6.1972
Branche
Wärme- und KältehandelTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Krafträdern, Kraftradteilen und -zubehörGroßhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung
Gegenstand
Die Errichtung von BHKW-Anlagen mit Gasmotoren sowie die Erbringung von Service-, Wartungs- und Betriebsführungsdienstleistungen für Gasmotoren und BHKW-Anlagen mit Gasmotoren sowie der Handel mit Gasmotoren und Ersatzteilen für Gasmotoren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Randolf Opreé
seit 20.6.2023
Prokura
Jürgen Salewski
seit 7.12.2020
Geschäftsführer
Frank Walter Riering
seit 10.5.2019
Geschäftsführer
Christian Fraedrich
seit 1.12.2017
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert27.62% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
GDF International S.A.S.
27.62%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
ENGIE Deutschland GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ENGIE Deutschland GmbH

Köln

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ENGIE Deutschland GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ENGIE Deutschland GmbH, Köln, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ENGIE Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 7. Oktober 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Crisan, Wirtschaftsprüfer

Kux, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

EUR EUR 31.12.2020
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.446.370,95   2.516
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.068.320,08   29.653
3. Geschäfts- oder Firmenwert 125.487.335,73   137.322
4. Geleistete Anzahlungen 7.983.356,75   10.391
II. Sachanlagen   165.985.383,51 179.882
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.988.527,64   37.603
2. Technische Anlagen und Maschinen 239.226.280,07   240.254
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.747.795,62   16.139
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 67.113.363,03   48.959
    361.075.966,36 342.955
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.493.744,58   11.081
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.046.151,97   999
3. Beteiligungen 1.059.421,13   962
4. Sonstige Finanzanlagen 95.376,00   93
    8.694.693,68 13.135
    535.756.043,55 535.972
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.710.653,27   16.377
2. Unfertige Leistungen 441.866.081,72   337.627
abzüglich erhaltene Anzahlungen -412.784.210,13   -296.654
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 0,00   3
4. Geleistete Anzahlungen 169.030,33   116
5. Emissionsrechte 12.579.350,16   5.225
    62.540.905,35 62.694
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 181.920.366,94   256.862
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 187.413.682,56   119.535
3. Sonstige Vermögensgegenstände 18.929.314,30   13.239
    388.263.363,80 389.636
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   5.921.750,94 11.886
    456.726.020,09 464.216
C. Rechnungsabgrenzungsposten   1.765.857,33 1.123
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   0,00 132
    994.247.920,97 1.001.443

Passiva

     
EUR EUR 31.12.2020
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital   15.670.000,00 15.670
II. Kapitalrücklage   323.702.628,95 320.703
III. Gewinnrücklagen   3.003.985,37 3.004
IV. Gewinnvortrag   38.530.568,17 48.855
V. Konzernjahresfehlbetrag   -15.501.336,37 -10.325
VI. Nicht beherrschende Anteile   4.572.622,99 2.856
    369.978.469,11 380.763
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung   4.895.023,85 5.303
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 16.275.431,00   19.135
2. Steuerrückstellungen 342.372,62   2.617
3. Sonstige Rückstellungen 147.478.658,48   132.156
    164.096.462,10 153.908
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77.298.916,04   40.352
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00   101.481
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 84.799.969,88   69.972
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 223.959.998,82   176.963
5. Sonstige Verbindlichkeiten 32.925.686,16   38.491
davon aus Steuern: EUR 15.911.004,95 (Vj.: TEUR 20.476)      
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 69.673,34 (Vj.: TEUR 86)      
    418.984.570,90 427.259
E. Rechnungsabgrenzungsposten   27.099.018,30 24.363
F. Passive latente Steuern   9.194.376,71 9.847
    994.247.920,97 1.001.443

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021

EUR EUR 2020
TEUR
1. Umsatzerlöse 1.213.907.630,28   1.125.019
2. fertigen und unfertigen Leistungen und unfertigen Erzeugnissen 104.238.976,76   61.796
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 33.008.102,31   18.742
4. Sonstige betriebliche Erträge 69.837.181,90   31.629
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 16.627,66 (Vj.: TEUR 2)      
    1.420.991.891,25 1.237.185
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -604.418.487,58   -492.620
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -287.443.614,66   -287.366
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter -252.881.570,77   -228.958
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -46.712.844,89   -44.069
davon für Altersversorgung: EUR -870.004,68 (Vj.: TEUR -1.355)      
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -49.074.377,33   -46.502
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -107.087.923,49   -103.357
davon aus der Währungsumrechnung: EUR -82.315,07 (Vj.: TEUR -1)      
    -1.347.618.818,72 -1.202.872
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00   97
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 514.368,82   564
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 14.904,00 (Vj.: TEUR 0)      
davon aus Abzinsung von Rückstellungen: EUR 14.158 (Vj.: TEUR 0)      
11. Aufwendungen aus Verlustübernahme -64.890,57   -1.632
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -8.341.981,38   -7.756
davon an verbundene Unternehmen: EUR -2.261.130,29 (Vj.: TEUR -1.753)      
davon aus Aufzinsung von Rückstellungen: EUR -1.934.726,12 (Vj.: TEUR -610)      
    -7.892.503,13 -8.727
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   -1.610.415,08 -3.297
14. Ergebnis nach Steuern   63.870.154,32 22.289
15. Sonstige Steuern   -753.493,51 -915
16. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn   -71.902.880,34 -24.995
17. Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn   -6.715.116,84 -6.704
18. Konzernjahresfehlbetrag   -15.501.336,37 -10.325

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

EUR 2020
TEUR
1. Periodenergebnis vor Gewinnabführung und nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 63.116.660,81 21.374
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 49.074.377,33 46.502
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 20.871.692,17 1.276
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Abnahme des Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung -407.918,65 -408
5. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie der RES-Geschäftsaktivitäten * -41.300.260,80 852
6. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 36.278.176,62 30.850
7. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -81.425.847,44 -3.569
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 7.827.612,56 7.191
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.610.415,08 3.297
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -4.578.001,22 -6.436
11. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 51.066.906,46 100.929
12. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2.865.881,36 50
13. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -71.171.108,69 -59.323
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagenvermögens 0,00 303
15. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -4.379.219,26 -10.286
16. + Einzahlungen aus der Veräußerung der RES-Geschäftsaktivitäten * und sonstigem Finanzanlagevermögen 49.335.425,06 46
17. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.794.102,23 -166
18. + Erhaltene Zinsen 510.483,88 564
19. + Gezahlte Ergebnisabführung von Beteiligungen 96.554,14 0
20. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -24.536.085,74 -68.812
21. + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 3.000.000,00 0
22. + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 58.257.215,23 54.942
23. - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -18.953.495,04 -16.123
24. - Gezahlte Zinsen -4.708.656,46 -4.115
25. +/- Einzahlungen vom Unternehmenseigner/Gezahlte Ergebnisabführung an Gesellschafter des Mutterunternehmens -24.994.563,00 18.327
26. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 12.600.500,73 53.031
27. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 39.131.321,45 85.149
28. +/- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0,00 0
29. +/- Verschmelzungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds 0,00 14
30. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 119.600.057,82 34.437
31. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 158.731.379,27 119.600
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode    
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 5.921.750,94 11.886
Forderungen aus Cash Pool 152.809.628,33 107.714
  158.731.379,27 119.600
Überleitung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung    
Periodenergebnis vor Gewinnabführung 63.116.660,81 21.374
abzgl. Verlustausgleich/Ergebnisabführung -71.902.880,34 -24.995
abzgl. auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn -6.715.116,84 -6.704
Periodenergebnis laut Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung -15.501.336,37 -10.325

* Es handelt sich um den Verkauf der Geschäftsaktivitäten des Geschäftsfeldes "Erneuerbare Energien" entfallenden Vermögensgegenstände und Schulden zum 31. Dezember 2021

Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmen
Rücklagen
Kapitalrücklage
Gezeichnetes Kapital
EUR
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB
EUR
nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
EUR
Summe
EUR
Stand 1. Januar 2020 15.670.000,00 127.728.381,96 192.974.246,99 320.702.628,95
Vortrag auf neue Rechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Gutschrift auf Verrechnungskonten der Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2020 15.670.000,00 127.728.381,96 192.974.246,99 320.702.628,95
Stand 1. Januar 2021 15.670.000,00 127.728.381,96 192.974.246,99 320.702.628,95
Vortrag auf neue Rechnung 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 3.000.000,00 3.000.000,00
Gutschrift auf Verrechnungskonten der Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 15.670.000,00 127.728.381,96 195.974.246,99 323.702.628,95
Eigenkapital des Mutterunternehmen
Rücklagen
Gewinnrücklagen
EUR
Summe
EUR
Stand 1. Januar 2020 3.003.985,37 323.706.614,32
Vortrag auf neue Rechnung 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00
Gutschrift auf Verrechnungskonten der Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2020 3.003.985,37 323.706.614,32
Stand 1. Januar 2021 3.003.985,37 323.706.614,32
Vortrag auf neue Rechnung 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00
Kapitalerhöhung 0,00 3.000.000,00
Gutschrift auf Verrechnungskonten der Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 3.003.985,37 326.706.614,32
Eigenkapital des Mutterunternehmen
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung
EUR
Gewinnvortrag (+) / Verlustvortrag (-)
EUR
Konzernjahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
Summe
EUR
Stand 1. Januar 2020 0,00 -2.269.097,84 51.124.487,96 388.232.004,44
Vortrag auf neue Rechnung 0,00 51.124.487,96 -51.124.487,96 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 -10.324.821,95 -10.324.821,95
Gutschrift auf Verrechnungskonten der Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2020 0,00 48.855.390,12 -10.324.821,95 377.907.182,49
Stand 1. Januar 2021 0,00 48.855.390,12 -10.324.821,95 377.907.182,49
Vortrag auf neue Rechnung 0,00 -10.324.821,95 10.324.821,95 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 0,00 -15.501.336,37 -15.501.336,37
Kapitalerhöhung 0,00 0,00 0,00 3.000.000,00
Gutschrift auf Verrechnungskonten der Minderheitsgesellschafter 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 0,00 38.530.568,17 -15.501.336,37 365.405.846,12
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
EUR
Stand 1. Januar 2020 -7.558.056,53 8.879.775,81
Vortrag auf neue Rechnung 8.879.775,81 -8.879.775,81
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 6.704.472,35
Gutschrift auf Verrechnungskonten der Minderheitsgesellschafter -5.170.299,97 0,00
Stand am 31. Dezember 2020 -3.848.580,69 6.704.472,35
Stand 1. Januar 2021 -3.848.580,69 6.704.472,35
Vortrag auf neue Rechnung 6.704.472,35 -6.704.472,35
Konzern-Jahresüberschuss 0,00 6.715.116,84
Kapitalerhöhung 0,00 0,00
Gutschrift auf Verrechnungskonten der Minderheitsgesellschafter -4.998.385,51 0,00
Stand am 31. Dezember 2021 -2.142.493,85 6.715.116,84
Nicht beherrschende Anteile Summe
EUR
Konzern-Eigenkapital Summe
EUR
Stand 1. Januar 2020 1.321.719,28 389.553.723,72
Vortrag auf neue Rechnung 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 6.704.472,35 -3.620.349,60
Gutschrift auf Verrechnungskonten der Minderheitsgesellschafter -5.170.299,97 -5.170.299,97
Stand am 31. Dezember 2020 2.855.891,66 380.763.074,15
Stand 1. Januar 2021 2.855.891,66 380.763.074,15
Vortrag auf neue Rechnung 0,00 0,00
Konzern-Jahresüberschuss 6.715.116,84 -8.786.219,53
Kapitalerhöhung 0,00 3.000.000,00
Gutschrift auf Verrechnungskonten der Minderheitsgesellschafter -4.998.385,51 -4.998.385,51
Stand am 31. Dezember 2021 4.572.622,99 369.978.469,11

Amtsgericht Köln (HRB 57515)

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der ENGIE Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden "ENGIE" oder "Gesellschaft"), für das Geschäftsjahr 2021 ist nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben der Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise im Anhang gemacht. Die funktionale Währung des Mutterunternehmens ist Euro.

Verbundene Unternehmen sind solche, die als Mutter- oder Tochterunternehmen in den Konzernabschluss des obersten Mutterunternehmens, der ENGIE S.A., Courbevoie (Frankreich), (im Folgenden ENGIE S.A. genannt), einzubeziehen sind. Sie stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich.

Gesellschaftsrechtliche Veränderungen im Geschäftsjahr

Im Jahr 2021 hat die ENGIE-Gruppe weltweit die Reorganisation basierend auf den Tätigkeitsschwerpunkten der neu definierten Organisationseinheiten (Global Business Units) umgesetzt. Dies führte im Geschäftsjahr auch zu Anpassungen in der Konzernstruktur der ENGIE Einheiten in Deutschland.

So wurde das in der ENGIE Deutschland GmbH in Teilbetrieben geführte Geschäftsfeld "Erneuerbare Energien" (im Folgenden auch "Renewables" oder "RES") mit Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 17. November 2021 und mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2021 in die zum Konzernkreis der ENGIE gehörende ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH (vormals Tevaro GmbH), Berlin, (im Folgenden auch "EDEG") ausgegliedert. Für den vorliegenden Konzernabschluss wurde die Ausgliederung als konzerninterner Vorgang in voller Höhe eliminiert.

Im Anschluss an die Ausgliederung hat die Gesellschaft mit Vertrag vom 14. Dezember 2021 und mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 ihren 100%igen Anteil an der EDEG an die ENGIE Deutschland AG, Berlin (im Folgenden "EDAG" genannt), für einen Kaufpreis in Höhe von TEUR 49.260 veräußert, so dass die auf die Geschäftsaktivitäten RES entfallenden Vermögensgegenstände und Schulden nicht mehr Bestandteil der Bilanz zum 31. Dezember 2021 des Konzernabschlusses der ENGIE sind.

Die der Veräußerung zugrunde liegenden Vermögenswerte und Schulden zum 31. Dezember 2021 stellen sich wie folgt dar:

TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 18.928
Finanzanlagen 6.088
Umlaufvermögen 9.555
Sonstige 181
  34.752
TEUR
Pensionsrückstellungen 3.948
Sonstige Rückstellungen 7.398
Verbindlichkeiten 15.975
Unterschiedsbetrag 7.431
  34.752

Aufgrund der Veräußerung der EDEG ist die Vergleichbarkeit der Bilanz zum 31. Dezember 2021 mit der des Vorjahres teilweise eingeschränkt. Wir haben zur besseren Vergleichbarkeit an entsprechenden Stellen die Zahlen der verkauften Geschäftsaktivitäten RES ergänzend angegeben.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der ENGIE sind neben dem Mutterunternehmen alle direkt und indirekt gehaltenen Tochterunternehmen einbezogen, sofern sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind oder besondere Ausschlussgründe vorliegen.

Unternehmen, bei denen die ENGIE einen beherrschenden Einfluss gemäß § 290 Abs. 2 HGB ausübt, werden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen, wenn sie einen operativen Geschäftsbetrieb ausüben.

Aufgrund auch insgesamt untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist gemäß § 296 Abs. 2 HGB bzw. § 311 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung einzelner Tochter- bzw. assoziierter Unternehmen in den Konzernabschluss verzichtet worden, weil sowohl ihr Jahresergebnis als auch ihre Umsatzerlöse insgesamt jeweils weniger als 2% des Konzernergebnisses bzw. Konzernumsatzes ausmachten.

Bilanzstichtag des Mutterunternehmens und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember.

Zum 31. Dezember 2021 wurden neben dem Mutterunternehmen folgende Gesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen:

Anteil am Eigenkapital
%
H.G.S. GmbH, Krefeld *1) *2) 100,0
ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau *1) *2) 100,0
Solarimo GmbH, Berlin *1) *2) 100,0
Energieversorgung Gera GmbH, Gera *2) *4) 90,0
GeraNetz GmbH, Gera *2) *3) *4) 90,0
Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken 51,0
Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken *2) *3) 51,0
Otto Building Technologies GmbH, Bad Berleburg *1) *2) 100,0

*1) Diese einbezogenen Unternehmen nehmen hinsichtlich der Aufstellung, Prüfung sowie Offenlegung des Jahresabschlusses die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch.
*2) Dieses Unternehmen führt ihr Ergebnis im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an ihren Gesellschafter ab.
*3) Mittelbare Beteiligung.
*4) Die Ergebnisbeteiligung beträgt 99,8%.

Konsolidierungsgrundsätze

Grundlagen der Konsolidierung

Grundlage für die Konsolidierung sind der Jahresabschluss der ENGIE und die nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellten Abschlüsse der konsolidierten Unternehmen.

Konsolidierungsmaßnahmen

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 gemäß § 301 Abs. 1 Nr. 1 a. F. HGB durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem Eigenkapital der einbezogenen Unternehmen (Buchwertmethode).

Der sich bei der Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften, die vor dem 1. Januar 2010 erstmals konsolidiert wurden, auf der Aktivseite ergebende Unterschiedsbetrag wurde nach Aufdeckung von stillen Reserven dem Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet, der gemäß § 309 Abs. 1 HGB a. F. vollständig mit den Rücklagen verrechnet wurde.

Grundsätzlich wird die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs nach dem 31. Dezember 2009 erstmals konsolidiert wurden, nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Der nach der Verrechnung verbleibende Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei der Kapitalkonsolidierung wurden die Grundsätze des DRS 23 "Kapitalkonsolidierung (Einbeziehung von Tochterunternehmen in den Konzernabschluss)" angewendet, wobei die vorgenannten Sätze Ausnahmen von der vollumfänglichen Anwendung dieses Standards darstellen.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen werden miteinander verrechnet.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Die konzerninternen Umsatzerlöse, Zinserträge, Beteiligungserträge sowie die anderen konzerninternen Erträge sind mit den auf sie entfallenen Aufwendungen verrechnet worden.

Zwischenergebniseliminierung

Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögensgegenständen wesentliche Zwischenergebnisse enthalten waren, wurden diese gem. § 304 Abs. 1 HGB erfolgswirksam eliminiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sind, sofern nicht im Weiteren beschrieben, gegenüber dem Vorjahr unverändert und erfolgen nach dem Bilanzierungsstandard des Handelsgesetzbuches (HGB). Dies gilt auch für die in den Konzernabschluss einbezogenen verbundenen Unternehmen, deren Einzelabschlüsse einheitlich nach den von der Muttergesellschaft angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt worden sind.

Die Bilanz wurde nach dem Gliederungsschema des § 266 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB erstellt und um die Posten "Emissionsrechte" im Umlaufvermögen unter den Vorräten und "Sonstige Finanzanlagen" im Anlagevermögen unter den Finanzanlagen erweitert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen - sofern sie der Abnutzung unterliegen - vermindert. In die Herstellungskosten sind neben den angefallenen Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Der Abschreibungszeitraum entspricht den branchenüblichen Nutzungszeiten der Anlagegüter. Die planmäßigen Abschreibungen wurden unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ausschließlich nach der linearen Methode errechnet.

Im Rahmen des im Geschäftsjahr 2015 bei der H.G.S. GmbH, Krefeld (im Folgenden HGS genannt), erfolgten Erwerbs der Servicesparte des Blockheizkraftwerk-Anbieters Seva Energie AG entstand ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 3.923. Die Abschreibungsdauer von 10 Jahren wurde an die langfristige strategische Ausrichtung des ENGIE-Konzerns im Zusammenhang mit der Energiewende ausgelegt. Zudem liegt die übliche Abschreibungsdauer von Blockheizkraftwerken bei 10 Jahren. Weitere Faktoren für diese Abschreibungsdauer waren die erweiterte Geschäftstätigkeit auf bis dahin nicht geographisch erschlossenen Gebieten sowie sehr gut qualifizierte Mitarbeiter, die damit einen wesentlichen Teil des Unternehmenswertes darstellten.

Die ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau (im Folgenden ENGIE REF genannt), übernahm in 2018 die CO 2-Hochtemperatur-Wärmepumpen-Aktivitäten aus der Insolvenzmasse von Hafner-Muschler Kälte- und Klimatechnik GmbH & Co. KG. Dabei entstand ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 1.226, für den eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren zugrunde gelegt wird.

Im Rahmen der Umstrukturierung der H.G.S.-Beteiligungen wurde bei der Erstkonsolidierung im Geschäftsjahr 2016 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 12.407 aufgedeckt, für den eine Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt wird.

Bei der Erstkonsolidierung der Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken (im Folgenden ESLL GbR genannt), wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 10.743 aufgedeckt, für den eine Nutzungsdauer von zehn Jahren zugrunde gelegt wird.

Bei der Erstkonsolidierung der Energieversorgung Gera GmbH, Gera (im Folgenden EGG genannt), wurde im Geschäftsjahr 2017 ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung in Höhe von TEUR 6.527 aufgedeckt, für den eine Nutzungsdauer von sechzehn Jahren zugrunde gelegt wird.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der Otto Building Technologies GmbH, Bad Berleburg (im Folgenden OBT genannt) im Geschäftsjahr 2019 wurde ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 138.461 aufgedeckt. Gleichzeitig wurde ein immaterieller Vermögensgegenstand in Form von erworbenen Kundenverträgen in Höhe von TEUR 24.026 identifiziert. Für den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwert und die aktivierten Kundenverträge wird eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren zugrunde gelegt, die einer durchschnittlichen Kundenbindung der OBT entspricht. Für die erworbene Marke wurde ein immaterieller Vermögensgegenstand in Höhe von TEUR 1.345 ermittelt, der über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben wird.

Die Gegenstände des Anlagevermögens werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung monatsgenau abgeschrieben. Die Abbildung geringwertiger Anlagegüter erfolgt in den Konzerngesellschaften leicht modifiziert. Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis maximal 250 EUR werden sofort aufwandswirksam erfasst, solche Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten von 60 EUR bis maximal 1.000 EUR werden aktiviert und sofort bzw. teilweise entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden gegebenenfalls gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB vorgenommen.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dabei wurden im Rahmen der Erstkonsolidierung der OBT im Geschäftsjahr 2019 stille Reserven in Höhe von TEUR 5.827 aufgedeckt. Die Ausleihungen sind zum Nennwert bilanziert. Unter den sonstigen Finanzanlagen werden Rückdeckungsansprüche mit dem beizulegenden Zeitwert, der auch den Anschaffungskosten entspricht, gemäß dem versicherungsmathematischen Gutachten der Versicherungsgesellschaft angesetzt.

Das am Bilanzstichtag auf Baustellen lagernde Material wird innerhalb der unfertigen Leistungen zu Einstandspreisen ausgewiesen. Die übrigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Unfertige Leistungen werden mit den angefallenen Einzelkosten zuzüglich eines angemessenen Teils der Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB aktiviert. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Erkennbaren Verlusten aus unfertigen Aufträgen oder innerhalb des Auftragsbestands wurde durch Abwertungen auf das Vorratsvermögen ausreichend Rechnung getragen. Darüber hinausgehende Verluste werden durch die Bildung von Rückstellungen angemessen berücksichtigt. Teile des Vorratsvermögens (Lager mit Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Vorräte in Kundendienstfahrzeugen) wurden mit einem Festwert bewertet. Vorräte im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten nach der Durchschnittsmethode oder zu gesunkenen Wiederbeschaffungskosten bewertet. Die Ermittlung des Mengengerüstes basiert weitestgehend auf einer automatisierten Füllstandsmessung über eBoxen®. Bei den anderen Anlagen werden die Bestände im Rahmen einer vorgelagerten Inventur ermittelt und zum Bilanzstichtag fortgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen Emissionsrechte unter den Vorräten sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei vorliegender Wertminderung werden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Die unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte werden zum Erinnerungswert bilanziert.

Bei langfristiger Auftragsfertigung im Geschäftsbereich "Technische Dienstleistungen und Produkte" werden Gewinne anteilig entsprechend des Fertigungsgrades realisiert und bei der Bewertung der unfertigen Leistungen wie folgt berücksichtigt: bei Aufmaß-Projekten werden Teilgewinne im Zuge der abgerechneten Fortschritte realisiert, bei Pauschalprojekten erfolgt eine Bewertung zu Herstellungskosten.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Zusammengang mit der langfristigen Auftragsfertigung im Geschäftsbereich "Technische Dienstleistungen und Produkte werden nach der Nettomethode ohne Umsatzsteuer ausgewiesen und offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Sofern der Betrag der erhaltenen Anzahlungen den Betrag der unfertigen Leistungen übersteigt, wird dieser unter den Verbindlichkeiten als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen ausgewiesen. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Wertberichtigungen werden für einzelne Ausfallrisiken sowie für Rechnungsabstriche gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung von 1,00 % Rechnung getragen. Forderungen in ausländischer Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs am Tag der Einbuchung oder mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Die langfristigen Energiesparcontracting-Verträge im Geschäftsfeld Anlagenbau des Geschäftsbereichs Technische Dienstleistungen und Produkte werden umsatzwirksam vereinnahmt und zum Barwert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen wird der die Kunden mit Jahresverbrauchsabrechnung betreffende, noch nicht abgelesene und abgerechnete Verbrauch von Strom, Gas und Wärme zwischen Ablese- und Abschlussstichtag abgegrenzt. Dabei werden die auf Basis von Hochrechnungen der bezogenen bzw. abgegebenen Energiemengen unter Berücksichtigung von Preisänderungen, ermittelt. Soweit wie möglich werden dazu aktuell abgelesene Zählerwerte verwendet, in den restlichen Fällen erfolgt die Hochrechnung des Verbrauchs anhand von historischen Zählerwerten in Verbindung mit aktuellen Temperatur-Gradtagzahlen. Erhaltene Abschlagszahlungen / Anzahlungen auf den noch nicht abgerechneten Energieverbrauch werden erstmalig konzerneinheitlich von den hochgerechneten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt. In den Vorjahren wurden die von Kunden der Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (im Folgenden: "ESLL AG" genannt), erhaltenen Abschlagszahlungen unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Stichtag erfasst, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

In den Vorjahren haben die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehende Verpflichtungen aus laufenden Renten, Anwartschaften und pensionsähnlichen Verpflichtungen auf die Generali PENSOR Pensionsfonds AG, Hamburg, (im Folgenden "PENSOR") gegen Leistung von Einmalbeträgen im Wege des Schuldbeitritts ausgelagert. In den hierzu geschlossenen Verträgen hat sich PENSOR zur Erfüllung der Versorgungsverpflichtungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften in der Weise verpflichtet, dass die Berechtigten unmittelbar das Recht erwerben, von PENSOR die Erfüllung der übertragenen Leistungsverpflichtungen zu verlangen. Eine Überprüfung der Übereinstimmung von Versorgungsverpflichtungen und Versorgungsvermögen erfolgt jährlich. Bei wirtschaftlicher Betrachtung hat sich der Konzern durch die Zahlung der Einmalbeiträge i. V. m. dem Schuldbeitritt von PENSOR seiner Pensionsverpflichtung entledigt. Zum Bilanzstichtag droht keine Inanspruchnahme aus gesamtschuldnerischer Haftung. In 2021 hat ENGIE zur Finanzierung der im laufenden Geschäftsjahr erdienten Versorgungsansprüche Beiträge an PENSOR in Höhe von TEUR 1.177 (Vj.: TEUR 1.195) geleistet und unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen i.S.v. Art. 28 Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf Mio. EUR 22,4 (Vj.: Mio. EUR 19,0).

Die Bewertung der nicht an PENSOR ausgelagerten Pensionsrückstellungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen jeweils unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" sowie jeweils unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Dabei wurde für die Pensionsrückstellungen der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren von 1,87 % (Vj.: 2,30 % - 2,31 %) zu Grunde gelegt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 0,0 % - 2,50 % (Vj.: 0,0 % - 2,50 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 0,0 % - 1,75 % (Vj.: 0,0 % - 1,80 %) berücksichtigt.

Das Deckungsvermögen wird in Abhängigkeit der jeweils zugrunde liegenden Rückdeckungsversicherungsverträge zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Das Deckungsvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB verrechnet, soweit eine entsprechende Verrechenbarkeit gegeben ist. Entsprechend wird mit den zugehörigen Aufwendungen und Erträgen aus Zinseffekten und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag (nach §253 Abs. 6 Sätze 1 und 3 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB) in Höhe von TEUR 1.475 (Vj.: TEUR 1.899).

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und Nachlaufkosten. Die Bilanzierung der Drohverlustrückstellung erfolgt projektabhängig und wird über die Marge der Hochrechnung bewertet. Nachlaufkosten werden bei entsprechender Beauftragung über die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden sie mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden sind. Für die Abzinsung der Rückstellungen betragen die Zinssätze für 2021 je nach Restlaufzeit 0,30 % bis 1,04 % (Vj.: 0,45 % bis 2,90 %).

Die Bewertung der Rückstellungen für die Jubiläums-, Sterbegeld- und Treueurlaubsverpflichtungen erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen jeweils unter Anwendung der "Richttafeln 2018 G" sowie unter Anwendung der Projected Unit Credit-Methode. Dabei wurde der durchschnittliche Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,35 % (Vj.: 1,60 % - 1,61 %) zu Grunde gelegt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden unverändert zum Vorjahr mit 3,0 % berücksichtigt.

Soweit die sonstigen Rückstellungen Abgrenzungsbeträge betreffend die Netznutzung enthalten, wurden diese um die geleisteten Abschläge gemindert. Die die Abgrenzungsbeträge übersteigenden Abschläge werden als debitorische Posten unter den sonstigen Vermögensgegenständen erfasst.

Die Rückstellung für Rückbau der Dampftrasse in Gera wurde nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 4,0 % bewertet. Es wurde zum 31. Dezember 2021 mit einem Zinssatz von 0,49 % für die durchschnittliche Restlaufzeit von 7 Jahren gem. § 253 Abs. 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB abgezinst.

Im Hinblick auf mögliche Risiken betreffend die Regulierungskonten Strom und Gas wurden die zum 31. Dezember 2016 durch die Bundesnetzagentur festgestellten Salden der Regulierungskonten der 2. Regulierungsperiode, die durch die Bundesnetzagentur festgestellten Salden der Regulierungskonten zum 31. Dezember 2017 sowie die voraussichtlichen Regulierungskontosalden der Jahre 2018 bis 2021 bei der GeraNetz GmbH, Gera, berücksichtigt. In die Berechnungen flossen die Auflösungspläne der Regulierungskontosalden ein. Dabei wurden zukünftige Forderungen nur dann mit zukünftigen Rückerstattungsverpflichtungen verrechnet, sofern sie das gleiche Kalenderjahr betreffen.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Beträge in ausländischer Währung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Einstandskurs oder dem am Bilanzstichtag höheren Devisenkassamittelkurs bewertet.

Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Stichtag bilanziert, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Insbesondere werden hier vereinbarte Baukostenzuschüsse und Anschlusskostenerstattungen sowie Investitionszuschüsse im Zusammenhang mit Bauvorhaben der Stadt Gera oder Dritter erfasst und entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagengüter zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung.

Infolge der seit 1. Januar 2016 geltenden ertragsteuerlichen Organschaft wird das steuerliche Einkommen des Mutterunternehmens, der ENGIE REF, der HGS, der EGG, der OBT sowie der Gesellschafterin ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln (im Folgenden EES genannt), der EDAG zugerechnet. Entsprechend DRS 18.32 unterbleibt daher der Ansatz von latenten Steuern aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Buchwerten von Vermögensgegenständen, Schulden und Abgrenzungsposten im Konzernabschluss und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen beim Organträger. Es wurden Steuerlatenzen aus der Aufdeckung stiller Reserven oder stiller Lasten aus der Erstkonsolidierung der ESLL GbR mit ihrer Tochtergesellschaft ESLL AG (Steuersatz 32,97 %), der EGG mit ihrer Tochtergesellschaft GeraNetz GmbH, Gera (im Folgenden GNG genannt), (Steuersatz 32,27 %) sowie der OBT gebildet (Steuersatz 32,45 %). Aktive und passive Steuerlatenzen wurden verrechnet. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern bei Gesellschaften, die nicht der ertragsteuerlichen Organschaft unterliegen, die aus Differenzen in den Jahresabschlüssen der konsolidierten Unternehmen resultieren, unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB.

Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung:

Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Die sich ausgleichenden positiven und negativen Wertänderungen werden ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Einzelangaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem gesonderten Anlagenspiegel (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt.

Mit dem Aktivierungswahlrecht nach § 248 Abs. 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB waren bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.516 aktiviert. Im Geschäftsjahr kamen weitere Entwicklungskosten als Zugänge sowie über Umbuchungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.779 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens hinzu. Im Berichtsjahr wurden diese Positionen mit insgesamt TEUR 849 planmäßig abgeschrieben. Weitere Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Geschäftsjahr weder angefallen noch aktiviert worden.

Zur Erläuterung der Geschäfts- und Firmenwerte verweisen wir auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze".

Seit dem Frühjahr 2020 erfolgte der Rückbau der Erzeugungsanlagen der EGG (Heizkraftwerk Gera-Nord und Heizwerk Gera-Süd) an beiden Standorten durch das beauftragte Unternehmen Laarakkers Democom GmbH in Gera. Am Standort Süd erfolgte ein Komplettabbruch der Gebäude inklusive Keller. Nach erfolgtem Abriss und Verkauf des Grundstückes durch die Kraftwerke Gera GmbH, Gera, (im Folgenden: "KWG" genannt) an die Stadt Gera wurde der Erbbaurechtsvertrag mit dem Gesamterbbaurecht an den Flurstücken 380/4 sowie 204/7 - eingetragen am 11. April 1997 - durch die KWG (Grundstückseigentümer) und EGG (Erbbauberechtigte) schuldrechtlich mit Wirkung zum 31. Mai 2021 vollständig aufgehoben. Der Abriss der Erzeugungsanlagen der EGG wurde im Jahr 2021 durch das beauftragte Unternehmen abgeschlossen, damit wurden sämtliche historische Anschaffungskosten (TEUR 32.589) bereinigt.

Aufgrund dauerhafter Wertminderungen wurden im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt TEUR 1.494 (Vj.: TEUR 599) vorgenommen. Davon entfallen TEUR 263 (Vj.: TEUR 0) auf Grundstücke und TEUR 1.231 (Vj.: TEUR 599) auf technische Anlagen und Maschinen.

Die nicht konsolidierten Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen entfallen auf:

Firma Anteil am Eigenkapital
%
Eigenkapital
TEUR
Jahresergebnis
TEUR
a) verbundene Unternehmen      
Emil Energie GmbH, Saarbrücken *1) 51,0 25 -65
Otto Engineering Polska Sp.z.o.o, Rzeszów, Polen *2) *3) 100,0 1.523 419
WW Industriemontage GmbH, Oberirsen *2) 52,0 129 122
Müller Ingenieurges. für techn. Gebäudeausrüstung mbH, Gießen *2) 100,0 657 322
b) Beteiligungen      
Windpark Molauer Platte GmbH, Berlin *2) 50,0 25 0
Windpark Molauer Platte Repowering GmbH & Co. KG, Berlin *2) 50,0 154 -16
WSW Energielösungen GmbH, Wuppertal 50,0 761 -18

*1) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Die ausgewiesenen Beträge zeigen die Werte vor Ergebnisabführungsvertrag.
*2) Ungeprüft
*3) Umrechnungskurs für den Abschluss PLN 1 = EUR 0,21782

Für eine weitere Erläuterung der gesellschaftsrechtlichen Veränderungen verweisen wir auf den Abschnitt "Konsolidierungskreis".

Unter den sonstigen Finanzanlagen werden nicht mit Pensionsverpflichtungen verrechenbare Ansprüche aus Versicherungen zur Deckung von Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 95 (Vj. TEUR 93) ausgewiesen.

Vorräte

Abrechnungsbedingt höhere Halbfertigbestände im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte führten zu einem Anstieg der Unfertigen Leistungen von TEUR 337.627 auf TEUR 441.866. Die in den Vorräten verrechneten erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich dazu proportional von TEUR 296.654 auf TEUR 412.784.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 sind bilanziell - zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt - Emissionsrechte (europäische CO 2-Zertifikate für die Erzeugungsanlagen) im Bestand in Höhe von TEUR 12.579 (Vj.: TEUR 5.225) vorhanden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten TEUR 5.103 (Vj.: TEUR 6.218) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Diese betreffen mit TEUR 5.078 (TEUR 6.172) insbesondere langfristige Energiesparcontracting-Verträge.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten in Höhe von TEUR 227.151 (Vj.: TEUR 199.166) Forderungen aus noch nicht abgelesenem und abgerechnetem Verbrauch. Von den Forderungen sind Abschlagszahlungen sowie Vorauszahlungen in Höhe von TEUR 182.829 (Vj.: TEUR 89.391) abgesetzt. Im Vorjahr wurden die erhaltenen Abschlagszahlungen auf den noch nicht abgerechneten Energieverbrauch von Kunden der ESLL AG (TEUR 100.421) unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Saldierung der erhaltenen Anzahlungen mit den entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Geschäftsjahr 2021 für alle Konzernunternehmen vereinheitlicht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

2021
TEUR
2020
TEUR
Cash-Pooling 152.810 107.714
Lieferungen und Leistungen 33.541 11.001
Sonstige 1.063 820
  187.414 119.535

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.690 begründet sich im Wesentlichen durch die erstmalige Bilanzierung nationaler Emissionsrechte im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Brennstoffen (TEUR 4.830). Diese dienen zur Erfüllung der unter den sonstigen Rückstellungen bilanzierten Abgabeverpflichtung für das Jahr 2021 im Folgejahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aus Mietkautionen sowie langfristigen Vorschüssen in Höhe von TEUR 36 (Vj.: TEUR 47).

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Bei dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.922 (Vj.: TEUR 11.886) handelt es sich vornehmlich um Guthaben bei Kreditinstituten.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital des Mutterunternehmens beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 15.670. Alleinige Gesellschafterin ist die EES.

Am 4. Mai 2021 hat die EES eine sonstige Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB von TEUR 3.000 in die Kapitalrücklage der Gesellschaft beschlossen. Der zugehörige Geldeingang bei der ENGIE ist am 2. Juni 2021 erfolgt. Die Kapitalrücklage stieg aufgrund dieses Vorgangs von TEUR 320.703 im Vorjahr um TEUR 3.000 auf TEUR 323.703.

Die Gewinnrücklagen in Höhe von insgesamt TEUR 3.004 enthalten den im Jahr 2010 eingestellten Unterschiedsbetrag aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG in Höhe von TEUR 1.419.

Die nicht beherrschenden Anteile zeigen den Anteilsbesitz Dritter an den Konzerngesellschaften. Diese betragen zum 31. Dezember 2021 insgesamt TEUR 4.573 (Vj.: TEUR 2.856) und betreffen Anteile von anderen Gesellschaftern an den vollkonsolidierten Unternehmen ESLL GbR, ESLL AG, EGG sowie GNG.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Im Jahr 2017 ergab sich aus der Erstkonsolidierung der EGG ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 6.527. Es handelt sich dabei um einen passiven Unterschiedsbetrag mit Fremdkapitalcharakter. Durch die Neubewertung der Bilanzposten im Rahmen der Erstkonsolidierung ergab sich eine absehbare negative Ertragsentwicklung, welche zu einer Minderung der zukünftigen Konzernergebnisse der Gesellschaft in den folgenden 16 Jahren führt. Dieser wurde im Geschäftsjahr 2021 um TEUR 408 aufgelöst.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag ergibt sich per Saldo eine Verpflichtung in Höhe von TEUR 16.275 (Vj.: TEUR 19.135), die unter den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ausgewiesen ist.

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 16.852 (Vj.: TEUR 21.204). Von den Rückdeckungsansprüchen in Höhe von TEUR 577 (Vj.: TEUR 2.200) wurden TEUR 577 (Vj.: TEUR 2.069) mit den saldierungspflichtigen Teilen der Pensionsverpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten dieser Rückdeckungsansprüche betragen TEUR 22 (Vj.: TEUR 1.687), der beizulegende Zeitwert TEUR 577 (Vj.: TEUR 2.200). Der Zeitwert wurde anhand des Kurswertes der Anteile an dem Pensionsfonds zum Bilanzstichtag ermittelt.

Auf das im Zuge der Veräußerung der Anteile an der EDEG verkaufte Geschäftsfeld RES entfielen im Vorjahr die folgenden Pensionsverpflichtungen:

2020
TEUR
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung 4.867
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 1.665
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 1.647
Vermögensverrechnung 1.516
Pensionsrückstellung 3.351

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 43.312; Vj.: TEUR 38.381), Rückstellungen für noch zu erbringende Leistungen (TEUR 43.191; Vj.: TEUR 48.177) sowie personalbezogene Rückstellungen (TEUR 31.486; Vj.: TEUR 28.619). Darüber hinaus werden hier Verpflichtungen zur Abgabe von Emissionsrechten in Höhe von TEUR 12.654 (Vj.: TEUR 3.279) bilanziert. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus erstmaliger Bilanzierung nationaler Emissionsrechte im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Brennstoffen.

In den sonstigen Rückstellungen sind darüber hinaus Rückstellungen für die Regulierungskonten Strom und Gas bei der GNG (TEUR 5.371; Vj.: TEUR 2.771), Rückstellungen für Rückbaukosten für das Dampfnetz in Gera in Höhe TEUR 2.936 (Vj.: TEUR 2.655) sowie Rückstellungen für Altlastenrisiken (TEUR 1.876; Vj.: TEUR 1.969) enthalten.

Auf das nicht mehr zum Konzernkreis gehörende Geschäftsfeld RES entfielen zum 31. Dezember 2020 Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.198, wovon TEUR 2.367 ausstehende Rechnungen betrafen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Gesamt Restlaufzeiten Gesamt Restlaufzeiten
Verbindlichkeitenspiegel
(in TEUR)
31.12. 2021 < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre 31.12. 2020 < 1 Jahr
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 77.299 5.032 21.058 51.209 40.352 4.292
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0 0 0 101.481 101.481
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 84.800 81.906 2.840 54 69.972 67.292
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 223.960 126.701 68.507 28.752 176.963 109.388
Sonstige Verbindlichkeiten 32.926 29.883 3.043 0 38.491 35.537
Gesamt 418.985 243.522 95.448 80.015 427.259 317.990
Restlaufzeiten
Verbindlichkeitenspiegel
(in TEUR)
1-5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.754 23.306
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.680 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.719 28.856
Sonstige Verbindlichkeiten 2.954 0
Gesamt 57.107 52.162

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 64.000 sind vollständig durch Sicherungsübereignung der zu finanzierenden, in Bau befindlichen Gasmotorenanlage in Saarbrücken gesichert. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind größtenteils durch Grundschulden und Zessionen besichert.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden im Geschäftsjahr konzerneinheitlich unter den entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abgesetzt. Im Vorjahr wurden die erhaltenen Abschlagszahlungen auf den noch nicht abgerechneten Energieverbrauch von Kunden der ESLL AG (TEUR 100.421) unter den Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die Saldierung der erhaltenen Anzahlungen mit den entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde im Geschäftsjahr 2021 für alle Konzernunternehmen vereinheitlicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 110.360 (Vj.: TEUR 120.664) Darlehen, mit TEUR 24.823 (Vj.: TEUR 18.283) Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer insbesondere im Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der EDAG in Höhe von TEUR 16.639 (Vj.: TEUR 13.022). Darüber hinaus bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin EES aus Ergebnisabführung in Höhe von TEUR 71.903 (Vj.: TEUR 24.995).

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten insbesondere die nach dem 31. Dezember 2002 vereinbarten Baukostenzuschüsse und Anschlusskostenerstattungen sowie Investitionszuschüsse im Zusammenhang mit Bauvorhaben der Stadt Gera oder Dritter. Die Zuschüsse werden entsprechend der Nutzungsdauer der Anlagengüter zu Gunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung der EGG in 2017 wurden die bis dahin unter den gesonderten Passivposten "Empfangene Ertragszuschüsse" und "Sonderposten für Investitionszuschüsse" bilanzierten Zuschüsse in die Neubewertungsrücklage eingestellt. Die seitdem im Einzelabschluss der EGG erfassten Veränderungen dieser Posten wurden vollständig im Konzernabschluss erfolgswirksam eliminiert. Dies umfasste zu Unrecht auch die seit dem 1. Januar 2018 neu vereinbarten Zuschüsse, was im Geschäftsjahr 2021 korrigiert wurde. Aus der Korrektur ergab sich eine periodenfremde Minderung der sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 4.195.

Passive latente Steuern

Die latenten Steuern resultieren aus der Aufdeckung stiller Reserven und stiller Lasten im Rahmen der Erstkonsolidierung der OBT, der ESLL GbR einschließlich ihrer Tochtergesellschaft ESLL AG sowie der EGG einschließlich ihrer Tochtergesellschaft GNG.

Bilanzposten Aktive latente Steuern
TEUR
Passive latente Steuern
TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 127 -6.579
Sachanlagevermögen   -504
Auflösung von Ertrags- und Investitionszuschüssen   -2.238
  127 -9.321
    -9.194

Die aktiven latenten Steuern bestehen im Wesentlichen aus der im Rahmen der Erstkonsolidierung der ESLL AG auf Konzernebene vorgezogenen Abwertung des Kraftwerks "Römerbrücke". Diese werden über fünf Jahre auf Konzernebene aufgelöst, da in diesem Zeitraum zugleich die ESLL AG auf Einzelabschlussebene entsprechende Abwertungen nachholt. Die hieraus resultierenden aktiven latenten Steuern für Gegenstände des Sachanlagevermögens haben sich per 31. Dezember 2021 um TEUR 1.717 auf TEUR 127 reduziert.

Dagegen bestehen auf Konzernebene passive latente Steuern für die erworbene Marke, Kundenstamm sowie Vorräte im Zusammenhang mit dem Erwerb der OBT in 2019. Die daraus resultierenden passiven latenten Steuern haben sich zum 31. Dezember 2021 um TEUR 563 auf TEUR 6.579 reduziert.

Darüber hinaus bestehen passive latente Steuern aus der Aufdeckung von stillen Reserven des Gas- und Stromnetzes sowie der Auflösung von Ertrags- und Investitionszuschüssen im Rahmen der Erstkonsolidierung der EGG und GNG auf Konzernebene. Die passiven latenten Steuern für Gegenstände des Sachanlagevermögens haben sich in per 31. Dezember 2021 um TEUR 180 auf TEUR 504 reduziert. Die Veränderung der passiven latenten Steuern im Zusammenhang mit der Auflösung von Ertrags- und Investitionszuschüssen betrug insgesamt TEUR 1.628. Davon entfallen TEUR 1.420 auf die bisher nicht erfasste Korrektur der passiven latenten Steuern für die Vorjahre (2018-2020).

Die Entwicklung der aktiven und latenten Steuern führt dazu, dass der Passivüberhang der latenten Steuern von TEUR 9.847 im Vorjahr auf TEUR 9.194 zurück ging.

Bei der ESLL AG resultieren aktive latente Steuern im Wesentlichen aus Bewertungsdifferenzen zwischen Handels- und Steuerrecht im Bereich der Pensionsrückstellungen. Der Ermittlung wurde ein Steuersatz von 17,15 % zugrunde gelegt, jedoch wird der Aktivsaldo der latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB nicht aktiviert.

Einzelangaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

Nach Regionen 2021
Mio. EUR
2020
Mio. EUR
Inland 1.187,5 1.093,9
Ausland 26,4 31,1
Summe 1.213,9 1.125,0

Die geografisch bestimmten Märkte unterscheiden sich nicht erheblich untereinander, weshalb keine Aufgliederung der Auslandsumsätze erfolgt.

Nach Tätigkeitsbereichen 2021
Mio. EUR
2020
Mio. EUR
Technische Dienstleistungen und Produkte 574,0 577,7
Strategische Kooperationen 473,4 405,8
Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien 166,5 141,5
Summe 1.213,9 1.125,0

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von TEUR 69.837 (Vj.: TEUR 31.629) ist insbesondere der Erlös aus dem konzerninternen Verkauf der Beteiligung an der EDEG in Höhe von TEUR 41.829 enthalten.

Periodenfremde sonstige betriebliche Erträge bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 14.338 (Vj.: TEUR 19.586) und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 16.020; Vj.: TEUR 14.093). Demgegenüber stehen periodenfremde Ertragsminderungen in Höhe von TEUR 4.195, die die im Geschäftsjahr 2021 vorgenommene Korrektur der in den Vorjahren zu Unrecht sofort erfolgswirksam vereinnahmten Baukosten- und Investitionszuschüsse der EGG betreffen. Im Vorjahr fielen darüber hinaus periodenfremde Erträge aus Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 3.659 (Berichtsjahr: TEUR 8) an.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages des Mutterunternehmens ENGIE mit ihrer Gesellschafterin EES werden in diesem Posten nur laufenden Ertragsteuern aus Tochtergesellschaften ausgewiesen, die nicht Teil des Organkreises sind.

Hiervon betreffen TEUR 2.263 (Vj.: TEUR 2.512) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie TEUR 653 latenten Steuerertrag (Vj.: latenter Steueraufwand von TEUR 785). In dem latenten Steuerertrag sind periodenfremde Erträge aus der nachgeholten Auflösung der passiven latenten Steuern im Zusammenhang mit den Ertrags- und Investitionszuschüssen der EGG in Höhe von TEUR 1.420 enthalten.

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung

Im Berichtsjahr sind Personalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit Reorganisationen und der in 2021 erfolgten Beendigung einer Geschäftstätigkeit in Höhe von insgesamt TEUR 6.178 (Vj.: TEUR 2.363) entstanden. Der Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt unter der Position Löhne und Gehälter.

Ergebnisabführung

Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2021 in Höhe von TEUR 71.903 (Vj.: TEUR 24.995) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die EES abgeführt.

Zusätzliche Angaben

Derivative Finanzinstrumente

Der Konzern unterliegt im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit finanziellen Währungsänderungs- sowie Zinsrisiken. Ziel des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements ist es, diese finanziellen Risiken zu reduzieren.

ENGIE nutzt derivative Finanzinstrumente insbesondere zur Absicherung von Währungsrisiken aus der operativen Geschäftstätigkeit. Alle derivativen Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Sicherung von zugrunde liegenden Geschäftsvorfällen eingesetzt und in Bewertungseinheiten einbezogen, Spekulationsgeschäfte werden nicht vorgenommen. Dabei werden Währungsrisiken durch sogenannte Micro-Hedges, bei denen das aus einem Grundgeschäft resultierende Risiko unmittelbar durch entsprechende Devisentermingeschäfte abgesichert wird, eingesetzt.

Bei der EGG erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2006 entsprechend den Vorgaben der Energiemarktsicherungspolitik die Absicherung der Gasbezugskosten für Kommunalgas. Die Preisabsicherung erfolgt derzeit durch Festpreisvereinbarungen für Teilmengen.

Bewertungseinheiten

Zur Sicherung von Zinsrisiken von Darlehen werden Zinsswaps bzw. Zins-Caps abgeschlossen. Weiterhin werden durch Abschluss von Devisentermingeschäfte Währungsrisiken aus Fremdwährungsforderungen im Rahmen von Projektverträgen abgesichert. Folgende Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte wurden in Form von Micro-Hedges zu Bewertungseinheiten zusammengefasst:

Risiko Grundgeschäft Sicherungsinstrument Laufzeit
Variable Art Art Betrag
EUR
Art Marktwert
EUR
(Designationszeitraum)
Zins Kontrahierter Zahlungsstrom Darlehen 888.891 Zinsswap -20.381 01.06.2015 - 06.06.2024
Währung Erwarteter Zahlungsstrom Forderung 203.128 Devisentermingeschäft -22.869 08.04.2021 - 29.04.2022
Währung Erwarteter Zahlungsstrom Forderung 289.941 Devisentermingeschäft -12.142 29.10.2021 - 30.03.2022

Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird mit der critical term match Methode bestimmt. Es wird erwartet, dass Wertänderungen der Zahlungsströme aus den Grundgeschäften aufgrund von Zinsschwankungen durch gegenläufige Wertänderungen der Zahlungsströme aus den Sicherungsgeschäften ausgeglichen werden, da sich wesentliche Merkmale von Grund- und Sicherungsgeschäft entsprechen.

Des Weiteren werden Bewertungseinheiten für so genannte Back-to-Back-Geschäfte mit ausgewählten Großkunden im Bereich Strom und Gas gebildet (micro-hedges).

Es wurden Back-to-Back-Geschäfte für die Lieferung von 124 GWh Strom zu TEUR 8.641 für das Geschäftsjahr 2022, 82 GWh Strom zu TEUR 4.981 für das Geschäftsjahr 2023, 24 GWh Strom zu TEUR 1.790 für das Geschäftsjahr 2024 sowie 24 GWh Strom zu TEUR 1.616 für das Geschäftsjahr 2025 mit ausgewählten Großkunden abgeschlossen. Mit dem Verkaufspreis und dem Einkaufspreis wird eine positive Preisdifferenz abgesichert.

Andere Kunden im Bereich Strom werden in einem Portfolio zusammengefasst. Den für die Jahre 2022 bis 2024 georderten Einkaufsmengen stehen vertraglich gebundene Absatzmengen bzw. weitestgehend sichere Prognosen gegenüber.

Für die Lieferung von 155 GWh Gas zu TEUR 3.930 für das Geschäftsjahr 2022, 48 GWh Gas zu TEUR 759 für das Geschäftsjahr 2023 sowie 26 GWh Gas zu TEUR 430 für das Geschäftsjahr 2024 für ausgewählte Großkunden wurden ebenfalls Back-to-Back-Geschäfte abgeschlossen. Mit dem Verkaufspreis und dem Einkaufspreis wird eine positive Preisdifferenz abgesichert.

Andere Kunden im Bereich Gas werden ebenfalls in einem Portfolio zusammengefasst. Den für die Jahre 2022 bis 2025 georderten Einkaufsmengen stehen vertraglich gebundene Absatzmengen bzw. weitestgehend sichere Prognosen gegenüber.

Haftungsverhältnisse

Aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag für Bürgschaften, im Wesentlichen für Gewährleistungen und Vertragserfüllungen, in Höhe von TEUR 117.193 (Vj.: TEUR 115.225). Dieser Betrag enthält keine Anzahlungsbürgschaften. Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme ist aufgrund der Bonität der ENGIE gering.

Die EGG ist Bruchteilseigentümerin von acht Kollektoren. Kollektoren sind begehbare unterirdische Kanäle oder vergleichbare Anlagen. Als Mitglied an acht Kollektoreneigentümergemeinschaften haftet die EGG gesamtschuldnerisch für die Verpflichtungen der Eigentümergemeinschaften. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als sehr gering eingeschätzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus:

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
Mietverträgen 66.866 68.196
Leasingverträgen (insbesondere Kfz) 9.088 8.960
sonstige Verpflichtungen 7.324 840

Die Miet- und Leasingverträge dienen der mittelfristigen Optimierung der Liquiditätssituation sowie der Verbesserung der Eigenkapitalquote der Gesellschaft. Risiken bestehen in der unkündbaren Grundmietzeit sowie in den höheren Refinanzierungskosten.

Die sonstigen Verpflichtungen betreffen insbesondere das zum Bilanzstichtag bestehende Bestellobligo.

Aus zum 31. Dezember 2021 bereits vertraglich fixierten Handelsgeschäften bestehen bei der EGG die folgenden Bezugsverpflichtungen:

Gas Strom
Jahr Menge (GWh) Wert
(TEUR)
Menge (GWh) Wert
(TEUR)
2022 414 10.230 505 31.522
2023 211 4.820 223 15.082
2024 89 1.619 107 6.180
2025 39 1.040 44 3.552

Weiterhin führt die ENGIE im Zuge eines aktiven Working Capital Managements mit verschiedenen Banken ein Factoringprogramm, welches die mit den veräußerten Forderungen verbundenen Risiken ohne Rückgriffsrecht des Erwerbers auf diesen überträgt ("True Sale"). Das zum 31. Dezember 2021 übertragene und somit nicht mehr zu bilanzierende Factoringvolumen betrug zum Stichtag TEUR 31.140. Auch das Factoring dient der mittelfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation sowie der Eigenkapitalquote der Gesellschaft. Die Risiken aus dem Factoring bestehen im Bonitätsrisiko des Factors, liegen jedoch unterhalb des Bonitätsrisikos des ursprünglichen Forderungsschuldners.

Die ESLL AG ist seit dem 1. April 2004 Mitglied bei der Zusatzversorgungskasse des Saarlandes, Saarbrücken (ZVK). Zum 31. Dezember 2021 waren 125 Mitarbeiter bei der ZVK versichert davon 89 mit unverfallbaren Versorgungsansprüchen. Die Art und Ausgestaltung der Versorgungszusagen kann der Satzung vom 26. Juni 2002 in der Fassung vom 21. September 2017 entnommen werden. Der Pflichtbeitrag betrug in 2021 6,9 % des zusatzversorgungspflichtigen Einkommens. Die Summe der umlagepflichtigen Gehälter belief sich in 2021 auf 6.566 TEUR.

Darüber hinaus sind keine weiteren für die Beurteilung der Finanzlage bedeutsamen Verpflichtungen zu vermerken.

Im Jahresdurchschnitt beschäftigte Mitarbeiter

2021 2020
Angestellte 3.530 3.384
Gewerbliche 599 580
  4.129 3.964

Daneben waren 189 (Vj.: 183) Ausbildungsplätze besetzt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers in Höhe von TEUR 492 für erbrachte Leistungen im Geschäftsjahr 2021 betrifft mit TEUR 457 Abschlussprüfungsleistungen sowie sonstige Leistungen mit TEUR 35.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Berichtsjahr lagen keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vor, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Nachtragsbericht 2021

Zu den möglichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf die Geschäftsentwicklung der ENGIE in Deutschland verweisen wir auf unsere Ausführungen im Risiko- und Prognosebericht des Lageberichts. Weitere berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB nicht eingetreten.

Einfluss steuerrechtlicher Bewertungsmaßnahmen

In Vorjahren wurden bei der EGG Sonderabschreibungen gemäß § 4 Fördergebietsgesetz von insgesamt TEUR 16.951 in Anspruch genommen. Aus dem Übergang zur Abschreibung auf den Restbuchwert nach Ablauf des Förderzeitraumes gemäß § 4 Fördergebietsgesetz ergeben sich in den kommenden Geschäftsjahren verminderte Normalabschreibungen von insgesamt TEUR 1.313. Die Minderung der Normalabschreibungen für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR 116 (i. Vj. TEUR 169).

Angaben zu den Organen des Mutterunternehmens

Geschäftsführung:

Dipl.-Ing. Manfred Schmitz, Grafschaft

Der Geschäftsführer übt seine Aufgaben hauptberuflich aus.

Aufsichtsrat:

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern, von denen zwei durch die Gesellschafterin zu bestellen sind und eines von den Arbeitnehmern entsandt wird. Von der Anteilseignerin wurden bestellt:

Anne-Laure De Chammard, Paris/Frankreich, (seit dem 27. Oktober 2021,

Aufsichtsratsvorsitzende seit dem 13. Dezember 2021)

Managing Director der Sparte Energy Solutions International der ENGIE-Gruppe

Christine Climeau, Paris/Frankreich, (seit dem 27. Oktober 2021)

Finance Vice-President der Sparte Energy Solutions International der ENGIE-Gruppe

Etienne Jacolin, Paris/Frankreich, (bis zum 27. Oktober 2021, Aufsichtsratsvorsitzenderbis zum 27. Oktober 2021)

Chief Financial Officer des Geschäftsbereiches EQUANS der ENGIE-Gruppe

Burkhard Klein, Düsseldorf, (bis zum 27. Oktober 2021, stellvertretenderAufsichtsratsvorsitzender bis zum 27. Oktober 2021)

Wirtschaftsprüfer

Von den Arbeitnehmern entsandt wurde:

Sabine Murphy, Berlin (stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende seit dem 13. Dezember 2021)

kaufmännische Angestellte, ENGIE Deutschland GmbH, Berlin

Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wurde die Erleichterungsvorschrift des § 286 Abs. 4 i. V. m § 314 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Auf die Angabe der Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder wird ebenfalls gemäß § 286 Abs. 4 i. V. m § 314 Abs. 3 HGB verzichtet, da nur das in Düsseldorf ansässige Aufsichtsratsmitglied eine Vergütung für seine Tätigkeit von der Gesellschaft bezogen hat.

 

Köln, 27. September 2022

ENGIE Deutschland GmbH

Geschäftsführung

Manfred Schmitz

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs - und Herstellungskosten
01.01.2021
EUR
Veränderungen des Konsolidierungskreises
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 9.772.635,35 0,00 1.584.195,58 -739.091,13
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.636.576,72 -204.299,19 2.540.009,73 -1.525.838,80
3. Geschäfts- oder Firmenwert 166.298.541,19 0,00 200.000,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 10.390.711,51 0,00 55.013,95 0,00
  241.098.464,77 -204.299,19 4.379.219,26 -2.264.929,93
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 72.401.831,49 -1.026.804,05 528.721,35 -7.079.741,39
2. Technische Anlagen und Maschinen 630.195.388,49 -25.516.604,20 26.074.444,92 -36.441.187,99
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 48.990.014,70 -415.147,84 5.701.451,55 -2.360.803,02
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.055.927,45 -1.051.692,66 38.866.490,87 -180.910,82
  804.643.162,13 -28.010.248,75 71.171.108,69 -46.062.643,22
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.080.778,50 -6.088.000,00 1.647.800,00 -146.833,92
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 999.420,90 0,00 46.731,07 0,00
3. Beteiligungen 961.896,97 0,00 97.524,16 0,00
4. Sonstige Finanzanlagen 93.329,00 0,00 2.047,00 0,00
  13.135.425,37 -6.088.000,00 1.794.102,23 -146.833,92
  1.058.877.052,27 -34.302.547,94 77.344.430,18 -48.474.407,07
Anschaffungs - und Herstellungskosten
Umbuchungen
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 195.482,32 10.813.222,12
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.717.402,02 57.163.850,48
3. Geschäfts- oder Firmenwert 462.448,97 166.960.990,16
4. Geleistete Anzahlungen -2.462.368,71 7.983.356,75
  -87.035,40 242.921.419,51
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.626.471,49 67.450.478,89
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.697.119,25 615.009.160,47
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 339.896,47 52.255.411,86
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -23.576.451,81 67.113.363,03
  87.035,40 801.828.414,25
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 6.493.744,58
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 1.046.151,97
3. Beteiligungen 0,00 1.059.421,13
4. Sonstige Finanzanlagen 0,00 95.376,00
  0,00 8.694.693,68
  0,00 1.053.444.527,44
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2021
EUR
Veränderungen des Konsolidierungskreises
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 7.256.705,31 0,00 849.215,99 -739.070,13
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.983.652,91 -142.332,53 4.937.667,52 -1.221.008,53
3. Geschäfts- oder Firmenwert 28.976.070,00 0,00 12.035.135,46 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  61.216.428,22 -142.332,53 17.822.018,97 -1.960.078,66
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.799.063,18 -245.363,17 1.979.955,86 -7.070.844,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 389.941.782,43 -8.623.385,52 24.209.454,11 -33.843.360,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.850.592,65 -275.821,81 5.062.948,39 -2.130.102,99
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.097.529,96 0,00 0,00 0,00
  461.688.968,22 -9.144.570,50 31.252.358,36 -43.044.308,19
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00   0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  522.905.396,44 -9.286.903,03 49.074.377,33 -45.004.386,85
Kumulierte Abschreibungen
Umbuchungen
EUR
31.12.2021
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 7.366.851,17
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -462.448,97 28.095.530,40
3. Geschäfts- oder Firmenwert 462.448,97 41.473.654,43
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
  0,00 76.936.036,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -860,05 29.461.951,25
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.098.390,01 375.782.880,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 35.507.616,24
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -4.097.529,96 0,00
  0,00 440.752.447,89
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00
4. Sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00
  0,00 0,00
  0,00 517.688.483,89
Restbuchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.446.370,95 2.515.930,04
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 29.068.320,08 29.652.923,81
3. Geschäfts- oder Firmenwert 125.487.335,73 137.322.471,19
4. Geleistete Anzahlungen 7.983.356,75 10.390.711,51
  165.985.383,51 179.882.036,55
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 37.988.527,64 37.602.768,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 239.226.280,07 240.253.606,06
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 16.747.795,62 16.139.422,05
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 67.113.363,03 48.958.397,49
  361.075.966,36 342.954.193,91
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.493.744,58 11.080.778,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.046.151,97 999.420,90
3. Beteiligungen 1.059.421,13 961.896,97
4. Sonstige Finanzanlagen 95.376,00 93.329,00
  8.694.693,68 13.135.425,37
  535.756.043,55 535.971.655,83

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns

Der deutsche ENGIE-Konzern (im Folgenden auch "ENGIE Deutschland Konzern" oder "Konzern" genannt) ist in drei Geschäftsbereiche aufgeteilt:

a) Technische Dienstleistungen und Produkte

(ENGIE Deutschland GmbH, Köln; ENGIE Refrigeration GmbH, Lindau; Otto Building Technologies GmbH, Bad Berleburg)

b) Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien

(ENGIE Deutschland GmbH, Köln; Solarimo GmbH, Berlin; H.G.S. GmbH, Krefeld)

c) Strategische Kooperationen

(Energie SaarLorLux GbR, Saarbrücken; Energie SaarLorLux AG, Saarbrücken (im Folgenden auch "ESLL" genannt); Energieversorgung Gera GmbH, Gera (im Folgenden auch "EGG" genannt); GeraNetz GmbH, Gera)

Der Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte umfasst die Planung und Installation von Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung, insbesondere von wärme-, lüftungs-, klima-, kälte- und elektrotechnischen Anlagen sowie von Sanitär- und Brandschutzanlagen und Anlagen der Wasseraufbereitung und Abwassertechnik bzw. den Bau von Rohrleitungen für alle technischen und gewerblichen Zwecke. Darüber hinaus sind neben der Instandsetzung, Inspektion und Wartung von gebäude-/produktionstechnischen Anlagen die Aktivitäten des Facility Managements in diesem Geschäftsbereich vertreten. Des Weiteren gehören Contracting-Modelle zur Energieeffizienzverbesserung mit Einspargarantie inklusive Finanzierung sowie Energie- und Gewährleistungsmanagement zum Leistungsspektrum. Der Geschäftsbereich deckt außerdem alle Bereiche der industriellen Kühl- und Kältetechnik ab, einschließlich Projektplanung, Fertigung sowie Betrieb und Betreuung. Dazu zählen energieeffiziente Kältemaschinen sowie energienahe kältetechnische Dienstleistungen, zum Beispiel ein Retrofit existierender Kältemaschinen.

Der Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien umfasst sowohl die Bereitstellung oder Lieferung von Medien aller Art im Rahmen verschiedener Contracting-Modelle (Energieliefer-, Energiespar-, Licht- und Kälte-Contracting) als auch die Energieoptimierung (Energiekostenreduktion, CO 2-Reduktion, Energie-Monitoring sowie "smarte" Energieverteilung und -speicherung), wobei der Einsatz erneuerbarer Energieträger (Biomasse und Biogas) sowie die technische und energiewirtschaftliche Konzeption von Kundenlösungen zur Reduzierung von CO 2-Emissionen eine zunehmend große Rolle spielen. Weiterhin wird auch die Planung, Errichtung und der Betrieb von Energieerzeugungsanlagen für Immobilien einschließlich des Vertriebs von Strom auf eigene oder fremde Rechnung im Geschäftsbereich abgedeckt. Darüber hinaus gehört auch die Errichtung von BHKW-Anlagen mit Gasmotoren sowie die Erbringung von Service-, Wartungs- und Betriebsführungsdienstleistungen für derartige Anlagen zum Portfolio des Geschäftsbereichs. Durch Umstrukturierungen innerhalb des ENGIE-Konzerns wurde der Geschäftsbereich im Jahr 2016 um die Energieerzeugung und -speicherung mit erneuerbaren Energiequellen erweitert. In Folge der im Abschnitt "Umstrukturierung der internationalen ENGIE-Gruppe und ENGIE Deutschland GmbH" beschriebenen erneuten Umstrukturierung wurden diese Aktivitäten rückwirkend zum 01.01.2021 in die ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH (ehemals TEVARO GmbH) ausgegliedert und schließlich mit Wirkung zum 31. Dezember 2021 an die ENGIE Deutschland AG (im Folgenden "EDAG") verkauft.

Das Geschäftsportfolio des Geschäftsbereichs Strategische Kooperationen umfasst die Versorgung von Haushalts-, Gewerbe- und Geschäftskunden mit Strom, Gas und Wärme sowie die Erbringung von damit im Zusammenhang stehenden energienahen Dienstleistungen. Darüber hinaus erfolgt in den regionalen Heizkraftwerken die umweltschonende Erzeugung von Strom und Fernwärme. Mit ihren regionalen Verteilnetzen und ihrer Kundennähe gehören die lokalen Energieunternehmen zu den entscheidenden Akteuren im Wandel der Energieversorgung.

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt ("BIP") war im Jahr 2021 nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes um +2,7 % (Vj.: -5,3 %) höher als im Vorjahr. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Vorjahr erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2021 noch um 2,0 % niedriger. 1

Die Bauindustrie in Deutschland - als ein wichtiger Indikator für das Marktumfeld des Geschäftsbereichs Technische Dienstleistungen und Produkte - verzeichnete nach Berechnungen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V. 2021 ein Umsatzwachstum von "nur" 1,2 % im Vergleich zum Vorjahr (Vj.: 5,9 %). Beeinflusst durch starke Preissteigerungen bei Baumaterialien und den damit verbundenen Anstieg der Preise für Bauleistungen von 7 %, bedeutet das einen realen Rückgang von etwa 6 %. Die Bauunternehmen konnten aufgrund von Lieferengpässen bei Materialien ihre Aufträge nicht so schnell abarbeiten. Entsprechend lag die Reichweite der Auftragsbestände Ende 2021 mit 4,7 Monaten auf einem Dezember-Allzeithoch. Um die zusätzlichen Aufträge abarbeiten zu können, haben die Betriebe im Jahresdurchschnitt die Zahl der Erwerbstätigen im Bauhauptgewerbe noch einmal um 18.800 auf 911.500 gesteigert. 2 Diese Entwicklung wiederum belastet den ENGIE Deutschland Konzern weiterhin als Arbeitgeber, der Fachkräfte auch aus Baugewerken nachfragt.

Nach Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) stieg der deutsche Energieverbrauch 2021 gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 12.265 Petajoule (PJ). Der Energieverbrauch liegt jedoch weiterhin spürbar unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit. Für die gestiegene Verbrauchsentwicklung sind vor allem die wirtschaftliche Erholung und die im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung verantwortlich. Für das letzte Quartal waren jedoch aufgrund der stagnierenden wirtschaftlichen Erholung kaum noch entsprechende Impulse auf den Energieverbrauch zu beobachten. 2021 kam es in der Summe zu einer stärkeren Nutzung fossiler Energieträger, während der Beitrag der Erneuerbaren Energien zum Primärenergieverbrauch um insgesamt 1,2 Prozent sank (Vorjahr + 3,1 Prozent). Der Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Primärenergieverbrauch erreichte 2021 einen Anteil von 15,9 (Vorjahr: 16,6) Prozent. 3 Die Bruttostromerzeugung stieg nach Schätzungen des BDEW um 3,2 Prozent auf 585,5 Mrd. kWh (Vorjahr 567,5 Mrd. kWh), wobei der Anteil Erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung von 44,2 auf 40,6 Prozent gesunken ist. Das entspricht 237,6 Mrd. kWh (Vorjahr 250,8 Mrd. kWh). 4 Im vergangenen Jahr hat sich der Gaspreis auf dem Weltmarkt gegenüber dem Vorjahr mehr als vervierfacht. Die gestiegenen Gaspreise wirken sich direkt auf die Strompreise aus. Einer noch unveröffentlichten Studie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung zufolge resultiert jeder Euro an Gaspreissteigerung in einer direkten Erhöhung des Strompreises in Deutschland. 5Weitere Preissteigerungen sind - z.B. aufgrund eines russischen Erdgaslieferstopps oder eines Embargos - nicht auszuschließen.

Der Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte wird im Bereich der Technischen Gebäudeausrüstung in Saarbrücken ein Projekt für den Geschäftsbereich Strategische Kooperationen in 2022 beenden. Der Geschäftsbereich baut unmittelbar am Heizkraftwerk der ESLL an der Römerbrücke ein neues Gasmotorenkraftwerk. Die Bau- und Montagearbeiten sind bereits abgeschlossen und das Projekt befindet sich in der Inbetriebnahmephase. Die fünf Gasmotoren mit einer elektrischen und thermischen Gesamtleistung von über 50 Megawatt werden zukünftig dazu beitragen, die Fernwärmeversorgung der Landeshauptstadt Saarbrücken sicherzustellen. Dadurch können rund 65.000 Haushalte mit Strom und rund 13.000 Haushalte mit Wärme versorgt werden. Der Bau des Gasmotorenkraftwerks ermöglicht gleichzeitig den vollständigen Ausstieg aus der Energieerzeugung mit Kohle in Saarbrücken. Die ESLL zählt damit zu den Energieversorgern in Deutschland, die den Kohleausstieg konsequent umsetzen. Mit der neuen Anlage wird die ESLL den CO 2-Ausstoß in Saarbrücken um rund 60.000 Tonnen pro Jahr senken. Darüber hinaus sicherte sich der Bereich im Berichtsjahr einen wichtigen Auftragserfolg in einer Arbeitsgemeinschaft mit den Unternehmen Wefers und ROM. Die "Arge FAIR TEC Cooling" liefert den Großteil der Kälte- und Wärmeversorgung der Teilchenbeschleuniger-Anlage FAIR in Darmstadt, ein großes und komplexes Bauvorhaben für die internationale Spitzenforschung. Das Ziel von FAIR ist es, neue Erkenntnisse über den Aufbau der Materie und die Entwicklung des Universums vom Urknall bis heute zu liefern. Dazu entstehen auf dem rund 150.000 Quadratmeter großen "FAIR-Gelände" im hessischen Darmstadt derzeit 25 Gebäude, für die die Arbeitsgemeinschaft die gesamte Kälte- und Wärmeversorgung planen und installieren wird. Im Markt für Facility Services sieht der Konzern weiterhin eine stark wachsende Nachfrage nach "grünen" Facility Management-Dienstleistungen für den Betrieb von Gebäuden und Liegenschaften im Rahmen einer Nachhaltigkeits-Strategie. Auch die verschärften regulatorischen Vorgaben der EU-Taxonomie 6 führen insbesondere bei Kunden aus der Immobilienwirtschaft zu verstärkter Nachfrage nach CO 2-armen Bewirtschaftungskonzepten.

Der Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien blickt trotz der im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres signifikant gestiegenen Preise für Brennstoffe auf ein ausgeglichenes Geschäftsjahr zurück, in dem wichtige Projekte abgeschlossen wurden. Dazu gehörte u. a. die Verlängerung des Energieliefer-Contractings für den Kunden GEKA GmbH, der seit 2007 vom ENGIE Deutschland Konzern versorgt wird.

Der Geschäftsbereich Strategische Kooperationen kann trotz der vielschichtigen Corona-Auswirkungen und der Turbulenzen am Energiemarkt die Geschäftsentwicklung insgesamt als erfolgreich bewerten. Hervorzuheben für das Berichtsjahr ist der im Plan befindliche Baufortschritt des oben beschriebenen Gemeinschaftsprojekts mit dem Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte in Saarbrücken. Für rund Mio. EUR 80 baut die ESLL wie oben erwähnt ein neues Gasmotorenkraftwerk.

1 Statistisches Bundesamt Deutschland, Pressemitteilung Nr. 020 vom 14.02.2022.
2 Pressemitteilung vom 25.02.2022 des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie e.V.
3 BDEW Jahresbericht 2021, S. 4-5.
4 BDEW Jahresbericht 2021, S. 22-24.
5 BMWK Schlaglichter der Wirtschaftspolitik April 2022, S. 16-17.
6 Pressemitteilung der Europäischen Kommission vom 2.2.2022.

Umstrukturierung der internationalen ENGIE-Gruppe und ENGIE Deutschland GmbH

Im Zuge der Reorganisation der internationalen ENGIE S.A. Group, Frankreich, (im Folgenden "ENGIE-Gruppe" genannt) wurden die Aktivitäten rund um das Thema Erneuerbare Energien innerhalb Deutschlands in der ENGIE Deutschland Erneuerbare GmbH (ehemals TEVARO GmbH, im weiteren auch "EDEG" genannt) gebündelt. Nach einem Verkauf zum Ende des Jahres 2021 ist die EDEG ab 1. Januar 2022 eine 100 % Tochtergesellschaft der ENGIE Deutschland AG, so dass diese Aktivitäten damit nicht mehr Bestandteil der Bilanz zum 31. Dezember 2021 des Konzernabschlusses der ENGIE Deutschland GmbH sind. Die Ausgliederung der Erneuerbaren Energien erfolgte ohne die Solarimo GmbH, die eine 100 % Tochtergesellschaft der ENGIE Deutschland GmbH bleibt.

Aus diesem Grund ist die Vergleichbarkeit der Bilanz des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 mit der des Vorjahres teilweise eingeschränkt. Wir haben zur besseren Vergleichbarkeit an einigen Stellen die Zahlen der verkauften Geschäftsaktivitäten ergänzend angegeben.

Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen, anderer aktivierter Eigenleistungen und sonstiger betrieblicher Erträge) stieg stärker als die Umsatzerlöse (+7,9 %) von Mio. EUR 1.237,2 um Mio. EUR 183,8 bzw. 14,9 % auf Mio. EUR 1.421,0. Ohne den unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesenen Sondereffekt aus dem Verkauf der EDEG über Mio. EUR 41,8 lag die Gesamtleistung mit 11,8 % immer noch deutlich oberhalb der prognostizierten Wachstumsrate von 1 - 5 %.

Im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte lag der Umsatz mit Mio. EUR 574,0 unterhalb der prognostizierten Spanne von Mio. EUR 625,0 - 685,0 weil sich geplante Abrechnungen von Projekten stichtagsübergreifend verschoben haben. Dagegen wurden in den Geschäftsbereichen Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien mit Mio. EUR 166,5 (Prognose: Mio. EUR 140,0 - 150,0) und Strategische Kooperationen mit Mio. EUR 473,4 (Prognose: "leicht" über Vorjahresniveau von Mio. EUR 405,8) die Umsatzziele übertroffen, im Wesentlichen beeinflusst durch Temperatureffekte und nicht erwartete Preiseffekte am Energiemarkt.

Das Jahresergebnis des Konzerns ist wie im Vorjahr erneut durch nicht realisierte Ergebniseffekte aus den oben beschriebenen Projektverzögerungen im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte und den damit einhergehenden Umsatzverschiebungen belastet.

Mittelzuflüsse aus dem Verkauf der EDEG waren maßgeblich für den Anstieg der Liquiden Mittel um Mio. EUR 39,1 verantwortlich. Die wesentlichen Finanzierungs- und Investitionstätigkeiten sind im Abschnitt "Finanzen" erläutert.

Insgesamt unterhält der ENGIE Deutschland Konzern neben den Hauptniederlassungen der konsolidierten Gesellschaften 27 Zweigniederlassungen, die sich flächendeckend über Deutschland verteilen. Von wesentlicher Bedeutung sind Zweigniederlassungen in Leipzig, die ungefähr einen Anteil von 10 % des Konzernumsatzes erwirtschaftet. Alle anderen Zweigniederlassungen sind mit einem jeweiligen Umsatz von unter 5 % gemessen am Konzernumsatz von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Die Verteilung des Umsatzes nach Regionen stellt sich wie folgt dar:

2021
Mio. EUR
2020
Mio. EUR
Inland 1.187,5 1.093,9
Ausland 26,4 31,1
Gesamt 1.213,9 1.125,0

Nach Geschäftsbereichen ergibt sich folgende Umsatzverteilung:

2021
Mio. EUR
2020
Mio. EUR
Technische Dienstleistungen und Produkte 574,0 577,7
Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien 166,5 141,5
Strategische Kooperationen 473,4 405,8
Gesamt 1.213,9 1.125,0

Während der Umsatz des Geschäftsbereichs Technische Dienstleistungen und Produkte auf Vorjahresniveau lag, stiegen sowohl im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien als auch im Geschäftsbereich Strategische Kooperationen die Umsätze deutlich an und übertrafen damit unsere Prognosen. Der Anstieg ist überwiegend beeinflusst durch Temperatur- und Preiseffekte in beiden Geschäftsbereichen sowie bei den Strategischen Kooperationen durch gestiegene Absatzmengen durch Sondervertragskunden und produktionsbedingt angewachsenem Gasbedarf eines Großkunden.

Die für den Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte wichtigen finanziellen Kennzahlen Auftragseingang und Auftragsbestand entwickelten sich wie folgt:

2021
Mio. EUR
2020
Mio. EUR
Auftragseingang 750,1 716,0
Auftragsbestand jeweils zum 31.12. 910,2 734,1

Grundsätzlich ist anzumerken, dass Service-Aufträge mit mehrjähriger Laufzeit nur mit den Monatsanteilen bis zum Geschäftsjahresende im Auftragseingang berücksichtigt werden.

Der Anstieg des Auftragseingangs ist zum einen begründet durch die Hereinnahme zweier Großaufträge und zum anderen durch weiteres Wachstum im Segment Facility Services.

Der Auftragsbestand im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte stieg abrechnungsbedingt und ebenfalls begründet durch den oben erwähnten Bestelleingang um Mio. EUR 176,1 auf Mio. EUR 910,2.

Liquidität

Der Konzern hat zum Bilanzstichtag einen Finanzmittelfonds in Höhe von Mio. EUR 158,7 (Vj.: Mio. EUR 119,6) ausgewiesen, der sich zum einen aus Bankguthaben sowie Kassenbestand und zum anderen aus Forderungen aus dem konzerninternen Cash-Pool zusammensetzt. Das konzerninterne Cash-Pool-Guthaben in Höhe von Mio. EUR 152,8 (Vj.: Mio. EUR 107,7) wird in der Bilanz unter dem Posten "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgewiesen.

Eine kurzfristige Liquiditätssicherung ist für den Konzern durch die Anbindung an den Cash-Pool der internationalen ENGIE-Gruppe mit einem Kreditlimit in Höhe von Mio. EUR 38,5 gegeben.

Zum 31. Dezember 2021 hatte der Konzern darüber hinaus eine kombinierte Bürgschafts- und Kreditlinie bei einer Bank in Höhe von Mio. EUR 15,0, von der zum Stichtag Mio. EUR 3,0 nicht ausgenutzt waren. Darüber hinaus besteht eine Kontokorrent-Kreditlinie in Höhe von Mio. EUR 8,0 bei der Kraftwerke Gera GmbH, die wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurde.

Zur Sicherung von Zinsrisiken von Darlehen werden Zinsswaps bzw. Zins-Caps angenommen. Im Berichtsjahr wird ein Darlehen in Höhe von Mio. EUR 0,9 mit einer Laufzeit bis 2024 derart besichert.

Die wesentlichen Werte der Kapitalflussrechnung des Konzerns stellen sich wie folgt dar:

Mio. EUR 2021 2020
Jahresergebnis (vor Gewinnabführung und nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn) 63,1 21,4
Abschreibungen auf Anlagevermögen 49,1 46,5
Veränderung der Rückstellungen sowie sonstige zahlungsunwirksame Erträge +20,5 +0,8
Gewinn (-)/Verlust (+) aus Anlagenabgängen -41,3 +0,8
Abnahme (+)/Zunahme (-) des übrigen Working Capital -45,1 +27,3
Zinsaufwendungen (+)/Zinserträge (-) +7,8 +7,2
Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) +1,6 +3,3
Ertragsteuerzahlungen -4,6 -6,4
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit +51,1 +100,9
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -24,5 -68,8
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit +12,5 +53,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds +39,1 +85,2
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 119,6 34,4
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 158,7 119,6

Die Entwicklung des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist im Berichtsjahr durch einen Sondereffekt aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft EDEG an die ENGIE Deutschland AG mit Mio. EUR 41,8 maßgeblich beeinflusst worden und führte zu einem starken Anstieg des Jahresergebnisses und der Gewinne aus Anlagenabgängen. Die Zunahme des Working Capital im Vergleich zum Vorjahr resultiert insbesondere aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und höheren Umsatzabgrenzungen bei Energielieferverträgen im Geschäftsbereich Strategische Kooperationen. Daneben führten gestiegene Forderungen aus Leistungsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen zu einer negativen Entwicklung des Working Capital im Berichtsjahr.

Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, Immaterielle Vermögensgegenstände und Finanzanlagen, saldiert mit Einzahlungen aus dem Verkauf der EDEG in Höhe von Mio. EUR 49,3 und dem Abgang von Sachanlagen sowie Zinserträgen führten zu einem Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von Mio. EUR -24,5.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet die Zahlung der Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag des Vorjahres an die Muttergesellschaft ENGIE Energy Services Deutschland GmbH, Köln, (im Folgenden "EES") in Höhe von Mio. EUR 25,0, die Einzahlung aus einer Zuführung in die Kapitalrücklage in Höhe von Mio. EUR 3,0 sowie den Saldo aus der Aufnahme und Begebung von Konzern- und Bankdarlehen inkl. Zinszahlungen in Höhe von Mio. EUR +34,6.

Investitionen

Die Investitionen im Jahr 2021 in Höhe von Mio. EUR 77,4 (Vj.: Mio. EUR 69,8) setzen sich wie folgt zusammen:

2021
Mio. EUR
2020
Mio. EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 4,4 10,3
Sachanlagen 71,2 59,3
Finanzanlagen 1,8 0,2

Das Investitionsvolumen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lag insgesamt über Vorjahresniveau aber leicht unter der prognostizierten Bandbreite von 80 - 85 Mio. EUR. Bei den Investitionen in Sachanlagen handelt es sich überwiegend um den Bau des neuen Gasmotorenkraftwerks in Saarbrücken und projektbezogene Erweiterungsinvestitionen im Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien. Die Investitionen bei den immateriellen Vermögensgegenständen beinhalten im Wesentlichen verschiedene Softwarelösungen. Die Investitionen in Finanzanlagen betreffen überwiegend Kapitaleinlagen in die ehemalige Tochtergesellschaft EDEG in Höhe von Mio. EUR 1,6, die zum Ende des Geschäftsjahres an die EDAG veräußert wurde.

Vermögenslage

Die Entwicklung der Aktivposten der Bilanz im Vergleich zum Vorjahr stellt sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Mio. EUR 2021 2020 +/-
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 527,0 522,9 4,1
Finanzanlagen 8,7 13,1 -4,4
Forderungen und übrige Aktiva 5,1 6,3 -0,9
Langfristig gebundenes Vermögen 540,8 542,3 -1,2
Vorräte brutto 475,4 359,4 116,0
abzgl. Erhaltene Anzahlungen -412,8 -296,7 -116,1
Vorräte netto 62,6 62,7 -0,1
Forderungen und Übrige Aktiva 197,5 265,0 -67,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 34,6 11,8 22,8
Kurzfristig gebundenes Vermögen 294,7 339,5 -43,6
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (Cash-Pool) 152,8 107,7 45,1
Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenguthaben 5,9 11,9 -6,0
Liquide Mittel 158,7 119,6 39,1
Summe Aktiva 994,2 1.001,4 -7,2

Der Anstieg der immateriellen Vermögensgegenstände und des Sachanlagevermögens um Mio. EUR 4,1 auf Mio. EUR 527,0 resultiert aus dem Saldo aus Zugängen aus Investitionen, Abgängen und Abschreibungen des Geschäftsjahres. Wesentliche Zugänge sind im Abschnitt Investitionen erwähnt. Die Abgänge aus dem Verkauf der EDEG betreffen die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen mit Mio. EUR 18,9 und die Finanzanlagen mit Mio. EUR 6,1.

Wachstums- und abrechnungsbedingt höhere Halbfertigbestände führten im Wesentlichen zu einem Anstieg der Vorräte brutto von Mio. EUR 359,4 auf Mio. EUR 475,4. Durch eine im Vorjahresvergleich höhere Projektfinanzierungsquote lagen die Vorräte netto trotzdem auf Vorjahresniveau.

Stichtagsbezogene höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Umsatzabgrenzungen bei Energie-Contracting- und Energielieferverträgen sowie gestiegene Absatzmengen und Preiseffekte im Energiemarkt führten zu einem Anstieg der kurzfristigen Forderungen und übrigen Aktiva. Da jedoch erstmalig die im Vorjahr unter den erhaltenen Anzahlungen passivisch ausgewiesenen Abschlagszahlungen im Bereich der Energieabrechnungen in Höhe von Mio. EUR 97,7 mit den entsprechenden Forderungen saldiert wurden, sanken die kurzfristigen Forderungen und übrigen Aktiva im Vorjahresvergleich um Mio. EUR 67,8 auf Mio. EUR 197,2 (wir verweisen auch auf die Ausführungen im Anhang).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus konzerninternem Cash-Pool in Höhe von Mio. EUR 152,8 (Vj.: Mio. EUR 107,7) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Mio. EUR 33,6 (Vj.: Mio. EUR 11,0).

Die Entwicklung der Passivposten der Bilanz stellt sich im Vergleich zum Vorjahr zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Mio. EUR 2021 2020 +/-
Gezeichnetes Kapital 15,7 15,7 0,0
Rücklagen 326,7 323,7 3,0
Konzerngewinnvortrag 38,5 48,9 -10,4
Konzernjahresergebnis -15,5 -10,3 -5,2
Nicht beherrschende Anteile 4,6 2,8 1,8
Eigenkapital 370,0 380,8 -10,8
Passivischer Unterschiedsbetrag aus Kapitalkonsolidierung 4,9 5,3 -0,4
Langfristige Rückstellungen 19,3 22,3 -3,0
Langfristige Bankverbindlichkeiten 72,3 36,1 36,2
Langfristige Lieferantenverbindlichkeiten und übrige Passiva 41,1 41,9 -0,8
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 97,3 67,6 29,7
Unternehmen   U/ ;U  
Lang-/Mittelfristiges Fremdkapital 230,0 167,9 62,1
Kurzfristige Rückstellungen 144,8 131,6 13,2
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,0 101,5 -101,5
Bankverbindlichkeiten 5,0 4,2 0,8
Kurzfristige Lieferantenverbindlichkeiten und übrige Passiva 112,9 100,7 12,2
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126,6 109,4 17,2
Kurzfristiges Fremdkapital 389,3 447,4 -58,1
Summe Passiva 994,2 1.001,4 -7,2

Der Rückgang des Eigenkapitals resultiert im Wesentlichen aus dem Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von Mio. EUR -15,5 (Vj.: Mio. EUR -10,3), der wiederum maßgeblich Abschreibungen auf Goodwill aus Erstkonsolidierungen beinhaltet. Daneben hat am 4. Mai 2021 die EES eine sonstige Zuzahlung gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 i. V. m. § 298 Abs. 1 HGB von Mio. EUR 3,0 in die Kapitalrücklage der Muttergesellschaft beschlossen. Der zugehörige Geldeingang ist am 2. Juni 2021 erfolgt.

Durch die Erhöhung eines Investitionskredites um Mio. EUR 38,0 und weitere Kreditaufnahmen in Höhe von Mio. EUR 4,6, saldiert mit planmäßigen Tilgungen von Bankdarlehen, erhöhten sich die langfristigen Bankverbindlichkeiten um Mio. EUR 36,2 auf Mio. EUR 72,3.

Der Anstieg der kurzfristigen Rückstellungen um Mio. EUR 13,2 auf Mio. EUR 144,8 ist im Wesentlichen auf den Gaseinkauf und insbesondere auf den Anstieg der Gaspreise und den zusätzlichen Rückstellungsbedarf zurückzuführen, der aus dem neuen Brennstoffemissionshandelsgesetz "BEHG" entstanden ist.

Der Rückgang der erhaltenen Anzahlungen ist durch die bei den Aktivposten erläuterte Saldierung mit Forderungen begründet.

Als Ursache für den Anstieg der kurzfristigen Lieferantenverbindlichkeiten und übrigen Passiva von Mio. EUR 100,7 auf Mio. EUR 112,9 sind im Wesentlichen die gestiegenen Beschaffungspreise im Energiesektor zu nennen.

Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit Mio. EUR 110,4 (Vj.: Mio. EUR 120,7) im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Konzerndarlehen sowie Verbindlichkeiten für das im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrages abzuführende Ergebnis an die EES mit Mio. EUR 71,9 (Vj.: Mio. EUR 25,0), mit Mio. EUR 24,8 (Vj.: Mio. EUR 18,3) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit Mio. EUR 16,6 (Vj.: Mio. EUR 13,0) Verbindlichkeiten aus der Umsatzsteuerabführung an die Organgesellschaft.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen fielen von Mio. EUR 68,2 im Vorjahr um Mio. EUR 1,3 auf Mio. EUR 66,9, da im Berichtsjahr keine wesentlichen neuen Verträge abgeschlossen wurden.

Ertragslage

Eine Übersicht der Entwicklung der Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

Mio. EUR 2021 2020 +/- %
Umsatzerlöse 1.213,9 1.125,0 88,9 7,9%
Bestandsveränderung inkl. andere aktivierte Eigenleistungen 137,3 80,6 56,7 70,3%
Übrige betriebliche Erträge 69,8 31,6 38,2 120,9%
Gesamtleistung 1.421,0 1.237,2 183,8 14,9%
Materialaufwand -891,9 -780,0 -111,9 14,3%
Personalaufwand -299,5 -273,0 -26,5 9,7%
Abschreibungen -49,1 -46,5 -2,6 5,6%
Sonst. betr. Aufwendungen -107,1 -103,4 -3,7 3,6%
Betrieblicher Aufwand -1.347,6 -1.202,9 -144,7 12,0%
Betriebsergebnis 73,4 34,3 39,1 114,0%
Beteiligungs- und Finanzergebnis -7,9 -8,7 0,8 9,2%
Steuern -2,4 -4,2 1,8 -42,9%
Ergebnis vor Ergebnisabführung und nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn 63,1 21,4 41,7 194,9%

Die Umsatzerlöse stiegen im Vorjahresvergleich um Mio. EUR 88,9 bzw. 7,9 % auf Mio. EUR 1.213,9 (Vj.: Mio. EUR 1.125,0) und erfüllten damit unsere Erwartungen.

Die Gesamtleistung stieg um 14,9 % bzw. Mio. EUR 183,8 auf Mio. EUR 1.421,0. Neben dem Anstieg der Umsatzerlöse waren hierfür insbesondere die im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 42,4 gestiegene Erhöhung der Halbfertigbestände und die um Mio. EUR 38,2 gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträge verantwortlich. Bereinigt um den Sondereffekt in den sonstigen betrieblichen Erträge Höhe von Mio. EUR 41,8 aus der Veräußerung der EDEG an die EDAG reduziert sich der Anstieg der Gesamtleistung auf 11,5 %.

Der gestiegenen Gesamtleistung steht ein um Mio. EUR 144,7 höherer Betriebsaufwand von Mio. EUR 1.347,6 gegenüber, der sich mit +12,0 % annähernd proportional zur Gesamtleistung ohne Berücksichtigung des Sondereffektes aus der Veräußerung der EDEG entwickelte. Das Betriebsergebnis stieg um Mio. EUR 39,1 auf Mio. EUR 73,4, bzw. fiel unter Berücksichtigung des Sondereffekts aus dem Verkauf der EDEG um Mio. EUR -2,7.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen ihrer Konzernzugehörigkeit zum internationalen ENGIE S.A.-Konzern erstellt der ENGIE Deutschland Konzern auch Abschlüsse nach IFRS. Sowohl im ENGIE S.A.-Konzern als auch innerhalb der deutschen ENGIE-Gesellschaften erfolgt die Unternehmenssteuerung daher über IFRS-Kennzahlen. Hervorzuheben sind hierbei als Kennzahlen insbesondere Umsatz und EBIT sowie Cash Flow.

Unterschiede zum HGB-Ergebnis ergeben sich aus Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS, wie bspw. aus den Bilanzierungsstandards IFRS 15 oder IFRS 9. Insbesondere wird mit der Percentage-of-Completion Methode bei Langfristfertigung eine Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad (Leistungsfortschritt) erreicht, das heißt Aufwendungen und Erträge werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad des Gesamtauftrags anteilig den einzelnen Perioden zugeordnet, wogegen auf Grund des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips die Completed-Contract-Methode angewendet wird.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren im Sinne des § 315 Abs. 1 Nr. 3 i. V. m. Abs. 3 HGB wie Kundenzufriedenheit, Versorgungssicherheit und Umweltfreundlichkeit gewinnen insbesondere für den Geschäftsbereich Strategische Kooperationen immer mehr an Bedeutung. So wurde die EGG im Jahr 2022 zum elften Mal als TOP-Lokalversorger Strom und Gas und zum vierten Mal auch für Fernwärme vom unabhängigen Branchendienst energieverbraucherportal.de ausgezeichnet.

Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage des ENGIE Deutschland Konzerns insgesamt als zufriedenstellend.

Forschung und Entwicklung

Da der Konzern im Wesentlichen Technische Dienstleistungen und Energiedienstleistungen erbringt, wird keine Forschung und Entwicklung im klassischen Sinne betrieben. Gleichwohl wird das bestehende Portfolio fortwährend auf Kundenanforderungen und die eigene Strategie überprüft und bei Bedarf optimiert und erweitert.

Lediglich im Bereich Kältetechnik werden Produkte selbst konzeptioniert und kontinuierlich weiterentwickelt. Im Geschäftsjahr 2021 wurden insgesamt Mio. EUR 1,3 in die Weiterentwicklung verschiedener Kältemaschinen- und Wärmepumpen-Baureihen investiert und vollständig aktiviert. Die Abschreibung auf Entwicklungskosten beliefen sich im Berichtsjahr auf Mio. EUR 0,2.

Risikobericht

Das Risikomanagement ist für den ENGIE Deutschland Konzern verpflichtend integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken und Chancen nutzen wir eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehört ein konzernweit einheitlicher Planungs-, Budgetierungs-, Berichts- und Controllingprozess zur Steuerung und zur Information unserer Gesellschafter. Außerdem wird der Konzern von den Aktivitäten der Konzernrevision erfasst, die in regelmäßigen Abständen in Deutschland tätig wird.

In allen Geschäftsbereichen ist es für den ENGIE Deutschland Konzern von Bedeutung, die grundsätzlich bestehenden Risiken, die sich aus komplexen und technisch anspruchsvollen Projekten ergeben, in der Angebotsphase zu identifizieren. Dies können Risiken vertraglicher sowie technischer und kommerzieller Art sein und bei Eintritt zu Mehraufwendungen im Vergleich zur ursprünglichen Kalkulation führen. Bereits in der Angebotsphase durchlaufen Projekte einen strukturierten Prüfungs- und Genehmigungsprozess in Abhängigkeit vom Projektvolumen, besonderen Risiken und Plan-Bruttomargen. Bei Projektstart wird das Auftragsmanagement bei größeren oder komplexeren Aufträgen durch ein externes Beratungsunternehmen unterstützt. Die Auftragsabwicklung wird durch ein proaktives Claim-Management mit dem Ziel begleitet, Belastungen aus nicht planbaren Abweichungen zu reduzieren. Ferner wurde für die Anlagentechnik eine ergänzende Richtlinie zum Umgang mit Risiken ("10 Grundsätze zum Umgang mit Risiken im Unternehmen") erarbeitet und allen Mitarbeitenden im Intranet zugänglich gemacht. Das Delkredererisiko wird durch die Vereinbarung von Anzahlungen und Avalen sowie die Bildung von Einzelwertberichtigungen eingegrenzt. Präventiv werden darüber hinaus Bonitätsprüfungen mit anschließendem Monitoring durchgeführt. Um Währungs- und Zinsrisiken einzuschränken, setzt der Konzern bei Bedarf derivative Finanzinstrumente ein. Hier kommen in der Angebotsphase Devisenoptionsgeschäfte und nach Auftragserteilung Devisentermingeschäfte zur Anwendung. Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernanhang.

Die Geschäftsbereiche Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien sowie Strategische Kooperationen sind im Energiemarkt sowohl auf der Beschaffungs- und Erzeugungsseite als auch auf der Absatzseite Marktrisiken ausgesetzt. Bezugsseitige Preis- und Mengenrisiken werden vom Portfoliomanagement mittels einer strukturierten Beschaffung an den Großhandelsmärkten gesteuert. Dazu werden auf Grundlage des geltenden Hedging-Regelwerks Termingeschäfte abgeschlossen, in der Regel für mehrere Kalenderjahre im Voraus. Mit dieser Vorgehensweise erreichen wir eine hohe Planungs- und Ergebnissicherheit für die kommenden Geschäftsjahre. Ein weiteres Risiko besteht in einer gegenüber der Kalkulation wesentlich geringeren oder höheren Abnahme von Strom und Gas durch die Kunden und der damit verbundenen Notwendigkeit, die eingedeckten Strom- bzw. Gasmengen kurzfristig zu Marktpreisen ver- bzw. einkaufen zu müssen. Infolge der aktuell hohen Preisvolatilität können sowohl Minder- als auch Mehrmengen je nach Preisentwicklung Risiken bergen. Weitere Risiken ergeben sich durch Änderungen der Marktregeln. Im Gasmarkt hat dies Auswirkungen auf die Kosten für Ausgleichsenergie, Regel- (Ausgleichs-) Energieumlage sowie Mehr- und Mindermengen. Im Strommarkt sind, mit dem zunehmenden Anteil Einpreisungen aus fluktuierenden Erzeugungsanlagen, zunehmende wirtschaftliche Anreize für eine ausgeglichene Energiebilanz je Abrechnungseinheit zu erwarten. Wir verweisen auf die Ausführungen im Konzernanhang.

Ausfall- und Kreditrisiken im Rahmen des bestehenden Vertriebsportfolios werden als relevant eingeschätzt und durch Prozesse und Tools zur Bewertung neuer Kunden (bereits vor Vertragsabschluss) und ständiger Überwachung des Portfolios hinsichtlich möglicher Risiken kontrolliert.

Risiken der Datenverarbeitung werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Dazu gehören zum Beispiel die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall.

Aus der COVID-19-Pandemie können nach wie vor finanzielle Risiken aus Volumeneffekten aus der Nachfrage nach Strom, Gas und Wärme sowie aus Verzögerungen in Bauabläufen und bei Investitionsentscheidungen entstehen. Wesentliche Forderungsausfälle und Corona bedingte Stilllegungen von Baustellen waren bisher nicht zu verzeichnen. Sollte sich die Krise erneut verschärfen und es temporär zu einer geringeren Auslastung kommen, kann der Konzern dem kurzfristig mit dem Instrument der Kurzarbeit begegnen

Durch den Ausbruch des Krieges in der Ukraine haben sich bisher für den Konzern keine signifikanten unmittelbaren Auswirkungen ergeben, da der ENGIE Deutschland Konzern kein direktes Geschäft mit russischen und ukrainischen Kunden oder Lieferanten betreibt. Dennoch können sich mittelbar aus der Russland-Ukraine-Krise eine Reihe von zusätzlichen Auswirkungen auf den Konzern ergeben. Die drohende Gasmangellage als Folge geringerer Gaslieferungen aus Russland beeinflusst das Contractinggeschäft je nach Umfang der Gasverknappung erheblich. Konkret bestehen nach aktuellem Stand der politischen Diskussion im Wesentlichen zwei Risiken: Zum einen würde ein Gasverstromungsverbot in Abhängigkeit der Mindestgröße der betroffenen Erzeugungsanlagen mindestens am Standort Gera zu einem Herunterfahren der dort betriebenen BHKWs mit einer Gesamtleistung von 40 MWel führen. Zum anderen drohen uns als Gasendkunden durch außerplanmäßige Preiserhöhungen, zu denen unsere Vorlieferanten im Falle einer Ersatzbeschaffung in Folge ausbleibender Gaslieferungen berechtigt wären, Mehrkosten, die wir ggf. nicht weitergeben können an unsere Kunden.

Die bereits im Laufe des Jahres 2021 und zu Anfang 2022 erfolgten signifikanten Preiserhöhungen im Gaseinkauf treffen den ENGIE Deutschland Konzern nur temporär, da sie verzögert durch Preisgleitklauseln/-anpassungen an die Endkunden weitergegeben werden können.

Weitere mittelbare Risiken aus der Russland-Ukraine-Krise werden vom ENGIE Deutschland Konzern im Rahmen des operativen Risiko-Managements in der folgenden Weise beachtet und bearbeitet:

Störung der internationalen Lieferketten, Preisanstieg bei Rohstoffen oder Vorproduktion (z.B. Stahl) durch verstärkte Zusammenarbeit mit den Einkaufsabteilungen der internationalen ENGIE-Gruppe

Vermeidung von Vertragsstrafen aufgrund nicht eingehaltener Liefertermine durch aktive Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten.

Vermeidung von Zahlungsausfällen wichtiger Kunden oder Lieferanten durch regelmäßiges Monitoring der Kunden und Lieferanten.

Vermeidung zusätzlicher Cyberrisiken durch verstärkte Maßnahmen der ENGIE IT zum sog. "Hardening" der IT Infrastruktur und der begleitenden Maßnahmen zur Schulung und Information der Mitarbeiter.

Kurz- oder mittelfristigen Änderungen der politischen Rahmenbedingungen für die Energieerzeugung begegnet der Konzern mit einem kontinuierlichen Monitoring der politischen Diskussionen und einer frühzeitigen Kommunikation in die Gesellschaften.

Die genannten Risiken sind aufgrund der implementierten Kontroll- und Managementsysteme unter Kontrolle bzw. beherrschbar und haben gegenwärtig keinen den Bestand des Konzerns gefährdenden Einfluss auf die Finanz-, Ertrags- und Vermögenslage.

Chancenbericht

Insgesamt ergeben sich für den Konzern aufgrund der Bemühungen um eine Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft Chancen. Die im März 2019 verkündete neue Strategie der Konzernmutter ENGIE S.A. stellt den Trend zur CO 2-Neutralität in den Mittelpunkt des geschäftlichen Handelns der Gruppe. Im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte ist der ENGIE Deutschland Konzern als technischer Ausrüster für komplexe Gebäude und Anlagen bekannt und plant, an der Entwicklung möglichst CO 2-armer oder -freier Anlagen zu arbeiten. Durch die Verbindung von Service- und Energie-Aktivitäten bietet sich zudem Potenzial, integrierte Technik-, Betriebs- und Energieversorgungs- bzw. Energiemanagement-Lösungen mit Fokus auf CO 2-Vermeidung am Markt zu platzieren. Dies bietet auch dem Bereich Facility Services neue Chancen, da der Konzern in der Lage ist, Kunden im Rahmen von Facility Management-Aufträgen Garantien für die verbindliche Erreichung von CO 2-Zielen zu geben. Der Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien steht ebenfalls im Fokus der neuen strategischen Ausrichtung, da die CO 2-arme Versorgung und Bewirtschaftung von Gebäuden und Anlagen ein Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität sein wird.

Chancen bestehen aber auch bei Entwicklungsopportunitäten, die sich - neben dem bereits erwähnten Trend zur Dekarbonisierung - aus drei weiteren gesellschaftspolitischen Trends ergeben: die Dezentralisierung der Energieerzeugung, die durch EU-Taxonomie und neue Bewertungsmaßstäbe im Bereich ESG (Environmental, Social, Governance) regulatorisch forcierte Motivation zur Reduzierung des Energieverbrauchs mit den angebotsseitig vielseitigen Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz sowie die zunehmende Digitalisierung in allen Lebens- und Arbeitsbereichen.

Dabei bieten sowohl die Stadtwerke-Kooperationen und ihre Positionen auf ihren respektiven lokalen Märkten als auch das existierende Geschäft im Bereich der Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien eine gute Ausgangsbasis, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu vertreiben.

Chancen verspricht sich der Konzern weiterhin auch aus der Verbindung der Energie- und Serviceaktivitäten der Konzerngesellschaften in Deutschland mit dem Ziel der Entwicklung ganzheitlicher Dekarbonisierungslösungen für Kunden aus Industrie, Gewerbe, Immobilienwirtschaft und Kommunen. Hier wächst das bereits im Vorjahr beobachtete Angebotspotential für zusätzliche, energiewirtschaftlich geprägte Services mit Zugriff auf eine vertiefte Wertschöpfungskette entlang der drei großen Bereiche Technik, Energie und Service.

Prognosebericht

Das Management des ENGIE Deutschland Konzerns hat ihre Prognosen aufgrund der Russland-Ukraine-Krise noch nicht angepasst, da mögliche Auswirkungen derzeit schwierig abzuschätzen sind und eine Überarbeitung der Prognosen 2022 erst im Rahmen der Budgetierung für das Geschäftsjahr 2023 im IV. Quartal erfolgt. Bisher sind maßgebliche Abweichungen zu den ursprünglichen Prognosen nicht eingetreten. Außerdem geht der Konzern davon aus, dass es zu keinen signifikanten Auswirkungen einer möglichen erneuten Verschärfung der Corona-Krise kommt.

Die Bundesregierung rechnete in ihrem Jahreswirtschaftsbericht im Januar trotz der aktuell großen Herausforderungen mit einer konjunkturellen Erholung im laufenden Jahr. Für das Jahr 2022 erwartete die Bundesregierung im Januar vor Ausbruch der Russland-Ukraine-Krise demnach eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3,6 % gegenüber dem Vorjahr. 7 Die gängigen Konjunkturindikatoren zeigten bis Januar 2022 eine weitere Stabilisierung der Industriekonjunktur, während die Entwicklung der Dienstleistungsbereiche weiterhin durch den Pandemieverlauf geprägt war. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Schlussquartal 2021 gemäß der Meldung des Statistischen Bundesamtes im März 2022 um 0,3 % zurückgegangen. Der Rückgang war weniger stark als ursprünglich befürchtet, weshalb das Jahresergebnis 2021 um weitere 0,1 Prozentpunkte auf 2,9 % aufwärts korrigiert wurde. 8 Nach aktuellen Informationen der Bundesregierung hat sich die deutsche Wirtschaft im ersten Halbjahr als widerstandsfähig erwiesen. Allerdings hat sich der Ausblick für das zweite Halbjahr merklich eingetrübt und die deutsche Wirtschaftsleistung könnte in der zweiten Jahreshälfte stagnieren oder rückläufig sein. 9

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im aktuellen Bericht zum Geschäftsklima in Deutschland wider. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist schlecht. Der Indikator für das Geschäftsklima ist saisonbereinigt im August 2022 auf 88,5 Punkte gefallen. Der Wert lag im Februar 2022 vor Ausbruch der Krise noch bei 98,8 Punkten. Während sich die Einschätzungen zur aktuellen Lage stabil zeigten und der Indikator mit 97,5 im August nur leicht unter dem Niveau im Februar (98,9) lag, fielen die Erwartungen deutlich pessimistischer aus. Die Unsicherheit unter den Unternehmen bleibt hoch. Im für ENGIE wichtigen Bauhauptgewerbe hat sich der Index laut Bericht nach Wirtschaftsbereichen von -21,1 im April auf -14,5 im August zwar verbessert, liegt aber immer noch deutlich unter dem Wert von Februar mit +7,9 (Deutschland insgesamt gefallen von +15,9 im Februar auf -6,6 im August). 10

Für 2022 prognostizierte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. zum Jahresbeginn ein reales Plus bei den baugewerblichen Umsätzen im Bauhauptgewerbe von 1,5 %. Angesichts der erwarteten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine wird diese Prognose nur schwer zu erreichen sein. Stattdessen geht der Verband Ende März 2022 von einem stagnierenden realen Umsatz im laufenden Jahr aus. 11 Die zunehmende Verunsicherung von Investoren im Zuge des Krieges in der Ukraine trifft dabei insbesondere den für ENGIE nicht relevanten Bereich Wohnungsbau. 12

ENGIE erwartet für 2022 basierend auf einem sehr guten Auftragsbestand eine Steigerung der Gesamtleistung (2021: Mio. EUR 1.379,2 ohne Sondereffekt) zwischen 1 und 5 %.

Auf Grundlage des aktuellen Auftragsbestands und den geplanten Abrechnungen erwarten wir einen Umsatz im Geschäftsbereich Technische Dienstleistungen und Produkte im Geschäftsjahr 2022 zwischen Mio. EUR 670 und Mio. EUR 730. Für den Geschäftsbereich Energiedienstleistungen und erneuerbare Energien werden Umsatzerlöse zwischen Mio. EUR 170 und Mio. EUR 180 erwartet, basierend auf einem vergleichbaren Preisniveau zu 2021 und normalisierten Gradtagzahlen als maßgeblichem Einfluss auf die Höhe der Abrechnungen aus Energielieferverträgen, und Erträgen auf Vorjahresniveau für Dienstleistungen auf Basis von Service Level Agreements für andere ENGIE-Gesellschaften, die nicht zum Konzern gehören. Im Geschäftsbereich Strategische Kooperationen werden bei einem "normalen" Witterungsverlauf Umsatzerlöse leicht über Vorjahresniveau prognostiziert.

Auf Basis der laufenden Projekte und geplanten Bestelleingänge geht der ENGIE Deutschland Konzern für 2022 von einer stabilen Auftragsfinanzierung langlaufender Projekte aus. Beeinflusst durch den beschriebenen Sondereffekt aus dem Verkauf der EDEG wird der Mittelabfluss aus der Ergebnisabführung an den Gesellschafter zu einem leichten Rückgang der liquiden Mittel führen. Insgesamt erwartet die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2022, ohne mögliche Effekte aus einer sich verschärfenden Ukraine-Krise, einen Anstieg des Betriebsergebnisses in einem höheren einstelligen Millionenbereich, resultierend aus der Abrechnung verzögerter Projekte im Bereich der Anlagentechnik und der damit einhergehenden Gewinnrealisierung durch den Abbau der Halbfertigbestände. Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wird in 2022 unter Vorjahresniveau erwartet und soll zwischen Mio. EUR 55 und Mio. EUR 65 liegen.

Die Geschäftsführung sieht den Konzern aufgrund seiner strategischen Ausrichtung selbst unter Berücksichtigung möglicher Effekte aus der Ukraine-Krise über das kommende Geschäftsjahr hinaus gut positioniert.

ENGIE Deutschland GmbH

 

Köln, den 27. September 2022

Die Geschäftsführung

Manfred Schmitz

7 Pressemitteilung des BMWK vom 26.01.2022.
8 Pressemitteilung des BMWK vom 16.03.2022.
9 Pressemitteilung des BMWK vom 13.09.2022.
10 Pressemitteilung: "ifo Geschäftsklima Deutschland, 24.06.2022"
11 Presse-Info vom 25.03.2022 des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.
12 Presse-Info vom 25.08.2022 des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

Bericht des Aufsichtsrats an die ordentliche Gesellschafterversammlung für 2021

Die Überprüfung der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2021 erfolgt im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen. Gemäß § 110 Abs. 3 AktG ist der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr zweimal zu Sitzungen zusammengetreten, und zwar am 20. Mai 2021 und 27. Oktober 2021. Der Geschäftsführer hat uns im Berichtszeitraum regelmäßig über den Gang der Geschäfte mündlich und schriftlich unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Geschäftsführers in seinen Sitzungen behandelt. Die Entwicklung des Unternehmens wurde gemeinsam mit dem Geschäftsführer im Rahmen der Aufsichtsratssitzungen erörtert. Gegenstand der Beratungen waren in der Berichtszeit insbesondere die beabsichtigte Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung und die Maßnahmen zu deren Umsetzung.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr 2021 geprüft. Die Abschlussprüferin, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, hat die vorgenannten Unterlagen geprüft und dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der verantwortliche Partner der Abschlussprüferin hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 19. Oktober 2022 teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet.

Der Aufsichtsrat tritt dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses durch den Abschlussprüfer aufgrund eigener Prüfung bei. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben. Der vom Geschäftsführer aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss werden gebilligt.

 

Köln, den 19. Oktober 2022

Anne-Laure de Chammard, Aufsichtsratsvorsitzende

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