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Amtsgericht München HRA 108460
Eingetragen
5.2.2018

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1 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

Name
Rolle
Ort
EFI-NET Verwaltungs GmbH
Persönlich haftender Gesellschafter

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Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MONTANA Group GmbH

Grünwald

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

A) Grundlagen des Konzerns

Das Kerngeschäft der MONTANA-Gruppe ist der Vertrieb von Erdgas, Strom und leichtem Heizöl (HEL) an private Endverbraucher und Kunden der Wohnungswirtschaft sowie von Kraft- und Schmierstoffen an Gewerbekunden. Die MONTANA-Gruppe betreut ihre Kunden durch 12 Niederlassungen und Vertriebsbüros.

B) Wirtschaftsbericht

1. Markt und Geschäftsentwicklung der MONTANA-Gruppe

1.1. Marktentwicklung

Die Konjunkturlage in Deutschland war 2022 von den Folgen des Krieges in der Ukraine einhergehend mit den extremen Energiepreiserhöhungen geprägt. Hinzu kamen Lieferengpässe in der Industrie und massiv steigende Preise zum Beispiel für Nahrungsmittel. Das Bruttoinlandsprodukt stieg - wenn auch geringer als im Vorjahr - um 1,8 % (Vj. 2,7 %). 1

Der Primärenergieverbrauch lag im Kalenderjahr 2022 um 5,4 % unter dem Niveau des Vorjahres. Ursächlich hierfür sind diverse Faktoren, neben energiepolitischen Rahmenbedingungen auch der Strukturwandel, demographische Entwicklungen, der Witterungsverlauf und Einsparungen aufgrund gestiegener Energiepreise. Im Hinblick auf den Witterungsverlauf zeigt die Darstellung der monatlichen Gradtagzahlen, dass die Monate Januar bis Mai sowie Oktober und November 2022 deutlich milder waren als im Vorjahr. Lediglich der September 2022 war deutlich kühler als die entsprechende Periode im Vorjahr. Dementsprechend waren sämtliche Monate der Heizperiode, bis auf den Dezember 2022, wärmer als im Vorjahr. Im Vergleich mit dem langjährigen Mittel war das Jahr 2022 mit Ausnahme der Monate April und September 2022 durchgehend wärmer. 2

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurde für das Jahr 2022 eine Durchschnittstemperatur von 10,5°C (Vj. 9,2°C) ermittelt. Somit war das Jahr 2022 gemeinsam mit dem Jahr 2018 das wärmste Jahr in Deutschland seit Beginn der systematischen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt. Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland gegenüber dem Vorjahr (preisbereinigt)
2 Quelle: AG Energiebilanzen e.V.

Monatliche Gradtagzahlen in Deutschland 2022 (16 Messstationen) 3

Veränderungen 2022 gegenüber Vorjahr und langjährigem Mittel (1990-2021) in %

Der Erdgasverbrauch in Deutschland nahm 2022 gegenüber dem Vorjahr um rund 15-16 % auf 773 Mrd. kWh ab und war damit so niedrig wie zuletzt in den Jahren 2014/2015. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen die stark gestiegenen Energie- bzw. Erdgaspreise und den damit verbundenen rückläufigen Verbräuchen. 4

Bezogen auf die für die Gesellschaft interessanten Abnehmersegmente ergab sich 2022 folgende Entwicklung:

Der Verbrauch der privaten Haushalte ging um rund 13 % im Vergleich zum Vorjahr zurück. Ursächlich hierfür sind neben der Witterung zum einen die gestiegenen Erdgaspreise und zum anderen verhaltensinduzierte Einsparungen beim Erdgasverbrauch.

Der Verbrauch der Industrieunternehmen nahm um rund 17 % und der Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsunterhemen um rund 7 % ab.

Der für die Gesellschaft nicht relevante Bereich der Verstromung von Erdgas sank um rund 12 %. 5

3 Quelle: AG Energiebilanzen e.V.
4 Quelle: AG Energiebilanzen e.V.
5 Quelle: AG Energiebilanzen e.V.

Der Stromverbrauch in Deutschland ging gegenüber dem Vorjahr um etwa 3 % auf 549 Mrd. kWh zurück. Der Stromverbrauch der privaten Haushalte stieg leicht von 131 Mrd. kWh auf etwa 139 Mrd. kWh. 6

Die Verbrauchsentwicklung bei Kraftstoffen und Heizöl in Deutschland ist unter Ziff. 2 dargestellt.

1.2. Preisentwicklung Erdgas und Strom

1.2.1. Spotmarkt 2022

Erdgas

Die Spotpreise (Preise für tägliche Lieferungen im Marktgebiet THE) starteten das Jahr 2022 bei über 70 EUR /MWh. Bereits vor Beginn der Kampfhandlungen in der Ukraine war die Angebotssituation durch geringere russische Liefermengen und vergleichsweise niedrige Speicherstände angespannt. Mit Beginn des Krieges wurden am Spotmarkt Preise von weit über 100 EUR / MWh und am Liefertag 07.03.2022 mit knapp 247 EUR / MWh ein neuer Höchstwert erreicht. In den Folgewochen beruhigte sich die Situation. Die Notierungen sanken wieder unter 100 EUR / MWh, da zunächst die verminderten Gasflüsse aus Russland nach Europa nicht wesentlich weiter reduziert wurden. Das änderte sich graduell aufgrund der stufenweisen Reduzierung der Lieferungen Russlands an einzelne europäische Länder. Die dann erfolgte deutliche Reduzierung der Liefermengen über die wichtigste russischen Gas-Export-Pipeline (Nord Stream I) führte zur zweiten Preisspitze. Spätestens mit der Explosion dieser Pipeline Ende September 2022 war klar, dass der wesentliche Teil der Lieferung aus Russland dauerhaft nicht geliefert werden würde. Die Preise stiegen somit ab Anfang Juni von knapp unter 100 EUR / MWh auf einen neuen Höchststand am Liefertag 29.08.2022 mit gut 313 EUR / MWh (neues Allzeithoch).

Die Preise wurden durch eine europaweit konzertierte Aktion zur Befüllung der stark leergefahrenen Speicher zusätzlich unterstützt. Ausfälle französischer Atomkraftwerke erhöhten die Gasnachfrage für die Verstromung und verstärkten die kritische Situation. Nach Erreichung der Speicherziele Ende 2022, sowie der sehr milden Witterung im Q4/2022, verbunden mit deutlichen Gaseinsparungen vorwiegend von Industriekunden, fielen die Preise zum Ende des Jahres hin und beendeten das Jahr sogar unter 90 EUR / MWh.

Strom

Die hohen Gaspreise spiegelten sich in entsprechend hohen Strompreisen wider, da Gas als flexibelster und knappster Einsatzfaktor die Preise für Strom bestimmte. Unterstützt wurde das Strompreisniveau zusätzlich durch ungewöhnlich hohe Ausfälle von Atomkraftwerken in Frankreich. Frankreich, eigentlich Stromexporteur, importierte Strom aus Deutschland und verknappte damit das deutsche Angebot zusätzlich.

Die Spotpreise für tägliche Lieferungen (Grundlast) begannen das Jahr deutlich unter 100 EUR / MWh und stiegen dann kontinuierlich an. Ende August 2022, im Zuge der Mengenkürzungen von Gas aus Russland nach Europa, erreichten sie ein nie dagewesenes Hoch von knapp 700 EUR / MWh. Ab dann ging es bis Ende November 2022 bergab mit den Preisen bis auf Werte unter 100 EUR / MWh. Nach einer Kältewelle in der ersten Dezemberhälfte stiegen die Preise auf kurzzeitig bis zu 445 EUR / MWh, um am Ende des Jahres und mit abklingender Kälte sowie zunehmender Windeinspeisung deutlich unter 100 EUR / MWh bzw. unmittelbar zum Jahreswechsel sogar leicht in den negativen Bereich zu fallen. Stark geholfen dabei hat auch das Wiederanfahren von Atomkraftwerken in Frankreich in Q4/2022.

6 Quelle: AG Energiebilanzen e.V.

Die Preise für Verschmutzungsrechte (EUA- European Union Allowances), welche bei der Stromproduktion gekauft werden, um den CO 2 -Ausstoß der Stromproduktion (finanziell) auszugleichen, bewegten sich über das Jahr hindurch in einer verengten Spanne zwischen 58 und 98 EUR / t (im Mittel der gehandelten Tage ca. 83,6 EUR / t). Die Impulse auf den Spotpreis gingen in der enormen Strompreisvolatilität unter.

Auch als spätestens Ende August erkennbar wurde, dass vermehrt CO 2 -intensivere Kohle in der Stromproduktion eingesetzt werden musste, stiegen die EUAs nicht. Der Rückzug finanzieller Investoren aus Sorge vor konjunkturellen Einbrüchen und Verkäufe durch Industrieunternehmen hielten mit der erhöhten Nachfrage nach EUAs, die die Stromproduktion aus Kohlekraftwerken bewirkte, die Waage.

1.2.2. Terminmarkt (Lieferjahr Kalenderjahr 2023)

Erdgas

Die Terminpreise, hier der Preis für die Lieferung im Kalenderjahr 2023, lagen während des Jahres 2022 im Mittel aller Handelstage mit ca. 118,7 EUR / MWh mehr als drei Mal so hoch wie im Vorjahr (ca. 33,8 EUR / MWh). Die Volatilität war ebenfalls hoch. Die Spannbreite der notierten Preise lag bei ca. 271 EUR / MWh (min. ca. 43 EUR / MWh; max. etwa 314 EUR / MWh).

Nach einem zwischenzeitlichen Allzeithoch am 07.03.2022 mit 84,09 EUR / MWh fielen zunächst die Preise, stiegen aber in der Folge der zunehmenden Einpreisung der kriegsbedingten Risiken kontinuierlich an. Am Terminmarkt wurde somit der höchste Preis am selben Tag mit Erreichen des Höchstpreises bei Erdgas am 26.08.2022 erreicht (314,43 EUR /MWh). Die Terminpreise fielen ab dann jedoch stärker als die Spotpreise. Der Angebotsschock wirkte sich auf die Spotpreise akut aus, da in der kurzen Frist keine prompte Nachfragereduktion erfolgen konnte. Letztere wurden vom Terminmarkt vorweggenommen und zeigte sich dann in schneller fallenden Terminpreisen.

Einfluss auf die Terminpreise bei Gas hatte die Erwartung zusätzlichen Angebots an verflüssigtem Erdgas (LNG), die durch den sehr kurzfristigen Ausbau der LNG- Importkapazitäten vor allem in Deutschland begünstigt wurde. Die hohen Gaspreise am Spotmarkt machten LNG-Lieferungen nach Europa attraktiv und führten zu rekordhohen Importen in 2022. Diese senkten die Spotpreise und zunehmend auch die Terminpreise, da davon ausgegangen wurde, dass zukünftig vermehrt LNG zur Sicherung der Versorgung nach Europa kommen würde.

Ein weiterer entlastender Faktor waren die Verkäufe von Gas auf Termin durch Industrieunternehmen, für die die Produktion zum Teil weniger lukrativ war als der Verkauf günstig eingekaufter Terminmengen zu gestiegenen Preisen.

Strom

Die Terminpreise für Strom, hier der Preis für die Lieferung an Grundlast im Kalenderjahr 2023, lagen im Jahr 2022 im Mittel aller Handelstage bei ca. 299 EUR / MWh und damit weit mehr als dreifach so hoch wie im Vorjahr (ca. 89,0 EUR / MWh). Dabei war vor allem die Volatilität im Zuge der Gaskrise enorm. Die Spannbreite der notierten Preise lag zwischen 114 und 985 EUR / MWh.

Wie zuvor dargestellt, waren im Gegensatz zu den Vorjahren in 2022 die Kosten für CO 2 - Vermeidungszertifikate (EUA) kein wesentlicher Preistreiber. Diese waren die sehr hohen Gaspreise als auch die Produktionsprobleme mit französischen AKWs. Frankreich wurde in 2022 vom Strom-Nettoexporteur zum Importeur, mit einem wesentlichen Anteil von aus Deutschland importierten Strommengen. Die Erwartung einer weiter abnehmenden Stromproduktion aus französischen AKWs in 2023 erhöhte die Risikoprämie für das Stromprodukt Grundlast 2023.

Der höchste Wert für das Produkt wurde auch hier am 26.08.2022 mit 985 EUR / MWh erreicht, als auch die die Spotpreise den höchsten Allzeit-Wert erreichten. Intraday wurden sogar zu Preisen über 1.000 EUR / MWh abgeschlossen.

Nach dieser Preisspitze gingen die Notierungen kontinuierlich nach unten. Die fallenden Gaspreise, Verkäufe von Strom auf Termin durch die Industrie und, zum Ende des Jahres hin, die sich entspannende Versorgungssituation in Frankreich waren ursächlich.

Der Terminpreis für das Kalenderjahr 2023 am Ende von 2022 beendete das Jahr mit 238,85 EUR /MWh - deutlich höher als zu Beginn des Jahres (121,63 EUR / MWh), aber auch wesentlich geringer als das dargestellte Allzeithoch.

Auch im Jahr 2022 herrschte aufgrund der großen Zahl an Gas- und Stromanbietern ein intensiver Wettbewerb.

Der Monitoringbericht der Bundesnetzagentur (Stand 1. Februar 2023) beruht auf den Meldungen von 1.411 (Vj. 1.413) juristischen Personen, die als Stromlieferanten registriert waren. Damit ist die Zahl der Stromlieferanten - wie schon im Vorjahr - leicht rückläufig. Im Endkundengeschäft versorgten im Berichtsjahr mindestens 1.423 Stromlieferanten die rund 52,2 Mio. Marktlokationen, wobei nur 88 Anbieter mehr als 100.000 Marktlokationen versorgten. Zudem ist knapp die Hälfte aller Stromlieferanten nur regional tätig. Etwa 5 Mio. Haushaltskunden wechseln jährlich ihren Stromanbieter.

Die Zahl der Gaslieferanten bleibt laut Datenerhebung der Bundesnetzagentur mit 1.019 nahezu unverändert (Vj. 1.020). Nur 24 Gasversorger haben in Deutschland mehr als 100.000 Zählpunkte in Belieferung. Im Durchschnitt der letzten Jahre wechselten etwa 1,6 Mio. Kunden p.a. ihren Gasversorger.

1.3 Preisentwicklung Heizöl (HEL)

Der Marktpreis / Einkaufspreis für Heizöl in EUR (je 100 Liter inkl. MwSt. bei einer Abnahmemenge von 3.000 Liter, frei Haus) startete 2022 bei ca. EUR 85 pro 100 Liter, nachdem der Marktpreis für Heizöl bereits im Kalenderjahr 2021 kontinuierlich angestiegen ist. Im Januar und Februar 2022 stiegen die Einkaufspreise weiter auf EUR 111 pro 100 Liter. Im März 2022 wurde dann aufgrund der militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine ein historischer Höchststand des Heizölpreises mit EUR 205 pro 100 Liter erreicht. Im Laufe des weiteren Kalenderjahres 2022 schwankte der Marktpreis für Heizöl in einer weiten Spannbreite zwischen EUR 115 pro 100 Liter im Dezember 2022 und EUR 174 pro 100 Liter im August 2022. Zu Beginn des Kalenderjahres 2023 betrug der Marktpreis für Heizöl EUR 123 pro 100 Liter und sank im Zeitlauf kontinuierlich auf rund EUR 90 pro 100 Liter zu Beginn Juni 2023.

Durchschnittliche Heizölpreisentwicklung 2019-2023 7

(in EUR je 100 Liter inkl. MwSt bei einer Abnahmemenge von 3.000 Liter, frei Haus)

7 Quelle: Fastenergy

2. Umsatz- und Absatzentwicklung der MONTANA-Gruppe

Der konsolidierte Gesamtumsatz beträgt im Berichtsjahr 1.455 Mio. EUR (Vj. 1.042 Mio. EUR). Die MONTANA Energieversorgung GmbH & Co. KG nimmt im Konzernverbund mit ca. 60 % (Vj. 57 %) den wesentlichen Teil der Umsatzerlöse ein, gefolgt von der MONTANA Energie-Handel GmbH & Co. KG mit ca. 33 % (Vj. 33 %). Die MONTANA Energie-Handel AT GmbH trägt 7 % (Vj. 9 %) zum Konzernumsatz bei.

Die Umsätze wurden zu 93 % (Vj. 91 %) im Inland erwirtschaftet.

Die einzelnen Produktbereiche zeigten folgende Entwicklung:

Erdgas und Strom

Der Erdgas- und Stromumsatz liegt im Berichtsjahr bei 67 % (Vj. 66 %) am Gesamtumsatz.

Die MONTANA-Gruppe konnte die Umsatzerlöse in den Segment Erdgas und Strom im Vergleich zum Vorjahr um 44 % (Vj. 33 %) steigern. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert aus den im Berichtsjahr gestiegenen Energiepreisen.

Mineralöl

Der Umsatz mit Mineralöl beträgt im Berichtsjahr unverändert zum Vorjahr 32 % vom Gesamtumsatz.

Nach einem Anstieg der Konsumentwicklung in Deutschland während des Geschäftsjahres 2021/2022 für Dieselkraftstoffe mit + 6 % und für Ottokraftstoffe um + 9 % sank der Kraftstoff- Absatz im Markt im Berichtszeitraum (Geschäftsjahr 2022/2023) für Dieselkraftstoffe um - 3 % und für Ottokraftstoffe um - 4 %. 8

Auch der Kraftstoffabsatz des Konzerns (Diesel- und Ottokraftstoffe) sank im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 4 %, da auf margenschwaches Großkundengeschäft verzichtet wurde.

Aufgrund der stark gestiegenen Marktpreise stieg der Kraftstoffumsatz im Vergleich zum Vorjahr um 23 %. Der Rohertrag im Bereich Kraftstoffe ist im Vergleich zum Vorjahr - auch aufgrund der gesunkenen Absatzmenge - um 3 % gesunken.

Im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Vergleichszeiträumen stieg der Heizöl-Absatz im Markt in Deutschland im Berichtsjahr. Nachdem der Heizöl-Absatz im Geschäftsjahr 2021/2022 um 9 % gesunken ist, stiegen die abgesetzten Mengen im Heizöl-Bereich im Markt in Deutschland im Berichtsjahr um 15 %. 9 Auch der Konzern konnte von diesem Trend profitieren. So stiegen im Geschäftsjahr 2022/2023 die von dem Konzern abgesetzten Mengen um 7 % (Vj. - 3 %).

Auch aufgrund der gestiegenen Marktnachfrage konnte der Konzern die im Vorjahr erzielte Rohertragsmarge übertreffen. Die Marge erhöhte sich preis- und mengenbedingt gegenüber dem Vorjahr um 28 %. Aufgrund der stark gestiegenen Marktpreise im Heizöl-Bereich stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 69 %.

8 Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle
9 Quelle: Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

C. Darstellung der Lage

Die Entwicklung der MONTANA-Gruppe im Geschäftsjahr 2022/2023 übertraf wiederum die Erwartungen. Die ambitionierten Planzahlen sowie die festgelegten Entwicklungsziele wurden erreicht, in einigen Bereichen sogar deutlich übertroffen.

Auch im Geschäftsjahr 2022/2023 wurde in erheblichem Umfang in neue Geschäftsfelder investiert. Gleichwohl steht sowohl im abgelaufenen als auch im laufenden Geschäftsjahr die Konsolidierung von Geschäftsfeldern, in denen die MONTANA- Gruppe bereits aktiv ist, im Vordergrund.

Die MONTANA-Gruppe baut Ihren Marktauftritt als vollumfassender Energie- und Serviceanbieter weiter aus. Durch das erweiterte Dienstleistungsangebot wird die Marke "MONTANA" weiter gestärkt und der Bekanntheitsgrad erhöht.

Im Berichtsjahr sind u.a. folgende Aktivitäten der Tochtergesellschaften zu erwähnen:

Die MONTANA Energy Services GmbH & Co. KG stellt sich als inzwischen fest etablierter Wärmemessdienst dem Wettbewerb in einem Markt, der durch neue gesetzliche Regelungen und Digitalisierung gekennzeichnet ist. Die Gesellschaft wächst stetig und konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum zahlreiche Neukunden gewinnen. Im Bereich Wärmemessdienstleistungen und Digitalisierung des Wärmemessdienstes wird weiter investiert.

Die MONTANA Heiztechnik GmbH & Co. KG, die bisher umfassend und technologieoffen im Bereich Optimierung und Modernisierung von Haus- und Gebäudetechnik tätig war, hat ihr Angebot signifikant erweitert. Neben dem Einbau von Wärmepumpen ist insbesondere der neue Geschäftsbereich Solar / Photovoltaik zu erwähnen. Die Gesellschaft ist nunmehr auch in der Installation von Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern tätig. Das Angebot ist seit Aufnahme in das Produktportfolio auf rege Nachfrage gestoßen. Aufgrund des neuen, wesentlich weiteren Produktangebots firmiert diese Gesellschaft künftig als MONTANA Energiesysteme GmbH & Co. KG.

1. Vermögenslage

Das Anlagevermögen beträgt 24,6 Mio. EUR (Vj. 21,6 Mio. EUR), davon verteilen sich ca. 6 % (Vj. 5 %) auf die immateriellen Vermögensgegenstände, 50 % (Vj. 53 %) auf die Sachanlagen und 44 % (Vj. 42 %) auf Finanzanlagen. In den immateriellen Vermögensgegenständen sind aus der Kapitalkonsolidierung resultierende Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 106) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr fanden neben Ersatzinvestitionen in Betriebs- und Geschäftsausstattung hauptsächlich Investitionen in die Software-Landschaft und Finanzanlagen statt. Die langfristigen Anlagen sind durch das Eigenkapital gedeckt. Im Übrigen wird auf den Konzernanlagespiegel verwiesen (Anlage 5).

Das Umlaufvermögen beträgt 439,6 Mio. EUR (Vj. 228,1 Mio. EUR) und setzt sich im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (102,2 Mio. EUR, Vj. 101,0 Mio. EUR) und dem Kassenbestand/Guthaben bei Kreditinstituten 235,1 Mio. EUR (Vj. 103,2 Mio. EUR) zusammen.

Innerhalb der Vorräte in Höhe von 44,1 Mio. EUR (Vj. 3,5 Mio. EUR) werden im Wesentlichen CO 2 - Zertifikate in Höhe von 28,2 Mio. EUR sowie Erdgas, das in einem externen Gasspeicher eingelagert ist, in Höhe von 12,4 Mio. EUR ausgewiesen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen mit 24,5 Mio. EUR Forderungen gegen Marktpartner aus ausstehenden Mehr-Mindermengen-Abrechnungen und noch nicht abgerechneten Netznutzungsentgelten (Vj. Sonstige Rückstellung in Höhe von 19,5 Mio. EUR) und Forderungen aus der im Folgejahr abziehbaren Umsatzsteuer (13,1 Mio. EUR, Vj. 2,5 Mio. EUR).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Entwertung von CO 2 - Zertifikaten, die im Jahr 2023 für die Liefermenge des Jahres 2022 vorzunehmen ist (28,5 Mio. EUR; Vj. 1,6 Mio. EUR), die Netznutzungsentgelte, Mehr-/ Mindermengen, Ausgleichsenergie- und Regelenergieumlage (3,4 Mio. EUR; Vj. 21,4 Mio. EUR), Verpflichtungen im Personalbereich (4,4 Mio. EUR; Vj. 1,7 Mio. EUR) sowie sonstige Kundenansprüche (9,7 Mio. EUR; Vj. 1,2 Mio. EUR).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen valutieren stichtagsbedingt zum 31. März 2023 mit 134,1 Mio. EUR (Vj. 109,3 Mio. EUR), die sonstigen Verbindlichkeiten mit 92,4 Mio. EUR (Vj. 33,0 Mio. EUR). Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Beschaffungspreisen. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus kreditorischen Debitoren in Höhe von 64,4 Mio. EUR (Vj. 14,7 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 6,3 Mio. EUR (Vj. 14,5 Mio. EUR) zusammen. Durch die milde Witterung und durch die Einsparung von Energie konnten deutlich mehr Kunden als im Vorjahr eine Rückzahlung im Rahmen der Jahresverbrauchsabrechnung erwarten.

Das Eigenkapital im Konzernabschluss beträgt 147,4 Mio. EUR (Vj.73,5 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beträgt ca. 32 % (Vj.29 %). Der starke Anstieg des Eigenkapitals erklärt sich durch das gestiegene Konzernergebnis und einer Erhöhung des Gewinnvortrages.

2. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die dem Konzern durch Banken bereitgestellten Aval- und Kreditlinien im unteren dreistelligen Millionenbereich sind nur zu einem geringen Anteil in Anspruch genommen worden. Dem Konzern stehen ausreichend liquide Mittel zur kurzfristigen Finanzierung zur Verfügung.

Der Konzern verfügte zum Bilanzstichtag über einen Bestand liquider Mittel in Höhe von 235,1 Mio. EUR (Vj. 103,2 Mio. EUR). Ursächlich für den im Vergleich zum Vorjahr höheren Liquiditätsbestand ist die milde Witterung, in deren Folge die Verbräuche im Segment Erdgas deutlich unter dem Niveau eines Normjahres liegen. Damit gehen im Zuge der Jahresverbrauchsabrechnungen erhebliche Erstattungen an die Kunden einher

3. Ertragslage

Die Ertragslage des Konzerns stellt sich wie folgt dar:

(in TEUR) 2022/2023 2021/2022
Umsatzerlöse 1.455.226 982.564
Ergebnis vor Steuern 169.218 34.424
Jahresüberschuss 127.515 26.375

Der Rohertrag (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und Materialaufwand) beträgt im Berichtsjahr 232,8 Mio. EUR (Vj.85,2 Mio. EUR). Die Rohertragsmarge (Quotient aus Rohertrag und Umsatzerlösen) erhöhte sich von 8,7 % im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 16,5 % im Geschäftsjahr 2022/2023. Der Rohertrag des abgelaufenen Geschäftsjahres stieg aufgrund der konservativen Beschaffungsstrategie des Konzerns, der Weitergabe gestiegener Beschaffungspreise sowie der dynamischen Kundenentwicklung.

Der Personalaufwand erhöhte sich von 19,6 Mio. EUR auf insgesamt 30,0 Mio. EUR (+53,2 %). Der Anstieg resultiert im Wesentlichem aus höheren variablen Gehaltsaufwendungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen hauptsächlich aus Ausfuhrkosten im Bereich Heizöl (4,3 Mio. EUR; Vj. 3,6 Mio. EUR), Dienstleistungsentgelten aus dem Bereich Erdgas und Strom in Deutschland und Österreich (8,4 Mio. EUR; Vj. 9,8 Mio. EUR), Marketing- und Vertriebskosten (12,5 Mio. EUR; Vj. 9,8 Mio. EUR) sowie aus Leasing- und Mietaufwendungen (1,0 Mio. EUR; Vj. 1,0 Mio. EUR). Der Anstieg der Kosten für Vertrieb und Marketing resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Vermittlungsprovisionen für Neukunden.

Insgesamt wurde ein sehr zufriedenstellender Konzernjahresüberschuss von 127,5 Mio. EUR erzielt (Vj. 26,4 Mio. EUR). Ursächlich für dieses überdurchschnittliche Konzernergebnis war die konservative Beschaffungsstrategie des Konzerns, die Volatilität der Energiehandelspreise und die dynamische Kundenentwicklung.

4. Weitere Leistungsindikatoren

Neben den vorstehend dargestellten finanziellen Leistungsindikatoren betrachtet die MONTANA-Gruppe die langfristige Kundenentwicklung und Kundenzufriedenheit als wesentliche Leistungsindikatoren. Gleiches gilt für die gefestigten Lieferantenbeziehungen der MONTANA-Gruppe. Durch eine schlanke, effiziente Organisationsstruktur und einen professionellen Einkauf wird die MONTANA-Gruppe auch zukünftig in der Lage sein, mit wettbewerbsfähigen Preisen neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kunden zu halten.

5. Beschaffung

Die Strategie der MONTANA-Gruppe, ein Portfolio aus leistungsfähigen Vorlieferanten in allen Produktbereichen zu etablieren, wurde auch im Geschäftsjahr 2022/2023 verfolgt. Im Fokus stand dabei infolge der Marktpreisentwicklung sowohl die Optimierung der Beschaffungspreise als auch die Ausweitung der der MONTANA-Gruppe lieferantenseits eingeräumten Linien für Lieferantenkredite.

D. Voraussichtliche Entwicklung und Chancen sowie Risiken der künftigen Entwicklung

1. Risikobericht

Die MONTANA-Gruppe ist aufgrund des dynamischen Marktumfeldes in ihrem täglichen Geschäft einer Reihe von Unsicherheiten ausgesetzt. Diese Unsicherheiten umfassen im Wesentlichen die in Abhängigkeit vom Wettbewerbsgrad schwierig einzuschätzenden Kundenbewegungen, die Preisvolatilität auf den Energiemärkten, sowie das zukünftige Nachfrageverhalten nach Heizöl, Erdgas, Strom sowie Kraft- und Schmierstoffen. Dieses Risiko ist jedoch aufgrund unseres weit diversifizierten Portfolios und der unterschiedlichen Einflussfaktoren überschaubar. Ein Teil des Portfolios (Kraft- und Schmierstoffe) ist konjunkturabhängig, ein anderer Teil (Heizöl, Erdgas) witterungsabhängig und das Produkt Strom nachfrageseitig relativ unabhängig von äußeren Einflussfaktoren.

Neu hinzugekommen sind Risiken im Zusammenhang mit der Energiekrise: Während im Vorjahr Unsicherheit im Zusammenhang mit ausreichender Verfügbarkeit der Ware bei Vorlieferanten bestand, existiert nach wie vor eine große Nervosität am Energiemarkt, verbunden mit einer hohen Volatilität der Einkaufspreise; Ferner besteht das Risiko staatlicher Eingriffe in den Markt oder auch der kurzfristigen Änderung der (Energie-)Steuern. Daher haben die Identifizierung, Bewertung und Steuerung der mit unseren wirtschaftlichen Aktivitäten verbundenen Risiken im Berichtsjahr und auch im bisherigen Verlauf des Jahres 2023 eine hohe Aufmerksamkeit erfordert.

Allgemein geht die MONTANA-Gruppe von nachfolgender Entwicklung einzelner Produktbereiche aus:

Die Produkte der Sparten Heizöl und Kraftstoffe stehen als fossile Brennstoffe in Deutschland nach wie vor im Mittelpunkt (klima-)politischer Diskussionen. Nach den Zielen der Bundesregierung soll Deutschland bis zum Jahr 2045 treibhausgasneutral sein. Das Zwischenziel für 2030 sieht Einsparungen von 65 % bezogen auf die Emissionen des Jahres 1990 vor. Das Klimaschutzgesetz verlangt CO 2 -Reduktionen in den für die Gesellschaft relevanten Sektoren Energie, Industrie, Verkehr und Gebäude.

Der Gesetzgeber sieht in der Bepreisung von CO 2 einen wesentlichen Schritt zur Reduktion des CO 2 -Ausstosses. Durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) hat der Gesetzgeber bereits zum 01.01.2020 eine Bepreisung von CO 2 für den Wärme- und Verkehrssektor eingeführt. Ab 1. Januar 2022 lag die CO 2 - Abgabe bei EUR 30/t CO 2 (im Kalenderjahr 2021 betrug die Abgabe EUR 25/t CO 2 ). Die für den 1. Januar 2023 geplante Erhöhung auf EUR 35/t CO 2 wurde um ein Jahr verschoben. Der Preis soll bis 2026 auf EUR 55/t CO 2 steigen. Diese nachhaltige Verteuerung des Gas- und Heizölverbrauchs wird langfristig das Betreiben von erdgas- und ölbetriebenen Heizungen unattraktiver machen und den Erdgas- und Heizölkonsum langfristig negativ beeinflussen.

Die im Sektor Gebäude zur nachhaltigen CO 2 - Reduzierung politisch ausdrücklich gewünschte Umstellung der Heizungen auf Wärmepumpen stellt für den Konzern eine große Chance dar, weil mit erheblicher Stromnachfrage zu rechnen ist.

Die Förderung energetischer Gebäudesanierungen trägt unabhängig von der Brennstoffart zur Reduzierung des Energiebedarfs für Heizzwecke bei. Die Bundesregierung beabsichtigt derzeit eine weitere Novelle zum Gebäudeenergiegesetz (GEG) auf den Weg zu bringen. In Neubauten sollen ab 2024 nur noch Wärmepumpen, Fernwärme- und Stromdirektheizungen zulässig sein. Ab 2024 soll bei Austausch einer Heizung der Wärmebedarf zu einem Anteil von 65 % aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Aktuell ist der endgültige Stand des Gesetzgebungsverfahrens noch nicht absehbar. Bereits zuvor galt, dass Ölheizungen ab 2026 nur noch als sog. Hybridheizungen verbaut werden dürfen.

In jüngster Vergangenheit ist zunehmend zu beobachten, dass die Preisentwicklung anderer Energieträger (insbesondere Gas) Auswirkungen auf die Nachfrage nach Heizöl entfaltet.

Der Kraftstoffverbrauch wird als weiter rückläufig eingeschätzt. Gründe hierfür sind vor allem die Zunahme der E-Mobilität und die damit einhergehende erwartete abnehmende Zahl der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Zuletzt dürften auch die stark gestiegenen Kraftstoffpreise bei den Verbrauchern für einen bewusst sparsamen Umgang mit Kraftstoffen gesorgt haben.

Die massive Förderung und Subventionierung der E-Mobilität wird mittelfristig einen Rückgang der Nachfrage nach Diesel- und Ottokraftstoffen bewirken. Zudem haben sich nahezu alle namhaften Pkw-Hersteller zu einem terminierten Ausstieg aus dem Antriebskonzept Verbrennungsmotor bekannt. Die weitere Verteuerung der Diesel- und Ottokraftstoffe durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) wird den Verbrauch langfristig zunehmend verteuern und den Absatz dieser Produkte somit negativ beeinflussen.

Die rückläufige Absatzentwicklung der oben genannten Produkte wird zu einer fortgesetzten Marktbereinigung, vor allem bei kleineren Händlern, führen.

Auf der Versorgungsseite wird infolge der Überkapazität von Raffinerien in Deutschland und Europa nicht mit einem Markteintritt neuer Vorlieferanten gerechnet.

Sowohl bei der Betrachtung der Kundenzahl als auch der Absatzmengen zählen private Haushaltskunden und die Immobilienwirtschaft mit Abstand zu den wichtigsten Abnehmern der MONTANA-Gruppe. Das produzierende Gewerbe ist in unserem Kundenportfolio zahlen- und mengenmäßig wenig signifikant.

Witterungsbedingte Absatzrisiken bestehen vor allem im Erdgasportfolio. Die Abnahme der privaten Haushalte ist stark temperaturgetrieben und unterliegt somit saisonalen Schwankungen. Insbesondere warme Wintermonate führen zu einem spürbaren Absatzrückgang. Die Gewerbe- und Industriekunden sind häufig prozessbetrieben und sorgen somit für eine gewisse Konstanz hinsichtlich der Mengenabnahme. Darüber hinaus wird das Absatzrisiko durch die Verwendung geeigneter Prognosemodelle und Ausnutzung flexibler Bezugsverträge sowie temperaturabhängiger Beschaffungsverträge reduziert.

Einkaufsseitig ist bei Gas, Strom und Heizöl weiterhin mit einer erhöhten Volatilität der Einkaufspreise zu rechnen. Steigende Beschaffungspreise kann die MONTANA-Gruppe soweit erforderlich an ihre Endkunden weitergeben. Allerdings besteht aufgrund des deutlichen Anstiegs der Energieverkaufspreise grundsätzlich das Risiko von erhöhten Forderungsausfällen.

Nachdem der Konzern über ausreichende liquide Mittel und Kreditlinien verfügt, können die Preisvolatilitäten auf den Einkaufsmärken abgesichert werden und es werden derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken für die MONTANA-Gruppe gesehen.

Insgesamt wird im aktuellen Geschäftsjahr trotz aller bestehenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten weiterhin eine sehr gute Entwicklung erwartet.

Die MONTANA-Gruppe hat für ihre Geschäftstätigkeit eine sehr risikoaverse Strategie definiert. Die Risikostrategie steht hierbei im Einklang mit den Unternehmenszielen. Die Einhaltung der Risikostrategie dient darüber hinaus der Erreichung der folgenden Ziele:

Sicherung der Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit

Erhalt der Finanzkraft zur Sicherung der Ansprüche von Kunden und Geschäftspartnern

Sicherung und Schutz des Vermögens der Gesellschafter

Schutz der Reputation der MONTANA-Gruppe

Risiken, die den Bestand des Konzerns gefährden können, sind aus heutiger Sicht nicht gegeben.

2. Chancenbericht

Die MONTANA-Gruppe will langfristig das Wachstum sowohl im Bereich der Privatkunden als auch im Bereich der Wohnungswirtschaft in Deutschland und Österreich fortsetzen. Sowohl im Segment Erdgas als auch im Segment Strom soll wieder weiteres Kundenpotential erschlossen werden. MONTANA bietet als Unternehmensgruppe alle wichtigen Energieträger an und genießt damit ein gewisses Alleinstellungsmerkmal. Im Segment Strom wird aufgrund der politisch gewollten Umstellung des Heizungsbetriebs auf Wärmepumpen bundesweit mit einem erheblichen Anstieg der Stromnachfrage gerechnet, was zusätzliches Absatzpotenzial für die Gesellschaft bedeutet.

Auch im Mobilitätssektor sieht die MONTANA große Chancen. Die Umstellung auf Elektromobilität und der Umstand, dass 80 % der Fahrzeuge zu Hause beim Kunden aufgeladen werden, bedeuten zukünftig einen erheblichen Anstieg der Stromliefermenge.

Die sehr hohen Servicestandards der MONTANA-Gruppe und auch die wettbewerbsfähigen Preise wurden, wie auch schon in den Vorjahren, von unabhängigen Stellen gewürdigt. Im Auftrag von FOCUS MONEY hat das Marktforschungsinstitut ServiceValue die Zufriedenheit von Kunden untersucht. Dabei wurden knapp 260.000 Verbraucherstimmen zu 1.431 Unternehmen sowie Marken aus insgesamt 70 Branchen analysiert und ausgewertet. Zum dritten Mal in Folge erhielt die MONTANA im Februar 2023 die Prädikatsauszeichnung "Höchste Kundenzufriedenheit" in der Kategorie Stromanbieter verliehen. Bei Gas gelingt es MONTANA, sich unter den drei bestbewerteten Gasversorgern zu platzieren. Im Kundenurteil schneidet MONTANA erneut hervorragend ab und gehört damit zu den bestbewerteten Energieversorgern Deutschlands, wenn es um Kundenzufriedenheit geht.

In weiteren repräsentativen Umfragen des Magazins WirtschaftsWoche gehört MONTANA zu den Top-Preisfavoriten. Es wurde untersucht, welche Unternehmen die Deutschen als besonders günstig weiterempfehlen würden. Befragt wurden 240.000 Verbraucher zu 1.399 Unternehmen aus 106 Branchen. Im Ergebnis gehört MONTANA zu den Top 3 der Energieversorger, die von Kunden das Prädikat "sehr hohe Empfehlung" erhielten.

Die Tageszeitung BILD hat im Dezember 2022 ebenfalls eine Studie zum Thema Weiterempfehlung in Auftrag gegeben. Dabei wurden 600.000 Verbraucher befragt, inwieweit 2.215 Unternehmen aus 160 Branchen weiterempfehlen würden. Unter den Energieversorgern wurde MONTANA zum dritten Mal in Folge mit dem bestmöglichen Prädikat "höchste Empfehlung" ausgezeichnet.

Die Strategie der MONTANA-Gruppe, den Kunden einen hervorragenden Service bei guten Preisen zu bieten, wurde durch diese unabhängige Studie erneut bestätigt und hilft dem Konzern bei der Neukundenakquise.

Im Bereich Erdgas und Strom rechnet die MONTANA-Gruppe weiterhin mit einer Konsolidierung des Wettbewerbs und bei entsprechendem Angebot mit einer aufgrund des Preisniveaus ausgeprägten Wechselbereitschaft der Kunden. Durch eine schlanke, effiziente Organisationsstruktur und einen professionellen Einkauf wird der Konzern auch zukünftig in der Lage sein, mit ausgezeichnetem Service und sorgfältig kalkulierten Preisen neue Kunden in Deutschland und Österreich zu gewinnen und bestehende Kunden zu halten.

Darüber hinaus sieht die MONTANA-Gruppe im Mineralölbereich trotz tendenziell rückläufiger Absatzmengen im Markt, mittelfristig sowohl zufriedenstellende Produktabsätze als auch Roherträge. Der Konzern sieht grundsätzlich bei organisch rückläufiger Kundenanzahl die Möglichkeit, durch Firmenübernahmen oder durch den Erwerb von Kundenstämmen die Kundenzahl kurz- und mittelfristig konstant zu halten. Mittel- und langfristig geht die Geschäftsführung aufgrund der derzeit stattfindenden Marktbereinigung von spezifischen Margen auf hohem Niveau aus.

Ein wichtiger Teil des bisherigen und künftigen Unternehmenserfolges liegt in der kontinuierlichen Optimierung der Prozesse, um die Effizienz der MONTANA-Gruppe weiter zu erhöhen. Gerade im Bereich IT investiert der Konzern kontinuierlich, um Prozesse effizienter zu gestalten und weiter zu automatisieren.

3. Prognosebericht

Aufgrund der Größe der MONTANA-Gruppe, der Positionierung am Markt und durch das Angebot aller wichtiger Energieträger durch die MONTANA-Gruppe sehen wir auch künftig für den Konzern gute Entwicklungschancen im Rahmen der zunehmend vom Gesetzgeber beeinflussten Entwicklung der für die MONTANA-Gruppe relevanten Märkte. Der Umsatz der MONTANA-Gruppe ist in hohem Maße sowohl von der Entwicklung der Rohöl- und Erdgaspreise und des US-Dollar/Euro-Kurses als auch von der Witterung abhängig. Dieser Umstand erschwert die Prognose künftiger Umsätze.

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2022/2023 war zunächst durch die drastisch gestiegenen bzw. auf hohem Niveau bleibenden Energiepreise aller Energieträger gekennzeichnet. Im ersten Quartal des Kalenderjahres 2023 waren rückläufige Rohstoffpreise zu beobachten.

Die Geschäftsführung geht bei ihrer Prognose für das Geschäftsjahr 2023/2024 aufgrund stark gestiegener Kundenzahlen bei im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Energiepreisen von Umsatzerlösen auf Vorjahresniveau aus.

Die MONTANA-Gruppe strebt auch für das Geschäftsjahr 2023/2024 ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis an. Das Berichtsjahr 2022/2023 war jedoch von Sondereffekten geprägt, wodurch ein Ergebnis auf dem Niveau des Berichtsjahres nicht wiederholt werden kann. Im laufenden Geschäftsjahr ist von einem Ergebnis in Höhe von etwa zwei Dritteln des Ergebnisses des Berichtsjahres auszugehen.

4. Risikomanagementsystem

Die Geschäftsführung hat ein auf die Unternehmensgröße und den Geschäftsbetrieb ausgerichtetes Planungs- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um mögliche Geschäfts-, Beschaffungs-, Personal-, Finanz- und operative Risiken frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung durchzuführen.

Das Risikomanagement ist für die systematische und fortlaufende Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung aller Risiken sowie deren Kommunikation als Entscheidungsgrundlage für die Geschäftsführung verantwortlich. Darüber hinaus trägt das Risikomanagement dazu bei, Vorschriften und Gesetzte einzuhalten sowie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ergebniszielen und korrespondierenden Risiken zu ermöglichen.

Die MONTANA besitzt eine Risikokultur, die von Eigenverantwortung und Sorgfalt geprägt ist. In diesem Sinne ist jeder Mitarbeiter dazu angehalten sich bei absehbaren Fehlentwicklungen an seinen direkten Vorgesetzten zu wenden und diese zu melden. Der Risikoausschuss entscheidet über die Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen.

Finanzielle Risiken und Zinsrisiken

Die MONTANA-Gruppe hat zum Bilanzstichtag 102,2 Mio. EUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dies entspricht ca. 22 % (Vj. 40 %) des gesamten Vermögens. Grundsätzlich ist das Ausfallrisiko niedrig, da sich der Forderungsbestand auf ca. 180.000 Kundenforderungen verteilt. Zudem wird dem Risiko eines Forderungsausfalls durch umfangreiches Debitorenmanagement Rechnung getragen. Dieses System sieht bei Gewährung von Kreditlinien die Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kreditnehmer sowie ggf. ergänzend bewertbare Sicherheitenstellung vor. So werden Großkunden im Rahmen des von der Warenkreditversicherung gewährten Limits beliefert und private Endverbraucher einer Bonitätsprüfung unterzogen. Diese Maßnahmen schließen eine existentielle Bedrohung durch Forderungsausfälle aus. Im Berichtsjahr wurden Forderungsausfälle nur in sehr geringer Höhe verbucht. Bei den Verbindlichkeiten werden grundsätzlich die Zahlungsfristen unter Ausnutzung von Skonti eingehalten.

Die Anlage von Liquiditätsüberschüssen erfolgt ausschließlich bei Kreditinstituten, die dem Einlagensicherungsfond nach deutschem Recht angehören. Die Liquidität wird überwiegend in Form von Tagesgeldern vorgehalten. Darüber hinaus stehen Bankkreditlinien zur Verfügung. Zum Erwerb eines Gebäudes im Anlagevermögen wurde ein Bankdarlehen mit auf 10 Jahre fixiertem Zinssatz im sehr niedrigen einstelligen Prozentbereich abgeschlossen. Aufgrund des fest vereinbarten niedrigen Zinssatzes sieht sich die MONTANA-Gruppe keinem Zinsrisiko ausgesetzt.

Preisänderungsrisiko

Ein weiterer Schwerpunkt des Risikomanagements ist die Überwachung der täglichen Eindeckung der verkauften Mengen an Heizöl, Diesel und Benzin, um offene Positionen nur innerhalb eines definierten Rahmens zu generieren und damit Preisänderungsrisiken weitestgehend auszuschließen.

Im Bereich Erdgas und Strom existiert zur Begrenzung von Risiken im Vertrieb und Energieeinkauf ein Risikohandbuch. Das Handbuch gibt dem Risikomanagement als organisatorische Einheit Struktur und bildet den Rahmen für die prozessuale Einbindung in das Tagesgeschäft. Dabei dient das Risikohandbuch als Fundament und Richtungsweiser im Umgang mit allen relevanten Risiken. Konkret sind dort die Risikostrategie, der Umgang mit den wesentlichen Risikoarten, die Beschaffungsstrategien je Commodity, Prozessbeschreibungen, Verantwortlichkeiten und Berichtsvorgaben festgelegt. Zudem ist ein Risikokomitee, bestehend aus der Geschäftsführung, Leiter Vertrieb, Leiter Beschaffung/Portfoliomanagement und Leiter Risikocontrolling/-management, eingerichtet. Das Risikokomitee tagt mindestens einmal im Monat und darüber hinaus nach Bedarf.

Risiken der EDV

Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation des Konzerns basiert zunehmend auf Informationstechnologien. Daher setzt der Geschäftsablauf der MONTANA-Gruppe eine gut funktionierende EDV-Infrastruktur voraus. Zudem wurden in den letzten Jahren große Investitionen in den Bereich "IT Security" vorgenommen. Eine wesentliche Störung oder gar ein Ausfall der regionalen Geschäftssysteme kann zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. Diesem Risiko begegnen wir mit technischen Vorkehrungen, wie beispielsweise Datenwiederherstellungs- und Backup-Systemen und einer redundanten Systemlandschaft.

Bestandsgefährdende Risiken

Die dargestellten Risiken können sich auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Unternehmens auswirken. Aus diesem Grund werden diese Risiken besonders durch das Management beobachtet, um schnell wirksame Maßnahmen ergreifen zu können. Nach Einschätzung des Managements kann keines der identifizierten Risiken den Fortbestand der MONTANA-Gruppe insgesamt gefährden.

 

Grünwald, den 08. August 2023

gez. Stefan Koburger

gez. Florian Koburger

Konzernbilanz zum 31. März 2023

Aktiva

31.03.2023 31.03.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 554.149,00 736.827,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 62.041,03 105.834,01
3. Geleistete Anzahlungen 777.415,28 242.535,95
1.393.605,31 1.085.197,26
Il. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.913.731,06 7.037.218,67
2. Technische Anlagen und Maschinen 1,00 1,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.132.543,85 4.075.946,91
4. Geleistete Anzahlungen 1.358.310,17 261.293,86
12.404.586,08 11.374.460,44
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 10.753.222,64 9.172.784,30
24.551.414,03 21.632.442,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 262.144,98 262.144,98
2. Unfertige Leistungen 755.427,13 411.621,91
3. Waren 43.145.745,01 2.781.043,93
44.163.317,12 3.454.810,82
Il. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 102.216.589,14 100.953.180,60
2. Sonstige Vermögensgegenstände 54.779.966,76 16.812.578,75
156.996.555,90 117.765.759,35
III. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 3.019.410,00 3.019.410,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 235.131.505,10 103.228.094,80
439.310.788,12 227.468.074,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 354.396,13 628.916,81
464.216.598,28 249.729.433,78

Passiva

31.03.2023 31.03.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.050.000,00 1.050.000,00
II. Kapitalrücklage 5.949.168,13 5.949.168,13
III. Gewinnrücklagen 27.626.238,47 27.626.238,47
IV. Konzern-Bilanzgewinn 112.809.257,06 36.971.534,91
V. Nicht beherrschende Anteile 0,00 1.915.109,81
147.434.663,66 73.512.051,32
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.692.972,00 1.613.750,00
2. Steuerrückstellungen 34.097.399,39 1.662.659,16
3. Sonstige Rückstellungen 49.080.739,62 27.838.887,43
84.871.111,01 31.115.296,59
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.100.000,00 1.500.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.224.647,33 1.240.463,48
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 134.074.611,56 109.348.725,29
4. Sonstige Verbindlichkeiten 92.439.082,31 32.978.354,90
davon aus Steuern EUR 6.633.014,05 (Vj.EUR 15.621.920,23)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 28.579,01 (Vj.EUR 32.587,27)
231.838.341,20 145.067.543,67
D. Rechnungsabgrenzungsposten 72.482,41 34.542,20
464.216.598,28 249.729.433,78

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse inkl. Erdgas- und Stromsteuer 1.455.226.288,00 1.042.448.482,26
Erdgas- und Stromsteuer -41.136.060,08 -59.884.535,42
Umsatzerlöse 1.414.090.227,92 982.563.946,84
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 295.079,58 358.829,41
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.291.870,82 1.184.311,68
davon aus Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj. EUR 7.992,07)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren -1.002.494.313,98 -658.548.838,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -179.126.070,12 -239.123.944,15
-1.181.620.384,10 -897.672.782,15
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -27.419.162,84 -17.048.353,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.629.433,96 -2.564.475,81
davon für Altersversorgung EUR 27.495,60 (Vj. EUR 12.552,07)
-30.048.596,80 -19.612.829,56
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.000.874,16 -1.869.000,01
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -34.952.334,63 -30.600.971,53
davon aus Währungsumrechnung EUR 6.603,45 (Vj. EUR 0,00)
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 244.674,56 282.227,40
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 376.213,79 35.997,99
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -194.088,19 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -263.582,08 -245.369,27
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -41.675.147,06 -8.017.092,44
13. Ergebnis nach Steuern 127.543.059,65 26.407.268,36
14. Sonstige Steuern -28.443,39 -32.156,16
15. Konzern-Jahresüberschuss 127.514.616,26 26.375.112,20
16. Ergebnisanteil nicht beherrschender Anteile 0,00 804.377,41
17. Ausschüttung an die Gesellschafter -33.000.000,00 0,00
18. Gewinnvortrag 18.294.640,80 10.596.422,71
19. Nicht im Konzern-Bilanzgewinn enthaltener Ergebnisanteil für nicht beherrschende Anteile 0,00 -804.377,41
20. Konzern-Bilanzgewinn 112.809.257,06 36.971.534,91

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022/2023

2022/2023
TEUR
Konzernjahresüberschuss 127.515
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.001
Zunahme der langfristigen Rückstellungen 79
Cashflow im engeren Sinne 129.595
Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitionstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -79.665
Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen 21.242
Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitionstätigkeit oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 87.209
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögen -22
Zinsaufwendungen/Zinserträge 236
Erträge aus Finanzanlagen -245
Ertragsteueraufwand 41.675
Ertragsteuerzahlungen -10.351
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 189.674
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -690
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 630
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.706
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -2.132
Erträge aus Finanzanlagen 245
Cashflow aus Investitionstätigkeit -4.653
Rückzahlung langfristiger Bankdarlehen -400
Gezahlte Zinsen -236
Auszahlungen an Unternehmenseigner -52.481
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -53.117
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 131.904
Finanzmittel am Anfang des Geschäftsjahres 106.247
Finanzmittel am Ende des Geschäftsjahres 238.151
Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes am Ende des Geschäftsjahrs
Wertpapiere des Umlaufvermögens 3.019
Zahlungsmittel 235.132
238.151

Konzern-Eigenkapitalspiegel zum 31. März 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklage erwirtschaftetes Eigenkapital Summe Anteile Mutterunternehmen
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31. März 2021 1.050 5.950 27.526 25.315 59.841
Zuführung zu Rücklagen 0 0 100 -100 0
Ausschüttung 0 0 0 -14.619 -14.619
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 27.179 27.179
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Stand 31. März 2022 1.050 5.950 27.626 37.775 72.401
Zuführung zu Rücklagen 0 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 -52.481 -52.481
Konzernjahresüberschuss 0 0 0 127.515 127.515
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 0
Stand 31. März 2023 1.050 5.950 27.626 112.809 147.435
Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallene Gewinne/Verluste Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR
Stand 31. März 2021 2.101 -990 60.952
Zuführung zu Rücklagen 804 0 804
Ausschüttung 0 0 -14.619
Konzernjahresüberschuss 0 -804 26.375
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Stand 31. März 2022 2.905 -1.794 73.512
Zuführung zu Rücklagen 99 0 99
Ausschüttung 0 0 -52.481
Konzernjahresüberschuss 0 341 127.856
Änderungen des Konsolidierungskreises -3.004 1.453 -1.551
Stand 31. März 2023 0 0 147.435

Zum Stichtag stehen zur Ausschüttung TEUR 102.435 zur Verfügung.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023

I. Allgemeine Angaben

Die MONTANA Group GmbH hat ihren Sitz in Grünwald und ist im Handelsregister Abteilung B unter HRB 181145 beim Amtsgericht München eingetragen.

Der vorliegende Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

1. Darstellung der Unternehmensgruppe

Die MONTANA Group GmbH (MG GmbH) ist Muttergesellschaft für folgende Gesellschaften:

Name Sitz Beteiligung Anteil am Kapital
%
MONTANA Energie-Handel GmbH & Co. KG (MEH KG) Oberhaching direkt 100
Montania Energie-Handel GmbH (MEH GmbH) Oberhaching direkt 100
Immont GmbH * Grünwald indirekt 100
MONTANA Energieversorgung GmbH & Co. KG (MEV KG) Grünwald direkt 100
MONTANA Energieversorgung Verwaltungs GmbH (MEV GmbH) Grünwald direkt 100
MONTANA Energy Services GmbH & Co. KG (MES KG) Oberhaching direkt 100
MONTANA Energy Services Verwaltungs GmbH
(MES GmbH) Oberhaching direkt 100
MONTANA Heiztechnik GmbH & Co. KG (MHT KG) Oberhaching direkt 100
MONTANA Heiztechnik Verwaltungs-GmbH (MHT GmbH) Oberhaching direkt 100
MONTANA Logistik GmbH & Co. KG (MLK KG) Oberhaching direkt 100
Montania Logistik GmbH (MLK GmbH) Oberhaching direkt 100
MONTANA Energie-Handel AT GmbH (MAT GmbH) Wien/Österreich direkt 100
MONTANA Digital Services GmbH & Co. KG (MDS KG) Oberhaching direkt 100
MONTANA Digital Services Verwaltungs GmbH (MDS GmbH) Oberhaching direkt 100
MONTANA Stiftung gGmbH (Stiftung) ** Grünwald direkt 100
MONTEC OIL GmbH & Co. KG (MEC KG) Grünwald direkt 100
MONTEC OIL Verwaltungs GmbH (MEC GmbH) Grünwald direkt 100
M Capital GmbH & Co. KG (M Capital KG) Grünwald direkt 100
M Capital Verwaltungs GmbH (M Capital GmbH) Grünwald direkt 100
EFI-NET GmbH & Co. KG (EFI-NET KG) Oberhaching direkt 100
EFI-NET Verwaltungs GmbH (EFI-NET GmbH) Oberhaching direkt 100
compera GmbH *** (bis 01.01.2023) Regensburg indirekt 52,5
compera Vertriebs GmbH **** (bis 01.01.2023) Mödling/ Österreich indirekt 100

* Die Immont GmbH wird zu 100% direkt durch die MONTANA Energie-Handel GmbH & Co. KG gehalten.
** Die gemeinnützige Gesellschaft wurde im Berichtsjahr gegründet und erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.
*** Die compera GmbH wird zum 31.12.2022 (Geschäftsjahresende der compera GmbH) zu 52,5% direkt durch die M Capital GmbH & Co. KG gehalten.
**** Die compera Vertriebs GmbH wird zu 100% direkt durch die compera GmbH gehalten.

Die Jahresabschlüsse der Gesellschaften zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. März 2023 sind in den Konzernabschluss einbezogen worden.

Folgende Tochterunternehmen der MONTANA Group GmbH erfüllen die Voraussetzungen des § 264b HGB und sind daher von der Verpflichtung zur Offenlegung des Jahresabschlusses und gegebenenfalls des Lageberichts befreit:

MONTANA Digital Services GmbH & Co. KG

MONTANA Energieversorgung GmbH & Co. KG

MONTANA Energie-Handel GmbH & Co. KG

MONTANA Energy Services GmbH & Co. KG

MONTANA Heiztechnik GmbH & Co. KG

MONTANA Logistik GmbH & Co. KG

MONTEC OIL GmbH & Co. KG

M Capital GmbH & Co. KG

EFI-NET GmbH & Co. KG

2. Grundlagen des Konzernabschlusses und Konsolidierungsmethoden

2.1 Bilanzstichtag

Das Geschäftsjahr des Konzerns beginnt am 1. April und endet am 31. März des Folgejahres. Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens MG GmbH, den 31. März 2023, aufgestellt worden. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen MEH KG, MEH GmbH, MES KG, MES GmbH, MLK KG, MLK GmbH, MEC KG, MEC GmbH und Immont GmbH wurden ebenfalls auf den 31. März 2023 aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurden abweichend auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt.

Auf eine Aufstellung von Zwischenabschlüssen für diese Tochterunternehmen wurde gemäß § 299 Abs. 2 Satz 1 HGB verzichtet. Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zwischen dem Abschlussstichtag der Tochtergesellschaften und dem Abschlussbilanzstichtag für den Konzernabschluss eingetreten.

2.2 In den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaften

Der Konzernabschluss zum 31. März 2023 umfasst die Muttergesellschaft sowie die Tochtergesellschaften (siehe auch Abschnitt I.1.). Die Tochterunternehmen wurden alle vollkonsolidiert.

2.3 Deutsche Rechnungslegungsstandards

Dieser Konzernabschluss wurde unter Beachtung der deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt. Die einzige Ausnahme besteht in der Behandlung der passivischen Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung. Da es sich um technisch bedingte Unterschiede handelt, die überwiegend Eigenkapitalcharakter haben, wurden diese entgegen der Vorschrift des DRS 23.91 gegen die Kapitalrücklage gebucht und nicht ergebniswirksam behandelt.

2.4 Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB). Danach werden die konsolidierungspflichtigen Anteile mit dem auf sie entfallenden Eigenkapital der Tochterunternehmen verrechnet, das dem beizulegenden Wert ("Zeitwert") der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Einbringung der Anteile entspricht.

Übersteigt der Beteiligungsansatz das entsprechende anteilige Eigenkapital der Tochterunternehmen, so werden die sich ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesen und über einen Zeitraum von 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von 15 Jahren ist in der durch das Geschäftsmodell bedingten langfristigen Nutzungsmöglichkeit der Firmenwerte begründet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung weisen zum Bilanzstichtag einen Restbuchwert in Höhe von TEUR 62 (Vj. TEUR 106) auf.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden aufgerechnet. Aufgrund der unterschiedlichen Bilanzstichtage der Mutter- und einzelner Tochterunternehmen entstehen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach der Aufrechnung der Forderungen und Verbindlichkeiten sogenannte stichtagsbedingte Aufrechnungsdifferenzen. Zum Konzernbilanzstichtag beträgt dieser Posten TEUR 121 in den sonstigen Vermögensgegenständen (Vj. TEUR 75).

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Im Lieferungs-, Leistungs- und Finanzverkehr zwischen Konzerngesellschaften entstandene Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich eliminiert. Bedingt durch teilweise abweichende Stichtage der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ergeben sich im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung Aufrechnungsdifferenzen, die saldiert in Höhe von TEUR 129 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Vj. TEUR 859) enthalten sind.

Steuerabgrenzung

Auf Abweichungen zwischen den im Konzernabschluss ausgewiesenen Wertansätzen und den Wertansätzen in den lokalen Steuerbilanzen wurden am Konzernstichtag latente Steuern gebildet, sofern sich deren Auswirkungen in den Folgejahren voraussichtlich wieder umkehren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf der Basis individueller Ertragssteuersätze.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Berücksichtigung der Anschaffungskostenminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, bewertet. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte aus Einzelabschlüssen werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer von 15 Jahren ist in der durch das Geschäftsmodell bedingten langfristigen Nutzungsmöglichkeit der Firmenwerte begründet.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden linear, pro rata temporis abgeschrieben. Die aktivierten Kundenstämme sowie die Wettbewerbsverbote werden, soweit keine außerplanmäßige Abschreibung erforderlich ist, unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von zehn (Kundenstamm) bzw. ein, zwei und fünf Jahren (Wettbewerbsverbot) abgeschrieben. EDV-Software wird über eine Nutzungsdauer von drei und fünf Jahren abgeschrieben.

2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich Nebenkosten unter Berücksichtigung der Anschaffungskostenminderungen, vermindert um die Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Geringwertige Anlagegüter bis zu EUR 800 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen.

3. Finanzanlagen

Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten bzw. ihren niedrigeren beizulegenden Werten ausgewiesen, sofern es sich um eine dauerhafte Wertminderung handelt.

4. Vorräte

Die Waren werden grundsätzlich zu Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Bewertung der Flüssigkeiten, Schmierstoffe und Chemieprodukte erfolgt nach dem gleitenden Durchschnittspreis.

Die Bewertung der im Konzernabschluss ausgewiesenen unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Gemeinkosten einbezogen.

5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten ausgewiesen. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen sowie durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

6. Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert im Sinne des § 253 Abs. 4 HGB bewertet.

7. Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks sind zu Nominalwerten angesetzt.

8. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

9. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsverpflichtungen werden mit den Barwerten der laufenden Renten angesetzt, die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (nach der Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt werden. Als Rechnungsgrundlagen werden die Heubeck-Richttafeln 2018 G verwendet. In Anwendung des § 253 Abs. 1 i.V.m. Abs. 2 HGB wurde der durchschnittliche Zinssatz der vergangenen 10 Jahre zur Abzinsung verwendet. Dieser Rechnungszinssatz, der für die durchschnittliche Laufzeit von 15 Jahren ermittelt wurde, beträgt für das Geschäftsjahr 1,79 % (Vj. 1,81 %). Darüber hinaus werden Rentensteigerungen von 1,75% p.a. berücksichtigt. Die Pensionszahlungen werden mit den Erträgen aus der Auflösung der Rückstellung saldiert ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 34.

10. Rückstellungen

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für erkennbare Risiken und ungewisse Verpflichtungen gebildet und mit dem Erfüllungsbetrag, einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen, bewertet. Sämtliche sonstige Rückstellungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, auf eine Abzinsung wurde verzichtet.

11. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

12. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.

13. Gewinne und Aufwendungen oder Erträge

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

14. Fremdwährungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs in Abhängigkeit der zum Abschlussstichtag bestehenden (Rest-) Laufzeiten bewertet. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen finden sich Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von TEUR 7 (Vj.sonstige betriebliche Erträge von TEUR 8).

III. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens für den Zeitraum von 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 wird im nachfolgenden Konzernanlagespiegel dargestellt.

Anschaffungs-und Herstellungskosten
TEUR 01.04.2022 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 6.443 155 638 0 5.959
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.292 0 0 0 1.292
3. Kundenstämme 9.841 0 0 0 9.841
4. Geleistete Anzahlungen 243 535 0 0 777
17.818 690 638 0 17.870
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 8.089 68 0 0 8.157
2. Technische Anlagen und Maschinen 4 0 0 0 4
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.109 1.416 1.038 125 10.612
4. Geleistete Anzahlungen 261 1.222 0 -125 1.358
18.464 2.706 1.038 0 20.132
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 10.719 2.132 552 0 12.300
10.719 2.132 552 0 12.300
Summe Anlagevermögen 47.001 5.528 2.228 0 50.301
Abschreibungen
TEUR 01.04.2022 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.03.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 5.706 333 634 0 5.405
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.186 44 0 0 1.230
3. Kundenstämme 9.841 0 0 0 9.841
16.733 377 634 0 16.476
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 1.052 192 0 0 1.244
2. Technische Anlagen und Maschinen 4 0 0 0 4
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.033 1.433 986 0 6.480
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
7.089 1.624 986 0 7.727
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.547 0 0 0 1.547
1.547 0 0 0 1.547
Summe Anlagevermögen 25.369 2.001 1.620 0 25.750
Buchwerte
TEUR 31.03.2023 31.03.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbende Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ähnl. Rechte u. Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten u. Werten 554 737
2. Geschäfts- oder Firmenwert 62 106
3. Kundenstämme 0 0
4. Geleistete Anzahlungen 777 243
1.394 1.085
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 6.914 7.037
2. Technische Anlagen und Maschinen 0 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.133 4.076
4. Geleistete Anzahlungen 1.358 261
12.405 11.374
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 10.753 9.173
10.753 9.173
Summe Anlagevermögen 24.551 21.632

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.03.2023 31.03.2022
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 102.217 100.953
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 54.780 16.813
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 22 9

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen mit TEUR 24.458 Forderungen gegen Marktpartner aus ausstehenden Mehr-Mindermengen-Abrechnungen und noch nicht abgerechneten Netznutzungsentgelten (Vj. Sonstige Rückstellung in Höhe von TEUR 19.529) und Forderungen aus Umsatzsteuer (TEUR 13.177; Vj. TEUR 2.483).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 13.112 (Vj. TEUR 2.483), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag der Tochtergesellschaften entstehen (im Folgejahr abziehbare Umsatzsteuer).

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von EUR 1.050.000,00 entspricht dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Es handelt sich bei der Gewinnrücklage in Höhe von EUR 27.626.238,47 (Vj.EUR 27.626.238,47) um eine satzungsmäßige Rücklage.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Entwertung von CO 2 -Zertifikaten, die im Jahr 2023 für die Liefermenge des Jahres 2022 vorzunehmen ist (TEUR 28.471; Vj. TEUR 1.582), die Netznutzungsentgelte, Mehr-/ Mindermengen, Ausgleichsenergie- und Regelenergieumlage (TEUR 3.772; Vj. TEUR21.444), sonstige Kundenansprüche (TEUR 9.744; Vj. TEUR 1.181) sowie Verpflichtungen im Personalbereich (TEUR 4.354; Vj. TEUR 1.741).

5. Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten zum 31. März 2023 gliedern sich wie folgt:

bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 400 700 1.100
Vorjahr 400 1.100 1.500
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.225 0 0 4.225
Vorjahr 1.240 0 0 1.240
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 134.075 0 0 134.075
Vorjahr 109.349 0 0 109.349
Sonstige Verbindlichkeiten 92.439 0 0 92.439
Vorjahr 32.978 0 0 32.978

Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten sind zum Teil durch Forderungszessionen (TEUR 1.977, Vj. TEUR 1.988) besichert. Darüber hinaus wurden zu Gunsten einiger Lieferanten Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 33.700 (Vj. TEUR 14.000) ausgegeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit einer Grundschuld in Höhe von TEUR 4.000 besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen kreditorische Debitoren in Höhe von 64,4 Mio. EUR (Vj. 14,7 Mio. EUR) sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 6,3 Mio. EUR (Vj. 14,5 Mio. EUR). Die kreditorischen Debitoren beinhalten die aus der Jahresendabrechnung resultierenden Überzahlungen von Erdgas- und Stromkunden.

6. Abgrenzungsposten für latente Steuern

Hinsichtlich der aktiven latenten Steuern, die sich aus Bewertungsdifferenzen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz ergeben, wurde das Wahlrecht gemäß § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB dahingehend ausgeübt, dass eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung aus latenten Steuern nicht in der Konzernbilanz ausgewiesen wird.

7. Umsatzerlöse

Die Segmentierung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen verteilt sich wie folgt:

2022/2023 2021/2022
TEUR TEUR
Erdgas und Strom 942.445 652.367
Mineralöl 462.252 321.347
Heiztechnik 7.704 6.645
Sonstiges 1.689 2.205
1.414.090 982.564

Die Umsätze werden zu 93 % (Vj. 91 %) im Inland erzielt. Die Umsätze im Bereich "Erdgas und Strom" sind um die Erdgas- und Stromsteuer reduziert, die der Konzern als Verbrauchsteuer von den Kunden vereinnahmt. Die Umsatzerlöse reduzierten sich um periodenfremde Umsätze in Höhe von TEUR 2.906. In den Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 942.445 sind kalkulatorische Umsätze im Wesentlichen in Bezug auf Kunden in der rollierenden Jahresabrechnung in Höhe von TEUR 196.230 enthalten.

8. Abschreibungen

Bezüglich der Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens verweisen wir auf die Ausführungen zu III.1. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

9. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen waren im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 236 (Vj. TEUR 209) zahlungswirksam.

IV. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 11.046 (Vj. TEUR 6.924). Diese resultieren aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.137 (Vj. TEUR 819), aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 2.761 (Vj. TEUR 705) sowie aus Investitionsverpflichtungen von bis zu TEUR 7.148 (Vj. TEUR 5.400).

Die Miet- und Leasingverträge sind als Operating Leasing ausgestaltet und daher außerbilanzielle Geschäfte nach § 314 Nr. 2 HGB. Die Vorteile liegen in der Finanzierung sowie in der Kalkulierbarkeit der Kosten; Nachteile ergeben sich aus der längeren Bindung an einen Vertragspartner. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der MONTANA-Gruppe von Bedeutung wären.

Darüber hinaus bestehen aus den abgeschlossenen Dienstleistungsverträgen variable Verpflichtungen, die im Wesentlichen von der Anzahl der Kunden abhängig und damit nicht quantifizierbar sind.

Entsprechend der vom Risikoausschuss festgelegten Risikostrategie wurden die vertriebsseitigen Lieferverpflichtungen gegenüber unseren Endkunden über den Bilanzstichtag hinaus zu einem aggregierten Warenwert von 374,2 Mio. EUR abgesichert. Diese zur Absicherung von Marktpreisrisiken getätigten Wareneinkäufe betreffen zu über 64% Endkunden mit kurz- bis mittelfristigen Preisgarantien. Die verbleibenden Absicherungsgeschäfte betreffen kurzfristig zu erfüllende Lieferverpflichtungen von Endkunden ohne Preisgarantien.

2. Haftungsverhältnisse

Gegenüber Lieferanten wurden Bankbürgschaften abgegeben. Bezüglich der Angaben wird auf die Verbindlichkeiten verwiesen.

3. Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine Geschäfte mit nahestehenden Personen durchgeführt worden, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

4. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden durchschnittlich 235 (Vj. 236) Arbeitnehmer beschäftigt, diese teilen sich auf in 189 Angestellte und 46 gewerbliche Mitarbeiter.

5. Geschäftsführung

Die Geschäftsführung ist im abgelaufenen Geschäftsjahr durch die Herren Stefan Koburger und Florian Koburger ausgeübt worden, beide sind Geschäftsführer der MONTANA Group GmbH.

Der Konzern verzichtet gemäß § 314 Abs. 3 HGB i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechnete Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers beträgt TEUR 82 (Vj. TEUR 78) und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Sonderleistungen für die EEG-Prüfung betragen TEUR 8 (Vj. TEUR 7).

7. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss der MONTANA Group GmbH des Geschäftsjahres vom 1. April 2022 bis 31. März 2023 in Höhe von EUR 116.373.872,08 entsprechend den Regelungen der Satzung der MONTANA Group GmbH zu verwenden.

8. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Lage der Gesellschaft für das Berichtsjahr haben, sind nicht bekannt.

 

Grünwald, den 08. August 2023

gez. Stefan Koburger

gez. Florian Koburger

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MONTANA Group GmbH, Grünwald

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MONTANA Group GmbH - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. März 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MONTANA Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehrfortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 20. Oktober 2023

INTARIA AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

Christian Roller, Wirtschaftsprüfer

Kristin Güra, Wirtschaftsprüferin

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