Bauträger für Wohngebäude
Biometra GmbH
Rudolf-Wissell-Straße 30, 37079 Göttingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Eggert Appel seit 13.7.2017 | Prokura |
Heiner Otte seit 13.7.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
Endress+Hauser Group Services (Deutschland) AG+Co. KGEigenbeteiligung | 100.00% |
Analytik Jena GmbH+Co. KGEigenbeteiligung | 0.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Biometra GmbHGöttingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 1. Bilanz zum 31. Dezember 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023 BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Geschäft und Rahmenbedingungen 1.1 Geschäftstätigkeit und Geschäftsmodell Als Entwickler und Hersteller von spezialisierten Instrumenten und Produkten für den Life-Science Bereich positioniert sich die Biometra GmbH, Göttingen (im nachfolgenden "Biometra") in einem anspruchsvollen, wachsenden Technologiesegment und versorgt dabei über die Analytik Jena GmbH+Co. KG, Jena, (vormals Analytik Jena GmbH) als Hauptabnehmerin und Alleingesellschafterin eine Vielzahl von Anwendern in unterschiedlichen Branchen. Ihr Portfolio umfasst daher insbesondere biochemische Analysegeräte, Serviceleistungen sowie gerätespezifische Verbrauchsmaterialien. 1.2 Organisation und Gesellschaftsstruktur Die Biometra GmbH ist eine deutsche Kapitalgesellschaft mit Sitz in Göttingen. Alleinige Gesellschafterin des Unternehmens ist die Analytik Jena GmbH+Co. KG, Jena, ein Tochterunternehmen der auf Prozessmesstechnik spezialisierten Schweizer Endress+Hauser Gruppe mit Sitz in Reinach. Mit ihrer Muttergesellschaft, der Analytik Jena GmbH+Co. KG, Jena, besteht seit dem 1. Januar 2020 ein Ergebnisabführungsvertrag. Zum 1. Januar 2023 wurde die Alleingesellschafterin von einer Kapitalgesellschaft in eine Personenhandelsgesellschaft umgewandelt. 1.3 Unternehmenssteuerung auf Basis von Kennzahlen In der Ausrichtung ihrer Geschäftsentwicklung bedient sich die Biometra operativer Steuerungssysteme. Die Planung erfolgt mit einem detaillierten Budget für ein Jahr. Die marktseitigen Rahmenbedingungen und die daraus abgeleiteten Planungsannahmen und -inhalte werden im Laufe eines Geschäftsjahres kontinuierlich überwacht und ergebnisseitig über regelmäßige Forecasts dargestellt. Die Biometra setzt zur Planung, operativen Steuerung und Kontrolle der Geschäftstätigkeiten finanzielle Kennzahlen ein. Der wesentliche Fokus liegt auf der Kennzahl Umsatz, während die operative Effizienz und Profitabilität über die Kennzahl EBIT (Betriebsergebnis) abgebildet wird. Nichtfinanzielle Kennzahlen (wie z.B. Mitarbeiterfluktuation) werden zwar ebenfalls analysiert, dienen aber nicht primär zur Steuerung im Unternehmen. 1.4 Forschung und Entwicklung Für die Biometra als Anbieter von biochemischen Analysegeräten sind die zielgerichteten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wesentliche Prämisse für einen nachhaltigen Geschäftserfolg. Im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigte das Unternehmen zum 31. Dezember 2023 9 Mitarbeiter (Vorjahr 9). Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen betrugen im Geschäftsjahr 2023 822 Tsd. EUR (Vorjahr: 894 Tsd. EUR). 1.5 Akquisitionen und Investitionen sowie Desinvestitionen Das Investitionsvolumen der Biometra betrug in der Berichtsperiode 209 Tsd. EUR (Vorjahr: 337 Tsd. EUR). Mit 209 Tsd. EUR entfielen 100,0 % der getätigten Investitionen auf das Sachanlagevermögen, insbesondere auf die Technischen Anlagen und Maschinen. 1.6 Personalstrategie und Mitarbeiter Motivierte, leistungsbereite und verantwortungsbewusste Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital der Biometra. Die Gesellschaft überprüft ihre Personalstrategie kontinuierlich und adjustiert sie gemäß aktuellen Marktgegebenheiten sowie an demographische und unternehmensinterne Entwicklungen. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 67 Mitarbeiter, davon 1 Auszubildender (Vorjahr: 73 Mitarbeiter, davon 1 Auszubildender). Darin enthalten ist auch der Geschäftsführer. Insgesamt arbeiteten neben den Mitarbeitern in der Forschung und Entwicklung 41 Mitarbeiter in der Produktion (Vorjahr: 47), 14 im Vertrieb (Vorjahr: 14) und 3 in der Verwaltung (Vorjahr: 3). Die Personalkosten betrugen im Geschäftsjahr 2023 3.892 Tsd. EUR (Vorjahr: 4.117 Tsd. EUR). Unter Berücksichtigung von regelmäßigen Lohn- und Gehaltssteigerungen beruht der Rückgang auf dem Personalabbau und in geringem Ausmaß auf Kurzarbeit von 20% im Oktober und November des Geschäftsjahres. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das Welthandelsvolumen wuchs im Vergleich zum Vorjahr trotz schwieriger geopolitischer Bedingungen durch den Krieg in der Ukraine um 2,8% 1. Auf die deutsche Wirtschaft wirkten zusätzlich Preissteigerungen und Fachkräftemangel. Das Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik Deutschland wuchs im Vorjahresvergleich um 1,8% 2. 2.2 Branchenumfeld Der weltweite Markt für Analysen-, Bio- und Labortechnik ist im Jahr 2023 deutlich zurückgegangen. Insbesondere in USA war ein deutlicher Rückgang der Nachfrage nach Neuprodukten zu verzeichnen. 2.3 Geschäftsverlauf Die Nachfrage nach Life Science Produkten brach im Jahr 2023 vollständig ein. Die Biometra verzeichnete einen Umsatzrückgang um 27,8% auf 11,5 Mio. EUR. 2.4 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Umsatzentwicklung Die Umsatzerlöse der Biometra sanken mit 11.487 Tsd. EUR deutlich unter den Vorjahreswert (15.900 Tsd. EUR) und den geplanten absoluten Werten. Die Gesellschaft war von einem Umsatzrückgang im oberen einstelligen Prozentbereich ausgegangen und verfehlte damit die Prognose. Die Biometra verkauft ihre Produkte ausschließlich an die Muttergesellschaft Analytik Jena GmbH+Co. KG, Jena, die wiederum ein weltweites Vertriebsnetz besitzt.
1 Finanzbericht 2024, Bundesministerium der
Finanzen, August 2023, S.123
Entwicklung der Kosten Die Aufwendungen zur Erzielung der Umsatzerlöse sanken im Geschäftsjahr 2023 von 11.795 Tsd. EUR auf 10.128 Tsd. EUR. Der Rückgang resultiert aus dem Umsatzrückgang sowie wesentlich geringeren Fremdleistungen als im Vorjahr. Infolge des fehlenden Deckungsbeitrags für die Fixkosten im Produktionsbereich fiel die Rohmarge von 25,8% auf 11,8%. Neben dieser Fixkostenunterdeckung spielen zusätzlich auch Aussonderungen und Wertminderungen des Vorratsvermögens eine Rolle, die zu Mehraufwendungen von rund 992 Tsd. EUR gegenüber dem Vorjahr führten. Die Vertriebsaufwendungen betrugen 693 Tsd. EUR (Vorjahr: 776 Tsd. EUR). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr beruht vor allem auf eine veränderte Leistungsverrechnungen der Service-Abteilung (-85 Tsd. EUR) und damit auf einer Verschiebung zwischen Herstellungskosten und Vertriebskosten. Die Verwaltungsaufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr auf 316 Tsd. EUR (Vorjahr: 671 Tsd. EUR) vor allem durch geringere Personalaufwendungen (-365 Tsd. EUR), die im Vorjahr insbesondere durch Einmalaufwendungen aus Personalanpassungsmaßnahmen und höhere ergebnisabhängige Vergütungen belastet waren. Die Forschungs- und Entwicklungskosten verringerten sich auf 822 Tsd. EUR (Vorjahr: 894 Tsd. EUR) vor allem durch weniger Abschreibungen auf Sachanlagen (-101 Tsd. EUR). Ergebnisentwicklung Das Bruttoergebnis vom Umsatz sank in der Berichtsperiode vor allem aufgrund des Umsatzrückgangs und der unterproportional sinkenden Herstellungskosten auf 1.359 Tsd. EUR (Vorjahr: 4.105 Tsd. EUR). Damit liegt die Bruttomarge deutlich unter dem Vorjahr bei 11,8% (Vorjahr 25,8%) so dass die weiteren angefallenen Kosten nicht vollständig gedeckt werden konnten. Infolge der Unterauslastung und der Sondereffekte aus der Bereinigung des Vorratsvermögens ergab sich somit ein negatives operatives Ergebnis. Das Ergebnis vor Zinsen/Beteiligungsergebnis und Steuern (EBIT) betrug -392 Tsd. EUR (Vorjahr: 1.892 Tsd. EUR) und lag infolge des in der Höhe nicht erwarteten Umsatz- und margenrückgangs nicht im Prognosebereich, sondern deutlich darunter. Nach Steuern beläuft sich das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung auf -412 Tsd. EUR (Vorjahr 1.860 Tsd. EUR). Der Verlust wird vollständig durch die Ergebnisabführung an die Analytik Jena GmbH+Co. KG übertragen. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahresstichtag stieg die Bilanzsumme der Gesellschaft zum Stichtag 31. Dezember 2023 auf 8.840 Tsd. EUR. Das Anlagevermögen veränderte sich infolge der Investitionen in etwa in Höhe der Abschreibungen kaum (2023: 2.519 Tsd. EUR; Vorjahr: 2.608 Tsd. EUR). Das Umlaufvermögen stieg von 5.986 Tsd. EUR auf 6.315 Tsd. EUR bzw. um 5,5 %. Dabei stiegen die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Berichtszeitraum um 94,6 % auf 469 Tsd. EUR (Vorjahr: 241 Tsd. EUR) v.a. infolge des Anspruchs auf Verlustübernahme durch die Gesellschafterin. Zum Anstieg des Umlaufvermögens trug die Erhöhung der Vorräte auf 5.769 Tsd. EUR (Vorjahr: 5.670 Tsd. EUR) insbesondere bei den unfertigen Erzeugnissen bei. Hier spiegelt sich ebenfalls die angespannte Marktlage wider. Auf der Passivseite verringerten sich die Rückstellungen um 39,5 % von 586 Tsd. EUR im Vorjahr auf 355 Tsd. EUR zum Stichtag aufgrund von geringeren Personalrückstellungen infolge des unterjährigen Überstunden- und Urlaubsabbaus. Die Verbindlichkeiten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 15,0 % und betrugen zum Abschluss des Geschäftsjahres 3.600 Tsd. EUR (Vorjahr: 3.131 Tsd. EUR). Darin stiegen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf 3.458 Tsd. EUR (Vorjahr: 2.788 Tsd. EUR). Im Wesentlichen resultiert dies aus dem Anstieg der Verpflichtungen aus dem Cashpooling (3.419 Tsd. EUR; Vorjahr 982 Tsd. EUR). Hierunter waren im Vorjahr auch die Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung in Höhe von 1.860 Tsd. EUR enthalten (im Geschäftsjahr 2023 Forderung aus Verlustübernahme). Per 31. Dezember 2023 wies die Gesellschaft infolge der Ergebnisübernahme durch die Analytik Jena GmbH+Co. KG im Eigenkapital einen unveränderten Saldo von 4.885 Tsd. EUR aus (Vorjahr: 4.885 Tsd. EUR), die Eigenkapitalquote der Biometra beträgt infolge der gestiegenen Bilanzsumme 55,3 % (Vorjahr: 56,8 %). Das Verhältnis von Anlage- zu Umlaufvermögen hat sich von 43,6 % im Vorjahr auf 39,9 % verringert. Die Anlageintensität (Anlagevermögen in % der Bilanzsumme) der Biometra sank im Berichtszeitraum von 30,3 % auf 28,5 %. Finanzlage Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Finanzierung durch die Einbindung der Gesellschaft in das Cashmanagement der Gesellschafterin gewährleistet. Die zum Bilanzstichtag bestehende Verpflichtung aus Cashpooling (-3.419 Tsd. EUR, Vorjahr -982 Tsd. EUR) hat sich infolge der negativen Entwicklung des operativen Geschäfts um 2.437 Tsd. EUR erhöht. Diese Entwicklung wird neben dem Mittelabfluss aus der operativen Geschäftstätigkeit (-368 Tsd. EUR) weitgehend durch die für das Berichtsjahr 2022 gezahlte Gewinnabführung (-1.860 Tsd. EUR) zuzüglich der Auszahlungen für Investitionen (-209 Tsd. EUR) bedingt. Die Liquidität ist durch die Einbindung in das Cashmanagement der Analytik Jena GmbH+Co. KG, Jena, und den Ergebnisabführungsvertrag grundsätzlich gesichert. Gesamtaussage Die Vermögenslage ist weiterhin stabil und hat sich bezüglich der Bilanzstrukturen gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Ertragslage ist stark durch den Rückgang der Nachfrage nach biochemischen Analysegeräten geprägt und nicht zufriedenstellend. Sie entspricht daher nicht den getroffenen Erwartungen. Die Finanzlage wird über die Einbindung der Gesellschaft in das Cash Management der Muttergesellschafter sichergestellt. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Gesellschafterin ausreichend liquide Mittel zur Verfügung hat, um die Forderungen der Biometra aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie der Verlustübernahme bedienen zu können. Infolge der angespannten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Alleingesellschafterin im Geschäftsjahr 2023 war dies wiederum nur durch die Integration in das Liquiditätsmanagement der Endress+Hauser-Gruppe möglich. 3. Chancen- und Risikobericht Die unternehmensinterne Situation sowie die allgemeine Wirtschaftslage beeinflussen die Entwicklung des Gesamtrisikoprofils der Biometra. Diese Risiken werden gemäß der Risikopolitik der Gesellschaft in einzelne Risikofelder, die nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können und wiederum eine Vielzahl von Einzelrisiken bündeln, differenziert. Insgesamt wird sie infolge der starken Verflechtungen mit der Analytik Jena GmbH+Co. KG, Jena, in deren Risikomanagement einbezogen. Insbesondere durch die Verflechtungen mit der Gesellschafterin ist die Biometra direkt von den Chancen- und Risikoportfolio der Analytik Jena GmbH+Co. KG und deren Tochtergesellschaften beeinflusst. Chancenmanagement Analytik Jena-Gruppe nutzt zahlreiche interne Mechanismen und eine Vielzahl an externen Berichten, um Chancen frühestmöglich aufzuspüren, zu bewerten und geeignete Maßnahmen ergreifen zu können. Es werden verschiedene Instrumente zur frühzeitigen Erkennung und Identifikation von Chancen in unterschiedlichen Gremien und Bereichen des Unternehmens und in vielfältigen zeitlichen Taktungen eingesetzt. Betrachtet werden regionale, Produkt- und Marktbezogene Chancen, die auf die Rahmenbedingungen der Analytik Jena GmbH+Co. KG wie auch auf die operative und strategische Tätigkeit des Unternehmens positiv wirken. Analytik Jena GmbH+ Co. KG bildet die Chancen in den Roadmaps der Geschäftsbereiche ab. Regionale Chancen Als bedeutende Chance wird die zunehmende Ausweitung des europäischen und die weitere Erschließung des amerikanischen Marktes gesehen. Nach den Pandemiejahren 2020 und 2021, in denen Maßnahmen nicht umgesetzt werden konnten, wurde die Ausweitung der europäischen und die Stärkung der amerikanischen Vertriebsgesellschaften nach 2022 in 2023 weiter fokussiert. Produkt- und Marktbezogene Chancen Durch die Matrixorganisation der Analytik Jena-Gruppe, die neben den Funktionsbereichen die Geschäftsfelder abbildet, erfolgt eine starke Fokussierung auf Chancen in Produkten und Märkten. Die Schaffung jeweils getrennter Verantwortungen in der Geschäftsleitung für den globalen Vertrieb sowie für die globale Forschung und Entwicklung bietet zusätzliche Chancen der Ausweitung der Geschäftstätigkeit. Risikomanagement Die Analytik Jena-Gruppe nutzt umfangreiche Kontrollmechanismen und ein umfassendes Berichtswesen, um Risiken frühestmöglich zu erkennen, zu bewerten und um gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -bewältigung ergreifen zu können. Es werden verschiedene Instrumente zur frühzeitigen Erkennung und Identifikation von Risiken in unterschiedlichen Gremien und Bereichen des Unternehmens und in vielfältigen zeitlichen Taktungen eingesetzt. Betrachtet werden externe und interne Risiken, die auf die Rahmenbedingungen der Analytik Jena wie auch auf die operative und strategische Tätigkeit des Unternehmens wirken und dadurch den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten. Gesamtwirtschaftliche Risiken Eine negative Entwicklung der Weltwirtschaft, verursacht durch kriegerische Auseinandersetzungen, kann zum Geschäftsrückgang der Gesellschaft führen, z. B. durch auftretende Lieferengpässe. Es können sich Kostensteigerungen durch Preisanstiege auf den Rohstoff- und vor allem den Energiemärkten ergeben. Die Analytik Jena Gruppe trägt diesen Risiken durch regelmäßige Vorschau- und Planungsprozesse sowie Szenario-Betrachtungen und daraus abgeleiteten Maßnahmen Rechnung. Strategische Risiken Fehlende Innovation kann zur Überalterung des Produktportfolios und damit zur fehlenden Dynamik in der Umsatzentwicklung führen. Unzureichende Investitionen in Personal und Equipment für Neuentwicklungen kann diesen Prozess unterstützen. Die Analytik Jena-Gruppe trägt diesen Risiken durch Geschäftsfeldstrategien und besondere Fokussierung im R&D-Bereich Rechnung. Absatzmarktrisiken Die Abschwächung des China-Geschäfts durch erhöhte Zugangsbeschränkungen im öffentlichen Sektor und zu nationalen und internationalen Industriekunden kann zu negativen Effekten auf den Umsatz führen. Im globalen Geschäft der Analytik Jena- Gruppe können Regressforderungen aus Produkthaftung mit damit verbundenem Reputationsverlust zu Umsatzeinbußen führen, ebenso wie Projektverspätungen und Verlust von Schlüsselkunden. Insbesondere der starke Umsatzrückgang im Life Science Bereich durch die Sättigung des Marktes stellt eine neue Herausforderung für die Gesellschaft dar. Mit Nachfragerückgängen und damit auch Umsatzminderungen wird sich die Biometra auch im Folgegeschäftsjahr auseinandersetzen müssen. Die Analytik Jena-Gruppe trägt diesen Risiken durch die Analyse des Marktumfelds sowie durch Geschäftsfeldstrategien und regelmäßige Vorschau- und Planungsprozesse sowie Szenario-Betrachtungen mit daraus abgeleiteten Maßnahmen Rechnung. Insofern wird sich die Gesellschaft im Folgejahr auch mit Strukturanpassungen in der Gesellschaft selbst beschäftigen müssen. Beschaffungsmarktrisiken Aus Geschäftstätigkeit und Geschäftsmodell der Analytik Jena Gruppe leitet sich ab, dass in der Personalbeschaffung besondere Risiken liegen, denen durch Maßnahmen des Employer Brandings und insbesondere des Talent Managements und der Ausbildung Rechnung getragen wird. Derzeit ist in der Gesellschaft selbst das Risiko von untergeordneter Bedeutung. Die weltweite Verknappung von Rohstoffen, insbesondere elektronischen Bauteilen, kann zu Lieferengpässen führen und in deren Folge zu Umsatzausfällen oder Umsatzrückgängen. Die Analytik Jena-Gruppe trägt diesem Risiko durch strukturierte Maßnahmen im Einkauf Rechnung, die damit auch der Gesellschaft zugutekommen. Finanzwirtschaftliche, regulatorische und sonstige Risiken Der Rückgang der Geschäftstätigkeit der Analytik Jena GmbH+Co. KG als direkter Auftraggeber der Gesellschaft kann zu einem negativen CashFlow für die Biometra führen. Infolge des derzeitigen angespannten Marktumfelds im Geschäftsfeld Life Science ist auch die Analytik Jena GmbH+Co. KG vor Herausforderungen gestellt, Anpassungsmaßnahmen zu finden, die dem schwierigen Marktbedingungen entsprechend. In 2024 werden daher auch hier zusammen mit der Endress+Hauser-Gruppe Maßnahmen geplant, um ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu generieren. Bewertung Insgesamt steht in der Analytik Jena Gruppe seit dem Geschäftsjahr 2023 ein höheres Risikopotential den Chancen gegenüber. Für das Geschäftsjahr 2023 zeigt die Entwicklung des Risikoprofils der Biometra daher eine leichte Verschiebung zum Vorjahr. Die Gesellschaft hatte im Berichtsjahr insgesamt ein leicht erhöhtes Risikoexposure, denen weiterhin gleichbleibende Chancen gegenüberstehen. Da diese im Wesentlichen von der Risikostruktur der Gesellschafterin abhängig ist, führt auch deren erhöhtes Risikopotential zu Auswirkungen auf die Gesellschaft. Allerdings sind bei der Analytik Jena GmbH+Co. KG bereits Maßnahmen getroffen worden, um Risiken aus den derzeit unvorteilhaften makroökonomischen Rahmenbedingungen zu kompensieren. Durch Einbindung beider Gesellschaften in den Endress+Hauser-Konzern sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Insofern wird auch bei im Folgejahr anhaltenden negativen Auswirkungen die Gesellschafterin ihren Verpflichtungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag und den Liefer- und Leistungsverpflichtungen nachkommen können. Im Falle sich verändernder Rahmenbedingungen könnten jedoch weitere, zum heutigen Zeitpunkt unbekannte oder als unwesentlich erachtete Risiken die Geschäftsaktivitäten der Biometra innerhalb der Analytik Jena Gruppe beeinträchtigen. Der Konzern hat organisatorisch die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen, über sich abzeichnende Veränderungen der Gesamtrisikosituation rechtzeitig Kenntnis zu erlangen und darauf adäquat reagieren zu können. 4. Finanzinstrumente Es bestanden keine währungsbezogenen bzw. sonstigen Sicherungsgeschäfte. 5. Prognosebericht Den in den nachfolgenden Kapiteln gemachten Ausführungen zu den künftigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Prognosen bezüglich der weiteren Entwicklung der Branche und des Unternehmens liegen Informationen bis Mai 2024 zugrunde. Angesichts des dynamischen konjunkturellen und branchenspezifischen Umfeldes sind Änderungen hinsichtlich der Zukunftsaussagen möglich und werden kontinuierlich auf Aktualität geprüft, angepasst und präzisiert. 5.1 Voraussichtliche weltwirtschaftliche Entwicklung Die Prognose für die Entwicklung der Wirtschaftsleistung in Deutschland deutet auf eine Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Aktivität um 1,6% für 2024. 3 Dies trotz nach wie vor hoher Unsicherheiten durch die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine. Die Erwartungen für die Entwicklung der Weltwirtschaft sind rückläufig im Vergleich zum Vorjahr und betragen 2,8% für 2024 4. 5.2 Voraussichtliche Entwicklung der Geschäfts-, Umsatz- und Ertragslage Basis für die nachfolgenden Prognoseaussagen ist die im Geschäftsjahr 2023 erstellte Unternehmens- und Budget-Planung der Analytik Jena GmbH+Co. KG und ihrer Konzernunternehmen für das Geschäftsjahr 2024. Die Gesellschaft geht für 2024 weiter von einem zwar wachsenden aber anhaltend wettbewerbsintensiven Marktumfeld in der globalen Analysen-, Bio- und Labortechnik aus. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Biometra GmbH mit einem weiteren Umsatzrückgang im unteren zweistelligen Prozentbereich. Der geplante Rückgang beruht auf der Annahme, dass die Nachfrage nach den PCR-Geräten der Gesellschaft im Laufe des Jahres 2024 weiter zurückgeht, so dass die Auftrags- und Umsatzvolumina des Geschäftsjahres 2023 nicht erreicht werden können. Es wird erwartet, dass der Umsatzrückgang nicht vollständig durch einen Kostenrückgang kompensiert werden kann. Deshalb wird sich das operative Ergebnis (EBIT) gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 nicht verbessern, sondern eher noch zu einen deutlich höheren Betriebsverlust führen.
3 Finanzbericht 2024, Bundesministerium der
Finanzen, August 2023, S.125
Derzeit werden durch die Geschäftsführung weitere notwendige Anpassungen der Strukturen der Gesellschaft geprüft, die gegebenenfalls zu einer Verbesserung des operativen Ergebnisses führen können.
Göttingen, 23. Mai 2024 Heiner Otte, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Allgemeine Hinweise Die Biometra GmbH mit Sitz in Göttingen ist beim Amtsgericht Göttingen unter der Registernummer HRB 1482 registriert. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB nach den Regelungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (3 bis 8 Jahre; lineare Methode) vermindert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr 2023 lagen hierfür keine Gründe vor. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten (Material-, Fertigungseinzelkosten sowie Sonderkosten der Fertigung) auch anteilige Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) sowie angemessene Teile des Werteverzehrs des Anlagevermögens enthalten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (pro rata temporis) auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Die Abschreibung bemisst sich nach der linearen Methode. Diese entsprechen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, die zwischen fünf und 33 Jahren liegen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Im Geschäftsjahr 2023 waren keine außerplanmäßi gen Abschreibungen erforderlich. Die Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR werden entsprechend den steuerlichen Vorschriften als Sammelposten geführt und linear über 5 Jahre abgeschrieben. Der Posten ist einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung. Geleistete Anzahlungen sind mit dem Nennwert (Auszahlungsbetrag) bewertet. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt, soweit es sich um eine dauernde Wertminderung handelt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren sind zu durchschnittlichen Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf den aktuellen Arbeitsplänen beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch angemessene Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Wertminderungen wurden bei der Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren sowie fertigen und unfertigen Erzeugnisse durch Erfassung von Gängigkeits- und Reichweitenabschlägen beachtet und darüber hinaus verlustfrei bewertet. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert. Auf Fremdwährung lautende Konten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die einen Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Tag darstellen. Bei den sonstigen Rückstellungen sind die erkennbaren Risiken und die ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei der Bewertung der sonstigen Rückstellungen werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Erhaltene Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Entstehungszeitpunkt mit dem jeweiligen Kurs und zum Abschlussstichtag zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB umgerechnet. Zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne werden realisiert, soweit die Restlaufzeit der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr beträgt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren und Verbindlichkeiten mit dem höheren relevanten Stichtagskurs angesetzt. Wertaufholungen erfolgen unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips. Latente Steuern auf temporäre Differenzen bzw. Verlustvorträge sind aufgrund des körper- und gewerbesteuerlichen Organschaftsverhältnisses nicht zu bilden. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Finanzanlagen Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes ist der folgenden Übersicht "Angaben zum Anteilsbesitz" zu entnehmen. Angaben zum Anteilsbesitz
in TLW = in Tausend Landeswährung Die Angaben bzgl. des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses sind den Jahresabschlüssen zum 31. Dezember 2023 entnommen, die zum Zwecke des Einbezugs in den Konzernabschluss nach den einschlägigen Vorschriften des IFRS erstellt wurden. Die Zahlenangaben für die ausländischen Beteiligungen erfolgen in Landeswährung und werden nicht gemäß § 256a HGB umgerechnet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
in Tsd. EUR Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen ausschließlich gegenüber der Gesellschafterin. Sie betreffen Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag (412 Tsd. EUR) sowie Umsatzsteuerforderungen (57 Tsd. EUR). Im Vorjahr waren hierunter ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Alleingesellschafterin erfasst. Eigenkapital Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Biometra GmbH beträgt zum Bilanzstichtag 300.000 EUR (Vorjahr: 300.000 EUR). Jahresfehlbetrag Der Jahresfehlbetrag zum 31. Dezember 2023 beträgt insgesamt 412 Tsd. EUR. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Analytik Jena GmbH+Co. KG ergeben sich im Geschäftsjahr 2023 und Vorjahr keine Veränderungen. Sonstige Rückstellungen Bei den Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 355 Tsd. EUR (Vorjahr: 586 Tsd. EUR) handelt es sich im Wesentlichen personalbezogene Verpflichtungen (301 Tsd. EUR, Vorjahr 507 Tsd. EUR). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im folgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
in Tsd. EUR Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.437 Tsd. EUR (Vorjahr 2.772 Tsd. EUR) bestehen gegenüber der Alleingesellschafterin. Diese umfassen Verbindlichkeiten aus Cashpooling (3.419 Tsd. Tsd. EUR, Vorjahr 982 Tsd. EUR) sowie Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten (18 Tsd. EUR, Vorjahr 41 Tsd. EUR). Im Vorjahr waren hierunter weiterhin Verpflichtungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag (1.860 Tsd. EUR) erfasst. Ferner wurden die Verpflichtungen gegenüber der Analytik Jena GmbH+Co. KG im Vorjahr mit den Forderungen aus umsatzsteuerlicher Organschaft (111 Tsd.) saldiert. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (21 Tsd. EUR) resultieren ausschließlich aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von 92 Tsd. EUR, davon 50 Tsd. EUR im Jahr 2024 und 42 Tsd. EUR im Jahr 2025, die überwiegend für die Anmietung von Räumlichkeiten abgeschlossen wurden. Das Risiko aus diesen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegt im Untergang bzw. des Nichtnutzens der Miet- und Leasingobjekte, was derzeit jedoch als unwahrscheinlich gilt. Das Bestellobligo beträgt 1.425 Tsd. EUR insbesondere für das laufende Geschäft im Rahmen des Bezugs von Vorräten und besteht im Wesentlichen gegenüber der Alleingesellschafterin bzw. verbundenen Unternehmen. Das Risiko im Rahmen des Bestellobligos liegt u.a. insbesondere in der Nichtverwertbarkeit der Vermögensgegenstände, was jedoch nicht als wahrscheinlich eingestuft wird. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
in Tsd. EUR Aufgliederungen nach Tätigkeitsbereichen sind in der Unternehmensberichterstattung nicht vorgesehen. Forschungs- und Entwicklungskosten Die Forschungs- und Entwicklungskosten betragen 822 Tsd. EUR (Vorjahr: 894 Tsd. EUR). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen Sachbezüge PKW in Höhe von 23 Tsd. EUR (Vorjahr: 20 Tsd. EUR), sowie die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 49 Tsd. EUR (Vorjahr 40 Tsd. EUR). Ferner sind hierunter Erträge aus Währungsgewinnen in Höhe von 2 Tsd. EUR (Vorjahr 0,4 Tsd. EUR) enthalten. Im Vorjahr waren unter den sonstigen betrieblichen Erträgen noch Skontoerträge in Höhe von 66 Tsd. EUR erfasst. Diese wurden im Geschäftsjahr 2023 mit den Herstellungskosten verrechnet (66 Tsd. EUR). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen Aufwendungen aus Währungsverlusten in Höhe von 2 Tsd. EUR (Vorjahr: 5 Tsd. EUR). Materialaufwand
in Tsd. EUR Personalaufwand
in Tsd. EUR Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen Mit Wirkung zum 01.01.2020 hat die Biometra GmbH als Organgesellschaft mit dem Organträger Analytik Jena GmbH+Co. KG, Jena, einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Infolgedessen hat sich die Biometra GmbH verpflichtet ab dem Geschäftsjahr 2020 den entstandenen Gewinn an die Organträgerin abzuführen. Die Analytik Jena GmbH+Co. KG verpflichtet sich ab dem Geschäftsjahr 2020 in der Organgesellschaft entstandene Verluste auszugleichen. Im Geschäftsjahr 2023 hat die Biometra GmbH eine Forderung aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Analytik Jena GmbH+Co. KG in Höhe von 412 Tsd. EUR (Vorjahr: Verbindlichkeit 1.860 Tsd. EUR) gebucht. Sonstige Angaben Vergütung der Abschlussprüfer Für das abgeschlossene Geschäftsjahr wurden die Abschlussprüfer wie folgt vergütet:
in Tsd. EUR Wesentliche Vorgänge nach dem Bilanzstichtag Die im November 2023 begonnene Kurzarbeit setzt sich auch im Geschäftsjahr 2024 fort. Mit dem Betriebsrat wurden im Februar 2024 erste Gespräche bezüglich einer möglichen Anpassung der Personalstruktur an die Marktverhältnisse geführt. Wesentliche weitere Vorgänge nach dem Bilanzstichtag, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben, lagen nicht vor. Organe Vertretungsorgan Zur Vertretung der Biometra GmbH ist seit 13.07.2017 als alleiniger Geschäftsführer bestellt: Herr Heiner Otte, Geschäftsführer Gesamtbezüge der Geschäftsführung Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 IV HGB in Anspruch genommen. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Konzernverhältnisse Die Analytik Jena GmbH+Co. KG (vormals Analytik Jena GmbH) ist zu 100 % an der Biometra GmbH beteiligt. Zum 1. Januar 2023 wurde die Gesellschafterin von einer Kapitalgesellschaft in eine Personenhandelsgesellschaft umgewandelt. Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen wird zum 31. Dezember 2023 von der Endress+Hauser Group Services (Deutschland) AG+Co. KG mit Sitz in, Weil am Rhein, erstellt und im Unternehmensregister bekannt gemacht. Weiterhin ist die Gesellschaft in den Konzernabschluss der Endress+Hauser AG, Reinach, Schweiz, für den größten Kreis an Unternehmen einbezogen. Globale Mindestbesteuerung Die Biometra GmbH fällt in den Anwendungsbereich der OECD Modellregelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2") und ist als Gesellschaft, die in den Konzernabschluss der Endress+Hauser Group Services (Deutschland) AG+Co. KG eingeschlossen wird, Teil der deutschen Markant-Mindestbesteuerungsgruppe. Die Pillar 2-Gesetzgebung wurde in Deutschland beschlossen und ist mit Wirkung zum 28.Dezember 2023 in Kraft getreten. Das MinStG (Mindeststeuergesetz) gilt erstmals für Geschäftsjahr, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich daher keine Steuerbelastung aufgrund der globalen Mindestbesteuerung. Auf die Biometra GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungsteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindestbesteuerung im Sinne § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Biometra GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet. Vorschlag für die Ergebnisverwendung Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Gesellschafterin Analytik Jena GmbH+Co. KG ist kein Ergebnis zur Verwendung vorhanden.
Göttingen, 23. Mai 2024 Heiner Otte, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Biometra GmbH, Göttingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Biometra GmbH, Göttingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Biometra GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 23. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer ppa. Nancy Nowitzki, Wirtschaftsprüferin |
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