Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 73273
Eingetragen
9.11.1999
Branche
Herstellung von Mineralölerzeugnissen und von fossilen BrennstoffenErbringung von Dienstleistungen für die Gewinnung von Erdöl und ErdgasGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Die Aufsuchung, Gewinnung, Verarbeitung, der Transport und Vertrieb von Mineralölen, Mineralölprodukten, Naturgas, Gasproduktion und Mineralien sowie der Verkauf, Einkauf, die Produktion, Bearbeitung, der Transport und die Lagerung aller Arten von chemischen Produkten oder der von ihnen abgeleiteten Produkte und aller damit zusammenhängenden Waren; außerdem die Erbringung diesbezüglicher Dienstleistungen; ferner alle Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, die dem Unternehmenszweck förderlich sind, einschließlich Beteiligungen an gleichen oder ähnlichen Zwecken dienenden Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Pries
seit 26.9.2024
Prokura
Marc Peters
seit 26.9.2024
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Ronny André Hauck
seit 24.9.2020
Geschäftsführer
Björn Morten Richter
seit 24.9.2020
Prokura
Geschäftsführer
Marc Bong-Schmidt
seit 3.4.2019
Prokura
Tim Paulsen
seit 2.1.2019
Prokura
Christian Kerfs
seit 4.9.2018
Prokura
Mathias Möhle
seit 4.8.2016
Prokura
Prokura
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ExxonMobil Benelux Holdings B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
262.725.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ESSO Deutschland GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1) Grundlagen der Gesellschaft

Die ESSO Deutschland GmbH (EDG) ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH (EMCEHG). Die wesentlichen Geschäftsfelder des Unternehmens sind die Produktion und der Vertrieb von Mineralölprodukten inklusive der Herstellung und des Absatzes von petrochemischen Produkten (Product Soutions), der Förderung und Vermarktung von Erdgas und Erdöl (Upstream) sowie Low Carbon Solutions.

Die EDG ist mit der EMCEHG über einen Beherrschungs- und Ergebnisübernahmevertrag verbunden. Steuerlich besteht ein Organschaftsverhältnis zwischen der EDG als Organgesellschaft und der EMCEHG als Organträgerin.

Zur Nutzung von Synergieeffekten sind Forschung und Entwicklung der weltweiten ExxonMobil Organisation in einigen leistungsfähigen Forschungszentren, darunter auch das European Product Technology Center in Hamburg, konzentriert. Die gemeinsamen Aktivitäten umfassen die ständige Weiterentwicklung der Produkte unter Qualitäts- und Umweltgesichtspunkten sowie die Entwicklung neuer Technologien. Wie andere Konzerngesellschaften nutzt die Gesellschaft die Ergebnisse und ist daher über das konzerninterne Verrechnungssystem an den Forschungs- und Entwicklungskosten beteiligt.

Durch die weltweite funktionale Organisation stehen globale Erfahrung und Wissen im technischen und geowissenschaftlichen Bereich jederzeit zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen lokale Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit der ansässigen Servicebranche, mit Universitäten und der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle e.V. (DGMK).

2) Wirtschaftsbericht

Der Primärenergieverbrauch (PEV) in Deutschland lag im Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) mit 10.791 Petajoule (PJ) unter dem aktualisierten Niveau des Vorjahres (minus 7,9 Prozent). Für den niedrigeren Energieverbrauch macht die AGEB im Wesentlichen die zurückgehende Wirtschaftsleistung verantwortlich. Der Anteil des Erdgases im Energiemix erhöhte sich um 0,9 Prozentpunkte auf 24,5 Prozent. Das Mineralöl blieb mit Abstand der wichtigste Primärenergieträger in Deutschland. Sein Anteil am gesamten Primärenergieverbrauch stieg ebenfalls um 0,9 Prozentpunkte auf 35,9 Prozent an.

Der Mineralölverbrauch ist - nach vorläufigen offiziellen Konsumzahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle - im Vergleich zu den aktualisierten Vorjahreszahlen in 2023 um 4,8 Prozent auf 88,9 Millionen Tonnen zurückgegangen.

Beim Ottokraftstoff einschließlich biogener Beimischung nahm die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent zu und bei Dieselprodukten einschließlich Biokraftstoffen um 3,2 Prozent ab.

Aufgrund des festgelegten Ziels der Bundesregierung, bis zum Jahr 2030 Treibhausgasemissionen deutlich zu reduzieren, wird die Elektromobilität weiter zunehmen.

Die Nachfrage nach leichtem Heizöl verringerte sich um 3,8 Prozent.

Insgesamt führt der langfristige Trend hin zu einem vermehrten Einsatz von moderner Brennwerttechnik, Wärmedämmungsmaßnahmen sowie einer steigenden Vielfalt von Brennstoffen dazu, dass sich der gesamtdeutsche Heizölkonsum kontinuierlich eher rückläufig entwickeln wird.

Auf dem internationalen Rohölmarkt kostete Rohöl der Sorte Brent im Jahresdurchschnitt 82,49 US-Dollar pro Barrel und lag damit unter dem Vorjahresniveau von 100,93 US-Dollar pro Barrel. Auf Eurobasis reduzierten sich die Preise für unversteuerte Mineralölprodukte im Jahresdurchschnitt in einem ähnlichen Verhältnis, da der Euro im Jahresverlauf 2023 gegenüber dem US-Dollar nur leicht an Wert gewonnen hat (Durchschnittskurs 2022 0,95 Euro / US-Dollar und 2023 0,92 Euro / US-Dollar). Die Rohölpreise der Referenzsorten Brent, West Texas Intermediate (WTI) als auch des OPEC-Korbes unterlagen permanenten Schwankungen. Mitte des Jahres 2023 erreichte der Rohölpreis der Sorte Brent auf Wochenbasis den niedrigsten Wert von 73,55 US-Dollar pro Barrel. Nach dem Höchststand im September von 95,61 US-Dollar pro Barrel beruhigte sich der Markt stetig, so dass der Rohölpreis der Sorte Brent einen Jahresendwert von 79,23 US-Dollar pro Barrel verzeichnete.

Zur Mineralölversorgung Deutschlands trugen nach aktualisierten Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle Rohölimporte mit 77,1 Millionen Tonnen bei, das waren 12,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Produktimporte erhöhten sich um 1,1 Prozent auf 35,9 Millionen Tonnen, die Produktenausfuhr verringerte sich um 11,0 Prozent auf 24,5 Millionen Tonnen. Der Beitrag des inländischen Rohöls lag mit 1,6 Millionen Tonnen um 4,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Im Bereich der Mineralölverarbeitung in Deutschland konnten die deutschen Raffinerien für 2023 ein gutes Jahr verzeichnen. Es war allerdings nicht so herausragend wie das Ausnahmejahr 2022. Die Raffineriemargen waren hoch, verringerten sich jedoch kontinuierlich bis zum Jahresende. Die Raffinerieproduktion verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 9,9 Prozent auf 90,0 Millionen Tonnen. Die Kapazitätsauslastung reduzierte sich in 2023 auf 75,1 Prozent (Vorjahr 84,5 Prozent) verursacht durch Turnarounds und ungeplante Anlagenstillstände. Bei den Mitteldestillaten machten sich die Produktionsrückgänge besonders bemerkbar. Die europäischen Raffinerien stehen nach wie vor in starkem Wettbewerb untereinander und mit Raffinerien aus dem außereuropäischen Ausland.

Der Erdgasverbrauch nahm im Jahr 2023 nach vorläufigen Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) um 4,3 Prozent auf 813 Milliarden Kilowattstunden ab. Bedingt durch die konjunkturelle Abschwächung und die weiterhin hohen Erdgaspreise aufgrund des Angriffskrieges auf die Ukraine sowie des intersektoralen Strukturwandels, lag der Verbrauch im industriellen Sektor um 8,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Einsatz von Erdgas zu Wärmezwecken im Haushaltssektor verringerte sich aufgrund Einsparungsmaßnahmen um 4,5 Prozent und im Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen um 6,5 Prozent. Der Zuwachs des Einsatzes von Erdgas zur Stromversorgung belief sich auf 1,2 Prozent.

Der Erdgasmarkt in Deutschland wurde nach Angaben des Bundesverbandes Erdgas, Erdöl und Geoenergie e.V. (BVEG) zu rund 5 Prozent aus inländischer Produktion und zu ca. 95 Prozent aus Importen versorgt. Die Erdgasförderung in Deutschland ist auf 4,3 Milliarden Kubikmeter gesunken (2022: 4,8 Milliarden Kubikmeter).

Der Gasmarkt entspannte sich in 2023 und spiegelte die zunehmende Einbindung in den globalen LNG Markt wider. Dennoch blieben die Preise weiterhin volatil und sind nicht auf Vorkrisen-Niveau gesunken. Im Januar 2023 lagen die Handelspreise noch bei ca. 70 €/MWh und damit auch schon deutlich unter dem Vorjahresniveau von durchschnittlich ca. 125 €/MWh. Bei warmen Wetter und hohen Speicherfüllstände fielen die Preise Mitte des Jahres auf 25-30 €/MWh. Mögliche Streiks in australischen LNG-Terminals, die andauernde Verschiebung des Endes der Instandhaltungsmaßnahmen in Norwegen und der Überfall der Hamas auf Israel ließen die Preise wieder auf über 50 €/MWh ansteigen, bevor sie durch die weiterhin sehr vollen Speicher, hohen Mengen aus Norwegen und ein gutes LNG Angebot wieder auf ein Niveau von ca. 35 €/MWh sanken. Der Jahresdurchschnittspreis für 2023 lag bei ca. 45 €/MWh.

Die deutsche Erdölförderung betrug 1,6 Millionen Tonnen (2022: 1,7 Millionen Tonnen).

3) Geschäftsverlauf und -lage

Der Geschäftsverlauf der EDG im Jahr 2023 wurde im Wesentlichen durch das sehr positive Beteiligungsergebnis beeinflusst.

3a) Beteiligungsgesellschaften

Im Rahmen der Jahresabschlusserstellung wurden die Buchwerte aller mittel- und unmittelbaren Beteiligungen der EDG auf ihre Werthaltigkeit bzw. ihren Zuschreibungsbedarf überprüft. Anhand allgemein anerkannter finanzmathematischer Bewertungsmodelle wurden marktgerechte Bewertungsansätze der Beteiligungen ermittelt und den jeweiligen Beteiligungsbuchwerten gegenübergestellt. Als Grundlage dieser Bewertung dienten sowohl die verbleibenden, als gesichert angesehenen Öl- und Gasreserven, als auch die zukünftigen Ertragsaussichten der einzelnen Beteiligungen. Ferner wurden sowohl die im Berichtsjahr rückläufige Preisentwicklung für Rohöl und Erdgas auf den internationalen Märkten als auch die erwartete langfristige Normalisierung des Preisniveaus einbezogen.

Die EDG hält über die beiden 100%igen Beteiligungen ExxonMobil Angola Participation B.V. (EMAP) und ExxonMobil Angola Holding B.V. (EMAH) Anteile an Off-Shore Bohrungen vor der angolanischen Atlantikküste. Die Überprüfung führte in 2023 zu keinem Wertanpassungsbedarf auf die Beteiligungsansätze der EMAH und EMAP.

Die EDG hält über ihre 100%ige Tochtergesellschaft ESSO Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH (EEBG) 50 Prozent der Anteile an der BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG (BEB). Die Überprüfung führte in 2023 zu keinem Wertanpassungsbedarf auf den Beteiligungsansatz der BEB in den Büchern der EEBG.

Die EDG hält 25 Prozent der Anteile an der Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG und der Mineraloelraffinerie Oberrhein Verwaltungs GmbH (MiRO). Die EMCEHG hat eine Vereinbarung mit der Alcmene-Gruppe, Wien, über den Verkauf der MiRO Beteiligungen am 18. Oktober 2023 unterzeichnet. Die Übertragung der Geschäftsanteile soll in 2024 stattfinden. Der Ausweis erfolgt nunmehr in dem Bilanzposten Sonstige Vermögensgegenstände.

3b) Ertragslage

Die Umsatzerlöse (inklusive Energiesteuer von 3,3 Milliarden Euro) betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 10,9 Milliarden Euro, das sind 1,5 Milliarden Euro weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die gesunkenen durchschnittlichen Marktpreise für Rohölprodukte im Jahr 2023 zurückzuführen. Die Marktpreise enthalten seit dem 1. Januar 2021 eine CO 2 Bepreisung nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetzes (BEHG). Die Materialaufwendungen entwickelten sich kongruent zur Marktpreisentwicklung und lagen somit unter den Vorjahreswerten.

Mit insgesamt 4.082 Millionen Euro war das Beteiligungsergebnis im Berichtsjahr deutlich besser als im Vorjahr (148 Millionen Euro). 2023 war geprägt von Dividendenausschüttungen der EMAP und EMAH in Höhe von insgesamt 4.014 Millionen Euro.

Das Ergebnis nach sonstigen Steuern der EDG belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 4.767 Millionen Euro und lag damit um 3.549 Millionen Euro über dem Ergebnis des Vorjahres in Höhe von 1.218 Millionen Euro. Das Eigenergebnis, d.h. der Jahresüberschuss der EDG ohne die Beteiligungserträge, betrug 685 Millionen Euro und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (1.070 Millionen Euro) verschlechtert.

Im Folgenden wird auf die einzelnen Geschäftsfelder näher eingegangen. Der finanzielle Leistungsindikator ist das operative Ergebnis des jeweiligen Geschäftsfeldes.

Im Product Solutions Bereich, dessen Anteil an den Umsatzerlösen 96,9 Prozent beträgt, setzte die Gesellschaft im Inland mit rund 5,9 Millionen Tonnen ca. 5,9 Prozent mehr Mineralölprodukte ab als 2022. Der Gesamtabsatz einschließlich Exporte erhöhte sich um 4,4 Prozent auf 6,6 Millionen Tonnen. Bereinigt um Sonder- und Inventureffekte war das operative Ergebnis mit 227 Millionen Euro positiv, lag aber deutlich unter dem Vergleichswert des Vorjahres von 640 Millionen Euro.

Dabei verschlechterte sich das Resultat des Raffineriebereichs leicht und fiel mit 162 Millionen Euro unter das Vorjahrergebnis von 199 Millionen Euro. Bei der MiRO in Karlsruhe sorgten anhaltend gute Raffineriemargen verbunden mit hohen Inlandspreisen für ein weiterhin gutes Ergebnis. Bei dem in der EDG verbliebenen Geschäft mit Markenpartnern zur Versorgung der Tankstellen unter der "ESSO" Marke und dem Industrie- und Wiederverkäufergeschäft konnte man nicht das außergewöhnliche Niveau des Vorjahres halten, da die Produktmargen stark zurückgingen. Das Ergebnis in diesen Bereichen lag mit 24 Millionen Euro deutlich unter dem Vorjahresergebnis von 391 Millionen Euro.

Der Absatz von Ottokraftstoffen stieg um 1,7 Prozent vorrangig bedingt durch gesteigerte Verkäufe im Industrie- und Wiederverkäufergeschäft. Die Verkäufe von Dieselkraftstoffen lagen um 6,1 Prozent über dem Vorjahr. Der Absatz von leichtem Heizöl konnte in 2023 um 13 Prozent gesteigert werden. Der Marktanteil der Marke Esso im Ottokraftstoff-Segment blieb nahezu auf dem Niveau des Vorjahres und verringerte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 9,8 Prozent. Bei den Dieselkraftstoffen entwickelte sich der Marktanteil jedoch sehr positiv und stieg um 0,9 Prozentpunkte auf 9,4 Prozent. Im Heizölgeschäft konnte der Marktanteil um 1,1 Prozentpunkte auf 8,0 Prozent erhöht werden.

Das Chemieresultat, welches vorrangig auf das Ergebnis aus der Vermarktung des Propylens ex-MiRO zurückzuführen ist, fiel mit 30 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahres von 36 Millionen Euro aus. Die Dividende der Infineum Holdings B.V. verringerte sich auf 5 Millionen Euro (Vorjahr 7 Millionen Euro). Das verbundene Unternehmen ExxonMobil Chemie Beteiligungsgesellschaft mbH hat in 2023 ein positives Ergebnis von 11 Million Euro erzielt (Vorjahr 10 Millionen Euro). Insgesamt lag das Chemiesegment mit 46 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahresniveaus von 53 Millionen Euro.

Im Erdgas- und Erdölförderbereich (Upstream), auf den 3,1 Prozent der Umsatzerlöse entfallen, ist die EDG direkt und über Beteiligungsgesellschaften indirekt tätig. Das operative Ergebnis des Erdgasbereiches in Höhe von 204 Millionen Euro ist in 2023 im Vergleich zum Vorjahr (572 Millionen Euro) signifikant gefallen, wobei zu beachten ist, dass die EDG keine Absätze an Dritte hat. Die gesamte Gasproduktion der EDG wird gemäß den Vereinbarungen aus den Kommissionsverträgen an andere ExxonMobil Gesellschaften zu aktuell gültigen Marktpreisen übertragen. Die Eigenproduktion ging von 888 Millionen Kubikmetern (Mio. m 3 ) auf 765 Mio. m 3 zurück. Sowohl Absatz, besonders aufgrund des Anlagenstillstands in Großenkneten in Mai und Juni, als auch Durchschnittserlöse waren gegenüber dem Vorjahr stark rückläufig. Das Erdölsegment verbesserte sich im Geschäftsjahr und war insgesamt ausgeglichen (Vorjahr negative 4 Millionen Euro).

Der sich im Aufbau befindende Low Carbon Solutions Bereich fand sich im Berichtsjahr nur mit geringen Kosten im Jahresergebnis wieder.

Die Gesellschaft verfügt im Umweltschutzbereich über eine Organisation, die umfangreiche Instrumente zur Minimierung von Umweltrisiken etabliert hat. Umweltrisiken, die erkannt wurden, sind entsprechend in der Bilanz abgebildet.

3c) Finanzlage

Die Finanzierung der EDG erfolgte entsprechend den Vorjahren überwiegend aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Soweit diese Mittelzuflüsse nicht im Rahmen der Investitions- und Finanzierungstätigkeit oder zur Gewinnabführung an die Muttergesellschaft verwendet wurden, erfolgte eine Anlage im Rahmen des Cash Management Systems der EMCEHG. Durch ihre Einbeziehung in dieses System kann die EDG jederzeit ihre nicht benötigte Liquidität anlegen oder bei Finanzbedarf die erforderlichen Mittel aufnehmen.

Zum Bilanzstichtag zeigt die Gesellschaft eine Liquiditätsanlage in Höhe von 9.587 Millionen Euro (Vorjahr: 6.786 Millionen Euro) bei der EMCEHG. Die Erhöhung um 2.801 Millionen Euro resultiert im Wesentlichen aus dem hohen Ergebnis des Geschäftsjahres.

3d) Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um 509 Millionen Euro zurückgegangen, durch folgende Effekte verursacht.

Das Umlaufvermögen verringerte sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 um insgesamt 493 Millionen Euro. Die Hauptursache hierfür ist die Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 696 Millionen Euro. Der Rückgang wurde überwiegend durch die wesentlich geringere Forderung gegen die EMCEHG verursacht. Gegenläufig entwickelten sich die Vorräte mit einer Veränderung von plus 213 Millionen Euro, im Wesentlichen durch den Aufbau des Bestandes an BEHG-Emissionszertifikaten in Höhe von 237 Millionen Euro verursacht.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich weder das gezeichnete Kapital noch die Kapitalrücklage der EDG verändert.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 533 Millionen Euro verringert. Dabei verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 491 Millionen Euro im Wesentlichen gegenüber der ExxonMobil Gas Marketing Deutschland GmbH & Co. KG und der ExxonMobil Asia Pacific Pte. Ltd..

4) Mitarbeiter

Im Berichtszeitraum waren durchschnittlich 111 Mitarbeiter bei der EDG beschäftigt, sechs weniger als im Jahr 2022.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die Sicherheitsarbeit ist ein wichtiger Aspekt der Unternehmensführung, daher wird das Engagement für einwandfreie Betriebsabläufe konsequent betrieben. Hierzu werden höchste betriebliche Standards für Arbeitssicherheit, Gesundheit und Umweltschutz angewendet. Gefährdungen in diesem Zusammenhang zu erkennen, zu beurteilen und zu senken gehört zu den grundlegenden Aufgaben der Sicherheitsarbeit. Im Jahr 2023 haben die Mitarbeiter der EDG 219.780 Arbeitsstunden geleistet. Ziel ist es, diese Arbeitsstunden ohne meldepflichtigen Unfall gemäß Sozialgesetzbuch zu erbringen (nicht-finanzieller Leistungsindikator). Am 7. Februar 2023 wurden im Brahms Quartier neun Jahre ohne meldepflichtigen Unfall erreicht.

Gemäß Arbeitsschutzgesetz ist alle 5 Jahre eine psychische Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. Dies erfolgte im Herbst 2022 mit einer Mitarbeiterbefragung, Ergebnispräsentation und anschließenden Workshops, die noch bis ins 1. Quartal 2023 stattfanden. Die in den Workshops erarbeiteten Erhaltungs- und Entwicklungsziele wurden dokumentiert, bei den Gruppen wurde der Umsetzungsstand nachgehalten. Gruppen, in denen Gefährdungen bestehen, wurden von der medizinischen Abteilung und Personalabteilung zusätzlich unterstützt. Es wurde bei den Workshops ebenfalls Organisationsfeedback gesammelt, zu dem im Dezember 2023 in Form eines Gesamtdokuments Antworten gegeben wurden.

Die medizinische Abteilung führte in 2023 Hautkrebsscreenings und Gesundheitsaktionen z.B. zum Thema gesunder Schlaf, Stressmanagement durch, die von den Mitarbeitern gut angenommen wurden.

5) Prognose-, Risiko- und Chancenbericht

5a) Marktbetrachtung

Zur Analyse und Projektion der weltweiten Energienachfrage erstellt ExxonMobil regelmäßig eine Energieprognose. Diese wird mit Veröffentlichungen der Internationalen Energie Agentur (IEA), des Energieministeriums der USA und anderer zuverlässiger Quellen verglichen. Gemäß der letzten Prognose wird die weltweite Energienachfrage bis zum Jahr 2050 gegenüber 2021 um etwa 15 Prozent ansteigen. Der höchste Anstieg des Bedarfs wird im Sektor Stromerzeugung erwartet. Öl und Gas werden gemäß der Prognose wichtige Energieträger bleiben, ohne das Ziel aus dem Auge zu verlieren, Treibhausgasemissionen zu minimieren. Im Fortschrittsbericht Advancing Climate Solutions wird dargestellt, wie ExxonMobil sich der Herausforderung stellt, die Energieversorgungssicherheit zu stärken und die Emissionen zu reduzieren, um einen Beitrag auf dem Weg in eine Netto-Null-Emissionen Zukunft bis 2050 zu leisten.

Auch für Deutschland wird für Öl und Gas weiterhin ein großer Anteil am Gesamtenergiemarkt prognostiziert. Bei dem Ziel die Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen, soll vor allem Erdgas als Brückentechnologie in der Energiewende genutzt werden. Das natürlich entstandene Erdgas ist der sauberste unter den fossilen Energieträgern. Die spezifischen Kohlendioxidemissionen von Erdgas sind niedriger als von anderen fossilen Energieträgern. Für die Transformation des Energiesystems spielt die heimische Produktion von Erdgas und Erdöl aufgrund hoher deutscher Umwelt- und Sicherheitsstandards, langer Erfahrung und Verbrauchernähe eine wichtige Rolle. Energieeffiziente und umweltverträgliche Technologien sind vorhanden, müssen aber in einigen Bereichen noch weiterentwickelt werden. Erdgas und erneuerbare Energien lassen sich gut kombinieren. Erdgas ist zwar ein fossiler Energieträger, schließt aber eine wichtige Lücke bei der Herstellung der gleichbleibenden Versorgungssicherheit in den nächsten Jahrzehnten.

Die deutsche Wirtschaft des Jahres 2023 zeigte die Schwächen des Wirtschaftsstandortes Deutschland auf wie u.a. übermäßige Bürokratie und Fach- und Arbeitskräftemangel. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nahm im Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 Prozent ab. Ursache für die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr die Auswirkungen der Energiepreiskrise aufgrund des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche. Die einseitige Abhängigkeit von russischen Energielieferungen wurde schnell gelöst und die Energieversorgung gesichert. Die Energiepreise sind in 2023 wieder deutlich gesunken, trotzdem sind sie zum Teil noch über dem Vorkrisenniveau. Die Effekte der restriktiveren Geldpolitik wurden zunehmend spürbar. Zusätzlich wirkte sich ein hoher Krankenstand negativ auf das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen aus. Daher blieb die wirtschaftliche Erholung aus. Die Inflation ist im Jahresverlauf 2023 deutlich zurückgegangen und lag im Januar 2024 bei 2,9 Prozent. Die Inflationsrate für das gesamte Jahr 2023 lag bei 5,9 Prozent. Um nachhaltigen Wohlstand zu gewährleisten wären erhebliche zusätzliche Investitionen erforderlich. Für private Investitionen sollen verbesserte steuerliche und unter anderem auch beihilferechtliche Rahmenbedingungen geschaffen werden. In ihrem Jahreswirtschaftsbericht (Stand Februar 2024) geht die Bundesregierung aufgrund einer Stabilisierung der kurzfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung von einem Wachstum in Höhe von 0,2 Prozent für 2024 aus.

Im Tankstellengeschäft wird von einem moderaten Rückgang der Kraftstoff-Nachfrage in 2024 in Deutschland ausgegangen. Aufgrund der Umflaggung der bestehenden OMV Stationen auf die Esso Brand und den damit steigenden Marktanteil, wird von einem steigenden Kraftstoffabsatz der EDG gerechnet.

Die Erlöse für Erdgas werden sich auch im kommenden Jahr überwiegend an der Marktpreissituation, der Entwicklung der Ölpreise und der Gasspotmärkte sowie der Wechselkursentwicklung des Euro orientieren. Die weitere Marktpreisentwicklung und somit auch die Entwicklung der Erlöse für Erdgas sind derzeit nicht näher bezifferbar. Es wird ein rückläufiger Erdgasabsatz erwartet, da die Eigenförderung aus bestehenden Erdgasproduktionsfeldern weiter zurückgehen wird.

Nach momentaner Lage wird nicht damit gerechnet, dass durch den von Russland begonnenen Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden Sanktionen auf dem Kapitalmarkt sowie dem Import und Export von Gütern und Rohstoffen, insbesondere der EU und der USA, ein unmittelbares Risiko für die EDG besteht.

Bei weiter andauerndem Krieg und zusätzlichen Sanktionsmaßnahmen könnten sich die höheren Rohstoffpreise und eine Verknappung von Rohstoffen auswirken.

Die Gesellschaft trägt zur Energieversorgung Deutschlands bei.

5b) Vergleich der Prognose für das Jahr 2023 mit der tatsächlichen Entwicklung

Die für das Jahr 2023 im Jahresabschluss 2022 prognostizierten Ergebnisse haben sich unterschiedlich entwickelt. Im Einzelnen:

Für den Product Solutions Bereich wurde ein leicht schlechteres operatives Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert. Das Resultat des Raffineriebereiches war wie erwartet. Aufgrund der im Tankstellenbereich und dem Industrie- und Wiederverkäufergeschäft stark zurückgegangenen Margen, konnte das erwartete Ergebnis nicht erzielt werden. Der Absatz hat sich überwiegend positiv entwickelt.

Das Chemieergebnis, ohne Berücksichtigung der Dividende der Infineum Holdings B.V. und des Ertrags aus einem Ergebnisabführungsvertrag mit der ExxonMobil Chemie Beteiligungsgesellschaft mbH, lag weit unter dem Vorjahresniveau und war somit schlechter als erwartet.

Das Ergebnis des Upstream Bereiches fiel aufgrund stark gefallener Verkaufspreise insbesondere im Gassegment und dem Rückgang des Absatzes erwartungsgemäß signifikant schlechter aus. Das Ergebnis in 2022 war ungewöhnlich hoch.

Erwartungsgemäß erzielte die Gesellschaft für 2023 ein sehr positives Beteiligungsergebnis. Die prognostizierten Gewinnausschüttungen der EMAP und EMAH sind im Berichtsjahr erfolgt.

5c) Prognose für das Jahr 2024

Für das operative Ergebnis - als finanziellem Leistungsindikator - geht die Gesellschaft von folgenden Erwartungen für das nächste Jahr aus:

Insgesamt ist infolge der beschriebenen Entwicklungen, insbesondere des aktuellen Niveaus der Marktpreise und der Absatzmengen, für das Tankstellen- sowie Industrie- und Wiederverkäufergeschäft von einem leicht niedrigeren operativen Ergebnis im Geschäftsjahr 2024 auszugehen. Das Raffinerieergebnis wird voraussichtlich im Vergleich zum Berichtsjahr aufgrund einer Großinspektion (Turnaround) in 2024 ebenfalls etwas schwächer ausfallen.

Das Chemieergebnis wird weiterhin von der Dividende der Infineum Holdings B.V. bzw. der Ergebnisübernahme der ExxonMobil Chemie Beteiligungsgesellschaft mbH als auch der gesamtwirtschaftlichen Lage bestimmt. Es wird erwartet, dass sich das operative Ergebnis angesichts des Marktumfelds auf einem leicht niedrigeren Niveau bewegen wird.

Durch den unter 3a) Beteiligungsgesellschaften beschriebenen geplanten Verkauf der MiRO Beteiligungen wird das Raffinerieergebnis und ein Teil des operativen Chemieergebnisses nur anteilig bis zum Zeitpunkt des Übergangs an die Alcmene-Gruppe erwartet.

Für den Upstream Bereich wird mit einem operativen Ergebnis gerechnet, das aufgrund der rückläufigen Gaspreise deutlich niedriger ausfallen wird als im Berichtsjahr.

Die Gesellschaft erwartet für 2024 ein Beteiligungsergebnis auf einem wesentlich niedrigeren Niveau als im Berichtsjahr, da Ausschüttungen von den Beteiligungsgesellschaften EMAP und EMAH in bedeutend geringerer Höhe erwartet werden.

Die Richtigkeit der Voraussagen für die einzelnen Geschäftsbereiche unterliegt den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen auf den europäischen und weltweiten Rohöl- und Produktmärkten.

Es wird nicht damit gerechnet, dass in 2024 im Bereich der Arbeitssicherheit ein meldepflichtiger Unfall gemäß Sozialgesetzbuch eintritt.

5d) Risikomanagementziele und -methoden

Die Risikomanagementziele und -methoden sind in den weltweit für alle ExxonMobil Gesellschaften gültigen Standards definiert.

Dies sind:

(1) Standards of Business Conduct

Die weltweit gültigen Grundsätze der Unternehmensführung von ExxonMobil legen den Rahmen für das Verhalten als Unternehmen fest und stellen jedem Mitarbeiter Leitsätze zur Verfügung, um die täglichen Aufgaben nach den Firmenrichtlinien zu erfüllen. Zu den Standards gehören Verhaltensgrundsätze, Regelungen für wesentliche Kernbereiche, Unternehmensrichtlinien, sowie die Festlegung einer Kommunikation nach dem Prinzip der offenen Tür. Die Standards of Business Conduct sind auf der Internetseite http://corporate.exxonmobil.com/en/company/about-us/guiding-principles/standards-of-business-conduct veröffentlicht und wurden inhaltlich für die jeweiligen nationalen Konzerngesellschaften übernommen.

(2) Controls Integrity Management System (CIMS)

Zur Kontrolle von operativen, finanziellen und administrativen Risiken hat ExxonMobil weltweit in allen Geschäftsbereichen CIMS eingeführt. Das System beinhaltet einen methodischen Ansatz zur Analyse von Risiken und einen Maßnahmenkatalog zu deren Kontrolle und Minimierung. Im CIMS wird darüber hinaus die zeitnahe Berichterstattung von etwaigen Kontrollschwächen bzw. Verstößen gegen die Unternehmensgrundsätze an die Unternehmensleitung festgelegt.

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen könnten, sind nicht ersichtlich. Für die zukünftige Entwicklung bestehen branchenübliche Risiken wie die Entwicklung der Rohöl- und Gaspreise sowie der Produktpreise, die Einfluss auf Absatz und Ergebnis der Gesellschaft haben. Ferner haben andere externe Einflüsse wie Änderungen der Energiesteuergesetzgebung, eine sich kostenbelastend auswirkende Neuregelung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG), Veränderungen der Beimischungsquote von Biokomponenten in Otto- und Dieselkraftstoffen, Erhöhung von Förderabgaben oder eine weitere Verschärfung der Umweltschutzauflagen einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung.

Diesen Risiken begegnet die Gesellschaft mit einem sehr disziplinierten Kosten- und Investitionsmanagement.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit wie unter 3a) beschrieben kann zu einer Zuschreibung oder Abschreibung auf die Beteiligungsansätze für EMAP und EMAH in den Büchern der EDG führen.

Im Dezember 2018 hat die EDG eine Patronatserklärung zugunsten der BEB in Höhe von 16,8 Millionen Euro abgegeben. Die seitens der EDG abgegebene Patronatserklärung dient der Erfüllung einer Forderung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zur Leistung einer Sicherheitsleistung aus der Verlängerungsgenehmigung eines von der BEB betriebenen Aquifers. Die Höhe der Sicherheitsleistung entspricht der Beteiligung des ExxonMobil Konzerns am Betrieb des Aquifers.

5e) Chancen

Für das Tankstellengeschäft ergeben sich Chancen durch die Markenpartnerschaft zwischen der EDG und der EG Deutschland GmbH (EG). Gemeinsam mit EG wird der Fokus auf weiteres Wachstum in Deutschland gerichtet. Mit Gültigkeit ab 1. Februar 2024 hat Esso mit der EG Group einen neuen Vertrag zur Belieferung von Esso Stationen geschlossen. Der Vertrag sichert nicht nur Kraftstoff-Lieferungen für die kommenden zehn Jahre mit einer festen Abnahmeverpflichtung von EG, er enthält auch eine Option für eine weitere Dekade und die Umflaggung von mindestens 215 OMV Stationen. Die Anzahl der Esso Stationen wird in 2024 um mehr als 20 Prozent steigen und damit die Marktposition der Marke Esso im deutschen Tankstellenmarkt deutlich gestärkt.

Der Markenpartner Minera Kraftstoffe - Mineraloelwerk Rempel GmbH hat 83 Stationen auf die Marke Esso umgestellt. Die Stationen erhielten u. a. das moderne Synergy Forecourt-Design sowie das neue Kassensystem Esso TMS.

Bereits seit vielen Jahren besteht eine Kooperation der EDG mit der DeutschlandCard GmbH dem Betreiber eines branchenübergreifenden Multipartner-Bonusprogramms. Die Chancen ergeben sich aus der Kundenbindung, der großen Reichweite des Programms und der Möglichkeit Neukunden zu gewinnen.

An weitestgehend allen Esso Stationen können mit Esso Pay Kunden mit ihrem Mobiltelefon direkt an der Zapfsäule bezahlen. Esso Pay beinhaltet ebenfalls die Nutzung der DeutschlandCard, um auch den App-Nutzern die Vorteile des Esso Loyalty Programms zu ermöglichen.

Die EDG hat eine langfristige Vereinbarung mit TanQuid GmbH & Co. KG (TanQuid), dem größten unabhängigen Betreiber von Tanklägern in Deutschland, geschlossen. Durch die Logistik-Partnerschaft hat die EDG Zugriff auf das größte Netzwerk eines unabhängigen Tanklagerbetreibers in Deutschland. Das Übereinkommen ist Teil der Strategie, die Volumen in Produktion und Verkauf in Deutschland durch die Akquise neuer Esso Markenpartner zu steigern sowie ein Wachstum des Großhandelsgeschäfts zu erreichen. Es verbessert die Logistikmöglichkeiten des Unternehmens entlang des Rheins, stärkt die Versorgungskette der EDG und sorgt für noch zuverlässigere Kraftstofflieferungen an Esso Kunden.

Für den in Deutschland neu gegründeten Geschäftsbereich Low Carbon Solutions wurden in 2023 mit der Überarbeitung der nationalen Wasserstoffstrategie sowie der Veröffentlichung der Klimaschutzverträge zwei wichtige Aspekte zur Bewertung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Projekte vorangetrieben. Die Veröffentlichung der Carbon Management Strategie und der erste Förderaufruf für Klimaschutzverträge wurden jedoch auf 2024 verschoben. Eine Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Projekten in Deutschland ist daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Stand am 31.12.2023
EURO
Stand am 31.12.2022
EURO
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.429.125 2.429.125
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 288.314 229.898
2.717.439 2.659.023
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.226.192.296 4.226.192.296
2. Beteiligungen 5.761.716 21.801.716
4.231.954.012 4.247.994.012
4.234.671.451 4.250.653.035
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Rohöl, Hilfs- und Betriebsstoffe 316.068.735 102.976.440
2. fertige Mineralölerzeugnisse und Waren 61.324.707 68.630.973
377.393.442 171.607.413
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 657.831.415 668.723.724
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.704.489.680 5.400.007.881
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 68.415 459.884
4. sonstige Vermögensgegenstände 47.644.531 39.813.539
5.410.034.041 6.109.005.028
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.683.678 1.661.407
5.789.111.161 6.282.273.848
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 18.950.469 19.189.118
10.042.733.081 10.552.116.001

PASSIVA

Stand am 31.12.2023
EURO
Stand am 31.12.2022
EURO
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 262.725.000 262.725.000
II. Kapitalrücklage 7.458.602.845 7.458.602.845
7.721.327.845 7.721.327.845
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 124.329.269 116.730.337
2. sonstige Rückstellungen 431.705.055 415.305.498
556.034.324 532.035.835
C. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 613.500 702.464
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 205.620.977 226.258.773
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 400.214.881 891.055.268
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.023.448.094 1.041.935.270
5. Steuerverbindlichkeiten 106.893.147 122.273.674
6. sonstige Verbindlichkeiten 28.580.313 16.526.872
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.367 (Vorjahr EUR 23) 1.765.370.912 2.298.752.321
10.042.733.081 10.552.116.001

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 Vergleichszahlen 2022
EURO EURO EURO EURO
1. Umsatzerlöse 10.930.106.406 12.386.454.536
im Umsatz enthaltene Energiesteuer (3.311.679.208) 7.618.427.198 (2.828.381.342) 9.558.073.194
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Mineralölerzeugnissen (7.305.862) (1.356.119)
3. sonstige betriebliche Erträge 102.278.898 111.509.961
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Rohöl, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren (6.755.482.446) (7.791.548.312)
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen (338.156.598) (7.093.639.044) (375.440.009) (8.166.988.321)
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (17.286.997) (19.293.807)
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung (8.653.976) (25.940.973) (13.027.927) (32.321.734)
davon für Altersversorgung 2023 EUR 6.683.901 2022 EUR 10.764.280
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens u. Sachanlagen (122.889) (139.243)
7. sonstige betriebliche Aufwendungen (233.291.931) (418.310.937)
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB 2023 EUR 716.881 2022 EUR 716.881
8. Erträge aus Beteiligungen 4.020.074.727 7.730.050
davon aus verbundenen Unternehmen 2023 EUR 4.014.345.587 2022 EUR 192.037
9. Erträge aus Ergebnisübernahmeverträgen mit verbundenen Unternehmen 61.955.781 140.144.613
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 354.879.833 27.593.014
davon aus verbundenen Unternehmen 2023 EUR 354.143.719 2022 EUR 27.168.835
11. Aufwendungen aus Ergebnisübernahmeverträgen mit verbundenen Unternehmen
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (29.899.913) (7.457.403)
davon an verbundene Unternehmen 2023 EUR - 2022 EUR -
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (93) -
14. Ergebnis vor sonstigen Steuern und vor Gewinnabführung 4.767.415.732 1.218.477.075
15. sonstige Steuern (199.947) (224.896)
16. aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn (4.767.215.785) (1.218.252.179)
17. Jahresüberschuss - -

Anhang für das Jahr 2023

Die ESSO Deutschland GmbH (im Folgenden EDG) ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Absatz 3 Handelsgesetzbuch (HGB). Demzufolge stellt sie einen Jahresabschluss sowie einen Lagebericht gemäß § 264 in Verbindung mit § 289 HGB auf. Die Bilanz wird nach den Vorschriften des § 266 HGB aufgestellt und gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB gewählt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnungen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Ferner liegt die Abschreibungstabelle, soweit anwendbar, "Vertrieb von Erdölerzeugnissen" den für die Abschreibungen verwendeten Nutzungsdauern zugrunde. Für Zugänge ab dem 01. Januar 2010 wird die lineare Abschreibung vorgesehen. Die angewendeten Nutzungsdauern stellen auf den tatsächlichen Werteverzehr ab. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 30 Jahre
Bauten, einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 10 - 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 10 - 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 10 Jahre

Die Abschreibungsbeträge für abnutzbare Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung oder Herstellung pro rata temporis berechnet. Der Monat, in dem die Anschaffung stattgefunden hat, gilt als voll zu berücksichtigender Abschreibungsmonat. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 250 EUR nicht übersteigen, werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe als Betriebsausgaben behandelt. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zwischen 250 EUR und 1.000 EUR liegen, wird ein Sammelposten gebildet, der im Berichtsjahr und den vier folgenden Jahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Die tatsächliche Nutzungsdauer der einzelnen im Sammelposten zusammengefassten Gegenstände oder deren Abgänge vor Ablauf dieses Zeitraums bleiben dabei unberücksichtigt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert angesetzt.

Als verbundene Unternehmen werden die Unternehmen angesehen, an denen die Exxon Mobil Corporation, Irving / Texas, USA, direkt oder indirekt mehr als 50 % der Anteile hält bzw. einen beherrschenden Einfluss ausübt.

Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden im Falle von voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen im Sinne des § 253 Absatz 3 Satz 5 HGB auf den niedrigeren Wert vorgenommen. In den Fällen, in denen die Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen nicht mehr bestehen, werden entsprechende Wertaufholungen gemäß § 253 Absatz 5 HGB berücksichtigt.

Die Bewertung der Rohöl- und Produktenbestände erfolgt auf Basis der Lifo-Methode zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung anteiliger betriebsbedingter Abschreibungen, Fertigungsgemein- und Verwaltungskosten oder bei Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert. Eine Wertaufholung bis zur Höhe der Anschaffungs- / Herstellungskosten erfolgt immer dann, wenn sich die Marktwerte entsprechend erholt haben.

Es werden auch die anfallenden Zölle und Verbrauchsteuern, dort insbesondere die zu berücksichtigenden Energie- und Mineralölsteuern, soweit zulässig als Anschaffungsnebenkosten betrachtet und unter dem Vorratsvermögen ausgewiesen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Forderungen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden kurzfristige Forderungen in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsverpflichtungen werden unter Beachtung der §§ 249 und 253 HGB nach dem sogenannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) im Rahmen eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden als Berechnungsgrundlagen unternehmensspezifisch modifizierte "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck, eine Lohn- und Gehaltsdynamik von 3,0% (Vorjahr 3,0%) sowie Rentensteigerungen von jährlich 2,2% (Vorjahr 2,3%) zugrunde gelegt. Zusätzlich wurde eine über die Bewertungsannahme hinausgehende, erwartete Rentensteigerung für die Anpassung im April 2024 von 3,3%, Juli 2024 von 9,5% und Juli 2025 von 4,5% berücksichtigt. Wir haben die biometrischen Rechnungsgrundlagen für den Bestand der Pensionsverpflichtungen im Sinne des BMF-Schreibens vom 09.12.2011 für die Wirtschaftsjahre 2013 bis 2018 von unserem Versicherungsmathematiker überprüfen lassen und festgestellt, dass die zur Zeit genutzten modifizierten Richttafeln Heubeck 2018 G die zu erwartenden höheren Pensionsverpflichtungen widerspiegeln. Für die Berücksichtigung der Fluktuation wurden unternehmensspezifische, alters- und geschlechtsabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung wird, der auf Basis, der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte, durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, welcher für 2023 1,83% (Vorjahr 1,79%) beträgt, verwendet. Nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wird eine pauschale Restlaufzeit der Pensionsverpflichtung von 15 Jahren unterstellt. Der Differenzbetrag von 2.066 Tausend EUR, der sich aus der Ermittlung der Rückstellung auf Basis des 7-Jahres- (1,76%, im Vorjahr 1,45%) und des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergibt, ist in der Ergebnisabführung mit enthalten und hat folglich keiner Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB unterlegen.

Nach Artikel 67 Absatz 1 EGHGB wird der im Zuge der erstmaligen Anwendung des BilMoG entstandene Umstellungsbetrag maximal über die folgenden 15 Jahre bis zum Jahr 2024 gleichmäßig erfolgswirksam verteilt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Alle sonstigen Rückstellungen werden in Übereinstimmung mit § 253 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei langfristigen Rückstellungen werden sowohl zukünftige Kostensteigerungen (auf Basis von Erfahrungswerten sowie offiziell zugänglichen Preissteigerungsraten) als auch Abzinsungen gemäß § 253 Absatz 2 Satz 1 und 4 HGB unter Beachtung der einschlägigen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze berücksichtigt. Für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen werden Rückstellungen nur dann gebildet, wenn sie in den ersten drei Monaten des folgenden Geschäftsjahres nachgeholt werden.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. In den sonstigen Verbindlichkeiten enthaltene Leibrentenverpflichtungen werden mit ihrem Barwert im Sinne des § 253 Absatz 2 HGB angesetzt.

Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden diese kurzfristigen Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Erhaltene Anzahlungen sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kursgewinne und Kursverluste werden auf Bruttobasis unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die latenten Steuern werden nach dem so genannten Temporary Concept ermittelt. Das heißt, es wird ausschließlich auf die vorübergehenden Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede in Handels- und Steuerbilanz abgestellt. Bei der ExxonMobil Central Europe Holding GmbH (EMCEHG) als Organträgerin werden die latenten Steuerunterschiede des gesamten steuerlichen Organkreises gesammelt und der latente Steuerüberhang ermittelt. Im Falle eines aktiven Überhangs wird das Wahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB ausgeübt und auf die Aktivierung verzichtet.

Erläuterungen zum Jahresabschluss

AKTIVA

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Angaben zu den wesentlichen Finanzanlagen sind in der Aufstellung Anteilsbesitz enthalten.

Die Zugänge zum Sachanlagevermögen und Immateriellen Vermögensgegenständen verteilen sich wie folgt:

Die Zugänge zu den Sachanlagen in Höhe von 184 Tausend EUR (Vorjahr 12 Tausend EUR) betreffen hauptsächlich steuerliche Sammelposten in Höhe von 93 Tausend EUR sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 91 Tausend EUR.

Unter den Finanzanlagen wurden bisher die Beteiligungen an der Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co.KG und der Mineraloelraffinerie Oberrhein Verwaltungs GmbH (MiRO) ausgewiesen. Die EMCEHG hat am 18. Oktober 2023 eine Vereinbarung mit der Alcmene-Gruppe, Wien, über den Verkauf der MiRO-Beteiligungen unterzeichnet. Daher erfolgte eine Umgliederung in den Bilanzposten Sonstige Vermögensgegenstände.

Umlaufvermögen

Die fertigen Erzeugnisse werden gemäß § 265 Absatz 7 HGB in der Position "Fertige Mineralölerzeugnisse und Waren" zusammengefasst, da eine entsprechende Zuordnung der Zwischenprodukte im Herstellungsprozess nicht möglich ist. Auf Basis der Marktpreise wären die Bestände am 31. Dezember 2023 um rund 57 % höher bewertet worden.

Es ergeben sich folgende Unterschiedsbeträge gemäß § 284 Absatz 2, Nr. 3 HGB:

Tausend EUR
Rohöle, Hilfsstoffe und Betriebsmaterialien 83.863
Fertige Mineralölerzeugnisse und Waren 132.183

Unter der Position Rohöle, Hilfsstoffe und Betriebsmaterialien werden für 2023 237.002 Tausend EUR für CO 2 Emissionsrechte ausgewiesen (Vorjahr 0 Tausend EUR). Ferner werden unter den fertigen Erzeugnissen die angefallenen Zölle und Verbrauchsteuern als Anschaffungsnebenkosten ausgewiesen.

Der Saldo der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Berichtsjahr aus Forderungen aus Cash-Pooling von 9.587.414 Tausend EUR (Vorjahr 6.785.999 Tausend EUR) und Verbindlichkeiten aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen von 177.436 Tausend EUR (Vorjahr Verbindlichkeiten 307.622 Tausend EUR) sowie Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung von 4.705.488 Tausend EUR (Vorjahr 1.078.369 Tausend EUR). Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden Forderungen in Höhe von 4.564.383 Tausend EUR (Vorjahr 5.242.055 Tausend EUR) gegen die Gesellschafterin EMCEHG ausgewiesen.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind in nachstehenden Positionen enthalten:

In Tausend EUR 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3 3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.223 4.412
Sonstige Vermögensgegenstände 4.001 4.211
Total 9.227 8.626

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 18.950 Tausend EUR (Vorjahr 19.189 Tausend EUR) betrifft überwiegend Vorauszahlungen an Partner zur Unterstützung von Marketingaktivitäten.

PASSIVA

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr 262.725 Tausend EUR. Die ExxonMobil Central Europe Holding GmbH, Hamburg, ist Alleingesellschafterin der EDG.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 7.458.603 Tausend EUR.

Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

In Tausend EUR
Stand am 01.01.2023 116.730
Zuführungen Umstellungsbetrag BilMoG 717
Zuführungen im Geschäftsjahr Zinsen 934
Abgänge aus Pensionsübertragung (extern) 0
Sonstige Zu- und (Abgänge) 5.948
Stand am 31.12.2023 124.329

Die EDG übt das Wahlrecht des Artikels 67 Absatz 1 EGHGB aus und verteilt den Umstellungsbetrag aus der erstmaligen Anwendung des BilMoG über 15 Jahre bis zum 31. Dezember 2024. Ohne Ausübung des Wahlrechts würde sich die Pensionsrückstellung um 717 Tausend EUR erhöhen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für CO 2 Emissionsrechte, Zertifikate zur Erfüllung der Bio-Kraftstoffquote, Umweltschutz- und Sanierungsmaßnahmen, Rückstellungen für Personal, Rabattvereinbarungen, Abbruchverpflichtungen im Lagerbereich, sowie Rückstellungen für Erstattungen von Pensionszahlungen an die Deutsche Infineum GmbH, Köln.

Verbindlichkeiten

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten stellen sich per 31.12.2023 wie folgt dar:

Restlaufzeit
In Tausend EUR Total davon ≤ 1 Jahr davon >1 Jahr davon > 5 Jahre
- erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 614 614
- aus Lieferungen und Leistungen 205.621 205.621
- gegenüber verbundenen Unternehmen 1) 400.215 396.038 4.177 1.069
- gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2) 1.023.448 1.023.448
- Steuerverbindlichkeiten 106.893 106.893
- Sonstige Verbindlichkeiten 3) 28.580 16.631 11.949 3.057
Total 1.765.371 1.749.245 16.126 4.126

1) davon aus Lieferungen und Leistungen 400.443 Tausend EUR (Vorjahr 889.832 Tausend EUR)

2) davon aus sonstigen Verbindlichkeiten 936.446 Tausend EUR (Vorjahr 913.067 Tausend EUR), sowie Lieferungen und Leistungen 87.002 Tausend EUR (Vorjahr 128.868 Tausend EUR)

3) davon Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit: 1 Tausend EUR (Vorjahr: 23 EUR).

Im Vergleich die Fristigkeit der Verbindlichkeiten im Vorjahr:

Restlaufzeit
In Tausend EUR Total davon ≤ 1 Jahr davon >1 Jahr davon > 5 Jahre
- erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 702 702
- aus Lieferungen und Leistungen 226.259 226.259
- gegenüber verbundenen Unternehmen 891.055 886.259 4.063 950
- gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.041.935 1.041.935
- Steuerverbindlichkeiten 122.274 122.274
- Sonstige Verbindlichkeiten 16.527 6.496 10.031 2.347
Total 2.298.752 2.284.658 14.094 3.297

Haftungsverhältnisse

In Tausend EUR 31.12.2023 31.12.2022
Gesamtschuldnerische Haftung aus übertragenen Pensionsverpflichtungen 304.533 296.042
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 39.581 46.316
Total 344.114 342.358

Nach § 133 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 UmwG haften bei der Ausgliederung der übertragende und übernehmende Rechtsträger, für einen Zeitraum von zehn Jahren ab dem Ausgliederungszeitpunkt gesamtschuldnerisch für die vor dem Wirksamwerden der Ausgliederung begründeten Pensionsverpflichtungen des übertragenden Rechtsträgers. Der Wert der im Jahre 2014, 2018, 2020 und 2022 auf die verbundene ExxonMobil Pensions-Verwaltungsgesellschaft mbH übertragenen Verpflichtungen beträgt 304.533 Tausend EUR. In Anbetracht der gesellschaftsrechtlichen Struktur als auch der Kapitalausstattung der EMPVG ist mit einer Inanspruchnahme aus dieser gesamtschuldnerischen Haftung nicht zu rechnen.

Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften beinhalten überwiegend verschiedene vertragliche Verpflichtungen mit unterschiedlichen Laufzeiten im Zusammenhang mit dem Verkauf des Tankstellennetzes an die EG Deutschland GmbH in Höhe von 21.093 Tausend EUR. Weiterhin hat die EDG eine Patronatserklärung für die BEB in Höhe von 16.750 Tausend EUR gegenüber dem Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) des Landes Niedersachsen übernommen.

Die EDG ist mit einer im Handelsregister eingetragenen Hafteinlage in Höhe von 16.025 Tausend EUR Kommanditistin der MiRO GmbH & Co. KG mit Sitz in Karlsruhe. Aufgrund der geänderten Regelung in § 172 Abs. 4 HGB, wonach die Entnahme durch Gesellschafter von gem. § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Beträgen die persönliche Haftung eines Kommanditisten wiederaufleben lässt, besteht bis maximal zur Höhe der Hafteinlage die Möglichkeit einer Inanspruchnahme der EDG durch Gläubiger der MiRO GmbH & Co. KG.

Aufgrund der Art der verschiedenen Bürgschaften sowie der finanziellen Ausstattung der Hauptschuldner ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Umsatzerlöse

Nach Tätigkeitsbereichen
in Tausend EUR
2023 2022
Mineralölprodukte 10.210.676 11.281.812
Gas 337.184 683.634
Chemie 72.287 113.738
Sonstige 309.959 307.271
Total 10.930.106 12.386.455
Nach geographischen Märkten
in Tausend EUR
2023 2022
Inland 10.366.856 11.738.200
Ausland 563.250 648.255
Total 10.930.106 12.386.455

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen Erträge aus Dienstleistungen an Konzerngesellschaften und Joint Ventures, Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 60.120 Tausend EUR (Vorjahr 84.138 Tausend EUR), Erträge aus Schadenersatzansprüchen in Höhe von 10.000 Tausend EUR (Vorjahr 0 Tausend EUR) sowie periodenfremde Erträge, unter anderem aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 16.426 Tausend EUR (Vorjahr 1.388 Tausend EUR).

Materialaufwand

a) Aufwendungen für Rohöl, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe und für bezogene Waren

Die Aufwendungen für Rohöl, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Die einzelnen Aufwendungen entwickelten sich wie folgt:

In Tausend EUR 2023 2022
Rohölimporte und Produktzukäufe 6.701.589 7.797.317
Betriebskosten 105.742 283.924
Materialaufwand und Handelswaren 75.660 65.284
Eigenverbrauch und anderer Materialaufwand -127.508 -354.977
Total 6.755.483 7.791.548

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen setzen sich zusammen aus den in Rechnung gestellten Speicher- und Transportkosten sowie den gezahlten Lohnverarbeitungskosten.

Es ergibt sich ein Gesamtbetrag von

In Tausend EUR 2023 2022
Lohnverarbeitungskosten 130.359 134.273
zzgl. Speicher und Transport 207.798 241.167
Total 338.157 375.440

Personalaufwand

Die Personalaufwendungen sind im Wesentlichen durch geringere Zuführungen zu Pensionsrückstellungen und in Folge der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen deutlich gesunken.

In Tausend EUR 2023 2022
Löhne und Gehälter 17.287 19.294
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 8.654 13.028
Total 25.941 32.322

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten hauptsächlich Aufwendungen im Rahmen des Gasgeschäfts, Kursverluste, Weiterbelastungen von Konzerngesellschaften, Frachten, Lager- und Umschlagskosten sowie Beiträge an den Erdölbevorratungsverband.

In Tausend EUR 2023 2022
Gasgeschäft BEB 47.111 164.886
Kursverluste 46.186 117.839
Weiterbelastung von Konzerngesellschaften 37.664 30.132
Frachtkosten 31.272 12.619
Andere betriebliche Aufwendungen 19.297 20.795
Beitrag Erdölbevorratungsverband 18.119 16.828
Werbung 10.524 10.37
Lager- und Umschlagskosten 10.061 9.619
Pachten und Mieten 4.157 4.174
Reisekosten und Kosten für ausl. Mitarbeiter 2.275 2.172
Instandsetzung und Erhaltung von Anlagen 2.245 1.693
Gerichtskosten und Anwaltsgebühren 1.656 638
IT-Kosten 1.077 2.118
Umweltschutz 756 3.063
Aufholung BilMOG Umstellungsbetrag 717 717
Fehlbohrungen 94 58
Übertragung aus Pensionsverpflichtungen 0 15.601
Schadensersatzanspruch 81 4.400
Pauschalwertberichtigung 0 588
Total 233.292 418.311

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen aus nicht verbundenen Unternehmen enthalten im Wesentlichen Erträge der Infineum Holdings B.V. Diese belaufen sich im Berichtsjahr auf 4.633 Tausend EUR (Vorjahr 6.446 Tausend EUR).

Erträge aus Beteiligungen aus verbundenen Unternehmen beinhalten die Dividende der ExxonMobil Angola Participation B.V und ExxonMobil Angola Holding B.V in Höhe von jeweils 2.007.000 Tausend EUR (Vorjahr 0 EUR), hierbei handelt es sich um Beträge von außergewöhnlicher Größenordnung, sowie der ExxonMobil Poland sp.zo.o in Höhe von 346 Tausend EUR (Vorjahr 192 Tausend EUR).

Erträge aus Ergebnisübernahmeverträgen mit verbundenen Unternehmen

Die Erträge aus Ergebnisübernahmeverträgen mit verbundenen Unternehmen sind gesunken und beinhalten im Wesentlichen Erträge der ESSO Erdgasbeteiligungsgesellschaft mbH in Höhe von 50.827 Tausend EUR (Vorjahr 129.459 Tausend EUR).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinserträge sind gestiegen und resultieren vorrangig aus Zinsen von verbundenen Unternehmen in Höhe von 354.144 Tausend EUR (Vorjahr 27.169 Tausend EUR) und aus Erträgen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 130 Tausend EUR (Vorjahr 409 Tausend EUR). Der Anstieg beruht auf dem allgemein höheren Zinsniveau im Geschäftsjahr und der Bindung der Verzinsung an der Euro Short-Term Rate (ESTER) als Referenzzinssatz.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Belastungen vom Konsortium der BEB in Höhe von 28.571 Tausend EUR (Vorjahr 2.340 EUR).

Sonstige Angaben

Ergebnisverwendungsvorschlag

Mit der Muttergesellschaft EMCEHG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag, dementsprechend wurde der Gewinn in Höhe von 4.767.216 Tausend EUR von dieser übernommen.

Nachtragsbericht

Zum Zeitpunkt der Berichtserstellung gab es keine Vorgänge von Bedeutung, die nach Ende des Geschäftsjahres 2023 eingetreten sind und einen wesentlichen Einfluss auf die im Jahresabschluss ausgewiesene Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

In Tausend EUR 31.12.2023 31.12.2022
Langfristige Miet-, Pacht- und Leasingverträge 5.105213.647 4.049
Langfristige vertragliche Verpflichtungen 124.942

Personal

Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)
Gewerbliche Mitarbeiter 0
Tarifliche Angestellte 5
Außertarifliche Angestellte 106
Total 111

Abschlussprüferhonorare

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 232 Tausend EUR und resultiert ausschließlich aus Abschlussprüfungsleistungen.

Gesamtbezüge des Vorstandes

Der Vorstand erhält keine Bezüge von der Gesellschaft. Die Vergütung erfolgt durch die EMCEHG und wird dort ausgewiesen.

Die Mitglieder des Vorstandes sind nachfolgend angegeben.

Organe der Gesellschaft 2023

Mitglieder des Vorstandes

 

Jens-Christian Senger

General Manager/Lead Country Manager Germany Vorsitzender Erdgas/Erdöl Gewinnung und Vertrieb, Mineralöl- und Chemiegeschäft, Public & Government Affairs

 

Dr. Annette Flormann-Pfaff

General Counsel Central Europe Personal (Arbeitsdirektorin) und Recht

 

Ronny Hauck

Germany Business Services Manager und Controller Finanzen und Business Services

Konzernabschluss

Mutterunternehmen der EDG, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Exxon Mobil Corporation, Irving / Texas, USA. Dieser Konzernabschluss, in den die EDG einbezogen wurde, ist bei der Securities and Exchange Commission (SEC) hinterlegt.

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die ExxonMobil Luxembourg et Compagnie, SCA, 20, Rue de l' Industrie, L- 8069 Bertrange, Luxemburg. Der in englischer Sprache erstellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht der ExxonMobil Luxembourg et Compagnie wird beim Registre de Commerce et des Sociétés, 14, rue Erasme, L-1468 Luxembourg hinterlegt und ist dort erhältlich.

Die EDG hat keinen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht auf der Grundlage des § 290 HGB erstellt. Gemäß § 291 HGB wird der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der ExxonMobil Luxembourg et Compagnie, in den die EDG einbezogen wurde, als befreiender Konzernabschluss und Konzernlagebericht angesehen. Dieser Abschluss einschließlich des hierzu erteilten Bestätigungsvermerkes wird in englischer Sprache bei der Unternehmensregister führenden Stelle (Bundesanzeiger Verlag) durch die EMCEHG eingereicht und anschließend im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Der Konzernabschluss der ExxonMobil Luxembourg et Compagnie, SCA, ist nach luxemburgischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt worden. Im Vergleich zu den deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden gibt es eine wesentliche Abweichung: Die Pensionsrückstellungen werden unter Anwendung eines kapitalmarktorientierten Zinssatzes ermittelt.

Zahlungsbericht

Die EDG macht für das Geschäftsjahr 2023 von der Möglichkeit der Befreiung von der Pflicht zur Erstellung eines Zahlungsberichts gemäß § 341s Absatz 2 HGB Gebrauch. Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernzahlungsbericht für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die ExxonMobil Luxembourg et Compagnie, SCA, 20, Rue de l' Indusrie, L- 8069 Bertrange, Luxemburg, in deren Konzernzahlungsbericht die EDG einbezogen ist. Der in englischer Sprache erstellte Konzernzahlungsbericht der ExxonMobil Luxembourg et Compagnie wird beim Registre de Commerce et des Sociétés, 14, rue Erasme, L-1468 Luxembourg hinterlegt und ist dort erhältlich.

 

Hamburg, 31. März 2024

ESSO Deutschland GmbH

Jens-Christian Senger

Dr. Annette Flormann-Pfaff

Ronny A. Hauck

Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2023

Gesellschaft Sitz Anteil am Kapital
in %
Anteil am Kapital
in %
Anteil am Kapital
in %
Anteil am Kapital
in %
ESSO Vertriebsgesellschaft mbH (b) Hamburg 100,0%
Mineraloelraffinerie Oberrhein Verwaltungs GmbH (b) Karlsruhe 25,0%
Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co.KG (b) Karlsruhe 25,0%
Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH (b) Hannover 10,0%
ExxonMobil Poland Sp. z o.o. (b,c) Warschau 100,0%
Infineum Holdings B.V. (b,c) Rotterdam 20,1%
ExxonMobil Angola Holding B.V. (b,c) Breda 100,0%
ExxonMobil Angola Participation B.V. (b,c) Breda 100,0%
ExxonMobil Chemie Beteiligungsgesellschaft mbH (b) Hamburg 100,0%
Deutsche Infineum GmbH & Co KG (b) Köln 50,0%
Infineum Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH (b) Köln 50,0%
Deutsche Infineum GmbH & Co KG (b) Köln 0,0%
ESSO Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH (b) Hamburg 100,0%
BEB Holding GmbH (b) Hamburg 50,0%
BEB Beteiligungs GmbH (b) Hamburg 100,0%
BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG (b) Hannover 0,0%
BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG (b) Hannover 50,0%
Norddeutsche Erdgas-Aufbereitungs-Gesellschaft mbH (b) Steyerberg 50,0%
Oldenburgische Erdölgesellschaft mbH (b) Hannover 66,7%
Erdgas Münster GmbH (b) Münster 27,7%
Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH (b) Hannover 80,0%
ExxonMobil Gas Marketing Deutschland GmbH & Co KG (b) Hannover 100,0%
Gewerkschaft Küchenberg Erdgas und Erdöl Gesellschaft mbH (b) Hannover 50,0%
Hannoversche Erdölleitung GmbH (b) Hannover 50,0%
Westdeutsche Erdölleitungs Gesellschaft mit beschränkter Haftung (b) Hannover 50,0%
Gesellschaft Eigenkapital
in T€
Gewinn/ (Verlust)
in T€
ESSO Vertriebsgesellschaft mbH (b) 463 (a)
Mineraloelraffinerie Oberrhein Verwaltungs GmbH (b) 74 7
Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co.KG (b) 68.370 4.270
Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH (b) 10.226 (a)
ExxonMobil Poland Sp. z o.o. (b,c) TPLN 7.684 TPLN 1.560
Infineum Holdings B.V. (b,c) TUSD 254.741 TUSD 63.003
ExxonMobil Angola Holding B.V. (b,c) TUSD 5.109.592 TUSD (484)
ExxonMobil Angola Participation B.V. (b,c) TUSD 5.109.146 TUSD (494)
ExxonMobil Chemie Beteiligungsgesellschaft mbH (b) 25 (a)
Deutsche Infineum GmbH & Co KG (b) 8.614 27.928
Infineum Deutschland Verwaltungsgesellschaft mbH (b) 33 3
Deutsche Infineum GmbH & Co KG (b) 8.614 27.928
ESSO Erdgas Beteiligungsgesellschaft mbH (b) 1.522.686 (a)
BEB Holding GmbH (b) 32 -
BEB Beteiligungs GmbH (b) 31 1
BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG (b) 417.636 96.969
BEB Erdgas und Erdöl GmbH & Co. KG (b) 417.636 96.969
Norddeutsche Erdgas-Aufbereitungs-Gesellschaft mbH (b) 3.076 1.286
Oldenburgische Erdölgesellschaft mbH (b) 20 (1)
Erdgas Münster GmbH (b) 10.239 8.951
Erdöl-Raffinerie Deurag-Nerag GmbH (b) 10.226 (a)
ExxonMobil Gas Marketing Deutschland GmbH & Co KG (b) 50 6.219
Gewerkschaft Küchenberg Erdgas und Erdöl Gesellschaft mbH (b) 20 (1)
Hannoversche Erdölleitung GmbH (b) - 175
Westdeutsche Erdölleitungs Gesellschaft mit beschränkter Haftung (b) 203 13

(a) mit diesen Gesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge

(b) Stand 31. Dezember 2022

(c) Umrechnungskurse: Jahresendkurs zum 31.12.2023 EUR/PLN 4,3480; EUR/USD 1,1050

(c) Umrechnungskurse: Jahresdurchschnittskurs 2023 EUR/PLN 4,5439; EUR/USD 1,0816

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Angaben
in EURO
Anfangsbestand 01.01.2023 Umgliederung in das Umlaufvermögen 01.01.2023 Zugänge lfd. Jahr Abgänge lfd. Jahr Umbuchungen lfd. Jahr Endbestand 31.12.2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 448.467 0 0 46.960 0 401.507
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0 0 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
448.467 0 0 46.960 0 401.507
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.692.690 0 0 0 0 12.692.690
Technische Anlagen und Maschinen der Tank- und Pumpenanlagen sowie sonstige Ausrüstungen der Lager und Tankstellen 540.527 0 0 0 0 540.527
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.233.088 0 184.465 329.014 0 4.088.539
Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 0 0 0 0 0 0
17.466.305 0 184.465 329.014 0 17.321.756
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.566.200.442 0 0 0 0 4.566.200.442
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0 0 0
Beteiligungen 22.824.299 -16.040.000 0 0 0 6.784.299
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0
4.589.024.741 -16.040.000 0 0 0 4.572.984.741
TOTAL 4.606.939.513 -16.040.000 184.465 375.974 0 4.590.708.004
Abschreibungen
Angaben
in EURO
Anfangsbestand 01.01.2023 Abschreibungen lfd. Jahr Änderungen der historischen Abschreibungen i.Z.m. Abgängen lfd. Jahr Endbestand 31.12.2023
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 448.467 0 46.960 401.507
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
448.467 0 46.960 401.507
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.263.565 0 0 10.263.565
Technische Anlagen und Maschinen der Tank- und Pumpenanlagen sowie sonstige Ausrüstungen der Lager und Tankstellen 540.527 0 0 540.527
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.003.190 122.889 325.854 3.800.225
Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 0 0 0 0
14.807.282 122.889 325.854 14.604.317
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 340.008.146 0 0 340.008.146
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
Beteiligungen 1.022.583 0 0 1.022.583
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0
341.030.729 0 0 341.030.729
TOTAL 356.286.478 122.889 372.814 356.036.553
Angaben
in EURO
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 0
Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
Geleistete Anzahlungen 0 0
0 0
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.429.125 2.429.125
Technische Anlagen und Maschinen der Tank- und Pumpenanlagen sowie sonstige Ausrüstungen der Lager und Tankstellen 0 0
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 288.314 229.898
Anlagen im Bau und Anzahlungen auf Anlagen 0 0
2.717.439 2.659.023
FINANZANLAGEN
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.226.192.296 4.226.192.296
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0
Beteiligungen 5.761.716 21.801.716
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0
4.231.954.012 4.247.994.012
TOTAL 4.234.671.451 4.250.653.035

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ESSO Deutschland GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ESSO Deutschland GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ESSO Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 17. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thorsten Wesch, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katharina Lange, Wirtschaftsprüferin

Auszug aus dem Protokoll der Ordentlichen Gesellschafterversammlung am 25. Juni 2024

der ESSO Deutschland GmbH im BrahmsQuartier, Caffamacherreihe 5, Hamburg

Punkt 1 der Tagesordnung

Der Gesellschafterversammlung liegen der geprüfte und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, vom 17. Mai 2024 versehene Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 vor. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird festgestellt.

Der im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete Jahresüberschuss in Höhe von 4.767.215.785 Euro wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der Alleingesellschafterin ExxonMobil Central Europe Holding GmbH in voller Höhe übernommen.

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 25.06.2024 festgestellt.

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