Stammdaten

Register
Amtsgericht Straubing HRB 10105
Eingetragen
28.7.2000
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
Die Entwicklung, der Vertrieb und die Betreuung von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie und Datenverarbeitung sowie die allgemeine Beratung von Unternehmen mit Ausnahme von Rechts- und Steuerberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Beate Kirwa
seit 20.5.2021
Prokura
Philip Piendl
seit 6.4.2020
Prokura
Fabian Henrichsen
seit 27.5.2011
Vorstandsmitglied
Prokura
Stefan Strelow
seit 21.4.2010
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Henrichsen AG

Straubing

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Mit dem Aufbau der HENRICHSEN Group agiert die HENRICHSEN AG zunehmend als Holding, die die übergeordnete Gruppenstrategie verantwortet, sowie Supportprozesse für die Geschäftsbereiche organisiert. Geschäftsbereiche sind die Tochterunternehmen, strategischen Beteiligungen sowie die operativen Einheiten innerhalb der HENRICHSEN AG. In den Geschäftsbereichen liegt der Fokus auf Markt und Kunde. Diese Struktur wurde über die Jahre sukzessive aufgebaut und mit der Ausgründung der HENRICHSEN4s GmbH & Co KG in 2021 weiter vorangetrieben. Die operativen Geschäftsbereiche innerhalb der HENRICHSEN AG sind Commercial Solutions (CS), einem langjährigen Bereich der Gewinnung und Betreuung von kleinen und mittelständischen Kunden mit der Finanzbuchhaltungslösung als Partner der Diamant Software GmbH und der IT Service Solution (ITSS) Geschäftsbereich mit dem Fokus Aufbau der HENRICHSEN Cloud Plattform, und IT Services mit Schwerpunkt digital workplace auf Basis Microsoft O365 im bayrischen Raum. Die Zielsetzung der HENRICHSEN AG ist neben den zentralen Diensten ein Beteiligungsmanagement zu betreiben, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, aufzubauen und gegebenenfalls zukünftig wieder in eigene Tochtergesellschaften auszulagern. Darüber hinaus ist es geplant zentrale Serviceleistungen nicht nur den eigenen Tochterunternehmen zur Verfügung zu stellen, sondern auch Beteiligungen. Die HENRICHSEN AG vereinnahmt neben der Verrechnung von Serviceleistungen an Töchter, die Erlöse der operativen Geschäftsbereiche CS und ITSS und die Ausschüttungen aus den Tochterunternehmen.

Nachfolgendes Organigramm gibt einen Überblick über die vereinfachte strategische Beteiligungsstruktur per 31.12.2023:

Es gibt weitere Finanzbeteiligungen <= 50%, die hier nicht aufgeführt sind.

Die wirtschaftliche Lage der HENRICHSEN AG ist durch diejenige ihrer Tochtergesellschaften geprägt, deren Erträge in der Regel durch Gewinnausschüttungsbeschlüsse als Beteiligungserträge von der HENRICHSEN AG vereinnahmt werden. Die HENRICHSEN AG nimmt im Verhältnis zu ihren Tochterunternehmen eine Finanzierungsfunktion ein, indem sie für Akquisitionen oder Beteiligungen Ausleihungen an Tochtergesellschaften erbringt.

Darüber hinaus obliegt der AG die Führung und Strategieentwicklung der Geschäftsbereiche des Konzerns. Die Trennung der Führung von Holding und Tochterunternehmen ermöglicht der Holding eine schlanke Struktur.

Wesentliche Aufgabenschwerpunkte der Holding waren im Geschäftsjahr 2023:

• Gesamtpositionierung der HENRICHSEN Group in einer neuen Website www.henrichsen.de im Kontext des Claims "nachhaltig erfolgreich",

• strategische Ausrichtung durch eine synergetische Markt-Portfolio-Strategie der Geschäftsbereiche sowie der Beteiligungsunternehmen unter der Maßgabe einer wertorientierten Unternehmensentwicklung,

• Identifikation, Ansprache und Prüfung von potenziell geeigneten weiteren Beteiligungen vor dem Hintergrund der Konzernstrategie,

• Organisation der Finanzen und Finanzierung der weiteren Firmengruppenentwicklung,

• Controlling, Risikomanagement und Compliance,

• Businessplanung der Firmengruppe,

• Führung des Managements der Gruppenunternehmen und Unterstützung des Managements der Tochterunternehmen bei operativen Fragen,

• Integration der einzelnen Beteiligungen in den Firmenverbund,

• Organisation und Koordination gruppenübergreifender Gremien und Prozesse,

• Strukturierung der Group,

• Koordination von Projekt- und Vertriebsaktivitäten,

• gruppenübergreifendes PR und Marketing.

Als führender IT-Experte optimiert die HENRICHSEN Group kaufmännische Geschäftsprozesse für Kunden, die einen besseren Überblick, Skalierbarkeit und Kosteneffizienz anstreben. Für gesundes Wachstum und echte Nachhaltigkeit. Für messbaren Erfolg und CO2-Einsparung.

Das macht "nachhaltig erfolgreich" für HENRICHSEN als Familienunternehmen zu viel mehr als nur einem schönen Slogan. Es ist eine Mission, die das Unternehmen unermüdlich verfolgt. HENRICHSEN misst seinen nachhaltigen Erfolg daran, dass es das Unternehmen schon über 40 Jahre in der IT-Welt gibt, in Projekten mit Kunden regelmäßig ROIs unter 18 Monaten erzielt werden, Menschen, die mit den Lösungen von HENRICHSEN arbeiten, ein attraktiveres Arbeitsumfeld geboten wird und durch die Digitalisierung der Kunden beispielsweise jährlich so viel CO2eq eingespart werden kann, wie eine Person auf 58.465 Inlandsflügen verbrauchen würde. Das treibt HENRICHSEN an und dafür steht das Unternehmen mit seinem Namen.

2. Forschung und Entwicklung, sowie Investitionsfelder Die HENRICHSEN AG betreibt in 2023 keine eigenen Aktivitäten rund um Forschung und Entwicklung, sondern unterstützt diese in den Tochterunternehmen durch die Schaffung geeigneter Rahmenparameter als Holding.

Neue Investitionsfelder, die die HENRICHSEN AG vorantreibt, sind der Aufbau der HENRICHSEN Cloud Plattform als Grundlage für das zukünftige Cloud Angebot der HENRICHSEN Group, Vermarktungsexzellenz über die Group hinweg und die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie.

Die sich wandelnden Märkte und das veränderte Kauf- und Nutzungsverhalten der Kunden haben zur Folge, dass Kunden zunehmend flexible und skalierbare Geschäftsmodelle fordern. Immer häufiger legen Kunden Wert auf variable Zahlungs- und Nutzungsmodelle, beispielsweise abhängig von der Anzahl der Nutzer oder des Volumens der verarbeiteten Belege. Gleichzeitig wächst das Interesse der Kunden daran, Softwarelösungen nicht mehr zu erwerben, sondern stattdessen flexibel und monatlich für deren Nutzung zu bezahlen. Dementsprechend richtet sich HENRICHSEN verstärkt auf sogenannte Subskriptionsmodelle aus. Dies bietet den Kunden den Vorteil stets aktueller Software, kontinuierlich neuer Funktionen und einer Abrechnung, die genau ihrem Bedarf entspricht. Dazu wird die HENRICHSEN Cloud Plattform aufgebaut.

Ein weiteres Investitionsfeld ist der Auf- und Ausbau eines zentralen Marketings zur Unterstützung der Geschäftsbereiche in der Erreichung deren Wachstumszielen. Das in 2021 aufgebaute Kreativraumkonzept zur Verbindung digitaler Technik vor Ort mit der Onlinewelt https://meispace94.de/ baut HENRICHSEN neben Veranstaltungen perspektivisch für den Akademiebereich aus, vor allem auch für Mitarbeiter. Dies wird als Bedarf bei Mitarbeitern und Bewerbern gesehen und man positioniert sich hier als attraktiver Arbeitgeber mit einem interessanten Angebot. Darüber hinaus wird in den Ausbau eines zentralen Servicemanagements, das über den Firstlevel, Knowledgebase, Ticketsystem und standardisierten Servicebausteinen relevante Services für das Managen von Supportverträgen, als auch managed service Verträgen anbietet, investiert. Darüber hinaus werden das Prozess- und Qualitätsmanagement weiterentwickelt, um als Supportfunktion innerhalb der Firmengruppe die Tochterunternehmen in der Professionalisierung ihrer Prozesse weiter voranzubringen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die HENRICHSEN AG agiert primär auf dem deutschsprachigen Markt und ist folglich stark von den dortigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Trotz eines moderaten Wachstums von 1,8 Prozent im Vorjahr, bedingt durch die Erholung von den Krisenjahren 2020 und 2021, verzeichnete die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 erneut einen Rückgang. Der fortgesetzte Konflikt in der Ukraine führte zu einem Ausfall von russischen Energielieferungen, was die Wirtschaftstätigkeit in Europa weiter beeinträchtigte. Die hohen Energiepreise, gestörte Lieferketten und die allgemeine Unsicherheit hemmten sowohl den privaten Konsum als auch die Investitionen der Unternehmen. Zugleich verschärfte sich der bereits bestehende Fachkräftemangel in vielen Branchen, was die Produktivität und Innovationsfähigkeit einschränkte. Trotz dieser Herausforderungen blieb der Arbeitsmarkt stabil, da Unternehmen bestrebt waren, ihre Belegschaft zu halten.

Das preisbereinigte deutsche Bruttoinlandsprodukt verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang um 0,3 Prozent. Dies markiert den dritten jährlichen Rückgang im aktuellen Jahrhundert, nach den Jahren 2009 und 2020, als die globale Finanzkrise bzw. die Covid-19-Pandemie die deutsche Wirtschaft in eine tiefe Rezession stürzten.

Die Großhandelspreise für Energie blieben im Jahr 2023 weiterhin auf hohem Niveau und belasteten sowohl Verbraucher als auch die Wirtschaft. Im Jahresdurchschnitt stiegen die Preise für Energieprodukte um 5,3 Prozent. Die Bundesregierung ergriff verschiedene Maßnahmen, um die Energieversorgung zu sichern und Kosten variabel zu subventionieren.

Die hohe Inflation war ein bedeutender Faktor im Jahr 2023. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresdurchschnitt um 5,9 Prozent an, hauptsächlich aufgrund gestiegener Energie- und Rohstoffpreise, die sich auch auf die Preise anderer Güter und Dienstleistungen auswirkten. Die Lohnentwicklung konnte mit der Preisentwicklung nicht Schritt halten, was zu einem Rückgang der real verfügbaren Einkommen und damit des privaten Konsums führte.

Für das Jahr 2024 wird kein wesentliches Wirtschaftswachstum erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt soll lediglich um 0,1 Prozent wachsen, deutlich unter der vorherigen Prognose von 0,9 Prozent. Zumindest der Anstieg der Verbraucherpreisinflation soll auf 2,3 Prozent sinken, und die Beschäftigungslage soll stabil bleiben. Die Herausforderungen bleiben unverändert hoch, insbesondere im Hinblick auf die anhaltend hohen Energiekosten und die Sicherung qualifizierter Fachkräfte.

Quellen:

https://www.ifw-kiel.de/de/themendossiers/konjunktur/

https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/deutsche-wirtschaft-im-fruehjahr-2024-erholung-mit-hindernissen32631/ https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/deutsche-wirtschaft-im-winter-2023-finanzpolitik-in-turbulenzengegenwind-fuer-die-erholung-32316/ https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html

In ähnlicher Weise wie in den vorangegangenen Jahren, die von schwierigen globalen wirtschaftlichen Bedingungen geprägt waren, erwies sich die ITK-Branche im Jahr 2023 als weitgehend krisenresistent. Trotz des allmählichen Nachlassens der wirtschaftlichen Auswirkungen der jüngsten globalen Notlagen und Ausnahmesituationen spiegelte sich dies nicht in einem weiteren starken Wachstum der Branche wider. Tatsächlich verzeichnete die Branche im Jahr 2023 nur ein vergleichsweise geringes Wachstum von 2 Prozent auf 215 Milliarden Euro. Zum Vergleich: In den Jahren 2021 und 2022 betrug das Branchenwachstum jeweils 6,6 bzw. 6,8 Prozent, was auf den stark gestiegenen Bedarf an Digitalisierung infolge der COVID-19-Pandemie und der damit verbundenen Lockdowns zurückzuführen ist.

Trotz des verlangsamten Wachstums widerstand die ITK-Branche dem allgemeinen Abwärtstrend der deutschen Gesamtwirtschaft. Der ifo-Index für das Geschäftsklima in Deutschland, der von Januar 2023 bis Januar 2024 von -3,1 auf -13,8 Punkte fiel, zeigt diesen Trend an. Die Geschäftslage der IT- und Telekommunikationsunternehmen war jedoch laut Bitkom-ifo-Digitalindex zum Jahresende positiv, wenngleich sie im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückging. Der Index erreichte im April 2023 seinen Höchststand mit 24,6 Punkten (im Vergleich zum Vorjahreshöchststand von 38,9 Punkten im Mai 2022).

Der Bedarf an Fachkräften in der ITK-Branche hat sich weiter verschärft. Trotz eines Zuwachses von 2,1 Prozent neuer Arbeitsplätze in der Branche im Jahr 2023 gab es im Dezember 2023 ganze 149.000 unbesetzte Stellen für IT-Expertinnen und -Experten, 12.000 mehr als im Vorjahr. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betonte, dass der Mangel an IT-Fachkräften in Deutschland unabhängig von Konjunkturzyklen ein systemisches Problem sei, bedingt durch zu wenige verfügbare Fachkräfte und zu viel Regulierung. Im Durchschnitt bleiben IT-Stellen 7,7 Monate unbesetzt. Jedes zweite Unternehmen hofft auf Effizienzgewinne durch KI-Technologien zur Linderung des Fachkräftemangels.

Der Digitalverband Bitkom prognostiziert für die Unternehmen der IT, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im laufenden Jahr ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Damit würde der ITK-Sektor um das Dreifache bis Vierfache stärker wachsen als die Gesamtwirtschaft, basierend auf Prognosen zu Jahresbeginn 2024. Im Vergleich zum Vorjahr plant nur noch jedes fünfte Unternehmen, die Investitionen zu erhöhen, während 17 Prozent der befragten Unternehmen niedrigere Investitionen planen.

Quellen:

https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt

https://www.bitkom.org/Themen/Bitkom-ifo-Digitalindex-Archiv https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Rekord-Fachkraeftemangel-Deutschland-IT-Jobs-unbesetzt https://www.ifo.de/fakten/2024-01-25/ifo-geschaeftsklimaindex-gefallen-januar-2024

2. Geschäftsverlauf

Wir blicken auf ein erfolgreiches Jahr 2023 auf allen Ebenen. Die HENRICHSEN AG wurde weiter auf ihre Funktion als Holding fokussiert, die mit ihren zentralen Diensten den Geschäftserfolg ihrer Töchter und Beteiligungen unterstützt. Das zentrale Servicemanagement entwickelt sich weiter positiv. Es konnten eine erhebliche Anzahl an Service-Zusatzverträgen mit Kunden abgeschlossen werden. Es konnten sowohl eine hohe Kundenzufriedenheit als auch erste Synergien zwischen den Tochterunternehmen erreicht werden. Durch die Zentralisierung des Marketings profitieren alle Bereiche von der gebündelten Expertise. Positive Effekte der Reichweitengenerierung, als auch der Inbound-Leadgenerierung konnten realisiert werden. Die neue Group Website hat deutlich zur Klarheit der Positionierung und Sichtbarkeit beigetragen. Erhebliche Potentiale werden zukünftig in einer Vereinheitlichung der Markt-Produkt-Strategie über die einzelnen Geschäftsbereiche der Group hinweg gesehen. Die HENRICHSEN Group konzentriert sich mit ihren Tochterfirmen HENRICHSEN4s GmbH & Co KG, HENRICHSEN4easy GmbH und Beteiligungen mit vollem Fokus auf den Ausbau der Herstellerrolle im Bereich Purchase to Pay für SAP, ganzheitlichen ECM-Lösungen und den Aufbau der HENRICHSEN Cloud Plattform. Die geplante Wachstumsstrategie soll neben dem organischen Wachstum auch durch anorganisches Wachstum erfolgen. Dazu wurden in 2023 Akquisitionskriterien festgelegt, so wie Verantwortlichkeiten und Strukturen geschaffen, mit dem Ziel 2024 eine erste Akquisition zu realisieren. Die in 2022 getätigte strategische Beteiligung an der 7 Service Consulting GmbH in Höhe von 51% entwickelte sich positiv. Bereits im ersten Geschäftsjahr konnte ein Umsatz von rund 1,15 Mio EURO und 110 TEURO EBIT erwirtschaftet werden.

Die Tochterunternehmen haben sich in 2023 gut entwickelt. Neben der Ertragsstärke der HENRICHSEN4easy konnten mit dem Aufbau des eigenen Portfolios in der HENRICHSEN4s vor allem für den Einkaufsbereich im SAP Umfeld und die Skalierung der Vermarktung interessante Wachstumspotentiale erschlossen werden. Das Thema e-Invoicing hat sich gut entwickelt. In Erwartung einer gesetzlichen Vorgabe wird in die eigene Produktstrategie sowohl für die ausgehende e-Rechnungs-Erstellung, als auch eingehende e-Rechungen investiert.

2.1 Ertragslage

Die HENRICHSEN AG hat neben dem Halten und Führen der Beteiligungen im Jahr 2023 Erträge aus den operativen Geschäftsbereichen ITSS und CS, sowie Beratungsleistungen und andere Dienstleistungen insbesondere für Gesellschaften der Gruppe erbracht.

Die Umsatzerlöse der HENRICHSEN AG sind im Geschäftsjahr 2023 ist mit einem Volumen von 8,9 Mio EURO auf dem Vorjahresvolumen von 9 Mio EURO geblieben. Es gibt keine Gruppenkonsolidierung, deshalb sind darüber hinaus diverse Zwischenverrechnungen enthalten. Der Materialaufwand ist von 3,9 Mio EURO auf 2,7 Mio EURO gesunken. Im Vorjahreswert waren Zwischenverrechnungen aufgrund der Ausgründung der HENRICHSEN4s GmbH & Co KG enthalten. Aus dem verbliebenen operativen Geschäft ergibt sich damit ein Rohertrag von 1,4 Mio EURO. Des Weiteren stieg der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr von 3,7 Mio EURO auf 4,2 Mio EURO. Dies begründet sich auf mehrere Faktoren. Aufgrund einer positiven operativen Entwicklung werden höhere Prämienauszahlungen fällig, zusätzlich hat man sich dazu entschieden jedem Mitarbeiter 1.500.- zusätzliche Erfolgsbeteiligung in Form einer Inflationsausgleichsprämie auszuzahlen und darüber hinaus wird dem weiteren Wachstum durch Neueinstellungen in den Geschäftsbereichen als auch den zentralen Diensten Rechnung getragen. Die Abschreibungen sind von 447 TEURO auf 523 TEURO gestiegen, aufgrund der positiven Liquiditätssituation und wegen steigender Leasinggebühren (Leasingzins) vermehrt von Leasing auf Kaufmodell z.B. bei KFZ umgestellt wurde. Die sonst. betrieblichen Aufwendungen sind von 2,3 Mio EURO auf 2,0 Mio EURO gesunken, im Wesentlichen auch aufgrund von Zwischenverrechnungen im Vorjahr. Die Erträge aus Beteiligungen sind von 1,1 Mio EURO auf 17 TEURO gesunken. Dies liegt an einem Rückgang der Erträge aus der H4s und einer Verbuchung der Erträge in 2023 auf einem anderen Konto. Hier gab es ebenfalls einen Rückgang von 1,86 Mio EURO auf 770 TEURO, da hier im Vorjahr die Ausschüttung der H4e aus zwei Jahren verbucht war und darüber hinaus letztmalig die Ausschüttungen der H4msd enthalten waren.

Die für die Gesellschaft wichtige Ertragskennzahl, das EBIT liegt im Geschäftsjahr bei 1,79 Mio EURO. Im Berichtszeitraum wurde ein EBIT von 1,2 Mio EURO geplant. Die Abweichung liegt an einer positiven Entwicklung der operativen Geschäftsbereiche innerhalb der HAG und an der Verrechnung von innerbetrieblichen Umlagen im Jahr 2023.

Zusammengefasste Erfolgsrechnung Berichtsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Rohergebnis 6.966 7.314
Personalaufwand 4.209 3.730
Abschreibungen 524 447
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.984 2.269
Erträge aus Beteiligungen 840 1.132
Zinssaldo 0 0
Steuern 67 16
Jahresüberschuss 1.022 1.984

2.2 Finanzlage

Die Eigenkapitalquote ist gestiegen um 16,0% im Vergleich zum Vorjahr von 61,5% auf 77,5%. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine größeren Investitionen getätigt, so dass weitere Gewinnrücklagen aufgebaut wurden.

Cash-flow Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Jahresüberschuss 1.022 1.984
+ Abschreibungen 524 447
- Veränderung Pensionsverpflichtung -63 -257
1.483 2.174

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist signifikant gesunken. Dies liegt an Sondereffekten im Vorjahr durch Verkauf der Henrichsen4msd GmbH und Zahlung im Zusammenhang mit CEO-Fraud. Im Bereich der Pensionsverpflichtungen gab es lediglich eine kleine Veränderung.

2.3 Vermögenslage

Nach § 289 Abs. 2 Satz 2 HGB verweisen wir auf den Anhang. Die Bilanzsumme ist im Geschäftsjahr 2023 um 7 Prozent gesunken auf EUR 6,52 Mio EURO.

wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Aktiva TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 1.822 1.535 287 19%
kurzfristige Vermögenswerte 1.677 2.160 -483 -22%
liquide Mittel 2.737 3.074 -337 -11%
RAP 217 165 52 32%
Passiva
Eigenkapital 5.011 5.421 -410 -8%
Rückstellungen 708 742 -34 -5%
Verbindlichkeiten 718 763 -45 -6%
RAP 78 64 14 22%
Bilanzsumme 6.516 6.991 -475 -7%

Das Anlagevermögen ist im Vergleich zum Vorjahr um 287 TEURO gestiegen. Im Berichtsjahr 2023 wurden insbesondere im Bereich Fuhrpark Investitionen getätigt. Dies flossen im Wesentlichen in den Kauf eigener Firmen-KFZ. Demzufolge sind die liquiden Mittel entsprechend gesunken. Im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte konnten Körperschaftssteuerforderungen zurückgeführt werden. Durch das aktive Debitorenmanagement hat sich der Forderungsbestand im Bereich der Lieferungen und Leistungen im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahrs auf 5.011 TEURO. Die Eigenkapitalquote liegt bei 76,9%. Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits im Vorjahr, nicht beansprucht. Unsere Gesellschaft hat im Geschäftsjahr die Planansätze erreicht.

2.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der HENRICHSEN AG als Holding sind das EBIT, die Umsatzerlöse und die Eigenkapitalquote. Die Basis zur Berechnung dieser Indikatoren bildet der Einzelabschluss der HENRICHSEN AG.

Umsatzerlöse

Die operativen Leistungsindikatoren Umsatzentwicklung und EBIT, sowie die Kennzahlen Umsatz pro Mitarbeiter und Umsatzrendite sind in der Unternehmenssteuerung der Geschäftsbereiche ITSS und CS im Fokus. Der Umsatz pro Mitarbeiter beträgt 341 TEURO in 2023. Umsatzrendite ist im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. Dies liegt an steigenden Umsätzen (Subscription) im Bereich von Software- und Hardware-naher Software. Damit wurde der Planwert (291 TEURO) in den Bereichen deutlich übererreicht.

EBIT, EBIT-Marge und operativer Cash-Flow

HENRICHSEN legt besonderen Wert auf die erfolgreiche Monetarisierung seines Produkt- und Dienstleistungsportfolios, um profitables Wachstum zu erreichen. In dieser Hinsicht spielt das EBIT eine bedeutende Rolle in der Steuerung des Unternehmens und der Group. Die EBIT-Marge wird durch das (Group-)Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern dividiert durch die (Group-)Umsatzerlöse ermittelt. Im Berichtszeitraum wurde ein EBIT von 1,58 Mio EURO. (2022: 1,79 Mio EURO) erzielt. Der Rückgang ist im Wesentlichen der Umstellung des Geschäftsmodells von Lizenzerlösen auf Subscription geschuldet und sollte sich nach einem weiteren Rückgang im Jahr 2024 wieder ansteigen.

Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote der HENRICHSEN AG errechnet sich als Quotient aus dem Eigenkapital und der Bilanzsumme und dient als Indikator für die finanzielle Stabilität des Unternehmens. Zum Bilanzstichtag 2023 betrug die Eigenkapitalquote 76,9 % (2022: 77,5%).

2.5 Nicht-Finanzielle Leistungsindikatoren

Neben den finanziellen Leistungsindikatoren spielen für die Steuerung des Mutterunternehmens sowie der HENRICHSEN Group eine Reihe nicht-finanzieller Leistungsindikatoren eine wichtige Rolle. Hervorzuheben sind hier die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, sowie die Nachhaltigkeit & Corporate Social Responsibility der Group.

Kundenzufriedenheit

In den letzten Jahren konnten wir im Bereich der Kundenzufriedenheit hervorragende Ergebnisse erzielen. Wir haben die hohe Zufriedenheit der Ticketbearbeitung aus dem Jahr 2022 bestätigen können und unsere Kunden bewerteten im Jahr 2023 die Tickets mit durchschnittlich 4,87 Sternen (max. 5 Sterne möglich). Dieser Wert liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt. Das ist ein großartiger Erfolg, den wir unseren engagierten und kompetenten Support-Teams verdanken. Sie haben die Erwartungen unserer Kunden übertroffen und schnelle, ausführliche und professionelle Lösungen geboten. Das ging aus den ausführlichen Bewertungskommentaren hervor. Insgesamt haben im Jahr 2023 über 90 Kunden die Ticketbewertungen genutzt. Insgesamt wurden damit 4% der Tickets bewertet.

Mitarbeiterzufriedenheit

Seit 2017 nehmen wir im Zweijahres-Zyklus an der Mitarbeiterbefragung Great Place to Work teil. Hier wird gezielt analysiert, wo wir als Unternehmen in Sachen zukunftsorientierter Arbeitsplatzkultur und wichtiger Themen wie Agilität, Veränderungsfähigkeit, Innovation, Führung und Gesundheit stehen. Daraus leiten wir dann gezielt Personalinstrumente und Maßnahmen ab für die strategische Weiterentwicklung in diesen Bereichen. Seit der erstmaligen Teilnahme wurden wir zum vierten Mal in Folge mit den Awards Beste Arbeitgeber Bayern als auch Beste Arbeitgeber in der ITK-Branche ausgezeichnet. Bei der aktuellen Befragung konnten wir mit einem großartigen Ergebnis neben Auszeichnungen der Awards Beste Arbeitgeber Bayern und ITK-Branche zum zweiten Mal auch den Great Place to Work Award in der Kategorie Beste Arbeitgeber Deutschlands gewinnen. Wir haben insgesamt einen Score von 95% erreicht und konnten uns damit um 5% zur letzten Umfrage steigern. Dies bedeutet, dass 9,5 von 10 Mitarbeitern uns als Arbeitgeber in den Kategorien Glaubwürdigkeit, Respekt, Fairness, Stolz und Teamgeist mit gut oder sehr gut bewertet haben. Wir hatten eine sehr gute Teilnahmequote von 81%.

Nachhaltigkeit & Corporate Social Responsibility

Wir haben uns Ziele, Strategien und Leitlinien für verantwortungsvolles Handeln unseres Familienunternehmens gesetzt. Nachhaltigkeit ist für uns der gesunde Mittelweg und heißt eine Balance zu finden, in der man nach Wirtschaftlichkeit und gleichzeitig nach positiver Entwicklung für Umwelt, Gesellschaft und Mitarbeiter strebt.

Wir wollen durch unsere Leistung bei unseren Kunden messbare Mehrwerte erzielen. Wir lieben Digitalisierung - und wir wollen unser Geschäft dafür zu nutzen, die Zukunft der Arbeit nachhaltiger zu gestalten. In unserer Firmengruppe gestalten wir nachhaltige Innovationen sowie optimierte und ergänzende Lösungen, Dienstleistungen und Prozesse, die wirtschaftlichen Nutzen bringen und die sich gleichzeitig positiv auf Umwelt und Gesellschaft auswirken.

Gleichzeitig möchten wir durch unsere eigenen Initiativen in unserem Unternehmen als Vordenker und Pionier Erfahrungen in der Umsetzung von Nachhaltigkeitsideen gewinnen und diese mit unserem Netzwerk teilen. Unser Ziel ist es, andere zu inspirieren, selbst aktiv zu werden.

Wir sehen uns als kleines, aber treibendes Zahnrad im Uhrwerk der Welt und wollen unseren Beitrag leisten.

Wir gliedern unser Tun nach den ESG-Kriterien in die Bereiche Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance). Details sind zu finden im Nachhaltigkeitsbericht auf der Website henrichsen.de.

3. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung innerhalb der Gruppe ist trotz der unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen operativ gut. Auf Seiten der HENRICHSEN AG gibt es keine Gewinnabführungsverträge mit den Tochtergesellschaften. Neben den operativen Bereichen ITSS und CS machen die zentralen Dienste ca. 80% der Mitarbeiter der AG aus. Wir arbeiten kontinuierlich daran, um unsere Qualität als Servicedienstleister für die operativen Einheiten zu steigern und gleichzeitig schlank und effizient aufgestellt zu sein.

Mit den Tochtergesellschaften konnten wir die gute Position im Markt wie auch bei unseren Kunden festigen und ausbauen. Die Strategie umfasst fünf Punkte:

• Transformation Hersteller: Steigerung eigene Intellectual Property mit dem Schwerpunkt Schließen der Prozesslücken Purchase to Pay für SAP Kunden in der HENRICHSEN4s

• Transformation Software-as-a-Servicegeschäft durch Skalierung der Annual Recurring Revenues

• Vermarktungsexzellenz:

• Ausbau unserer DACH weiten Präsenz

• Investition in den Ausbau des Vertriebes in der HENRICHSEN4s

• Ausbau der HENRICHSEN4easy inkl. der Beteiligungen und des Netzwerks zum stärksten Beratungs- und Servicepartner in der EASY Software Welt

• Fokussierung der HENRICHSEN AG auf zentrale Dienste zur Unterstützung des Wachstums in den Töchtern

• HR-Exzellenz:

• Investition in die Qualifizierung unserer Mitarbeiter

• Kontinuierliche Gewinnung von neuen Talenten

• Steigerung der Projektrenditen

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt.

III. Prognosebericht

Auch im Jahr 2024 sehen wir weiterhin die Gefahr einer Rezession. Aktuelle Prognosen deuten auf eine Stagnation oder nur ein geringes Wachstum hin. Die folgenden Aussagen berücksichtigen nicht vollständig die weiterhin möglichen Auswirkungen, insbesondere des Ukraine-Konfliktes. In den aktuellen Krisen kämpfen viele Berufe mit Auftragseinbrüchen.

Die digitale Wirtschaft in Deutschland befindet sich auf Wachstumskurs. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds prognostiziert der Digitalverband Bitkom für die IT- und Telekommunikationsunternehmen (ITK) im Jahr 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Damit würde der ITK-Sektor etwa drei- bis viermal stärker wachsen als die Gesamtwirtschaft.

Die Nachfrage nach IT-Experten ist groß. Leistungen von Spezialisten wie die der HENRICHSEN AG sowie der Tochtergesellschaften sind daher begehrt. Dienstleistung ist weiterhin sehr gefragt. Ein nachhaltiger Rückgang im Kaufverhalten unserer Kunden könnte die Geschäftsentwicklung von HENRICHSEN im Jahr 2024 negativ beeinflussen, vor allem im Bereich Kauf von Software Lizenzen, da Investitionsentscheidungen mit höherer Vorsicht getroffen werden. Grundlage des Prognoseberichts ist die Planung 2024, die Ende 2023 dem Aufsichtsrat vorgelegt wurde. Für die HENRICHSEN AG wurde ein Plan von 8 Mio EURO Umsatz und -545 TEURO EBIT geplant. Bisher wurden die Vollkosten der zentralen Dienste an die Töchter bzw. die Geschäftsbereiche innerhalb der HENRICHSEN AG verrechnet. Unser Anspruch ist es für ein marktgerechte Preis-Leistungsverhältnis für zentrale Services an die Töchter zu stehen. Wir halten den Druck auf Effizienz in der Abwicklung und Kostenoptimierung in der HENRICHSEN AG hoch. Die Umlagen umfassen primär Themen wie Personalkosten und die Mietkosten der 6 Geschäftsstellen, die durch die Verbreitung von Homeoffice zum Teil nur noch begrenzt genutzt werden. Deshalb wird seit 2021 nur noch ein Teil der Kosten umgelegt. Dies führt zu den negativen EBIT in der HENRICHSEN AG.

Der Umsatz pro Mitarbeiter ist zum Vorjahr in der ITSS und CS ist aufgrund der zunehmenden wiederkehrenden Erlöse relativ stabil zu 2023 mit 326 TEURO geplant. Es wurde eine konservative Umsatzplanung gemacht, die in der HENRICHSEN AG, der HENRICHSEN4s und der HENRICHSEN4easy ein moderates Wachstum vorsieht. Der Schwerpunkt liegt für 2024 auf der Transformation in Subscription-Umsätze mit den strategisch relevanten Portfolioelementen und dem Ausbau der Vermarktungsexzellenz. Für die Group wird ein Umsatzwachstum für 2024 geplant. Es sind erhebliche Investitionen in den Aufbau eigener IP in der HENRICHSEN4s geplant und die Realisierung der Marktchancen rund um das Thema e-Rechnung. Darüber hinaus wurden Strukturen geschaffen, um anorganisches Wachstum zu realisieren. Die Summe der EBITs der einzelnen Gesellschaften inkl. der HENRICHSEN AG wurde unter Vorjahr geplant, aufgrund der Transformation in Subscription und den zusätzlichen Investitionen. Deswegen liegt der geplante EBIT der HENRICHSEN AG unter Vorjahr.

Quelle:

https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-von-Krisen-unbeeindruckt :~:text=Die%20Ums%C3%A4tze%20mit%20IT%20und,(3%2C5%20Prozent).

IV. Chancen und Risikobericht

Das Geschäftsmodell der HENRICHSEN AG gründet auf einer schlanken Holdingstruktur und rechtlich selbständigen, Ertrag generierenden operativen Tochtergesellschaften. Dabei konzentriert man sich auf Cashflow starke Geschäftsmodelle, die Positionierung in attraktiven Wachstumsmärkten und das operativ erfahrene Management der Geschäftsbereiche. Die Sicherung der operativen Ertragskraft bedeutet daher finanzielle Stabilität sowie nachhaltiges Wachstum der Gesellschaft.

Unternehmen werden in Zukunft noch mehr in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse investieren. Das auf Lösungen zur Digitalisierung ausgerichtete Portfolio der HENRICHSEN Group wird von diesem Trend profitieren.

1. Chancenbericht

Die HENRICHSEN Group konnte zusammen mit den vier operativ tätigen Tochterunternehmen ihr Marktpotential im DACH-Raum bei mittelständischen und großen Unternehmen ausschöpfen. Planmäßige Gewinnausschüttungen aus den ertragsstarken Tochterunternehmen verbessern Ergebnis und Liquidität.

Steigende Relevanz von Digitalisierung

Die Digitalisierung wird weiter vorangetrieben werden. Durch die im Geschäftsjahr bereits teilweise erfolgte Dezentralisierung der Menschen vom Büro in das Home-Office und den dadurch für Unternehmen gewonnen Spielraum wird die Fortentwicklung sowie Anbindung unumgänglich.

Steigende Relevanz der Einkaufsbereiche

Die aktuellen Krisen haben gezeigt, wie fragil die internationalen Lieferbeziehungen sind und wie groß die Abhängigkeiten, die über Jahre der Gewinnoptimierung in der Breite der Wirtschaft und auch politisch geschaffen wurden. Wir sehen, dass dem strategischen Einkauf von Unternehmen zukünftig deshalb eine deutlich größere Bedeutung zukommt. Bereits seit fünf Jahren entwickeln wir Lösungen zur Automatisierung im Einkauf mit einem Schwerpunkt auf die SAP-Welt. Dieses Kundenklientel erleben wir seit Jahren als Vorreiter im Markt vor dem breiten Mittelstand. Wir sind überzeugt mit diesen Lösungen sehr gut positioniert zu sein und Kunden messbare Mehrwerte zu liefern.

Zunehmende Regulierung

Die steigenden Anforderungen durch Gesetze wie das Lieferkettensorgfaltsgesetz und das Wachstumschancengesetz, sowie die Verpflichtung zur Nachhaltigkeitsbilanzierung von größeren Unternehmen, schaffen neue Digitalisierungsbedarfe. Diese Anforderungen können effizient und umfassend mit ECM-Technologien (Enterprise Content Management) bewältigt werden. Die Implementierung von ECM ermöglicht eine transparente Erfassung, Verwaltung und Auswertung von Nachhaltigkeitsdaten entlang der gesamten Lieferkette und unterstützt Unternehmen dabei, ihre Compliance-Anforderungen zu erfüllen und nachhaltige Praktiken effektiv umzusetzen. Gerade im Bereich der e-Rechnung werden große Potentiale gesehen.

Etablierung eigener Produkte und Lösungen

Innerhalb der HENRICHSEN4s hat die Gruppe hat ein modernes Portfolio entwickelt, das darauf abzielt, die Umsätze mit eigenentwickelten Produkten zu steigern. Dieses Portfolio zielt auf den potentialreichen SAP-Markt ab. Gleichzeitig wurde ein Großteil der Produkte auf modernen Technologien entwickelt, die einen Einsatz außerhalb der SAP Welt ermöglichen. Mit der zunehmenden Etablierung eigener Produkte und Lösungen auf dem Markt könnte sich die Positionierung der HENRICHSEN Gruppe positiv auf ihre Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Unser Hr-Exzellenz

Die qualifizierte Projektberatung und -durchführung erfolgt durch ausgebildete Fachleute. Die "Duale Ausbildung" in enger Zusammenarbeit mit den regionalen Fachhochschulen bzw. Berufsakademien bindet Talente frühzeitig an das Unternehmen und unterstützt den Zugang zum Potential an leistungsorientierten und qualifizierten Fachleuten. Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter erfolgt ergänzend durch regelmäßige interne und externe Schulungsmaßnahmen. Die Beratungs-, Betreuungs- und Vertriebskompetenz der Mitarbeiter sichern den geplanten Umsatz 2023 ab. Die Grundlage hierfür wurde insbesondere im Geschäftsjahr 2021 gelegt. Um das geplante Wachstum auch in der Führung zu unterstützen, wurde ein Nachwuchsführungskräfte-Programm etabliert, um zukünftige Bedarfe gerade auch aus der eigenen Mannschaft decken zu können.

Steigende Skalierbarkeit

Das wachsende Eigenportfoliogeschäft und die Transformation Richtung Software-as-a-Service Angebote wird in der Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Die damit einhergehende Standardisierung der einzelnen Kundeninstallationen und der effizientere Ressourcen-Einsatz durch multimandantenfähige Lösungen bietet erhebliches Skalierungspotential. Dies Potential liegt sowohl im klassischen Vertrieb als auch in einem stärker werdenden indirekten Geschäft durch die Rolle als Hersteller, als auch über die Möglichkeiten des Vertriebs über Plattformen.

Anorganisches Wachstum

Neben dem Fokus auf die Verbesserung der internen Abläufe und das organische Umsatzwachstum strebt HENRICHSEN weiterhin an, durch wertorientierte strategische Zukäufe und Partnerschaften zu expandieren. Erfolgreiche Zukäufe würden die bereits erreichte Marktposition der HENRICHSEN Group stärken und sich positiv auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken können.

2. Risikobericht

Auf Ebene der HENRICHSEN AG existiert ein Group-weites Controlling und Risikomanagement, dessen Funktion und Effizienz regelmäßig überprüft und an veränderte Gegebenheiten angepasst wird. Systemisch basiert dies auf integrierten Planungs-, Controlling- und Reportinginstrumenten, die die laufende betriebswirtschaftliche Analyse der Einzelgesellschaften bis hin zur Gruppe sicherstellen. In das System fließen auf AG-Ebene u.a. monatlich sämtliche Zahlen aller Geschäftsbereiche ein. Die Liquidität und die Liquiditätsplanung der Group wird hinaus wöchentlich erfasst und kontrolliert. Darüber hinaus werden leistungswirtschaftliche Daten sowie deren Entwicklung wie u. a. Umsatz, Auftragsbestand, Auftragseingang oder Mitarbeiterzahlen, teilweise bis auf Projektebene aufgeschlüsselt, bei den Einzelgesellschaften systemisch abgefragt und in einem Business Intelligence-System erfasst und ausgewertet. Die jährliche Geschäftsplanung im Sinne eines Budgets für das folgende Geschäftsjahr - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Planbilanz sowie Finanzplan - erfolgt auf der Grundlage einer Bottom-up Planung der Einzelgesellschaften, die in Planungsgesprächen mit der Konzernleitung vorgestellt und diskutiert wird. Das Budget wird ergänzt durch eine 3-Jahresplanung. Die monatliche Soll-Ist-Analyse sowie der Vergleich mit der jeweiligen Vorjahresperiode ermöglichen eine adäquate Steuerung sowohl der Einzelgesellschaften als auch des Konzerns. Die Ergebnisse der Analysen werden im persönlichen Gespräch mit dem Management diskutiert, mögliche Abweichungen erörtert und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen beschlossen. Für wesentliche Abweichungen von der Planung ist ein Eskalationsprozedere definiert, das verschiedene Maßnahmen wie die sofortige, tiefergehende Prüfung bis hin zur Einleitung von Restrukturierungsschritten vorsieht. Nach Ablauf des ersten Quartals des folgenden Geschäftsjahres wird die Planung insgesamt überprüft und eventueller Anpassungsbedarf ermittelt. Das Risikoportfolio wurde identifiziert und die Eintrittswahrscheinlichkeit & Annahmen zur Auswirkungsdimension festgelegt und die konkrete Auswirkung auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit ermittelt. In Summe liegt das Risiko für 2023 <10% vom Eigenkapital. Die relevantesten Risiken werden im Folgenden beschrieben:

Die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess bei HENRICHSEN sind:

• Wesentliche rechnungslegungsrelevante Prozesse unterliegen regelmäßigen analytischen Prüfungen.

• Es besteht eine klare Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstruktur.

• Es existiert eine eindeutige Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Aufgaben im Bereich des Rechnungslegungsprozesses.

• Die im Rechnungswesen verwendeten EDV-Systeme sind gegen unberechtigte Zugriffe geschützt.

• Es werden im Bereich der rechnungslegungsrelevanten EDV-Systeme überwiegend Standardsoftwareprodukte eingesetzt.

• Alle am Rechnungslegungsprozess beteiligten Personen entsprechen hohen qualitativen Anforderungen.

• Die Vollständigkeit und Richtigkeit der Rechnungswesensdaten werden regelmäßig anhand von Stichproben und Plausibilitätschecks durch manuelle Kontrollen überprüft.

• Bei besonderen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

• Erfassung der relevanten Risiken.

• Der Aufsichtsrat befasst sich u. a. mit den wesentlichen Fragen der Rechnungslegung und des Risikomanagements.

• Durch das im Konzern verwendete Planungs-, Reporting-, Controlling- sowie Frühwarnsystem erfolgt eine systematische Analyse und Steuerung von Risikofaktoren und bestandsgefährdender Risiken.

• Hinreichende Dokumentation.

Als Risiken gelten alle Entwicklungen, die sich negativ auf die Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben und des geplanten Unternehmenserfolgs auswirken. Im Rahmen des Risikomanagements teilen wir in Risikoklassen ein. Hier werden einerseits besondere entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Risiken und andererseits Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage identifiziert. Wir haben ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert, das auf Marktrisiken unverzüglich und planmäßig reagiert.

lT-Sicherheit und Datenschutz sind eng verzahnte Bereiche. Auch nach der Datenschutz-Grundverordnung und den dort festgelegten Datenverarbeitungs- und Datensicherungsregeln sind die IT-Anlagen und -prozesse auf aktuellem Stand zu halten. IT-Sicherheit zu erreichen, gelingt in einem sich ständig wandelnden Prozess mit zunehmend komplexer werdenden Anforderungen. Technologie spielt dabei eine wichtige Rolle, hinzu kommen auch organisatorische und soziale Faktoren. Security ist daher inzwischen Bestandteil sämtlicher IT-Bereiche. Für 2024 wird die Vorbereitung zur Zertifizierung ISO 27001 angestrebt, um die Anforderungen für Einrichtung, Umsetzung, Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung eines dokumentierten Informationssicherheits-Managementsystems unter Berücksichtigung des Kontexts der HENRICHSEN Group.

Die bereits existierenden Sicherungsmaßnahmen hat die HENRICHSEN AG im Jahr 2020 verfeinert. Der Zugang zu den Bankkonten und die Abwicklung der Bankgeschäfte sind strukturiert und standardisiert. Ein beleghafter Zahlungsverkehr ist ausgeschlossen, alle Überweisungen werden nur mehr online durchgeführt. In Abhängigkeit von der Höhe des Überweisungsbetrages gelten strenge Freigabestufen.

Interne Sensibilisierungskampagnen gegen schädliche Aktionen von außen werden u. a. gemeinsam mit dem Landesamt für Verfassungsschutz durchgeführt, der Email-Verkehr ist umgestellt, die Absender sind gekennzeichnet.

Bei unseren Mitbewerbern sind Veränderungen erkennbar. Es erfolgt eine Konsolidierung der Anbieter am Markt. Vor allem in dem Cloud-Bereich sollte die HENRICHSEN AG Marktpotenziale erkennen und nutzen.

Nachdem keine Bankverbindlichkeiten bestehen, liegen keine finanzwirtschaftlichen Risiken vor. Die Politik der EZB verhindert Erträge aus den sicheren Anlagen der Bankguthaben.

Wir begegnen Personalrisiken über die Fortführung der umfangreichen dualen Ausbildung, die uns Zugang zu qualifiziertem Nachwuchs sichert. Zudem erfolgt eine permanente Weiterbildung der Mitarbeiter.

Etwaige Ausfallrisiken bei den Kundenforderungen sind in ausreichenden Wertberichtigungen berücksichtigt. Das straffe Forderungsmanagement sichert die stabile Liquiditätslage.

Die Kunden sind breit verteilt über die unterschiedlichen Branchen. Auch bei der Umsatzverteilung auf die einzelnen Kunden gibt es keine Großkunden, von denen ein kritischer Anteil des Gesamtgeschäfts abhängig ist. Damit sehen wir auf Kundenseite eine ausgewogene Risikoverteilung und sehen die planmäßigen Erlöse aus Wartungsverträgen nicht gefährdet.

Die Ertrags- und Finanzentwicklung aller Tochterunternehmen werden zeitnah überwacht. Nach vorsichtiger Einschätzung besteht aktuell kein Wertberichtigungsbedarf. Insgesamt wurden im Berichtsjahr keine den Fortbestand gefährdende Risiken identifiziert. Darüber hinaus sind keine unternehmensspezifischen wirtschaftlichen, rechtlichen oder sonstige Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erkennbar.

3. Zusammenfassung

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung der Geschäftsführung, mit Ausnahme, der im Text erwähnten Veränderungen, gegenüber dem 31. Dezember 2022 nicht wesentlich verändert. Die Gesamtlage bleibt instabil, es ist mit Investitionszurückhaltung zu rechnen, das den Verkauf von Softwarelizenzen beeinflusst. Die Nachfrage nach IT-Lösungen und Dienstleistung bleibt dennoch hoch. Es entstehen Chancen in dem Wandel zu Subscription, weil Kunden mit geringeren Investitionen Lösungen beschaffen können. Die gesamtwirtschaftliche Zurückhaltung und der Wandel zu Mietmodellen erzeugt Liquiditätsherausforderungen für IT-Unternehmen. Dadurch ergeben sich Chancen für Zukäufe, um das anorganische Wachstum zu unterstützen.

Für die Unternehmens-Group bestehen die größten Chancen in einer Group-übergreifenden Produkt-Markt-Strategie und Nutzung von Synergien. Nach Einschätzung der Geschäftsführung ist auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Bestandsgefährdende Risiken sind aktuell nicht ersichtlich.

V. Vergütungsbericht

Grundzüge des Vergütungssystems

Das Vergütungssystem für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat beschlossen und in regelmäßigen Abständen überprüft. Die Festlegung der Vergütung orientiert sich an der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Konzerns unter Berücksichtigung der Aufgaben und Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist von der Hauptversammlung festgelegt worden und ist in der Satzung der Gesellschaft geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung des Aufsichtsrats sowie der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung des Unternehmens

Angaben zur Unternehmensführung und zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Unternehmensführung der HENRICHSEN AG richtet sich nach den Vorgaben der Satzung der Gesellschaft und der Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sowie den Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Führung und Leitung des Unternehmens obliegen danach dem Vorstand. Dem Aufsichtsrat kommt die Funktion als Überwachungs- und Beratungsorgan zu. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Unternehmensinteresse eng zusammen. Die gemeinsame Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat ist an dem Interesse des Unternehmens und der Aktionäre ausgerichtet, sowohl das bestehende Geschäft der HENRICHSEN Group erfolgreich weiterzuentwickeln als auch den Wert der Group durch weitere Akquisitionen nachhaltig zu steigern. Eine weitere Ebene der Unternehmensführung innerhalb der HENRICHSEN Group bilden die Vorstände und Geschäftsführungen sowie die Aufsichtsorgane in den einzelnen Group-Gesellschaften.

Der Vorstand wird durch den Haupteigentümer in eigener Verantwortung geleitet. Der Aufsichtsrat der HENRICHSEN AG besteht aus drei Mitgliedern. Er berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Neben den gesetzlich festgelegten Aufgaben, wie die Bestellung der Vorstandsmitglieder und die Festlegung des Vergütungssystems für die Vorstandsmitglieder, und der Kontrolle der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaft einschließlich der Planung für die folgenden Geschäftsjahre, des Risikomanagements und der Prüfung des Jahresabschlusses, beschäftigt sich der Aufsichtsrat wesentlich mit den Themen, die gemäß der Geschäftsordnung für den Vorstand seiner Zustimmung bedürfen. Einen Schwerpunkt der Tätigkeit des Aufsichtsrats bilden dabei die Beratungen und Entscheidungen der Tochterunternehmen im Transformationsprozess.

VI. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern, dass im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.

 

Straubing

Vorstand der HENRICHSEN AG

Fabian Henrichsen

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.821.712,65 1.534.754,75
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 102.889,91 261.645,64
II. Sachanlagen 1.061.239,19 615.525,56
1. technische Anlagen und Maschinen 85.799,48 149.183,94
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 975.439,71 466.341,62
III. Finanzanlagen 657.583,55 657.583,55
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 413.073,68 413.073,68
2. Beteiligungen 244.509,87 244.509,87
B. Umlaufvermögen 4.476.924,78 5.290.425,88
I. Vorräte 63.404,47 56.624,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.676.929,20 2.160.291,30
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 100.000,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.576.929,20 2.160.291,30
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 211.600,00 388.349,18
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.736.591,11 3.073.510,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 216.908,16 165.359,31
Aktiva 6.515.545,59 6.990.539,94

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.011.443,45 5.420.904,18
I. ausgegebenes Kapital 279.950,00 279.950,00
1. Gezeichnetes Kapital 308.600,00 308.600,00
2. eigene Anteile -28.650,00 -28.650,00
II. Kapitalrücklage 71.400,00 71.400,00
III. Gewinnrücklagen 4.660.093,45 5.069.554,18
IV. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00
B. Rückstellungen 707.728,91 742.349,42
C. Verbindlichkeiten 718.844,49 762.885,70
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 2.532,32
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 2.532,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 34.108,22 51.297,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 34.108,22 51.297,38
3. sonstige Verbindlichkeiten 684.736,27 709.056,00
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 684.736,27 709.056,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 77.528,74 64.400,64
Passiva 6.515.545,59 6.990.539,94

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.966.190,04 5.411.485,55
2. Personalaufwand 4.208.597,46 3.730.129,73
a) Löhne und Gehälter 3.480.973,21 3.191.648,63
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 727.624,25 538.481,10
davon für Altersversorgung 96.426,73 54.616,98
3. Abschreibungen 523.618,61 446.953,42
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 523.618,61 446.953,42
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.984.413,80 2.269.288,51
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 8,56 1,32
5. Erträge aus Beteiligungen 762.118,16 1.132.076,85
davon aus verbundenen Unternehmen 17.189,16 373.076,85
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 78.113,25 1.903.672,87
davon Erträge aus Abzinsung 256.646,05
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 52.234,96 0,32
8. Ergebnis nach Steuern 1.037.556,62 2.000.863,29
9. sonstige Steuern 15.295,00 16.232,13
10. Jahresüberschuss 1.022.261,62 1.984.631,16
11. Einstellungen in Gewinnrücklagen 1.022.261,62 1.984.631,16
a) in andere Gewinnrücklagen 1.022.261,62 1.984.631,16
12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Henrichsen AG
Firmensitz laut Registergericht: Straubing
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Straubing
Register-Nr.: HRB 10105

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Liquide Mittel, Rechnungsabgrenzungsposten sowie das Eigenkapital wurden zum Nennwert bilanziert.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen 30.294,73 EUR.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
Zugänge
Zuschüsse
Abgänge / Umbuchungen
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.080.469,02 72.787,95 0,00 -217.880,15 2.371.137,12
2.080.469,02 72.787,95 0,00 -217.880,15 2.371.137,12
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 288.340,55 17.137,84 62.955,77 242.522,62
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.032.776,23 722.528,81 343.883,80 1.450.196,24
1.321.116,78 739.666,65 0,00 387.452,07 1.692.718,86
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 787.651,17 0,00 0,00 0,00 787.651,17
787.651,17 0,00 0,00 0,00 787.651,17
4.189.236,97 812.454,60 0,00 188.959,42 4.851.507,15
Abschreibungen
01.01.2023
Zugänge
Abgänge / Umbuchungen
Zuschreibungen
31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.818.823,38 231.550,68 -217.873,15 0,00 2.268.247,21
1.818.823,38 231.550,68 -217.873,15 0,00 2.268.247,21
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 139.156,61 80.468,30 62.901,77 0,00 156.723,14
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 566.434,61 207.159,23 298.837,31 0,00 474.756,53
705.591,22 287.627,53 361.739,08 0,00 631.479,67
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 130.067,62 0,00 0,00 0,00 130.067,62
130.067,62 0,00 0,00 0,00 130.067,62
2.654.482,22 519.178,21 143.865,93 0,00 3.029.794,50
Restbuchwerte
31.12.2023
31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 102.889,91 261.645,64
102.889,91 261.645,64
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 85.799,48 149.183,94
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 975.439,71 466.341,62
1.061.239,19 615.525,56
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 657.583,55 657.583,55
657.583,55 657.583,55
1.821.712,65 1.534.754,75

Angaben über die Gattung der Aktien

Das Grundkapital ist EUR 308.600,00 und ist in 308.600 Stück vinkulierte Namensaktien eingeteilt.

Die Gesellschaft hat in 2005 und 2013 28.650 Stück eigene Aktien zu je EUR 1,00 zum Anschaffungspreis von gesamt EUR 301.651,00 erworben. Der Anteil der eigenen Aktien am Grundkapital beträgt 9,28%.

Der Nennbetrag eigener Anteile ist offen auf der Passivseite im Eigenkapital vom Grundkapital abgesetzt.

Der den Nennbetrag eigener Anteile übersteigende Kaufpreisanteil in 2013 von EUR 186.614,00 ist gegen Gewinnrücklagen saldiert.

Unter den Posten Gewinnrücklagen ist ausgewiesen die gesetzliche Rücklage unverändert mit EUR 19.418,08.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,87 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 1,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 5.171,00 EUR. In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 34.108,22 EUR (Vorjahr: 51.297,38 EUR).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.664.187,27 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 62
leitende Angestellte 3
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 65
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 48,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 17,00

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Herr Fabian Henrichsen (M. Sc. International Economic) ausgeübter Beruf: Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Herr Günter Meier ausgeübter Beruf: Selbständig
Herr Michael Reiserer ausgeübter Beruf: Berater
Herr Thoams Leitner ausgeübter Beruf: Angestellter Vice President

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Herr Günter Meier.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Geschäftsjahr Eigenkapital
EUR
Henrichsen Austria GmbH 98,30% -3.494,13 2020 -230.486,63
HENRICHSEN4easy GmbH 100,00% 805.987,04 2023 838.919,38
HENRICHSEN4s GmbH & Co. KG 100,00% 17.189,16 2023 205.759,87
7 Services Consulting GmbH 51,00% 80.558,60 2023 124.636,03
Lubrich IT-Consulting GmbH 50,00% 84.028,75 2022 212.379,79
ILC Technologies GmbH 100,00% 25.619,86 2023 188.544,02

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.022.261,62 EUR.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 3,57 EUR vorgesehen.

Über eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn 31.12.2023 bzw. den Gewinnrücklagen wird in der Hauptversammlung entschieden.

Bericht des Aufsichtsrates

Aufsichtsratstätigkeit im Berichtsjahr

Der Aufsichtsrat der HENRICHSEN AG hat den aktienrechtlichen Regelungen entsprechend den Vorstand der HENRICHSEN AG im Berichtsjahr überwacht und ihn regelmäßig bei der Leitung der Gesellschaft beraten.

Der Aufsichtsrat hat dabei die ihm nach Gesetz und Satzung der Gesellschaft obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen und sich intensiv mit den Geschäftsvorfällen der Gesellschaft befasst. Die Überwachungs- und Beratungstätigkeit des Aufsichtsrates erfolgte auf der Grundlage von ausführlichen, in mündlicher und schriftlicher Form erstatteten Berichten des Vorstands über die Geschäftslage der HENRICHSEN AG

Die Berichte des Vorstands bezogen sich insbesondere auf die Geschäftspolitik, grundsätzliche Fragen der Finanz- und Investitionspolitik sowie die Rentabilität und die Risikosituation der HENRICHSEN AG.

Der Aufsichtsrat war in alle für die Gesellschaft grundlegend wichtigen Entscheidungen unmittelbar eingebunden. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat laufend, zeitnah und umfassend in mündlicher und schriftlicher Form über die Geschäftslage und -politik, die Finanz-, Investitions- und Personalplanung, sowie die Rentabilität und die Risikosituation der HENRICHSEN AG. Darüber hinaus gehörten die strategische Ausrichtung der HENRICHSEN-Gruppe und damit verbundene Vorhaben zu den wesentlichen Sachverhalten, die Gegenstand der Berichte des Vorstands und der Beratungen mit dem Aufsichtsrat waren.

Zusätzlich zu der Berichterstattung in den Sitzungen informierte der Vorstand die Mitglieder des Aufsichtsrates auch außerhalb von Sitzungen über wichtige und eilbedürftige Ereignisse. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand außerhalb der gemeinsamen Beratungen in den Aufsichtsratssitzungen ständig in engem Kontakt mit der Gesellschaft und ließ sich vom Vorstand kontinuierlich über die aktuelle Entwicklung, die Geschäftslage und wichtige Einzelvorgänge in Kenntnis setzen.

In regelmäßigen Terminen hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand aktuelle Entwicklungen der Gesellschaft sowie Möglichkeiten für externes Wachstum, die sich für die HENRICHSEN-Gruppe ergeben, beraten und auf ihre Umsetzbarkeit hin bewertet. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat im Geschäftsjahr in diversen Telefonkonferenzen den gesamten Aufsichtsrat über aktuelle Themen informiert.

Die zustimmungspflichtigen Geschäftsvorgänge, wurden ausführlich zwischen Aufsichtsrat und Vorstand diskutiert. Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands überzeugte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung sowie davon, dass die Anforderungen des Risikomanagementsystems in der HENRICHSEN AG und in der Gruppe erfüllt wurden.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen

Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt, an denen die Mitglieder des Aufsichtsrates vollständig teilnahmen.

In den turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen wurden die vom Vorstand vorgelegten Monatsberichte eingehend geprüft. Diese Statusberichte informieren sowohl pro Monat als auch kumuliert mit Plan/Ist-Abweichung und aktuellem Forecast über Auftragseingang, Umsatz und Ertragslage. Inhalt der Statusberichte ist des Weiteren die Liquiditäts- und Finanzlage mit den aktuellen Kreditlinien, der Inanspruchnahme und der verfügbaren Liquidität nach Ist und Forecast. Außerdem erhielt der Aufsichtsrat Einblick in die Entwicklung von Auftragseingang, Umsatz, Kosten und Ergebnis in den einzelnen Segmenten und Tochtergesellschaften der HENRICHSEN-Gruppe und erörterte diese mit dem Vorstand.

Jahresabschluss 2023

Auf Vorschlag des Aufsichtsrates wurde die HT Huber Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft mit dem Sitz in Straubing, von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer für die AG gewählt. Nach der Hauptversammlung beauftragte der Aufsichtsratsvorsitzende den Abschlussprüfer schriftlich mit der Prüfung der Rechnungslegung. Bevor der Aufsichtsrat der Hauptversammlung die HT Huber Treuhand GmbH als Abschlussprüfer vorschlug, hatte diese dem Aufsichtsratsvorsitzenden schriftlich bestätigt, dass keine Umstände bestehen, die ihre Unabhängigkeit als Abschlussprüfer beeinträchtigen können.

Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss der HENRICHSENAG zum 31. Dezember 2023 sowie den zusammengefassten Lagebericht für die AG unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abschlussprüfer stellte jedem Mitglied des Aufsichtsrates ein Exemplar des Prüfungsberichts zur Verfügung. Die Jahresabschlussunterlagen inklusive der vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsberichte wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig zugesendet, um eine sorgfältige und gründliche Prüfung durch den Aufsichtsrat zu gewährleisten. Der Aufsichtsrat führte die bilanzfeststellende Sitzung am 04. Juli 2024 durch. Dabei wurden der Jahresabschluss der HENRICHSEN AG zum 31. Dezember 2023, der zusammengefasste Lagebericht, sowie die Prüfungsberichte ausführlich besprochen.

Der Jahresabschluss, der gemeinsame Lagebericht und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden vom Aufsichtsrat geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer an. Daraufhin billigte der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der HENRICHSEN AG für das Geschäftsjahr 2023; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem zusammengefassten Lagebericht für die AG, insbesondere den Aussagen zur weiteren Unternehmensentwicklung und den Angaben nach §§ 289 Abs. 4, 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 und Abs. 4 HGB, hat der Aufsichtsrat zugestimmt. Der Erklärung zur Unternehmensführung stimmte der Aufsichtsrat ebenfalls zu.

Dem vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat an.

Die Prüfung des Risikomanagementsystems wurde durch den Abschlussprüfer vorgenommen. Dieser bestätigte, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen und ein Überwachungssystem eingerichtet hat, das Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig erkennbar macht.

Organe der Gesellschaft

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern. Alle Mitglieder fungieren als Vertreter der Aktionäre und sind von der Hauptversammlung zu wählen.

Aktionärsvertreter sind Günter Meier, Heroldsberg, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Thomas Leitner, Mannheim, Michael Reiserer, Dorfen. Die Amtszeit von Günter Meier und Thomas Leitner endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 beschließt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Unternehmensleitungen der Tochtergesellschaften, sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gruppe für die engagierte und erfolgreiche Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.

 

Straubing, im Juli 2024

Günter Meier, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Einladung / TO Hauptversammlung

Protokoll

Über die ordentliche Hauptversammlung der

HENRICHSEN AG

Mit dem Sitz in Straubing

Vom 04.07.2024

Heute, den vierten Juli zweitausendundvierundzwanzig

-04.07.2024-

Ordentliche Hauptversammlung der

HENRICHSEN AG

Mit dem Sitz in Straubing,

eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Straubing unter HRB 10105

A. Anwesende

Es waren anwesend:

1. Vom Aufsichtsrat:

• Herr Günter Meier (Aufsichtsratsvorsitzender)

• Herr Thomas Leitner,

• Herr Michael Reiserer

2. vom Vorstand:

• Herr Fabian Henrichsen

3. Die in dem beigefügten Teilnehmerverzeichnis aufgeführten Aktionäre und Aktionärsvertreter.

B. Durchführung der Hauptversammlung

Herr Günter Meier

Als Vorsitzender des Aufsichtsrats übernahm die Leitung und den Vorsitz in der Hauptversammlung.

Der Vorsitzende eröffnete die Versammlung um 16:11 Uhr.

I. Punkt 1 der Tagesordnung:

Begrüßung der Aktionäre, Einladung, Beschlussfähigkeit

Der Vorsitzende begrüßt die Aktionäre und Aktionärsvertreter im Namen des Aufsichtsrates und des Vorstandes.

Er vermerkte, dass die Niederschrift über die Hauptversammlung durch Herrn Philip Piendl, Prokurist der HENRICHSEN AG, vorgenommen werde.

Der Vorsitzende stellte sodann die Präsenz zunächst wie folgt fest:

Vom Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von € 308.600,-- entsprechend 308.600 Aktien sind derzeit 280.450 Aktien entsprechend € 280.450,-- vertreten. Er führte aus, dass die Gesellschaft 28.150 Stück eigene Aktien hat, die gemäß $ 71 b AktG nicht stimmberechtigt sind. Es sind also 100 % der stimmberechtigten Aktien vertreten.

Der Vorsitzende legte das Teilnehmerverzeichnis für alle Versammlungsteilnehmer zur Einsicht aus. Das vom Vorsitzende unterschriebene Teilnehmerverzeichnis ist dieser Niederschrift als Anlage beigefügt. Es lag während der gesamten Versammlung zur Einsichtnahme aus und wurde danach als Anlage zur Niederschrift genommen.

Der Vorsitzende erklärte weiter, dass sämtliche Aktionäre via E-Mail an die registrierte E-Mail Adresse unter Angabe der Tagesordnung am 04.06.2024 durch den Vorstand geladen wurden. Die entsprechenden Einberufungsbelege sind dieser Niederschrift als Anlage beigefügt.

Der Vorsitzende erklärte, dass die Versammlung somit beschlussfähig sei.

II. Punkt 2 der Tagesordnung:

Vorlage des festgestellten und testierten Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 und des Lageberichts

Die Tagesordnung, der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 samt Lagebericht und der Bericht des Aufsichtsrats liegen am Versammlungsort zur Einsichtnahme aus.

III. Punkt 3 der Tagesordnung:

Vorlage des Berichts des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023 und Ausblick auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens

Daraufhin erläuterte der Vorsitzende den Bericht des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 eingehend geprüft. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Abschlussprüfer hat für den Jahresabschluss den Bestätigungsvermerk erteilt. Der Bericht des Aufsichtsrates ist dieser Niederschrift als Anlage beigefügt.

IV. Punkt 4 der Tagesordnung:

Bericht des Vorstands: Rückblick auf das Jahr 2023 und Vorschau auf das Jahr 2024

Der Vorsitzende forderte daraufhin den Vorstand auf, über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 zu berichten und dabei auch auf die aktuelle Situation einzugehen.

Der Vorsitzende stellte an dieser Stelle nochmals die Präsenz anhand des beigefügten Teilnehmerverzeichnisses wie folgt fest:

Die Präsenz hat sich nicht verändert.

Der Vorsitzende legte das dieser Niederschrift beigefügte Teilnehmerverzeichnis für alle Versammlungsteilnehmer weiterhin zur Einsicht aus.

Der Vorsitzende erläuterte daraufhin zunächst das Abstimmungsverfahren. Er erklärte, dass die Abstimmung durch Handaufheben nach dem Additionsverfahren erfolgen solle, das heißt es werden alle JA-Stimmen und NEIN-Stimmen getrennt gezählt und die Zahl der abgegebenen Stimmen durch Addition ermittelt.

V. Punkt 5 der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns nach § 170 AktG

Der Vorsitzende gab daraufhin den Beschlussvorschlag der Verwaltung bekannt, wonach die Hauptversammlung folgendes beschließen möge:

"Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, 3,57 € je Aktie als Dividende für das Jahr 2023 auszuschütten.

Der Gewinn im Übrigen soll thesauriert werden."

Die Hauptversammlung stimmte dem vorstehenden Beschlussvorschlag einstimmig (280.450 Aktien) zu.

Der Vorsitzende stellte das Abstimmungsergebnis und den gefassten Beschluss fest und verkündete den Beschluss.

VI. Punkt 6 der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorsitzende gab den Beschlussvorschlag der Verwaltung bekannt, wonach die Hauptversammlung folgendes beschließen möge:

Den Mitgliedern des Vorstands wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Der Vorsitzende wies darauf hin, dass diejenigen Aktionäre, die im Geschäftsjahr 2023 Vorstandsmitglieder waren, ihr Stimmrecht bei dieser Abstimmung weder für sich oder für einen anderen ausüben noch durch einen anderen ausüben lassen dürfen.

Die Hauptversammlung stimmte dem vorstehenden Beschlussvorschlag einstimmig zu. Dies entsprach 15.575 Aktien dies entspricht 5,55 % der stimmberechtigen Aktien.

Der Vorsitzende stellte das Abstimmungsergebnis und den gefassten Beschluss fest und verkündete den Beschluss.

Nicht stimmberechtigt waren neben den 28.150 eigenen Aktien der Gesellschaft weitere 264.875 Aktien.

VII. Punkt 7 der Tagesordnung:

Beschlussfassung über die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023

Der Vorsitzende gab den Beschlussvorschlag der Verwaltung bekannt, wonach die Hauptversammlung folgendes beschließen möge:

Den Mitgliedern des Aufsichtsrats wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt.

Der Vorsitzende wies darauf hin, dass diejenigen Aktionäre, die im Geschäftsjahr 2023 Aufsichtsratsmitglieder waren, ihr Stimmrecht bei dieser Abstimmung weder für sich oder für einen anderen ausüben noch durch einen anderen ausüben lassen dürfen.

Die Hauptversammlung stimmte dem vorstehenden Beschlussvorschlag einstimmig (280.450 Aktien) zu.

Der Vorsitzende stellte das Abstimmungsergebnis und den gefassten Beschluss fest und verkündete den Beschluss.

Mit Ausnahme der 28.150 eigenen Aktien der Gesellschaft waren alle Aktien stimmberechtigt.

VIII. Punkt 8 der Tagesordnung:

Beschlussfassung über Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Der Vorsitzende gab daraufhin den Beschlussvorschlag der Verwaltung bekannt, wonach die Hauptversammlung folgendes beschließen möge:

"Aufsichtsrat und Vorstand schlagen gem. § 14 der Satzung vor, eine pauschale Vergütung von 10.000,00 EUR für den Vorsitzenden und 6.000,00 EUR für die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats pro Kalenderjahr zu zahlen."

Es wurde abgestimmt.

Die Hauptversammlung stimmte dem vorstehenden Beschlussvorschlag einstimmig zu (280.450 Aktien).

Der Vorsitzende stellte das Abstimmungsergebnis und den einstimmig gefassten Beschluss fest und verkündete den Beschluss.

IX. Punkt 9 der Tagesordnung:

Wahl zweier Aufsichtsratsmitglieder

Der Vorsitzende gab den Beschlussvorschlag der Verwaltung bekannt, wonach die Hauptversammlung folgendes beschließen möge:

"Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats werden, neben dem bestehenden Aufsichtsratsmandat Herrn Michael Reiserer, für die Zeit von der Beendigung der heutigen Hauptversammlung bis zur Beendigung derjenigen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2026 beschließt, gewählt:

1. Herr Thomas Leitner, Kaufmann, Frankfurt,

und für die Zeit von der Beendigung der heutigen Hauptversammlung bis zur Beendigung derjenigen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2025 beschließt, gewählt:

2. Herr Alois Piendl, Berater, Ascha."

Die Hauptversammlung ist nicht an den Wahlvorschlag gebunden. Wer nur gegen die Wahl einer der vorgeschlagenen Personen stimmen will, muss den Wahlvorschlag insgesamt ablehnen. Bei Scheitern eines Listenvorschlags findet anschließend eine Einzelwahl statt.

Der Aufsichtsrat ist nur aus Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre zusammengesetzt.

Im Übrigen sind die vorgeschlagene Personen nicht Mitglieder in einem Aufsichtsrat. Ausschlussgründe liegen daher nicht vor.

Die Hauptversammlung stimmte dem vorstehenden Beschlussvorschlag einstimmig zu (280.450 Aktien).

Der Vorsitzende stellte das Abstimmungsergebnis und den einstimmig gefassten Beschluss fest und verkündete den Beschluss.

X. Punkt 10 der Tagesordnung:

Wahl Ersatzmitglied Aufsichtsrat

Der Vorsitzende gab den Beschlussvorschlag der Verwaltung bekannt, wonach die Hauptversammlung folgendes beschließen möge:

Für den Fall, dass ein gewähltes Mitglied des Aufsichtsrats während seiner Amtszeit dauerhaft ausfällt, soll ein Ersatzmitglied gewählt werden.

Der Aufsichtsrat schlägt vor, zu beschließen:

"Im Falle des dauerhaften Ausfalls eines gewählten Mitglieds des Aufsichtsrats, soll als Ersatzmitglied für die Zeit von der Beendigung der heutigen Hauptversammlung, bis zur Beendigung derjenigen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2025 beschließt, gewählt werden:

Frau Ilse Henrichsen, Berater, Steinach."

Der Aufsichtsrat ist nur aus Aufsichtsratsmitgliedern der Aktionäre zusammengesetzt.

Im Übrigen ist die vorgeschlagene Person nicht Mitglied in einem Aufsichtsrat. Ausschlussgründe liegen daher nicht vor.

Die Hauptversammlung stimmte dem vorstehenden Beschlussvorschlag einstimmig zu (280.450 Aktien).

Der Vorsitzende stellte das Abstimmungsergebnis und den einstimmig gefassten Beschluss fest und verkündete den Beschluss.

Damit war die Tagesordnung abschließend erledigt.

Nachdem weitere Anträge nicht gestellt wurden, auch weitere Wortmeldungen nicht vorlagen, schloss der Vorsitzende die heutige Hauptversammlung mit dem Dank an alle Teilnehmer um 16:40 Uhr.

 

Nürnberg, 04.07.2024

Günter Meier, Versammlungsleiter

sonstige Berichtsbestandteile

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Straubing, 04.07.2024

Fabian Henrichsen

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.07.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HENRICHSEN AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HENRICHSEN AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HENRICHSEN AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen afugrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermägensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zü bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss due zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F.).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

 

Straubing, 28.06.2024

HT Huber Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Josef Wuddi, Wirtschaftsprüfer

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