Herstellung von Süßwaren, ohne Dauerbackwaren
Vesuvius GmbH
Gelsenkirchener Straße 10, 46325 Borken, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Karena Cancilleri seit 26.4.2024 | Geschäftsführer |
Adrianus Franciscus Carolus Dominicus van der Aa seit 26.4.2024 | Prokura |
Bart Louwagie seit 21.3.2024 | Geschäftsführer |
Jesko Hoffmann seit 2.6.2022 | Geschäftsführer |
Olaf Schulz seit 15.2.2021 | Prokura |
Jens Ohm seit 17.1.2013 | Prokura |
Hans-Gerd Erger seit 24.9.2007 | Prokura |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vesuvius GmbHBorkenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I Grundlagen der Gesellschaft1. Geschäftsmodell der GesellschaftDie Vesuvius-Gruppe ist globaler Lieferant der Stahl- und Gießereiindustrie für kundenorientierte Produkte, Dienstleistungen und Technologien für den Bereich industrieller Hochtemperaturanwendungen. Wir entwickeln innovative und maßgeschneiderte Lösungen, die oft in extrem anspruchsvollen industriellen Umgebungen eingesetzt werden und die es unseren Kunden ermöglichen sollen, ihre Fertigungsprozesse zu verbessern, die Produktqualität zu steigern und den Energieverbrauch zu senken. Zusätzlich zu unseren industriellen Verbrauchsmaterialien erbringen wir auch zunehmend artverwandte technische Dienstleistungen einschließlich der Datenerfassung und -messung. Die Vesuvius-Gruppe verfügt über eine weltweite Präsenz. Wir bedienen unsere Kunden durch ein Netzwerk von Produktionsstätten und integrieren unsere Branchenexperten, die von unseren globalen Technologiezentren unterstützt werden, in den Betrieb unserer Kunden. Unsere Kernkompetenzen sind nach unserer Einschätzung unsere Markt - und Technologieführerschaft, enge Kundenbeziehungen und die etablierte Präsenz in den Schwellenländern, die ein Wachstum in unseren Zielmärkten fördert. Unser oberstes Ziel ist es, für unsere Kunden einen messbaren Mehrwert und für unsere Aktionäre eine nachhaltige Rendite auf ihre Kapitalanlage zu generieren sowie unseren Mitarbeitern einen sicheren, entwicklungsfähigen Arbeitsplatz bei angemessener Entlohnung zu bieten. Gegenstand der Vesuvius GmbH sind die Herstellung und der Handel mit überwiegend metallurgischen Erzeugnissen, insbesondere von solchen, die unter dem Zeichen "Vesuvius", "Foseco" und "Metallurgica" hergestellt bzw. vertrieben werden und vornehmlich von Stahlwerken und Gießereien sowie verbundenen Unternehmen bezogen werden. Die Vesuvius GmbH produziert für die Geschäftsbereiche Foundry und Advanced Refractories. Der Geschäftsbereich Foundry stellt Speisertechnik, keramische Filter, Schmelzebehandlungsmittel, Feuerfesttechnik, Schmelztiegel, Schlichten und Bindemittel her. Der Geschäftsbereich Advanced Refractories stellt feuerfeste Produkte her und stellt die dazugehörigen Dienstleistungen bereit. Wir unterhalten Produktionsstandorte in Borken/Westfalen und Großalmerode und haben einen weltweiten Zugriff auf die Produktionsstätten der Vesuvius-Gruppe. Im Geschäftsjahr 2022 haben wir mit durchschnittlich 655 Mitarbeitern (inkl. befristeter Verträge und Aushilfen) einen Umsatz von 190,61 Mio. € (Vorjahr 180,38 Mio. €) erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis lag mit 1,6 Mio. € rd. 4,4 Mio. € über dem des Vorjahres. Durch die gestiegenen Umsatzerlöse haben sich die die Materialaufwendungen um 11 Mio. € erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten um 0,8 Mio. € reduziert werden. Der Personalaufwand wurde um 5,7 Mio. € reduziert. 2. SteuerungssystemeDie Vesuvius-Gruppe ist in globalen Business Units (Foundry, Fused Silica, Advanced Refractories, Flow Control) organisiert, die jeweils eigenständig ergebnis- und cashflow-verantwortlich sind. Die Business Units sind darüber hinaus in regionale und lokale Verantwortungsbereiche gegliedert. Daneben gibt es BU-übergreifende funktionsbezogene Verantwortungsbereiche. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, nach denen wir das Geschäft der Vesuvius GmbH steuern, sind die Umsatzerlöse sowie das operative Ergebnis. Die wesentlichen nicht-finanziellen Indikatoren, die aber nicht unmittelbar der Unternehmenssteuerung dienen, sind Marktanteil, Anzahl der Betriebsunfälle, Kundenzufriedenheit sowie Umweltbelange. Als Produzent von Verbrauchsgütern für die Gießerei- und Stahlindustrie orientieren wir uns stark an der Guss- und Stahltonnage. Unsere Zielsetzung ist es, die Wachstumsraten der Guss- und Stahltonnagen zu übertreffen, betriebliche Unfälle mit mehr als einem Tag unfallbedingter Abwesenheit zu vermeiden, die Anzahl der Kundenreklamationen zu minimieren bzw. diese kurzfristig zu bearbeiten sowie umweltschonende Technologien zu entwickeln und einzusetzen. 3. Forschung und EntwicklungOberste Maxime bleibt es, unseren Kunden Produkte mit hohem technischem Know-how anzubieten, die bei den Kunden zu erheblichen Kosteneinsparungen und damit zu Mehrwert führen. Für definierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte haben wir Verträge abgeschlossen, aufgrund derer die Projektkosten für Auftragsfertigung erstattet werden. Soweit die daraus entstehenden Produkte und Produktverbesserungen in unsere Produktpalette integriert werden können, werden uns diese über Lizenzen zur Produktion und/oder zum Vertrieb zur Verfügung gestellt. Die Forschung und Entwicklung wird unter Federführung der Foseco International Ltd., Tamworth/UK, der Vesuvius Group S.A. in Ghlin/Belgien und der Vesuvius Crucible Company, Wilmington/USA, durchgeführt. II Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die Informationen zu den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen stam-Industrie (BDG). Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2022 unter dem Eindruck hoher Energiepreise und großer Unsicherheit deutlich abgeschwächt. Bremsend wirkt inzwischen auch die Geldpolitik, die angesichts eines auf breiter Front hohen Inflationsdrucks ausgesprochen rasch gestrafft wird. Die Produktion blieb bis in den Herbst hinein insgesamt zwar weiter aufwärtsgerichtet, wobei Impulse von nachlassenden Lieferengpässen und der weiter fortschreitenden Normalisierung der Aktivität in den von der Corona-Pandemie besonders getroffenen Wirtschaftsbereichen ausgingen. Zum Jahresende hin hat sich die wirtschaftliche Dynamik aber wohl nochmals merklich verringert. Vor allem die großen fortgeschrittenen Volkswirtschaften stehen derzeit trotz erheblicher fiskalischer Stützungsmaßnahmen vor einer Phase schwacher Konjunktur. Gleichzeitig bleiben die Probleme für die chinesische Wirtschaft groß. Während die Weltproduktion (gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten) mit 3,2 Prozent im Jahr 2022 um 0,3 Prozentpunkte stärker zugelegt haben dürfte als im September prognostiziert, wird für das Jahr 2023 ein Anstieg um nur 2,2 Prozent erwartet. Für das Jahr 2024 hat sich unsere Erwartung mit 3,2 Prozent nach Angeben der Insitute leicht reduziert, vor allem weil eine Erholung der US-Konjunktur erst für den späteren Verlauf des Jahres 2024 erwartet wird. Die Inflation dürfte derzeit zwar ihren Höhepunkt überschritten haben und im Prognosezeitraum dank niedrigerer Rohstoffpreise und abnehmender konjunktureller Anspannungen deutlich zurückgehen. Der zugrunde liegende Preisauftrieb dürfte aber allenfalls gegen Ende des Prognosezeitraum wieder auf akzeptable Werte sinken. Aktuelle Indikatoren zeigen eine insgesamt schwache Entwicklung des globalen Umfeldes. Der Welthandel nahm zu Jahresbeginn 2023 wieder etwas zu. Der weltweite Abschwung im verarbeitenden Gewerbe zeigte Anfang 2023 Anzeichen einer Abschwächung, wie die jüngsten Einkaufsmanager-Umfragen zeigen. Sowohl der Rückgang der Produktion als auch der Auftragseingänge verlangsamte sich, während die Beschäftigung leicht zunahm.
Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt schrumpft im Winterhalbjahr 2022/2023, bevor es sich im weiteren Verlauf leicht erholt. Das Jahreswachstum fällt 2023 mit 0,6% gering aus, und wird sich erst im Folgejahr erhöhen (+1,7%). Auf der Angebotsseite schränken Engpässe bei der Versorgung mit Energie, Rohstoffen und Vorprodukten und die damit verbundenen hohen Kosten die Produktion ein, insbesondere in energieintensiven Wirtschaftsbereichen. Auf der Nachfrageseite schmälert vor allem die hohe Inflation die Realeinkommen und dämpft trotz erheblicher Unterstützung durch die Fiskalpolitik den Konsum der privaten Haushalte, während die Verlangsamung des Exportmarktwachstums und die steigenden Zinssätze die privaten Investitionen belasten. Da die öffentlichen Investitionen im Jahr 2023 stark zunehmen und die Inflation aufgrund der sich stabilisierenden Rohstoffpreise allmählich zurückgeht, dürften das Wachstum der Realeinkommen und die Wirtschaftstätigkeit im Quartalsverlauf in den Jahren 2023 und 2024 anziehen. Der Aufschwung könnte jedoch bescheiden bleiben, da die Stützungsmaßnahmen im Rahmen der Energiekrise trotz der nach wie vor außergewöhnlich hohen Energiepreise langsam auslaufen und die Auswirkungen der höheren Realzinsen auf die Wirtschaftstätigkeit stärker zum Tragen kommen.
Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2022 um 1,9 % zu. Damit befand sich die deutsche Wirtschaft trotz des Krieges in der Ukraine und der damit zusammenhängenden Energiepreiskrise auf Wachstumskurs. Gründe für den vergleichsweise positiven Verlauf waren vor allem Nachholeffekte beim privaten Konsum und der Produktion nach dem Corona-Einbruch sowie im Jahresverlauf nachlassende Lieferengpässe. Dennoch dürften die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden Preissteigerungen infolge der damit verbundenen Kaufkraftverluste die Aussichten für den privaten Konsum noch dämpfen. Auch wenn die Industrie im Durchschnitt bislang vergleichsweise gut mit den gestiegenen Energiepreisen klarkommt, sind die Auswirkungen der Energiepreiskrise insbesondere in den energieintensiven Bereichen sichtbar. So lag die Produktion in der besonders betroffenen chemischen Industrie im November rund 20 % unter dem durchschnittlichen Niveau des Jahres 2021. Zusätzlich sorgten die unsicheren wirtschaftlichen Perspektiven und steigende Zinsen dafür, dass viele Investitionsprojekte zunächst zurückgestellt wurden. Insbesondere am Bau verlief die Entwicklung im letzten Vierteljahr schwach, weil die Finanzierung deutlich teurer geworden ist. Die Lage in der Industrie stellt sich zuletzt aber günstiger dar. So stabilisierte sich die Industrieproduktion nach einem schwachen Start ins vierte Quartal im November wieder. Das ifo Geschäftsklima hat sich im Dezember weiter aufgehellt, auch weil sich in den kommenden Monaten die Materialengpässe weiter abbauen dürften. Ebenso haben die Beschlüsse der Bundesregierung zur Gas- und Strompreisbremse dazu beigetragen, dass sich die Stimmung in den Unternehmen, aber auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern weiter verbessert hat. Der Ausblick auf die Industriekonjunktur im ersten Quartal des neuen Jahres bleibt aber angesichts einer weiterhin schwachen Nachfrage verhalten. Die Weltwirtschaft hat sich zuletzt wieder abgekühlt, was die heimische Industrie in Form deutlich nachlassender Aufträge aus dem Ausland zu spüren bekommt. Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe sind im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr saisonbereinigt um 4,9 % gesunken. Erst im vierten Quartal konnte der seit Februar anhaltende Negativtrend erstmalig wieder gebrochen werden. Die Nachfrage beim Verarbeitenden Gewerbe hat sich somit zum Jahresende 2022 wieder etwas stabilisiert. Die Auftragsdaten in der Industrie deuten darauf hin, ebenso wie die Verbesserung des Geschäftsklimas in den letzten Monaten, dass die wirtschaftliche Abschwächung im Winterhalbjahr milder ausfallen dürfte.
StahlindustrieDie Weltstahlorganisation Worldsteel meldet für das Jahr 2022 eine globale Rohstahlproduktion (= geschätzte Nachfrage) von 1.832 Mio. t. Dies entspricht einem Minus von 4,3 %. Die Produzenten in der EU meldeten ein rückläufiges Niveau von 136,7 Mio. t Rohstahl (- 10,5 %). Auf Deutschland entfielen knapp 36,8 Mio. t (-8,4 %). Im gleichen Zeitraum nahm die Rohstahlproduktion in Asien gegenüber dem Vergleichsjahr 2021 um 2,3 % auf 1 351 Mio. t ab. Insgesamt entfallen ca. 55 % der globalen Stahlfertigung auf China. Die nordamerikanischen Rohstahlproduzenten im Vergleichszeitraum 2022 mit 111,4 Mio. t das Volumen des Vorjahres nicht halten (-5,5 %). Allein die USA wiesen einen Fertigungsrückgang von 5,9 % auf 80,7 Mio. t aus. In den CIS-Ländern wurden schätzungsweise gut 85,2 Mio. t Rohstahl hergestellt. Damit wurde das Niveau des Vorjahres um 20,2 % unterschritten. Aufgrund der rückläufigen Stahlproduktion von 36 Millionen Tonnen in Deutschland in 2022 (-9%) im Vergleich zum Vorjahr ist wie bereits in den Jahren 2019 und 2020 die Stahlproduktion in Deutschland unter die 40 Millionen Tonnen Marke gerutscht. Der Einbruch der Jahresproduktion 2022 ist insbesondere auf die beiden letzten Quartale zurückzuführen in denen die Stahlerzeugung in Deutschland unter das Niveau der Corona Krise gefallen ist. Die Ursachen hierfür sind im Krieg in der Ukraine, in der Energiekrise, in der Inflation und in fortgesetzten Lieferkettenproblemen zu sehen. GießereienGeprägt von Herausforderungen bei Produktionsplanung, welche durch Corona-bedingten Störungen der internationalen Handelswege und teils erhebliche Preisexplosionen durch den Krieg in der Ukraine auch im Jahr 2022 anhalten, haben die Eisen- und Stahlgießereien im Jahr 2022 einen Produktionsrückgang von 1,2 % auf 3,119 Mio. t verzeichnet. Die NE-Metallgießereien registrierten demgegenüber einen Rückgang von 1,8 % mit einer Tonnage von 0,792 Mio. t. Die Gießerei-Industrie erwirtschaftete im Jahr 2022 7,618 Mrd. Euro Umsatz auf der FE-Seite sowie 6,203 Mrd. Euro auf der NE-Metallseite. Insgesamt verbuchten die Gießereien ein Umsatzwachstum von 19,0 %. Die Kapazitätsauslastung lag im Durchschnitt (Wertermittlung Anfang des Quartals) Mitte des Jahres 2022 bei 88,9 % und damit rein rechnerisch über dem Durchschnittsniveau des Jahres 2021 von 86,8 %. 2. Geschäftsverlauf2.1 UmsatzDer Umsatz der Vesuvius GmbH lag im Jahr 2022 mit 190,61 Mio. € rund 10,23 Mio. € über dem Umsatz des Vorjahres.
Die Umsätze der Business Unit Foundry ("Gießerei") liegen mit EUR 149,5 Mio. € leicht unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr 153,2 Mio. €). Die Gusstonnage in den Eisengießereien verringerten sich um 2,6 %, die NE Gießereien produzierten 16,2 % mehr als im Vorjahr.
Die Umsätze in der Business Unit Advanced Refractories fielen im Vergleich zum Vorjahr von 27,2 Mio. € auf 24,9 Millionen Euro ab (- 2,3 Mio. € zum Vorjahr)). Die Nachfrage nach Vesuvius Feuerfest Produkten (Advanced Refractorires) setzte sich in den ersten drei Quartalen auf einem hohen Niveau fort und erfuhr erst im letzten Quartal des Jahres, bedingt durch eine Erholung der Lieferketten, eine Abschwächung. Deutlich gestiegene Produktionskosten konnten vollumfänglich an Kunden weitergegeben werden. Durch den gesteigerten Verkauf von neuentwickelten Produkten konnte die Erlössituation weiter verbessert und Marktanteile gesichert werden. 2.2 Umwelt und ArbeitsschutzFür die Vesuvius GmbH stellen das Sicherheits- und Umweltmanagement sowie die stete Weiterentwicklung der Sicherheitskultur zentrale Elemente der unternehmerischen Verantwortung dar. Um der nachhaltigen Strategie unserer Unternehmensgruppe gerecht zu werden, ist ein kontinuierlicher Prozess zur Verbesserung der Arbeitssicherheit sowie des Umwelt- und Gesundheitsschutzes für unsere Mitarbeiter erforderlich. Für alle Standorte gelten dabei dieselben anspruchsvollen Standards. Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Gesundheitsmanagement sind fester Bestandteil unseres täglichen Handelns. Die Prävention von Unfällen und Ereignissen, bei denen eine Gefahr für Mensch oder Umwelt besteht, hat für uns höchste Priorität. Aus diesem Grund werden von uns alle Unfälle und Ereignisse detailliert analysiert und bewertet, um Maßnahmen für eine zukünftige Vermeidung einleiten zu können. In der Vergangenheit war die Arbeitssicherheit oftmals auf technische Schutzmaßnahmen konzentriert. Dabei konnten wir zwar beachtliche Erfolge erzielen, eine weitere Verbesserung ist jedoch nur durch eine gelebte Arbeitssicherheitskultur und optimale Arbeitsbedingungen erreichbar, sowohl für unsere eigenen Mitarbeiter als auch für unsere Auftragnehmer. Wir tragen als Unternehmen und als Einzelpersonen die Verantwortung dafür, dass die Arbeitsumgebung in unserem Unternehmen jederzeit und für jeden Mitarbeiter sicher und gesundheitsförderlich ist. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, haben wir in 2022 an der weiteren Umsetzung von HSE-Konzernstandards gearbeitet. Diese wurden im Rahmen von Group HSE Audits auch in 2022 auditiert. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Performance im nächsten Jahr. Mit einer Unfallrate (LTIFR) von 0,9 (Anzahl Arbeitsunfälle bezogen auf 1 Mio. Arbeitsstunden) über alle deutschen Standorte der Vesuvius GmbH (Borken und Großalmerode) ist es uns gelungen, das Konzernziel von 0,9 zu erreichen. Die wiederkehrenden Emissionsmessungen dokumentieren die Einhaltung der Grenzwerte aus den aktuellen Anlagengenehmigungen. Neben den laufenden Aufwendungen für Arbeits- und Umweltschutz haben wir einen Großteil unserer Investitionen für die Erhöhung von Arbeitssicherheit und Umweltschutz ausgegeben. 2.3 QualitätsmanagementWir arbeiten in einem sehr anspruchsvollen Produktionsumfeld und liefern Produkte, Systeme und Dienstleistungen, die für unsere Kunden unternehmenskritisch sind. Damit ist die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Produkte von größter Bedeutung. Unser Ziel ist es, über unsere globalen Qualitätsmanagement-Programme einschließlich strenger Qualitätskontrolle, Überwachung der Produktion und Berichterstattung unsere hohen Qualitätsstandards abzusichern. Zudem verfügen unsere erfahrenen technischen Produktmanager über die erforderlichen Kenntnisse in der Anwendung unserer Produkte und Technologien. Das Qualitätsmanagementsystem der Vesuvius GmbH ist an allen deutschen Standorten nach ISO 9001:2015 zertifiziert. 2.4 ArbeitnehmerbelangeDurch die Flexibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die gute Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat sind wir trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten und hohen Preissteigerungen bei der Energie-und Stromversorgung froh, keine Kurzarbeit am Standort Borken im Jahr 2022 beantragen zu müssen. Im Jahr 2022 haben unsere Mitarbeiter 6.194,72 Std. an einer Weiterbildung teilgenommen. Zudem wurden durch den neuen Geschäftsführer/ Werksleiter, neben den neuen besetzten Positionen, eine neue Führungsebene im Werk eingeführt, um die Themen wie Führung, Effizienz und Weiterentwicklung zu steigern. Daneben konnten die offenen Positionen der Personalleitung Deutschland und des Werkspersonalleiters besetzt werden, um als Unternehmen gemeinsam auf die Personalbelage eingehen zu können und dem Personalwesen mehr Gewicht zu geben. Der Personalstand der Vesuvius GmbH lag im Dezember 2022 bei 597 Beschäftigen am Standort Borken und 76 Beschäftigten am Standort Großalmerode. Unser Vergütungssystem basiert im Wesentlichen auf Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen und Einzelvereinbarungen mit unseren Mitarbeitern. Die Anzahl der Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen und die Jahresarbeitszeitkonten für unsere beschäftigten Mitarbeiter ermöglichen es uns, ausgewogen auf die möglichen Beschäftigungsschwankungen zu reagieren. 3. LageIm Vergleich zum Vorjahr gab es keine wesentlichen Änderungen in der Darstellung oder Zusammensetzung der einzelnen Bilanz- und GuV Positionen. 3.1 ErtragslageDie Ertragslage unserer Gesellschaft stellt sich nach betriebswirtschaftlichen Aspekten abweichend zur Gewinn- und Verlustrechnung im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Zur Umsatzentwicklung verweisen wir auf den Gliederungspunkt II 2.1. Der Materialanteil bezogen auf die Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung und aktivierter Eigenleistungen) ist von 53,6 % auf 58,1 % leicht erhöht. Der Personalaufwand ist durch weitere Reorganisation auf der einen Seite und den Rationalisierungsmaßnahmen auf der anderen Seite im Berichtsjahr gesunken. Die Abschreibungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mio. € leicht gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und sonstigen Steuern abzüglich sonstiger betrieblicher Erträge sind im Berichtsjahr um 0,5 Mio. € gesunken. Das Finanzergebnis berücksichtigt Zinserträgen in Höhe von 1,6 Mio. € Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der SIR Feuerfestprodukte GmbH in Höhe von 0,9 Mio. € sowie die Abschreibung der russischen Beteiligung Vesuvius OOO in Höhe von 0,8 Mio. € auf 0,00 €. Der Gewinn vor Ergebnisabführung in Höhe von 2,07 Mio. € wurde vollständig an den Organträger abgeführt. Die Mitte des Jahres 2022 aufgestellte Prognose, dass trotz bestehender Unsicherheiten und Schwierigkeiten am Weltmarkt, in 2022 im Vergleich zu 2021 eine Umsatzsteigerung sowie eine Gewinnerhöhung erwartet wird, hat sich damit bewahrheitet. 3.2 VermögenslageDie Bilanzsumme ist im Vergleich zum 31. Dezember 2021 um 3,5 Mio. € auf 118,1 Mio. € gesunken. Wesentliche Effekte waren die Abschreibung der russischen Beteiligung und ein Rückgang der Forderungen gegen Gesellschafter sowie auf der Passivseite der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. VermögensstrukturIm Jahr 2022 hat die Gesellschaft bedeutenden Cash Überschüsse an das konzerninterne Cash-Pooling abgegeben. Hieraus resultierten auch die hohen Forderungen gegenüber Gesellschafter. Durch das strikte Vorratsmanagement an allen Standorten haben sich die Buchwerte der Bestände an Fertigerzeugnissen reduziert. 3.3 FinanzlageKapitalstrukturAuf der Passivseite sind die Rückstellungen in Summe unverändert geblieben und die Verbindlichkeiten um 3,2 Mio. € gesunken. Die Veränderung der Pensionsrückstellungen um 2,5 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus der Aufzinsung des Erfüllungsbetrages des laufenden Geschäftsjahres. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Mio. € gesunken, was hauptsächlich aus einer geringeren Rückstellung für Abfindungen (- 1,48 Mio. €) und einer geringeren Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen (-0,57 Mio. €) und einer geringeren Rückstellung für Tantiemen (- 0,62 Mio. €) resultiert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich verringert (2,9 Mio. €) wie auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (0,4 Mio€). Die Eigenkapitalquote blieb nahezu unverändert bei 22 %. InvestitionenDie Investitionen für Sachanlagen und Immaterielle Vermögensgegenstände beliefen sich im Geschäftsjahr 2022 auf 5,6 Mio. €, damit lagen die Investitionen in Anlagevermögen insgesamt um 1,1 Mio. € über den Abschreibungen des Geschäftsjahres (4,5 Mio €). Die Investitionen entfielen mit 5,55 Mio. € auf den Gießereibereich und mit 0,05 Mio. € auf Advanced Refractories. LiquiditätDas Ziel des Finanzmanagements ist die jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der einzelnen Konzerngesellschaften und die effiziente Verteilung der im Konzern vorhandenen Liquiditätsüberschüsse, um Finanzierungsvorteile nutzen zu können. Im Bedarfsfall steht die Kreditlinie unserer Mutterbzw. Konzernobergesellschaft für Kredite und Avale zur Verfügung. Die Finanzierung des Mittelbedarfs erfolgte im Geschäftsjahr 2022 Ausstattung durch die Vesuvius Holding Deutschland GmbH. Freiwerdende Mittel wurden zur Tilgung von Konzernverbindlichkeiten, bzw. als Beitrag in den konzernweiten Cash Pool, an den Mehrheits-Gesellschafter weitergeleitet. Durch die Einbindung in den konzernweiten Cash Pool wird die Finanzierung der Gesellschaft auf über den Prognosezeitraum Mitte 2024 hinaus als gesichert angesehen. 3.4 Gesamtaussage zur Lage der GesellschaftDas Jahr 2022 war ein schweres Jahr, welches zum einen noch durch die Coronavirus Pandemie wie aber auch durch den Ukraine-Russland-Konflikt und damit einhergehenden wirtschaftlichen Problemen geprägt war. Im Vergleich zum Vorjahr ist bezüglich des Umsatzes und des Ergebnisses jedoch gleichwohl ein Aufschwung bemerkbar. Insgesamt wird die Geschäftsentwicklung als zufriedenstellend betrachtet. Zur Entwicklung der Ertragslage verweisen wir auf den Gliederungspunkt II 3.1. III Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. PrognoseberichtDie Vesuvius GmbH ist ein Teil der Vesuvius Gruppe und unterliegt damit den gleichen Marktgeschehen wie die zuliefernden Produktionsgesellschaften der Gruppe. Wir gehen davon aus, dass wesentliche Rohmaterialien schwieriger zu beschaffen sind und auch Logistikkosten deutlich teurer werden. Es ist geplant die Verteuerungen bei den Herstellungs- und Materialkosten in Form von Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben. Bei der aktuellen Ertragslage der Kunden ist noch nicht absehbar, wie erfolgreich wir mit diesem Vorhaben sind. Und es ist fraglich, ob wird dadurch Marktanteilsverluste an dem Wettbewerb in Kauf nehmen müssen. Unsere Prognosen gehen von einer leichten Steigerung im Umsatz und des Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr aus. Die Liquidität wird über den Prognosezeitraum als gesichert angesehen. Die nicht-finanziellen Ziele für 2023 haben wir wie folgt definiert:
2. Chancen der künftigen EntwicklungUnsere Prognosen können durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst werden, deren tatsächliche Ausprägungen positiv von unseren in den Planungen zugrunde gelegten Annahmen abweichen können. Chancen bestehen weiterhin in den aktuellen "Lean" Anstrengungen sowie der Effizienzsteigerung und Optimierung des Operation-Manufacturing-Programms. Des Weiteren sehen wir die Chancen, Einsparungen im Beschaffungsbereich der Rohstoffe vorzunehmen und die gesamten administrativen Prozesse weiter zu optimieren. Durch die weltweiten Produktionskonzentrationen sehen wir für die Vesuvius GmbH in Bereich Foundry einen Standortvorteil, der sich über den europäischen Wirtschaftsraum erstreckt. 3. Risiken der künftigen EntwicklungDie Vesuvius Gruppe und die Vesuvius GmbH haben ein Risikomanagement System implementiert, in welchem laufend Risiken und Chancen aufgenommen und bewertet werden. Den Risiken werden, wenn möglich, Maßnahmen zu deren Vermeidung oder Minimierung gegenübergestellt. Neben besonderen Einflüssen aus dem Ukraine-Russland-Konflikt sowie in dem Zusammenhang die gestiegenen Energiekosten sind positive und auch negative Planabweichungen denkbar, die sich aus dem allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Umfeld, allgemeinen Branchenrisiken und besonderen Unternehmensrisiken ergeben können. Beim Bestands- und Neukundengeschäft besteht weiterhin ein Risiko, denn auch bei den Endkunden der Vesuvius-Gruppe kann es auf Grund von reduzierten oder fehlenden Gasmengen zu Produktionseinschränkungen und zu Produktionsausfällen kommen. Einkaufsseitig besteht weiterhin das Risiko eingeschränkter Verfügbarkeit wichtiger Rohstoffe, sowie steigender Kosten für einige strategische Rohstoffe. Um diese Risiken zu minimieren, versuchen wir möglichst für alle Rohstoffe mehr als einen Lieferanten vorzuhalten, um keine Abhängigkeiten zu schaffen. Vesuvius verfolgt zwar das Ziel der Working Capital Optimierung, bei Rohstoffknappheit wäre aber auch kurzfristig ein Lageraufbau denkbar. Den Unternehmensrisiken, welche sich aus der Geschäftstätigkeit der Vesuvius GmbH ergeben, begegnen wir durch geeignete Versicherungen (z.B. Betriebsunterbrechungsversicherung) und die Einrichtung von Prozessen zur Risikoerfassung und -minimierung in allen Geschäftsbereichen. Unsere Produktionsanlagen sind in Brandabschnitte eingeteilt, um im Brandfall die Zerstörungen zu begrenzen. Umweltrisiken sind für Vesuvius zwar nicht wesentlich, die Einhaltung der Vorschriften wird aber trotzdem durch regelmäßige externe Audits überprüft. Angriffe auf unsere IT stellen in der heutigen Zeit ein wesentliches Risiko dar, das nur mit neuester Technik und qualifiziertem eigenen Personal abgewehrt werden kann. Die Gewinnung von Fachkräften in allen Unternehmensbereichen stellt aktuell eine der wesentlichen Herausforderungen unternehmerischen Handelns dar. Vesuvius bietet deswegen verschiedene Programme zur frühen Bindung von Berufsanfängern an und steigert die Attraktivität seiner Standorte durch verschiedene Maßnahmen und Aktionen für die Mitarbeiter. Für das Geschäftsjahr 2023 können sich durch den Ukraine-Russland-Konflikt Auswirkungen zum einen auf der Umsatzseite ergeben, da Exporte nach Russland seit Beginn des Krieges eingestellt wurden und die Umsätze in der Ukraine ebenfalls stark rückläufig sind. Zum anderen besteht durch die Unwägbarkeiten des weiteren Verlaufs in Zusammenhang mit den Gasimporten ein erhöhtes Risiko steigender Energiepreise bzw. einer Energieknappheit. Dies betrifft auch die Endkunden der Vesuvius Gruppe. Dies könnte zu Produktionsrückgängen bzw. -ausfällen auf der Kundenseite führen und für uns ein Absatzrisiko darstellen. Die von den durch die Pandemie, Ukraine-Russland-Konflikt und stark steigende Energiekosten verursachten Effekten auf den Umsatz sowie das Ergebnis und dadurch auch auf die Liquidität der Gesellschaft wird durch angepasste Geschäftsprozesse, Kostenmanagement und Priorisierung von Investitionen begegnet, so dass die Liquidität nach der derzeitigen Einschätzung über den Prognosezeitraum hinaus als gesichert bezeichnet werden kann. Am 6. Februar 2023 gab der Vesuvius Konzern bekannt, dass er einen Cybersicherheitsvorfall erlitten hat. Um die Bedrohung einzudämmen, hat Vesuvius entschieden freiwillig und vorsorglich unsere Systeme abzuschalten. Während dieser Zeit haben unsere Standorte manuelle Verfahren und Arbeiten eingeleitet, um die Produktion, den Versand und die Rechnungsstellung aufrechtzuerhalten, wodurch die Unterbrechung minimiert wurde. Die anfängliche Phase der Störung hat nur kurze Zeit angedauert und alle Standorte und wichtigen Systeme waren kurzfristig wieder betriebsbereit. Es gab keine Auswirkungen auf die gemeldeten Finanzergebnisse für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr. Wir gehen davon aus, dass die Auswirkungen auf die Finanzergebnisse 2023 nicht wesentlich sein werden. IV Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von FinanzinstrumentenAus dem Einkauf von Vorräten und Kundenzahlungen resultierende Fremdwährungsrisiken werden regelmäßig durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Das Hedging wird unternehmensintern betrieben. Sicherungsgeschäfte, die für die Beurteilung der Geschäftstätigkeit von erheblicher Bedeutung sind, bestanden am Bilanzstichtag nicht. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft von Belang sind, bestehen nach unserer Einschätzung am Bilanzstichtag nicht.
Borken, den 04. August 2023 Vesuvius GmbH -Geschäftsführung- Jesko Hoffmann Andre Lacerda Jerome Baudouin Rafael Navazo Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine HinweiseDie Vesuvius GmbH hat ihren Sitz in Borken und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Coesfeld (HRB 5324). Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Das Gliederungsschema des § 266 HGB wird im Hinblick darauf erweitert, dass auf der Aktivseite die Forderungen gegen Gesellschafter und auf der Passivseite ein gesonderter Posten für öffentlich gewährte Zuschüsse zu Investitionen im Anlagevermögen im Sinne des § 265 Abs. 5 S. 2 HGB (Sonderposten für Investitionszuschüsse) ausgewiesen wird. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Gliederungsschema wurde dabei um die Zwischensummen Gesamtleistung, Rohergebnis, Betriebsergebnis, Finanzergebnis, Ergebnis vor Steuern und Ergebnis vor Gewinnabführung erweitert. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht. Zwischen der Vesuvius GmbH, Borken, als beherrschtem Unternehmen und der Vesuvius Holding Deutschland GmbH, Borken (nachfolgend kurz: Holding), als herrschendem Unternehmen besteht ein am 25. August 2009 abgeschlossener und am 12. Juni 2014 angepasster Gewinnabführungsvertrag, mit dem sich die Vesuvius GmbH verpflichtet, ihren Jahresüberschuss an die Holding abzuführen. Im Gegenzug verpflichtet sich die Holding, entstehende Jahresfehlbeträge der Vesuvius GmbH auszugleichen. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Für bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens (Werkzeuge), die regelmäßig ersetzt werden und deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist, haben wir einen Festwert i.H.v. TEUR 1.024 (Vorjahr TEUR 1.024). angesetzt (§ 240 Abs. 3 HGB). Die körperliche Aufnahme der Werkzeuge erfolgt in einem dreijährigem Turnus und zuletzt zum 31. Dezember 2021. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear oder - sofern sie vor dem 1. Januar 2011 angeschafft wurden - degressiv abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen für Gebäude und Mieteinbauten 10 bis 50 Jahre, für technische Anlagen und Maschinen sowie für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 12 Jahre. Der Übergang zur linearen Methode erfolgt in dem Jahr, in dem die lineare Methode erstmals zu höheren Jahresabschreibungsbeträgen führt. Die übrigen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 wurden zu einem Sammelposten zusammengefasst, der über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben wird. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder bei dauerhafter Wertminderung mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Anschaffungskosten auf Basis gleitender Durchschnittswerte oder zu niedrigeren beizulegenden Werten (Tagespreisen) am Bilanzstichtag aktiviert. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zurechenbaren Kosten (Materialkosten und Fertigungskosten) auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit diese durch die Fertigung veranlasst sind, beinhalten. Angemessene Teile der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes sowie für freiwillige soziale Leistungen sind auch in die Herstellungskosten einbezogen worden, soweit diese auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit sowie anderen Gründen ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Liquide Mittel (Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert bilanziert. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nominalwert ausgewiesen. Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag bilanziert. Es bleibt im Berichtszeitraum auf Grund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages unverändert. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wird entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Vermögensgegenstände erfolgswirksam aufgelöst. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) auf Basis der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Dabei wurde von einem Gehaltstrend von 3,1 % (Vorjahr: 2,75 %), Rententrends von 1,0 % - 3,1 % (Vorjahr: 1,0 % - 2,0 %) sowie Fluktuationsraten von 0 % - 8 % (Vorjahr: 0 % - 8 %) ausgegangen. Der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Zinssatz für 10 Jahre beträgt 1,78 %, der bekannt gegebene Zinssatz für 7 Jahre beträgt 1,44 %. Inventurstichtag der Pensionsverpflichtung ist der 28.12.2022. Zum Inventurstichtag wurde für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen ein für den 31.12.2022 prognostizierter Zinssatz von 1,79 % verwendet (im Vorjahr betrug der Rechnungszins 1,87 %). Der sich im Gegensatz dazu aus der Verwendung der prognostizierten Zinssätze ergebende Unterschiedsbetrag ist unwesentlich. Es ergibt sich gem. § 253 Abs. 6 HGB ein Unterschied- und damit ausschüttungsgesperrter Betrag von TEUR 3.461 (Vorjahr: TEUR 5.232). Auf Grund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen war zum 1. Januar 2010 (Umstellungsstichtag) eine Zuführung zur Pensionsrückstellung erforderlich. Diese betrug insgesamt TEUR 4.476. Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB erlaubt, diese Zuführung entweder sofort in vollem Umfang oder aber in gleich hohen Teilbeträgen bis zum 31. Dezember 2024 zuzuführen. Darüber hinaus ist auch eine schnellere Ansammlung möglich. Die Gesellschaft hat entschieden, den Betrag entsprechend Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Im Geschäftsjahr wird ein Betrag in Höhe von TEUR 284 zugeführt. Die nicht gebildete Rückstellung beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 568 (Vorjahr: TEUR 853). Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Risiken für ungewisse Verpflichtungen in der Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbare langfristig fällige Verpflichtungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Für Altersteilzeitverpflichtungen werden entsprechend der Vorgabe des IDW neben dem Erfüllungsrückstand aus Lohn und Gehalt auch die zukünftigen Aufstockungsbeträge (bewertet mit dem Barwert) zurückgestellt. Dabei sind wir von einem Gehaltstrend von 3,1 % (Vorjahr: 2,75 %) ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 1,45 % (Vorjahr: 1,35 %). Der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Zinssatz für 10 Jahre beträgt 1,78 %, der bekannt gegebene Zinssatz für 7 Jahre beträgt 1,44 %. Inventurstichtag der Altersteilzeitverpflichtung ist der 28.12.2022. Zum Inventurstichtag wurde für die Bewertung der Altersteilzeitverpflichtungen ein für den 31.12.2022 prognostizierter Zinssatz von 1,79 % verwendet (im Vorjahr betrug der Rechnungszins 1,87 %). Der sich im Gegensatz dazu aus der Verwendung der prognostizierten Zinssätze ergebende Unterschiedsbetrag ist unwesentlich Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Zur Insolvenzsicherung der Altersteilzeitverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern wurden liquide Mittel in Termingeldern angelegt und der Verfügung durch die Gesellschaft entzogen. Das Guthaben in Höhe von TEUR 1.178 (Vorjahr: TEUR 1.515), wurde nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Rückstellungen in Höhe von TEUR 912 (Vorjahr: TEUR 886) saldiert. Die Jubiläumsrückstellungen werden versicherungsmathematisch nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Dabei sind wir von einem Gehaltstrend von 3,10 % (Vorjahr: 2,75 %) sowie Fluktuationsraten von 0 % - 8 % (Vorjahr: 0 % - 8 %) ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 1,45 % (Vorjahr: 1,35 %). Der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebene Zinssatz für 10 Jahre beträgt 1,78 %, der bekannt gegebene Zinssatz für 7 Jahre beträgt 1,44 %. Inventurstichtag der Jubiläumsverpflichtung ist der 28.12.2022. Zum Inventurstichtag wurde für die Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen ein für den 31.12.2022 prognostizierter Zinssatz von 1,79 % verwendet (im Vorjahr betrug der Rechnungszins 1,87 %). Der sich im Gegensatz dazu aus der Verwendung der prognostizierten Zinssätze ergebende Unterschiedsbetrag ist unwesentlich Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie liquide Mittel wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenAufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel. FinanzanlagevermögenUnter den Finanzanlagen werden zum 31. Dezember 2022 folgende Beteiligungen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen:
1) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag
zwischen der SIR Feuerfestprodukte GmbH
(gewinnabführendes Unternehmen) und der Vesuvius GmbH
Die Anteile an der russischen Vesuvius LLC wurden aufgrund einer dauerhaften Wertminderung außerplanmäßig in 2022 in Höhe von 0,8 Mio. € auf 0,00 € abgeschrieben. Forderungen gegen verbundene UnternehmenDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit TEUR 3.258 (Vorjahr: TEUR 4.237) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie mit TEUR 1.552 (Vorjahr: TEUR 607) Forderungen auf Grund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages mit der SIR Feuerfestprodukte GmbH. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig. Forderungen gegen GesellschafterDie Forderungen gegen Gesellschafter i. H. v. TEUR 60.203 (Vorjahr: TEUR 62.944 ergeben sich zum Bilanzstichtag nach der Summierung von Forderungen aus dem kurzfristigen Cash-Management-System (Konzern-Cash-Pool). Forderungen und sonstige VermögensgegenständeVon den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 64) eine Restlaufzeit von mehr als einem, aber weniger als fünf Jahren. Eine Laufzeit von über 5 Jahren weisen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) auf. Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u.a. Forderungen aus Energiesteuer in Höhe von TEUR 866 (Vorjahr: TEUR 896) enthalten. Am Bilanzstichtag bestanden Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 1.508 (Vorjahr: TEUR 1.538), die als Tagesgeld zum Zwecke der nach § 8a ATG geforderten Absicherung der Altersteilzeitwertguthaben aus dem Blockmodell einschließlich der darauf entfallenden Arbeitgeberanteile am Gesamtsozialversicherungsbeitrag gegen drohende Zahlungsunfähigkeit angelegt waren. Zur Absicherung dieser Wertguthaben wurden die Tagesgeldkonten an die Commerzbank AG, Filiale Borken, verpfändet. Das Guthaben in Höhe von TEUR 1.178 wurde mit den Altersteilzeit-Rückstellungen saldiert. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt
VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus Lieferungen und Leistungen TEUR 1.488 und aus Ergebnisabführung an die Vesuvius Holding Deutschland GmbH TEUR 609 (TEUR 2.065 aus dem laufenden Jahr und - TEUR 1.456 aus dem Vorjahr). Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 575 (Vorjahr: TEUR 934). Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie gesamten finanziellen Verpflichtungen betragen TEUR 969 (Vorjahr: TEUR 1.177). Aus genehmigten Investitionen im Sachanlagevermögen besteht ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 83). Aus der langfristigen Anmietung von Betriebs- und Geschäftsausstattungen, Leasingverträgen für Fahrzeuge und Flurfördermaschinen und laufenden Service-Verträgen bestehen Verpflichtungen in einer Gesamthöhe von TEUR 969 (Vorjahr: TEUR 1.094), wovon TEUR 462 (Vorjahr: TEUR 462) innerhalb eines Jahres, TEUR 507 (Vorjahr: TEUR 663) nach einem bis fünf Jahre sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) nach fünf Jahren fällig sind. Zweck dieser außerbilanziellen Geschäfte ist die Verbesserung der Bilanzstruktur. Derivative FinanzinstrumenteUm sich gegen evtl. Währungsschwankungen abzusichern, hat die Gesellschaft Kurssicherungsgeschäfte in US-Währung abgeschlossen. In der nachfolgenden Übersicht sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, dargestellt (§285 Nr. 19 HGB).
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse in TEUR
Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 1.078) enthalten, aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 863) resultieren. Aus Erlösen aus der Auflösung des Sonderpostens resultieren TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit TEUR 601 (Vorjahr: TEUR 188) Erträge aus Währungsumrechnung. PersonalaufwandDie Rückstellungen für Abfindungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.777 (Vorjahr: TEUR 3.262). Der entsprechende Aufwand ist im Personalaufwand ausgewiesen. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 152 (Vorjahr: TEUR 599). Davon entfallen TEUR 152 auf den Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (Vorjahr: TEUR 599). Ferner enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 284 Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung). Aus der Währungsumrechnung ergaben sich Aufwendungen von TEUR 627 (Vorjahr: TEUR 275). Erträge aus GewinnabführungenEs handelt sich um Erträge aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der SIR Feuerfestprodukte GmbH in Höhe von TEUR 945 (Vorjahr TEUR 607). Abschreibungen auf FinanzanlagenDie Anteile an der Vesuvius o.o.o. (vormals Foseco o.o.o., Moskau/ Russland) wurden vollständig in Höhe von TEUR 0,8 (Vorjahr TEUR 0,0) abgeschrieben. FinanzergebnisDer Zinsaufwand enthält TEUR 975 (Vorjahr: TEUR 1.127) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Die Gesellschaft hatte zum Zwecke der nach § 8a ATG geforderten Absicherung der Altersteilzeitwertguthaben aus dem Blockmodell einschließlich der darauf entfallenden Arbeitgeberanteile am Gesamtsozialversicherungsbeitrag gegen drohende Zahlungsunfähigkeit Tagesgelder angelegt und diese an die Commerzbank AG, Filiale Borken, verpfändet. Es hat sich kein aus der Tagesgeldanlage resultierender Zinsertrag ergeben, der mit dem Zinsaufwand aus der Aufzinsung der ATZ-Rückstellungen in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 33) saldieren wäre. V. Sonstige AngabenGeschäftsführungGeschäftsführer der Gesellschaft sind die folgenden Herren:
Die Geschäftsführer haben für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 444 (Vorjahr: TEUR 537) erhalten. Frühere Geschäftsführer haben im Geschäftsjahr Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 660 (Vorjahr TEUR 481) erhalten. Für diese Personengruppe gebildete Rückstellungen für laufende Pensionen beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 7.883 (Vorjahr: TEUR 7.676). Die Gesellschaft hat entschieden, den Unterschiedsbetrag auf Grund der im Rahmen des BilMoG geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen entsprechend Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB bis zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln. Die nicht gebildete Rückstellung für frühere Geschäftsführer betrug zum 31. Dezember 2022 TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 301). MitarbeiterDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Auszubildende) betrug:
Honorar des AbschlussprüfersFür die im Geschäftsjahr 2022 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers (PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) wurden folgende Honorare abgerechnet:
Angaben zum Konzernabschluss/MutterunternehmenDie Gesellschaft ist Konzernunternehmen der Vesuvius plc. mit Sitz in London, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss, der als befreiender Konzernabschluss nach § 291 HGB gilt, ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich. Der befreiende Konzernabschluss der Vesuvius plc. wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die deutsche Übersetzung des Konzernabschlusses der Vesuvius plc., London/Großbritannien, wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. Demzufolge ist die Vesuvius GmbH bei Vorliegen aller Voraussetzungen des § 291 Abs. 2 HGB von der Verpflichtung befreit, einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht entsprechend der §§ 290 ff. HGB aufzustellen. NachtragsberichtAm 6. Februar 2023 gab der Vesuvius Konzern bekannt, dass er einen Cybersicherheitsvorfall erlitten hat. Um die Bedrohung einzudämmen, hat Vesuvius freiwillig und vorsorglich entschieden einige Systeme abzuschalten. Während dieser Zeit haben unsere Standorte manuelle Verfahren und Arbeiten eingeleitet, um die Produktion, den Versand und die Rechnungsstellung aufrechtzuerhalten, wodurch die Unterbrechung minimiert wurde. Die anfängliche Phase der Störung hat nur kurze Zeit angedauert und alle Standorte und wichtigen Systeme waren kurzfristig wieder betriebsbereit. Es gab keine Auswirkungen auf die gemeldeten Finanzergebnisse für das am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr. Wir gehen davon aus, dass die Auswirkungen auf die Finanzergebnisse 2023 nicht wesentlich sein werden. Im Jahr 2023 wird betreffend die Vesuvius GmbH, die Vesuvius Europe GmbH & Co. KG und die Vesuvius Mülheim GmbH & Co. KG eine Restrukturierung stattfinden. Zukünftig sollen diese beiden Personengesellschaften in der Rechtsform der GmbH geführt werden und im Konzern umgehängt werden, sodass dass diese direkt von der Vesuvius Holding Deutschland GmbH und nicht wie bisher von der Vesuvius GmbH und der Vesuvius Europe Beteiligungs GmbH bzw. der Vesuvius Mülheim Beteiligungs GmbH gehalten werden. Die Vesuvius Europe Beteiligungs GmbH sowie die Vesuvius Mülheim Beteiligungs GmbH gehen im Zuge der Restrukturierung durch Verschmelzung unter. Ertragsteuerlich soll dabei die bereits bestehende Organschaft mit der Vesuvius Holding Deutschland GmbH fortgeführt werden, indem auch die beiden abgespalteten Teilbetriebe in den beiden neuen GmbH's Ergebnisabführungsverträge mit der Vesuvius Holding Deutschland GmbH abschließen. Die Produktionsgrundstücke in Mülheim, welche bisher im Eigentum der Vesuvius GmbH stehen, werden als wesentliche Betriebsgrundlage auf die neue Vesuvius Mülheim GmbH übertragen. Auf das operative Geschäft hat diese Restrukturierung keine Auswirkung. ErgebnisverwendungDas Geschäftsjahr schließt auf Grund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Vesuvius Holding Deutschland GmbH, Borken, mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 0 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den aus Vorjahren resultierenden Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Borken, den 04. August 2023 Vesuvius GmbH -Geschäftsführung- Jesko Hoffmann André Lacerda Jérome Baudouin Rafael Navazo AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Vesuvius GmbH, Borken PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Vesuvius GmbH, Borken, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vesuvius GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine inÜbereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 9. August 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Michael Herting, Wirtschaftsprüfer ppa. Holger Brauner, Wirtschaftsprüfer Beschluss der Gesellschafterversammlung derVesuvius GmbH, BorkenDie Gesellschafter der Vesuvius GmbH 1.) Vesuvius Holdings Limited ordnungsgemäß vertreten durch
2.) Vesuvius Holding Deutschland GmbH, Borken ordnungsgemäß vertreten durch
beschließen unter Verzicht auf alle Formen- und Fristenerfordernisse 1. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022, der einen Jahresgewinn vor Ergebnisübernahme von 2.065.842,99 Euro aufweist, wurde angenommen und festgestellt. 2. Die Geschäftsführung wird hiermit für das ablaufende Geschäftsjahr 2022 entlastet. 3. Der Jahresüberschuss wird an die Vesuvius Holding Deutschland GmbH vollständig abgeführt. 4. Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen. 5. Zum Wirtschaftsprüfer für das neue Geschäftsjahr wird PricewaterhouseCoopers bestellt. Weitere Beschlüsse werden nicht gefasst. Die Gesellschafterversammlung ist hiermit beendet. Die vorstehenden Beschlüsse unterliegen deutschem Recht. Im Zweifel gilt die deutsche Fassung des Beschlusses.
London, 23 August 2023 Agnieszka Tomczak for Vesuvius Holdings Limited
Lasne, Belgium, 23 August 2023 Geoffroy Godin for Vesuvius Holdings Limited
Rueil-Malmaison, 23 August 2023 Vincent Juillard for Vesuvius Holding Deutschland GmbH |
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