Passavant Energy & Environment GmbH
Hahnstraße 68, 60528 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Abdelrahman Taha Khalifa Ibrahim seit 4.9.2024 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
DRAKE & SCULL INTERNATIONAL PJSC | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Passavant Energy & Environment GmbHFrankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 12.2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der vorliegende Jahresabschluss der Passavant Energy & Environment GmbH, Frankfurt am Main (nachfolgend kurz "PEE"), eingetragen im Handelsregister B des Amtsgericht Frankfurt am Main unter der HRB 99171, wurde gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften in der aktuellsten Fassung sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. PEE erfüllt im Berichtsjahr die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 276 Abs. 2 HGB). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften maßgebend. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, fertigen Erzeugnissen und Waren werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die unfertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Erhaltene Anzahlungen werden nach § 268 Abs. 5 S. 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen sind in angemessener Höhe Rückstellungen gebildet. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen für Pensionen und Vorruhestandsverpflichtungen belaufen sich auf TEUR 1.116 und werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projizierte Einmalbeitragsmethode) unter Verwendung der "Richttafeln Heubeck 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde ein Rechnungszinssatz von 1,78 % verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,75 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,0 % berücksichtigt. Unter der Verwendung des durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergeben sich Rückstellungen für Pensionen in Höhe von TEUR 1.167. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S.1 HGB zu dem mit Hilfe des durchschnittlichen Zinssatzes der vergangen zehn Geschäftsjahre ermittelten und angesetzten Wertes beträgt somit TEUR 51. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Pauschale Gewährleistungsrückstellungen wurden in Höhe von 0,65 % der Umsätze der Jahre 2021 und 2022 gebildet. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen nach Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 851 (Vorjahr: TEUR 851) in Höhe von TEUR 2.492 (Vorjahr: TEUR 2.367). Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Selbstbehalte (Retention) in Höhe von TEUR 816 (Vorjahr: TEUR 1.419) bilanziert. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 1.758 beziehen sich im Wesentlichen auf unsere Tochtergesellschaften in Indien in Höhe von TEUR 896 (Vorjahr: TEUR 785) und Ägypten in Höhe von TEUR 402 (Vorjahr: TEUR 538). Die Forderungen gegenüber dem Gesellschafter Drake & Scull International PJSC, belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 404). Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 974 (Vorjahr: TEUR 1.893) setzen sich überwiegend aus debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 613 zusammen. Zudem beinhalten die sonstigen Vermögensgegenstände die Investition in unsere zukünftige Tochtergesellschaft Drake and Scull Water & Energy, India Pvt. Ltd. In Höhe von 225 TEUR sowie Steuerforderungen in Höhe von insgesamt TEUR 73. Zum Bilanzstichtag sowie im Vorjahr gab es keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Umsatzsteuerforderungen aus der Umsatzsteuervoranmeldung werden erst nach dem Bilanzstichtag fällig. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind vor allem Vorauszahlungen auf Versicherungen und Mitgliedsbeiträge enthalten. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 3.300 (Vorjahr: TEUR 5.518) umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus noch nicht abgeschlossenen Aufträgen in Höhe von TEUR 559 (Vorjahr: TEUR 812), Rückstellungen für ausstehende Projektkosten in Höhe von TEUR 862 (Vorjahr: TEUR 1.450), Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 750 (Vorjahr: TEUR 1.130), Rückstellungen für pauschale Gewährleistungen in Höhe von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 469), Rückstellungen für Jahresabschlusskosten in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 70), Rückstellungen für Urlaubsverpflichtungen in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 91), Rückstellungen für nachträglich auszuführende Arbeiten an abgeschlossenen Projekten in Höhe von TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 20) sowie übrige sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 481 (Vorjahr: TEUR 1.475). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten sind durch branchenübliche Sicherheiten besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Drake & Scull International PJSC, belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 101. Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 829 (Vorjahr: TEUR 2.344) umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten für ausländische Steuerforderungen in Höhe von TEUR 436, Verbindlichkeiten aus Gleitzeit und Überstunden in Höhe von TEUR 105 sowie weitere Verbindlichkeiten einschließlich kreditorischer Debitoren in Höhe von TEUR 208. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen / außerbilanzielle Geschäfte
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 25.880 (Vorjahr: TEUR 23.651) enthalten im Wesentlichen Bauleistungen. Dabei entfallen auf das Inland TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 12) und das Ausland TEUR 25.854 (Vorjahr: TEUR 23.639). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen TEUR 3.417 (Vorjahr: TEUR 916). Diese umfassen im Wesentlichen die Auflösung von Rückstellungen für Steuerforderungen, Prozessrisiken und sonstigen Sachverhalten in Höhe von TEUR 1.109 sowie die Ausbuchung verjährter Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.106. Personalaufwand Der Personalaufwand ist im laufenden Geschäftsjahr aufgrund weiterer Personalkostenreduzierungen auf TEUR 3.186 gefallen. (Vorjahr: TEUR 3.453). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen TEUR 2.914 (Vorjahr: TEUR 1.832). Sie umfassen im Wesentlichen Aufwendungen aus einer Ausbuchung einer Forderung gegenüber einer ausländischen Gesellschaft in Höhe von TEUR 957, aus Mieten und Pachten in Höhe von TEUR 190, für Avalprovisionen TEUR 159, für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR 521, für Versicherungen in Höhe von TEUR 296. Die weiteren sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen überwiegend Reisekosten, Angebotskosten sowie Finanznebenkosten. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 95 (Vorjahr TEUR 93) entfallen auf die Zinsaufwandskomponente der Regelzuführung der Pensionsrückstellung sowie den Zinsaufwendungen incl. Gebühren für Guthabensalden. Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 575) setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Steuerzahlungen in den ausländischen Betriebsstätten. E. Sonstige Angaben Aufstellung der Tochtergesellschaften
Gewinnverwendung Dem Gesellschafter wird vorgeschlagen den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Mitarbeiter Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter stellt sich wie folgt dar.
Geschäftsführer:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer haben wir unter Bezugnahme auf die Befreiung des § 286 Absatz 4 HGB verzichtet. Die Geschäftsführung war von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag / Nachtragsbericht Unser Konsortialpartner für das Projekt Chisinau, die Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG aus Kassel, hat im Dezember 2021 Insolvenz angemeldet. Entgegen dem ursprünglichen Plan, die noch ausstehenden Arbeiten seitens Ludwig Pfeiffer von Passavant ausführen zu lassen, wurde seitens des Auftraggebers S.A. Apa Canal Chisinau die Vertragserfüllungsgarantie über 606 TEUR gezogen und der Vertrag zum 08.06.2023 gekündigt. Die Geschäftsführung erwartet für das Jahr 2023 ein ausgeglichenes Ergebnis. Im Jahr 2023 hat die Gesellschaft ein neues Projekt in Jordanien (Auftragssumme € 22 Mio.) erhalten, im Jahr 2024 einen weiteren Auftrag mit einer Auftragssumme von € 44 Mio. für ein Projekt in Saudi-Arabien. Für das Jahr 2024 wird keine Fertigstellung von Projekten erwartet. Konzernverhältnisse Bei dem Unternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, handelt es sich um die Drake & Scull International PJSC Company, P. O. Box 65794, Dubai, U.A.E. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Dubai oder unter www.drakescull.com erhältlich.
Frankfurt am Main, den 12. September 2024 Die Geschäftsführung AnlagenspiegelPassavant Energy & Environment GmbH, Frankfurt am Main31.12.2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022Allgemeine Branchenentwicklung Der weltweite Bedarf an Wasser und Abwassertechnik ist groß und steigt weiter. Deutsche Anbieter sind dabei gefragte Partner, da sie den Kunden effiziente, individuelle und auf die Anforderungen vor Ort ausgerichtete Systemlösungen anbieten können. Obwohl die wichtigste Absatzregion deutscher Unternehmen für das Jahr 2022 weiterhin die EU-Staaten sind, konnten ebenfalls positive Veränderungen in den Absatzregionen Nordafrika, Südostasien und Zentral- und Südasien verzeichnet werden. 1) Trotz vielfältiger politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten mit denen sich die Hersteller von Wasser- und Abwassertechnik aus Deutschland konfrontiert sahen, konnten sie im Jahr 2022 einen Anteil von 11,1 Prozent an den weltweiten Exporten erzielen. 3) Laut einer Blitzumfrage im März 2023, an welcher mehr als 600 Unternehmen der Branche teilnahmen, ergeben sich die folgenden Erkenntnisse: Hinsichtlich der Lieferkettenstörungen und der Materialengpässen zeigen sich weitere Entspannungstendenzen. Der Anteil der Unternehmen, die gravierende Einschränkungen der Lieferketten meldeten, hat deutlich abgenommen. Die Branchenentwicklung bleibt, aufgrund des schwachen Wachstums in China und der weiterhin hohen Energiepreise infolge des Krieges in der Ukraine, ein schwieriges Umfeld. Die Antwort der Zentralbanken auf hohe Inflationsraten mit steigenden Zinsen stellt dabei ein weiteres Hemmnis dar. Nichtsdestotrotz bleibt die Mehrheit der befragten Unternehmen für 2023 optimistisch und erwartet nur einen leichten realen Produktionsminus von 2 Prozent. 3) Geschäft und Rahmenbedingungen Die Passavant Energy & Environment GmbH (im Folgenden Passavant genannt) entwickelt, vertreibt, projektiert und montiert Anlagen und maschinelle Einrichtungen auf dem Gebiet der Wasser- und Abwassertechnik sowie im Bereich der Bioabfallbehandlung. Hierbei bietet Passavant nicht nur Planung, Entwicklung und Konstruktion, sondern auch den Bau, die Montage und den Betrieb von Anlagen an.
1) VDMA Maschinenbau in Zahl und Bild 2022
Das Unternehmen ist als Generalunternehmer, Konsortialpartner oder als Prozess- und Teilelieferant in Projekten tätig. Die Geschäftsaktivitäten sind weitgehend von regionalen oder kommunalen Entscheidungen über Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen und deren Finanzierbarkeit durch internationale Finanzinstitutionen oder EU-Fonds abhängig. Der Wettbewerb verlagert sich zunehmend auf Unternehmen aus Ländern mit kostengünstigen Strukturen. Dem steht allerdings die Forderung der Kunden entgegen, ein gesamtes Projekt aus einer Hand zu erhalten. Derzeit sind die kostengünstigen Anbieter jedoch noch nicht in der Lage diesem Wunsch zu entsprechen. Die Strategie unserer Gesellschaft besteht aus diesem Grund darin, durch die zunehmende Übernahme einer Generalunternehmerfunktion, diesem Kundenwunsch nachzukommen und somit trotz kostenintensiverer Strukturen weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Geographisch konzentrieren sich die Geschäftsaktivitäten von Passavant hauptsächlich auf die Länder des Nahen und Mittleren Ostens, Afrika sowie auf die Südost- und Osteuropäischen Länder und Indien. Seine Marktpräsenz stellt das Unternehmen über direkte Akquisition, der meist durch internationale Finanzinstitutionen oder von der EU finanzierten Projekte, sicher. Die Gesellschaft unterhielt im Geschäftsjahr Betriebsstätten und Tochtergesellschaften in all jenen Ländern in denen Projekte abgewickelt werden. Unsere Betriebstätten befinden sich in Ägypten, Algerien, Bulgarien, China, Indien, Jordanien, Kosovo, Moldawien, Palästina, Rumänien, Tunesien, der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Tochtergesellschaften von Passavant sind in Bulgarien, Deutschland, Indien, Rumänien, Tunesien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässig. Von diesen ist insbesondere unsere Tochtergesellschaft in Indien mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 0,8 Mio. und einem Eigenkapitalbetrag in Höhe von € 4,4 Mio. wesentlich. Entwicklung des operativen Geschäfts und sonstige wesentliche Ereignisse Im Geschäftsjahr 2022 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Umsatz von € 25,9 Mio. (Vorjahr: € 23,7 Mio.). Der Umsatz wurde im Wesentlichen durch die Fertigstellung von zwei Projekten in Kosovo und Indien generiert. Die weiteren Umsatzerlöse gehen auf den Verkauf von Ersatzteilen, Weiterbelastungen von Kosten und Leistungen sowie den Betrieb von fertiggestellten Anlagen zurück.:
Die Umsatzrealisierung bei langfristiger Auftragsfertigung erfolgt erst mit Projektfertigstellung, infolgedessen können größere Umsatzschwankungen zwischen den Berichtsjahren auftreten. Die Gesamtleistung lag im Berichtsjahr bei € 20,3 Mio. (Vorjahr: € 14,3 Mio.). Der Auftragsbestand der Passavant Energy & Environment GmbH lag Ende des Berichtsjahres 2022 mit € 190 Mio. weit über dem des Vorjahres (€ 149 Mio.). Dies lag an neuen Projektverträgen in Indien von rund 19 Mio. Euro sowie an einem Projekt in Rumänien mit einem Auftragsvolumen von 19 Mio. Euro. Investitionen Im Berichtsjahr gab es nur unwesentliche Investitionen in das Anlagevermögen. Das Anlagevermögen ist hauptsächlich aufgrund von Abschreibungen von 626 TEUR auf 606 TEUR gesunken. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 eine gegenüber dem Vorjahr um € 2,4 Mio. auf € 13,9 Mio. gesunkene Bilanzsumme (Vorjahr: € 16,3 Mio.) aus. Das Eigenkapital konnte sich durch den Jahresüberschuss in 2022 in Höhe von € 0,5 Mio. weiter stabilisieren und beträgt zum Bilanzstichtag 2022 € 1,5 Mio. (Vorjahr: € 0,9 Mio.) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf € 1,1 Mio. (Vorjahr € 0,4 Mio.). Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter Drake & Scull International PJSC belaufen sich zum Bilanzstichtag auf € 0,1 Mio. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich nunmehr auf € 1,8 Mio. (Vorjahr € 3,0 Mio.). Forderungen gegenüber dem Gesellschafter Drake & Scull International PJSC bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr: € 0,4 Mio.). Der Rückgang der Summe auf der Aktivseite liegt hauptsächlich in der Verringerung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen um € 1,2 Mio. begründet. Hierauf fallen € 0,9 Mio. auf die Ausbuchung einer Forderung gegen eine ausländische Gesellschaft. Des Weiteren liegt der Rückgang an einer Saldierung in Höhe von € 1,3 Mio. aus den sonstigen Vermögensgegenständen betreffend ausländische Steuerforderungen gegen die entsprechenden Rückstellungen für die jeweils gleichen ausländischen Finanzämter. Auf der Passivseite ist die Senkung der Bilanzsumme im Wesentlichen mit dem Rückgang der sonstigen Rückstellungen begründet. Sie beliefen sich zum Bilanzstichtag auf € 3,3 Mio. Dies entspricht einem Rückgang um € 2,2 Mio. (Vorjahr: € 5,5 Mio.). Dies liegt zum einen begründet in der Auflösung von Rückstellungen für Projektkosten in Höhe von € 0,7 Mio., der Auflösung von Prozessrisiken in Höhe von € 0,4 Mio. sowie der Auflösung weiterer nicht mehr benötigter sonstiger Rückstellungen in Höhe von € 1,0 Mio. Des Weiteren sind die sonstigen Verbindlichkeiten um € 1,5 Mio. auf € 0,8 Mio. gesunken. Dieser Rückgang liegt an einer Saldierung in Höhe von € 1,3 Mio. aus den sonstigen Vermögensgegenständen betreffend ausländische Steuerforderungen gegen die entsprechenden Rückstellungen für die jeweils gleichen ausländischen Finanzämter. Finanzlage Die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und die daraus resultierenden Einzahlungen stellen die wichtigste Liquiditätsquelle des Unternehmens dar. Der Mittelabfluss aus dem operativen Cashflow lag im Berichtsjahr bei € 0,1 Mio. (Vorjahr Mittelabfluss € 0,7 Mio.). Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit war mit T€ 9 (Vorjahr: T€ 19) unbedeutend, ein Zu- oder Abfluss aus Finanzierungstätigkeit lag nicht vor. Um die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit sicherzustellen, hat die Gesellschafterin gegenüber der Passavant Energy & Environment GmbH am 8. Dezember 2015 und am 7. Juni 2023 eine unbefristete Patronatserklärung abgegeben. Ertragslage Das Unternehmen erreichte im Geschäftsjahr eine positive Gesamtleistung von € 20,3 Mio. (Vorjahr: € 14,3 Mio.). Der Gesamtleistung stehen Materialkosten in Höhe von € 16,6 Mio. (Vorjahr: € 4,0 Mio.) gegenüber, deren Anstieg durch die Buchung der aufgelaufenen Kosten des fertiggestellten Projektes in Allahabad, Indien begründet ist. Der Personalaufwand blieb im Berichtsjahr mit € 3,2 Mio. (Vorjahr: € 3,5 Mio.) nahezu unverändert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Berichtsjahr auf € 2,9 Mio. (Vorjahr: € 1,8 Mio.) erhöht. Grund hierfür ist die Ausbuchung von einer Forderung gegen eine ausländische Gesellschaft. Der Jahresüberschuss beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf € 0,5Mio. (Vorjahr: € 5,3 Mio.). Personal- und Sozialbereich Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigte das Unternehmen am Stammsitz 31 Mitarbeiter (Vorjahr: 32 Mitarbeiter). Forschung und Entwicklung Das Unternehmen ist, wie bereits in den letzten Jahren, weiterhin bestrebt den Fokus wieder verstärkt auf die Weiterentwicklung der Produktpalette zu legen. Ziel ist es bestehende Wettbewerbsvorteile zu halten und möglichst weiter auszubauen. In diesem Rahmen sollen neue Absatzmöglichkeiten erschlossen werden. Hierbei sieht Passavant vor allem Potenzial in der Effizienzsteigerung bei der Schlammtrocknung. Zudem sollen die Fähigkeiten der Gesellschaft im Bereich der Meerwasserentsalzung ausgebaut werden. Hierbei macht sich jedoch auch bereits der Mangel an Fachkräften bemerkbar. Die Gewinnung von Fachpersonal gestaltet sich nicht zuletzt durch den demografischen Wandel zunehmend als Herausforderung. Risiko- und Chancenmanagement Als Tochterunternehmen der Drake & Scull International PJSC (DSI), Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, ist die Gesellschaft in das konzernweite Kontroll- und Überwachungssystem der DSI-Gruppe integriert. Das bestehende Risiko- und Projektmanagementinstrumentarium stellt sicher, dass die Geschäftsführung der Gesellschaft drohende Vermögensrisiken sowie andere nachteilige Veränderungen der wirtschaftlichen Entwicklung frühzeitig erkennt, um wirksame Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die Ertragskraft der Gesellschaft hängt insbesondere von der erfolgreichen Abwicklung der sich in der Umsetzung befindlichen Anlagengeschäfte ab. Hierzu dienen Controlling- Auswertungen, die erkennbare Risiken bei der Auftragsabwicklung rechtzeitig aufzeigen. Das wichtigste Kapital der Gesellschaft sind ihre Mitarbeiter. Zentrale Aufgabe ist es daher, jederzeit über ausreichend hochqualifizierte Mitarbeiter an allen Standorten zu verfügen. Die Strategie der Gesellschaft ist es, vom deutschen Stammhaus aus, die einzelnen Niederlassungen und Betriebsstätten einheitlich nach den zentral vom Stammhaus aus vorgegebenen Richtlinien zu führen und zu kontrollieren. Chancen Das gesteigerte internationale ökologische Bewusstsein eröffnet dauerhaft neue Projektchancen. Insbesondere im Nahen und Mittleren Osten, Nordafrika sowie Indien mehren sich die Projekte der Gesellschaft. Die Finanzierungen erfolgen zunehmend aus eigenen Mitteln dieser Länder oder aus privaten Investitionsfonds. Mit der vorhandenen Technologie, den bestehenden guten Vertriebsbeziehungen und mit Unterstützung der Alleingesellschafterin, die in dieser Region beheimatet ist, werden sehr gute Projektchancen erwartet. Die Komplexität und Technologie moderner Wasser- und Abwasseranlagen erfordert im Betrieb Kenntnisse und Verfahrenswissen, das häufig in den Zielländern nicht vorhanden ist. Das Unternehmen sieht hier zukunftsbezogen gute Möglichkeiten, sich im operativen Betrieb von Wasser- und Abwasseranlagen zu platzieren und seine Geschäftstätigkeit in diesem Bereich auszubauen. Für die Region des Nahen und Mittleren Ostens sowie für Nordafrika, Osteuropa und Indien erwartet die Gesellschaft eine wesentliche Verbesserung ihrer Markt- und Erfolgsposition. Risiken Beschäftigungslücken Die Gesellschaft ist auf die mehrjährige Durchführung von mittleren Projektgrößen spezialisiert. Es können daher Beschäftigungslücken auftreten, wenn Folgegeschäfte nicht nahtlos auf abgeschlossene Projekte folgen. Risiken aus der Auswahl der Geschäftspartner Zur Absicherung von Risiken in der Projektabwicklung durch wirtschaftlich oder technisch nicht hinreichend leistungsfähige Partner und Unterlieferanten sichert sich Passavant durch diverse Versicherungen ab. So bestehen im Berichtsjahr eine Montageversicherung, Contractors-All-Risk Insurance und eine Third Party Liabilty Insurance. Diese sichern das Unternehmen gegen alle Risiken durch fehlerhafte Montage während der Projektausführung ab. Zudem vereinbart Passavant mit seinen Lieferanten die Bereitstellung von Gewährleistungsbürgschaften. Wird ein Projekt von mehreren Partnern gemeinsam abgewickelt, so wird in den Joint-Venture - und Konsortialverträgen auf das Verursacherprinzip abgestellt. Dies bedeutet, dass jeder Partner für die von ihm vertraglich übernommen Aufgaben alleinig haftbar ist. Die geschädigte Partei hat Schadensersatzansprüche gegenüber dem säumigen Partner. Hierbei ist zu beachten, dass gegen selbst verschuldete Verzugsschäden keine Absicherung getroffen werden kann; dies gehört zu den allgemeinen Geschäftsrisiken. Politische Risiken Dieses Risiko wird, ebenso wie das Risiko der Auswahl von wirtschaftlich oder technisch nicht hinreichend leistungsfähigen Partnern und Unterlieferanten, bei Anlagengeschäften kurzfristig als nicht bestandsgefährdend angesehen. Politischen Risiken, wie der in 2022 begonnene Ukraine-Krieg, versucht die Gesellschaft, durch steigende Internationalisierung und einem hohen Auftragseingang zu begegnen. Ein anderes Instrument zur Verringerung von Zahlungsausfallrisiken durch eine instabile politische Lage ist, dass sich das Unternehmen bevorzugt auf jene Ausschreibungen, bewirbt welche durch staatliche Entwicklungsbanken finanziert werden. Hier schätzt das Unternehmen die Ausfallrisiken als besonders gering ein. Die Vertragsmodalitäten von Passavant sehen zudem eine Absicherung gegen Höhere Gewalt vor. Hierbei werden die Vertragsparteien aller vertraglichen Verpflichtungen entledigt, insofern Höhere Gewalt sie an der Ausübung der selbigen hindert. Liquiditätsrisiko Weitere finanzwirtschaftliche Risiken stellen das Liquiditätsrisiko, das Forderungsausfallrisiko, sowie das Fremdwährungsrisiko dar. Im Anlagenbau ist neben einer Anzahlung die Zahlung nach Projektfortschritt die übliche Abrechnungsmethode. Trotz eines für jedes Projekt vorliegenden Zahlungsplans ist das Liquiditätsrisiko entsprechend hoch. Verzögerungen des Projektfortschrittes bzw. anderweitige Zahlungsverzögerungen können die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gefährden. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Passavant zu gewährleisten, hat die Gesellschafterin eine unbefristete Patronatserklärung gegenüber der Gesellschaft abgegeben. Die offenen Forderungen entfallen zum Großteil auf das Ausland. Etwaige Ausfallrisiken werden mittels angemessener Wertberichtigungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Demografische Entwicklung Vor dem Hintergrund eines hohen weltweiten Bedarfs an Fach- und Führungskräften und dem sich ausbreitenden Fachkräftemangels, insbesondere im Engineering, ist es für die Gesellschaft essenziell sich auch in Zukunft als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. Jedoch macht sich auch bei Passavant der demografische Wandel bemerkbar. In den nächsten Jahren erreicht ein Teil der hochspezialisierten Fachkräfte das Renteneintrittsalter und eine Neubesetzung vakanter Stellen gestaltet sich zunehmend als schwierig. Diesem Risiko versucht Passavant zu begegnen, indem sich die Gesellschaft durch zielgenaue Maßnahmen als attraktiver Arbeitgeber für besonders qualifizierte Mitarbeiter positioniert. Fremdwährungsrisiko Durch die internationale Ausrichtung des Unternehmens steigt das Fremdwährungsrisiko, das in der Vergangenheit durch Aufteilung des Gesamtauftragswertes in einen lokalen Währungsteil sowie einen Euro-Anteil weitestgehend reduziert werden konnte. Den Umsätzen in lokaler Landeswährung stehen Aufwendungen in gleicher Währung und ähnlicher Höhe gegenüber. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr Unser Konsortialpartner für das Projekt Chişinău, die Ludwig Pfeiffer Hoch- und Tiefbau GmbH & Co. KG aus Kassel, hat im Dezember 2021 Insolvenz angemeldet. Entgegen dem ursprünglichen Plan, die noch ausstehenden Arbeiten seitens Ludwig Pfeiffer von Passavant ausführen zu lassen, wurde seitens des Auftraggebers S.A. Apa Canal Chisinau die Vertragserfüllungsgarantie über 606 TEUR gezogen und der Vertrag zum 08.06.2023 gekündigt. Ausblick Für 2023 wurde bereits ein Auftrag für ein Projekt in Jordanien in Höhe von € 22 Mio. an Passavant vergeben. Für das Berichtsjahr 2023 war die Liquidität gesichert, was daran liegt, dass die Auftragsabwicklung mehrere Jahre dauert und Passavant nicht mit Zahlungsausfällen der Kunden rechnet. Der Fokus der Gesellschaft liegt auch in Zukunft weiterhin im Ausbau der Strategie als Generalunternehmer am Markt aufzutreten. Unser wachsender Kundenstamm stärkt unser Vertrauen, auch zukünftig erfolgreiche Projekte insbesondere in Indien, Osteuropa, dem Mittleren- und Fernen Osten sowie Nordafrika abzuschließen. Im Jahr 2023 wurde das Projekt in Chişinau, dessen Vertrag aufgrund der Insolvenz unseres Konsortialpartners gekündigt wurde, abgerechnet. Die Geschäftsführung erwartet für das Jahr 2023 ein ausgeglichenes Ergebnis. Im Jahr 2023 hat die Gesellschaft ein neues Projekt in Jordanien (Auftragssumme € 22 Mio.) erhalten, im Jahr 2024 einen weiteren Auftrag mit einer Auftragssumme von € 44 Mio. für ein Projekt in Saudi-Arabien. Für das Jahr 2024 wird keine Fertigstellung von Projekten erwartet.
Frankfurt, den 12. September 2024 Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Passavant Energy & Environment GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Passavant Energy & Environment GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Passavant Energy & Environment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Frankfurt am Main, den 12. September 2024 SMC
Revisions- und Treuhand GmbH
Dr. Thomas Schinog, Wirtschaftsprüfer Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und / oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HGB hin. |
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