VOSSKO GmbH & Co. KGLiquidiert
48346 Ostbevern, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
2 von 3 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VOSSKO GmbH & Co. KGOstbevernJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtI. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Wir sind ein Unternehmen, mit Standort in Ostbevern, Deutschland, das unterschiedlich hoch veredelte, tiefgefrorene und komplett gegarte Nahrungsmittel aus Geflügel, Schweinefleisch bzw. Rindfleisch und Soja für private Verbraucher, industrielle Verarbeiter und professionelle Köche im In- und Ausland herstellt. Viele Produkte davon werden von uns fettfrei oder fettarm auf Teflonbändern gegart. Durch Schneiden, Toppen, Marinieren, Füllen, Panieren, Spießen und Kalibrieren veredeln wir hochwertige Basisartikel zu attraktiven Vossko-High-Convenience-Produkten. Seit dem Jahr 2018 stellen wir auch Nahrungsmittel für die Kühlung her. Zu unseren Kunden zählen bedeutende Einzelhandelsketten und Marktführer. Das Unternehmen wurde Anfang der 80er Jahre als Familienbetrieb gegründet und wird heute in zweiter Generation durch die Familie geführt. Die Betriebsgebäude werden im Wesentlichen von der Vosskötter GmbH & Co. KG angemietet. Teile des beweglichen Anlagevermögens werden ebenfalls von der Vosskötter GmbH & Co. KG sowie der CD Verwaltungs GmbH gemietet. Seit dem Jahr 2004 wird zusätzlich im Betrieb des brasilianischen Unternehmens Vossko do Brasil Alimentos Congelados LTDA. in Lages im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina produziert. Mit Verschmelzungsvertrag vom 01.12.2020 sind die verbundenen Unternehmen Vosskötter Handels GmbH & Co. KG, Glanerhof Handels GmbH & Co. KG, BeverCool GmbH & Co. KG, ZA - ZC Handels GmbH & Co. KG, ZF - ZK Handels GmbH & Co. KG, ZQ - ZR Handels GmbH & Co. KG, XA - XT Handels GmbH & Co. KG sowie WR Handels GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 02.01.2020 auf die VOSSKO GmbH & Co. KG verschmolzen worden. Mit weiteren Verschmelzungsverträgen vom 31.05.2021 sowie vom 27.03.2023 sind die verbundenen Unternehmen XY Handels GmbH & Co. KG, XZ Handels GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 02.01.2021 sowie die WT Handels GmbH & Co. KG, WU Handels GmbH & Co. KG und WV Handels GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 02.01.2023 ebenfalls auf die VOSSKO GmbH & Co. KG verschmolzen worden. 2. Forschung und Entwicklung Die Entwicklung von neuen Produkten erfolgt ausschließlich im Hause VOSSKO in einer eigenen Entwicklungsabteilung. Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die Erarbeitung neuer Zubereitungs- oder Verarbeitungstechniken, um Produkte unter besten hygienischen Voraussetzungen noch schonender, schmackhafter und einmaliger herzustellen. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser hochqualifiziertes Mitarbeiterteam. Dieses besteht aus 6 Mitarbeitern. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 71 bemusterte Neuartikel eingeführt mit denen einen Gesamtumsatz in Höhe von rd. 4,3 Mio. Euro (rd. 1,9 % vom Umsatz) erzielt werden konnte. Im Geschäftsjahr haben wir T€ 407 (rd. 0,2 % vom Umsatz) für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Ein neu gegründetes Kreativteam ist seit Juni 2017 aktiv in der Produktentwicklung neuer Convenience-Felder tätig. Hieraus erwartet das Unternehmen margenstarke Artikel-Neulistungen. Andere wesentliche Veränderungen gegenüber dem Vorjahr sind nicht eingetreten. II. Wirtschaftsbericht 1. Rahmenbedingungen im Markt & der Branche KONJUNKTURELLE SITUATION Im Geschäftsjahr 2023 blieben die wirtschaftlichen Bedingungen herausfordernd. Die Energiekrise und die hohe Inflation schwächten den privaten Konsum erheblich. Internationale Konflikte verschärften sich weiter und hatten ebenfalls einen stark negativen Einfluss auf die Wirtschaft, was zu einer Stagnation des realen Bruttoinlandsproduktes in Deutschland und im Euro-Raum führte.Besondere Herausforderungen ergaben sich auf dem Arbeitsmarkt. Einerseits stiegen die Löhne und Gehälter inflationsbedingt unerwartet stark an. Die Idee einer Inflationsausgleichsprämie wurde von den Gewerkschaften nur bedingt als Sonderlösung für die außergewöhnliche Situation akzeptiert. Gleichzeitig zeigten sich erstmals in bestimmten Bereichen deutliche Anzeichen von Arbeitskräftemangel. Drastische klimatische Extremereignisse, wie Hochwasser in einigen Regionen und Dürre in anderen, beeinträchtigten die Ernten stark und erschwerten die Beschaffung von Rohmaterial erheblich. Auch die politischen Entscheidungen in Deutschland und Europa trugen zu einer starken Verunsicherung bei Industrie und Verbrauchern bei.Alles in allem war es ein herausforderndes Umfeld. HERAUSFORDERNDE RAHMENBEDINGUNGEN Das vergangene Jahr war nach wie vor von Unsicherheit geprägt. Die Warenversorgung, die bereits während der Pandemie problematisch war, hat sich mit dem Krieg in der Ukraine weiter verschärft. Aufgrund der Abhängigkeit von russischem Gas war es notwendig, gleichzeitig die Energieversorgung zu sichern. Das Tagesgeschäft erforderte mehr denn je, Einsparungsmöglichkeiten zu identifizieren, alternative Lieferanten zu finden, Lagerbestände aufzubauen und jederzeit volle Transparenz über die Kostenlage sowie aktuelle Produktkalkulationen zu haben. Basierend auf dieser Grundlage war es notwendig, mehrfach mit unseren Kunden europaweit notwendige Preiserhöhungen zu vereinbaren. Im Durchschnitt des Jahres 2023 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 5,9 % im Vergleich zu 2022. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) war die Inflationsrate für 2023 damit geringer als im Vorjahr, als sie bei 6,9 % lag. Im Dezember 2023 betrug die Inflationsrate, gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) im Vergleich zum Vorjahresmonat, 3,7 %. Damit verstärkte sie sich gegen Ende des Jahres, nachdem sie in den vorangegangenen Monaten rückläufig gewesen war. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html Stand: 16. Januar 2024). Im Jahr 2023 stiegen die Preise für Nahrungsmittel erneut deutlich für die Verbraucherinnen und Verbraucher um 12,4 % im Vergleich zu 2022. Bereits im Vorjahr hatte die Teuerungsrate mit 13,4 % deutlich über der Gesamtinflation gelegen. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren nahezu alle Nahrungsmittel von Preiserhöhungen betroffen. Besonders stark verteuerten sich beispielsweise Brot und Getreideerzeugnisse (16,4 %), Molkereiprodukte und Eier sowie Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (15,7 %). Auch andere Nahrungsmittelgruppen wie Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte (14,7 %) oder Gemüse (13,3 %) verteuerten sich 2023 im Vergleich zu 2022 überdurchschnittlich stark. Im Gegensatz dazu verbilligten sich im Jahresdurchschnitt 2023 Speisefette und Speiseöle um -3,5 %, darunter eine Reduzierung von Butter um -17,8 %. (Quelle: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html Stand: 16. Januar 2024). DER MARKT FÜR TIEFKÜHLKOST IM JAHR 2023 "Tiefkühlkost bleibt auch nach einem herausfordernden Jahr 2023 ein wichtiger Frequenzbringer im Lebensmitteleinzelhandel" Im turbulenten Jahr 2023 verzeichnete der Tiefkühlkostsektor ein zweistelliges Umsatzwachstum von 12,8 %. Laut GfK ist dies hauptsächlich auf die gestiegenen Verbraucherpreise zurückzuführen: Der Kilopreis für die gesamte Kategorie erhöhte sich im vergangenen Jahr um 11,9 % - im Durchschnitt von 4,75 € auf 5,31 €. Angesichts dessen überrascht es nicht, dass im Tiefkühlbereich die Handelsmarken die Gewinner des Jahres waren. Sie verzeichneten preisbedingt einen Anstieg von plus 20,3 %. während die Markenprodukte lediglich um plus 6,5 % zulegten. Die Top-3-Segmente mit deutlich zweistelligen Umsatzzuwächsen im Jahr 2023 waren laut GfK Getreide-/Mehlprodukte (plus 41,5 %), TK-Kartoffelprodukte (plus 28,4 %) und TK-Desserts (plus 20,3 %). Das geringste, jedoch immer noch positive Umsatzwachstum verzeichneten die TK-Imitate (Fisch-/Fleischersatz) mit plus 4,9 %. (Quelle: https://lebensmittelpraxis.de/sortiment/39543-tiefkuehlkost-tk-trend-fingerfood.html Stand: 29. Februar 2024) VOSSKO bewegt sich sowohl im Lebensmitteleinzelhandel aber auch im Fleischersatz-Markt und trägt zu dieser Entwicklung bei VOSSKO hat es auch im Jahr 2023 geschafft, sich in diesem Umfeld weiter erfolgreich zu etablieren. 2. Geschäftsverlauf Im Jahr 2023 haben wir den Umsatz (Brutto; exkl. Erlösschmälerungen) der VOSSKO gegenüber dem Vorjahr nicht steigern können. Der Umsatz sank um 1,5 % auf 225,0 Mio. Euro (Vj: 228,5 Mio. Euro). Gegenläufig entwickelte sich die Absatzmenge. Diese stieg um 3,6 % auf 55,2 Tt (Vj: 53,3 Tt).VOSSKO gliedert sein Kerngeschäft in vier Fachabteilungen: Lebensmitteleinzelhandel (LEH), Export, Industrie und Foodservice. Die übrigen Umsätze sind der Fachabteilung „Sonstige“ zugeordnet. Die Umsätze in den einzelnen Fachabteilungen entwickelten sich unter Berücksichtigung der Erlösschmälerungen wie folgt:VOSSKO’s größter Absatzmarkt, der LEH war weiterhin das umsatzstärkste Segment. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr um 11,7 % gesteigert werden. Kausal dafür war die gesteigerte Verkaufsmenge, die das reduzierte Preisniveau ausglich. Letzteres wurde auch durch die vermehrte Lohnfertigung negativ beeinflusst (Erhalt eines Lohnfertigungssatzes statt eines Brutto-Verkaufspreises). Auf die Artikel bezogen zeigte sich der Verkauf von TK- und frischen Fleischartikeln beständig. Der Veggie-Bereich legte stark zu, wenngleich der Anteil im Vergleich mit Fleischartikeln unterdimensioniert ausfiel. Der Industrie-Bereich konnte gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzplus von 10,4 % verzeichnen. Die Entwicklung war auf die gesteigerten Abverkäufe bei stabilen Verkaufspreisen zurückzuführen. Hinsichtlich der Artikel blieb der Abverkauf von TK-Artikeln und Fleischersatzprodukten konstant. Der Export-Bereich hat gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzminus von 26,5 % verzeichnet. Dies resultierte aus der reduzierten Absatzmenge, welche wiederrum auf den starken Preisdruck in allen ausländischen Märkten zurückzuführen war. Auf die Absatzstruktur bezogen blieben die tiefgekühlten und frischen Fleischprodukte sowie der Veggie-Bereich in ihren Anteilen stabil. Der Foodservice-Bereich konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Umsatzplus von 19,8 % erzielen. Ausschlaggebend dafür war die Kombination aus gesteigerten Abverkäufen und stabilen Verkaufspreisen. Bei den Verkäufen blieben die TK-Fleischartikel beständig. Der Bereich der Fleischersatzprodukte legte hingegen weiter zu. 3. Lage Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor gut a) Ertragslage Unsere wesentlichen Ergebnisquellen stellen im Lebensmitteleinzelhandel die Tiefkühl-Convenienceprodukte dar. Diese machen 43,3 % der gesamten Umsätze aus. Unsere Umsätze hängen hier stark von der Sortimentspolitik der Einzelhandelsketten ab. Die Materialaufwandsquote hat sich im Jahr 2023 positiv verändert. Die Quote verbesserte sich auf 62,3 % (Vj. 67,2 %). Einhergehend damit verbesserte sich auch die Rohertragsquote auf 37,7 % (Vj. 32,8 %). Die Verbesserung resultierte aus den gesunkenen Einsatzkosten pro kg, welche sich in Korrelation zu den Preisrückgängen auf der Absatzseite entwickelten. Die Effekte zeigen sich vor allem beim Einkauf der Rohware Hähnchen. Die Auswirkungen der Lohnfertigungen wirkten sich hier positiv aus (nur reine Produktionskosten; Rohware wird vom Kunden zur Verfügung gestellt). Die Personalaufwendungen sind von 34,7 Mio. Euro auf 42,5 Mio. Euro angestiegen. Die Personalaufwandsquote liegt bei 18,8 % gegenüber dem Vorjahr (14,9 %). Gegenüber dem Vorjahr war ein absoluter Anstieg von rd. 22 % zu verzeichnen, welcher auf Basis des organischen Mitarbeiteraufbaus erfolgte, dem gesetzlichen Verbot des Einsatzes von Leiharbeitnehmern, inflationsbedingter Lohn- und Gehaltsanpassungen sowie auch der freiwillig gezahlten Inflationsausgleichsprämie geschuldet war. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 1,2 Mio. Euro auf 36,0 Mio. Euro gestiegen. Es gab Mehraufwendungen im sonstigen Betriebsaufwand (u.a. Konventionalstrafen, Raumkosten, Berufskleidung, Leasing, Instandhaltungsaufwendungen). Zusätzlich wiesen einige Positionen einen teilweise überproportionalen Charakter zur Leistungserbringung auf (u.a. Ausgangfrachten). Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.898,1 auf T€ -2.634,5 verschlechtert. Dies resultiert insbesondere aus dem deutlichen Anstieg des Zinsniveaus. Der Ertragsteueraufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 188,3 auf T€ 787,5 reduziert. Dies ist insbesondere auf die Verschlechterung des Jahresüberschusses zurückzuführen. Der Jahresüberschuss ist um T€ 1.780,1 auf T€ 3.475,0 gesunken. b) Finanzlage Die VOSSKO GmbH & Co. KG übernimmt seit 2019 die Funktion der Poolführerin im Rahmen des Cash-Managements der Unternehmensgruppe. Zur Sicherung des Liquiditätsbedarfs der Unternehmensgruppe hat sie als Kreditnehmerin Kredite bei diversen Banken mit einer mittelfristigen Laufzeit aufgenommen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten im Wesentlichen innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die ausreichende und fristgerechte Versorgung mit liquiden Mitteln gilt als oberstes Ziel des Finanzmanagements, um Skontierungserträge bei abzugsberechtigten Zielen wahrnehmen zu können. Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Aus dem Cash Flow aus dem laufenden Geschäftsjahr konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Zufluss in Höhe von T€ 13.319,1 (Vorjahr: T€ 2.674,6) generiert werden. Der Liquiditätsbedarf im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit konnte vollständig aus dem Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit generiert werden. Darüberhinaus wurden die überschießenden Beträge sowie vorhandene Liquiditätsreserven für die Tilgung von Darlehen sowie für Auszahlungen an Gesellschafter genutzt. Das wirtschaftliche Eigenkapital belief sich bei einer Bilanzsumme von T€ 70.593,3 (Vj: T€ 79.349,2) auf T€ 12.241,7 (Vj: T€ 19.045,7). Daraus resultiert eine wirtschaftliche Eigenkapitalquote von 17,3 % (Vj: 24,0 %). Das Investitionsvolumen betrug T€ 1.801,2 (Vj: T€ 977,2). Zu den wesentlichen Investitionen zählten:
Die Investitionen lagen oberhalb des Vorjahresniveaus und konnten aus dem Finanzmittelfonds zum Vorjahresstichtag bzw. im Rahmen der Finanzierungstätigkeit getätigt werden. Damit war die VOSSKO GmbH & Co. KG im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. An außerbilanziellen Finanzierungsmitteln wurden im Berichtsjahr Leasingfinanzierungen vorgenommen. Außerhalb der Unternehmensgruppe Vosskötter hat die VOSSKO GmbH & Co. KG zum Stichtag 31.12.2023 eine restliche Verpflichtung in Höhe von T€ 379 (Vj: T€ 231). c) Vermögenslage Die Vermögens- und Kapitalstruktur stellt sich wie folgt dar: Die Bilanzsumme verringerte sich um 11,0 %. Dies ist im Wesentlichen auf die effizientere Ausnutzung zur Verfügung stehender Kreditlinien bei Finanzierungspartnern zurückzuführen. Wichtigste Einzelposition des kurzfristig gebundenen Vermögens waren die Vorräte mit T€ 48.308 (Vj: T€ 50.088). Das bilanzielle Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verändert. Es beläuft sich auf T€ 11.627 (Vj: T€ 11.624). Insgesamt nahmen die Verbindlichkeiten von T€ 61.723 auf T€ 52.544 ab. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerten sich um T€ 5.606, die Lieferantenverbindlichkeiten erhöhten sich um T€ 1.107 und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um T€ 1.824. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern verringerten sich um T€ 6.807. Die aktuelle Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage wird von uns als gut beurteilt. 4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzrendite, Eigenkapitalrendite und Gesamtkapitalrendite heran. Bis auf die Kennzahl Umsatzrendite zeigen alle anderen eine leichte Zunahme. Die Eigenkapitalrendite hat sich aufgrund des verbesserten Verhältnisses von Jahresüberschuss zu wirtschaftlichen Eigenkapital gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Die Gesamtkapitalrendite hat sich aufgrund der Reduzierung der Bilanzsumme ebenfalls leicht verbessert. Die Kennzahlen sind alle im positiven Bereich und werden von uns als zufriedenstellend beurteilt. b) Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Unsere wesentlichen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zur internen Unternehmenssteuerung sind Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit sowie Nachhaltigkeit. Als weiteren nichtfinanziellen Leistungsindikator zieht die VOSSKO noch die Produktionsmenge heran. Diese ist im Vergleich zum Vorjahr (39.321 Tonnen) um 379,00 Tonnen auf 39.700 Tonnen gestiegen. Damit wurde die im Vorjahr prognostizierte Steigerung der Produktionsmengen erreicht. Im Bereich der Arbeitnehmer hat sich die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer einschließlich der zu ihrer Ausbildung Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr von 800 auf 855 Mitarbeiter erhöht. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit beträgt 9,9 Jahre (Vorjahr 10,1 Jahre) und das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter beträgt 42 Jahre. Unser Bestreben ist es, unsere Mitarbeiter möglichst lange an das Unternehmen zu binden. Dies bestätigt uns die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiter von 9,9 Jahren. Bei den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben wir unsere Ziele teilweise erreicht, indem wir das Niveau der Vorjahre nahezu beibehalten konnten. Für VOSSKO sind Energieeinsparung und Energieeffizienz wichtige Bausteine der Nachhaltigkeit. Daher verpflichten wir uns und unsere Mitarbeiter den Energiebedarf und damit die CO2 - Emissionen fortwährend zu reduzieren und die energetische Leistung kontinuierlich zu verbessern. VOSSKO verfügt über ein zertifiziertes Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001. Die jährlichen Überprüfungsaudits belegen die kontinuierliche Weiterentwicklung des Systems. 5. Gesamtaussage Vergleicht man die erzielten Umsatzerlöse unter Abzug der Erlösschmälerungen und der aufgrund der mit Großkunden vereinbarten Zahlung von Werbekostenzuschüssen, ergibt sich eine Reduzierung des Umsatzes von 1,6 % (2023: T€ 221.879,9; 2022: T€ 225.519,2). Unter Außerachtlassung der Werbekostenzuschüsse hat die VOSSKO den Umsatz (Brutto; exkl. Erlösschmälerungen) gegenüber dem Vorjahr nicht steigern können. Der Umsatz verringerte sich um 1,5 % auf 225,0 Mio. Euro (Vj: 228,5 Mio. Euro). Insgesamt hat sich die wirtschaftliche Lage von VOSSKO in 2023 nicht wesentlich verändert. III. Prognosebericht Die Geschäftsleitung erstellt die Prognose, die aufgrund ihrer Zukunftsorientierung generell mit Unsicherheiten behaftet ist, nach pflichtgemäßem Ermessen sowie nach bestem Wissen und Gewissen. Angesichts der Vielzahl internationaler Krisenherde, der anhaltenden politischen Spannungen im In- und Ausland sowie der zunehmend unberechenbaren klimatischen Bedingungen gestaltet sich eine sichere Prognose über den Verlauf des laufenden Geschäftsjahres als herausfordernd. Grundsätzlich erwarten wir, dass sich das Niveau der letzten Monate in Bezug auf Kosten und Abgabepreise über alle Märkte hinweg im Verlauf des Jahres fortsetzen wird. Eventuelle Veränderungen in den Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel Zölle, Logistikkosten, Ernteausfälle und andere unvorhersehbare Herausforderungen, werden eng mit unseren Lieferanten und Kunden abgestimmt, um schnell gemeinsame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Auch im neuen Geschäftsjahr streben wir danach, die Qualität unserer Produkte weiter zu steigern, um nachhaltiges Wachstum im Jahr 2024 zu erreichen. Basierend darauf prognostizieren wir für die VOSSKO für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzwachstum von 3 % bis 5 % und einen Jahresüberschuss in Höhe von etwa 4 % des Umsatzes. Wir streben danach, unser Geschäft in enger Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitenden sowie unseren Partnern im Handel und Lieferantenkreis erfolgreich zu führen. Gestützt auf diese vertrauensvolle Zusammenarbeit sehen wir uns für das Geschäftsjahr 2024 gut gerüstet. Für das Jahr 2024 planen wir mit einer durchschnittlichen Produktionsleistung in Höhe von 151 Tonnen pro Arbeitstag. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. IV. Chancen- und Risikobericht ALLGEMEINE RISIKEN Das Unternehmen übernimmt die unternehmerischen Risiken des Marktes, zu denen unter anderem die Entwicklung und Vermarktung neuer Produkte, die Absatzentwicklung in den Vertriebskanälen und die Qualität unserer Produkte gehören. Alle Risiken, die nicht direkt zu den Geschäftsbereichen des Unternehmens gehören, wie beispielsweise Haftpflicht- oder Sachschadenrisiken, werden, soweit sinnvoll, auf Dritte übertragen. Zusätzlich implementiert VOSSKO einen Verhaltenskodex für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um einen verantwortungsvollen Umgang untereinander, mit Geschäftspartnern, in Bezug auf Daten sowie in Bezug auf die Umwelt zu fördern. PRODUKTRISIKEN Unsere oberste Priorität liegt auf Qualität und Produktionssicherheit. Wir streben kontinuierlich danach, die Lebensmittelsicherheit und unsere Kultur der Lebensmittelsicherheit zu verbessern. Die Qualität unserer Rohstoffe wird durch Audits bei unseren Lieferanten vor Ort sowie durch Eingangskontrollen in unserem Werk sichergestellt. Trotz aller Sorgfalt können unsere Qualitätskontrollen keine hundertprozentige Sicherheit für die einwandfreie Qualität der Rohstoffe gewährleisten, da die Nachweisgrenzen für Fremdstoffe immer niedriger werden und es sich bei den Kontrollen lediglich um Stichproben handelt. Derzeit konzentrieren wir uns intensiv auf die Implementierung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG), das ab dem 01.01.2025 für Unternehmen unserer Größe in Kraft treten wird.Auch unsere internen Prozesse entlang der Wertschöpfungskette werden regelmäßig nach dem International Food Standard (IFS) zertifiziert. Das Audit im Jahr 2023 wurde auf einem gehobenen Niveau erfolgreich abgeschlossen. BESCHAFFUNGSMARKT Die Produktion von Tiefkühlkost erfordert den Einsatz einer Vielzahl von nachwachsenden Rohstoffen aus verschiedenen Ländern, die einer Vielzahl von Schwankungen unterliegen können. Dies kann zu deutlichen Veränderungen der Rohstoffpreise führen, die möglicherweise nicht sofort an die Kunden weitergegeben werden können, abhängig von der Wettbewerbs- und Vertragslage. Durch die Zusammenarbeit mit strategischen Lieferanten wird versucht, diese Schwankungen auszugleichen und Abhängigkeiten zu minimieren. Es ist auch wichtig, mehrere Lieferanten in verschiedenen Regionen für kritische Materialien zu etablieren. Aufgrund der Begrenzungen bei langfristigen Lagerbeständen unterliegt die Preisgestaltung grundlegenden Risiken und Chancen. Vereinbarungen mit Kunden über Preise, die länger als sechs Monate gültig sind, erhöhen unser Risiko oder unsere Chance, da wir in der Regel nicht langfristig genug Rohstoffe beschaffen können. Deshalb versuchen wir, soweit möglich, solche langfristigen Verträge zu vermeiden. Dies ist jedoch nicht immer möglich aus Wettbewerbsgründen. Alternativ können Preisgleitklauseln für bestimmte Rohstoffe in die Preisvereinbarungen einbezogen werden, was je nach Wettbewerbssituation ebenfalls nicht immer machbar ist. ENERGIEVERSORGUNG Durch den Krieg in der Ukraine ist die Energieversorgung in Europa deutlich unsicherer geworden, was zu starken Preisanstiegen geführt hat. Ein alternativer Einsatz von Öl und Gas in der Produktion ermöglicht es uns, flexibel auf Preis- und Versorgungsrisiken zu reagieren. Innerhalb von VOSSKO und in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern wird der Aufbau einer regenerativen Energieversorgung intensiv vorangetrieben, um mittelfristig zusätzliche Unabhängigkeit zu erlangen. WÄHRUNGSSITUATION Währungsbedingte Preisschwankungen bei Rohstoffen haben einen erheblichen Einfluss auf die Herstellungskosten unserer Produkte. Diese Schwankungen können die Rohertragsmargen und das Jahresergebnis negativ beeinflussen. Ein Teil unserer Rohstoffe wird von internationalen Märkten bezogen und größtenteils in US-Dollar abgerechnet. Um das Wechselkursrisiko abzusichern, setzen wir auf marktübliche Optionen und Termingeschäfte. Im Allgemeinen führt eine Verschlechterung des EUR/USD-Verhältnisses zu höheren Kosten für den Warenbezug und umgekehrt. Die Absicherung der Wechselkursrisiken kann nur begrenzt das Risiko dauerhaft steigender US-Dollar-Kurse ausgleichen. Jedoch ergeben sich auch Chancen aus einem Rückgang der US-Dollar-Kurse. ABSATZMARKT Die zunehmende Konzentration im Handel birgt Risiken durch mögliche Wegfälle von Großverträgen. Jedoch wird die breite Kundenstruktur des Unternehmens, einschließlich der Belieferung von Heimdiensten, Großverbrauchern und Industriekunden, genutzt, um Schwankungen bei einzelnen Kunden abzufedern. Um das Risiko von Forderungsausfällen zu begrenzen, nutzen wir sowohl teilweisen Forderungsverkauf mit Risikoübertragung als auch Kreditversicherungen mit üblichen Selbstbeteiligungen für nicht verkaufte Forderungen. Zusätzlich setzen wir ein konsequentes Mahnwesen ein. Der Markt für Tiefkühlkost ist grundsätzlich einem ständigen Wandel unterworfen. Wettbewerber können Produktentwicklungen schneller aufgreifen oder technologische Fortschritte erzielen. Als innovatives und kundenorientiertes Unternehmen ist VOSSKO jedoch flexibel und reaktionsschnell, um den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. Unsere umfangreiche Rezepturdatenbank ist dabei ein wichtiges Instrument. Daher bleibt unser Motto: Nicht alles ist machbar, aber vieles ist möglich! FINANZIERUNG Unsere Finanzierungsfähigkeit basiert auf unserer Kreditwürdigkeit. Über die kontinuierliche Verbesserung unserer Ergebnis- und Bilanzstruktur eröffnen wir uns am Markt Fremdfinanzierungspotential, das aufgrund von langjährigen Bankpartnerschaften sehr kurzfristig zur Verfügung steht. Durch die Ausnutzung von Kreditlinien schaffen wir zusätzliche Flexibilität in der kurzfristigen Finanzierung. Wir unterliegen grundsätzlich dem Zinsänderungsrisiko des Kapitalmarktes, das aktuell als eher gering eingeschätzt werden kann. Der im Juni 2019 abgeschlossene Betriebsmittel-Kreditvertrag enthält übliche Regelungen, wie z.B. Verpflichtungen zur Einhaltung von Finanzkennzahlen und Kündigungsrechte etc. Diese Finanzkennzahlen wurden von der Unternehmensgruppe Vosskötter zu den jeweiligen Stichtagen eingehalten. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Risiken von Fremdwährungsschwankungen bestehen nur in einem sehr geringen Umfang. Rechtliche Risiken Rechtliche Risiken sind nicht bekannt. Kritische Würdigung von Risiken und Chancen Die Chancen und Risiken für VOSSKO werden kontinuierlich über das Jahr hinweg überwacht. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Risiko veränderter Kosten, da dies das Jahresergebnis maßgeblich beeinflussen könnte. Bei einer negativen Entwicklung könnte eine Erhöhung der Abgabepreise an den Handel nur mit Zeitverzug erfolgen. Basierend auf den heute verfügbaren Informationen kann festgestellt werden, dass aktuell und in absehbarer Zukunft keine Risiken erkennbar sind, die den Fortbestand der VOSSKO gefährden könnten.
Ostbevern, am 12. Juni 2024 VOSSKO GmbH & Co. KG Dietmar Vosskötter, Geschäftsführer Clemens Vosskötter, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die VOSSKO GmbH & Co. KG hat ihren Sitz in Ostbevern. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Münster unter HRA 8416 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt und gegliedert. Die Gesellschaft erfüllt hinsichtlich der Bilanzsumme, Umsatzerlöse und der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer die Merkmale einer großen Personenhandelsgesellschaft gemäß § 267Abs. 3 HGB i.V.m. § 264a Abs. 1 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungsmethoden entsprechen den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und den gesetzlichen Vorschriften. Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgte unter Beachtung der handelsrechtlichen Grundsätze. Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Die angewandten Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr übernommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Soweit sie der Abnutzung unterliegen, werden planmäßige Abschreibungen nach der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabelle vorgenommen. Es findet im Wesentlichen die lineare Abschreibungsmethode Anwendung. Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend seiner geschätzten Nutzungsdauer von zwei Jahren abgeschrieben. Diese Nutzungsdauerschätzung ist durch die Laufzeit wichtiger Referenzmengen zur zollbegünstigten Einfuhr begründet. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens, deren Anschaffungskosten € 800,00 nicht übersteigen (Geringwertige Wirtschaftsgüter), werden aus Vereinfachungsgründen im Zugangsjahr im Einklang mit den steuerlichen Vorschriften voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert. Sowohl bei dauernden als auch bei nicht dauernden Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips gemäß § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Der Warenbestand wurde mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert. Die Herstellungskosten der fertigen Erzeugnisse umfassen neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des durch die Fertigung bedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens; Fremdkapitalzinsen werden nicht als Bestandteil der Herstellungskosten berücksichtigt. Für im Werkstattbereich der Berichtsgesellschaft gelagerte Verschleiß- und Ersatzteile für den Bereich Produktion wird ein Festwert nach § 240 Abs. 3 HGB gebildet. Bei dem Festwert ist von einem regelmäßigen Ersatz auszugehen, die Bestände unterliegen in Größe, Zusammensetzung und Wert nur geringen Schwankungen und sein Gesamtwert ist von nachrangiger Bedeutung. Im Berichtsjahr wurde die turnusmäßige körperliche Bestandsaufnahme gem. § 240 Abs. 3 S.2 HGB durchgeführt und eine Wertanpassung in Höhe von T€ 210,0 (Mehrbestand) vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem niedrigeren beizulegendenWert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch die Bildung einer Einzelwertberichtigung berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die um den Bestand der versicherten Forderungen bereinigten Netto-Forde rungen angemessen Rechnung getragen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Bankbestände in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs, d.h. zum Euroreferenzkurs, am Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB bewertet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Kassenbestände und Bankguthaben werden jeweils zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Die Rückstellung für langfristig fällige Verpflichtungen wurde nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und auf den Bilanzstichtag abgezinst. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Als Abzinsungsfaktor wurde der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangensieben Jahre von 1,74 % angesetzt. Verbindlichkeiten werden unter Berücksichtigung des sog. Höchstwertprinzips für Schulden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. 4. Erläuterungen zur Bilanz 4.1 Aktivseite Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Blatt 9). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 5.501 (Vorjahr: T€ 6.029) sind sachlich in Höhe von T€ 5.344 (Vorjahr: T€ 5.565) den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 157 (Vorjahr: T€ 465) den Sonstigen Vermögensgegenständen zuzurechnen. Die Forderungen gegen persönlich haftende Gesellschafter sind sachlich in voller Höhe auch den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie sonstigen Vermögensgegenständen zuzurechnen. Die Forderungen gegen Kommanditisten sind in Höhe von T€ 159 (Vorjahr: T€ 124) sachlich den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen so wie zugleich den Forderungen gegen verbundene Unternehmen zuzurechnen. Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen wie folgt: • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: T€ 54,0 (passiv) • Geschäfts- oder Firmenwert: T€ 2,6 (passiv) • Sonstige Rückstellungen: T€ 536,6 (aktiv) Die sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechtsnach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht als aktive latente Steuer in der Bilanz angesetzt. 4.2 Passivseite Die Rückstellung für Jubiläumszahlungen wurde nach der versicherungsmathematischen projected unitcredit method (PUC-Methode) berechnet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): • durchschnittlicher Marktzins von 1,74 % für eine Laufzeit von sieben Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde • Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,75 % p.a. nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit • Sterbetafel nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Die Sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Verpflichtungen aus Resturlaub und Gleitzeitguthaben (T€ 3.803,3), Jubiläumszahlungen (T€ 632,2), ausstehende Rechnungen (T€ 602,8), Provisionen (T€ 120,0) sowie Werbekostenzuschüsse und Erlösschmälerungen (T€ 384,0). Die Angaben zu den Restlaufzeiten (RLZ) und Besicherungen der Verbindlichkeiten sind dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen:
In Klammern angegebene Werte betreffen Vorjahreszahlen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch gesamtschuldnerische Mithaft von verbundenen Unternehmen besichert. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 10.371 (Vorjahr: T€ 8.547) sind sachlich in Höhe von T€ 1.476 (Vorjahr: T€ 2.479) den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von T€ 8.895 (Vorjahr: T€ 6.068) den sonstigen Verbindlichkeiten zuzurechnen. Die Verbindlichkeiten gegenüber persönlich haftenden Gesellschaftern (T€ 298; Vorjahr: T€ 263) sind sachlich in voller Höhe den sonstigen Verbindlichkeiten zuzurechnen. Des Weiteren ist in den Verbindlichkeiten gegenüber Kommanditisten in Höhe von T€ 317 (Vorjahr: T€ 7.159) sachlich ein den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zuzurechnen der Betrag in Höhe von T€ 317(Vorjahr T€ 284) ent halten. 4.3 Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen folgende Haftungsverhältnisse im Sinne der §§ 251, 268 Abs. 7 HGB: Die VOSSKO GmbH & Co. KG haftet für Verbindlichkeiten verbundener Unternehmen im Sinne der §§ 251, 268 Abs. 7 HGB in folgender Höhe:
Die VOSSKO GmbH & Co. KG haftet zusätzlich als Mitversicherte analog § 778 BGB für eine Bietungsbürgschaft der Gesellschafterin in Höhe von Nominal T€ 7.500, welcher - wirt schaftlich gesehen -kein Risiko gegenüber steht. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Bürgschaften, gesamtschuldnerischer Mithaft und Sicherungsübereignung schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB). 4.4 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Sonstigen finanziellen Verpflichtungen i. S. d. § 285 Nrn. 3, 3a HGB zum Bilanzstichtag, die nicht in der Bilanz erscheinen und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, setzen sich wie folgt zusammen:
Weitere Vorteile und Risiken über den eigentlichen Zweck hinaus bestehen nicht. Die VOSSKO GmbH & Co. KG hat zum 31.12.2023 einen Teil ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen von Asset-backed-securi ties-Transaktionen veräußert. Diese Maßnahme diente neben bilanzpolitischen Zwecken auch der Umfinanzierung mittels Tilgung der Verbindlichkeiten gegenüber der Kommanditistin. Die VOSSKO GmbH & Co. KG haftet nur für den Bestand der Forderungen. Die latenten Ausfallrisiken im Forderungsbestand wurden an den Erwerber übertragen; ein Ausfallrisiko ist damit ausgeschlossen. Durch die im Jahresverlauf kontinuierlichen Umsätze ist eine nachhaltige und gleichbleibende Liquidiätsverbesserung gewährleistet. Dem Liquiditätsvorteil stehen die Finanzierungskosten gegenüber. 5. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung der Umsatzerlöse sowohl nach Regionen als auch nach Tätigkeitsbereichen stelltsich wie folgt dar: Nach Regionen:
Nach Tätigkeitsbereichen:
Der GuV-Posten "sonstige betriebliche Erträge" enthält Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 210.487,16 (Vorjahr: € 249.380,49). Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 108.965,77 (Vorjahr: € 289.206,61) ausgewiesen. In dem GuV-Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Abzinsung der Dienstjubiläumsrückstellung in Höhe von € 10.813,00 (Vorjahr: € 8.142,00) enthalten. 6. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt wurden ohne Berücksichtigung der zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten insgesamt 843 Mitarbeiter (Vorjahr: 788) beschäftigt, davon 109 Angestellte (Vorjahr: 105) und 734 gewerbliche Arbeitnehmer (Vorjahr: 683). Geschäftsführerin der Gesellschaft ist die G.E. Beteiligungs GmbH, diese vertreten durch die beiden Geschäftsführer Herr Dietmar Vosskötter, Kaufmann und Herr Clemens Vosskötter, Kaufmann. Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt. Sie erhalten für ihreTätigkeit keine Bezüge von der Gesellschaft. Die G.E. Beteiligungs GmbH, Ostbevern, ist persönlich haftende Gesellschafterinder VOSSKO GmbH & Co. KG; das gezeichnete Kapital der im Handelsregisterdes Amtsgerichts Münster unter HR B 10644 eingetragenen persönlich haftendenGesellschafterin beträgt zum 31. Dezember 2023 € 25.000. Mutterunternehmen i. S. d. § 285 Nr. 14 HGB ist die Vosskötter GmbH & Co. KG mit Sitzin Ostbevern. Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar, getrennt nach einzelnen Bereichen gemäß § 285 Nr. 17 HGB beträgt:
Nach § 285 Nr. 33 HGB berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nachdem Stichtag bisher nicht eingetreten.
Ostbevern, am 12. Juni 2024 Dietmar Vosskötter, Geschäftsführer Clemens Vosskötter, Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde vor der Feststellung offengelegt. sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 13.06.2024 festgestellt BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSBei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die VOSSKO GmbH & Co. KG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VOSSKO GmbH & Co. KG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VOSSKO GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belagen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen oder Irrtümern) ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. • ziehen wir unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.“
Münster, 12.06.2024 Heinrichs Rose & Collegen Rehbaum, Wirtschaftsprüfer Lehmbrock, Wirtschaftsprüfer |
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