Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 236603
Eingetragen
1.6.2006
Branche
Erbringung sonstiger reisebezogener Dienstleistungen a. n. g.Vermittlungstätigkeiten für die PersonenbeförderungBetrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gegenstand
Ausgabe, Verkauf und Wiederverkauf von Reisetickets für Flugzeug, Schiff, Bahn und andere Überland-Transportmittel; jegliche Form der Organisation von individuellen, Gruppen- und Geschäftsreisen in Deutschland und im Ausland; Dienstleistungen für deutsche und andere Reisende in Form von Buchungen, Reservierungen etc.; direkte und indirekte Teilnahme an Finanz-, Immobilien- oder personenbezogenen Geschäften sowie in jeglicher wirtschaftlicher oder industrieller Einheit, die mit den Geschäftszwecken oder allen ähnlichen Zwecken in Verbindung steht oder geeignet sind, Umsetzung und Entwicklung der Geschäftszwecke zu fördern; jeweils soweit dies keine behördliche Genehmigung erfordert.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Rehberger
seit 25.11.2025
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Egencia GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.887,41 155.329,08
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.086,75 0,00
259.974,16 155.329,08
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.070.184,97 16.778.446,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.108.728,03 3.274.041,59
3. Sonstige Vermögensgegenstände 6.074.419,34 3.959.002,82
24.253.332,34 24.011.491,33
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.209.227,78 3.789.411,80
28.462.560,12 27.800.903,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 54.218,73 39.210,60
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.224.153,26 835.403,87
30.000.906,27 28.830.846,68

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag (i.V. Gewinnvortrag) -860.403,87 121.152,90
III. Jahresfehlbetrag -388.749,39 -981.556,77
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.224.153,26 835.403,87
0,00 0,00
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.957.581,76 2.501.147,65
1.957.581,76 2.501.147,65
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.585.254,47 2.880.337,27
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.778.988,18 22.984.043,31
3. Sonstige Verbindlichkeiten 679.081,86 465.318,45
28.043.324,51 26.329.699,03
30.000.906,27 28.830.846,68

Gewinn- und Verlustrechnung, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.229.311,39 13.323.208,72
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.322.583,37 120.985,58
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 174.380,28 (EUR 274.008,41)
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.472.928,22 6.238.762,66
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.822.364,87 2.238.524,19
10.295.293,09 8.477.286,85
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 112.209,68 90.897,61
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 3.828.031,00 0,00
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 7.674.718,70 5.017.901,58
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (EUR 298.437,43)
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.030.391,68 839.665,03
- davon an verbundene Unternehmen EUR 1.024.382,85 (EUR 836.525,39)
7. Ergebnis nach Steuern -388.749,39 -981.556,77
8. Jahresfehlbetrag -388.749,39 -981.556,77

Anhang vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister B beim Amtsgericht Charlottenburg unter der Nummer HRB 236603 unter der Firma Egencia GmbH mit Sitz in Berlin eingetragen.

Gegenstand des Unternehmens sind im Wesentlichen die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich des Geschäftsreisemanagements und unterstützende Leistungen für die Global Business Travel Group, Inc., Delaware, USA.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist unter Berücksichtigung der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gesellschaft nimmt teilweise die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Diese Annahme wird durch eine durch die Global Business Travel Group, Inc. am 26. September 2024 abgegebene, auf 18 Monate zeitlich beschränkte Patronatserklärung gestützt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unverändert zum Vorjahr wie folgt:

1. Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten aktiviert und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen auf Basis der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach linearer Methode.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für bestehende Ausfallrisiken werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine angemessene Einzel- bzw. Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

2. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Das in voller Höhe eingezahlte gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen den buchhalterischen und steuerlichen Werten von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie auf abgegrenzte Erträge berechnet. Zusätzlich zu den temporären Buchungsunterschieden werden steuerliche Verluste berücksichtigt.

Die Berechnung der latenten Steuern basiert auf dem kombinierten Ertragsteuersatz, der derzeit 30,18 % beträgt. Der kombinierte Steuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Die sich daraus ergebende Gesamtsteuerbelastung wird in der Bilanz als latente Steuerverbindlichkeit ausgewiesen. Für den Fall, dass die aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern zum Bilanzstichtag übersteigen, wird das in § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB vorgesehene Wahlrecht zur Aktivierung des Überhangs an aktiven latenten Steuern nicht ausgeübt.

3. Bewertung von Erträgen

Die Umsatzerlöse werden erfasst, sobald die Unterstützungsleistung erbracht wird. Die Einnahmen werden zum beizulegenden Zeitwert der vereinbarten Gegenleistungen ohne Umsatzsteuer und Steuern, die im Namen von Dritten erhoben werden, bewertet. Alle gewährten Preisnachlässe und Rabatte werden umsatzmindernd verbucht.

III. Erläuterung zu Bilanzposten

Anlagevermögen

Eine von den gesamten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang wiedergegeben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 4.626 (Vorjahr: TEUR 1.918) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (TEUR 620, Vorjahr: TEUR 0), Mitarbeiterboni und Provisionen (TEUR 261, Vorjahr: TEUR 196), Rückbauverpflichtungen (TEUR 151, Vorjahr: TEUR 0), Urlaubsentgelte (TEUR 83, Vorjahr: TEUR 151), Abschluss und Prüfung (TEUR 118, Vorjahr: TEUR 433) sowie für Kundenprovisionen (TEUR 351, Vorjahr: TEUR 305).

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.573 (Vorjahr: TEUR 8.757) enthalten. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind TEUR 4.573 (Vorjahr: TEUR 8.757) innerhalb eines Jahres und TEUR 18.211 (Vorjahr: TEUR 14.228) innerhalb 1 - 5 Jahren fällig.

Sonstige Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (TEUR 13, Vorjahr: TEUR 12) sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten (TEUR 327, Vorjahr: TEUR 129). Sämtliche sonstige Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse für das Jahr 2023 belaufen sich auf TEUR 19.229 (Vorjahr: TEUR 13.323). Hiervon entfallen TEUR 8.627 (Vorjahr: TEUR 5.242) auf interne Unterstützungsleistungen, TEUR 4.227 (Vorjahr: TEUR 3.095) auf den Bereich Flug und TEUR 1.233 (Vorjahr: TEUR 868) auf den Bereich Bahn sowie TEUR 5.142 (Vorjahr: TEUR 4.118) auf den Bereich Hotel und sonstige Umsatzerlöse.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 291 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Der Posten besteht im Wesentlichen aus Kostenerstattungen in Höhe von TEUR 2.821 (Vorjahr: TEUR 2.000). Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den Umsatzerlösen.

Der Personalaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 10.295 (Vorjahr: TEUR 8.477). Im Posten sind periodenfremde Aufwendungen für die Berücksichtigung von Risiken aus einer Betriebsprüfung in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 645 (Vorjahr: TEUR 703) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen für das Jahr 2023 belaufen sich auf TEUR 7.675 (Vorjahr: TEUR 5.018) und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Kreditkartenkosten (TEUR 2.821; Vorjahr: TEUR 2.000), Pauschalwertberichtigungen (TEUR 1.880; Vorjahr: TEUR 503), Aufwendungen für die Bildung von Drohverlustrückstellungen i.S.d. § 249 Abs. 1 HGB (TEUR 601; Vorjahr: TEUR 0), Einzelwertberichtigungen (TEUR 539; Vorjahr: TEUR 0), Mietaufwendungen (TEUR 506; Vorjahr: TEUR 473) sowie sonstigen Aufwendungen (TEUR 1.327; Vorjahr; TEUR 2.039).

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Geschäftsjahr wurde eine zusätzliche Pauschalwertberichtigung auf uneinbringliche Altbestände der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.820 gebildet. Diese ist in der Gewinn- und Verlustrechnung gem. § 275 Abs. 2 Nr. 7b HGB unter dem Posten "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten" ausgewiesen.

V. Sonstige Angaben

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von insgesamt TEUR 682 (Vorjahr: TEUR 2.506).

2024 2025 2026
TEUR TEUR TEUR
Miete für Geschäftsräume 455 227 -
Kfz-Leasingverträge - - -
Summe 455 227 -

Arbeitnehmer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 120 (Vorjahr: 97) Vollzeitmitarbeiter und 39 Teilzeitkräfte (Vorjahr: 37).

Geschäftsführung

Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

Aymeric Gibon, Paris, Frankreich, Kaufmann

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsleitung i.S.d § 285 Nr. 9 a) und b) HGB wird von der Schutzklausel § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt TEUR 63 und ist vollständig für Abschlussprüfungsleistungen.

Konzernzugehörigkeit

Der Konzernabschluss 2023 für die größte und die kleinste Unternehmensgruppe, zu der auch die Egencia GmbH gehört, wird von der Global Business Travel Group Inc. erstellt. Da das Unternehmen an der NYSE börsennotiert ist, sind die Finanzergebnisse veröffentlichungspflichtig und können auf der offiziellen Website des Unternehmens (https://investors.amexglobalbusinesstravel.com/investors/financials/quarterly-results/default.aspx) abgerufen werden.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt EUR 388.749,39.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrages in Höhe von EUR 860.403,87 ergibt sich ein Betrag in Höhe von EUR 1.249.153,26, der zu verwenden ist.

Es wird vorgeschlagen, den Betrag in Höhe von EUR 1.249.153,26 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Berlin,

Aymeric Gibon

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 279.820,25 216.350,13 742,85 495.427,53
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.086,75 0,00 1.086,75
279.820,25 217.436,88 742,85 496.514,28
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand 31. 12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.491,17 112.209,68 160,74 236.540,11
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
124.491,17 112.209,68 160,74 236.540,11
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.887,41 155.329,08
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.086,75 0,00
259.974,16 155.329,08

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Egencia GmbH ist als Teil der AMEX Global Business Travel Group ("GBT") im Bereich des Geschäftsreisemanagements tätig.

Zu den Aktivitäten von GBT im Bereich Geschäftsreisemanagement gehören innovative, firmeneigene Technologien und Dienstleistungen. Unser Team, zu dem erfahrene Kundenbetreuer und Reisevermittler gehören, ist bestrebt, unseren Kunden Preise und Services für unzählige Reiseziele auf der ganzen Welt zu bieten und Unternehmen dabei zu helfen, ihre Geschäftsreiseprogramme besser und einfacher zu verwalten.

Die Egencia GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Egencia Netherlands BV und gehört zur GBT Gruppe.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt belief sich der Rückgang der Wirtschaftsleistung auf 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist im Jahr 2023 in einem weiterhin von zahlreichen Krisen geprägten Umfeld ins Stocken geraten. Trotz des jüngsten Preisrückgangs blieben die Preise in allen Phasen des Wirtschaftsprozesses hoch und dämpften das Wirtschaftswachstum. Ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine schwächere Inlands- und Auslandsnachfrage trugen ebenfalls ihren Teil dazu bei. Die deutsche Wirtschaft hat sich daher nicht weiter von dem starken Konjunktureinbruch im Pandemiejahr 2020 erholt. Das BIP ist 2023 um 0,7 % höher als 2019, dem Jahr vor dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie.

Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 wurden für das Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse von Dritten in Höhe von rund 8.928 TEUR erwartet. Die tatsächlichen Umsatzerlöse mit Dritten für das Jahr 2023 betrugen jedoch 10.601 TEUR und lagen somit über dem prognostizierten Wert, was vor allem auf das gestiegene Transaktionsvolumen zurückzuführen ist. Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 120 (Vorjahr: 97) Vollzeitkräfte und 39 Teilzeitkräfte (Vorjahr: 37). Dementsprechend erhöhte sich auch der Personalaufwand um 21,45 %. Der Jahresfehlbetrag wurde mit 783 TEUR prognostiziert und betrug tatsächlich 389 TEUR.

Erläuterungen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 von 13.323 TEUR auf 19.229 TEUR gestiegen. Der Anstieg der Umsatzerlöse ist primär auf den Anstieg der internen Unterstützungsleistungen von 5.242 TEUR auf 8.627 TEUR zurückzuführen. Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus internen Unterstützungsleistungen (8.627 TEUR; Vorjahr: 5.242 TEUR) sowie aus den Bereichen Flug (4.227 TEUR; Vorjahr: 3.095 TEUR), Bahn (1.233 TEUR; Vorjahr: 868 TEUR) und dem Bereich Hotel und sonstige Umsatzerlöse (5.142 TEUR; Vorjahr: TEUR 4.118).

Im Gegenzug stiegen die laufenden Personalkosten und die umsatzabhängigen Bonuszahlungen an die Mitarbeiter deutlich an, was vor allem auf den Anstieg der Mitarbeiterzahl im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 zurückzuführen ist. Insgesamt stieg der Personalaufwand von 8.477 TEUR im Vorjahr um 1.818 TEUR auf 10.295 TEUR im Berichtsjahr. Dies entsprach 53,54 % (Vorjahr: 63,63 %) der Umsatzerlöse. Zum Berichtszeitpunkt beschäftigte das Unternehmen 150 Mitarbeiter (Vorjahr: 136).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 5.018 TEUR im Vorjahr um 2.657 TEUR auf 7.675 TEUR gestiegen. Das Verhältnis der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zum Umsatz beträgt 39,91 % (Vorjahr: 37,67 %).

Die Geschäftsführung bewertet die Entwicklung des Unternehmens als positiv. Ziel der Gesellschaft ist es, die globalen Geschäftsaktivitäten von Egencia in Deutschland zu unterstützen, indem es Dienstleistungen im Bereich des Geschäftsreisemanagements und anderen unterstützenden Dienstleistungen anbietet.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 1.170 TEUR bzw. 4,06 % von 28.831 TEUR im Vorjahr auf 30.001 TEUR im Berichtsjahr. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich von 3.789 TEUR im Vorjahr um 419 TEUR auf 4.209 TEUR. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 5.708 TEUR von 16.778 TEUR im Vorjahr auf 11.070 TEUR resultiert im Wesentlichen aus Pauschalwertberichtigungen basierend auf internen Unternehmensvorgaben sowie einer einmaligen Wertberichtigung auf uneinbringliche Altbestände in Höhe von 3.820 TEUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bewegen sich mit 22.779 TEUR in etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 22.984 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig und sind um 543 TEUR auf 1.958 TEUR (Vorjahr: 2.501 TEUR) gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus im Vergleich zum Vorjahr stichtagsbedingten früheren Rechnungseingängen des Kreditors "Travelscape, LLC".

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 1.705 TEUR von 2.880 TEUR im Vorjahr auf 4.585 TEUR steht hauptsächlich im Zusammenhang mit den Kreditoren "International Air Transport Association" und "Travelscape, LLC" und betrifft ausschließlich Rechnungen für Dezember 2023.

Finanzlage

Das Unternehmen benötigt ein hohes Maß an Liquidität, um sein Geschäft zu betreiben, insbesondere um Einzahlungen auf seine Kreditkartenkonten vornehmen zu können. Aufgrund der Verrechnungspreisvereinbarung sowie der zeitlich beschränkten Patronatserklärung verfügt das Unternehmen über eine stabile Liquidität.

Dabei finanziert sich das Unternehmen, wie auch im Vorjahr, ausschließlich über konzerninterne Darlehensvereinbarungen, die zu fremdüblichen Konditionen abgeschlossen sind. Die konzerninterne Darlehensvereinbarung sieht dabei eine verfügbare Kreditlinie von bis zu 25.000 TEUR vor, wovon zum 31. Dezember 2023 noch 6.710 TEUR nicht ausgenutzt sind.

Die Egencia GmbH war zu jeder Zeit im Geschäftsjahr 2023 in der Lage ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Risiken und Chancen

Alle unternehmerischen Aktivitäten sind allgemeinen und spezifischen Risiken ausgesetzt, die von der Art der jeweiligen Geschäftstätigkeit abhängen. Es ist die Aufgabe der Geschäftsführung, diese Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und über mögliche Maßnahmen zur Risikominderung zu entscheiden. Angesichts der Unternehmensstruktur mit flachen Hierarchien und kurzen Kommunikationswegen liegen die Prioritäten des Risikomanagements in der Förderung der Kommunikation von risikobezogenen Angelegenheiten mit der Geschäftsführung. Wir stellen daher sicher, dass identifizierte Risiken in den Bereichen Wettbewerb (zunehmender Wettbewerbs- und Preisdruck), Vertrieb (Kundenbeziehungen, Marktentwicklungen, veränderte Kundenbedürfnisse, Zahlungsverhalten der Kunden, Einschränkungen im Reiseverkehr aufgrund von Kriegen / Krisen / Pandemien, allgemeine Zurückhaltung sowie Bedenken seitens der Kunden aufgrund eines nachhaltigeren Reiseverhaltens) und der internen Verwaltung/IT-Sicherheit umgehend an die Geschäftsführung kommuniziert werden.

Die Geschäftsführung des Unternehmens ist über mögliche makroökonomische und branchenspezifische Risiken informiert. Es gibt eine detaillierte Prognose für das folgende Geschäftsjahr. Die Planzahlen werden monatlich mit den IST-Zahlen verglichen, sodass bei Abweichungen Korrekturmaßnahmen ergriffen werden können.

Ausfallrisiken werden durch die Festlegung von Kreditlimits reduziert, die von Fall zu Fall festgelegt werden. Aufgrund der niedrigen Ausfallrate wird in der Regel keine Kreditversicherung abgeschlossen. Der Vorstand erwartet für die Zukunft keine größeren Zahlungsausfälle.

Wettbewerbsrisiken

Die Geschäftsführung sieht Risiken im hohen Wettbewerb und im Preisdruck. Der Markt für die von uns angebotenen Dienstleistungen bleibt hart umkämpft. Wir konkurrieren sowohl mit etablierten als auch mit aufstrebenden Reisedienstleistern, sowohl mit internetbasierten als auch mit traditionellen Anbietern.

Der zunehmende Wettbewerbsdruck und die Einführung neuer Technologien sowie die ständige Weiterentwicklung bestehender Technologien erfordern ständige Innovationen und Investitionen. Die Investitionen werden von den verbundenen Unternehmen getätigt. Das Risiko besteht darin, dass die notwendigen Innovationen und Investitionen nicht rechtzeitig oder nicht in Übereinstimmung mit den Bedürfnissen des Marktes umgesetzt werden.

Die Bedeutung des Risikos wird als hoch eingestuft.

IT-Risiken

Unser Geschäftsmodell und unsere derzeitige Tätigkeit als Anbieter von Dienstleistungen im Bereich des Geschäftsreisemanagements hängt in hohem Maße von einer effektiven IT-Struktur ab, die von unseren ausländischen Tochtergesellschaften für die Egencia-Gruppe entwickelt wurde. Es ist wichtig, dass die Buchungsplattform immer verfügbar und das IT-System zuverlässig ist. Ohne unser IT-System wären wir nicht in der Lage, unsere Dienstleistungen zu erbringen und würden somit auch keine Einnahmen erzielen.

Wir verringern das Risiko eines Ausfalls unseres IT-Systems durch Einrichtung von Backup-Lösungen.

Die Bedeutung des Risikos wird als mittel eingestuft.

Von den im Risikobericht beschriebenen Risiken kann potenziell eine Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ausgehen.

Die Geschäftsführung sieht die bestehenden Risiken von ihrer Bedeutung her als insgesamt mittel an.

Chancen

Das Geschäft der Egencia GmbH hat sich im Jahr 2023 sehr positiv entwickelt und wird voraussichtlich im Jahr 2024 aufgrund des starken Anstiegs der Buchungen das Vor-Krisen-Volumen erneut übertreffen. Die Egencia GmbH sieht sich in einer guten finanziellen Position, um sich an die veränderten Bedingungen anzupassen und gestärkt aus der aktuellen Marktbereinigung hervorzugehen.

Die Bedeutung dieser Entwicklungschance auf den Geschäftsverlauf wird als hoch eingeschätzt.

Insgesamt wird die Bedeutung der Chancen als hoch eingestuft.

Erwartete Entwicklung

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) sah sich die Wirtschaft in Deutschland mit mehreren Herausforderungen konfrontiert. Vor allem die langjährige Abhängigkeit von russischem Erdgas für die Versorgung der Industrie wurde durch den Russland-Ukraine-Krieg zu einem hohen Risiko- und Kostenfaktor insbesondere für energieintensive Branchen wie die Metall-, Glas-, Auto- und Düngemittelindustrie. Trotz allem erwarten wir eine sehr positive Entwicklung für die Reisebranche, wie wir an der Zunahme des Volumens im Jahr 2024 sehen können. Auf Basis der vorläufigen Zahlen rechnet das Management mit einem Drittumsatz von 11.317 TEUR für das Geschäftsjahr 2024.

Die Unternehmensleitung geht davon aus, dass sie bei Bedarf durch die bestehende Verrechnungspreisvereinbarung sowie der ab dem 26. September 2024 für 18 Monate zeitlich beschränkten Patronatserklärung der Global Business Travel Group, Inc. Unterstützung erhält und hat daher den Jahresabschluss des Unternehmens auf der Grundlage der Unternehmensfortführung erstellt.

Die oberste Muttergesellschaft und beherrschende Gesellschaft des Unternehmens ist seit dem 27. Mai 2022 die Global Business Travel Group, Inc. mit Sitz in Delaware. Seit dem 31. Mai 2022 wird die Global Business Travel Group, Inc. an der New York Stock Exchange (im Folgenden: NYSE) unter dem Börsenkürzel GBTG öffentlich gehandelt.

 

Berlin,

Aymeric Gibon, Managing Director

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Egencia GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Egencia GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Egencia GmbH, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München,

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer

Michael Pliefke, Wirtschaftsprüfer

Das Feststellungsdatum ist der 21. November 2024.

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