ANWR GROUP eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main GnR 20125
Vorher
ARISTON-NORD-WEST-RING eG
Eingetragen
22.1.2003
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnKreditinstitute des Genossenschaftssektors
Gegenstand
a) Die Regulierung des Wareneinkaufs der Mitglieder in Form der Zentralregulierung mit Delkredereübernahme durch ein beauftragtes Kreditinstitut. b) Ausmusterung von Waren für die Mitglieder und Vermittlung von Abschlüssen, c) Beratung und Unterstützung der Mitglieder in fachlicher und kaufmännischer Hinsicht in allen den Geschäftsbetrieb betreffenden Fragen, d) Maßnahmen zur Absatzförderung bei den Mitgliedern, e) die Wahrnehmung der Interessen der angeschlossenen Mitglieder, f) Beobachtung und Bewertung von Wettbewerbsverhalten, Bekämpfung und Verfolgung unlauteen Wettbewerbs und anderer Wettbewerbsverstöße g) Ein- und Verkauf von Waren, h) Vermietung, Verpachtung und Verwaltung von Liegenschaften im Inund Ausland i) die Erbringung von Dienstleistungen für Gesellschaften, an denen die Genossenschaft unmittelbar oder mittelbar beteiligt ist.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Tiefenbacher
seit 13.8.2025
Vorstandsmitglied
Senta Trorlicht
seit 13.6.2025
Prokura
Martina Novotny
seit 12.12.2023
Vorstandsmitglied
Tobias Eichmeier
seit 17.3.2023
Vorstandsmitglied
Sven Kulikowsky
seit 23.11.2022
Prokura
Prokura
Frank Schuffelen
seit 20.6.2013
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ANWR GROUP eG

Mainhausen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bericht des Aufsichtsrats

Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,

für unsere Genossenschaft war das Jahr 2023 von vielen Veränderungen geprägt und dennoch überaus erfolgreich. So haben wir einen gewollten Umbruch und Generationswechsel in unserem Vorstand vollzogen. Als Chief Commercial Officer ist Tobias Eichmeier nun unter anderem verantwortlich für die nationalen und internationalen Verbund-Bereiche Schuh, Sport und Lederwaren. Martina Novotny hat als neues Mitglied des Vorstands und Chief Digital Officer unter anderem die Verantwortung für die Bereiche IT und digitale Handelslösungen übernommen. Wir sehen in diesem Generationswechsel die Chance auf eine langfristige und erfolgreiche Kontinuität in der Führung der ANWR Unternehmensgruppe. Diese auf Langfristigkeit ausgerichteten personellen Veränderungen sehen wir als wichtige Basis für eine erfolgreiche strategische Weiterentwicklung.

Holger Baierl

Der Einzelhandel wird auch in Zukunft vor großen Herausforderungen stehen. Der Aufsichtsrat setzt hier gemeinsam mit dem Vorstand auf zukunftsweisende Impulse und begleitet den Vorstand konstruktiv, beispielsweise bei der Umsetzung des Strategieprogramms IMAGINE. Die ANWR Unternehmensgruppe denkt dabei den Einzelhandel neu und entwickelt daraus Leistungen und Programme, die es unseren Partnern ermöglichen, auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu bestehen. Viele Initiativen, auch aus den Reihen unserer Mitglieder zeigen, dass die Zusammenarbeit den gesamten Handel weiterentwickeln kann.

Die Aufsichtsratsarbeit im Jahr 2023

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach der Satzung, dem Genossenschaftsgesetz und der Geschäftsordnung obliegen. Er wurde vom Vorstand in vier gemeinsamen Sitzungen sowie einer außerordentlichen gemeinsamen Sitzung über Lage und Entwicklung des Konzerns und der Genossenschaft sowie über besondere Geschäftsvorfälle unterrichtet. Darüber hinaus haben Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam im Rahmen einer Klausurtagung über Perspektiven und die künftige Strategie beraten.

Um die Effizienz der Arbeit zu erhöhen, hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte ergänzende Ausschüsse gebildet:

Audit Committee (vormals: Prüfungs- und Investitionsausschuss)

Ausschuss für Digitalisierung

Ausschuss für Vertikalisierung.

Der Ausschuss für Digitalisierung und der Ausschuss für Vertikalisierung tagte jeweils fünfmal, der Prüfungs- und Investitionsausschuss, der Anfang 2024 in Audit Committee umbenannt wurde, viermal im Jahr 2023.

Jahresabschluss der ANWR GROUP eG und Konzernabschluss

Der Jahresabschluss der ANWR GROUP eG und der Konzernabschluss sind unter Einbeziehung der Buchführung durch den Genoverband e. V. geprüft worden. Über das Ergebnis der Prüfung wird im Rahmen der kommenden Generalversammlung berichtet. Mit dem Geschäftsbericht des Vorstands erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden. Eine Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2023 durch den Aufsichtsrat hat stattgefunden, Beanstandungen haben sich nicht ergeben.

Mit dem Vorschlag des Vorstands, für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 15,0 Prozent auf die nach § 19 GenG gewinnberechtigten Geschäftsguthaben auszuschütten, 700.000,00 Euro in die anderen Ergebnisrücklagen einzustellen und den verbleibenden Gewinn auf 2024 vorzutragen, erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden. Dieser Vorschlag wird auf der kommenden Generalversammlung zur Abstimmung vorgelegt.

Dank für das Engagement

Im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder danke ich an dieser Stelle den Mitgliedern der ANWR GROUP eG für ihre kritische wie konstruktive Mitarbeit in unserer Organisation. Unser besonderer Dank gilt zudem den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern in unseren verschiedenen Kommissionen und Gremien sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ANWR Unternehmensgruppe für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr 2023.

 

Für den Aufsichtsrat

Holger Baierl, Vorsitzender

Lagebericht und Konzernlagebericht 2023

A. Grundlagen des Konzerns/Unternehmens

Der ANWR Konzern im Überblick

Die ANWR GROUP eG mit ihren Tochtergesellschaften fungiert als Dienstleistungsverbund für den Einzel- und Großhandel. Die Konzernstruktur umfasst folgende Geschäftsfelder:

Den Unternehmen des Geschäftsfelds Handel und Kooperation obliegt die Förderung der Mitglieder bzw. der Händler in den Segmenten Schuhe, Sport und Lederwaren. Sie bieten auch die Plattform für den zentralen Einkauf der Händler. Eigene Gesellschaften gewährleisten die unmittelbare Betreuung der Händler bei deren Aktivitäten im In- und Ausland. Gesellschaften dieses Bereichs sind beispielsweise die Ariston-Nord-West-Ring Schuh GmbH (ANWR Schuh GmbH), die SPORT 2000 GmbH, die ANWR GARANT International GmbH und die GOLDKRONE Lederwaren Handelsgesellschaft mbH, jeweils mit ihren nationalen und internationalen Aktivitäten. Den Händlern wird zudem die Teilnahme am Onlinehandel ermöglicht, unter anderem über das Tochterunternehmen ANWR Media GmbH. Dies erfolgt sowohl direkt durch den Anschluss an die unternehmenseigenen Plattformen "schuhe.de", "sport2000.de und "bagmondo.de" (Lederwaren), als auch durch die Anbindung an die einschlägigen Drittanbieter von E-Commerce-Marktplätzen.

Bei den Konzerngesellschaften des Geschäftsfelds Finanzdienstleistungen wird die Zentralregulierung für Verbundgruppen betrieben, ebenso das Factoring und die damit zusammenhängenden Finanzdienstleistungen für mittelständische Groß- und Einzelhändler. Diese Dienstleistungen werden von der DZB BANK GmbH und der Aktivbank AG sowohl für Händler und Lieferanten der konzerneigenen Verbundgruppen als auch für Drittkooperationen erbracht.

Des Weiteren verwaltet und bewirtschaftet der Konzern als zusätzliches Geschäftsfeld Immobilienvermögen als Kapitalanlage und nachhaltige Vermögenssicherung.

Die übrigen Beteiligungen runden über die Analyse und Bewertung neuer Themen sowie die Absicherung bestehender Aktivitäten die Geschäftsfelder ab. Durch die Gesellschaften der Schuh-Mücke-Gruppe ist der ANWR Konzern ebenso im Bereich des Einzelhandels tätig.

Alle Gesellschaften im Konsolidierungskreis sind unter der Rubrik "Anteilsbesitz" am Ende des Anhangs zum ANWR Konzern gelistet.

Veränderungen im ANWR Konzern

Im Berichtszeitraum wurde die Conventa Treuhandsgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entkonsolidiert, da diese Gesellschaft veräußert werden soll. Die Gesellschaft Schuh Mücke Viernheim GmbH wurde auf ihre Muttergesellschaft TOM Holding GmbH verschmolzen.

Zweigniederlassungen

Die ANWR GROUP eG unterhält keine Zweigniederlassungen.

B. Wirtschaftsbericht

Rahmenbedingungen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den ANWR Konzern waren im Jahr 2023 durch die anhaltenden Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und Spätfolgen der Coronapandemie beeinträchtigt. 1

Nach Schätzung von Eurostat stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,5 Prozent. 2 Gegenüber 2022 sank hingegen das durchschnittliche jährliche Einzelhandelsvolumen für das Jahr 2023 sowohl im Euroraum als auch in der EU um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 3 Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Dezember 2023 bei 2,9 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte sie 9,2 Prozent betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Dezember 2023 bei 3,4 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte sie 10,4 Prozent betragen. 4

In Deutschland verminderte sich die Inflationsrate zwar von 6,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 Prozent im Jahr 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 Prozent, nachdem es 2022 noch um 1,8 Prozent gestiegen war.

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Jahr 2022 um 3,9 Prozent gingen die privaten Konsumausgaben in Deutschland 2023 preisbereinigt um 0,8 Prozent zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft vieler Haushalte dämpfte. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 Prozent) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 Prozent) erheblich weniger aus.

Der Einzelhandel in Deutschland hat nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3 Prozent weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr. Der reale Jahresumsatz im Einzelhandel 2023 lag noch 1,3 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Der reale Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sank im Jahr 2023 um 3,1 Prozent gegenüber 2022, womit die reale Umsatzentwicklung erstmals seit 2013 rückläufig war. Dennoch war der reale Umsatz 2023 um 5,3 Prozent höher als im Jahr 2019. Der nominale Umsatz blieb 2023 nahezu auf dem Vorjahresniveau (+0,1 Prozent), nachdem er im Vorjahr einen besonders hohen Zuwachs (+8,8 Prozent) verzeichnet hatte. Damit lag der nominale Umsatz 2023 um 18,5 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau von 2019.

Im Internet- und Versandhandel ging der Umsatz im Jahr 2023 real um 3,9 Prozent und nominal um 0,4 Prozent gegenüber 2022 zurück. Die Branche konnte insbesondere in den von der Corona-Pandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 sehr hohe Zuwächse verbuchen (+25,1 Prozent bzw. +11,5 Prozent), wohingegen die realen Umsätze in den folgenden zwei Jahren ebenfalls sanken. Infolgedessen waren die Umsätze 2023 real 12,0 Prozent niedriger als im Jahr 2021, jedoch noch immer 22,8 Prozent höher als im Jahr 2019.

Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren setzte 2023 seine Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie fort und erwirtschaftete real 2,6 Prozent und nominal 3,7 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Dennoch lag der Umsatz real noch 4,6 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019, wohingegen der nominale Umsatz 0,1 Prozent höher war. 5

In den wesentlichen Märkten des ANWR Konzerns entwickelten sich die realen Außenumsätze bei den Verkaufsstandorten der Handelspartner für Schuhe weitgehend positiv gegenüber dem Vorjahr: Deutschland plus 3,7 Prozent, Schweiz plus 4,4 Prozent, Frankreich plus 1,4 Prozent, Belgien minus 1,8 Prozent, Niederlande plus 1,0 Prozent sowie Österreich plus 5,7 Prozent. 6

1) (wenn nicht anders angegeben): Quelle: Rundschreiben des BVR "Hintergrundmaterial zur Erstellung der Geschäftsberichte der Volksbanken und Raiffeisenbanken" vom 24.01.2024
2) Meldung Eurostat vom 30. Januar 2024 zu BIP
3) Meldung Eurostat vom 6. Februar 2024 zu Absatzvolumen Einzelhandel
4) Meldung Eurostat vom 17. Januar 2024 zu Inflation
5) Destatis Pressemitteilung Einzelhandelsumsatz 2023, Nr. 41, 31.01.2024
6) Eigene Erhebungen (Umsatzentwicklung im Schuh-Einzelhandel)

Im 5-Länder-Verbund von SPORT 2000 weisen die Außenumsätze der Sporthändler eine moderate Entwicklung der realen Umsätze auf. Im Kernmarkt Deutschland liegen die Sporthändler mit plus 2,7 Prozent leicht über dem Vorjahr. Die Händler in Benelux verzeichneten ein Umsatzplus von 8,0 Prozent, während die Schweizer Sporthändler mit minus 7,0 Prozent einen Rückgang verzeichneten. 7

Nachhaltigkeitsaspekte

Die ANWR Unternehmensgruppe verfolgt den Ansatz, wirtschaftlichen Erfolg mit verantwortungsvollem Handeln gegenüber Gesellschaft und Umwelt in Einklang zu bringen. Die Unternehmensgruppe bekennt sich mit dem eigenen Code of Conduct zu internationalen Menschenrechten und Umweltpflichten.

Zudem engagiert sich die ANWR Unternehmensgruppe seit vielen Jahren für soziale Projekte und unterstützt Initiativen im Einzelhandel. Beispiele für dieses Engagement sind die ANWR Kinderhilfe, eine Initiative zur Unterstützung von benachteiligten Kindern, oder die Aktion "Deutschland KAUF LOKAL", die den lokalen Einzelhandel fördert.

Darüber hinaus engagieren sich Vertreter unserer Unternehmensgruppe ehrenamtlich in Gremien des Handelsverbandes Deutschland HDE, dem Mittelstandsverbund ZGV und dem Wirtschaftsrat Deutschland.

Um die Leistung strategisch einzubetten und auszuweiten, wird derzeit eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie aufgebaut. Diese wird mehrere Handlungsfelder umfassen, die sich an den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG - Environmental, Social, Governance) orientieren. In enger Zusammenarbeit mit internen und externen Stakeholdern wird damit das bisherige und künftige Nachhaltigkeitsengagement gebündelt und die Grundlage für messbare und nachvollziehbare Zielsetzungen geschaffen, die in der künftigen Berichterstattung transparent dargestellt wird. Hierfür wurde ein eigener Verantwortungsbereich im Vorstand mit separaten Mitarbeitern geschaffen.

Geschäftsverlauf

Leistungszahlen auf einen Blick

ANWR Konzern ANWR GROUP eG
In Mio. Euro 2023 2022 2023 2022
Abrechnungsvolumen 20.715,6 21.689,0
Umsatzerlöse 663,9 722,0 70,1 25,9
EBITDA 7,3 14,7 5,2 6,9
Ergebnis vor Steuern (EBT) 10,6 8,3 1,9 3,5
Jahresüberschuss 4,5 0,7 1,8 2,0
Bilanzsumme 841,3 901,8 245,4 245,2
Eigenkapital 162,2 159,1 161,2 160,6
Wirtschaftliches Eigenkapital inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken nach §340g HGB 249,0 236,8
Wirtschaftliche Eigenkapitalquote (in Prozent) inklusive §340g HGB (Konzern) 29,6 26,3 65,7 65,5
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) 1.403 1.424 165 156

Das Abrechnungsvolumen des ANWR Konzerns sank um 4,5 Prozent auf 20.715,6 Mio. Euro. Dieser Rückgang betraf sowohl die Eigenverbünde als auch das Geschäftsfeld Finanzdienstleistungen.

7) Eigene Erhebungen SPORT 2000 International GmbH (Umsatzentwicklung im Sport- und Einzelhandel)

Abrechnungsvolumen nach Unternehmenssparten

In Mio. Euro 2023 2022
Sport 1.524,4 1.681,0
Schuhe 1.285,0 1.419,0
Lederwaren 115,7 119,0
Summe Eigenverbünde 2.925,1 3.219,0
Finanzdienstleistungen 17.790,5 18.470,0
Gesamt 20.715,6 21.689,0

Die dem Geschäftsfeld Handel und Kooperation zuzurechnenden Eigenverbünde bestehen aus verbundenen Unternehmen des ANWR Konzerns der Handelsbranchen Schuhe, Sport und Lederwaren.

Abrechnungsvolumen der Eigenverbünde nach Ländern bzw. Regionen

In Mio. Euro 2023 2022
Deutschland 1.923,3 2.215,4
Schweiz 301,4 330,0
Niederlande 233,3 229,4
Frankreich 167,2 173,0
Belgien 168,0 156,2
Skandinavien 42,0 68,0
Österreich 86,7 44,0
Osteuropa 3,2 3,0
Gesamt 2.925,1 3.219,0

Die Finanzdienstleistungen wurden in Höhe von 17.018,6 Mio. Euro (im Vorjahr 17.707,0 Mio. Euro) in Deutschland und in Höhe von 771,9 Mio. Euro (im Vorjahr 763,0 Mio. Euro) in Frankreich erbracht. Die diesen zugrundeliegenden Leistungen setzen sich aus den Bereichen Zentralregulierung für Drittverbände, Factoring und dem kartenbasierten Zahlungsverkehr am Point of Sale bzw. der Zahlungsabwicklung im E-Commerce-Geschäft zusammen.

Die gesunkenen Umsatzerlöse im Konzern beruhten im Wesentlichen auf Rückgängen in den Bereichen Zentralregulierungs- und Bankgeschäft, Zentralfakturierung sowie den E-Commerce-Umsätzen. Im Großhandel und Einzelhandel konnten Zuwächse verzeichnet werden.

Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern

In Mio. Euro 2023 2022
Erträge aus dem Zentralregulierungs- und Bankgeschäft 234,4 252,8
Großhandel 140,7 127,2
Zentralfakturierung 117,9 164,9
Einzelhandel 104,2 103,3
E-Commerce-Umsätze 34,6 40,2
Werbeleistungen 12,1 12,6
Mieterträge 5,2 6,9
Sonstige Erlöse 14,8 14,1
Gesamt 663,9 722,0

Ertragslage des ANWR Konzerns

Die Ertragslage des ANWR Konzerns wurde im Wesentlichen beeinflusst durch:

den um 4,7 Mio. Euro gestiegenen Personalaufwand

die um 3,1 Mio. Euro höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen

das um 8,5 Mio. Euro gestiegene Beteiligungs- und Finanzergebnis

Das Rohergebnis lag mit 208,1 Mio. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (208,6 Mio. Euro).

Gegenüber 2022 sanken die Umsatzerlöse von 722,0 Mio. Euro auf 663,9 Mio. Euro. Einfluss auf dieses Ergebnis hatten:

der Anstieg des Großhandelsumsatzes

gesunkene Erlöse aus dem Zentralregulierungs- und Bankengeschäft, dem Streckengeschäft sowie der E-Commerce-Umsätze

Die sonstigen betrieblichen Erträge, welche im Rohergebnis enthalten sind, stiegen von 20,8 Mio. Euro auf 26,0 Mio. Euro. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Erträge aus dem Forderungsergebnis sowie aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen.

Der Materialaufwand sank korrespondierend zu den Umsatzerlösen von 534,1 Mio. Euro auf 481,7 Mio. Euro.

Materialaufwand

In Mio. Euro 2023 2022
Zentralregulierungs- und Bankgeschäft 136,7 151,6
Großhandel 125,1 111,5
Zentralfakturierung 113,8 155,9
Einzelhandel 57,4 59,5
E-Commerce 30,6 36,7
Werbeleistungen 8,6 9,5
Mietaufwand 2,4 3,0
Sonstige 7,1 6,4
Gesamt 481,7 534,1

Der Personalaufwand stieg um 4,5 Mio. Euro auf 92,8 Mio. Euro. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf Aufwendungen für die Nachbesetzung offener Stellen sowie Effekten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter lag mit 1.403 nur leicht unter der des Vorjahres (1.424).

Die Abschreibungen lagen mit 10,5 Mio. Euro unter dem Vorjahr (12,4 Mio. Euro). Dies ist insbesondere auf die im Vorjahr enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1,9 Mio. Euro zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 3,1 Mio. Euro auf 108,8 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen mit 3,3 Mio. Euro aus den höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Forderungsbewertung (inklusive der Risikovorsorge für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB) sowie um 2,7 Mio. Euro gestiegene Dienstleistungskosten. Den Anstiegen standen im Wesentlichen um 2,3 Mio. Euro geringere Aufwendungen für Immobilien und Instandhaltungen gegenüber. Darüber hinaus schlug sich die allgemeine Preisentwicklung in nahezu allen Bereichen dieses Postens nieder.

Das Beteiligungs- und Finanzergebnis zeigte einen Wert von 14,6 Mio. nach 6,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die Position ist geprägt von den um 16,6 Mio. Euro höheren Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie den um 8,7 Mio. Euro höheren Zinsen und ähnlichen Aufwendungen. Die Entwicklung ist insbesondere auf das Bankgeschäft zurückzuführen und korrespondiert mit der allgemeinen Zinsentwicklung. Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen (im Vorjahr 0,3 Mio. Euro).

Im Jahr 2023 ergaben sich Aufwendungen für Ertragsteuern in Höhe von 5,6 Mio. Euro (im Vorjahr 7,2 Mio. Euro), wobei 4,6 Mio. Euro latenten Steuerertrag (im Vorjahr 3,0 Mio. Euro) betrafen. Aufwendungen für Vorjahre waren in Höhe von 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr 0,3 Mio. Euro) enthalten. Damit ergab sich eine das Berichtsjahr betreffende Konzernsteuerbelastung von 8,8 Mio. Euro. Die Konzernsteuerquote, also der Steueraufwand im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern, betrug 38,9 Prozent (im Vorjahr 83,3 Prozent). Der Rückgang der Konzernsteuerquote resultierte aus dem Umstand, dass im Zuge einer im Berichtsjahr beendeten Betriebsprüfung, aus welcher auch die periodenfremden Aufwendungen resultierten, die aktiven latenten Steuern in erhöhtem Umfang zugeführt wurden und mithin hier auch periodenfremde Erträge enthalten waren.

Trotz der Einflüsse aus der hohen Inflation und den damit verbundenen Preissteigerungen lag das operative Ergebnis vor Steuern des ANWR Konzerns im Jahr 2023 im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich und entsprach damit der letztjährigen Prognose im Lagebericht. Die Ertragslage des Konzerns war insgesamt zufriedenstellend.

Ertragslage der ANWR GROUP eG

Die Ertragslage der ANWR GROUP eG wurde im Wesentlichen beeinflusst durch:

den Anstieg des Rohergebnisses um 1,1 Mio. Euro

die um 1,2 Mio. Euro gestiegenen Personalaufwendungen

die um 4,6 Mio. Euro höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen

ein um 3,0 Mio. Euro höheres Beteiligungs- und Finanzergebnis

Die Umsatzerlöse 2023 stiegen um 44,2 Mio. Euro auf 70,1 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den Großhandelsumsätzen. Dieser Bereich wurde im Vorjahr von der Ariston-Nord-West-Ring Schuh GmbH übernommen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3,2 Mio. Euro lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau (4,4 Mio. Euro). Der Rückgang beruht hauptsächlich auf gesunkenen Erträgen aus Weiterbelastungen an Konzernunternehmen, welche im Vorjahr einmaligen Charakter hatten und im Zusammenhang mit der Übernahme des Großhandelsgeschäfts standen.

Der Materialaufwand erhöhte sich um 41,9 Mio. Euro auf 56,9 Mio. Euro. Der Anstieg war insbesondere begründet durch die Aufwendungen für bezogene Waren aus dem Großhandel, während sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen auf dem Niveau des Vorjahres bewegten.

Der Personalaufwand erhöhte sich bei der ANWR GROUP eG um 1,2 Mio. Euro. Der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf überproportional gestiegenen Sozialabgaben. Diese resultierten insbesondere aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie periodenfremden Aufwendungen im Zusammenhang mit einer beendeten Sozialversicherungsprüfung.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen mit 17,6 Mio. Euro um insgesamt 4,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Dies war im Wesentlichen auf gestiegene Dienstleistungsaufwendungen, insbesondere im Bereich der EDV- und Marketingkosten, Umlagen im Konzern sowie Beiträge zurückzuführen.

Das Beteiligungs- und Finanzergebnis zeigte einen Wert von 26,3 Mio. Euro nach 23,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die Position war geprägt von:

den um 1,7 Mio. Euro gestiegenen Beteiligungserträgen,

den um 2,5 Mio. Euro gestiegenen Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen

den um 1,1 Mio. Euro gestiegenen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen.

Die Position der Steuern vom Einkommen und Ertrag enthält Steuererträge aus latenten Steuern in Höhe von 4,0 Mio. Euro. Zur Erläuterung dieser Position verweisen wir auf die entsprechenden Informationen im Anhang sowie die Erläuterungen zur Konzernsteuerquote im Kapitel "Ertragslage des ANWR Konzerns" dieses Lageberichts.

Die Ertragslage der ANWR GROUP eG war im Wesentlichen durch die gleichen Effekte geprägt, wie jene des ANWR Konzerns, und war damit ebenso zu beurteilen. Auch mit Blick auf die Prognose der letzten Lageberichtserstattung gelten die dortigen Ausführungen entsprechend für die ANWR GROUP eG.

Vermögenslage und Kapitalstruktur des ANWR Konzerns

Die Bilanzsumme des Konzerns lag mit 841,3 Mio. Euro unter der des Vorjahres (901,8 Mio. Euro).

Das Anlagevermögen sank im Berichtszeitraum leicht von 88,3 Mio. Euro auf 87,9 Mio. Euro. Den im Berichtsjahr getätigten Investitionen in Höhe von insgesamt 10,7 Mio. Euro, welche überwiegend den Bereich der Plattformenentwicklung "schuhe.de" und "sport2000.de" sowie Neu- und Umbaumaßnahmen in Mainhausen und Frankfurt betrafen, standen Buchwertabgänge von 0,6 Mio. Euro sowie Abschreibungen von 10,5 Mio. Euro gegenüber.

Die fertigen Erzeugnisse und Waren betrugen zum Ende des Berichtszeitraumes 42,6 Mio. Euro und lagen damit leicht unter dem Vorjahresniveau (44,7 Mio. Euro). Die Position bestand im Wesentlichen aus den Warenbeständen des Groß- und Einzelhandels.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken von 38,6 Mio. Euro auf 26,0 Mio. Euro, obwohl die Forderungen im Sportbereich durch längere Valuten im Großhandelsgeschäft geprägt waren.

Die Forderungen aus dem Bankgeschäft sanken aufgrund des niedrigeren ZR-Volumens bei den Eigenverbünden bis zum Ende des Berichtszeitraums von 332,1 Mio. Euro auf 318,6 Mio. Euro.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen resultierte die Veränderung von 4,8 Mio. Euro auf 8,0 Mio. Euro vor allem aus höheren Erstattungsansprüchen aus Steuern nach einer im Berichtsjahr beendeten Betriebsprüfung.

Die liquiden Mittel bezogen sich überwiegend auf Guthaben der Konzernbanken und sanken von 362,9 Mio. Euro auf 324,0 Mio. Euro. Zur Entwicklung dieser Position verweisen wir auf die Darstellung in der Kapitalflussrechnung.

Das Eigenkapital lag mit 162,2 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres (159,1 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund dessen sowie der insgesamt gesunkenen Bilanzsumme von 17,6 Prozent auf 19,3 Prozent. Unter Berücksichtigung der Rücklagen nach § 340g HGB ergab sich ein wirtschaftliches Eigenkapital (Eigenkapital und Fonds für allgemeine Bankrisiken) von 249,0 Mio. Euro (Vorjahr 236,8 Mio. Euro). Dies entsprach einer wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von 29,6 Prozent (im Vorjahr 26,3 Prozent).

Auf der Passivseite stiegen die Steuerrückstellungen von 7,7 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Rückstellungen für Steueraufwendungen nach Abschluss der bereits genannten Konzernbetriebsprüfung zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen bewegen sich mit 57,5 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres (61,3 Mio. Euro). Die Veränderung betraf im Wesentlichen die Bereiche Bürgschaften, Boni und Anreizprämien, Prozessrisiken sowie Personalkosten.

Im Bereich der Verbindlichkeiten sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 8,6 Mio. Euro aufgrund planmäßiger Tilgungen von Darlehen auf 21,5 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 11,7 Mio. Euro auf 17,8 Mio. Euro. Der Rückgang betraf vor allem den Sportbereich und korrespondierte mit den gesunkenen Umsätzen.

Die Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft betrugen 421,6 Mio. Euro und sanken damit um 44,1 Mio. Euro, korrespondierend zu den Forderungen aus dem Bankgeschäft. Sie enthielten KfW-Darlehen in Höhe von insgesamt 0,5 Mio. Euro, welche an Kunden weitergereicht wurden.

Vermögenslage und Kapitalstruktur der ANWR GROUP eG

Die Bilanzsumme der ANWR GROUP eG stieg leicht von 245,2 Mio. Euro auf 245,4 Mio. Euro.

Die Sachanlagen verringerten sich hauptsächlich durch die planmäßige Abschreibung. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrafen die bereits erwähnten geleisteten Anzahlungen für Neu- und Umbaumaßnahmen in Mainhausen und Frankfurt, mit deren Fertigstellung 2024 gerechnet wird.

Die Finanzanlagen lagen mit 100,2 Mio. Euro unter dem Vorjahr (103,2 Mio. Euro). Der Rückgang beruhte auf einer Tilgungsleistung der Forderung gegen die ANWR 2. Beteiligungs-GmbH im Zusammenhang mit der Finanzierung des seinerzeitigen Erwerbs der Schuh-Mücke-Gruppe. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen der Bilanzposition im Anhang der Gesellschaft.

Die Vorräte gingen von 4,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,1 Mio. Euro zurück.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt um 0,7 Mio. Euro auf 2,4 Mio. Euro an.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bewegten sich mit 61,1 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres (35,1 Mio. Euro). Bezüglich des Anstiegs verweisen wir auf die Erläuterungen zu dieser Position im Anhang der Genossenschaft.

Die Guthaben bei Kreditinstituten lagen mit 2,0 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr (30,8 Mio. Euro). Hinsichtlich dieser Veränderung verweisen wir auf die Erläuterungen der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Anhang der Genossenschaft sowie die Ausführungen zur Konzernkapitalflussrechnung dieses Lageberichts.

Zu der Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern verweisen wir ebenfalls auf die Ausführungen im Anhang der Genossenschaft.

Die Geschäftsguthaben der Mitglieder bei der ANWR GROUP eG sanken von 7,6 Mio. Euro auf 7,0 Mio. Euro. Die Erhöhung des Eigenkapitals von 160,6 Mio. Euro auf 161,2 Mio. Euro hing mit dem erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 1,8 Mio. Euro zusammen. Die Eigenkapitalquote bewegte sich mit 65,7 Prozent nahezu auf dem Vorjahresniveau (65,5 Prozent).

Auf der Passivseite stiegen die Steuerrückstellungen von 2,8 Mio. Euro auf 6,6 Mio. Euro. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen zur Kapitalstruktur des Konzerns.

Die sonstigen Rückstellungen betrugen 7,6 Mio. Euro nach 8,6 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang betraf insbesondere die Rückstellungen für Instandhaltungs- und Finanzierungskosten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen von 12,1 Mio. Euro auf 16,0 Mio. Euro. Die Veränderung beruhte auf der teilweisen Inanspruchnahme in Höhe von 2,0 Mio. Euro eines zugesagten grundpfandrechtlich gesicherten Darlehens für die Erweiterung des Ordercenters in Mainhausen. Der verbleibende Anstieg resultierte aus der Inanspruchnahme der Betriebsmittellinie.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 3,2 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (1,3 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken im Berichtszeitraum deutlich auf 32,0 Mio. Euro (im Vorjahr 40,8 Mio. Euro). Sie betrafen Salden aus dem Konzernfinanzverkehr und den Kapitalanlagen der Unterstützungskassen.

Finanzmanagement

Als vorrangigstes Ziel verfolgt der Konzern die kurz- und mittelfristige Sicherung der Liquidität. Das Finanzmanagement zielt außerdem darauf ab, die Finanzierungskosten zu optimieren. Die Warengeschäfte erfordern entsprechend ihren saisonalen Schwankungen kurzfristige Finanzierungen und Linien bei Banken für die Akkreditivausstellung. Vor diesem Hintergrund gilt die Finanzstrategie des Konzerns der Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit.

Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken aus Zinsänderungen aus der Aufnahme der variabel verzinslichen Bankdarlehen wurde ein Zinssatzswap über die Gesamtlaufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Für den Fall des steigenden Zinsniveaus wird durch das Derivat das Risiko der Liquiditätsbelastung aus den Darlehenszinsen abgesichert.

Cashflow und Finanzierung des ANWR Konzerns

Die Finanzlage im Konzern stellt sich wie folgt dar:

In Tsd. Euro 2023
Cashflow aus laufender Tätigkeit -24.417,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit -8.364,2
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.127,2
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -33.908,7
Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 102,6
Konsolidierungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -14,9
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 350.757,9
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 323.992,2
Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.055,3
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 316.936,9

Von den Zahlungsmitteln am Ende der Periode in Höhe von 324,0 Mio. Euro waren 313,3 Mio. Euro den Konzernbanken zuzuordnen. Sie dienen der Erfüllung kurzfristiger Verpflichtungen.

Die Entwicklung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit war geprägt von den rückläufigen Ergebnissen des Zentralregulierungs- und Bankengeschäfts, der Zentralfakturierung sowie des Einzelhandel- und E-Commerce- Bereichs. Positiv wirkten sich die Zuwächse im Großhandel aus. Zusammen mit den Abflüssen aus der Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit führte dies zu einer Verminderung des Finanzmittelfonds. Die Abflüsse waren insbesondere auf Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen sowie das Sach- und Finanzanlagevermögen zurückzuführen.

Die Höhe der zur Verfügung stehenden Kreditlinien lag im Konzern wie im Vorjahr bei 309,1 Mio. Euro. Davon entfielen 241,4 Mio. Euro (im Vorjahr 241,1 Mio. Euro) auf die DZB BANK GmbH und die Aktivbank AG. 67,7 Mio. Euro (im Vorjahr 68,0 Mio. Euro) entfielen auf die ANWR GROUP eG.

Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern insgesamt über 286,7 Mio. Euro (im Vorjahr 282,0 Mio. Euro) nicht ausgenutzter Kreditlinien. Davon entfielen 237,0 Mio. Euro (im Vorjahr 228,0 Mio. Euro) auf die DZB BANK GmbH und die Aktivbank AG sowie 49,8 Mio. Euro (im Vorjahr 54,0 Mio. Euro) auf die ANWR GROUP eG.

Die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage im Konzern ist geordnet.

Finanzierung der ANWR GROUP eG

Die Zahlungsmittel am Ende der Periode betrugen 2,0 Mio. Euro.

Die Gesellschaft ist Cashpoolführer von ausgewählten Konzernunternehmen. Die Gelder aus dem operativen Geschäft der entsprechenden Tochterunternehmen werden hier gebündelt.

Zudem verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt "Vermögenslage und Kapitalstruktur der ANWR GROUP eG" sowie "Finanzmanagement".

Die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage der ANWR GROUP eG ist geordnet.

C. Prognosebericht

Chancenbericht

Wirtschaftspolitische Unsicherheiten in Deutschland und politische Konflikte sowie Kriege in Teilen der Welt mit nicht vorherzusehenden Ausgängen werden Auswirkungen auf die weltweiten und die internationalen Wirtschaftsbeziehungen, die wirtschaftliche Lage, die Preisentwicklung in den Ländern Europas und auf die Konsumbereitschaft der Menschen haben.

Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 einen Zuwachs des preisbereinigten BIP um 0,2 Prozent. Zwar lassen belastende Faktoren wie hohe Verbraucherpreissteigerungen und daraus folgende Kaufkraftverluste nach; geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten aber die erwartete Erholung. Wieder steigende Reallöhne und die robuste Arbeitsmarktentwicklung dürften aber im Jahresverlauf eine binnenwirtschaftliche Erholung einleiten. Der Beschäftigungsaufbau wird sich fortsetzen. Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte sich auf 2,8 Prozent verringern. 8

Diese Rahmenbedingungen können unter Annahme des Eintretens der positiven Entwicklungen entsprechend positive Auswirkungen auf die Entwicklung des ANWR Konzerns haben.

Für das Jahr 2024 erwartet der ANWR Konzern ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) im höheren einstelligen Mio. Bereich. Für die ANWR GROUP eG erwartet der Vorstand für das Jahr 2024 ein leicht positives Ergebnis vor Steuern.

Die allgemein schwache wirtschaftliche Lage, insbesondere in Deutschland, könnte sich kurzfristig negativ auf das Konsumverhalten auswirken. Daraus könnten sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ANWR Konzerns ergeben.

Risikobericht

Im Rahmen des im Konzern verwendeten sogenannten Three-Lines-of-Defense-Modells sollen drei hintereinander liegende Verteidigungslinien ("Three Lines of Defense") das Eintreten von Risiken und Schäden verhindern oder minimieren. Sie bestehen aus Internem Kontrollsystem der operativen Fachbereiche als erste, unternehmensweiten Steuerungsfunktionen (u.a. Risikomanagementsystem und Compliance) als zweite und Interner Revision als dritte Verteidigungslinie.

Dem Modell liegt die Idee zugrunde, dass die verschiedenen Kontrollfunktionen kaskadenartig ineinandergreifen und dadurch eine höchstmögliche Wirksamkeit bei der Vermeidung von Risiken und Schadensfällen erreicht werden soll. Auch im Rechnungslegungsprozess des ANWR Konzerns sind die drei Verteidigungslinien integriert.

Folgende wesentliche Risiken ergeben sich unter Anwendung der im Rahmen des Risikomanagementsystems definierten und implementierten Risikobegrenzungsmaßnahmen im ANWR Konzern:

Risiken des Zentralregulierungsgeschäfts

Der Bereich umfasst sämtliche Umstände, die einen Rückgang des Abrechnungsvolumens zur Folge haben könnten, wie z. B. Branchen- und Konjunkturentwicklung sowie Risiken aus der Veränderung der Zentralregulierungskonditionen.

Neben der bilanziellen Vorsorge in Form notwendiger Rückstellungen wird den Risiken durch entsprechende Maßnahmen wie Marktbeobachtung, regelmäßigem konzernweitem Informationsaustausch und Mitarbeit in Branchenverbänden oder einer verstärkten Zusammenarbeit und dem Angebot zusätzlicher Dienstleistungen für Händler und Lieferanten begegnet.

8) Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2024

Risiken des Bankengeschäfts

Im Bereich der konzernzugehörigen Banken (DZB BANK GmbH und Aktivbank AG) entstehen im Zentralregulierungs- und Finanzierungsgeschäft vor allem Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken (Zinsänderung, Währung), Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken.

Die Risikosteuerung erfolgt insbesondere durch die vierteljährliche Ermittlung der Risikotragfähigkeit, die Definition von Frühwarnindikatoren und Festlegung der Limite für die entsprechenden Risikoarten.

Risiken des Einzelhandels

Auch hier bestehen Risiken insbesondere im Zusammenhang mit konjunkturellen Entwicklungen. Ebenso bestehen Risiken aus der Verdrängung des stationären Handels durch die Tendenz zu Onlinebestellungen durch Kunden. Auswirkungen ergeben sich auf den Konzern direkt im Rahmen des eigenen Einzelhandelsumsatzes sowie indirekt durch Auswirkungen auf die Zentralregulierungsvolumina der Mitglieder und Händler.

Den hier identifizierten Risiken wird durch Maßnahmen wie der Bereitstellung notwendiger IT-Infrastrukturen oder E-Commerce-Dienstleistungen entgegengewirkt. Zudem wird im Rahmen der Interessenvertretung der Händler an Maßnahmen zur Belebung der Innenstädte und Gemeinden wie beispielsweise der Vergabe der "Deutschland Kauf Lokal" und "Lieblingsladen"-Awards mitgewirkt.

Beteiligungsmanagement

Im Bereich des Beteiligungsmanagements bestehen grundsätzlich Risiken im Zusammenhang mit bilanziellen Bewertungen, Forderungsausfällen oder Ergebnisbelastungen durch Verlustausgleichsverpflichtungen.

Diesen Risiken begegnet man durch regelmäßige Prüfung der Werthaltigkeit, Plan-Ist-Analysen sowie laufende Anpassung der Budgetierung und, aus diesen Maßnahmen resultierend, im Bedarfsfall mit bilanzieller Risikovorsorge.

Neben den genannten Risikobereichen ergeben sich weitere unternehmerische Risikofelder im Immobilienbereich, Währungsrisiken sowie rechtliche Risiken. Auch hierzu wurden Maßnahmen erarbeitet und werden, wenn nötig, laufend angepasst, um den Risiken möglichst frühzeitig begegnen zu können. Zur weiteren Identifizierung und Minimierung der Risiken erfolgt der Einsatz der Internen Revision zur Verbesserung bestehender Geschäftsprozesse und anlassbezogen im Rahmen neuer Projekte.

Zudem wird die Risikotragfähigkeit regelmäßig überprüft und angepasst. Zum Bilanzstichtag reichte nach Ansicht des Vorstandes die Risikodeckungsmasse aus, um die offenen Risiken abzusichern.

Die dargestellten Risiken des Konzerns decken sich mit Ausnahme der bankspezifischen Risiken weitestgehend mit denen der ANWR GROUP eG.

Zum heutigen Zeitpunkt wurden keine Risiken aus den zuvor genannten Bereichen festgestellt, die den Bestand der Genossenschaft oder des Konzerns gefährden könnten.

 

Mainhausen, 28. März 2024

Der Vorstand

Frank Schuffelen

Tobias Eichmeier

Martina Novotny

Franz Klimesch

Bilanz der ANWR GROUP eG

Gewinn- und Verlustrechnung der ANWR GROUP eG

Anhang der ANWR GROUP eG

Allgemeine Erläuterungen

Bilanzierung und Bewertung, Erläuterungen zur Bilanz

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Anteilsbesitz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz

der ANWR GROUP eG

Aktiva

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 704,1 1.588,1
2. Geleistete Anzahlungen 25,2 75,1
729,3 1.663,2
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 49.915,0 51.935,7
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.129,6 994,8
3. Geleistete Anzahlungen 3.980,9 539,3
55.025,5 53.469,8
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.092,6 67.092,6
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 33.000,0 36.000,0
3. Beteiligungen 97,6 97,6
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20,0 20,0
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 10,4 10,4
100.220,6 103.220,6
Summe Anlagevermögen 155.975,4 158.353,6
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.058,0 4.069,4
3.058,0 4.069,4
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.373,6 1.728,3
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 61.106,0 35.111,1
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.814,8 754,0
66.294,4 37.593,4
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.973,1 30.807,5
Summe Umlaufvermögen 71.325,5 72.470,3
C. Rechnungsabgrenzungsposten 837,7 842,9
D. Aktive latente Steuern 17.251,0 13.510,1
Summe Aktiva 245.389,6 245.176,7

Passiva

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Geschäftsguthaben
1. der verbleibenden Mitglieder 6.434,0 6.959,0
2. der ausscheidenden Mitglieder 570,0 615,0
7.004,0 7.574,0
II. Ergebnisrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 12.391,6 12.296,6
2. Andere Ergebnisrücklagen 139.986,1 138.886,1
152.377,7 151.182,7
III. Bilanzgewinn
1. Gewinnvortrag 33,3 15,1
2. Jahresüberschuss 1.852,9 1.963,8
3. Einstellung in die gesetzliche Rücklage -95,0 -99,0
1.791,2 1.879,9
Summe Eigenkapital 161.172,9 160.636,6
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.481,7 9.616,7
2. Steuerrückstellungen 6.655,0 2.854,3
3. Sonstige Rückstellungen 7.600,6 8.558,3
Summe Rückstellungen 24.737,3 21.029,3
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 16.030,9 12.055,2
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.232,2 1.342,6
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 32.012,1 40.829,6
4. Sonstige Verbindlichkeiten 562,3 1.333,3
Summe Verbindlichkeiten 51.837,6 55.560,7
D. Passive latente Steuern 7.641,8 7.950,1
Summe Passiva 245.389,6 245.176,7

Gewinn- und Verlustrechnung Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember

In Tsd. Euro 2023 2022
1. Umsatzerlöse 70.135,7 25.949,4
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.198,3 4.369,3
73.334,0 30.318,7
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 44.361,3 2.399,0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen und Anreizprämie 12.513,9 12.572,6
56.875,2 14.971,6
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.510,6 15.521,3
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.401,9 3.156,9
19.912,5 18.678,2
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.321,9 3.394,3
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 17.620,2 13.035,2
7. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 9.783,1 8.060,6
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 17.729,3 15.215,3
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 88,9 68,6
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.637,3 1.827,1
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.957,6 1.876,6
12. Ergebnis vor Steuern 1.885,2 3.534,4
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32,3 1.570,6
14. Ergebnis nach Steuern 1.852,9 1.963,8
15. Sonstige Steuern 0,0 0,0
16. Jahresüberschuss 1.852,9 1.963,8
17. Gewinnvortrag 33,3 15,1
18. Einstellung in die Gewinnrücklagen -95,0 -99,0
19. Bilanzgewinn 1.791,2 1.879,9

Anhang

der ANWR GROUP eG

Allgemeine Erläuterungen

Die ANWR GROUP eG hat ihren Sitz in Mainhausen. Sie ist in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der GnR-Nr. 20125 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für die Rechnungslegung von mittelgroßen Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurde unter Berücksichtigung der satzungsmäßigen Ergebnisverwendung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Der Bericht wurde teilweise computergestützt erstellt. Systembedingt kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Bilanzierung und Bewertung, Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des in der Bilanz verkürzt dargestellten Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagengitter.

In Tsd. Euro Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 20.300,0 22,0 75,1 366,7 20.030,4
2. Geleistete Anzahlungen 75,1 25,2 -75,1 0,0 25,2
Summe I. 20.375,1 47,3 0,0 366,7 20.055,6
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 96.687,8 0,0 0,0 93,4 96.594,4
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.587,3 504,3 0,0 1.459,7 6.631,9
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 539,3 3.441,5 0,0 0,0 3.980,9
Summe II. 104.814,4 3.945,8 0,0 1.553,1 107.207,1
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.105,1 0,0 0,0 12,5 67.092,6
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 36.690,4 0,0 0,0 3.000,0 33.690,4
3. Beteiligungen 97,6 0,0 0,0 0,0 97,6
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20,0 0,0 0,0 0,0 20,0
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 10,4 0,0 0,0 0,0 10,4
Summe III. 103.923,4 0,0 0,0 3.012,5 100.910,9
Anlagevermögen Summe I bis III. 229.112,8 3.993,1 0,0 4.932,3 228.173,6
In Tsd. Euro Abschreibungen
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Zuschreibungen Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.711,9 981,1 0,0 366,7 19.326,3
2. Geleistete Anzahlungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe I. 18.711,9 981,1 0,0 366,7 19.326,3
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 44.752,0 1.971,4 0,0 44,2 46.679,3
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.592,5 369,3 0,0 1.459,5 5.502,3
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe II. 51.344,5 2.340,7 0,0 1.503,7 52.181,6
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12,5 0,0 0,0 12,5 0,0
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 690,4 0,0 0,0 0,0 690,4
3. Beteiligungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Summe III. 702,9 0,0 0,0 12,5 690,4
Anlagevermögen Summe I bis III. 70.759,3 3.321,8 0,0 1.882,9 72.198,3
In Tsd. Euro Buchwerte
Buchwert Stand 31.12.2023 Buchwert Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 704,1 1.588,1
2. Geleistete Anzahlungen 25,2 75,1
Summe I. 729,3 1.663,2
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 49.915,0 51.935,7
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.129,6 994,8
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.980,9 539,3
Summe II. 55.025,5 53.469,8
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.092,6 67.092,6
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 33.000,0 36.000,0
3. Beteiligungen 97,6 97,6
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20,0 20,0
5. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 10,4 10,4
Summe III. 100.220,6 103.220,6
Anlagevermögen Summe I bis III. 155.975,4 158.353,6

Immaterielle Vermögensgegenstände

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 704,1 1.588,1
Geleistete Anzahlungen 25,2 75,1
Gesamt 729,3 1.663,2

Sachanlagen

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Grundstücke und Bauten 49.915,0 51.935,7
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.129,6 994,8
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.980,9 539,3
Gesamt 55.025,5 53.469,8

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (Software) sowie die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen im Rahmen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer aktiviert, die sich an die von der Finanzverwaltung veröffentlichte AfA-Tabelle anlehnen. Dabei beträgt die durchschnittliche Abschreibungsdauer für Hard- und Software 3 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 13 Jahre. Die Nutzungsdauer der Gebäude liegt zwischen 14 und 33 Jahren.

Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Es bestehen außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen bei den Gebäuden in Höhe von 827,6 Tsd. Euro.

Finanzanlagen

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Anteile an verbundenen Unternehmen 67.092,6 67.092,6
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 33.000,0 36.000,0
Beteiligungen 97,6 97,6
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20,0 20,0
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 10,4 10,4
Gesamt 100.220,6 103.220,6

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB angesetzt. Es sind im Bereich der Ausleihungen an verbundene Unternehmen außerplanmäßige Abschreibungen wegen dauernder Wertminderungen in Höhe von 690,4 Tsd. Euro enthalten.

Die ausgewiesene Ausleihung an verbundene Unternehmen ist langfristiger Natur und seit dem Geschäftsjahr 2023 unverzinslich. Der abgezinste Gesamtwert betrug 30.126,4 Tsd. Euro. Die Gesellschaft rechnet mit der Rückzahlung des gesamten Betrages. Eine dauerhafte Wertminderung liegt nicht vor. Eine Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wurde nicht vorgenommen.

Vorräte

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Fertige Erzeugnisse und Waren 3.058,0 4.069,4

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Anwendung der Gruppenbewertung nach § 240 Abs. 4 HGB angesetzt. Für Bestandsrisiken wurden Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.373,6 1.728,3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 61.106,0 35.111,1
Sonstige Vermögensgegenstände 2.814,8 754,0
Gesamt 66.294,4 37.593,4

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen angesetzt. Für das latente Forderungsrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden in Höhe von 6.896,9 Tsd. Euro (im Vorjahr 6.834,7 Tsd. Euro). Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen wurden bei jeweils bestehender Aufrechnungslage nach § 387 BGB miteinander saldiert.

In der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen waren Ansprüche aus der Gewinnabführung gegen das Tochterunternehmen DZB BANK GmbH in Höhe von 15.600,0 Tsd. Euro enthalten. Diese wurden im Vorjahr in Höhe von 12.300,0 Tsd. Euro unter den Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen.

Im Rahmen der im Jahr 2023 begonnenen Überarbeitung der Konzernbilanzierungsrichtlinien wurde der Ausweis dieser Position entsprechend geändert.

Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände resultierte im Wesentlichen aus Erstattungsansprüchen aus Steuern.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.973,1 30.807,5

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert. Im Guthaben bei Kreditinstituten waren Guthaben bei dem verbundenen Unternehmen DZB BANK GmbH in Höhe von 0,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 12.811,9 Tsd. Euro) enthalten.

Die Ansprüche aus der Gewinnabführung gegen die DZB BANK GmbH werden ab dem Berichtsjahr unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen zu der entsprechenden Position.

Rechnungsabgrenzungsposten

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Rechnungsabgrenzungsposten 837,7 842,9

Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern

In Tsd. Euro 01.01.2023 Veränderung 31.12.2023
Aktive latente Steuern 13.510,1 3.740,9 17.251,0
Passive latente Steuern -7.950,1 308,3 -7.641,8
Gesamt 5.560,0 4.049,2 9.609,2

Aktive und passive latente Steuern wurden unter Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB unsaldiert ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern wurden hierbei in voller Höhe berücksichtigt. Die latenten Steuern ergaben sich aus Bewertungsdifferenzen der ANWR GROUP eG als Organträgerin sowie der zugehörigen Organgesellschaften.

Die aktiven latenten Steuern betrafen Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanzpositionen Grundstücke und Bauten, Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Forderungen aus dem Bankgeschäft (ausschließlich Organgesellschaft), Rückstellungen für Pensionen, sonstige Rückstellungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten (ausschließlich Organgesellschaft).

Die passiven latenten Steuern betrafen Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanzpositionen Grundstücke und Bauten, Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Forderungen an verbundene Unternehmen.

Eigenkapital

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Geschäftsguthaben 7.004,0 7.574,0
Ergebnisrücklagen 152.377,7 151.182,7
Bilanzgewinn 1.791,2 1.879,9
Gesamt 161.172,9 160.636,6

Die Entwicklung der Ergebnisrücklagen stellte sich wie folgt dar:

Ergebnisrücklagen

In Tsd. Euro
a) Gesetzliche Rücklage
Stand: 01.01.2022 12.197,6
Zugang aus dem Jahresüberschuss 2022 gem. Satzung der Genossenschaft 99,0
Stand: 01.01.2023 12.296,6
Zugang aus dem Jahresüberschuss 2023 gem. Satzung der Genossenschaft 95,0
Stand 31.12.2023 12.391,6
b) Andere Ergebnisrücklagen
Stand: 01.01.2022 136.886,1
Dotierung gemäß Beschluss der Generalversammlung 2.000,0
Stand: 01.01.2023 138.886,1
Dotierung gemäß Beschluss der Generalversammlung 1.100,0
Stand 31.12.2023 139.986,1

Es bestanden rückständig fällige Einzahlungen auf Geschäftsguthaben in Höhe von 10,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 2,0 Tsd. Euro).

Rückstellungen

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.481,7 9.616,7
Steuerrückstellungen 6.655,0 2.854,3
Sonstige Rückstellungen 7.600,6 8.558,3
Gesamt 24.737,3 21.029,3

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit 0,89 Prozent (Vorjahr 0,37 Prozent) abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen betrafen mittelbare und unmittelbare Pensionsverpflichtungen. Sie wurden nach § 253 Abs. 2 Sätze 2 bis 4 HGB unter Anwendung des Anwartschaftsverfahrens (PUC-Methode) und der Richttafeln Heubeck 2018 G bei einem Diskontierungszinssatz von 1,82 Prozent (Vorjahr 1,78 Prozent) und von Gehaltssteigerungen von 2,9 Prozent (Vorjahr 2,3 Prozent) bzw. Rentensteigerungen von 2,4 Prozent (Vorjahr 1,6 Prozent bis 2,5 Prozent) bilanziert. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt, auf Basis des von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Anwendung des sieben- und zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinses ergab, betrug zum Stichtag 183,6 Tsd. Euro (im Vorjahr 529,6 Tsd. Euro). Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungszinssatzes wurden gemäß des Wahlrechts nach IDW RS HFA 30 n.F. im Finanzergebnis erfasst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden nach kaufmännischer Vernunft einzeln bewertet, entsprachen den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen und beinhalteten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen, darüber hinaus in absteigender Reihenfolge für ausstehende Rechnungen, Betriebsprüfung, Instandhaltungen und sonstige Einzelsachverhalte.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen. Die nachstehende Übersicht gibt Auskunft über die Zusammensetzung und Fälligkeiten der Verbindlichkeiten:

Verbindlichkeitenspiegel ANWR GROUP eG zum 31. Dezember

In Tsd. Euro Bis 1 Jahr Über 1 Jahr
2023 2022 2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 339,1 351,2 15.691,8 11.704,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.232,2 1.342,6 0,0 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 26.612,1 35.429,6 5.400,0 5.400,0
Sonstige Verbindlichkeiten 562,3 1.333,3 0,0 0,0
Gesamt 30.745,7 38.456,7 21.091,8 17.104,0
In Tsd. Euro Davon über 5 Jahre Gesamt
2023 2022 2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.200,0 10.500,0 16.030,9 12.055,2
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0 3.232,2 1.342,6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 32.012,1 40.829,6
Sonstige Verbindlichkeiten 0,0 0,0 562,3 1.333,3
Gesamt 12.200,0 10.500,0 51.837,6 55.560,7

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren Finanzierungen für Immobilien in Höhe von 13.700,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 12.000,0 Tsd. Euro) enthalten, diese sind in voller Höhe durch Grundschulden abgesichert.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehaltsrechte der Lieferanten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten waren Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 398,1 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.062,7 Tsd. Euro) enthalten.

Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Mit einem verbundenen Unternehmen besteht ein Gewährleistungsvertrag i. S. d. § 251 HGB in Form einer harten Patronatserklärung. Gemäß deren Inhalt verpflichtet sich die Genossenschaft, den Saldo des Eigenkapitals (ohne Nennkapital) des Tochterunternehmens von 250,0 Tsd. Euro zu garantieren und im Fall von Verlusten bis zu dieser Höhe auszugleichen.

Eine Bezifferung des quantitativen Risikos hieraus ist nicht möglich, da es von der künftigen Ertragslage des Tochterunternehmens abhängt. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Verpflichtung wird aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage des Tochterunternehmens derzeit allerdings als niedrig beziffert, sodass eine Passivierungspflicht hieraus nicht gegeben ist.

Ein weiterer Gewährleistungsvertrag i. S. d. § 251 HGB in Form einer Patronatserklärung besteht gegenüber einem Lieferanten zugunsten eines Tochterunternehmens. Hier bestanden zum Bilanzstichtag durch diesen Vertrag abgesicherte Verbindlichkeiten in Höhe von 9.553,2 Tsd. Euro. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage des Tochterunternehmens ist das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering einzustufen.

Zum Bilanzstichtag bestanden Investitionsvorhaben in Höhe von 2.201,1 Tsd. Euro in den Bereichen Immobilien und IT, für die die Aufträge bereits erteilt wurden.

Bankbürgschaften für Mietobjekte mehrerer Tochterunternehmen bestehen in Höhe von 2.182,9 Tsd. Euro.

Mit einem externen Dienstleister wurde ein langfristiger Vertrag für die Erbringung von Logistikdienstleistungen für den Schuhbereich abgeschlossen, dessen Vergütung variabel ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember

In Tsd. Euro Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
2023 2022 2023 2022
Leasingverpflichtungen 193,1 196,9 197,5 163,1
Mietverpflichtungen 1.021,7 979,3 1.082,9 2.038,5
Wartungsverpflichtungen 772,8 743,9 85,2 33,0
Sonstige Dienstleistungsverpflichtungen 393,4 352,0 253,7 286,8
Gesamt 2.381,0 2.272,1 1.619,3 2.521,4
In Tsd. Euro Gesamt
2023 2022
Leasingverpflichtungen 390,5 360,0
Mietverpflichtungen 2.104,6 3.017,8
Wartungsverpflichtungen 858,0 776,9
Sonstige Dienstleistungsverpflichtungen 647,1 638,8
Gesamt 4.000,2 4.793,5

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In Tsd. Euro 2023 2022
Erlöse aus Großhandel 49.096,4 2.617,3
Erlöse aus Dienstleistungen 15.563,2 16.562,0
Erlöse aus Vermietung 4.803,2 6.543,8
Erlöse aus Messen und sonstigen Veranstaltungen 307,1 33,0
Sonstige Erlöse 365,8 193,3
Gesamt 70.135,7 25.949,4

Der Anstieg dieser Position resultierte aus der Übernahme des Großhandelsbereichs von der Ariston-Nord-West-Ring Schuh GmbH im Jahr 2022.

Sonstige betriebliche Erträge

In Tsd. Euro 2023 2022
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 1.847,2 1.817,3
Erträge aus der Weiterbelastung 284,7 1.728,1
Erträge aus Anlagenabgängen 0,0 228,8
Erträge aus Währungsumrechnungen 13,7 1,4
Sonstige Erträge 1.052,7 593,7
Gesamt 3.198,3 4.369,3

Die periodenfremden Erträge betrafen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 675,5 Tsd. Euro (Vorjahr 69,9 Tsd. Euro). Darin enthalten waren solche von außergewöhnlicher Größenordnung aus Schadenersatzleistungen in Höhe von 179,8 Tsd. Euro sowie aus der Weiterbelastung von Umsatzsteuern für Vorjahre an diverse Tochterunternehmen in Höhe von 399,5 Tsd. Euro.

Materialaufwand

In Tsd. Euro 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 44.361,3 2.399,0
Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.513,9 12.572,6
Gesamt 56.875,2 14.971,6

Der Anstieg dieser Position resultierte aus der Übernahme des Großhandelsbereichs von der Ariston-Nord-West-Ring Schuh GmbH im Jahr 2022.

Personalaufwand

In Tsd. Euro 2023 2022
Löhne und Gehälter 15.510,6 15.521,3
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.401,9 3.156,9
Gesamt 19.912,5 18.678,2

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfielen 1.954,1 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.244,3 Tsd. Euro) auf die Altersversorgung. Auf periodenfremde Aufwendungen in diesem Posten entfielen 225,7 Tsd. Euro.

Abschreibungen

In Tsd. Euro 2023 2022
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.321,9 3.394,3

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In Tsd. Euro 2023 2022
Verwaltungsaufwendungen 11.796,4 7.595,6
Logistikkosten 2.196,5 2.003,7
Aufwendungen für Geschäftsräume und Grundstücksaufwendungen 672,9 1.241,4
Aufwendungen aus Währungsumrechnungen 15,7 4,8
Sonstige Aufwendungen 2.938,7 2.189,7
Gesamt 17.620,2 13.035,2

Die periodenfremden Aufwendungen beliefen sich auf 629,8 Tsd. Euro (Vorjahr 8,5 Tsd. Euro); sie bestanden im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit den Ergebnissen der beendeten Betriebsprüfung.

Die höheren Verwaltungsaufwendungen waren vor allem dem Anstieg der Kosten für fremde Dienstleistungen, Umlagen im Konzern sowie Beiträgen im Berichtszeitraum geschuldet.

Erträge aus Beteiligungen, Geschäftsguthaben und aus Gewinnabführungsverträgen

In Tsd. Euro 2023 2022
Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 9.783,1 8.060,6
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 17.729,3 15.215,3
Gesamt 27.512,4 23.275,9

Die Erträge betrafen vollumfänglich solche von verbundenen Unternehmen.

Zinserträge

In Tsd. Euro 2023 2022
Erträge aus sonstigen Wertpapieren und Ausleihungen 88,9 68,6
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.637,3 1.827,1
Gesamt 1.726,2 1.895,7

In den Zinserträgen waren Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.446,2 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.793,0 Tsd. Euro) enthalten. Erträge in Höhe von 91,8 Tsd. Euro (Vorjahr 31,0 Tsd. Euro) waren periodenfremd.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In Tsd. Euro 2023 2022
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.957,6 1.876,6

In den Zinsaufwendungen waren 1.208,8 Tsd. Euro Aufwendungen von verbundenen Unternehmen (im Vorjahr 600,0 Tsd. Euro) sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von 72,4 Tsd. Euro (im Vorjahr 84,4 Tsd. Euro) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 88,4 Tsd. Euro (im Vorjahr 64,4 Tsd. Euro) enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In Tsd. Euro (Ertrag +, Aufwand -) 2023 2022
Steuern auf Einkommen -1.812,6 -2.118,5
Steuern für Vorjahre -2.268,9 -277,8
Latente Steuern 4.049,2 825,7
Gesamt -32,3 -1.570,6

Vorschlag für die Gewinnverwendung der ANWR GROUP eG

Der Vorstand schlägt der Generalversammlung vor, das Jahresergebnis unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags wie folgt zu verwenden:

In Euro 2023 2022
Jahresüberschuss 1.852.858,58 1.963.829,16
Gewinnvortrag 33.288,52 15.059,36
Einstellung in die gesetzliche Rücklage -95.000,00 -99.000,00
Bilanzgewinn 1.791.147,10 1.879.888,52
Ausschüttung einer Bardividende von 15 Prozent (im Vorjahr 10 Prozent) auf die Geschäftsguthaben (zeitanteilig) 1.044.150,00 746.600,00
Einstellung in andere Ergebnisrücklagen 700.000,00 1.100.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 46.997,10 33.288,52

Sonstige Angaben

Die Angabe zum Honorar der Abschlussprüfer erfolgt im Konzernabschluss der ANWR GROUP eG, Mainhausen.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken aus Zinsänderungen aus der Aufnahme der variabel verzinslichen Bankdarlehen wurde im Vorjahr ein Zinssatzswap über die Gesamtlaufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert dieses derivativen Finanzinstruments betrug unter Berücksichtigung der Stückzinsen (+17,8 Tsd. Euro) zum Bilanzstichtag +253,1 Tsd. Euro. Der Betrag stellt den Marktwert dar. Für den Fall des steigenden Zinsniveaus wird durch das Derivat die Liquiditätsbelastung der ANWR GROUP eG kompensiert.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Grundsätzlich bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge für:

In Tsd. Euro 2023 2022
Aktivüberhang latenter Steuern i. S. d. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB 9.609,2 5.560,0
Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB 183,6 529,6
Gesamtbetrag 9.792,8 6.089,6

Die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich des Gewinnvortrages betrugen zum Bilanzstichtag 141.777,2 Tsd. Euro, sodass sich ein ausschüttbarer Betrag von 131.984,4 Tsd. Euro ergibt.

Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten

2023 2022
Gesamt 165 156
Vollzeit 119 114
Teilzeit 46 42
Männlich 84 82
Weiblich 81 74

Die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden belief sich bei der ANWR GROUP eG auf 24 (im Vorjahr 25) Beschäftigte.

Mitgliederbewegung bei der ANWR GROUP eG

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2023 1.020 6.961
Zugang (darunter 8 Übertragungen) 30 129
Abgang (darunter 9 Übertragungen) 71 646
Ende 2023 979 6.444

Der Geschäftsanteil beträgt 1.000 Euro. Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder verringerten sich um 525,0 Tsd. Euro. Eine Nachschusspflicht besteht nicht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich für die ANWR GROUP eG nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

Anteilsbesitz

Anteile an verbundenen Unternehmen (unmittelbar)

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2023
Gesellschaft Sitz in % in Tsd. Euro in Tsd. Euro
DZB BANK GmbH Mainhausen 100 64.975 0
Ariston-Nord-West-Ring Schuh GmbH Mainhausen 100 902 0 1)
ANWR GARANT International GmbH Düsseldorf 100 7.659 5.498
anwr Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Schaumainkai Mainhausen 100 64 15
anwr Grundstücksgesellschaft mbH & Co. Schaumainkai KG Mainhausen 100 5.213 401
ANWR Erste Beteiligungsgesellschaft mbH Mainhausen 100 4.816 3.418
ANWR Media GmbH Mainhausen 100 -538 -33
Conventa-Treuhandgesellschaft mbH und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mainhausen 100 95 69
ANWR 2. Beteiligungs-GmbH Mainhausen 100 339 -3
ANWR-Data GmbH Mainhausen 100 136 99
IfM Institut für Markdaten GmbH Mainhausen 100 42 -1

1) Aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge mit der jeweiligen Muttergesellschaft wird unter Inanspruchnahme der Erleichterung gemäß § 264 HGB der Jahresabschluss nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht. Zudem wird jeweils auf die Erstellung des Anhangs und ggf. des Lageberichtes verzichtet.

Anteile an verbundenen Unternehmen (mittelbar)

Anteil am Eigenkapital Ergebnis 2023
Gesellschaft Sitz Kapital in % in Tsd. Euro in Tsd. Euro
Aktivbank AG Frankfurt a. M. 100 66.337 3.519
AKTIV ZR Zentrale Abrechnung GmbH Pforzheim 100 766 2 2)
SPORT 2000 GmbH Mainhausen 100 19.010 2.075
SPORT 2000 International GmbH Mainhausen 61,76 1.796 -271
SPORT 2000 Ingolstadt GmbH Ingolstadt 100 64 2 2)
Absolute Teamsport GmbH Düsseldorf 100 145 23
OUTDOOR-Profis GmbH Limburg 100 314 97 2)
SPORT 2000 Retail GmbH Mainhausen 100 -242 -122
SHOOKS GmbH Stutensee 100 321 37 2)
EBG-Data GmbH Neuss 100 -277 65
Nord-West-Ring Beteiligungsgesellschaft mbH
Immobilien-Anlagegesellschaft & Co. KG Mainhausen 100 369 1
ETOS Beteiligungen GmbH & Co. KG Bergkamen 55 36 - 8 2)
ETS GmbH & Co. KG Bergkamen 100 54 -2 2)
ECC European Clearing Center GmbH & Co. KG Bergkamen 60 -748 -296 2)
ANWR GARANT Nederland B.V. Nieuwegein, Niederlande 100 1.440 117
Bene Sita Trading B.V. Nieuwegein, Niederlande 100 270 3
ANWR GARANT France SAS Ivry-sur-Seine, Frankreich 100 640 86
ANWR GARANT SWISS AG Spreitenbach, Schweiz 100 2.015 106
ANWR GARANT AUSTRIA GmbH Grödig, Österreich 100 602 30
ANWR GARANT Norway AS Oslo, Norwegen 100 74 6
ANWR Norden AB Nacka Strand, Schweden 100 227 22
GOLDKRONE Lederwaren-Handelsgesellschaft mbH Mainhausen 100 1.213 666
GOLDKRONE B.V. Breda, Niederlande 100 914 249
GARANT Schuh + Mode Deutschland GmbH Düsseldorf 100 962 35
REXOR Schuh-Einkaufsvereinigungs-Gesellschaft mbH Düsseldorf 51 748 146
Zweite Amplificator GmbH Düsseldorf 100 25 0
ANWR 1. System GmbH Mainhausen 100 -37.302 2.979
TOM Holding GmbH Kreuth 100 278 0
Schuh Mücke Ingolstadt GmbH Kulmbach 100 2.853 0 1)
Schuh- und Sport-Mücke GmbH Kulmbach 100 5.901 0 1)
Schuh Mücke GmbH Nürnberg Nürnberg 100 4.251 0 1)
Schuh Mücke Rödental GmbH Rödental 100 25 0 1)
Schuh Mücke Regensburg GmbH Kulmbach 100 1.553 0 1)
Schuh Mücke GmbH Schweinfurt Schweinfurt 100 267 0 1)
Schuh Mücke GmbH Forchheim Forchheim 100 437 0 1)
Schuh Mücke GmbH Quartier Q Nürnberg 100 123 84
Schuh Mücke Trosdorf GmbH Bischberg-Trosdorf 100 728 0 1)
Schuh Mücke Fürth GmbH Fürth 100 25 0 1)
Schuh Mücke Bayreuth GmbH Bayreuth 100 22 0 1)
Schuh Mücke Nürnberg Vogelherd GmbH Nürnberg 100 25 0 1)
Schuh Mücke München GmbH München 100 -6.479 -1.542

1) Aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge mit der jeweiligen Muttergesellschaft wird unter Inanspruchnahme der Erleichterung gemäß § 264 HGB der Jahresabschluss nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht. Zudem wird jeweils auf die Erstellung des Anhangs und ggf. des Lageberichtes verzichtet.
2) Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem Geschäftsjahr 2022

Beteiligungen (unmittelbar)

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2023
Gesellschaft Sitz in % in Tsd. Euro in Tsd. Euro
DSI Deutsches Schuhinstitut GmbH Offenbach 37,5 258 10 3)
ServiCon Service & Consult eG Köln 0,4 2.169 93 3)

Beteiligungen (mittelbar)

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2023
Gesellschaft Sitz in % in Tsd. Euro in Tsd. Euro
financial.service.plus GmbH Leipzig 20 1.214 198 2)
Atalanda GmbH Freilassing 12,49 237 6 3)
Leading Shoe Partners AG Spreitenbach, Schweiz 17,24 226 25 4)
IfH Förderer GmbH Köln 14,3 430 157 2)
Buchwert GmbH & Co. KG Bielefeld 49 1.292 479
Buchwert Verwaltungsgesellschaft mbH Bielefeld 49 34 1

2) Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem Geschäftsjahr 2022
3) Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem Geschäftsjahr 2021
4) Abweichendes Geschäftsjahr (01.10.2021 - 30.09.2022)

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbands lauten:

Genoverband e.V. (vormals Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.)

Ludwig-Erhard-Allee 20

40227 Düsseldorf

Mitglieder des Vorstands der ANWR GROUP eG

Frank Schuffelen (Vorsitzender des Vorstands)

Tobias Eichmeier

Matthias Grevener (bis zum 30. September 2023)

Martina Novotny (seit dem 1. Juli 2023)

Fritz Terbuyken (bis zum 19. Juni 2023)

Franz Klimesch, nebenamtlich

Mitglieder des Aufsichtsrats der ANWR GROUP eG

Holger Baierl, Karlsruhe, Aufsichtsratsvorsitzender

Christian Bode, Reinbek, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Hayo Galipp-Le Hanne, Gifhorn

Tom van Geemen, Epe/Niederlande

Britta Goertz, Espelkamp

Ingo Hänel, Metzingen

Franz Herrlein, Reit im Winkl

Hanno Reutterer, Bludenz/Österreich

Klaus Rollmann, Göppingen

Claude Steinmetz, Strasbourg/Frankreich

Thomas Tiefenbacher, Oetwil an der Limmat/Schweiz

Ulrich Volk, Elzach

 

Mainhausen, 27. März 2024

Der Vorstand

Frank Schuffelen

Tobias Eichmeier

Martina Novotny

Franz Klimesch

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ANWR GROUP eG (im Folgenden "Genossenschaft") bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 (im Folgenden "Lagebericht") geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte, mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Genossenschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 8. Mai 2024

Genoverband e. V.

Ralph Kuhn, Wirtschaftsprüfer

Katharina Braun, Wirtschaftsprüferin

Bilanz des ANWR Konzerns

Gewinn- und Verlustrechnung des ANWR Konzerns

Konzerneigenkapitalspiegel

Konzernkapitalflussrechnung

Anhang des ANWR Konzerns

Allgemeine Erläuterungen

Erläuterungen zur Bilanz

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Anteilsbesitz

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz

des ANWR Konzerns

Aktiva

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.459,2 6.184,1
2. Geschäfts- oder Firmenwert 970,5 3.299,6
3. Geleistete Anzahlungen 876,0 722,1
8.305,7 10.205,8
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 59.120,0 61.778,5
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.576,6 9.655,7
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.034,0 592,6
71.730,6 72.026,8
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.796,1 2.231,1
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 570,0 580,1
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 20,0 20,0
4. Beteiligungen 4.033,7 2.738,6
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 403,3 439,1
6. Sonstige Ausleihungen 38,6 38,6
7. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 10,5 11,3
7.872,3 6.058,8
Summe Anlagevermögen 87.908,6 88.291,4
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,0 1,0
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 42.601,2 44.758,0
3. Geleistete Anzahlungen 406,3 454,9
43.007,5 45.213,9
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.961,9 38.643,0
2. Forderungen aus dem Bankgeschäft 318.562,0 332.114,8
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.572,3 1.917,2
4. Sonstige Vermögensgegenstände 8.043,9 4.825,4
354.140,1 377.500,4
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 323.992,1 362.903,4
Summe Umlaufvermögen 721.139,7 785.617,7
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.397,0 2.244,4
D. Aktive latente Steuern 29.903,9 25.698,8
Summe Aktiva 841.349,2 901.852,4

Passiva

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Geschäftsguthaben
1. der verbleibenden Mitglieder 6.383,0 6.907,0
2. der ausscheidenden Mitglieder 570,0 615,0
6.953,0 7.522,0
II. Ergebnisrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 12.391,7 12.296,7
2. Andere Ergebnisrücklagen 140.141,7 136.485,6
152.533,4 148.782,3
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 693,4 579,9
IV. Bilanzgewinn 1.791,1 1.879,9
V. Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 259,3 322,0
Summe Eigenkapital 162.230,3 159.086,1
B. Fonds für allgemeine Bankrisiken 86.750,0 77.750,0
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 31.203,2 29.819,4
2. Steuerrückstellungen 10.610,7 7.744,8
3. Sonstige Rückstellungen 57.529,5 61.329,3
Summe Rückstellungen 99.343,4 98.893,6
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.548,6 30.171,5
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.770,6 29.445.5
3. Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft 421.560,7 465.689,0
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.802,4 1.348,5
5. Sonstige Verbindlichkeiten 21.145,9 29.768,2
Summe Verbindlichkeiten 483.828,2 556.422,7
E. Rechnungsabgrenzungsposten 776,9 842,2
F. Passive latente Steuern 8.420,4 8.857,8
Summe Passiva 841.349,2 901.852,4

Gewinn- und Verlustrechnung Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember

des ANWR Konzerns

In Tsd. Euro 2023 2022
1. Umsatzerlöse 663.866,4 721.962,0
2. Sonstige betriebliche Erträge 26.001,6 20.794,6
689.868,0 742.756,6
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 321.921,9 357.479,4
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen und Anreizprämie 159.811,6 176.672,5
481.733,5 534.151,9
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 74.205,6 72.928,8
b) Sozialabgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 18.616,9 15.406,5
92.822,5 88.335,3
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.519,4 12.405,6
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 108.784,6 105.670,9
7. Erträge aus Beteiligungen 453,1 175,3
8. Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 235,0 242,3
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 68,8 94,0
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.514,2 8.932,7
11. Abschreibungen aus Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 334,1
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.699,5 3.007,4
13. Ergebnis vor Steuern 10.579,5 8.295,8
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.645,5 7.178,3
15. Ergebnis nach Steuern 4.934,0 1.117,5
16. Sonstige Steuern 449,4 442,0
17. Jahresüberschuss 4.484,6 675,5
18. Ergebnisvortrag - 10.511,8 -9.137,1
19. Ergebnisanteil nicht beherrschende Anteile -45,8 -109,7
20. Einstellung in die Konzernrücklagen -95,0 -99,0
21. Anpassung Konzernbilanzgewinn an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens 7.959,1 10.550,2
22. Bilanzgewinn 1.791,1 1.879,9

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital der ANWR GROUP eG
(korrigiertes) Geschäftsguthaben
Geschäftsguthaben
In Tsd. Euro der verbleibenden Mitglieder der ausgeschiedenen Mitglieder Summe
Stand 31.12.2021 7.467,0 292,0 7.759,0
Stand 01.01.2022 7.467,0 292,0 7.759,0
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen
Auszahlung von Geschäftsguthaben -292,0 -292,0
Einzahlung auf Geschäftsguthaben 107,0 107,0
Verrechnung eigener Anteile
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss
Zuführung aus Gewinnvortrag
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens
Ausschüttung Dividende an Mitglieder der Muttergesellschaft
Auszahlung Gewinn an fremde Gesellschafter
Auszahlung thesaurierte Gewinne der Vorjahre an fremde Gesellschafter
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen -615,0 615,0 0,0
Konzernjahresergebnis
Stand 31.12.2022 6.959,0 615,0 7.574,0
Stand 01.01.2023 6.959,0 615,0 7.574,0
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen
Auszahlung von Geschäftsguthaben -615,0 -615,0
Einzahlung auf Geschäftsguthaben 45,0 45,0
Verrechnung eigener Anteile
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss
Zuführung aus Gewinnvortrag
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens
Ausschüttung Dividende an Mitglieder der Muttergesellschaft
Auszahlung Gewinn an fremde Gesellschafter
Auszahlung thesaurierte Gewinne der Vorjahre an fremde Gesellschafter
Währungsumrechnung
Änderungen des Konsolidierungskreises
Sonstige Veränderungen -570,0 570,0
Konzernjahresergebnis
Stand 31.12.2023 6.434,0 570,0 7.004,0
Eigenkapital der ANWR GROUP eG
(korrigiertes) Geschäftsguthaben
Eigene Anteile
In Tsd. Euro der verbleibenden Mitglieder der ausgeschiedenen Mitglieder Summe Summe
Stand 31.12.2021 -52,0 0,0 -52,0 7.707,0
Stand 01.01.2022 -52,0 0,0 -52,0 7.707,0
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen
Auszahlung von Geschäftsguthaben -292,0
Einzahlung auf Geschäftsguthaben 107,0
Verrechnung eigener Anteile 0,0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss 0,0
Zuführung aus Gewinnvortrag 0,0
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens 0,0
Ausschüttung Dividende an Mitglieder der Muttergesellschaft 0,0
Auszahlung Gewinn an fremde Gesellschafter 0,0
Auszahlung thesaurierte Gewinne der Vorjahre an fremde Gesellschafter 0,0
Währungsumrechnung 0,0
Sonstige Veränderungen 0,0
Konzernjahresergebnis 0,0
Stand 31.12.2022 -52,0 0,0 -52,0 7.522,0
Stand 01.01.2023 -52,0 0,0 -52,0 7.522,0
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen
Auszahlung von Geschäftsguthaben -615,0
Einzahlung auf Geschäftsguthaben 45,0
Verrechnung eigener Anteile 0,0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss 0,0
Zuführung aus Gewinnvortrag 0,0
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens 0,0
Ausschüttung Dividende an Mitglieder der Muttergesellschaft 0,0
Auszahlung Gewinn an fremde Gesellschafter 0,0
Auszahlung thesaurierte Gewinne der Vorjahre an fremde Gesellschafter 0,0
Währungsumrechnung 0,0
Änderungen des Konsolidierungskreises 1,0 1.0 1,0
Sonstige Veränderungen 0,0
Konzernjahresergebnis 0,0
Stand 31.12.2023 -51,0 0,0 -51,0 6.953,0
Eigenkapital der ANWR GROUP eG
Rücklagen
In Tsd. Euro Gesetzliche Rücklage Andere Ergebnisücklagen Summe
Stand 31.12.2021 12.197,7 136.121,8 148.319,5
Stand 01.01.2022 12.197,7 136.121,8 148.319,5
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen
Auszahlung von Geschäftsguthaben
Einzahlung auf Geschäftsguthaben
Verrechnung eigener Anteile
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss 99,0 99,0
Zuführung aus Gewinnvortrag 2.000,0 2.000,0
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens -1.392,9 -1.392,9
Ausschüttung Dividende an Mitglieder der Muttergesellschaft
Auszahlung Gewinn an fremde Gesellschafter
Auszahlung thesaurierte Gewinne der Vorjahre an fremde Gesellschafter
Währungsumrechnung
Sonstige Veränderungen -243,3 -243,3
Konzernjahresergebnis
Stand 31.12.2022 12.296,7 136.485,6 148.782,3
Stand 01.01.2023 12.296,7 136.485,6 148.782,3
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen
Auszahlung von Geschäftsguthaben
Einzahlung auf Geschäftsguthaben
Verrechnung eigener Anteile
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss 95,0 95,0
Zuführung aus Gewinnvortrag 1.100,0 1.100,0
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens 2.591,0 2.591,0
Ausschüttung Dividende an Mitglieder der Muttergesellschaft
Auszahlung Gewinn an fremde Gesellschafter
Auszahlung thesaurierte Gewinne der Vorjahre an fremde Gesellschafter
Währungsumrechnung
Änderungen des Konsolidierungskreises -34,9 -34,9
Sonstige Veränderungen
Konzernjahresergebnis
Stand 31.12.2023 12.391,7 140.141,7 152.533,4
Eigenkapital der ANWR GROUP eG
Rücklagen
In Tsd. Euro Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Bilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zusteht Summe
Stand 31.12.2021 496,3 2.770,4 159.293,2
Stand 01.01.2022 496,3 2.770,4 159.293,2
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen
Auszahlung von Geschäftsguthaben -292,0
Einzahlung auf Geschäftsguthaben 107,0
Verrechnung eigener Anteile
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss -99,0 0,0
Zuführung aus Gewinnvortrag -2.000,0 0,0
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens 1.392,9 0,0
Ausschüttung Dividende an Mitglieder der Muttergesellschaft -750,2 -750,2
Auszahlung Gewinn an fremde Gesellschafter
Auszahlung thesaurierte Gewinne der Vorjahre an fremde Gesellschafter
Währungsumrechnung 83,6 83,6
Sonstige Veränderungen -243,3
Konzernjahresergebnis 565,8 565,8
Stand 31.12.2022 579,9 1.879,8 158.764,1
Stand 01.01.2023 579,9 1.879,8 158.764,1
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen
Auszahlung von Geschäftsguthaben -615,0
Einzahlung auf Geschäftsguthaben 45,0
Verrechnung eigener Anteile
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss -95,0 0,0
Zuführung aus Gewinnvortrag -1.100,0 0,0
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens -2.591,0 0,0
Ausschüttung Dividende an Mitglieder der Muttergesellschaft -741,5 -741,5
Auszahlung Gewinn an fremde Gesellschafter
Auszahlung thesaurierte Gewinne der Vorjahre an fremde Gesellschafter
Währungsumrechnung 113,5 113,5
Änderungen des Konsolidierungskreises -33,8
Sonstige Veränderungen
Konzernjahresergebnis 4.438,8 4.438,8
Stand 31.12.2023 693,4 1.791,1 161.971,0
Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
In Tsd. Euro Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Summe
Stand 31.12.2021 211,8 99,0 310,8 159.604,0
Stand 01.01.2022 310,8 0,0 310,8 159.604,0
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen
Auszahlung von Geschäftsguthaben 0,0 -292,0
Einzahlung auf Geschäftsguthaben 0,0 107,0
Verrechnung eigener Anteile 0,0 0,0
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0
Zuführung aus Gewinnvortrag 0,0 0,0
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens 0,0 0,0
Ausschüttung Dividende an Mitglieder der Muttergesellschaft 0,0 -750,2
Auszahlung Gewinn an fremde Gesellschafter -98,6 -98,6 -98,6
Auszahlung thesaurierte Gewinne der Vorjahre an fremde Gesellschafter 0,0
Währungsumrechnung 0,0 83,6
Sonstige Veränderungen 0,0 -243,3
Konzernjahresergebnis 109,7 109,7 675,5
Stand 31.12.2022 212,2 109,7 322,0 159.086,1
Stand 01.01.2023 322,0 0,0 322,0 159.086,1
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen
Auszahlung von Geschäftsguthaben 0,0 -615,0
Einzahlung auf Geschäftsguthaben 0,0 45,0
Verrechnung eigener Anteile
Einstellung in / Entnahme aus Rücklagen
Zuführung aus Konzernjahresüberschuss 0,0 0,0
Zuführung aus Gewinnvortrag 0,0 0,0
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens 0,0 0,0
Ausschüttung Dividende an Mitglieder der Muttergesellschaft 0,0 -741,5
Auszahlung Gewinn an fremde Gesellschafter -108,5 -108,5 -108,5
Auszahlung thesaurierte Gewinne der Vorjahre an fremde Gesellschafter
Währungsumrechnung 0,0 113,5
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,0 -33,9
Sonstige Veränderungen
Konzernjahresergebnis 45,8 45,8 4.484,6
Stand 31.12.2023 213,5 45,8 259,3 162.230,3

Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung für den Konzern wurde nach der indirekten Methode erstellt und setzt auf dem Jahresergebnis auf. Der Finanzmittelfonds enthielt Kassenbestände und Bankguthaben abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

In Tsd. Euro 2023
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 4.484,6
2. Abschreibungen (+)/Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 10.505,3
3. Zunahme (+)/Abnahme (-) der Rückstellungen -2.241,0
4. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) und Erträge (-) 8.735,5
5. Zunahme (-)/Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 28.528,4
6. Zunahme (+)/Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -69.136,0
7. Gewinn (-)/Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -319,9
8. Zinsaufwendungen (+)/-erträge (-) 671,1
9. Sonstige Beteiligungserträge -453,1
10. Ertragsteueraufwand (+)/-ertrag (-) 5.645,6
11. Ertragsteuerzahlungen -10.837,6
12. Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -24.417,3
13. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 1,1
14. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -3.456,2
15. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 488,9
16. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.180,4
17. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 420,5
18. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.859,1
19. Einzahlungen aus Investitionszuschüssen 0,0
20. Erhaltene Zinsen 770,5
21. Erhaltene Dividenden 450,5
22. Cashflow aus Investitionstätigkeit -8.364,2
23. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 45,0
24. Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -615,0
25. Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter 0,0
26. Einzahlung aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 2.000,0
27. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten -300,0
28. Gezahlte Zinsen -1.441,6
29. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -741,5
30. Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -74,1
31. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -1.127,2
32. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -33.908,7
33. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 102,6
34. Konsolidierungsbedingte Änderung des Finanzmittelfonds -14,9
35. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 350.757,9
36. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 323.992,2
37. Jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.055,3
38. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 316.936,9

Anhang

des ANWR Konzerns

Allgemeine Erläuterungen

Die ANWR GROUP eG ist das Mutterunternehmen des ANWR Konzerns. Sie hat ihren Sitz in Mainhausen und ist in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der GnR-Nr. 20125 eingetragen.

Der Konzernabschluss 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Publizitätsgesetzes aufgestellt und auf volle 100 Euro gerundet. Die vorgeschriebene Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 266 und § 275 HGB wurde ohne Einschränkung angewendet, wobei aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit auf der Aktivseite der zusätzliche Posten "2. Forderungen aus dem Bankgeschäft" sowie auf der Passivseite die zusätzlichen Posten "B. Fonds für allgemeine Bankrisiken" sowie "3. Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft" ergänzt wurden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewendet.

Posten, unter denen im Geschäfts- und Vorjahr kein Betrag anzugeben war, wurden nicht aufgeführt.

Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der satzungsmäßigen Ergebnisverwendung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Der Bericht wurde teilweise computergestützt erstellt. Systembedingt kann es zu Rundungsdifferenzen kommen.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der ANWR GROUP eG wurden alle wesentlichen Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und/oder faktischen Kontrolle der ANWR GROUP eG stehen, einbezogen. Neben der ANWR GROUP eG wurden 32 deutsche und fünf ausländische Unternehmen nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen An diesen ist die ANWR GROUP eG mehrheitlich beteiligt und hat auf diese einen beherrschenden Einfluss. Ferner wurden zwei assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Eine Auflistung der Gesellschaften befindet sich unter der Rubrik "Anteilsbesitz" am Ende dieses Anhangs.

Veränderung des Konsolidierungskreises

Im Berichtszeitraum wurde die Conventa Treuhandsgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entkonsolidiert. Die Gesellschaft Schuh Mücke Viernheim GmbH wurde auf ihre Muttergesellschaft TOM Holding GmbH verschmolzen.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung wurde für die Gesellschaften, die vor dem 1. Januar 2010 in die Konsolidierung einbezogen wurden, zulässigerweise als Vollkonsolidierung auf Basis der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung) durchgeführt. Die Konsolidierungsbuchungen wurden fortgeführt. Für die Neuerwerbe ab 2010 wurde die Kapitalkonsolidierung als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) angewendet.

Der Ansatz der assoziierten Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Buchwert des Eigenkapitals wurde in die anderen Ergebnisrücklagen eingestellt, da der passivische Unterschiedsbetrag insbesondere aus Thesaurierungen während der Konzernzugehörigkeit entstanden ist. Die bei den assoziierten Unternehmen angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden richten sich nach dem deutschen Handelsgesetzbuch und entsprechen insoweit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern.

Schuldenkonsolidierung

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den Vorschriften des § 303 HGB eliminiert.

Behandlung von Zwischenergebnissen

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Aufwendungen und Erträge, die aus Geschäftsbeziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen resultieren, wurden nach § 305 HGB eliminiert.

Währungsumrechnung

Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro.

Im Konzernabschluss wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, die Bilanzwerte des ausländischen Tochterunternehmens mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag und die Aufwands- und Ertragspositionen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wurde zu Kursen des Stichtags der Erstkonsolidierung und das Jahresergebnis zum Mittelkurs des Bilanzstichtags ermittelt. Differenzen aus dem Ansatz unterschiedlicher Kurse wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst.

Bilanzierung und Bewertung

Die Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte auf den 31. Dezember 2023. Die Abschlüsse wurden einheitlich nach den "ANWR Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien" aufgestellt oder an sie angepasst (Handelsbilanz II).

Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des in der Bilanz verkürzt dargestellten Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagengitter.

In Tsd. Euro Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.313,2 2.694,3 607,9
2. Geschäfts- und Firmenwerte 46.619,7 0,0 0,0
3. Geleistete Anzahlungen 878,9 761,9 -607,9
Summe I. 94.811,7 3.456,2 0,0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 134.090,7 15,5 0,0
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 42.411,8 1.709,6 6,4
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 592,6 3.455,3 -6,4
Summe II. 177.095,0 5.180,4 0,0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.544,1 568,6 0,0
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 580,1 235,0 0,0
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.198,6 0,0 20,0
4 Beteiligungen 2.789,1 1.295,7 0,0
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20,0 0,0 -20,0
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 493,4 0,0 0,0
7. Sonstige Ausleihungen 686,6 0,0 0,0
8. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 11,3 0,0 0,0
Summe III. 16.325,2 2.099,3 0,0
Anlagevermögen Summe I. bis III. 288.231,9 10.735,9 0,0
In Tsd. Euro Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Veränderung Konzernkreis Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 848,7 0,0 49.766,8
2. Geschäfts- und Firmenwerte 0,0 0,0 46.619,7
3. Geleistete Anzahlungen 0,0 0,0 1.032,8
Summe I. 848,7 0,0 97.419,3
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.240,0 0,0 132.866,1
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.117,0 -94,6 40.916,2
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7,5 0,0 4.034,0
Summe II. 4.364,5 - 94,6 177.816,3
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41,7 25,6 8.096,6
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 245,1 0,0 570,0
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.508,3 0,0 710,3
4 Beteiligungen 0,0 0,0 4.084,8
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,0 0,0
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 50,5 0,0 442,9
7. Sonstige Ausleihungen 375,0 0,0 313,6
8. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,0 -0,8 10,5
Summe III. 4.220,5 24,8 14.228,8
Anlagevermögen Summe I. bis III. 9.433,7 - 69,8 289.464,4
In Tsd. Euro Abschreibungen
Kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Kumulierte Abschreibungen auf Abgänge
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.129,0 3.026,1 847,6
2. Geschäfts- und Firmenwerte 43.320,0 2.329,2 0,0
3. Geleistete Anzahlungen 156,8 0,0 0,0
Summe I. 84.605,8 5.355,3 847,6
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 72.312,1 2.508,7 1.074,7
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.756,1 2.655,4 3.004,2
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,0 0,0 0,0
Summe II. 105.068,2 5.164,1 4.078,9
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.313,0 0,0 12,5
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,0 0,0 0,0
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.198,6 0,0 3.508,3
4 Beteiligungen 50,4 0,6 0,0
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,0 0,0
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 54,3 0,0 0,0
7. Sonstige Ausleihungen 650,0 0,0 375,0
8. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,0 0,0 0,0
Summe III. 10.266,4 0,6 3.895,8
Anlagevermögen Summe I. bis III. 199.940,4 10.520,0 8.822,3
In Tsd. Euro Abschreibungen
Zuschreibungen Veränderung Konzernkreis Kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,0 0,0 43.307,5
2. Geschäfts- und Firmenwerte 0,0 0,0 45.649,2
3. Geleistete Anzahlungen 0,0 0,0 156,8
Summe I. 0,0 0,0 89.113,5
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,0 0,0 73.746,1
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,0 -67,6 32.339,7
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,0 0,0 0,0
Summe II. 0,0 - 67,6 106.085,8
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 5.300,5
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,0 0,0 0,0
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,0 0,0 690,4
4 Beteiligungen 0,0 0,0 51,0
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,0 0,0
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 14,8 0,0 39,5
7. Sonstige Ausleihungen 0,0 0,0 275,0
8. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,0 0,0 0,0
Summe III. 14,8 0,0 6.356,5
Anlagevermögen Summe I. bis III. 14,8 -67,6 201.555,8
In Tsd. Euro Buchwerte
Buchwert Stand 31.12.2023 Buchwert Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u.ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.459,2 6.184,1
2. Geschäfts- und Firmenwerte 970,5 3.299,6
3. Geleistete Anzahlungen 876,0 722,1
Summe I. 8.305,7 10.205,8
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 59.120,0 61.778,5
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.576,6 9.655,7
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.034,0 592,6
Summe II. 71.730,6 72.026,8
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.796,1 2.231,1
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 570,0 580,1
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 20,0 0,0
4 Beteiligungen 4.033,7 2.738,7
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 20,0
6. Wertpapiere des Anlagevermögens 403,3 439,1
7. Sonstige Ausleihungen 38,6 38,6
8. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 10,5 11,3
Summe III. 7.872,3 6.058,8
Anlagevermögen Summe I. bis III. 87.908,6 88.291,4

Im Folgenden werden einzelne Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erläutert.

Immaterielle Vermögensgegenstände

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.459,2 6.184,1
Geschäfts- oder Firmenwert 970,5 3.299,6
Geleistete Anzahlungen 876,0 722,1
Gesamt 8.305,7 10.205,8

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen bei EDV-Software liegen Nutzungsdauern von drei bis fünf Jahren zugrunde. Die Restnutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Erwerb des Zentralregulierungsgeschäfts eines genossenschaftlichen Finanzdienstleisters beträgt zum 31.12.2023 noch 0,5 Jahre.

Es bestehen außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen in Höhe von 20.143,1 Tsd. Euro.

Sachanlagen

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Grundstücke und Bauten 59.120,0 61.778,5
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.576,6 9.655,7
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.034,0 592,6
Gesamt 71.730,6 72.026,8

Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen im Rahmen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer aktiviert, die sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen anlehnen.

Dabei beträgt die durchschnittliche Abschreibungsdauer für Hard- und Software 3 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 13 Jahre. Die Nutzungsdauer der Gebäude liegt zwischen 14 und 33 Jahren.

Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen und bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr in Höhe von 2.700,8 Tsd. Euro. Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt.

Finanzanlagen

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.796,1 2.231,1
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 570,0 580,1
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 20,0 20,0
Beteiligungen 4.033,7 2.738,6
Wertpapiere des Anlagevermögens 403,3 439,1
Sonstige Ausleihungen 38,6 38,6
Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 10,5 11,3
Gesamt 7.872,3 6.058,8

Beim Finanzanlagevermögen wurden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert jeweils abzüglich Wertberichtigungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB bewertet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen zum Bilanzstichtag bewertet.

Es erfolgten im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen im Finanzanlagevermögen. Nach konzerninternen, fusionsbedingten Veränderungen im Finanzanlagevermögen und damit zusammenhängender Ausbuchungen von Ausleihungen belaufen sich die hier enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf insgesamt 6.356,5 Tsd. Euro (im Vorjahr 10.266,4 Tsd. Euro).

Vorräte

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,0 1,0
Fertige Erzeugnisse und Waren 42.601,2 44.758,0
Geleistete Anzahlungen 406,3 454,9
Gesamt 43.007,5 45.213,9

Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.961,9 38.643,0
Forderungen aus dem Bankgeschäft 318.562,0 332.114,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.572,3 1.917,2
Sonstige Vermögensgegenstände 8.043,9 4.825,4
Gesamt 354.140,1 377.500,4

Bei den zu Nennwerten bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen nach kaufmännischen Grundsätzen vorgenommen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren in den Forderungen aus dem Bankgeschäft in Höhe von 1.970,4 Tsd. Euro (Vorjahr 3.952,2 Tsd. Euro) und in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 289,7 Tsd. Euro (Vorjahr 282,6 Tsd. Euro) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalteten antizipative Posten in Höhe von 1.326,1 Tsd. Euro (im Vorjahr 933,9 Tsd. Euro).

In den Forderungen aus dem Bankgeschäft war Treuhandvermögen in Höhe von 481,2 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.050,0 Tsd. Euro) enthalten, das die DZB BANK GmbH als Kredite im eigenen Namen für fremde Rechnung hielt.

Der Ansatz der Forderungen aus dem Bankgeschäft entsprach den für Kreditinstitute geltenden Bewertungsvorschriften. Für die mit einem Adressenausfallrisiko behafteten Positionen an Kreditinstitute und an Kunden, die keiner akuten Risikovorsorge wie EWB unterliegen, wurde eine angemessene pauschale Risikovorsorge nach den Grundsätzen des IDW RS BFA 7 gebildet.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 323.992,1 362.903,4

Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert.

Rechnungsabgrenzungsposten

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Rechnungsabgrenzungsposten 2.397,0 2.244,4

Rechnungsabgrenzungsposten betrafen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Aktive latente Steuern

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Aktive latente Steuern 29.903,9 25.698,8

Die aktiven latenten Steuern ergaben sich aus den Bilanzpositionen immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke und Bauten, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Finanzanlagevermögen, Vorräte, Rückstellungen für Pensionen, sonstige Rückstellungen, passive Rechnungsabgrenzungsposten und Forderungen aus dem Bankgeschäft. Bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern wurden steuerliche Verlustvorträge aus der Körperschafts- und Gewerbesteuer berücksichtigt. Die latenten Steuern wurden mit 15,0 bis 25,0 Prozent Körperschaftsteuer, 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und 12,5 bis 16,0 Prozent (im Vorjahr 12,5 bis 16,0 Prozent) Gewerbesteuer berechnet.

Eigenkapital

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Geschäftsguthaben 6.953,0 7.522,0
Ergebnisrücklagen 152.533,4 148.782,3
Eigenkapitaldifferenzen aus der Währungsumrechnung 693,4 579,9
Bilanzgewinn 1.791,1 1.879,9
Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile 259,3 322,0
Gesamt 162.230,3 159.086,1

Es bestanden rückständig fällige Einzahlungen auf Geschäftsguthaben in Höhe von 10,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 2,0 Tsd. Euro) auf Geschäftsguthaben der ANWR GROUP eG.

Ergebnisrücklagen

In Tsd. Euro
a) Gesetzliche Rücklage
Stand: 01.01.2022 12.197,7
Zugang aus dem Jahresüberschuss 2022 gem. Satzung der Genossenschaft 99,0
Stand: 01.01.2023 12.296,7
Zugang aus dem Jahresüberschuss 2023 gem. Satzung der Genossenschaft 95,0
Stand: 31.12.2023 12.391,7
b) Andere Ergebnisrücklagen
Stand: 01.01.2022 136.121,8
Dotierung gemäß Beschluss der Generalversammlung der ANWR GROUP eG 2.000,0
Rückwirkende Umgliederung in den Konzerngewinnvortrag -1.392,9
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens -243,3
Stand: 01.01.2023 136.485,6
Dotierung gemäß Beschluss der Generalversammlung der ANWR GROUP eG 1.100,0
Anpassung des Konzernbilanzgewinns an den Bilanzgewinn des Mutterunternehmens 2.591,0
Änderung des Konsolidierungskreises -34,9
Stand: 31.12.2023 140.141,7

Einbezogene Tochtergesellschaften haben 51 (im Vorjahr 52) Anteile im Gesamtwert von 51,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 52,0 Tsd. Euro) gezeichnet, die mit den Geschäftsguthaben verrechnet wurden.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Fonds für allgemeine Bankrisiken 86.750,0 77.750,0

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde im Geschäftsjahr bei der DZB BANK GmbH mit 6.000,0 Tsd. Euro und bei der Aktivbank AG mit 3.000,0 Tsd. Euro dotiert, um den erhöhten Eigenkapitalanforderungen an Kreditinstitute Rechnung zu tragen.

Rückstellungen

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 31.203,2 29.819,4
Steuerrückstellungen 10.610,7 7.744,8
Sonstige Rückstellungen 57.529,5 61.329,3
Gesamt 99.343,4 98.893,6

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen mittelbare und unmittelbare Pensionsverpflichtungen. Sie wurden nach § 253 Abs. 2 Sätze 2 bis 4 HGB unter Anwendung des Anwartschaftsverfahrens (PUC-Methode) und der Richttafeln Heubeck 2018 G bei einem Diskontierungszinssatz von 1,82 Prozent (im Vorjahr 1,78 Prozent) und von Gehaltssteigerungen von 2,9 Prozent (im Vorjahr 2,3 Prozent) bzw. Rentensteigerungen von 2,4 Prozent (im Vorjahr 1,5 Prozent bis 2,6 Prozent) bilanziert. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt, auf Basis des von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Anwendung des sieben- und zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinses ergibt, betrug zum Stichtag 474,7 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.345,8 Tsd. Euro). Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurden gemäß des Wahlrechts nach IDW RS HFA 30 n.F. im Finanzergebnis erfasst.

Die Rückstellungen wurden nach kaufmännischer Vernunft einzeln bewertet, entsprechen den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen und beinhalten neben den Steuerrückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen, darüber hinaus in absteigender Reihenfolge für Anreizprämie und sonstige Rückvergütungen und Boni, Bürgschafts- und Bonitätsrisiken, Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr, Rechtsstreitigkeiten und sonstige Einzelsachverhalte.

Verbindlichkeiten

In Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 21.548,6 30.171,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.770,6 29.445,5
Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft 421.560,7 465.689,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.802,4 1.348,5
Sonstige Verbindlichkeiten 21.145,9 29.768,2
Gesamt 483.828,2 556.422,7

Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bewertet. Die nachstehende Übersicht gibt Auskunft über die Zusammensetzung und Fälligkeiten der Verbindlichkeiten:

Verbindlichkeitenspiegel ANWR Konzern zum 31. Dezember

Bis 1 Jahr Über 1 Jahr
In Tsd. Euro 2023 2022 2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.329,2 12.695,6 16.219,4 17.475,9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17.770,6 29.445,5 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft 400.669,4 444.195,2 20.891,3 21.493,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.802,4 1.348,5 0,0 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 20.846,3 29.482,2 299,6 286,0
Gesamt 446.417,9 517.167,0 37.410,3 39.255,7
Davon über 5 Jahre Gesamt
In Tsd. Euro 2023 2022 2023 2022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.335,9 10.704,7 21.548,6 30.171,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,0 0,0 17.770,6 29.445,5
Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft 10.330,0 10.567,5 421.560,7 465.689,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,0 0,0 1.802,4 1.348,5
Sonstige Verbindlichkeiten 0,0 0,0 21.145,9 29.768,2
Gesamt 22.665,9 21.272,2 483.828,2 556.422,7

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultierten mit 13.700,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 12.000,0 Tsd. Euro) aus der Immobilienfinanzierung, die in voller Höhe durch Grundschulden abgesichert ist. Die Absicherung der übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte mit 713,5 Tsd. Euro (im Vorjahr 967,0 Tsd. Euro) durch Forderungsabtretungen. Verbindlichkeiten gegenüber einem Kreditinstitut, an dem eine Beteiligung gehalten wird, bestanden in Höhe von 6.773,8 Tsd. Euro (im Vorjahr 11.850,9 Tsd. Euro).

In den Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft waren Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von 481,2 Tsd. Euro enthalten, die die DZB BANK GmbH als Kredite im eigenen Namen für fremde Rechnung hält.

In den sonstigen Verbindlichkeiten waren Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 2.871,4 Tsd. Euro (im Vorjahr 7.218,9 Tsd. Euro) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 86,6 Tsd. Euro (im Vorjahr 125,1 Tsd. Euro) enthalten.

Passive latente Steuern

In Tsd. Euro 01.01.2023 Veränderung 31.12.2023
Passive latente Steuern 8.857,8 -437,4 8.420,4

Die passiven latenten Steuern betrafen die Bilanzposition Grundstücke und Bauten.

Die latenten Steuern wurden mit 15,0 bis 25,0 Prozent Körperschaftsteuer, 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und 12,5 bis 16,0 Prozent (im Vorjahr 12,5 bis 16,0 Prozent) Gewerbesteuer berechnet.

Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen

Es bestanden Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Zentralregulierungsgeschäft in Höhe von 173.660,7 Tsd. Euro (im Vorjahr 223.437,3 Tsd. Euro) sowie aus unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von 56,5 Tsd. Euro (im Vorjahr 0,0 Tsd. Euro). Aufgrund der von den Kunden der DZB BANK GmbH an die Vertragslieferanten bis zum 31. Dezember 2023 erteilten, aber noch nicht berechneten Aufträge bestanden zum Bilanzstichtag teilweise Verpflichtungen aus Zentralregulierung mit Delkredereübernahme in nicht bezifferbarer, jedoch den gewöhnlichen Geschäftsumfang nicht übersteigender Höhe. Ferner ergaben sich die üblichen Eigentumsvorbehaltsrechte aus noch nicht zur Zahlung fälligen Warenbezügen.

Zum Bilanzstichtag bestanden Investitionsvorhaben in Höhe von 2.201,1 Tsd. Euro in den Bereichen Immobilien und IT, für die die Aufträge bereits erteilt wurden.

Weiterhin bestanden Verpflichtungen aus Mietbürgschaften, Zahlungsgarantien und Patronatserklärungen in Höhe von 5.311,3 Tsd. Euro (im Vorjahr 5.616,2 Tsd. Euro). Es wird derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme aus den bestehenden Haftungsverhältnissen gerechnet, es liegen keine Erkenntnisse vor, die zu einer solchen führen könnten.

Mit zwei externen Dienstleistern wurden langfristige Verträge für die Erbringung von Logistikdienstleistungen für den Schuh- und Sportbereich abgeschlossen, deren Vergütungen variabel ist.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember

In Tsd. Euro Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
2023 2022 2023 2022
Leasingverpflichtungen 1.482,5 1.155,6 1.558,0 1.319,1
Mietverpflichtungen 11.655,7 11.285,4 32.528,6 26.783,4
Wartungsverpflichtungen 772,8 743,9 85,2 33,0
Sonstige Dienstleistungsverpflichtungen 980,7 2.582,2 515,3 1.037,5
Gesamt 14.891,7 15.767,2 34.687,1 29.173,0
In Tsd. Euro Über 5 Jahre Gesamt
2023 2022 2023 2022
Leasingverpflichtungen 0,0 0,0 3.040,5 2.474,7
Mietverpflichtungen 10.000,7 8.597,8 54.185,0 46.666,7
Wartungsverpflichtungen 0,0 0,0 858,0 776,9
Sonstige Dienstleistungsverpflichtungen 0,0 0,0 1.496,0 3.619,7
Gesamt 10.000,7 8.597,8 59.579,5 53.538,0

Weitere, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Berichtsjahr hat das Konzernunternehmen ANWR Media GmbH Forderungen im Rahmen eines sogenannten "echten' Factoring von 7.390,1 Tsd. Euro (im Vorjahr 10.023,2 Tsd. Euro) verkauft. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Kapitalstruktur und Liquidität des Unternehmens. Sämtliche Forderungsausfallrisiken gingen auf die Käufer über.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzten sich folgendermaßen zusammen:

In Tsd. Euro 2023 2022
Erträge aus dem Zentralregulierungs- und Bankgeschäft 234.387,3 252.799,1
Großhandel 140.727,2 127.150,9
Zentralfakturierung 117.894,7 164.862,8
Einzelhandel 104.145,6 103.293,2
E-Commerce-Umsätze 34.628,2 40.176,1
Werbeleistungen 12.124,3 12.632,2
Mieterträge 5.160,0 6.930,3
Sonstige Erlöse 14.799,1 14.117,4
Gesamt 663.866,4 721.962,0

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften der konsolidierten Kreditinstitute waren in Höhe von 0,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 772,4 Tsd. Euro) als Reduktion des Zinsertrages in den Erträgen aus dem Zentralregulierungs- und Bankgeschäft enthalten.

Sonstige betriebliche Erträge

In Tsd. Euro 2023 2022
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und aus abgeschriebenen Forderungen 10.071,3 7.629,4
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 10.504,7 5.312,3
Kursgewinne 677,2 1.182,8
Erträge aus Anlagenabgängen 293,4 478,2
Erträge aus der Währungsumrechnung 5,2 2,0
Sonstige Erträge 4.449,7 6.189,9
Gesamt 26.001,6 20.794,6

Periodenfremde Erträge betrafen die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und aus abgeschriebenen Forderungen, die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, die Erträge aus Anlagenabgängen und sonstige periodenfremde Erträge. Die Summe der periodenfremden Erträge betrug somit 21.642,5 Tsd. Euro (im Vorjahr 13.818,8 Tsd. Euro).

Materialaufwand

In Tsd. Euro 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 321.921,9 357.479,4
Aufwendungen für bezogene Leistungen und Anreizprämie 159.811,6 176.672,5
Gesamt 481.733,5 534.151,9

Personalaufwand

In Tsd. Euro 2023 2022
Löhne und Gehälter 74.205,6 72.928,8
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 18.616,9 15.406,5
Gesamt 92.822,5 88.335,3

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen 4.780,8 Tsd. Euro (im Vorjahr 2.454,7 Tsd. Euro). Auf periodenfremde Aufwendungen entfielen 225,7 Tsd. Euro.

Abschreibungen

In Tsd. Euro 2023 2022
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10.519,4 12.405,6

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

In Tsd. Euro 2023 2022
Verwaltungskosten 33.945,2 31.883,1
Risikovorsorge im Debitorenbereich 26.643,6 21.349,6
Raumkosten 16.258,4 18.599,0
Allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB 9.000,0 11.000,0
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 6.795,8 6.135,4
Warenausgangskosten des Vertriebs 2.836,6 4.535,7
Reise- und Fuhrparkkosten 4.599,8 3.898,0
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 629,9 1.044,1
Sonstiges 8.075,3 7.226,0
Gesamt 108.784,6 105.670,9

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfielen 1.497,7 Tsd. Euro (Vorjahr 1.495,6 Tsd. Euro) auf periodenfremde Aufwendungen.

Beteiligungsergebnis

In Tsd. Euro (Ertrag +, Aufwand -) 2023 2022
Erträge aus Beteiligungen 453,1 175,4
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 235,0 242,3
Gesamt 688,1 417,7

In der Position Erträge aus Beteiligungen waren Erträge von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,7 Tsd. Euro (im Vorjahr 88,7 Tsd. Euro) enthalten.

Finanzergebnis

In Tsd. Euro (Ertrag +, Aufwand -) 2023 2022
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 68,8 94,0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.514,2 8.932,7
Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 -334,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -11.699,5 -3.007,4
Gesamt 13.883,5 5.685,2

In den Zinserträgen waren Erträge aus Auf-/Abzinsung in Höhe von 8,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 24,0 Tsd. Euro) sowie periodenfremde Zinserträge in Höhe von 569,7 Tsd. Euro (Vorjahr 43,3 Tsd. Euro) enthalten.

In den Zinsaufwendungen waren Auf-/Abzinsungsbeträge in Höhe von 200,2 Tsd. Euro (im Vorjahr 227,0 Tsd. Euro) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 108,2 Tsd. Euro (im Vorjahr 64,8 Tsd. Euro) enthalten. Negative Zinsen aus Passivgeschäften waren in Höhe von 0,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 476,9 Tsd. Euro) als Reduktion des Zinsaufwandes enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In Tsd. Euro (Ertrag +, Aufwand -) 2023 2022
Steuern auf das Einkommen -8.761,7 -9.878,7
Steuernachzahlungen für Vorjahre -3.513,7 -755,3
Steuererstattungen für Vorjahre/Auflösung von Rückstellungen 1.987,3 490,0
Latente Steuern 4.642,5 2.965,7
Gesamt -5.645,5 -7.178,3

Sonstige Steuern

In Tsd. Euro 2023 2022
Sonstige Steuern 449,4 442,0

Sonstige Angaben

Prüfungskosten aus Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und sonstigen Services

In Tsd. Euro Konzernabschlussprüfer Andere Abschlussprüfer
Abschlussprüfer 440,0 540,6
Andere Bestätigungsleistungen 0,0 20,2
Steuerberatung 38,0 1,4
Sonstige Leistung 0,0 59,4

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Risikoreduzierung eingesetzt. Als international tätiges Unternehmen ist der ANWR Konzern im Rahmen der operativen Tätigkeit im Bereich Einkauf und Zentralregulierung Risiken aus der Änderung der Wechselkurse ausgesetzt. Zur Verringerung solcher Risiken werden außerhalb der Börse gehandelte derivative Finanzinstrumente (sogenannte OTC) eingesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach Anweisung des Vorstands und der Geschäftsführungen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts und der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Um die Finanzierungsströme an Warenlieferanten im asiatischen Raum gegen die beschriebenen Wechselkursrisiken abzusichern, kommen in erster Linie Devisentermingeschäfte und Währungsoptionen zum Einsatz. Die Sicherung durch Devisentermingeschäfte dient ausschließlich zur Deckung von Marktpreisschwankungen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Devisentermingeschäfte von Konzernunternehmen mit Marktwerten dargestellt.

In Tsd. Euro Nominalwerte Beizulegender Zeitwert Methode
Devisentermingeschäfte 1.573,5 -32,7 Mark-to-Market

Die angegebenen Nominalwerte stellen die Summen der Salden aus Kauf- und Verkaufsbeträgen dar.

Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte wurde unter Zugrundelegung der Devisenkurse am Jahresende bewertet. Die Devisenkurse können sich bis zur Fälligkeit der Geschäfte weiter ändern. Zum 31. Dezember 2023 bestanden für Devisentermingeschäfte bereits Bestellungen.

Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken aus Zinsänderungen aus der Aufnahme der variabel verzinslichen Bankdarlehen wurde im Jahr 2022 ein Zinssatzswap über die Gesamtlaufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert dieses derivativen Finanzinstruments betrug unter Berücksichtigung der Stückzinsen 17,8 Tsd. Euro) zum Bilanzstichtag +253,1 Tsd. Euro. Der Betrag stellt den Marktwert dar. Für den Fall des steigendenden Zinsniveaus wird durch das Derivat die Liquiditätsbelastung der ANWR GROUP eG kompensiert.

Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten

2023 2022
Gesamt 1.403 1.424
Vollzeit 772 770
Teilzeit 631 654
Männlich 397 388
Weiblich 1.006 1.036

Die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden belief sich auf 58 (im Vorjahr 48) Beschäftigte.

Organbezüge

Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr 2.308,8 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.813,8 Tsd. Euro). Die Vergütungen des Aufsichtsrats beliefen sich auf 352,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 348,0 Tsd. Euro). Davon entfielen auf Tochterunternehmen 28,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 24,0 Tsd. Euro). Die Gesamtbezüge der früheren Vorstandsmitglieder betrugen 736,1 Tsd. Euro (im Vorjahr 263,8 Tsd. Euro). Dafür bestanden Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.216,6 Tsd. Euro (im Vorjahr 2.218,1 Tsd. Euro). Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von 246,4 Tsd. Euro (im Vorjahr 455,4 Tsd. Euro) aus Krediten der DZB BANK GmbH an Organmitglieder. Die Darlehen wurden mit Sätzen zwischen 7,27 Prozent und 8,27 Prozent verzinst.

Mitgliederbewegung bei der ANWR GROUP eG

Zahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2023 1.020 6.961
Zugang (darunter 8 Übertragungen) 30 129
Abgang (darunter 9 Übertragungen) 71 646
Ende 2023 979 6.444

Der Geschäftsanteil beträgt 1.000 Euro. Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich um 525,0 Tsd. Euro verringert. Eine Nachschusspflicht besteht nicht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für den ANWR Konzern nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Anteilsbesitz

Konsolidierte Gesellschaften

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2023
in % in Tsd. Euro in Tsd. Euro
DZB BANK GmbH Mainhausen 100 64.975 0
Aktivbank AG Frankfurt a.M. 100 66.337 3.519
SPORT 2000 GmbH Mainhausen 100 19.010 2.075
Ariston-Nord-West-Ring Schuh GmbH Mainhausen 100 902 0 3)
ANWR GARANT International GmbH Düsseldorf 100 7.659 5.498 4)
GARANT Schuh + Mode Deutschland GmbH Düsseldorf 100 962 35
REXOR Schuh-Einkaufsvereinigungs-Gesellschaft mbH Düsseldorf 51 748 146 2)
ANWR GARANT SWISS AG Spreitenbach, Schweiz 100 2.015 106
ANWR GARANT Nederland B.V. Nieuwegein, Niederlande 100 1.440 117
ANWR GARANT France SAS Ivry-sur-Seine, Frankreich 100 640 86
ANWR GARANT AUSTRIA GmbH Grödig, Österreich 100 602 30
GOLDKRONE Lederwaren-Handelsgesellschaft mbH Mainhausen 100 1.213 666
GOLDKRONE B.V. Breda, Niederlande 100 914 249
ANWR Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Schaumainkai Mainhausen 100 64 15
ANWR Grundstücksgesellschaft mbH & Co. Schaumainkai KG Mainhausen 100 5.213 401
Nord-West-Ring Beteiligungsgesellschaft mbH Immobilien-Anlagegesellschaft & Co. KG Mainhausen 100 369 1
ANWR Erste Beteiligungsgesellschaft mbH Mainhausen 100 4.816 3.418
ANWR Media GmbH Mainhausen 100 -538 -33
SPORT 2000 Retail GmbH Mainhausen 100 -242 -122
ANWR 2. Beteiligungs-GmbH Mainhausen 100 339 -4
NORD-WEST-RING-Unterstützungskasse e. V. Frankfurt a. M. 100 1)
Unterstützungseinrichtung der Ariston Schuh-Einkaufsvereinigung eG Neuss 100 1)
ANWR 1. System-GmbH Mainhausen 100 -37.302 2.979
TOM Holding GmbH Kreuth 100 278 0
Schuh Mücke Ingolstadt GmbH Kulmbach 100 2.853 0 3)
Schuh- und Sport-Mücke GmbH Kulmbach 100 5.901 0 3)
Schuh Mücke GmbH Nürnberg Nürnberg 100 4.251 0 3)
Schuh Mücke Rödental GmbH Rödental 100 25 0 3)
Schuh Mücke Regensburg GmbH Kulmbach 100 1.553 0 3)
Schuh Mücke GmbH Schweinfurt Schweinfurt 100 267 0 3)
Schuh Mücke GmbH Forchheim Forchheim 100 437 0 3)
Schuh Mücke GmbH Quartier Q Nürnberg 100 123 84
Schuh Mücke Trosdorf GmbH Bischberg-Trosdorf 100 728 0 3)
Schuh Mücke Fürth GmbH Fürth 100 25 0 3)
Schuh Mücke Bayreuth GmbH Bayreuth 100 22 0 3)
Schuh Mücke Nürnberg Vogelherd GmbH Nürnberg 100 25 0 3)
Schuh Mücke München GmbH München 100 -6.479 -1.542

1) Trägerunternehmen sind die ANWR GROUP eG und weitere Konzernunternehmen.
2) Aufgrund einer bestehenden Treuhandvereinbarung mit der HBT Treuhand- und Steuerberatungsgesellschaft mbH, Niederkassel, kann die ANWR GARANT International GmbH über die direkte Beteiligung in Höhe von 51 Prozent hinaus Anteile halten, die hier mit 23 Prozent angenommen werden.
3) Aufgrund bestehender Ergebnisabführungsverträge mit der jeweiligen Muttergesellschaft wird unter Inanspruchnahme der Erleichterung gemäß § 264 HGB der Jahresabschluss nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht. Zudem wird jeweils auf die Erstellung des Anhangs und ggf. des Lageberichtes verzichtet.
4) Aufgrund bestehender Patronatserklärungen der jeweiligen Muttergesellschaft wird unter Inanspruchnahme der Erleichterung gemäß § 264 HGB der Jahresabschluss nicht im Bundesanzeiger veröffentlicht. Zudem wird jeweils auf die Erstellung des Anhangs und ggf. des Lageberichtes verzichtet.

Assoziierte Unternehmen

Anteil am Kapital in Eigenkapital Ergebnis 2023
Gesellschaft Sitz % in Tsd. Euro in Tsd. Euro
Buchwert GmbH & Co. KG Bielefeld 49 1.292 479
Buchwert Verwaltungsgesellschaft mbH Bielefeld 49 34 1

Wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidierte Gesellschaften

Anteil am Eigenkapital Ergebnis 2023
Gesellschaft Sitz Kapital in % in Tsd. Euro in Tsd. Euro
AKTIV ZR Zentrale Abrechnung GmbH Pforzheim 100 766 2 2)
ANWR Data GmbH Mainhausen 100 136 99
ANWR Garant Norway AS Oslo, Norwegen 100 74 6
ANWR Norden AB Nacka Strand, Schweden 100 226 22
Bene Sita Traiding B.V. Nieuwegein, Niederlande 100 270 3
Conventa-Treuhandgesellschaft mbH und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mainhausen 100 95 69
EBG-Data GmbH Neuss 100 -277 65
IfM Institut für Marktdaten GmbH Mainhausen 100 42 -1
Absolute Teamsport GmbH Düsseldorf 100 145 23
OUTDOOR-Profis GmbH Limburg 100 314 97 2)
Phizzard GmbH Berlin 100 -1.051 -26 1)
SHOOKS GmbH Stutensee 100 321 37 2)
SPORT 2000 Ingolstadt GmbH Ingolstadt 100 64 2 2)
SPORT 2000 BRAND AG Zug, Schweiz 100 273 -6 2)
SPORT 2000 International GmbH Mainhausen 61,76 1.796 -271
SPORT 2000 International Marketing AG Zug, Schweiz 80 568 -22 2)
Zweite Amplificator GmbH Düsseldorf 100 25 0
ETOS Beteiligungen GmbH & Co. KG Bergkamen 55 36 -8 2)
ETS GmbH & Co. KG Bergkamen 100 54 -2 2)
ECC European Clearing Center GmbH & Co. KG Bergkamen 60 -748 -296 2)

1) in Liquidation
2) Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem Geschäftsjahr 2022

Wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidierte assoziierte Unternehmen

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2023
Gesellschaft Sitz in % in Tsd. Euro in Tsd. Euro
DSI Deutsches Schuhinstitut GmbH Offenbach 37,5 258 10 1)
financial.service.plus GmbH Leipzig 20 1.214 198 2)

1) Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem Geschäftsjahr 2021
2) Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem Geschäftsjahr 2022

Sonstige Beteiligungen

Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2023
Gesellschaft Sitz in % in Tsd. Euro in Tsd. Euro
Atalanda GmbH Freilassing 12,49 237 6 3)
DZ Bank AG Frankfurt a. M. 0,02 10.664 380 1)
IfH Förderer GmbH Köln 14,3 430 157 4)
Leading Shoe Partners AG Spreitenbach, Schweiz 17,24 226 25 2)
ServiCon Service & Consult eG Köln 0,4 2.169 93 3)

1) Eigenkapital und Ergebnis in Mio. Euro.
2) Abweichendes Geschäftsjahr (01.10.2021 - 30.09.2022)
3) Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem Geschäftsjahr 2021
4) Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem Geschäftsjahr 2022

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbands lauten:

Genoverband e.V. (vormals Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.)

Ludwig-Erhard-Allee 20

40227 Düsseldorf

Mitglieder des Vorstands der ANWR GROUP eG

Frank Schuffelen (Vorsitzender des Vorstands)

Tobias Eichmeier

Martina Novotny (seit 1. Juli 2023)

Matthias Grevener (bis 30. September 2023)

Fritz Terbuyken (bis 19. Juni 2023)

Franz Klimesch, nebenamtlich

Mitglieder des Aufsichtsrats der ANWR GROUP eG

Holger Baierl, Karlsruhe, Aufsichtsratsvorsitzender

Christian Bode, Reinbek, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender

Hayo Galipp-Le Hanne, Gifhorn

Tom van Geemen, Epe/Niederlande

Britta Goertz, Espelkamp

Ingo Hänel, Metzingen

Franz Herrlein, Reit im Winkl

Hanno Reutterer, Bludenz/Österreich

Klaus Rollmann, Göppingen

Claude Steinmetz, Strasbourg/Frankreich

Thomas Tiefenbacher, Oetwil an der Limmat/Schweiz

Ulrich Volk, Elzach

 

Mainhausen, 28. März 2024

Der Vorstand

Frank Schuffelen

Tobias Eichmeier

Martina Novotny

Franz Klimesch

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ANWR GROUP eG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der ANWR GROUP eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 14 Abs. 1 PublG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 14 Abs. 1 PubIG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 8. Mai 2024

Genoverband e. V.

Ralph Kuhn, Wirtschaftsprüfer

Katharina Braun, Wirtschaftsprüferin

Beschlussfassung zum aufgestellten Jahresabschluss, zum Jahresergebnis sowie über den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2023

Der Jahresabschluss der ANWR GROUP eG bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie der Lagebericht wurden vorgestellt und besprochen.

Der Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie der Lagebericht wurden vorgestellt, besprochen und im Anschluss daran vom Aufsichtsrat gebilligt.

Der Vorstand schlägt der Generalversammlung vor, das Jahresergebnis der ANWR GROUP eG unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags wie folgt zu verwenden:

In Euro 2023
Jahresüberschuss 1.852.858,58
Ergebnisvortrag 33.288,52
Einstellung in die gesetzliche Rücklage -95.000,00
Bilanzgewinn 1.791.147,10
Ausschüttung einer Bardividende von 15 Prozent auf die Geschäftsguthaben (zeitanteilig) -1.044.150,00
Einstellung in andere Ergebnisrücklagen -700.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 46.997,10

Der Aufsichtsrat nimmt den Vorschlag des Vorstands zustimmend zur Kenntnis.

Der Jahresabschluss der ANWR GROUP eG wird der Generalversammlung zur Feststellung vorgelegt.

 

Mainhausen, 30.04.2024

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