ANWR GROUP eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Tiefenbacher seit 13.8.2025 | Vorstandsmitglied |
Senta Trorlicht seit 13.6.2025 | Prokura |
Martina Novotny seit 12.12.2023 | Vorstandsmitglied |
Tobias Eichmeier seit 17.3.2023 | Vorstandsmitglied |
Sven Kulikowsky seit 23.11.2022 | Prokura |
Jochen Friedrich Obrecht seit 23.11.2022 | Prokura |
Frank Schuffelen seit 20.6.2013 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ANWR GROUP eGMainhausenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bericht des AufsichtsratsLiebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren,für unsere Genossenschaft war das Jahr 2023 von vielen Veränderungen geprägt und dennoch überaus erfolgreich. So haben wir einen gewollten Umbruch und Generationswechsel in unserem Vorstand vollzogen. Als Chief Commercial Officer ist Tobias Eichmeier nun unter anderem verantwortlich für die nationalen und internationalen Verbund-Bereiche Schuh, Sport und Lederwaren. Martina Novotny hat als neues Mitglied des Vorstands und Chief Digital Officer unter anderem die Verantwortung für die Bereiche IT und digitale Handelslösungen übernommen. Wir sehen in diesem Generationswechsel die Chance auf eine langfristige und erfolgreiche Kontinuität in der Führung der ANWR Unternehmensgruppe. Diese auf Langfristigkeit ausgerichteten personellen Veränderungen sehen wir als wichtige Basis für eine erfolgreiche strategische Weiterentwicklung. Holger Baierl Der Einzelhandel wird auch in Zukunft vor großen Herausforderungen stehen. Der Aufsichtsrat setzt hier gemeinsam mit dem Vorstand auf zukunftsweisende Impulse und begleitet den Vorstand konstruktiv, beispielsweise bei der Umsetzung des Strategieprogramms IMAGINE. Die ANWR Unternehmensgruppe denkt dabei den Einzelhandel neu und entwickelt daraus Leistungen und Programme, die es unseren Partnern ermöglichen, auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu bestehen. Viele Initiativen, auch aus den Reihen unserer Mitglieder zeigen, dass die Zusammenarbeit den gesamten Handel weiterentwickeln kann. Die Aufsichtsratsarbeit im Jahr 2023 Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 die Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach der Satzung, dem Genossenschaftsgesetz und der Geschäftsordnung obliegen. Er wurde vom Vorstand in vier gemeinsamen Sitzungen sowie einer außerordentlichen gemeinsamen Sitzung über Lage und Entwicklung des Konzerns und der Genossenschaft sowie über besondere Geschäftsvorfälle unterrichtet. Darüber hinaus haben Aufsichtsrat und Vorstand gemeinsam im Rahmen einer Klausurtagung über Perspektiven und die künftige Strategie beraten. Um die Effizienz der Arbeit zu erhöhen, hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte ergänzende Ausschüsse gebildet:
Der Ausschuss für Digitalisierung und der Ausschuss für Vertikalisierung tagte jeweils fünfmal, der Prüfungs- und Investitionsausschuss, der Anfang 2024 in Audit Committee umbenannt wurde, viermal im Jahr 2023. Jahresabschluss der ANWR GROUP eG und Konzernabschluss Der Jahresabschluss der ANWR GROUP eG und der Konzernabschluss sind unter Einbeziehung der Buchführung durch den Genoverband e. V. geprüft worden. Über das Ergebnis der Prüfung wird im Rahmen der kommenden Generalversammlung berichtet. Mit dem Geschäftsbericht des Vorstands erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden. Eine Prüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses 2023 durch den Aufsichtsrat hat stattgefunden, Beanstandungen haben sich nicht ergeben. Mit dem Vorschlag des Vorstands, für das Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von 15,0 Prozent auf die nach § 19 GenG gewinnberechtigten Geschäftsguthaben auszuschütten, 700.000,00 Euro in die anderen Ergebnisrücklagen einzustellen und den verbleibenden Gewinn auf 2024 vorzutragen, erklärt sich der Aufsichtsrat einverstanden. Dieser Vorschlag wird auf der kommenden Generalversammlung zur Abstimmung vorgelegt. Dank für das Engagement Im Namen aller Aufsichtsratsmitglieder danke ich an dieser Stelle den Mitgliedern der ANWR GROUP eG für ihre kritische wie konstruktive Mitarbeit in unserer Organisation. Unser besonderer Dank gilt zudem den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern in unseren verschiedenen Kommissionen und Gremien sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ANWR Unternehmensgruppe für ihren Einsatz im vergangenen Geschäftsjahr 2023.
Für den Aufsichtsrat Holger Baierl, Vorsitzender Lagebericht und Konzernlagebericht 2023A. Grundlagen des Konzerns/Unternehmens Der ANWR Konzern im Überblick Die ANWR GROUP eG mit ihren Tochtergesellschaften fungiert als Dienstleistungsverbund für den Einzel- und Großhandel. Die Konzernstruktur umfasst folgende Geschäftsfelder:
Alle Gesellschaften im Konsolidierungskreis sind unter der Rubrik "Anteilsbesitz" am Ende des Anhangs zum ANWR Konzern gelistet. Veränderungen im ANWR Konzern Im Berichtszeitraum wurde die Conventa Treuhandsgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entkonsolidiert, da diese Gesellschaft veräußert werden soll. Die Gesellschaft Schuh Mücke Viernheim GmbH wurde auf ihre Muttergesellschaft TOM Holding GmbH verschmolzen. Zweigniederlassungen Die ANWR GROUP eG unterhält keine Zweigniederlassungen. B. Wirtschaftsbericht Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den ANWR Konzern waren im Jahr 2023 durch die anhaltenden Folgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und Spätfolgen der Coronapandemie beeinträchtigt. 1 Nach Schätzung von Eurostat stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sowohl im Euroraum als auch in der EU um 0,5 Prozent. 2 Gegenüber 2022 sank hingegen das durchschnittliche jährliche Einzelhandelsvolumen für das Jahr 2023 sowohl im Euroraum als auch in der EU um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 3 Die jährliche Inflationsrate im Euroraum lag im Dezember 2023 bei 2,9 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte sie 9,2 Prozent betragen. Die jährliche Inflationsrate in der Europäischen Union lag im Dezember 2023 bei 3,4 Prozent. Ein Jahr zuvor hatte sie 10,4 Prozent betragen. 4 In Deutschland verminderte sich die Inflationsrate zwar von 6,9 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022 auf 5,9 Prozent im Jahr 2023. Der Preisauftrieb blieb damit aber weiterhin hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr leicht um 0,3 Prozent, nachdem es 2022 noch um 1,8 Prozent gestiegen war. Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Jahr 2022 um 3,9 Prozent gingen die privaten Konsumausgaben in Deutschland 2023 preisbereinigt um 0,8 Prozent zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft vieler Haushalte dämpfte. Die Privathaushalte gaben insbesondere für Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 Prozent) sowie Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren (-4,5 Prozent) erheblich weniger aus. Der Einzelhandel in Deutschland hat nach Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3 Prozent weniger Umsatz und nominal (nicht preisbereinigt) 2,3 Prozent mehr Umsatz erwirtschaftet als im Vorjahr. Der reale Jahresumsatz im Einzelhandel 2023 lag noch 1,3 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019. Der reale Umsatz im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln sank im Jahr 2023 um 3,1 Prozent gegenüber 2022, womit die reale Umsatzentwicklung erstmals seit 2013 rückläufig war. Dennoch war der reale Umsatz 2023 um 5,3 Prozent höher als im Jahr 2019. Der nominale Umsatz blieb 2023 nahezu auf dem Vorjahresniveau (+0,1 Prozent), nachdem er im Vorjahr einen besonders hohen Zuwachs (+8,8 Prozent) verzeichnet hatte. Damit lag der nominale Umsatz 2023 um 18,5 Prozent über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Im Internet- und Versandhandel ging der Umsatz im Jahr 2023 real um 3,9 Prozent und nominal um 0,4 Prozent gegenüber 2022 zurück. Die Branche konnte insbesondere in den von der Corona-Pandemie geprägten Jahren 2020 und 2021 sehr hohe Zuwächse verbuchen (+25,1 Prozent bzw. +11,5 Prozent), wohingegen die realen Umsätze in den folgenden zwei Jahren ebenfalls sanken. Infolgedessen waren die Umsätze 2023 real 12,0 Prozent niedriger als im Jahr 2021, jedoch noch immer 22,8 Prozent höher als im Jahr 2019. Der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren setzte 2023 seine Erholung von den Folgen der Corona-Pandemie fort und erwirtschaftete real 2,6 Prozent und nominal 3,7 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr. Dennoch lag der Umsatz real noch 4,6 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2019, wohingegen der nominale Umsatz 0,1 Prozent höher war. 5 In den wesentlichen Märkten des ANWR Konzerns entwickelten sich die realen Außenumsätze bei den Verkaufsstandorten der Handelspartner für Schuhe weitgehend positiv gegenüber dem Vorjahr: Deutschland plus 3,7 Prozent, Schweiz plus 4,4 Prozent, Frankreich plus 1,4 Prozent, Belgien minus 1,8 Prozent, Niederlande plus 1,0 Prozent sowie Österreich plus 5,7 Prozent. 6
1) (wenn nicht anders angegeben): Quelle:
Rundschreiben des BVR "Hintergrundmaterial zur Erstellung
der Geschäftsberichte der Volksbanken und
Raiffeisenbanken" vom 24.01.2024
Im 5-Länder-Verbund von SPORT 2000 weisen die Außenumsätze der Sporthändler eine moderate Entwicklung der realen Umsätze auf. Im Kernmarkt Deutschland liegen die Sporthändler mit plus 2,7 Prozent leicht über dem Vorjahr. Die Händler in Benelux verzeichneten ein Umsatzplus von 8,0 Prozent, während die Schweizer Sporthändler mit minus 7,0 Prozent einen Rückgang verzeichneten. 7 Nachhaltigkeitsaspekte Die ANWR Unternehmensgruppe verfolgt den Ansatz, wirtschaftlichen Erfolg mit verantwortungsvollem Handeln gegenüber Gesellschaft und Umwelt in Einklang zu bringen. Die Unternehmensgruppe bekennt sich mit dem eigenen Code of Conduct zu internationalen Menschenrechten und Umweltpflichten. Zudem engagiert sich die ANWR Unternehmensgruppe seit vielen Jahren für soziale Projekte und unterstützt Initiativen im Einzelhandel. Beispiele für dieses Engagement sind die ANWR Kinderhilfe, eine Initiative zur Unterstützung von benachteiligten Kindern, oder die Aktion "Deutschland KAUF LOKAL", die den lokalen Einzelhandel fördert. Darüber hinaus engagieren sich Vertreter unserer Unternehmensgruppe ehrenamtlich in Gremien des Handelsverbandes Deutschland HDE, dem Mittelstandsverbund ZGV und dem Wirtschaftsrat Deutschland. Um die Leistung strategisch einzubetten und auszuweiten, wird derzeit eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie aufgebaut. Diese wird mehrere Handlungsfelder umfassen, die sich an den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG - Environmental, Social, Governance) orientieren. In enger Zusammenarbeit mit internen und externen Stakeholdern wird damit das bisherige und künftige Nachhaltigkeitsengagement gebündelt und die Grundlage für messbare und nachvollziehbare Zielsetzungen geschaffen, die in der künftigen Berichterstattung transparent dargestellt wird. Hierfür wurde ein eigener Verantwortungsbereich im Vorstand mit separaten Mitarbeitern geschaffen. Geschäftsverlauf Leistungszahlen auf einen Blick
Das Abrechnungsvolumen des ANWR Konzerns sank um 4,5 Prozent auf 20.715,6 Mio. Euro. Dieser Rückgang betraf sowohl die Eigenverbünde als auch das Geschäftsfeld Finanzdienstleistungen.
7) Eigene Erhebungen SPORT 2000 International
GmbH (Umsatzentwicklung im Sport- und Einzelhandel)
Abrechnungsvolumen nach Unternehmenssparten
Die dem Geschäftsfeld Handel und Kooperation zuzurechnenden Eigenverbünde bestehen aus verbundenen Unternehmen des ANWR Konzerns der Handelsbranchen Schuhe, Sport und Lederwaren. Abrechnungsvolumen der Eigenverbünde nach Ländern bzw. Regionen
Die Finanzdienstleistungen wurden in Höhe von 17.018,6 Mio. Euro (im Vorjahr 17.707,0 Mio. Euro) in Deutschland und in Höhe von 771,9 Mio. Euro (im Vorjahr 763,0 Mio. Euro) in Frankreich erbracht. Die diesen zugrundeliegenden Leistungen setzen sich aus den Bereichen Zentralregulierung für Drittverbände, Factoring und dem kartenbasierten Zahlungsverkehr am Point of Sale bzw. der Zahlungsabwicklung im E-Commerce-Geschäft zusammen. Die gesunkenen Umsatzerlöse im Konzern beruhten im Wesentlichen auf Rückgängen in den Bereichen Zentralregulierungs- und Bankgeschäft, Zentralfakturierung sowie den E-Commerce-Umsätzen. Im Großhandel und Einzelhandel konnten Zuwächse verzeichnet werden. Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern
Ertragslage des ANWR Konzerns Die Ertragslage des ANWR Konzerns wurde im Wesentlichen beeinflusst durch:
Das Rohergebnis lag mit 208,1 Mio. Euro nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (208,6 Mio. Euro). Gegenüber 2022 sanken die Umsatzerlöse von 722,0 Mio. Euro auf 663,9 Mio. Euro. Einfluss auf dieses Ergebnis hatten:
Die sonstigen betrieblichen Erträge, welche im Rohergebnis enthalten sind, stiegen von 20,8 Mio. Euro auf 26,0 Mio. Euro. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Erträge aus dem Forderungsergebnis sowie aus der Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen. Der Materialaufwand sank korrespondierend zu den Umsatzerlösen von 534,1 Mio. Euro auf 481,7 Mio. Euro. Materialaufwand
Der Personalaufwand stieg um 4,5 Mio. Euro auf 92,8 Mio. Euro. Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf Aufwendungen für die Nachbesetzung offener Stellen sowie Effekten aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter lag mit 1.403 nur leicht unter der des Vorjahres (1.424). Die Abschreibungen lagen mit 10,5 Mio. Euro unter dem Vorjahr (12,4 Mio. Euro). Dies ist insbesondere auf die im Vorjahr enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1,9 Mio. Euro zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 3,1 Mio. Euro auf 108,8 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen mit 3,3 Mio. Euro aus den höheren Aufwendungen im Zusammenhang mit der Forderungsbewertung (inklusive der Risikovorsorge für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB) sowie um 2,7 Mio. Euro gestiegene Dienstleistungskosten. Den Anstiegen standen im Wesentlichen um 2,3 Mio. Euro geringere Aufwendungen für Immobilien und Instandhaltungen gegenüber. Darüber hinaus schlug sich die allgemeine Preisentwicklung in nahezu allen Bereichen dieses Postens nieder. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis zeigte einen Wert von 14,6 Mio. nach 6,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die Position ist geprägt von den um 16,6 Mio. Euro höheren Zinsen und ähnlichen Erträgen sowie den um 8,7 Mio. Euro höheren Zinsen und ähnlichen Aufwendungen. Die Entwicklung ist insbesondere auf das Bankgeschäft zurückzuführen und korrespondiert mit der allgemeinen Zinsentwicklung. Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen (im Vorjahr 0,3 Mio. Euro). Im Jahr 2023 ergaben sich Aufwendungen für Ertragsteuern in Höhe von 5,6 Mio. Euro (im Vorjahr 7,2 Mio. Euro), wobei 4,6 Mio. Euro latenten Steuerertrag (im Vorjahr 3,0 Mio. Euro) betrafen. Aufwendungen für Vorjahre waren in Höhe von 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr 0,3 Mio. Euro) enthalten. Damit ergab sich eine das Berichtsjahr betreffende Konzernsteuerbelastung von 8,8 Mio. Euro. Die Konzernsteuerquote, also der Steueraufwand im Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern, betrug 38,9 Prozent (im Vorjahr 83,3 Prozent). Der Rückgang der Konzernsteuerquote resultierte aus dem Umstand, dass im Zuge einer im Berichtsjahr beendeten Betriebsprüfung, aus welcher auch die periodenfremden Aufwendungen resultierten, die aktiven latenten Steuern in erhöhtem Umfang zugeführt wurden und mithin hier auch periodenfremde Erträge enthalten waren. Trotz der Einflüsse aus der hohen Inflation und den damit verbundenen Preissteigerungen lag das operative Ergebnis vor Steuern des ANWR Konzerns im Jahr 2023 im mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich und entsprach damit der letztjährigen Prognose im Lagebericht. Die Ertragslage des Konzerns war insgesamt zufriedenstellend. Ertragslage der ANWR GROUP eG Die Ertragslage der ANWR GROUP eG wurde im Wesentlichen beeinflusst durch:
Die Umsatzerlöse 2023 stiegen um 44,2 Mio. Euro auf 70,1 Mio. Euro. Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus den Großhandelsumsätzen. Dieser Bereich wurde im Vorjahr von der Ariston-Nord-West-Ring Schuh GmbH übernommen. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3,2 Mio. Euro lagen deutlich unter dem Vorjahresniveau (4,4 Mio. Euro). Der Rückgang beruht hauptsächlich auf gesunkenen Erträgen aus Weiterbelastungen an Konzernunternehmen, welche im Vorjahr einmaligen Charakter hatten und im Zusammenhang mit der Übernahme des Großhandelsgeschäfts standen. Der Materialaufwand erhöhte sich um 41,9 Mio. Euro auf 56,9 Mio. Euro. Der Anstieg war insbesondere begründet durch die Aufwendungen für bezogene Waren aus dem Großhandel, während sich die Aufwendungen für bezogene Leistungen auf dem Niveau des Vorjahres bewegten. Der Personalaufwand erhöhte sich bei der ANWR GROUP eG um 1,2 Mio. Euro. Der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf überproportional gestiegenen Sozialabgaben. Diese resultierten insbesondere aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie periodenfremden Aufwendungen im Zusammenhang mit einer beendeten Sozialversicherungsprüfung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen mit 17,6 Mio. Euro um insgesamt 4,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Dies war im Wesentlichen auf gestiegene Dienstleistungsaufwendungen, insbesondere im Bereich der EDV- und Marketingkosten, Umlagen im Konzern sowie Beiträge zurückzuführen. Das Beteiligungs- und Finanzergebnis zeigte einen Wert von 26,3 Mio. Euro nach 23,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die Position war geprägt von:
Die Position der Steuern vom Einkommen und Ertrag enthält Steuererträge aus latenten Steuern in Höhe von 4,0 Mio. Euro. Zur Erläuterung dieser Position verweisen wir auf die entsprechenden Informationen im Anhang sowie die Erläuterungen zur Konzernsteuerquote im Kapitel "Ertragslage des ANWR Konzerns" dieses Lageberichts. Die Ertragslage der ANWR GROUP eG war im Wesentlichen durch die gleichen Effekte geprägt, wie jene des ANWR Konzerns, und war damit ebenso zu beurteilen. Auch mit Blick auf die Prognose der letzten Lageberichtserstattung gelten die dortigen Ausführungen entsprechend für die ANWR GROUP eG. Vermögenslage und Kapitalstruktur des ANWR Konzerns Die Bilanzsumme des Konzerns lag mit 841,3 Mio. Euro unter der des Vorjahres (901,8 Mio. Euro). Das Anlagevermögen sank im Berichtszeitraum leicht von 88,3 Mio. Euro auf 87,9 Mio. Euro. Den im Berichtsjahr getätigten Investitionen in Höhe von insgesamt 10,7 Mio. Euro, welche überwiegend den Bereich der Plattformenentwicklung "schuhe.de" und "sport2000.de" sowie Neu- und Umbaumaßnahmen in Mainhausen und Frankfurt betrafen, standen Buchwertabgänge von 0,6 Mio. Euro sowie Abschreibungen von 10,5 Mio. Euro gegenüber. Die fertigen Erzeugnisse und Waren betrugen zum Ende des Berichtszeitraumes 42,6 Mio. Euro und lagen damit leicht unter dem Vorjahresniveau (44,7 Mio. Euro). Die Position bestand im Wesentlichen aus den Warenbeständen des Groß- und Einzelhandels. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken von 38,6 Mio. Euro auf 26,0 Mio. Euro, obwohl die Forderungen im Sportbereich durch längere Valuten im Großhandelsgeschäft geprägt waren. Die Forderungen aus dem Bankgeschäft sanken aufgrund des niedrigeren ZR-Volumens bei den Eigenverbünden bis zum Ende des Berichtszeitraums von 332,1 Mio. Euro auf 318,6 Mio. Euro. Bei den sonstigen Vermögensgegenständen resultierte die Veränderung von 4,8 Mio. Euro auf 8,0 Mio. Euro vor allem aus höheren Erstattungsansprüchen aus Steuern nach einer im Berichtsjahr beendeten Betriebsprüfung. Die liquiden Mittel bezogen sich überwiegend auf Guthaben der Konzernbanken und sanken von 362,9 Mio. Euro auf 324,0 Mio. Euro. Zur Entwicklung dieser Position verweisen wir auf die Darstellung in der Kapitalflussrechnung. Das Eigenkapital lag mit 162,2 Mio. Euro über dem Niveau des Vorjahres (159,1 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund dessen sowie der insgesamt gesunkenen Bilanzsumme von 17,6 Prozent auf 19,3 Prozent. Unter Berücksichtigung der Rücklagen nach § 340g HGB ergab sich ein wirtschaftliches Eigenkapital (Eigenkapital und Fonds für allgemeine Bankrisiken) von 249,0 Mio. Euro (Vorjahr 236,8 Mio. Euro). Dies entsprach einer wirtschaftlichen Eigenkapitalquote von 29,6 Prozent (im Vorjahr 26,3 Prozent). Auf der Passivseite stiegen die Steuerrückstellungen von 7,7 Mio. Euro auf 10,6 Mio. Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Rückstellungen für Steueraufwendungen nach Abschluss der bereits genannten Konzernbetriebsprüfung zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen bewegen sich mit 57,5 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahres (61,3 Mio. Euro). Die Veränderung betraf im Wesentlichen die Bereiche Bürgschaften, Boni und Anreizprämien, Prozessrisiken sowie Personalkosten. Im Bereich der Verbindlichkeiten sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 8,6 Mio. Euro aufgrund planmäßiger Tilgungen von Darlehen auf 21,5 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 11,7 Mio. Euro auf 17,8 Mio. Euro. Der Rückgang betraf vor allem den Sportbereich und korrespondierte mit den gesunkenen Umsätzen. Die Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft betrugen 421,6 Mio. Euro und sanken damit um 44,1 Mio. Euro, korrespondierend zu den Forderungen aus dem Bankgeschäft. Sie enthielten KfW-Darlehen in Höhe von insgesamt 0,5 Mio. Euro, welche an Kunden weitergereicht wurden. Vermögenslage und Kapitalstruktur der ANWR GROUP eG Die Bilanzsumme der ANWR GROUP eG stieg leicht von 245,2 Mio. Euro auf 245,4 Mio. Euro. Die Sachanlagen verringerten sich hauptsächlich durch die planmäßige Abschreibung. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrafen die bereits erwähnten geleisteten Anzahlungen für Neu- und Umbaumaßnahmen in Mainhausen und Frankfurt, mit deren Fertigstellung 2024 gerechnet wird. Die Finanzanlagen lagen mit 100,2 Mio. Euro unter dem Vorjahr (103,2 Mio. Euro). Der Rückgang beruhte auf einer Tilgungsleistung der Forderung gegen die ANWR 2. Beteiligungs-GmbH im Zusammenhang mit der Finanzierung des seinerzeitigen Erwerbs der Schuh-Mücke-Gruppe. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen der Bilanzposition im Anhang der Gesellschaft. Die Vorräte gingen von 4,1 Mio. Euro im Vorjahr auf 3,1 Mio. Euro zurück. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt um 0,7 Mio. Euro auf 2,4 Mio. Euro an. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bewegten sich mit 61,1 Mio. Euro deutlich über dem Niveau des Vorjahres (35,1 Mio. Euro). Bezüglich des Anstiegs verweisen wir auf die Erläuterungen zu dieser Position im Anhang der Genossenschaft. Die Guthaben bei Kreditinstituten lagen mit 2,0 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr (30,8 Mio. Euro). Hinsichtlich dieser Veränderung verweisen wir auf die Erläuterungen der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Anhang der Genossenschaft sowie die Ausführungen zur Konzernkapitalflussrechnung dieses Lageberichts. Zu der Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern verweisen wir ebenfalls auf die Ausführungen im Anhang der Genossenschaft. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder bei der ANWR GROUP eG sanken von 7,6 Mio. Euro auf 7,0 Mio. Euro. Die Erhöhung des Eigenkapitals von 160,6 Mio. Euro auf 161,2 Mio. Euro hing mit dem erwirtschafteten Jahresüberschuss in Höhe von 1,8 Mio. Euro zusammen. Die Eigenkapitalquote bewegte sich mit 65,7 Prozent nahezu auf dem Vorjahresniveau (65,5 Prozent). Auf der Passivseite stiegen die Steuerrückstellungen von 2,8 Mio. Euro auf 6,6 Mio. Euro. Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen zur Kapitalstruktur des Konzerns. Die sonstigen Rückstellungen betrugen 7,6 Mio. Euro nach 8,6 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang betraf insbesondere die Rückstellungen für Instandhaltungs- und Finanzierungskosten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen von 12,1 Mio. Euro auf 16,0 Mio. Euro. Die Veränderung beruhte auf der teilweisen Inanspruchnahme in Höhe von 2,0 Mio. Euro eines zugesagten grundpfandrechtlich gesicherten Darlehens für die Erweiterung des Ordercenters in Mainhausen. Der verbleibende Anstieg resultierte aus der Inanspruchnahme der Betriebsmittellinie. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 3,2 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (1,3 Mio. Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken im Berichtszeitraum deutlich auf 32,0 Mio. Euro (im Vorjahr 40,8 Mio. Euro). Sie betrafen Salden aus dem Konzernfinanzverkehr und den Kapitalanlagen der Unterstützungskassen. Finanzmanagement Als vorrangigstes Ziel verfolgt der Konzern die kurz- und mittelfristige Sicherung der Liquidität. Das Finanzmanagement zielt außerdem darauf ab, die Finanzierungskosten zu optimieren. Die Warengeschäfte erfordern entsprechend ihren saisonalen Schwankungen kurzfristige Finanzierungen und Linien bei Banken für die Akkreditivausstellung. Vor diesem Hintergrund gilt die Finanzstrategie des Konzerns der Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit. Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken aus Zinsänderungen aus der Aufnahme der variabel verzinslichen Bankdarlehen wurde ein Zinssatzswap über die Gesamtlaufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Für den Fall des steigenden Zinsniveaus wird durch das Derivat das Risiko der Liquiditätsbelastung aus den Darlehenszinsen abgesichert. Cashflow und Finanzierung des ANWR Konzerns Die Finanzlage im Konzern stellt sich wie folgt dar:
Von den Zahlungsmitteln am Ende der Periode in Höhe von 324,0 Mio. Euro waren 313,3 Mio. Euro den Konzernbanken zuzuordnen. Sie dienen der Erfüllung kurzfristiger Verpflichtungen. Die Entwicklung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit war geprägt von den rückläufigen Ergebnissen des Zentralregulierungs- und Bankengeschäfts, der Zentralfakturierung sowie des Einzelhandel- und E-Commerce- Bereichs. Positiv wirkten sich die Zuwächse im Großhandel aus. Zusammen mit den Abflüssen aus der Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit führte dies zu einer Verminderung des Finanzmittelfonds. Die Abflüsse waren insbesondere auf Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen sowie das Sach- und Finanzanlagevermögen zurückzuführen. Die Höhe der zur Verfügung stehenden Kreditlinien lag im Konzern wie im Vorjahr bei 309,1 Mio. Euro. Davon entfielen 241,4 Mio. Euro (im Vorjahr 241,1 Mio. Euro) auf die DZB BANK GmbH und die Aktivbank AG. 67,7 Mio. Euro (im Vorjahr 68,0 Mio. Euro) entfielen auf die ANWR GROUP eG. Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern insgesamt über 286,7 Mio. Euro (im Vorjahr 282,0 Mio. Euro) nicht ausgenutzter Kreditlinien. Davon entfielen 237,0 Mio. Euro (im Vorjahr 228,0 Mio. Euro) auf die DZB BANK GmbH und die Aktivbank AG sowie 49,8 Mio. Euro (im Vorjahr 54,0 Mio. Euro) auf die ANWR GROUP eG. Die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage im Konzern ist geordnet. Finanzierung der ANWR GROUP eG Die Zahlungsmittel am Ende der Periode betrugen 2,0 Mio. Euro. Die Gesellschaft ist Cashpoolführer von ausgewählten Konzernunternehmen. Die Gelder aus dem operativen Geschäft der entsprechenden Tochterunternehmen werden hier gebündelt. Zudem verweisen wir auf die Ausführungen in Abschnitt "Vermögenslage und Kapitalstruktur der ANWR GROUP eG" sowie "Finanzmanagement". Die Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage der ANWR GROUP eG ist geordnet. C. Prognosebericht Chancenbericht Wirtschaftspolitische Unsicherheiten in Deutschland und politische Konflikte sowie Kriege in Teilen der Welt mit nicht vorherzusehenden Ausgängen werden Auswirkungen auf die weltweiten und die internationalen Wirtschaftsbeziehungen, die wirtschaftliche Lage, die Preisentwicklung in den Ländern Europas und auf die Konsumbereitschaft der Menschen haben. Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 einen Zuwachs des preisbereinigten BIP um 0,2 Prozent. Zwar lassen belastende Faktoren wie hohe Verbraucherpreissteigerungen und daraus folgende Kaufkraftverluste nach; geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten aber die erwartete Erholung. Wieder steigende Reallöhne und die robuste Arbeitsmarktentwicklung dürften aber im Jahresverlauf eine binnenwirtschaftliche Erholung einleiten. Der Beschäftigungsaufbau wird sich fortsetzen. Der Anstieg der Verbraucherpreise dürfte sich auf 2,8 Prozent verringern. 8 Diese Rahmenbedingungen können unter Annahme des Eintretens der positiven Entwicklungen entsprechend positive Auswirkungen auf die Entwicklung des ANWR Konzerns haben. Für das Jahr 2024 erwartet der ANWR Konzern ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) im höheren einstelligen Mio. Bereich. Für die ANWR GROUP eG erwartet der Vorstand für das Jahr 2024 ein leicht positives Ergebnis vor Steuern. Die allgemein schwache wirtschaftliche Lage, insbesondere in Deutschland, könnte sich kurzfristig negativ auf das Konsumverhalten auswirken. Daraus könnten sich negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ANWR Konzerns ergeben. Risikobericht Im Rahmen des im Konzern verwendeten sogenannten Three-Lines-of-Defense-Modells sollen drei hintereinander liegende Verteidigungslinien ("Three Lines of Defense") das Eintreten von Risiken und Schäden verhindern oder minimieren. Sie bestehen aus Internem Kontrollsystem der operativen Fachbereiche als erste, unternehmensweiten Steuerungsfunktionen (u.a. Risikomanagementsystem und Compliance) als zweite und Interner Revision als dritte Verteidigungslinie. Dem Modell liegt die Idee zugrunde, dass die verschiedenen Kontrollfunktionen kaskadenartig ineinandergreifen und dadurch eine höchstmögliche Wirksamkeit bei der Vermeidung von Risiken und Schadensfällen erreicht werden soll. Auch im Rechnungslegungsprozess des ANWR Konzerns sind die drei Verteidigungslinien integriert. Folgende wesentliche Risiken ergeben sich unter Anwendung der im Rahmen des Risikomanagementsystems definierten und implementierten Risikobegrenzungsmaßnahmen im ANWR Konzern: Risiken des Zentralregulierungsgeschäfts Der Bereich umfasst sämtliche Umstände, die einen Rückgang des Abrechnungsvolumens zur Folge haben könnten, wie z. B. Branchen- und Konjunkturentwicklung sowie Risiken aus der Veränderung der Zentralregulierungskonditionen. Neben der bilanziellen Vorsorge in Form notwendiger Rückstellungen wird den Risiken durch entsprechende Maßnahmen wie Marktbeobachtung, regelmäßigem konzernweitem Informationsaustausch und Mitarbeit in Branchenverbänden oder einer verstärkten Zusammenarbeit und dem Angebot zusätzlicher Dienstleistungen für Händler und Lieferanten begegnet.
8) Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung
2024
Risiken des Bankengeschäfts Im Bereich der konzernzugehörigen Banken (DZB BANK GmbH und Aktivbank AG) entstehen im Zentralregulierungs- und Finanzierungsgeschäft vor allem Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken (Zinsänderung, Währung), Liquiditätsrisiken und operationelle Risiken. Die Risikosteuerung erfolgt insbesondere durch die vierteljährliche Ermittlung der Risikotragfähigkeit, die Definition von Frühwarnindikatoren und Festlegung der Limite für die entsprechenden Risikoarten. Risiken des Einzelhandels Auch hier bestehen Risiken insbesondere im Zusammenhang mit konjunkturellen Entwicklungen. Ebenso bestehen Risiken aus der Verdrängung des stationären Handels durch die Tendenz zu Onlinebestellungen durch Kunden. Auswirkungen ergeben sich auf den Konzern direkt im Rahmen des eigenen Einzelhandelsumsatzes sowie indirekt durch Auswirkungen auf die Zentralregulierungsvolumina der Mitglieder und Händler. Den hier identifizierten Risiken wird durch Maßnahmen wie der Bereitstellung notwendiger IT-Infrastrukturen oder E-Commerce-Dienstleistungen entgegengewirkt. Zudem wird im Rahmen der Interessenvertretung der Händler an Maßnahmen zur Belebung der Innenstädte und Gemeinden wie beispielsweise der Vergabe der "Deutschland Kauf Lokal" und "Lieblingsladen"-Awards mitgewirkt. Beteiligungsmanagement Im Bereich des Beteiligungsmanagements bestehen grundsätzlich Risiken im Zusammenhang mit bilanziellen Bewertungen, Forderungsausfällen oder Ergebnisbelastungen durch Verlustausgleichsverpflichtungen. Diesen Risiken begegnet man durch regelmäßige Prüfung der Werthaltigkeit, Plan-Ist-Analysen sowie laufende Anpassung der Budgetierung und, aus diesen Maßnahmen resultierend, im Bedarfsfall mit bilanzieller Risikovorsorge. Neben den genannten Risikobereichen ergeben sich weitere unternehmerische Risikofelder im Immobilienbereich, Währungsrisiken sowie rechtliche Risiken. Auch hierzu wurden Maßnahmen erarbeitet und werden, wenn nötig, laufend angepasst, um den Risiken möglichst frühzeitig begegnen zu können. Zur weiteren Identifizierung und Minimierung der Risiken erfolgt der Einsatz der Internen Revision zur Verbesserung bestehender Geschäftsprozesse und anlassbezogen im Rahmen neuer Projekte. Zudem wird die Risikotragfähigkeit regelmäßig überprüft und angepasst. Zum Bilanzstichtag reichte nach Ansicht des Vorstandes die Risikodeckungsmasse aus, um die offenen Risiken abzusichern. Die dargestellten Risiken des Konzerns decken sich mit Ausnahme der bankspezifischen Risiken weitestgehend mit denen der ANWR GROUP eG. Zum heutigen Zeitpunkt wurden keine Risiken aus den zuvor genannten Bereichen festgestellt, die den Bestand der Genossenschaft oder des Konzerns gefährden könnten.
Mainhausen, 28. März 2024 Der Vorstand Frank Schuffelen Tobias Eichmeier Martina Novotny Franz Klimesch Bilanz der ANWR GROUP eG Gewinn- und Verlustrechnung der ANWR GROUP eG Anhang der ANWR GROUP eG Allgemeine Erläuterungen Bilanzierung und Bewertung, Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Nachtragsbericht Anteilsbesitz Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bilanzder ANWR GROUP eGAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember
Anhangder ANWR GROUP eGAllgemeine Erläuterungen Die ANWR GROUP eG hat ihren Sitz in Mainhausen. Sie ist in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der GnR-Nr. 20125 eingetragen. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften für die Rechnungslegung von mittelgroßen Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurde unter Berücksichtigung der satzungsmäßigen Ergebnisverwendung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Der Bericht wurde teilweise computergestützt erstellt. Systembedingt kann es zu Rundungsdifferenzen kommen. Bilanzierung und Bewertung, Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des in der Bilanz verkürzt dargestellten Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagengitter.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Sachanlagen
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände (Software) sowie die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen im Rahmen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer aktiviert, die sich an die von der Finanzverwaltung veröffentlichte AfA-Tabelle anlehnen. Dabei beträgt die durchschnittliche Abschreibungsdauer für Hard- und Software 3 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 13 Jahre. Die Nutzungsdauer der Gebäude liegt zwischen 14 und 33 Jahren. Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Es bestehen außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen bei den Gebäuden in Höhe von 827,6 Tsd. Euro. Finanzanlagen
Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB angesetzt. Es sind im Bereich der Ausleihungen an verbundene Unternehmen außerplanmäßige Abschreibungen wegen dauernder Wertminderungen in Höhe von 690,4 Tsd. Euro enthalten. Die ausgewiesene Ausleihung an verbundene Unternehmen ist langfristiger Natur und seit dem Geschäftsjahr 2023 unverzinslich. Der abgezinste Gesamtwert betrug 30.126,4 Tsd. Euro. Die Gesellschaft rechnet mit der Rückzahlung des gesamten Betrages. Eine dauerhafte Wertminderung liegt nicht vor. Eine Abschreibung nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wurde nicht vorgenommen. Vorräte
Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten unter Anwendung der Gruppenbewertung nach § 240 Abs. 4 HGB angesetzt. Für Bestandsrisiken wurden Abwertungen auf den niedrigeren Zeitwert vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen angesetzt. Für das latente Forderungsrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestanden in Höhe von 6.896,9 Tsd. Euro (im Vorjahr 6.834,7 Tsd. Euro). Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen wurden bei jeweils bestehender Aufrechnungslage nach § 387 BGB miteinander saldiert. In der Position Forderungen gegen verbundene Unternehmen waren Ansprüche aus der Gewinnabführung gegen das Tochterunternehmen DZB BANK GmbH in Höhe von 15.600,0 Tsd. Euro enthalten. Diese wurden im Vorjahr in Höhe von 12.300,0 Tsd. Euro unter den Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. Im Rahmen der im Jahr 2023 begonnenen Überarbeitung der Konzernbilanzierungsrichtlinien wurde der Ausweis dieser Position entsprechend geändert. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände resultierte im Wesentlichen aus Erstattungsansprüchen aus Steuern. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert. Im Guthaben bei Kreditinstituten waren Guthaben bei dem verbundenen Unternehmen DZB BANK GmbH in Höhe von 0,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 12.811,9 Tsd. Euro) enthalten. Die Ansprüche aus der Gewinnabführung gegen die DZB BANK GmbH werden ab dem Berichtsjahr unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen zu der entsprechenden Position. Rechnungsabgrenzungsposten
Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern wurden unter Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB unsaldiert ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern wurden hierbei in voller Höhe berücksichtigt. Die latenten Steuern ergaben sich aus Bewertungsdifferenzen der ANWR GROUP eG als Organträgerin sowie der zugehörigen Organgesellschaften. Die aktiven latenten Steuern betrafen Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanzpositionen Grundstücke und Bauten, Anteile an verbundenen Unternehmen, Ausleihungen an verbundene Unternehmen, Forderungen aus dem Bankgeschäft (ausschließlich Organgesellschaft), Rückstellungen für Pensionen, sonstige Rückstellungen und passive Rechnungsabgrenzungsposten (ausschließlich Organgesellschaft). Die passiven latenten Steuern betrafen Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanzpositionen Grundstücke und Bauten, Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Forderungen an verbundene Unternehmen. Eigenkapital
Die Entwicklung der Ergebnisrücklagen stellte sich wie folgt dar: Ergebnisrücklagen
Es bestanden rückständig fällige Einzahlungen auf Geschäftsguthaben in Höhe von 10,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 2,0 Tsd. Euro). Rückstellungen
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit 0,89 Prozent (Vorjahr 0,37 Prozent) abgezinst. Die Pensionsrückstellungen betrafen mittelbare und unmittelbare Pensionsverpflichtungen. Sie wurden nach § 253 Abs. 2 Sätze 2 bis 4 HGB unter Anwendung des Anwartschaftsverfahrens (PUC-Methode) und der Richttafeln Heubeck 2018 G bei einem Diskontierungszinssatz von 1,82 Prozent (Vorjahr 1,78 Prozent) und von Gehaltssteigerungen von 2,9 Prozent (Vorjahr 2,3 Prozent) bzw. Rentensteigerungen von 2,4 Prozent (Vorjahr 1,6 Prozent bis 2,5 Prozent) bilanziert. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt, auf Basis des von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Anwendung des sieben- und zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinses ergab, betrug zum Stichtag 183,6 Tsd. Euro (im Vorjahr 529,6 Tsd. Euro). Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Abzinsungszinssatzes wurden gemäß des Wahlrechts nach IDW RS HFA 30 n.F. im Finanzergebnis erfasst. Die sonstigen Rückstellungen wurden nach kaufmännischer Vernunft einzeln bewertet, entsprachen den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen und beinhalteten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen, darüber hinaus in absteigender Reihenfolge für ausstehende Rechnungen, Betriebsprüfung, Instandhaltungen und sonstige Einzelsachverhalte. Verbindlichkeiten Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen. Die nachstehende Übersicht gibt Auskunft über die Zusammensetzung und Fälligkeiten der Verbindlichkeiten: Verbindlichkeitenspiegel ANWR GROUP eG zum 31. Dezember
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren Finanzierungen für Immobilien in Höhe von 13.700,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 12.000,0 Tsd. Euro) enthalten, diese sind in voller Höhe durch Grundschulden abgesichert. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehaltsrechte der Lieferanten. In den sonstigen Verbindlichkeiten waren Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 398,1 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.062,7 Tsd. Euro) enthalten. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen Mit einem verbundenen Unternehmen besteht ein Gewährleistungsvertrag i. S. d. § 251 HGB in Form einer harten Patronatserklärung. Gemäß deren Inhalt verpflichtet sich die Genossenschaft, den Saldo des Eigenkapitals (ohne Nennkapital) des Tochterunternehmens von 250,0 Tsd. Euro zu garantieren und im Fall von Verlusten bis zu dieser Höhe auszugleichen. Eine Bezifferung des quantitativen Risikos hieraus ist nicht möglich, da es von der künftigen Ertragslage des Tochterunternehmens abhängt. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser Verpflichtung wird aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage des Tochterunternehmens derzeit allerdings als niedrig beziffert, sodass eine Passivierungspflicht hieraus nicht gegeben ist. Ein weiterer Gewährleistungsvertrag i. S. d. § 251 HGB in Form einer Patronatserklärung besteht gegenüber einem Lieferanten zugunsten eines Tochterunternehmens. Hier bestanden zum Bilanzstichtag durch diesen Vertrag abgesicherte Verbindlichkeiten in Höhe von 9.553,2 Tsd. Euro. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Lage des Tochterunternehmens ist das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering einzustufen. Zum Bilanzstichtag bestanden Investitionsvorhaben in Höhe von 2.201,1 Tsd. Euro in den Bereichen Immobilien und IT, für die die Aufträge bereits erteilt wurden. Bankbürgschaften für Mietobjekte mehrerer Tochterunternehmen bestehen in Höhe von 2.182,9 Tsd. Euro. Mit einem externen Dienstleister wurde ein langfristiger Vertrag für die Erbringung von Logistikdienstleistungen für den Schuhbereich abgeschlossen, dessen Vergütung variabel ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Der Anstieg dieser Position resultierte aus der Übernahme des Großhandelsbereichs von der Ariston-Nord-West-Ring Schuh GmbH im Jahr 2022. Sonstige betriebliche Erträge
Die periodenfremden Erträge betrafen die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 675,5 Tsd. Euro (Vorjahr 69,9 Tsd. Euro). Darin enthalten waren solche von außergewöhnlicher Größenordnung aus Schadenersatzleistungen in Höhe von 179,8 Tsd. Euro sowie aus der Weiterbelastung von Umsatzsteuern für Vorjahre an diverse Tochterunternehmen in Höhe von 399,5 Tsd. Euro. Materialaufwand
Der Anstieg dieser Position resultierte aus der Übernahme des Großhandelsbereichs von der Ariston-Nord-West-Ring Schuh GmbH im Jahr 2022. Personalaufwand
Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfielen 1.954,1 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.244,3 Tsd. Euro) auf die Altersversorgung. Auf periodenfremde Aufwendungen in diesem Posten entfielen 225,7 Tsd. Euro. Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die periodenfremden Aufwendungen beliefen sich auf 629,8 Tsd. Euro (Vorjahr 8,5 Tsd. Euro); sie bestanden im Wesentlichen aus Aufwendungen im Zusammenhang mit den Ergebnissen der beendeten Betriebsprüfung. Die höheren Verwaltungsaufwendungen waren vor allem dem Anstieg der Kosten für fremde Dienstleistungen, Umlagen im Konzern sowie Beiträgen im Berichtszeitraum geschuldet. Erträge aus Beteiligungen, Geschäftsguthaben und aus Gewinnabführungsverträgen
Die Erträge betrafen vollumfänglich solche von verbundenen Unternehmen. Zinserträge
In den Zinserträgen waren Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 1.446,2 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.793,0 Tsd. Euro) enthalten. Erträge in Höhe von 91,8 Tsd. Euro (Vorjahr 31,0 Tsd. Euro) waren periodenfremd. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In den Zinsaufwendungen waren 1.208,8 Tsd. Euro Aufwendungen von verbundenen Unternehmen (im Vorjahr 600,0 Tsd. Euro) sowie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von 72,4 Tsd. Euro (im Vorjahr 84,4 Tsd. Euro) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 88,4 Tsd. Euro (im Vorjahr 64,4 Tsd. Euro) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Vorschlag für die Gewinnverwendung der ANWR GROUP eGDer Vorstand schlägt der Generalversammlung vor, das Jahresergebnis unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags wie folgt zu verwenden:
Sonstige Angaben Die Angabe zum Honorar der Abschlussprüfer erfolgt im Konzernabschluss der ANWR GROUP eG, Mainhausen. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken aus Zinsänderungen aus der Aufnahme der variabel verzinslichen Bankdarlehen wurde im Vorjahr ein Zinssatzswap über die Gesamtlaufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert dieses derivativen Finanzinstruments betrug unter Berücksichtigung der Stückzinsen (+17,8 Tsd. Euro) zum Bilanzstichtag +253,1 Tsd. Euro. Der Betrag stellt den Marktwert dar. Für den Fall des steigenden Zinsniveaus wird durch das Derivat die Liquiditätsbelastung der ANWR GROUP eG kompensiert. Ausschüttungsgesperrte Beträge Grundsätzlich bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge für:
Die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich des Gewinnvortrages betrugen zum Bilanzstichtag 141.777,2 Tsd. Euro, sodass sich ein ausschüttbarer Betrag von 131.984,4 Tsd. Euro ergibt. Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten
Die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden belief sich bei der ANWR GROUP eG auf 24 (im Vorjahr 25) Beschäftigte. Mitgliederbewegung bei der ANWR GROUP eG
Der Geschäftsanteil beträgt 1.000 Euro. Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder verringerten sich um 525,0 Tsd. Euro. Eine Nachschusspflicht besteht nicht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich für die ANWR GROUP eG nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. Anteilsbesitz Anteile an verbundenen Unternehmen (unmittelbar)
Anteile an verbundenen Unternehmen (mittelbar)
1) Aufgrund bestehender
Ergebnisabführungsverträge mit der jeweiligen
Muttergesellschaft wird unter Inanspruchnahme der
Erleichterung gemäß § 264 HGB der
Jahresabschluss nicht im Bundesanzeiger
veröffentlicht. Zudem wird jeweils auf die Erstellung
des Anhangs und ggf. des Lageberichtes verzichtet.
Beteiligungen (unmittelbar)
Beteiligungen (mittelbar)
2) Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem
Geschäftsjahr 2022
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbands lauten: Genoverband e.V. (vormals Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.) Ludwig-Erhard-Allee 20 40227 Düsseldorf Mitglieder des Vorstands der ANWR GROUP eG Frank Schuffelen (Vorsitzender des Vorstands) Tobias Eichmeier Matthias Grevener (bis zum 30. September 2023) Martina Novotny (seit dem 1. Juli 2023) Fritz Terbuyken (bis zum 19. Juni 2023) Franz Klimesch, nebenamtlich Mitglieder des Aufsichtsrats der ANWR GROUP eG Holger Baierl, Karlsruhe, Aufsichtsratsvorsitzender Christian Bode, Reinbek, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Hayo Galipp-Le Hanne, Gifhorn Tom van Geemen, Epe/Niederlande Britta Goertz, Espelkamp Ingo Hänel, Metzingen Franz Herrlein, Reit im Winkl Hanno Reutterer, Bludenz/Österreich Klaus Rollmann, Göppingen Claude Steinmetz, Strasbourg/Frankreich Thomas Tiefenbacher, Oetwil an der Limmat/Schweiz Ulrich Volk, Elzach
Mainhausen, 27. März 2024 Der Vorstand Frank Schuffelen Tobias Eichmeier Martina Novotny Franz Klimesch Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ANWR GROUP eG (im Folgenden "Genossenschaft") bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 (im Folgenden "Lagebericht") geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Genossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG i. V. mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 8. Mai 2024 Genoverband e. V. Ralph Kuhn, Wirtschaftsprüfer Katharina Braun, Wirtschaftsprüferin Bilanz des ANWR Konzerns Gewinn- und Verlustrechnung des ANWR Konzerns Konzerneigenkapitalspiegel Konzernkapitalflussrechnung Anhang des ANWR Konzerns Allgemeine Erläuterungen Erläuterungen zur Bilanz Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige Angaben Nachtragsbericht Anteilsbesitz Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Bilanzdes ANWR KonzernsAktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezemberdes ANWR Konzerns
Konzerneigenkapitalspiegel
KonzernkapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung für den Konzern wurde nach der indirekten Methode erstellt und setzt auf dem Jahresergebnis auf. Der Finanzmittelfonds enthielt Kassenbestände und Bankguthaben abzüglich der jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Anhangdes ANWR KonzernsAllgemeine Erläuterungen Die ANWR GROUP eG ist das Mutterunternehmen des ANWR Konzerns. Sie hat ihren Sitz in Mainhausen und ist in das Genossenschaftsregister beim Amtsgericht Offenbach am Main unter der GnR-Nr. 20125 eingetragen. Der Konzernabschluss 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Publizitätsgesetzes aufgestellt und auf volle 100 Euro gerundet. Die vorgeschriebene Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 266 und § 275 HGB wurde ohne Einschränkung angewendet, wobei aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit auf der Aktivseite der zusätzliche Posten "2. Forderungen aus dem Bankgeschäft" sowie auf der Passivseite die zusätzlichen Posten "B. Fonds für allgemeine Bankrisiken" sowie "3. Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft" ergänzt wurden. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren angewendet. Posten, unter denen im Geschäfts- und Vorjahr kein Betrag anzugeben war, wurden nicht aufgeführt. Die Bilanz wurde unter Berücksichtigung der satzungsmäßigen Ergebnisverwendung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung. Der Bericht wurde teilweise computergestützt erstellt. Systembedingt kann es zu Rundungsdifferenzen kommen. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss der ANWR GROUP eG wurden alle wesentlichen Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und/oder faktischen Kontrolle der ANWR GROUP eG stehen, einbezogen. Neben der ANWR GROUP eG wurden 32 deutsche und fünf ausländische Unternehmen nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen An diesen ist die ANWR GROUP eG mehrheitlich beteiligt und hat auf diese einen beherrschenden Einfluss. Ferner wurden zwei assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Eine Auflistung der Gesellschaften befindet sich unter der Rubrik "Anteilsbesitz" am Ende dieses Anhangs. Veränderung des Konsolidierungskreises Im Berichtszeitraum wurde die Conventa Treuhandsgesellschaft mbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entkonsolidiert. Die Gesellschaft Schuh Mücke Viernheim GmbH wurde auf ihre Muttergesellschaft TOM Holding GmbH verschmolzen. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung wurde für die Gesellschaften, die vor dem 1. Januar 2010 in die Konsolidierung einbezogen wurden, zulässigerweise als Vollkonsolidierung auf Basis der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung) durchgeführt. Die Konsolidierungsbuchungen wurden fortgeführt. Für die Neuerwerbe ab 2010 wurde die Kapitalkonsolidierung als Vollkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) angewendet. Der Ansatz der assoziierten Unternehmen erfolgte nach der Buchwertmethode. Der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Buchwert des Eigenkapitals wurde in die anderen Ergebnisrücklagen eingestellt, da der passivische Unterschiedsbetrag insbesondere aus Thesaurierungen während der Konzernzugehörigkeit entstanden ist. Die bei den assoziierten Unternehmen angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden richten sich nach dem deutschen Handelsgesetzbuch und entsprechen insoweit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern. Schuldenkonsolidierung Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den Vorschriften des § 303 HGB eliminiert. Behandlung von Zwischenergebnissen Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Aufwendungen und Erträge, die aus Geschäftsbeziehungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen resultieren, wurden nach § 305 HGB eliminiert. Währungsumrechnung Die Berichtswährung des Konzerns ist der Euro. Im Konzernabschluss wurden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, die Bilanzwerte des ausländischen Tochterunternehmens mit dem Mittelkurs zum Bilanzstichtag und die Aufwands- und Ertragspositionen mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wurde zu Kursen des Stichtags der Erstkonsolidierung und das Jahresergebnis zum Mittelkurs des Bilanzstichtags ermittelt. Differenzen aus dem Ansatz unterschiedlicher Kurse wurden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst. Bilanzierung und Bewertung Die Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte auf den 31. Dezember 2023. Die Abschlüsse wurden einheitlich nach den "ANWR Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien" aufgestellt oder an sie angepasst (Handelsbilanz II). Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des in der Bilanz verkürzt dargestellten Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachstehenden Anlagengitter.
Im Folgenden werden einzelne Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erläutert. Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen bei EDV-Software liegen Nutzungsdauern von drei bis fünf Jahren zugrunde. Die Restnutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts aus dem Erwerb des Zentralregulierungsgeschäfts eines genossenschaftlichen Finanzdienstleisters beträgt zum 31.12.2023 noch 0,5 Jahre. Es bestehen außerplanmäßige Abschreibungen wegen voraussichtlich dauernder Wertminderungen in Höhe von 20.143,1 Tsd. Euro. Sachanlagen
Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen im Rahmen der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer aktiviert, die sich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen anlehnen. Dabei beträgt die durchschnittliche Abschreibungsdauer für Hard- und Software 3 Jahre sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 13 Jahre. Die Nutzungsdauer der Gebäude liegt zwischen 14 und 33 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen wurden im Geschäftsjahr nicht vorgenommen und bestanden zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr in Höhe von 2.700,8 Tsd. Euro. Die im Geschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden vollständig abgeschrieben und als Abgang behandelt. Finanzanlagen
Beim Finanzanlagevermögen wurden die Anteile an verbundenen Unternehmen sowie die Beteiligungen zu Anschaffungskosten und die Ausleihungen zum Nennwert jeweils abzüglich Wertberichtigungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB bewertet. Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen zum Bilanzstichtag bewertet. Es erfolgten im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen im Finanzanlagevermögen. Nach konzerninternen, fusionsbedingten Veränderungen im Finanzanlagevermögen und damit zusammenhängender Ausbuchungen von Ausleihungen belaufen sich die hier enthaltenen außerplanmäßigen Abschreibungen auf insgesamt 6.356,5 Tsd. Euro (im Vorjahr 10.266,4 Tsd. Euro). Vorräte
Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Bei den zu Nennwerten bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wurden Einzel- und Pauschalwertberichtigungen nach kaufmännischen Grundsätzen vorgenommen. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr waren in den Forderungen aus dem Bankgeschäft in Höhe von 1.970,4 Tsd. Euro (Vorjahr 3.952,2 Tsd. Euro) und in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 289,7 Tsd. Euro (Vorjahr 282,6 Tsd. Euro) enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalteten antizipative Posten in Höhe von 1.326,1 Tsd. Euro (im Vorjahr 933,9 Tsd. Euro). In den Forderungen aus dem Bankgeschäft war Treuhandvermögen in Höhe von 481,2 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.050,0 Tsd. Euro) enthalten, das die DZB BANK GmbH als Kredite im eigenen Namen für fremde Rechnung hielt. Der Ansatz der Forderungen aus dem Bankgeschäft entsprach den für Kreditinstitute geltenden Bewertungsvorschriften. Für die mit einem Adressenausfallrisiko behafteten Positionen an Kreditinstitute und an Kunden, die keiner akuten Risikovorsorge wie EWB unterliegen, wurde eine angemessene pauschale Risikovorsorge nach den Grundsätzen des IDW RS BFA 7 gebildet. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks
Die flüssigen Mittel wurden mit dem Nennwert bilanziert. Rechnungsabgrenzungsposten
Rechnungsabgrenzungsposten betrafen Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern ergaben sich aus den Bilanzpositionen immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke und Bauten, Betriebs- und Geschäftsausstattung, Finanzanlagevermögen, Vorräte, Rückstellungen für Pensionen, sonstige Rückstellungen, passive Rechnungsabgrenzungsposten und Forderungen aus dem Bankgeschäft. Bei der Ermittlung der aktiven latenten Steuern wurden steuerliche Verlustvorträge aus der Körperschafts- und Gewerbesteuer berücksichtigt. Die latenten Steuern wurden mit 15,0 bis 25,0 Prozent Körperschaftsteuer, 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und 12,5 bis 16,0 Prozent (im Vorjahr 12,5 bis 16,0 Prozent) Gewerbesteuer berechnet. Eigenkapital
Es bestanden rückständig fällige Einzahlungen auf Geschäftsguthaben in Höhe von 10,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 2,0 Tsd. Euro) auf Geschäftsguthaben der ANWR GROUP eG. Ergebnisrücklagen
Einbezogene Tochtergesellschaften haben 51 (im Vorjahr 52) Anteile im Gesamtwert von 51,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 52,0 Tsd. Euro) gezeichnet, die mit den Geschäftsguthaben verrechnet wurden. Fonds für allgemeine Bankrisiken
Der Fonds für allgemeine Bankrisiken wurde im Geschäftsjahr bei der DZB BANK GmbH mit 6.000,0 Tsd. Euro und bei der Aktivbank AG mit 3.000,0 Tsd. Euro dotiert, um den erhöhten Eigenkapitalanforderungen an Kreditinstitute Rechnung zu tragen. Rückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen betreffen mittelbare und unmittelbare Pensionsverpflichtungen. Sie wurden nach § 253 Abs. 2 Sätze 2 bis 4 HGB unter Anwendung des Anwartschaftsverfahrens (PUC-Methode) und der Richttafeln Heubeck 2018 G bei einem Diskontierungszinssatz von 1,82 Prozent (im Vorjahr 1,78 Prozent) und von Gehaltssteigerungen von 2,9 Prozent (im Vorjahr 2,3 Prozent) bzw. Rentensteigerungen von 2,4 Prozent (im Vorjahr 1,5 Prozent bis 2,6 Prozent) bilanziert. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt, auf Basis des von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Anwendung des sieben- und zehnjährigen durchschnittlichen Marktzinses ergibt, betrug zum Stichtag 474,7 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.345,8 Tsd. Euro). Erfolgswirkungen aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurden gemäß des Wahlrechts nach IDW RS HFA 30 n.F. im Finanzergebnis erfasst. Die Rückstellungen wurden nach kaufmännischer Vernunft einzeln bewertet, entsprechen den voraussichtlichen Erfüllungsbeträgen und beinhalten neben den Steuerrückstellungen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalaufwendungen, darüber hinaus in absteigender Reihenfolge für Anreizprämie und sonstige Rückvergütungen und Boni, Bürgschafts- und Bonitätsrisiken, Verpflichtungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr, Rechtsstreitigkeiten und sonstige Einzelsachverhalte. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bewertet. Die nachstehende Übersicht gibt Auskunft über die Zusammensetzung und Fälligkeiten der Verbindlichkeiten: Verbindlichkeitenspiegel ANWR Konzern zum 31. Dezember
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultierten mit 13.700,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 12.000,0 Tsd. Euro) aus der Immobilienfinanzierung, die in voller Höhe durch Grundschulden abgesichert ist. Die Absicherung der übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgte mit 713,5 Tsd. Euro (im Vorjahr 967,0 Tsd. Euro) durch Forderungsabtretungen. Verbindlichkeiten gegenüber einem Kreditinstitut, an dem eine Beteiligung gehalten wird, bestanden in Höhe von 6.773,8 Tsd. Euro (im Vorjahr 11.850,9 Tsd. Euro). In den Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft waren Treuhandverbindlichkeiten in Höhe von 481,2 Tsd. Euro enthalten, die die DZB BANK GmbH als Kredite im eigenen Namen für fremde Rechnung hält. In den sonstigen Verbindlichkeiten waren Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 2.871,4 Tsd. Euro (im Vorjahr 7.218,9 Tsd. Euro) und im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 86,6 Tsd. Euro (im Vorjahr 125,1 Tsd. Euro) enthalten. Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern betrafen die Bilanzposition Grundstücke und Bauten. Die latenten Steuern wurden mit 15,0 bis 25,0 Prozent Körperschaftsteuer, 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und 12,5 bis 16,0 Prozent (im Vorjahr 12,5 bis 16,0 Prozent) Gewerbesteuer berechnet. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen Es bestanden Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Zentralregulierungsgeschäft in Höhe von 173.660,7 Tsd. Euro (im Vorjahr 223.437,3 Tsd. Euro) sowie aus unwiderruflichen Kreditzusagen in Höhe von 56,5 Tsd. Euro (im Vorjahr 0,0 Tsd. Euro). Aufgrund der von den Kunden der DZB BANK GmbH an die Vertragslieferanten bis zum 31. Dezember 2023 erteilten, aber noch nicht berechneten Aufträge bestanden zum Bilanzstichtag teilweise Verpflichtungen aus Zentralregulierung mit Delkredereübernahme in nicht bezifferbarer, jedoch den gewöhnlichen Geschäftsumfang nicht übersteigender Höhe. Ferner ergaben sich die üblichen Eigentumsvorbehaltsrechte aus noch nicht zur Zahlung fälligen Warenbezügen. Zum Bilanzstichtag bestanden Investitionsvorhaben in Höhe von 2.201,1 Tsd. Euro in den Bereichen Immobilien und IT, für die die Aufträge bereits erteilt wurden. Weiterhin bestanden Verpflichtungen aus Mietbürgschaften, Zahlungsgarantien und Patronatserklärungen in Höhe von 5.311,3 Tsd. Euro (im Vorjahr 5.616,2 Tsd. Euro). Es wird derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme aus den bestehenden Haftungsverhältnissen gerechnet, es liegen keine Erkenntnisse vor, die zu einer solchen führen könnten. Mit zwei externen Dienstleistern wurden langfristige Verträge für die Erbringung von Logistikdienstleistungen für den Schuh- und Sportbereich abgeschlossen, deren Vergütungen variabel ist. Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember
Weitere, nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Im Berichtsjahr hat das Konzernunternehmen ANWR Media GmbH Forderungen im Rahmen eines sogenannten "echten' Factoring von 7.390,1 Tsd. Euro (im Vorjahr 10.023,2 Tsd. Euro) verkauft. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Kapitalstruktur und Liquidität des Unternehmens. Sämtliche Forderungsausfallrisiken gingen auf die Käufer über. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzten sich folgendermaßen zusammen:
Negative Zinsen aus Aktivgeschäften der konsolidierten Kreditinstitute waren in Höhe von 0,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 772,4 Tsd. Euro) als Reduktion des Zinsertrages in den Erträgen aus dem Zentralregulierungs- und Bankgeschäft enthalten. Sonstige betriebliche Erträge
Periodenfremde Erträge betrafen die Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen und aus abgeschriebenen Forderungen, die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, die Erträge aus Anlagenabgängen und sonstige periodenfremde Erträge. Die Summe der periodenfremden Erträge betrug somit 21.642,5 Tsd. Euro (im Vorjahr 13.818,8 Tsd. Euro). Materialaufwand
Personalaufwand
Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen 4.780,8 Tsd. Euro (im Vorjahr 2.454,7 Tsd. Euro). Auf periodenfremde Aufwendungen entfielen 225,7 Tsd. Euro. Abschreibungen
Sonstige betriebliche Aufwendungen Die Aufwendungen sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfielen 1.497,7 Tsd. Euro (Vorjahr 1.495,6 Tsd. Euro) auf periodenfremde Aufwendungen. Beteiligungsergebnis
In der Position Erträge aus Beteiligungen waren Erträge von nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen in Höhe von 2,7 Tsd. Euro (im Vorjahr 88,7 Tsd. Euro) enthalten. Finanzergebnis
In den Zinserträgen waren Erträge aus Auf-/Abzinsung in Höhe von 8,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 24,0 Tsd. Euro) sowie periodenfremde Zinserträge in Höhe von 569,7 Tsd. Euro (Vorjahr 43,3 Tsd. Euro) enthalten. In den Zinsaufwendungen waren Auf-/Abzinsungsbeträge in Höhe von 200,2 Tsd. Euro (im Vorjahr 227,0 Tsd. Euro) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 108,2 Tsd. Euro (im Vorjahr 64,8 Tsd. Euro) enthalten. Negative Zinsen aus Passivgeschäften waren in Höhe von 0,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 476,9 Tsd. Euro) als Reduktion des Zinsaufwandes enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Sonstige Steuern
Sonstige Angaben Prüfungskosten aus Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und sonstigen Services
Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zur Risikoreduzierung eingesetzt. Als international tätiges Unternehmen ist der ANWR Konzern im Rahmen der operativen Tätigkeit im Bereich Einkauf und Zentralregulierung Risiken aus der Änderung der Wechselkurse ausgesetzt. Zur Verringerung solcher Risiken werden außerhalb der Börse gehandelte derivative Finanzinstrumente (sogenannte OTC) eingesetzt. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach Anweisung des Vorstands und der Geschäftsführungen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts und der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. Um die Finanzierungsströme an Warenlieferanten im asiatischen Raum gegen die beschriebenen Wechselkursrisiken abzusichern, kommen in erster Linie Devisentermingeschäfte und Währungsoptionen zum Einsatz. Die Sicherung durch Devisentermingeschäfte dient ausschließlich zur Deckung von Marktpreisschwankungen. In der nachfolgenden Tabelle sind die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelten Devisentermingeschäfte von Konzernunternehmen mit Marktwerten dargestellt.
Die angegebenen Nominalwerte stellen die Summen der Salden aus Kauf- und Verkaufsbeträgen dar. Der beizulegende Zeitwert der Devisentermingeschäfte wurde unter Zugrundelegung der Devisenkurse am Jahresende bewertet. Die Devisenkurse können sich bis zur Fälligkeit der Geschäfte weiter ändern. Zum 31. Dezember 2023 bestanden für Devisentermingeschäfte bereits Bestellungen. Zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken aus Zinsänderungen aus der Aufnahme der variabel verzinslichen Bankdarlehen wurde im Jahr 2022 ein Zinssatzswap über die Gesamtlaufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert dieses derivativen Finanzinstruments betrug unter Berücksichtigung der Stückzinsen 17,8 Tsd. Euro) zum Bilanzstichtag +253,1 Tsd. Euro. Der Betrag stellt den Marktwert dar. Für den Fall des steigendenden Zinsniveaus wird durch das Derivat die Liquiditätsbelastung der ANWR GROUP eG kompensiert. Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten
Die durchschnittliche Zahl der Auszubildenden belief sich auf 58 (im Vorjahr 48) Beschäftigte. Organbezüge Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder betrugen im Berichtsjahr 2.308,8 Tsd. Euro (im Vorjahr 1.813,8 Tsd. Euro). Die Vergütungen des Aufsichtsrats beliefen sich auf 352,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 348,0 Tsd. Euro). Davon entfielen auf Tochterunternehmen 28,0 Tsd. Euro (im Vorjahr 24,0 Tsd. Euro). Die Gesamtbezüge der früheren Vorstandsmitglieder betrugen 736,1 Tsd. Euro (im Vorjahr 263,8 Tsd. Euro). Dafür bestanden Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.216,6 Tsd. Euro (im Vorjahr 2.218,1 Tsd. Euro). Zum Bilanzstichtag bestanden Forderungen in Höhe von 246,4 Tsd. Euro (im Vorjahr 455,4 Tsd. Euro) aus Krediten der DZB BANK GmbH an Organmitglieder. Die Darlehen wurden mit Sätzen zwischen 7,27 Prozent und 8,27 Prozent verzinst. Mitgliederbewegung bei der ANWR GROUP eG
Der Geschäftsanteil beträgt 1.000 Euro. Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich um 525,0 Tsd. Euro verringert. Eine Nachschusspflicht besteht nicht. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung für den ANWR Konzern nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben. Anteilsbesitz Konsolidierte Gesellschaften
1) Trägerunternehmen sind die ANWR GROUP eG
und weitere Konzernunternehmen.
Assoziierte Unternehmen
Wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidierte Gesellschaften
1) in Liquidation
Wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidierte assoziierte Unternehmen
1) Eigenkapital und Jahresergebnis aus dem
Geschäftsjahr 2021
Sonstige Beteiligungen
1) Eigenkapital und Ergebnis in Mio. Euro.
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbands lauten: Genoverband e.V. (vormals Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V.) Ludwig-Erhard-Allee 20 40227 Düsseldorf Mitglieder des Vorstands der ANWR GROUP eG Frank Schuffelen (Vorsitzender des Vorstands) Tobias Eichmeier Martina Novotny (seit 1. Juli 2023) Matthias Grevener (bis 30. September 2023) Fritz Terbuyken (bis 19. Juni 2023) Franz Klimesch, nebenamtlich Mitglieder des Aufsichtsrats der ANWR GROUP eG Holger Baierl, Karlsruhe, Aufsichtsratsvorsitzender Christian Bode, Reinbek, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Hayo Galipp-Le Hanne, Gifhorn Tom van Geemen, Epe/Niederlande Britta Goertz, Espelkamp Ingo Hänel, Metzingen Franz Herrlein, Reit im Winkl Hanno Reutterer, Bludenz/Österreich Klaus Rollmann, Göppingen Claude Steinmetz, Strasbourg/Frankreich Thomas Tiefenbacher, Oetwil an der Limmat/Schweiz Ulrich Volk, Elzach
Mainhausen, 28. März 2024 Der Vorstand Frank Schuffelen Tobias Eichmeier Martina Novotny Franz Klimesch Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersPrüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ANWR GROUP eG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der ANWR GROUP eG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 14 Abs. 1 PublG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 14 Abs. 1 PubIG in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 8. Mai 2024 Genoverband e. V. Ralph Kuhn, Wirtschaftsprüfer Katharina Braun, Wirtschaftsprüferin Beschlussfassung zum aufgestellten Jahresabschluss, zum Jahresergebnis sowie über den Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2023Der Jahresabschluss der ANWR GROUP eG bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie der Lagebericht wurden vorgestellt und besprochen. Der Konzernabschluss bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang sowie der Lagebericht wurden vorgestellt, besprochen und im Anschluss daran vom Aufsichtsrat gebilligt. Der Vorstand schlägt der Generalversammlung vor, das Jahresergebnis der ANWR GROUP eG unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags wie folgt zu verwenden:
Der Aufsichtsrat nimmt den Vorschlag des Vorstands zustimmend zur Kenntnis. Der Jahresabschluss der ANWR GROUP eG wird der Generalversammlung zur Feststellung vorgelegt.
Mainhausen, 30.04.2024 |
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