Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 10655
Vorher
Verotec GmbHStoVerotec GmbH
Eingetragen
25.7.1989
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Glasfasern und Waren darausHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Werkstoffen und Bauteilen, deren Basis vorzugsweise aus Blähglasgranulat besteht und von damit zusammenhängenden Fertigungen und Leistungen,

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Jurock
seit 13.8.2002
Prokura
Dirk Franz
seit 13.8.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
STO SE & Co. KGaA
Germany
6.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Verotec GmbH

Lauingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlage des Unternehmens

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

4. Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage

5. Chancen- und Risikobericht

6. Prognosebericht

1. Grundlage des Unternehmens

Die Verotec GmbH entwickelt und produziert innovative und nachhaltige Leichtfüllstoffe, Leichtbauplatten, Leichtbauelemente und Leichtbausysteme für kreative Fassaden, Innenräume, Schiffbau und Industrie. Diese werden größtenteils über die Konzernunternehmen vermarktet, aber auch der Direktvertrieb gewinnt immer mehr an Bedeutung.

Gesteuert wird das Unternehmen u.a. anhand der Leistungsindikatoren Umsatzerlöse sowie Ergebnis vor Steuern (EBT) nach IFRS.

2. Geschäfts- und Rahmenbedingungen:

Von den Gesamtnettoerlösen in Höhe von 39,97 Mio. €, die gegenüber dem Vorjahr um 12% angestiegen sind, belaufen sich die Nettoerlöse aus Warenlieferungen auf 38,46 Mio. €. Hiervon ist der Inlandsmarkt mit ca. 17,75 Mio. € (46%) der größte Einzelmarkt. 13,46 Mio. € entfallen auf Umsätze mit der Muttergesellschaft, 0,27 Mio. € auf Umsätze mit anderen inländischen Sto-Gesellschaften und 4,02 Mio. € auf den Direktvertrieb. Der Auslandsanteil bei den Verbundgesellschaften beträgt ca. 18,16 Mio. €. Die größten Märkte befinden sich in Skandinavien (rd. 6,15 Mio. €) und Frankreich (rd. 3,68 Mio. €). Der Direktumsatz im Ausland beträgt rd. 2,55 Mio. €.

Wie beschrieben hat die Verotec GmbH in Deutschland den größten Einzelmarkt. Für die Geschäftsentwicklung ist daher die Inlandskonjunktur ein wesentlicher Bestandteil.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) preisbereinigt um 0,3 %, während es 2022 noch um 1,8 % zugenommen hatte. Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumenten. Zudem verlor der Welthandel an Dynamik mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des Russland-Ukraine-Konflikts extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Auch die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen, ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland waren laut Destatis verantwortlich für das Minus.

Einbußen gab es vor allem im produzierenden Gewerbe, das gegenüber dem Vorjahr deutlich um 2,0 % schrumpfte. Viele Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten dagegen ausweiten und stützten die Konjunktur 2023. Auf der Nachfrageseite nahm der private Konsum preisbereinigt um 0,8 % ab, was vornehmlich auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen war. Auch der Staat reduzierte 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben. Hauptgrund für das Minus von 1,7 % war der Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen.

Im deutschen Bauhauptgewerbe verringerten sich die realen (preisbereinigten) Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr nach Destatis-Angaben 2023 um 4,4 %. Nominal lagen sie aufgrund der in der ersten Jahreshälfte stark gestiegenen Baupreise 3,3 % über dem Vergleichsniveau. Während der Tiefbau leichte Zuwächse verzeichnete, gingen die realen Auftragseingänge im Hochbau um insgesamt 11,4 % zurück (nominal +5,0 %). Die größten Einbußen meldete Destatis im Wohnungsbau mit real minus 19,8 % (nominal: -13,4 %). Die realen Umsätze im deutschen Bauhauptgewerbe nahmen gegenüber 2022 um 3,3 % ab, nominal wuchsen sie um 3,5 %. Neben den hohen Preisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Zinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten: Die Zahl der Baugenehmigungen sank hier gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 26,6 %. Der Neubau von Einfamilienhäusern reduzierte sich laut Destatis um 39,1 %, bei den Zweifamilienhäusern hat sich die Zahl sogar fast halbiert. Im Segment Mehrfamilienhäuser, der Gebäudeart mit den insgesamt meisten Wohnungen in Deutschland, wurden 25,1 % weniger Genehmigungen erteilt als im Vorjahr.

3. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft:

Die oben beschriebenen Leistungsindikatoren, entwickelten sich wie geplant. So konnten die Nettoumsatzerlöse nach IFRS gegenüber 2022 um 11,8% auf 38,46 Mio. € gesteigert werden, was die im Vorjahr getroffene Prognose eines Wachstums im zweistelligen Prozentbereich bestätigte. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) und vor Erträgen/Aufwendungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Sto BTV GmbH lag nach IFRS mit + 1.229 T€ deutlich über dem des Vorjahres (- 236 T€) sowie über dem Plan (+ 1.012 T€) und konnte somit ebenfalls die im Vorjahr prognostizierten Entwicklungen erreichen.

Die weiteren Ausführungen beziehen sich auf den vorliegenden Jahresabschluss gemäß HGB.

Die monatliche Umsatzentwicklung im Berichtsjahr zeigte sich sehr uneinheitlich. Erfreulicherweise konnte jedoch mit 4,055 Mio. Euro im Juni ein neuer Monatsrekord in der Unternehmenshistorie erreicht werden. Probleme bereiteten uns häufige Produktionsumstellungen in der Plattenproduktion sowie zunehmende Lieferzeiten für unsere Dekoprofile. Durch geeignete Managementmaßnahmen und Investitionen gelang es uns aber immer wieder, die Produktions- und Lieferfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Produktion:

Im ersten Halbjahr des Berichtsjahres waren die Herausforderungen durch die Lieferantenumstellung bei unserem Hauptrohstoff noch deutlich spürbar. Durch die Erhöhung der Produktionskapazitäten seitens des Lieferanten verbesserte sich die Situation ab dem 3. Quartal deutlich, so dass der Produktionsprozess reibungslos stattfinden konnte.

Aufgrund der erfreulichen Entwicklung des Auftragseinganges im Bereich der Dekoprofilproduktion, kam es ab Juni zu deutlich längeren Lieferzeiten. Durch gezielte Auftragsauslagerungen konnten trotzdem alle Kunden zufriedengestellt werden. Durch die erfolgreiche Umsetzung einer Großinvestition in diesem Bereich, konnten inzwischen die eigenen Kapazitäten so erhöht werden, dass wieder eine vollumfängliche Inhouse-Produktion möglich ist.

Hinsichtlich des Personaleinsatzes im Produktionsbereich gelang die Anpassung an die Absatzsituation durch flexible Arbeitszeitmodelle und den teilweisen Einsatz von Leiharbeitnehmern.

Entwicklung:

Schwerpunkte waren die Forschung an neuen Bindemittelsystemen sowie die Entwicklung von neuen Akustikplatten um Zukaufprodukte durch Eigenentwicklungen ersetzen zu können. Für beide Bereiche gibt es nun weiterführende Erkenntnisse.

Alle Entwicklungen basieren auf dem Ansatz einer ressourcenschonenden Rohstoffverwendung.

Marketing / Vertrieb:

Im Direktvertrieb lag der Schwerpunkt auf dem Ausbau von Bestandskunden sowie der Kundenneugewinnung.

Im Auslandsvertrieb waren wir bestrebt, die konzerninternen Einheiten im technischen Projektvertrieb maximal zu unterstützen. Aber auch das Geschäft mit unseren Direktkunden konnte im Vergleich zum Vorjahr ausgebaut werden.

Im Vorgriff auf das Jahr 2024 erarbeiteten wir diverse Konzepte zur Vermarktung von Produktneuheiten.

Im Bereich des Marketings lagen die Schwerpunkte auf der Forcierung des Bekanntheitsgrades mittels Social Media und dem Arbeitgebermarketing.

Einkauf:

Verglichen mit dem Vorjahr hatten wir hinsichtlich der Lieferzuverlässigkeit eine stabilere Einkaufssituation. Allerdings gingen die Einkaufskosten für Produkte mit energieintensiver Herstellung deutlich nach oben. Diese Steigerungen konnten teilweise durch die Reduktion der Bezugskosten anderer Einsatzstoffe kompensiert werden.

Personal:

Unterjährige Personalabgänge wurden nur punktuell ersetzt. Auftragsspitzen wurden durch Leiharbeitnehmer abgedeckt.

Generell stellt sich die Gewinnung von fachlich qualifiziertem Personal auch bei der Verotec GmbH als zunehmend schwierig dar.

Die Ausbildungsaktivitäten wurden weiter forciert.

Stichtagsbezogen waren zum 31.12.2023 bei der Verotec GmbH 145 Mitarbeiter beschäftigt.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage:

Gegenüber dem Vorjahr ergab sich eine Erhöhung der Bilanzsumme um rd. 3,3 Mio. EUR, was einer Steigerung von 12,0 % entspricht. Die Anteile des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrugen rund 62% (Vj. 65%). Dabei hat sich das Sachanlagevermögen im Wesentlichen durch die Investitionen in Gebäude, Maschinen- und Silotechnik um rd. 1,2 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt bei 39% (Vj. 39%).

Das Vorratsvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,9%. Dem Aufbau im Rohstoffbereich sowie den Fertigerzeugnissen, stand ein Bestandsabbau bei den Handelswaren gegenüber.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen gegenüber dem Vorjahr um ca. 25%, was vor allem auf die Steigerungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowohl gegenüber Dritten als auch gegenüber den Verbundgesellschaften zurückzuführen ist.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich im Vorjahresvergleich vor allem durch den gestiegenen Kapitalbedarf aufgrund der durchgeführten Investitionen erhöht.

Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft war durch das operative Geschäft abgedeckt. Es mussten keine Fremdmittel bei Dritten aufgenommen werden. Die Finanzierung erfolgt über ein Darlehen der Muttergesellschaft, sowie das Cash Pooling mit der Muttergesellschaft. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 3,54 Mio. €.

Wesentliche Investitionen in 2023 betreffen ein Bearbeitungszentrum sowie geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau für den Umbau der Silotechnik und die Erweiterung des Blocklagers.

Die Herausforderung hinsichtlich der Ergebnisentwicklung der Verotec GmbH lag vor allem darin, durch Kosteneinsparungen die Auswirkungen der zum Teil massiv gestiegenen Einkaufspreise insbesondere im Energiesektor auszugleichen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge steigerten sich gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund möglicher Auflösungen von Rückstellungen sowie von Energiesteuererstattungen für das Vorjahr und Patentgebühren.

Wie bereits beschrieben, konnten die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Erhöhten Aufwendungen bei den Rohstoffen und bezogene Leistungen standen geringere Aufwendungen bei den Handelswaren und Verpackungen gegenüber. Da es entgegen dem Vorjahr gelang, die Kostensteigerungen über die Preise weiterzugeben, verringerte sich die Materialaufwandsquote bereinigt um die Energiekosten auf 50,9% (Vj. 53,6%).

Trotz zurückhaltender Ersatz- und Neueinstellungen lag der absolute Aufwand für die Löhne und Gehälter der Stammmitarbeiter insbesondere aufgrund tariflicher Einmalzahlungen und Tarifsteigerungen deutlich über dem Vorjahr. Dies konnte zwar teilweise durch eine gegenüber dem Vorjahr geringere Zuführung zu den Pensionsrückstellungen kompensiert werden, dennoch lag der gesamte Personalaufwand noch um 1,9 % über dem Vorjahresniveau. Die Personalaufwandsquote sank auf 25,5 % (Vj. 28,4%).

Notwendige Instandhaltungsmaßnahmen, die zum Teil aus Verschiebungen des Vorjahres resultierten, sorgten für einen Anstieg des Betriebsaufwandes um 15,2 % gegenüber dem Vorjahr.

Durch die im Berichtsjahr vorgenommene Verschiebung des Ausweises der Energiekosten in den Materialaufwand verringerte sich der Verwaltungsaufwand um 49,4% gegenüber dem Vorjahr. Ohne diese Änderung des Ausweises wäre der Verwaltungsaufwand aufgrund der Preissteigerungen bei Strom und Gas um 79,0 % gestiegen.

Insbesondere die erhöhten Ausgangsfrachten sorgten dafür, dass die gesamten Vertriebsaufwendungen über dem Niveau des Vorjahres lagen.

Konsequentes Debitorenmanagement im Direktvertrieb führte dazu, dass keine Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen notwendig war.

Die höheren Dienstleistungsverrechnungen seitens der Gesellschafterin sowie der erhöhte Zuführungsbedarf für Garantieleistungen sorgten dafür, dass die übrigen Aufwendungen über der Höhe des Vorjahres lagen.

Durch die deutliche Zurückhaltung bei der Neuinvestitionstätigkeit lagen die Abschreibungen unterhalb des Vorjahresniveaus.

Zusammen mit der Gewinnübernahme der Sto BTV GmbH wurde ein Jahresüberschuss nach Steuern in Höhe von 1.172 T€ erzielt. Dieser wird mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen.

5. Chancen- und Risikobericht:

Die Verotec GmbH ist in das Risikomanagementsystem der Sto Gruppe eingebunden. Als international tätiges Unternehmen stehen wir regelmäßig Risiken und Chancen gegenüber. Grundsätzlich definieren wir Chancen und Risiken als mögliche Abweichung vom geplanten Ergebnis. Deren zielorientierte Steuerung gehört zu den grundlegenden Bestandteilen unserer Unternehmensführung und ist von wesentlicher Bedeutung für die langfristig positive Entwicklung unseres Unternehmens.

Die nachfolgend beschriebenen Risiken und ihre möglichen Auswirkungen auf unser Unternehmen bilden keine abschließende Darstellung von Risiken, denen wir ausgesetzt sind. Auch Risiken, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts nicht bekannt waren oder unwesentlich erschienen, könnten unsere Geschäftsaktivitäten künftig beeinträchtigen.

Die Risiken, die sich nachteilig auf die Geschäftsentwicklung und das prognostizierte Ergebnis auswirken können, haben sich zum Vorjahr nicht verändert und betreffen im Wesentlichen folgende Risiken:

Risiken bei der Beschaffung von Rohstoffen, Zukaufprodukten und Energie

Die Verotec verwendet zur Herstellung seiner Produkte Rohstoffe wie Blähglasgranulat, Perlite, Harz und Härter. Risiken könnten sich aus Konzentrationstendenzen auf den Beschaffungsmärkten, aus fehlender Kapazität beziehungsweise fehlender Anlagenverfügbarkeit der Lieferanten, aus nicht ausreichender Verfügbarkeit von Ausgangsrohstoffen oder relevanter Energieträger wie beispielsweise Erdgas oder Strom für die Herstellung von Rohstoffen oder Zukaufprodukten und unseren Eigenerzeugnissen, aus politischen Unruhen, kriegerischen Handlungen -insbesondere aus dem derzeitigen Russland-Ukraine-Konflikt -, zunehmenden Handelshemmnissen oder Naturkatastrophen und daraus resultierenden Verzögerungen oder Unterbrechungen der Belieferung von Verotec ergeben. Darüber hinaus kann eine erhöhte Nachfrage nach bestimmten Rohstoffen und Waren Lieferengpässe bewirken.

Beeinträchtigungen in der Warenversorgung können für die Verotec auch durch Behinderungen oder Störungen in der Logistikkette resultieren, beispielsweise aus Erschwerungen im Grenzverkehr, fehlenden Transportkapazitäten oder -behältnissen wie Seecontainern sowie eingeschränkter oder fehlender Treibstoffversorgung.

Eine Unterbrechung der Waren- und Energieversorgung der Verotec GmbH kann zu Einschränkungen oder zur Undurchführbarkeit der Produktionstätigkeit führen. Beispielsweise wäre die Produktionsfähigkeit der Verotec GmbH unmittelbar von Lieferbeschränkungen und Lieferstopps des Energieträgers Gas betroffen. Darüber hinaus benötigen wir für die Produktions-Logistik- und Verwaltungsbereiche den Energieträger Strom und wären von einer Unterbrechung der Stromversorgung ("Blackout") direkt betroffen.

Die Beeinträchtigungen können zu Lieferengpässen bis hin zu Lieferstopps für davon betroffene Produkte mit den entsprechenden negativen Folgen für den Umsatz und die Ertragslage des Unternehmens führen.

Den detektierten Risiken begegnen wir durch eine vorausschauende Beschaffungsplanung, frühzeitige Kontraktabschlüsse mit unseren Partnern und Zulieferern, konsequentem Mehrlieferantenprinzip wo notwendig, internationalem Sourcing und einer situativ angepassten Vorratshaltung. Die Substitutionsmöglichkeiten von Energieträgern werden geprüft und soweit möglich zeitnah realisiert. Sofern Risiken konkret eintreten, werden unverzüglich situativ angepasste Task-Forces etabliert, die fokussiert adäquate Maßnahmen definieren und umsetzen, um die Auswirkungen der eingetretenen Risiken zu minimieren.

Absatzrisiken

Die Verotec GmbH ist mit seinen Produkten erheblich von der Entwicklung der Baubranche in Deutschland abhängig. Die insbesondere durch die Beschaffungspreisexplosion im Jahr 2022 verursachte deutliche Verteuerung von Bau- und Renovierungsmaßnahmen sowie das erheblich gestiegene Zinsniveau könnten zu einer mindestens temporär spürbaren Investitionszurückhaltung der Immobilienbesitzer und somit zur zeitlichen Verschiebung geplanter Bauprojekte führen. Diesem versuchen wir durch frühzeitige Informationsgewinnung und Forecasts entgegen zu steuern.

Darüber hinaus begegnen wir den genannten Risiken im Wesentlichen durch die Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit, die für eine regionale Diversifizierung sorgt und uns unabhängiger von Schwankungen in einzelnen Ländern macht.

Abhängigkeit von Witterungsbedingungen

Ein großer Teil der Verotec-Produkte wird im Außenbereich angewendet, so dass deren Verarbeitung von den Witterungsbedingungen abhängig ist, die wir nicht beeinflussen können. Insbesondere strenge und lange Winter zu Beginn beziehungsweise am Ende eines Kalenderjahres verursachen möglicherweise Umsatzeinbußen, die sich aufgrund der begrenzten Verarbeitungskapazitäten unter Umständen nicht vollständig aufholen lassen. Umgekehrt können sich günstige Wetterbedingungen positiv auf den Geschäftsverlauf auswirken.

Geopolitische Risiken

Mögliche politische Konflikte oder kriegerische Auseinandersetzungen können die Marktbedingungen oder den Marktzugang in den betroffenen Märkten und die Versorgung mit relevanten Rohstoffen und Zukaufprodukten aus diesen Regionen sowie die Nutzung von Transportrouten erschweren oder unmöglich machen.

Durch die Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine und die daraus resultierenden kriegerischen Handlungen haben sich die geopolitischen Risiken insgesamt deutlich erhöht.

Verotec bezieht jedoch unmittelbar aus Russland und der Ukraine keine Rohstoffe und Zukaufprodukte. Auch wurden seit Beginn des Ukraine-Krieges keine Lieferungen nach Russland mehr getätigt.

Die weitere Entwicklung hinsichtlich der Auswirkungen des Krieges ist derzeit kaum seriös einschätzbar. Es können signifikante Wachstumseinbußen entstehen. Zudem entstehen durch den Konflikt und die resultierenden Sanktionsmaßnahmen neue geopolitische Szenarien bis hin zu einer deutlichen zeitlichen oder gar geografischen Ausweitung des Konflikts.

Durch die stetige Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit, die das unternehmerische Risiko streut und Schwankungen in einzelnen Ländern teilweise ausgleicht, ist die Verotec GmbH regional gut differenziert aufgestellt.

IT-Risiken

Ein wesentlicher Teil der Geschäftsprozesse sowie Interaktionen mit Kunden und Geschäftspartnern basiert auf informationstechnischen Systemen und Komponenten. Die Verotec GmbH ist hierbei in die Kernsysteme des Sto-Konzerns wie z.B. SAP und Microsoft voll integriert. Störungen wie Systemausfälle, Angriffe auf die Netzwerke, der Verlust oder die Manipulation von Daten können die Prozesse gefährden und Umsatzrückgänge sowie Reputationsverluste nach sich ziehen. Den Risiken wird durch ein aktives Informationssicherheitsmanagementsystem (ISMS) begegnet, das die Risiken detektiert. Hieraus werden zentral Maßnahmen abgeleitet und überwacht.

Durch die umgesetzten und geplanten Maßnahmen wird für eine maximale Kontinuität sowie Verfügbarkeit der Systeme gesorgt. Darüber hinaus werden zur Vermeidung unbefugten Zugriffs auf die Informationssysteme u.a. am Markt verfügbare state-of-the-art IT-Security-Lösungen eingesetzt. Schulungsmaßnahmen sowie Veröffentlichungen zum Thema Cyber Security und Phishing in den unternehmensinternen Kommunikationsmedien unterstützen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Erkennen und Umgang mit Bedrohungen.

Sonstige Risiken

Liquiditätsrisiken bestehen nach unserer Ansicht nicht. Neben dem operativen Cash-Flow sind wir im Wesentlichen über die Sto SE & Co. KGaA mittels Cash-Pooling finanziert, so dass jederzeit ausreichende Liquidität gewährleistet ist.

Ausfallrisiken versuchen wir über unser Debitorenmanagement sowie über regelmäßige Bonitätsprüfungen unserer Kunden zu minimieren.

Gesamtrisiko-Position

Nach Bewertung der aktuellen und künftigen potenziellen Einzelrisiken sowie unter Berücksichtigung der eingeleiteten Gegenmaßnahmen kommt die Geschäftsführung der Verotec GmbH zu dem Urteil, dass derzeit keine bewertbaren Risiken zu erkennen sind, die zu einer dauerhaften und wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens führen könnten.

Chancen

Langfristig schätzen wir die Chancen aufgrund unserer Geschäftstätigkeit größer ein als die Risiken.

Unsere Produkte steigern aufgrund der hervorragenden technischen Eigenschaften den Werterhalt von Gebäuden. Darüber hinaus bieten sie nahezu unbegrenzte gestalterische Möglichkeiten. Der schon immer bevorzugte Einsatz von recycelten und nachwachsenden Rohstoffen sowie die Wiederverwendung von Materialien hat auch in unserer Entwicklungstätigkeit höchste Priorität. Darauf aufbauend sehen wir durch kundenspezifische Produktneu- und -weiterentwicklungen und damit verbundener Ergänzung unseres Produktportfolios weitere Entwicklungsmöglichkeiten.

Nicht nur in Deutschland fehlt derzeit ausreichender Wohnraum. Dies wird aus unserer Sicht perspektivisch zu zusätzlichen Neubaumaßnahmen führen, was für die Verotec GmbH zu zusätzlichen Chancen führen kann.

Ebenso bestehen Chancen zur weiteren Optimierung sowohl unserer Produktions- als auch anderer Unternehmensprozesse. Dies soll insbesondere durch die Fortführung des laufenden Digitalisierungsprozesses erreicht werden.

6. Prognosebericht:

Nach dem über Erwarten robusten Verlauf im zweiten Halbjahr 2023 hob der IWF im Januar seine Prognose gegenüber der Oktober-Schätzung um 0,2 %-Punkte an und erwartet für das laufende Jahr nun ein globales Konjunkturwachstum von 3,1 %. Allerdings liegt die Steigerung deutlich unter dem historischen Wachstum der Jahre 2000 bis 2019 von durchschnittlich 3,8 %, was laut IWF unter anderem mit der restriktiven Geldpolitik vieler Notenbanken, weniger fiskalischer Unterstützung und einem geringeren Produktivitätswachstum zusammenhängt. Risiken bestehen in den geopolitischen Spannungen sowie in Naturkatastrophen, die zu Störungen in der Lieferkette führen könnten. Auch eine möglicherweise länger anhaltende Inflation mit entsprechenden Maßnahmen der Notenbanken und eine Verstärkung der Immobilienkrise in China könnten negative Auswirkungen haben. Für die Euro-Zone prognostiziert der IWF ein Plus von 0,9 %.

Das deutsche BIP wird nach Ansicht der Währungsfonds 2024 nur minimal um 0,5 % wachsen. Als Hauptgründe für die schwache Entwicklung werden die geringe Binnennachfrage sowohl der privaten Haushalte als auch der Unternehmen genannt, die derzeit nicht durch Exporte ausgeglichen werden kann, sowie die strenge Schuldenbremse, die notwendige staatliche Investitionen reduziert.

Der reale Umsatzrückgang im deutschen Bauhauptgewerbe wird sich 2024 nach Schätzungen des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie e.V. von 5,5 % im Vorjahr auf 3,5 % abschwächen. Einer der Gründe ist demnach die Entwicklung der Baupreise. Legten diese 2023 um etwa 7 % zu, wird im laufenden Jahr eine leichte Verringerung um 1 % erwartet. Mit einem weiteren Umsatzeinbruch um real 12 % rechnet der Verband im Wohnungsneubau, der vor allem von der Zinsentwicklung auf dem Kapitalmarkt gehemmt wird. Die höheren Finanzierungskosten belasten sowohl potenzielle Eigenheimbauer als auch den Mietwohnungsbau, da sich die Renditeerwartungen verringern. Die erheblichen Einbußen beim Neubau dürften nur in geringem Umfang von Sanierungsmaßnahmen aufgefangen werden, die vor allem aufgrund des angekündigten stabilen Fördervolumens bei der energetischen Sanierung, der hohen Energiepreise sowie der Versorgungsängste beim Bezug von Energie voraussichtlich weiter zulegen.

Hinsichtlich der beschriebenen Leistungsindikatoren rechnen wir in 2024 mit einer Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Prozentbereich. Wachstumschancen sehen wir insbesondere durch Produktneu- und -weiterentwicklungen, sowohl für den Inlands- als auch Auslandmarkt. Der EBT wird im Wesentlichen von den Auswirkungen der derzeit unsicheren Lage im Beschaffungsmarkt und Energiesektor abhängen, wird sich aber aus heutiger Sicht leicht unter demNiveau des Berichtsjahres bewegen.

 

Lauingen, 27.03.2024

Die Geschäftsführung

Dirk Franz

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 391
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.240.632 10.659.272
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.702.360 5.058.304
3. Andere Anlagen sowie Betriebs- u. Geschäftsausstattung 858.329 783.410
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 3.359.724 1.427.843
19.161.044 17.928.829
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
19.161.044 17.929.220
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.404.191 1.157.714
2. Unfertige Erzeugnisse, sonstige Leistungen 569.309 563.448
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 3.528.322 3.474.546
5.501.822 5.195.708
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 826.887 665.677
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.530.975 2.746.303
3. Sonstige Vermögensgegenstände 707.130 650.567
5.064.992 4.062.547
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.123.672 355.326
11.690.487 9.613.581
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.272 44.740
30.885.803 27.587.541

Passiva

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.067.751 3.067.751
II. Kapitalrücklage 6.000.000 6.000.000
III. Gewinnrücklagen 2.289.700 2.289.700
IV. Bilanzverlust/Bilanzgewinn 601.627 -570.471
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.013.645 3.912.007
2. Steuerrückstellungen 119.948 0
3. Sonstige Rückstellungen 1.894.776 1.462.912
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 839.607 565.771
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.956.025 10.754.693
3. Sonstige Verbindlichkeiten 102.724 105.177
12.898.356 11.425.642
30.885.803 27.587.541

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 18.553.891 16.607.876
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -8.615.710 -8.147.822
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.640.639 -1.915.625
davon für Altersversorgung EUR 88.924 (Vj. EUR 430.650)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.890.460 -2.209.503
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.604.363 -4.571.044
5. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 237.868 0
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.899 2.486
7. Verlustübernahme aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages 0 -210.904
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -413.573 -183.021
davon aus Aufzinsung EUR 75.678 (Vj. EUR 71.431)
davon an verbundene Unternehmen EUR 337.724 (Vj. EUR 111.590)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -459.815 9.780
10. Ergebnis nach Steuern 1.172.098 -617.778
11. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag (-) 1.172.098 -617.778
12. Verlustvortrag (-) / Gewinnvortrag -570.471 47.307
13. Bilanzverlust (-)/ Bilanzgewinn Bilanzgewinn / Bilanzverlust (-) 601.627 -570.471

Anhang für 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die Verotec GmbH, mit Sitz in Lauingen/Donau, ist im Handelsregister des Amtsgerichts Augsburg, mit der Firma Verotec GmbH, unter der Nummer HRB 10655 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen sowie um eventuelle Fördermittel vermindert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 2.000,00, sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr Abgang bis zu einem Netto-Einzelwert von 500,00 € im Folgejahr wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Für Pressformen besteht ein Festwert in Höhe von TEUR 266 (Vj. TEUR 274).

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu gleitenden durchschnittlichen Bezugspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen unter Berücksichtigung von Bezugsnebenkosten wie Fracht, Verpackung, etc.. Nachlässe (Boni, Skonti etc.) sind abgesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, in Abhängigkeit der Fertigungsdauer anteilige Fertigungslöhne sowie Fertigungs- und Materialgemeinkosten und Abschreibungen berücksichtigt. Fremdkapitalzinsen sowie Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Projected Unit Credit-Verfahren unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,83% (Vj. 1,78%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,00% (Vj. 3,00%) und erwartete Rentensteigerungen mit 2,10% (Vj. 2,00%) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 3,40% (Vj. 3,30%) berücksichtigt. Das Renteneintrittsalter beträgt 65 Jahre.

Die Steuerrückstellungen und Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit vom mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel nachfolgend dargestellt.

Die Anteile an verbundenem Unternehmen betreffen die Beteiligung an der Sto BTV GmbH, Stühlingen. Die Verotec hält zum 31. Dezember 2023 100 % des Stammkapitals von TEUR 100. Die Sto BTV GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 238 (Vj. TEUR -211), der von der Verotec auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages übernommen wurde. Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.300 (Vj. TEUR 4.300).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.293 (Vj. 2.745) sowie sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 238 (Vj. 1).

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen die Alleingesellschafterin Sto SE & Co. KGaA in Höhe von TEUR 638 (Vj. TEUR 833) enthalten.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 76 (Vj. TEUR 336) und unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verpflichtungen im Personalbereich und Gewährleistungen.

Die pauschale Garantierückstellung errechnet sich wie im Vorjahr mit 0,9 % aus den nicht mit inländischen verbundenen Unternehmen getätigten Umsätzen. Einzelrisiken waren im Gesamtwert von TEUR 515 (Vj. TEUR 423) zu berücksichtigen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr ausnahmslos eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 129 (Vj. TEUR 104) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 11.827 (Vj. TEUR 10.651). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber der Alleingesellschafterin Sto SE & Co. KGaA in Höhe von TEUR 11.664 (Vj. TEUR 10.487) enthalten.

Restlaufzeit

Verbindlichkeiten
in TEUR
Gesamt 31.12.2023 Bis 1 Jahr Mehr als 1 Jahr Davon mehr als 5 Jahre Gesamt 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 840 840 0 0 566
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.956 11.956 0 0 10.755
Sonstige Verbindlichkeiten 103 103 0 0 105
- davon aus Steuern 89 89 0 0 85
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 0 0

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 227 (Vj. TEUR 237). Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs- und Leasingverträgen. Diese enden zwischen 2024 und 2028.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Der Posten betrifft im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 110) sowie neutrale (TEUR 53) und periodenfremde Erträge (TEUR 82). Die Erträge aus Währungsumrechnung betrugen TEUR 0 (Vj. TEUR 0).

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind TEUR 89 für die Altersversorgung enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Bei dem Ausweis handelt es sich im Wesentlichen um übliche Verwaltungs-, Vertriebs- und Betriebsaufwendungen. Der Posten enthält Aufwand für Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 765. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen gibt es nicht. Die Aufwendungen aus der Währungsumrechnung betrugen TEUR 0 (Vj. TEUR 0).

Zinsergebnis

Das Zinsergebnis enthält Zinsaufwand mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 338, sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 76 aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Zinserträge sind in Höhe von TEUR 5 enthalten.

Sonstige Angaben

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Anzahl Vorjahr
Angestellte Arbeitnehmer 62 61
Gewerbliche Arbeitnehmer 75 74
137 135
Auszubildende 7 7
GESAMT 144 142

Mitglieder der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2023 war als Geschäftsführer bestellt

 

Herr Dirk Franz, Saarbrücken, Dipl.-Ingenieur

Unter Inanspruchnahme des § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe zu Bezügen des Geschäftsführers.

Ausschüttungssperre

In Höhe der folgenden Beträge ergibt sich gemäß § 268 Abs. 8 HGB aus Aktivierungen eine Ausschüttungssperre:

Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB: TEUR 76

Konzernverhältnis

Die Verotec ist ein Tochterunternehmen der Sto SE & Co. KGaA, Stühlingen und wird in deren Konzernabschluss für den kleinsten Konsolidierungskreis im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, der beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht wird und im zentralen Unternehmensregister (www.unternehmensregister.de) eingesehen werden kann. Dieser Konzernabschluß hat gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung, weshalb die Verotec GmbH keinen gesonderten Teilkonzernabschluss bzw. -Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 aufstellt.

Globale Mindestbesteuerung

Die Verotec GmbH fällt in den Anwendungsbereich der OECD Modellregelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2") und ist als Gesellschaft, die in den Konzernabschluss der Sto SE & Co. KGaA eingeschlossen wird, Teil der deutschen Sto-Mindeststeuergruppe. Die Pillar 2-Gesetzgebung wurde in Deutschland beschlossen und ist mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen.. Für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich daher keine Steuerbelastung aufgrund der globalen Mindestbesteuerung.

Auf die Verotec GmbH wird zukünftig grundsätzlich keine Steuermehrbelastung aus der nationalen Ergänzungssteuer entfallen, da sie weder oberste Muttergesellschaft noch Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe im Sinne der § 3 MinStG ist. Allerdings ist sie der Gruppenträgerin, die künftig entstehende Steuermehrbelastungen für alle in Deutschland belegenen Geschäftseinheiten zu tragen hat, zum Ausgleich für etwaige durch die Verotec GmbH verursachte nationale Ergänzungssteuerbeträge verpflichtet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beabsichtigt, nach Zustimmung durch die Gesellschafterversammlung, den Jahresüberschuss von 1.172.097,98 EUR wie folgt zu verwenden:

EUR
Jahresüberschuss 1.172.097,98
Verlustvortrag aus dem Vorjahr -570.471,02
Bilanzgewinn 601.626,96
Gewinnausschüttung 0,00
Vortrag auf neue Rechnung 601.626,96

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind haben sich nicht ergeben.

 

Lauingen, 27.03.2024

Die Geschäftsführung

Dirk Franz

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 21.679,17 0,00 0,00 0,00 21.679,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.825.749,28 7.140,76 0,00 0,00 24.832.890,04
2. Technische Anlagen und Maschinen 20.019.966,22 657.115,06 303.510,00 0,00 20.980.591,28
3. Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.332.413,41 222.716,86 0,00 308.265,12 3.246.865,15
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.427.842,77 2.235.390,96 -303.510,00 0,00 3.359.723,73
49.605.971,68 3.122.363,64 0,00 308.265,12 52.420.070,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.285.001,00 0,00 0,00 0,00 4.285.001,00
53.912.651,85 3.122.363,64 0,00 308.265,12 56.726.750,37
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibung
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 21.288,17 391,00 0,00 0,00 21.679,17
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.166.477,35 425.780,96 0,00 0,00 14.592.258,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.961.662,36 1.316.569,00 0,00 0,00 16.278.231,36
3. Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.549.003,32 147.719,14 0,00 308.186,02 2.388.536,44
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
31.677.143,03 1.890.069,10 0,00 308.186,02 33.259.026,11
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 4.285.001,00 0,00 0,00 0,00 4.285.001,00
35.983.432,20 1.890.460,10 0,00 308.186,02 37.565.706,28
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 391,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.240.631,73 10.659.271,93
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.702.359,92 5.058.303,86
3. Andere Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung 858.328,71 783.410,09
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.359.723,73 1.427.842,77
19.161.044,09 17.928.828,65
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
19.161.044,09 17.929.219,65

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Verotec GmbH, Lauingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Verotec GmbH, Lauingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Verotec GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 27. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Fortenbacher, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christof Guilliard, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 27.03.2024 festgestellt.

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