ERLAU AGLiquidiert
Erlau 16, 73431 Aalen, DEUStammdaten
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Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ERLAU AGAalenJahresabschuss zum Geschäftsjahr 01.07.2015-30.06.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016GeschäftstätigkeitGegenstand der ERLAU AG ist die Verarbeitung von Eisen, anderen Metallen, Holz und Kunststoff, insbesondere die Herstellung von Draht, Drahtstiften, Ketten, Stahlmöbeln, Erzeugnissen aus Drahtgittern und Rohrrahmen, humantechnischen Produkten und Ladeneinrichtungen sowie der Handel mit solchen Erzeugnissen. Markt- und UmsatzentwicklungDie Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2015/16 war durch die weltweit gedrückten Rohstoffpreise sowie die fortgeführte Neuausrichtung des Geschäftsbereiches Objekteinrichtungen geprägt. Damit konnten die Umsatzerlöse nicht an die Wachstumsplanungen anknüpfen und liegen mit 33.206 TEUR knapp unter den Umsatzerlösen des Vorjahres. Die weltweite Mining-Krise hat auch im laufenden Geschäftsjahr angehalten, so dass sich die Produktgruppe Reifenschutzketten (RS) dieser Entwicklung nicht entziehen konnte. Die Auswirkungen der abgeschwächten Wachstumsraten und Prognosen in den BRIC-Staaten sowie deren politische Rahmenbedingungen waren in der Geschäftsentwicklung deutlich wahrnehmbar. Die fortgesetzte Erschließung neuer Märkte und Zielgruppen sowie verstärkte Maßnahmen im Key-Account-Bereich trugen zu einer Stabilisierung der Wettbewerbsstellung von ERLAU bei. Der Auftragsbestand liegt aufgrund der nun schon im 3. Jahr anhaltend verhaltenen Geschäftsentwicklung auf niedrigem Niveau und beträgt zum Geschäftsjahresende weniger als zwei Monatsumsätze. Im Geschäftsfeld Dienstleistungen wurden die seitherigen Bereiche GL/GÜ zusammengefasst und es werden dort die wachsenden Umsätze aus dem Lohnfertigungsbereich der Oberflächentechnik abgewickelt. Im Geschäftsfeld Objekteinrichtungen (OE) liegen die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2015/16 um rund 1% unter dem Niveau des Vorjahres. Zum einen ist die Nachfrage aus dem öffentlichen Bereich wie Fußgängerzonen, Naherholungsanlagen und Parkanlagen aufgrund der kommunalen Haushaltslage nach wie vor verhalten und erfordert hohe Anstrengungen im Vertrieb. Darüber hinaus befinden sich die uns betreffenden Investitionen der Deutschen Bahn wie schon in den Vorjahren auf niedrigem Niveau. Wir fokussieren uns daher auf die strukturelle Veränderung der Marktbearbeitung mit innovativen Neuprodukten und Konzepten, um sowohl im Inland als auch in kaufkraftstarken Euro-Ländern wieder wachsen zu können. Darüber hinaus haben wir mit unseren Produkten erste Erfolge auch in Übersee erzielen können. Zum anderen trat bei der Umsetzung der Maßnahmen zur Neuausrichtung des Geschäftsbereiches in wichtigen Teilbereichen eine neuerliche Zeitverzögerung von mehr als sechs Monaten auf. Dadurch konnten wir nicht alle Neuprodukte in der erforderlichen Menge zur Verfügung stellen und die daraus entstehenden Umsatzpotenziale ausschöpfen. Zum Start in das neue Geschäftsjahr sind Maßnahmen zur Sicherung des notwendigen Projekterfolgs umgesetzt worden, die einen reibungslosen Ablauf in der Verfügbarkeit der Produkte gewährleisten sollen. Wesentliche Basis für die Realisierung der Umsätze in allen Geschäftsfeldem ist die Bereitstellung der entsprechenden Produktionskapazitäten. Unsere Produktionskapazität, ermittelt auf den Kapazitäten der bottle necks, ist im Durchschnitt mit rund 75 %-85 % ausgelastet. Zur Aufrechterhaltung des Kapazitätsangebotes und einer wirtschaftlichen Produktion betreiben wir eine umfangreiche Instandhaltung der technischen Anlagen und Maschinen, die zugleich auch Produktivitätsverbesserungen mit sich bringt. Im Zuge der stagnierenden Auslastung konnte die Produktivität durch Rationalisierungsmaßnahmen und Kostendegressionseffekte verbessert werden. Unser Produktivitätsindikator, die Wertschöpfung pro 1 EUR Personalkosten, liegt auf Basis der schwachen Volumenentwicklung bei 1,52 nach einem Vorjahreswert von 1,67. Alle Maßnahmen und Entwicklungen in den Geschäftsbereichen sind getragen durch den Grundgedanken, dass die Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt unserer Aktivitäten steht. Sie ist Basis für den wirtschaftlichen Erfolg und die zukünftige erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens. Wir wollen mit innovativen und qualitativ hochwertigen Produkten und Systemlösungen unseren Kunden ein vertrauenswürdiger Partner sein, der von Anfang an in alle Problemstellungen eingebunden wird. Dabei messen wir der Einhaltung der mit dem Kunden vereinbarten Liefertermine hohe Bedeutung zu. Unsere Liefertreue ist für uns ein wichtiger interner Indikator im Rahmen des Controllings zur Beurteilung unserer Kundenzufriedenheit. Im Geschäftsjahr 2015/16 hatten wir aufgrund des Umstellungsprozesses in unserem Produktportfolio einen Rückgang der Liefertreue auf 69 % (im Vorjahr bei 88 %) zu verzeichnen. InvestitionenInvestitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden in Höhe von 413 TEUR (im Vorjahr 326 TEUR) vorgenommen. Im Finanzanlagevermögen wurden im Berichtsjahr keine Investitionen vorgenommen (Vorjahr 215 TEUR). PersonalDie Anzahl unserer Mitarbeiter (FTE) lag im Durchschnitt des Geschäftsjahres bei 165 (im Vorjahr 173) Personen. Eine wesentliche Komponente unserer Personalpolitik ist die Fortbildung und Qualifizierung unserer Mitarbeiter. Dabei wird die betriebliche Ausbildung in den gewerblichen und kaufmännischen Berufsbildern bei der RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG in Aalen-Unterkochen durchgeführt. Unser Unternehmen ist nach ISO 9001:2008 zertifiziert und unser tägliches Handeln in Qualität, Umwelt, Gesundheits- und Arbeitsschutz ist darauf ausgerichtet, die Mitarbeiter und das Unternehmen vor Schaden zu bewahren und unsere Kunden in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen. In Verbindung mit attraktiven Entlohnungssystemen im Rahmen des Metalltarifvertrages binden wir qualifizierte Fach- und Führungskräfte an das Unternehmen. Die betriebliche Ausbildung sichert eine gesunde Altersstruktur und wir haben eine niedrige Fluktuation im Unternehmen. Forschung und EntwicklungIm Bereich der Forschung und Entwicklung wurde die Weiterentwicklung unserer Reifenschutzketten sowie die Entwicklung neuer Produkte im Bereich der Humantechnik und Möbel durchgeführt. Die Aufwendungen hierfür betrugen im Geschäftsjahr 763 TEUR. Dies entspricht 2,3 % der Umsatzerlöse (im Vorjahr 759 TEUR = 2,2 %). UmweltIm Rahmen unserer Verantwortung für die Umwelt tragen wir dafür Sorge, dass wir mit unseren Produkten und Produktionsverfahren die Umwelt so wenig wie möglich belasten und alle gesetzlichen Vorschriften und Auflagen erfüllen. Schwerpunkte unserer Arbeit sind dabei der Einsatz von unbedenklichen Oberflächenveredelungs- und Härteverfahren sowie die kontinuierliche Reduktion der eingesetzten Energiemengen bei Strom und Wasser sowie die Verringerung von Abfallprodukten in den Fertigungsprozessen. Die im Geschäftsjahr 2016/17 vorgesehenen Investitionen tragen wiederum zur Zielerreichung dieser Umweltziele bei. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageNachdem das Geschäftsjahr 2014/15 durch Maßnahmen zur Neuausrichtung geprägt war, stand im Geschäftsjahr 2015/16 die Fortführung dieser Maßnahmenpakete sowie die Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Kostensenkung und Prozessoptimierung im Mittelpunkt. Die Maßnahmenpakete in Markt und Vertrieb sowie Organisation und Technik wurden konsequent abgearbeitet, um die Wettbewerbsfähigkeit aller Geschäftsfelder aufrechtzuerhalten und auch in Zukunft sicherzustellen. Die Maßnahmen waren dabei immer an der langfristigen Ausrichtung, aufbauend auf der Unternehmensstrategie, orientiert. Nach einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 684 TEUR im Vorjahr haben wir im Geschäftsjahr 2015/16 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.198 TEUR zu verzeichnen, der einen positiven Sondereffekt aus dem Verkauf der ERLAU Bildmarke in Höhe von TEUR 1.075 enthält. Das EBT (Earnings before taxes/Ertrag vor Ertragsteuern), als unsere maßgebliche interne Steuerungsgröße, liegt bei -1.660 TEUR, dies entspricht einer EBT-Umsatzrendite von -5,0 %. Der Vorjahreswert lag bei einem EBT von -690 TEUR bzw. bei einer EBT-Umsatzrendite von -2,0 %. Dadurch beträgt die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2016 2,7 % bei einer leicht gestiegenen Bilanzsumme (Vorjahr 6,4 %). Unser Cash-Flow I (Jahresergebnis + Abschreibungen) hat sich dabei von +129 TEUR oder +0,4 % vom Umsatz im Vorjahr auf -397 TEUR oder -1,2 % vom Umsatz im laufenden Geschäftsjahr verändert. Unser dynamischer Verschuldungsgrad (Gesamt-Fremdkapital abzgl. flüssiger Mittel zu Cash-Flow I) hat sich von einem leicht positiven Wert im Vorjahr aufgrund des Cash Flow I wieder verschlechtert. In einem schwierigen Marktumfeld musste abermals im Durchschnitt ein signifikanter Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise gegenüber dem Vorjahr hingenommen werden und in Verbindung mit den Einkaufspreisen wurde ein negativer Ergebnisbeitrag erzielt. Gegenläufig wirkten dagegen die Gewinne aus Währungsumrechnung, insbesondere aus der Entwicklung des US-Dollars. Auch in 2015/16 lag ein weiteres Hauptaugenmerk auf dem Working-Capital-Management. Im Rahmen der Vorbereitungen zur Verbesserung der Lieferfähigkeit und der Umstellung von Artikelgruppen auf komplette Handelsware ist der Umschlagsfaktor mit durchschnittlich 6,0 unter den Vorjahreswert von 7,1 gesunken. Trotz der weiteren Anstrengungen im Bereich des Kreditmanagements der Kundenforderungen sind unter Berücksichtigung der strukturellen Zuwächse an Auslandsforderungen die durchschnittlichen Forderungslaufzeiten zum Bilanzstichtag auf 120 Tage angestiegen (im Vorjahr 108 Tage). Die in den Vorjahren angesetzten Bewertungsmaßstäbe, vor allem in Hinblick auf die Risiken im Bereich der Auslandsforderungen und den Vorräten mit hoher Reichweite, wurden beibehalten. Die Entwicklung der für uns relevanten Währungsrelationen hat im Geschäftsjahr zur Realisierung von Währungsgewinnen geführt. Dem Unterstützungsverein ERLAU-Hilfe e.V. wurden satzungsgemäß die Ruhegeldzahlungen, Zinsgutschriften und sonstige Auslagen erstattet. Das Vereinsvermögen betrug zum Geschäftsjahresende 1.355 TEUR. Zum Abschlussstichtag besteht eine Deckungslücke in Höhe von 2.674 TEUR bei den mittelbaren Pensionsverpflichtungen, die gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB nicht bilanziell erfasst ist. FinanzierungsmaßnahmenDie Finanzierung der ERLAU AG basiert neben der Innenfinanzierung im Wesentlichen auf dem Engagement unserer Hausbanken. Im Jahr 1999 wurde dazu ein Sicherheiten-Poolvertrag abgeschlossen, der im Februar 2012 letztmalig an die Unternehmensentwicklung angepasst wurde. Die im Rahmen der mittelfristigen Unternehmensplanung notwendigen Kreditlinien wurden auch für das GJ 2015/16 von den Banken zur Verfügung gestellt. Der Anteil der kurzfristigen Bankfinanzierungsanteile beträgt zum 30.06.2016 mit 7.167 TEUR 34,0 % der Bilanzsumme und ist gegenüber dem Vorjahr (33,8 %) leicht gestiegen. Damit einhergehend haben sich die mittel- und langfristigen Bankfinanzierungsanteile im laufenden Geschäftsjahr auf 6,2 % gegenüber dem Vorjahr (7,2 %) reduziert. RisikomanagementIm Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Wir begegnen diesen Risiken mit einem Risikomanagement, das in unsere Geschäftsprozesse einschließlich der Entscheidungen des Vorstands eingebunden und integraler Bestandteil der Planung und Ausführung unserer Geschäftsstrategien ist. Besonderes Gewicht haben dabei unsere strategische Unternehmensplanung und Budgetplanung sowie das interne Berichtswesen. Die Unternehmensplanungsprozesse ermöglichen es uns, potenzielle Bedrohungen vor wesentlichen Entscheidungsfindungen abzuschätzen, während das interne Berichtswesen eine angemessene Überwachung derartiger Risiken während der Durchführung und Abwicklung von Unternehmensprozessen ermöglicht. Zur Begrenzung der Marktpreisänderungsrisiken aus dem operativen Geschäft betreiben wir ein systematisches Finanz- und Risikomanagement. Dabei werden die Fremdwährungsrisiken, die aus den Bilanzpositionen resultieren, durch Devisentermingeschäfte begrenzt. Die Devisentermingeschäfte werden mit unseren Finanzinstituten kontrahiert. Zum 30.06.2016 bestanden offene Sicherungsgeschäfte im USD über ein Nominalvolumen von 253 TEUR. Zur Absicherung von Preisrisiken aus Energielieferungen wurden Rahmenverträge mit Preissicherung für eine Mindestabnahmemenge im Hinblick auf die Beschaffung von Gas abgeschlossen. Bei mit variabler Verzinsung aufgenommenen Fremdmitteln werden zur Absicherung von Zinsrisiken derivative Finanzinstrumente in Form eines Zinscaps eingesetzt. Den darüber hinaus bestehenden Marktpreisänderungsrisiken, die für unser Geschäft (z.B. Stahlpreise) nicht durch Sicherungsinstrumente abgesichert werden können, begegnen wir im Rahmen unserer Risikofrüherkennung durch rechtzeitige Identifizierung und daraus abgeleitete Gegensteuerungsmaßnahmen. Im Rahmen unserer regelmäßig stattfindenden Managementsitzungen werden die wesentlichen Risikoszenarien diskutiert und geeignete Maßnahmen erörtert. Dabei findet auch eine regelmäßige Sensibilisierung des Managements für Compliance Leitlinien der Unternehmensgruppe statt. Wesentliche Risiken und Chancen der künftigen EntwicklungFür die künftige Entwicklung können sich wesentliche Risiken aus dem weiteren Verlauf der weltweiten Konjunkturentwicklung und der weiteren Entwicklung der Rohstoffpreise sowie der weiteren Umsetzungserfolge aus den Maßnahmen zur Neuausrichtung ergeben. Insbesondere ein weiterer Nachfrageeinbruch durch einen konjunkturellen Rückgang würde negativ auf die Umsatzerlöse und Erträge wirken. Die kommenden Tarifverhandlungen der Metall- und Elektroindustrie können durch die Automobilindustrie geprägte Tariflandschaft bei uns zu Entgeltsteigerung über dem Produktivitätsfortschritt führen. Gerade deshalb ist die konsequente Fortführung der Maßnahmenpakete aus dem Zukunftskonzept der ERLAU erforderlich, um den negativen Entwicklungen begegnen zu können. Ohne die Fortführung und Umsetzung der Maßnahmen ist die Rückkehr zu positiven Erträgen und damit die Stärkung des Eigenkapitals verbunden mit einer Rückführung der Fremdfinanzierungsanteile nicht möglich. Alle Maßnahmenpakete werden in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat definiert und umgesetzt. Zur Finanzierung der künftigen Unternehmensentwicklung ist die Aufrechterhaltung der Kreditlinien im Rahmen der mittelfristigen Planungen erforderlich. Die wesentlichen Chancen in unserer Geschäftsentwicklung sehen wir in unseren innovativen Produkten und unserer guten Marktpräsenz weltweit. Eine weitere Chance in unserer Geschäftsentwicklung besteht darin, dass sich in den alternden Gesellschaften Europas eine Erhöhung der Nachfrage nach unseren Produkten im Segment OE ergibt. Ereignisse nach Schluss des GeschäftsjahresIm Juli 2016 fand eine turnusmäßige Sitzung mit unseren Banken statt. Dort wurden die vorläufigen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2015/16 sowie die aktuellen Planungen für die Geschäftsjahre 2016/17 bis 2018/19 vorgestellt. Im November 2016 findet die nächste turnusmäßige Sitzung statt und wir gehen davon aus, dass die notwendigen Kreditlinien, wie auch in den letzten Sitzungen, für die zukünftige Unternehmensentwicklung weiterhin zur Verfügung gestellt werden. AusblickDie Unternehmensplanung sieht für das Geschäftsjahr 2016/17 vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in der Weltwirtschaft, den eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen sowie der Markteinführung neuer Produkte ein leichtes Umsatzwachstum vor. Der Umsatzplan geht von einer Umsatzsteigerung (vor Erlösschmälerungen) in Höhe von 1,5 % auf 33,8 Mio. EUR aus. Im Geschäftsjahr 2017/18 wird mit einer weiteren Nachfragebelebung gerechnet und der Umsatzplan sieht ein Wachstum von 9,3 % auf 36,9 Mio. EUR vor. Unter Umsetzung aller Maßnahmen aus dem Zukunftskonzept der ERLAU rechnen wir im ersten Jahr nochmals mit einem Jahresfehlbetrag von rund 500 TEUR. Im zweiten Jahr und den Folgejahren ist mit der Erzielung nachhaltiger Jahresüberschüsse zu rechnen. Unsere Planungen sehen für das Geschäftsjahr 2017/18 bzw. 2018/19 einen Jahresüberschuss von 20 TEUR bzw 420 TEUR vor. Die Liquiditätsversorgung des Unternehmens ist auf Basis der Erträge knapp bemessen und es bedarf einer wöchentlichen Überwachung der Liquiditätsentwicklung. Insbesondere auch die Kapitalbindung im Umlaufvermögen muss weiter abgebaut werden, um die Finanzierung abzusichern. Nach den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 liegt die Geschäftsentwicklung im Zielkorridor der Unternehmensplanung. Die Umsetzung der Maßnahmen zeigt die geplanten Verbesserungen gegenüber dem Vorjahr. Die stark ausgeprägte Volatilität des Euro gegenüber den für uns relevanten Währungen erfordert nach wie vor besondere Anstrengungen im Vertrieb, um im Exportgeschäft weitere Erfolge zu erzielen. Die Eigenkapitalausstattung war durch das Jahresergebnis 2015/16 rückläufig. Wir planen, dass mit dem Jahresergebnis 2016/2017 die Eigenkapitalausstattung letztmalig rückläufig sein wird. Ab dem Geschäftsjahr 2017/2018 rechnen wir wieder mit positiven Eigenkapitalzuwächsen. Wir gehen davon aus, das es uns gelingen wird, durch die Fortführung der Maßnahmen zu Strategie, Vertrieb und Fertigung die Bilanzrelationen auch zukünftig weiter zu verbessern und die Ertragskraft des Unternehmens langfristig zu stärken. Unserem Betriebsrat danken wir für eine stets konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt Dank und Anerkennung für ihren Arbeitseinsatz. Erklärung nach § 312 AktiengesetzEs besteht eine Mehrheitsbeteiligung der RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH u. Co. KG, Aalen-Unterkochen. Gemäß § 312 AktG haben wir einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstattet, der mit folgender Erklärung schließt: "Wir erhielten bei den aufgeführten Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung. Weitere Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, über die nach § 312 AktG zu berichten wäre, erfolgten nicht".
Aalen, 4. November 2016 ERLAU AG Der Vorstand Dr. H. Rieger J. W. Rieger Dr. B. T. Rieger Bilanz zum 30. Juni 2016Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.7.2015 bis 30.6.2016
Anhang für das Geschäftsjahr 2015/2016I. Allgemeine AngabenDie ERLAU AG ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2016 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Das Geschäftsjahr beginnt am 1. Juli eines Jahres und endet am 30. Juni des Folgejahres. Sämtliche Davon-Vermerke werden im Anhang gemacht. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenA. Allgemeine AngabenDie Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen sind unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Der Jahresabschluss wurde vor dem Hintergrund der erwarteten, künftigen Unternehmensentwicklung nach dem Going-Concern-Prinzip aufgestellt. B. AusweisänderungenKeine Ausweisänderungen zum 30. Juni 2016. C. Bilanzierung und Bewertung von AktivpostenDie immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Für bewegliche abnutzbare Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 150,00 und 1.000,00 Euro wird entsprechend § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet und auf fünf Jahre abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Für Werkzeuge und Gesenke wurde ein Festwert gebildet. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Für Teile der Hilfs- und Betriebsstoffe wurde ein Festwert gebildet. Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten sowie Fertigungseinzel- und -gemeinkosten. Die eliminierungspflichtigen kalkulatorischen Kostenbestandteile sowie unangemessene Teile der Wahlbestandteile nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d.h. soweit die voraussichtlichen Verkaufspreise abzüglich der bis zum Verkauf anfallenden Kosten zu einem niedrigeren beizulegenden Wert führen, wurden entsprechende Abwertungen vorgenommen. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr wird für das Inland aufgrund erhöhten Risikos in Höhe von 3,11 % (VJ 3,32 %) und für Auslandsforderungen in Höhe von 1,07 % (VJ 1,01 %) gebildet. Anteile an Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Im Übrigen sind die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände zum Nominalwert ausgewiesen. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den anteiligen Vorleistungen. D. Bilanzierung und Bewertung von PassivpostenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre, bei den Pensionsrückstellungen erstmals 10 Jahre. Bei der Bewertung wurden dabei auch Kostensteigerungen von 3,0 % p.a. zugrunde gelegt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,17 % (i.V. 4,21 %) bewertet. Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Zinssatz für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren. Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von 2,0 % p.a. unterstellt. Der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen liegt ebenfalls ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Die Berechnung erfolgt nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 2,03 % (i.V. 2,72 %). Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Zinssatz für eine pauschale Restlaufzeit von drei Jahren. Soweit Vermögensgegenstände vorhanden sind, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen (sog. Deckungsvermögen), werden diese mit den zugehörigen Verpflichtungen verrechnet. Dementsprechend werden zugehörige Aufwendungen und Erträge verrechnet. Vorhandenes Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Die Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den anteiligen Vorleistungen. E. FremdwährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens umgerechnet; zum Bilanzstichtag werden die kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Fremdwährungsbewertung unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- bzw. Imparitätsprinzips. F. Latente SteuernLatente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB kein Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein kombinierter Ertragsteuersatz von 28,43 % zugrunde, der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. III. Erläuterungen zu BilanzpostenA. AnlagevermögenDie gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung bei den Wertansätzen im Anlagevermögen vorgenommen, Zuschreibungen ergaben sich ebenfalls keine. B. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag von TEUR 12 (i.V. TEUR 12) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. C. Aktive latente SteuernZum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ein Aktivüberhang von TEUR 275 (i.V. TEUR 172). Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, sodass ein Ansatz des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Vorräte, der Forderungen sowie der sonstigen Rückstellungen. D. Flüssige MittelDie Position enthält die Guthaben bei Kreditinstituten. E. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital ist in 93.750 Stückaktien eingeteilt, die auf den Inhaber lauten. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Januar 2016 wurde das gewährte Gesellschafterdarlehen der RUD KG hinsichtlich eines Teilbetrags in Höhe von EUR 500.000,00 in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB eingestellt. Gemäß § 150 Abs. 2 AktG hat die Gesellschaft den zwanzigsten Teil des Jahresüberschusses vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag in die gesetzliche Rücklage einzustellen, bis diese und vorhandene Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 HGB den zehnten Teil des gezeichneten Kapitals erreichen. Aufgrund des im Berichtsjahr erwirtschafteten Jahresfehlbetrags erfolgte keine Einstellung in die gesetzliche Rücklage. Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr EUR 110.986,22. Der Bilanzverlust entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
F. RückstellungenAus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Juli 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum Altansatz zum 30. Juni 2010 von TEUR 376. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand der Umstellung (TEUR 376) linear über einem Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurde 1/15 in Höhe von TEUR 25 als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die Unterdeckung bei den Pensionsrückstellungen somit auf TEUR 225. Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des 10-Jahreszinssatzes von 4,17 % gegenüber dem 7-Jahreszinssatz von 3,52 % beträgt TEUR 45. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsansprüche und Gleitzeit der Mitarbeiter (TEUR 603), ausstehende Rechnungen (TEUR 177), Wartungsdienst (TEUR 431), betriebliche Sonderzahlungen (TEUR 306), Garantieleistungen (TEUR 125), Jubiläumszahlungen (TEUR 82) und Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 65). Die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen wurden mit Vermögensgegenständen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet:
Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Der Aktivüberhang ist in der Bilanz unter dem gesonderten Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" aktiviert. Die zugehörigen Erträge und Aufwendungen stellen sich wie folgt dar:
G. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten sind gemäß Sicherheiten-Poolvertrag mit den kreditgebenden Banken in Höhe von TEUR 7.005 durch Grundschulden gesichert. Ferner wurden der gesamte Vorratsbestand sicherungsübereignet und sämtliche bestehende und künftige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie alle Patente, Gebrauchs- und Geschmacksmuster, Warenzeichen und Marken abgetreten. Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Restlaufzeit beträgt wie im Vorjahr bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist in Höhe von EUR 2.000.000 (i.V. TEUR 1.000) ein Darlehen mit einer Restlaufzeit von drei Monaten enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Unter den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Betrag von EUR 735.907,40 (i.V. TEUR 615) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr ausgewiesen. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren bestehen in Höhe von EUR 1.062.437,30 (i.V. TEUR 1.062). Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren belaufen sich auf EUR 0,00 (i.V. TEUR 0). Die Verpflichtungen, die über den als sonstige Verbindlichkeiten gegen den Unterstützungsverein "Erlau Hilfe e.V., Aalen" passivierten Betrag von EUR 1.355.000 hinausgehen, belaufen sich auf EUR 2.673.682 (i.V. TEUR 2.824). Die Berechnung dieses Fehlbetrages erfolgt auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,17 % (i.V. 4,21 %). Der Zinssatz entspricht dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen durchschnittlichen Zinssatz für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren Bei der Ermittlung der Rückstellung wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von 2,0 % p.a. unterstellt. Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des 10-Jahreszinssatzes von 4,17 % gegenüber dem 7-Jahreszinssatz von 3,52 % beträgt TEUR 308. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungA. UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen verteilen:
Dabei wurden 30,6 % der Umsätze im Inland (TEUR 10.175), 29,4 % in den weiteren Ländern in Europa (TEUR 9.774), 23,0 % in Amerika (TEUR 7.631) und 17,0 % im übrigen Ausland (TEUR 5.626) erzielt. B. Sonstige betriebliche ErträgeUnter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 0 (i.V. TEUR 14) ausgewiesen. In Höhe von TEUR 327 (i.V. TEUR 1.195) sind Erträge aus der Währungsumrechnung enthalten. C. Aufwendungen für AltersversorgungIn der Position soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 112.733,34 (i.V. TEUR 233) enthalten. D. Sonstige betriebliche AufwendungenUnter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind wie im Vorjahr keine periodenfremden Aufwendungen enthalten. In Höhe von TEUR 347 (i.V. TEUR 144) sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung enthalten. E. Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten in Höhe von TEUR 101 (i.V. TEUR 55) Zinsen an verbundene Unternehmen. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 56 (i.V. TEUR 109). F. Außerordentliche AufwendungenDie außerordentlichen Aufwendungen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen aus der Umstellung auf die geänderten Bewertungsvorschriften des BilMoG zum 1. Juli 2010. G. Steuern vom Einkommen und vom ErtragIn den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 462 enthalten, die sich aufgrund des Abschlusses der Betriebsprüfungen für die Jahre 2003 bis 2013 ergeben haben. V. Sonstige AngabenA. BeteiligungsverhältnisseDie Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mehr als 20 % beteiligt:
*) Die Mantelgesellschaft ist inaktiv.
B. PersonalDie durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
C. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
D. FinanzderivateZur Absicherung von Kursschwankungen aus den operativen Geschäften der Gesellschaft werden Devisentermingeschäfte und Devisen-Sammel-Bandbreitenoptionen abgeschlossen. Die Geschäfte werden mit dem zum Bilanzstichtag gültigen Terminkurs bewertet. Zum 30. Juni 2016 beträgt das Nominalvolumen der Devisentermingeschäfte TEUR 0. Das Nominalvolumen der Währungsoption in USD beträgt TEUR 253 bei einem negativen beizulegenden Zeitwert von TEUR -3. Entsprechend der gesetzlichen Vorschriften wurde eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Zur Absicherung von Zinsrisiken aus rollierenden Mittelaufnahmen wurde im Geschäftsjahr 2011/12 ein Zinscap abgeschlossen. Das Nominalvolumen dieses Geschäfts beträgt TEUR 1.600. Der Cap hat eine Laufzeit bis zum 28. Februar 2017. Der Marktwert des Zinscaps beläuft sich zum 30. Juni 2016 auf EUR 0,01. Der beizulegende Zeitwert der Geschäfte wurde nach anerkannten finanzmathematischen Methoden ermittelt. E. AbschlussprüferhonorarDie Aufgliederung des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernanhang der RUD-Kettenfabrik Gebr. Rieger GmbH, Aalen-Unterkochen. F. Organe der GesellschaftVorstandsmitglieder sind: Dr.-Ing. Hansjörg Rieger (Vorsitzender), Aalen, Geschäftsführer der RUD Ketten Johannes W. Rieger, Oberkochen, Geschäftsführer der RUD Ketten Dr. Benjamin T. Rieger, Langenau, Geschäftsführer der RUD Ketten Dem Aufsichtsrat der Gesellschaft gehören zum 30. Juni 2016 an: Dr. Rolf G. Meyer (Bankdirektor a.D. BW-Bank, Stuttgart), Müllheim - Vorsitzender - Dieter K. Kuprian (Unternehmensberater), Grafenau - stellvertretender Vorsitzender - Jörg Ehrlinger (Vorstand a.D.), Giengen Holger Bacaci (Betriebsratsmitglied), Aalen Marcus Musch (Betriebsratsvorsitzender), Aalen Im Berichtsjahr betrugen die Bezüge des Aufsichtsrats TEUR 11. Die Gesamtbezüge für ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen betrugen TEUR 27. Für diese Personen sind Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 198 gebildet. In Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Bezüge des Vorstands. G. MehrheitsbeteiligungDie RUD Ketten Rieger und Dietz GmbH u. Co. KG, Aalen-Unterkochen, hat uns gemäß § 20 Abs. 4 Aktiengesetz mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört. H. KonzernzugehörigkeitDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der RUD-Kettenfabrik Gebr. Rieger GmbH, Aalen-Unterkochen, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht. VI. ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust in Höhe von EUR 3.080.304,33 auf neue Rechnung vorzutragen.
Aalen, 4. November 2016 ERLAU AG Der Vorstand Dr. H. Rieger J. W. Rieger Dr. B. T. Rieger Entwicklung des Anlagevermögens zum 30. Juni 2016
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ERLAU AG, Aalen, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2015 bis 30. Juni 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der ERLAU AG, Aalen, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 10. November 2016 Deloitte
GmbH
Bäßler, Wirtschaftsprüfer Süß, Wirtschaftsprüfer 146. ordentliche Hauptversammlung am 20. Januar 2017, 09:30 UhrBericht des Aufsichtsrats:Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2015/2016 regelmäßig und in vier Sitzungen vom Vorstand über die Lage und Entwicklung des Unternehmens sowie über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle berichten lassen und darüber mit dem Vorstand beraten. Der Jahresabschluss und der Lagebericht des Vorstands sind unter Einbeziehung der Buchführung von Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft worden. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Der Abschlussprüfer hat an der Beratung des Jahresabschlusses in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen. Von dem Ergebnis der Prüfung, das keine Beanstandungen enthält, hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind keine Einwendungen gegen das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen liegt vor. Er wurde dem Abschlussprüfer und vom Aufsichtsrat geprüft. Der Abschlussprüfer hat folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Der Aufsichtsrat ist mit dem Bericht des Vorstands und dem Bestätigungsvermerk einverstanden. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat auch keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts.
Aalen, den 20. Januar 2017 Für den Aufsichtsrat Dr. Meyer, Vorsitzender |
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