Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 11725
Eingetragen
14.2.1991
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Werkzeugmaschinen zur Bearbeitung von sonstigen harten StoffenHerstellung von Maschinenspannzeugen und sonstigem Zubehör für Werkzeugmaschinen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Maschinenteilen aus metallischen Werkstoffen, von Halbfertigerzeugnissen und von CNC-Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Hermann Rieger
seit 19.1.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Ohnhäuser Familienstiftung
Germany
123.300 €
80.07%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ohnhäuser GmbH

Wallerstein

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Ohnhäuser GmbH ist ein innovatives mittelständisches Familienunternehmen und steht mit mehr als 60 Jahren Firmenhistorie für Kompetenz und Qualität "Made in Germany". Mit rund 300 Beschäftigten produziert das Unternehmen Komponenten für die Luft- und Raumfahrt, den Maschinen- und Anlagenbau, für die E-Mobilität von Nutzfahrzeugen sowie die Halbleitertechnik am Firmensitz in Wallerstein. Dort werden auf 11.700 qm Produktionsfläche mechanische, hochpräzise Bauelemente und Baugruppen für national wie international tätige Industrie- und Technologieunternehmen gefertigt.

Das Leistungsspektrum der Ohnhäuser GmbH ist über folgende Kernkompetenzen definiert:

• CNC-Fertigungstechnik: Herstellung von mechanischen Bauteilen aus hochfestem Aluminium, Luftfahrtvergütungsstahl, Titan und weiteren Werkstoffen überwiegend in kleinen und mittleren Losgrößen auf über 80 hochmodernen CNC-Werkzeugmaschinen.

• Additive Manufacturing: Herstellung von hochkomplexen Bauteilen in nahezu beliebiger Geometrie im "Laser Powder Bed Fusion-" sowie "3D Mass Customization-Verfahren".

• Werkzeug- und Vorrichtungsbau: Konstruktion und Herstellung von individuellen Vorrichtungen über die vorhandenen Standardspannsysteme hinaus.

• Blechbearbeitung: Herstellung von anspruchsvollen und individuellen Blechbauteilen und -baugruppen unter Einsatz der Verfahren Laserschneiden, Biegen und Roboterschweißen.

• Systementwicklung und Baugruppenherstellung: Herstellung von Kinematik-, Struktur- und Interieur-Baugruppen für Luftfahrzeuge; Herstellung von Baugruppen für den Maschinen- und Anlagenbau sowie Baugruppen für die E-Mobilität von Nutzfahrzeugen; Unterstützung von Kunden aus den vorgenannten Branchen bei der Produkt- und Prozessentwicklung.

2. Ziele und Strategien

Die Ohnhäuser GmbH engagiert sich für eine stabile und langfristige Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten im In- und Ausland. Durch ihre Investitionen in Technologien für die Fertigung von Bauteilen im "Additive Manufacturing-Verfahren" hat die Gesellschaft ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio in den letzten Jahren maßgeblich erweitert. Die Geschäftsführung verfolgt weiterhin die Strategie ihre Zielgruppe und Absatzmärkte kontinuierlich zu erweitern und durch innovative, hochqualitative Fertigungsverfahren ihre bestehenden und künftigen Kunden von der Kompetenz des Unternehmens und der Qualität der Produkte zu überzeugen. Die Ohnhäuser GmbH möchte mit ihrem Produkt- und Dienstleistungsportfolio profitabel wachsen und gleichzeitig Werte für die Gesellschaft und Umwelt schaffen.

3. Forschung und Entwicklung

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden in der Regel projekt- und auftragsbezogen getätigt. Die Entwicklungen in sämtlichen Produktionsbereichen werden kontinuierlich vorangetrieben, um den Kunden einen Mehrwert zu bieten und die Innovationsfähigkeit des Unternehmens zu demonstrieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten für diverse Fertigungsverfahren weiter forciert. Um Anforderungen von Kunden aus der Halbleiter- und Medizintechnikbranche zu erfüllen, wurde im Jahr 2020 eine Prozesskette zur Herstellung von mechanischen Bauteilen unter Vermeidung spezifischer Elemente und Einbindung eines Reinraumes initiiert und nunmehr bis zur Prozessreife weiterentwickelt. Die Geschäftsführung plant in diesem Bereich ihre Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten weiter strategisch auszubauen.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich im Jahr 2023 weiter verlangsamt. Insbesondere die hohen Inflationsraten sowie das gestiegene Zinsniveau haben das Wachstum der Weltwirtschaft belastet. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht von einem weltwirtschaftlichen Wachstum von 3,1% für das Jahr 2023 aus, nachdem im Vorjahr die Weltwirtschaft um 3,4% gewachsen war. Die Wirtschaftsleistung in den Industrieländern wuchs 2023 nach aktuellen Prognosen um 1,6% (Vorjahr: 2,7%; Quelle: IWF). Dabei verlief die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Industrieländern recht heterogen, abhängig von den ergriffenen Maßnahmen der Fiskal- und Geldpolitik als Reaktion auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten sowie der Resilienz der jeweiligen Volkswirtschaften auf das eingetrübte konjunkturelle Umfeld. Während das Bruttoinlandsprodukt in den USA um 2,5% zulegte (Quelle: IWF), zeigte sich das Wachstum in den industrie- und güterexportorientierten Euro-Ländern stark rückläufig. Das Bruttoinlandsprodukt im gesamten Euroraum legte im Jahr 2022 um 0,5% zu (Quelle: EZB).

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Wirtschaftsleistung in Deutschland um 0,3% im Jahr 2023 gesunken, nach einem Zuwachs von 0,9% im Vorjahr. Die eingetrübte Stimmung unter Unternehmen und Haushalten haben die Investitionsbereitschaft sowie Konsumneigung spürbar belastet. Zudem sanken auch die staatlichen Konsumausgaben deutlich, da pandemiebedingte Sonderausgaben wegfielen (Quelle: ifo Institut).

Die Arbeitsmärkte haben sich in vielen Regionen im Jahr 2023 gut entwickelt, trotz der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Im Euroraum lag die Arbeitslosenquote zum Jahresende 2023 bei 6,5% und damit nahezu auf dem Niveau als zwölf Monate zuvor (Quelle: Eurostat). In Deutschland belief sich die Arbeitslosenquote zum Jahresende 2023 auf 5,7% nach 5,4% im Vorjahr (Quelle: Bundesagentur für Arbeit).

Die Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland hat die Covid-Jahre dank eines starken Wachstums im zivilen Flugzeugbau und im Verteidigungsbereich überwunden und ist in 2023 überproportional gewachsen. Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr um 18% auf EUR 46,0 Mrd. gesteigert werden. Der überproportionale Anstieg resultiert dabei insbesondere aus dem Ratenhochlauf im zivilen Flugzeugbau sowie aus den Ukraine-Hilfen und dem Sondervermögen für die Bundeswehr (Quelle: BDLI).

2. Geschäftsverlauf und Lage

a) Ertragslage

Die Ohnhäuser GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nach dem Jahresfehlbetrag im Vorjahr (TEUR ./. 2.217) einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.800 erzielen und lag damit über den Erwartungen der Geschäftsführung. Die Steigerung des Ergebnisses resultiert im Wesentlichen aus der im Vergleich zum Vorjahr um 32,6% gestiegenen Gesamtleistung des Unternehmens, welche eine erhöhte Fixkostendeckung bei weiterhin erhöhten Material- und Energiepreisen ermöglichte.

Die Umsatzerlöse konnten im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der ganzjährig sehr guten Auftragslage um 34,1% auf TEUR 46.130 gesteigert werden. Dabei konnten sowohl die Umsätze im Inland (TEUR 9.659), als auch im Ausland (TEUR 1.792) gesteigert werden. Die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen damit wieder auf Vor-Corona-Niveau.

Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 346 auf TEUR 698 im Wesentlichen dank staatlicher Stützungsmaßnahmen zur Kompensation der stark gestiegenen Energiepreise erhöht.

Die Materialaufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.911 auf TEU 16.537 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der gesteigerten Geschäftstätigkeit des Unternehmens sowie gestiegenen Preisen für Rohmaterialien.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 15,3% auf TEUR 16.680 erhöht. Die Erhöhung beruht im Wesentlichen auf planmäßig gestiegenen Löhnen und Gehälter sowie der gestiegenen Mitarbeiterzahl.

Der Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.505 auf TEUR 10.197 resultiert im Wesentlichen aus höheren Instandhaltungsaufwendungen (TEUR 514), höheren Kosten für Werkzeuge (TEUR 444) sowie gestiegenen Raumkosten (TEUR 135). Das Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr TEUR 1.955, woraus eine EBIT-Marge von 4,3% resultiert.

b) Finanzlage

Die Finanzlage der Ohnhäuser GmbH kann zum 31. Dezember 2023 als sehr solide bezeichnet werden. Dem Umlaufvermögen von insgesamt TEUR 21.406 (i. Vj. TEUR 19.394) stehen Verbindlichkeiten und Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.454 (i. Vj. TEUR 9.540) gegenüber. Der Bestand der liquiden Mittel beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 1.637.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen über mittel- und kurzfristige Bankdarlehen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr planmäßig um TEUR 1.557 auf TEUR 2.481 reduziert und machen damit 9,2% der Bilanzsumme aus. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, ein ausgewogenes Fälligkeitenprofil zu wahren.

Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 621 auf TEUR 3.228 erhöht. Während die Steuerrückstellungen aufgrund des Jahresüberschusses im Jahr 2023 auf TEUR 199 sowie die sonstigen Rückstellungen um TEUR 502 auf TEUR 1.388 anstiegen, haben sich die Pensionsrückstellungen um TEUR 80 auf TEUR 1.640 reduziert. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaub und Überstunden (TEUR 709), Tantieme und Prämien (TEUR 210) sowie Gewährleistungsrisiken (TEUR 162) und Aktenaufbewahrung (TEUR 52).

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.713 auf TEUR 27.004 erhöht.

Aufgrund rückläufiger Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 392 auf TEUR 5.541 reduziert, wohingegen sich das Umlaufvermögen um TEUR 2.012 auf TEUR 21.406 erhöhte. Der Anstieg des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus einem um TEUR 599 bzw. TEUR 1.410 höheren Bestand an Vorräten bzw. an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, welche den um TEUR 611 niedrigeren Bestand an sonstigen Vermögensgegenständen überkompensierte.

Den Investitionen des Berichtsjahres in Höhe von TEUR 1.295 stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 1.685 gegenüber. Die Anlagenquote des Unternehmens beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 20,1% (i. Vj. 23,0%).

3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Zur internen Unternehmenssteuerung fokussiert sich die Gesellschaft auf den Umsatz sowie die EBIT-Marge. Die EBIT-Marge betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 4,3 % nach -6,4 % im Vorjahr.

Die Gesellschaft fokussiert sich zudem auf nichtfinanzielle Leistungsindikatoren, wie die Beziehungen des Unternehmens zu Kunden und Mitarbeitern sowie Umweltbelange, und versucht diese Leistungsindikatoren bestmöglich zu entwickeln.

C. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung aufgrund der veröffentlichten Prognosen renommierter Wirtschaftsforschungsinstitute, dass die Weltwirtschaft in einem ähnlich moderaten Umfang wachsen wird wie im Jahr 2023. So rechnet der IWF in seiner jüngsten Prognose mit einem globalen Wachstum von 3,1%, was der Wachstumsrate des Vorjahrs entspricht (Quelle: IWF). Die im historischen Vergleich unterdurchschnittlichen globalen Wachstumsraten resultieren vornehmlich aus der weltweit nur langsam abebbenden Inflation sowie der deutlich verschärften Geldpolitik der Notenbanken in den vergangenen zwei Jahren. Die Kombination von hoher Inflation und den damit einhergehenden Verlust an Kaufkraft sowie dem hohen Zinsniveau dürften unverändert spürbar auf der Konjunktur 2024 lasten. Hinzu kommt die anhaltende geopolitische Unsicherheit in vielen Teilen der Welt, insbesondere im Nahen Osten.

Vermutlich erst im Jahr 2025 dürfte die von vielen Notenbanken als Zielmarke ausgegebene Inflationsrate von 2% erreicht werden, was es den Notenbanken jedoch erlauben sollte, erste Zinssenkungen bereits im Jahresverlauf 2024 in Angriff zu nehmen (Quelle: IWF). Niedrige Inflationsraten dürften die Kaufkraft der Konsumenten stärken und sinkende Zinsen die Investitionstätigkeit unterstützen, weshalb die Konjunktur im weiteren Jahresverlauf an Fahrt gewinnen dürfte.

Die Europäische Kommission rechnet für 2024 ebenso mit einer gedämpften Konjunkturdynamik im Euroraum und prognostiziert für 2024 ein Wirtschaftswachstum von 0,9%. Die für 2024 erwartete konjunkturelle Wiederbelebung dürfte zwar gedämpfter ausfallen als ursprünglich erwartet, aber angesichts langsamer steigender Preise, Reallohnzuwächsen und eines robusten Arbeitsmarkts allmählich an Fahrt gewinnen. Für 2025 prognostiziert die Europäische Kommission für den Euroraum Wachstumsraten von 1,5% (Quelle: Europäische Kommission). Für Deutschland erwartet das ifo Institut in seiner jüngsten Prognose für 2024 infolge der schlechten Stimmung unter Unternehmen und Verbrauchern sowie der hohen Unsicherheit lediglich einen Zuwachs der Wirtschaft von 0,2%. Für das Jahr 2025 dürfte die deutsche Wirtschaft dann wieder mit 1,5% kräftiger zulegen (Quelle: ifo Institut).

Die Unsicherheiten für den ohnehin gedämpften Wachstumsausblick sind hoch und überwiegend negativ. Die anhaltende geopolitische Unsicherheit in vielen Teilen der Welt und deren Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum sind kaum abschätzbar. Zudem könnte sich die Inflation anders als erwartet entwickeln und bei einem erneuten Wiederaufflammen den Zinssenkungsspielraum der Notenbanken begrenzen bzw. zunichte machen.

Die Rahmenbedingungen für die Luftfahrtindustrie bleiben für die kommenden Jahre nach Auffassung des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. herausfordernd. Probleme ergeben sich insbesondere in der Verlässlichkeit und Kapazität der Lieferketten sowie durch die ausufernden bürokratischen Auflagen. Große Hoffnungen sieht man hingegen unverändert in der Entwicklung von klimaneutralen Flugzeugen in Europa und Deutschland. Weiteres Wachstum wird sowohl im zivilen Flugzeugbau als auch im Verteidigungsbereich gesehen. Die Innovationskraft innerhalb der Branche werde durch eine steigende F&E-Quote bestätigt (Quelle: Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V.). Allerdings dürfte die Fokussierung auf sogenannte Systemlieferanten der führenden Luftfahrzeughersteller und den damit einhergehenden Margendruck nach wie vor eine große Herausforderung für viele kleinere Lieferanten bleiben.

Für die Ohnhäuser GmbH besteht traditionell eine starke Verbindung zu verschiedenen Großkunden der Luftfahrtindustrie und der Maschinenbauindustrie. Die bei diesen Kunden ergriffenen Maßnahmen zur Kostensenkung und der intensive Wettbewerb in der Luftfahrtzulieferindustrie betreffen auch die Ohnhäuser GmbH. Für die Ohnhäuser GmbH rücken infolgedessen die Erschließung neuer Märkte und Ertragsquellen stärker in den Vordergrund.

Die aktuelle Auftragslage sowie die derzeitige Kapazitätsauslastung des Unternehmens können als sehr gut bezeichnet werden. Dennoch ist das aktuelle Umfeld insbesondere aufgrund des akuten Fachkräftemangels unverändert herausfordernd. Die Geschäftsführung erwartet für das Jahr 2024 Umsatzerlöse zwischen TEUR 48.000 und TEUR 52.000 und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen zwischen TEUR 1.500 und TEUR 2.000. Die Geschäftsführung rechnet mit weiter steigenden Produktionskosten für das Jahr 2024, wenn auch mit niedrigeren Steigerungsraten, welche aufgrund bestehender Verträge und andauernden Verhandlungen mit Kunden teilweise nicht in vollem Umfang und nur zeitverzögert weitergegeben werden können. Aufgrund der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ist die Prognose durch eine hohe Unsicherheit geprägt.

D. Chancen- und Risikobericht

a) Risikomanagementsystem

Die Ohnhäuser GmbH wendet Instrumente des Risikomanagements an, hierzu werden die Prozess-, Programm- und funktionalen Risiken erfasst und analysiert. Darüber hinaus nutzt das Unternehmen Instrumente der Finanzbuchhaltung und Kostenrechnung zur Erkennung und Analyse von Trends und dem Entwickeln von auf diese Trends abgestimmten Handlungsoptionen. Marktentwicklungen und -risiken werden permanent beobachtet.

b) Risiken

Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben sich u.a. aus der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der globalen Wirtschaft. Insbesondere der weitere Verlauf des Kriegs in der Ukraine sowie weitere wirtschafts- und geopolitische Spannungen in anderen Teilen der Welt, könnten die makroökonomischen Rahmenbedingungen spürbar eintrüben. Auch aus der gestiegenen Verschuldung von Staaten, Ländern und Kommunen infolge der Bekämpfung der wirtschaftlichen Belastungen der COVID-19-Pandemie und des Kriegs in der Ukraine ergeben sich Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

Die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft kann zudem durch die bei Großkunden aufgelegten Kostensenkungsprogrammen belastet werden. Hierdurch werden erhöhter Margen- und Termindruck von Kunden an die Vor- und Systemlieferanten weitergegeben. Diese Anforderungen des Marktes lassen sich ihrerseits nur eingeschränkt an Vorlieferanten bzw. Rohstofflieferanten der Ohnhäuser GmbH abwälzen und verlangen somit permanent eigene Verbesserungs- und Kosteneinsparungsbemühungen der Gesellschaft.

Auf der Einkaufsseite können steigende Rohstoff- und Energiepreise und Lieferengpässe die Ertragslage der Gesellschaft belasten. Ferner sieht die Geschäftsführung im Produktionsbereich durch die zunehmende Verknappung von Fach- und Führungskräften Risiken. Daneben können Ausfälle von Kundenforderungen und Wechselkursschwankungen aus US-Dollar-Geschäften die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft belasten. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem werden die Fremdwährungsrisiken teilweise über Devisentermingeschäfte abgesichert. Alle bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt.

c) Chancen

Die Ohnhäuser GmbH hat in den letzten Jahren trotz des relativ schwierigen Marktumfeldes ihren Marktanteil halten bzw. ausbauen können und sieht sich in den für sie relevanten Märkten gut positioniert.

Bei einer unerwartet schnellen Lösung der derzeitigen geopolitischen Spannungen ist mit einer spürbaren konjunkturellen Belebung der Weltwirtschaft zu rechnen, wodurch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Ohnhäuser GmbH positiv beeinflusst werden dürfte.

Die Ohnhäuser GmbH hat sich in den letzten Jahren einen exzellenten Ruf in der Maschinenbau- und Luftfahrtindustrie erarbeitet. Die Gesellschaft verfügt über modernste Maschinen, welche das CNC-Fräsen, CNC-Drehen, Flach- und Rundschleifen sowie das Honen und Gewinderollen auf höchstem Qualitätsniveau ermöglichen.

Die Ohnhäuser GmbH arbeitet permanent an der kontinuierlichen Verbesserung ihrer Prozess- und Arbeitsabläufe und investiert kontinuierlich in ihren Maschinenpark. Ferner ist die Ohnhäuser GmbH ein attraktiver Arbeitgeber, weshalb die Gesellschaft leistungsfähige und hoch motivierte Mitarbeiter gewinnen und binden kann. Chancen ergeben sich zudem aus einem schwächeren Eurokurs.

d) Gesamtaussage

Die Geschäftsführung prognostiziert für das Jahr 2024 aufgrund der sehr guten Auftragslage Umsatzerlöse zwischen TEUR 48.000 und TEUR 52.000 und ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen zwischen TEUR 1.500 und TEUR 2.000. Die Geschäftsführung rechnet mit weiter steigenden Produktionskosten für das Jahr 2024, wenn auch mit niedrigeren Steigerungsraten, welche aufgrund bestehender Verträge und andauernden Verhandlungen mit Kunden teilweise nicht in vollem Umfang und nur zeitverzögert weitergegeben werden können. Aufgrund der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten ist die Prognose durch eine hohe Unsicherheit geprägt.

Unter Berücksichtigung der wesentlichen Chancen und Risiken und der markt- sowie wirtschaftsrelevanten Einflussfaktoren lassen sich aus heutiger Sicht keine Anhaltspunkte feststellen, die den Fortbestand des Unternehmens beeinträchtigen. Auch unter Zugrundelegung von negativen Szenarien werden nach heutigem Stand keine Liquiditätsengpässe auftreten.

E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen, langjährigen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme, können jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs und die Abwendung finanzieller Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Rohstoffpreisrisiken aufgrund signifikanter Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen sowie Risiken aus der Nichtverfügbarkeit von Rohstoffen werden zum Teil über operative Maßnahmen im Einkaufsbereich kompensiert. Für die Gesellschaft ist es zudem essentiell, zeitnah nicht kompensierbare gestiegene Rohstoff- und Energiepreise an Kunden weitergeben zu können. Sollten sich jedoch aufgrund der angespannten geopolitischen Lage die Verfügbarkeit sowie die Preise von bestimmten Rohstoffen wieder verschärfen, wird dies die Profitabilität und die Wachstumsdynamik des Unternehmens spürbar belasten.

Auf die konsequente Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips und auf Beachtung gesetzlicher Compliance-Standards wird geachtet. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass Unregelmäßigkeiten im Finanz- und Rechnungswesen von vornherein verhindert werden.

F. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Wallerstein, den 26. Juni 2024

gez. Simone Ohnhäuser-Kunzmann

gez. Hermann Rieger

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 5.440.916,95 5.833.238,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 80.673,00 106.572,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 80.673,00 106.572,00
II. Sachanlagen 5.360.008,00 5.726.437,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 221.250,00 246.279,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.019.279,00 4.510.638,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 770.879,00 892.435,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 348.600,00 77.085,00
III. Finanzanlagen 235,95 229,27
1. Genossenschaftsanteile 235,95 229,27
B. Umlaufvermögen 21.405.859,37 19.394.254,95
I. Vorräte 5.112.390,00 4.513.226,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.959.075,00 1.629.000,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 3.153.315,00 2.884.226,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 14.656.964,07 13.857.559,49
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.030.604,66 7.620.626,22
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.626.359,41 6.236.933,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.636.505,30 1.023.469,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 157.239,21 63.263,97
Aktiva 27.004.015,53 25.290.757,19

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 17.548.826,81 15.749.239,34
I. Gezeichnetes Kapital 154.000,00 154.000,00
II. Kapitalrücklage 243.550,23 243.550,23
III. Gewinnrücklagen 14.820,00 14.820,00
1. andere Gewinnrücklagen 14.820,00 14.820,00
IV. Bilanzgewinn 17.136.456,58 15.336.869,11
davon Gewinnvortrag 15.336.869,11 17.558.115,68
B. Rückstellungen 3.228.124,24 2.607.344,00
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.640.205,80 1.721.036,00
2. Steuerrückstellungen 199.612,44 0,00
3. sonstige Rückstellungen 1.388.306,00 886.308,00
C. Verbindlichkeiten 6.226.032,48 6.932.256,85
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.481.315,31 4.038.414,91
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.505.140,29 2.256.449,98
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.239.576,88 637.391,96
davon aus Steuern 630.392,81 253.385,04
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 17.024,03 6.391,85
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.032,00 1.917,00
Passiva 27.004.015,53 25.290.757,19

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 46.129.606,24 34.394.912,01
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 269.089,00 586.866,00
3. sonstige betriebliche Erträge 697.848,92 351.699,20
4. Materialaufwand 16.537.241,38 12.625.885,84
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.617.029,40 11.108.228,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.920.211,98 1.517.657,21
5. Personalaufwand 16.680.196,53 14.468.940,55
a) Löhne und Gehälter 13.779.004,59 11.772.224,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.901.191,94 2.696.716,19
davon für Altersversorgung 170.080,90 290.666,26
6. Abschreibungen 1.687.160,63 1.771.053,87
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.687.160,63 1.771.053,87
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.197.376,88 8.691.975,06
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 16.589,00 16.589,00
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 114.460,13 8.401,15
davon Erträge aus Abzinsung 700,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 104.463,84 93.226,50
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 300,00
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 199.750,56 -92.303,47
11. Ergebnis nach Steuern 1.804.814,47 -2.216.899,99
12. sonstige Steuern 5.227,00 4.346,58
13. Jahresüberschuss 1.799.587,47 -2.221.246,57
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 15.336.869,11 17.558.115,68
15. Bilanzgewinn 17.136.456,58 15.336.869,11

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen der Satzung beachtet.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft ist nach den in § 267 HGB bezeichneten Größenmerkmalen als große Kapitalgesellschaft einzustufen. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Ohnhäuser GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Wallerstein
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Augsburg
Register-Nr.: HRB 11725

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die planmäßige Abschreibung erfolgten linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis fünf Jahre. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände wurden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv über einen Zeitraum von drei bis neunzehn Jahren vorgenommen.

Bei geringwertigen Anlagegütern mit Anschaffungskosten bis 800,00 EUR wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, sie im Zeitpunkt des Zugangs voll abzuschreiben und als Abgang zu zeigen.

Die Finanzanlagen (Genossenschaftsanteile) wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte unter Beachtung des Niederstwertprinzips grundsätzlich mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten.

Fertige Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Gesellschaft machte von dem Wahlrecht der Einbeziehung angemessener Verwaltungskosten in die Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB keinen Gebrauch. Die handelsrechtlichen Vorschriften zur verlustfreien Bewertung wurden beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihren Nennwerten unter Berücksichtigung individueller Abschläge für alle erkennbaren Risiken bewertet.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennwerten angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten wurden auf den Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen nach Saldierung mit den verpfändeten Rückdeckungsversicherungen 1.640.205,80 EUR.

Die Steuerrückstellungen wurden grundsätzlich in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und wurden jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig erscheint. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeit in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss des Vorjahres unverändert geblieben.

Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt, welcher als Bestandteil dieses Anhangs gilt.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
> 5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
Forderungen aus Lieferungen und Leist. 9.030.605 0 0 9.030.605
Sonstige Vermögensgegenstände 5.626.359 0 0 5.626.359
14.656.964 0 0 14.656.964

Sämtliche Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Eigenkapital

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 154.000,00. Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von EUR 15.336.869,11 einbezogen.

Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
Rentendynamik 2,00 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Zum 1.1.2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen eine Unterdotierung in Höhe von EUR 248.833,00. Die Gesellschaft hat sich für die Ausübung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB und eine Verteilung der erforderlichen Zuführung über den längst möglichen Zeitraum von 15 Jahren entschieden. Zum 31.12.2023 beträgt der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag der Unterdotierung EUR 16.587,00.

Die Pensionsrückstellung wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB zum Bilanzstichtag mit dem Erfüllungsbetrag von EUR 2.234.660,00 saldiert mit den an die Arbeitnehmer verpfändeten Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 594.454,00 EUR mit einem Betrag von 1.640.205,80 EUR ausgewiesen.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 23.729,00. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden EUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 2.234.660,00
Anschaffungskosten (Aktivwert) der verrechneten Vermögenswerte 594.454,00
verrechnete Aufwendungen 40.410,00
verrechnete Erträge 49.895,00

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

EUR
Urlaubs- und Mehrarbeit 709.406
Gewährleistungen 161.500
Prämien Mitarbeiter, Tantiemen 210.000
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 52.400
Sonstige 255.000
1.388.306

Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte

Die Verbindlichkeiten, gegliedert nach Restlaufzeiten, stellen sich wie folgt dar:

bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
> 5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 758.663 1.362.935 359.717 2.481.315
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leist. 2.505.140 0 0 2.505.140
Sonstige Verbind. 1.239.577 0 0 1.239.577
davon aus Steuern 630.393 0 0 630.393
davon im Rahmen der soz. Sicherheit 17.024 0 0 17.024
davon gg. Gesellschaftern 0 0 0 0
4.503.380 1.362.935 359.717 6.226.032

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlicheiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 2.481.315,31. Die Besicherung erfolgt mittels Grundschulden, Sicherungsübereignung von Maschinen und selbstschuldnernischen Bürgschaften der Gesellschafter.

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt EUR 4.503.380,55 (Vorjahr: EUR 4.491.254,09).

Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR).

Latente Steuern

Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zu bilden wurde kein Gebrauch gemacht.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen Verpflichtungen aus Pacht- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.431. Der Pachtvertrag mit der Firma Ohnhäuser Wallerstein Besitz GmbH & Co. KG verlängert sich jeweils um ein Jahr, soweit nicht spätestens sechs Monate vor Ablauf der Pachtzeit die Kündigung erfolgt ist. Die Jahrespacht beträgt ca. TEUR 1.200. Darüber hinaus bestehen Zahlungsverpflichtungen für Investitionsvorhaben in Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 1.362.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten gliedern sich wie folgt:

Staat Umsatz
EUR
Deutschland 40.653.576,00
EU (ohne Deutschland) 2.023.674,00
Sonstiges Ausland (Drittlandsgebiet) 3.452.358,00

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen unterbleibt aufgrund der homogenen Leistungsstruktur.

sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 68.030,26 (Vorjahr: EUR 83.881,38).

sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 131.391,24 (Vorjahr: EUR 79.081,92) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 208,00
Angestellte 52,00
Teilzeitkräfte 4,00

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 265 zuzüglich 11 Auszubildenden.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Hermann Rieger Diplom-Ingenieur, Lauchheim
Simone Ohnhäuser-Kunzmann Kauffrau, Wallerstein

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 15.100,00 EUR und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 15.100,00
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 17.136.456,58 auf neue Rechnung vorzutragen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 547.985,78 14.262,84 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 547.985,78 14.262,84 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 479.271,97 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 27.383.026,62 689.579,30 278.518,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.260.185,75 191.090,49 5.100,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.085,00 399.900,00 0,00
Summe Sachanlagen 34.199.569,34 1.280.569,79 283.618,52
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 229,27 6,68 0,00
Summe Finanzanlagen 229,27 6,68 0,00
Summe Anlagevermögen 34.747.784,39 1.294.839,31 283.618,52
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 562.248,62
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 562.248,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 479.271,97
2. technische Anlagen und Maschinen 128.385,00 27.922.472,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 6.446.176,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -128.385,00 348.600,00
Summe Sachanlagen 0,00 35.196.520,61
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 235,95
Summe Finanzanlagen 0,00 235,95
Summe Anlagevermögen 0,00 35.759.005,18
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 441.413,78 40.161,84 0,00 0,00 481.575,62
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 441.413,78 40.161,84 0,00 0,00 481.575,62
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 232.992,97 25.029,00 0,00 0,00 258.021,97
2. technische Anlagen und Maschinen 22.872.388,62 1.309.323,30 278.518,52 0,00 23.903.193,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.367.750,75 312.646,49 5.100,00 0,00 5.675.297,24
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 28.473.132,34 1.646.998,79 283.618,52 0,00 29.836.512,61
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 28.914.546,12 1.687.160,63 283.618,52 0,00 30.318.088,23
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 80.673,00 106.572,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 80.673,00 106.572,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 221.250,00 246.279,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 4.019.279,00 4.510.638,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 770.879,00 892.435,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 348.600,00 77.085,00
Summe Sachanlagen 0,00 5.360.008,00 5.726.437,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 235,95 229,27
Summe Finanzanlagen 0,00 235,95 229,27
Summe Anlagevermögen 0,00 5.440.916,95 5.833.238,27

sonstige Berichtsbestandteile

 

Wallerstein, 26. Juni 2024

gez.

Simone Ohnhäuser-Kunzmann

Hermann Rieger

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Prüfungsurteile

An die Ohnhäuser GmbH, Heidenheim

Wir haben den Jahresabschluss der Ohnhäuser GmbH, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ohnhäuser GmbH, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Heidenheim, den 22.07.2024

RHK Russ Haible Kubina PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Kubina, Wirtschaftsprüfer

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