Stifel Europe AG
Taunusanlage 1, 60329 Frankfurt am Main, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörg Baumgartner seit 22.4.2026 | Vorstandsmitglied |
Fabian Zimmer seit 28.11.2025 | Prokura |
Lars Dr. Friedrich seit 17.7.2024 | Vorstandsmitglied |
Bernd Dr. Schneider seit 12.11.2021 | Prokura |
Michael Wolff seit 12.11.2021 | Prokura |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stifel Europe AG (vormals: Stifel Europe Bank AG)Frankfurt am MainJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stifel Europe Bank AG Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsPrüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stifel Europe Bank AG, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stifel Europe Bank AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend beschreiben wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt:
Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt Die Stifel Europe Bank AG erzielt Provisionserträge aus dem Wertpapierkommissionsgeschäft, die auf Basis von Orderprovisionen mit professionellen Kunden durch eine Vielzahl von Geschäften gezahlt werden. Auf Basis der individuell mit den Kunden geschlossenen Vereinbarungen erfolgt eine systemseitige Berechnung und Vereinnahmung der Provisionen aus dem Wertpapierkommissionsgeschäft nach Dienstleistungserbringung durch die Stifel Europe Bank AG. Aufgrund der Volumina der Provisionserträge und der Wesentlichkeit dieser für die Ertragslage der Stifel Europe Bank AG haben wir diesen Sachverhalt als besonders wichtigen Prüfungssachverhalt bestimmt. Prüferisches Vorgehen Im Rahmen unserer Prüfungshandlungen haben wir uns mit dem von den gesetzlichen Vertretern der Stifel Europe Bank AG implementierten Prozess für die Umsatzrealisierung von Provisionserträgen aus dem Wertpapierkommissionsgeschäft befasst und den Prozess vom Ordereingang bis zur Abbildung im Jahresabschluss nachvollzogen. Dabei haben wir unter Einbindung von internen IT-Spezialisten den Aufbau und die Wirksamkeit des eingerichteten Kontrollsystems bezüglich der für die Umsatzrealisierung relevanten IT-Systeme beurteilt und getestet. Wir haben im Rahmen der analytischer Prüfungshandlungen die Provisionserträge aus Wertpapierkommissionsgeschäften pro Transaktionspartner mit unseren Kenntnissen aus Vorjahren abgeglichen und die Entwicklung der Provisionserträge pro Transaktionspartner nachvollzogen. Abweichungen der erzielten Provisionserträge von den erwarteten Provisionserträgen haben wir analysiert und die Umsatzrealisierung anhand von externen Bestätigungen der Depotbanken Stichprobenhaft nachvollzogen. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Realisierung von Provisionserträgen aus dem Wertpapierkommissionsgeschäft ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Die Angaben der Gesellschaft zu Provisionserträgen sind im Abschnitt "Für Dritte erbrachte Dienstleistungen" im Anhang enthalten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Hauptversammlung am 5. Juli 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 9. November 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2019 als Abschlussprüfer der Stifel Europe Bank AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Oliver Heist.
Eschborn/Frankfurt am Main, 31. Mai 2024 EY
GmbH & Co. KG
Heist, Wirtschaftsprüfer Grafen, Wirtschaftsprüfer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023der Stifel Europe Bank AGAktivseite
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023der Stifel Europe Bank AG
ANHANGGRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNGDer Jahresabschluss der Stifel Europe Bank AG zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) und den aktienrechtlichen Regelungen (AktG) aufgestellt worden. Alle Beträge sind, soweit nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in tausend Euro angegeben. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSVORSCHRIFTEN
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
AnlagevermögenDas Anlagevermögen hat sich wie folgt entwickelt:
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
AUSSERBILANZIELLE TRANSAKTIONEN
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
Frankfurt am Main, 31. Mai 2024 Der Vorstand Sébastien Guillaume Carsten Steinborn ANLAGE ZUM JAHRESABSCHLUSS GEMÄSS § 26a ABS. 1 SATZ 2 KWGDie CRD IV enthält in Art. 89 Anforderungen zur länderspezifischen Aufgliederung bestimmter Informationen. Hiernach haben CRR-Institute auf konsolidierter Basis, aufgeschlüsselt nach Mitgliedstaaten der Europäischen Union und Drittstaaten, in denen die Institute über Niederlassungen verfügen, folgende Angaben als Anhang zum Jahresabschluss offenzulegen:
Die Angaben erfolgen auf Grundlage des handelsrechtlichen Konsolidierungskreises der Stifel Europe Bank AG. Der Umsatz und Gewinn wird brutto, d.h. ohne Eliminierung konzerninterner Transaktionen, angegeben. Die geographische Region entspricht dem Sitzland der Niederlassung. Als Umsatzgröße wird das operative Ergebnis ohne Risikovorsorge und Verwaltungsaufwendungen (Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis, sonstige Erträge) herangezogen. Die Anzahl der Beschäftigten wird auf durchschnittliche Basis in Vollzeitäquivalenten angegeben. Die Angaben umfassen den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.
Die rechnerische Kapitalrendite ermittelt als Nettoergebnis (nach Steuern) im Verhältnis zur stichtagsbezogenen Bilanzsumme beträgt -9,9%. LAGEBERICHTGRUNDLAGEN DER STIFEL EUROPE BANK AGOrganisation Die Stifel Europe Bank AG (nachfolgend auch die "Bank") bildet zusammen mit der in London ansässigen Stifel Nicolaus Eu- rope Limited unter der Bezeichnung "Stifel Europe" das pan-europäische Brokerage- und Investment Banking-Geschäft der Stifel-Gruppe. Die Stifel-Gruppe wurde 1890 in St. Louis, USA, begründet und bietet Bank-, Wertpapier- und Finanzdienstleis- tungen in den Vereinigten Staaten, Kanada und Europa an. Die Konzernobergesellschaft Stifel Financial Corp. ist an der NYSE notiert (NYSE: SF). Die Gruppe umfasst über 9.000 Mitarbeiter, davon rund 600 in Europa. Die Bank hat ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main und unterhält Niederlassungen in Paris, Mailand und München. Sie verfügt über eine Vollbanklizenz, ist Mitglied des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. und gehört dessen Einlagensicherungseinrichtung an. Geschäftstätigkeit Die Geschäftstätigkeit der Bank umfasst die Geschäftsfelder Equities, Investment Banking und Fixed Income Capital Markets. Die Geschäftstätigkeit richtet sich ausschließlich an institutionelle Kunden. Das Geschäftsfeld Equities umfasst den Handel und die Abwicklung von Aktientransaktionen für Kunden sowie das Market Making. Equity Research umfasst die Finanzanalyse von rund 600 kontinentaleuropälschen Aktien aus 11 Sektoren. Das Geschäftsfeld Investment Banking beinhaltet die Bereiche Equity Capital Markets (Börsengänge, Kapitalerhöhungen, primäre und sekundäre Aktienplatzierungen), Corporate Solutions (Beratung von börsennotierten Unternehmen) sowie M&A Advisory. Im Geschäftsbereich Fixed Income ist die Bank seit Januar 2021 primär im Handel mit Anleihen und Wandelanleihen tätig. ÜBERBLICK ÜBER DIE GESCHÄFTSENTWICKLUNGFinanzmärkte Das Jahr 2023 war aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen - insbesondere im Hinblick auf internationale Krisenherde, hohe Inflationsraten und allgemeine Wachstums- und Rezessionssorgen - ein herausforderndes Jahr für die Finanzmärkte. Die daraus resultierenden Unsicherheiten dämpften weiterhin die Aktivitäten an den Kapitalmärkten (insbesondere in dem für uns wichtigen Aktienemissionsgeschäft) und im Beratungsgeschäft. Die globalen Aktienmärkte haben sich unter diesen Rahmenbedingungen zuletzt erstaunlich robust entwickelt. Deutlich sinkende Inflationsraten, Hoffnung auf baldige Leitzinssenkungen und die Aussicht auf eine "softe Landung" der US-Wirtschaft haben die Aktienmärkte zum Jahresende 2023 sichtbar befeuert. So weist beispielsweise der MSCI World Index - bedingt durch einen kräftigen Aufschwung bei amerikanischen Tech Werten - für das Gesamtjahr 2023 eine deutlich positive Rendite von 24,4% auf. Trotz der zuletzt erfreulichen Aktienmärkte verharrten die Börsengänge in 2023 auf einem historisch niedrigen Niveau und waren gegenüber dem schon schwachen Vorjahr nochmals rückläufig. Ausweislich einer Studie von EY fanden 2023 in Kontinentaleuropa 122 Börsengänge statt (nach 149 in 2022 und 503 in 2021). Das Emissionsvolumen fiel auf $ 12 Mrd. und damit nochmals um 30% zum Vorjahr. Die Rentenmärkte waren von einer fortlaufenden Straffung der Geldpolitik geprägt. Vor dem Hintergrund der hohen Inflationsraten setzten die Notenbank weltweit die Leitzinsen nach oben. Der Rentenmarkt reagierte mit deutlich steigenden Renditen. Zum Jahresende ließen Spekulationen über baldige Leitzinssenkungen die Renditen wieder deutlich fallen. Geschäftsverlauf Die Bank hat sich dem belasteten Kapitalmarktumfeld nicht entziehen können. Die Geschäftsentwicklung war insgesamt enttäuschend. Das Handelsvolumen verharrte 2023 in etwa auf dem Vorjahresniveau (€ 30,3 Mrd, Vorjahr € 30,7 Mrd). Das Geschäft mit Aktienemissionen verzeichnete nochmals einen deutlichen Rückgang, während das Beratungsgeschäft deutlich besser als im Vorjahr abschnitt. Im Geschäftsbereich Fixed Income stand der weitere Ausbau der in 2021 begonnenen Geschäftstätigkeit im Vordergrund. Im Fokus der Geschäftsentwicklung standen in 2023 eine Verschlankung der Strukturen (unter anderem durch die Schließung der Zweigniederlassung Madrid), eine effizientere Verzahnung der verschiedenartigen Equities und Investment Banking Aktivitäten, die Bündelung der Produkte und Services innerhalb Europas, der Ausbau des elektronischen Aktienhandels sowie Maßnahmen zum Kostenmanagement. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage Das Provisionsergebnis fielmit € 28,1 Mio gegenüber € 26,3 Mio im Vorjahr geringfügig besser aus (+6.9%). Das Handelsergebnis betrug T€ 709 (im Vorjahr negativ T€ 736). Das Zinsergebnis spielt im dienstleistungsorientierten Geschäft der Bank weiterhin keine wesentliche Rolle. Die Verwaltungsaufwendungen (Personalaufwendungen, andere Verwaltungsaufwendungen und Abschreibungen) sind gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant (€ 44,0 Mio, Vorjahr € 43,2 Mio). Die Personalaufwendungen sind primär bedingt durch Aufwendungen für Abfindungen geringfügig gestiegen (€ 29,7 Mio, Vorjahr € 28,9 Mio). Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind durch allgemeine Kostensteigerungen u.a. der IT und Telekommunikationskosten angestiegen (€ 13,5 Mio, Vorjahr € 12,6 Mio). Die Abschreibungen waren im Jahresverlauf rückläufig. Die Mitarbeiterzahl betrug im Jahresdurchschnitt 144 Vollzeitkräfte (2022: 152 Vollzeitkräfte). Das Geschäftsjahr schließt mit einem deutlich negativen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftsentwicklung von € 15,5 Mio. Der Jahresfehlbetrag beträgt € 16,8 Mio. Die Bilanzsumme beträgt zum 31. Dezember 2023 € 168,5 Mio (Vorjahr € 138,9 Mio) und ist wesentlich durch die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Wertpapierverrechnungssalden geprägt. Diese betrugen aktivisch € 120,0 Mio (Vorjahr € 95,2 Mio) und passivisch € 118,5 Mio (Vorjahr € 97,8 Mio). Wesentliche Änderungen in der Bilanzstruktur haben sich nicht ergeben. Die Gesellschafterin hat den verlustbedingten Kapitalverzehr durch Einlage von Darlehensrückforderungen von zusammen € 15,0 Mio und Einzahlung von € 4,0 Mio in die Kapitalrücklage ausgeglichen. Die bilanzielle Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 15,4%. Zum Bilanzstichtag betrugen die Sichtguthaben bei der Bundesbank und anderen Banken € 25,0 Mio. Die Bank hat zum 31. Dezember 2023 ein Darlehen der Gesellschafterin in Höhe von € 9,0 Mio in Anspruch genommen. Bankaufsichtsrechtliche Eigenmittel Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittel gemäß CRR umfassen ausschließlich hartes Kernkapital und betragen gemäß der Meldung zum 31. Dezember 2023 € 28,3 Mio. Diesen standen risikogewichtete Vermögenswerte von € 80,7 Mio gegenüber. Hieraus ergibt sich eine auskömmliche Gesamtkapitalquote von 35,1% (Mindestquote 10.0%). Die Verschuldungsquote (Leverage-Ratio) beträgt zum 31. Dezember 2023 57,4% (mind. 3%). Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Ein wichtiger Erfolgsfaktor der Bank sind die Kompetenz, die Integrität und der Einsatz unserer Mitarbeiter. Die Bank zielt darauf ab, ein attraktives Arbeitsumfeld und gute Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen und so Talente zu gewinnen und langfristig zu binden. Dies schließt marktgerechte Vergütungen ein. Die Bank berücksichtigt in ihrer Geschäftsausrichtung Umweltbelange, beispielsweise bei Investitionsentscheidungen oder der Annahme von Kunden. Zur Koordination der umweltbezogenen Belange besteht ein bankübergreifendes Komitee. Das Komitee definiert und steuert entsprechende Maßnahmen und überwacht deren Verankerung in den Geschäftsprozessen. Stifel-Konzern Die Stifel-Gruppe verzeichnete ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2023. Sie weist für 2023 Gesamtumsätze von $ 4,3 Mrd. und ein Net-Income von $ 523 Mio auf. Die konsolidierte Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag $ 37,7 Mrd, das bilanzielle Eigenkapital $ 5,3 Mrd. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf Die Bank schließt das Geschäftsjahr mit gestiegenen Gesamterträgen, die gleichsam hinter den Erwartungen blieben und bei nahezu konstanten Verwaltungsaufwendungen zu einem deutlichen Jahresfehlbetrag geführt haben. Ursächlich hierfür war das historisch schlechte Umfeld im Geschäft mit Aktienemissionen. Die Vermögens- und Finanzverhältnisse der Bank sind unverändert solide und zufriedenstellend. Die Eigenmittelausstattung liegt deutlich über den gesetzlichen Anforderungen. Die Zahlungsfähigkeit der Bank war im Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. RISIKOBERICHTDie Verantwortung für das Risikomanagement obliegt dem Vorstand, der die Risikostrategie definiert, Risikorichtlinien und Anweisungen erlässt, deren Einhaltung überwacht und die notwendigen Managementkapazitäten und Ressourcen zur Verfügung stellt. Für die Steuerung und Eskalation von Risiken sind Management und Mitarbeiter auf verschiedenen Ebenen verantwortlich. Zur Koordination besteht ein Risk Management Committee. Risikotoleranz und Risikokapazität werden jährlich vom Vorstand überprüft und genehmigt. Zur Überwachung werden Berichte erstellt, die das Risikoprofil im Blick auf die Risikotoleranz und Risikokapazität bewerten und beim Überschreiten von Toleranzschwellen Eskalations- und Berichtsprozesse auslösen. Das Risikoprofil der Bank unterscheidet sich von anderen Banken dahingehend, dass unser Geschäftsmodell konsequent auf das Kapitalmarktgeschäft ausgerichtet ist und die Bank kein Kredit- und Einlagengeschäft betreibt. Adressenausfall- und Refinanzierungsrisiken spielen daher eine untergeordnete Rolle. Wir sehen die folgenden Risiken als wesentlich für die Bank an und haben entsprechende risikominimierende Maßnahmen implementiert:
Die Ausgestaltung des Risikomanagements orientiert sich an der Risikoeinschätzung, den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorgaben sowie den branchenüblichen Risikomessmethoden und -verfahren. Hierzu besteht ein Risikotragfähigkeitskonzept, welches das Gesamtrisikoprofil der Bank abbildet und sicherstellen soll, dass die Risiken jederzeit ausgewogen und angemessen sind und der Fortbestand der Bank auch bei außerordentlich hohen Verlusten aus unwahrscheinlichen Extremereignissen gewährleistet bleibt. Wir beobachten die Risikoentwicklung zudem anhand verschiedener Szenarien und Stresstests. Für das Gesamtrisiko sowie die Einzelrisiken bestehen jeweils Limite, die den maximal tolerierten Risikobetrag einzeln und gesamthaft begrenzen. Die Risiken werden wie folgt quantifiziert:
Die Risikowerte, Limite und Limitauslastungen wiesen zum 31. Dezember 2023 folgende Werte auf:
Den Risiken stand zum 31. Dezember 2023 ein Risikodeckungskapital von T€ 27.583 gegenüber. Die Gesamtrisikokapitalquote betrug 140% (Mindestquote 100%). Die Risikotragfähigkeit der Bank war im Geschäftsjahr jederzeit gegeben. Das Risikoprofil hat sich innerhalb des vorhersehbaren Niveaus bewegt. Es sind keine Vorkommnisse bekannt geworden, die außergewöhnliche Risiken begründet hätten. VORAUSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKENDie Rahmenbedingungen haben sich in den ersten Monaten 2024 erstmals nach zwei Jahren verbessert. Die Erwartungen der meisten Kapitalmarktbeobachter sind für 2024 verhalten positiv. Wir sehen erste Anzeichen, die auf eine Belebung des Aktienemissionsgeschäfts hinweisen. Das Beratungsgeschäft verlief in den ersten Monaten 2024 erfreulich. Gleichwohl sind die Kapitalmärkte nach wie vor gravierenden geopolitischen Unwägbarkeiten ausgesetzt, die eine belastbare Vorhersage für das Gesamtjahr schwierig machen. Die Bank ist hinsichtlich ihres Produkt- und Serviceangebotes gut aufgestellt, von einer fortwährenden Belebung der Märkte zu profitieren. Ein insgesamt positiveres Kapitalmarktumfeld sollte zusätzliche Impulse für den Aktienhandel liefern. Zudem sollten Börsengänge wieder deutlich öfter stattfinden. Wir gehen davon aus, dass die Bank bei einer nachhaltigen Belebung der Märkte die Gesamterträge gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern kann. Hinsichtlich der allgemeinen Verwaltungsaufwendungen gehen wir aufgrund der in 2023 eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung von moderat rückläufigen Aufwendungen aus. In Abhängigkeit der Ertragsentwicklung sollte ein ausgeglichenes Gesamtergebnis erzielbar sein. Unser Geschäftserfolg und unsere Ertragskraft hängt im besonderem Maße von der Entwicklung der Kapitalmärkte ab, die wir weder vorhersehen noch beeinflussen können. Nachteilige Kapitalmarktentwicklungen können das Aktienhandelsvolumen und das Aktienplatzierungsgeschäft beeinträchtigen, was entsprechende Ertragseinbußen nach sich zieht. Im Umkehrschluss bieten Kapitalmarkttransaktionen immer wieder Chancen, die Provisionseinnahmen sprunghaft zu steigern und signifikante Umsatzzuwächse auszuweisen. ABHÄNGIGKEITSBERICHT GEMÄSS § 312 AktGDer Vorstand hat gemäß § 312 Aktiengesetz einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt und zur Prüfung vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht enthält folgende Schlusserklärung: Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
Frankfurt am Main, 31. Mai 2024 Der Vorstand Sebastian Guillaume Carsten Steinborn Auftragsbedingungen, Haftung und VerwendungsvorbehaltWir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2017 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. BERICHT DES AUFSICHTSRATESSehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär, Liebe Kunden, das Jahr 2023 war ein herausforderndes Jahr für die Finanzmärkte in einem schwierigen Umfeld, das von verschiedenen internationalen Krisen, hohen Inflationsraten und weit verbreiteten Sorgen über Wachstum und Rezession in den meisten europäischen Ländern geprägt war. Die daraus resultierenden Unsicherheiten wirkten sich negativ auf die Kapitalmärkte aus, insbesondere auf Börsengänge. Die Bank konnte sich diesem Umfeld nicht entziehen, so dass das Ergebnis im Jahr 2023 enttäuschend ausfiel. Das Handelsvolumen lag auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2023 (30,3 Mrd. EUR). Das Gesamtergebnis wurde durch die äußerst schwierigen Bedingungen für Börsengänge negativ beeinflusst. Das Geschäftsjahr schloss mit einem deutlich negativen Jahresergebnis von 16,8 Mio. EUR. Der Gesellschafter glich den Verlust mit Kapitaleinlagen von insgesamt 19,0 Mio. EUR aus. Die Vermögens- und Finanzlage der Bank ist weiterhin sehr solide und zufriedenstellend. Die Eigenkapitalausstattung liegt deutlich über den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Auch in Zukunft werden die Märkte herausfordernd bleiben, auch wenn sich das allgemeine Umfeld in den ersten Monaten des Jahres 2024 erstmals seit zwei Jahren wieder verbessert hat. Wir werden auch im Jahr 2024 unseren strategischen Kurs verfolgen und unsere Fähigkeiten entsprechend verbessern und anpassen. Während des Geschäftsjahres bestand der Vorstand aus Herrn Sebastien Guillaume und Herrn Carsten Steinborn. Dem Aufsichtsrat gehörten Frau Eithne O'Leary, Herr Victor Nesi, Herr Charles Ashton (bis 4. Juli 2023) und Herr Nick Tissot (ab 5. Juli 2023) an. Wir möchten Charles Ashton für seine harte Arbeit und sein großes Engagement für die Bank danken. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben in vollem Umfang wahrgenommen. Er hat den Vorstand kontinuierlich beraten und überwacht. Im Jahr 2023 fanden verschiedene Sitzungen und zahlreiche informelle Gespräche statt. In den Aufsichtsratssitzungen wurden die Mitglieder des Gremiums regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Lage der Bank informiert. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstandes gemeinsam mit dem Vorstand geprüft. Auch außerhalb der Sitzungen standen die Mitglieder des Aufsichtsrats in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließen sich über die Geschäftspolitik, die Personalbeschaffung und andere Personalfragen, die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung, die Risikolage, die Compliance und andere Angelegenheiten von wesentlicher Bedeutung berichten. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzverlusts für das Geschäftsjahr 2023 erhalten. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Vorstand hat einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2023 erstellt und dem Aufsichtsrat zusammen mit dem Prüfungsbericht der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass nach seiner Prüfung und fachlichen Beurteilung die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfungen an. Er hat seinerseits den Jahresabschluss und den Lagebericht, den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und erhebt keine Einwendungen. Er billigt die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse, die damit festgestellt sind. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit und ihr großes Engagement in einem besonders herausfordernden Jahr. Wir freuen uns darauf, die erfolgreiche Entwicklung der Bank als Teil der Stifel-Gruppe fortzusetzen.
Frankfurt am Main, 27. Juni 2024 Der Aufsichtsrat Eithne O'Leary, Vorstandsvorsitzende Beschluss über die Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2023Die dreiundzwanzigste ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft vom 3. Juli 2024 hat beschlossen, den ausgewiesenen Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 45.877.792,86 auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurt am Main, im Juli 2024 Der Vorstand |
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Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Logistikdienstleistungen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
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ODDO BHF SE
66mBeteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
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