Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 21105
Vorher
Golden 104. Vermögensverwaltungs AG
Eingetragen
2.1.2009
Branche
FondsmanagementVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
ist die Verwaltung eigenen Vermögens im eigenen Namen und auf eigene Rechnung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Thomas Krämer
seit 20.3.2009
Vorstandsmitglied

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Anteil
Thomas Krämer
20 B, Rue des Carrières, 1316 Luxemburg
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Timberland Capital AG

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ

AKTIVA

Einzelposten Geschäftsjahr Gesamt Geschäftsjahr Einzelposten Vorjahr Gesamt Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 16,00 402,00
II. Sachanlagen 3.856,00 8.078,00
III. Finanzanlagen 10.762.956,31 9.476.006,46
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
2.221.170,40 2.146.658,82
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten
170.870,40 10.550,76
Summe Aktiva 13.158.869,08 11.641.696,04

PASSIVA

Einzelposten Geschäftsjahr Gesamt Geschäftsjahr Einzelposten Vorjahr Gesamt Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50,000,00
II. Kapitalrücklage 7.980.050,34 6.367.813,29
III. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 0,00 0,00
IV. Jahresfehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 156.289,08 356.289,08
C. Verbindlichkeiten 4.972.529,66 4.917.593,67
Summe Passiva 13.158.869,08 11.691.696,04

ANHANG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

1. Allgemeine Angabe

Die Timberland Capital AG hat Ihren Sitz in Duisburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg (Reg. Nr. HRB 21105)

Die Timberland Capital AG ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne des § 267a HGB.

Der Jahresabschluss wird nach Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB), unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften (AktG) sowie der Regelungen der Satzung der Gesellschaft aufgestellt.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 274a, 276 und 288 Abs. 1 HGB teilweise in Anspruch. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Das Finanzanlagevermögen umfasst Genussrechte, die zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet sind.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zu Nominalwerten bilanziert. Fremdwährungsbestände wurden zum Bilanzstichtag mit den Devisenkassamittelkursen bewertet.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

III. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen für das Genussrechtskapital.

 

Duisburg, 29. Juni 2024

Thomas Krämer, Vorstand

WEITERE DATEN

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Grundlagen des Unternehmens

Die Timberland Capital AG, Duisburg (im Folgenden kurz "TCAG" oder "Gesellschaft" genannt) ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Timberland Capital S.A., Luxemburg, die seit dem 30. März 2009 alleiniger Aktionär der Gesellschaft ist.

Auf der Grundlage eines von der Muttergesellschaft strukturierten Genussrechtekonzeptes bietet die Gesellschaft Anlegern die Genussrechte zum Erwerb an. Die TCAG investiert ihrerseits originär in eine Zielgesellschaft (Timberland Capital S.A., Luxemburg). Die Zielgesellschaft kann ein- oder mehrfach von ihrem Recht des Schuldnerwechsels Gebrauch machen und hat hiervon u.a. im abgelaufenen Geschäftsjahr auch Gebrauch gemacht. Dabei werden seitens der Investoren sowohl Einmalzahlungen geleistet als auch ratierliche Zahlungen vorgenommen, wobei sich die Laufzeiten der Investitionen der Investoren über einen Zeitraum von 7 bis 25 Jahren erstrecken.

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Thomas Krämer, Kaufmann, geführt.

Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung Gesamtwirtschaft weltweit

Die Weltwirtschaft expandierte im vergangenen Jahr verhalten. Die hohe Inflation war einer der Gründe dafür, denn sie dämpfte die privaten Konsumausgaben. Zudem bremste die in vielen Regionen straffere Geldpolitik das Wirtschaftswachstum. Eine Rezession blieb allerdings aus, nicht zuletzt wegen der als robust einzustufenden Arbeitsmärkte. Auch die Finanzwirtschaft wurde nicht anhaltend beeinträchtigt, partielle Turbulenzen im Frühjahr zogen keine spürbaren Folgen für die Weltkonjunktur nach sich.

Das Jahr 2023 war insgesamt geprägt von ungewöhnlich hoher Inflation. Die globale Teuerungswelle ebbte jedoch im Jahresverlauf spürbar ab. Diese war zuvor durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die wirtschaftspolitischen Reaktionen in Gang gesetzt worden und verstärkte sich sodann durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Daraus resultierten vielerorts die stärksten Preisanstiege seit Jahrzehnten. In Reaktion auf die hohen Inflationsraten verstärkte sich auch das Lohnwachstum erheblich und trug selbst zu weiteren Preissteigerungen insbesondere im Bereich der Dienstleistungen bei. Manche Unternehmen weiteten im Umfeld hoher Inflation zudem ihre Gewinnmargen aus. V:\Steuer Timberland Capital AG\2023\Bundesanzeiger

Die Verbraucherinflation betrug in den Industrienationen im Jahresdurchschnitt 2022 7,8 % und im Jahr 2023 noch immer 4,9 %. Für das Nachlassen der Inflation war der Rückgang der zuvor drastisch gestiegenen Energiepreise im Wesentlichen verantwortlich. Auch die Kerninflation, bei der die Energie- und Nahrungsmittelpreise nicht eingerechnet werden, ließ 2023 nach. Diese betrug in der Berichtsperiode noch 4,8 % nach 5,2 % im Jahr 2022.

Laut Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürfte die Weltwirtschaft im vergangenen Jahr insgesamt um 3,1 % gewachsen sein, nach 3,5 % im Jahr 2022.

Vor dem Hintergrund etwaiger Risiken aus einer weiteren möglichen Fortsetzung der Wachstumsabschwächung in China, einer etwaigen Eskalation der kriegerischen Handlungen in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die etwaige Zunahme bzw. Ausweitung geopolitischer Spannungen in anderen Weltregionen wurde im Dezember 2023 beschlossen die Finanzmittel des Internationalen Währungsfonds dauerhaft zu erhöhen. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die globale Finanzstabilität auch für die Zukunft zu sichern.

Konkret hat der Gouverneursrat des IWF im Dezember 2023 beschlossen, die IWF-Quotenmittel um 50 % zu erhöhen. Die Quoten werden für alle Mitgliedsländer proportional erhöht, die Quotenanteile bleiben daher für alle unverändert. Gleichzeitig wurde beschlossen, die NKV (Neue-Kreditvereinbarungen) zeitgleich zur Erhöhung der Quoten zu reduzieren.

Besonders robust zeigte sich im Jahr 2023 die Wirtschaft der Vereinigten Staaten, wo sich die Produktion trotz des scharfen Zinsanstiegs - gestützt durch eine expansive Finanzpolitik - weiter deutlich erhöhte. Für das Gesamtjahr 2023 wurde ein Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,5 Prozent verzeichnet. Haupttriebkraft hierfür war der private Konsum, dies u.a. gestützt auf spürbar gestiegene Realeinkommen und einem robusten Arbeitsmarkt. Die Verbraucherpreisinflation ist im Jahresdurchschnitt 2023 gegenüber dem Vorjahr mit 8 auf 4,1 Prozent stark zurückgegangen.

Entwicklung Gesamtwirtschaft Eurozone

Die Wirtschaft im Euroraum verlor im vergangenen Jahr ebenfalls an Schwung. Die hohe Inflation belastete den privaten Konsum. Die schwache Auslandsnachfrage setzte der Industrie zu. Ferner liefen viele im Zuge der Pandemie und der Energiekrise beschlossenen Stützungsmaßnahmen aus.

Hinzu kamen die gestiegenen Finanzierungskosten, welche ebenfalls das Wachstumstempo drosselten. Insgesamt verlangsamte sich das Wachstum des realen BIP von kalenderbereinigt 3,4 % gegenüber dem Vorjahr im Mittel von 2022 auf 0,5 % in der Berichtsperiode. 2

Der Preisdruck ließ im Euroraum im abgelaufenen Jahr deutlich nach. Wie auch in Deutschland war der primäre Anlass ein deutlicher Rückgang der Energiepreise. Im Jahresmittel 2023 stieg der Gesamt-HVPI ("Harmonisierten Verbraucherpreisindex") im Euroraum um 5,4 %. Im Jahr zuvor hatte die Inflationsrate noch 8,4 % betragen.

Bei der Kerninflation war hingegen eine Zunahme von 3,9 % in 2022 auf 4,9 % im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Die Rückkehr der Inflation zur Zielrate von 2 % benötigt noch Zeit. Laut dem jüngsten Preisausblick des Eurosystems wird der HVPI im laufenden Jahr noch um 2,7 % ansteigen.

Erst im nächsten Jahr wird mit einer Inflationsrate von 2,1 % gerechnet - nahe beim Inflationsziel.

2023 war ein schwieriges Jahr für die deutsche Wirtschaft. Neben den Nachwirkungen der stark gestiegenen Energiekosten belastete die schwache Auslandsnachfrage die industrielle Erzeugung.

Darüber hinaus drückte die hohe Inflation den privaten Verbrauch. Die hohen Lohnsteigerungen führten daher noch nicht dazu, dass sich die Konsumausgaben deutlich belebten. Ferner wirkte sich die straffere Geldpolitik des Eurosystems belastend auf die Konjunktur aus. Die gestiegenen Finanzierungskosten dämpften die Investitionen, dies vor allem im Wohnungsbau.

Durch den Wegfall der pandemiebedingten Ausgaben, wie etwa für Impfungen und Tests, konnte ein kräftiger Rückgang des Staatskonsums verzeichnet werden.

Stützend wirkten hingegen die Normalisierung der Lieferketten, die hohen Auftragsbestände in Industrie und Bau sowie der nach wie vor stabile Arbeitsmarkt. Insgesamt ging die deutsche Wirtschaftsleistung, gemessen am preis- und kalenderbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP), im vergangenen Jahr nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,1 % gegenüber dem Vorjahr leicht zurück. Gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) überschritt die Inflation in Deutschland im Oktober 2022 ihren Höhepunkt. 2

Fiskaldaten Deutschland

Die Lage der öffentlichen Finanzen in Deutschland verbesserte sich im vergangenen Jahr u.a. bedingt durch das Auslaufen der temporären Corona-Stützungsmaßnahmen und trotz zunehmender Belastungen etwa für Energiekrisen-Hilfen, Verteidigung sowie gestiegener Zinsausgaben oder durch die ungünstige konjunkturelle Entwicklung.

Die staatliche Defizitquote sank von 2,5 % im Jahr 2022 auf 2 % in der Berichtsperiode.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

2023 standen die Finanzmärkte erneut im Spannungsfeld zwischen geopolitischen Ereignissen -wie der Krieg in der Ukraine und der Nahostkonflikt- sowie der Inflation und Zinspolitik nebst Konjunkturentwicklung. Insbesondere die hohen Inflationsraten als Folge von Preisanstiegen und Lieferengpässen bei Rohstoffen sowie die fortgesetzten Leitzinsanhebungen der Notenbanken prägten das Jahr 2023. Hinzu kamen die Bankenturbulenzen in den USA und der Schweiz, welche in ihrem Ausmaß und Umfang bedeutende Stressereignisse darstellten.

Die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve hat bei ihrer letzten Erhöhung im Juli 2023 - der elften innerhalb von sechzehn Monaten - die Bandbreite für den effektiven Leizinssatz auf 5,25 - 5,50 Prozent festgesetzt. Die EZB erhöhte den Einlagenzins in mehreren Schritten, zuletzt im September auf 4,50 Prozent.

Einhergehend mit dem Ende des Zinserhöhungszyklus der Notenbanken infolge leicht rückläufiger Inflationsraten und der Erwartung baldiger Zinssenkungen konnten die internationalen Börsen das Jahr 2023 mit deutlichen Kurszuwächsen beenden.

In den USA beendete der Dow Jones Industrial Average Index, der mit der Jahresendrally einen neuen historischen Höchststand erreichte, den Beobachtungszeitraum mit 37.689,54 Punkten, ein Plus von 13,7 % seit Jahresbeginn. Der marktbreitere Standard & Poor's 500 Index stieg 2023 um 24,2 % auf 4.769,83 Punkte. In Europa verzeichnete der Euro Stoxx 600 Index einen Anstieg von 12,7 % im Vergleich zum Ultimo des Vorjahres und beendete das Jahr bei 479,02 Punkten.

Der deutsche Aktienindex DAX verzeichnete ebenfalls zum Jahresende seinen historischen Höchststand und stieg um 20,3 % auf 16.751,64 Punkte. 3

Demgegenüber stand der starke Anstieg der Renditen für Staatsanleihen in den USA und Europa.

Mit einer Inflationsrate von über 5 % im Dezember 2023 wurden Preissteigerungen wie seit 30 Jahren nicht mehr erreicht. Teilweise waren dafür die Entwicklungen an den Rohstoffmärkten verantwortlich. In den Anlageklassen Aktien und Rohstoffe konnten bis zu zweistelligen Kursgewinnen realisiert werden. Die Wertentwicklung reichte 2023 von -3,5 % bis +32,7 %.

Schlusslicht im Jahr 2023 sind Anleihen der Schwellenländer (-3,5 %), gefolgt von globalen Staatsanleihen (-3,1 %) und Unternehmensanleihen (-2,1 %). Diese verzeichneten im 4. Quartal nochmal leichte Verluste, aufgrund der Inflationsentwicklung und des Trends zum Rückgang gelpolitischer Hilfsmaßnahmen. Die Wertentwicklung des Geldmarkts verlief in der Jahresbetrachtung ebenfalls negativ mit -0,6 %.

Gewinner im Jahr 2023 waren Hochzinsanleihen die als einzige Anleiheklasse um +3,0 % zulegen konnten. Die Wertentwicklung der Aktien aus den Schwellenländern lag bei +4,2 %. Insbesondere die schwächelnde wirtschaftliche Entwicklung Chinas in der zweiten Jahreshälfte verhinderte hier ein besseres Ergebnis. Trotz vielfältiger Belastungsfaktoren im 4. Quartal 2023 (Inflation, Lieferkettenprobleme, schwache Wachstumsdaten) erholten sich Aktien aus den Industrieländern und Rohstoffe von zwischenzeitlichen Kursrückgängen und konnten weiter zulegen. Im gesamten Jahr legten Rohstoffe (+20,7 %) und Aktien aus den Industrieländern (+32,7 %) im zweistelligen Bereich zu.

Der Euro verbilligte gegenüber dem US-Dollar um 7,95%, gegenüber dem britischen Pfund Sterling um 5,94% und gegenüber dem Schweizer Franken um 4,04%. Lediglich gegenüber dem japanischen Yen verteuerte sich der Euro um 3,87%.

2.2 Vermögensanlage und Vermögensverwaltung

Die Timberland Capital AG ist ausgerichtet auf das Einwerben von renditeorientierten Direktbeteiligungen über Genussrechte. Dabei werden den Investoren fünf verschiedene Genussrechtsklassen angeboten. Die Gesellschaft investiert dabei als Herausgeberin, das eingeworbene Kapital, über den Erwerb von Genussrechten in eine Zielgesellschaft und beabsichtigt aufgrund dieser Genussrechte Erträge zu erzielen.

2.3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1 Vermögenslage

Das Eigenkapital besteht aus dem Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von T€ 50 sowie Kapitalrücklagen. Die Kapitalrücklagen resultieren aus der laufenden Platzierung von Genussrechten der Serie 2009.

Finanzlage

Die Liquiditätssituation des Unternehmens war im Jahr 2023 weiterhin zufriedenstellend. Der Zahlungsverkehr konnte ferner zeitgerecht abgewickelt werden.

2.3.2 Ertragslage

Der Jahresfehlbetrag resultiert insbesondere aus den Zinsaufwendungen, Aufwendungen für Mietleasing, Kosten für EDV/IT Support, Buchführungskosten, Aufwendungen für Lizenzen und Konzessionen, Rechts- und Beratungskosten, Nebenkosten des Geldverkehrs, sonstige betriebliche Aufwendungen sowie den allgemeinen Kosten der laufenden Ausgabe.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts beurteilt der Vorstand die Gesamtentwicklung als optimierungsfähig. Der Kapitalzufluss ist aufgrund eines hohen Anteils an ratierlichen Verträgen teilweise schleppend. Es zeichnet sich weiterhin ab, dass teilweise ratierliche Verträge nicht fristgerecht bedient werden. Es besteht das Risiko, dass diese Beträge nicht bzw. nur teilweise und/oder deutlich später als planmäßig eingebracht werden können.

2.3.3 Bilanzierungsansatz

Bezüglich der als eingeforderte/überfällige Einzahlung, wurde eine Anpassung des handelsrechtlichen Ansatzes ohne eine Änderung der substanziellen Bewertung durchgeführt. Grundsätzlich bleibt das Risiko, dass diese Beträge nicht bzw. nur teilweise und/oder deutlich später als planmäßig eingebracht werden können.

2.3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Der Jahresfehlbetrag per 31.12.2023 wurde durch das Genussrechtskapital getragen.

Satzung und Firma

Vorstand der Gesellschaft war im Berichtsjahr 2023 ausschließlich Herr Thomas Krämer, geschäftsansässig in Duisburg. Aufsichtsräte der Gesellschaft im Berichtsjahr waren Herr Dirk Köster (Vorsitzender), Herr Károly Krizsan (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Dirk Zwaneveld.

Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Angestellten. Der alleinige Vorstand und die Aufsichtsräte der Gesellschaft haben im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Vergütungen, Tantiemen, Kostenerstattungen oder Zuwendungen anderer erhalten.

Nachtragsbericht

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten. Gleichwohl wird auf die derzeitige anhaltende Covid-19 (Corona)-Krise hingewiesen, deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sich sowohl kurz-, mittel- als auch langfristig noch nicht abschätzen lassen, hingewiesen. Es ist dabei nicht ausgeschlossen, dass die sich hieraus ergebenden Risiken und die damit einhergehenden Auswirkungen Vorgänge von besonderer Bedeutung darstellen könnten.

Prognosebericht

Die Gesellschaft hat zum Ende des abgelaufenen Wirtschaftsjahres 2023 Genussrechte ausgegeben. Davon konnte sie zum selben Zeitpunkt einen Teil realisieren. Hiervon stehen, aufgrund von ratierlich vereinbarten Ratenzahlungen, weitere Beträge aus. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 waren Zahlungen überfällig und wurden bereits eingefordert. Es besteht das Risiko, dass diese Beträge nicht bzw. nur teilweise und/oder und deutlich später als planmäßig eingebracht werden können.

Aktuell beherrschen insbesondere die Auswirkungen der Corona Pandemie das Weltgeschehen. Potenzielle Risiken, welche sich daraus ergeben sind unter Berücksichtigung des fortschreitenden Krisen-Verlaufs für die Euro-Zone zum jetzigen Zeitpunkt kaum kalkulierbar. Die entstehenden Risiken werden im Besonderen möglicherweise auch durch politische Entscheidungen geprägt sein. Auch wenn zahlreiche Hilfsprogramme zur Unterstützung der Wirtschaft zeitnah und zunächst pragmatisch von den Regierungen geschaffen wurden bzw. geschaffen werden, kann niemand bisher absehen, welche Auswirkungen die Krise letztendlich auf das globale wirtschaftliche Geschehen haben könnte bzw. wird. Insbesondere kann niemand weitere Dauer und den weiteren Verlauf und daraus resultierende weitere Risiken absehen. Wir stehen unverändert im Verlauf der Krise, daher nehmen wir Abstand weitere Prognosen an dieser Stelle zu veröffentlichen.

Risikobericht

Die nachstehenden Risiken sind nicht die einzigen Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist bzw. die mit dem Geschäft der Gesellschaft verbunden sind. Es bestehen weitere Risiken, die die Gesellschaft gegenwärtig nicht bekannt sind oder die derzeit für nicht wesentlich erachtet werden. Die Reihenfolge der Darstellung der einzelnen Risiken stellt keine Aussage über die Realisierungswahrscheinlichkeit sowie der wirtschaftlichen Auswirkungen eines Eintritts dar.

Es besteht das Risiko, dass der Wert der eingeforderten und überfälligen Einzahlungen in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Die eingesetzten Methoden zur Identifizierung von Risikopotentialen zeigen auf, das trotz Erinnerung an die Erfüllung der ratierlichen Einzahlungsverpflichtungen die Zahlungseingänge auf bereits überfällige Verträge gering ist. Ziel des Unternehmens ist es, die Höhe der ausstehenden Zahlungen deutlich zu reduzieren und zeitnah einzufordern.

Die Gesellschaft partizipiert am zukünftigen Erfolg der Herausgeberin der Genussrechte der jeweiligen Zielgesellschaft, die sich durch einen oder mehrere Schuldnerwechsel ändern kann, und auch im abgelaufenen Geschäftsjahr geändert hat, und unterliegt somit den aus diesen Anlagen und Schuldnerwechseln typischerweise entstehenden Ausfall-, Liquiditäts-, Zahlungsstromänderungs- und Preisänderungsrisiken.

Unsere Bestrebungen weiteres Wachstum aus einer Ausweitung der Geschäftstätigkeit zu generieren erfolgt vor dem Hintergrund derzeit weiterhin sehr anspruchsvoller Marktbedingungen. Weiterhin bleibt es ein Ziel der Unternehmenspolitik, eine positive Entwicklung zu erreichen.

Der Fokus liegt ferner auf einer überschaubaren Kostenentwicklung, der Aufrechterhaltung der Liquidität sowie der Zielsetzung der Erwirtschaftung eines angemessenen Gewinns. Potenzielle Risiken, welche sich aus der COVID-19 Pandemie ergeben sind unter Berücksichtigung des Verlaufs für die EURO-Zone zum jetzigen Zeitpunkt kaum kalkulierbar. Die durch das Virus entstehenden Risiken sind im Besonderen auch durch politische Entscheidungen geprägt und werden dies auch zukünftig sein.

Wir sehen uns insbesondere Marktrisiken, Liquiditätsrisiken, operationellen Risiken, strategischen Risiken ausgesetzt. Verantwortlich für die Risikoüberwachung und Risikostreuung ist die Geschäftsleitung. Regelmäßig beurteilen wir die identifizierten Risiken und ergreifen bei Bedarf geeignete Maßnahmen zur Risikoreduzierung.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko (einschließlich des kurzfristigen Liquiditäts- und Refinanzierungsrisikos) bezeichnet die Möglichkeit, dass fällige Verpflichtungen gegenüber Dritten nicht planmäßig beglichen werden können. Die Gesellschaft berücksichtigt dieses Risiko im Rahmen ihrer Risikosteuerung.

Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken bezeichnen mögliche Wertänderungen als Folge der Veränderung von Marktpreisen einzelner Anlagen wie u.a. Währungsrisiken, Restwertrisiken und sonstige Preisrisiken.

Adressenausfallrisiko

Unter dem Adressenausfallrisiko wird das Risiko verstanden, dass Forderungen von den Schuldnern nicht mehr beizubringen sind, weil diese an Bonität verlieren oder gänzlich als Zahlungsadressat ausfallen. Daneben wird auch das Länderrisiko bei bestehenden Aktivposten, vor allem der Finanzinstrumente, unter diese Risikokategorie subsumiert. In diesem Zusammenhang bestehen darüber hinaus die vorgenannten Risiken aus ein- oder mehrmaligen Schuldnerwechseln im Rahmen der gehaltenen Finanzinstrumente.

Ausfallrisiken bestehen u.a. bei den Finanzinstrumenten.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko wird definiert als Gefahr von Verlusten, die in Folge von Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Diese Risiken umfassen somit eine Vielzahl verschiedener Vorkommnisse. Hierzu zählen u.a. Personalrisiken, Prozessrisiken, IT-Risiken einschließlich der Informationssicherheit, Ausfall-, Verschlechterungs-, Transaktions-, Abwicklungs-, Engagement-, Länder-, Absicherungs- und Konzentrationsrisiken, strategische Risiken, Steuerrisiken sowie Rechtsrisiken.

Rechtsrisiken

Auf Grund von Rechtsstreitigkeiten und/oder Rückabwicklungen von Verträgen in Bezug auf einzelne Anleger kann bzw. könnte es damit zu einer Veränderung des gezeichneten Genussrechtskapitals und/oder Rückzahlungen von gezeichnetem Genussrechtskapitals kommen.

Zusätzliche Angaben:

Gesamtsumme der Vergütungen

Die Gesamtsumme der im abgelaufenen Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen sind variable Vergütungen. Feste Vergütungen wurden nicht gezahlt.

Zahl der Begünstigten

Begünstige der variablen Vergütung ist Timberland Service GmbH.

Im Jahr 2023 keine Vergütung an Führungskräfte bzw. Mitarbeiter gezahlt.

Schlusserklärung des Vorstandes gem. § 312 Abs. 3 AktG (Abhängigkeitsbericht)

Der Vorstand erklärt, dass die Timberland Capital AG, Duisburg nach den Umständen, die ihm zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Gesellschaften vorgenommen wurden oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass Maßnahmen im Berichtsjahr getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt wurde.

 

Duisburg, den 29. Juni 2024

Timberland Capital AG

Thomas Krämer, Vorstand

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am:

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 - 31.12.2023

Einzelposten Gesamt Einzelposten Gesamt
Geschäftsjahr Geschäftsjahr Vorjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 123,30 16.500,00
2. sonstige betriebliche Erträge 200.000,00 180.653,34
3. Abschreibungen:
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -41.398,00 -49.779,89
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -394.360,20 -862.838,20
5. Steuern -624,00 -93,00
6. Erträge aus Verlustübernahme 236.258,90 715.557,27
8. Jahresüberschuss 0,00 0,00

 

Duisburg, den 29. Juni 2024

gez. T. Krämer

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