Stammdaten

Register
Amtsgericht Kleve HRB 11973
Vorher
Susa Deutschland GmbHYoungCapital Flex Deutschland GmbHYoungCapital Deutschland Flex AGYoungCapital Deutschland Flex SE
Eingetragen
7.2.2013
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Arbeitnehmerüberlassung und alle damit in Zusammenhang stehenden Geschäfte, der Erwerb, das Halten und Verwalten sowie die Veräußerung von Beteiligungen an Unternehmen sowie deren Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung sowie deren Unterstützung und Beratung einschließlich der Übernahme von Dienstleistungen für solche Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alexander Hartmann
seit 7.4.2026
Vorstandsmitglied
KaWai Yiu
seit 23.10.2024
Vorsitzender des Vorstands
Andreas Langhorst
seit 23.10.2024
Geschäftsführer
Vorsitzender des Vorstands

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
YoungCapital International B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
YoungCapital International B.V.
Netherlands
120.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

YoungCapital Deutschland Flex SE

Kleve

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BILANZ zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 5.891,21 11.781,21
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 147.976,00 163.743,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 12.611,55 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.839.716.96 4.572.280,60
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.265.666,15 1.489.743,31
3. Sonstige Vermögensgegenstände 268.180,39 186.595,48
6.373.563,50 6.248.619,39
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 495.714,18 2.436.447,41
C. Rechnungsabgrenzungsposten 91.671,63 84.095,41
7.127.428,07 8.944.686,42

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 120.000,00 120.000,00
II. Kapitalrücklage 45.300,00 45.300,00
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 12.000,00 12.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 808.268,62 422.623,07
820.268,62 434.623,07
IV. Jahresüberschuss 665.845,26 0,00
V. Bilanzgewinn 0,00 385.645,55
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 446.956,93 242.240,96
2. Sonstige Rückstellungen 1.051.190,25 899.560,06
1.498.147,18 1.141.801,02
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.127,01 4.483,04
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73.005,52 166.696,06
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.646.740,09 3.560.753,43
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.255.994,39 3.085.384,25
3.977.867,01 6.817.316,78
7.127.428,07 8.944.686,42

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

Geschäftsjahr Vorjahr
1. Umsatzerlöse 27.730.291,86 25.427.121,96
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.632.859,26 3.092.777,83
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0,00 7,93-
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 25.563.502,03 22.506.556,40
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.574.782,67 2.990.967,85
29.138.284,70 25.497.524,25
- Davon für Altersversorgung € 6.468,76 (€ 1.036,23)
5. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 117.150,87 147.751,07
b) Auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 0,74 0,00
117.151,61 147.751,07
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.076.241,34 2.267.672,56
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 2.434,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 44.836,00 4.262,50
- Davon an verbundene Unternehmen € 44.836,00 (€ 2.633,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 320.586,00 204.711,82
10. Ergebnis nach Steuern 666.051,47 400.419,52
11. Sonstige Steuern 206,21 3.878,80
12. Jahresüberschuss 665.845,26 396.540,72
13. Einstellungen in Gewinnrücklagen
In die gesetzliche Rücklage 0,00 10.895,17
14. Bilanzgewinn 0,00 385.645,55

Anhang für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die YoungCapital Deutschland Flex SE hat ihren Sitz in Köln. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Kleve unter HRB 11973 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der YoungCapital Deutschland Flex SE zum 31. Dezember 2022 wurde gem. Art. 61 SE-VO auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Die YoungCapital Deutschland Flex SE gehört nach den in § 267 HGB vorgegebenen Größenklassen unter Zugrundelegung der Daten für die Geschäftsjahre 2021 und 2022 zu den mittelgroßen Kapitalgesellschaften. Von den für die Aufstellung des Jahresabschlusses bestehenden größenabhängigen Erleichterungen wurde Gebrauch gemacht.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum Nennwert bewertet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert "Kundenbeziehung Triple S" wird über drei Jahre linear abgeschrieben.

Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Durch die Bildung von Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken ausreichend Rechnung getragen. Die Bewertung erfolgt zu den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Wegen der Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel (Seite 3).

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von T€ 7 gebildet.

Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt und beträgt T€ 120. Das Grundkapital ist eingeteilt in 120.000 Stückaktien ohne Nennbetrag.

Zum 31.12.2022 waren keine eigenen Aktien im Bestand.

Der positive Differenzbetrag aus der Verschmelzung wurde unmittelbar der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB zugeführt.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für den Personalbereich (T€ 971) und für Buchführungs-, Abschluss- und Prüfungskosten (T€ 33).

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von €494.975,04 (im Vorjahr € 1.350.408,70) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 96.818,94 (im Vorjahr € 218.269,71).

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2022

YoungCapital Deutschland Flex SE, Köln

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 17.672,79 0,00 0,00 17.672,79
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 17.672,79 0,00 0,00 17.672,79
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 193.306,02 95.493,87 58.745,02 230.054,87
Summe Sachanlagen 193.306,02 95.493,87 58.745,02 230.054,87
Summe Anlagevermögen 210.978,81 95.493,87 58.745,02 247.727,66
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Geschäftsjahr Abgänge Stand 31.12.2022
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 5.891,58 5.890,00 0,00 11.781,58
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.891,58 5.890,00 0,00 11.781,58
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.563,02 111.260,87 58.745,02 82.078,87
Summe Sachanlagen 29.563,02 111.260,87 58.745,02 82.078,87
Summe Anlagevermögen 35.454,60 117.150,87 58.745,02 93.860,45
Buchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- oder Firmenwert 5.891,21 11.781,21
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 5.891,21 11.781,21
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 147.976,00 163.743,00
Summe Sachanlagen 147.976,00 163.743,00
Summe Anlagevermögen 153.867,21 175.524,21

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von T€ 3.266 aus Lieferungen und Leistungen.

Die folgende Übersicht verdeutlicht die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten:

Restlaufzeit
unter 1 Jahr über 1 Jahr insgesamt
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.127,01 0,00 2.127,01
(Vorjahr) (4.483,04) (0,00) (4.483,04)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 73.005,52 0,00 73.005,52
(Vorjahr) (166.696,06) (0,00) (166.696,06)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 2.646.740,09 2.646.740,09
(Vorjahr) (558.120,43) (3.002.633,00) (3.560.753,43)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.255.994,39 0,00 1.255.994,39
(Vorjahr) (3.085.384,25) (0,00) (3.085.384,25)
Summe 1.331.126,92 2.646.740,09 3.977.867,01
(Vorjahr) (3.814.683,78) (3.002.633,00) (6.817.316,78)
davon
über 5 Jahre gesichert gesichert durch
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 -
(Vorjahr)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 -
(Vorjahr)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 -
(Vorjahr)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 -
(Vorjahr)
Summe 0,00 0,00
(Vorjahr)

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gem. § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Umsatzerlöse wurden im Inland und EU-Ausland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus dem Transfer-Pricing-Agree- ment mit Konzerngesellschaften in Höhe von T€ 4.332 (Vorjahr T€ 2.964).

VI. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat mit der YoungCapital International B.V. Weiterberechnungen für IT- und Serviceleistungen vereinbart.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen mit einem Gesamtbetrag von T€ 2.354. Die Restlaufzeiten betragen:

Restlaufzeit T€
bis 1 Jahr 824
1 bis 5 Jahre 1.530
über 5 Jahre 0

VII. Sonstige Angaben

Geschäftsführende Direktoren:

 

Peter Ligteringen (bis 23.01.2023)

 

Ineke Kooistra-Schaap (bis 23.01.2023)

 

Dr. Lars Hewel (ab dem 23.01.2023)

Auf die Angabe nach § 285 Nr. 9a HGB wird verzichtet.

Mitglieder des Verwaltungsrats:

 

Bram Olof Bosveld (Vorsitzender)

 

Hugo de Koning (Stellvertredender Vorsitzender)

 

Rogier André Leon Thewessen

Unsere Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der YoungCapital Holding B.V., Hoofddorp, einbezogen.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 1.420 Angestellte und Teilzeitarbeitnehmer (Vorjahr 1.333).

 

Köln, den 31.03.2023

Dr. Lars Hewel

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

1. Wirtschaftsbericht

Die YoungCapital Deutschland Flex SE, eingetragen beim Amtsgericht Kleve unter HRB 11973, war zum 31. Dezember 2022 mit einem Stammkapital von T€ 120 ausgestattet.

Die inländische Geschäftsanschrift ist die Riehler Str. 33, 50668 Köln.

Die YoungCapital International B.V., Hoofddorp/NL ist alleinige Gesellschafterin der YoungCapital Deutschland Flex SE.

Das Unternehmen ist in der Arbeitnehmerüberlassung, insbesondere im Bereich der Studenten und kurzfristig beschäftigten Arbeitnehmern tätig.

YoungCapital glaubt an die Kraft junger Menschen. Mit ihrem frischen Blick auf die Welt und ihrer endlosen Energie können sie die Welt erobern. Aufgewachsen in der digitalen Welt, haben sie neue Ideen zum Arbeiten. Sie sind ehrgeizig, kreativ, flexibel und verbunden. Junge Menschen fördern Innovationen in Organisationen. Sie helfen, Tabus zu brechen, die dem Wachstum im Wege stehen.

Das Ziel von YoungCapital ist in seinem Leitbild enthalten:

Aufgrund der blitzschnellen Digitalisierung sind junge Menschen wichtiger denn je. Sie treiben Innovation voran, bieten neue Möglichkeiten zur Kommunikation, Zusammenarbeit und Lösung von Problemen.

Junge Talente sind das Wachstumskapital, welches jedes Unternehmen benötigt. Wir tun alles, um das Beste daraus zu machen, junge Menschen und Unternehmen zu erziehen, damit sie sich gegenseitig zum Wachstum ermutigen.

Gerade in Zeiten schnellen Wachstums müssen Sie sich als Unternehmen weiterhin auf Ihre Unternehmenskultur konzentrieren.

Bei YoungCapital verwenden wir folgende Unternehmenswerte:

We dare to be different

We wow the customer!

We pursue our dreams

We achieve results together

We stay humble

We have fun

We fail fast, learn fast, improve fast

Allgemeine wirtschaftliche Lage

Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2022 trotz Inflation, Energiekrise, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme einen preisbereinigten Anstieg um 1,8 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) verzeichnen. Wegen der Energiekrise konnte die Wirtschaft allerdings nicht an das Jahr 2021 anknüpfen, als es konjunkturell um 2,6 Prozent angestiegen ist - trotz Lieferproblemen und der Corona-Pandemie.

Die Auswirkungen der Corona- und Energiekrise sowie die Folgen des Ukrainekrieges spiegeln sich auch in den Zahlen zur Leiharbeit wider. So konnte nach dem coronabedingten Rückgang der Stellenzugänge die Zeitarbeitsbranche bereits im Laufe des Jahres 2022 starke Zuwächse verzeichnen. Das Vorkrisenniveau ist allerdings noch nicht wieder erreicht.

Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) waren im Mai 2022 717.500 Beschäftigte in der Zeitarbeit beschäftigt. Im Vorjahresvergleich sind dies 14.900 Beschäftigte mehr als im Mai 2021 (702.600).

Zeitarbeit bzw. Arbeitnehmerüberlassung ist mittlerweile eine feste Größe am deutschen Arbeitsmarkt. Sie ist gekennzeichnet durch ein Dreiecksverhältnis zwischen einem Verleiher, einem Arbeitnehmer und einem Entleiher.

Die Leiharbeit ist im Vergleich zu anderen Branchen durch eine überdurchschnittlich hohe Dynamik und Fluktuation gekennzeichnet: Beschäftigungsverhältnisse werden häufiger geschlossen bzw. beendet, die durchschnittliche Beschäftigungsdauer ist deutlich kürzer. Die Arbeitskräftenachfrage in der Zeitarbeit hängt in besonderem Maße mit der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland zusammen. Daher wird sie häufig auch als Frühindikator für etwaige Umschwünge in der Konjunktur gesehen. Ein deutlicher Anstieg der Stellenmeldungen aus der Zeitarbeitsbranche wird dabei als Indikator für eine positive Entwicklung am Arbeitsmarkt gewertet. Ein auffälliger Rückgang kann hingegen ein erstes Anzeichen für einen wirtschaftlichen Abschwung sein.

Ab Anfang 2019 war die Zahl der gemeldeten Stellen aus der Zeitarbeit rückläufig. Im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 brach die Zahl der gemeldeten Stellen in der Arbeitnehmerüberlassung deutlich ein. Im Zuge der Belebung der Industriekonjunktur stiegen sowohl die Bestände als auch die Zugänge ab Herbst 2021 wieder an, wobei aktuell das Vorkrisenniveau noch deutlich unterschritten wird. Die Attraktivität wird auch durch die Erhöhung des Mindestlohns deutlich gesteigert.

Ausblick 2023

Die Ukraine-Krise hat erhebliche negative Auswirkungen auch auf die deutsche Wirtschaft. Die Unsicherheit ist merklich gestiegen und der dadurch bedingte weitere kräftige Anstieg der Energiepreise erhöht die Inflation und senkt die reale Kaufkraft. Unter den aktuellen, deutlich verschlechterten Bedingungen wird für 2023 von der Bundesregierung mit einem Wirtschaftswachstum von nur mehr 0,2 % und für 2024 mit einem von 1,8 % gerechnet.

Interne wirtschaftliche Lage

Umsatzentwicklung

Der Jahresumsatz betrug 27,73 Mio. € und verzeichnete eine Veränderung um + 9,04 % zum vorherigen Geschäftsjahr 2021, in dem ein Umsatzerlös von 25,43 Mio. € erzielt wurde. Zusammen mit der Schwestergesellschaft YoungCapital Deutschland GmbH wurde ein Gesamtumsatz von 32,15 Mio. € erreicht, der Gesamtumsatz blieb damit unter der Prognose im Lagebericht 2021.

Neben dem organischen Wachstum sind geplant, die letzten Kunden durch den Betriebsübergang (Übertragung des Backoffice, s.u.) von dem Schwesterunternehmen, der YoungCapital Deutschland GmbH, auf die YoungCapital Deutschland Flex SE ein Grund für diese Entwicklung. So wurden Neugeschäfte ausschließlich über das Berichtsunternehmen abgeschlossen.

Die positive Umsatzentwicklung, die insbesondere im ersten Halbjahr stärker ausgeprägt war, konnte in der zweiten Jahreshälfte, durch die Folgen des Ukraine-Kriegs, nicht gehalten werden.

Ertragslage

Mit einem DB1 (Gross Profit) von absolut 6,77 Mio. € (Vorjahr: 6,58 Mio. €) und relativ 24,16 % (Vorjahr: 25,77 %) schloss man das Geschäftsjahr 2022 ab. Er ermittelt sich aus dem Umsatz abzüglich der Personalkosten für externe Kandidaten, die zur Erzielung des Umsatzes notwendig waren (Cost of Services). Der relative Rückgang ist auf die neue Kundenstruktur zurückzuführen.

Im Berichtsjahr ist ein EBIT von -3,30 Mio. € (Vorjahr: -2,36 Mio. €) erzielt worden. Das ist eine Veränderung von T€ -940, welche auf die deutliche Erhöhung der Gemeinkosten im Verhältnis zum Umsatz zurückzuführen ist. Das EBIT errechnen wir vor dem Ausgleich der konzerninternen Leistungsbeziehungen (Verrechnungpreise).

Vermögens und Finanzlage

Das Unternehmen weist eine Bilanzsumme von 7,13 Mio. € (Vorjahr: 8,94 Mio. €) aus. Die liquiden Mittel betrugen am Stichtag zum 31.12.2022 T€ 495,7 (Vorjahr: 2,44 Mio. €). Das Eigenkapital beträgt 1,65 Mio. € (Vorjahr T€ 986), davon T€ 120 gezeichnetes Kapital und T€ 45 Kapitalrücklagen.

Wichtige Ereignisse

Im Wirtschaftsjahr 2022 wurde der Betriebsübergang weiter fortgesetzt. Die Schwestergesellschaft YoungCapital Deutschland GmbH übertrug den Kundenstamm weiter fortlaufend.

Weiter wurde aus betriebswirtschaftlichen Gründen die Anzahl der internen Mitarbeiter den aktuellen Umsatzzielen angepasst. Im Mai 2022 wurden daher Maßnahmen ergriffen, um die Wirtschaftlichkeit und das Fortbestehen des Unternehmens zu sichern. Die Wirkung dieser Maßnahmen setzte im 4. Quartal des Jahres 2022 ein.

Personal

Die YoungCapital Deutschland Flex SE hatte zum Stichtag am 31.12.2022 1.136 Kandidaten (Headcount) im Einsatz. Als Kandidaten werden die externen Mitarbeiter, welche beim Kunden eingesetzt werden, bezeichnet.

Zum Stichtag 31.12.2022 waren außerdem 103 interne Mitarbeiter beschäftigt.

2. Risikobericht

Unternehmertum ist von zentraler Bedeutung für unsere innovative Unternehmenskultur und unsere Mitarbeiter müssen die Freiheit haben, Chancen zu identifizieren und zu nutzen. Dies erfordert auch ein solides Risikomanagement.

Dies erfolgt hauptsächlich auf Managementebene. Das Management-Team ist verantwortlich für Risikomanagement, bei dem strategische, operative, finanzielle und Compliance-Risiken eingehend identifiziert, bewertet und minimiert werden.

Marktrisiko

Erfahrungsgemäß ist die Zeitarbeitsbranche als frühzyklisch zu betrachten. Dies stellt ein Risiko dar, da sich negative, konjunkturelle Entwicklungen unmittelbar auswirken können. Die Zeitarbeitsbranche steht in einem politisch wie gesellschaftlich stark regulierten Umfeld. Gesetzliche Veränderungen führen grundsätzlich zu einer Verteuerung der Arbeitnehmerüberlassung.

Die am 01.04.2017 in Kraft getretene Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) hatte zum Ziel, die Personalüberlassung sicherer und fairer zu gestalten als je zuvor. In weiten Teilen ist ihr das auch gelungen. Jedoch beklagen Kritiker, dass Zeitarbeit in der Folge an Flexibilität eingebüßt hat. Strenge Regelungen zur Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten sollen eine Verdrängung der Stammbelegschaften verhindern. Gleichzeitig drohen den Unternehmen empfindlichen Bußgeldern und den Verleihern der Entzug der Überlassungserlaubnis, wenn auch nur versehentlich gegen diese Vorgaben verstoßen wird.

Auch für die aktuell anhaltende COVID-19-Krise kann die Leiharbeitsbranche als früher Indikator angesehen werden. Für 2020 erwarteten die befragten Unternehmen einen massiven Einbruch des Marktes um -10 % bis -30 % und rechnen mit einer Rückkehr zum Wachstum frühestens 2022. Bis dahin wollen 61 % der interviewten Personaldienstleister ihre Kostenstrukturen flexibilisieren, 48 % ihre Geschäftsmodelle anpassen, zum Beispiel durch Branchenspezialisierung, und 39 % die Krise nutzen, um den Markt aktiv zu konsolidieren.

Ausfallrisiko

Ab dem Geschäftsjahr 2020 wurden bereits sämtliche Neukunden nicht mehr der Schwestergesellschaft YoungCapital Deutschland GmbH zugeordnet, sondern der YoungCapital Deutschland Flex SE.

Zu Beginn jeder Zusammenarbeit mit einem Kunden bewerten wir vor dem Verkauf die Kreditwürdigkeit des Kunden. Wir berücksichtigen unter anderem Erfahrungen aus der Vergangenheit, Kreditwürdigkeit und des Zahlungsverhaltens. Wir weisen Kunden Kreditlimits auf Basis zu Kreditauskünften oder basierend auf internen Richtlinien, die vom Management genehmigt wurden, zu. Um Kreditrisiken richtig zu managen und abzuschätzen, werden wöchentliche Berichte über das Alter (Tage und Fluktuationsrate) der Forderungen erstellt.

3. Prognosebericht

Allgemeine wirtschaftliche Prognose

Ökonominnen und Ökonomen erwarten für Deutschland für das Jahr 2023 eine durchschnittliche Inflationsrate von 8,8 %, die insbesondere auf die starke Erhöhung der Energiekosten zurückzuführen ist. Für das Jahr 2024 sinkt die für Deutschland erwartete durchschnittliche Inflationsrate auf 2,2 %. Dennoch liegt dieser Wert noch über dem Inflationsziel von 2 % der EZB. Auch die erwartete durchschnittliche Inflationsrate für das Jahr 2026 liegt mit einem Wert von 2,8 % noch über dem Zielwert der EZB. Folgt man den Inflationserwartungen der teilnehmenden Ökonominnen und Ökonomen, ist mit einer länger andauernden erhöhten Inflationsrate für Deutschland zu rechnen.

Interner Ausblick

Die YoungCapital Deutschland Flex SE fokussiert sich 2023 auf das Ziel der Rentabilität und plant mit einem Umsatz zusammen mit der Schwestergesellschaft YoungCapital Deutschland GmbH von rund 30 Mio. €. Neben dem Umsatzziel liegt der Fokus auf dem Ausbau des Kerngeschäfts mit Young Professionals und die weitere Stabilisierung des Deckungsbeitrags.

Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand hat im Abhängigkeitsbericht vom 25. April 2023 gem. § 312 Abs. 3 AktG folgende Schlusserklärung abgegeben: "Die YoungCapital Deutschland Flex SE hat nach den Umständen, die mir zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden."

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die YoungCapital Deutschland Flex SE, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der YoungCapital Deutschland Flex SE, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der YoungCapital Deutschland Flex SE, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Verwaltungsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Verwaltungsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mönchengladbach, den 30. Mai 2023

WWS WIRTZ, WALTER, SCHMITZ GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Loosen, Wirtschaftsprüfer

Germund, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 10. Oktober 2023 festgestellt.

Gleichzeitig wurde beschlossen, den Jahresüberschuss der Gewinnrücklage zuzuführen.

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