Axians Cloud & IT-Automation GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Natalie Bodenteich seit 13.3.2025 | Prokura |
Kai Eickmeier seit 15.2.2023 | Prokura |
Holger Schmelzeisen seit 27.6.2019 | Geschäftsführer |
Peter Krischke seit 27.6.2019 | Prokura |
Eva Wagenpfeil seit 2.12.2016 | Prokura |
Michael Gräter seit 2.12.2016 | Prokura |
Daniel Bernd Martin Riß seit 12.11.2014 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Axians Infoma GmbHUlmJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen und Geschäftsmodell der GesellschaftDie Axians Infoma GmbH entwickelt ein ERP System für öffentliche Verwaltungen, deren Eigenbetriebe und kirchliche Einrichtungen. Die Software basiert auf Microsoft Dynamics 365 Business Central. Geschäftsmodell der Axians Infoma GmbH ist die Entwicklung der Software, der Verkauf von Lizenzen & SaaS, die Einführung und Schulung des ERP Systems beim Kunden sowie die Wartung im Rahmen von Softwarepflegeverträgen. Beschäftigt sind Mitarbeiter in den Bereichen Entwicklung und Produktmanagement, Hotline, Consulting, Vertrieb & PreSales, Marketing und Administration. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen hat. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. (Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)) 2.2. Entwicklung der Kommunalfinanzen Im Jahr 2023 hat sich die Finanzlage der Kommunen weiter verschlechtert. So zeigten Berechnungen des Deutschen Städte- und Gemeindebundes ein Defizit von rund 6,2 Milliarden für das Jahr 2023. Während im Vorjahr noch ein leichter Überschuss erzielt wurde, droht laut den kommunalen Spitzenverbänden in den kommenden Jahren ein dauerhaftes Defizit in den Kommunalhaushalten. Die Entwicklung auf der Ausgabenseite wird geprägt von steigenden Aufwendungen für soziale Leistungen, inklusive hoher flüchtlingsinduzierter Mehrausgaben, und merklich ansteigende Personalausgaben. Letztere Ausgabensteigerung rührt vor allem aus dem für die öffentliche Hand teuersten Tarifabschluss aller Zeiten im Jahr 2023. Hinzu kommen seit dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine verdoppelte Ausgaben für Energie (zuvor jährlich rund fünf Milliarden €) sowie allgemeine inflationsbedingte Steigerungen bei den Sachaufwendungen. Zudem setzt die Zinswende finanzschwache und hochverschuldete Städte und Gemeinden immer stärker unter Druck. Im Gegensatz dazu war bei den Steuereinahmen nur ein leichtes Wachstum zu verzeichnen. Daraus resultiert eine dauerhafte strukturelle Unterfinanzierung der Städte und Gemeinden, die die Handlungs- und Investitionsfähigkeit massiv einschränkt. Die Schieflage der Kommunalhaushalte zeichnete sich neben dem Defizit auch durch sinkende Investitionen und einem Vermögensverzehr aus. Der Investitionsrückstand ist im Jahr 2023 auf einen Wert von 166 Milliarden Euro angestiegen. Der immense Investitionsbedarf auf kommunaler Ebene wird sich in den kommenden Jahren auf knapp eine Billion Euro belaufen. Diesen Bedarf werden die Städte und Gemeinden, erst recht in Zeiten knapper Kassen, nicht ohne die finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern leisten können. Quelle: https://www.dstgb.de/publikationen/dokumentationen/bilanz-2023-und-ausblick-2024/bilanz-23-24-final-web.pdf?cid=y9a Quelle: Kommunale Finanzlage prekär - Kommunale Handlungs- und Investitionsfähigkeit akut gefährdet! | DStGB 2.3. Entwicklung der IT-Branche Die ITK-Marktzahlen (Zeitreihe zu den ITK-Ausgaben in Deutschland) werden halbjährlich aktualisiert und schließen eine Prognose für das Jahr 2024 ein. Letzter Stand ist Januar 2024. Im laufenden Jahr werden die Ausgaben für Informationstechnologie, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik im Vergleich zu 2023 um 4,4 Prozent wachsen und voraussichtlich ein Volumen von 224,3 Milliarden Euro erreichen. In der Informationstechnik wird für 2024 ein Umsatz von 151,5 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2023 ein Wachstum um 6,1 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,4 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Hardware wird mit einem Volumen von 54,4 Milliarden Euro (+4,6 Prozent) auch im Jahr 2024 noch vor den IT-Services den größten Anteil des IT-Marktes abbilden. Die Ausgaben für IT-Services steigen im laufenden Jahr um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro. Die Telekommunikation setzt das Wachstum aus dem Vorjahr voraussichtlich fort mit einem Plus von 1,0 Prozent auf 72,8 Milliarden Euro. Für die Teilmärkte der TK-Infrastruktur und der TK-Endgeräte wird ein leichter Rückgang um -0,7 bzw. -1,0 Prozent auf 11,8 bzw. 8,4 Milliarden Euro prognostiziert. Die Investitionen in Telekommunikationsdienste steigen dagegen um 1,6 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro. (Quelle: https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland) 3. Geschäftsverlauf3.1. Finanzielle Steuergrößen Zur Steuerung und Messung des Unternehmenserfolgs nutzt die Axians Infoma GmbH (Im Folgenden auch kurz "Axians Infoma") als wesentliche Steuerungsgröße die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Gewinnabführung. 3.2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Das Geschäftsjahr 2023 verlief für die Axians Infoma erneut sehr erfolgreich. Die Prognose für das Jahr 2023 konnte übertroffen werden, und der Umsatz verzeichnete eine Steigerung von 9,7 %. Insgesamt wurde im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzerlös von TEUR 43.948 erwirtschaftet. Treiber für diese Umsatzentwicklung waren die unerwartet gute Entwicklung der Auftragslage, sowie auch die schnell voranschreitende Transformation des Abo-Basiertes Lizenzmodells. Zudem kommen die zusätzlichen Anforderungen im Bereich der Digitalisierung, die von den Kommunen kurzfristig umgesetzt werden mussten, um das Arbeiten weiterhin möglich zu machen. Im Ergebnis wurde die Prognose nicht erreicht und verzeichnete einen stärker als erwarteten Rückgang von 23,3 %, auf TEUR 4.895. Grund hierfür waren die deutlich höheren Materialaufwendungen, sowie die gestiegenen Personalaufwendungen und Verzögerungen bei der Umsatzlegung. 3.3. Ergebnisabführungsvertrag Mit der Muttergesellschaft Vinci Energies Deutschland ICT GmbH (Vormals: VED IT GmbH) besteht seit 16. Januar 2015 ein Ergebnisabführungsvertrag, dem die Gesellschafterversammlungen am 19. Januar 2015 und am 20. Mai 2015 zugestimmt haben. 3.4. Investitionen Die Investitionen des Berichtsjahres von insgesamt TEUR 698 (Vj. TEUR 382) betreffen zu großen Teilen Investitionen, welche im Zuge der Gebäudeerweiterung der Hauptgeschäftsstelle inklusive Ausbau des Rechenzentrums, sowie auch dem Büroumzug der größten Zweigstelle getätigt wurden. Weitere Investitionen erfolgten für Software, Lizenzen und ähnliche Werte sowie auch für die Erneuerung der Infrastruktur (Laptops, Büromöbel usw.), als auch des Geschäftsbetriebs. 3.5. Finanzierung Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt ausschließlich aus dem operativen Cash Flow. Im Zuge des Eigentümerwechsels in 2014 wurde die Axians Infoma in das Cashpooling der Muttergesellschaft Vinci Energies Deutschland ICT GmbH (Vormals: VED IT GmbH) integriert. 3.6. Personal- und Sozialbereich Während des Geschäftsjahres 2023 waren bei der Axians Infoma durchschnittlich 289 Angestellte beschäftigt, wovon 60 Teilzeitkräfte waren. Dabei wurden 14 Azubis, Duale Studenten oder Werksstudenten beschäftigt. Rund 53 % aller Mitarbeiter arbeiten seit über 5 Jahren bei der Axians Infoma und ca. 32 % sind sogar bereits seit über 10 Jahren fester Bestandteil des Unternehmens. 4. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage4.1. Ertragslage Der Rohertrag (inklusive der sonstigen betrieblichen Erträge) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 37.126) um TEUR 1.261 auf TEUR 35.865 im Jahr 2023. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.897 bzw. 9,7 % auf TEUR 43.948. Hauptgrund dafür waren vor allem die Umsätze aus dem seit 2018 neuen Preismodell SaaS (transaktionsbasiert, Abonnement) Dies ist wie auch schon im Vorjahr ein Effekt, der aus der Transformation des Lizenzgeschäfts resultiert, wobei der Umsatz aus dem einmaligen Verkauf von Lizenzen durch den Umsatz aus dem neuen Preismodell SaaS nach und nach ersetzt wird. Dies zeigte sich 2023 erneut deutlich, da der Umsatz aus dem Abo-Modell enorm stark um 157,5 % (TEUR 1.227) gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte. Auch der Bereich der Dienstleistungen verzeichnete im Jahr 2023 eine deutliche Steigerung von 25,9 % (TEUR 2.632), was zum Teil auf einen Effekt aus einem großen Projekt zurückzuführen ist. Weiterhin zeigte sich der Vorteile der hybride Arbeitsform und Leistungserbringen aus der Umstellung der Consultingtätigkeiten von vor Ort-Terminen auf mehr Remote-Arbeit, welche es den Mitarbeitern ermöglicht aufgrund von weniger Fahrtzeit mehr abrechenbare Stunden zu leisten. Wesentliche Aufwandspositionen sind die im Vergleich zum Vorjahr um 55,9 % (TEUR 3.415) auf TEUR 9.517 gestiegenen Materialaufwendungen, und auch die Personalaufwendungen, welche um 11,0 % auf TEUR 22.926 (ggü. TEUR 20.641 im Vorjahr) gestiegen sind. Des Weiteren sind auch die Konditionsänderungen und daraus hervorgehenden höheren Einkaufskosten mit unserem Hauptlieferant Microsoft Deutschland GmbH, sowie auch der Zuwachs an Kunden, für den höheren Materialaufwand verantwortlich. Der Anstieg im Personalaufwand resultiert aus dem Zuwachs an Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund des oben genannten Effekts der ERP-Systemumstellung um 19,3 % auf TEUR 7.862 verringert. Das Jahresergebnis vor Gewinnabführung betrug TEUR 4.722. Das entspricht einer Verringerung um TEUR 1.628 zum Vorjahr (TEUR 6.350). Dieser Gewinn wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrags an die Muttergesellschaft Vinci Energies Deutschland ICT GmbH (Vormals: VED IT GmbH) abgeführt. 4.2. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme erhöhte sich von TEUR 10.998 um TEUR 7.767 auf TEUR 18.765. Grund für diese deutliche Erhöhung der Bilanzsumme kommt aus dem deutlichen Anstieg der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten um TEUR 8.278 auf TEUR 10.421, welche aus einer Verlängerung der Lieferantenverträge mit dem Haupthandelspartner Microsoft resultiert. Diese haben sich in den vorherigen Jahren immer zu Beginn des Jahres um 1 Jahr verlängert, wurden nun aber im September 2023 proaktiv um 3 Jahre verlängert, und auch noch im Jahr 2023 gezahlt. Das Anlagevermögen erhöhte sich deutlich von TEUR 616 im Vorjahr, auf TEUR 1.031 im Berichtsjahr. Hierbei sind der Ausbau des Rechenzentrums inklusive der Klimatisierung sowie der Bau von Elektroladestationen für Fahrzeuge als besondere Investitionen zu nennen. Das Working Capital (Umlaufvermögen und aktive Rechnungsabgrenzungsposten abzüglich Rückstellungen, Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungsposten ohne liquide Mittel) ist leicht angestiegen um TEUR 568 von TEUR -5.293 auf TEUR -4.725 (die Verbindlichkeit aus dem Ergebnisabführungsvertrag wurde hier nicht als Teil des Working Capital berücksichtigt). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 5.350 aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Verbindlichkeit aus der Ergebnisabführung. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr (9,4 %), auf Grund der gestiegenen Bilanzsumme verringert und liegt bei gleichbleibendem Eigenkapital auf 5,5 %. Am Ende des Geschäftsjahres stellt sich die finanzielle Lage der Gesellschaft wie folgt dar:
Die Gesellschaft ist auf keine konzernfremden Finanzierungsformen angewiesen. Die Fähigkeit unserer Gesellschaft, ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, war zu keiner Zeit gefährdet und kann aus heutiger Sicht auch für die kommenden Geschäftsjahre ausgeschlossen werden, womit aus Sicht der Gesellschaft die Unternehmensfortführung gesichert ist. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2023 für die Axians Infoma GmbH erfreulich. In den Bereichen des Umsatzes wurden die gesteckten Ziele erreicht. Die Ziele im Bereich des Ertrags konnten ebenfalls erreicht werden. Einen großen Einfluss darauf hatte der Effekt aus einem großen Projekt. Die Marktstellung konnte durch weitere Neukundengewinne noch weiter gestärkt werden. Bei der Suche nach geeigneten Personen für offene Stellen konnte in 2023 ein großer Schritt gemacht werden, es konnten benötigte Kapazitäten in fast allen Bereichen wie gewünscht aufgebaut werden. Die Mitarbeitergewinnung gestaltet sich herausfordernd und der Fachkräftemangel ist spürbar. Vor allem im Bereich der weiteren Digitalisierung und Transformierung der Lösungen in Richtung Cloud besteht nach wie vor Bedarf. Der Wechsel auf das konzerneigene ERP-System, sowie der damit verbundene erhöhte administrative Aufwand war im Jahr 2023 eine zusätzliche Belastung für den administrativen Bereich des Unternehmens, welche sich auch zum Ende des Jahres in abgeschwächter Form noch zeigte. 5. Forschung und Entwicklung Zukunftsfähigkeit ist seit jeher ein Begriff, der für die meisten Kommunen und öffentlichen Einrichtungen eng mit dem Ziel eines erfolgreichen Modernisierungsprozesses verbunden ist. Im Zuge dieses Prozesses unterstützen wir unsere Kunden fortwährend und konsequent mit einer Strategie, bei der neben der stetigen fachlichen Weiterentwicklung des Verfahrens Infoma newsystem auch die technologischen Verbesserungen der Basissoftware oberste Priorität genießen und somit dem Kunden helfen mit den Herausforderungen der Digitalisierung umzugehen. Mit der Entwicklung der neuen Version von Infoma newsystem und der dabei eingesetzten leistungsstarken, zukunftsorientierten Basistechnologie Microsoft Dynamics 365 Business Central haben wir dieser Entwicklung Rechnung getragen und unterstützen somit sämtliche Betriebsmodelle (on Premise, gehostet in Partnerrechenzentren, sowie SaaS in den deutschen Rechenzentren von Microsoft). Auch in 2023 war die Weiterentwicklung von infoma online, der cloud basierten Version unserer Software das KeyProjekt, welches auch in den nächsten Jahren dominieren wird. Die weitere Umsetzung dieser Strategie erfordert eine kontinuierliche Modernisierung der Modulpalette und die durchgängige Anwendung modernster Methoden der Softwareherstellung Für nicht ERP-Anwender stellt Infoma AppSpace die technologische Plattform für schlanke und benutzerfreundliche Apps dar. Die fortschreitende Digitalisierung verlangt auch einen weiteren Ausbau der Modulpalette, welche auch eine Nutzung über die kommunale Verwaltung hinaus für den einzelnen Bürger ermöglichen wird (sog. Bürgerapps), um künftig den digitalen und mobilen Datenaustausch zwischen Bürgern und Kommunen zu gewährleisten. 6. Wesentliche Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung6.1. Risikomanagement Die Axians Infoma erbringt IT-Leistungen vorwiegend an kommunale Kunden in Deutschland. Damit einhergehend sind gewisse Risiken untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden. Dies betrifft insbesondere Risiken, die aus der Marktentwicklung, der Erschließung weiterer interessanter Märkte, der Positionierung von Produkten und Dienstleistungen, aus vertraglicher und außervertraglicher Haftung, sowie aus kaufmännischen Vorgängen resultieren. Unsere Geschäftspolitik besteht darin, vorhandene Geschäftschancen bestmöglich zu identifizieren und zu nutzen. Die Risikopolitik hat dabei die Aufgabe, die damit verbundenen Risiken sorgfältig abzuwägen. Ein nachhaltiges Risikomanagement ist daher fester Bestandteil unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen. Die Risikogrundsätze werden zum Teil vom Konzern vorgegeben und andererseits von der Geschäftsführung formuliert. Sie beinhalten Aussagen zu Risikostrategie, Risikobereitschaft und Geltungsbereich. Die Nutzung und Weiterentwicklung von Kontrollsystemen, sowie der damit einhergehende kontinuierliche Verbesserungsprozess helfen uns dabei, unsere Risiken laufend zu überwachen und steuern zu können. Dazu gehört auch ein unternehmenseinheitlicher Planungsprozess. Die Erreichung unserer Geschäftsziele und die damit verbundenen Risiken überwachen wir regelmäßig, ebenso wie sämtliche Prozesse der Rechnungslegung und des Einkaufs, sodass diese Risiken als gering eingestuft werden. Das Risikomanagement der Axians Infoma besteht im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten, die in das unternehmensinterne Frühwarnsystem eingebettet sind:
6.2. Einzelrisiken Geopolitische Risiken wie der Konflikt in der Ukraine sowie die damit verbundene Energiekriese, als auch die allgemeine inflationäre Lage, wirken sich weiterhin in vielen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens negativ aus. Für die Axians Infoma GmbH gehen wir jedoch aktuell weiterhin von einem geringen Effekt aus. Das Geschäftsmodell der Axians Infoma GmbH basiert zu ca. 57 % auf wiederkehrenden Einnahmen, die bereits gesichert sind. Auch beim Lizenzumsatz wird für 2024 weiterhin ein Umsatz auf Budget Niveau erwartet. Ein starker Rückgang des einmaligen Lizenzumsatzes aufgrund der Umstellung des Lizenzgeschäfts auf ein Abo-Modell (Software as a Service) zeichnet sich für 2024 noch nicht ab, muss aber weiterhin stark beobachtet werden. Da die Axians Infoma GmbH im Bereich Digitalisierung seit Jahren bereits sehr gut gerüstet ist, kann der Großteil der Beratungs- und Support Leistungen auch online durchgeführt werden. Dieses hybride Arbeiten mit "Vor Ort"- und Remote-Terminen, hat sich bei Mitarbeiter wie Kunden mittlerweile etabliert und hilft uns die Energiekosten, sowie auch die CO 2-Emissionen zu senken. Nachdem in den meisten Bundesländern die Kommunen aufgrund gesetzlicher Regelungen bereits auf die Doppik umgestellt haben, gestaltet sich die Gewinnung von Neukunden für das Finanzwesen unverändert herausfordernd. Der Markt für Finanzwesen konsolidiert sich zunehmend, Preisdruck und Wettbewerb könnten sich weiter verschärfen. Des Weiteren bricht zumindest in Teilen der Informationstechnologie eine neue Zeit an. Es gibt zum einen mehr Anwendungen, mehr Endgeräte und damit einhergehend auch mehr Daten als jemals zuvor - insbesondere angetrieben durch die Nutzung von Cloud-Diensten, IoT und der weiter zunehmenden Digitalisierung von Prozessen. Zum anderen kommen dadurch völlig neue Spieler auf den Markt, neue Markt- bzw. Geschäftsmodelle entstehen und neue Technologien, Betriebsformen und Services lösen Bestehendes ab. Darauf müssen sich Softwareanbieter, als auch unsere Mitglieder der Axians Infoma partnergroup einstellen und u. a. Komplexität der IT für den Anwender reduzieren und moderne Bezahlformen anbieten. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte vollständig aus den Liquiden Mitteln der Gesellschaft. Darüber hinaus verfügt die Axians Infoma GmbH über eine ausreichende Linie im Rahmen des Cash Pool mit Vinci Energies Deutschland ICT GmbH, somit wird dem Liquiditätsrisiko ausreichend begegnet. Zudem sind keinerlei finanzielle oder operative Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. 6.3. Chancen Chancen für die zukünftige Geschäftsentwicklung ergeben sich insbesondere durch folgende Faktoren:
7. Ausblick7.1. Wirtschaftliche Entwicklung Die deutsche Wirtschaft erholt sich in den kommenden Jahren. Das geht aus der aktuellen Deutschland-Prognose der Deutschen Bundesbank hervor. Allerdings verzögert sich die Wirtschaftserholung etwas. Gegenwärtig bremst vor allem noch die schwache Auslandsnachfrage die Industrie, zudem zeigt sich der private Konsum zögerlich und die höheren Finanzierungskosten dämpfen die Investitionen. Doch das Bild hellt sich bald auf. Ab Beginn des Jahres 2024 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Expansionspfad einschwenken und nach und nach Fahrt aufnehmen, sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel. Auch bei der Inflation zeigt die Deutschland-Prognose eine Verbesserung: Die Teuerungsrate wird sich demnach 2024 im Vergleich zu diesem Jahr mehr als halbieren. Die Inflation in Deutschland ist auf dem Rückzug, aber für eine Entwarnung ist es noch zu früh, schränkte Nagel zugleich ein. Der Deutschland-Prognose der Bundesbank zufolge legt das kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im kommenden Jahr um 0,4 Prozent zu, nach einem leichten Rückgang um 0,1 Prozent in diesem Jahr. In den Jahren 2025 und 2026 wächst die Wirtschaft um 1,2 Prozent beziehungsweise 1,3 Prozent. Sie profitiert vor allem von zwei Faktoren: Infolge wieder expandierender ausländischer Absatzmärkte steigen die Exporte. Und aufgrund des stabilen Arbeitsmarktes, kräftig steigender Löhne und rückläufiger Inflation geben die privaten Haushalte wieder mehr Geld für den Konsum aus. Die realen Einkommen der privaten Haushalte erhöhen sich deutlich, betonte Bundesbankpräsident Nagel. Die privaten Investitionen sinken hingegen zunächst noch und liefern erst 2026 wieder moderate Impulse. Die Teuerungsrate dürfte 2023 auf jahresdurchschnittlich 6,1 Prozent zurückgehen und kommendes Jahr weiter auf 2,7 Prozent fallen, schätzen die Fachleute der Bundesbank auf Grundlage des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI). Die Teuerung von Energie lässt stark nach und ist auch bei Nahrungsmitteln deutlich rückläufig. Die Kernrate der Inflation (ohne Energie und Nahrungsmittel) erreicht erst in diesem Jahr mit 5,1 Prozent ihren Höhepunkt. Im kommenden Jahr geht sie deutlich auf 3 Prozent zurück. Dann stellen Lieferengpässe kein so großes Problem mehr dar, und die Gewinnmargen normalisieren sich. Die geldpolitische Straffung entfaltet zunehmend ihre Wirkung, erklärte Bundesbankpräsident Nagel. Am Ende des Projektionszeitraums - im Jahr 2026 - geht die Gesamtinflationsrate auf 2,2 Prozent zurück. Sie bleibt damit im längerfristigen Vergleich überdurchschnittlich hoch. Die Staatsfinanzen profitieren den Bundesbank-Fachleuten zufolge davon, dass temporäre Stützungsmaßnahmen allmählich enden. Dies ist in diesem und dem kommenden Jahr gewichtiger als steigende Aufwendungen etwa für Verteidigung und Renten. Daher sinkt die Defizitquote im Jahr 2023 auf 2 Prozent und im Jahr 2024 weiter auf 1,3 Prozent. In den Folgejahren bleibt sie unverändert. Die Schuldenquote sinkt bis Ende 2026 auf etwas über 60 Prozent. Die Prognose beruht auf vereinfachten Annahmen zur fiskalischen Reaktion auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts. Die jüngsten Vereinbarungen in der Bundesregierung zu den Bundesfinanzen 2024 wurden erst nach Abschluss der Projektion getroffen. Nach einer ersten Einschätzung ändern sie den fiskalischen und gesamtwirtschaftlichen Ausblick allerdings nicht entscheidend. Unsicherheiten für die Projektion bestehen gleichwohl hinsichtlich weiterer finanzpolitischer Beschlüsse, insbesondere für die Jahre ab 2025 und die konkrete Umsetzung der Energiewende. Auch darüber hinaus bestehen Risiken für die Prognose, insbesondere aufgrund geopolitischer Konflikte. Im Vergleich zur Deutschland-Prognose vom Juni setzten die Bundesbank-Fachleute die Rate für das BIP-Wachstum für 2024 deutlich und für 2025 leicht herab. Die Inflationsrate wurde für 2024 spürbar und für 2025 leicht nach unten korrigiert. (Quelle: https://www.bundesbank.de/de/presse/pressenotizen/deutschland-prognose-der-bundesbank-sinkende-inflation-aber-noch-keine-entwarnung-920336) 7.2. Prognosebericht der Axians Infoma GmbH Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir aktuell von einer weiterhin guten Geschäftsentwicklung und einem Gesamtumsatz leicht über dem Vorjahr aus. Aufgrund der Transformation des Lizenzgeschäfts auf ein Abo-Basiertes Lizenzmodell wird der Umsatz in dem Bereich der Lizenzen in 2024 voraussichtlich etwas zurückgehen, was jedoch durch die steigenden Softwarepflege und Abo-Erlöse sowie dem Teuerungsausgleich im Bereich der Softwarepflege infolge der Inflation weitestgehend kompensiert werden sollte. Höhere Personalkosten sowie auch gestiegen Einkaufskonditionen belasten dennoch die Ausgaben, weshalb wir für 2024 von einem Ergebnis vor Gewinnabführung ausgehen, welches etwa auf dem Niveau von 2023 liegen wird. Wir sehen weiterhin ein stabiles Neu- und Bestandskundengeschäft mit entsprechendem weiterem Ausbau unserer Marktstellung. Zum einen getragen durch die bereits für 2024 geplanten Umsteiger bei Kunden unserer Mitglieder der Axians Infoma partnergroup, zum anderen durch direkten Neukundengewinn und attraktiven, modernen Cloud-Angeboten. Im Hinblick auf die aktuellen inländischen und geopolitischen Entwicklungen, haben wir sämtliche für uns erkennbaren Maßnahmen ergriffen, um die bestehenden Prognosen zu halten. Durch unsere Tätigkeit im systemrelevanten Bereich der Infrastrukturen versuchen wir in Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und Kunden die Einsatzbereitschaft aufrechtzuerhalten. Demnach unterstellt der Ausblick, dass sich die derzeitig absehbaren Auswirkungen, unsere Unternehmung nicht weiter beeinträchtigen werden. Es lässt sich jedoch nicht ausschließen, dass die Energiepreise sowie die angespannte finanzielle Lage in den Städten und Kommunen, derzeit eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben werden. Die im Lagebericht enthaltenen zukunftsbezogenen Aussagen über die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft basieren auf aktuellen Einschätzungen der Geschäftsführung und sind naturgemäß mit Unsicherheit behaftet. Die tatsächlich eintretenden Ergebnisse können erheblich von den hier formulierten Aussagen und Einschätzungen abweichen.
Ulm, den 11. Juni 2024 Axians Infoma GmbH Geschäftsführung Daniel Riß Holger Schmelzeisen Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB unter Beachtung der Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Gliederung der Bilanz erfolgte entsprechend § 266 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt (§ 275 Abs. 2 HGB). Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in 89081 Ulm , Hörvelsinger Weg 21, und ist unter der HRB Nr. 1961 im Registergericht Ulm eingetragen. II. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeBilanzierungsmethoden Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit den Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden. Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauerhaft zu dienen. Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet. Die Gesellschaft grenzt als aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzungsposten Aufwendungen bzw. Umsatzerlöse für Wartungsverträge mit Laufzeit über das Geschäftsjahr hinaus ab, für welche die Leistungserbringung ganz oder teilweise erst nach dem Bilanzstichtag erfolgen wird. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sie nicht wesentlich von der Mindestbesteuerung betroffen ist. Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, linear vermindert um planmäßige und ggfs. außerplanmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von drei Jahren bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen ein bis dreizehn Jahren bei Sachanlagen, bewertet. Ab dem 1. Januar 2008 wurden geringwertige Anlagegüter (mit Anschaffungskosten von EUR 250 (ab 1. Januar 2018 davor EUR 150,00) bis EUR 1.000,00) in einen Sammelposten eingestellt und linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2018 wurden entsprechend den steuerlichen Regelungen nach § 6 Abs. 2 EStG die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben und als Zu- und Abgänge ausgewiesen; geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden direkt als Aufwand gebucht. Die unfertigen Leistungen beinhalten noch nicht abgerechnete auftragsbezogene Dienstleistungen sowie nicht abgerechnete auftragsbezogene Warenbestände auf Projekten und sind zu Herstellungskosten bewertet. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten berücksichtigt. Die Herstellungskosten enthalten keine Fremdkapitalzinsen. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung werden beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalbetrag unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberichtigungen für Ausfallrisiken angesetzt. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nennwert bzw. entsprechenden Wert aus der Fremdwährungsumrechnung angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Aufwendungen für Folgeperioden, die der Gesellschaft bereits im Geschäftsjahr belastet wurden. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bewertet. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die Gesellschaft grenzt unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen für Dienstleistungen ab, für welche die Leistungserbringung ganz oder teilweise erst nach dem Stichtag erfolgen wird. Fremdwährungsforderungen bzw. -guthaben und -verbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls erfasst. Die Bewertung zum Bilanzstichtag erfolgt grundsätzlich unter Beachtung des Realisations- und Imparitätsprinzips. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen und mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sind zum Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. III. Erläuterungen zum JahresabschlussAngaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Vorräte Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um noch nicht abgerechnete auftragsbezogene Dienstleistungen. Hierbei werden die erhaltenen Anzahlungen offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Eigenkapital
Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen:
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Aufwendungen für Raum- & Grundstückskosten in Höhe von 1.284 TEUR, KFZ-Kosten in Höhe von 1.017 TEUR sowie sonstige Personalkosten in Höhe von 2.338 TEUR. Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 2 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern sind laufender Aufwand und beziehen sich auf die Kraftfahrzeuge. IV. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen
Mitarbeiter
Von den Angestellten waren im Geschäftsjahr 2023 acht leitende Angestellte (im Vorjahr acht). Geschäftsführung
Mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe von Geschäftsführerbezügen verzichtet. Prokura gemeinsam mit einem Geschäftsführer oder einem anderen Prokuristen ist Steffen Schanz, Michael Gräter, Eva Wagenpfeil, Peter Krischke, Kai Eickmeier und Stefan Herdt erteilt. Ergebnisverwendung Mit der Muttergesellschaft VINCI Energies Deutschland ICT GmbH besteht seit dem 16. Januar 2015 ein Ergebnisabführungsvertrag, dem die Gesellschafterversammlungen am 19. Januar 2015 und am 20. Mai 2015 zugestimmt haben. Das positive Jahresergebnis wird entsprechend dem gültigen Ergebnisübernahmevertrag in voller Höhe an die Gesellschafterin abgeführt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2023 über die zu berichten wäre, haben sich nicht ergeben. Konzern Die Axians Infoma GmbH ist eine 100%-Tochter der VINCI Energies Deutschland ICT GmbH, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufzustellen hätte, jedoch von dieser Verpflichtung nach § 291 HGB befreit ist. Die VINCI Energies Deutschland ICT GmbH ist wiederrum eine 100%-Tochter der VINCI Energies S. A. mit Sitz in Frankreich. Die Axians Infoma GmbH wird in den Konzernabschluss der VINCI S. A. einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss der VINCI S. A. wird auf der Internetseite des Konzerns (www. vinci.com) veröffentlicht sowie beim zuständigen Registergericht, Greffe du Tribunal de Commerce de Nanterre, Nanterre, Frankreich.
Ulm, den 11. Juni 2024 Axians Infoma GmbH Daniel Riß Holger Schmelzeisen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
alle Angaben verstehen sich in EUR BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Axians Infoma GmbH, Ulm Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Axians Infoma GmbH, Ulm, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Axians Infoma GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 11. Juni 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Bernhard Klinke, Wirtschaftsprüfer ppa. Mark Freudewald, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. August 2024 festgestellt. |
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