Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 337446
Vorher
EML Research gGmbH
Eingetragen
30.10.1997
Branche
Organisationen der Bildung, Wissenschaft und ForschungForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieForschung und Entwicklung im Bereich Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie im Bereich Sprach-, Kultur- und Kunstwissenschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: (1) Gegenstand des Unternehmens ist die Förderung a. von Wissenschaft und Forschung; b. der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe. Der Gesellschaftszweck wird verwirklicht insbesondere durch - die wissenschaftliche Forschung auf allen Gebieten der Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik; - die Erarbeitung von Methoden zur rechnergestützten Forschung in Form von Simulation und Datenanalyse und auf der Entwicklung theoretischer Modelle in den jeweiligen Gebieten - die Durchführung von wissenschaftlichen Forschungsvorhaben und Veranstaltungen; - die Vergabe und Übernahme von Forschungs- und Entwicklungsaufträgen; - die Übertragung der Forschungs- und Entwicklungsergebnisse in die Anwendung; - den Transfer des erarbeiteten Wissens an Unternehmen, Forschungseinrichtungen, sonstige Organisationen und Einzelpersonen; - die Bereitstellung wissenschaftlicher Infrastruktur und zugehöriger Dienstleistungen an Unternehmen und sonstige Dritte gegen Entgelt; - die Darstellung des Wissens in der Öffentlichkeit durch Veranstaltungen und Publikationen; - die Durchführung von Lehrprogrammen auf akademischem Niveau; - die Bereitstellung von akademischen Ausbildungsprogrammen mit anerkannten Abschlüssen; - die Vergabe von Stipendien an Studierende, Doktoranden und Postdocs. (2) Um im internationalen Wettbewerb eine führende Stellung auf den in § 3 (1) genannten Forschungsgebieten zu erreichen, wird die Gesellschaft eng mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen (öffentlich finanzierten und privaten) kooperieren. Auch dabei soll stets versucht werden, aktuelle Forschungsergebnisse auf die angewandte Forschung und in die Wirtschaft zu übertragen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kai Dr. Polsterer
seit 9.1.2025
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
HITS-Stiftung, Stiftung des bürgerlichen Rechts
98.00%
Universität Heidelberg, Körperschaft des öffentlichen Rechts
1.00%
Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Körperschaft des öffentlichen Rechts
1.00%

Gesellschafter
Beta

2 von 3 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
HITS-Stiftung, Stiftung des bürgerlichen Rechts
Germany
98.00%
Universität Heidelberg, Körperschaft des öffentlichen Rechts
Germany
1.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HITS gGmbH

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten 36.004,00 57.919,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.292.010,60 18.627.386,58
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.879.399,00 1.689.553,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.506.707,32
21.171.409,60 21.823.646,90
21.207.413,60 21.881.565,90
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.620.798,67 2.908.354,47
2. fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 147,67
3.620.798,67 2.908.502,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.014,24 6.513,43
2. Forderungen gegen Gesellschafter 132.561,33 187.979,99
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.453.308,60 1.696.106,41
1.603.884,17 1.890.599,83
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.638.031,68 4.912.501,07
9.862.714,52 9.711.603,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 201.252,08 165.058,51
31.271.380,20 31.758.227,45

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 10.900.000,00 10.900.000,00
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 13.408.000,00 14.075.000,00
IV. Bilanzverlust -1.141.190,23 -1.283.532,25
23.216.809,77 23.741.467,75
B. Rückstellungen
sonstige Rückstellungen 1.341.243,13 1.328.470,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 241,90 746,50
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.061.523,69 5.257.102,59
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.096.938,76 770.950,34
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 304.919,04 299.975,63
5. sonstige Verbindlichkeiten 248.793,91 358.603,91
- davon aus Steuern: EUR 109.109,47 (Vorjahr: EUR 83.449,98)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 15.961,50 (Vorjahr: EUR 17.640,00)
6.712.417,30 6.687.378,97
D. Rechnungsabgrenzungsposten 910,00 910,00
31.271.380,20 31.758.227,45

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 200.366,90 298.526,93
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 712.444,20 472.659,62
3. sonstige betriebliche Erträge 12.951.428,27 11.728.884,47
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
13.864.239,37 12.500.071,02
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.929.692,40 5.182.373,27
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.579.298,36 1.258.824,58
- davon für Altersversorgung: EUR 161.563,44 (Vorjahr: EUR 154.489,62)
7.508.990,76 6.441.197,85
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.609.701,43 1.584.761,66
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.380.429,59 5.238.009,41
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 112.529,48 2.334,15
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.683,00 0,00
9. Ergebnis nach Steuern -524.035,93 -761.563,75
10. sonstige Steuern 622,05 586,17
11. Jahresfehlbetrag -524.657,98 -762.149,92
12. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.283.532,25 -1.146.382,33
13. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 667.000,00 625.000,00
14. Bilanzverlust -1.141.190,23 -1.283.532,25

ANHANG für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der HITS gGmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, im Anhang aufgeführt.

Bei der Offenlegung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: HITS gGmbH
Firmensitz laut Registergericht: Heidelberg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Mannheim
Register-Nr.: 337446

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten, gegebenenfalls vermindert um angemessene Einzelwertberichtigungen, angesetzt.

Die Schecks, Kassenbestände, Postgiroguthaben und Guthaben bei Kreditinstituten (Flüssige Mittel) wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie wurden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Anlagespiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023 zu entnehmen, siehe Anlage IV.

3.2 Geschäftsjahresabschreibung

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

3.3 Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte Betrag
Euro
Forderungen 132.561,33
Verbindlichkeiten 304.919,04

3.4 Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von Euro 55.598,54 (Vorjahr: Euro 652.033,41) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

3.5 Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Abs. 2 S.2 HGB

Im laufenden Geschäftsjahr 2023 wurde saldierungsfähiges Deckungsvermögen aus Zeitkontenrückdeckungsverträgen der Allianz Lebensversicherungs-AG mit dem Zeitwert in Höhe von Euro 702.073,95 mit der zugrunde liegenden Verpflichtung in gleicher Höhe nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert.

3.6 Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzverlust ein Verlustvortrag von Euro -1.283.532,25 einbezogen.

3.7 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten Sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Urlaubsrückstellung in Höhe von TEuro 258

Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEuro 1.028

Rückstellung für Abschluss und Prüfung TEuro 55

3.8 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023 Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahren > 5 Jahren davon gesichert Summe Art der Sicherheit
Teuro TEuro TEuro TEuro TEuro
gegenüber Kreditinstituten 0,2 0,2 0,0 0,0 0,0
erhaltene Anzahlungen 5.061,5 5.062 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.096,9 1.096,9 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 304,9 304,9 0,0 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 248,8 216,4 32,4 0,0 0,0
davon aus Steuern 109,1 109,1 0,0 0,0 0,0
davon im Rahmen sozialer Sicherheit 16,0 16,0 0,0 0,0 0,0
Summe 6.712,4 6.680,0 32,4 0,0 0,0

4. Sonstige Angaben

4.1 Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen nicht.

4.2 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 94
Studenten 14
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 108
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 52
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 56

4.3 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Frau Dr. Gesa Schönberger

4.4 Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats

Im Geschäftsjahr 2023 gehörten dem wissenschaftlichen Beirat folgende Mitglieder an:

Prof. Dr. Jeffrey Brock, Zhao- und Ji-Lehrstuhl für Mathematik, Yale, USA,

Dr. Adele Goldberg, past President of the "Association for Computing Machinery (ACM)",

Prof. Gert-Martin Greuel (em.), RPTU Kaiserslautern, ehem. Direktor des "Mathematisches Forschungszentrum Oberwolfach",

Prof. Dr. Dieter Kranzlmüller, Institut für Informatik der Ludwig-Maximilians-Universität München, Direktor des Leibniz-Rechenzentrum (LRZ),

Prof. Dr. Thomas Lengauer (em.), Max-Planck-Institut für Informatik, Saarbrücken,

Prof. Dr. Victoria Stodden, Informations- und Computerwissenschaften, Statistik und Rechtswissenschaften, University of Illinois at Urbana-Champaign, USA,

Prof. Dr. Alex Szalay, Johns Hopkins University, USA, sowie

Prof. Dr. Barbara Wohlmuth, Lehrstuhl für Numerische Mathematik, Technische Universität München.

Die Gesamtbezüge der Beiratsmitglieder im Geschäftsjahr 2023 betragen TEuro 3,0.

4.5 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag beträgt Euro 524.657,98.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Verlustvortrags in Höhe von Euro 1.283.532,25 sowie einer Auflösung der Gewinnrücklagen in Höhe von Euro 667.000,00 ergibt sich ein Bilanzverlust von Euro 1.141.190,23.

Im laufenden Berichtsjahr erfolgt keine Einstellung in die gemeinützlichkeitsrechtlichen Rücklagen.

Auf neue Rechnung werden Euro -1.141.190,23 vorgetragen.

4.6 Nachtragsbericht

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Heidelberg, den 20. Februar 2025

Dr. Gesa Schönberger

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 335.894,10 5.131,53 10.452,17 0,00 330.573,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 29.278.999,19 42.721,43 0,00 1.496.113,32 30.817.833,94
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.709.956,63 1.042.716,17 2.091.408,35 10.594,00 8.671.858,45
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.506.707,32 0,00 0,00 -1.506.707,32 0,00
40.495.663,14 1.085.437,60 2.091.408,35 0,00 39.489.692,39
40.831.557,24 1.090.569,13 2.101.860,52 0,00 39.820.265,85
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 277.975,10 27.046,53 10.452,17 294.569,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 10.651.612,61 874.210,73 0,00 11.525.823,34
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.020.403,63 708.444,17 1.936.388,35 6.792.459,45
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
18.672.016,24 1.582.654,90 1.936.388,35 18.318.282,79
18.949.991,34 1.609.701,43 1.946.840,52 18.612.852,25
Nettobuchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 36.004,00 57.919,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Gebäude 19.292.010,60 18.627.386,58
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.879.399,00 1.689.553,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.506.707,32
21.171.409,60 21.823.646,90
21.207.413,60 21.881.565,90

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeines

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS gGmbH, kurz HITS) ging 2010 durch Umfirmierung aus der 2003 gegründeten EML Research gGmbH hervor. Der Gesellschaftszweck blieb unverändert.

Das HITS wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitbegründer Klaus Tschira (1940- 2015) und der Klaus Tschira Stiftung gGmbH (KTS) als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Es betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Zu den Hauptforschungsrichtungen zählen komplexe Simulationen auf verschiedenen Skalen, Datenwissenschaft und -analyse sowie die Entwicklung rechnergestützter Tools für die Forschung. Die Anwendungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Ein wesentliches Merkmal des Instituts ist die Interdisziplinarität, die in zahlreichen gruppen- und disziplinübergreifenden Projekten umgesetzt wird.

Die Grundfinanzierung des HITS wird von der Klaus Tschira Stiftung bereitgestellt. Gesellschafter des HITS sind die HITS-Stiftung, die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

HITS arbeitet mit vielen weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten Drittmittelgeber sind die Europäische Union (EU), das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). HITS wird von einem Geschäftsführer und einem Wissenschaftlichen Direktor mit Gesamtprokura geleitet.

Geschäftsverlauf

Im Jahr 2023 arbeiteten am HITS Wissenschaftler in 13 Forschungsgruppen. Diese wurden von den Service-Gruppen Administration, Communications und IT Services unterstützt. Das Institut entwickelte sich plangemäß und hat im Berichtszeitraum folgende Ziele verfolgt:

Die Durchführung von Forschungsarbeiten in der Grundlagenforschung und die Übertragung in die Anwendung.

Die Veröffentlichung der Ergebnisse und die Präsentation dieser innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft.

Der Austausch und die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Gruppen aus aller Welt.

Die Bereitstellung von wissenschaftlicher Infrastruktur und zugehörige Dienstleistungen.

Die Betreuung von jungen Wissenschaftlern, gemeinsam mit Universitäten, mit dem Ziel, akademische Abschlüsse zu erwerben.

Die Einwerbung von Forschungsfördermitteln.

Diese Ziele wurden vollständig erreicht. Für eine detaillierte Darstellung wird auf den Jahresbericht 2023 des Instituts im Internet verwiesen. Er stellt die Aktivitäten sowohl der Forschungs- als auch der Service-Gruppen ausführlich dar.

Im Jahr 2023 waren durchschnittlich 108 Personen am HITS angestellt, davon 52 mit Vollzeit- und 56 mit Teilzeit-Verträgen. Mit Gastwissenschaftlern, Stipendiaten und Abgeordneten waren insgesamt 141 Personen am Institut, davon 52 Jungwissenschaftler, die an einer Promotion arbeiteten (Stichtag 31. Dezember 2023).

Über das Jahr 2023 betreute HITS insgesamt 44 Forschungsprojekte, davon wurden 21 durch externe Drittmittelgeber gefördert. Weitere 10 (Teil-) Projekte wurden zusätzlich durch die KTS gefördert.

Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2023 lagen die Umsatzerlöse bei 200.366,90 Euro und sind damit geringer als im Vorjahr (Vorjahr: 298.526,93 Euro). Die Erträge aus Bundeszuwendungen betrugen im Berichtsjahr 803.168,79 Euro (Vorjahr: 549.80,35 Euro), die Erträge aus EU- Zuwendungen 1.179.275,20 Euro (Vorjahr: 839.214,84 Euro).

Die durch HITS finanzierte Projektleitungsförderung § 57 AO mit einem Umfang von 1.017.989,34 Euro (Vorjahr: 1.210.808,72 Euro) betraf im Berichtsjahr insgesamt 6 HITS Gruppenleiter, die zugleich Professuren an den Universitäten Heidelberg und Karlsruhe innehatten. Die Verbindlichkeiten in Höhe von 6.712.417,30 Euro (Vorjahr: 6.687.378,97 Euro) erhöhten sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum Vorjahresniveau.

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestanden liquide Mittel in Höhe von 4.638.031,68 Euro (Vorjahr: 4.912.501,07 Euro). Es ergab sich ein Jahresfehlbetrag von 524.657,98 Euro (Vorjahr: Fehlbetrag von 762.149,92 Euro).

Unter Berücksichtigung des Verlustvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von 1.283.532,25 Euro und den Entnahmen aus den Gewinnrücklagen im laufenden Berichtsjahr von 667.000,00 Euro ergibt sich ein Bilanzverlust von 1.141.190,23 Euro (Vorjahr: Bilanzverlust 1.283.532,25 Euro).

Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Auch hinsichtlich bestehender künftiger Verpflichtungen sind keine Zahlungsschwierigkeiten erkennbar.

Insgesamt stellt sich die Lage des Unternehmens zum Abschlussstichtag und zum jetzigen Zeitpunkt als gut dar.

Analyse der Geschäftstätigkeit und Lage

HITS ist als Grundlagenforschungsinstitut etabliert und konnte im Jahr 2023 weiter an seiner internationalen Sichtbarkeit arbeiten. Das Institut ist ein gefragter Kooperationspartner für nationale und internationale Forschungsgruppen. Eine gute Übersicht über die inhaltliche Arbeit des Instituts gibt der Jahresbericht 2023.

Seit Januar 2023 ist Tilmann Gneiting neuer Wissenschaftlicher Direktor des HITS. Er folgt turnusmäßig auf Frauke Gräter, die diese Position in den vorangegangenen zwei Jahren ausübte. Stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor ist Kai Polsterer. Hervorzuheben ist, dass mehrere HITS Wissenschaftler im Jahr 2023 für ihre Arbeit durch externe, meist internationale Jurys ausgezeichnet wurden: so z. B. Gruppenleiter Alexandros Stamatakis zum wiederholten Mal als Highly Cited Researcher von Clarivate Analytics.

Fritz Röpke, Gruppenleiter der "Physics of Stellar Objects"-Gruppe (PSO) hat im März 2023 einen ERC Advanced Grant von insgesamt 2,5 Millionen Euro für 5 Jahre gewonnen. Der Grant wird im Rahmen von Röpkes Professur an der Universität Heidelberg geführt und startet zu Beginn des Jahres 2024.

Alexandras Stamatakis baut von Januar 2023 bis Dezember 2027 mit Mitteln aus einem ERA Chair-Grant der Europäischen Union eine Forschungsgruppe am Institute for Computer Science der Foundation for Research (ICS-FORTH) and Technology Hellas, Griechenland auf. Er führt während dieser Zeit seine HITS-Gruppe "Computational Molecular Evolution" (CME) als assoziierte Gruppe.

Die Juniorgruppenleiterin Anya Gryn'ova hat im Sommer 2023 einen Ruf an die Universität in Birmingham angenommen und wird HITS zum April 2024 verlassen. Ein internationales Team von Astrophysikern des HITS hat 2023 ein Brettspiel - "Habitable" - entwickelt, das Astronomie und Klimakrise miteinander verbindet. Idee und Umsetzung fanden im Rahmen des Hochschulwettbewerbs von Wissenschaft im Dialog (WiD) zum Wissenschaftsjahr 2023 "Unser Universum" statt.

Im Berichtsjahr haben zwei Wissenschaftler von international renommierten Universitäten als "Klaus Tschira-Gastprofessoren" am und mit HITS gearbeitet, außerdem ein Journalist in Residence, sowie zwei ausgewählte Jungwissenschaftler im Rahmen des "Independent Postdoc Programs".

Im ersten Quartal 2023 wurde die Covid19-Pandemie politisch für beendet erklärt und die Corona-Arbeitsschutzverordnung zurückgenommen. Damit sind alle Corona- Schutzmaßnahmen am HITS entfallen; alle damit verbundenen Aufzeichnungen wurden gelöscht.

Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Die Juniorgruppenleiterin Anya Gryn'ova verlässt HITS zum April 2024 und wechselt auf eine Professur an der Universität in Birmingham. Ihre Gruppe Computational Carbon Chemistry (CCC) wird aufgelöst.

Neben der wissenschafts-inhaltlichen Strategie, die bereits 2022 für einen Zeitraum von 10 Jahren verabschiedet wurde, wurde für 2024 auch eine strategische Planung für die Hardware-Beschaffung im Rahmen des High Performance Computing erarbeitet.

Im Übrigen erwarten wir einen normalen Geschäftsverlauf. Besondere Risiken bestehen nicht.

Nachtragsbericht

Tilmann Gneiting hat im Januar 2024 den Ulf Grenander Prize 2024 für stochastische Theorie und Modellierung der American Mathematical Society (AMS) für bahnbrechende Arbeiten in den Bereichen probabilistische Modellierung und statistische Inferenz sowie entsprechende algorithmische Entwicklungen erhalten. Gneiting (CST) ist 2024 zudem vom Institute of Mathematical Statistics (IMS) für den Wald Memorial Award and Lectures 2026 ausgewählt worden.

Frauke Gräter, Gruppenleiterin der Molecular Biomechanics Gruppe wird HITS zu Beginn 2025 verlassen. Sie wechselt als Direktorin an das Max Planck Institut für Polymerforschung, Mainz. Sie hat 2024 wichtige Forschungsfördermittel eingeworben: Einen Grant aus dem Human Frontier Science Program (HFSP) zusammen Kollegen aus Israel und USA, sowie ein Marie Sk?odowska-Curie Actions Postdoctoral Fellowship (MSCA), eines der renommiertesten Stipendien für Postdocs in Europa. Beide Grants werden 2025 nach Mainz transferiert.

Kai Polsterer (AIN) ist mit der Uni Bonn und der Uni Köln und Rebecca Wade (MCM) mit einem Konsortium der Uni Heidelberg jeweils in der zweiten Phase der Exzellenz-Initiative der DFG. Die Auswahlverfahren werden zwischen Oktober 2024 und Februar 2025 stattfinden.

Wolfgang Müller (SDBV) hat erfolgreich Fördermittel für die Projekte LiSym Krebs II (1,63 Mio. Euro über insgesamt 3 Jahre) und de.NBI (725.000 Euro) vom BMBF eingeworben.

Seit Frühjahr 2024 arbeitet HITS an der Gewinnung neuer Forschungsgruppen, davon zwei Juniorgruppen, Computational Nanobiology (gemeinsam mit der Universität Heidelberg) und Computational Climate Science (gemeinsam mit dem KIT, Karlsruhe). Darüber hinaus ist eine neue Vollgruppe Molecular Biophysics als gemeinsame Berufung mit der Universität Heidelberg geplant. Wir erwarten den Start dieser Gruppen im Zeitraum 2026-2027.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ende des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

 

Heidelberg, 20. Februar 2025

HITS gGmbH

Dr. Gesa Schönberger, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die HITS gGmbH, Heidelberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der HITS gGmbH, Heidelberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HITS gGmbH, Heidelberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Frankfurt am Main, den 20. Februar 2025

Beeh & Happich GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Johann Peter Klein, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb des Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

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