Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 3164
Vorher
Heumann Pharma GmbHHeumann PCS GmbH
Eingetragen
28.11.1977
Branche
Großhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenEinzelhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand von Amts wegen berichtigend wieder vorgetragen wie Eintragung lfd. Nr. 1 Sp. 2 c: Gegenstand des Unternehmens ist, als pharmazeutischer Unternehmer im Sinne des § 4 Abs. 18 AMG 1976 Arzneimittel sowie diätetische Lebensmittel, Kosmetika und Gegenstände zur Körperpflege zu vertreiben. Gegenstand des Unternehmens ist weiter der Betrieb eines Verlages für medizinische und naturwissenschaftliche Publikationen sowie anderer Presseerzeugnisse.

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Michael Dr. Tschöpe
seit 16.4.2008
Geschäftsführer
Jan-Peter Stobbe
seit 31.10.2005
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Excella GmbH

Feucht

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

LAGEBERICHT

1. Wirtschaftsbericht

1.1. Allgemeines

Die Excella GmbH, Feucht, ist ein Unternehmen der Fareva-Gruppe. Oberste Konzerngesellschaft ist die Fareva Holding in Luxemburg (Fareva S. A., Luxemburg). Die Excella GmbH ist innerhalb des Fareva-Verbundes primär als Lohnhersteller für externe Auftraggeber tätig und produziert nur in untergeordnetem Rahmen für die Fareva-Gruppe selbst.

Die Excella GmbH ist Spezialist für die Herstellung und den weltweiten Vertrieb von pharmazeutischen Grundstoffen bzw. Arzneimittelwirkstoffen (API - Active Pharmaceutical Ingredients) und betreibt zudem eine Bulkproduktion (Tabletten und Kapseln) für normale und hochwirksame Medikamente sowie die Verpackung dieser Produkte (DP - Drug Products). Die Herstellung der API erfolgt teilweise auf eigene Rechnung, ansonsten operiert das Unternehmen als Lohnhersteller.

1.2. Geschäftsverlauf und Lage

1.2.1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Branche

Nach einem überraschend guten Start im ersten Quartal 2014 hat die deutsche Konjunktur im weiteren Verlauf des Jahres einen deutlichen Dämpfer erhalten. Hierfür dürften die zunehmenden geopolitischen Risiken ebenso eine Rolle gespielt haben wie die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung in großen Mitgliedstaaten des Euro-Raums. In diesem Umfeld ist insbesondere die erwartete Belebung der Ausrüstungsinvestitionen trotz sehr günstiger Finanzierungsbedingungen ausgeblieben. Über Vertrauenseffekte könnte sich zudem der von der Bundesregierung eingeschlagene Kurs in der Energiepolitik sowie in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik negativ bemerkbar gemacht haben. Insgesamt wurde für das Jahr 2014 eine Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,2 % erwartet. Der Arbeitsmarkt hat sich sehr robust entwickelt. Die Erwerbstätigkeit ist seit der Rezession im Jahr 2009 kontinuierlich angestiegen. Die Anzahl der registriert Arbeitslosen wird mit 2,91 Millionen Personen im Jahresdurchschnitt 2014 sogar noch etwas geringer ausfallen als im Vorjahr. Der Preisauftrieb hat sich - gemessen am Verbraucherpreisindex - im Jahr 2014 weiter verlangsamt.(Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2014/15, S. 89)

Dank des guten Geschäfts im Inland ist die Chemie in Deutschland auf hohem Umsatzniveau ins Jahr 2014 gestartet. Bei leicht rückläufiger Produktion und nahezu stabilen Chemikalienpreisen konnte die Branche an das Umatzniveau des starken Vorquartals anschließen. Das Auslandsgeschäft war in Summe rückläufig. Einerseits legte zwar das Europageschäft zu, andererseits ging die Nachfrage aus den USA und aus Asien zurück. Für das Jahr 2014 insgesamt rechnet der Verband der chemischen Industrie mit einem Anstieg der Chemieproduktion um 2 %. Die Preise werden voraussichtlich um 0,5 % sinken, sodass der Branchenumsatz um 1,5 % auf 193,5 Mrd. Euro steigen könnte. (Quelle: VBCI - Verein der Bayerischen Chemischen Industrie e. V. / Verband der Chemischen Industrie e. V. Landesverband Bayern, Jahresbericht 2013/2014, S. 29).

1.2.2. Geschäftsverlauf

Der Gesamtumsatz der Excella GmbH betrug im Berichtszeitraum TEUR 103.132 (i. Vj. TEUR 101.616) und lag damit um TEUR -821 (-0,8%) nur unwesentlich unter dem Plan. Dabei schlossen im Bereich der Arzneimittelwirkstoffe (API) die Umsatzerlöse um 0,9% über Budget, die Umsatzerlöse bei der pharmazeutischen Lohnherstellung (DP) lagen um -3,9% unter dem Plan.

Die Gesellschaft hat das Geschäftsjahr 2014 mit einem operativen Ergebnis in Höhe von TEUR 17.895 (i. Vj. TEUR 16.052) abgeschlossen.

Die starke Ergebnisabweichung gegenüber dem Plan (TEUR 3.948) ist zurückzuführen auf starke Preisabweichungen im Rohstoffeinkauf/PPV (TEUR +1.094), Kosteneinsparungen gegenüber Plan (TEUR +1.052) und starke Produktivitätsgewinne bei der Herstellung von zwei Schlüsselprodukten des Unternehmens (TEUR +2.109).

Auf nachfolgende wesentliche Geschäftsvorfälle ist hinzuweisen:

Zum Jahreswechsel 2014/2015 konnte das Rechnungswesen des Unternehmens erfolgreich auf ein neues System umgestellt werden.

Im Rahmen einer Neustrukturierung der Konzernfinanzierung wurden sämtliche Garantien in Höhe von 250 Mio. EUR beendet.

Im Zuge des Ausscheidens eines Geschäftsführers der Muttergesellschaft des Unternehmens wurden die Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 661 übernommen.

Der zwischen dem Unternehmen und der Muttergesellschaft bestehende Ergebnisabführungsvertrag wurde wegen der Auswirkungen der "kleinen Organschaftsreform" auf den aktuellen Rechtsstand angepaßt.

Zum Ende des Geschäftsjahres wurde eine Sale- und Leaseback-Vereinbarung mit der BNP-Paribas geschlossen. Dabei wurden Vermögensgegenstände im Wert von TEUR 3.105 übertragen, wobei das wirtschaftliche Eigentum bei Excella GmbH verbleibt.

Ein für den Bereich der pharmazeutischen Lohnherstellung (DP) wichtiger Abnehmer hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem starken Nachfragerückgang bei margenstarken Produkten zu kämpfen. Die bei Excella in Aussicht gestellten Forecasts konnten nicht erfüllt werden. Für 2015 sind weitere Nachfragekürzungen angekündigt.

In einer Stillstandsperiode vom 12. Dezember 2014 bis 18. Januar 2015 wurden im Bereich der chemischen Produktion grundlegende Renovierungsarbeiten durchgeführt. Das Gesamtinvestitions- bzw. Kostenvolumen belief sich dabei auf 2 Mio EUR.

Im Rahmen der Renovierungsarbeiten wurde auch ein weiterer Rührbehälter als Puffertank für Filtrationsvorgänge installiert, der die Chargendurchlaufzeiten bei Zwischenproduktsynthesen verkürzen wird. Das Investitionsvolumen betrug TEUR 900.

Für einen großen Kunden wurde eine Mühle für hochwirksame Substanzen bis einschließlich OEB 5 im Wert von 1,2 Mio EUR angeschafft. Die Mühle ist in einem Isolator installiert und mit verschiedenen Mikronisierungsmodulen ausgestattet.

1.2.3. Ertragslage

Die wichtigsten Steuerungsgrößen neben dem operativen Ergebnis sind der Umsatz sowie die Rohertragsmarge (Gross Margin). Die Rohertragsmarge ist definiert als Umsatz abzüglich der Herstellkosten des Umsatzes; die Herstellkosten des Umsatzes (im Folgenden auch kurz: Herstellkosten) gehen als Summe der in die Produktion eingehenden Kosten für Fertigungsmaterial, Materialgemeinkosten, Fertigungslohn, Fertigungsgemeinkosten und Sondereinzelkosten der Fertigung in die Rohertragsmarge ein, korrigiert durch die Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen. Auf Basis der Umsatzplanung und der im jährlichen Budgetprozess geplanten Rohertragsmarge werden der tatsächliche Umsatz und die erzielte Rohertragsmarge analysiert und bei nachhaltigen Abweichungen das Budget in einer Prognoserechnung (Forecast) im laufenden Geschäftsjahr angepasst.

Die Umsatzerlöse der Excella GmbH gliedern sich wie folgt (in TEUR):

  2014 2013
Chemie (API) 67.906 64.443
Pharma (DP) 35.226 37.173
Gesamt 103.132 101.616

Im Bereich der Auftragsfertigung Pharma (DP) betrugen die Umsatzerlöse TEUR 35.226. Es wurden keine Umsatzerlöse mit verbundenen Unternehmen erzielt.

Die Umsatzerlöse für pharmazeutische Wirkstoffe (API) betrugen TEUR 67.906; davon entfielen TEUR 67.824 (i. Vj. TEUR 64.320) auf direkte Geschäfte mit Drittkunden und TEUR 82 (i. Vj. TEUR 123) auf Verkäufe an verbundene Unternehmen.

Die Rohertragsmarge betrug 31,7% (i. Vj. 30,3%) vom Umsatz.

  2014
TEUR
  2013
TEUR
 
Umsatzerlöse 103.132   101.616  
Herstellungskosten -70.483   -70.794  
Rohertrag 32.649 31,7% 30.822 30,3%

Als wesentliche Bestandteile der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 1.540; i. Vj. TEUR 1.805) sind anzuführen: TEUR 318 (i. Vj. TEUR 237) Kursgewinne, TEUR 238 (i. Vj. TEUR 387) Erträge aus der Auflösung/Herabsetzung von Rückstellungen und TEUR 558 (i. Vj. TEUR 623) Weiterbelastung von gegenüber verbundenen Unternehmen erbrachte Dienstleistungen.

Der Personalaufwand ist aufgrund der Eigenschaft als Lohnfertiger eine signifikante Einflussgröße für die Ertragslage. Im abgelaufenen GJ betrugen die Personalaufwendungen 38,8% (i. Vj. 34,2%) vom Umsatz. Der starke Anstieg ist zum großen Teil auf die versicherungsmathematischen Verluste bei der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen (TEUR 3.034) zurückzuführen.

Als wesentliche Bestandteile der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 19.674; i. Vj. TEUR 20.910) sind anzuführen: TEUR 185 (i. Vj. TEUR 304) Währungsverluste, TEUR 1.999 (i. Vj. TEUR 2.186) Energie, TEUR 2.965 (i. Vj. TEUR 2.926) Wartung und Reparaturen, TEUR 3.318 (i. Vj. TEUR 3.825) erhaltene Konzerndienstleistungen, TEUR 579 (i. Vj. TEUR 649) sonstige Dienstleistungen, TEUR 3.540 (i. Vj. TEUR 3.612) Ge- und Verbrauchsmaterial und TEUR 1.224 (i. Vj. TEUR 1.416) Entsorgungskosten.

Im Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sind Zinsen und ähnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.387 (i. Vj. TEUR 2.242) berücksichtigt. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der im Zinsergebnis darzustellenden Aufzinsung der Rückstellungen für Altersvorsorge und ähnliche Verpflichtungen.

Die Ertragslage ist als unverändert gut anzusehen.

1.2.4. Finanzlage

Die Excella GmbH ist in die Finanz- und Liquiditätsplanung des Fareva-Konzerns eingebunden. Als Grundlage hierfür wurde ein Cash Management-Vertrag zwischen der Excella GmbH und der Fareva Deutschland GmbH, und zwischen der Fareva Deutschland GmbH und der Fareva S. A. Luxemburg abgeschlossen.

Der operative Cash-Flow der Excella GmbH betrug TEUR 15.537 (i. Vj. TEUR 22.048) und wurde durch den Aufbau der Vorräte einschließlich geleisteter Anzahlungen (TEUR 991), durch den Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 3.550) und durch den Abbau von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 853) maßgeblich beeinflußt.

Die finanzielle Stabilität der Gesellschaft war jederzeit gesichert. Dies wurde durch eine wöchentliche und monatliche Liquiditätsplanung überwacht.

1.2.5. Vermögenslage

Gegenüber dem 31. Dezember 2013 hat sich die Bilanzsumme von TEUR 113.028 um TEUR 3.857 auf TEUR 116.885 verlängert.

Im Bereich des Anlagevermögens lässt sich die Erhöhung von TEUR 3.215 auf ein über den Abschreibungen liegendes Investitionsvolumen zurückführen. Die Zugänge zum Anlagevermögen betrugen insgesamt TEUR 9.529 (i. Vj. TEUR 6.938), die Abgänge zu Buchwerten TEUR 146 (i. Vj. TEUR 11). An Abschreibungen fielen TEUR 6.167 (i. Vj. TEUR 6.029) an.

Die Vorräte (einschl. geleisteter Anzahlungen) wurden seit Beginn des Geschäftsjahres um TEUR 991 aufgebaut. Gründe hierfür sind die als üblich zu qualifizierenden zeitlichen Schwankungen zwischen Produktion und Absatz und der weiterhin vermehrte Bezug von pharmazeutischen Wirkstoff-Vorstufen von externen Lieferanten (outsourcing).

Der Wert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (einschl. operativer Forderungen gegen Konzernunternehmen) stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 3.550. Hierzu beigetragen hat insbesondere der Umstand, dass knapp ein Fünftel des Jahresumsatzes (19%) in den letzten beiden Monaten des Jahres erzielt wurden (i. Vj. 16%). Bei einer durchschnittlichen Außenstandsdauer von 52 Tagen (i. Vj. 34 Tage) führte dies zu einer signifikanten Erhöhung der Kundenforderungen am Bilanzstichtag.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen (einschl. Rechnungsabgrenzungsposten) sank der Wert um TEUR 450. Die Veränderung ist zum großen Teil auf ein Absinken weiterbelasteter Einfuhrumsatzsteuern (TEUR 445) zurückzuführen.

Die Rückstellungen sind im Abschlussjahr um insgesamt TEUR 5.735 gestiegen. Dies ist auf die Erhöhung der Pensionsrückstellung (TEUR 6.019) und ein Absinken der sonstigen Rückstellungen (TEUR 284) zurückzuführen.

Der Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (einschl. operativer Verbindlichkeiten gegenüber Konzernunternehmen) um TEUR 1.995 ist zum einen auf - im Vergleich zum Vorjahr - geänderte Lieferpläne von Konzernunternehmen zurückzuführen und zum anderen dem Bestreben geschuldet, durch rechtzeitige Zahlungen günstige Zahlungskonditionen auszunutzen (Skonti).

1.2.6. Mitarbeiter

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) stellt sich wie folgt dar:

  2014 2013
Produktionspersonal Bereich Chemie 147 142
Produktionspersonal Bereich Pharma 116 107
Bereich Qualitätskontrolle 117 108
Bereich Verwaltung und Vertrieb 99 92
Gesamt 479 449

Die Excella GmbH sorgt für die Fortbildung der Mitarbeiter durch interne und externe Schulungsmaßnahmen, vor allem zur Einhaltung der internen und international geltenden Richtlinien, aber auch für die fachspezifischen und arbeitsplatzbezogenen Anforderungen. Die interne Weiterbildung der Mitarbeiter wird durch ein Softwaretool unterstützt, in dem der Fortbildungsbedarf und seine Erfüllung dokumentiert sind.

2. Risikobericht

2.1. Allgemeines

Die Excella GmbH ist in das einheitliche Risikomanagement der Fareva-Gruppe eingebunden. Das frühzeitige Erkennen von Schlüsselrisiken wird durch entsprechende Managementsysteme abgedeckt. Hierbei werden systematisch und kontinuierlich die Veränderungen in Form eines monatlichen Berichtswesens abgefragt, analysiert und geeignete Maßnahmen zur Risikobegrenzung und Risikobewältigung eingeleitet.

Das interne Kontrollsystem der Excella GmbH ist so ausgestaltet, dass es der Geschäftsleitung angemessene Sicherheit hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung gewährt.

Die Risiken werden nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit (EW) und ihrer Auswirkungen (A) wie folgt klassifiziert:

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
(I) 0% - 5% unwahrscheinlich
(II) 6% - 25% möglich
(III) 26% - 50% konkret vorstellbar
(IV) 51% - 100% wahrscheinlich
Auswirkung Beschreibung
(A) gering geringe negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
(B) spürbar spürbare negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
(C) hoch hohe negative Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
(D) kritisch kritische bis schädigende Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Dies führt zu der folgenden Risiko-Matrix:

  I II III IV
A G G M M
B G M M H
C M M H H
D M H H K

G=Geringes Risiko H=Hohes Risiko

M=Mittleres RisikoK=Kritisches Risiko

2.2. Preisrisiko für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

Das Preisrisiko bei Änderungen der Einkaufskosten ist im Wesentlichen auf die Bestände reduziert, da die Verkaufspreise in der Regel an die jeweiligen Einkaufspreise von Roh- und Hilfsstoffen gekoppelt sind. Teilweise werden im Rahmen der Lohnherstellung auch die Vorprodukte durch den Kunden beigestellt. Die Minimierung der verbleibenden Preisrisiken erfolgt durch Optimierung innerhalb des Bestandsmanagements. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Preisrisiken ist unwahrscheinlich bis möglich (I bis II) und kann geringe bis spürbare Auswirkungen (A bis B) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko ist daher als gering (G) bis mittel (M) zu klassifizieren.

2.3. Produktionsrisiko

Ein Produktionsrisiko besteht darin, dass aufgrund der Vollauslastung insbesondere im Bereich Pharmachemie (API) ein Ausfall einzelner Anlagen Ergebniseinbußen mit sich bringt. Diesem Risiko wird - wo möglich - durch die Inbetriebnahme neuer Kapazitäten und die Auslagerung von Vorstufen begegnet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Produktionsrisiken ist möglich (II) und kann hohe bis kritische Auswirkungen (C bis D) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko ist daher als mittel (M) bis hoch (H) zu klassifizieren.

Im Bereich der Auftragsfertigung Pharma (DP) werden die vorhandenen Kapazitäten im 1-Schicht-, 2-Schicht- bzw. 3-Schicht-Betrieb genutzt. Da die freien Kapazitäten relativ kurzfristig genutzt werden können, besteht hier kein Produktionsrisiko.

2.4. Absatzrisiko

Einerseits wird im Bereich Pharmachemie (API) das Absatzrisiko durch eine breite Kundenstreuung minimiert. Andererseits bestehen jedoch auch Kostennachteile eines Hochlohnlandes, die durch das Vorhandensein von Produktions-Know-how gegenüber Niedriglohnländern erfolgreich kompensiert wurden. Im Bereich Auftragsfertigung (DP) ist eine Kundenkonzentration festzustellen, da ein hoher Umsatzanteil auf zwei Pharmakonzerne entfällt. Damit ist ein gewisses Absatzrisiko festzustellen, auch wenn die Exklusivität mit diesen Kunden über langfristige Verträge abgesichert ist. Durch fortlaufende Weiterentwicklung des Produktions-Know-hows und eine weitere Ausweitung des Kundenstamms werden die Risiken gemindert. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Absatzrisiken ist unwahrscheinlich bis möglich (I bis II) und kann geringe bis spürbare Auswirkungen (A bis B) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko ist daher als gering (G) bis mittel (M) zu klassifizieren.

2.5. Umweltrisiko

Den mit der Produktion von pharmazeutischen Grundstoffen und (insbesondere) der Sonderfertigung von Tabletten einhergehenden Umweltrisiken (Kontaminierung der Umwelt mit chemischen bzw. toxischen Stoffen) wird mit dem Stand der Technik entsprechenden Maßnahmen begegnet. Durch regelmäßige Audits wird die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften überprüft. Die letzte Überprüfung des Werks Feucht fand im Mai 2014 statt (ISO 14001, OHSAS 18001 und EMAS - Eco Management and Audit Scheme). Für ISO und OHSAS gelten die Zertifikate bis 2015 weiter. Die EMAS-Registrierung von 2013 ist noch bis Ende 2016 gültig. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Umweltrisiken ist unwahrscheinlich (I) und kann spürbare bis kritische Auswirkungen (B bis D) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko ist daher als gering (G) bis mittel (M) zu klassifizieren.

2.6. Währungsrisiko

Die Umsatzerlöse werden vorwiegend in Euro und US-Dollar fakturiert. Um das Wechselkursrisiko zwischen US-Dollar und Euro zu minimieren, wird ein beträchtlicher Anteil der US-Dollar-Zuflüsse im Rahmen von Devisentermingeschäften gegen vorab vereinbarte Wechselkurse verkauft. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Währungsrisiken ist möglich (II) und kann geringe Auswirkungen (A) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko ist daher als gering (G) zu klassifizieren.

2.7. Zinsrisiko

Durch die Möglichkeiten der konzerninternen Refinanzierung über die Cash-Management-Verträge mit der Fareva Deutschland GmbH bestehen keine wesentlichen Zinsrisiken für die Excella GmbH. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Zinsrisiken ist möglich (II) und kann geringe Auswirkungen (A) auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Das Risiko ist daher als gering (G) zu klassifizieren.

2.8. Chancen

Die im internationalen Umfeld zunehmende Fokussierung innovativer Pharmaunternehmen auf onkologische Indikationen sowie die steigende Anzahl hoch-wirksamer Arzneimittel wird den Bedarf an der Entwicklung sowie Herstellung derartiger Arzneistoffe sowie damit hergestellter Arzneimittel in den kommenden Jahren wachsen lassen. Der Lohnherstellungsmarkt wird deutlich wachsen und damit die Geschäftsmöglichkeiten für Excella weiter verbessern. Excella ist hier mit beiden Geschäftsbereichen sehr gut aufgestellt. Das bereits seit Jahren propagierte one-stop-shopping-Angebot von Excella zeigt sich weiterhin tragfähig. Von weltweit 56 Lohnherstellern die Dienstleistungen im Bereich der hochwirksamen Arzneistoffe und Fertigprodukte anbieten sind lediglich 16 hierzu in der Lage. Die starken Entwicklungsleistungen führen zu weiteren Produktneueinführungen in den kommenden Jahren. Die geschätzen Umsatzzahlen zeigen, dass beginnend mit dem Jahr 2018 die Kapazität der Pharma Produktionsanlagen für hochwirksame Arzneimittel sowie der analytischen Labors voll ausgelastet sein wird und den Mehrbedarf nicht mehr abdecken kann. Investitionspläne zur Ausweitung der Kapazität werden derzeit mit dem Management auf Konzernebene verhandelt.

Das Geschäft im Bereich Pharmachemie (API) entwickelt sich weiterhin gut, stößt jedoch zunehmend an Kapazitätsgrenzen; die Mengen übertrafen die Forecasts teilweise beträchtlich und sind weiter steigend prognostiziert. Weitere Vorstufen werden ausgelagert und mit einem weiteren Rührbehälter in der Zwischenstufenproduktion kann eine bescheidene Kapazitätserhöhung erzielt werden. Mittelfristig wird aber nur eine neue, größere Zwischenstufenanlage ein kontinuierliches Wachstum sicherstellen können. Insbesondere die Big Pharma-Kunden kämpfen mit den Verlusten aus den Patentabläufen großer Ergebnisträger bei gleichzeitig unzureichend gefüllten Pipelines mit neuen Produkten und versuchen daher verstärkt, die Umsätze älterer Moleküle durch neue Indikationen, neue Darreichungsformen und die Erschließung neuer Märkte anzuschieben. Das trifft in vollem Umfang auch auf die drei größten Produkte zu, die Excella für Top Ten-Kunden herstellt. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach älteren, zuvor im Umsatz bei Excella eher fallenden generischen Wirkstoffen, da das europäische EDQM und die amerikanische FDA nach Inspektionen der entsprechenden Hersteller in Indien und China Warning Letters oder sogar Importstopps verhängen. In einzelnen Fällen hat dies zu Engpässen im Markt geführt und andererseits aber zu steigenden Absatzmengen bei Excella.

3. Finanzinstrumentebericht

Zur Wechselkursabsicherung von USD-Forderungen wurden während des Geschäftsjahres Devisentermingeschäfte mit Laufzeitoption abgeschlossen. Geschäfte im Umfang von TUSD 3.000 sind zum Bilanzstichtag noch offen. In diesen hat sich die Gesellschaft verpflichtet, eingehende Forderungen in USD zu jeweils fest vereinbarten Kursen im Zeitraum 1. Januar bis 27. Februar 2015 zu verkaufen bzw. zur Begleichung von fälligen Lieferverbindlichkeiten benötigte USD zu kaufen. Eine Erfüllung dieser Devisentermingeschäfte ist durch den Eingang der Forderungen und entsprechende Fremdwährungsbarmittel gesichert.

Die Devisentermingeschäfte wurden mit der Absicht getätigt, die nach dem Monat der Fakturierung eingehenden USD-Forderungen gegen eine nachteilige Kursentwicklung abzusichern (Portfolio Hedge).

Bilanziell erfolgt am 31. Dezember 2014 die Bildung einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB nach der Einfrierungsmethode. Dabei werden die Forderungen des effektiven Teils der Sicherung mit dem vereinbarten Sicherungskurs bilanziert; künftige Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft (USD-Schwankungen) bleiben bis zu Erreichen des Optionszeitpunktes unberücksichtigt.

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

5. Prognosebericht

Für das Jahr 2015 dürfte sich an der eher verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung nichts Grundlegendes ändern. Der Sachverständigenrat rechnet mit einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,0 %. Positive Impulse werden vor allem vom privaten Verbrauch ausgehen, der durch die weiterhin gute Arbeitsmarktlage und steigende Reallöhne gestützt wird. Von den Ausrüstungs- und den Bauinvestitionen sind weiterhin keine nennenswerten Wachstumsbeiträge zu erwarten. Wie schon in den Vorjahren ist mit einer geringen Dynamik im Exportgeschäft zu rechnen, sodass vom Außenbeitrag per Saldo erneut mit einem dämpfenden Effekt auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung zu rechnen ist. Während die Arbeitslosigkeit dabei geringfügig ansteigen wird, dürfte die Beschäftigung weiter leicht zunehmen. Die Inflationsrate dürfte 1,3 % betragen und somit etwas höher ausfallen als im Jahr 2014. (Quelle: Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 2014/15, S. 89).

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) rechnet damit, dass sich die wirtschaftliche Stabilisierung in der Eurozone 2015 fortsetzt. Auch in den Märkten außerhalb Europas identifiziert der VCI positive Signale. Im Inland kann die Chemische Industrie auf die stabile Nachfrage ihrer Kunden aus dem Industrienetzwerk vertrauen. Im wichtigsten Auslandsmarkt Europa zieht die Nachfrage weiter an. Das Geschäft mit den USA erweist sich als sehr gut. Damit dürften die Chemieausfuhren auch im kommenden Jahr weiter zulegen. Allerdings bleiben die Wachstumsraten mäßig. Mit einer raschen Belebung der Geschäftslage rechnet der VCI in den kommenden Monaten nicht. So geht die Branche vorsichtig optimistisch ins neue Jahr. Auch für 2015 rechnet der VCI mit einem Zuwachs der Chemieproduktion von 1,5 Prozent. Bei leicht sinkenden Erzeugerpreisen (-0,5 %) könnte der Umsatz um 1,5 Prozent auf über 196 Milliarden Euro steigen. Dabei setzt der Chemieverband in Frankfurt darauf, dass das Geschäft seiner rund 1.700 Mitgliedsunternehmen mit Kunden im Ausland etwas stärker wächst (+1,5 %) als im Inland (+1,0 %). (Quelle: Pressemitteilung des VCI vom 8. Dezember 2014, zu finden unter https://www.vci.de/presse/pressemitteilungen/2014-12-08-dekkers-in-der-chemie-geht-es-moderat-aufwarts-vci-2.jsp ).

Für 2015 wird aufgrund der unverändert guten Auftragslage insbesondere im Bereich Pharmachemie (API) die Auslastung unverändert nahe an der Kapazitätsgrenze geplant. Vor diesem Hintergrund und bedingt durch die stärker werdende Entwicklung der Auftragsfertigung (DP) wird ein Wachstum der Umsatzerlöse und der Herstellungskosten im unteren einstelligen Bereich erwartet. Die Rohertragsmarge wird mit 30,8% geplant. Durch die erwarteten Personalkostensteigerungen aufgrund des Tarifabschlusses und Kostensteigerungen insbesondere im Bereich Abschreibungen wird ein operatives Ergebnis deutlich unterhalb des Niveaus des GJ 2014 erwartet.

Die Prognosen beruhen auf folgenden Annahmen:

Tariferhöhung: Auswirkung 2,625%

Konstante Preisentwicklung bei Strom, Gas und Wasser

Wechselkurs EUR/USD: 1,20

EURIBOR: 0,400%

Inbetriebnahme des neuen ERP-Systems: 1. Januar 2015

6. Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die Excella GmbH führt keine Forschungs-, sondern umfangreiche Entwicklungsarbeiten durch. Die Entwicklungstätigkeiten bei der Excella GmbH beziehen sich auf Produktionsverfahren und Produktions-Know-how (Prozessentwicklungsarbeiten, auch für Dritte, mit dem Ziel, diese neuen Produkte industriell herstellen zu dürfen) und auf die Verbesserung von Produktionsprozessen bestehender Produkte.

Mitarbeiterzahlen, Gesamtkosten und Investitionen sind wie folgt geplant:

  2014 (Ist) 2015 (Plan)
Anzahl Mitarbeiter (FTE) 29,65 29,43
Gesamtkosten (TEUR) 3.245 3.257
in % vom Umsatz 3,15 3,05
Investitionen (TEUR) 150 238

 

Feucht, den 29. April 2015

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

  31.12.2014 31.12.2013
  EUR EUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.076.801,88 1.195
2. Geleistete Anzahlungen 3.567.078,43 4.643.880,31 1.298 2.493
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 18.992.735,53   20.865  
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.431.216,43   13.183  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.612.965,91   6.362  
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.157.915,27 42.194.833,14 721 41.131
III. Finanzanlagen        
2. Beteiligungen   0,51   0
    46.838.713,96   43.624
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte        
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.989.634,25   6.741  
2. Unfertige Erzeugnisse 9.674.287,60   11.118  
3. Fertige Erzeugnisse 15.869.704,41   13.685  
4. Geleistete Anzahlungen 1.354,15 32.534.980,41 0 31.544
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände        
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.235.252,82   10.685  
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.667.865,66   21.984  
3. Sonstige Vermögensgegenstände 223.316,94 31.126.435,42 1.080 33.749
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten   5.665.105,51   3.798
    69.326.521,34   69.091
C. Rechnungsabgrenzungsposten   719.506,63   313
    116.884.741,93   113.028

Passiva

       
      31.12.2014
EUR
31.12.2013
TEUR
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital     29.633.300,00 29.633
II. Kapitalrücklage     8.893.149,15 8.893
III. Gewinnrücklagen        
Andere Gewinnrücklagen     123.655,90 124
IV. Bilanzgewinn     840.545,65 841
      39.490.650,70 39.491
B. Rückstellungen        
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen     40.474.671,00 34.456
2. Sonstige Rückstellungen     7.004.566,70 7.288
      47.479.237,70 41.744
C. Verbindlichkeiten        
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten     3.105.445,83 0
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen     334.407,98 551
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen     5.050.041,55 5.903
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen     20.875.021,79 24.013
5. Sonstige Verbindlichkeiten     549.936,38 1.326
--davon aus Steuern EUR 487.452,83 (i. Vj. TEUR 663)--        
      29.914.853,53 31.793
      116.884.741,93 113.028

Gewinn- und Verlustrechnung

  01.01. - 31.12.2014 01.01. - 31.12.2013
  EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse   103.131.848,88   101.616
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   740.647,51   2.877
3. Andere aktivierte Eigenleistungen   758.065,91   390
4. Sonstige betriebliche Erträge   1.539.600,08   1.805
--davon Erträge aus Währungsumrechnung EUR 318.350,55 (i. Vj. TEUR 237)--        
5. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und        
Betriebsstoffe und für bezogene Waren -25.763.768,94   -29.373  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -673.754,57 -26.437.523,51 -353 -29.726
6. Rohergebnis   +79.732.638,87   +76.962
7. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter -30.678.312,42   -28.533  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung        
--davon für Altersversorgung EUR 4.350.415,33        
(i. Vj. TEUR 1.665)-- -9.326.784,53 -40.005.096,95 -6.180 -34.713
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegen- stände des Anlagevermögens und Sachanlagen   -6.167.190,56   -6.029
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen   -19.673.521,54   -20.910
--davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung EUR 184.522,23 (i. Vj. TEUR 304)--        
10. Betriebsergebnis   +13.886.829,82   +15.310
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   324.682,61   260
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 312.694,94 (i. Vj. TEUR 232)--        
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   -2.386.950,28   -2.242
--davon an verbundene Unternehmen EUR 242.836,02 (i. Vj. TEUR 80)--        
--davon Aufwendungen aus Aufzinsung EUR 2.064.354,00 (i. Vj. TEUR 2.036)        
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   +11.824.562,15   +13.328
14. Außerordentliche Aufwendungen   -629.685,00   -629
15. Außerordentliches Ergebnis   -629.685,00   -629
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   +2.396,00   0
17. Sonstige Steuern   -54.067,15   -52
18. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn   -11.143.206,00   -12.647
19. Jahresüberschuss   0,00   0
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   840.545,65   841
21. Bilanzgewinn   840.545,65   841

Anhang

Grundsätze der Rechnungslegung

Die Excella GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres, wurden beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und nach der linearen Methode planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen wurden neben den Einzelkosten für Material und Lohn anteilige Gemeinkosten einbezogen. Die Abschreibung erfolgt gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer:

• unbewegliche Wirtschaftsgüter bis 40 Jahre
• bewegliche Wirtschaftsgüter bis 30 Jahre

Anlagegüter im Anschaffungswert bis EUR 150 werden als Aufwand im Geschäftsjahr der Anschaffung behandelt.

Die geringwertigen Anlagegüter (von EUR 150 bis EUR 1.000) werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten aktiviert, der pro Wirtschaftsjahr mit 20 % linear erfolgswirksam aufgelöst wird.

Für die vor dem 1. Januar 2008 und ab dem 1. Januar 2009 zugegangenen beweglichen Gegenstände des Sachanlagevermögens wurde bis Ende 2009 die degressive Abschreibungsmethode angewandt. Um den Werteverzehr des Sachanlagevermögens sachgerechter darzustellen, wird ab dem 1. Januar 2010 für alle vorhandenen Gegenstände (Restbuchwerte) und alle Anlagenzugänge nach der linearen Abschreibungsmethode abgeschrieben.

Für Maschinenwerkzeuge und -ersatzteile, Gemeinkostenmaterial sowie Chromatographie-Säulen werden Festwerte gebildet. Im Rahmen eines dreijährigen Turnus werden die zu überprüfenden Festwerte körperlich aufgenommen und notwendige Wertfortschreibungen vorgenommen.

Die Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bilanziert. Die unfertigen und die fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei den Fertigerzeugnissen wurde eine verlustfreie Bewertung durchgeführt. Dem Risiko längerer Umschlagsdauern wurde durch entsprechende Reichweitenabschläge Rechnung getragen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Nominalwerten bzw. Anschaffungskosten aktiviert.

Zum 31. Dezember 2014 bestehen offene Fremdwährungsforderungen in Höhe von TUSD 3.599, welche sämtlich bis spätestens 15. Februar 2015 fällig sind. Zur Wechselkursabsicherung wurden nachfolgend aufgelistete Devisentermingeschäfte mit Laufzeitoption abgeschlossen.

Abschlussdatum Sicherungskurs Laufzeit des Devisentermingeschäftes Betrag Währung
    von bis    
28.11.2014 1,2495 26.01.2015 30.01.2015 -2.000.000,00 USD
22.12.2014 1,2236 23.02.2015 27.02.2015 1.000.000,00 USD

Diese Devisentermingeschäfte wurden mit der Absicht getätigt, alle am Abschlussstichtag offenen und innerhalb der nächsten 60 Tage voraussichtlich eingehenden USD-Forderungen gegen eine nachteilige Kursentwicklung abzusichern (Portfolio Hedge).

Bilanziell erfolgt die Bildung einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB nach der Einfrierungsmethode. Dabei werden die Forderungen des effektiven Teils der Sicherung mit den vereinbarten Sicherungskursen bilanziert; künftige Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft (USD-Schwankungen) bleiben bis zum Erreichen des Optionszeitpunkts unberücksichtigt.

Der ungesicherte Teil der Fremdwährungsforderung ist mit dem amtlichen Mittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Die flüssigen Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind in Höhe der im Geschäftsjahr geleisteten Auszahlungen gebildet, die Aufwand für die Folgezeit darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

DiePensionsverpflichtungen werden entsprechend versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck sowie der folgenden Berechnungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen bilanziert.

Bewertungsverfahren: Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit - PUC)
Rechnungszins: 4,54 % p.a.
Fluktuation: Standardprofil der Richttafeln mit Faktor Männer 0,456 und Faktor Frauen 0,538
Trend Renten: 1,00 % p.a. bzw. 2,00 % p.a.
Trend Entgelte: 2,75 % p.a. Gehaltstrend, 0,5 % p.a. Karrieretrend bis Alter 50
Bewertung Witwen-/Witwerrenten: kollektive Methode

DieDeferred Compensation (Gehaltsumwandlungen) werden entsprechend versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck sowie der folgenden Berechnungsgrundsätze und Rechnungsgrundlagen bilanziert.

Bewertungsverfahren: Barwert
Rechnungszins: 4,54 % p.a.
Biometrie: Richttafeln 2005 G
Fluktuation: keine

Der Rechnungszins ergibt sich dabei, indem die von der Deutschen Bundesbank gemäß § 253 Abs. 2 HGB für Oktober 2014 veröffentlichten Zinssätze nach Maßgabe des in der Rückstellungsabzinsungsver- ordnung vorgegebenen Verfahrens bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren auf Dezember 2014 fortgeschrieben werden.

Im Übrigen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen als Rückstellung in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen bilanziert. Die Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird entsprechend der Rückstellungsabzinsungsverordnung vorgenommen (§ 253 Absatz 2 Satz 1 und Satz 4 HGB).

Rückstellungen und Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 2,8 % p.a. und auf der Grundlage der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Gehaltsdynamik beträgt 2,75 % p.a. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.

Die Rückstellungen für Jubiläumsleistungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit-Methode) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck und einem Rechnungszins von 4,54 % p.a. bewertet. Die Rückstellung für Jubiläumsleistungen wurde pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für Oktober 2014 veröffentlichten - und auf den Dezember 2014 fortgeschriebenen - durchschnittlichen Zinssatz nach § 253 Abs. 2 HGB auf der Grundlage einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit von 15 Jahren abgezinst. Die Fluktuation wird unter Verwendung der alters- und dienstzeitabhängigen Wahrscheinlichkeiten der erweiterten Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck mit einem Niveaufaktor von 0,46 (entsprechend einer Gesamtfluktuationsrate von 1,6 % p.a.) berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet. Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden entweder mit dessen Sicherungskurs oder wenn ungesichert gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Veränderungen der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014 sind in der Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:

  31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Cash Pooling 16.021 21.288
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 591 625
Sonstige Forderungen 56 71
Gesamtsumme 16.668 21.984

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 16.087 (i. Vj. TEUR 21.374) Forderungen gegen Gesellschafter.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital wird zu 100 % von der Fareva Deutschland GmbH, Feucht, gehalten.

Gewinnrücklagen

Der Posten "Andere Gewinnrücklagen" enthält Umstellungseffekte aus den erfolgsneutralen Anpassungen zum 1. Januar 2010 aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Vorräte, die vor dem 1. Januar 2009 gebildet wurden (TEUR 31, Artikel 67 Abs. 4 Satz 2 EGHGB), sowie die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 93, Artikel 67 Abs. 1 Satz 3 EGHGB).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der auf Grund der geänderten Bewertung (BilMoG-Umstellung zum 1. Januar 2010) der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen erforderliche Zuführungsbetrag (TEUR 9.445) zu der Rückstellung wird auf 15 Jahre verteilt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden TEUR 630 als außerordentlicher Aufwand erfasst. Die Unterdeckung zum 31. Dezember 2014 beträgt TEUR 6.297.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in angemessenem Umfang.

Sie gliedern sich wie folgt auf:

  31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Rückstellungen für Innendienst-Prämien 3.228 3.170
Rückstellungen für Urlaub/Freizeitguthaben/Flexizeit 1.298 1.029
Rückstellungen aus dem Bereich Personal (Sonstige) 945 1.167
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen 931 1.325
Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen 313 291
Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 238 196
Rückstellungen für Altersteilzeit 12 72
Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten 25 23
Rückstellungen für übrige Risiken 15 15
  7.005 7.288

Die Rückstellung für Altersteilzeit zum 31. Dezember 2014 wurde gemäß § 246 Abs. 2 HGB wie auch im Vorjahr mit direkt zuordenbaren Vermögensgegenständen verrechnet. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtung aus den Altersteilzeitkonten und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Der Wert (Anschaffungskosten) der verrechneten Vermögensgegenstände beträgt TEUR 27 (i. Vj. TEUR 135).

Verbindlichkeiten

Die gegenüber Kreditinstituten ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.105 resultieren aus einer kurz vor Ende des Geschäftsjahres geschlossenen Sale-and-Lease-Back-Vereinbarung mit der BNP-Paribas. Dabei fand eine Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an den veräußerten Vermögensgegenständen nicht statt. Die Verbindlichkeit entspricht dabei dem bar zugeflossenen Veräußerungserlös, der in Form von Leasinggebühren - erhöht um entsprechende Zinszahlungen- bis 2019 zurückzahlbar ist.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind ungesichert. Es bestehen handelsübliche Eigentumsvorbehalte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gliedern sich wie folgt auf:

  2014
TEUR
2013
TEUR
Darlehensverbindlichkeiten 7.379 7.871
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.353 3.442
Verbindlichkeiten aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages 11.143 12.647
Sonstige Verbindlichkeiten 0 53
  20.875 24.013

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen TEUR 18.558 auf Verbind-lichkeiten gegenüber dem Gesellschafter.

Von den Darlehensverbindlichkeiten haben TEUR 6.198 eine Laufzeit von 1 bis 5 Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlösesetzen sich nach Erzeugnisbereichen wie folgt zusammen:

  2014
TEUR
2013
TEUR
Chemie 67.906 64.443
Pharma 35.226 37.173
  103.132 101.616

Unterteilt nach geographischen Absatzgebieten ergibt sich folgende Gliederung:

  2014
TEUR
2013
TEUR
Ausland 89.174 87.138
Inland 13.958 14.478
  103.132 101.616

In den sonstigen betrieblichen Erträgen von insgesamt TEUR 1.540 (i. Vj. TEUR 1.805) sind periodenfremde Erträge mit TEUR 340 (i. Vj. TEUR 484) enthalten, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen stammen (TEUR 238).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von insgesamt TEUR 19.674 (i. Vj. TEUR 20.910) sind periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus Anlagenabgängen von TEUR 15 (i. Vj. TEUR 11) sowie Aufwendungen für Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.318 (i. Vj. TEUR 3.825) enthalten.

Haftungsverhältnisse im Sinne § 251 HGB

Zum Abschlussstichtag bestanden keinerlei Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB. Die zum 31. Dezember 2013 bestehende Haftung aus Gewährleistungsvertrag in Höhe von 250 Mio. EUR wurde zum Ende des Geschäftsjahres 2014 aufgehoben.

Sonstige Angaben gemäß § 285 HGB

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Ziffer 3 a HGB)

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich am 31. Dezember 2014 auf TEUR 1.825. Es handelt sich um Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Leasing-, Wartungs-, Dienstleistungs- und Energieverträgen, die längstens bis 2018 laufen.

Die Miet- und Leasingverträge betreffen den Fuhrpark und bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Die Miet- und Leasingverträge wurden zum Zweck der Verbesserung der Liquidität abgeschlossen.

Die Wartungsverträge betreffen Wartungen für geschäftliche Software, Produktions-, Labor und Lager-equipment. Durch diese Wartungen soll die Sicherheit des Werkes und die Wahrung der gesetzlichen Bestimmungen gewährleistet werden. Die Vorteile bestehen in der Sicherstellung geregelter Abläufe, verlässliche Verfügbarkeit der Produktionsmittel, Schutz der Vermögensgegenstände und Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Programme bzw. Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Ausgelagerte Dienstleistungen, wie z.B. Werkschutz, Gebäudereinigung, Betriebsrestaurant, Betriebs- und Basisbetreuung unserer ERP-Software, wurden als wesentlich eingestuft. Die Vorteile bei allen Auslagerungen ergeben sich in der Spezialisierung (Steigerung der Qualität der Dienstleistung) sowie der Preis- und Kostenoptimierung für die Erbringung der Dienstleistung. Risiken könnten sich auch hier aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Dienstleistungen nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es auch hier derzeit keine Anzeichen gibt.

Die Energieverträge betreffen Gaslieferverträge mit Mindestabnahmemengen, dessen Vorteil darin besteht, die Sicherung der Gasversorgung sowie die Preisfixierung über die Vertragslaufzeit zu garantieren. Risiken könnten sich aus geringeren Abnahmemengen ergeben, welche sich jedoch nicht abzeichnen.

Gegenüber verbundenen Unternehmen gibt es keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

2. Beschäftigte im Jahresdurchschnitt (§ 285 Ziffer 7 HGB)

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter betrug:

  2014 2013
Produktionspersonal Bereich Chemie 147 142
Produktionspersonal Bereich Pharma 116 107
Bereich Qualitätskontrolle 117 108
Bereich Verwaltung und Vertrieb 99 92
  479 449

3. Geschäftsführung (§ 285 Ziffer 9 und 10 HGB)

Die Geschäftsführung wurde im Geschäftsjahr 2014 wahrgenommen von den Herren:

 

Dr. Johann Peter Mörsdorf, Chemiker, Langenzenn

 

Dr. Michael Tschöpe, Apotheker, Feucht

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich auf TEUR 665. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführung sind zum 31. Dezember 2014 TEUR 6.289 zurückgestellt. Der nicht zurückgestellte Teil (Unterdeckung aus der BilMoG-Umstellung zum 1. Januar 2010) beläuft sich auf TEUR 1.099. Die laufenden Zahlungen an diesen Personenkreis betrugen TEUR 397.

4. Abschlussprüferhonorar (§ 285 Ziffer 17 HGB)

Das Honorar des Abschlussprüfers der Gesellschaft für die Abschlussprüfung des Geschäftsjahres beläuft sich auf TEUR 27. Der noch nicht berechnete Teil dieses Betrages ist in den Rückstellungen zum 31. Dezember 2014 berücksichtigt. Über die Abschlussprüfung hinaus wurden keine weiteren Leistungen des Abschlussprüfers für die Gesellschaft erbracht.

5. Geschäfte mit nahe stehen den Unternehmen und Personen (§ 285 Ziffer 21 HGB)

Mit diesem Personen- und Unternehmenskreis wurden in 2014 keine Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen getätigt.

6. Konzernverhältnisse (§ 285 Ziffer 14 HGB)

Einen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen stellt die FAREVA S.A., Luxemburg, auf. Eine Übersetzung dieses Konzernabschlusses in die deutsche Sprache wird unsere Gesellschafterin, die Fareva Deutschland GmbH, im Bundesanzeiger offenlegen.

Mit der Gesellschafterin Fareva Deutschland GmbH, Feucht, besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung ab 1. Februar 2008. Deshalb wird der Jahresüberschuss (TEUR 11.143) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 an die Fareva Deutschland GmbH abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. Gesellschafter ist erfasst.

 

Feucht, den 29. April 2015

Die Geschäftsführer

Dr. Johann Peter Mörsdorf

Dr. Michael Tschöpe

Entwicklung des Anlagevermögens

EURO Anschaffungs- und Herstellungskosten
Vortrag zum 01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.032.976,81 194.212,16 -3.039,60 0,00 3.224.149,37
2. Geleistete Anzahlungen 1.297.741,92 2.278.261,81 0,00 -8.925,30 3.567.078,43
  4.330.718,73 2.472.473,97 -3.039,60 -8.925,30 6.791.227,80
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 52.591.858,84 0,00 0,00 0,00 52.591.858,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 57.408.167,04 1.373.163,29 -124.706,17 60.000,00 58.716.624,16
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.507.270,76 1.788.417,09 -1.056.325,66 409.282,00 32.648.644,19
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 720.680,15 3.897.591,82 0,00 -460.356,70 4.157.915,27
  142.227.976,79 7.059.172,20 -1.181.031,83 8.925,30 148.115.042,46
III. Finanzanlagen          
Beteiligungen 0,51 0,00 0,00 0,00 0,51
  0,51 0,00 0,00 0,00 0,51
  146.558.696,03 9.531.646,17 -1.184.071,43 0,00 154.906.270,77
EURO Abschreibungen
Vortrag 01.01.2014 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Stand 31.12.2014
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.838.167,54 309.838,53 -658,58 2.147.347,49
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.838.167,54 309.838,53 -658,58 2.147.347,49
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.727.221,01 1.871.902,30 0,00 33.599.123,31
2. Technische Anlagen und Maschinen 44.224.702,65 2.181.415,36 -120.710,28 46.285.407,73
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.144.927,45 1.804.034,37 -913.283,54 26.035.678,28
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  101.096.851,11 5.857.352,03 -1.033.993,82 105.920.209,32
III. Finanzanlagen        
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  102.935.018,65 6.167.190,56 -1.034.652,40 108.067.556,81
EURO Buchwert
Stand 31.12.2014 Stand 31.12.2013
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.076.801,88 1.194.809,27
2. Geleistete Anzahlungen 3.567.078,43 1.297.741,92
  4.643.880,31 2.492.551,19
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.992.735,53 20.864.637,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.431.216,43 13.183.464,39
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.612.965,91 6.362.343,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.157.915,27 720.680,15
  42.194.833,14 41.131.125,68
III. Finanzanlagen    
Beteiligungen 0,51 0,51
  0,51 0,51
  46.838.713,96 43.623.677,38

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lageberichtder Excella GmbH, Feucht, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lageberichtabzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lageberichtvermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführer sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Nürnberg, den 29. April 2015

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco See, Wirtschaftsprüfer

ppa. Christian Michel, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2014 wurde am 29. Mai 2015 festgestellt.

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