TechniSat Vogtland GmbH
Hauptstraße 46, 08261 Schöneck/Vogtl., DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Steffen Gierth seit 5.9.2013 | Geschäftsführer |
Stefan Hermann Kön seit 5.3.2012 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TechniSat Vogtland GmbHSchöneck/Vogtl.Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die TechniSat Vogtland GmbH (im Folgenden auch "TSV" genannt) ist ein 100%-iges Tochterunternehmen der TechniSat Digital GmbH mit Sitz in Daun. Das Unternehmen fertigt TV-Leiterplatten, Set-Top-Boxen, Kabelkopfstationen, Digitalradios, Multischalter, Verstärkersysteme etc. für TechniSat und weitere Marken der Firmengruppe. Direkt zu Beginn der Corona Pandemie wurde mit der Fertigung von medizinischen Mundnasenmasken Typ IIR und FFP2 Masken begonnen . Zurzeit sind die Maskenmaschinen stillgelegt und werden nur noch bei Bedarf für die Fertigung von Masken genutzt. In 2021 startete TSV die Produktion von diversen E-Mobility Produkten, wie z. Bsp. Wallboxen und Ladecontrollern. Die TechniSat Vogtland GmbH etabliert sich zunehmend als EMS-Dienstleister für externe Kunden. Im Jahresdurchschnitt 2023 betrug die Mitarbeiterzahl 84. Des Weiteren werden 9 Auszubildende beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Mitarbeiterzahl um 15 Personen. Dies ist der Reduzierung der Maskenproduktion geschuldet. 2. Zweigniederlassungsbericht Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten. 3. Forschung und Entwicklung Für die Forschung und Entwicklung der Geräte werden externe Entwicklungsgesellschaften beauftragt. Um dem gestiegenen Bedarf an (produktnahen) Entwicklungsdienstleistungen gerecht zu werden, wurde eine eigene Entwicklungsabteilung aufgebaut. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Laut Statistik ist der Umsatz im Bereich Consumer Electronics im Vergleich zu 2022 erneut gesunken von 8,2 Milliarden EUR auf 7,6 Milliarden EUR. Wir gehen davon aus, dass dies mit der steigenden Inflation und der Verteuerung der Produkte zusammenhängt. DAB+, der digitale Nachfolger von UKW, behauptet sich in einem schwierigen Marktumfeld weiter als starker Treiber der Digitalisierung des Hörfunks. Dies ist das Ergebnis der "Audio Trends 2023" der Medienanstalten. Die Anzahl der DAB+ Radios in den Haushalten (Auto und stationäre Geräte) wuchs auf 28,3 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 4,4 Mio. mehr. Die Dynamik hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen und entspricht einer relativen Steigerung von 19 Prozent. Die Beliebtheit der digitalen Empfangswege zeigt sich auch bei den IP-Radiogeräten. Mit 15,4 Mio. stehen gegenüber dem Vorjahr 1,7 Mio. mehr in Haushalten. Das entspricht einem relativen Wachstum von 12 Prozent. Neue Digitalradios treten an die Stelle ausgemusterter UKW-Geräte. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl der UKW-Radios um 5,5 Mio. Im Auto profitieren die Käufer von Neuwagen von der Digitalradiopflicht. Mit 94 Prozent DAB+ in Neuwagen und 41 Prozent DAB+ in Gebrauchtwagen erreicht DAB+ Digitalradio auch hier einen neuen Spitzenwert. Die Zahl der Haushalte mit mindestens einem stationären DAB+ Empfangsgerät oder im Auto wuchs auf 13,3 Mio. Damit haben 33 Prozent der Haushalte in Deutschland Zugang zum DAB+ Empfang. Die Pandemie hat gezeigt, wie abhängig wir von Fernost sind. Zusammengebrochene Lieferketten, gestiegene Frachtkosten sowie die Beschaffungsproblematik von Komponenten haben dazu geführt, dass viele Firmen ihre Produkte wieder lieber in Deutschland fertigen möchten. Damit hat die EMS-Fertigung in Deutschland wieder mehr an Bedeutung gewonnen. 2. Geschäftsverlauf Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 betrug der Umsatz Mio. € 32,6. Er ist damit im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,95 % gesunken. Vor Ertragsteuern wird ein Ergebnis in Höhe von TEUR 132 (Vorjahr TEUR 202) ausgewiesen. Es ist ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 97 entstanden (Vorjahresüberschuss TEUR 166). Die EMS-Fertigung entwickelt sich weiterhin sehr positiv und es konnten im Laufe des Jahres weitere Projekte und neue Kunden gewonnen werden. 3. Lage a) Ertragslage Die Position Umsatzerlöse wird im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 0,650 niedriger ausgewiesen. Erfreulicherweise konnte der Umsatz aus der EMS Fertigung deutlich verbessert werden, wohin gehend der Umsatz im Bereich Gesundheitswesen niedriger ist. Die Materialeinsatzquote ist von 81,4 % auf 84,7 % gestiegen. Der Personalaufwand ist um T€ 31 niedriger als im Vorjahr. Im Berichtszeitraum werden durchschnittlich 15 Personen weniger als in der Vorperiode beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sind per Saldo um T€ 162 verringert. Hierbei sind die Betriebskosten um T€ 38 gesunken, was sich aus verringerten Entsorgungskosten und Leiharbeiterkosten ergibt. Die Verringerung der Verwaltungskosten um T€ 34 resultiert hauptsächlich aus der Reduzierung der Rechts-und Beratungskosten (T€ 37), höheren IT Kosten (T€ 11) und gesunkenen sonstigen Personalkosten (T€ 12). Die Vertriebskosten haben sich um T€ 21 verringert. Verluste aus Anlagenabgängen wurden keine verbucht. Die sonstigen Kosten sind um T€ 48 niedriger als im Vorjahr. In 2023 wurden um T€ 62 weniger Kosten weiterberechnet. Die Kursverluste sind im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3 gestiegen. Wertberichtigung der Forderungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Das Unternehmen erzielte im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss von T€ 97 (Vorjahr Jahresüberschuss T€ 166). b) Finanzlage Das Finanzmanagement von TechniSat ist darauf ausgerichtet, den Bedarf an Kapital so zu befriedigen, dass Fälligkeitsrisiken, Bewertung der Kreditgeber und Kosten für das Kapital in einem angemessenen Verhältnis stehen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt T€ 1.157. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt Mio. T€ - 389. Der Cashflow aus Finanzierungsstätigkeit beträgt T€ - 697. c) Vermögenslage Den Zugängen zu den immateriellen Vermögensgegenständen sowie Sachanlagen in Höhe von T€ 468 stehen Abschreibungen in Höhe von T€ 507 gegenüber. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen Maschinen (T€ 392) Betriebsausstattung (T€ 54), Werkzeuge (T€ 1) und GWG ́s (T€ 21). Der Vorratsbestand ist zum Bilanzstichtag um T€ 5.691 niedriger als im Vorjahr. In 2023 wurden Abschreibungen auf Vorräte in Höhe von T€ 1.219 notwendig. Die Forderungen im Verbundbereich resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Der Bestand an liquiden Mitteln beträgt T€ 57. Die Gesellschaft war zu jeder Zeit in der Lage, Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Das Eigenkapital erhöht sich auf T€ 7.687, die Eigenkapitalquote steigt von 22,1 % auf 27,1 %. Die Verbindlichkeiten im Verbundbereich sind um T€ 3.047 gestiegen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 2.396 gesunken. In 2023 haben sich die Darlehensverbindlichkeiten durch planmäßige Tilgung um T€ 441 verringert. Ein Kontokorrent-Rahmenkredit wurde mit T€ 4.895 in Anspruch genommen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Für die interne Unternehmenssteuerung werden Produktionskennzahlen und Cashflow Kennzahlen herangezogen. 5. Gesamtaussage Das Kaufverhalten ist durch die aktuelle Lage weiterhin sehr zurückhaltend. Geplante Technologien haben sich am Markt nicht wie erwartet durchgesetzt. Die Prognose konnte nicht erreicht werden, aber wir haben dennoch ein positives Gesamtergebnis erzielt. III. Prognosebericht Mit Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2022 gibt es weiterhin viele Faktoren, die sich negativ auf unser Unternehmen auswirken. Die hohe Verunsicherung aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Lage führt zu einer massiven Kaufzurückhaltung bei Gütern aus der CE Branche. Dennoch gehen wir auch in 2024 von einem positiven Ergebnis auf Vorjahresniveau aus. Die Auftragslage ist für 2024 stabil. Die Anfragetätigkeit für EMS-Fertigung ist weiterhin stark steigend. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Intensiver globaler Wettbewerb und anhaltender Preisverfall sowie kürzere Innovationszyklen für die Produkte sind für die Consumer-Electronic-Branche kennzeichnend. Die Gesellschaft ist als Tochterunternehmen der TechniSat Digital GmbH, Daun, von deren Risiken betroffen. Für mittelständische Unternehmen wie TechniSat ist es nicht möglich, übergreifende Fundamentalrisiken zu beeinflussen oder zu beherrschen. Ein weiteres Risiko wird in den finanziellen Auswirkungen des Ukraine-Krieges, der Verteuerung von Energiestoffen, sowie in der Bauteil- und Rohstoffverknappung gesehen. Ertragsorientierte Risiken Seit Jahren herrscht in der Unterhaltungselektronik eine hohe Wettbewerbsintensität. Der damit verbundene Preisverfall und die Kaufzurückhaltung der Konsumenten aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage führt zu einem Verdrängungswettbewerb. Durch sinkende Absatzpreise sind für die Produkte bei gleichbleibenden Absatzvolumina Umsatzrückgänge zu erwarten. Integriertes Risikomanagementsystem Kernpunkt unserer internen Überwachung ist eine sinnvolle, durchlässige Funktionstrennung. Diese wird durch die Organisationsstruktur und Prozesse sichergestellt. Die Produktionsprozesse sind zertifiziert und in den jeweiligen Qualitätshandbüchern definiert und werden regelmäßig auf Einhaltung überprüft. Das Sicherheitskonzept der IT-Infrastruktur ist aufwendig und wird ständig an die erhöhten technischen Anforderungen angepasst. Für die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen ist ein Datenschutzbeauftragter benannt. Controlling Operatives und funktionales Controlling wird in allen Unternehmensbereichen betrieben. Steuerungsmaßnahmen werden mit den Führungsebenen vereinbart und deren Wirksamkeit wiederum überprüft. Frühwarnsysteme Informationen über zukünftige Entwicklungen werden über regelmäßige Besprechungen, Berichte und Protokolle im Unternehmen, über alle Ebenen ausgetauscht und an geeigneter Stelle beurteilt. So wird sichergestellt, dass interne und externe Informationen zeitnah auf Risikorelevanz untersucht werden und die Ergebnisse in operatives Handeln umgesetzt werden. Bewertungsrisiken Bewertungsrisiken werden durch entsprechende Kalkulationsaufschläge berücksichtigt. Lager-, Bestands- und Beschaffungsrisiko Die Bauteile im Vorratsbestand können technologisch problemlos im Jahre 2024 verarbeitet werden. Es besteht ein Risiko, dass Produktmängel nicht zeitnah erkannt werden, dieses Risiko wird durch ständige Qualitätskontrolle im Warenein- und Warenausgang und im Fertigungsprozess reduziert. TechniSat ist abhängig von der Verfügbarkeit von Bauteilen und Halbleiterprodukten. Produktabkündigungen, Lieferantenausfälle oder Qualitätsmängel können zu Produktionsstörungen führen und damit negativ die Ertragslage beeinflussen. TechniSat überprüft in Stichproben den Status der Zuverlässigkeit der Zulieferer. Geistiges Eigentum und Lizenzen Die Gesellschaft ist auf den Schutz ihrer geistigen Eigentums- und Nutzungsrechte angewiesen. Es kann nicht garantiert werden, dass alle für den Weiterbetrieb und die Fortentwicklung der Gesellschaft erforderlichen Rechte in Zukunft wirksam verteidigt werden können. Sollte dies nicht gelingen, kann dies wesentliche, negative Einflüsse auf die Gesellschaft haben. Der Schutz des geistigen Eigentums soll durch den Abschluss von Geheimhaltungsvereinbarungen mit Mitarbeitern und Dritten erreicht werden. Die Geschäftsführung weist auf das Risiko hin, dass die abgeschlossenen Vereinbarungen zum Schutz ihres geistigen Eigentums nicht ausreichend sein könnten. Dies kann einen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben. Personalrisiken Die strukturschwachen Regionen, in denen TechniSat die unterschiedlichen Standorte hat, bergen das Risiko, zukünftig nicht ausreichend qualifiziertes Fachpersonal für das Unternehmen gewinnen zu können. Um hier vorzubeugen, investiert TechniSat sehr stark in den Aufbau von Nachwuchskräften. Es bestehen enge Beziehungen zu den Schulen, Berufsschulen und regionalen Hochschulen und neben den klassischen Lehrberufen bietet TechniSat seit mehreren Jahren bereits die Möglichkeit des Dualen Studiums an. Zusätzlich wird auch auf den Einsatz von ausländischen Fachkräften gesetzt. 2. Chancenbericht Durch technologische Innovationen sowie einer nachhaltigen und glaubhaften Premiumpositionierung bei gleichzeitiger Intensivierung des unteren und mittleren Preissegments der TechniSat Produkte kann die Wettbewerbsposition von TechniSat verbessert werden. Neue Vertriebswege, wie z. Bsp. Onlinehandel verbessern die Absatzchancen von TechniSat Produkten. Parallel hierzu bedeutet Innovation in der Entwicklung aber nicht nur neue Produkte und neue Dienste, sondern auch Kostenreduktion. Mit dem Ausbau der Fertigung von eigenentwickelten Wallboxen und dem Anstieg der Elektromobilität sehen wir gute Chancen, den steigenden Bedarfen gerecht zu werden. Im Bereich der EMS-Fertigung ist TSV technologisch sehr gut aufgestellt und sieht große Chancen weitere Projekte gewinnen zu können. 3. Gesamtaussage Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld und dem sinkenden Preisniveau sowie den Schwankungen im Wechselkurs zum US-Dollar. Die weltweite Krise dauert noch weiterhin an. Ebenfalls gibt es Prognosen, dass die Beschaffungsprobleme von Vormaterialien nicht kurzfristig beendet werden können. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken aber gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Gesellschaft verkauft ihre Dienstleistungen überwiegend an die TechniSat Gruppe. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Kreditlinien der TSD bzw. über Kontokorrentlinien der Hausbank. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.
Schöneck, 25. Juni 2024 TechniSat Vogtland GmbH Stefan Kön, Geschäftsführer Steffen Gierth, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemein Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen des Handelsgesetzbuches §§ 242 ff. erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Chemnitz unter der Nummer HRB 5761 eingetragen. Die Darstellung des Jahresabschlusses wurde gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten. B. Bilanz 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanz wurde entsprechend dem in § 266 HGB vorgegebenen Gliederungsschema aufgestellt. Die Ausübung von Bilanzierungswahlrechten und die angewandten Bewertungsmethoden werden nachfolgend bei den einzelnen Bilanzpositionen dargestellt. Die Umrechnung fremder Währung in EURO erfolgt nach folgenden Grundlagen: Bei Valutaforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt die Bewertung nach Maßgabe des Wechselkurses zum Bilanzstichtag, soweit diese eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. Soweit Abweichungen bestehen, sind sie und ihr Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei der jeweiligen Bilanzposition erläutert. 2. Anlagevermögen a) Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (nur Sachanlagen) abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Anteilige Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die Zugänge werden pro rata temporis abgeschrieben. Die Nutzungsdauer wird bei den einzelnen Vermögensgegenständen wie folgt unterstellt:
Bei Vermögensgegenständen, die einer Mehrschichtnutzung unterliegen, ist die Nutzungsdauer entsprechend vermindert. Geringwertige Vermögensgegenstände bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. b) Finanzanlagen Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen war, angesetzt. Die Aufgliederung der Anlageposten und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 ist im Anschluss an den Anhang (Anlage A) dargestellt. 3. Umlaufvermögen a) Vorräte Die Bestandsermittlung der Vorräte erfolgte durch körperliche Aufnahme zum Bilanzstichtag. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Einstandspreisen bzw. niedrigeren Wiederbeschaffungskosten am Abschlussstichtag bewertet. Technisch veraltete Bauteile wurden ganz abgeschrieben. Bauteile für ein Produkt aus dem CE-Bereich wurden wegen Produktionseinstellung komplett abgeschrieben, ebenso Bestände aus dem Bereich Gesundheitswesen. Diese Abschreibungen werden unter der Position "Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten" ausgewiesen. Die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse wurden unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades ermittelt. b) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalwerten angesetzt, wobei auf Lieferforderungen neben Einzelwertberichtigungen eine Pauschalwertberichtigung von 3,0 % vorgenommen wurde. Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen bei den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 0). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen. 4. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt € 511.291,88. Ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen in Höhe der aktiven latenten Steuern (T€ 39,4). Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen. 5. Rückstellungen Bei der Bildung der Rückstellungen wurde allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten, mit den nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträgen Rechnung getragen. Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (PUC-Methode). Die wesentlichen Bewertungsparameter sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck sowie ein Rechnungszins von 1,74 %. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen bilanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 780 durch Sicherungsübereignungen von Maschinen gesichert. Sie haben in Höhe von T€ 5.340 (Vorjahr: T€ 5.356) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von T€ 335 (Vorjahr: T€ 780) eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Außer üblichen Eigentumsvorbehalten sind keine weiteren Sicherungsabreden getroffen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind in Höhe von T€ 12.772 (Vorjahr: T€ 15.599) enthalten. C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde entsprechend den Vorschriften gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Erträge / Aufwendungen aus Währungsumrechnung Im Berichtsjahr sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 28) entstanden. Aufwendungen aus Währungsumrechnung sind in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 0) entstanden. 3. Aufwendungen aus Abzinsung Im Berichtsjahr sind Aufwendungen aus Abzinsung in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 3) entstanden. D. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
2. Mitglieder der Geschäftsführung
3. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. 4. Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von 20 % und mehr besteht TechniSat Teledigital GmbH, Staßfurt Höhe des Anteils am Kapital 25 % Eigenkapital des letzten Geschäftsjahres, für das ein Jahresabschluss vorlag (2023) € 4.503.022,23 Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zur Hauptgesellschafterin. 5. Mutterunternehmen der Kapitalgesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Techniropa Holding GmbH mit Sitz in Daun. Die Offenlegung erfolgt im Unternehmensregister. E. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Leasingverträgen
Schöneck / Vogtland, 25. Juni 2024 Stefan Kön Steffen Gierth
Bestätigungsvermerk für das Geschäftsjahr 2023Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die TechniSat Vogtland GmbH, Schöneck / Vogtland Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der TechniSat Vogtland GmbH, Schöneck / Vogtland, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TechniSat Vogtland GmbH, Schöneck / Vogtland, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Koblenz, 25. Juni 2024 ETL-Heimfarth
& Kollegen GmbH
Sandro Minafra, Wirtschaftsprüfer Helmut Heimfarth, Wirtschaftsprüfer Weitere AngabenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde in der Gesellschafterversammlung vom 05. Juli 2024 festgestellt. Der Jahresüberschuss wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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