Setex-Textil-GmbHLiquidiert

Münsterstraße 112, 48268 Greven, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Steinfurt HRB 9779
Vorher
Cramer Textil GmbH
Eingetragen
29.10.2012
Branche
Großhandel mit TextilienHerstellung von sonstigen Textilwaren a. n. g.Herstellung von technischen Textilien
Gegenstand
Die Produktion und der Vertrieb von Textilwaren sowie die Beteiligung an anderen Unternehmen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Georg Klein-Hitpaß
seit 29.8.2025
Geschäftsführer
Markus Enk
seit 29.8.2025
Geschäftsführer
Carsten Heumer
seit 25.8.2021
Geschäftsführer
Carsten Potsch
seit 11.10.2018
Prokura
Konrad Schröer
seit 29.10.2012
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Lena Mareike Fischer
45.00%
29.50%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
SETEX-Textil-GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Setex-Textil-GmbH

Greven

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Setex-Textil-GmbH produziert und vertreibt an ihrem Standort in Greven technische Gewebe, Heimtextilien und Gewebe für Oberbekleidung. Die individuellen technischen Gewebe werden für eine Vielzahl industrieller Anwendungen hergestellt. Bei den Heimtextilien handelt es sich um Matratzenbezugsstoffe und Inlettgewebe. Im Bereich Oberbekleidung sind es Baumwollgewebe, die vertrieben werden.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaft und Branche

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). (Quelle: Pressemeldung Destatis v. 15.01.2024)

Das Geschäftsjahr 2023 verlief in der Textilbranche insgesamt nicht zufriedenstellend. Die einzelnen Segmente entwickelten sich jedoch unterschiedlich. Während die Unternehmen der Bekleidungsindustrie steigende Kennzahlen bei Umsatz, Beschäftigung und im Einzelhandel verzeichnen konnten, waren die Konjunkturdaten der Textilhersteller meist von Rückgängen geprägt.

Die gesamte Branche schließt das Jahr 2023 mit einem Umsatzplus von +2,7 % ab. Allerdings verlief das vergangene Jahr für die beiden Teilsegmente Textil und Bekleidung sehr unterschiedlich: Während Textil mit -1,9 % trotz Inflation Umsatzrückgänge verbuchen musste, steigerte der Bekleidungssektor seine Umsätze deutlich um +10,8 %.

Der Rückgang der Beschäftigtenzahlen während der Corona-Jahre konnte bereits 2022 gestoppt werden. Die Beschäftigtenzahlen wurden in etwa gehalten. Im vergangenen Jahr 2023 verlief die Entwicklung der Beschäftigung jedoch entsprechend der Umsatzentwicklung in den beiden Teilsegmenten unterschiedlich: Während im Bekleidungssektor die Beschäftigtenzahlen um +1,5 % im Jahresdurchschnitt zunahmen, bauten die Unternehmen im Textilsektor -1,9 % der Stellen ab. Insgesamt sank die Beschäftigung im Jahresdurchschnitt damit um -0,8 %. (Quelle: Konjunktur 02.2024, Textilverband textil+mode)

2. Vertriebs- und Umsatzentwicklung

Der erzielte Gesamtumsatz betrug im Jahr 2023 bei der Setex-Textil-GmbH in Greven 17,0 Mio. Euro (Vorjahr 22,3 Mio. Euro). Dieser Umsatz teilt sich wie folgt auf die einzelnen Produktsparten auf:

Heimtextilien = 4,2 Mio. Euro (Vorjahr 4,7 Mio. Euro)

Oberbekleidung = 3,9 Mio. Euro (Vorjahr 8,9 Mio. Euro)

Techn. Gewebe = 8,9 Mio. Euro (Vorjahr 8,7 Mio. Euro)

Der Exportanteil lag im Jahr 2023 bei 32,6% und ist somit etwas höher ausgefallen als im Jahr 2022 mit 31,2 %.

3. Produktion

Die Produktionsleistung und Auslastung des Betriebes lagen im Berichtsjahr an dem Standort in Greven auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in der Vergangenheit. Dies ist vor allem durch die ab April 2023 beginnende deutliche Konjunkturabschwächung begründet. So wurde für den Gesamtbetrieb ab Juni 2023 Kurzarbeit angemeldet.

4. Beschaffung

Die Beschaffungspreise für Rohstoffe haben sich nach den teils exorbitanten Steigerungen des vergangenen Jahres wieder auf niedrigeren Niveaus bewegt. Die Energiepreise bleiben allerdings noch immer auf historischen Höchstständen, denn die Preisniveaus der Jahre bis ca. 2020 werden trotz deutlicher Rückgänge noch immer deutlich überschritten. Die Beschaffungskosten für Rohstoffe sind ebenfalls gesunken, aber aufgrund der hohen Energieintensität bleiben auch wichtige Vorprodukte wie Chemiefasern, Farbstoffe und Kunststoffe allgemein sehr kostenintensiv. Allein die Kosten für die Seespedition haben sich wieder auf dem Niveau der Vorjahre eingependelt, was zu einem verstärkten relativen Kostenvorteil für Importe führt.

Die Beschaffung von Garnen und Rohgeweben stellte sich nach den Lieferschwierigkeiten der vergangenen Jahre als unproblematisch dar. Lieferausfälle und Verzögerungen waren kaum noch zu verzeichnen.

5. Investitionen und Finanzierung

Größere Investitionen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen.

Kleinere Anlagenabgänge gab es lediglich aus dem Bereich der Färberei / Ausrüstung.

6. Personalbereich

Die Anzahl der Mitarbeiter inklusive der Auszubildenden zum Ende des Berichtsjahres reduzierte sich auf 71 (Vorjahr 77).

Die tariflichen Lohnerhöhungen im Jahr 2023 betrugen 4,8% seit Oktober.

7. Ergebnis

Das operative Jahresergebnis ist nicht zufriedenstellend. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag mit -1,2 Mio. Euro deutlich unter dem geplanten Ergebnis von +/- 0 Mio. Euro. Das EBIT lag im Geschäftsjahr 2023 bei -0,7 Mio. Euro, das EBITDA betrug -0,4 Mio. Euro.

Begründet ist dieses negative Ergebnis vor allem durch den seit April 2023 beginnenden deutlichen Nachfragerückgang und dem damit verbundenen fehlenden Umsatz. Dies machte sich in erster Linie im Bereich der technischen Gewebe bemerkbar, da die im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhten Umsatzziele seit April nicht mehr erreicht werden konnten.

Der für das Geschäftsjahr 2023 geplante Umsatz in Höhe von 19,2 Mio. Euro wurde nicht erreicht. Mit 17,0 Mio. Euro lag der tatsächliche Umsatz um 2,2 Mio. Euro unter den Planzahlen.

8. Darstellung der Lage

Das Jahr 2023 schließt mit einem negativen Gesamtergebnis ab. Dieses ist in erster Linie durch die seit April deutlich reduzierten Umsätze zu begründen.

Die Liquiditätslage war in 2023 zu jeder Zeit ausreichend gesichert.

Die Zahlungsfähigkeit war und ist bis heute stets gegeben. Die zugesagte Kreditlinie beträgt 8,0 Mio. EUR und ist am 31.12.2023 zu ca. 2,5 Mio. EUR in Anspruch genommen.

Beim Anlagevermögen sind lediglich kleine Investitionen in Höhe von ca. 0,2 Mio. EUR getätigt worden, denen Geschäftsjahresabschreibungen von ca. 0,4 Mio. EUR gegenüberstehen. Der Buchwert des Anlagevermögens reduzierte sich um ca. 0,2 Mio. EUR.

Die Vorräte haben sich gegenüber dem Berichtsjahr 2022 von 11,2 Mio. EUR auf 8,0 Mio. EUR im Berichtsjahr 2023 deutlich reduziert.

Die Kundenforderungen sind korrespondierend zu den Umsatzerlösen gesunken. Die Verbindlichkeiten sind insgesamt ebenfalls deutlich niedriger als im Vorjahr, wobei die Verbundverbindlichkeiten von 6,2 Mio. Euro auf 7,3 Mio. Euro gestiegen sind. Im Gegenzug sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 7,6 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR gesunken.

Im Berichtsjahr wurde die Kapitalrücklage durch die Gesellschafterin um 1,0 Mio. EUR erhöht. Dennoch sank die Eigenkapitalquote leicht auf 2,8 % (Vorjahr 3,3 %).

Insgesamt war es ein schwieriges Geschäftsjahr, welches vor allem durch die im 2. Quartal 2023 beginnende Nachfragezurückhaltung geprägt war.

9. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren sind das Jahresergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von -1,2 Mio. EUR (Vorjahr -0,7 Mio EUR) sowie der operative Cash-Flow (als Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen), der sich auf -0,8 Mio. EUR (Vorjahr von -0,1 Mio. EUR) beläuft.

C. Voraussichtliche Entwicklung und wesentliche Chancen und Risiken

1. Prognosebericht

Nach einer im April 2024 veröffentlichten Prognose der Bundesregierung zur Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsprodukts sollte das Wirtschaftswachstum für das Jahr 2024 0,3% betragen (Quelle:https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen/2024/04/20240424-fruehjahrs-projektion-2024.html).

In unserer aktuellen Planung Stand Dezember 2023 für das Geschäftsjahr 2024 planen wir einen Umsatz von ca. 16,4 Mio. EUR mit einem negativen Ergebnis von ca. 1,0 Mio. EUR. Den operativen Cash-Flow planen wir mit -0,7 Mio. EUR.

2. Chancen- und Risikobericht

Nach rund 2 Jahren Ukraine-Krieg sind die Auswirkungen hieraus aktuell weiterhin noch nicht in voller Gänze absehbar. Nach zunächst drastischen Energiekostensteigerungen und einem deutlichen Anstieg der Inflation beruhigt sich diesbezüglich die Situation. Dennoch sind Inflation und hieraus resultierende Zinsen auf insgesamt sehr hohem Niveau im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit.

Im Segment der Technischen Textilien gewinnen wir im Bereich Composite wiederholt weitere Marktanteile und haben die Produktionskapazität erhöht. Wir gehen hier von weiterem Wachstum aus und werden auch zukünftig diesen Bereich weiter ausbauen.

Schwieriger wird sicherlich die Auslastung der Filamentweberei. U.a. durch Beendigung von Subventionen in einigen Absatzmärkten hat sich die Nachfrage dauerhaft verringert. Hinzu kommt, dass die außereuropäischen Lieferketten nicht mehr gestört sind, was die Nachfrage nach einfacheren, in Deutschland hergestellten Geweben senkt. Die Einführung weiterer alternativer Produkte wird auch in 2024 noch nicht abgeschlossen sein.

Der Bereich Inlett hat wiederum an Bedeutung verloren. Größere Wachstumschancen sind nicht absehbar und dieser Bereich wird somit kleiner werden. Der kleinste Umsatzbereich Drell hat sich stabilisiert. Nicht absehbar in den Heimtextilbereichen sind die Auswirkungen der durch den Ukraine-Krieg bedingten Inflation und dem damit voraussichtlich verbundenen Nachfragerückgang.

In der Sparte Oberstoffgewebe sehen wir, dass ein Umdenken im Markt stattgefunden hat und sich das Umsatzpotential auf einem inzwischen deutlich niedrigeren Niveau als in der Vergangenheit befindet. Dies wird sich auch weiter fortsetzen. Um den negativen Ergebnisbeitrag dieser Sparte zu reduzieren, wird nach der bereits erfolgten Schließung der Färberei voraussichtlich auch der Vertrieb innerhalb des Konzerns neu strukturiert werden.

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Soweit bei Forderungen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen, sowie eine Forderungsausfallversicherung.

Die Vorratsbestände werden nach wie vor monatlich von den Verkaufsbereichen abgeglichen und hinsichtlich ihres Umschlags beobachtet. Bei der Beschaffung von Garnen und Geweben erfolgt auch weiterhin eine laufende Beobachtung der Entwicklung der Preise, um auf aktuelle Schwankungen umgehend reagieren zu können.

Zur Wahrung der Liquidität bestehen ausreichende Kreditlinien bei Banken.

Risiken aus der betrieblichen Tätigkeit, wie insbesondere IT-Störungen, Brände und ähnliche Ereignisse, die zwar potentiell hohe Schäden verursachen können, deren Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch verhältnismäßig gering ist, liegen aktuell nicht vor.

Weitere wesentliche Risiken für die künftige Entwicklung der Gesellschaft oder gar ihre Bestandsgefährdung sehen wir in der heutigen Situation nicht.

Die Risikolage des Unternehmens beurteilen wir zusammengefasst als überschaubar und im Verhältnis zum Geschäftszweck als angemessen.

 

Greven, den 19. Juni 2024

Konrad Schröer, Geschäftsführer

Carsten Heumer, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.180.406,00 1.400.986,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 4.643,00 9.224,00
II. Sachanlagen 1.175.763,00 1.391.762,00
1. technische Anlagen und Maschinen 1.081.010,00 1.157.190,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.753,00 132.172,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 102.400,00
B. Umlaufvermögen 9.470.381,44 13.631.259,99
I. Vorräte 7.987.090,63 11.168.358,15
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.421.963,58 2.461.896,18
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 192.455,00
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.421.963,58 2.269.441,18
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 61.327,23 1.005,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.041,22 12.995,12
Aktiva 10.662.828,66 15.045.241,11

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 300.373,02 499.819,50
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 5.937.946,81 4.937.946,81
III. Bilanzverlust 5.662.573,79 4.463.127,31
davon Verlustvortrag 4.463.127,31 3.802.289,33
B. Rückstellungen 170.381,64 341.976,52
C. Verbindlichkeiten 10.192.074,00 14.203.445,09
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.584.043,57 7.612.306,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.584.043,57 7.612.306,20
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.265.337,16 6.204.484,43
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 7.265.337,16 6.204.484,43
3. sonstige Verbindlichkeiten 342.693,27 386.654,46
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 342.693,27 386.654,46
Passiva 10.662.828,66 15.045.241,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.493.498,91 7.361.263,92
2. Personalaufwand 3.314.650,92 3.930.866,22
a) Löhne und Gehälter 2.663.066,30 3.241.580,75
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 651.584,62 689.285,47
davon für Altersversorgung 3.368,61 3.956,91
3. Abschreibungen 390.042,25 580.868,05
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 390.042,25 580.868,05
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.492.706,32 3.246.797,32
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 132,13 11.016,12
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.294,70 363,93
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 461.309,07 221.517,82
davon an verbundene Unternehmen 276.704,81 69.483,83
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 341,00
7. Ergebnis nach Steuern -1.157.914,95 -618.421,56
8. sonstige Steuern 41.531,53 42.416,42
9. Jahresfehlbetrag 1.199.446,48 660.837,98
10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 4.463.127,31 3.802.289,33
11. Bilanzverlust 5.662.573,79 4.463.127,31

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Setex-Textil-GmbH mit Sitz in Greven, geführt beim Handelsregister Steinfurt HRB 9779, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Gleichzeitig waren die Vorschriften des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft als mittelgroße Kapitalgesellschaft einzustufen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Ausübung von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechten erfolgte unverändert zum Vorjahresabschluss.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um die planmäßige Abschreibung vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Zugänge zum Anlagevermögen wurden zu Anschaffungs- und Herstellkosten aktiviert.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Unter den Vorräten wurden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten bewertet. Gesunkene Wiederbeschaffungskosten sowie mangelnde Gängigkeit sind durch Bewertungsabschläge in angemessenem Umfang berücksichtigt.

Der Wertansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse entspricht den Herstellungskosten der jeweiligen Produktionsstufe oder den niedrigeren Zeitwerten. Die Herstellungskosten umfassen die nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten und die in § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktivierungsfähigen Gemeinkosten, welche im Wege eines Gemeinkostenzuschlags eingerechnet werden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert; erkennbare Risiken wurden durch ausreichende Wertberichtigungen erfasst. Darüber hinaus besteht zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 5 % der um die einzelwertberichtigten Forderungen gekürzten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der amtliche Briefkurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz und GuV

1. Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte und der Geschäftsjahresabschreibung ist aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.1.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 510.079,55 0,00 0,00 0,00 510.079,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 14.975.969,26 182.494,73 1.728.339,40 107.016,59 13.537.141,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.797.167,94 17.819,93 18.882,35 0,00 4.796.105,52
3. Geleistete Anzahlungen 102.400,00 4.616,59 0,00 -107.016,59 0,00
19.875.537,20 204.931,25 1.747.221,75 0,00 18.333.246,70
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 39.219,48 0,00 0,00 0,00 39.219,48
Summe Anlagevermögen 20.424.836,23 204.931,25 1.747.221,75 0,00 18.882.545,73
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.1.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 500.855,55 4.581,00 0,00 505.436,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.818.779,26 330.228,32 1.692.876,40 12.456.131,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.664.995,94 55.232,93 18.876,35 4.701.352,52
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
18.483.775,20 385.461,25 1.711.752,75 17.157.483,70
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 39.219,48 0,00 0,00 39.219,48
Summe Anlagevermögen 19.023.850,23 390.042,25 1.711.752,75 17.702.139,73
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.643,00 9.224,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.081.010,00 1.157.190,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 94.753,00 132.172,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 102.400,00
1.175.763,00 1.391.762,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.180.406,00 1.400.986,00

2. Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich auf TEUR 0 (Vorjahr TEUR 192).

3. Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr 311) enthalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr TEUR 257) sowie Forderung an die Bundesagentur in Höhe von TEUR 19 (Vorjahr TEUR 3).

4. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 170), für Jahresabschlusskosten TEUR 38 (Vorjahr TEUR 38) sowie für Aufbewahrungsverpflichtungen TEUR 18 (Vorjahr TEUR 18).

5. Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten

31.12.2023
EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre
EUR
Restlaufzeit über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.584.043,57 2.584.043,57 0,00 0,00
(Vorjahr) (7.612.306,20) (7.612.306,20) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 214.388,26 214.388,26 0,00 0,00
(Vorjahr) (278.354,96) (278.354,96) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.265.337,16 7.265.337,16 0,00 0,00
(Vorjahr) (6.204.484,43) (6.204.484,43) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten (Vorjahr) 128.305,01 128.305,01 0,00 0,00
(108.299,50) (108.299,50) (0,00) (0,00)
Summe (Vorjahr) 10.192.074,00 10.192.074,00 0,00 0,00
(14.203.445,09) (14.203.445,09) (0,00) (0,00)

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind die kreditorischen Debitoren in Höhe von TEUR 105 (Vorjahr TEUR 75) sowie Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr TEUR 33) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind teilweise durch Grundpfandrechte und Sicherungsübereignungen von Sachanlagevermögen abgesichert. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse aus Avalkrediten. Das Risiko einer möglichen Inanspruchnahme wird nach der bisherigen Entwicklung als sehr gering eingestuft. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.465 (Vorjahr TEUR 5.130).

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen für Mieten in Höhe von TEUR 300 p.a. (Vorjahr TEUR 300 p.a.) gegenüber verbundenen Unternehmen. Des Weiteren bestehen Verpflichtungen für Leasinggegenstände in Höhe von TEUR 18 p.a. (Vorjahr TEUR 28 p.a.) und sonstige Mieten in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr TEUR 35).

IV. Sonstige Pflichtangaben

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Konrad Schröer, Hamminkeln

Carsten Heumer, Münster

In Anlehnung an § 286 Abs. 4 HGB wurde von der Angabe der Organbezüge abgesehen.

Mutterunternehmen ist die SETEX-Textil-GmbH mit dem Sitz in Hamminkeln-Dingden, das einen Konzernabschluss aufstellt.

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Anzahl 2023 Anzahl 2022
Arbeiter 30 31
Angestellte 37 41
Aushilfen 4 5

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer ohne Auszubildende beträgt damit 71 (Vorjahr 77).

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Vorgänge mit besonderer Bedeutung, die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.199.446,48 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Greven, den 19. Juni 2024

Konrad Schröer, Geschäftsführer

Carsten Heumer, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 07.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Vorstehend zur Offenlegung bestimmte Fassung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Setex-Textil-GmbH, Greven

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Setex-Textil-GmbH, Greven - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Setex-Textil-GmbH, Greven für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümer ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümer resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümer, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Bocholt, den 23. August 2024

WSG Günther & Wehning Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Wehning, Wirtschaftsprüfer

Martin Günther, Wirtschaftsprüfer

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