Stammdaten

Register
Amtsgericht Osnabrück HRB 21206
Eingetragen
15.1.2004
Branche
Herstellung von Türen und Fenstern aus KunststoffenGroßhandel mit FlachglasBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Der Vertrieb von Kunststofffenstern, -türen und Fassadenelementen im In- und Ausland und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Darüberhinaus kann die Gesellschaft auch Produktionsanlagen und Immobilien erwerben und vermieten, die im Zusammenhang mit der Produktion und dem Vertrieb von Kunststofffenstern, -türen und Fassadenelementen genutzt werden können.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ansgar Voß
seit 3.5.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

49134 Wallenhorst
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Richert-Gruppe GmbH

Wallenhorst

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Richert-Gruppe GmbH ist einer der führenden Fensterhersteller in Deutschland im Segment des Objektgeschäfts im Kundensegment der Wohnungswirtschaft. Die Geschäftstätigkeit der Richert-Gruppe GmbH umfasste im Geschäftsjahr 2023 den Vertrieb, die Herstellung (über die Richert Produktions- und Dienstleistungs GmbH) und die Montage von Kunststofffenstern und -türen und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten. Darüber hinaus gehörten zum Produktprogramm Elemente aus Aluminium, Sonnenschutzanlagen und auch Lüftungseinrichtungen. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bestand in der Modernisierung von Bestandsliegenschaften bei positiver Wertgestaltung unter Energieeffizienzbetrachtungen.

Das besondere Geschäftsmodell der Richert-Gruppe GmbH basiert neben hochwertigen Produkten insbesondere auf dem engen Leistungsverbund mit Fachbetrieben im Bereich der Montage, ergänzt durch eigene Montageteams, um so die fachgerechte Montage der Produkte beim Bauherrn sicherzustellen. Um diese Qualität durchgängig gewährleisten zu können, bindet die Richert-Gruppe GmbH ebenfalls ausgewählte Lieferanten (z.B. für Profile, Glas und Beschläge) in den Leistungsverbund ein.

Die Richert-Gruppe GmbH differenziert sich vom Wettbewerb, indem für das spezifische Kundensegment Dienstleistungen angeboten werden, die echte Lösungen für den Bedarf der Kunden darstellen. Wir überzeugen unsere Kunden von der Planung bis zur Abnahme und Nachbetreuung durch Zuverlässigkeit im Management unserer Projekte. Wir bieten unseren Kunden einen echten Mehrwert mit unseren speziell entwickelten Serviceleistungen in den Bereichen Beratung, Planung, Koordination und Kontrolle. Unsere Kunden partizipieren von unserer langjährig erworbenen Kompetenz durch einen zielgerichteten Wissenstransfer.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Unternehmens im Jahr 2023 waren herausfordernd und wurden maßgeblich durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine, die hohen Energiepreise, die ausgeprägte Inflation sowie die gestiegenen Zinsen beeinflusst. Die allgemeine Unsicherheit auf den Märkten führte zu einem deutlichen Rückgang der Baukonjunktur, insbesondere im Neubausektor, der mit einem Rückgang von 15,5% stark eingebrochen ist. Der Rückgang in diesem Segment führte dazu, dass viele auf Neubau spezialisierte Unternehmen verstärkt in den Modernisierungsmarkt drängten. Dies erhöhte den Wettbewerb deutlich und erschwerte der Richert-Gruppe GmbH die Preissetzung in diesem wichtigen Geschäftsfeld.

Trotz der angespannten Marktsituation blieb die Richert-Gruppe GmbH weiterhin ein verlässlicher Partner für ihre Kunden. Durch die langjährige Erfahrung im Modernisierungsmarkt, die hohe Qualität der Produkte sowie die enge Verzahnung von Produktion, Vertrieb und Montage konnte das Unternehmen auch in einem schwierigen Umfeld weiterhin eine hohe Projektqualität sicherstellen und die Gesamtleistung nahezu stabil halten.

Die Rahmenbedingungen des Jahres 2023 machten jedoch deutlich, wie wichtig eine kontinuierliche Anpassung der Geschäftsstrategie an veränderte Marktanforderungen ist. Mit gezielten Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und der Optimierung interner Prozesse strebt die Richert-Gruppe GmbH an, ihre Position im Markt weiter zu festigen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland 2023

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Jahr 2022. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, lag das BIP in 2023 preisbereinigt nur 0,7 % höher.

Im Baugewerbe führten Material- und Fachkräftemangel, hohe Baukosten sowie zunehmend ungünstigere Finanzierungsbedingungen zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung um 1,0 %. Die Baupreise stiegen 2023 im Jahresdurchschnitt um 8,5 %, nachdem bereits 2022 ein außergewöhnlich starker Anstieg von 16,4 % verzeichnet worden war - ein Niveau, das seit langem nicht mehr erreicht wurde. Während 2021 die sprunghaft gestiegene weltweite Nachfrage nach Baustoffen infolge des Abflauens der Coronakrise maßgeblich für den starken Preisdruck verantwortlich war, verschärften sich die Probleme durch den Krieg in der Ukraine. Dieser führte zu weiteren Lieferengpässen und einer erheblichen Verteuerung der Energiepreise. Verglichen mit dem Vorkrisenniveau stiegen die Baupreise von Ende 2019 bis Ende 2023 um insgesamt 39,4 %. Ein derartiger Preisschock wurde zuletzt in den frühen 1970er-Jahren beobachtet.

Im Jahresdurchschnitt 2023 hat sich die Inflationsrate in Deutschland gegenüber 2022 um 5,9 % erhöht. Damit fiel die Inflationsrate für 2023 geringer aus als im Vorjahr - im Jahr 2022 hat die Inflation noch beim 6,9 % gelegen. Die dennoch weiterhin hohe Jahresteuerungsrate resultiert wie im vergangenen Jahr insbesondere aus den kriegs- und kriseninduzierten Preisanstiegen für Energieprodukte und Nahrungsmittel. So verteuerten sich die Energieprodukte in 2023 gegenüber 2022 um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg im Jahr 2022 von 29,7 %. Bei Nahrungsmitteln lag die Preissteigerung in 2023 gegenüber dem Vorjahr bei 13,4 %. Ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln lag die Jahresteuerungsrate in 2023 bei 5,1 %.

Aufgrund von Preissteigerungen bei Baumaterialien und Baupreisen, die durch den anhaltenden Krieg in der Ukraine noch deutlich verstärkt wurden, sowie steigende Zinsen und verschlechterte Finanzierungsbedingungen bei weiter anhaltendem Fachkräftemangel, waren die Bauinvestitionen rückläufig und sanken um 2,1 %. Im Vorjahr waren sie bereits erstmals seit sechs Jahren um 1,8 % zurückgegangen. Die Wohnungsbauinvestitionen nahmen 2023 mit 2,8 % sogar stärker ab als die Bauinvestitionen insgesamt. Dagegen war der Wohnungsbau in den zurückliegenden Jahren die treibende Kraft unter den Bausparten und war deutlich stärker als die übrigen Baubereiche gewachsen.

In Neubau und Modernisierung der Wohnungsbestände flossen rund 300 Mrd. €. 61 % der Bauinvestitionen wurden 2023 für den Wohnungsbau verwendet. Über alle Immobiliensegmente hinweg umfassten die Bauinvestitionen einen Anteil von 13 %. Der Wohnungsbau umfasste 2023 einen Anteil von 7 % des Bruttoinlandsproduktes.

2.2. Situation im deutschen Fenstermarkt

Nach Angaben der Heinze GmbH hat sich der Fenstermarkt in Deutschland im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 um 8,9 % auf 14,1 Millionen Fenstereinheiten reduziert. Das bevorzugte Absatzsegment der Richert-Gruppe GmbH, die Wohnbau-Modernisierung, verzeichnete im selben Jahr einen Rückgang um 5,4 % auf 6,78 Millionen Fenstereinheiten. Kunststofffenster, die von der Richert-Gruppe vertrieben werden, hatten dabei einen Marktanteil von 56,6 %. Im Segment Wohnbau-Neubau wurden im Jahr 2023 insgesamt 3,31 Millionen Fenstereinheiten abgesetzt, was einem Rückgang von 19,6 % entspricht.

Im Jahr 2023 wurden 28,2 % der in Deutschland verbauten Fenster importiert, was dem Niveau des Vorjahres entspricht. Bei Kunststofffenstern lag der Anteil importierter Einheiten 2023 bei 36,6 %, geringfügig höher als die Importquote von 36,4 % im Jahr 2022.

2.3. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Im Jahr 2023 musste sich die Richert-Gruppe GmbH in einem weiterhin angespannten Marktumfeld behaupten, welches insbesondere durch einen deutlichen Einbruch im Neubausektor und den verschärften Wettbewerb im Modernisierungsmarkt geprägt war. Trotz dieser herausfordernden Bedingungen konnten wir wichtige operative Fortschritte erzielen und wesentliche Erfolge verzeichnen.

Ein zentraler Schwerpunkt lag auf der nachhaltigen Optimierung unserer Kostenstruktur. Besonders hervorzuheben sind die signifikanten Einsparungen bei den Herstellkosten, die wir durch erfolgreiche Einkaufsstrategien und intensive Verhandlungen mit langjährigen sowie neuen Lieferanten erzielen konnten. Diese Maßnahmen ermöglichten es uns, günstigere Konditionen zu sichern und Preisstabilität bei wichtigen Materialien zu gewährleisten. Darüber hinaus haben wir durch gezielte Prozessoptimierungen und eine strikte Kostenkontrolle sowohl fixe als auch variable Kosten deutlich gesenkt, was unsere operative Effizienz nachhaltig gestärkt hat.

Ein weiterer wesentlicher Fortschritt zeigte sich in der Projektabwicklung. Durch die Einführung optimierter interner Prozesse und eine präzisere Ressourcenplanung konnten wir Projekte schneller und kosteneffizienter umsetzen.

Die erstmalige Anwendung des Realisationsprinzips gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB hatte allerdings einen erheblichen Einfluss auf das ausgewiesene Jahresergebnis. Ohne diese Umstellung hätten wir ein um rd. TEUR 320 höheres Ergebnis erzielen können, was verdeutlicht, dass wir operativ bereits an den richtigen Stellschrauben gearbeitet haben. Die korrekte Bilanzierung von Anzahlungen und unfertigen Erzeugnissen führte jedoch zu einer bilanziellen Ergebnisminderung. Diese Umstellung stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer noch transparenteren und den handelsrechtlichen Vorschriften entsprechenden Rechnungslegung dar.

Der erzielte Fortschritt auf der operativen Ebene, kombiniert mit einer verbesserten Kostenstruktur und effizienteren Projektabwicklung, zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die geschaffene Grundlage ermöglicht es uns, zukünftig schneller auf Marktveränderungen zu reagieren und unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken. Trotz des schwierigen Marktumfelds sind wir zuversichtlich, dass wir mit unserer Ausrichtung und den bereits umgesetzten Maßnahmen die Basis für eine nachhaltig positive Geschäftsentwicklung gelegt haben.

2.4 Analyse der Vorjahresprognose

Im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurde im Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2023 ein positives Ergebnis erwartet. Die Prognose konnte insbesondere aufgrund der Sondereffekte im Zusammenhang mit der Bilanzierung der erhaltenen Anzahlungen und der Berücksichtigung einer verlustfreien Bewertung nicht erreicht werden.

2.5. Geschäftsergebnis

Der betriebliche Rohertrag konnte im Vergleich zum Vorjahr um 17,8 % auf 8.305,1 T€ gesteigert werden. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf optimierte Einkaufsstrategien, erfolgreiche Verhandlungen mit langjährigen und neuen Lieferanten sowie eine Fokussierung auf operative Effizienz zurückzuführen. Gleichzeitig sank die Personalkostenquote von 52,9 % im Jahr 2022 auf 47,3 % im Jahr 2023, obwohl die absoluten Personalkosten leicht auf 3.925,2 T€ gestiegen sind. Dies zeigt eine effizientere Nutzung der Personalressourcen und eine nachhaltige Stärkung der Kostenstruktur.

Ein signifikanter Anstieg der Abschreibungen von 40,9 T€ im Jahr 2022 auf 670,9 T€ im Jahr 2023, entsprechend 8,1 % des Rohertrags, resultierte insbesondere aus der Anwendung der verlustfreien Bewertung des Vorratsvermögens gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB. Dieser Effekt hatte einen erheblichen Einfluss auf das ausgewiesene Jahresergebnis, verdeutlicht jedoch das Ziel, eine transparentere und handelsrechtlich konforme Rechnungslegung zu gewährleisten.

Das Betriebsergebnis verbesserte sich entsprechend leicht von -656,8 T€ (-9,3 %) auf -615,4 T€ (-7,4 %). Auch der Jahresverlust reduzierte sich geringfügig von -746,9 T€ (-10,6 %) im Vorjahr auf -732,0 T€ (-8,8 %) im Geschäftsjahr 2023.

Operativ konnte das Unternehmen durch optimierte interne Prozesse und eine präzisere Ressourcenplanung Fortschritte in der Projektabwicklung erzielen. Projekte wurden dadurch schneller und kosteneffizienter umgesetzt. Die gezielte Optimierung der Kostenstruktur, insbesondere durch günstigere Einkaufskonditionen und Einsparungen bei den Herstellkosten, stärkte die operative Effizienz nachhaltig.

Zusammenfassend zeigt das Jahr 2023, dass die Richert-Gruppe GmbH trotz eines schwierigen Marktumfelds wichtige Fortschritte bei der Effizienzsteigerung und Kostenkontrolle erzielt hat. Die Umstellung der Bilanzierungsgrundsätze belastete das ausgewiesene Jahresergebnis einmalig, stellt jedoch einen wichtigen Schritt in Richtung einer nachhaltig transparenten Rechnungslegung dar. Mit der geschaffenen Grundlage kann das Unternehmen künftig schneller auf Marktveränderungen reagieren und seine Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken.

Positive Akzente können weiterhin durch die Entscheidung zur Investition in einen modernen Maschinenpark gesetzt werden. Zugleich wurden die hinsichtlich der Lagerlogistik identifizierten Potentiale in der organisatorischen und prozessualen Gestaltung durch die Fortführung der Einführung eines Warehouse Management Systems Rechnung getragen.

Der gemeinsam mit einer externen Unternehmensberatung für die Jahre 2023 und 2024 erarbeitete strategische Maßnahmenplan zur Nutzung der sich dem Unternehmen bietenden Erfolgspotentiale wurde im Jahr 2023 im Wesentlichen umgesetzt. Damit konnte und wird die Effizienz und die Marktstellung des Unternehmens deutlich verbessert werden. Zudem konnten wir die Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsysteme des Unternehmens weiter deutlich verbessern.

Im Bereich der informationstechnischen Änderungsbedarfe ist unsere IT-Lösung PrefSuite weiter optimiert worden. Die weiterhin durchgeführten Schulungsprogramme haben zu einer Stärkung der digitalen und prozessualen Kompetenz im Unternehmen beigetragen.

3. Leistungsindikatoren der Geschäftstätigkeit

3.1 Finanzielle Leistungsindikatoren

Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum Stichtag 31.12.2023 T€ 2.962,6 bei einer Bilanzsumme von T€ 7.419,9 errechnet sich eine Eigenkapitalquote von 39,9 %. Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. T€ 902,5 aus. Das Guthaben bei Kreditinstituten und der Kassenbestand beträgt zum Stichtag T€ 996,4 bei einem Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 1.827,7 (Vorjahr T€ 4.519,6).

3.2 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiterstruktur

Die Belegschaft der Richert-Gruppe GmbH belief sich, gemäß § 267 Abs. 5 HGB, im Jahresdurchschnitt 2023 auf 73 Beschäftigte - im Vorjahr waren es noch 70 Beschäftigte. Darüber hinaus wurden zum 31.12.2023 wie im Vorjahr drei Auszubildende beschäftigt.

Wettbewerbssituation

Der deutsche Markt für Fenster und Türen ist weiterhin geprägt von einer hohen Anzahl an Marktteilnehmern, jedoch zeigt sich ein langfristiger Rückgang der Unternehmensanzahl. Im Jahr 2022 waren noch 5.880 Unternehmen aktiv, während es 2007 knapp 7.200 waren. Die jährliche durchschnittliche Wachstumsrate (CAGR) der Unternehmensanzahl zeigt mit -1,1 % (2015-2022) eine zunehmende Marktkonsolidierung. Dies deutet darauf hin, dass kleinere Betriebe den Wettbewerbsdruck und die steigenden Anforderungen nicht mehr stemmen können.

Die Branche wird von den Unternehmensanzahlen von kleinen und mittelgroßen Unternehmen dominiert:

• 31,5 % der Unternehmen haben weniger als 5 Mitarbeiter.

• 43,1 % entfallen auf Betriebe mit 5 bis 20 Mitarbeitern.

• 21,4 % sind Unternehmen mit 21 bis 70 Mitarbeitern.

• 3,2% entfallen auf Betriebe mit 71 bis 150 Mitarbeitern.

• Lediglich 0,9 % der Unternehmen verfügen über mehr als 150 Mitarbeiter.

Trotz ihrer geringen Anzahl stellen Unternehmen mit mehr als 70 Mitarbeitern den Großteil der Branchenkapazität. Diese Betriebe agieren oft national oder international und profitieren von Skaleneffekten sowie dynamischem Wachstum.

Die Vertriebskanäle konzentrieren sich auf den Handel (52,8 %) und das Objektgeschäft (35,6 %). Direkte Verkäufe an Privatkunden spielen mit 11,6 % eine untergeordnete Rolle. Bemerkenswert ist zudem, dass 50,5% der Marktteilnehmer deutschlandweit tätig sind, oftmals in Verbindung mit Exportgeschäften. Knapp die Hälfte der Unternehmen ist hingegen lokal oder regional aktiv.

Auch die Montage nimmt eine zentrale Rolle in der Wertschöpfungskette ein. 60,6 % der Hersteller übernehmen diese nahezu vollständig selbst, während lediglich 20,2 % keine Montageleistungen anbieten und die restlichen teilweise selbst montieren. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung der Integration von Dienstleistungen, um Kundenbedürfnisse umfassend abzudecken.

Ergänzend bleibt die Diversifizierung des Produktportfolios ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Viele Hersteller bieten zusätzlich Wintergärten und Fassadenlösungen an, um sich breiter aufzustellen.

In unserer Nische, dem Objektgeschäft, ist aufgrund der begrenzten Montagekapazitäten ein mittlerer Wettbewerbsdruck zu verzeichnen. Besonders bei Großprojekten ist die Zahl leistungsfähiger Wettbewerber stark begrenzt. Diese Marktgegebenheiten schaffen Spielräume, um gezielt Wachstumspotenziale zu nutzen und unsere Position weiter zu stärken.

Wettbewerbsvorteile

Die Richert-Gruppe GmbH konzentriert sich auf das Segment der Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften. Hier bieten sich vor allem positive Chancen unter der Perspektive, mit modernen wärmedämmenden Fenstern zum Klimaschutz beizutragen und den Wohnkomfort zu erhöhen. Der sanierungsbedürftige Anteil von Altbauten ist immer noch immens. Darüber hinaus ist bei dieser Kundengruppe die Zahlungsmoral mit "gut" zu bewerten.

Unser Unternehmen fokussiert sich auf das Objektgeschäft für die Wohnungswirtschaft in Deutschland. Dies ermöglicht eine leistungsfähige, arbeitsteilige Prozess- und Projektorganisation. Wir sind Pionier in der Nutzung von innovativen Technologien und pflegen strategische Partnerschaften mit Kunden, Lieferanten und Montagepartnern. Alle Kernprozesse werden durch eigene Ressourcen ausgeführt. Wir bieten unseren Kunden projektorientierte Gesamtlösungen und übernehmen Verantwortung für die Montageleistungen. Unser Produktsortiment ist auf das Objektgeschäft ausgerichtet.

Wir haben alle unsere Ressourcen und Kompetenzen auf die Durchführung von Projekten von 80 bis zu mehreren tausend Fenstereinheiten ausgerichtet. Damit erreichen wir eine besondere Leistungsstärke. Aufgrund unserer 70-jährigen Erfahrung und über 5.000 erfolgreich realisierter Projekte bieten wir eine Sicherheit in der Abwicklung unserer Projekte. Wir sind als Arbeitgeber etabliert und verfügen über Montagekapazitäten für 60 Wohnungen pro Tag bundesweit. Unser CNC-gesteuerter Maschinenpark ist die Basis für unsere leistungsfähige Produktion und wird kontinuierlich erneuert. Wir sind ein finanziell unabhängiges Familienunternehmen und können damit schnell und effektiv auf die geänderten Rahmenbedingungen reagieren.

4. Forschung und Entwicklung

Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung ist die Richert-Gruppe GmbH im Jahr 2023 in Kooperation mit unseren Lieferanten tätig gewesen.

5. Bestehende Zweigniederlassungen

Die Richert-Gruppe GmbH unterhielt im Jahr 2023 keine Niederlassungen.

6. Darstellung der Lage der Gesellschaft

Die Richert-Gruppe GmbH weist für das Geschäftsjahr 2023 folgende bilanzielle Daten aus:

2023
TEUR
2022
TEUR
Bilanzsumme 7.420 8.995
Rohergebnis 8.305 7.052
Jahresgewinn/-verlust -732 -747

6.1 Ertragslage

Der betriebliche Rohertrag konnte von T€ 7.052,3 im Jahr 2022 auf T€ 8.305,1 im Jahr 2023 gesteigert werden, was einer Verbesserung von knapp 18 % entspricht. Haupttreiber dieser Entwicklung war die deutliche Erweiterung der eigenen Produktionskapazitäten, wodurch der Vergabeaufwand reduziert wurde. Zudem führten gezielte Einkaufsstrategien und Verhandlungen mit Lieferanten zu erheblichen Einsparungen bei den Herstellkosten, wodurch die Preisstabilität wichtiger Materialien trotz angespannter Marktlage gewahrt werden konnte. Ergänzend trugen Prozessoptimierungen und eine strikte Kostenkontrolle zur signifikanten Senkung sowohl der fixen als auch der variablen Kosten bei.

Die Personalkosten stiegen in absoluten Zahlen moderat auf T€ 3.925,2 (Vorjahr: T€ 3.730,2). Ihr Anteil am Rohertrag reduzierte sich jedoch von 52,9 % im Jahr 2022 auf 47,3 % im Jahr 2023.

Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf das Vorratsvermögen aufgrund der verlustfreien Bewertung in Höhe von T€ 579.

Die die größten Einzelpositionen innerhalb der sonstigen bestrieblichen Aufwendungen entfallen auf die Frachtkosten, Rechts-und Beratungskosten, Kfz-Kosten und Mieten für das Gebäude.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 140 stehen im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten.

Absolut gesehen konnte das Rohergebnis aufgrund der stark gestiegenen Umsätze gesteigert werden. Die Rohergebnis-Quote ist jedoch durch die benannten Preissteigerungen im Markt für Material und Montagen sowie durch erhöhte Qualitätskosten im Vergleich zum Vorjahr von 30,3 % auf 27,8 % zurückgegangen.

Das Betriebsergebnis konnte sich dennoch von -T€ 656,8 (-9,3 %) im Jahr 2022 auf -T€ 615,4 (-7,4 %) im Jahr 2023 verbessern. Der Jahresverlust reduzierte sich ebenfalls von -T€ 746,9 (-10,6 %) auf -T€ 732,0 (-8,8 %).

6.2 Vermögens- und Finanzlage

Aufgrund der Ausübung des Wahlrechts erhaltene Anzahlungen offen von den Vorräten abzusetzen, soweit die Anzahlungen auf die Vorräte entfallen, ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 weiterhin eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr.

Die Bilanzsumme der Richert-Gruppe GmbH beträgt zum Stichtag 31.12.2023 T€ 7.419,9. Diese setzt sich im Bereich der Aktiva im Wesentlichen aus dem Umlaufvermögen zusammen, da die wesentlichen betriebsnotwendigen Sachanlagen weiterhin gepachtet sind.

Die größten Positionen des Umlaufvermögens sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum 31.12.2023 bei T€ 1.827,7 liegen (Vorjahr: T€ 4.519,6) und damit 24,6 % der Bilanzsumme ausmachen. Der Rückgang der Forderungen steht insbesondere im Zusammenhang mit der korrekten Bilanzierung der erhaltenen Anzahlungen, welche erst nach Eingang des Zahlungsbetrages zu berücksichtigen sind und mit der Anwendung des Realisationsprinzips.

Die Vorräte belaufen sich nach Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen auf T€ 1.994,3, was einem Anteil von 27,0 % der Bilanzsumme entspricht (Vorjahr: T€ 1.866,3). Dieser Bestand sichert weiterhin die Versorgung der Wertschöpfungskette, während eine Reduktion des Lagerumfangs gezielt vorgenommen wurde, um Kapital effizienter zu binden.

Das Bankguthaben konnte im Vergleich zum Vorjahr von T€ 428,2 auf T€ 996,4 gesteigert werden, was auf eine stabile Liquiditätslage hinweist.

Auf der Passivseite weist die Gesellschaft ein Eigenkapital von T€ 2.962,6 aus, was einer Eigenkapitalquote von 39,9 % entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr (41,1 %) ist die Quote leicht rückläufig, bleibt jedoch auf einem soliden Niveau.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen T€ 902,5 und wurden in einem angemessenen Verhältnis zur Finanzierung von Investitionen und dem laufenden Geschäft gehalten.

Die Vermögens- und Finanzlage der Richert-Gruppe GmbH zeigt eine solide Grundlage mit einer angemessenen Eigenkapitalquote und stabilen Liquiditätsreserven. Insgesamt bietet diese Entwicklung eine gute Basis für die zukünftige Finanzierung und Geschäftsentwicklung.

6.3. Investitionen

Im Berichtszeitraum wurden gezielte Investitionen in den Maschinenpark sowie in das Warehouse Management System (WHM) getätigt. Durch die Modernisierung des Maschinenparks konnten die Produktionsprozesse weiter optimiert und die Herstellkosten gesenkt werden. Gleichzeitig trägt die fortlaufende Implementierung des WHM zur verbesserten Steuerung und Transparenz in der Lagerlogistik bei. Diese Maßnahmen unterstützen die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und sorgen für eine nachhaltige Verbesserung der betrieblichen Abläufe. Weitere Investitionen wurden bei der Richert-Gruppe GmbH kaum getätigt, da das Anlagevermögen im Wesentlichen von der Richert Immobilien- und Verwaltungs GmbH angepachtet ist.

7. Chancen- und Risikobericht

7.1 Chancenbericht

Die Investitionen in Wohnbauten dürften nach aktuellen Prognosen der Institute im Jahr 2023 um 2,8 % zurückgehen. Die Bundesregierung hat im Bereich des Wohnungsbaus mit abrupten Förderstopps und einer deutlichen Verschärfung der Förderbedingungen das Vertrauen in eine verlässliche Wohnungsbauförderung nachhaltig geschwächt. In Kombination mit dem ungünstigen Finanzierungsumfeld und den weiterhin hohen Baupreisen hat dies maßgeblich zu den seit der zweiten Jahreshälfte 2022 beobachteten hohen Stornierungsraten im Wohnungsbau beigetragen.

Für 2024 wird ein weiterer deutlicher Rückgang der Wohnungsbauinvestitionen um 3,7 % bis 4,2 % erwartet. Die Baupreise bleiben auf einem hohen Niveau, während die Kreditzinsen nur langsam sinken. Experten gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrer Zinspolitik den Höhepunkt erreicht hat. Erste Leitzinssenkungen (könnten im Sommer erfolgen), sodass die Zinssätze für Hauptrefinanzierungsgeschäfte bis Mitte 2025 schrittweise auf etwa die Hälfte des heutigen Niveaus sinken könnten. Die schrittweise Verbesserung der Finanzierungsbedingungen sowie eine leichte Reduzierung der Baupreise dürften erst ab 2025 für eine Stabilisierung und allmähliche Trendwende im Wohnungsbau sorgen.

Da der Fokus der staatlichen Förderprogramme weiterhin auf der Sanierung bestehender Wohngebäude liegt und die hohen Energiekosten starke Anreize für energetische Modernisierungen bieten, wird eine Verschiebung der Bauinvestitionen zugunsten des Gebäudebestands erwartet. Ein signifikanter Rückgang der Neubauten bei gleichzeitig wachsender Bedeutung von Modernisierungsprojekten zeichnet sich deutlich ab. Die Richert-Gruppe GmbH wird die sich hieraus ergebenden Chancen nutzen und sich strategisch in diesem Marktsegment positionieren.

Die Wohnungswirtschaft prognostiziert für Deutschland einen drastischen Rückgang der Baufertigstellungen im Wohnungsneubau auf 184.000 Wohnungen im Jahr 2024. Im Jahr 2025 wird mit einer leichten Erholung auf 191.000 Wohnungen gerechnet - dies entspricht einem Rückgang von 8 % im Jahr 2024 und einem moderaten Anstieg von lediglich 4 % im Jahr 2025. Diese Entwicklung liegt weiterhin weit entfernt von den Zielen der Bundesregierung, jährlich rund 400.000 Wohnungen neu zu errichten.

Steigende Wohnungsbedarfe, eine wachsende Einwohnerzahl sowie die ambitionierten Wohnungsbau- und Klimaziele der Bundesregierung machen es aus Sicht der Richert-Gruppe GmbH erforderlich, dass zeitnah Maßnahmen für ein umfassendes Sofortprogramm für bezahlbaren und sozialen Wohnungsbau ergriffen werden. Solche Schritte sind notwendig, um die wachsende Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt zu verringern und gleichzeitig die Klimaziele zu erreichen.

7.2 Risikobericht

Die Branchenkonjunktur in Deutschland wird im Bereich der Modernisierung im Vergleich zum Neubau noch optimistisch eingeschätzt. Ziel und Schwerpunkt der langfristigen Unternehmensentwicklung ist es daher, in Zukunft den gewachsenen Anforderungen in den genannten Bereichen durch die Umsetzung der strategischen Maßnahmen gerecht werden zu können.

Zur Risikoabwehr setzt die Richert-Gruppe GmbH auf ein Risikomanagement als Frühwarnsystem, das in Zukunft weiter ausgebaut und verbessert werden soll. Dieses wird bereits in die wesentlichen Bereiche der Planung eingebunden. Wenn wir ein Risiko identifiziert haben, erfolgt zunächst eine Risikobewertung, anschließend werden Maßnahmen zur Risikobewältigung eingeleitet.

Gesamtwirtschaftliche Risiken / Branchenrisiken

Die aktuelle Marktentwicklung in der Bauwirtschaft und im Fenstermarkt zeigt sich weiterhin verhalten. Die beschriebenen Rahmenbedingungen im Bauwesen wirken sich direkt auf den Fenstermarkt aus. Der Rückgang im Neubausektor, steigende Baupreise und verschlechterte Finanzierungsbedingungen dämpfen die Nachfrage, insbesondere im Wohnungsbau. Gleichzeitig bleibt der Modernisierungsmarkt ein wichtiges Segment, wenn auch hier der Wettbewerb weiterhin stark ist.

Unsere klare Ausrichtung auf das Objektgeschäft und die Umsetzung interner Optimierungen erlauben es uns, flexibel auf diese Marktsituation zu reagieren und Chancen in einem schwierigen Umfeld zu nutzen. Die wirtschaftliche Gesamtlage bleibt dennoch ein Risiko, das kontinuierlich beobachtet werden muss, um rechtzeitig auf weitere Marktveränderungen reagieren zu können.

Um die weitere Branchenentwicklung zuverlässiger zu prognostizieren und uns frühzeitig darauf einzustellen, betreiben wir systematische Marktbeobachtung und nehmen Wettbewerbsanalysen vor. Darüber hinaus werden Überlegungen angestellt, wie Kapazitätsanpassungen aussehen könnten bzw. wie eine strategische Ausrichtung des Unternehmens variiert werden könnte. Hierzu gibt die Gesellschaftsstruktur der Unternehmensgruppe einen flexiblen Rahmen. Mit unserer strategischen Ausrichtung verfügen wir über gute Möglichkeiten eventuelle Branchenrisiken zu reduzieren.

Kundenrisiken

Aufgrund der von uns priorisierten Zielgruppe der Wohnungsgenossenschaften und -gesellschaften ist die Zahlungsmoral unserer Kunden überwiegend als gut zu bezeichnen. Durch die Streuung der Umsätze auf viele Kunden ist das Ausfallrisiko von Umsätzen als kalkulierbar einzustufen. Außerdem haben wir zur Absicherung unserer Forderungen eine Waren-Kreditversicherung abgeschlossen. Unsere Kunden haben einen hohen Qualitätsanspruch an unsere Produkte, darum müssen wir unsere Wertschöpfungskette nach neuesten Qualitätsrichtlinien ausrichten und die Erreichung auch fortlaufend überprüfen. Neue Entwicklungen, wie z. B. der Kauf von Wohnungsbeständen durch Fondsgesellschaften, werden von uns beobachtet, um gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen zu können.

Lieferantenrisiken

Mit unseren Lieferanten stehen wir in partnerschaftlichen Beziehungen und können auf die dynamischen Entwicklungen marktgerecht reagieren. Gleichwohl beobachten wir den gesamten Markt, um flexibel auf Veränderungen reagieren zu können.

Prozessrisiken

IT-Risiken, Logistik- und Organisationsrisiken kennzeichnen die Dimension Prozessrisiko. Da mittlerweile nahezu alle wichtigen Unternehmensdaten und -vorgänge in elektronischer Form erfasst und archiviert werden, kommt der Datensicherheit eine immer größere Bedeutung zu. Mit modernen Datenschutz- und Datenmanagementsystemen liegt unser Fokus deshalb ganz klar auf der Sicherheit dieser Daten. Dieser Bereich hat sich in den zurückliegenden Jahren als wichtiges Risiko erwiesen, sodass hier weiter mit geänderten Konzepten und deren Umsetzung diese Risiken minimiert werden müssen.

Für wesentliche Schäden in den Bereichen Transport, Gebäude, Einrichtung, Elementarschäden und Vorräte besteht zur Risikominimierung ein entsprechender Versicherungsschutz.

In der Warenauslieferung (Logistik) arbeiten wir mit Spediteuren zusammen, die eine sichere und pünktliche Lieferung an den Kunden gewährleisten und selbst zur Transportschadensversicherung vertraglich verpflichtet sind.

Rechtliche Risiken

Rechtsstreitigkeiten, laufende Gerichtsprozesse oder Schadensersatzforderungen, die erheblichen Einfluss auf die Finanz-, Vermögens- oder Ertragslage des Unternehmens haben könnten, sind nicht anhängig oder angedroht bzw. sind im Jahresabschluss 2023 berücksichtigt.

Umweltrisiken

Wir ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um Umweltbelastungen sowie Gesundheits- oder Sicherheitsrisiken auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Mit natürlichen Ressourcen gehen wir verantwortungsbewusst um.

Risiken im Bereich der Arbeitssicherheit

Wir ergreifen alle notwendigen Maßnahmen, um Arbeitssicherheitsrisiken auf ein Mindestmaß zu begrenzen. Mit Hilfe eines externen Dienstleisters für Arbeitssicherheit werden Gefährdungsbeurteilungen durchgeführt und dokumentiert. Gemeinsam werden Maßnahmen definiert und umgesetzt, sodass die Risiken gemanagt werden.

8. Prognosebericht

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland blieb 2023 aufgrund eines krisengeprägten Umfelds verhalten. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang 0,1 %. Trotz leichter Verbesserungen bleibt die deutsche Wirtschaft von hohen Preisen auf allen Wirtschaftsstufen, gestiegenen Zinsen sowie einer geringeren In- und Auslandsnachfrage belastet.

Auch für 2024 blieben die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen herausfordernd. Die Bundesbank prognostiziert einen weiteren Rückgang des realen BIP um 0,2 %, was sowohl auf konjunkturelle Gegenwinde als auch auf strukturelle Herausforderungen wie steigende Energiekosten, den demografischen Wandel und den notwendigen Umbau hin zu einer CO 2 -neutralen Wirtschaft zurückzuführen ist.

Laut Informationen des Verbandes Fenster und Fassade wird der Fenstermarkt in Deutschland in 2024 um 6,4 % zurückgehen. Der Absatz in Fenstereinheiten geht also von 15,5 Mio. Fenstereinheiten im Jahr 2022 über 14,1 Mio. Fenstereinheiten in 2023 auf 13,2 Mio. Fenstereinheiten im Jahr 2024 zurück.

Zudem wird es im Fenstermarkt im Jahr 2024 genau wie im Jahr 2023 eine deutliche Verschiebung der Marktanteile von Neubau zur Modernisierung geben. Die Unsicherheiten in Verbindung mit steigenden Bau- und Finanzierungskosten und der unklaren Förderperspektive lassen den Absatz vor allem im Neubau einbrechen. Für das Absatzsegment Wohnbau-Neubau erwartet der Verband Fenster und Fassade im Jahr 2024 eine Reduzierung um 15,7 % auf 2,79 Mio. Fenstereinheiten. In der Wohnbau-Modernisierung, dem Hauptsegment der Richert-Gruppe GmbH, wird dagegen mit -2,1 % ein vergleichsweise geringer Rückgang auf 6,64 Mio. Fenstereinheiten erwartet.

Trotz des herausfordernden Umfelds blickt die Richert-Gruppe GmbH zuversichtlich auf das Jahr 2024. Die klare strategische Fokussierung auf die Wohnbau-Modernisierung und energetische Sanierung bietet weiterhin Wachstumspotenziale. Bereits umgesetzte interne Prozessoptimierungen sowie eine strikte Kostenkontrolle haben zu einer höheren Effizienz geführt und stärken die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir daher mit einem positiven Jahresüberschuss von rd. T€ 50.

Für 2024 rechnet die Richert-Gruppe GmbH mit einer stabilen Entwicklung im Rahmen der Modernisierung und energetischen Sanierung. Trotz der weiterhin schwierigen Marktbedingungen im Wohnbau bildet die Kombination aus strategischer Neuausrichtung, Prozessoptimierungen und Kostenkontrolle eine solide Basis, um die Chancen in einem herausfordernden Marktumfeld zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

 

Wallenhorst, 10. Februar 2025

gez. Dipl. Kfm. Thomas Richert

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.466.665,38 977.085,39
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 331.838,76 117.540,00
1. Übrige 331.838,76 117.540,00
II. Sachanlagen 1.134.666,62 859.385,39
1. technische Anlagen und Maschinen 9,00 9,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 252.392,51 217.820,01
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 882.265,11 641.556,38
III. Finanzanlagen 160,00 160,00
1. Übrige 160,00 160,00
B. Umlaufvermögen 5.893.936,99 7.952.274,31
I. Vorräte 1.994.340,61 1.866.273,28
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.903.247,06 5.657.821,87
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 996.349,32 428.179,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.267,34 65.638,32
Aktiva 7.419.869,71 8.994.998,02

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.962.591,81 3.694.620,27
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnrücklagen 500.000,00 500.000,00
III. Gewinnvortrag 2.694.620,27 3.441.561,99
IV. Jahresfehlbetrag 732.028,46 746.941,72
B. Rückstellungen 489.580,00 996.442,61
C. Verbindlichkeiten 3.967.697,90 4.303.935,14
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 902.496,91 839.517,61
2. Übrige 3.065.200,99 3.464.417,53
Passiva 7.419.869,71 8.994.998,02

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 8.305.084,11 7.052.293,73
2. Personalaufwand 3.925.169,56 3.730.222,81
a) Löhne und Gehälter 3.162.582,51 3.030.958,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 762.587,05 699.264,10
3. Abschreibungen 670.873,40 40.930,22
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 92.227,19 40.930,22
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 578.646,21 0,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.324.393,79 3.931.305,21
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.855,88 6.032,52
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 139.821,37 96.305,36
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1,66 -150,86
8. Ergebnis nach Steuern -723.319,79 -740.286,49
9. sonstige Steuern 8.708,67 6.655,23
Jahresfehlbetrag 732.028,46 746.941,72

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Richert-Gruppe GmbH zum 31. Dezember 2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) gewählt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung gemacht werden können, sind im Anhang aufgeführt. Darüber hinaus wurden zur Erhöhung der Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses "Davon-Vermerke" der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang übernommen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Wallenhorst. Sie ist in das Handelsregister unter HRB 21206 beim Amtsgericht Osnabrück eingetragen.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Als betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer werden 3 bis 5 Jahre zugrunde gelegt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen wird der niedrigere beizulegende Wert am Abschlussstichtag angesetzt. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände nach linearer Methode vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten ab EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in Anlehnung an die steuerlichen Vorschriften in einem Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niederigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. In die Herstellungskosten der unfertigen Arbeiten werden neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch die zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Die Bewertung erfolgt nach dem Fertigstellungsgrad. Wertminderungen aufgrund einer verlustfreien Bewertung werden berücksichtigt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden von dem handelsrechtlich zulässigen Höchstbetrag gem. § 268 Abs. 5 HGB "offen" von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. dem durch Abschreibungen niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen.

Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bilanziert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Der Aktivüberhang latenter Steuern nach dem "Temporary" Konzept für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer wurde entsprechend dem Wahlrecht des § 274 HGB nicht angesetzt.

Die sonstige Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

I II. Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bislang wurden Abschlagsrechnungen für unfertige Arbeiten bereits ertragswirksam in den Umsatzerlösen erfasst. Soweit diese zum Bilanzstichtag noch nicht bezahlt waren, wurde korrespondiert zu der Erlöserfassung eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen verbucht.

Wir haben die obige Vorgehensweise entsprechend den Grundsätzen des Realisationsprinzips erstmals in unserem Jahresabschluss zum 31.12.2023 angepasst.

Dementsprechend werden Abschlagszahlungen bis zur Fertigstellung unter den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen erfasst. Soweit auf eine Abschlagsrechnung bis zum Bilanzstichtag keine Zahlung vereinnahmt wurde, wird diese als schwebendes Geschäft buchhalterisch nicht mehr erfasst. Erst mit Abnahme des jeweiligen Bauprojektes erfolgt die Erfassung der Umsatzerlöse und damit verbunden die Gewinnrealisierung für das Projekt.

Diese Anpassung führte im Geschäftsjahr 2023 zu einer Bilanzierung von erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen zum Bilanzstichtag in Höhe von rd. 9,86 Mio. Euro. Damit verbunden waren unmittelbar die Umsatzerlöse zu mindern. Ebenso ergeben sich entsprechende Folgeeffekte hinsichtlich der unfertigen Erzeugnisse.

Zur besseren Bilanzdarstellung werden die erhaltenen Anzahlungen, soweit diesen Anzahlungen unfertige Arbeiten entgegenstehen, offen von den Vorräten abgesetzt.

Aufgrund der Umstellung ergeben sich in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 Auswirkungen auf die Umsatzerlöse und die Bestandsveränderungen. Diese beinhalten aufgrund der Umstellung der Bilanzierungssystematik auch Effekte aus den Vorjahren. In Summe ergeben sich ergebniswirksame Belastungen für das Jahresergebnis 2023 in Höhe von TEUR 320.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem folgenden Anlagenspiegel gemäß § 284 Abs. 3 HGB.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Übrige 158.921,84 214.948,76 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 158.921,84 214.948,76 0,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 17.059,49 0,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 353.897,92 126.149,69 4.631,76
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 641.556,38 240.708,73 0,00
Summe Sachanlagen 1.012.513,79 366.858,42 4.631,76
Finanzanlagen
Übrige 160,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 160,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.171.595,63 581.807,18 4.631,76
Umbuchungen
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Übrige 0,00 373.870,60
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 373.870,60
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 17.059,49
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 475.415,85
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 882.265,11
Summe Sachanlagen 0,00 1.374.740,45
Finanzanlagen
Übrige 0,00 160,00
Summe Finanzanlagen 0,00 160,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.748.771,05
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Abschreibungen Geschäftsjahr
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Übrige 41.381,84 650,00 0,00 0,00 0,00 42.031,84
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 41.381,84 650,00 0,00 0,00 0,00 42.031,84
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 17.050,49 0,00 0,00 0,00 0,00 17.050,49
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 136.077,91 91.577,19 0,00 4.631,76 0,00 223.023,34
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 153.128,40 91.577,19 0,00 4.631,76 0,00 240.073,83
Finanzanlagen
Übrige 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 194.510,24 92.227,19 0,00 4.631,76 0,00 282.105,67
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Übrige 0,00 331.838,76 117.540,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 331.838,76 117.540,00
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 0,00 9,00 9,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 252.392,51 217.820,01
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 882.265,11 641.556,38
Summe Sachanlagen 0,00 1.134.666,62 859.385,39
Finanzanlagen
Übrige 0,00 160,00 160,00
Summe Finanzanlagen 0,00 160,00 160,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.466.665,38 977.085,39

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände enthalten Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEUR 670 (Vorjahr: TEUR 670).

Die Angaben zu den Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind in dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

Restlaufzeit
Gesamt
T€
< 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
> 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 902 86 816 320
(Vorjahr) (840) (29) (811) (350)
Übrige 3.066 2.769 297 0
(Vorjahr) (3.464) (3.222) (242) (0)
3.968 2.855 1.113 320
(Vorjahr) (4.304) (3.251) (1.053) (350)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Sicherungsübereignungen von Gegenständen es Anlagevermögens besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch im Geschäftsverkehr übliche Sicherheiten wie Eigentumsvorbehalte abgesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von TEUR 194 (Vorjahr: TEUR 260) sowie solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 23).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 383 (Vorjahr: TEUR 75) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 9) enthalten.

Weiter enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Forderungsverluste und Wertberichtigungen in Höhe TEUR 452 (Vorjahr: TEUR 493). Darüber hinausgehende Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder Bedeutung waren nicht vorhanden.

Die Personalaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus Altersversorgung in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 11).

VI. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahresdurchschnitt sind folgende Arbeitnehmer beschäftigt worden (Die Berechnung erfolgte nach § 267 Abs. 5 HGB):

Anzahl 2023
Geschäftsführer 1
Kaufmänische Mitarbeiter 58
Gewerbliche Mitarbeiter 14
73

Es bestehen Haftungsverhältnisse aufgrund von Garantierklärungen in Höhe von insgesamt TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 250).

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Summe von TEUR 349 p.a. Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2023 durch:

- Thomas Richert, Wallenhorst, Kaufmann und

- Carsten Otte, Rheine, Kaufmann (bis 05.05.2023).

Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird in Anspruch genommen.

 

Wallenhorst, 10. Februar 2025

gez. Dipl. Kfm. Thomas Richert, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 11.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Richert-Gruppe GmbH, Wallenhorst

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Richert-Gruppe GmbH, Wallenhorst, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Richert-Gruppe GmbH, Wallenhorst, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen der im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalte in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen der im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalte insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieser Sachverhalte, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Nach § 277 Abs. 1 HGB sind als Umsatzerlöse die Erlöse aus dem Verkauf von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen der Kapitalgesellschaft auszuweisen. Das Realisationsprinzip bildet gemeinsam mit dem Imparitätsprinzip einen Teil des in § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB kodifizierten Vorsichtsprinzips. Entsprechend sind Umsätze nur zu erfassen, wenn sie realisiert sind, d. h. wenn die jeweilige Leistungsverpflichtung aus dem zugrunde liegenden Vertrag erfüllt ist (Realisationsprinzip). Zahlungen für Lieferungen und Leistungen sind nach § 266 Abs. 3 C. 3. HGB insoweit bis zu ihrer Umsatzrealisierung als erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen unter den Verbindlichkeiten auf der Passivseite auszuweisen. Lediglich angeforderte Anzahlungen sind bis zum tatsächlichen Zahlungseingang als sogenannte schwebende Geschäfte nicht zu bilanzieren.

Die Richert-Gruppe GmbH, Wallenhorst hat in ihrem Jahresabschluss zum 31.12.2022 wesentliche Zahlungen für Lieferungen und Leistungen in den Umsatzerlösen erfasst, obwohl diesbezüglich das Realisationsprinzip nicht erfüllt war. Die erhaltenen Zahlungsmittel hätten insoweit als erhaltene Anzahlung auf Bestellungen ausgewiesen werden müssen. Zudem hat die Gesellschaft in wesentlichem Umfang gestellte Abschlagsrechnungen, auf die vor dem Bilanzstichtag kein Zahlungseingang erfolgt ist, bereits unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie korrespondierend in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Diese gestellten Abschlagsrechnungen hätten insoweit nicht bilanziert werden dürfen.

Dementsprechend wurden von der Gesellschaft keine unfertigen Erzeugnisse unter den Vorräten und keine Bestandsveränderungen erfasst. Das Jahresergebnis im Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 wurde damit um einen wesentlichen Betrag zu hoch ausgewiesen. Eine Quantifizierung der Auswirkungen ist nur durch umfangreiche Ermittlungen möglich und wurde seitens des gesetzlichen Vertreters nicht vorgenommen. Das Prüfungsurteil ist insoweit auf die Vergleichszahlen betreffend das Geschäftsjahr 2022 eingeschränkt.

Die Gesellschaft hat die o.g. Grundsätze des Realisationsprinzips erstmals in ihrem Jahresabschluss zum 31.12.2023 beachtet. Dies führte im Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 zu einer wesentlichen Anpassung der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von rd. 9,86 Mio. Euro. Dementsprechend waren korrespondierend die Umsatzerlöse zu mindern. Damit verbunden ergeben sich entsprechende Folgeeffekte bezüglich der unfertigen Erzeugnisse. Aufgrund der erstmaligen korrekten Anwendung des Realisationsprinzips ergeben sich in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 wesentliche Auswirkungen auf die Umsatzerlöse und die Bestandsveränderungen. Diese beinhalten insoweit auch Folgeauswirkungen der in Vorjahren unterlassenen korrekten Anwendung des Realisationsprinzip. Zusammengefasst betragen die quantitativen Auswirkungen auf das Jahresergebnis 2023 eine Ergebnisminderung in Höhe von rd. TEUR 320. Eine Quantifizierung der Auswirkungen auf die einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung im Geschäftsjahr 2023 ist nur durch umfangreiche Ermittlungen möglich und wurde seitens des gesetzlichen Vertreters nicht vorgenommen. Das Prüfungsurteil ist insoweit auf die Umsatzerlöse, die Bestandsveränderungen und letztlich das Jahresergebnis betreffend das Geschäftsjahr 2023 eingeschränkt.

Diese Sachverhalte beeinträchtigen auch die im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Jahresabschluss und Lagebericht der Richert-Gruppe GmbH für das vorherige, am 31.12.2022 endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 25.08.2023 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und Lagebericht abgegeben hat.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Versmold, den 10. Februar 2025

Wortmann & Fabian GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft,
Versmold

Kim Pascal Fabian, Wirtschaftsprüfer

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