Fundamental Capital GmbHLiquidiert
53773 Hennef (Sieg), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Uwe Zimmer seit 23.6.2020 | Liquidator |
Jörn Schimanski seit 5.6.2019 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
11 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 11 angezeigt
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Fundamental Capital GmbHKöln (vormals: Recklinghausen)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017der Fundamental Capital GmbH1. Fundamental CapitalGrundlagen der Gesellschaft: Die Fundamental Capital GmbH (nachfolgend auch "Fundamental Capital" genannt) ist ein junges, Wachstums- und technologieorientiertes Finanzdienstleistungsinstitut, das sowohl inländischen als auch ausländischen privaten und institutionellen Investoren eine spezialisierte und digitale Finanzdienstleistung anbietet, die sich durch Transparenz, Automatisierung und Erhöhung der Kundenfreundlichkeit insbesondere durch den Einsatz digitaler Innovationen auszeichnet. Derzeit befindet sich der Sitz der Gesellschaft in Recklinghausen, wo die Gesellschaft im April 2016 durch die Gründungsgesellschafter Oliver Matyschik, Arthur Vott und Jörn Schimanski gegründet wurde, mit dem Ziel die klassische Vermögensverwaltung digitaler, effizienter, transparenter und unabhängig von Vertriebs- und Produktvorgaben zu gestalten. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Big-Datagestützten Applikationen sowie die Erbringung von Leistungen, Softwarelösungen und webbasierten Systemen in verschiedenen Bereichen wie der Finanztechnologie sowie spezialisierte Finanzdienstleistungen für inländische sowie ausländische private und institutionelle Anleger. Dies beinhaltet unter anderem die Finanzportfolioverwaltung, die Vermittlung von geschlossenen Beteiligungen sowie die Anlage- und Abschlussvermittlung. Gegenstand des Unternehmens ist ebenfalls die Beteiligung an anderen Unternehmen sowie Coaching, Beratungs- und Servicedienstleistungen für Privat- und Geschäftskunden" (gem. Handelsregisterauszug vom 06.03.2018). Fundamental Capital hat sich insbesondere auf die digitale Vermögensverwaltung spezialisiert, die mit Hilfe von datenbasierten und Algorithmen-gesteuerten Modellen das Vermögen der Kunden automatisiert verwaltet und vor allem, aber nicht ausschließlich, in unternehmerische Beteiligungen in Form von Aktien investiert. Für diesen Zweck verfügt Fundamental Capital seit August 2017 über die folgenden Erlaubnisgegenstände nach §32 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 S. 2 KWG:
Der Erlaubnisantrag der Gesellschaft wurde im April 2017 bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Bundesbank eingereicht und am 23.08.2017 unter bereits erfüllten Auflagen erteilt. Die Aufnahme des erlaubnispflichtigen Geschäfts gemäß §32 Abs. 1 KWG wurde durch das Schreiben der Fundamental Capital vom 04.10.2017 angezeigt. Organisatorische Struktur: Als wachstums- und technologieorientiertes Unternehmen verfügt Fundamental Capital über eine flache und funktionale Organisationsstruktur, die es erlaubt, flexibel und schnell auf externe Markt- und Wettbewerbseinflüsse zu reagieren. Der fachliche Schwerpunkt des Teams liegt im Bereich der Softwareentwicklung, sowie in der Entwicklung von quantitativen Modellen für den Finanzmarkt sowie im Portfolio Management. Neben den festen Mitarbeitern (durchschnittlich vier Festangestellte in 2017), wurden ebenfalls freie Softwareentwickler und Aushilfskräfte in Form von Praktikanten und Werksstudenten beschäftigt. Geschäftsführung: Fundamental Capital wird durch ihren Geschäftsführer Uwe Zimmer vertreten, der durch den Gesellschafterbeschluss vom 30.03.2017 zum Geschäftsführer berufen wurde und seit der Amtsniederlegung der ehemaligen Geschäftsführer Oliver Matyschik und Arthur Vott vom 29.06.2017 alleiniger Vertreter der Gesellschaft ist. Herr Uwe Zimmer ist Kaufmann und verfügt über mehr als 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung und leitete zuvor über 17 Jahre ein ebenfalls lizensiertes Finanzdienstleistungsinstitut gem. §32 Abs. 1 S. 1, Abs. 2 S. 2 KWG. 2. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen: Die weltweite Wirtschaft befindet sich 2017 in einem kräftigen konjunkturellen Aufschwung. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2017 preisbereinigt um 2,2 Prozent gestiegen. Für das laufende Jahr erwartet die Bundesregierung sogar eine weitere Expansion um 2,4 Prozent. Begünstigend für die deutsche Wirtschaft wirkt dabei das wieder freundlichere weltwirtschaftliche Umfeld. Dies hat zur Belebung des Außenhandels und der Investitionen beigetragen. Zudem bleiben die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte eine solide Grundlage einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die sich insbesondere am Arbeitsmarkt und bei den öffentlichen Finanzen zeigt. Derzeit dienen die niedrigen Zinsen vor allem dem Zweck, die Staaten Europas handlungsfähig zu halten. Das Ziel dieser Maßnahme ist es, mehr Geld in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen, Kredite für Investitionen zu vergünstigen und somit als Konsequenz die Wirtschaft anzukurbeln. Die Zentralbank ist dabei daran interessiert, die Inflation wieder zum Steigen zu bewegen - jedoch mit mäßigem Erfolg. Hier ist die USA schon weiter. Im Jahr 2017 verabschiedete sich das Land vom Prinzip des billigen Geldes und fängt langsam an die Zinsen zu erhöhen, da Lohn und Preisdaten anfingen zu steigen. Die Finanzmärkte schienen aber 2017 darauf vorbereitet sein, so gab es keine großen Verwerfungen aufgrund unerwarteter Zinserhöhungen. Die Maßnahme, den Kapitalmarkt mit billigem Geld zu versorgen, wird außer von der EU nur noch von der Zentralbank in Japan angewendet. Obwohl in Japan noch kein Ende zu sehen ist, kündigt die EU an, in Q3 2018 zu erwägen, vom Gaspedal runterzutreten. Die langjährige Kapitalspritze hatte zur Folge, dass sich fast ausschließlich alle wichtigen Indizes im Jahr 2017 wie an einer geraden Linie nach oben bewegt haben. Alles in allem war 2017 kein hektisches Börsenjahr, sondern im Gegenteil, geprägt von bestätigten Erwartungen. So gab es keinen dauerhaften (mehr als 2 Tage) Negativtrend mit einem größeren Fall als -1,5% / Tag. Solche Zustände sind typische Anzeichen für eine sogenannte "Goldilocks" - Periode. Das Wirtschaftswachstum ist nämlich robust und liegt über dem langjährigen Durchschnitt, und zwar nicht nur in einigen Teilen der Welt, sondern global. Dazu ist die Inflation weiter niedrig und fängt nur schwer an zu steigen. Und das obwohl die Arbeitslosenquote weltweit auf dem Minimum steht. Die fundamentalen Zahlen aus 2017 sprechen insgesamt nach wie vor für steigende Aktienkurse -auch wenn das Jahr dazu beigetragen hat, dass sich Unternehmen zumindest aus Value Sicht etwas verteuert haben. Nicht zuletzt, weil auch der Konsum und die Investitionen in dem Jahr gestiegen sind. Das billige Geld und die steigenden Profite haben es den Unternehmen ermöglicht, umfangreich eigene Aktien aufzukaufen oder hohe Dividendenrenditen an die Unternehmen auszuzahlen. Daran haben auch die steigenden Zinsen nichts geändert. Denn die Konjunktur lief gut, sowohl in den wichtigen Schwellenländern als auch in weiten Teilen Europas und den USA. In den Vereinigten Staaten sorgten dazu noch Deregulierung und die Steuerreform für zumindest oberflächlich betrachtet perfekte Rahmenbedingungen für das Wirtschaftsflorieren. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes für (digitale) Vermögensverwalter Die Digitalisierung von Anlageberatung und Vermögensverwaltung ist weiterhin auf dem Vormarsch. Dies bestätigen nicht nur Marktergebnisse - so haben alle relevanten digitalen Vermögensverwaltungen einen massiven Geldzufluss bekommen - sondern auch die technologischen Entwicklungen in der Finanzbranche. So fangen neben den sogenannten "neuen Playern" auch traditionelle Unternehmen an, ihr Angebot zu digitalisieren. Laut des "Wealth Report 2017" von Capgemni und der Studie "Entwicklung von Robo Advice in Deutschland und global" von Oliver Wyman, werden bis 2021 in Deutschland 42 Mrd. $ durch digitale Vermögensverwalter verwaltet. Weltweit werden es 1 Bio. $ sein. Digitale Vermögensverwaltungen punkten dabei mit dem Thema Transparenz und Technologie, was vor allem für die Kunden von Morgen ein "Must-have" darstellt. So vollzieht sich nicht nur in der Finanzbranche ein Wandel, in dem es normal ist, auf Online-Dienstleistungen zurückzugreifen und den Alltag durch Apps und digitale Angebote zu organisieren. Die Kunden von Morgen fordern digitale Kommunikationskanäle und Einfachheit, wenn es um die private Altersvorsorge geht. Schließlich ist das auch der größte Mehrwesrt, den ein Robo-Advisor per Definition bietet: Eine einfachere und transparentere Möglichkeit für sein Alter vorzusorgen bzw. ein Investment zu tätigen, ohne dafür vorher durch ein massives Papierwerk zu gehen - und das bequem von zu Hause aus, ohne lästige Gespräche mit Bankberatern oder Verkäufern. Nicht zuletzt steigt auch das private Geldvermögen in Deutschland weiterhin stark an, was die Nachfrage nach unabhängiger Beratung zusätzlich steigern könnte. Digitale Angebote haben dabei den Vorteil wesentlich kleinere Kunden anzunehmen. Ein Investment kann schon ab 10.000 Euro anfangen - eine Summe, die ein traditioneller Vermögensverwalter bisher nicht bieten konnte. Kunden mit einem liquiden Vermögen zwischen 300.000 Euro und 1,5 Millionen Euro sind die zwar immer noch wichtigste Zielgruppe unabhängiger Vermögensverwalter - und auch die der digitalen -, jedoch zeigt sich weiterhin ein Trend, dass Finanzdienstleister ohne entsprechende Technologie langfristig einen schweren Stand haben. So befinden wir uns immer noch in der klassischen Wachstumsphase eines Trends. Hier dominieren vor allem "Early-Adopters" das Kundenspektrum, also Menschen, die technologische Angebote weitgehend in ihren Alltag integriert haben. Die Erfahrung zeigt, dass es gerade die vermögenderen Menschen sind, die Dienstleistungen eines Robo-Advisors wahrnehmen. Sollten wir also in die Phase der Reife kommen, ist zu erwarten, dass das Phänomen digitale Vermögensverwaltung auch in der breiten Massen angekommen sein wird. Hier zeigt die USA, die der Entwicklung schon 3 Jahre voraus sind, wie das aussehen kann. So haben eine Hand voll Robo-Advisors schon die Marke von 1 Mrd. $ Asset Under Management geknackt. Das Angebot digitaler Vermögensverwalter fokussiert sich weiterhin auf die passive Seite des Investierens. Die Umsetzung der Strategie wird also häufig durch das Investieren in ETFs realisiert. Fast ausschließlich alle Robo-Advisor konkurrieren in diesem Segment und haben mit ihrem Angebot dazu beigetragen, dass sich der Trend des passiven Investierens weiterverbreiten konnte. Entwicklung der Fundamental Capital GmbH Nach der Restrukturierung des Unternehmens Anfang 2017, sowie den personellen Veränderungen in der Geschäftsführung arbeitet das Unternehmen an einem digitalen Vermögensverwaltungsangebot, das sowohl regulatorisch, produktseitig als auch technologisch 100% unabhängig von Dritten ist. Das Angebot von Fundamental Capital konzentriert sich auf die aktive Seite des Investierens und steht damit nicht in direkter Konkurrenz zum bisherigen "Robo" -Wettbewerb. Häufig unterscheidet sich die Nachfrage aus den Gründen, dass diese Kundschaft eine deutlich anspruchsvollere Einstellung zu ihrer Anlage hat und erwartet, dass
Um dieser Kundschaft ein adäquates Robo-Advising Angebot zu bieten, hat sich Fundamental Capital im Jahr 2017 als "digitale Vermögensverwaltung für Aktien" positioniert. Fundamental Capital demokratisiert Hedge-Fonds Technologien und stellt sie einer breiteren Kundenbasis zur Verfügung im Mantel einer digitalen Vermögensverwaltung. Anspruchsvolle Anleger können damit auf die gleichen Transparenzvorteile und Kommunikationskanäle, wie beim passiven Robo-Advising, zurückgreifen und trotzdem aktiv und renditeorientiert investieren. Zusätzlich geht Fundamental Capital noch eine Stufe darüber hinaus und liefert entsprechende Inhalte für die jeweiligen Investments an die Kunden. Das Unternehmen versteht sich nicht nur als Vermögensverwaltung, sondern auch als News-Lieferant, der den Kunden ein möglichst einfaches und verständliches Bild über die jeweiligen Investments liefern soll - Ein Angebot, das man im Markt der "Robos" bisher vergebens sucht. Im Jahr 2017 hat Fundamental Capital zur Bereitstellung dieses Angebots die ersten Schritte aufgenommen und die BaFin-Lizenz beantragt bzw. erhalten. Darüber hinaus lag der Fokus auf dem Aufbau der Technologie in der Vermögensverwaltung:
In Q1 2018 plant Fundamental Capital den offiziellen Marktstart. Wesentliche Geschäftsvorfälle:
Vermögens- Finanz- und Ertragslage: Aufgrund der Aufnahme des operativen Geschäfts im ersten Quartal 2018 hatte Fundamental Capital für den Berichtszeitraum 2017 noch keine wesentlichen Ertragsquellen. Das gleiche gilt für das Vorjahr 2016, woraus sich auch keine wesentlichen Veränderungen in Bezug auf die Ertragslage ergeben. Mit dem Start des operativen Geschäfts in Q1/2018 werden auch die ersten Erträge durch das Angebot der digitalen Vermögensverwaltung erwartet. In 2017 wurden vor allem vorbereitendende Maßnahmen in Form Investitionen und Entwicklungsarbeit für den Start in 2018 getätigt, die auch Ursache für den Jahresfehlbetrag von 164.419 Euro sind. Eine Differenzierung der Umsätze nach Produkten und Regionen sowie die Änderung dieser Faktoren in Bezug auf das Vorjahr 2016 sind dementsprechend ebenfalls nicht vorgesehen, da sowohl im Geschäftsjahr 2016 als auch im Geschäftsjahr 2017 keine Umsätze realisiert worden sind. Die Jahresfehlbeträge betrugen 28.590,62 Euro in 2016 und 164.419,08 Euro in 2017. Gemäß der Gewinn- und Verlustrechnung von 2017 waren 67.645,98 Euro Personalaufwand und 79.278,54 Euro andere Verwaltungsaufwendungen wie z.B. Kosten für Unternehmensdaten, Reisekosten oder sonstige Beratungskosten. Für das Geschäftsjahr 2018 prognostiziert das Unternehmen einen weiteren Anstieg der Personalkosten, dem die Vergrößerung des Teams durch drei bis vier Festeinstellungen von Entwicklungsingenieuren und Vertriebsmitarbeitern vorausgeht. Als wachstumsorientiertes Technologieunternehmen bezieht Fundamental Capital seine Liquidität in der Start-up-Phase aus Investitionen seiner Gesellschafter. So haben die bisherigen Gesellschafter kumuliert 274.000 Euro in die Kapitalrücklagen der Gesellschaft investiert. Von diesem Betrag sind bis zum Bilanzstichtag bereits 269.000 Euro zugeflossen. Mit diesen Investitionen wurde 2016 und 2017 die Vorbereitungen insb. die technische und regulatorische Entwicklung der digitalen Vermögensverwaltung finanziert. Dementsprechend resultieren alle realisierten Cashflows der Gesellschaft aus der Investitionstätigkeit der oben genannten Gesellschafter. Aufgrund dieser Tatsache und den fehlenden Provisionserträgen in der Vorbereitungszeit wirken sich die Kosten der Gesellschaft doppelt auf die Liquidität und die Eigenkapitalsituation aus, weshalb für das erste Quartal 2018 weitere Finanzierungen von einem Volumen von 540.000 Euro geplant sind, um
3. PrognoseberichtFundamental Capital erwartet für das Geschäftsjahr 2018 eine positive Geschäftsentwicklung, die sich durch Wachstum und technologischen Fortschritt auszeichnet. Im ersten Quartal wird das operative Geschäft gestartet und es werden zwei weitere Finanzierungen durchgeführt. Die aus den Finanzierungen resultierende Liquidität wird dafür genutzt, das operative Geschäft zu finanzieren und weiter auszubauen. Hierfür sind Neueinstellungen sowie die Zentralisierung des Teams in neuen Geschäftsräumen geplant. Gleichzeitig sollen die technischen Entwicklungen der Gesellschaft ganzheitlich integriert und gerade auf der regulatorischen Seite eingesetzt werden. Fundamental Capital will sich im kommenden Jahr als digitale Vermögensverwaltung etablieren und seine Position als quantitativer Vermögensverwalter mit dem Schwerpunkt des automatisierten, aktiven Investierens festigen und am Ende des Jahres auf ein 8-stelliges Volumen der Assets Under Management blicken. 4. Risikobericht:Aufgrund des verspäteten Starts der digitalen Vermögensverwaltung weichen Prognosezahlen und Ist-Zahlen um drei bis fünf Monate ab, wodurch die Gesellschaft mit weniger Provisionserträgen für 2018 rechnet als ursprünglich erwartet. Dementsprechend werden aber auch die Kosten der Gesellschaft deutlich niedriger sein als erwartet, da diese kontinuierlich überwacht und an die derzeitige Liquiditätslage sowie an das wirtschaftliche Wachstum der Gesellschaft angepasst werden. Ein weiteres Risiko der Gesellschaft resultiert aus der Liquiditätslage sowie dem verbleibenden Marktrisiko. Obwohl die Marktresonanz für das Angebot von Fundamental Capital sehr positiv ist, verbleibt das Risiko des fehlenden Wachstums in 2018, das ausschlaggebend für den langfristigen Erfolg und die langfristige wirtschaftliche Entwicklung ist. Kurzfristig bestehen Liquiditäts- und Eigenkapitalrisiken, da sich die junge Gesellschaft bisher ausschließlich durch professionelle bzw. semi-professionelle Kapitalgeber finanziert. Um dieses Risiko systematisch auszuschließen führt die Gesellschaft kontinuierlich detaillierte Gespräche mit weiteren Risikokapitalgebern und hat für Anfang 2018 zwei Finanzierungsrunden mit einem kumulierten Volumen von 540.000 Euro geplant bzw. bereits umgesetzt. Gerade diese Finanzierung wird sich positiv auf die Entwicklung und das Wachstum der Gesellschaft auswirken, da genug Liquidität vorhanden sein wird, um die ersten Marketinginitiativen umzusetzen und einen systematischen Vertrieb durch eigene Mitarbeiter und durch weitere Vertriebskooperationen aufzubauen.
Willich, den 06.03.2018 Uwe Zimmer Bilanz zum 31. Dezember 2017AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017
Anhang zum 31.12.2017Fundamental Capital GmbH, Recklinghausen(Amtsgericht Recklinghausen, HRB 7687) I. GRUNDSÄTZLICHES ZUR AUFSTELLUNG UND BEWERTUNGDer vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2017 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie unter Beachtung der besonderen Vorschriften für Finanzdienstleistungsinstitute aufgestellt. Die "Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute" (RechKredV) wurde angewendet. Soweit Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden die Angaben weitestgehend im Anhang aufgenommen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften (§ 340 ff. HGB). Der Aufbau der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht der RechKredV. Für die Gliederung der Bilanz wurde das Formblatt 1 und für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung das Formblatt 3 (Staffelform) gemäß § 2 Abs. 1 RechKredV verwendet. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZEDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Vorschriften (§§ 252 ff. HGB), sofern nicht die Sondervorschriften gemäß §§ 340e ff. HGB zur Anwendung kommen. Die Barreserve, die Forderungen an Kreditinstitute und die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken waren nicht erkennbar. Pauschalwertberichtigungen wurden nicht gebildet. Die immateriellen Anlagenwerte und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungskosten verringert um lineare Abschreibungen bewertet. Soweit unterjährige Zugänge gegeben sind, wurde die lineare Abschreibung zeitanteilig vorgenommen. Als Nutzungsdauer werden 1 bis 3 Jahre zugrunde gelegt. In den immateriellen Anlagenwerten enthaltene Anzahlungen wurden nicht abgeschrieben. Bei den geleisteten Anzahlungen handelt es sich um Anzahlungen auf den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstand "Digitale Vermögensverwaltung". Das Wahlrecht zur Aktivierung nach § 248 Abs. 2 HGB wird in Anspruch genommen. Die "Digitale Vermögensverwaltung" ist im Februar 2018 fertiggestellt worden. Dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten liegen laufzeitabhängige Abgrenzungen von Zahlungen zugrunde. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die sonstigen Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die anderen Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, die bestehenden Verpflichtungen bzw. Risiken angemessen abzudecken. Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf ausländische Währung lauten, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Sich aus der Währungsumrechnung ergebende Erträge werden dabei sofort vereinnahmt, sofern die Fristigkeit der Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr haben. Die Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung werden brutto unter den Posten sonstige betriebliche Erträge bzw. Aufwendungen ausgewiesen. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZZu Aktiva, Position 2: Die Forderungen an Kreditinstitute entfallen in Höhe von TEUR 92 (Vj.: TEUR 14) auf den Bestand an täglich fälligen Guthaben auf Bankkonten. Zu Aktiva, Position 3 + 4: Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel ersichtlich. Das Sachanlagevermögen entfällt vollständig auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, die ausschließlich selbst genutzt wird. Im Vorjahresabschluss wurden die Anzahlungen unter dem Posten Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten mit € 9.216,00 ausgewiesen. Dieser Betrag wurde in 2017 auf die geleisteten Anzahlungen umgebucht. Auf die Zuschreibung der in 2016 vorgenommenen Abschreibungen von € 474,00 wurde verzichtet. Zum 31.12.2017 entwickelt sich Bilanzposten 3a) wie folgt:
Zu Aktiva, Position 5: Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 8 (Vj.: TEUR 18) bestehen aus Forderungen gegenüber einem Gesellschafter mit TEUR 5 und Forderungen gegenüber dem Finanzamt mit TEUR 3. Zu Passiva, Position 2: Im Wesentlichen enthalten die sonstigen Verbindlichkeiten aus Leistungsbeziehungen mit TEUR 14 (Vj.: TEUR 3). Die Verbindlichkeiten sind innerhalb von drei Monaten fällig. Zu Passiva, Position 3: Die Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Passive Latente Steuern (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) in Höhe von TEUR 17, Jahresabschluss- und Prüfungskosten mit TEUR 8. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit TEUR 14 vorhanden. Zu Passiva, Position 4: Das Stammkapital beträgt am Bilanzstichtag € 30.694,00. Die im Vorjahr bestehenden nicht eingeforderten Einlagen von € 10.055,00 wurden im Geschäftsjahr 2017 eingefordert und komplett eingezahlt. Der Bilanzverlust des Jahres 2017 in Höhe von € 193.009,70 enthält den Verlustvortrag des Jahres 2016 in Höhe von € 28.590,62. Der Bilanzverlust zum 31.12.2017 wurde um den Jahresfehlbetrag 2017 i.H.v. € 164.419,08 erhöht. Das Eigenkapital zum 31.12.2017 beträgt € 111.684,30. Sonstige Angaben zur Bilanz: Fristengliederung nach § 9 Abs. 1 RechKredV (in Euro)
Auf ausländische Währung lautenden Verbindlichkeiten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Zum 31. Dezember 2017 bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 6, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind. Sie resultieren aus einem bis September 2020 laufenden Leasingvertrag. Im Jahr 2018 sind insgesamt TEUR 2 fällig. IV. ANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGZu Position 2b: Die anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von TEUR 79 (Vj.: TEUR 13) enthalten i.W. in Höhe von TEUR 24 (Vj.: TEUR 5) Rechts- und Beratungs- sowie Abschluss- und Prüfungskosten. Zu Position 3: Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen enthalten keine außerordentlichen Abschreibungen. Zu Position 5: In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Körperschaftsteuern, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuern in Höhe von TEUR 17 (Vj.: TEUR 0) enthalten. Diese resultieren aus gebildeten passiven latenten Steuern. V. SONSTIGE ANGABENAngaben nach § 264 Abs. 1 a 25 HGB:
Angaben nach § 285 Nr. 22 HGB: Aufwendungen für die Entwicklung der "Digitalen Vermögensverwaltung" wurden nach § 248 Abs. 2 HGB aktiviert. Die Aufwendungen betreffen ausschließlich selbst geschaffene Immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von € 52.493,50. Angaben nach § 268 Abs. 8 bzw. § 285 Nr. 28 HGB: Ermittlung der Ausschüttungsperre:
Angaben nach § 285 Nr. 29 HGB: Es sind Passive Latente Steuern von TEUR 17 als Rückstellung gebildet. Diese resultieren aus der Differenz der Ansätze der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände. In der Handelsbilanz wurde das Wahlrecht zur Aktivierung nach § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen. In der Steuerbilanz darf keine Aktivierung erfolgen. Auf Basis der Ansatzdifferenzen von TEUR 52 wurden die Gewerbesteuern mit 17% ( € 8.800 ) und die Körperschafsteuern und Solidaritätszuschlag mit 16% ( € 8.229 ) als passive Latente Steuern gebildet. Die Abschreibung erfolgt ab 2018 über eine Laufzeit von 5 Jahren, so dass in den Jahren 2018 - 2020 € 3.405,80 p.a. aufzulösen sind. Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB: Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. Zusammensetzung der Geschäftsführung:
Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird mit Hinweis auf 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Im Geschäftsjahr 2017 wurden im Durchschnitt 4 Mitarbeiter beschäftigt. Für das Honorar des Abschlussprüfers wurden im Geschäftsjahr 2017 insgesamt TEUR 8 aufgewendet. Hiervon entfallen TEUR 5 auf Leistungen der Jahresabschlussprüfung und TEUR 3 auf sonstige Bestätigungsleistungen. Ergebnisverwendung:Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2017 über € 164.419,08 wird auf neue Rechnung vorgetragen. Der Verlustvortrag nach 2018 beträgt € 193.009,70
Willich, 6. März 2018 Uwe Zimmer, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers:Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Fundamental Capital GmbH, Recklinghausen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet. Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, 28.05.2018 Prof. Dr. Rainer Jurowsky, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschlussder Fundamental Capital GmbHUnter Verzicht auf die Einhaltung sämtlicher Form- und Fristvorschriften für die Einberufung einer Gesellschafterversammlung treffen wir hiermit ordnungsgemäß folgenden Beschluss. Danach beschließt die Gesellschafterversammlung im Wege mündlicher Abstimmung wie folgt:
Der Beschluss wird einstimmig gefasst.
Köln, den 19.07.2018 Oliver Matyschik Arthur Vott Jörn Schimanski Previdus Beteiligungs GmbH(vertreten durch Arndt Hüsges) Paschertz Vermögensverwaltungs GmbH (vertreten durch Christian Paschertz) z-invest GmbH (vertreten durch Uwe Zimmer) Intercontact GmbH (vertreten durch Hagen Schläger) ts private assets GmbH (vertreten durch Thomas Soltau) IOB IIc. (vertreten durch Uwe Zimmer) Uwe Zimmer - Geschäftsführer Fundament Capital GmbH Es werden keine weiteren Beschlüsse gefasst. |
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