Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 73560
Vorher
IGIP Technologie GmbHGITEC CONSULT GmbH
Eingetragen
19.6.1995
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieIngenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungIngenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung von Ingenieurbauwerken und Verkehrsanlagen
Gegenstand
Die Erbringung von Ingenieur- und Beratungsleistungen sowie von damit verbundenen Nebenleistungen im In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lena Meissner
seit 4.2.2019
Prokura
Geschäftsführer
Arno Guido Henkes
seit 4.2.2019
Prokura
Geschäftsführer
Peter Keil-Bruder
seit 22.10.2014
Prokura
Prokura
Prokura
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GITEC-IGIP GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2020

AKTIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.182,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 114.578,00 117.259,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 3.817.633,79 4.166.639,79
3.937.393,79 4.283.898,79
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.209.093,62 5.694.321,22
2. Geleistete Anzahlungen 597.864,65 562.904,94
3. Erhaltene Anzahlungen -4.806.958,27 -5.366.348,42
0,00 890.877,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.500.903,74 4.456.982,16
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.284.545,68 690.706,47
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 251.574,23
4. Sonstige Vermögensgegenstände 145.493,44 386.303,03
7.930.942,86 5.785.565,89
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 700.734,66 1.108.326,64
8.631.677,52 7.784.770,27
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 35.144,73 22.245,36
12.604.216,04 12.090.914,42

PASSIVA

31.12.2020 31.12.2019
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 665.550,26 665.550,26
II. Kapitalrücklage 3.318.752,26 3.318.752,26
III. Gewinnvortrag 658.544,71 525.982,36
IV. Jahresfehlbetrag (Vj. -überschuss) -688.496,48 132.562,35
3.954.350,75 4.642.847,23
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 52.934,00 52.934,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.465.208,88 3.669.926,72
3.518.142,88 3.722.860,72
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.423.029,95 1.988.494,44
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 50.898,84 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.157.007,43 1.008.615,69
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 158.321,60 431.779,49
5. Sonstige Verbindlichkeiten 41.589,50 136.204,63
- davon aus Steuern: EUR 5.209,89 (Vorjahr: EUR 0,00)
- davon für soziale Sicherheit: EUR 1.073,37 (Vorjahr: EUR 29.641,84)
4.830.847,32 3.565.094,25
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 300.875,09 160.112,22
12.604.216,04 12.090.914,42

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020

01.01.-31.12.2020 01.01.-31.12.2019
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 19.763.483,19 22.244.212,69
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.485.227,60 -867.893,49
3. Sonstige betriebliche Erträge 245.698,50 163.218,35
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -471.013,56 -292.453,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.987.154,71 -9.235.957,75
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.548.299,66 -5.248.442,98
b) Soziale Abgaben -795.132,09 -952.784,29
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -33.569,41 -39.515,32
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.180.841,13 -5.312.905,41
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen -60.006,00 -114.000,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -136.140,01 -175.309,76
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 -35.251,93
11. Ergebnis nach Steuern -688.202,48 132.916,35
12. Sonstige Steuern -294,00 -354,00
13. Jahresfehlbetrag (Vj. -überschuss) -688.496,48 132.562,35

ANHANG zum JAHRESABSCHLUSS für das GESCHÄFTSJAHR 2020

der GITEC-IGIP GmbH

Köln

1 Allgemeine Angaben

2 Mitzugehörigkeitsvermerke

3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten

5 Anlagespiegel und Abschreibungen

6 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

7 Eigenkapital

8 Rückstellungen

9 Verbindlichkeiten

10 Beteiligungen

11 Aufgliederung des Umsatzes nach Regionen

12 Sonstige betriebliche Erträge

13 Sonstige betriebliche Aufwendungen

14 Haftungsverhältnisse und Sicherheiten

15 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

16 Anzahl der Mitarbeiter

17 Geschäftsführung

18 Konzernzugehörigkeit

19 Gewinnverwendung

20 Nachtragsbericht

1 Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die GITEC-IGIP GmbH ist zum Stichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Registerrechtliche Angaben:

- Firma: GITEC-IGIP GMBH
- Sitz: Düsseldorf
- Geschäftsadresse Köln
- Registergericht: Amtsgericht Düsseldorf
- Handelsregisternummer: HRB 73 560

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr beibehalten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens angewendet.

Im Einzelnen wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt.

2 Mitzugehörigkeitsvermerke

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte: Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gehören zu den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten durchlaufende Posten gegenüber verbundenen Unternehmen.

3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Software mit Anschaffungskosten unter Euro 800,00 wurde im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

(2) Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen wurden linear nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

 

Immaterielle Vermögensgegenstände: 3-5 Jahre

 

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-15 Jahre

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens unter Euro 800,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

(3) Die Finanzanlagen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt.

(4) Bei den unfertigen Leistungen handelt es sich um den Bestand der noch nicht abgenommenen Leistungen. Die Gesellschaft wendet bei zeitraumbezogenen Dienstleistungsverträgen grundsätzlich die Methode der ratierlichen Teilgewinnrealisierung an. Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den unfertigen Leistungen abgesetzt. Häufig wird der Leistungsumfang von Projekten über den anfangs definierten Stand durch ergänzende Nachträge erweitert, da sich deren endgültiger Abschluss über mehrere Jahre hinziehen kann. Der Ausweis in den Umsatzerlösen erfolgt daher jeweils nach Abnahme von definierten Vertragsteilen bzw. bei Abnahme von definierten "milestones". Die Abnahme durch die in der Regel ausländischen Leistungsempfänger wird mit der konkludenten Zahlung dokumentiert.

(5) Währungsrisiken finden bei der Projektbewertung keine Berücksichtigung, da die Aufträge zum großen Teil auf Euro lauten und nur kleinere Teile in lokalen Währungen bezahlt werden. Der größte Teil der in Währungen vereinnahmten Beträge wird auch im Ausland wieder ausgegeben. Währungsverluste treten deshalb insgesamt nur in geringem Umfang auf.

(6) Forderungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

(7) Kassenbestand, Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert.

(8) Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite bzw. Passivseite Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

(9) Sonstige Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe ihres nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken angemessen und ausreichend erfasst.

(10) Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

4 Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten

(1) Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet werden. Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten in Fremdwährung wurden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

(2) Bei den unfertigen Leistungen erfolgten keine Abwertungen. Es wird auf die unter 3. (4) oben gemachten Ausführungen verwiesen.

(3) Die Umrechnung ausländischer Währungskassen zu Monatsultimokursen, die als Buchhaltungskurse für den jeweiligen Folgemonat eingestellt werden, führt zu positiven bzw. negativen Abweichungen zu den Transfers, die zu Tageskursen umgerechnet werden. Diese Differenzen, die durch eine Korrektur für zu hoch oder zu niedrig ausgewiesenen Aufwand ausgeglichen werden, werden als Standardabweichung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die tatsächlichen Währungsgewinne und -verluste sind unten angegeben.

5 Anlagespiegel und Abschreibungen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt (siehe auch 3.(1) bis (3) oben).

6 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Restlaufzeit aller Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände ist, wie im Vorjahr, unter einem Jahr. Forderungen gegenüber den Gesellschaftern bestehen zum 31.12.2020 i. H. von TEUR 817 (Vorjahr TEUR 450).

7 Eigenkapital

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2020 EUR 3.954.350,75 und gliedert sich wie folgt

(in EUR) 2020 2019
Gezeichnetes Kapital 665.550,26 665.550,26
Kapitalrücklagen 3.318.752,26 3.318.752,26
Gewinn-/Verlustvortrag aus Vorjahren 658.544,71 525.982,36
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -688.496,48 132.562,35
Gesamt 3.954.350,75 4.642.847,23

8 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 3.465 (Vorjahr TEUR 3.670) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Fremdleistungen (TEUR 3.152, Vorjahr: TEUR 3.153), für Personal (TEUR 174, Vorjahr: TEUR 301) und für Projektkassen (TEUR 69, Vorjahr TEUR 112).

Die Abnahme der sonstigen Rückstellungen resultiert hauptsächlich aus der Abnahme der Rückstellungen für Personal.

9 Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr

10 Beteiligungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Beteiligungen betreffen die IGIP Afrique Benin (Anteil 95%, Eigenkapital und Jahresergebnis TEUR 582,3/ TEUR 40,2), sowie weiterhin die L.E.E. S.a.r.l, Luxembourg ("L.E.E.") (Anteil: 30%, Eigenkapital und Jahresergebnis 2020: TEUR 126,1 / TEUR -164), die GITEC Brasil Consultoria Socio-Ambiental Ltda., Rio de Janeiro, Brasilien, die GITEC-IGIP India sowie die GITEC-IGIP Colombia, welche von untergeordneter Bedeutung sind.

Aufgrund unzureichender Ertragsaussichten bei der Gesellschaft erfolgte auf den Beteiligungsbuchwert an der L.E.E. eine vollständige Wertberichtigung (TEUR 60) sowie der vollständige Verzicht auf das Darlehen (TEUR 289) zum Stichtag.

11 Aufgliederung des Umsatzes nach Regionen

Die Leistung 2020 (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) von insgesamt TEUR 18.282 gliedert sich wie folgt auf:

Lfd.Jahr Vorjahr
TEUR in % TEUR in %
- Lateinamerika 4.276 23 6.164 29
- Afrika 4.294 24 5.486 26
- Ferner Osten 6.048 33 4.140 19
- Dienstleistungen Verbund 1.260 7 3.021 14
- Naher Osten 1.170 6 1.452 7
- Mittlerer Osten 768 4 539 3
- Sonstige 0 0 51 0
- Europa 466 3 523 2
18.282 100 21.376 100

12 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 246 (Vorjahr: TEUR 163) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Standardabweichungen für Projektkosten in Höhe von TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 37), Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 68 (Vorjahr TEUR 51) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 130 (Vorjahr: TEUR 60).

13 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.181 (Vorjahr: TEUR 5.313) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Reisekosten in Höhe von TEUR 684 (Vorjahr: TEUR 1.162), für Raumkosten in Höhe von TEUR 481 (Vorjahr: TEUR 614), für Büromaterial in Höhe von TEUR 386 (Vorjahr: TEUR 600), für Kfz-Kosten in Höhe von TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 228), für sonstige personalbezogene Kosten in Höhe von TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 219), für Beiträge und Abgaben TEUR 690 (Vorjahr: TEUR 659), für Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 89 (Vorjahr: TEUR 68) sowie für Standardabweichungen Projektkosten TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 137).

14 Haftungsverhältnisse und Sicherheiten

Valutierte Avale für Anzahlungs- und Durchführungsgarantien bestehen in Höhe von TEUR 5.918. Eine Inanspruchnahme der Garantien zeichnet sich aufgrund der Einschätzung der betroffenen Projekte nicht ab.

Die Bankdarlehen und Avale sind mit einer Globalzession der Forderungen sowie durch die Verpfändung von Guthabenkonten i. H. von TEUR 188 besichert.

15 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat vier Leasingverträge für Geschäftsausstattung abgeschlossen. Es laufen mehrere Mietverträge, für das Büro in Köln sowie für Projektbüros und Wohnungen im Ausland mit einer Laufzeit von überwiegend einem Jahr.

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen teilt sich wie folgt in Miet- und Leasingverträge auf:

2021 2022 und später
Mietverträge Köln TEUR 197 296
Mietverträge Ausland TEUR 100 75
Leasingverträge TEUR 62 40
Gesamt TEUR 359 411

16 Anzahl der Mitarbeiter

Im Jahre 2020 waren im Durchschnitt 95 Mitarbeiter (inklusive Ortskräfte) beschäftigt (Vorjahr: 105 Mitarbeiter).

- Projektpersonal (In- und Ausland): 64 (Vorjahr: 72)
- Verwaltungspersonal (nur Inland): 31 (Vorjahr: 33)

Daneben beschäftigte die GITEC durchschnittlich 127 (Vorjahr: 115) freiberufliche Projektmitarbeiter. Bedingt durch die Corona Pandemie waren ca. 19 Prozent des Projektpersonals vorwiegend in der Zentrale in Köln tätig, der Rest mittel- und langfristig im Ausland.

17 Geschäftsführung

Im Jahre 2020 wurden die Geschäfte des Unternehmens gemeinsam durch Herrn Thomas Harbauer (Dipl.-Wirt.-Ing.) als Sprecher der Geschäftsführung sowie Herrn Jean-Philippe Perrin (Dipl. Kfm.) und Herrn Dr. Ing. Wolfgang Jendrischewski geführt. Bezüglich der Angaben der Bezüge der Geschäftsführer macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gemäß § 286 (4) HGB Gebrauch.

18 Konzernzugehörigkeit

Die GITEC wird in den Konzernabschluss der GITEC-IGIP Holding SE, Paris/Frankreich, einbezogen. Dieser ist beim Registergericht Nanterre einsehbar.

19 Gewinnverwendung

Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

20 Nachtragsbericht

Während des Geschäftsjahres als auch im Jahr 2021 breitete sich die COVID-19 Pandemie weiterhin stark aus.

Aufgrund der nationalen Lock-Down Bestimmungen, Einreisesperren in einer Vielzahl von Ländern, der Nichtbearbeitung von VISA-Anträgen sowie der Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes kam die Reisetätigkeit teilweise komplett zum Stillstand. Diese Einschränkungen führten teilweise auch in den Projekten zu einem Stillstand. Die GITEC muss davon ausgehen, dass dieser Zustand auch im Geschäftsjahr 2021 anhalten wird.

Gemäß unserer Einschätzung wird das operative Geschäft der GITEC-IGIP GmbH weiterhin mit dem Faktor 1 betroffen sein, also in etwa dem gleichen Umfang wie der Gesamtmarkt. Als Sofortmaßnahme zur wirtschaftlichen Absicherung hat die GITEC-IGIP im Rahmen des COVID-19 Kreditprogrammes der Bundesregierung einen Kredit über 2,8 Mio. EUR erhalten. Darüber hinaus wird seit Mai 2020 die Möglichkeit der Kurzarbeit in Absprache mit den Mitarbeitern genutzt.

Mit Wirkung zum 01.01.2021 ist die GITEC nicht mehr in den Konzern der GITEC-IGIP Holding SE eingebunden. Die Anteile an der Muttergesellschaft IGIP Ingenieurgesellschaft mbH wurden mit Kaufvertrag vom 15. April 2021 von der T.O.I. GmbH übernommen. Im Zuge des Gesellschafterwechsels hat die GITEC eine Bürgschaft für das Darlehen der IGIP mbH bei der Banque Internationale ä Luxembourg in Höhe von TEUR 2.600 übernommen.

 

Köln, den 24. Juni 2021

Thomas Harbauer

Jean-Philippe Perrin

Wolfgang Jendrischewski

Anlagespiegel 31.12.2020

AHK 01.01.2020 AHK Zugang AHK Abgang AHK Umbuchungen AHK 31.12.2020
I. Immat. Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.874,75 6.842,50 0,00 0,00 12.717,25
SUMME 5.874,75 6.842,50 0,00 0,00 12.717,25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 480.061,19 30.888,41 95.869,64 0,00 415.079,96
SUMME 480.061,19 30.888,41 95.869,64 0,00 415.079,96
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 4.280.639,79 0,00 289.000,00 0,00 3.991.639,79
SUMME 4.280.639,79 0,00 289.000,00 0,00 3.991.639,79
GESAMTSUMME 4.766.575,73 37.730,91 384.869,64 0,00 4.419.437,00
AfA 01.01.2020 AfA Zugang AfA Abgang AfA Umbuchungen AfA 31.12.2020
I. Immat. Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.874,75 1.660,50 0,00 0,00 7.535,25
SUMME 5.874,75 1.660,50 0,00 0,00 7.535,25
II. Sachanlagen
Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 362.802,19 33.569,41 95.869,64 0,00 300.501,96
SUMME 362.802,19 33.569,41 95.869,64 0,00 300.501,96
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 114.000,00 60.006,00 0,00 0,00 174.006,00
SUMME 114.000,00 60.006,00 0,00 0,00 174.006,00
GESAMTSUMME 482.676,94 95.235,91 95.869,64 0,00 482.043,21
Restbuchwert 31.12.2020 Restbuchwert 31.12.2019
I. Immat. Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.182,00 0,00
SUMME 5.182,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 114.578,00 117.259,00
SUMME 114.578,00 117.259,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 3.817.633,79 4.166.639,79
SUMME 3.817.633,79 4.166.639,79
GESAMTSUMME 3.937.393,79 4.283.898,79

LAGEBERICHT zum JAHRESABSCHLUSS für das GESCHÄFTSJAHR 2020

GITEC-IGIP GmbH

Köln

im Juni 2021

Inhaltsverzeichnis

1. Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf

1.1. Allgemeine Angaben

1.2. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

1.3. Märkte der GITEC und Wettbewerbssituation

1.4. Geschäftsverlauf und Ereignisse

2. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1. Umsatz- und Auftragsentwicklung

2.2. Rohertrag und EBITDA

2.3. Finanz- und Vermögenslage

2.4. Bewertung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

3. Unternehmenssteuerung

4. Personal

5. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

5.1. Chancen

5.2. Risiken

5.2.1. Covid-19 Risiken

5.2.1.1. Spezielle Risiken

5.2.1.2. Getroffene Maßnahmen

5.2.2. Weitere Risiken

6. Prognose und Ausblick

1. RAHMENBEDINGUNGEN UND GESCHÄFTSVERLAUF

1.1. Allgemeine Angaben

Gegenstand der GITEC-IGIP GmbH (im Folgenden: "GITEC") ist die Erbringung von Ingenieur- und Beratungsleistungen im Bereich der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Vorwiegend werden Studien, Planungen und Beratungen im Auftrage bzw. unter Finanzierung bilateraler und multilateraler Institutionen durchgeführt. GITEC entwickelt Projekte im Bereich Wasserbau, Gesundheit und Infrastruktur, Klima und Umwelt sowie Naturressourcen und ländliche Entwicklung. Regional erstreckt sich die Tätigkeit auf Süd- und Mittelamerika, Afrika, den Balkan, Naher Osten und Asien.

Das Unternehmen ist zusammen mit ihrem Mutterunternehmen IGIP GmbH seit 15.04.2021 Tochterunternehmen der T.O.I. GmbH und war bis zu diesem Zeitpunkt ein Tochterunternehmen der GITEC IGIP Holding SE mit Sitz in Paris.

1.2. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Für die Weltwirtschaft sagt der Internationale Währungsfond (IWF) in seiner Publikation World Economic Outlook Version April 2021 ein Wachstum von 6,0 % für 2021 voraus. Für 2022 wird ein weiteres Wachstum von 4,4 % prognostiziert.

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung hatte sich zunächst aufgrund der aktuellen COVID-Situation und der weiterhin anhaltenden Verbreitung des Virus in fast allen Ländern in 2020 dramatisch verschlechtert. Weltweit betrug lt. aktuellen Zahlen der Rückgang des BIP in 2020 rd. - 3,6 %. In Deutschland betrug der Rückgang des BIP in 2020 gegenüber dem Vorjahr -4,9 %.

1.3. Märkte der GITEC und Wettbewerbssituation

Die verschiedenen Märkte der GITEC haben sich auch in 2020 weiterhin unterschiedlich entwickelt. Die MENA-Region und die arabische Halbinsel sind weiterhin stark geprägt von Unruhen und dem angestrebten, gesellschaftlichen und politischen Wandel. Die politische Situation speziell im Nahen Osten hat sich nicht wesentlich verbessert. Insbesondere der anhaltende Bürgerkrieg in Syrien, die Spannungen mit Iran und der anhaltende Bürgerkrieg im Jemen haben weiterhin gravierende Auswirkungen auf die Sicherheitssituation in der Region. Auch in den klassischen Ländern der GITEC-IGIP Gruppe in Afrika, Burkina Faso, Mali und Tschad ist die Sicherheitssituation unverändert schwierig.

Mit der weiterhin gezielten Stärkung unserer Präsenz in Mittel- und Lateinamerika sowie in Indien und Bangladesch sorgen wir für eine noch stärkere Diversifizierung der Länderrisiken gegenüber dem Vorjahr. Die politischen Rahmenbedingungen waren in vielen aktiven Ländern der GITEC auch in 2020 nicht stabil bzw. ausreichend stabil, so dass auch in 2020 wie bereits im Vorjahr die vertragliche Leistungserbringung teilweise dadurch beeinträchtigt wurde.

Der Wettbewerbsdruck bleibt nach wie vor hoch. Im freien Wettbewerb stand die Akquisition von Aufträgen - insbesondere bei international ausgeschriebenen Projekten - unter einem weiterhin erheblichen Preisdruck. Allerdings zeigen Projektankündigungen und Ausschreibungen insbesondere in Asien und Südamerika weiterhin einen starken Markt von Projekten der sozialen Infrastruktur, insbesondere im Wasser- und Umweltbereich und auch des Klimawandels und der Klimaanpassung, der auch in 2020 wieder intensiv und erfolgreich verfolgt wurde. Die Internationale Entwicklungszusammenarbeit bietet der GITEC weiterhin ein stabiles Geschäftsumfeld.

Darüber hinaus war die Leistungserbringung bedingt durch die COVID-Pandemie teilweise stark eingeschränkt. Ab April kam das Projektgeschäft teilweise zum Erliegen und konnte dann aber durch die Einführung von Konzepten zur Fernsteuerung und mit noch verblieben Personal in den jeweiligen Ländern und mit der Hilfe von lokalen Kräften wieder aufgenommen und fortgesetzt werden. Insbesondere die Reisetätigkeit musste zum Großteil komplett eingestellt werden und konnte teilweise durch Videokonferenzen ersetzt werden.

Die Unternehmensleitung schätzt die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr dennoch insgesamt als ausreichend ein.

1.4. Geschäftsverlauf und Ereignisse

Der Geschäftsverlauf in 2020 war unter Berücksichtigung der vorstehenden Erläuterungen der für uns relevanten Märkte durch die folgenden Ereignisse geprägt:

Die Leistungserbringung lag aufgrund der Pandemie mit 18,5 Mio. EUR rd. 1,0 Mio. € deutlich unter dem Plan von 19,4 Mio. EUR

Die Akquisition lag in 2020 mit. rd. 25 Mio. EUR wieder deutlich über der in 2020 erbrachten Leistung

Stabile Personalsituation

Hohe interne Ressourcenbindung durch Neuorientierung der Gruppe

2. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

2.1. Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2020 betrug die Gesamtleistung (inkl. der sonstigen betrieblichen Erträgen) der GITEC 18,5 Mio. EUR und lag mit rd. 3.016 TEUR deutlich unter der Vorjahresleistung der GITEC von 21,5 Mio. EUR. Die GITEC musste in 2020 ein negatives Ergebnis v. Steuern von - 688 TEUR ausweisen.

Der Auftragseingang betrug im Berichtszeitraum rd. 25,0 Mio. EUR und lag somit deutlich über der Jahresleistung und am oberen Ende der Planung. In 2021 rechnet die Geschäftsführung wieder mit einem hohen Auftragseingang von rd. 22,0-25,0 Mio. EUR. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2020 betrug 45,4 Mio. EUR und ist gegenüber dem Vorjahr weiterhin um rd. 4,3 Mio. EUR angestiegen. Der Auftragsbestand entspricht weiterhin einer Auftragsreichweite von rd. 24 Monaten.

2.2. Rohertrag und EBITDA

Der Rohertrag verschlechterte sich auf 52,1 % nach 57,2 % in 2019. Hier hat sich insbesondere die Pandemie bemerkbar gemacht und die Kosten konnten nicht gleichzeitig mit dem Leistungsrückgang gesenkt werden. Gleichzeitig verschlechterte sich dadurch auch das EBITDA deutlich um 955,5 TEUR gegenüber dem Vorjahr auf - 458,5 TEUR.

2.3. Finanz- und Vermögenslage

Im Stichtagsvergleich stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Ende des Geschäftsjahres deutlich um 2,044 Mio. EUR. Das Netto-Vorratsvermögen (Vorräte nach Abzug erhaltener Anzahlungen) hat sich wiederrum deutlich um ca. 0,9 Mio. EUR reduziert, wobei die unfertigen Leistungen um 1,5 Mio. €. zurückgegangen sind. Die erhaltenen Anzahlungen sind um 0,5 Mio. € auf 4,9 Mio. € gesunken. Der Rückgang der Vorräte ist auf die erhöhte Fertigstellung und Teilabrechnung von Projekten im Berichtszeitraum zurückzuführen. Der Bestand an liquiden Mitteln liegt zum Jahresende bei rd. 0,7 Mio. €. Die Lieferantenverbindlichkeiten sind leicht um 0,15 Mio. EUR auf 1,16 Mio. € gestiegen (Vorjahr 1,0 Mio. EUR) und die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten sind mit 0,6 Mio. EUR. (Vorjahr 1,988 Mio. EUR) in 2020 deutlich gesunken. Aufgrund der COVID-Pandemie wurde zur Sicherung der langfristigen Liquidität ein 5-Jahres Darlehen in Höhe von 2,8 Mio. € aufgenommen. Damit sind die Bankverbindlichkeiten in Summe um rd. 1,4 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf 3,4 Mio. € angestiegen.

GITEC verfügt zum Abschlussstichtag über 1,6 Mio. EUR nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie über einen revolvierenden Avalrahmen von 6,5 Mio. EUR. Zum Stichtag 31.12.2020 bestanden noch rd. 0,6 Mio. EUR offene Avallinien.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zu 2020 leicht um 0,5 Mio. EUR erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt trotz des Verlustes immer noch bei rd. 31,5 %.

2.4. Bewertung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GITEC wird als solide und zufriedenstellend beurteilt. Zur Sicherung der Liquidität wurde ein langfristiges Darlehen in Höhe von 2,8 Mio. € aufgenommen. Die Geschäftsführung sieht trotz des Verlustes in 2020 eine ausreichende Stabilität der finanziellen Lage und die Gesellschaft verfügt über ausreichend finanzielle Mittel, um das laufende Geschäft in 2021 zu finanzieren.

3. UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Die Steuerung des Geschäfts erfolgt über finanzielle Leistungsindikatoren, die auf das Geschäftsmodell der GITEC ausgerichtet sind. Neben den allgemeinen Steuerungsgrößen Entwicklung der Gesamtleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderungen + sonstige betriebliche Erträge), des Rohertrages und des EBITDA basiert die Unternehmenssteuerung auf einer detaillierten Analyse aller laufenden Projekte. Dabei werden den geplanten die tatsächlichen Erlöse und Aufwendungen gegenübergestellt und Abweichungen analysiert. Darüber hinaus werden inhaltliche und zeitliche Abweichungen von der dem Auftrag zugrunde liegenden Planung quartalsweise analysiert und, sofern notwendig Gegenmaßnahmen getroffen. Wichtig ist der laufende Soll-/Ist-Vergleich der Projekte und die Leistungsabrechnung und -erbringung gemäß Vertragsbedingungen.

Die Liquiditätssteuerung der GITEC erfolgt über eine detaillierte Jahresplanung auf Projekt- wie auf Unternehmensebene, der laufend die IST-Werte gegenübergestellt werden. Flankierend unterliegen Bestellungen einem internen Genehmigungsprozess.

Die Ausweitung des Geschäftsvolumens wird sich auch in den kommenden Jahren fortsetzen. Die Steigerung der Gesamtleistung wird zu einem Mehrbedarf an Working Capital (Auftragsvorfinanzierung bzw. Finanzierung von Forderungszielen) führen, was nur zum Teil durch Lieferantenfinanzierungen abgedeckt werden kann. Das Liquiditätsmanagement wird daher in den kommenden Jahren innerhalb der Unternehmenssteuerung an Bedeutung gewinnen. Die Geschäftsführung plant das ERP-System SAP Business by Design und das Treasury Management System der Commerzbank entsprechend auszubauen. Neben den finanziellen Indikatoren liegt der Schwerpunkt auf dem Aufbau und der Verstärkung der lokalen Tochtergesellschaften. Da die Leistungserbringung in der Zukunft immer stärker durch lokale Ressourcen erbracht werden wird, stehen das lokale Know-how, Präsenz vor Ort und Aufbau lokaler funktionierender Qualitätssicherung und leistungsfähige IT-Strukturen im Vordergrund.

4. PERSONAL

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2020 waren 95 Mitarbeiter beschäftigt. Mit der weiteren Stärkung unserer Recruitment-Abteilung ist es der Gesellschaft gelungen, den Fachabteilungen und Projekten weitere hochqualifizierte freie Mitarbeiter zuzuführen. Die Personalkosten haben sich gegenüber dem Vorjahr um rd. 850 TEUR deutlich verringert. Dies liegt im Wesentlichen an einem reduzierten Anteil an Personal als auch an strukturellen Verbesserungen in den operativen Abteilungen. Das Hauptaugenmerk liegt weiterhin in der Stärkung der Projektteams vor Ort mit dem Ziel, den Anteil der lokal erbrachten Dienstleistungen und Beratungen in den Ländern durch eigene, hochqualifizierte und mit den lokalen Gegebenheiten bestens vertraute Mitarbeiter zu erhöhen.

5. CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

5.1. Chancen

Aufgrund der Ausrichtung der deutschen Entwicklungshilfe verbunden mit einer relativen Stabilität der für die Gesellschaft wichtigen Märkte ergeben sich grundsätzlich positive Rahmenbedingungen für die GITEC. Besondere aktuelle Chancen ergeben sich für unsere Gesellschaft aus der geographischen Positionierung im lateinamerikanischen und zentral asiatischen Raum.

Weitere relative Wettbewerbsvorteile des Unternehmens bestehen aufgrund der fachlichen Breite der Kompetenz, welche sowohl Ingenieurstechnik als auch sozio-ökonomisches und umwelttechnisches Know-how einschließt.

5.2. Risiken

Risiken für die Geschäftsentwicklung werden generell in der politischen Stabilität der Empfängerländer gesehen, denen aber durch eine regionale Diversifizierung und eine sorgfältige Auswahl der Zielländer entgegengewirkt wird. Die aktuelle Entwicklung im arabischen Raum bedeutet auch weiterhin Ergebnis- und Umsatzrisiken für GITEC.

Auch verstärkt auftretende Unruhen in afrikanischen Ländern bedeuten zunehmende Länderrisiken für das Unternehmen. GITEC konnte mit verstärkter Akquisition in Asien und Südamerika den Auswirkungen aus den Länderrisiken entgegenwirken und wird dies auch weiterhin verstärkt betreiben.

5.2.1. Covid-19 Risiken

5.2.1.1. Spezielle Risiken

Aufgrund der im Januar 2020 in China ausgebrochenen COVID-19 Pandemie kam es bereits in 2020 zu erheblichen Problemen bei der Implementierung von bestehenden Projekten in den Entwicklungsländern. Aufgrund von Einreisesperren der einzelnen Länder, der Nichtbearbeitung von VISA-Anträgen, Quarantänebestimmungen und den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes kam die Reisetätigkeit im 2. Quartal 2020 zum kompletten Stillstand. Ingenieure und Experten konnten nicht mehr in die Projektländer reisen, um die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen. Teilweise mussten die Projekte auch aufgrund von lokalen Lock-Down Bestimmungen vollständig geschlossen werden. Bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses hält dieser Zustand an. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass mit zunehmender zur Verfügungsstellung von Impfstoffen die internationalen Projekte im 4. Quartal 2021 zunehmen wieder besser implementiert werden können.

Die GITEC muss dennoch davon ausgehen, dass dieser Zustand bis zum Jahresende 2021 anhalten wird und ggfs. auch das Jahr 2022 noch maßgeblich davon geprägt sein wird. Weiterhin ist die weitere Ausschreibung von Projekten in Entwicklungsländern bereits jetzt teilweise rückläufig, da entsprechende Projektvorbereitungen und neue Ausschreibungen durch die Entwicklungsbanken und die lokalen Ministerien durch die Pandemie ebenfalls stark behindert sind. Es wird in 2021 und 2022 im Wesentlichen darauf ankommen, inwieweit Entwicklungsbanken, Kunden und Consultants neue Wege und Hilfsmittel finden werden, die Implementierung der Projekte mit Hilfe von digitalen Medien und Überwachungssystemen, stärkerer Nutzung von lokalen Experten und weniger Erbringung von Vor-Ort-Leistung durch internationale Experten sicher zu stellen. Hier sieht sich die GITEC gut gerüstet und es wurden Konzepte entwickelt und mit dem Kunden abgestimmt, wie die bestehenden Projekte trotz physischer Abwesenheit von Experten weitestgehend durchgeführt werden können. Es ist aber trotzdem weiterhin davon auszugehen, dass dies nicht in allen Fällen möglich sein wird.

5.2.1.2. Getroffene Maßnahmen

Die Geschäftsführung der GITEC hat bereits im Januar 2020 weitegehende Hygienemaßnahmen ergriffen, um eine Ausbreitung des Virus in den Büroräumen zu erschweren. Diese Maßnahmen wurden im September 2020 nochmals erheblich intensiviert. Gleichzeitig wurde ab März den Mitarbeitern eine intensive Nutzung des Home-Office ermöglicht und Reisetätigkeiten wurden untersagt.

Zur wirtschaftlichen Absicherung hat sich die GITEC im April 2020 im Rahmen des COVID-19 Kreditprogrammes einen Kredit über 2,8 Mio. € mit einer Laufzeit von 5 Jahren zur Absicherung der kurzfristigen Liquidität gesichert. Weiterhin wird in Absprache mit den Mitarbeitern und den Projekterfordernissen die Möglichkeit der Kurzarbeit seit Mai 2020 in Anspruch genommen.

Es wurden darüber hinaus weiter in die Digitalisierung des Unternehmens investiert (Server Infrastruktur und Datenbanken) sowie die digitale Wissensvermittlung und Beratung über Videokonferenzen intensiviert.

5.2.2. Weitere Risiken

Im Zusammenhang mit den zunehmend komplexeren Steuersystemen der Länder, in welchen wir tätig sind, ergeben sich erhöhte administrative Prozesse und restriktivere Genehmigungen durch die lokalen Behörden gegenüber den Entwicklungsbanken, welche mittelbar zu verlängerten Zahlungszielen für unsere Leistungen führen.

Weitere Risiken liegen in der Marktöffnung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit für ausländische Wettbewerber und der stärkeren Vergabe und Ausschreibung von Ingenieur- und Consultingleistungen an lokale Firmen in Asien, Afrika und Lateinamerika. Innerhalb der Gesamtgruppe (IGIP/GITEC) begegnen wir dieser Herausforderung durch den Auf- und Ausbau von eigenen lokalen Strukturen.

Die Gesellschaft verfügt mit den unter 2.3 und 5.2.1 aufgeführten Finanzmitteln zum heutigen Zeitpunkt über ausreichend Kreditlinien, um das laufende Geschäft zu finanzieren. Die Reduzierung der Vorfinanzierung von Projekten und die Verkürzung der Zahlungsziele sind aber weiterhin wichtige Ziele für das Jahr 2021. Eine Beschränkung der Projektfinanzierung würde sich vor dem Hintergrund der positiven Auftragsentwicklung negativ auf das Wachstum unseres Geschäftes auswirken.

Grundsätzlich ist das Geschäft der GITEC einem Währungsrisiko ausgesetzt, da die Projekte der Gesellschaft im Wesentlichen im Nicht-EU-Ausland abgewickelt werden. Über 90% aller Projekte werden mit den Financiers in Euro vereinbart. Einige wenige Projekte werden in US-Dollar abgerechnet. In diesen Fällen erfolgt gleichlautend die Abrechnung mit lokalen Mitarbeitern, Freiberuflern und Experten in der gleichen Währung, sodass nur ein sehr geringer Anteil einem tatsächlichen Währungsrisiko ausgesetzt ist. Die Risiken sind derzeit vernachlässigbar. Die Geschäftsführung ist aber vorbereitet, bei entsprechend steigendem Anteil des Projektvolumens in Fremdwährung geeignete Kurssicherungsmaßnahmen vorzunehmen.

GITEC sieht sich hinsichtlich der bestehenden geschäftlichen Risiken für den Zeitraum des laufenden Geschäftsjahres gut aufgestellt, um auch auf unvorhergesehene Entwicklungen reagieren zu können.

6. PROGNOSE UND AUSBLICK

Die Geschäftsführung rechnet prinzipiell für die kommenden Jahre mit gleichbleibenden bzw. sogar steigenden Budgets der nationalen und internationalen Geldgeber für Projekte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit in den Regionen Mittel- und Südamerika, Afrika, Naher Osten und Asien. Wir verweisen dazu auch auf die oben dargestellten Prognosen im Zusammenhang mit der Erläuterung von wirtschaftlicher Entwicklung sowie Markt und Wettbewerb.

Momentan sind allerdings aufgrund der aktuell schwierigen Pandemielage keine verlässlichen Prognosen möglich. Da die GITEC weltweit agiert, sind wir auch im besonderen Maße von den jeweiligen nationalen Pandemieentwicklungen und Maßnahmen in den einzelnen Ländern in den verschiedenen Kontinenten abhängig. Da dort meist unterentwickelte Gesundheitssysteme vorherrschen, ist eine Aussage über die erfolgreiche Implementierung von Projekten und die weitere Geschäftsentwicklung für uns Stand heute nur schwierig darstellbar. Wir gehen aber insgesamt in 2021 aufgrund der guten Akquisition wieder von einem leichten Anstieg der Gesamtleistung für das Jahr 2021 aus. Die GITEC ist insgesamt durch die lokalen Repräsentanzen und langjährigen Mitarbeitern vor Ort sowie einem guten Auftragsbestand von derzeit rd. 45 Mio. € und den momentanen Liquiditätsreserven (freie Kreditlinien und Bankguthaben) von rd. 2,3 Mio. € gut aufgestellt, so dass wir auf Grundlage der derzeit verfügbaren Erkenntnisse nicht von einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft ausgehen.

Allerdings können wir auch aufgrund der weltweit sehr unterschiedlichen Entwicklung der COVID-Pandemie und der hohen Vielzahl der Länder, in denen die GITEC tätig ist, in 2021 und 2022 eine rückläufige Entwicklung der Gesellschaft nicht ausschließen. Wir würden dann ein vergleichsweises Niveau von Rohertrag und EBITDA wie im Geschäftsjahr 2020 erwarten.

 

Köln, den 24. Juni 2021

GITEC-IGIP GmbH

Dipl.-Wirtsch.- Ing. Thomas Harbauer

Dipl.-Kfm. Jean-Philippe Perrin

Dr. Wolfgang Jendrischewski

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die GITEC-IGIP GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der GITEC-IGIP GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der GITEC-IGIP GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 24. Juni 2021

Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Helge Schäfer, Wirtschaftsprüfer

Max Stocker, Wirtschaftsprüfer

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