Lödige Fördertechnik GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Hebezeugen und Fördermitteln
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Dr. Öing seit 5.1.2007 | Geschäftsführer |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BÖWE Cardtec GmbHPaderbornJahresabschluss zum 31. Dezember 2007Lagebericht für 2007Geschäfts- und RahmenbedingungenDie BÖWE CARDTEC GmbH, Paderborn (kurz: BÖWE CARDTEC), ist eine Tochtergesellschaft der BÖWE SYSTEC Beteiligungs- und Verwaltungs-GmbH, Augsburg, deren Gegenstand der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen sowie die Verwaltung und Verwertung von Grundbesitz ist. Die BÖWE CARDTEC hält seit dem 1. Januar 2005 Anteile an der Softwarefirma BÖWE SYSTEC Mailroom Communication GmbH, Augsburg. Hierzu besteht ein Ergebnisabführungsvertrag von der BÖWE SYSTEC Mailroom Communication GmbH an die BÖWE CARDTEC. Gegenstand der BÖWE CARDTEC GmbH ist die Entwicklung, die Produktion, der Vertrieb und der Service von Hard- und Softwarelösungen für die gebrauchsfertige Herstellung von Plastik- und Papierkarten aller Art. Der Produktverkauf erfolgt zunehmend über das Netzwerk an Vertriebstochtergesellschaften der BÖWE SYSTEC Aktiengesellschaft, aber auch über unabhängige Handelsvertreter und seit Q3/2007 auch verstärkt im Direktvertrieb. AbsatzmärkteDie Nachfrage nach Produkten der BÖWE CARDTEC wird im Wesentlichen bestimmt von der Entwicklung des weltweiten Volumens an zu produzierenden Karten. Der globale Kartenmarkt konnte im Jahr 2006 ein weiteres Wachstum von ca. 20% erreichen und hat nunmehr die 16,9 Milliarden Unit Grenze überschritten 1 (Für 2007 liegen zum heutigen Zeitpunkt noch keine Marktzahlen vor). Der Kartenmarkt untergliedert sich in fünf wesentliche Gruppen: Finanzmarkt, GSM-Markt (Telekommunikation), ID/Health-Markt, Telecom Pre-Paid und Gift & Loyalty. BÖWE CARDTEC konzentriert sich im Wesentlichen auf den Finanz- und GSM-Markt.
1 ICMA Global Market Survey 2007
Finanzmarkt Unter Finanzkarten werden alle von einem Finanzinstitut oder einer Bank ausgegebenen Karten mit einer Zahlungsfunktion, also Kreditkarten, Debitkarten, elektronische Geldbörsen, etc. verstanden. Dieser Kartenmarkt hatte in 2006 nunmehr eine Größe von 3,8 Milliarden Karten erreicht 2. Dies entspricht einem Wachstum von ca. 12%. Es wird davon ausgegangen, dass die endgültige EMV-Migration in Richtung chipbasierter Finanzkarten auch in den kommenden Jahren zu einem zweistelligen jährlichen Wachstum in Prozent führen wird. Die geforderten Systeme mit den Funktionalitäten Chipkodierung, Prägung sowie Thermosublimationsdruck können in drei Leistungsklassen unterteilt werden: Durchsatz bis zu 800 Karten pro Stunde (cph, cards per hour), 800 - 2.000 cph und 2.000 - 4.000 cph. Die neuesten Personalisierungssysteme des Wettbewerbs konzentrieren sich auf die zweite Leistungsklasse (800 - 2.000 cph), während die obere (dritte) Leistungsklasse sich bisher nicht in den erwarteten Stückzahlen durchsetzen konnte. Unabhängig von den Leistungsklassen wird generell gefordert, für die Nachversorgung eine hohe Anzahl von Kleinstaufträgen (bis zur Jobgröße von einer Karte) handhaben zu können. Als Stärke der BÖWE CARDTEC ist die Software PMP (Personalization Management Platform) zu sehen, die als modular aufgebautes Datenmanagementsystem den Produktionsprozess der Kartenpersonalisierung von der Maschinensteuerung bis zur Produktionsadministration abdeckt. Das PMP-Baukastensystem umfasst die Module Datenaufbereitung, Auditprotokollierung, Systemverwaltung, Auftragsverwaltung, Produktverwaltung, Report, Lebenszyklusverwaltung, Materialverwaltung, Qualitätsmanagement, externes Kommunikationsmanagement sowie als übergreifende Module eine Zugangskontrolle und eine Schlüsselverwaltung. In Kombination mit den Personalisierungssystemen können dem Kunden komplette Systemlösungen aus einer Hand angeboten werden. Das zu personalisierende Kartenvolumen wird heute zu ca. 80 % über Systeme im mittleren Leistungsbereich von 800 - 2.000 cph abgedeckt. Dieser Markttrend lässt sich mit der Notwendigkeit der Verarbeitung von großen Mengen bei der Erstversorgung als auch kleineren Losen bei der Nachversorgung erklären. In allen drei Leistungsklassen ist das amerikanische Unternehmen Datacard als Systemlieferant für Hard- und Software Marktführer. Für die neue Leistungsklasse zwischen 2.000 - 5.000 cph versuchen sich jetzt alle Wettbewerber zu etablieren, insbesondere Datacard mit der MX6000 sowie NBS und Mühlbauer. Daher muss BÖWE CARDTEC auf Basis der BC-alpha 2 schnellstmöglich eine Alternative in den Markt bringen.
2 ICMA Global Market Survey 2007
GSM-Markt Im Telekommunikationsbereich werden SIM Karten für GSM Netze eingesetzt. Daneben gibt es RUIM Karten, welche für CDMA Netze, wie z. B. in China und Indien, eingesetzt werden. Die Mikroprozessor-basierenden SIM- und RUIM- Karten (Smart Cards) bilden einen der am rasantesten wachsenden Märkte. Mit einem Wachstum von ca. 25 % im Vergleich zum Vorjahr wurde die 2,5 Milliarden Unit Grenze in 2006 überschritten 3. Der "Markttreiber" ist die ungebrochene Weiterverbreitung der Mobiltelefone, insbesondere auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Für die nächsten Jahre wird im Hinblick auf die noch unterversorgten Märkte wie Indien, Südamerika und Afrika ein ähnliches Wachstum vorausgesagt. Die geforderten Personalisierungssysteme mit den Funktionalitäten Chipkodierung, Lasermarkierung sowie Thermotransferdruck/Tintenstrahldruck können dabei in drei Leistungsklassen unterteilt werden: Durchsatz bis zu 1.000 cph, 1.000 - 4.000 cph und über 4.000 cph. In diesem Marktsegment hat sich in 2007 eine höhere Leistungsklasse bis zu 6.000 cph weiter durchgesetzt. Als wesentliche Anbieter in diesem Marktsegment sind Datacard, Mühlbauer und BÖWE CARDTEC zu benennen. Heute werden die meisten Karten auf Systemen im Bereich 1.000 bis 4.000 cph personalisiert. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass die BÖWE CARDTEC zum Ende des Geschäftsjahres 2006 ein modulares Hochleistungssystem mit bis zu 6.000 cph bei einer Personalisierungszeit von 37 Sekunden eingeführt hat. Dieses System ist nach wie vor das System mit dem höchsten Durchsatz auf dem Markt.
3 Frost & Sullivan, World SIM Card Markets,
2007
Geschäftsentwicklung der BÖWE CARDTECDie positive Geschäftsentwicklung des Jahres 2005 erlitt in 2006 einen starken Einbruch. Als wesentlicher Grund ist hierbei zu nennen, dass die BÖWE CARDTEC keine größeren Projekte (Tender) - wie im Vergleich zum Vorjahr 2005 - gewinnen konnte. Für das Jahr 2007 konnte der Umsatz deutlich gesteigert werden. Ursachen hierfür sind das Anziehen des Projektgeschäftes für den SW-Bereich sowie eine Umsatzsteigerung bei den Standardprodukten im HW-Bereich. Trotz dieses positiven Trends konnten die Zielvorgaben nicht erreicht werden. UmsatzDie BÖWE CARDTEC erzielte im Geschäftsjahr 2007 einen Umsatz in Höhe von EUR 6,1 Mio. nach EUR 4,7 Mio. im Vorjahr und lag somit um ca. 30 % über dem Vorjahreswert. Um die Planzahlen für das kommende Jahr zu erreichen, müssen zusätzlich größere Projekte im Lösungsgeschäft gewonnen werden. Auftragseingang und AuftragsbestandDer Auftragseingang belief sich in 2007 auf EUR 6,3 Mio. und lag somit um ca. 47% über dem Vorjahresvergleichswert von EUR 4,3 Mio. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2007 lag bei EUR 0,8 Mio., nachdem zum Ende des Geschäftsjahres 2006 ein Wert von EUR 0,6 Mio. im Bestand geführt wurde. InvestitionenDie Investitionen beliefen sich im Geschäftsjahr 2007 auf rund TEUR 55 nach TEUR 42 im Vorjahr. Es handelte sich hierbei vor allem um Betriebs- und Geschäftsausstattungen und Mietereinbauten. Den Investitionen stehen Abschreibungen von EUR 0,2 Mio. gegenüber. EntwicklungIm Jahre 2007 wurde - wie schon im Vorjahr - konsequent die in den vorausgegangenen Jahren getroffene strategische Festlegung "System - Modul - Unit" weiterverfolgt und weiter ausgebaut. Die Systeme bestehen aus individuellen aber standardisierten Modulen, die mit kompatiblen Units bestückt werden können. Diese Units wurden so konzipiert, dass sie systemplattformneutral sind und über eine standardisierte mechanische und elektrische Schnittstelle verfügen. Dieses Konzept minimiert das Entwicklungsrisiko, verkürzt die Entwicklungszeiten und ermöglicht eine zeitnahe Vermarktung. Weiterhin ermöglicht es eine Reduzierung der Herstellkosten aufgrund von höheren Losgrößen. Ferner können durch den modularen Aufbau der Hardware und die modulare Konzeption der Software auch kundenspezifische Lösungen bei verkürzten Lieferzeiten angeboten werden. Der Fokus der Entwicklungstätigkeiten lag wiederum auf der neuen Systemplattform BCalpha 2, welche auch auf der Cartes 2007 Kern- und Mittelpunkt der Präsenz der BÖWE CARDTEC war. Diese Plattform wurde erstmals mit dem integrierten 2-fach Thermodruckmodul sowie der nahtlosen Integration des ARGES Faserlasersystems dem Publikum vorgestellt. Weiterhin ist für die Universal Chip Unit (UCU) eine Option für die Personalisierung von Kontaktlos-Chips entwickelt worden, die insbesondere im ID-Markt (Stichwort ID1-Ausweiskarten) und im US-amerikanischen Bankenmarkt (Stichwort EMV-Kreditkarten mit Kontaktlos-Technik) stark angefragt wird. Zusätzlich wurde ein neuer, horizontal orientierter Kartenanleger hoher Kapazität entwickelt, welcher die Bedienung und den Betrieb der BC-alpha 2 wesentlich effizienter macht. Die SW-Plattform PMP (Personalization Management Platform) von BÖWE CARDTEC wurde in einem EU-Staat erstmalig für das komplette Produktionsmanagement im Bereich "Materialverfolgung, Lagerhaltung, Personalisierung und Versand des elektronischen Passbuches" eingesetzt. Dabei forderte das betreffende Innenministerium eine Sicherheitsauditierung durch das BMWi, welche ohne Probleme von der BÖWE CARDTEC durchlaufen wurde. In diesem Marktsegment werden für 2008 Folgeaufträge für ID1-Ausweiskarten und die Einbringung des Fingerabdruckes in den Chip erwartet. Außerdem wird gemeinsam mit strategischen Partnern auch außereuropäisch an e-Passbuch und ID1-Ausweisprojekten gearbeitet. Weiterhin wurde PMP bei einem großen Mobilfunkbetreiber in Europa für ein umfassendes Kartenmanagement eingeführt. Nicht nur die Verwaltung und Steuerung der Kartenpersonalisierung durch externe Personalisierungszentren, sondern auch statistische Qualitätsüberprüfungen und vor allem die Abbildung des kompletten Lebenszyklus' der SIM-Karten werden mit PMP ausgeführt. Hierzu sind viele komplexe Schnittstellen zu weiteren SW-Plattformen zu betreiben. Dabei garantiert ein Echtzeit-Datenaustausch eine stets aktuelle Datenbasis für jede individuelle SIM-Karte. Auch werden die Mobilfunk-Endkunden unter Nutzung des Internets nach Durchlaufen einer Authentisierung auf spezifische Daten der PMP-Datenbank (z.B. PIN und PUK) Zugriff erhalten. MitarbeiterDie Mitarbeiterzahl blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant und beläuft sich per 31. Dezember 2007 auf 67 Mitarbeiter. Der Personalaufwand belief sich in 2007 auf EUR 3,7 Mio. und war somit ebenfalls nahezu konstant (Geschäftsjahr 2006: 3,6 Mio.). Da die Planzahlen im Umsatz nicht erreicht wurden, ergaben sich personelle Überkapazitäten, die für Neuentwicklungen eingesetzt werden konnten. ErtragslageBedingt durch die Umsatzsteigerung vor allem auch im SW-Bereich verbesserte sich die Ertragslage deutlich. Die Materialaufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 17% reduziert werden, wodurch die Relation zum erzielten Umsatz sich ebenfalls merkbar verbesserte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2007 um 19% auf TEUR 1.457 (Vorjahr: TEUR 1.222). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr (minus EUR 2,0 Mio.) auf minus EUR 0,2 Mio. Aus dem vereinnahmten Beteiligungsergebnis der BÖWE SYSTEC Mailroom Communication GmbH konnten TEUR 1.609 erzielt werden (Vorjahr: TEUR 723). Aufgrund des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2007 und eines Verlustvortrages in Höhe von TEUR 2.673 fielen im Geschäftsjahr 2007 keine Ertragsteuern an, womit ein Bilanzverlust von EUR 2,9 Mio. ausgewiesen wird. Vermögens- und FinanzlageZum Bilanzstichtag erhöhte sich die Bilanzsumme auf EUR 6,3 Mio. gegenüber einem Vorjahreswert von EUR 6,0 Mio. Das Anlagevermögen belief sich auf EUR 1,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5 Mio.). Das Umlaufvermögen erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,4 Mio. auf EUR 4,9 Mio. Das Eigenkapital der Gesellschaft reduzierte sich auf EUR 0,7 Mio. nach EUR 0,9 Mio. im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote verschlechterte sich dadurch auf 10,8% nach 14,9%. Die Summe aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen hat sich mit EUR 5,6 Mio. nach EUR 5,1 Mio. im Vorjahr etwas erhöht. RisikomanagementUnternehmerische Verantwortung bedeutet nicht nur, Chancen wahrzunehmen, sondern auch Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und gegenzusteuern. Die Identifizierung und aktive Steuerung der unternehmerischen Risiken erfolgt in der BÖWE CARDTEC anhand eines erprobten und bewährten Systems der Planung und Kontrolle. Über das Berichtssystem werden alle Entscheidungsträger rasch und umfassend über den Grad der Zielerreichung informiert. Als Frühwarnindikator zeigt es zum Beispiel Veränderungen im Markt und im Wettbewerbsumfeld an. Die Risikoanalyse umfasst sämtliche betriebliche Abläufe und die Bereiche Bilanzierung und Finanzierung. In regelmäßigen Abständen erfolgen Risikoinventuren, anhand derer vorbeugende Maßnahmen festgelegt und gegebenenfalls Möglichkeiten der Schadensminderung erarbeitet werden. Im Berichtszeitraum bestanden keine Risiken, die in irgendeiner Weise hätten bestandsgefährdend wirken können. Diese Einschätzung gilt auch für die Zukunft. Chancen und Risiken der zukünftigen EntwicklungWesentliche externe Risiken für das Unternehmen sind der zyklische Konjunkturverlauf und die damit verbundenen Nachfrageschwankungen in den relevanten Märkten und Regionen. Die notwendigen, internationalen Vertriebsaktivitäten erfolgten sowohl durch Generalvertretungen / Agenten als auch durch die Nutzung des Vertriebsnetzwerkes der Konzernmuttergesellschaft. Durch diese Vertriebsinstrumente konnte der Absatz aber nicht wesentlich ausgebaut werden. Daher wurde die Vertriebsorganisation der BÖWE CARDTEC Ende Q3/2007 wesentlich verstärkt, so dass jetzt auch im Direktvertrieb gearbeitet wird. Ziel ist es, die regional unterschiedlichen Konjunkturverläufe auszugleichen und den Geschäftsverlauf zu stabilisieren. Die Erkenntnisse aus der im Jahr 2006 durchgeführten Überprüfung der Vertriebswege und die daraus abgeleiteten Maßnahmen konnten im Jahre 2007 allerdings nicht mehr ergebnisrelevant umgesetzt werden. Eine signifikante Auswirkung auf die Ertragslage kann ein möglicherweise weiter verschärfter Preisdruck auf den Absatzmärkten bewirken. Das Management begegnet diesem Risiko durch kontinuierliche Maßnahmen zur weiteren Kostenreduzierung. Finanzwirtschaftliche Risiken bestehen vor allem in Zinsschwankungen, welche durch entsprechende Sicherungsgeschäfte eingegrenzt werden können. Möglichen Forderungsausfallrisiken wird durch Prüfung der Bonität des Kunden bzw. durch übliche Ausfuhr-Sicherungsinstrumente begegnet. Wesentliche Wachstumschancen für die BÖWE CARDTEC GmbH stellen die bereits in 2006 begonnenen Entwicklungsprojekte dar, die eine Abrundung des Produktportfolios im oberen Leistungssegment ermöglichen und gleichzeitig die Marktanforderungen von morgen abdecken. AusblickFür das Geschäftsjahr 2008 wird eine Umsatzsteigerung angestrebt, die das Unternehmen in die positive Situation des Geschäftsjahres 2005 zurückbringen soll. Dazu müssen verstärkte Vertriebsaktivitäten auf neuen Vertriebswegen umgesetzt werden. Der hierzu notwendige Ausbau der Abteilung Vertrieb wurde bereits in 2007 umgesetzt und muss in 2008 die Basis für den angestrebten Erfolg erarbeiten. Um dem weiteranhaltenden Kostendruck im Systembereich begegnen zu können, wird die Entwicklung der neuen Systemplattform BC-alpha 2 für alle relevanten Märkte weiter vorangetrieben. Aufgrund des guten Preis-/Leistungsverhältnisses ist in diesem Segment eine Umsatzsteigerung zu erwarten. Der Softwarebereich hat sich im Jahr 2007 weitestgehend konsolidiert. Das Ziel, diesen Bereich auszugliedern und mit erhöhten personellen Ressourcen auszustatten, konnte jedoch nur teilweise erreicht werden. Zwar wurde eine eigenständige Business Unit "Software Solutions" etabliert, der Personalstand blieb aber nahezu unverändert. Die Gründung dieser Business Unit ermöglicht eine stärkere Fokussierung auf die softwarerelevanten Märkte, die sich immer mehr von denen der Hardware unterscheiden. Weiterhin müssen Softwareindividuelle Vertriebskonzepte erarbeitet und umgesetzt werden. Dabei ist es unumgänglich, für die stark erklärungsbedürftigen Softwareprodukte einen eigenen Vertrieb aufzubauen.
Paderborn, den 20. Februar 2008 BÖWE CARDTEC GmbH Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2007AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2007
Anhang für 2007Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen teils nach der linearen, teils nach der degressiven Methode unter Zugrundelegung der steuerlich zulässigen Abschreibungssätze. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Zu- und Abgang behandelt. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt, die in Anlehnung an die steuerlichen Bewertungsvorschriften neben den direkten Material- und Fertigungskosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Wertabschläge wegen verlustfreier Bewertung und für erkennbare Risiken aufgrund langer Lagerdauer oder verminderter technischer Verwertbarkeit werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Handelswaren und Gebrauchtmaschinen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren voraussichtlichen Verkaufserlös abzüglich der noch anfallenden Kosten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und decken alle zum Bilanzstichtag erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten ab. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag bilanziert. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenbriefkurs, Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Devisengeldkurs im Entstehungszeitpunkt oder mit dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Angaben zum AnteilsbesitzDie BÖWE Cardtec GmbH ist unmittelbar an folgender Gesellschaft beteiligt:
a) Nach Abzug der Gewinnabführung aufgrund
des Ergebnisabführungsvertrags.
Erläuterungen zur Bilanz(1) Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt. Der in 2004 im Rahmen eines Asset Deals erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wird über 15 Jahre linear abgeschrieben. (2) Vorräte
(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. (4) Rückstellungen Bei den Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um Gewährleistungsrückstellungen, Rückstellungen für noch ausstehende Installationen, Personalkosten sowie Abnahmerisiken. (5) Verbindlichkeitenspiegel
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(6) Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen handelt es sich um Erlöse im Bereich der Herstellung und des Vertriebs von Geräten zur Personalisierung von Plastik- und Papercards sowie der entsprechenden Software. (7) Materialaufwand
(8) Personalaufwand
(9) Sonstige betriebliche Aufwendungen Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen handelt es sich im Wesentlichen um Beratungskosten, Mietaufwendungen, Konzernumlagen, Reisekosten, Frachtkosten sowie Kosten für Patenthaltung. In dieser Position sind TEUR 15 (Vj. TEUR 19) periodenfremde Aufwendungen enthalten. (10) Erträge aus Gewinnabführungsverträgen Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen betreffen den Jahresüberschuss der BÖWE SYSTEC Mailroom Communication GmbH, Augsburg. (11) Zinsergebnis
Sonstige Angaben(12) Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse der Gesellschaft gemäß § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht. (13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 923 (Vj. TEUR 1.079), davon vor Ablauf von 5 Jahren fällig: TEUR 923 (Vj. TEUR 1.034). (14) Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
(15) ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. (16) Organe der BÖWE Cardtec GmbH Der Geschäftsführung der BÖWE Cardtec GmbH gehörten im Geschäftsjahr 2007 an:
Hinsichtlich der Angaben zu den Organbezügen macht die Gesellschaft gemäß § 285 Nr. 9a und Nr. 9b HGB von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. (17) Konzernverhältnisse Die BÖWE SYSTEC Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Augsburg, hat im Geschäftsjahr 2006 100 % der Anteile an der BÖWE Cardtec GmbH von der BÖWE SYSTEC Aktiengesellschaft, Augsburg, erworben. Das Mutterunternehmen der BÖWE SYSTEC Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die BÖWE SYSTEC Aktiengesellschaft, Augsburg. Das Mutterunternehmen der BÖWE SYSTEC Aktiengesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die WANDERER-WERKE AKTIENGESELLSCHAFT, Augsburg. Der Konzernabschluss kann bei der WANDERER-WERKE AKTIENGESELLSCHAFT, Werner-von-Siemens-Straße 1, 86159 Augsburg, angefordert werden.
Paderborn, 20. Februar 2008 BÖWE Cardtec GmbH Die Geschäftsführung Entwicklung des Anlagevermögens 2007
BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BÖWE Cardtec GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 21. Februar 2008 Ernst
& Young AG
Ludwig, Wirtschaftsprüfer Koch, Wirtschaftsprüfer |
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