Stammdaten

Register
Amtsgericht Coesfeld HRB 1424
Eingetragen
18.3.1982
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Die Projektierung, die Fertigung, der Vertrieb, die Montage und der Service von Reinraumgeräten und Reinraumanlagen, die aus den unterschiedlichsten Werkstoffen hergestellt werden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Herdering
seit 10.10.2022
Prokura
Ralf Eßling
seit 20.5.2022
Geschäftsführer
Markus Hörsch
seit 16.12.2020
Prokura
Olaf Ziel
seit 23.7.2003
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Franz Ziel GmbH

Billerbeck

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 3.567.130,47 4.235.145,44
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 389.657,00 374.486,00
II. Sachanlagen 3.177.473,47 3.317.924,47
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.312,00 3.670,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 578.685,00 534.058,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.593.177,00 2.684.014,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.299,47 96.182,47
III. Finanzanlagen 0,00 542.734,97
B. UMLAUFVERMÖGEN 44.160.774,43 34.060.969,16
I. Vorräte 28.268.743,81 24.639.804,99
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.453.919,33 6.198.388,71
III. Wertpapiere 490.750,00 970.750,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.947.361,29 2.252.025,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 155.102,28 125.944,45
47.883.007,18 38.422.059,05

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 19.366.993,30 19.174.927,35
I. Gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
II. Bilanzgewinn 19.291.993,30 19.099.927,35
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.997.121,00 2.525.638,35
C. VERBINDLICHKEITEN 26.518.892,88 16.721.493,35
47.883.007,18 38.422.059,05

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 23.124.141,54 23.351.610,74
2. Personalaufwand -13.589.167,18 -13.428.348,32
a) Löhne und Gehälter -11.307.599,97 -11.430.119,50
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.281.567,21 -1.998.228,82
3. Abschreibungen -855.238,31 -867.634,78
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -855.238,31 -867.634,78
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.932.696,54 -5.021.861,87
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 15.306,90 18.746,47
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 29.347,11 2.274,19
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 -29.250,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -79.854,01 -45.337,28
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -516.514,56 -1.264.757,44
10. Ergebnis nach Steuern 2.195.324,95 2.715.441,71
11. Sonstige Steuern -3.259,00 -3.121,00
12. Jahresüberschuss 2.192.065,95 2.712.320,71
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 19.099.927,35 19.537.606,64
14. Gewinnausschüttungen -2.000.000,00 -3.150.000,00
15. Bilanzgewinn 19.291.993,30 19.099.927,35

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN

Firmenname laut Registergericht: Franz Ziel GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Billerbeck
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Coesfeld
Register-Nr.: HRB 1424

II. ALLGEMEINE ANGABEN ZU INHALT UND GLIEDERUNG DES JAHRESABSCHLUSSES

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Größenklasse ergibt sich aus dem Wahlrecht der rückwirkenden Anwendung der erhöhten Schwellenwerte für das Geschäftsjahr 2023 (Art. 93 Abs. 2 EGHGB).

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB, unter Beachtung der Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB), des GmbHG sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze unter Beachtung der Stetigkeit ausgewiesen.

III. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens wurden bis zu einem Wert von Euro 800,00 im Jahr des Zugangs aktiviert und sofort abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten der Vorräte wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten (Einzelkosten) auch notwendige Gemeinkosten (Fertigungsgemeinkosten, Materialgemeinkosten, Gemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB) und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen des Anlagevermögens einbezogen. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Eingeschränkt verkäufliche Vorräte wurden auf ihren beizulegenden Wert abgeschrieben. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch die Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die sonstigen Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Wertpapiere werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Wertpapiere erfolgt nach dem strengen Niederstwertprinzip. Bei gesunkenem Börsenkurs erfolgt eine Abschreibung auf den niedrigeren Wert.

Flüssige Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Auf fremde Währung lautende Bankbestände wurden zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden im Vorjahr Rückstellungen ausgewiesen. Die Rückstellungsbildung wurden im Vorjahr gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Verpflichtungen aus Pensionen wurden mit Vermögensgegenständen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Der Grund für die Rückstellungsbildung ist zum Bilanzstichtag entfallen. Die Rückstellungen wurden aufgelöst.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte ist dem als Anlage beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt Euro 9.453.919,33 (Vorjahr: Euro 6.198.388,71) haben mit Euro 10.939,91 (Vorjahr: Euro 8.449,91) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Angaben über gestellte Sicherheiten

Die Gesellschaft kann im Rahmen einer bestehenden Kautionsversicherung einen Bürgschaftsrahmen in Höhe von TEUR 5.000 nutzen, von dem zum Bilanzstichtag TEUR 3.442 in Anspruch genommen sind.

Hierzu hat die Gesellschaft zugunsten der Versicherungsgesellschaft ein Wertpapier Depot-Konto (Stand 31.12.2023: TEUR 491) sowie ein Tagesgeldkonto (Stand 31.12.2023: TEUR 3) als Sicherheiten gestellt.

Angaben zum Bilanzgewinn

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von Euro 19.099.927,35 enthalten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betragen Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 381.588,90). Der Grund für die Bildung der Pensionszusagen ist zum Bilanzstichtag weggefallen.

Angabe zu Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt Euro 1.905.311,54 (Vorjahr: Euro 2.328.600,56) haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Steuern beträgt Euro 243.392,70 (Vorjahr: Euro 259.095,05) und im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 10.559,56 (Vorjahr: Euro 5.523,48). In den Verbindlichkeiten enthalten sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von Euro 41,20 (Vorjahr: Euro 0,00).

Angaben über die Besicherung von Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Eigentumsvorbehalte gesichert sind, beträgt Euro 911.282,15 (Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen).

Nicht bilanzierte sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen (Jahresbetrag) in Höhe von rd. TEUR 1.120.

V. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Erläuterungen zu den sonstigen betrieblichen Erträgen

Erträge aus Währungsumrechnungen betragen TEUR 21,4 (Vorjahr: TEUR 109,6). Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellung betragen TEUR 655,0 (Vorjahr: TEUR 24,1). Hierin enthalten sind Erträge aus der Auflösung von Pensionrückstellungen in Höhe von TEUR 630,0 (Vorjahr: TEUR 0,0).

Erläuterungen zu den Personalaufwendungen

Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 62,1 (Vorjahr: TEUR 50,2).

Erläuterungen zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen

Aufwendungen aus Währungsumrechnungen betragen TEUR 17,1 (Vorjahr: TEUR 11,5).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen von TEUR 2,0 aus der Ansammlung des Unterdeckungsbetrags der Pensionsrückstellungen gemäß Artikel 67 Abs. 1 EG HGB im Zusammenhang mit dem Übergang auf die Bewertungsvorschrift gemäß § 253 Abs. 1 S. 2 BilMoG.

Aufwendung aus der Abzinsung von Rückstellungen betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 11,4).

VI. SONSTIGE ANGABEN

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
gewerbliche Arbeitnehmer Vollzeit 160
gewerbliche Arbeitnehmer Teilzeit 5
Angestellte Vollzeit 30
Angestellte Teilzeit 10
Summe: 205

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Dipl.-Ing. (FH) Olaf Ziel, Vertriebsgeschäftsführer

Dipl.-Ing. (FH) Ralf Eßling, Technischer Geschäftsführer

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer gemäß § 289 Nr. 9a HGB unterbleibt mit dem Hinweis auf die Ausnahmeregelung des § 286 Abs. 4 HGB.

Angaben zu früheren Organmitgliedern

Bezüglich der Angaben nach § 285 Nr. 9b HGB wird von der Ausnahmeregelung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt Euro 2.192.065,95. Aus dem Jahresüberschuss ist eine Vorabausschüttung in Höhe von Euro 1.000.000,00 erfolgt. Aus dem Bilanzgewinn in Höhe von Euro 19.291.993,30 ist ein Betrag in Höhe von Euro 2.904.386,66 in die Gewinnrücklage einzustellen (davon: Euro 1.712.320,71 für das Jahr 2022 und Euro 1.192.065,95 für das Jahr 2023). Der verbleibende Betrag in Höhe von Euro 16.387.606,64 ist auf neue Rechnung vorzutragen.

VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung

Wesentliches Ereignis nach dem Schluss des Geschäftsjahres ist der Fortgang des Ukraine-Kriegs sowie die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs. Der Geschäftsbetrieb ist an die neueren Rahmenbedingungen angepasst worden. Im Detail wird hierzu auf die Ausführungen im Lagebericht im Abschnitt IV "Chancen- und Risikobericht" verwiesen.

 

Billerbeck, den 27. Mai 2024

Franz Ziel GmbH

gez. Olaf Ziel, Geschäftsführer

gez. Ralf Eßling, Geschäftsführer

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 1.189.783,04 230.532,29 0,00 18.535,92 1.401.779,41
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.371,99 0,00 0,00 0,00 5.371,99
Technische Anlagen und Maschinen 1.131.543,96 0,00 140.416,70 0,00 1.271.960,66
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.396.174,95 434.872,67 33.358,65 206.811,79 5.657.594,48
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 96.182,47 79.892,35 -173.775,35 0,00 2.299,47
6.629.273,37 514.765,02 0,00 206.811,79 6.937.226,60
FINANZANLAGEN 542.734,97 0,00 0,00 542.734,97 0,00
8.361.791,38 745.297,31 0,00 768.082,68 8.339.006,01
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Dez. 2023
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 815.297,04 215.360,29 18.534,92 1.012.122,41
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.701,99 358,00 0,00 2.059,99
Technische Anlagen und Maschinen 597.485,96 95.789,70 0,00 693.275,66
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.712.160,95 543.730,32 191.473,79 3.064.417,48
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
3.311.348,90 639.878,02 191.473,79 3.759.753,13
FINANZANLAGEN 0,00 0,00 0,00 0,00
4.126.645,94 855.238,31 210.008,71 4.771.875,54
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023
EUR
31. Dez. 2022
EUR
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 389.657,00 374.486,00
SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.312,00 3.670,00
Technische Anlagen und Maschinen 578.685,00 534.058,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.593.177,00 2.684.014,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.299,47 96.182,47
3.177.473,47 3.317.924,47
FINANZANLAGEN 0,00 542.734,97
3.567.130,47 4.235.145,44

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeines

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Franz Ziel GmbH entwickelt, produziert und verkauft Anlagen im Bereich der Reinraumtechnik. Mit 40 Jahren Erfahrungen haben wir stetig neue Herausforderungen, Techniken und modernste Produktlösungen umgesetzt. Als eines der führenden Unternehmen im Bereich der Reinraumtechnik arbeiten wir weltweit für namenhafte Unternehmen, im Wesentlichen im Bereich der Pharmaindustrie. Unser Produktportfolio umfasst hochwertige Anlagen und den dazugehörigen Service. Neben der Vielzahl von Standardapplikationen liegt ein weiterer Schwerpunkt in der Planung und Umsetzung von Sonderlösungen. Mit gezielten Eigenentwicklungen und umfangreichem Produkt-Knowhow bilden wir mit unserer Leistung die Basis zur sicheren Herstellung von Pharmazeutika.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die innovative Entwicklung von Anlagen im Bereich der Reinraumtechnik sowie dem dazugehörigen Equipment. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. Um den Bereich Forschung und Entwicklung weiter zu steigern, haben wir in diesem Jahr den Bereich Business Development gegründet. Business Development konzentriert sich auf die Kernaufgaben Forschung und Entwicklung, Produktmanagement und GMP Compliance. Insgesamt waren in diesem Jahr 18 Mitarbeiter in dem Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Die Schwerpunkte der F&E-Tätigkeit lagen dabei in der Automatisierung (Pharma 4.0) und Erschließung von zukunftsorientierten Labordienstleistungen sowie in der Entwicklung neuartiger Lüftungskonzepte. Im Jahr 2024 wollen wir den Umfang der Forschung und Entwicklung gegenüber dem Jahr 2023 deutlich steigern.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Branchenentwicklung

Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich 2023 abgeschwächt. Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Plus bei 3,1 % nach 3,5 % im Vorjahr. In den Jahren zuvor war die Weltwirtschaft durchschnittlich noch um 3,8 % gewachsen.

In ihrem Konjunkturbericht ("World Economic Outlook") berichten die IWF-Experten, dass sich die globale Aktivität vor allem in den großen Volkswirtschaften in der zweiten Jahreshälfte 2023 als robust erwies. So stützten laut IWF auf der Nachfrageseite höhere private und staatliche Ausgaben die Aktivität, während auf der Angebotsseite trotz erneuter geopolitischer Unsicherheiten eine erhöhte Erwerbsbeteiligung, wieder stabilere Lieferketten sowie gesunkene Energie- und Rohstoffpreise zum Wachstum beitrugen. Bei einer weiter sinkenden Inflation sei mit einem "soft landing", also mit einer weichen Landung für die Weltwirtschaft zu rechnen.

Das europäische Wirtschaftswachstum, das sich 2022 mit plus 3,4 % dank staatlicher Unterstützungen noch stark gezeigt hatte, konnte 2023 nur noch um 0,5 % zulegen.

Das gesamtwirtschaftliche Wachstum in Deutschland belief sich im Jahr 2023 auf 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr, nachdem es im Vorjahr noch einen Zuwachs von 1,8 % zu verzeichnen gab. Die Erholung der deutschen Wirtschaft vom starken Einbruch im Jahr des Beginns der Covid-19-Pandemie 2020 setzte sich damit nicht fort. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) dämpften trotz der jüngsten Rückgänge die weiterhin hohen Preise in vielen Bereichen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch gestiegene Zinsen und eine insgesamt geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland.

Die eher verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich 2023 auch beim Außenhandel bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe preisbereinigt mit 3,0 % kräftiger als die Exporte, die sich preisbereinigt um 1,8 % reduzierten. Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das Bruttoinlandprodukt stützte.

Laut dem auf den Pharmamarkt spezialisierten Marktforschungsunternehmen IQVIA verzeichnete der Pharmamarkt, dessen Entwicklung bedeutsam für uns ist, im vergangenen Jahr ein robustes Wachstum im mittleren einstelligen Bereich. Begünstigt wurde dieses Wachstum dabei unter anderem durch den gesteigerten Bedarf an Adipositas- sowie Diabetes-Medikamenten und einer erhöhten Nachfrage von innovativen onkologischen Produkten. Weiterhin verzeichneten KI-basierte und digitale Lösungen, die eine erhöhte Produktivität und Effizienz ermöglichen, eine steigende Nachfrage am Markt. Die umsatzstärksten Regionen waren auch im Jahr 2023 wieder Nordamerika und Europa.

Im Maschinen- und Anlagenbau hat sich die Lage weiter verschlechtert. Laut dem VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) blieben die Aufträge 2023 um real 12 % unter ihrem Vorjahreswert. Im Inland lag das Orderminus der Unternehmen bei 11 %, die Bestellungen aus dem Ausland nahmen um 13 % ab. Bei den Euro-Ländern lag das Minus sogar bei 16 %.

2. Geschäftsverlauf

Wir können auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2023 zurückblicken.

Die Gesamtleistung des Geschäftsjahres 2023 liegt um 2,8 % über dem Wert des Geschäftsjahres 2022. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr zwar um TEUR 6.783 gesunken, der Bestand der sich in Arbeit befindlichen Aufträge ist im Vergleich zum Vorjahr jedoch um TEUR 3.298 gestiegen.

Der Anteil der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr merklich erhöht. Der Anteil am Gesamtumsatz beträgt hier rund 70 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Auslandsumsätze um ca. 28 Prozentpunkte gestiegen.

Mit TEUR 2.192 ergibt sich für das Geschäftsjahres 2023 ein Jahresüberschuss. Somit befindet sich der Jahresüberschuss unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: TEUR 2.712).

3. Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Liquiditätslage

Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor geprägt von unserem operativen Geschäft.

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Rohergebnis 22.215 23.090 -875 -3,8
Betriebsergebnis 2.747 4.034 -1.287 -31,9
Ergebnis vor Steuern 2.712 3.980 -1.268 -31,9
Jahresergebnis 2.192 2.712 -520 -19,2

Unsere wesentlichen Ergebnisquellen (Ertragslage) stellen der Sonderanlagenverkauf im Bereich der Isolatoren, RABS und LAF-Systeme dar. Diese machen den wesentlichen Teil der gesamten Umsätze aus. Im Geschäftsjahr 2023 lagen die auf dem Auslandsmarkt erzielten Umsätze mit rd. 70 % der Gesamtumsätze über dem Anteil der im Ausland erzielten Umsätze (rd. 30 %). Der Anteil der Inlandsumsätze zu den Auslandsumsätzen hat sich gemessen am Gesamtumsatz im Vergleich zum Vorjahr zu Gunsten der Auslandsumsätze verschoben.

Die Gesamtleistung hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um rund 2,8 % erhöht. Es wurde ein Bestand an unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 22.629 aufgebaut. Dies entspricht einer Bestandmehrung in Höhe von TEUR 3.298.

Der Materialeinsatz hat sich gegenüber dem Vorjahreswert erhöht. Dies ist insbesondere auf die erhöhten Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe zurückzuführen, die im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.356 infolge des Bestandsaufbaus der unfertigen Erzeugnisse sowie aufgrund von Preissteigerungen auf dem Beschaffungsmarkt gestiegen sind.

Unsere Personalaufwendungen liegen auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei wurden höhere Personalkosten infolge des gestiegenen Mitarbeiterstands durch die Veränderung von Personalrückstellungen kompensiert.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind mit rund TEUR 855 nahezu unverändert im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 868). Die im Jahr 2023 getätigten Investitionen betreffen im Wesentlichen Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in Rechte.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um TEUR 911 über dem Vorjahreswert. Wesentlichen Anteil daran haben die im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Raumkosten durch die Erweiterung unserer Produktionsfläche im Geschäftsjahr 2023 sowie erhöhte Aufwendungen für die Warenabgabe sowie erhöhte Werbe- und Reisekosten aufgrund vermehrter ausländischer Geschäftsbeziehungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 647 auf TEUR 909 gestiegen. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die ertragswirksame Auflösung von Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis beträgt TEUR 2.747 (Vorjahr: TEUR 4.034).

Das Finanzergebnis liegt mit TEUR -35 um TEUR 18 über dem Vorjahresergebnis (TEUR -54).

Das EBITDA beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 3.599. Gegenüber dem Vorjahreswert (TEUR 4.898) ergibt sich eine Verminderung um TEUR 1.299.

Unsere Finanzlage zeigt sich sehr stabil.

Die Eigenkapitalquote weist mit 40,5 % einen sehr guten Wert aus. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Quote um ca. 9 % Prozentpunkte gesunken. Bei einem fast unveränderten Eigenkapital (+ 1,0 %) ist diese Entwicklung auf die gestiegene Bilanzsumme zurückzuführen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf rund 1,9 % der Bilanzsumme. Der Anteil der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme ist um 3,3 Prozentpunkte gesunken.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen belaufen sich auf TEUR 24.614, also auf rund 51,4 % (Vorjahr: 37,5 %) der Bilanzsumme. Die erhaltenen Anzahlungen dienen der Finanzierung des in Arbeit befindlichen Auftragsbestands. Sämtliche Verbindlichkeiten können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Unsere Investitionen im Bereich der Sachanlagen und Software belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 745 (Vorjahr: TEUR 1.546). Die Investitionen betreffen Anschaffungen im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Rechte.

Langfristige Anlagen sind vollständig durch unser Eigenkapital gedeckt. Die Vorräte, die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände decken vollständig die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Anzahlungen. Die Vorratsbestände liegen mit TEUR 28.269 um rund TEUR 3.629 über dem Vorjahreswert.

Der Bestand an liquiden Mitteln (Kassen- und Bankguthaben) sowie an Wertpapieren beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 6.438.

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft zeigt ebenfalls ein erfreuliches Bild. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Finanzierungsbereich stabil.

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 3.567 4.235 -668 -15,8
kurzfristige Vermögenswerte 37.878 30.964 -6.914 22,3
liquide Mittel u. Wertpapiere 6.438 3.223 3.215 99,8
Bilanzsumme 47.883 38.422 9.461 24,6

Passiva

Eigenkapital 19.367 19.175 192 1,0
Rückstellungen 1.997 2.526 -529 -20,9
Verbindlichkeiten 26.519 16.721 9.798 58,6
Bilanzsumme 47.883 38.422 9.461 24,6

Das Anlagevermögen liegt mit TEUR 3.567 um TEUR 668 unter dem Vorjahreswert. Die Anlagenintensität ist von 11,0 % im Vorjahr auf 7,4 % gesunken. Den Zugängen im Anlagevermögen in Höhe von TEUR 745 stehen Abschreibungen von TEUR 855 und Abgänge zu Buchwerten von TEUR 558 gegenüber.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf:

Jahresergebnis

Gesamtleistung

EBITDA

Cashflow.

Das Jahresergebnis liegt mit TEUR 2.192 um TEUR 520 unter dem Vorjahreswert (TEUR 2.712).

Die Gesamtleistung liegt um 2,8 % über dem Vorjahreswert.

Das EBITDA beträgt TEUR 3.599 (Vorjahr: TEUR 4.898).

Der Cashflow aus operativer Tätigkeit lag bei TEUR 5.438. Im Hinblick auf den Vorjahreswert (TEUR -4.221) ist die Entwicklung als sehr positiv zu beurteilen.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein.

Die Gesamtleistung liegt auf einem hohen Niveau. Der Wert liegt um 2,8 % über dem Vorjahreswert. Das Jahresergebnis liegt um TEUR 520 unter dem Vorjahreswert.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Anzahlungen sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel, das Warenlager und kurzfristige Forderungen mehr als gedeckt.

C. Prognosebericht

1. Voraussichtliche Entwicklung

a. Politische und makroökonomische Entwicklung

Für das Jahr 2024 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 3,1 % - der Wert liegt damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr. Die Konjunkturprognose für das Jahr 2025 fällt laut dem Bericht "World Economic Outlook" vom 31. Januar 2024 mit einem Plus von 3,2 % leicht höher aus. Damit sinkt das gegenwärtige Wachstum der Weltwirtschaft jedoch dauerhaft unter den historischen Vergleichswert der vergangenen zwei Jahrzehnte, der bei durchschnittlich 3,8 % pro Jahr liegt.

Das Wachstum in der Eurozone wird sich laut IWF-Prognose von 0,9 % im Jahr 2024 auf 1,7 % im Folgejahr erhöhen. Ähnlich sieht es für Deutschland aus - das einzige Land der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, dessen Wirtschaft 2023 geschrumpft ist. Hier sagen die Berechnungen ein Plus des Bruttoinlandprodukts von 0,5 % für 2024 und von 1,6 % im Folgejahr voraus, eine Rezession wird für Deutschland von den IWF-Ökonomen also nicht mehr erwartet. Moderate Zuwächse beim Wirtschaftswachstum 2024 und dann wieder zunehmend für 2025 wurden vom IWF auch für Spanien, Frankreich und Italien sowie Großbritannien berechnet

b. Branchenbezogene Entwicklung

Der Ausblick für den Pharmamarkt 2024 ist gemischt. Nach der Investitionshochzeit in Covid-19-Impfstoffe im Zuge der weltweiten Corona-Pandemie deutet sich hier ein Rückgang an. Zudem belasten die geopolitischen Krisen mit ihren makroökonomischen Folgen auch die wirtschaftliche Lage der pharmazeutischen Industrie, was zu Kosteneinsparungen und vermehrt zu Lieferengpässen innerhalb der Wertschöpfungskette führen kann.

Auf der anderen Seite bleiben Produkte und Medikamente zur Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit) ein entscheidender Treiber für Industriewachstum. Zudem fokussiert sich die Branche weiterhin verstärkt auf innovative Technologien wie künstliche Intelligenz und die Umsetzung von autonomen Fabriken auf dem Weg zur Industrie 4.0.

Das konjunkturelle Umfeld bleibt somit grundsätzlich positiv.

c. Voraussichtliche Unternehmensentwicklung

Die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens wird von uns positiv beurteilt. Die Branchen der Pharmazietechnik und der Biotechnologie bieten ein gesundes Wachstumspotential. Kostensteigerungen im Leistungserstellungsprozess begegnen wir durch die Schaffung und Ausnutzung von Rationalisierungspotentialen. Durch eine weitsichtige Personalpolitik wirken wir einem Fachkräftemangel entgegen.

Unsere Fertigungskapazitäten erlauben es uns, die wachsende Nachfrage unserer Kunden angemessen zu bedienen.

In unserer Planung gehen wir von einer Steigerung unserer Gesamtleistung aus. Insgesamt erwarten wir für 2024 einen Jahresüberschuss, der über dem Niveau des Jahres 2023 liegt.

Beim EBITDA gehen wir ebenfalls von einem Wert über dem Niveau des diesjährigen Wertes aus.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

d. Entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen und bestandsgefährdende Risiken

Eine Bestandsgefährdung unseres Unternehmens sehen wir derzeit nicht.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a. Politische und makroökonomische Risiken

Potentielle negative Entwicklungen, die sich aus der aktuellen politischen und makroökonomischen Situation ergeben, können sich auch auf unser Unternehmen auswirken.

Die Weltwirtschaft erholt sich allmählich von den Folgen der Covid-19-Pandemie und der russischen Invasion der Ukraine. Die zunehmende Bedrohung durch bewaffnete Auseinandersetzungen, wie beispielsweise dem wieder aufgeflammten Konflikt im Nahen Osten, sowie die Spannungen zwischen den USA und China können jedoch zu weiteren Sanktionen und wirtschaftlichen Maßnahmen führen, die den Welthandel belasten und sich auf bi- und multilaterale Beziehungen auswirken könnten. Die sich daraus ergebenden Risiken können sich negativ auf unsere Lieferketten und Umsätze in unseren ausländischen Absatzmärkten auswirken. Wir begegnen diesem Risiko mit einer Diversifikation hinsichtlich der Regionen sowie mit Maßnahmen, die die Belastbarkeit von Lieferketten und -netzwerken gewährleisten.

Die weltweite Inflation verbleibt trotz Rückgang im Jahr 2023 oberhalb des Zielniveaus. Hier ergeben sich neben den Risiken auf den realen Märkten zusätzlich Risiken für die Stabilität von Kapital- und Finanzmärkten.

Weitere negative konjunkturelle Auswirkungen erwachsen aus den zum Teil hohen Haushaltsdefiziten im Bereich des Euroraums.

Mögliche negative Entwicklungen aus den politischen und makroökonomischen Risiken werden zwar als möglich angesehen, unsere dahingehenden Annahmen enthalten jedoch keine Extremszenarien.

b. Branchenspezifische Risiken

Zunehmender Wettbewerbsdruck im pharmazeutischen Bereich kann erhebliche Auswirkungen auf absetzbare Mengen und durchsetzbare Preise unserer Produkte haben. Durch den Bedarf an effizienteren und ertragreicheren Herstellungsverfahren sowie beschleunigte Zulassungsverfahren ist jedoch im Pharmabereich ein Marktwachstum zu erwarten.

Aufgrund unserer Produktpalette und der Anwendungsfelder für unsere Produkte sowie eine gesicherte Auftragslage gehen wir davon aus, dass unsere branchenspezifischen Risiken eher gering einzuschätzen sind. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen.

c. Weitere ertrags- sowie finanzwirtschaftliche Risiken

Verzögerungen von Fertigstellungs- und Übergabeterminen können unsere Ertragslage negativ beeinflussen. Eine laufende und enge Abstimmung unserer Projektleitung mit unseren Kunden ermöglicht uns jedoch einen weitsichtigen und effizienten Ressourceneinsatz.

Der Personalbeschaffungsmarkt ist gekennzeichnet durch einen intensiven Wettbewerb, dem auch wir gegenüberstehen. Wir haben bereits Maßnahmen getroffen und umgesetzt, die unsere Attraktivität als Arbeitgeber steigen lässt. Erfolge zeigen sich in der positiven Entwicklung des Mitarbeiterbestandes. Erfreulich ist, dass wir Jahr für Jahr eine zufriedenstellende Anzahl an Auszubildende für uns gewinnen können. Wichtig ist für die Geschäftsführung eine angemessene Personalentwicklung auf allen Ebenen und eine auf Dauer angelegte Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern. Führungspositionen werden, soweit es geht, aus eigenen Reihen besetzt.

Risiken aus Betriebsunterbrechung und Produktionsausfällen begegnen wir mit adäquatem Versicherungsschutz.

Um unberechtigte Zugriffe oder Datenverluste zu verhindern und die ständige Verfügbarkeit der Systeme zu garantieren (IT-Risiken), schützen wir unsere Informationstechnik durch zahlreiche technische Maßnahmen. Weiterhin werden die Mitarbeiter regelmäßig für das Thema IT-Sicherheit sensibilisiert und geschult, damit sich das Unternehmen erfolgreich vor Cyber-Angriffen schützen kann.

Liquiditätsrisiken begegnen wir mit einem konsequenten und erfolgreichen Forderungsmanagement sowie im Rahmen der Liquiditätsplanung über die Vereinbarung von verbindlichen Zahlungsplänen mit unseren Kunden bei größeren Projekten.

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

2. Chancenbericht

Durch den Einstieg der Körber Pharma GmbH als Gesellschafter sehen wir uns für eine weiterhin erfolgreiche und sichere Zukunft bestens gerüstet. Die Körber Pharma GmbH gehört zu dem Körber-Konzern - einem international erfolgreichen Technologiekonzern mit mehr als 12.000 Mitarbeitern an über 100 Standorten weltweit.

Durch die Zusammenarbeit sehen wir Chancen in der gemeinsamen Entwicklung Richtung Turnkey-Anbieter, in dem Zugriff auf das weltweite Vertriebs- und Servicenetzwerk, in der Erweiterung des Beschaffungsmarktes sowie in dem Zugang zu erweiterten Produktionskapazitäten. Potential sehen wir auch in den Themenbereichen Digitalisierung, Pharma 4.0 sowie in dem Themenbereich Software- und KI-Lösungen.

Weiterhin erkennen wir Chancen in dem weltweiten Ausbau der pharmazeutischen Produktionskapazitäten, aber insbesondere auch in Deutschland und Europa. Das Bundeskabinett hat im Dezember 2023 die Nationale Pharmastrategie beschlossen. Die Nationale Pharmastrategie beinhaltet die Stärkung der Pharmaproduktion in Europa. Dies soll beispielsweise mit dem Abbau der Bürokratie und Zuschüssen zu Investitionen in Produktionsstätten erreicht werden.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Im Bereich der Patentanmeldungen ist von einer positiven Entwicklung auszugehen.

Mit der Erweiterung unseres Standorts in Billerbeck um eine weitere Produktionshalle stellen wir uns zukunftsweisend auf. Die Erweiterung der Produktionskapazitäten ermöglicht uns, hinsichtlich unserer Gesamtleistung und der Beschäftigtenanzahl zu wachsen.

Durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen und Erdwärmepumpen setzen wir stark auf erneuerbare Energien, sodass wir in einem hohen Maße unabhängig sind von fossilen Energien und deren Preisentwicklungen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem komplexen Wettbewerbsumfeld sowie in steigenden Beschaffungs- und Produktionskosten. Die angeführten Branchen- und Marktrisiken könnten zu einer negativen Auswirkung auf unsere Leistungsindikatoren führen. Die dargestellten Chancen bieten die Möglichkeit zu einer stabilen Entwicklung der Leistungsindikatoren. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet.

E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, erhaltene Anzahlungen von Kunden und Guthaben bei Kreditinstituten. Die erhaltenen Anzahlungen werden durch den vereinbarten Aval-Rahmen abgesichert.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend durch Vorauszahlungen sowie mittels Lieferantenkrediten. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes nennenswerte Handelsgeschäft die Zahlung von Abschlägen vereinbart.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

F. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

 

Billerbeck, den 27. Mai 2024

Franz Ziel GmbH

gez. Olaf Ziel, Geschäftsführer

gez. Ralf Eßling, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

An die Franz Ziel GmbH, Billerbeck

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Franz Ziel GmbH, Billerbeck, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Franz Ziel GmbH, Billerbeck, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gütersloh, 27. Mai 2024

unavigator GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mario Frisch, Wirtschaftsprüfer

Achim Nolte, Wirtschaftsprüfer

ERGEBNISVERWENDUNGSBESCHLUSSBERICHT

Für das Jahr 2023 wird aus dem Bilanzgewinn 2023 ein Betrag in Höhe von 2.904.386,66 € in die Gewinnrücklage eingestellt. Der verbleibende Betrag in Höhe von 16.387.606,64 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

WEITERE UNTERLAGEN

Der Jahresabschluss wurde am 13. September 2024 festgestellt.

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