Stammdaten

Register
Amtsgericht Wittlich HRB 31478
Eingetragen
15.12.1980
Branche
Bauträger für WohngebäudeBauträger für andere Gebäude und BauwerkeHerstellung von Gipserzeugnissen für den Bau
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung, Montage und der Vertrieb von Bauwerken und Bauteilen aller Art, vornehmlich in Fertigbauweise, für private und industrielle Zwecke, einschließlich zugehöriger haustechnischer Anlagen, die Vermittlung von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten, gewerblichen Räumen, Wohnräumen und Darlehen, die Planung, Entwicklung und Lieferung von industriellen Anlagen nebst Infrastruktur für die Herstellung von Bauwerken und Bauteilen aller Art in Fertigbauweise, die Beratung, Organisationsplanung und Ausbildung von Personal für die Herstellung von Bauwerken und Bauteilen aller Art in Fertigbauweise, der Betrieb aller dem Baugewerbe dienenden Hilfsgeschäfte, insbesondere der Einkauf, die Herstellung und die Verwertung von Baustoffen, materialien und -geräten, die Verwertung von Patenten und sonstigen gewerblichen Schutzrechten auf dem Bausektor.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jörg Kraemer
seit 10.6.2024
Prokura
Elke Weber-Haepp
seit 10.6.2024
Prokura
Markus Scherb
seit 17.1.2024
Geschäftsführer
Oliver Peter Brand
seit 19.4.2022
Geschäftsführer
Günter M. Mans
seit 24.1.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ADCURAM Fertighaus Gruppe GmbH
Germany
3.664.600 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Streif GmbH

Weinsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 15.281,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.671.382,60 6.481.559,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.546.349,00 2.952.523,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 501.047,00 638.299,00
4. Anlagen im Bau 67.236,03 370.629,80
10.786.014,63 10.443.011,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.291.188,50 7.071.405,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.436.500,00 1.662.600,00
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 25.071.104,98 27.910.231,51
3. Erhaltene Anzahlungen -18.155.733,47 -21.735.956,51
8.351.871,51 7.836.875,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 555.024,11 112.440,85
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.795.204,27 9.925.911,09
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.674.055,61 3.358.345,44
6.024.283,99 13.396.697,38
III. Flüssige Mittel 858.284,29 641.216,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 247.930,29 65.020,97
D. Aktive latente Steuern 163.977,00 152.222,00
33.723.550,21 39.621.729,07

Passiva

Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.664.600,00 3.664.600,00
II. Kapitalrücklage 388.238,24 388.238,24
III. Bilanzgewinn 532.214,09 1.317.734,40
4.585.052,33 5.370.572,64
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.904.645,40 3.739.994,80
2. Steuerrückstellungen 330.970,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 4.597.982,40 5.262.338,29
8.833.597,80 9.002.333,09
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.529.501,39 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.995.306,37 12.219.751,42
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.519.434,45 4.797.924,07
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.017.099,24 7.048.776,39
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.243.558,63 1.182.371,46
20.304.900,08 25.248.823,34
33.723.550,21 39.621.729,07

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 94.213.978,73 86.419.097,32
2. Verminderung (Vj.: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.828.800,53 820.464,59
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.358.184,50 274.127,05
92.743.362,70 87.513.688,96
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 23.850.800,40 22.932.694,76
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 43.340.648,74 42.207.398,71
67.191.449,14 65.140.093,47
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.444.271,36 14.264.636,74
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.494.335,25 2.824.879,07
18.938.606,61 17.089.515,81
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.052.286,97 1.053.420,18
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.581.335,85 3.381.100,22
979.684,13 849.559,28
8. Erträge aus Beteiligungen 0,00 13.250.000,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.273,90 168.688,63
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 302.613,64 98.410,67
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 455.135,00 1.635.957,19
-718.474,74 11.684.320,77
12. Ergebnis nach Steuern 261.209,39 12.533.880,05
13. Sonstige Steuern 46.729,70 54.534,36
14. Jahresüberschuss 214.479,69 12.479.345,69
15. Vorabgewinnausschüttung -1.000.000,00 -14.000.000,00
16. Gewinnvortrag 1.317.734,40 2.838.388,71
17. Bilanzgewinn 532.214,09 1.317.734,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeines

Die Streif GmbH, Weinsheim (im Folgenden auch "Gesellschaft" genannt), wird im Handelsregister des Amtsgerichts Wittlich unter der Register-Nummer HRB 31478 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Ausweis- und Gliederungsvorschriften wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften befolgt.

Zur besseren Darstellung der Vermögenslage werden die erhaltenen Anzahlungen offen von den Vorräten abgesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen betreffen vorgefertigte Teile und noch nicht abgerechnete Bauarbeiten sowie Vorratsgrundstücke.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt.

Anlagevermögen

Die Bewertung des Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und entspricht den gesetzlichen Vorschriften.

Folgende Bewertungsmethoden wurden angewandt:

Die Herstellungskosten der selbsterstellten Anlagen umfassen Einzelkosten zuzüglich angemessener Fertigungsgemeinkosten.

Bei abnutzbaren Vermögensgegenständen wurden planmäßige lineare Abschreibungen vorgenommen. Bei den Zugängen im Geschäftsjahr erfolgte die Abschreibung linear pro rata temporis.

Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von Musterhäusern beträgt 15 Jahre. Den Abschreibungen auf die übrigen Gebäude sind Nutzungsdauern von 25 bis 50 Jahren zugrunde gelegt.

Die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 15 Jahre.

Für geringwertige Wirtschaftsgüter wurde bis 2017 ein Sammelposten gebildet, der linear über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben wurde. Ab dem Jahr 2018 wurden die geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungskosten in Höhe von netto EUR 800 sofort vollständig abgeschrieben. Durch den technologischen Fortschritt und einen immer schnelleren Wandel, werden die digitalen Wirtschaftsgüter ab dem Jahr 2022 über eine kürzere Dauer abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die selbst hergestellten Vorräte werden zu den handelsrechtlich aktivierungspflichtigen Einzelkosten zuzüglich angemessener Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Verwaltungskosten bewertet.

Die übrigen Vorräte sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Zur Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung wurden angemessene Abwertungen vorgenommen.

Erhaltene Anzahlungen sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Den erkennbaren Risiken bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen wird durch angemessene Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorausgezahlte Beträge bzw. fällige Ausgaben, die gem. § 250 Abs. 1 HGB Aufwand für bestimmte Zeiträume nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in der Höhe angesetzt, in der sie in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich zu Steuerentlastungen führen. Aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz resultieren aktive latente Steuern aus den Posten Anlagevermögen und Pensionsrückstellungen sowie passive latente Steuern aus dem Posten Gewährleistungsrückstellungen. Der Berechnung liegt der zum Realisationszeitpunkt erwartete Steuersatz in Höhe von 29,125 % (VJ: 29,125 %) zu Grunde, der am Bilanzstichtag gültig bzw. bereits verabschiedet ist. Das Wahlrecht zur Bilanzierung eines aktiven Überhangs wurde ausgeübt und ein Betrag in Höhe von TEUR 164 (VJ: TEUR 152) aktiviert. Es besteht eine Ausschüttungssperre über diesen Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital wurde mit dem Nennwert angesetzt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der "Projected unit credit"-Methode unter Berücksichtigung eines Rententrends von 2,25 % (VJ: 2,0 %), eines Rechnungszinssatzes von 1,82 % (VJ: 1,87 %) und den Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Als Rechnungszinssatz wurde der von der deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre herangezogen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Die Bemessung von Rückstellungen für Garantien wird nach einem aus Erfahrungswerten abgeleiteten Anteil von Gewährleistungskosten unter Berücksichtigung des nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB notwendigen Erfüllungsbetrages ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr erfolgt keine Abzinsung.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagegegenstände im Jahr 2023 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

(2) Finanzanlagen

Die Streif GmbH hält Anteile an folgenden Unternehmen:

Eigenkapital Jahresergebnis Anteil
T€ T€ %
Schwabenhaus Verwaltungsgesellschaft mbH, Heringen (Werra) 6.678 -338 100

Vorjahr:

Eigenkapital Jahresergebnis Anteil
T€ T€ %
SCHWABENHAUS Verwaltungsges. mbH, Heringen / Werra 24 18 100
SCHWABENHAUS GmbH & Co. KG, Heringen / Werra 6.673 4.473 100

Im Geschäftsjahr 2023 wurden mit Ausgliederungsstichtag 1. Januar 2023 die Kommanditanteile an der Schwabenhaus GmbH & Co. KG, ein Forderungsanspruch dieser gegenüber sowie weitere Vermögensgegenstände im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme auf die Schwabenhaus Verwaltungsgesellschaft mbH übertragen. Die der Streif GmbH in diesem Zusammenhang neu gewährten Anteile wurden unter Fortführung der Buchwerte bilanziert.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit unter einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 984 (VJ: TEUR 9.926) Finanzforderungen nebst Zinsen sowie in Höhe von TEUR 812 (VJ: TEUR 0) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

(4) Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betreffen in Höhe von TEUR 3.905 laufende Renten. Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.005. Dieser wurde gemäß dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB auf 15 Jahre verteilt und in Höhe von TEUR 938 (davon TEUR 67 entfallend auf das Berichtsjahr) bereits den Rückstellungen zugeführt. Die verbleibende Unterdeckung zum 31. Dezember 2023 beträgt somit TEUR 67 (VJ: TEUR 134).

Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnde Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 20 (VJ: TEUR 86). Dieser Unterschiedsbetrag ist nach § 253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

(5) sonstige Rückstellungen

Der Ausweis betrifft insbesondere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen bei abgerechneten Bauvorhaben TEUR 1.997 (VJ: TEUR 1.897), für Gewährleistungen TEUR 801 (VJ: TEUR 1.093), für Personalverpflichtungen TEUR 1.470 (VJ: TEUR 1.275), für sonstige Steuern TEUR 91 (VJ: TEUR 697) sowie für Prüfungs- und Jahresabschlusskosten TEUR 81 (VJ: TEUR 80).

(6) Verbindlichkeiten

31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 31.12.2022 davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr
T€ T€ T€ TE
Bankverbindlichkeiten 2.530 2.530 0 0
Erhaltene Anzahlungen 9.995 9.995 12.220 12.220
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.519 4.451 4.798 4.714
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.017 2.017 7.049 7.049
Sonstige Verbindlichkeiten 1.244 1.244 1.182 1.182
- davon aus Steuern (512) (512) (471) (471)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit (33) (33) (68) (68)
20.305 20.237 25.249 25.165

Als Sicherheiten für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden diverse Bankkonten der Gesellschaft, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und bestehende gewerbliche Schutzrechte verpfändet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 1.334 (VJ: TEUR 6.501) Finanzverbindlichkeiten und in Höhe von TEUR 682 (VJ: TEUR 548) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Diese bestehen in Höhe von TEUR 255 (VJ: TEUR 6.501) gegenüber Gesellschaftern.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über 5 Jahren.

Die von den Vorräten offen abgesetzten sowie die darüber hinaus erhaltenen Anzahlungen betreffen in Höhe von TEUR 27.661 verbundene Unternehmen (VJ: TEUR 34.382).

Termingeldkonten (TEUR 326; VJ: TEUR 225) sind für Bürgschaften und verschiedene Avale verpfändet.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach geographischen Märkten wie folgt:

2023 2022
T€ T€
Bundesrepublik Deutschland 83.822 80.512
Übriges Europa 10.392 5.907
94.214 86.419

Von den Umsatzerlösen entfallen TEUR 93.662 (VJ: TEUR 86.038) auf das Haus- und Projektgeschäft und TEUR 552 (VJ: TEUR 381) auf sonstige Lieferungen und Leistungen.

(2) Materialaufwand

Der Materialaufwand enthält im Wesentlichen Aufwendungen für Montage und Fremdleistungen.

(3) Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält TEUR 490 (VJ: TEUR 94) Aufwendungen für Altersversorgung.

(4) sonstiger betrieblicher Aufwand

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 67 enthalten, die 1/15 des aufgrund der geänderten Bewertung entstandenen Anpassungsbetrages für Pensionsrückstellungen betreffen (vgl. dazu III. unter (4)).

(5) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Es sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 38 (VJ: TEUR 169) enthalten.

(6) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten enthält Aufwand der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 65 (VJ: TEUR 72) sowie Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 24 (VJ: keine).

(7) Ertragsteuern

Die ausgewiesenen Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2022 betrafen im Wesentlichen Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer der Streif GmbH und der Schwabenhaus GmbH & Co. KG. Durch die Ausgliederung der Kommanditanteile der Schwabenhaus GmbH & Co. KG zum 1. Januar 2023 betreffen die ausgewiesenen Ertragsteuern im Berichtsjahr lediglich die Streif GmbH und bestehen im Wesentlichen aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer der Vorjahre.

Aus dem Ansatz aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen ergab sich ein Steuerertrag in Höhe von TEUR 12 (VJ: TEUR 0), der in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten ist.

(8) Teilweise Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss ist unter teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt.

V. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte / sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Pachtverträgen mit Laufzeiten bis zu vier Jahren belaufen sich auf insgesamt TEUR 592. Von diesen Verpflichtungen sind TEUR 275 innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen.

Aufgrund der beschriebenen Ausgliederungsmaßnahme besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Streif GmbH gem. §133 UmwG für Verbindlichkeiten der Schwabenhaus GmbH, welche vor dem Wirksamwerden der beschriebenen Ausgliederung begründet wurden.

Haftungsverhältnisse

Es besteht eine Kreditvereinbarung zwischen der ADCURAM Fertighaus Gruppe GmbH und der Bayerischen Landesbank, Unicredit Bank AG sowie der Raiffeisenbank International AG vom 25. Oktober 2021, zu der die Streif GmbH, die STREIF Haus GmbH sowie die Schwabenhaus GmbH & Co. KG zum 14. Dezember 2021 als Mitschuldner und Kreditnehmer beigetreten sind und insofern seit dem 14. Dezember 2021 gesamtschuldnerisch mithaften. Bis zum 25. Oktober 2022 war die IKB Deutsche Kreditbank anstelle der Unicredit Bank AG im Bankenkonsortium vertreten. Die Kreditvereinbarung enthält verschiedene Kreditlinien über insgesamt EUR 45 Mio. Die Kredite wurden bislang ordnungsgemäß bedient, entsprechend der Vertrags- und Finanzplanung ist mit keiner Inanspruchnahme zu rechnen. Mit Verträgen vom 27. und 31. Januar 2022 wurden diverse Bankkonten der Gesellschaft, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Sachanlagevermögen und bestehende gewerbliche Schutzrechte als Sicherheiten bestellt.

Mitarbeiter 2023 Durchschnitt 2022 Durchschnitt
Gewerbliche Mitarbeiter 150 139
Gewerbliche Mitarbeiter Teilzeit 5 9
Angestellte 111 103
Angestellte Teilzeitkräfte 22 19
Auszubildende 14 16
Gesamt 302 286

Bezüge ehemaliger Organmitglieder

Die Bezüge aus der betrieblichen Altersversorgung für ehemalige Organmitglieder betrugen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 225. Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans sind TEUR 1.849 zurückgestellt.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB sind im Konzernabschluss der obersten Muttergesellschaft enthalten.

Geschäftsführer

Herr Jürgen Sperzel, Dipl.-Ing, (FH), Kassel - Geschäftsführer (bis 1. Januar 2024)

Herr Günter M. Mans, Dipl.-Betriebswirt (FH), Prüm - Geschäftsführer

Herr Oliver Brand, Dormagen - Geschäftsführer

Herr Michael Belschak, Köln - Geschäftsführer (bis 1. Januar 2024)

Herr Christian Baumann, Bad König - Geschäftsführer (bis 1. Januar 2024)

Mit Wirkung zum 1. Januar 2024 bestellt:

Herr Markus Scherb, Schreinermeister und Betriebswirt, Hellental

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Mutterunternehmen

Unmittelbares Mutterunternehmen, welches gemäß § 290 HGB einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen aufstellt, ist die ADCURAM Fertighaus Gruppe GmbH.

Die ADCURAM Invest GmbH, München, erstellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis der einzubeziehenden Unternehmen. In diesen Konzernabschluss sind die ADCURAM Fertighaus Gruppe GmbH, München und ihre mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und ist unter www.unternehmensregister.de abrufbar.

Ereignisse nach Bilanzstichtag

Mit Datum vom 15. Mai 2024 wurde zwischen der ADCURAM Fertighaus Gruppe GmbH, München, als Organträgerin und der Streif GmbH als Organgesellschaft ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss 2023 unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags und der bereits erfolgten Vorabgewinnverwendung auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Weinsheim, den 21. Juni 2024

Streif GmbH

Die Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens der Streif GmbH, Weinsheim, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 237.231,09 0,00 0,00 0,00 237.231,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.152.109,80 489.972,86 0,00 0,00 15.642.082,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.212.243,36 743.638,60 370.629,80 214.936,96 12.111.574,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.608.707,90 140.675,71 0,00 0,00 3.749.383,61
4. Anlagen im Bau 370.629,80 67.236,03 -370.629,80 0,00 67.236,03
30.343.690,86 1.441.523,20 0,00 214.936,96 31.570.277,10
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.071.405,00 7.214.345,50 0,00 6.994.562,00 7.291.188,50
37.652.326,95 8.655.868,70 0,00 7.209.498,96 39.098.696,69
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 221.950,09 15.281,00 0,00 237.231,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.670.550,20 300.149,86 0,00 8.970.700,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 8.259.720,36 458.928,40 153.422,96 8.565.225,80
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.970.408,90 277.927,71 0,00 3.248.336,61
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
19.900.679,46 1.037.005,97 153.422,96 20.784.262,47
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
20.122.629,55 1.052.286,97 153.422,96 21.021.493,56
Buchwerte
Stand am 31.12.2023 Stand am 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0,00 15.281,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.671.382,60 6.481.559,60
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.546.349,00 2.952.523,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 501.047,00 638.299,00
4. Anlagen im Bau 67.236,03 370.629,80
10.786.014,63 10.443.011,40
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 7.291.188,50 7.071.405,00
18.077.203,13 17.529.697,40

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Streif GmbH hat ihren Produktionsstandort in Weinsheim. Die Geschäftstätigkeit umfasst im Wesentlichen die Herstellung von Fertighäusern für private Bauherren, insbesondere unter dem Namen "STREIF Haus" sowie die Errichtung von vorgefertigten Bauwerken und Bauteilen aller Art. Absatzgebiete der Fertighäuser sind im Wesentlichen Deutschland und Luxemburg. Der Vertrieb der Ein- und Zweifamilienhäuser erfolgt über die STREIF Haus GmbH.

Forschung und Entwicklung betreibt Streif selbst nicht, unsere Aktivitäten umfassen jedoch insbesondere den Einsatz neuer Verfahren in der Haustechnik und der Haussteuerungstechnik sowie die Entwicklung fortschrittlicher Grundriss-Architekturen.

II. Wirtschaftsbericht 2023

1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

1.1 Weltwirtschaft

Die globale Wirtschaftsproduktion beschleunigte sich im dritten Quartal 2023 dank der Expansionsdynamik in China und den USA. Im Gegensatz dazu sank der globale Warenhandel im vierten Quartal in Folge, stabilisierte sich jedoch zum Jahresende. Die Konsumstruktur der privaten Haushalte normalisierte sich nach dem Ende der Pandemie, wobei Dienstleistungen gegenüber Waren bevorzugt wurden. Unternehmen reduzierten ihre Lagerbestände an Zwischenprodukten nach den Lieferkettenproblemen. Der Preis für Rohöl blieb mittelmäßig stabil, während der Preis für Erdgas seit dem Sommer stieg.

Die Inflation in den USA und im Euroraum ging zurück, aber die Arbeitsmärkte blieben angespannt. Entgegen aller Erwartungen verzeichneten die USA eine starke Wirtschaftslage, unterstützt durch private Konsumausgaben. Die Verbraucherstimmung blieb trotz strenger Geldpolitik positiv. Die OECD prognostiziert ein steigendes gesamtwirtschaftliches Defizit von 7,4 % des BIP im Jahr 2023, da die Fiskalpolitik expansiv ist. Dadurch bleibt die Inflationsrate über 3 %.

1 Quellen: Jahresgutachten des Sachverständigenrats 2023/24, IFO Schnelldienst Sonderausgabe Dezember 2023, DIW Berlin: DIW- Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft kämpft sich aus der Winterrezession, Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2023, Handelsblatt 15.02.2024: Deutschland fällt beim Wirtschaftswachstum zurück

Im Eurogebiet hat sich die Nachfrage der privaten Haushalte aufgrund der schlechteren Reallohnentwicklung abgeschwächt. Der Energiepreisschock des letzten Jahres beeinträchtigte die Industriekonjunktur in den stärksten Regionen Mitteleuropas. Die gesamtwirtschaftliche Produktion blieb vom vierten Quartal 2022 bis zum dritten Quartal 2023 weitgehend unverändert. Dennoch bestehen im Euroraum weiterhin Schwierigkeiten auf den Arbeitsmärkten. Die demografisch bedingte Arbeitskräfteknappheit erhöht Suchkosten und verringert die Rekrutierungschancen für Unternehmen. Mitarbeiter bleiben trotz geringer Arbeitsbelastung eher im Unternehmen. Die Inflationsrate ist zuletzt schnell gesunken und lag im November 2023 nur knapp über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank.

Die Konjunkturerholung stützt sich hauptsächlich auf private Konsumausgaben. Die Federal Reserve der USA und die EZB werden voraussichtlich ihre Leitzinsen senken. Der weltweite Warenhandel und die Industrieproduktion gewinnen an Dynamik, während Chinas vergleichsweise schwache Wirtschaftsentwicklung dämpfend wirkt. Die Immobilienkrise beeinträchtigt die Einkommen der privaten Haushalte. Realzinsen sind in vielen Ländern höher als vor der Pandemie.

Der Zuwachs der Weltproduktion wird von 2,7 % im laufenden Jahr auf 2,0 % im nächsten Jahr und 2,3 % im Jahr 2025 abnehmen. Sowohl entwickelte Länder (von 1,5 % auf 1,0 %) als auch Schwellenländer (von 5,0 % auf 3,8 %) sind betroffen. Die Konjunkturdynamik in Schwellenländern bleibt unverändert, während entwickelte Länder auf 1,5 % Wachstum zurückkehren. Die Prognose für die Weltproduktion wird damit aufgrund verbesserter Einschätzungen für die USA und China nach oben revidiert. Die Inflation nimmt unterschiedlich schnell ab, beeinflusst durch Arbeitsmarktungleichgewichte und gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise aufgrund des Ukrainekriegs.

Die Erdgasversorgung Europas im Winter 2023/24 ist aufgrund hoher Speicherstände gesichert, und die Energiepreise werden voraussichtlich nicht sprunghaft ansteigen. Die Prognose geht davon aus, dass der Erdgaspreis bis zum Ende des Prognosezeitraums leicht über dem Niveau von Dezember 2023 liegt, was höher ist als vor dem starken Preisschub im Herbst 2021.

Die starken Nominallöhne im Euroraum dämpfen den Rückgang der Inflation, ohne sie erneut zu beschleunigen. Reallohnsteigerungen werden die Konjunktur 2024 beleben. Steigende Arbeitskosten erschweren die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften. Ein Beschäftigungsabbau könnte die Erholung gefährden.

Der Gaza-Krieg hat aktuell keine direkten Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, birgt aber Risiken bei anhaltender Eskalation und Intervention anderer Regionalmächte.

Die Wahrscheinlichkeit eines Ölpreisschocks wie 1973 ist begrenzt, da die USA als größter Rohölexporteur die Weltmarktpreise beeinflussen können.

1.2 Deutschland

Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Winter 2023/24 in einer herausfordernden Situation. Der Krieg in der Ukraine, die anhaltend hohen Energiepreise und die Lieferengpässe haben zu einer deutlichen Eintrübung der Konjunktur geführt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist gemäß der Prognose des DIW Berlin im Jahr 2023 um 0,2 % geschrumpft. Die Inflation wird für 2023 mit 5,9 % prognostiziert. Die Industrie leidet unter den hohen Energiepreisen und den Lieferengpässen. Die Bauwirtschaft befindet sich in einer Rezession. Der Dienstleistungssektor wächst noch, aber auch hier ist eine Abkühlung zu spüren.

Die Bundesregierung rechnet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht mit einem leichten Wirtschaftswachstum von 0,2 % für 2023. Die EU-Kommission jedoch senkte Mitte Februar 2024 ihre Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2023 auf 0,3 %.

Für 2024 wird von Wirtschaftsinstituten ein Wachstum von 1,3 bis 1,5 % erwartet.

Die Inflation dürfte im Laufe des Jahres 2024 allmählich zurückgehen, aber bis zum Winter 2024 wird sie voraussichtlich deutlich über dem Zielwert der EZB von 2,0 % liegen.

Der Krieg in der Ukraine könnte sich weiter verschärfen und zu einem noch größeren Schaden für die deutsche Wirtschaft führen. Die Energiepreise könnten weiter steigen und die Industrie noch stärker belasten. Die Lieferengpässe könnten länger andauern als erwartet.

Die Wirtschaft bleibt unter den genannten Bedingungen anhaltend innovativ und wettbewerbsfähig. Der deutsche Arbeitsmarkt ist weiterhin flexibel und gut qualifiziert.

1.3 Entwicklung der deutschen Wirtschaft und der Fertighausbranche 2

Das Jahr 2024 wird für Unternehmen durch eine Reihe von Herausforderungen und Chancen geprägt sein. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen bleiben schwierig, mit einem moderaten Wachstum der Weltwirtschaft, aber auch Risiken durch geopolitische Spannungen, hohe Inflation und Lieferengpässe. In Deutschland wird die Wirtschaft im ersten Halbjahr 2024 voraussichtlich schwächer wachsen, bevor sie sich im zweiten Halbjahr erholt. Die Entwicklung der einzelnen Branchen wird jedoch unterschiedlich sein, wobei beispielsweise die Automobilindustrie mit Herausforderungen durch die Transformation zur Elektromobilität konfrontiert ist.

2 Quellen: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 074 vom 29. Februar 2024; Statistische Landesämter, BDF, 6. März 2924

Gemäß Konjunkturprognose des IFO-Instituts für Winter 2023/2024 wächst die deutsche Wirtschaft 2024 um 0,9 %. Die privaten Haushalte werden weiterhin den wichtigsten Wachstumsmotor bilden. Bau- und Materialpreise sowie das hohe Zinsniveau führen zu einem Rückgang des realen Neubauvolumens. Der Krieg in der Ukraine stellt anhaltend ein großes Risiko für die deutsche Wirtschaft dar. Die resultierenden hohen Energiepreise werden die Konjunktur voraussichtlich weiter belasten. Lieferengpässe könnten die Produktion weiterhin beeinträchtigen. Die Beschäftigung wird im Jahr 2024 zunehmen, die Arbeitslosenquote entsprechend leicht sinken. Die Inflation wird im Jahr 2024 deutlich zurückgehen, aber weiterhin über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 % liegen. Die EZB wird ihren Leitzins im Jahr 2024 anheben. Die Prognose für 2024 des ifo Instituts ist leicht optimistischer als die der Bundesregierung.

Die Fertigbaubranche wurde im vergangenen Jahr mit einem historischen Einbruch der Baunachfrage konfrontiert - die Zahl der Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser ging um rund 40 %, die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um rund 27 % zurück. Dennoch blickt die Branche nicht ohne Zuversicht in die Zukunft. Zum einen konnte der Marktanteil der Fertigbauweise trotz schwieriger Marktlage weiter gesteigert werden. Zum anderen gibt es leichte Anzeichen, dass sich die Marktentwicklung im laufenden Jahr bessern könnte. Es werden wieder etwas mehr Abschlüsse getätigt und die Stimmung in der Branche hellt sich etwas auf.

Der Einbruch bei den Baugenehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser hat sich im Dezember noch einmal verstärkt. Die Zahl der erteilten Baugenehmigungen rutschte erstmals unter die Marke von 3.500 Häusern pro Monat - eine neuer Negativrekord. Der Fertigbau verzeichnete einen geringeren Rückgang bei den genehmigten Häusern und entwickelte sich minimal besser als der allgemeine Markttrend. Entsprechend stieg der Fertigbauanteil im Dezember leicht.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Gesamtzahl der genehmigten Ein- und Zweifamilienhäuser im Dezember 2023 um 46,4 % unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Der Fertigbau entwickelte sich mit minus 45,9 % leicht besser als der Durchschnitt anderer Bauweisen. Insgesamt wurden im Dezember 3.429 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 858 in Fertigbauweise. Der Fertigbauanteil bei Ein- und Zweifamilienhäusern legte im Dezember 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht auf 25 % zu.

Im Gesamtjahr 2023 schneidet der Fertigbau mit einem Minus von 38,1 % ebenfalls besser ab als der Gesamtmarkt, wo ein Rückgang um 40,4 % registriert wurde. Insgesamt wurden von Januar bis Dezember 54.781 Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt, davon 13.394 in Fertigbauweise. Der Fertigbauanteil lag von Januar bis Dezember 2023 mit 24,5 % leicht über dem Wert im Vorjahreszeitraum.

2. Geschäftsentwicklung und wirtschaftliche Lage

2.1 Auftragsentwicklung

Die Auftragseingänge der vorbehaltsfreien Verträge (ohne Rücktrittsrecht) bei der Streif GmbH lagen im Geschäftsjahr 2023 bei 46,6 Mio. €. Der vorbehaltsfreie Auftragsbestand zum 31. Dezember 2023 betrug 77,8 Mio. € bei 258 Häusern. Dies entspricht einer Reichweite von etwas mehr als 10 Monaten.

2.2 Kennzahlenentwicklung

Die Gesellschaft wird durch die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, EBITDA und EBIT gesteuert. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

Ist 2023 Ist 2022
Umsatzerlöse TEUR 94.214 86.419
EBITDA TEUR 2.032 1.903
EBIT TEUR 980 850

2.3 Ertragslage

Im Jahr 2023 ging sowohl die Anzahl an Hausaufbauten als auch der Hausübergaben im Ein- und Zweifamilienbereich leicht zurück. Aufgrund der deutlich gestiegenen Durchschnittsumsätze je Haus stieg der Umsatz - wie im Vorjahr prognostiziert - um 7,8 Mio. € auf 94,2 Mio. € an.

Das EBITDA und das EBIT sind entsprechend der Erwartungen nahezu konstant geblieben. Das EBITDA hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 129 T€ auf 2.032 T€, das EBIT um 130 T€ auf 980 T€ leicht erhöht. Der Anstieg ist vor allem auf die um 5.230 T€ gestiegene Gesamtleistung und den dazu unterproportionalen Anstieg der Material- und Personalaufwendungen zurückzuführen.

Der erneute deutliche Anstieg bei den Personalaufwendungen ist nach wie vor auf die konsequente Weiterentwicklung unserer Qualitätsstrategie zurückzuführen, bei der wir gezielt in neue Mitarbeiter investiert haben, die sowohl unsere Produktions- als auch Montageleistungen weiter verbessern werden.

Die Materialkosten sind zwar absolut gestiegen, in Bezug auf den Umsatz ist die Materialeinsatzquote im Vergleich zum Vorjahr jedoch gesunken. Dies ist auf die verkaufsseitigen Preiserhöhungen aus den Vorjahren zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind insbesondere aufgrund des höheren Instandhaltungsaufwands im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Das Ergebnis des Jahres 2023 lag mit 716,3 T€ vor Steuern deutlich unter dem des Vorjahres (14.169,8 T€). Die Ergebnisverschlechterung ist im Wesentlichen damit zu begründen, dass im Vorjahr ein Beteiligungsergebnis von unserem inländischen Tochterunternehmen Schwabenhaus GmbH & Co. KG, Heringen, in Höhe von 13,3 Mio. € realisiert werden konnte, im Berichtsjahr jedoch kein Beteiligungsergebnis erzielt wurde.

2.4 Vermögens- und Finanzlage

Dadurch, dass im Jahr 2023 mehr Häuser an Kunden übergeben wurden, als wir aufgebaut haben, konnte der hohe Bestand an aufgebauten Häusern aus den Vorjahren etwas abgebaut werden. Erhaltene Anzahlungen sind wie im Vorjahr von den nicht abgerechneten Bauleistungen abgesetzt, soweit sie zuordenbar sind.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund der Rückzahlung eines im Vorjahr gewährten Darlehens deutlich zurückgegangen.

Die sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen aufgrund Zahlungen der Grunderwerbsteuer, die durch den Gesellschafterwechsel im Jahr 2021 angefallen ist, zurückgegangen.

Durch die Verringerung des Bestands an aufgebauten, nicht abgerechneten Häusern gingen auch die erhaltenen Anzahlungen deutlich zurück. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind durch die Rückzahlung eines Darlehens an den Gesellschafter deutlich gesunken.

Durch den Rückgang der Bilanzsumme um 5.898 T€ auf 33.724 T€ und der Reduzierung des Eigenkapitals um 786 T€ beträgt die Eigenkapitalquote unverändert zum Vorjahr 13,6 % erhöht.

Die Liquidität lag zum Bilanzstichtag mit 0,9 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert (0,6 Mio. €).

2.5 Zusammenfassende Beurteilung von Geschäftsverlauf und Lage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist insgesamt geordnet. Der Geschäftsverlauf wird von der Geschäftsführung im Jahr 2023 als zufriedenstellend bewertet.

3. Produktion, Beschaffung, Investitionen

Bei den Rohstoffen hat sich eine leichte Entspannung der Preissituation entwickelt, sodass wir die Materialpreise im Jahr 2023 weitgehend stabil halten konnten und die überproportionalen Preissteigerungen aus den Vorjahren stoppen konnten. Im Bereich der lohnintensiven Produkte und Dienstleistungen mussten, auch aufgrund der nach wie vor knappen Subunternehmerkapazitäten, leichte Preissteigerungen hingenommen werden.

Im Jahr 2023 wurden am Standort in Weinsheim in die Modernisierung und Erweiterung der Produktionskapazität investiert. Es wurde in ein neues CNC gesteuertes Plattenbearbeitungszentrum, Kran- und Förderanlagen sowie weitere produktionsoptimierende Anlagen investiert.

4. Personal

Die Anzahl der Mitarbeiter lag am Jahresstichtag mit 303 (inkl. 15 Auszubildenden) ungefähr auf dem Niveau des Vorjahreszeitpunkts (300 Mitarbeiter inkl. 16 Auszubildenden). Im Jahresdurchschnitt waren mit 302 Mitarbeitern, inklusive 14 Auszubildenden, etwas mehr Mitarbeiter beschäftigt als im Vorjahr (286 Mitarbeiter inkl. 16 Auszubildende).

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Prognosebericht

Die Nachfrage nach Fertighäusern zeigt weiterhin die abwartende Haltung der Kunden, welche durch die volatilen wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen verstärkt wird. Nachdem die Europäische Zentralbank am 6. Juni 2024 den Leitzins erstmals nach fast fünf Jahren leicht um 0,25 Prozentpunkte gesenkt hat, könnten weitere Zinssenkungen die Nachfrage nach Eigenheimen wieder ankurbeln, indem die Finanzierungskosten für Bauherren sinken. Dies könnte eine positive Trendwende für die Branche einleiten, indem es das Vertrauen der Verbraucher stärkt und private Investitionen erleichtert.

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 wurden 124 Häuser aufgebaut und 120 Häuser abgerechnet. Die Zahlen liegen damit leicht unter denen des Vorjahres (127 Häuser bzw. 136 Häuser).

Die Auftragseingänge bis Ende Mai 2024 zeigen im Vergleich zum Vorjahreszeitrum einen deutlichen Einbruch der planbaren Verträge auf. Hier spiegelt sich die oben beschriebene Kaufzurückhaltung wider, die im gesamten Bereich der Ein- und Zweifamilienhäuser vorherrscht. Aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen ist im Jahr 2024 nicht mit einer deutlichen Belebung des Kaufinteresses zu rechnen.

Planmäßig werden wir im Geschäftsjahr 2024 die Anzahl der aufgebauten sowie der abgerechneten Häuser des Vorjahres deutlich verfehlen. Trotz dieser Rückgänge werden sowohl der Umsatz als auch das EBITDA sowie das operative Ergebnis (EBIT) aufgrund der in den letzten Jahren durchgeführten Verkaufspreisanpassungen im Vergleich zum Vorjahr nur unterproportional zurückgehen.

Für das Geschäftsjahr 2024 planen wir bei einem deutlichen Rückgang der Umsatzerlöse und des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr mit einem leicht positiven operativen Ergebnis (EBIT).

Unsere Vorschauplanung für das Geschäftsjahr 2024 zeigt, dass wir mit den aktuellen Kreditlinien die laufende Liquidität für das operative Geschäft sicherstellen können. Die Anzahl der Restarbeiten bei Hausübergabe wird bis zum Jahresende im Vergleich zum Berichtsjahr weiter zurückgehen.

2. Unternehmensspezifische Chancen und Risiken

In den kommenden Jahren sieht sich die Fertighausbranche mit einer Reihe Herausforderungen konfrontiert, die eine Anpassung in verschiedenen Bereichen der Unternehmen erfordern, insbesondere die Reduzierung des Mengengerüstes an Häusern in der Produktion bei der gleichzeitigen vertrieblichen Notwendigkeit, die Aktionsfrequenzen mit niedrigeren Einstandspreisen zu erhöhen. Diesen Herausforderungen werden wir mit einer starken Fokussierung auf Effizienzsteigerungen gepaart mit proaktivem Handeln in allen Unternehmensbereichen begegnen. Es gibt aber auch Chancen für die Fertighausbranche.

Ein bedeutendes Potenzial liegt in der Erschließung neuer Marktsegmente, wie z.B. umweltbewusste Kunden, die nachhaltige und energieeffiziente Bauweisen bevorzugen. Hier kann unser Unternehmen durch innovative, umweltfreundliche Fertighäuser punkten. Gleichzeitig werden wir unsere Kompetenzen im Geschosswohnungsbau der Gebäudeklasse IV weiter erhöhen und dadurch neue Marktfelder erschließen.

Eine weitere Chance sind mögliche angekündigte staatliche Förderprogramme, die den Bau von energieeffizienten und nachhaltigen Wohnlösungen unterstützen. Diese Förderungen könnten nicht nur die Nachfrage steigern, sondern auch das Image unseres Unternehmens als einer der Vorreiter im nachhaltigen Bauen stärken.

Technologische Fortschritte bieten ebenfalls bedeutende Chancen. Die Integration von Smart-Home-Technologien, die modularen Bauweisen sowie die Digitalisierung unserer gesamten Unternehmensprozesse, könnte unser Produktportfolio attraktiver machen, die Unternehmensabläufe verbessern und gleichzeitig die Effektivität verbessern. Dies würde nicht nur die Kosten senken, sondern auch die Kundenzufriedenheit deutlich erhöhen.

Die größte Herausforderung bleibt die wirtschaftliche Unsicherheit, die von unseren Kunden wahrgenommen wird. Eine weitere Verschlechterung der gefühlten Rahmenbedingungen könnte die Investitionsbereitschaft weiter dämpfen und eine Kauflaune im Keim ersticken.

Sollte die Kaufzurückhaltung unserer Kunden in den nächsten drei Monaten weiter anhalten, werden wir intensive Konsolidierungsmaßnahmen in allen Bereichen einleiten müssen.

Aufgrund des demografischen Wandels könnten sich die Fachkräfteengpässe in Zukunft noch stärker bemerkbar machen.

Den saisonal bedingten schwankenden Zahlungsströmen der Baubranche begegnen wir mit einer aktiven Liquiditätssteuerung. Das Kreditrisiko gegenüber den Endkunden ist eher gering, da regelmäßig eine Finanzierungsbestätigung oder eine Bankbürgschaft vorliegt.

Rechtliche Auseinandersetzungen mit einigen Bauherren sind bekannt und werden mit entsprechenden Rückstellungen berücksichtigt, stellen jedoch für das Unternehmen keine wesentlichen Risiken dar.

Wirtschaftliche Auseinandersetzungen mit wenigen Bauherren sind bekannt und werden soweit möglich ohne die Bemühungen von Gerichten im gegenseitigen Einvernehmen beigelegt. Für die Auseinandersetzung mit gerichtlichen und außergerichtlichen Ansprüchen haben wir bilanzielle Vorsorge getroffen.

Für Gewährleistungsarbeiten haben wir bilanzielle Vorsorge getroffen. Bei komplexeren Risiken nehmen wir professionelle Unterstützung von spezialisierten Beratungsunternehmen in Anspruch.

Größere einkaufsseitige Risiken sehen wir aktuell nicht.

In einer zunehmend digitalisierten Welt sind IT-Risiken eine weitere bedeutende Herausforderung. Cyberangriffe, Datenverluste und Systemausfälle können gravierende Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb haben. Die Sicherheit der IT-Infrastruktur und der Schutz sensibler Daten sind daher von höchster Priorität und werden mit externer Unterstützung optimiert.

Die Fertighausbranche steht vor komplexen Herausforderungen, die sowohl von externen wirtschaftlichen und geopolitischen Faktoren als auch von internen strukturellen Problemen geprägt sind. Dennoch bieten sich auch diverse Chancen, insbesondere durch technologische Innovationen und staatliche Förderungen.

Unser Unternehmen ist bestrebt, durch gezielte Maßnahmen wie proaktive Verkaufsschulungen, erhöhte Verkaufsaktionen und vertretbaren Preisnachlässe die aktuelle Kaufzurückhaltung zu überwinden und sich auf dem Markt weiterhin erfolgreich zu positionieren. Weitere mögliche Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank könnten dabei eine wesentliche Rolle spielen, um das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und die Nachfrage nach Fertighäusern zu beleben.

Es bleibt jedoch unerlässlich, die Entwicklungen kontinuierlich zu beobachten und flexibel auf Veränderungen zu reagieren, um sowohl Risiken zu minimieren als auch Chancen optimal zu nutzen.

Weitere besondere Risiken für die künftige Ertrags- und Geschäftsentwicklung sehen wir derzeit nicht.

 

Weinsheim, den 21. Juni 2024

Streif GmbH

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Streif GmbH, Weinsheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Streif GmbH, Weinsheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Streif GmbH, Weinsheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 24. Juni 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer

Wibke Großmann, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss wurde am 9.7.2024 festgestellt.

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