rekuplast GmbH
Zum Schlag 7, 97877 Wertheim, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Rolf Alois Wißmann seit 23.7.2019 | Prokura |
Thomas Klein seit 23.7.2019 | Prokura |
Alexander Schraag seit 21.10.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
rekuplast GmbHWertheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1 Grundlagen des Unternehmens1.1 GeschäftsmodellDie rekuplast GmbH ist ein Produzent im Bereich Kunststoffspritzguss und Formenbau. Das Kerngeschäft ist die Beratung von Kunden im kunststoffspezifischen Bauteildesign, Konstruktion und Bau von Versuchs- und Serienspritzgusswerkzeugen, sowie die Serienfertigung von Kunststoffspritzgussteilen. Schwerpunkt bilden dabei technische Bauteile im anspruchsvollen Toleranzbereich mit Schussgewichten von 0,5 bis 500 Gramm. Dabei hat man sich auf Zahnräder, Hybridbauteile aus Metall & Kunststoff, Gewindebauteile, Dünnwandbauteile sowie Lichtleiter spezialisiert. International zählen Firmen aus den Bereichen Automotive, Medizintechnik sowie Industrie zu den zufriedenen Kunden der rekuplast GmbH. 1.2 Organisatorische StrukturDie Organisation gliedert sich in die Bereiche Vertrieb, Auftragsbearbeitung, Konstruktion, Formenbau, Beschaffung, Logistik, Produktion, Qualitätssicherung und Instandhaltung. Geschäftsführung und Beirat lenken im Auftrag der Gesellschafter die Geschicke der Gesellschaft. Dabei wird der rekuplast GmbH die Einhaltung der IATF 16949 [Managementsystem Automotive], der ISO 13485 [Managementsystem Medizintechnik], der ISO 9001, sowie der AEO [Authorized Economic Operator] per Zertifizierung bestätigt. 1.3 MitarbeiterIm Jahr 2023 beschäftigte die rekuplast GmbH im Durchschnitt 57 Mitarbeiter. Hinzu kommt noch 1 Auszubildender und die Geschäftsführung. Mit stetigen Schulungen und weiteren Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung unseres Teams halten wir unser Wissen und Können auf dem aktuellen Stand, um auch weiterhin den Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden. Hierzu setzen wir auf transparente und für jeden nachvollziehbare Prozessbeschreibungen und Richtlinien sowie E-Learning Module zur Einweisung unserer neuen Mitarbeiter. Die sozialen Aspekte für die Belegschaft, sowie verschiedene motivierende Programme sollen dazu führen, die ungewollte Fluktuation auch weiterhin niedrig zu halten. Insbesondere die jungen Mitarbeiter werden durch individuelle Entwicklungsprogramme auch langfristig an das Unternehmen gebunden. Im Aufbau von entsprechendem Humankapital sieht die Geschäftsführung der Gesellschaft einen langfristigen strategischen Vorteil. Die Mitarbeiteranzahl wurde leicht reduziert. Außerdem wurde zur finanziellen Bewältigung der Folgen aus der Ukrainekrise vereinzelt Kurzarbeit in Anspruch genommen. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Kunststoffverarbeitung im Spritzgießverfahren ist seit vielen Jahren ein weit verbreitetes Geschäftsmodell. Kunststoff ist aufgrund seiner guten Formgebungseigenschaften, der geringen Dichte (Gewicht) und der vielfältigen Anwendungsgebiete nicht aus Industrie und Gesellschaft wegzudenken. Auch das Erdöl als Hauptressource zur Kunststoffherstellung ist in seiner Art und Beschaffenheit noch auf lange Sicht verfügbar. International gesehen, bedeutet dies für die Branche weiterhin ein breites Geschäftsfeld. Jedoch verändern sich aus rein deutscher und europäischer Sicht zunehmend die Rahmenbedingungen für den Marktzugang. 2.1.1 Markt & Branche Automotive: Aufgrund der Erfahrungen aus der Corona Pandemie und der Ukrainekrise, in Sachen Lieferkettenabriss, sind in den nächsten Jahren weiter verstärkt Produktionslokalisierungen in Asien, Südamerika und Osteuropa zu erwarten. Ziel wird es sein die Produktion von Bauteilen näher an den Ort des Verbaus heranzuführen und die logistischen Risiken zu minimieren. Dabei spielt auch die verbesserte Kostensituation für die OEM ́s eine zentrale Rolle. Nach wie vor sind Energie und menschliche Arbeit in Deutschland wesentlich teurer als in den oben aufgeführten Regionen. Dies wurde im Bereich des Energiesektors durch den Ausbruch des Ukraine-Krieges im Februar 2023 aufgrund der teilweisen Abhängigkeit von Russland noch zusätzlich verstärkt. Trotz Kompensation der extrem hohen Strompreise durch die staatliche Strompreisbremse blieben die Strompreise 2023 über dem Niveau anderer europäischer und außereuropäischer Wettbewerber. Der Strukturwandel im Bereich der Antriebstechnologien ist noch in vollem Gang und wird den Markt noch weitere Jahre massiv begleiten und beeinflussen. Der Trend zur Elektromobilität ist seit 2019 weltweit gesetzt. Welche Technologie (Akku oder Wasserstoff), sich am Ende in der Breite durchsetzt, ist noch immer ungewiss, wobei die Tendenz deutlich in Richtung Elektromobilität geht. Trotz dieses Trends sind die Verkäufe von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zuletzt wieder angestiegen. D.h. der politisch gewollte Richtungswechsel wird vom Käufer aktuell noch nicht honoriert. Das autonome Fahren entwickelt sich, wenn auch etwas verzögert, ebenfalls zu einem Trend in der Automobilindustrie. Auch die zunehmende digitale Fahrzeugausstattung setzt einen neuen Trend im Bereich des Infotainments und der Assistenzsysteme. Die Automobilindustrie ist trotz der internationalen Entwicklung und der zunehmenden Lokalisierung von Lieferketten ein stabiler Faktor. Im Rückblick von 2023 bis auf das Jahr 2008, war die Automobilindustrie wirtschaftlich ein zuverlässiger Partner, was darauf schließen lässt, dass dies auch in den nächsten Jahrzehnten der Fall sein wird, wenn auch unter veränderten Rahmenbedingungen. Die Automobilindustrie ist auch im Jahr 2023, im zweiten Jahr der Ukrainekrise, vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Medizintechnik: Die Medizintechnik entwickelt sich zunehmend im Bereich Home Medical oder Home Care. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, werden sich die Haushalte in den nächsten Jahren zunehmend mit Geräten zur Selbstanwendung ausstatten. Daraus resultiert u.a. ein größeres Stückzahlspektrum als bei der klinischen Medizintechnik. Der Markt wird jedoch verstärkt mit Produkten aus Asien bedient und ist aufgrund der niedrigen Kosten nur schwer zugänglich. Die klinische Medizintechnik hat zwar nur ein kleines Stückzahlspektrum, jedoch ist hier gerade deswegen ein noch attraktiver Markt, da nur wenige den hohen Aufwand, bzgl. Regularien und Qualitätsanforderungen, für die kleinen Stückzahlen betreiben wollen. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen werden medizintechnische Bauteile eher in räumlicher Nähe zum OEM produziert und sind weniger gefährdet einer Verlagerung nach Asien unterzogen zu werden. Um uns in diesem Markt weiter zu etablieren, halten wir unsere Zertifizierung mit dem Medizinprodukte Qualitätsmanagementsystem ISO 13485 weiter aufrecht. Industrie: Unter Industrie verstehen sich hier die anderen Branchen, welche nicht den Bereichen Automotive und Medizintechnik zuzurechnen sind. Erwähnenswert sind hier aus Sicht der Kunststoffbranche die Verpackungsindustrie, Elektronikindustrie und die Robotik. Alle drei Industriezweige sind durch aktuelle Trends stark beeinflusst. Die Verpackungsindustrie steht aufgrund der CO 2 Emissionen, in Verbindung mit dem Thema Abfallvermeidung, stark unter Druck. Industrie und Gesellschaft verändern ihr Verbraucherverhalten hin zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Dies führt zwangsläufig zu einer mittelfristigen Reduzierung von Verpackungen aus Kunststoff. Die Elektronikindustrie schwimmt, je nach Produktschwerpunkt, auf der Welle der Digitalisierung. Noch nie wurden in der gesamten weltweiten Industrie so viele Elektrokomponenten gefertigt und verbaut, wie in den letzten Jahren. Die weitere Elektrifizierung der Fahrzeuge und der Wohnausstattung (Smart Home) wird hier in den nächsten Jahren einen Wachstumstrend fortsetzen. Die Robotikindustrie verzeichnet ein zunehmendes Wachstum. Der Einsatz von Cobotsystemen setzt sich in der Industrie zunehmend durch. Der Bedarf an technischen Kunststoffteilen in diesem Bereich wird entsprechend in den nächsten Jahren zunehmen. 2.1.2 Konjunktur Die Konjunktur hat sich im Automotive-Kerngeschäft der rekuplast GmbH 2023, gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert. Um knapp 4 % hat sich der Umsatz im Jahr 2023 gegenüber 2022 erhöht. Die Umsatzerhöhungen sind vorwiegend in den erhöhten Verkaufspreisen und im Neugeschäft begründet. Im Bereich der Medizintechnik wird die Konjunktur eher als stabil bzw. als leicht wachsend eingeschätzt, jedoch kommen auch hier erhöhte Verkaufspreise zum Tragen. 2.1.3 Wettbewerb Im Segment der Kunststoffteile im Allgemeinen, wird der Wettbewerb auf der einen Seite innerhalb Europas zunehmend stärker, jedoch stiegen auf der anderen Seite die Insolvenzen von Wettbewerbern innerhalb Deutschlands rasant an. Bauteile mit geringem Anspruch an technischen und gesetzlichen Anforderungen werden immer häufiger in Asien oder in Osteuropa produziert. Der geringe Anspruch an die Produkte fördert eine Vergabe an Wettbewerber mit minimalen Grundkosten (Lohn, Energie, Organisation). Der Wettbewerb im anspruchsvollen Bauteilsegment befindet sich auf einem ähnlichen Kostenniveau, wird jedoch auch zunehmend mit günstigen Wettbewerbern aus Asien und Osteuropa konfrontiert. Hier wird sich in den nächsten Jahren verstärkt Druck aufbauen. Größere Konzerne im Bereich Automotive haben bereits für 2024 Einsparziele angekündigt. 2.1.4 Technologie Die Spritzgießtechnologie steht im Bereich kleinerer Stückzahlen zunehmend im Wettbewerb mit dem 3D-Druck. Dabei entwickelt sich der 3D-Druck in großen Schritten, was Genauigkeit und Geschwindigkeit angeht, weiter. Im Bereich der Serienfertigung von technischen Kunststoffteilen mit hoher Toleranzgenauigkeit ist jedoch noch kein ernsthafter Wettbewerb zu erwarten. 2.2 Geschäftsverlauf und LageIm Berichtsjahr hatte die rekuplast GmbH, gemäß der eigenen Erwartungen ein leichtes Umsatzplus von 4% verzeichnet. Wesentlich beigetragen hatte zu dieser Entwicklung Neukundengeschäft und erhöhte Verkaufspreise. 2.2.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich von TEUR 8.426 um TEUR 148 auf TEUR 8.574 erhöht. Im Berichtsjahr wurde weiter in Anlagentechnik und Infrastruktur sowie deren Digitalisierung investiert. Zudem haben wir 2024 unsere PV-Anlage in Betrieb genommen. Den Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 182 stehen Abschreibungen in Höhe TEUR 478 gegenüber. Es ist eine Reduzierung des Vorratsvermögens, um TEUR 139 zu verzeichnen was insbesondere auf die reduzierten Werkzeugaufträge zum Bilanzstichtag zurückzuführen ist. Die Forderungen gegenüber unseren Kunden haben sich um TEUR 63 leicht erhöht und die Forderungsverluste belaufen sich weiterhin auf einem minimalen Niveau. Unser Barmittelbestand liegt mit TEUR 2.679 um TEUR 423 über dem Vorjahresniveau und ermöglicht uns flexibel auf unerwartetes Marktgeschehen reagieren zu können. Das gesamte Eigenkapital beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf TEUR 6.940. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei knapp 81 %, spiegelt die gesunde Kapitalausstattung der Gesellschaft wieder und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der Branche. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr nur unwesentlich reduziert. Im Berichtsjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber den Banken planmäßig in Höhe von TEUR 157 zurückgeführt und keine neuen Darlehen für Investitionen aufgenommen. Die vorhandenen Kontokorrentlinien wurden, wie bereits in den Vorjahren, nicht beansprucht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich aufgrund Materialbeschaffungen kurz vor dem Bilanzstichtag um TEUR 123 gegenüber dem Vorjahr erhöht. 2.2.2 Finanzlage Der Geldmittelbestand zum Jahresende ist positiv durch das Jahresergebnis sowie den Liquiditätszufluss aus den Abschreibungen beeinflusst. Gegenläufig ausgewirkt hat sich der Aufbau der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Rückführung der Kreditverbindlichkeiten. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr TEUR 905. Mit diesen operativen Zahlungsmittelzuflüssen konnten die laufenden Investitionen finanziert werden. Die liquiden Mittel der Gesellschaft zum Bilanzstichtag belaufen sich auf TEUR 2.679 nach TEUR 2.256 im Vorjahr. Insgesamt schätzen wir die Finanzlage unserer Gesellschaft als sehr stabil ein. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungszeile zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die Liquidität der Gesellschaft wird durch das Cash-Management sichergestellt und war jederzeit im Geschäftsjahr gewährleistet. Die Gesellschaft ist auch zukünftig in der Lage, den bestehenden finanziellen Verpflichtungen fristgerecht nachzukommen. 2.2.3 Ertragslage Aufgrund der sehr erfreulichen Qualitätsleistung gegenüber unseren Kunden, sowie der Vollendung einiger größeren Werkzeugaufträge, konnte auch 2023 ein positives Ergebnis erwirtschaftet werden. Das Rohergebnis hat sich aufgrund der reduzierten Gesamtleistung trotz reduzierten Materialeinsatz gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % reduziert. Der Personalaufwand hat sich aufgrund gestiegener Personalkosten um TEUR 84 erhöht. Als anlagenintensives Unternehmen investieren wir regelmäßig in unseren Maschinenpark und zunehmend auch in dessen Digitalisierung (Industrie 4.0). Aufgrund der Energiesituation wurde 2022 und 2023 in eine PV-Anlage investiert und damit die Investitionen in Sachanlagen im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr wieder gesteigert. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich aufgrund vorgenommener Kostenstraffung unterhalb dem Niveau des Vorjahres und sind wesentlich beeinflusst durch reduzierte Aufwendungen für Mess- und Prüfleistungen sowie reduzierte Reparaturaufwendungen. Unter Bereinigung von Sonder- und Einmaleffekten im Berichtsjahr konnte ein im Vergleich zum Vorjahr besseres Betriebsergebnis erzielt werden. Insgesamt betrachtet ergibt sich ein Jahresergebnis in Höhe von TEUR 405 nach TEUR 491 im Vorjahr. Trotz des weiter sehr umkämpften Marktes konnten wir unsere Ertragskraft auf einem branchenüberdurchschnittlichen Niveau halten und sind daher mit dem Verlauf des Geschäftsjahres zufrieden. 2.3 GesamtaussageZusammengefasst zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, dass sich die rekuplast GmbH zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts in einer guten und wirtschaftlichen stabilen Verfassung befindet. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. Die Ergebnisentwicklung hat sich 2023, im zweiten Jahr der Ukrainekrise, gegenüber dem ersten Jahr der Ukrainekrise 2022 leicht reduziert. Entgegen unserer letztjährigen Prognose haben sich die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr zwar positiver entwickelt, jedoch sind die Kosten im Bereich Energie, Material und Personal auf ein höheres Niveau gestiegen. Unsere internen Prognosen, bzgl. der Auswirkungen der Ukrainekrise (Energiekrise) im Bereich der Kosten, haben sich glücklicherweise nicht in vollem Umfang bewahrheitet. Hierzu hat die staatliche Strompreisbremse einen erheblichen Beitrag geleistet. Mit leicht gestiegener Gesamtleistung, jedoch gestiegenen Kosten bei der Materialbeschaffung, konnten wir aufgrund effizient gestalteter Prozesse, und dank unserer schlanken Kostenstruktur das Jahresergebnis, wie prognostiziert, positiv mit TEUR 405 aber unterhalb des Vorjahres (TEUR 491) abschließen. Vor diesem Hintergrund zeigt sich die Geschäftsführung zufrieden mit dem Verlauf des Geschäftsjahres 2023. 3 Prognosebericht3.1 Rahmenbedingungen für unsere GeschäftsentwicklungDie rekuplast GmbH ist ein seit über 55 Jahren aktiver Player auf dem Markt der Kunststoffspritzgussfertigung und des Formenbaus. Das Unternehmen vereint das Know How "Made in Germany" mit der Anforderung nach marktfähigen Preisen. Das Kerngeschäft bleibt die Beratung von Kunden im kunststoffspezifischen Bauteildesign, Konstruktion und Bau von Versuchs- und Serienspritzgusswerkzeugen, sowie die Serienfertigung von Kunststoffspritzgussteilen. Die Markttrends zur Elektromobilität, autonomem Fahren und der verstärkten Elektrifizierung, sind der Kern unserer Vertriebsaktivitäten. Wir sind als Lieferant Teil dieses Marktes. Durch die Unabhängigkeit unseres Produktportfolios von der Antriebstechnik von Fahrzeugen und die Konzentration auf technisch anspruchsvolle Kunststoff-, und Hybridteile, sowie der Bereitschaft auch dokumentationspflichtige Bauteile zu produzieren, sehen wir auf lange Sicht weiter ein stabiles und gesundes Wachstum in den Branchen Automotive, Medizintechnik und Industrie. Dabei ist in den nächsten 10 Jahren eine Weiterentwicklung unserer Tätigkeiten im außereuropäischen Bereich durchaus denkbar. Wir haben in den letzten 10 Jahren von unserer durchgängigen A-Lieferantenstellung bei unseren Konzernkunden sehr stark profitiert. Kontinuierliche Liefertreue und Bauteilqualität bei nahezu stabilen Preisen haben uns bei unseren Kunden ein gutes Image eingebracht. Unser Ziel ist es auch neue Kunden von dieser Leistung zu überzeugen. Dabei suchen wir die neuen Kunden nicht in der Masse, sondern nach dem Gesichtspunkt der engen Partnerschaft. Wir wollen uns auf unsere Kunden individuell einstellen, und mit speziell für den Kunden eingesetzte Kundenbeauftragten, einen guten Service und eine gute Gesamtleistung realisieren. Die Rahmenbedingungen unseres zukünftigen Geschäftsverlaufs werden maßgeblich durch die globale Konjunktur und die Entwicklungen in der Automobilindustrie bestimmt. Auch die Rahmenbedingungen am Standort Deutschland, wie Energiekosten und die Verfügbarkeit von Fachkräften, spielen zunehmend eine Rolle Das ifo Institut geht in ihrer Konjunkturprognose vom 24. Januar 2024 davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 nur um 0,7% zulegen wird. Die Inflationsrate hat im Jahr 2023 mit 5,9% um einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr (6,9%) abgenommen. Im Jahr 2024 dürften die Verbraucherpreise mit einer Inflationsrate von ca. 3% wieder ein normaleres Niveau erreichen. Dieses leichte Erholungsszenario können wir in den ersten zwei Monaten 2024 bestätigen. Wir gehen aktuell von rückläufigen Auftragseingängen im Bestandsgeschäft für 2024 aus, sehen jedoch ein ansteigendes Neukundengeschäft im zweiten Quartal 2024. Im Mittel gehen wir von einem leichten Wachstum im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Berichtsjahr aus. Die Rahmenbedingungen für unseren Geschäftsverlauf werden dabei weiter massiv durch externe Effekte negativ beeinflusst, sodass wir einer herausfordernden Zukunft entgegenblicken. 3.2 Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung Die Rahmenbedingungen für unsere Geschäfte gestalten sich aktuell weiter weniger günstig als in den Vorjahren. In 2024 sind zwar an den Märkten, durch sinkende Inflation, Reduzierungen bei den Materialkosten zu erwarten, jedoch werden wir diese an unsere Kunden 1:1 weitergeben, um unseren Beitrag in der gesamten Lieferkette für eine Normalisierung der Preise insgesamt beizutragen. Die rekuplast GmbH erwartet daher für das Geschäftsjahr 2024, unter Berücksichtigung der aktuellen geopolitischen Entwicklungen sowie sinkender Rohstoffpreise, stabilen Energiepreisen und leicht ansteigenden Personalkosten und einem planmäßigen Anlauf des Neukundengeschäfts ein positives Jahresergebnis leicht oberhalb des Vorjahresergebnisses. In den ersten beiden Monaten 2024 konnten wir die gesetzten Umsatzziele, aufgrund reduzierter Abrufe unserer Automotivekunden, nicht erreichen. Auch für die Folgemonate spüren wir die Auswirkungen aktueller geopolitischer Spannungen zwischen USA, der EU, China, Russland und Nahost, sowie eine immer noch inflationsbedingte und antriebstechnikbedingte Zurückhaltung im Automotivesegment. Um diesem Trend entgegenzuwirken haben wir Teile unseres extern vergebenen Geschäfts in das eigene Unternehmen zurückgeholt und arbeiten unter Hochdruck an internen Effizienzsteigerung, sowie an einer verstärkten Neukundengewinnung. Im Bedarfsfall werden wir wieder von dem Instrument der Kurzarbeit Gebrauch machen. Für das Geschäftsjahr 2024 geht die Geschäftsführung bei weiter unverändert schwierigen Bedingungen am Markt von reduzierten Auftragseingängen im Bestandsgeschäft und zunehmenden Preiskämpfen am Markt aus. Durch Anlauf von Neugeschäft gehen wir trotzdem im Mittel von einem Wachstum im Jahr 2024 aus. Eine abschließende Einschätzung des Verlaufs des laufenden Geschäftsjahres 2024 ist aufgrund der vielschichtigen Einflussfaktoren und den schwankenden Prognosen im Bereich Automotive nicht machbar. 4 Chancen- und Risikobericht4.1 GesetzlichDie gesetzlichen Anforderungen nehmen seit Jahren verstärkt großen Einfluss auf unser organisatorisches Handeln. Dabei müssen wir nicht nur die deutsche Gesetzgebung, sondern auch indirekt die Gesetzgebung der Zielländer unserer produzierten Produkte erfüllen. 4.1.1 Chancen Da wir das Bestreben haben, ein zuverlässiger Partner bei der Produktion dokumentationspflichtiger Teile für unsere Kunden zu sein, ist die Einhaltung gesetzlicher Forderungen nicht nur Pflicht, sondern auch ein Akt des Vertrauens. Gesetzlich konform zu sein, ist gleichgesetzt mit der Chance, mit hoher Kundenzufriedenheit belohnt zu werden und teure Haftungsszenarien auszuschließen. 4.1.2 Risiken Sich ständig ändernde Anforderungen (z.B. die Auswirkungen des Lieferkettengesetzes, REACH-Anforderungen und Nachhaltigkeitsanforderungen) steigern den bürokratischen Aufwand zusätzlich zu einer Vielzahl von Normforderungen (ISO 9001, IATF 16949, ISO 13485, ISO 14001, ...) extrem. Die entstehenden Mehrkosten der Organisation können aufgrund des internationalen Preisdrucks nicht auf die Endprodukte umgelegt werden. Dies führt im schlechtesten Fall zu einer weiteren Minderung der Rendite. 4.2 KundenUnser Kundenportfolio ist seit vielen Jahren durch langjährige und stabile Kundenbeziehungen gekennzeichnet. Durch den 2018 bezogenen Neubau haben wir das Bestreben dieses Kundenportfolio weiter auszubauen. Aufmerksam beobachten wir die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und der geopolitischen Spannungen auf die gesamte Wirtschaft, insbesondere bei unseren Kunden. 4.2.1 Chancen Durch den Zugewinn neuer Konzernkunden eröffnet sich, je nach Umsatzanteil, die Chance für Wachstum in mehreren Ebenen. Zum einen das Wachstum mit dem eigentlichen Neukunden, zum anderen wird auch mit Bestandskunden wieder neues Wachstum möglich, welches durch Umsatzanteilgrenzen gehemmt ist. Eine weitere Chance neue Kunden zu generieren, bietet sich durch den erwarteten Anstieg von Insolvenzen bei unseren Wettbewerbern. 4.2.2 Risiken Ein Teil unserer Konzernkunden orientiert sich vom Standort Deutschland zunehmend weg. Hier beobachten wir bei großvolumigen Produkten eine verstärkte Lokalisierung in Asien oder in den NAFTA-Staaten. Um hier nicht unvorbereitet zu sein, sind wir in ständigem Kontakt mit Kundenvertretern. Parallel wird das Neukundengeschäft ausgebaut. 4.3 LieferantenDer Großteil unserer Beschaffungen spielt sich im Bereich Kunststoffgranulat und Metallkomponenten ab. Die Lieferanten sind in den meisten Fällen durch das Bauteildesign vorgegeben. Lediglich die Zwischenhändler können vereinzelt variieren. Hier bleibt ebenfalls abzuwarten, wie stabil sich unsere Lieferanten im aktuell sehr dynamischen Markt halten. 4.3.1 Chancen Über die Aufrechterhaltung mehrerer paralleler Beschaffungskanäle, bietet sich die Chance bei einer Materialverknappung am gesamten Rohstoffmarkt, reaktionsfähiger zu bleiben. Hier hat die Strategie der Risikoabsicherung gegen Lieferunfähigkeit Vorrang vor der Best Price Strategie. 4.3.2 Risiken Die Versorgung mit Rohstoffen hat sich 2024 weitestgehend normalisiert, zeigt sich jedoch unter den aktuellen unsicheren geopolitischen Rahmenbedingungen weiter als Risikopotential. Das Risiko diese Rohstoffe nicht in ausreichender Menge zum geplanten Termin zu erhalten, bleibt auch für das Folgejahr bestehen. Da die Kunststoffindustrie zu den Energiegroßverbrauchern zählt, sehen wir die Energiepreisprognosen für 2024-2027 als positiv. Sollte sich diese Prognose nicht bewahrheiten, und die sich die schwierige energiewirtschaftliche Lage unsere Hauptlieferanten weiter fortsetzen, bzw. die chemische Industrie in Deutschland, in existentielle Not bringen, was nicht zu erwarten ist, wären auch wir unmittelbar betroffen. Um hier im Falle eines worst case nicht unvorbereitet zu sein, werden die Finanzdaten unserer Hauptlieferanten, mit den uns verfügbaren Mitteln, regelmäßig überwacht. 4.4 Markt & WettbewerbDie Märkte verschieben sich zunehmend nach Asien, Südamerika und auch Osteuropa. Entsprechend ist auch dort der neue Wettbewerb zu finden. 4.4.1 Chancen Wenn wir das Geschäft der technisch anspruchsvollen Kunststoff-, und Hybridbauteile weiter ausbauen und unseren Kunden weiterhin in Sachen Qualität und Liefertreue ein zuverlässiger Partner bleiben, bietet sich die Chance weiter in den Branchen Automotive, Medizintechnik und Industrie zu wachsen. Außerdem würde ein außereuropäisches Engagement von unseren Kunden mit hoher Wahrscheinlichkeit unterstützt. Es sind beim Wettbewerb in den Jahren 2023 und 2024 zunehmend Insolvenzen zu beobachten und weiter zu erwarten. Im Best Case, kann rekuplast als gesundes und schlagkräftiges Unternehmen von einer Umverteilung des Marktvolumens profitieren. 4.4.2 Risiken Um Aufträge am Markt zu erhalten, werden die Margen im Kampf gegen den Wettbewerb immer geringer. In den nächsten Jahren wird uns die hohe Kostentransparenz im Bereich Material-, Energie- und Personalkosten eine Steigerung der Marge sehr schwierig machen. Es besteht das Risiko, sich in ein unprofitables Unternehmen zu entwickeln, sollte man sich diesem Low Cost Wettbewerb blind anschließen. Die zunehmende Lokalisierung von Bauteilumfängen im Verbraucherland, bedeuten auf mittlere Sicht ebenfalls ein hohes Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung. 4.5 PersonalDie personelle Ausstattung mit Facharbeitern ist eines der Fundamente einer guten unternehmerischen Gesamtleistung. Die Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal ist mit entscheidend für den zukünftigen Unternehmenserfolg. 4.5.1 Chancen Durch die Ausbildung in zwei wesentlichen Berufsgruppen (Werkzeugmacher und Verfahrensmechaniker Kunststoff), besteht die große Chance unsere internen Stellen mit dem eigens speziell ausgebildeten Personal langfristig zu besetzen. Das neue Firmengebäude und die "WIR in Form" Initiative, sowie ein neuer Firmenauftritt nach Außen, und eine verstärkte Präsenz in den sozialen Medien unterstreicht die Chance, uns für neue Auszubildende und auch neue Facharbeiter attraktiver zu machen. Zudem hebt sich rekuplast mit einem bunten Blumenstrauß an freiwilligen Leistungen vom klassischen Wettbewerb wesentlich ab. 4.5.2 Risiken Preisdruck und Personal stehen in einer engen Verbindung. Der erhöhte Preisdruck am Markt erhöht das Risiko der Unzufriedenheit von Mitarbeitern, bei welchen die Erwartung nach stetig steigenden Löhnen und Gehältern nicht erfüllt wird. Hier wird der Takt im Markt durch die Gewerkschaften, speziell aus dem Metallbereich, vorgegeben und erhöht in Zeiten des Personalnotstands das Risiko von Weggängen. Parallel schlägt der demografische Wandel mit voller Härte zu und offenbart den massiven Fachkräftemangel, von dem auch rekuplast zunehmend betroffen ist. 4.6 FinanzenDie finanzielle Grundausstattung des Unternehmens beeinflusst eine schnelle Handlungsfähigkeit entscheidend. Dabei sind Reaktionen in Pandemiesituationen als auch im Projektgeschäft mit einem soliden Finanzpolster gut abgesichert. 4.6.1 Chancen Wir sehen durch die gebildeten Rücklagen eine sehr gute Chance die aktuellen Herausforderungen auch bei Eintritt des worst case gut zu überstehen. Wobei wir den worst case als 1-jährigen Dauerzustand mit einem Einbruch von 50% Wirtschaftsleistung definiert haben. Durch die solide Finanzlage bescheinigen uns die Banken eine hohe Kreditwürdigkeit, wenn es um akutes Projektgeschäft und den damit verbundenen Investitionen geht. Wir haben hier eine gute Chance auf schlagkräftiges Handeln bei Neugeschäft mit unseren Bestandskunden oder Neukunden. Auch die Chance auf ein Engagement im außereuropäischen Ausland wird durch die aktuelle finanzielle Ausstattung eher beflügelt als gehemmt. 4.6.2 Risiken Verfügbares Kapital strategisch nicht richtig einzusetzen, bleibt bei allen Investitionen immer ein Risiko. Durch die organisatorischen Genehmigungsmechanismen über Geschäftsführung und Beirat versuchen wir dieses Risiko auf ein Minimum zu beschränken. 4.7 EnergieDie Auswirkungen der Ukraine-Krise zeigen in drastischer Weise den Stellenwert der Energieverfügbarkeit für den Industriestandort Deutschland. Als energieintensives Unternehmen im Bereich der Kunststoffverarbeitung ist auch rekuplast massiv von steigenden Energiepreisen betroffen. 4.7.1 Chancen Die aktuelle Energiesituation steigert die Bereitschaft alternative Energieressourcen in Erwägung zu ziehen und evtl. zu erschließen. Dabei kommt auch der Umweltgedanke (CO 2 Ausstoß), verstärkt zu tragen. 2023 hat rekuplast eine PV-Anlage in Betrieb genommen. Mit einer Eigenproduktion von ca. 1/6 bis 1/7 des Energiebedarfes ist das Projekt als Erfolg zu werten. Weitere Projekte sind angedacht. 4.7.2 Risiken Nachdem Russland als Gaslieferant ausgefallen ist und die Atomkraft in Deutschland abgeschaltet ist, sind die Rahmenbedingungen für günstigen Strom erst mal auf längere Sicht nicht mehr gegeben. Das größte Risiko sind die extrem gestiegenen Energiekosten im Jahr 2023. Nur durch die staatliche Strompreisbremse konnte Schlimmeres vermieden werden. Je nach Entwicklung des Energiemarktes 2023/2024 entscheidet sich die weitere Wettbewerbsfähigkeit unserer Branche gegen den europäischen Wettbewerb. Dieser Lagebericht wurde erstellt von Alexander Schraag
Wertheim-Reicholzheim, den 28.02.2024 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der rekuplast GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB sowie der §§ 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert, was der bisherigen Handhabung entspricht. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung im Jahresabschluss zu verbessern, werden die Davon-Vermerke der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einheitlich im Anhang ausgewiesen. 2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen sind mit ihrem Nominalwert bewertet. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sind auf der Basis des Fertigstellungsgrades zu Herstellungskosten bewertet. Die angesetzten Herstellungskosten beinhalten neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Es wurde verlustfrei bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte sind mit ihrem Nominalwert bewertet. Das Wahlrecht gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abzusetzen, wurde im Berichtsjahr in Anspruch genommen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Spezielle Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den Nettoforderungsbestand ausreichend Rechnung getragen. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Die flüssigen Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. 4. Angaben zu einzelnen Posten der Bilanz Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Bruttoanlagenspiegel in der Anlage ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres. Der Betrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1). Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 6.084.237,94 enthalten. Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten weisen zum 31. Dezember 2023 folgendes Bild auf: Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 894 (Vorjahr: TEUR 864). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 255 (Vorjahr: TEUR 377). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 37) Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 377 durch Sicherheitsübereignungen abgesichert. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 122 eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 255 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben TEUR 8 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Zum Abschlussstichtag bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen: Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr umfassen solche in Höhe von TEUR 452. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr umfassen solche in Höhe von TEUR 446. 5. Angaben zu einzelnen Posten der Gewinn und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 6) enthalten. Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung entfallen TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6) auf die Altersversorgung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. 6. Sonstige Pflichtangaben Angaben zu den Organen der Gesellschaft Geschäftsführung Zum Geschäftsführer der rekuplast GmbH ist Herr Alexander Schraag, Dipl. Ingenieur (FH), Erlenbach, bestellt. Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt. Hinsichtlich der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr wurden keine Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Organmitgliedern eingegangen. Beirat Dem Beirat gehören folgende Personen an: Cord F. Stähler, Hirschberg Heinz Bühl, Erlenbach Thomas Englert, Wertheim Hinsichtlich der Bezüge der Beiratsmitglieder wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 57 , davon 35 gewerbliche Mitarbeiter und 22 Angestellte. Daneben wurden im Geschäftsjahr drei Auszubildende beschäftigt. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag (Nachtragsbericht) Der Ukraine-Krieg inklusive der gegenseitigen Sanktionen kann je nach weiterer Dauer und Umfang der kriegerischen Handlungen die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa weiter stark beeinträchtigen. Die Geschäftsführung überwacht die Entwicklungen laufend und passt die bestehenden Gegenmaßnahmen zur Abmilderung der negativen wirtschaftlichen Folgen sukzessive an. Wir verweisen hierzu auch auf die Ausführungen im Prognosebericht des Lageberichts der rekuplast GmbH. Sonstige Vorgänge von wesentlicher Bedeutung, welche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.
Wertheim-Reicholzheim, den 28. Februar 2024 Alexander Schraag, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 15.03.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkIn dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die rekuplast GmbH, Wertheim-Reicholzheim: Wir haben den Jahresabschluss der rekuplast GmbH, Wertheim-Reicholzheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der rekuplast GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Neckarsulm, den 28. Februar 2024 REVISA
Treuhand GmbH
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