Johanniter HealthCare-IT Solutions GmbH

Finckensteinallee 123, 12205 Berlin, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 88999
Vorher
SCK Service-Center für Einrichtungen der Kranken- und Altenpflege GmbHJohanniter Competence Center GmbH
Eingetragen
22.12.1983
Branche
BeteiligungsgesellschaftenErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
(1) Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung durch ein planmäßiges Zusammenwirken mit steuerbegünstigten Körperschaften gemäß § 57 Abs. 3 AO. Die Gesellschaftszwecke sind die Förderung a. des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege im Sinne des § 52 Abs. 2 Nr. 3 AO, b. der Jugend- und Altenhilfe im Sinne des § 52 Abs. 2 Nr. 4 AO, c. des Wohlfahrtswesens im Sinne des § 52 Abs. 2 Nr. 9 AO, d. der Erziehung, Volks- und Berufsbildung im Sinne des § 52 Abs. 2 Nr. 7 AO, (2) Der Zweck wird durch ein planmäßiges Zusammenwirken mit Körperschaften verwirklicht, die die Voraussetzungen des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der AO erfüllen (steuerbegünstigte Körperschaften). Es handelt sich hierbei um Kooperationen im Sinne des § 57 Abs. 3 AO. Das planmäßige Zusammenwirken erfolgt mit der Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem (Johanniterorden), den Genossenschaften/Kommenden des Johanniterordens, dem Johanniter-Schwesternschaft e.V. sowie der Johanniter-Stiftung. Des Weiteren erfolgt ein planmäßiges Zusammenwirken mit steuerbegünstigten Gesellschaften innerhalb des Unternehmensverbundes der Johanniter GmbH und innerhalb des Unternehmensverbundes des Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (3) Das Zusammenwirken erfolgt durch IT-Dienstleistungen und Rechenzentrumsbetrieb so-wie Beschaffung- und Logistikdienstleistungen sowie Dienst- und Beratungsleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie für Krankenhäuser, Altenpflegeeinrichtungen, Kindertagesstätten, Einrichtungen der offenen Jugendarbeit, Schulen, Bildungseinrichtungen und andere Betriebe. (4) Das Unternehmen hat das Recht, Beteiligungen zu erwerben, zu halten und zu veräu- ßern sowie Zweigniederlassungen zu errichten. Die Gesellschaft ist zu sämtlichen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszweckes notwendig oder zweckmäßig erscheinen. (5) Aufgabe der Gesellschaft ist auch die Beschaffung von Mitteln für die Erfüllung der steuerbegünstigten Zwecke anderer steuerbegünstigter Körperschaften. (6) Die Gesellschaft kann alle Geschäfte eingehen, die zur Erreichung oder Förderung des Gesellschaftszweckes unter Berücksichtigung des § 5 dienlich sind, sofern nicht Bestimmungen des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung (AO) entgegenstehen. In diesem Rahmen kann die Gesellschaft auch: a) Geschäftsbesorgungs- und Kooperationsverträge jeder Art abschließen, b) Hilfspersonen entgeltlich und unentgeltlich einsetzen, c) eigene Rechtsträger gründen, d) sich an anderen Rechtsträgern beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Heike Schröder
seit 10.10.2025
Prokura
Michael Schlickum
seit 12.12.2023
Geschäftsführer
Volker Büßgen
seit 1.10.2021
Prokura
Ralf Hörstgen
seit 22.1.2015
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
42.98%
Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem - Der Johanniterorden -
41.04%
15.98%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
26.200 €
42.98%
Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem - Der Johanniterorden -
Germany
25.000 €
41.04%

Beteiligungen

NameAnteil
37.25%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Johanniter HealthCare-IT Solutions GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

der Johanniter HealthCare-IT Solutions GmbH

Berlin

Inhaltsverzeichnis

1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 Geschäftsmodell

1.2 Ziele und Strategien

1.3 Steuerungssystem

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

2.2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

2.2.2.1. Ertragslage

2.2.2.2. Bedeutsame Kennzahlen

2.2.2.3. Vergleich Kennzahlen Geschäftsjahr mit Vorjahresprognose

2.2.2.4. Vermögens- und Finanzlage

2.2.3 Sonstige Leistungsindikatoren

2.2.4 Qualitätsmanagement

3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

3.1 Prognosebericht

3.2 Chancen- und Risikobericht

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell

Die Johanniter HealthCare-IT Solutions GmbH (JoHS GmbH) begleitet als Tochtergesellschaft der Johanniter GmbH die stationären Einrichtungen des Johanniter Verbundes und weitere Kunden hauptsächlich in den Bereichen der Healthcare-Informationstechnologie, des Projektmanagements und bei betriebswirtschaftlichen, als auch ablauforganisatorischen Fragestellungen.

Als einer der führenden Healthcare-IT-Dienstleister im Gesundheitswesen in Deutschland decken wir mit unseren Serviceleistungen den kompletten und notwendigen IT-Lebenszyklus ab, der für ein zeitgemäßes, angemessenes und bedarfsgerechtes Providing der stationären Einrichtungen des Johanniter-Verbundes und darüber hinaus notwendig ist. Zu unseren über 20 Jahre etablierten Kernkompetenzen zählen neben verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten des Rechenzentrums am Standort Berlin, auch unser Kundenservice, das IT-Servicemanagement und diverse Healthcare-IT Beratungsdienstleistungen.

1.2 Ziele und Strategien

Eine kontinuierliche Fokussierung auf die unter 1.1 benannten Kernkompetenzen ist für uns ebenso selbstverständlich, wie die stetige Weiterentwicklung (basierend auf regelmäßigen Prüfungsverfahren etablierter Standards wie ISO 27001, TÜV Trusted Data Center) in den Bereichen Service, Sicherheit und Qualität.

Nicht nur zeitgemäß-bedarfsgerechte Hard- und Softwarelösungen oder die ganzheitliche Betreuung von IT-Projekten, auch eine offene und ehrliche Kommunikation, die von Fairness und Respekt geprägt ist, wird sowohl intern als auch extern gepflegt.

Oberste Priorität hat für uns eine hohe Kundenzufriedenheit, sie bildet die Basis für ein moderates Wachstum in der Zukunft.

Unsere Unternehmensziele verfolgen wir gemeinsam durch eine professionelle Zusammenarbeit in allen Bereichen und allen Organisationseinheiten. Nicht zuletzt dadurch unterstützen wir unsere Kunden mit effizienten IT-Dienstleistungen, die auf hohen Qualitäts- und Prozessstandards basieren, um deren Wettbewerbsfähigkeit sowie die Basis der weiteren Digitalisierung sicher zu stellen.

Strategisch betrachtet wollen wir in den nächsten Jahren weiterhin eines der führenden Healthcare-IT Dienstleistungsunternehmen im Gesundheitswesen bleiben und unseren Marktanteil durch organisches, aber auch anorganisches Wachstum stetig weiter steigern.

1.3 Steuerungssystem

Die Leitung und Steuerung des Johanniter Konzerns erfolgt durch die Konzerngeschäftsführung. Weitere Organe sind der Gesellschafterausschuss und die Gesellschafterversammlung.

Die folgenden Bereiche werden zentral gesteuert: Governance, Risk & Compliance, Zentrale Revision, Nachhaltigkeit, Ethik, Personal, Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Medizinmanagement und -strategie, Pflegemanagement und -strategie, Qualitätsmanagement, Berichtwesen und Controlling, Finanz- und Rechnungswesen, Fundraising, strategischer Einkauf.

Die Johanniter definieren als wesentliche Kennzahlen zur Überwachung und Steuerung der Entwicklung das EAT (Ergebnis nach Steuern), das EBITDA (Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen, Steuern und Sondereffekten im nicht geförderten Bereich) und daraus abgeleitet die EBITDA-Rentabilität. Daneben stehen die Liquiditätsüberwachung und -steuerung im Fokus.

Die operative Verantwortung wird dabei auf die einzelnen Einrichtungen übertragen. Im Rahmen eines etablierten Risikomanagementsystems, das auf die zentralen Bereiche ausgerichtet ist, werden die Einrichtungen analysiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet. In den Einrichtungen selbst sind interne Kontrollsysteme eingerichtet. Angesichts immer komplexerer Geschäftsprozesse, werden so Risiken minimiert und Schäden und Verluste vorgebeugt.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt ist laut Herbstgutachten des Bundesministeriums für Wirtschaft in 2023 um 0,4 % geschrumpft. Ursächlich hierfür sind unter anderem hohe Energiepreise, Inflation sowie zahlreiche kriegerische Konflikte. Für 2024 wird laut Herbstgutachten mit einem Aufschwung um 1,3 % gerechnet. Die Bundesregierung erwartet nach einem Anstieg der Verbraucherpreise um 6,1% in 2023 einen deutlichen Rückgang auf 2,6 % im nächsten Jahr. Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich robust. Der aktuelle Fachkräftebedarf ist hoch. Die Bundesregierung plant durch hohe Investitionen in die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft und dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz die Wirtschaft zu stabilisieren.

Der Mindestlohn liegt im Durchschnitt um 14,0 % über dem Vorjahresniveau.

Im Januar 2023 ist eine neue EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) in Kraft getreten. Aufgrund dieser Richtlinie werden künftig zahlreiche Unternehmen dazu verpflichtet sein, ihre Aktivitäten in puncto Nachhaltigkeit zu dokumentieren und offenzulegen, zudem werden damit verbindliche Berichtsstandards auf EU-Ebene eingeführt. Für große nicht börsennotierte Kapitalgesellschaften gelten die Berichtspflichten nach dem aktuellen Zeitplan ab dem 1. Januar 2025. Sowohl Mitarbeiter aber auch Geschäftspartner und Banken erwarten künftig eine klare Position zum Thema Nachhaltigkeit. So wird sich beispielsweise die Kreditvergabe von Finanzinstituten künftig vermehrt an Nachhaltigkeitsaktivitäten von Unternehmen ausrichten.

2.2 Geschäftsverlauf

2.2.1 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Das Geschäftsjahr 2023 der JoHS GmbH war geprägt von einer Vielzahl an konzerninternen Projekten und zwei firmeninternen Auditierungsverfahren (zur Aufrechterhaltung der ISO 27001 und der TÜV Trusted Data Center Zertifizierung), um auch in den kommenden Jahren unseren Kunden bedarfsgerechte digitale Services auf hohem Niveau zur Verfügung stellen zu können. Alle umgesetzten Maßnahmen unterstützen das strategische Ziel der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Johanniter Einrichtungen.

Als wesentliche, erfolgreiche Projekte des Geschäftsjahres 2023 sind zu nennen:

Das "HYDMedia" Enterprise Content Management System der Dedalus wurde im Jahr 2022 für die Johanniter Kliniken als neuer DMAS-Konzernstandard ausgewählt. 2023 wurde HYDMedia in Treuenbrietzen und Geesthacht (Krankenhaus inkl. Geriatrie) implementiert.

Das Patientenportal "Patient XCare" der Dedalus wurde in den beiden Bonner Kliniken im Rahmen eines PoC (Proof of Concept) eingeführt. In der ersten implementierten Ausbaustufe können Patienten ihre Termine jederzeit Online in den verschiedenen Fachabteilungen buchen. Der Roll-Out innerhalb aller Johanniter Kliniken (inkl. weiterer Ausbaustufen des Produktes) ist für die kommenden Jahre vorgesehen.

Das Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen wurde zum 01.01.2024 mit dem Klinikinformationssystem Orbis der Firma Dedalus ausgestattet. Das zuvor eingesetzte Klinische Informationssystem (iMedOne) wurde durch den Konzernstandard (Johanniter-Orbis-BluePrint) abgelöst.

Als Fortsetzung des SAP Mandantenkonsolidierungsprojektes aller Akuthäuser, wurde das Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen zum 01.01.2024 in den Zentralmandanten der Johanniter GmbH überführt.

Aus Sicht der Geschäftsführung ist das Geschäftsjahr 2023 sehr gut verlaufen.

Das geplante Ergebnis i.H.v. 140,1 TEUR wurde um 10,0 TEUR übertroffen (150,1 TEUR) und liegt damit auf Vorjahresniveau (150,4 TEUR).

2.2.2 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft

2.2.2.1. Ertragslage

Die Ertragslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

2023 Vorjahr
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 21.357,6 100,0 19.082,9 100,0
Personalaufwand 5.983,1 28,0 5.211,1 27,3
Materialaufwand 5.374,0 25,2 4.469,1 23,4
EBITDA 1.249,5 5,9 1.202,9 6,3
Investitionsergebnis -1.031,8 -4,8 -981,7 -5,1
Finanzergebnis 4,0 0,0 0,3 0,0
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -71,6 -0,3 -71,1 -0,4
Jahresergebnis 150,1 0,8 150,4 0,8
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse +2.274,7 +11,9
Personalaufwand +772,0 +14,8
Materialaufwand +904,9 +20,2
EBITDA 46,6 +3,9
Investitionsergebnis -50,1 -5,1
Finanzergebnis +3,7 +1.233,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -0,5 -0,7
Jahresergebnis -0,3 -0,2

Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr vor allem aufgrund der aus diversen erfolgreich abgeschlossenen Projekten des Vorjahres resultierenden Dauerleistungserlösen innerhalb der Organschaft (+982,7 TEUR) und einem wesentlichen Anstieg der konzerninternen Projekthandelswaren (+1 Mio. EUR) von 19,1 Mio. Euro auf knapp 21,4 Mio. Euro an.

Die Personalkosten sind im Berichtszeitraum um 772,0 TEUR gestiegen, dies resultiert vor allem aus dem Zuwachs von Personal (+8 Mitarbeitende im Geschäftsjahr 2023), Lohnsteigerungen bei Neu- & Nachbesetzungen von Fachkräften, aber auch aus der Anpassung bestehender Verträge aufgrund der allgemeinen Marktentwicklung bei Fach- und Führungskräften.

Der Materialaufwand verzeichnet projektbedingt im Vergleich zum Vorjahr einen nennenswerten Zuwachs (+904,9 TEUR) an Wareneingängen für Handelswaren.

Die Energiekosten liegen um 69,6 TEUR (30,5 %) über dem Niveau des Vorjahres. Zudem wurden die Abrechnungen für Strom durch die Energieversorgungsunternehmen um die Entlastungen nach den Gesetzen zur Strompreisbremse um 46 TEUR gekürzt.

2.2.2.2. Bedeutsame Kennzahlen

Bedeutsame Kennzahlen der Gesellschaft haben sich wie folgt entwickelt:

2023 2022 Veränderung % Punkte
EBITDA-Rentabilität * % 5,9 6,3 -0,4
Umsatzrentabilität * % 0,7 0,8 -0,1
Personalaufwandsquote * % 28,0 27,3 0,7

* gemessen an Umsatzerlösen

2.2.2.3. Vergleich Kennzahlen Geschäftsjahr mit Vorjahresprognose

Die Prognosen aus dem Vorjahr sind im Geschäftsjahr 2023 annähernd eingetreten.

2023 Prognose 2023 Veränderung % Punkte
EBITDA-Rentabilität * % 5,9 6,4 -0,5
Umsatzrentabilität * % 0,7 0,8 -0,1
Personalaufwandsquote * % 28,0 33,4 -5,4

* gemessen an Umsatzerlösen

Die niedrigere Personalaufwandsqoute ergibt sich aus den höheren Umsatzerlösen in 2023 (TEUR 21.358) im Verhältnis zum prognostizierten Jahreswert (TEUR 17.596) bei einem Personalaufwand 2023 in Höhe von TEUR 5.983 (Prognose: TEUR 5.869).

2.2.2.4. Vermögens- und Finanzlage

Der Vermögens- und Kapitalaufbau der Gesellschaft ergibt sich aus den nach Liquiditätsgesichtspunkten zusammengefassten Bilanzzahlen.

31.12.2023 Vorjahr
TEUR % TEUR %
Mittel- und langfristiges Vermögen 1.688,3 25,9 1.805,1 34,7
Kurzfristiges Vermögen 4.839,4 74,1 3.391,2 65,3
Betriebsvermögen 6.527,7 100,0 5.196,3 100,0
Eigenkapital 2.426,9 37,2 2.276,8 43,8
Mittel- und langfristiges Fremdkapital 6,0 0,1 6,0 0,1
Kurzfristiges Fremdkapital 4.094,8 62,7 2.913,5 56,1
Betriebskapital 6.527,7 100,0 5.196,3 100,0

Im Geschäftsjahr 2023 wurden höhere Anlagenzugänge (917,5 TEUR zu 651,4 TEUR im Vorjahr) verzeichnet. Es gab eine Verlagerung des Investitionsfokus von Software auf Hardware (u.a. zur Erhöhung der Rechenzentrumssicherheit).

Die Veränderung im kurzfristigen Vermögen ist im Vergleich zum Vorjahr vor allem auf den Anstieg der Forderungen und sonst. Vermögensgegenständen (+750,6 TEUR) und dem Anstieg bei den liquiden Mitteln (+507,2 TEUR) zurückzuführen.

Die Gesellschaft hat zum Stichtag eine Eigenkapitalquote von 37,2 Prozent und finanziert sich langfristig aus eigenen Mitteln. Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich zum Vorjahr (43,8 Prozent) um 6,6 Prozentpunkte gesunken.

Die folgende Übersicht stellt die Veränderung der liquiden Mittel im Jahresverlauf dar:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 1.413,7 326,3
Cashflow aus Investitionstätigkeit -906,5 -611,9
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 0,0 0,0
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 507,2 -285,6
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 423,9 709,5
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 931,1 423,9

Der Anstieg des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist überwiegend auf die Zunahme der Rückstellungen (vornehmlich begründet in der ausbleibenden Rechnungslegung eines Lieferanten) zurückzuführen.

Die Liquidität der JoHS GmbH lag zum Bilanzstichtag bei 931,1 TEUR (ein Anstieg um 507,2 TEUR im Vergleich zum Vorjahr mit 423,9 TEUR). Der Gesellschaft stand zum Stichtag, aber auch zu jedem Zeitpunkt im Geschäftsjahr, ausreichend Liquidität zur Verfügung.

2.2.3 Sonstige Leistungsindikatoren

7.384 Userobjekte (alle Userobjekte die 90 Tage inaktiv waren werden nicht berücksichtigt, im Vorjahr waren es 7.341 Userobjekte) werden durch den Geschäftsbereich IT in einem TÜV geprüften Rechenzentrum (TIER III bei der Versorgungsicherheit und beim Objektschutz) auf 119 physischen Servern (Vorjahr 122) und 1.421 virtuellen Servern (Vorjahr 1.354) verwaltet. Für das kommende Geschäftsjahr erwartet die Geschäftsführung aufgrund der geplanten Projekte (vgl. Prognosebericht) u.a. eine weitere Steigerung der virtuellen Server.

Die Verfügbarkeit unserer Services im Rahmen der vereinbarten Service Level Agreements lag im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert bei hervorragenden 99,92 Prozent.

2.2.4 Qualitätsmanagement

IT-Sicherheit und Datenschutz ist für die JoHS GmbH von höchster Priorität. Daher sind wir nach DIN ISO 27001 und die JoHS Private Cloud nach TÜV Trusted Data Center zertifiziert. Im Geschäftsbereich Informationstechnologie nutzen wir zusätzlich die international anerkannte Sammlung von vordefinierten und standardisierten Prozessen, Funktionen und Rollen der IT Infrastruktur, kurz ITIL genannt (IT Infrastructure Library). Auf Grundlage einer etablierten Prozesslandkarte, die die internen Prozesse darstellt, wurden Kernkompetenzen abgeleitet, die Services und Dienstleistungen beschreiben, die die JoHS GmbH ihren Kunden zur Verfügung stellt. Zu jedem Prozess liegen Dokumentationen, zum Beispiel in Form von Handbüchern, Prozessbeschreibungen oder Checklisten vor. Diese gelenkten Dokumente werden regelmäßig geprüft, bei Bedarf aktualisiert und in einem Dokumentenmanagementsystem (Q.doc der Firma ONTIV) verwaltet. Über den kontinuierlichen Verbesserungsprozess und regelmäßig durchgeführte Audits wird das Qualitätsmanagement weiterentwickelt und optimiert. Jeder Mitarbeitende der JoHS GmbH ist in das Qualitätsmanagement eingebunden und leistet mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag, damit unsere Kunden vom gelebten Qualitätsmanagement profitieren.

3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Mittelfristplanung geht davon aus, dass das Leistungsgeschehen in 2024 (vor allem wegen der notwendigen KHZG-Projekte) leicht ansteigt. Die im Jahr 2024 zu erwartenden Kostensteigerungen (u.a. im Bereich der Energiekosten) wurden in der Planung konservativ berücksichtigt.

Für das Geschäftsjahr 2024 sind folgende Kennzahlen geplant:

2024 2023 Veränderung % Punkte
EBITDA-Rentabilität * % 4,9 5,9 -1,0
Umsatzrentabilität * % 0,4 0,7 -0,3
Personalaufwandsquote * % 23,9 28,0 -4,1

* gemessen an Umsatzerlösen

Unter Berücksichtigung der derzeitig bekannten Planwerte ist mit einer EBITDA-Rentabilität und Umsatzrentabilität leicht unter Vorjahresniveau zu rechnen. Die Geschäftsführung erwartet im kommenden Geschäftsjahr aufgrund der derzeitigen Marktentwicklung bei Fachkräften bzw. Healthcare-IT Experten einen steigenden Personalaufwand (TEUR 6.903). Trotz des geplanten Anstieges an Umsatzerlösen (u.a. Handelswarenumsätzen aus KHZG-Einmaleffekten) sinkt die Personalaufwandsquote im Verhältnis.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2024 sind noch keine signifikanten Planabweichungen erkennbar.

Aufgrund der derzeitig beauftragten Kundenprojekte (u.a. sind der weitere Rollout des zentralen Patientenportals, die Implementierungen der Fachmodule "Medication", Pflegeprozesssteuerungsverfahren, anhängige IT-Sicherheitsmaßnahmen und andere KHZG-getriggerte Vorhaben an allen betroffenen Einrichtungen zu benennen), geht die Geschäftsführung von einer moderaten Steigerung der sonstigen Leistungsindikatoren aus.

Die Sicherstellung und Umsetzung einer bedarfsgerechten Digitalisierung der stationären Johanniterwelt steht im absoluten Fokus aller strategischen und operativen Maßnahmen der JoHS GmbH.

Die JoHS GmbH ist für die aktuellen Herausforderungen der HealthCare-IT (bspw. durch Anforderungen des Krankenhauszukunftsgesetzes [KHZG] oder der Telematikinfrastruktur [TI]) gut aufgestellt und die Geschäftsführung erwartet auch im Geschäftsjahr 2024 eine positive Geschäftsentwicklung mit einem positiven Jahresergebnis auf dem Vorjahresniveau. Für die Folgejahre wird aufgrund der teilweise hohen Investitions- und Anlaufkosten einzelner Projekte (u.a. resultierend aus der fortlaufenden Umsetzung der Johanniter Plattformstrategien) mit vergleichbaren Jahresergebnissen auf Vorjahresniveau gerechnet.

3.2 Chancen- und Risikobericht

Es wird erwartet, dass sich die Inflation in 2024 mehr als halbiert und von 6,1 Prozent in 2023 auf 2,6 Prozent in 2024 fällt. Die Preissteigerungen der Vorjahre in nahezu allen Bereichen, sind damit deutlich zurückgegangen. Daneben haben sich wesentliche Veränderungen der Chancen- und Risikolage gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.

Nach aktuellem Stand sehen wir kein bestandgefährdendes Risiko.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist festzuhalten, dass extrinsische Faktoren nicht zu unterschätzende Risikopotentiale darstellen, die dauerhaft anhalten könnten. Sowohl die aktuellen geopolitischen Ereignisse, der immanente Fachkräftemangel und die allgegenwärtige Krisensituation deutscher Akutkliniken bedürfen immanenter Risikobewertungen. Die JoHS GmbH ist sich ihrer besonderen Aufgabe innerhalb des Johanniterkonzerns bewusst, sowohl den Träger vor äußeren Faktoren - wie es die Lage gebietet - zu schützen, als auch sich selbst technologisch und führungstechnisch angemessen aufzustellen.

Die digitale Transformation, also die Umwandlung analoger Prozesse in sinnvoll unterstützende digitale Form, ist das bestimmende Element der Chancen- und Risikobeurteilung der JoHS GmbH im täglichen Geschäft. Hierbei geht es für die JoHS GmbH sowohl um zusätzliche Dienstleistungsbereiche als auch die Sicherung bestehender Kundenkontakte durch effiziente Leistungsangebote. Dem Zentralbetrieb durch das hauseigene Rechenzentrum muss hierbei ein besonderes und kritisches Augenmerk geschenkt werden: Hier hat die JoHS in 2023 das Projekt "JoBrid" ins Leben gerufen, um mit einer Cloudstrategie den zukünftigen Bedürfnissen an Skalierbarkeit, Betriebssicherheit und technischer Innovation zu begegnen. Die Ergebnisse eines entsprechenden Cloud-Assessments bescheinigen der JoHS, hier den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Die Prüfung der bestehenden Applikationslandschaft des gesamten Trägers auf Bedarfs- und Innovationsgerechtigkeit ist die Chance, den Johanniterkonzern für die Zukunft adäquat aufzustellen und auch zukünftig Erlöse innerhalb des Johanniterkonzerns und darüber hinaus zu sichern.

Bei der Betrachtung des Marktes außerhalb des Johanniterkonzerns fällt auf, dass auch hier langjährige Kunden weiter im Bestand sind und bleiben. Ein besonderes Risiko außerhalb des Johanniterkonzerns liegt im Bereich der Lizenzcompliance. Die Einhaltung von Lizenzbestimmungen der unterschiedlichen Lizenzgeber wird immer komplexer. Um das Ziel der Compliance sicher zu stellen, hat die JoHS GmbH sowohl eigene Lizenzmanager als auch einen externen Dienstleister zur Seite. Lizenzcompliance ist neuerdings für den Auftraggeber als auch den Auftragnehmer ein bestimmendes Element zur Wahl eines Healthcare-IT Dienstleisters oder zur Annahme eines Kunden.

Als weitere Risiken, denen es zu begegnen gilt, sind zu nennen:

Der Umstand, dass die JoHS GmbH als Wettbewerber gesehen werden kann, stellt eine Eintrittshürde in den Drittmarkt dar.

Entwicklungen, die ordnungspolitisch indiziert sind, wie die z.B. EU-DSGVO (DSG-EKD), die Anwendungsumsetzungen der Telematik Infrastruktur (TI) und die Umsetzungen im Rahmen des KHZG bedürfen durchgehender Transparenz und in Folge einen direkten Austausch der Beteiligten innerhalb des Verbundes und darüber hinaus.

Permanent zunehmende Gefährdung durch Schadsoftware und andere Formen von Cyber-Kriminalität.

Im Zusammenhang mit den soeben erwähnten Risiken wird deutlich, wie wichtig und teilweise betriebsbestimmend diese exogenen Faktoren für einen Geschäftsbetrieb eines IT-Providers im Gesundheitswesen sind und weiter sein werden.

Chancen sieht die Geschäftsführung in verschiedenen Bereichen, dazu gehören:

Unterstützungsleistungen für andere konfessionelle Krankenhausbetreiber bzw. Klinikträger, die die Johanniter nicht als direkten Mitbewerber sehen; hauptsächlich durch das Anbieten von hochwertigen Beratungsdienstleistungen.

Die zunehmende Digitalisierung im Gesundheitswesen stärkt die Positionierung der JoHS GmbH und macht diese attraktiv für anorganische Kunden und für potenzielle BewerberInnen.

Durch die verstärkte Zusammenarbeit mit dem Chief Digital Officer der Johanniter GmbH werden zentrale Projekte patientenorientiert ausgerichtet, hieraus ergibt sich eine Kompetenz- und Fokuserweiterung für die JoHS.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die dargestellten Chancen genutzt werden, um das organische/ anorganische Wachstum zu befördern und gleichsam die Kompetenzen der JoHS GmbH weiter marktgerecht auszubauen. Hierbei gilt es momentan, dem organischen Wachstum besonderes Augenmerk zu widmen.

Wir sind davon überzeugt, dass unternehmerischer Erfolg nur im Einklang mit der Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards von Dauer ist. Durch einen risikobasierten Managementansatz können menschenrechtliche sowie umweltbezogene Risiken identifiziert, durch angemessene Präventionsmaßnahmen adressiert und, im Falle des Eintrittes eines Risikos, durch geeignete Abhilfemaßnahmen korrigiert werden. Die Gesellschaft möchte einen Beitrag dazu leisten, Menschenrechte, sowie Umwelt- und Klimaschutz im Gesundheitswesen voranzubringen.

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die dargestellten Risiken nur als moderat einzuschätzen sind und daher keinen wesentlichen negativen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der nächsten Jahre haben werden.

 

Berlin, den 28. März 2024

Michael Schlickum

Ralf Hörstgen

Bilanz für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 702.345,00 1.085.618,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 871.485,00 709.766,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104.713,61 0,00
976.198,61 709.766,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 9.724,00 9.724,00
1.688.267,61 1.805.108,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 79.313,73 86.165,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.124.314,78 2.398.965,19
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 1.199.938,39 (i.V. EUR 384.262,85) -
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 70.048,03 44.827,65
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 16.444,53 (i.V. EUR 16.439,61) -
3.194.362,81 2.443.792,84
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 931.082,17 423.863,39
4.204.758,71 2.953.821,44
C. Rechnungsabgrenzungsposten 634.654,45 437.413,79
6.527.680,77 5.196.343,23

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 60.950,00 60.950,00
II. Kapitalrücklage 247.657,40 247.657,40
III. Gewinnvortrag 1.968.182,63 1.817.753,26
IV. Jahresüberschuss 150.104,87 150.429,37
2.426.894,90 2.276.790,03
B. Rückstellungen 2.172.715,11 1.048.401,92
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 270.951,11 160.977,76
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 14.807,42 (i.V. EUR 48.510,54) -
2. Übrige Verbindlichkeiten 1.627.572,26 1.601.412,08
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 2.172,19 (i.V. EUR 331,33) -
1.898.523,37 1.762.389,84
D. Rechnungsabgrenzungsposten 29.547,39 108.761,44
6.527.680,77 5.196.343,23

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 16.050.220,84 14.709.125,12
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.008.705,22 4.367.710,08
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 974.439,55 843.351,40
- davon für Altersversorgung EUR 29.061,48 (i.V. EUR 28.920,75) -
5.983.144,77 5.211.061,48
Zwischenergebnis 10.067.076,07 9.498.063,64
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.031.818,11 981.652,33
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 8.815.806,39 8.292.097,95
Zwischenergebnis 219.451,57 224.313,36
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.012,57 390,96
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 71.610,30 71.082,17
7. Ergebnis nach Steuern 151.853,84 153.622,15
8. Sonstige Steuern 1.748,97 3.192,78
9. Jahresüberschuss 150.104,87 150.429,37

Amtsgericht Charlottenburg (Berlin), HRB 88999 B

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss wurde gem. §§ 242 ff und 264 ff HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Bei der Bewertung wurde von der Fortsetzung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen linear nach Maßgabe der folgenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern:

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3-5 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1-13 Jahre

Anlagenzugänge werden im Monat der Anschaffung erfasst und pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 netto werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Zu den Anschaffungskosten der einzelnen Wirtschaftsgüter zählen auch die nicht abziehbaren Vorsteuerbeträge aus den Lieferantenrechnungen. Die Vorsteuer wurde mit 98 % der ausgewiesenen Beträge hinzuaktiviert.

Unter den Finanzanlagen werden Genossenschaftsanteile ausgewiesen, diese werden mit dem Nennwert oder im Falle einer dauernden Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bilanziert.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Auszahlungen für Vorgänge ausgewiesen, die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Aufwand führen.

Der Wertansatz für die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzierung erkennbaren Risiken, ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einzahlungen für Vorgänge ausgewiesen, die in den nachfolgenden Geschäftsjahren zu Ertrag führen.

III. Angaben zur Bilanz

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Anlagenspiegel.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren wie im Vorjahr aus laufender Verrechnung.

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 60.950,00 und ist voll eingezahlt.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitsspiegel im Einzelnen dargestellt:

Stand 31.12.2023 Restlaufzeiten
(Vorjahr) bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 270.951,11 270.951,11 0,00 0,00
(Vorjahr) (160.977,76) (160.977,76) (0,00) (0,00)
Übrige Verbindlichkeiten 1.627.572,26 1.587.596,58 39.975,68 0,00
(Vorjahr) (1.601.412,08) (1.501.472,88) (99.939,20) (0,00)
Gesamt 1.898.523,37 1.858.547,69 39.975,68 0,00
(Vorjahr) (1.762.389,84) (1.662.450,64) (99.939,20) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung.

IV. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich hauptsächlich aus Erträgen mit verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 20.716 (i.V. TEUR 18.501) zusammen. Die Johanniter HealthCare-IT Solutions GmbH (JoHS) versorgt die Johanniter-Einrichtungen mit bedarfsgerechter Informationstechnologie.

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen verrechnete sonstige Sachbezüge aus Kfz-Gestellung. Ferner sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 2,2 (i.V. TEUR 0,0) enthalten.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus den Aufwendungen für Miete/Pacht und Leasing, Wartungen sowie aus dem Verwaltungsbedarf zusammen. Darüber hinaus sind Erstattungen aus der Energiepreisbremse in Höhe von TEUR 46 (i.V. TEUR 0,0) enthalten. Ferner sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 144,4 (i.V. TEUR 18,3) enthalten.

V. Ergänzende Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Leasing- bzw. Mietverträgen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von TEUR 2.431, hierin enthalten sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 2.132. Die Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt TEUR 454.

Mitarbeiter

In 2023 waren im Jahresdurchschnitt 77,75 Mitarbeiter (Vorjahr 69) beschäftigt, davon 25 Frauen und 52,75 Männer (Vorjahr 20,25 Frauen und 48,75 Männer).

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres waren folgende Personen als Geschäftsführer berufen:

 

Herr Ralf Hörstgen, Bergisch Gladbach

 

Herr Michael Schlickum, Mainz (ab 01.12.2023)

 

Frank Böker, Bad Oeynhausen (bis 30.11.2023)

Der Beruf der Mitglieder der Geschäftsführung ist mit ihrer Organstellung identisch.

Hinsichtlich der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel gem. § 286 (4) HGB Gebrauch gemacht.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört zum Konzernkreis der Johanniter GmbH, Berlin. Ihr Jahresabschluss wird für den größten und kleinsten Kreis in den Konzernabschluss der Johanniter GmbH, Berlin, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht.

Sonstige Angaben

Es wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Seit dem Abschlussstichtag haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ergeben.

 

Berlin, den 28. März 2024

Michael Schlickum, Geschäftsführer

Ralf Hörstgen, Geschäftsführer

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte
Anfangsstand Zugänge Abgänge Endstand
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.585.178,75 262.390,46 0,00 4.847.569,21
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.175.790,32 550.438,65 125.229,15 3.600.999,82
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 104.713,61 0,00 104.713,61
3.175.790,32 655.152,26 125.229,15 3.705.713,43
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 9.724,00 0,00 0,00 9.724,00
7.770.693,07 917.542,72 125.229,15 8.563.006,64
Entwicklung der Abschreibungen
Anfangsstand Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Endstand
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.499.560,75 645.663,46 0,00 4.145.224,21
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.466.024,32 386.154,65 122.664,15 2.729.514,82
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
2.466.024,32 386.154,65 122.664,15 2.729.514,82
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
5.965.585,07 1.031.818,11 122.664,15 6.874.739,03
Restbuchwerte
31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 702.345,00 1.085.618,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 871.485,00 709.766,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 104.713,61 0,00
976.198,61 709.766,00
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 9.724,00 9.724,00
1.688.267,61 1.805.108,00

Bescheinigung

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Johanniter HealthCare-IT Solutions GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Johanniter HealthCare-IT Solutions GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Johanniter HealthCare-IT Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 25. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Laurent Griffoul, Wirtschaftsprüfer

ppa. Jan Witing, Wirtschaftsprüfer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. November 2024 wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festgestellt. Es wurde beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 150.104,87 auf neue Rechnung vorzutragen.

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