Objectflor Art und Design Belags GmbH

Wankelstraße 50, 50996 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 27377
Eingetragen
2.5.1996
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von MöbelnEinzelhandel mit Antiquitäten und antiken TeppichenInnenraumdesign und Raumgestaltung
Gegenstand
der Verkauf und Vertrieb von Bodenbelägen und ähnlichen Produkten zur Ausgestaltung von Räumen und Objekten, die audiovisuelle Darstellung von Art und Design sowie die Lieferung der gewünschten Ausstattung;

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Winston Hill
seit 23.4.2026
Prokura
Özgür Kivilcim
seit 23.4.2026
Prokura
Stephan Wolff
seit 14.7.2008
Geschäftsführer
Mark Halstead
seit 3.8.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
James Halstead plc.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

James Halstead plc.
Germany
1.000.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Objectflor Art und Design Belags GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023

Bilanz zum 30. Juni 2023

AKTIVSEITE

EUR Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26,50 26,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,50 0,50
27,00 27,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.824.501,47 7.104.175,47
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 541.728,01 747.912,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 7.300,00 0,00
7.373.529,48 7.852.087,98
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 25.564,59
7.399.121,07 7.877.679,57
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Waren 26.289.053,12 35.148.693,02
2. Geleistete Anzahlungen 63.277,94 97.154,72
26.352.331,06 35.245.847,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.097.711,23 7.200.726,33
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.103.503,99 6.920.335,69
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 232.808,26 265.108,47
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
11.434.023,48 14.386.170,49
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.111.989,85 659.744,89
39.898.344,39 50.291.763,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 294.661,71 237.843,80
47.592.127,17 58.407.286,49

PASSIVSEITE

EUR Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Gewinnvortrag 9.316.243,13 3.494.043,39
III. Jahresüberschuss 3.443.605,69 5.822.199,74
13.271.140,70 9.827.535,01
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 265.216,00 283.873,00
2. Steuerrückstellungen 326.395,37 1.416.829,74
3. Sonstige Rückstellungen 1.907.912,00 2.281.898,87
2.499.523,37 3.982.601,61
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.373.169,36 24.885.824,29
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 20.373.169,36 EUR (Vorjahr: 24.885.824,29 EUR)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.405.968,03 17.976.257,66
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.055.968,03 EUR (Vorjahr: 9.426.257,66 EUR)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 4.350.000,00 EUR (Vorjahr: 8.550.000,00 EUR)
- davon gegenüber Gesellschafter 8.958.294,45 EUR (Vorjahr: 16.867.405,74 EUR)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.042.325,71 1.735.067,92
- davon aus Steuern 749.439,51 EUR (Vorjahr: 1.569.379,06 EUR)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 17.612,53 EUR (Vorjahr: 8.529,56 EUR)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 899.335,57 EUR (Vorjahr: 1.735.067,92 EUR)
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 142.990,14 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR)
31.821.463,10 44.597.149,87
47.592.127,17 58.407.286,49

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023

EUR Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 98.778.836,16 106.442.607,80
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.582.080,62 3.231.139,32
- davon aus Währungsumrechnung 61.829,17 EUR (Vorjahr: 16.416,43 EUR)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -73.907.785,15 -78.378.833,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -39.619,70 -21.161,40
4. Personalaufwand -73.947.404,85 -78.399.994,55
a) Löhne und Gehälter -8.723.465,83 -8.399.573,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -1.508.025,32 -1.443.778,26
- davon für Altersversorgung 25.622,16 EUR (Vorjahr: 20.060,45 EUR)
-10.231.491,15 -9.843.351,58
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -547.400,16 -648.564,36
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.190.068,76 -13.237.914,46
- davon aus Währungsumrechnung 9.798,55 EUR (Vorjahr: 58.760,80 EUR)
7. Erträge aus Gewinnabführungsvertrag 298.464,03 1.444.669,09
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.935,89 518,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -463.725,62 -260.443,86
- davon an verbundene Unternehmen 458.401,42 EUR (Vorjahr: 255.000,00 EUR)
- davon aus Aufzinsung 4.800,00 EUR (Vorjahr: 4.989,00 EUR)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.722.987,58 -2.858.196,00
11. Ergebnis nach Steuern 3.559.238,58 5.870.469,40
12. Sonstige Steuern -115.632,89 -48.269,66
13. Jahresüberschuss 3.443.605,69 5.822.199,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Allgemeine Erläuterungen

Die objectflor Art und Design Belags GmbH hat ihren Sitz in Köln und ist in das Handelsregister B des Amtsgerichts Köln unter der Registernummer HRB 27377 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 wurde unter Beachtung der für Kapitalgesellschaften geltenden Rechnungslegungsvorschriften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden wurden zum 1. Juli 2022 aus der Bilanz des Vorjahres übernommen.

Die angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften der §§ 246 ff. HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

1. Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen sind entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern linear berechnet.

In den Finanzanlagen ist die Beteiligung an der KARNDEAN International GmbH mit Sitz in Köln ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte in Höhe des Stammkapitals der Gesellschaft (vgl. auch IV. Nr. 5 Anteilsbesitz).

2. Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren zum Abschlussstichtag beizulegenden Wert (Waren) bzw. zum Nennwert (geleistete Anzahlungen) bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren zum Abschlussstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bestände aus Kassenbestand und Bankguthaben sind zum Nennwert bilanziert.

3. Rückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen wurden nach versicherungsmathematischen Methoden mit dem Teilwertverfahren berechnet. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck unter Berücksichtigung des von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Rechnungszins von 1,80 %. Bei der Ableitung des Diskontierungszinssatzes für Altersversorgungsverpflichtungen wurde von einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ausgegangen. Die Differenz aus dem Zinssatz von 1,80 % (10-Jahres-Durchschnitt) und von 1,57 % (7-Jahres-Durchschnitt) beträgt EUR 3.299,00.

Es wurde von einer Rentendynamik von 2% ausgegangen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung und Vorsicht zur Abgeltung der jeweiligen Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen einzelner Posten der Bilanz zum 30. Juni 2023

1. Anlagevermögen

Hinsichtlich der Zusammensetzung und der Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023 wird auf den Anlagenspiegel verwiesen. Die Anfangsbestände im Anlagenspiegel sind zu ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angegeben.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Wert 01.07.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Wert 30.06.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.586.382,07 0,00 0,00 1.586.382,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.441.917,91 0,00 0,00 2.441.917,91
4.028.299,98 0,00 0,00 4.028.299,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.732.403,17 0,00 0,00 11.732.403,17
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.467.733,81 61.542,66 5.148,02 4.524.128,45
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 7.300,00 0,00 7.300,00
16.200.136,98 68.842,66 5.148,02 16.263.831,62
III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 25.564,59 0,00 0,00 25.564,59
20.254.001,55 68.842,66 5.148,02 20.317.696,19
Abschreibungen Bilanzwerte
Wert 01.07.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Wert 30.06.2023
EUR
30.06.2023
EUR
30.06.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.586.355,57 0,00 0,00 1.586.355,57 26,50 26,50
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.441.917,41 0,00 0,00 2.441.917,41 0,50 0,50
4.028.272,98 0,00 0,00 4.028.272,98 27,00 27,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.628.227,70 279.674,00 0,00 4.907.901,70 6.824.501,47 7.104.175,47
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.719.821,30 267.726,16 5.147,02 3.982.400,44 541.728,01 747.912,51
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 7.300,00 0,00
8.348.049,00 547.400,16 5.147,02 8.890.302,14 7.373.529,48 7.852.087,98
III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 25.564,59 25.564,59
12.376.321,98 547.400,16 5.147,02 12.918.575,12 7.399.121,07 7.877.679,57

2. Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich grundsätzlich aus der Darstellung in der Bilanz.

Eine satzungsmäßige Umstellung des gezeichneten Kapitals auf Euro ist bisher nicht erfolgt. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft laut Bilanz beträgt EUR 511.291,88 beziehungsweise gemäß Gesellschaftsvertrag DM 1.000.000,00.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

Wert zum 30.06.2023
EUR
Kundenbonus 802.378,46
Gewährleistungsverpflichtungen 103.200,00
Personalbereich 453.713,95
Sonstige 548.619,59
Gesamt 1.907.912,00

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Posten, denen Beträge zugrunde liegen, die auf fremde Währung lauten. Die Bewertung der US$-Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13.275 (Vorjahr: TEUR 15.615) erfolgte nach Maßgabe der garantierten Kurse, die der objectflor Art und Design Belags GmbH von ihrer Muttergesellschaft James Halstead plc., Manchester/Großbritannien, zum Stichtag gewährt werden.

5. Mitzugehörigkeitsvermerke

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 2.457 (Vorjahr TEUR 3.393) sowie sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 3.646 (Vorjahr: TEUR 3.527).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr in Höhe von TEUR 1.856 (Vorjahr: TEUR 1.406) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.550 (Vorjahr: 16.570).

IV. Sonstige Angaben

1. Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse unterbleibt entsprechend § 286 Abs. 2 HGB.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen insgesamt TEUR 3.332 (Vorjahr: TEUR 4.935). Es handelt sich um Verpflichtungen aus Miet-, Leasing-und Wartungsverträgen mit Laufzeiten von zwei bis sieben Jahren.

3. Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden durchschnittlich 154 (Vorjahr: 153) Mitarbeiter beschäftigt. Davon waren 38 gewerbliche Arbeitnehmer und 116 Angestellte.

4. Mitglieder der Geschäftsführung

Mark Halstead, Kaufmann, Manchester/Großbritannien

Stephan Wolff, Kaufmann, Köln

Dieter Overkamp, Kaufmann, Südlohn (ab 08.07.2022)

5. Anteilsbesitz

Die objectflor Art und Design Belags GmbH ist zu 100 % an der Firma KARNDEAN International GmbH, Köln, beteiligt. Das Eigenkapital der KARNDEAN International GmbH beträgt zum 30. Juni 2023 TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 26). Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages vom 24. April 2009 hat die KARNDEAN International GmbH ihren gesamten Gewinn in Höhe von TEUR 298 (Vorjahr: TEUR 1.445) an die objectflor Art und Design Belags GmbH abgeführt und weist entsprechend einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 0 aus.

6. Konzernabschluss

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der James Halstead plc, Manchester/Großbritannien, und wird in deren nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellten Konzernabschluss einbezogen.

Die Firma James Halstead plc ist unter ISIN GB00B0LS8535 an der London Stock Exchange unter der Sektion "Alternative Investment Market" (AIM) gelistet.

7. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022/2023 berechnete Gesamthonorar beträgt:

EUR
Abschlussprüfungsleistungen 59.590,00
Andere Bestätigungsleistungen 3.750,00
63.340,00

8. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsleitung beschließt, den Jahresüberschuss von TEUR 3.444 zusammen mit dem Gewinnvortrag von TEUR 9.316 auf neue Rechnung vorzutragen.

9. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergeben.

 

Köln, den 16. September 2024

objectflor Art und Design Belags GmbH

Geschäftsführung

Mark Halstead

Stephan Wolff

Dieter Overkamp

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Die objectflor Art und Design Belags GmbH in Köln zählt zu der Gruppe der führenden europäischen Händler elastischer Bodenbeläge für den Objekt- und Wohnbereich.

Als Tochterunternehmen der weltweit tätigen James Halstead plc beliefert die Gesellschaft vorwiegend Kunden in Deutschland und den angrenzenden zentraleuropäischen Ländern mit elastischen Bodenbelägen. Das Produktportfolio umfasst schwerpunktmäßig Heterogene (Design) und Homogene Bodenbeläge aus PVC sowie Kautschukbodenbeläge, die von der Schwestergesellschaft Polyflor Ltd. und ausgewählten Drittlieferanten produziert werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Eine konjunkturelle Erholung läuft in Deutschland sehr schleppend an. Die negative Veränderung des deutschen Bruttoinlandsprodukts von 2023 (-0,2 %) scheint zwar gestoppt, aber in 2024 zeichnet sich bisher eine nur schwach steigende Wirtschaftsleistung ab.

Das IfW Kiel konstatiert in seiner Sommerprognose 2024, dass sich die Zeichen mehren, dass sich die deutsche Wirtschaft aus der Rezession befreien kann. Eine wichtige Weichenstellung ist dabei die von der Europäischen Zentralbank (EZB) eingeläutete Zinswende.

Insgesamt rechnet das IfW Kiel in seiner Sommerprognose für das Jahr 2024 nur mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent. Das Institut erklärt, dass in Anbetracht der schwachen wirtschaftlichen Dynamik sich der Arbeitsmarkt recht robust zeigt. Die Beschäftigung dürfte im laufenden Jahr noch einmal etwas zulegen, bevor sie im Zuge des demografischen Wandels auf einen Abwärtstrend einschwenkt. Der weiterhin recht hohe Fachkräftemangel wird auch in Reaktion auf die in den vergangenen Jahren hohe Inflation zu deutlich steigenden Löhnen führen.

Da die Verbraucherpreisinflation spürbar sinkt, werden die real verfügbaren Einkommen im laufenden Jahr erstmals nach drei Jahren wieder steigen und den privaten Konsum stimulieren. Die Inflation hat sich zwar merklich abgeflacht und wird voraussichtlich laut Sommergutachten im laufenden Jahr 2,2 % betragen, die Kernrate bleibt aber vorerst erhöht.

Im Juni 2024 hatte die EZB die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte reduziert - zu erwarten sind im Jahresverlauf weitere gemäßigte Zinssenkungen.

In den Ländern des Euroraums, zu denen objectflors wichtigste Exportmärkte zählen, wird laut Konjunkturbericht Welt Sommerprognose 2024 das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 voraussichtlich insgesamt um 0,9 % (2023 0,6 %) nochmals recht schwach ausfallen und erst im Jahr 2025 wird ein Zuwachs von 1,5 % erwartet. Die Teuerung im Euroraum sinkt von 5,4 Prozent im Durchschnitt des Jahres 2023 voraussichtlich auf 2,4 Prozent (2024) sowie 2,0 Prozent (2025) und entspricht somit im nächsten Jahr dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank.

Das statistische Bundesamt erklärt in einer Pressemitteilung vom Mai 2024, dass im Jahr 2023 in Deutschland der Bau von 259.600 Wohnungen (-26,7 % gegenüber Vorjahr) genehmigt wurde und war damit deutlich geringer als die Zahl der fertiggestellten Wohnungen.

Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 294 400 Wohnungen gebaut. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 0,3 % oder 900 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Damit hat sich die Zahl der jährlich fertiggestellten Wohnungen seit dem Jahr 2021 kaum verändert. In den Zahlen sind sowohl die Baufertigstellungen für neue Gebäude als auch für Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden enthalten sowie Wohnungen in Wohn- und Nichtwohngebäuden.

Zum Rückgang der Bauvorhaben der letzten Jahre sind vor allem hohe Kosten für Baumaterialien, Fachkräftemangel am Bau und hohe Finanzierungszinsen verantwortlich. Die prognostizierten weiteren Zinssenkungen durch die EZB sollten eine Trendwende in der Bauindustrie bewirken.

2. Geschäftsverlauf

In einem umkämpften Markt konnte objectflor seine starke Position am Markt halten. Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr ist gegenüber dem Vorjahr im Rahmen des allgemein negativen Markttrends um 7,2 % auf TEUR 98.779 (Vj.: TEUR 106.443) gesunken. Kostensteigerungen wurde durch Preiserhöhungen gegengesteuert. Bereinigt um den Innenumsatz aus Warenlieferungen und Serviceleistungen mit der Tochtergesellschaft KARNDEAN International GmbH in Höhe von TEUR 24.097 ist der Umsatz um 4,2 % im Vergleich zum bereinigten Umsatz des Vorjahres gesunken.

Insgesamt zeigt das abgelaufene Geschäftsjahr, dass die Ausrichtung auf qualitativ hochwertige, designorientierte Bodenbeläge mit einem umfangreichen Serviceangebot in einem sehr schwierigen Marktumfeld Resilienz zeigt. So konnte in schwierigen Zeiten von Konjunktureinbrüchen einhergehend mit Energiekosten-, Inflations- und Zinssteigerungen, im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 3.444 (Vj.: TEUR 5.822) erwirtschaftet werden.

Der Fluktuationskoeffizient betrug im Geschäftsjahr 10,5 % (Vj.: 15,0 %). Der Fluktuationskoeffizient im Jahr 2022 in Deutschland beträgt nach Berechnungen des Statista Research Department 31,6 %. Allerdings bewegt sich die Fluktuationsrate seit rund 15 Jahren auf einem ähnlichen Niveau (3,4 Punkte zwischen Minimal- und Maximalwert).

3. Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist bei objectflor die Materialquote auf 74,9 % (Vj.: 73,7 %) gestiegen. Bereinigt um den Materialaufwand für den Innenumsatz mit der Tochtergesellschaft KARNDEAN International GmbH beträgt die Quote 71,2 % (Vj.: 68,4 %). Der Rohertrag ist (vor sonstigen betrieblichen Erträgen) um TEUR 3.211 auf TEUR 24.832 gesunken.

Die Personalstärke ist in einigen Bereichen des Unternehmens erhöht worden, um der Ausrichtung auf ein umfangreiches Serviceangebot sowie den Ansprüchen des Marktes weiter gerecht bleiben zu können. Die Erhöhung der Personalkosten beträgt 3,9 %. Diese sind im Geschäftsjahr um TEUR 387 auf TEUR 10.231 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.048 auf TEUR 12.190 gesunken. Wesentlicher Bestandteil der Reduzierung sind Kosten der Warenabgabe, Personalsuche sowie Arbeitnehmerüberlassung.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern ist gegenüber dem Vorjahr (TEUR 8.680) um TEUR 3.514 auf jetzt TEUR 5.166 gesunken. Die in diesem Geschäftsjahr erhaltene Gewinnabführung (im Finanzergebnis enthalten) basiert auf dem Ergebnisabführungsvertrag mit der KARNDEAN International GmbH, der am 24. April 2009 abgeschlossen wurde und im aktuellen Geschäftsjahr zu einem Ertrag in Höhe von TEUR 298 (Vj.: TEUR 1.445) geführt hat.

Nach Abzug ergebnisbedingt gesunkener Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von TEUR 1.723 (Vj.: TEUR 2.858) verbleibt ein um TEUR 2.379 gesunkener Jahresüberschuss von TEUR 3.443 (Vj.: TEUR 5.822).

4. Finanzlage

Bei der Gesellschaft ergeben sich übersichtliche und planbare Ein- und Auszahlungsströme. Ein diesen Anforderungen entsprechendes Finanzmanagement ist installiert. Die Kontrolle und Lenkung der Finanzmittel der Gesellschaft können überwiegend über die mittelfristige Budgetplanung der Gesellschaft in Verbindung mit Auswertungen der Buchhaltung zu kurzfristig anstehenden Ein- und Auszahlungen aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb erfolgen. Umfangreiche Investitionsvorhaben unterliegen einer gesonderten Finanzmittelplanung und -kontrolle.

Auf Basis des positiven Jahresüberschusses konnte objectflor auch einen positiven Cash-Flow im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielen. Der Cash-Flow i.e.S. (Jahresüberschuss plus Abschreibungen plus/ minus Veränderung der langfristigen Rückstellungen) blieb mit TEUR 3.971 unter dem Vorjahresniveau (Vj.: TEUR 6.458), was im Wesentlichen auf den gesunkenen Jahresüberschuss zurückzuführen ist. Insbesondere aufgrund des Rückgangs der Vorräte und des im Vergleich dazu unterproportionalen Rückgangs der Verbindlichkeiten, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind, hat sich als weitere Konsequenz im Geschäftsjahr der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit um TEUR 6.746 auf TEUR 3.626 (Vj.: TEUR -3.120) erhöht.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit hat sich insbesondere aufgrund des Rückgangs der Investitionen für das Sachanlagevermögen von TEUR -77 auf TEUR -65 verändert.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -2.109 resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von TEUR 1.650.

Als Ergebnis dieser Cash-Flows hat sich der Finanzmittelbestand zum Stichtag auf TEUR 2.112 (Vj.: TEUR 660) erhöht. Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Die Gesellschaft finanziert sich über Eigenmittel und über ein von der Muttergesellschaft im Rahmen der Gewinnausschüttung gewährtes Darlehen, das am Bilanzstichtag einen Saldo von TEUR 8.550 aufwies. Dies ermöglicht dem Unternehmen eine bankenunabhängige Finanzierung seiner Geschäfte. Die mit Drittlieferanten vereinbarten Zahlungsziele basieren auf individuell verhandelten Lieferantenverträgen.

5. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um TEUR 10.815 auf TEUR 47.592 (Vj.: TEUR 58.407) reduziert.

Das Vermögen der Gesellschaft ist zum Stichtag mit 15,5 % im Anlagevermögen gebunden (Vj.: 13,5 %), ein wesentlicher Teil entfällt auf bebaute Grundstücke.

Die Vorräte sind um TEUR 8.894 auf TEUR 26.352 (Vj.: TEUR 35.246) gesunken. Der Anteil der Vorräte am Vermögen der Gesellschaft beträgt 55,4 % (Vj.: 60,3 %).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen im aktuellen Geschäftsjahr auf TEUR 5.098 (Vj.: TEUR 7.201) gesunken. Der Anteil am Vermögen der Gesellschaft beträgt 10,7 % (Vj.: 12,3 %).

Der Bestand der Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 6.104 besteht im Wesentlichen aus Forderungen gegen das in Frankreich ansässige verbundene Unternehmen (TEUR 3.148) sowie die Tochtergesellschaft (TEUR 2.946).

Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr in Relation zum Vorjahr von 16,8 % auf 27,9 % der Bilanzsumme gestiegen. Der absolute Betrag des Eigenkapitals hat sich zum Vorjahr aufgrund des Jahresüberschusses um TEUR 3.444 auf TEUR 13.271 erhöht.

Das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen beträgt 1,8. Die Investitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres betrugen TEUR 69 (Vj.: TEUR 78).

Die Steuerrückstellungen verringern sich um TEUR 1.091 auf TEUR 326 (Vj.: TEUR 1.417).

Die Gesellschaft weist am Ende des Geschäftsjahres, ebenso wie im Vorjahr, keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr stichtagsbezogen um TEUR 4.513 auf TEUR 20.373 (Vj.: TEUR 24.886) reduziert. Dies resultiert im Wesentlichen aus einer Anpassung des Bestellvolumens und einer daraus resultierenden Senkung des Wareneingangs jeweils zum Ende des Geschäftsjahres, um wegen sinkender Nachfrage den Vorratsbestand den Marktbedingungen anzupassen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.570 auf TEUR 10.406 (Vj.: TEUR 17.976). Dies resultierte neben unterjährigen Verrechnungen im Wesentlichen aus der Tilgung eines kurzfristigen Darlehens durch die Muttergesellschaft.

6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Gesellschaft konnte sich in einem intensiven Marktumfeld im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb weiterhin stark behaupten, so dass die Ertrags- und Vermögenslage aber auch die Finanzlage weiterhin positiv bewertet werden.

Die Tilgung des im letzten Geschäftsjahr von der Muttergesellschaft gewährten Darlehens sowie die bilanziellen Kennzahlen belegen deutlich die positive wirtschaftliche und finanzielle Verfassung der Gesellschaft.

Die im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022 getätigte Prognose hinsichtlich eines leichten Rückgangs der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2022/2023 ist mit einer Umsatzsenkung von TEUR 7.664 eingetroffen.

III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Gesellschaft unterliegt aufgrund eines zunehmenden Wettbewerbes einem Preisänderungs- und Ausfallrisiko sowie einem Risiko aus Zahlungsstromschwankungen in Bezug auf ihre Forderungen und Verbindlichkeiten.

Das in der Gesellschaft installierte Risikomanagementsystem stellt aber über standardisierte Abläufe, regelmäßige Kontrollen und die Erstellung von zweckdienlichen Auswertungen eine ständige Beobachtung der für das Unternehmen wesentlichen Finanzinstrumente sicher, um zeitnah auf marktbedingte Veränderungen reagieren zu können.

Zur Minimierung des Ausfallrisikos werden sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, soweit möglich und wirtschaftlich sinnvoll, gegen Ausfall versichert. Darüber hinaus führt ein intensives Forderungsmanagement zu kurzen Forderungsreichweiten.

Die Rohstoffpreise für PVC-Produkte unterliegen den üblichen konjunkturellen Schwankungen und seit der Corona-Pandemie und seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine verstärkt den Entwicklungen des Weltmarkts. Die weitere Preisentwicklung ist nicht genau absehbar und stark abhängig von der Nachfrageentwicklung in den kommenden Monaten. Die Lieferketten von Asien nach Europa haben sich zwischenzeitlich verbessert, werden jedoch durch den Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 und deren Folgewirkungen sowie wieder steigender Nachfrage Europas nach asiatischen Produkten im Jahr 2024 wieder negativ beeinträchtigt. Die Reedereien nutzen diese Situation für Preiserhöhungen, wenn immer dies möglich ist.

Dem steigenden Wettbewerb und den damit verbundenen Preisänderungsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen begegnet die Gesellschaft erfolgreich mit exklusiven Designs, mit einer Produktqualität auf dem höchsten Zertifizierungsniveau auch im Hinblick auf das Einhalten von Emissionszielen (DGNB, Blauer Engel Zertifikat, Indoor Air Comfort Gold Zertifikat, M1, Green Guard, Floor Score und BRE) sowie laufenden Produktinnovationen der Hersteller. Die hohe Verfügbarkeit der von der Gesellschaft angebotenen Produkte ist ein weiteres Merkmal, welches von den Kunden honoriert wird.

Aufgrund der breit gefächerten Kundenstruktur und Absatzmärkte von objectflor zeigte sich das Unternehmen in Zeiten von Arbeitskräftemangel aber auch Inflationseffekten und Zinssteigerungen als Folge der Ukraine-Krise und Corona-Pandemie resilient. Das im Unternehmen installierte Risikomanagementsystem hat die verbundenen Risiken identifiziert und in den internen Planungen berücksichtigt.

In den internen Planungen überwiegt zunächst eine abschwächende Gesamtmarktentwicklung für elastische Bodenbeläge. Der Grund hierfür sind die weiterhin hohen Baukosten und Zinsen, die die Baubranche weiterhin beeinträchtigen.

Resümierend kann festgestellt werden, dass objectflor gut vorbereitet ist, um die kommenden Herausforderungen zu bewältigen und mittelfristig den Wachstumskurs fortsetzen zu können.

Basis hierfür ist die finanziell gesunde Verfassung der Gesellschaft sowie ein marktgängiges, aktuelles Produktportfolio, welches immer wieder den Marktanforderungen angepasst wird.

Darüber hinaus sieht die Gesellschaft keine wesentlichen Veränderungen in der Personalstärke vor, um weiterhin ein umfangreiches Serviceangebot liefern sowie wachsenden Aufgaben und Ansprüchen des Marktes gerecht werden zu können.

Wegen der weiterhin gesamtwirtschaftlichen Abschwächung insbesondere in Deutschland, hoher Inflation und gestiegenen Zinsen gehen wir von einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023/2024 in Relation zum aktuellen Geschäftsjahr aus.

Die Maßnahmen der für unsere Märkte zuständigen Regierungen variieren und die Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf sind somit unterschiedlich. Auf Änderungen werden wir mit spezifischen Maßnahmen in den verschiedenen Märkten reagieren. Unter den gegebenen Voraussetzungen sind wir mit dem Verlauf des Geschäftes zufrieden.

 

Köln, den 16. September 2024

objectflor Art und Design Belags GmbH

Geschäftsführung

Mark Halstead

Stephan Wolff

Dieter Overkamp

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die objectflor Art und Design Belags GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der objectflor Art und Design Belags GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der objectflor Art und Design Belags GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 19. September 2024

PKF Fasselt
Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwälte

M. Zünkler, Wirtschaftsprüfer

C. Renner, Wirtschaftsprüfer

Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Jahresabschluss zum 30. Juni 2023 (Bilanzsumme 47.592.127,17 EUR; Jahresüberschuss 3.443.605,69 EUR) und des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2022/2023 der objectflor Art und Design Belags GmbH, Köln.

Protokoll der Gesellschafterversammlung der objectflor Art und Design Belags GmbH

Unter Verzicht auf alle Formen und Fristen hielt am 24. September 2024 die alleinige Gesellschafterin, die James Halstead plc, Vereinigtes Königreich, vertreten durch Herm Gordon Oliver eine ordentliche Gesellschafterversammlung ab. Dabei wurde folgendes beschlossen:

1. Der Jahresabschluss zum 30. Juni 2023, der eine Bilanzsumme von EUR 47.592.127,17 und einen Jahresüberschuss von EUR 3.443.605,69 ausweist, wird festgestellt.

2. Der ausgewiesene Jahresüberschuss von EUR 3.443.605,69 und der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von EUR 9.316.243,13 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

3. Den Geschäftsführern, Herm Mark Halstead, Herm Stephan Wolff und Dieter Overkamp, wird für das Geschäftsjahr 2022/2023 Entlastung erteilt.

 

Manchester, 24 September 2024

James Halstead plc

Gordon Oliver

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