Stammdaten

Register
Amtsgericht Kempten HRB 6930
Eingetragen
25.8.1999
Branche
Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und KlimainstallationTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Installationsbedarf für Gas, Wasser, Heizung und KlimatechnikGroßhandel mit Installationsbedarf für Gas, Wasser und Heizung
Gegenstand
Planung und Ausführung von Heizungs-, Lüftungs-, Klima- und Sanitäranlagen sowie damit verbundene Medientechnik und der Handel mit den einschlägigen Artikeln. Ebenfalls Gegenstand ist der Bereich Facility Management.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Frank Stegmann
seit 4.3.2022
Prokura
Thomas Erwin Härle
seit 29.1.2020
Geschäftsführer
Alexander Kuhn
seit 28.1.2003
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
125.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Gebr. Gaßner GmbH

Kempten (Allgäu)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Handelsbilanz zum 31.12.2021

Offenzulegende Fassung gem. § 326 HGB

Gebr. Gassner GmbH

Registergericht Kempten HRB 6930

Kempten

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.930,52 17.169,52
II. Sachanlagen 851.489,00 757.817,00
III. Finanzanlagen 4.500.000,00 2.000.000,00
5.367.419,52 2.774.986,52
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 9.923.933,45 6.538.946,22
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.923.933,45- 6.538.946,22-
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.333.019,02 2.677.485,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.791.186,16 4.564.795,10
4.124.205,18 7.242.280,19
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.832,00 6.872,10
D. Aktive latente Steuern 0,00 5.842,00
9.503.456,70 10.029.980,81

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 125.000,00 125.000,00
II. Gewinnrücklagen 950.000,00 950.000,00
III. Bilanzgewinn 4.336.564,61 4.915.541,18
Summe Eigenkapital 5.411.564,61 5.990.541,18
B. Rückstellungen 1.410.750,00 2.430.561,98
C. Verbindlichkeiten 2.669.672,09 1.608.877,65
D. Rechnungsabgrenzungsposten 10.832,00 0,00
E. Passive latente Steuern 638,00 0,00
9.503.456,70 10.029.980,81

 

Kempten, den 21. Juli 2022

gez. Alexander Kuhn, Geschäftsführer

gez. Thomas Härle, Geschäftsführer

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2021 bis 31.12.2021

Offenzulegende Fassung gem. § 326 HGB

Gebr. Gassner GmbH

Registergericht Kempten HRB 6930

Kempten

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 6.057.082,49 8.750.799,89
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.724.484,11 2.540.548,60
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 612.007,28 576.418,55
3.336.491,39 3.116.967,15
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 191.959,38 201.733,21
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.256.532,53 1.157.913,31
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50.013,09 39.608,08
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 22.824,64 22.492,46
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 366.348,57 1.162.679,57
8. Ergebnis nach Steuern 932.939,07 3.128.622,27
9. sonstige Steuern 11.915,64 12.135,64
10. Jahresüberschuss 921.023,43 3.116.486,63
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.415.541,18 1.799.054,55
12. Bilanzgewinn 4.336.564,61 4.915.541,18

Registergericht Kempten HRB 6930

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

Offenzulegende Fassung gem. § 326 HGB

A Allgemeines

Die GmbH ist eine Kapitalgesellschaft i. S. von § 267 Abs. 2 HGB.

B Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 242 bis 256 HGB sowie den Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften nach §§ 264 bis 278 HGB vorgenommen.

Die Ausübung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechte erfolgte unverändert zum Vorjahresabschluss.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abschreibung unterlagen um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Als Nutzungsdauer wird bei Software drei Jahre unterstellt.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Es wurde linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis € 800,-- wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben.

Der Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde durch eine Bestandsaufnahmeliste nachgewiesen.

Die unfertigen Leistungen wurden durch einen Bewertungsabschlag vom Verkaufspreis für Gewinn und nicht aktivierungspflichtige Kosten bzw. auf der Grundlage der ermittelten Werte der Kostenrechnung bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen wurden teilweise von den Vorräten offen abgesetzt ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Die Risiken im Forderungsbestand wurden durch Pauschalwertberichtigung angemessen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel wurden mit Nominalwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend dem Aufwandsverlauf verteilt.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichem Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C Angaben zur Bilanz

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind, wie im Vorjahr, keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Passive latente Steuern in Höhe von € 638,-- ergeben sich aus zeitlichen und sachlichen Bewertungsunterschieden zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz.

Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 30% berechnet.

Im Geschäftsjahr wurden die aktiven latenten Steuern um € 5.842,-- verringert und die passiven latenten Steuern um 638,-- erhöht.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten neben Rückstellungen für Tantiemen, nicht genommenen Urlaub und Überstunden, Abschluss- und Prüfungskosten sowie Aufbewahrungspflichten im Wesentlichen die Rückstellung für Gewährleistungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, innerhalb eines Jahres fällig.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2021 im Einzelnen wie folgt entwickelt:

Anlagenspiegel zum 31.12.2021

Gebr. Gassner GmbH

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2021 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 26.640,52 26.640,52
2. geleistete Anzahlungen 15.840,52 15.840,52
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 42.481,04 42.481,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 101.380,82 101.920,82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.725.869,11 285.581,38 40.577,18 197087331
Summe Sachanlagen 1.827.789,93 285.581,38 40.577,18 2.072.794,13
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 2.000.000,00 2.500.000,00 4.500.000,00
Summe Finanzanlagen 2.000.000,00 2.500.000,00 4.500.000,00
Summe Anlagevermögen 3.870.270,97 2.785.581,38 40.577,18 6.615.275,17
kumulierte Abschreibung 01.01.2021 Abschreibung Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen kumulierte Abschreibung 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.311,52 1.239,00 26.550,52
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 25.311,52 1.239,00 26.550,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.896,82 5.289,00 16.185,82
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.059.076,11 185.431,38 39.388,18 1.205.119,31
Summe Sachanlagen 1.069.972,93 190.720,38 39.388,18 1.221.305,13
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 000 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.095.284,45 191.959,38 39.388,18 1.247.855,65
Zuschreibung Geschäftsjahr Buchwert 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 90,00
2. geleistete Anzahlungen 15.840,52
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 15.930,52
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 85.735,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 765.754,00
Summe Sachanlagen 851.489,00
III. Finanzanlagen
1. sonstige Ausleihungen 4.500.000,00
Summe Finanzanlagen 4.500.000,00
Summe Anlagevermögen 5.367.419,52

D Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Periodenfremde Erträge sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von € 268.072,87 (VJ T€ 183) enthalten.

Periodenfremde Aufwendungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von € 1.188,-- (VJ T€ 9) und in Höhe von € 43,34 (VJ T€ 0) in den Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten.

Der Aufwand für Altersversorgung, der unter der Position Personalaufwand ausgewiesen ist, beträgt € 11.056,99.

E Sonstige Angaben

Die Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften für eigene Verbindlichkeiten belaufen sich am Bilanzstichtag auf T€ 4.356 (VJ T€ 4.603).

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ermittelt sich wie folgt:

Miet- und Pachtverträge (unbewegliche VG) T€ 719 (VJ T€ 439)
Leasing- und Mietverträge (bewegliche VG) T€79 (VJ T€ 11)
T€ 798 (VJ T€ 450)

Im Berichtsjahr waren im Unternehmen (gem. § 267 Abs. 5 HGB) durchschnittlich 78 Personen (VJ 67 Personen) beschäftigt.

Arbeitnehmer gewerblich 60
Arbeitnehmer kaufmännisch 18
78

Zu jeweils einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind Herr Alexander Kuhn und Herr Thomas Härle bestellt.

 

Kempten, den 21.07.2022

gez. Alexander Kuhn, Geschäftsführer

gez. Thomas Härle, Geschäftsführer

Registergericht Kempten HRB 6930

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

Offenzulegende Fassung gem. § 327 HGB

A. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell

Langjährige Erfahrung, der intelligente Einsatz modernster Technologie und die hohe Qualifizierung unseres Teams machen uns zu einem kompetenten Partner in Sachen Gebäude-, Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Anlagenbau.

Immer einen Schritt voraus. Wir richten uns heute schon auf morgen aus - in allen Bereichen. Mit unserem ganzheitlich nachhaltigen Arbeitsansatz stellen wir uns den ökologischen und technischen Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft.

Durch die Anbindung als 100 %-tige Tochter an die Alois Müller Holding GmbH & Co. KG greifen wir auf die zahlreichen Ressourcen sowohl der Müller Produktions GmbH, als auch der zentralen Serviceabteilung in Ungerhausen zurück. Die steigende Zahl von Planungsanfragen unserer Gewerbe- und Industriekunden können wir über die Zusammenarbeit mit der E-con TGA-Ingenieure GmbH professionell abdecken.

2. Entwicklung der Branche

Markt- u. Wettbewerbsanalyse

Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt von sehr gegensätzlichen Anforderungen im Projektgeschäft der Haustechnischen Gewerke. Einer durchaus starken Nachfrage sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich, standen ständig steigende Preise und Lieferzeiten unserer Vorlieferanten gegenüber. Bei Projekten mit längeren Laufzeiten über 6 Monate, war die Vertragsgestaltung in punkto Preis- und Terminbindung eine ständige Herausforderung.

Die zusätzlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie konnten aufgrund der bereits eingeführten Organisationsstrukturen aus dem Jahr 2020 routiniert fortgeführt werden. Dennoch führten zahlreiche Covid19-Ausfälle im Personalbereich zu zusätzlichen Belastungen der Projektsteuerung und Verwaltung. Ersatz oder Verstärkung für krankheitsbedingten Personalausfall, ist aufgrund der weiterhin fehlenden Fachkräfte am Arbeitsmarkt kaum zu bekommen.

Die auch im Jahr 2021 anhaltenden Corona-Wellen, zeigten ab Mitte des Jahres eine gestiegene Nachfrage an entsprechenden Belüftungssystemen. Zahlreiche Hersteller haben hier kurzfristig Geräte entwickelt und auf dem Markt eingeführt. Besonders stark steigt die Nachfrage im Bereich Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden mit Versammlungscharakter.

Der bereits 2020 eingeleitete Trend zu "kontaktlosen" Besprechungen wurde auch im Jahr 2021 fortgeführt. Hierzu wurden zahlreiche Arbeitsplätze und Mitarbeiter verstärkt mit digitalen Hard- und Softwareanwendungen ausgestattet. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend auch unabhängig der Corona-Pandemie fortsetzen wird.

Unsere zahlreichen Geschäftspartner aus dem Baugewerbe und aus Industrie und Handel, vermittelten uns ähnliche Herausforderungen während des Geschäftsverlaufs 2021. Stärkste Hindernisse sind eindeutig Preis- und Lieferzeitentwicklungen, sowie fehlende Kapazitäten an Fachkräften.

Die Aussichten für das kommende Geschäftsjahr werden aufgrund der schwer einschätzbaren Lage zu Preisentwicklung und Lieferfähigkeit eher zurückhaltend bewertet, wobei die meisten Ingenieurbüros eine durchaus zufriedenstellende Auftragslage angeben. Deren Prognosen gelten meist als Indikator für anschließende Ausschreibungen.

Die Investitionsfreudigkeit unserer Kunden wird sicher stark von dem weiteren Verlauf der Pandemiebekämpfung abhängen. Im Sanierungsbereich besteht wie schon seit vielen Jahren, großer Handlungsbedarf bei den TGA-Gewerken. Hier fehlen jedoch ebenfalls personalbedingt Vorleistungen beim Engineering.

3. Umsatzentwicklung

Der Umsatz im Jahr 2021 hat sich gegenüber dem Vorjahr wieder auf das Niveau 2019 verringert. Zurückzuführen ist dies auf das überdurchschnittlich starke "Abrechnungsjahr" 2020 - bedingt durch die gesetzliche Mehrwertsteuerreduzierung.

4. Beschaffung

Der Einkauf ist durch die unverhältnismäßige Entwicklung bei Preisen und Lieferzeiten, noch stärker gefragt als sonst. Gleiches gilt für die Beauftragung von Nachunternehmerleistungen, die sowohl preislich als auch terminlich nicht selten eine mitentscheidende Rolle für den Projekterfolgt haben. Der Einkauf ist wichtiges Steuer- und Kontrollinstrument, um die Kosten für Materialbeschaffung und NU-Leistungen im Griff zu behalten.

5. Investitionsvolumen

Das Investitionsvolumen im Jahr 2021 ist hauptsächlich für die Wiederbeschaffung von Maschinen und Werkzeugen, PKW sowie Hebebühnen. Die Liquidität des Unternehmens ist gefestigt. Zusätzlich wurden die Arbeitsplätze mit moderneren Arbeitsmitteln und digitalen "Werkzeugen" ausgestattet.

6. Personal

Die Personalgewinnung in unserer Branche ist nach wie vor eine Herausforderung. Sowohl im handwerklichen Bereich, als auch im Bereich Planung und Projektsteuerung sind fertig ausgebildete Profis kaum am freien Arbeitsmarkt zu finden. Um dem entgegenzuwirken, setzen wir weiterhin auf die Themen Ausbildung, duales Studium, sowie die Gewinnung von ausländischen Fachkräften insbesondere aus den EU-Mitgliedstaaten. Die im Jahr 2019 geschaffene zentrale Stelle des Personal-Rekruters hat sich bewährt. Gezielte Verstärkung mit Profis unseres Gewerbes ist auf anderen Wegen kaum mehr zu erreichen.

Ebenfalls eine hohe Priorität hat die Entwicklung und Bindung unserer Mitarbeiter an das Unternehmen. Hierfür leisten wir unter anderem Zuschüsse im Bereich der privaten Altersversorgung, Maßnahmen zur Prävention von berufstypischen Krankheiten durch z. B ergonomische Stühle und Schreibtische und die Kostenübernahme von Fortbildungen. Für das kommende Geschäftsjahr ist die Einführung einer Berufsunfähigkeitsversicherung als kostenfreie Zusatzleistung für jeden MA geplant.

Die Besetzung der Lehrstellen ab September 2021, konnte im gewerblichen Bereich erfreulicher Weise wieder erfolgreich gestaltet werden.

B. Darstellung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens wird nachfolgend anhand der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage über einen Zeitraum von zwei Jahren verbal, unterlegt mit Kennzahlen, dargestellt.

1. Vermögenslage

2021 2020
Anlagenintensität 56,5 27,7

Die Intensitätsquote drückt den Anteil des Anlagevermögens am Gesamtkapital der Gesellschaft aus.

2. Finanzlage

2021 2020
Dynamischer Verschuldungsgrad 56,8 1,0

Diese Kennzahl ermittelt sich aus dem Verhältnis des Fremdkapitals zum Cash-Flow (nach Riebell).

3. Ertragslage

2021 2020
Gesamtkapitalrentabilitätsquote 9,4 33,2

Die Gesamtkapitalrentabilität ermittelt sich aus dem Verhältnis Jahresüberschuss zuzüglich Zinsaufwand zu durchschnittlichem Bestand des Gesamtkapitals.

C. Berichterstattung für das laufende Geschäftsjahr 2022

Im 1. und 2. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2022 dominieren die Auswirkungen des Ukraine Kriegs das Tagesgeschäft. Preise unserer Vorlieferanten werden je nach Produkt im 4-Wochen-Rhythmus erhöht. Von Herstellern und Handel erhalten wir kaum noch konkrete Zusagen zu Lieferzeiten und Lieferfähigkeiten.

Zudem wirkt sich die Corona-Entwicklung in China auf die Lieferketten zahlreicher Hersteller unserer Branche aus. Dadurch entstehen Lieferverzögerungen, die es in dieser Form seit Jahrzehnten nicht mehr gegeben hat.

Aufgrund der Preisentwicklungen der ersten 6 Monate suchen wir bei bestehenden Aufträgen bereits das Gespräch mit unseren Auftraggebern, um verschiedene Konditionen bestehender Verträge nachzubessern.

Starke Nachfragen erreichen uns von Industrie- und Gewerbekunden, die ihre bestehende Wärmeversorgung kurzfristig umrüsten und vom Gas unabhängig machen möchten. Die Auftragslage kann per Mitte 2022 als gut bezeichnet werden.

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 01.09.2022 konnten wir bisher nur 1 Anlagenmechaniker als Auszubildenden gewinnen.

D. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden:

Es wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Dieses Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken.

Zu unserem internen Überwachungssystem gehören:

die Anwendung einheitlicher Richtlinien

den Einsatz zuverlässiger Software

Die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals

Abweichungsanalysen

Arbeitsanweisungen

Maßnahmen zur Funktionstrennung

Risikokategorien:

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die Gesellschaft ist von der Entwicklung der Konjunktur im Anlagenbau abhängig.

Als wesentliches Risiko kann die weitere Entwicklung des Ukraine-Konflikts sowie der Corona-Pandemie betrachtet werden. Die daraus resultierenden Entwicklungen bezüglich Preiskonditionen und Lieferfähigkeit unserer Vorlieferanten, beeinflussen unser Projektgeschäft entscheidend. Ebenso bleibt abzuwarten, wie sich die Energiekrise auf die Geschäfte unserer Kunden aus Gewerbe und Industrie auswirken wird.

Personalrisiken

Die Gassner GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fachkräfte angewiesen. Die Aus- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Es sind verstärkte Aktivitäten von Headhuntern zu beobachten. Der massive Personalmangel veranlasst Firmen immer öfter zu Direktansprachen an unsere Fachkräfte. Hier bedarf es vermehrter Aufmerksamkeit der Personalverantwortlichen.

Bestandgefährdende Risiken

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu sehen. Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandgefährdung dar.

Andere bestandsgefährdende Risiken sind zur Zeit nicht erkennbar.

 

Kempten, den 21.07.2022

gez. Alexander Kuhn, Geschäftsführer

gez. Thomas Härle, Geschäftsführer

Gesellschafterbeschluss zum Jahresabschluss 2021

In der Gesellschafterversammlung vom 23.12.2022 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2021 einschließlich Lagebericht festgestellt.

Registergericht Kempten HRB 6930

Kempten

Für den vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten Jahresabschluss wurden gesetzlich zulässige Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der Abschlussprüfer hat zum vollständigen Jahresabschluss nebst Lagebericht der Gebr. Gassner GmbH, Kempten den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss der Gebr. Gassner GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gebr. Gassner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihre Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter www.idw.de/idw/verlautbarungen/ bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Meitingen, 28. Oktober 2022

L.R. Prüfung & Steuern GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Robert Lechner, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

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