RTS Räder Technik Service GmbH

Im Gastesfeld 17, 52391 Vettweiß, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düren HRB 6655
Eingetragen
24.9.2013
Branche
Großhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und ZubehörTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehörEinzelhandel mit Fahrrädern, E-Bikes, deren Teilen und Zubehör
Gegenstand
der Vertrieb und die Erbringung von Serviceleistungen im Zusammenhang mit Rädern, Felgen und technischem wie elektronischem Zubehör.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
Elke Jackszties
37.00%
29.60%
Uwe Arnhölter
26.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Germany
9.250 €
37.00%
Elke Jackszties
Willich
9.250 €
37.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RTS Räder Technik Service GmbH

Vettweiß

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die RTS Räder Technik Service GmbH, Vettweiß, (nachfolgend auch: RTS) ist ein auf die Entwicklung und den Vertrieb von Reifendruckkontrollsystemen (RDKS) und Leichtmetallrädern für PKW und LKW spezialisiertes Unternehmen. Sie entwickelt und vertreibt RDKS-Produkte eines der weltweit führenden Produzenten in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz sowie in angrenzenden Ländern Europas.

Eine Belieferung von OEM-Ausrüstern findet nicht statt. Zu den Kunden der RTS gehören im Wesentlichen große Reifen- und Werkstattketten und Verbände sowie Autohäuser und Autoteilehändler.

2. Forschung und Entwicklung

Die RTS GmbH entwickelt, testet und vertreibt im Automotiven Bereich vorwiegend komplexe Luftdruck-Überwachungssysteme und Leichtmetallräder. Das technisch versierte Unternehmen ist stets darauf bedacht, die von ihm vertriebenen Produkte durch Weiterentwicklung ständig zu verbessern.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Damit kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Nach wie vor hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Somit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP im Vergleich im Kalenderjahr 2023 um 0,7 % höher.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück, was wesentlich auf die sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung zurückzuführen ist.

Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %).

Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar; die Branche erreichte im Jahr 2023 dennoch preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren.

Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 jedoch leicht zurück (-0,1 %) (Quelle: destatis: Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024).

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Knapp 44,5 Millionen Pkw-, Transporter- (Leicht-Lkw-, kurz LLkw-) und Lkw-Reifen wurden im vergangenen Jahr im Reifenersatzgeschäft in Deutschland verkauft, verglichen mit der Absatzmenge des Vorjahres entspricht dies einem minimalen Plus von 0,23 %. Mit diesen Zuwächsen bei Umsatz, Rohertrag und einem positiven Betriebsergebnis 2023 ist dies - laut Michael Schwämmlein, Geschäftsführer Technik beim Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn) - zwar kein herausragendes, angesichts der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Situation aber doch ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr.

Das Segment der Consumer-Reifen - bestehend aus den Produktgruppen PKW-/4x4-Reifen und Leicht-Lkw-Reifen dominiert mit einem Absatzanteil von 94,5 % erneut das Reifenersatzgeschäft in Deutschland; wobei hier die erstgenannte Gruppe rd. 91 % am Absatz des Segments ausmacht. Der Absatz konnte im direkten Vorjahresvergleich um rd. 1 % gesteigert werden.

Getragen wird die im Durchschnitt positive Entwicklung von einer weiteren Steigerung des Absatzes an Ganzjahresreifen, die mit einer zweistelligen Zuwachsrate in der Produktgruppe Pkw-/4x4-Reifen (+11,6 %) und einem Plus von 5,2 % bei LLkw-Reifen nach der eher verhaltenen Entwicklung im Vorjahr unerwartet hoch ausgefallen ist.

Der Winterreifenabsatz lag im Durchschnitt des Segments Consumer-Reifen in etwa auf Vorjahresniveau (-0,1 %), der Sommerreifenabsatz ging hingegen um durchschnittlich 7,2 % zurück.

Die Nachfrage nach Pkw-Reifen - der mit Abstand größten Produktgruppe im Reifenersatzgeschäft - wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:

Positiv hat sich der leicht gestiegene PKW-Bestand und das auf 10,3 Jahre gestiegene Durchschnittsalter der PKW in Deutschland ausgewirkt, negativ eine um knapp 2 Prozent weiter gesunkene durchschnittliche Jahresfahrleistung und die Entwicklung hin zu längerlebigen Reifen, ein Ausfluss der EU-Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit im Produktlebenszyklus. Damit dürfte künftig eine Steigerung der Absatzmenge im Segment Consumer-Reifen von rund 1 % im direkten Vorjahrsvergleich realistisch sein.

Im Segment Lkw-/Busreifen entwickelte sich die Absatzmenge mit einem Minus von ca. 12 % eher enttäuschend. Gründe für den unerwartet starken Rückgang der Nachfrage waren das von 2022 auf 2023 um fast 7 Prozent gesunkene Transportaufkommen (km-Leistung) deutscher Fahrzeuge und die um 24 % gestiegenen Neuzulassungszahlen im Segment der Fahrzeuge über 6 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht; vom Hersteller mit Neureifen ausgerüstet, haben diese erst einmal keinen Ersatzbedarf.

Von der im Ersatzgeschäft mit Lkw-Reifen abgesetzten Menge entfielen knapp 1,77 Mio. Stück auf Neureifen, das entspricht einem Minus von 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Runderneuerte Lkw-Reifen lagen mit 662.000 Stück Absatzmenge 2023 sogar um 13,5 Prozent hinter dem Vorjahr zurück.

Trotz der Stagnation der Absatzmenge im Kerngeschäft Reifenhandel erwirtschafteten die Unternehmen der deutschen Reifenhandels- und -servicebranche 2023 erneut positive betriebswirtschaftliche Ergebnisse. Die Reifenfachhandelsbetriebe konnten im Vorjahresvergleich sowohl ein Umsatzplus von rund 2,6 %, als auch ein Ertragszuwachs von ca. 4,3 % verbuchen.

Trotz deutlicher Kostensteigerungen bei Personal- und Raumkosten verbleibt unter dem Strich ein betriebswirtschaftliches Ergebnis von 0,4 % vom Umsatz im Branchendurchschnitt (Vorjahr: 0,7 %). Klassische, nicht-filialisierte Reifenhandelsbetriebe lagen hier mit weit überdurchschnittlichen 4,2 % vom Umsatz ähnlich im Plus wie im Vorjahr. Dabei entfallen die Umsätze mit knapp 30 % auf die Dienstleistungsbereiche Reifen- und Autoservice und zu rd. 65 % auf den Reifenverkauf.

Die Branche folgt somit der Handlungsmaxime, ihr Geschäft durch den Ausbau des Dienstleistungsbereichs und eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Kalkulation der Dienstleistungspreise zu stärken.

Eine Strategie, ausschließlich die Absatzmenge zu maximieren, wird seitens des BRV angesichts der begrenzten, tendenziell rückläufigen Nachfrage und der gestiegenen Produktpreise im Einkauf nicht als wirtschaftlich sinnvoll angesehen.

(Quelle: BRV Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e. V. - Pressemitteilung 25. März 2024).

3. Geschäftsverlauf

Die von uns fokussierten finanziellen Leistungsindikatoren sind das Rohergebnis, das Betriebsergebnis und der Cashflow (bestehend aus: Jahresergebnis + Abschreibungen).

Das Rohergebnis des Geschäftsjahres ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.656,3 (36,8 %) gesunken. Das Betriebsergebnis der RTS Räder Technik Service GmbH hat sich gegenüber 2022 von TEUR 3.412.5 um TEUR 2.126.9 auf TEUR 1.285,6 um 62,3 % deutlich verschlechtert.

Der nach vorstehender Methode ermittelte Cashflow sank von im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 2.316,6 auf TEUR 871,2 im Geschäftsjahr 2023, was einem Rückgang von 62,4 % entspricht.

Follow-Up zur Vorjahresberichterstattung (Prognose)

Behauptung der Marktposition:

Trotz des deutlichen Umsatzrückgangs konnte die RTS ihre Marktposition behaupten.

Geringere Umsätze bei gleichzeitigem Anstieg der Kosten analog dem prognostizierten Branchentrend:

Der prognostizierte Umsatzrückgang ist eingetreten; dabei folgt die Kostendegression 2023 - insbesondere im Materialaufwand - nicht 1 zu 1 dem Rückgang der Umsätze.

Es wird auf die Angaben zum Geschäftsverlauf verwiesen. Die beschriebene Entwicklung resultiert aus dem kompetitiven Marktumfelds und den schwierigeren gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die die RTS trotz rückläufiger Indikatoren aufgrund Ihrer in den Vorjahren erarbeiteten Marktpositionen und den ausgehandelten Kontrakten im Kunden- und Lieferantenbereich zufriedenstellend meisterte.

Der Jahresüberschuss liegt mit einem absoluten Minus von TEUR 1.436,2 oder relativ -63,3 % dennoch leicht unterhalb der Erwartungen.

Insgesamt wird die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 von der Geschäftsführung angesichts des sehr fordernden Marktumfelds als zufriedenstellend gewertet.

4. Lage

a) Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft lagen rund 23,8 % unter Vorjahrsniveau. Dies begründet sich zum einen auf einer deutlichen Reduzierung der Absatzmengen im direkten Vorjahresvergleich. Dem entgegen wirkte eine partielle Weitergabe der gestiegenen Kosten auf dem Beschaffungsmarkt an die Kunden. Die Gesamtentwicklung ist dem allgemeinen Markttrend geschuldet. Die RTS gehört nach wie vor zu den führenden Anbietern von RDKS-Sensoren auf dem Zweitmarkt.

Der Materialaufwand sank im Geschäftsjahr 2023 um 10,3 % und damit deutlich unterproportional zu den Umsätzen des Geschäftsjahrs Dieser Effekt ist teilweise auf den im Vergleich zum Vorjahr deutlich ungünstigeren Dollarkurs zu begründen, der - bezogen auf den jeweiligen Durchschnitt der im Jahr bezogenen Waren in US-Dollar - im Geschäftsjahr um rund 17,0 % ungünstiger für die RTS war als noch im vorangegangenen Geschäftsjahr; der Materialaufwand wurde ebenfalls durch eine Verteuerung der Einkaufpreise belastet.

Die Transportkosten sind hingegen gesunken; die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 wieder in der Lage durch rechtzeitige und ausreichende Bevorratung die - rückläufigen - Kundenanfragen zu bedienen und war nicht gezwungen, on-demand-Bestellungen durch verstärkten Einsatz von Luftfracht zu begegnen.

Insgesamt hat sich das Rohergebnis von TEUR 7.220,7 auf TEUR 4.564,5 um 36,8 % verschlechtert.

Der Personalaufwand der Gesellschaft stieg um TEUR 139,7, dies sind rd. 12,8 % über Vorjahresniveau. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der erneuten Einstellung weiterer Arbeitnehmer. Die durchschnittliche Arbeitnehmerzahl stieg im Geschäftsjahr um 3,75 Arbeitnehmer.

Das Betriebsergebnis hat sich im Vorjahresvergleich um TEUR 2.126,9 (62,3 %) verschlechtert. Korrespondierend hierzu ist der Ertragsteueraufwand der Gesellschaft um TEUR 719,0 oder 61,4 % gesunken; gleiches gilt für den Jahresüberschuss, der mit TEUR 832,5 um TEUR 1.436,2 rückläufig ist.

b) Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der RTS hat sich von TEUR 11.997,3 um TEUR 1.404 oder 11,7 % auf TEUR 10.592,4 reduziert.

Zum Bilanzstichtag belief sich der Buchwert des Anlagevermögens auf TEUR 358,9. Der Anstieg des Anlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 40,8 (12,8 %) ist auf die Neuinvestitionen von TEUR 79,5 bei planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 38,7 zurückzuführen.

Wesentlich war hierbei insbesondere eine Neuinvestition in die technischen Anlagen mit TEUR 37,2, die Betriebs- und Geschäftsausstattung i. H. v. TEUR 17,6 und den Fuhrpark i. H. v. TEUR 20,2.

Das Umlaufvermögen sank gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.448,2 oder 12,4 %. Der Rückgang gegenüber 2022 resultiert im Wesentlichen aus einem Sinken der Vorräte (Rückgang TEUR 653,5 oder 11,0 %) und der Kundenforderungen (Abnahme TEUR 1.692,9 oder 53,3 %). Korrespondierend zum Umsatzrückgang konnte die Gesellschaft ihre Bevorratung reduzieren.

Bei den Kundenforderungen verfolgt die RTS ein konsequentes Forderungsmanagement. Hierdurch können Forderungsausfälle auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 433,9 resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung überzahlter Ertragsteuern. Außerdem sind die liquiden Mittel der Gesellschaft - nicht zuletzt aufgrund der Reduzierung der Kundenforderungen - um 19,5 % gestiegen.

Das Eigenkapital der Gesellschaft verbleibt nahezu unverändert auf Vorjahresniveau; der erzielte Jahresüberschuss und die Gewinnausschüttung des Geschäftsjahres standen sich annähernd in gleicher Höhe gegenüber. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft steigerte sich - unter Berücksichtigung der vorbeschriebenen Bilanzverkürzung - von 49,1 % auf 55,9 %.

Der Rückstellungsbestand hat sich insgesamt mit einem Rückgang im direkten Vorjahresvergleich von 54,5 % deutlich reduziert. Aufgrund einer Überzahlung der Ertragsteuern für das abgelaufene Geschäftsjahr beinhalten die Steuerrückstellungen lediglich die zu erwartenden Ertragsteuernachzahlungen für das Geschäftsjahr 2022; aufgrund dieses Umstands und den erfolgten Veranlagungen der Ertragsteuern für 2021 sanken die Steuerrückstellungen um TEUR 64,8 % auf TEUR 278,3.

Auch die sonstigen Rückstellungen sind um TEUR 68,5 oder 24,8 % gesunken. Die im Vorjahr gebildete Rückstellung für mögliche Nacharbeiten konnten fast vollständig aufgelöst werden. Dem gegenüber stand ein Anstieg der Rückstellungen für Personal.

Die Gesamtverbindlichkeiten sind mit einem Rückgang von TEUR 856,5 bzw. 17,0 % abermals deutlich gesunken. Der Rückgang resultiert mit TEUR 742,6 bzw. 17,2 % nahezu vollständig aus der Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, was wiederum aus dem absatzbedingten Rückgang an eingekaufter Ware herrührt.

Sämtliche Verbindlichkeiten konnten und können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

III. Prognosebericht

Die Kontrakte mit den Hauptkunden für das Jahr 2024 wurden zum Teil bereits Ende 2023 bzw. im I. Quartal 2024 abgeschlossen. Die Gesellschaft rechnet mit einer deutlichen Belebung des Geschäfts, welches zum Teil aus einer gesetzlichen Novellierung begründet ist. Infolgedessen rechnet die Geschäftsleitung für 2024 mit steigenden Umsätzen.

Neben dem ab Juli 2024 verpflichtenden Einsatz von Reifendrucksensoren bei den Fahrzeugklassen N1-3, M2+3 und O3+4 ab Juli 2024 sind auch die Lebensdauern der in den bisher im Einsatz befindlichen Sensoren endlich. Vom Erstausrüster verbaute Batterien verlieren Kapazität und müssen ausgetauscht werden, was grundsätzlich zu einem Anstieg des Marktvolumens führt. Diese Tatsache, sowie volumenbedingt günstigere Einkaufspreise bei den Lieferanten/Produzenten, dürfte steigendenden Preisen auf dem Halbleitersegment reduzierend gegenüberstehen.

Die Auswirkungen des Angriffskriegs von Russland auf die Ukraine auf die deutsche und die Weltwirtschaft bleiben auch in 2024 weiterhin markt- und wettbewerbsbestimmend. Die Verknappung von Rohstoffen und die damit einhergehend deutlichen Verteuerung von Waren und Dienstleistungen bleibt auch in 2024 auf einem hohen Niveau. Auf dem für die RTS wichtigen Transportsektor ist hingegen eine Entspannung der Preise eingetreten.

Nachdem die Inflation in Deutschland und der Welt in der Mitte des Jahres 2023 auf einen der höchsten Stände seit Ende des zweiten Weltkriegs war, lag die Teuerungsrate nach dem deutschen Verbraucherpreisindex im Februar 2024 lediglich bei 2,5 %. Dennoch belastet die Inflation die Wirtschaftsleistung.

Laut der Prognose der Bundesregierung wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 lediglich um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr wachsen. Damit befände sich Deutschland in einer Stagnation. Die Regierung rechnet für das Jahr 2024 mit einer erheblich schwächeren Entwicklung der Wirtschaftsleistung als noch im Herbst 2023 und korrigierte die Prognose um 1,1 Prozentpunkte deutlich nach unten. Im folgenden Jahr 2025 soll das BIP laut Regierung um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. (Quelle: de.statista.com - Pressemitteilung vom 8.03.2024).

Das ifo-Institut geht in seiner Konjunkturprognose vom 06.03.2024 ebenfalls mit 0,2 % für 2024 von einer Stagnation der deutschen Wirtschaft aus, blickt aber mit einem voraussichtlichen Wachstum von 1,5 % für 2025 etwas optimistischer in die Zukunft (Quelle: ifo-Konjunkturprognose vom 06.03.2024).

Auf Basis der ersten vier Monate des Geschäftsjahres 2024 deutet sich ein deutlich verbesserter Geschäftsverlauf an. Im direkten Vorjahresvergleich war bis einschließlich April ein Umsatzanstieg von TEUR 657,1 bei leicht unterproportional steigendem Materialaufwand zu verzeichnen, was primär aus einer Normalisierung der Bezugsnebenkosten herrührt.

Nicht zuletzt aufgrund des künftig verpflichtenden Einsatzes von RDKS-Sensoren für schwere Nutzfahrzeuge und Busse erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 einen deutlichen Anstieg des Roh- und Betriebsergebnisses sowie des Cashflows, die voraussichtlich das Niveau des Geschäftsjahres 2022 erreichen.

Die RTS sieht sich gut für das Geschäftsjahr 2024 gerüstet und rechnet mit einem Fortgang des Umsatzanstiegs bei moderater Kostenentwicklung, wobei eine Quantifizierung hierzu gegenwärtig nicht möglich ist. Es wird auf die Ausführungen zu den branchenbezogenen Rahmenbedingungen verwiesen. Insbesondere der anhaltende Ukrainekrieg, die Rohstoffverknappung und die damit weiterhin erwartbaren Preissteigerungen machen dies auf einem ohnehin kompetitiven Markt schwierig.

Aufgrund der stabilen Marktposition der RTS und ihrer Eigenkapital- wie Finanzausstattung wird eine Bestandsgefährdung der RTS nicht gesehen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

RDKS-Sensoren sind hochtechnisierte Produkte. Diese unterliegen einem schnellen Generationenwandel. Die RTS vertreibt in Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz sowie in angrenzenden Ländern Europas Produkte von weltweit führenden Produzenten. Würde dieser Produzent aufgrund eines schnellen technologischen Wandels seine Position unter den marktführenden RDKS-Herstellern verlieren, würde sich dies auch unmittelbar negativ auf die Marktstellung der RTS auswirken.

Des Weiteren unterliegen Produkte des Hochtechnologiesektors grundsätzlich einem starken Preisverfall, der nicht zuletzt zu einem Preiskampf unter den Wettbewerbern führt. Die aktuelle Materialverknappung wirkt diesem Preisverfall allerdings entgegen, könnte allerdings auch die Lieferfähigkeit beeinflussen. Dem steuert die RTS durch strategische Unternehmensplanung, steigende Absatzmengen, Preisanpassungen, Bevorratung und marktgerechten, jährlich reduzierten Einkaufspreisen entgegen.

Hinzu kommt die Tatsache, dass - wie bereits von Tesla vorgelebt - eine Umstellung der Technologie - weg von der Frequenz von 433 Mhz auf Blue tooth-Verbindung - zu erwarten steht. Dies wird das Marktumfeld ebenfalls in den nächsten Jahren revolutionieren und ggf. Marktanteile neu verteilen.

Auch nach dem Ende der Corona-Pandemie haben weiterhin viele Wirtschaftsteilnehmer ihren Mitarbeitern die Arbeit im Home-Office - zumindest zeitweise - ermöglicht. Diese während der Pandemie notwendige Vorgehensweise ist auch nach Wegfall der Corona-Beschränkungen nicht vollständig umkehrbar, so dass viele Arbeitnehmer auf Basis eines hybriden Arbeitsmodells aus Präsenz und Home-Office tätig sind.

Dies hat - und wird auch weiterhin - zu einer deutlichen Reduzierung im PKW-Individualverkehr geführt und könnte zu einer Verlängerung der Lebensdauer der Sensorbatterien führen, da diese zum Teil nutzungsbedingt ist. Wie ausgeprägt diese Entwicklung auf den Straßenverkehr jedoch dauerhaft sein wird und ob (und wie lange) sie tatsächlich zeitlichen andauernden Bestand haben wird ist derzeit nicht absehbar. Es wird auf die Ausführungen zur den branchenbezogenen Rahmenbedingungen verwiesen.

Die RTS bezieht ihre Produkte zum weit überwiegenden Teil aus Asien. Damit unterliegt sie - wie eine Vielzahl von auf dem Weltmarkt tätigen Unternehmen - dem Risiko eines schwankenden Dollarkurses. Diesem Risiko begegnet die RTS durch einen planvollen Erwerb und das Vorhalten von US-Dollarbeständen.

Wegen einer Verknappung der Rohstoffe ist auch im Jahr 2024 weiterhin mit Lieferschwierigkeiten - insbesondere auf dem Halbleitermarkt - zu rechnen, auch wenn deren Ausmaß nicht mit dem während der Coronapandemie vergleichbar sein sollte. Die RTS begegnet diesem Risiko mit entsprechender Bevorratung.

Auch die Folgen des weiterhin fortdauernden Ukraine-Krieg werden zu einer anhaltenden Verteuerung von Rohstoffen und Energiekosten führen. Insbesondere letzteres wird die RTS und ihre Preispolitik fordern, um einerseits die Preissteigerungen an die Kunden weitergeben zu können, andererseits am Markt weiterhin in einer Top-Position am Wettbewerb teilnehmen zu können. Aufgrund Ihrer aktuellen Marktposition sieht die RTS sich für diesen Wettbewerb jedoch gut gerüstet.

2. Chancenbericht

Nach einer Verlautbarung des Kraftfahrtbundesamts stieg das durchschnittliche Fahrzeugalter in Deutschland von 9,8 auf 10,3 Jahren (Quelle: www.de.statista.com "Durchschnittliches Alter von Personenkraftwagen in Deutschland von 1960 bis 2024 (in Jahren)). Damit sind bereits mehr als die Hälfte der auf Deutschlands Straßen fahrenden PKWs verpflichtend mit RDKS-Sensoren ausgerüstet. Nimmt man an, dass sich das durchschnittliche Fahrzeugalter in der Zukunft nicht drastisch reduzieren wird, werden sämtliche der mit RDKS-Sensoren ausgerüsteten Fahrzeuge in Abhängigkeit von der tatsächlichen Fahrzeugnutzungsdauer und der tatsächlichen Laufleistung - neben der Ausstattung der OEM - statistisch mindestens zwei weitere Sätze RDKS-Sensoren benötigen.

Eine weitere Chance ergibt sich aus dem künftig verpflichtenden Einsatz von RDKS-Sensoren für schwere Nutzfahrzeuge und Busse:

Die Vorteile eines Einsatzes liegen bereits heute auf der Hand und werden von vielen Speditions- und Busunternehmen bereits geschätzt; neben einer höheren Fahrsicherheit lassen sich durch einen richtigen Luftdruck im Reifen auch der Spritverbrauch und die Reifenabnutzung optimieren.

Künftig wird ein RDKS für verpflichtete Fahrzeugklassen unumgänglich sein, da auch ein nicht funktionsfähiges RDKS nach Reifenwechsel zum sofortigen Erlöschen der Betriebserlaubnis für das betreffende Fahrzeug führen könnte (Quelle: BRV Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e. V. - Pressemitteilung vom 04.10.2023 "Reifendruck-Kontrollsysteme für Nutzfahrzeuge).

Die RTS hat daher ihre Mitarbeiter schon frühzeitig speziell geschult, um den Anforderungen des Marktes gerecht werden zu können. Experten der RTS stehen allen Interessierten bei Fragen und Problemen mit RDKS im Nutzfahrzeugsektor unter einer kostenlosen Hotline mit Rat und Tat zur Seite, einige Außendienstmitarbeiter haben sich speziell auf den Bereich RDKS bei Nutzfahrzeugen spezialisiert.

Chancen bestehen ferner aus Innovationen wie bspw. dem RDKS Programmier- und Diagnosegerät CUB Sensor AID 4.0, welches nicht nur Sensordaten, sondern auch weitreichende Informationen zu Felge und Reifen, sowie Fahrzeug und Arbeitsprozessen erfassen und speichern kann und damit professionellen Service bietet. Insbesondere in den freien Werkstätten ist die Digitalisierung ein sehr gefragtes Thema, in den sich der Außendienst der RTS in den letzten Jahren eine reichhaltige Expertise aneignen konnte. Den Einstieg vereinfacht dabei das Programmier- und Diagnosegerät (Truck) Sensor AID 4.0, der hier neben Daten zum Zustand des RDKS-Sensors, der Bereifung und der Felge auch diverse Angaben über das Fahrzeug, Lagerort und vieles mehr erfasst. Dies hilft neben der Analyse bei der Dokumentation und der Optimierung der Betriebsabläufe beim Reifen- oder Räderwechsel

Die spürbaren Folgen des Ukraine Krieg haben den deutschen und europäischen Wirtschaftsraum stark getroffen. Einzelne Mitbewerber, die nicht über die finanzielle Stärke und Marktposition der RTS verfügen, könnten als Folge Marktanteile verlieren bzw. ganz vom Markt verschwinden. Somit sieht die Geschäftsführung die angespannte wirtschaftliche Situation in Deutschland und dem europäischen Ausland auch eine Chance zur Erlangung weiterer Marktanteile im umkämpften RDKS-Sensoren-Marktumfeld.

Auch der Umstieg von der 433 Mhz-Technologie hin zu Blue tooth-Verbindungen könnte eine Chance darstellen, die die RTS zur Erlangung weiterer Marktanteile nutzen kann.

Durch das Agieren im E-Commerce hat die RTS beste Voraussetzungen, in der noch digitaleren Welt der Zukunft zu bestehen und sich positiv zu entwickeln.

3. Gesamtaussage

Risiken liegen vor allem in dem sehr kompetitiven Wettbewerbsumfeld sowie im technischen Wandel der RDKS-Sensoren begründet. Für diese Risiken, wie auch die aus dem Ukraine-Krieg und der damit einhergehenden Rohstoffverknappungen und Preissteigerungen sieht sich die Gesellschaft gut aufgestellt, vorausgesetzt dass die Beschaffung der Waren bzw. die Absatzmärkte der Gesellschaft nur temporär und damit in überschaubarem Umfang beeinträchtigt bleiben.

V. Finanzmanagement

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfristen begleichen und stets die notwendigen Mittel für den operativen Betrieb der Gesellschaft bereitstellen zu können.

Im geringen Umfang finanziert sich die RTS zur Sicherung des weiteren Wachstums durch Vorschusszahlungen einer Factoring-Gesellschaft.

Darüber hinaus wird ein adäquates Debitorenmanagement zur Minimierung von Ausfallrisiken betrieben.

 

Vettweiß, den 28. März 2024 / 17. Juni 2024

Die Geschäftsführung

gez. Marc Heising

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 358.924,55 318.143,55
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.481,00 6.805,00
II. Sachanlagen 164.827,00 122.722,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 315,00 586,00
2. technische Anlagen und Maschinen 36.091,00 7.215,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 128.421,00 114.921,00
III. Finanzanlagen 188.616,55 188.616,55
1. Beteiligungen 188.616,55 188.616,55
B. Umlaufvermögen 10.218.990,83 11.667.142,23
I. Vorräte 5.312.691,69 5.966.213,97
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.066.061,63 3.325.077,95
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.840.237,51 2.375.850,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 14.533,69 11.966,06
Aktiva 10.592.449,07 11.997.251,84

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.925.876,76 5.893.352,14
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.068.352,89 3.599.633,79
III. Jahresüberschuss 832.523,87 2.268.718,35
B. Rückstellungen 485.772,47 1.066.592,98
C. Verbindlichkeiten 4.180.799,84 5.037.306,72
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 4.405,25 3.982,83
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.405,25 3.982,83
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.176.394,59 5.033.323,89
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.176.394,59 5.033.323,89
Passiva 10.592.449,07 11.997.251,84

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 4.564.479,08 7.220.730,59
2. Personalaufwand 1.227.801,29 1.088.077,39
a) Löhne und Gehälter 1.009.999,47 884.099,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 217.801,82 203.977,58
davon für Altersversorgung 13.774,60 13.671,37
3. Abschreibungen 38.680,85 47.859,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 38.680,85 47.859,24
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.009.742,24 2.669.146,65
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 293.329,36 547.812,31
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 50,78 28.320,68
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 119,48 116,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 453.029,13 1.172.006,44
8. Ergebnis nach Steuern 835.156,87 2.271.845,55
9. sonstige Steuern 2.633,00 3.127,20
10. Jahresüberschuss 832.523,87 2.268.718,35

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

RTS Räder Technik Service GmbH, Vettweiß

I. Allgemeine Angaben

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firma laut Registergericht: RTS Räder Technik Service GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Vettweiß
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Düren
Register-Nr.: HRB 6655

Der Jahresabschluss der RTS Räder Technik Service GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. und 264 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Bilanzierung wie Bewertung erfolgten dabei wie im Vorjahr unter der Annahme der Unternehmensfortführung.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stellen sich - unverändert zum Vorjahr - wie folgt dar:

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit den Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten, abzüglich Skonti aktiviert und - soweit abnutzbar - planmäßig abgeschrieben.

Dabei wurden folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern angenommen:

• immaterielle Vermögensgegenstände: 3 Jahre

• Sachanlagen: 3 bis 10 Jahre

Planmäßige Abschreibungen werden linear unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen.

Geringwertige bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 €, die im Geschäftsjahr 2023 angeschafft wurden, werden in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten aktiviert.

Die Vorräte werden mit den Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert zum Abschlussstichtag beizulegen war.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die liquiden Mittel werden zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Vorjahr betreffenden Steuern vom Einkommen und Ertrag.

Die sonstigen Rückstellungen decken alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Verbindlichkeiten, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen, angemessen und ausreichend ab. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte eine Abzinsung nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit den Devisenkassamittelkursen am Bilanzstichtag bewertet; im Fall einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurde das Niederstwert- bzw. Imparitätsprinzip beachtet.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel.

Zugänge
Anschaffungs-, Herstetllungskosten 31.12.2023
Abschreibungen 2023
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.544,00 35.071,05 3.868,00 29.590,05 5.481,00 6.805,00
2.544,00 35.071,05 3.868,00 29.590,05 5.481,00 6.805,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.709,00 271,00 2.394,00 315,00 586,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.176,11 342.310,93 8.300,11 191.298,93 151.012,00 122.136,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 39.741,74 39.741,74 26.241,74 26.241,74 13.500,00 0,00
76.917,85 384.761,67 34.812,85 219.934,67 164.827,00 122.722,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 188.616,55 0,00 0,00 188.616,55 188.616,55
Anlagevermögen insgesamt 79.461,85 608.449,27 38.680,85 249.524,72 358.924,55 318.143,55

Antizipative Forderungen

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von T€ 73,5 (Vorjahr: T€ 86,8) Posten (im Folgejahr abzugsfähige Vorsteuer), die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

Mitzugehörigkeiten

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von T€ 156,6 (Vorjahr: T€ 217,5) bei den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, mitzugehörig.

Sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 1,7 (Vorjahr: T€ 1,1) sind ein an die Geschäftsführung gezahlter Vorschuss.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von T€ 214,6 (Vorjahr: T€ 357,7) bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mitzugehörig.

Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 4,1 (Vorjahr: T€ 4,0) sind bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mitzugehörig.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind im Wesentlichen solche für Jahresabschlusskosten, Personalkosten, Nacharbeiten und Aufbewahrungsverpflichtungen enthalten.

Angaben und Erläuterungen zu Verbindlichkeiten

Die V erbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind überwiegend durch Eigentumsvorbehalte gesichert.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige wesentliche finanzielle Verpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen:

Restlaufzeit zum Bilanzstichtag jährliche Verpflichtung
in €
1 Mietverpflichtung Laufzeit 96 Monate 71.712,00
2 Leasingverbindlichkeit Laufzeit 18 Monate 6.743,40
3 Leasingverbindlichkeit Laufzeit 12 Monate 7.945,80
4 Leasingverbindlichkeit Laufzeit 9 Monate 5.830,68
5 Leasingverbindlichkeit Laufzeit 22 Monate 10.381,92
6 Leasingverbindlichkeit Laufzeit 1 Monat 6.852,24

Infolge der Nutzung von Lizenzen sowie Markenrechten und Domains besteht eine jährliche, absatzabhängige finanzielle Verpflichtung (2023: rd. T€ 87,7).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. v. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 102,5 (Vorjahr: T€ 36,1) enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung

An Aufwendungen für Altersversorgung fielen im Geschäftsjahr T€ 13,8 (Vorjahr T€ 13,7) an.

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 3,7) enthalten. Diese wurden in den Posten sonstige betriebliche Aufwendungen (T€ 0,0; Vorjahr: T€ 3,7) erfasst.

Unter den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind T€ 0,0 (Vorjahr: T€ 28,3) periodenfremd.

IV. Sonstige Angaben

Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnungen von insgesamt T€ 357,3 (Vorjahr: T€ 303,6).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von T€ 293,3 (Vorjahr: T€ 547,8) enthalten.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Angestellten betrug 21.

Angaben über Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mindestens 20 % der Anteile gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Es besteht ein Beteiligungsverhältnis mit der RTS Italia S.r.l. mit Sitz in Bozen, Südtirol, Italien. Der Anteil der Beteiligung beträgt 40 %. Die Gesellschaft wies im Geschäftsjahr 2023 ein Eigenkapital von € 47.175,45 und Jahresergebnis von € 13.706,29 aus.

Es besteht ferner ein Beteiligungsverhältnis mit der Räder Technik Schweiz AG mit Sitz in Gerlafingen, Schweiz. Der Anteil der Beteiligung beträgt 50 %. Die Gesellschaft wies im Geschäftsjahr 2023 ein Eigenkapital von € 347.425,43 und ein Jahresergebnis von € ./. 54.135,61 aus. Zur Umrechnung der vorgenannten Angaben wurde ein Umrechnungskurs von € 1 = CHF 0,9287 (Stichtagskurs 31.12.2023) verwandt.

Name der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Marc Michael Heising, Kaufmann, geführt.

Auf Angaben zu den Geschäftsführerbezügen wird unter Hinweis auf § 268 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss 2023 von 832.523,87 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsberichterstattung

Durch den Anfang 2022 durch Russland begonnen Angriffskrieg auf die Ukraine kommt es weiterhin zu einer Verknappung von Energie und hieraus resultierenden Verteuerungen von Waren und Dienstleistungen. Im Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses ist ein Ende des Krieges und damit ein Ende der Inflation nicht absehbar, auch wenn sich die Teuerungskurve im Vergleich zu 2022 abgeflacht hat.

 

Vettweiß, den 28. März 2024 / 17. Juni 2024

gez. Marc Michael Heising, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die RTS Räder Technik Service GmbH, Vettweiß

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der RTS Räder Technik Service GmbH, Vettweiß, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der RTS Räder Technik Service GmbH, Vettweiß, für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteile ich die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führe ich Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Hürth, den 17. Juni 2024

Clemens Willeke, Wirtschaftsprüfer

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