TITUS Verpackungen GmbH
Schöne Aussicht 53, 34414 Warburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Giovanni-Frederik Dr. Provenzano seit 3.3.2017 | Geschäftsführer |
Ortwin Boll seit 30.1.2013 | Prokura |
Jens Dr. Neumann seit 1.3.2011 | Geschäftsführer |
Susanne Kramer-Provenzano seit 19.1.2005 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
TITUS Verpackungen GmbHWarburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Grundlage des Unternehmens Die TITUS Verpackungen GmbH (TITUS) hat sich als Konzern-Holding der Pappenverarbeitungs-Gesellschaft m.b.H., Diemelstadt, (PVG), der Kosbahn Karton GmbH, Warburg, (Kosbahn) und der Prima Logistik GmbH, Warburg, (Prima Logistik) in hervorragender Weise bewährt. Die Klammerfunktion der TITUS für die Unternehmen sorgt für eine marktgerechtere Bearbeitung des Kundenportfolios durch den Vertrieb, für eine klare Abgrenzung der Zentralfunktionen gegenüber den Einzelfunktionen und vereinfacht damit Verwaltungsvorgänge und Planungsprozesse. Der Tätigkeitsschwerpunkt liegt weiterhin im Halten von Beteiligungen an Verpackungsunternehmen. Im Durchschnitt waren im Konzern in 2022 insgesamt 311 Mitarbeiter (ohne Auszubildende) tätig. Die Unternehmen im Konzern stehen für erstklassige marktgerechte Leistungen und genießen das Vertrauen aller Geschäftspartner. 2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und unternehmensrelevante Entwicklungen 2.1. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Herrschte bis Ende Februar noch Optimismus, die Corona-Krise überwunden zu haben, begann am 24. Februar 2022 entlang der gesamten ukrainischen Grenze Russlands sowie aus Belarus der Überfall auf die Ukraine. Der russische Angriff war offensichtlich als kurze Kommandoaktion geplant gewesen, deren eines Kriegsziel die Einnahme Kiews innerhalb einiger Tage zum Sturz der Regierung war. Nachdem der ukrainische Präsident weder geflüchtet noch gefangen genommen war und nach wochenlanger Umklammerung der Stadt von Norden, Westen und Osten musste Russland den Vorstoß nach Kiew Ende März aufgeben. Beim Abzug der russischen Truppen aus allen zuvor eroberten Gebieten in der Nordukraine offenbarten sich nach Kriegsrecht verbotene Plünderungen und ein Muster von Tötungen von Zivilisten, das auf Kriegsverbrechen hindeutete. Der russische Präsident Putin verkündete am 21. September 2022 die Mobilmachung Russlands. Etwa eine Millionen Flüchtlinge sind aus der Ukraine nach Deutschland geflohen und haben hier Asyl beantragt. Trotz Inflation, Ukraine-Krieg und anhaltender Lieferprobleme ist die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gewachsen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 1,9 %. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen. Dazu kamen verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise beispielsweise für Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Im Jahr 2021 war die deutsche Wirtschaft noch um 2,9 % gewachsen. Im ersten Quartal 2022 wuchs die deutsche Wirtschaft real-, kalender- und saisonbereinigt um 0,2 % und lag damit um 0,9 % unter dem Niveau des vierten Quartals 2019. Getragen wurde das Wachstum hauptsächlich von Investitionen. So stiegen die Bauinvestitionen gegenüber dem Vorquartal um 4,6 % und die Investitionen in Ausrüstung um 2,5 %. Dagegen sanken die Exporte durch die angespannte weltwirtschaftliche Lage und die Lieferkettenprobleme der deutschen Industrie um 2,1 %. Die Stimmung in der deutschen Volkswirtschaft blieb pessimistisch. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im Juni um 0,7 Punkte auf niedrige 92,3 Punkte, genauso wie der GfK-Konsumklimaindex (-1,2 Punkte auf -27,4 Punkte). Preis-, kalender- und saisonbereinigt stiegen die Bauinvestitionen gegenüber dem Vorquartal um 4,6 % und die Investitionen in Ausrüstung um 2,5 %. Der Konsum blieb nahezu konstant. Die Exporte sanken um 2,1 %, die Importe stiegen dagegen um 0,9 %. Grund für die sinkenden Exporte waren die angespannte weltwirtschaftliche Lage und die Lieferkettenprobleme der deutschen Industrie, insbesondere der Autoindustrie. Im März sank die Produktion im Kfz-Bereich um 14 % und im Maschinenbau um 5,3 %, auch weil wichtige Vorprodukte (z.B. Kabelbäume) aus der Ukraine fehlten und nicht kurzfristig ersetzt werden konnten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Bundesrepublik Deutschland wuchs im zweiten Quartal 2022 gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,1 % und erreichte damit sein Vorkrisenniveau. Vor allem der Konsum stützte im zweiten Quartal das Bruttoinlandsprodukt. Dabei wirkten sich die Lockerungen der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung positiv auf den privaten Konsum aus. Dieser wuchs preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vorquartal um 0,8 %. Gegenüber dem Vorjahresquartal legte der private Konsum preisbereinigt sogar um 7,2 % zu, nach einem entsprechenden Plus von 8,8 % im ersten Quartal. Dies machte sich bei der Bruttowertschöpfung im Dienstleistungsbereich bemerkbar, die in fast allen Bereichen gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt zulegte. Hier werden unter anderem Konzertbesuche und Reisen berücksichtigt. Die Wertschöpfung im Handel entwickelte sich dagegen negativ. Dies deckt sich auch mit der Entwicklung der Einzelhandelsumsätze ohne Kfz, die im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat preisbereinigt um 8,8 % sanken. Dieser Rückgang war der stärkste seit Anfang der Erhebung der Zeitreihe im Jahr 1994. Grund kann die hohe Inflation sein, welche im Juni, trotz Tankrabatt und 9-Euro-Ticket, bei 7,6 % notierte. Im verarbeitenden Gewerbe sank die Bruttowertschöpfung gegenüber dem Vorquartal das zweite Mal in Folge ab (-0,5 %). Das Statistische Bundesamt führt dies auf einen Rückgang bei energieintensiven Branchen, wie z.B. der Chemiebranche, zurück. Das ist insofern plausibel, als dass die Energiepreise im zweiten Quartal weiter gestiegen sind. Der Ukrainekrieg und die politisch motivierte Drosselung der Gaslieferungen aus Russland verstärkten die Knappheiten, die durch den Aufholprozess nach den Lockdownmaßnahmen zur Pandemiebekämpfung auftraten, noch weiter. So lag der Preis für Erdgas bei Abgabe an die Industrie laut des Statistischen Bundesamtes im August 2022 um 530,1 % über dem Augustniveau 2019 und um 264,9 % über dem Augustniveau 2021. Im September legte der Gaspreis bei Abgabe an die Industrie dann noch einmal um 16,2 % gegenüber dem Vormonat zu. Ähnlich entwickelte sich der Strompreis für industrielle Abnehmer mit einem Stromverbrauch von mindestens 625.000 kWh im Jahr. Hier lag das Preisniveau im August um 351,4 % über dem Niveau aus dem August 2019 und um 270,7 % über dem Augustniveau 2021. Im September sank der Preis dann um ca. 8,0 %. Das Energiepreisniveau insgesamt kletterte von Januar 2021 bis September 2022 um 190,9 % (unbereinigt) und lag damit um 197,7 % über dem Energiepreisniveau aus dem August 2019 und um 132,2 % über dem Vorjahresniveau. Bei der Entwicklung des Gaspreises fällt vor allem der kleine Preissprung im April auf, danach eine Erholung im Mai und Juni sowie der massive Anstieg ab Juli. Diese Entwicklung korrespondiert mit den Preisschocks am Großhandelsmarkt für Gas durch den russischen Einmarsch in die Ukraine und, ab Juni bis August, mit der Zuspitzung der Gaspreiskrise im Sommer. Die hohe Belastung durch die Energiepreise behinderte die Produktion und auch immer mehr die Auftragseingangslage des verarbeitenden Gewerbes. So lag die Produktion im Juli saison- und kalenderbereinigt um 6,3 % und im September immer noch um 6,0 % unter dem Niveau des Februars 2020. Dagegen lag das Auftragseingangsniveau im Juli um 4,6 % über dem Niveau des Februars 2020. Allerdings entwickelten sich die Auftragseingänge im ersten Halbjahr insgesamt negativ (-5,4 %), mit einer stabilen Phase im April und Mai. Im Juli stiegen die Auftragseingänge dagegen wieder um 1,3 % an, um dann im August und September erneut um 6,0 % einzubrechen. Hier könnten die Gaspreisschocks im März und ab Juni eine Rolle gespielt haben. Die steigenden Energiepreise sind ein wichtiger Ansatz, um die stagnierende Produktion und die Belastung der Nachfrage zu begründen. Darüber hinaus überlagerte die Energiekrise die weiterhin eklatante Knappheit an Rohstoffen und Vorprodukten. In einer Umfrage des ifo Instituts berichteten 73,3 % der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland im Juli 2022 von Engpässen und Problemen bei der Lieferung von Rohstoffen und Vorprodukten. Das waren 8,6 Prozentpunkte weniger als im Dezember 2021, der bis dato jemals gemessene Höchstwert. Durch den Einmarsch der russischen Truppen in die Ukraine und die direkt oder indirekt daraus folgenden wirtschaftlichen Belastungen verschlechterte sich auch die Stimmung in der deutschen Volkswirtschaft merklich. Im vierten Quartal 2022 sank das BIP der Bundesrepublik Deutschland gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 %, nachdem es im dritten Quartal noch um 0,4 % gewachsen war. Damit stagnierte die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik im zweiten Halbjahr 2022, legte aber gegenüber dem Vorjahr insgesamt, trotz schwieriger weltwirtschaftlicher Rahmenbedingungen, der Coronapandemie und des Ukrainekrieges, preis- und kalenderbereinigt um 1,9 % zu. Das statistische Bundesamt führt den Rückgang im letzten Quartal auf den rückläufigen privaten Konsum zurück, welcher in den ersten drei Quartalen 2022 die Stütze der deutschen wirtschaftlichen Erholung gewesen war. So war der private Konsum preis-, kalender- und saisonbereinigt im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 1,0 % angestiegen. Hier hatten sich die immer stärker anziehenden Verbraucherpreise noch nicht so stark auf den Konsum ausgewirkt, welcher vor allem durch den Konsum von Freizeitaktivitäten und anderen Dienstleistungen geprägt war. Zum Jahresende dämpfte die Verbraucherpreisentwicklung den privaten Konsum aber ab. Haupttreiber der massiv erhöhten Inflationsraten waren die sehr stark ansteigenden Energiepreise sowie die ebenfalls stark gestiegenen Nahrungsmittelpreise. Laut des Statistischen Bundesamtes läge die jahresdurchschnittliche Inflationsrate des Jahres 2022 ohne die Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln lediglich bei 4,0 % statt bei 7,9 %. So lagen beispielsweise die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel im vierten Quartal im Durchschnitt um 20,7 % über ihrem Vorjahresniveau, die Verbraucherpreise insgesamt um 9,6 %. Interessant ist in diesem Kontext auch die Entwicklung der Erzeugerpreise. Hier hat die Dynamik, nach den extrem hohen Veränderungsraten im August und September, deutlich nachgelassen. Zwar lag der Erzeugerpreisindex im Dezember immer noch um 21,6 % über seinem Vorjahreswert, damit hat sich die Veränderungsrate innerhalb eines Quartals aber halbiert. Auch die Veränderungsraten für Erzeugerpreise ohne Energie waren rückläufig, sanken aber nicht ganz so stark ab und notierten zuletzt bei 12 %, nach 16,5 % im Mai. Dagegen verbleiben die Veränderungsraten für die Erzeugerpreise von Nahrungsmitteln auf einem vergleichsweise hohen Niveau (23,5 %) und waren im November und Dezember nur minimal zurückgegangen. Eine Entspannung für die Verbraucher bei den Nahrungsmitteln ist insofern nicht in Sicht. Für die Wellpappenindustrie war dies ein Marktrisiko, weil die Nahrungsmittelbranche die wichtigste Abnehmerbranche ist. Hohe Nahrungsmittelpreise können die Nachfrage nach Nahrungsmitteln und damit auch nach Verpackungen aus Wellpappe in diesem Bereich stark belasten. Neben der Verbrauchernachfrage ist aber auch die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes ein wichtiger Faktor der wirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik und der Wellpappenindustrie. Die Energiepreiskrise, die sich seit dem Einmarsch der russischen Föderation in die Ukraine Anfang des Jahres 2022 sukzessive verschärfte sowie die immer noch vorherrschende Knappheit an Rohstoffen und Vorprodukten, belastete diese Produktion im Verlauf des Jahres immens. Zwar zeigte sich die deutsche Industrie insgesamt robust, zumindest im Vergleich zu den Erwartungen, die zu Beginn des Jahres in Bezug auf ein Gasembargos Russlands gegenüber der Europäischen Union vorherrschten. Trotzdem lag die Produktion des Verarbeitenden Gewerbes im Dezember 2022 real, saison- und kalenderbereinigt um 3,5 % unter dem Produktionsniveau des Dezembers 2019 und um 6,3 % unter dem Produktionsniveau des Januars 2020. Im zweiten Halbjahr ist auch die Auftragseingangslage stark zurückgegangen. Sie lag auf dem Niveau von vor der Pandemie, nachdem sie seit dem zweiten Halbjahr 2020 immer deutlich über der Produktion gelegen hatte. 2.2. Entwicklungen der deutschen Wellpappenindustrie Die deutsche Wellpappenindustrie war 2022 erneut mit einem nie zuvor erreichten Kostendruck konfrontiert. Bedingt durch ein erheblich abgekühltes Konsumklima musste die Branche zudem ein Absatzminus hinnehmen. Beim mengenmäßigen Absatz verzeichneten die im VDW organisierten Unternehmen 2022 mit 8.029 Millionen Quadratmetern gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 635 Millionen Quadratmeter. Dies entspricht einem Minus von 7,3 %. Gleichzeitig wurde die Wellpappenindustrie 2022 mit neuen Rekordwerten bei den Papierpreisen konfrontiert. Nachdem die Kosten für den wichtigsten Rohstoff der Branche schon 2021 dramatisch in die Höhe geklettert waren, verteuerte sich Wellpappenrohpapier von Januar bis Juni 2022 um weitere 11,2 %. Dann folgte eine extrem hoch angesiedelte Plateauphase, die bis in den Oktober anhielt. Erst danach begann das Preisniveau zu sinken - lag aber im Dezember 2022 immer noch 40,8 % über dem letzten Tiefpunkt im September 2020. Hinzu kamen die preislichen Auswirkungen der Energiekrise. Der Erzeugerpreisindex des Statistischen Bundesamtes für Gas bei Abgabe an die Industrie kletterte allein von März bis September um 104 % in die Höhe und verschärfte damit die Lage der Wellpappenindustrie. Bei den Durchschnittserlösen konnte die Branche 2022 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 17,9 Cent pro Quadratmeter auf durchschnittlich 75,7 Cent pro Quadratmeter verbuchen, was einem Plus von 31 % entspricht. Beim Umsatz erzielte die Wellpappenindustrie 2022 bedingt durch die höheren Erlöse ein Plus von 21,3 %. Im ersten Quartal 2022 sank der arbeitstägliche Absatz der Mitglieder des VDW um 2,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Diese Entwicklung hatte sich bereits im vierten Quartal des letzten Jahres abgezeichnet. Gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat sank der Absatz im Januar um 1,6 %, im Februar um 1,2 % und im März deutlicher um 3,4 %. Nach dem Rückgang des arbeitstäglichen Absatzes im ersten Quartal 2022 um 2,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal, sank der Absatz im zweiten Quartal um 5,6 %. Damit lag der arbeitstägliche Absatz im zweiten Quartal immer noch um 2,7 %. über dem entsprechenden Absatz des Jahres 2019. Der negative Trend aus den Vorquartalen setzte sich aber fort. Im ersten Halbjahr 2022 sank der Absatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um insgesamt 3,9 %. Allerdings war die Absatzlage, im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019, weiter gut (+4,8 %). Im dritten Quartal sank der arbeitstägliche Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 %. Dabei verschlechterte sich der Trend von Monat zu Monat. Sank der arbeitstägliche Absatz im Juli gegenüber dem Vormonat um 8,4 %, waren es im August 9,6 % und im September 9,8 %. Insgesamt sank der arbeitstägliche Absatz gegenüber dem Vorjahr in den ersten drei Quartalen um 5,7 %, lag allerdings immer noch um 2,2 % über dem Absatzniveau der ersten drei Quartale des Jahres 2019. Der arbeitstägliche Wellpappenabsatz hat sich sukzessive über das Jahr 2022 hinweg im Vergleich zu den Vorjahresquartalen verschlechtert. Im vierten Quartal 2022 sank er im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 %. Im Jahr 2022 wurde insgesamt 7,0 % weniger Wellpappe abgesetzt als im Jahr 2021. Nachdem die Durchschnittserlöse der VDW-Mitglieder im August 2022 mit 79,9 Cent/m 2 ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hatten, sanken diese im Laufe des Jahres 2022 kontinuierlich ab. Im vierten Quartal notierten die Durchschnittserlöse im Schnitt 78,4 Cent/m 2 und lagen somit 15,7 Cent/m 2 (+ 25,0 %) über dem Schnitt des Vorjahresquartals. Der Jahresdurchschnitt für 2022 belief sich auf 75,7 Cent/m 2. Dies entspricht einer Steigerung von 17,9 Cent/m 2 (+ 31,0 %) im Vergleich zu 2021 und kennzeichnet somit den bislang höchsten Jahresdurchschnitt. Wachstumschancen bieten weiterhin die voranschreitende Substitution von Plastikverpackungen durch umweltfreundliche und recyclebare Verpackungen aus Wellpappe sowie eine allgemeine konjunkturelle Erholung und Nachfrageeffekte durch den Wiederaufbau der Ukraine nach Kriegsende. 2.3. Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf 2022 Die Eskalation des russisch-ukrainischen Konflikts und der Ausbruch des Krieges am 24. Februar 2022 änderte die wirtschaftliche Lage auch in Deutschland. Die Weltmarktpreise vieler Rohstoffe sind drastisch gestiegen. Anders als erwartet, ist die Inflationsrate seit Jahresbeginn nicht zurückgegangen. Vielmehr haben die Verbraucherpreise und insbesondere die Preise für Energie und Nahrungsmittel weiter mit kräftigen Raten zugelegt. Dies reduzierte die Kaufkraft vieler Haushalte und dämpfte die Erholung der Konsumkonjunktur. Eine Reihe von Sanktionen gegen Russland wurden in 2022 beschlossen. Diese haben u.a. den Warenhandel und damit die Produktion und das Exportgeschäft deutscher Unternehmen beeinträchtigt. Aufgrund des Krieges kam es zu Produktionsausfällen in der Ukraine. Damit haben sich die Lieferengpässe bei der Beschaffung von Vorprodukten verschärft. Die Unsicherheit hat deutlich zugenommen, da die Dauer und der Ausgang des Krieges sowie die weitere Entwicklung der Sanktionen gegen Russland schwer abzuschätzen sind. Dies schlägt sich nicht zuletzt in der hohen Volatilität der aktuellen und erwarteten Börsenpreise für Energieträger nieder, was die Ausgabebereitschaft von Unternehmen und Haushalten für Investitionen und langlebige Konsumgüter zusätzlich belastet hat. Die Inflationsrate in Deutschland lag It. Statistischem Bundesamt im Dezember 2022 bei +8,6%. Im TITUS-Konzern wurden 2022 mehrere ukrainische Flüchtlinge in unterschiedlichen Unternehmensbereichen eingestellt. In 2022 wurde der Konzern mit erheblichen Kostensteigerungen konfrontiert. Gleichzeitig sank die Nachfrage nach Verpackungen aus Wellpappe. Grund dafür waren Lockerungen der Coronaregeln die sich auf die Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel und im E-Commerce auswirkten. So zeigte sich insbesondere in der zweiten Jahreshälfte ein sehr starker Rückgang der Nachfrage aus dem Onlinehandel. Aber auch in anderen Absatzmärkten gab es starke Nachfragerückgänge bedingt durch den einsetzenden konjunkturellen Abschwung und weiterhin nicht intakte Lieferketten. Kunden die während der Coronakrise hohe Bestände an Wellpappe aufgebaut hatten, um die eigene Versorgungssicherheit zu gewährleisten, disponierten deutlich geringere Mengen, da sie über sehr hohe Lagerbestände verfügten. Die Erwartung sinkender Preise für Verpackungen aus Wellpappe verstärkten den Rückgang von Bestellungen. Die Kostensteigerungen betrafen nahezu jeden Beschaffungsbereich des Konzerns. Da der Rohstoff Wellpappenrohpapier mit hohem Energieeinsatz produziert wird, wirkte sich der Krieg in der Ukraine besonders dramatisch auf die Kostenstruktur der Papierlieferanten aus. Nach Kriegsausbruch am 24. Februar 2022 stiegen die Preise für Gas dramatisch an. In Folge dessen kündigten die Papierfabriken zunächst einen Preisanstieg von 250 Euro die Tonne an, konnten aber nur 100 Euro die Tonne am Markt durchsetzen. Einige Papierfabriken stellten im März/April 2022 auch Ihre Maschinen ab, da sie nicht mehr wirtschaftlich produzieren konnten. Somit befanden sich die Papierpreise im zweiten Quartal 2022 auf einem historischen Höchststand. Ein Import z.B. aus Asien kommt durch die mangelnde Verfügbarkeit an Schiffsraum und den gestiegenen Containerpreisen (von bis zu 14.000 Dollar pro Container) nicht in Frage. In der zweiten Jahreshälfte haben die Papierpreise allerdings begonnen, langsam zu sinken, da die hohen Preise nicht mehr der gesunkenen Nachfrage entsprachen und somit weniger Papier geordert wurde. Die Verfügbarkeit von Personal war im Jahr 2022 eine große Herausforderung. Die Arbeitslosenquote in Deutschland betrug 5,4 %. Im Landkreis Waldeck Frankenberg 3,3 %. Ähnliche Arbeitslosenquoten gab es in den benachbarten Landkreisen. Im Arbeitsmarktbereich der TITUS-Gruppe herrschte somit praktisch Vollbeschäftigung. Durch die Vollbeschäftigung und die gestiegene Inflationsrate ist in 2022 verstärkter Lohndruck aufgetreten. Verschärft wurde dieser durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns von 9,82 im Januar 2022 auf 10,45 ab Juli 2022 und 12,00 Euro ab Oktober 2022. Die extreme Steigerung des Mindestlohns löste auch in Berufen mit höherer Vergütung erhebliche Lohnforderungen aus, da mindestens die gleiche Steigerung erwartet wurde. Der Ukrainekrieg wirkte sich stark auf den deutschen Frachtmarkt aus. Durch die gestiegenen Dieselpreise erhöhten die deutschen Spediteure im März 2022 gemäß VR Index Ihre Frachtpreise um ca.10%. Durch den Krieg verließen ca. 100.000 ukrainische Fahrer den europäischen Arbeitsmarkt um für Ihr Land zu kämpfen. Dies verringerte das sowieso schon zu niedrige Angebot an verfügbaren Frachten dramatisch und führte zu einer Mangelversorgung am deutschen Frachtmarkt. Frachten sind waren nur schwer zu bekommen. Am Spotmarkt gab es teilweise Preissprünge von 50 % bis 70 %. Für den Konzern haben sich die Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Da unklar war ob die Gasversorgung im Falle eines Gasembargos sichergestellt werden konnte, wurden technische Vorbereitungen für den Betrieb des Dampfkessels mit Öl getroffen. Auch im Jahr 2022 wurden (wie schon den vergangenen zwei Jahren) die Preise durch ein konsequentes Preismanagement an den Markt weitergegeben. Die Bereitschaft der Kunden höhere Preise zu akzeptieren und dafür die eigene Versorgungssicherheit zu erhöhen, sank allerdings im zweiten Halbjahr spürbar, so dass Preiszugeständnisse gemacht werden mussten, um Aufträge nicht zu verlieren. Der sich eintrübenden Nachfrage wurde mit einer Erhöhung der Vertriebskapazitäten begegnet. Hier zeigten sich weiterhin viele Chancen bei Neuprojekten die der Substitution von Plastikverpackungen zu umweltfreundlichen Verpackungen aus Wellpappe dienen. Dies bedeutet weiterhin eine stark steigende Nachfrage nach leichtgewichtigen Wellpappenverpackungen und Faltkisten, die zu den Spezialitäten des Konzerns gehören. Die Vertriebskapazität wurde auch in 2022 konsequent erhöht, um der sinkenden Nachfrage am Absatzmarkt zu begegnen. Zusätzlich zum vorhandenen Team im Vertrieb wurden 2 Mitarbeiter im Außendienst und 2 Mitarbeiter im Innendienst eingestellt. Die erhöhte Vertriebskapazität wurde dazu genutzt, bestehende Kundenbeziehungen zu festigen, Preiserhöhungen für die gestiegenen Kosten weiterzugeben, Neukunden zu akquirieren sowie neue Absatzgebiete und Branchen zu erschließen. Im strategischen Absatzbereich Formatware "Prima Welle" wurde im Februar 2022 ein eigener Vertriebsleiter für diesen Bereich eingestellt. Dessen Aufgabe ist es, den Absatz mit Bogenformaten signifikant zu erhöhen und einen höheren Fokus auf Bogenkunden zu ermöglichen. Die steigende Anzahl an Mitarbeitern sowie die erhöhte Präsenz von Kunden im eigenen Haus machte es nötig, die Anzahl der Büroflächen zu erhöhen und ein repräsentatives Bürogebäude zu errichten. Hierzu wurden ehemalige Produktionsflächen der PVG zu einem modernen Büro mit über 30 zusätzlichen Büroarbeitsplätzen, Coworking-Places, Desksharing-Bereichen, Think Spaces und Meeting-Möglichkeiten umgebaut. Zur Erhöhung des Outputs und des Automatisierungsgrads wurden ein weiteres Transportsystem mit Transferwagen in der Verarbeitung aufgestellt, um Halbfertig,- und Fertigware vollautomatisch zu transportieren. Um den Anforderungen auf dem Markt für Lebensmittelverpackungen gerecht zu werden wurde die PVG erstmals nach dem Standard HACCP für Sekundärverpackungen in der Lebensmittelindustrie zertifiziert. Das Energiemanagementsystem wurde im Dezember 2022 erstmals nach der DIN EN ISO 50001:2018 zertifiziert. Auch bei Kosbahn wurde die Vertriebskapazität um 2 Mitarbeiter im Außendienst und eine Stelle im Innendienst erhöht. Bei Kosbahn wurden mehrere Nachbargrundtücke erworben, um das vorhandene Betriebsgelände erheblich zu erweitern und so Erweiterungsinvestitionen zu ermöglichen. Weiterhin wurde die Fertigstellung der neuen Produktions- und Lagerhalle mit einer Fläche von rd. 1.500 qm vorangetrieben. Die neue Halle soll den Materialfluss optimieren und so die Produktionskapazität der Kosbahn erhöhen. Die Anzahl der Verladungen pro Tag und somit auch die Ausbringungsmenge der Werke wurden durch Investitionen in 8 zusätzliche LKW und 19 zusätzliche Auflieger bei der Prima Logistik gesteigert. Bei der Prima Logistik wird weiter in den Fuhrpark und die Trailerverfügbarkeit investiert. Damit kann ein weiterer Teil des Frachtvolumens noch verlässlicher geplant und durch den Konzern selbst abgedeckt werden. Dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt begegnete der Konzern mit einem intensiven Ausbildungsprogramm. So wurden im laufenden Geschäftsjahr 13 neue Auszubildende in unterschiedlichen Ausbildungsberufen, wie Industriekaufleute, Packmitteltechnologen, Maschinen- und Anlagenführer, Industrieelektroniker, Fertigungsmechaniker und Fachkräfte für Lagerlogistik, eingestellt. Insgesamt lag die Ausbildungsquote mit insgesamt 44 Auszubildenden bei deutlich über 10%. Investitionen in die Schulung des Fachpersonals insbesondere in der Produktion, aber auch im Vertrieb werden die Stärken aller Gesellschaften auch weiter positiv beeinflussen: Das betrifft sowohl das Produktions- als auch das Vertriebspersonal, aber auch in der Prima Logistik werden Spezialisten für den Güterfern- und Nahverkehr ausgebildet. Die Arbeiten im Konzern mit der Gesamtinvestition von EUR 45 Mio. in seine Standorte wurden und werden wie geplant fortgesetzt. Auch in 2022 schneiden die Konzerngesellschaften im Branchenvergleich weiterhin gewohnt überdurchschnittlich gut ab. 2.4. Unternehmensanalyse Die Unternehmensphilosophie des nachhaltigen und auf den langfristigen Erfolg ausgerichteten kontinuierlichen Wachstums wurde auch 2022 durch Investitionen in die personelle und technische Verfügbarkeit, Digitalisierung und Bereitstellung von Homeoffice-Arbeitsplätzen und modernsten Konzepten für Büroarbeitsplätze, Zertifizierungen von Geschäftsprozessen aber auch mit einer erheblichen Investitionen in die Gebäude- und Fertigungskapazität wesentlich verbessert. Klare, verlässliche Strukturen, gute Kundenbindung, offene Kommunikation, Konzentration auf die Wachstumsmärkte im durchaus wettbewerbsintensiven Umfeld, eine hochproduktive und effektive Produktion mit modernstem Maschinenpark und rationellem Materialfluss sowie die strategische Lage in der Mitte Deutschlands stützen diesen Kurs. Die abwasser-, abgas- und abfallfreie Produktion, verlässliches Handeln und eine gute Marktposition sind eine gute Basis für dieses Wachstum. Durch die Struktur der klar definierten Geschäftsfelder haben sich die Ergebnisse der TITUS in den zurückliegenden Jahren stets positiv entwickelt und werden dies auch zukünftig tun. Die Arbeitsabläufe und Informationsflüsse werden bei der Arbeit im kontinuierlichen Wachstumsprozess so strukturiert, dass der Konzern organisch, aber auch straff und mit kleinstem Strukturaufwand weiterwachsen wird, auch und gerade mit zunehmender Digitalisierung in allen Bereichen der Unternehmensgruppe. Unsere sehr gut qualifizierten und motivierten Mitarbeiter garantieren durch ihre individuelle Leistungsbereitschaft die hohe Leistungsfähigkeit der TITUS-Gruppe. Die langjährige positive Entwicklung wäre ohne die hohe Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter nicht möglich gewesen. Hierfür gebührt ihnen unser großer Dank für die geleistete erfolgreiche Arbeit, auch im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das Ziel unseres Personalmanagements besteht neben der Rekrutierung und Fortbildung von Mitarbeitern vor allem in einer auf Nachhaltigkeit ausgelegten Personalentwicklung mit dem Ziel, von der Ausbildung bis hin zur Entwicklung einer Führungskraft unsere Mitarbeiter entsprechend ihren individuellen Fähigkeiten zu fördern. Besonderen Schwerpunkt legt der Konzern dabei auf die begleitende Entwicklung von Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz. 3. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1. Vermögenslage Das wirtschaftliche Eigenkapital des Konzerns (inkl. 70% des Sonderpostens für Investitionszuschüsse) beträgt zum 31.12.2022 rd. TEUR 18.527,9 (im Vorjahr TEUR 16.211,4) und hat sich mit 48,1% der Bilanzsumme gegenüber 44,9% im Vorjahr trotz einer um rd. 2,4 Mio. EUR gestiegenen Bilanzsumme nochmals verbessert. Die Veränderung des absoluten Anteils ist im Wesentlichen auf den Konzern-Jahresüberschuss von TEUR 2.333,0 (vor Ergebnisanteilen stiller Gesellschafter) zurückzuführen. Auch im Geschäftsjahr 2022 wurden weitere TEUR 4.150 in das Anlagevermögen investiert. Die Tilgungen der Finanzverbindlichkeiten belaufen sich in 2022 auf insgesamt TEUR 1.151,6. Neue Darlehen wurden in Höhe von TEUR 1.500,0 zur Finanzierung von Materialflusseinrichtungen aufgenommen. Die Anlagendeckung zeigt, dass das Anlagevermögen im Konzern zu 102,8% (im Vorjahr 96,8%) vollständig durch Eigenkapital finanziert ist. Unter Berücksichtigung des mittel- und langfristigen Fremdkapitals ergibt sich eine Deckung in Höhe von 165,6% (im Vorjahr 163,2%). Der bilanzielle Verschuldungsgrad (Verhältnis Fremdkapital zu wirtschaftlichem Eigenkapital) beträgt im Geschäftsjahr 107,9% gegenüber 122,9% im Vorjahr. Dies ist im Wesentlichen auf die Steigerung des Eigenkapitals durch das in 2022 erzielte Ergebnis zurückzuführen. 3.2. Finanzlage Die Liquiditätsdeckung (Verhältnis Umlaufvermögen zu kurzfristigen Fremdmitteln) beträgt im Geschäftsjahr 236,0%. Sie ist gegenüber dem Vorjahr (220,0%) aufgrund der höheren Liquidität und der verminderten Warnschulden gestiegen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind durch das kurzfristige Umlaufvermögen mehr als ausreichend gedeckt. 3.3. Ertragslage Die Betriebsleistung hat sich wegen der anhaltenden Preisentwicklungen, die am Absatzmarkt weitergegeben werden mussten, gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.961 deutlich erhöht. Allerdings hat sich der Rohstoffanteil aufgrund der ebenfalls deutlich gestiegenen Rohstoffeinstandspreise, bei vergleichbarer Zusammensetzung der Produktgruppen, auf rd. 55,4% erhöht (i.V. rd. 54,6%). Die Vertriebs- und Versandaufwendungen sind mit TEUR-33,1 nahezu unverändert. Auch aufgrund der gestiegenen Mitarbeiterzahlen sind die Personalaufwendungen um TEUR 1.589,4 gestiegen. Leiharbeiter wurden in 2022 dagegen keine mehr eingesetzt. Die Energieaufwendungen haben sich aufgrund der Ende 2021 ausgelaufenen Verträge in 2022 um TEUR 834,0 erhöht. Die Instandhaltungsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 402,4 vor allem durch den Fortgang der Sanierung des Verwaltungsgebäudes der PVG und der Maschineninstandhaltungen bei der Kosbahn gestiegen. Das Finanzergebnis ist durch die Darlehenstilgungen positiv beeinflusst. Der Konzern-Jahresüberschuss beträgt TEUR 2.333 nach einem Konzern-Jahresüberschuss von TEUR 1.416 im Vorjahr (jeweils vor Gewinnanteil der stillen Gesellschafter). Die Eigenkapitalrentabilität hat sich im Geschäftsjahr im Anschluss an die vielen durchgeführten Investitionsprojekte und auch in Anbetracht gesunkener Abschreibungen auf rd. 12,6% (i.V. rd. 8,7%) verbessert. Auch hier spiegelt sich die solide Vermögens- und Ertragslage wieder. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist geordnet. 4. Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 4.1. Allgemeine Rahmenbedingungen Im ersten Quartal 2023 sinkt das BIP der Bundesrepublik Deutschland gegenüber dem Vorquartal preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 %, nachdem es schon im vierten Quartal 2022 um 0,5 % gesunken ist. Damit verzeichnet die deutsche Wirtschaft zwei negative Quartale in Folge und befindet sich somit in einer technischen Rezession. Das statistische Bundesamt führt den erneuten Rückgang im ersten Quartal 2023 auf den rückläufigen privaten Konsum zurück. So gehen die privaten Konsumausgaben im ersten Viertel des aktuellen Jahres preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,2 % zurück. Die Konsumflaute der Endverbraucher betrifft vor allem die Bereiche Nahrungsmittel und Getränke sowie Bekleidung und Einrichtungsgegenstände. Grund für den Rückgang des privaten Konsums im ersten Quartal 2023 ist das hohe Verbraucherpreisniveau. Neben dem hohen Energiepreisniveau, sind die Preise für Nahrungsmittel einer der Haupttreiber für die Verbraucherpreisentwicklung. Im Schnitt liegen die Nahrungsmittelpreise in den ersten drei Monaten des aktuellen Jahres 21,4 % über dem Preisniveau des Vorjahresquartals. Allerdings lässt sich am aktuellen Rand eine rückläufige Preisbewegung beobachten. So steigen Nahrungsmittelpreise im April 2023 um 17,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat, wohingegen die Veränderungsrate im März noch 22,3 % beträgt. Für Mai ist die Preisentwicklung für Nahrungsmittel mit einem Anstieg von 14,6 % gegenüber dem Vorjahresmonat weiterhin rückläufig. Allerdings befinden sich die Nahrungsmittel weiterhin auf einem hohen Preisniveau, sodass diese der stärkste Preistreiber im Mai bleiben. Auch die Inflationsrate verzeichnet einen Rückgang im Laufe des Jahres 2023. Im Januar und Februar liegt die Inflationsrate noch jeweils bei 8,7 %. Daraufhin schwächt sich die Inflationsrate drei Monate in Folge ab. Im März sinkt diese auf 7,4 %, im April auf 7,2 % und im Mai auf 6,1 %. Ein wichtiger Faktor für die abnehmende Entwicklung der Inflationsrate im ersten Quartal ist die Stabilisierung der Energiepreise. Diese verweilen seit Februar 2023 trotz eines leichten Anstiegs im April auf einem relativ niedrigen Niveau. Im Mai 2023 beträgt die Inflationsrate ohne Energie 6,5 %. Damit liegt diese 0,4 % über der Inflationsrate mit Energie. Somit hat die Entwicklung der Energiepreise eine dämpfende Wirkung auf die Inflation. Die Stimmung in der deutschen Volkswirtschaft hellt sich zu Beginn des ersten Quartals weiter auf. So stiegt der ifo Geschäftsklimaindex seit Dezember 2022 bis April 2023 kontinuierlich an (+ 4,9 Indexpunkte). Allerdings verflüchtigt sich dieser Aufwärtstrend für das für Verarbeitende Gewerbe bereits im April. Während die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes zu Beginn des Jahres noch von den Erwartungen einer steigenden Produktion geschürt wird, sorgt der oben beschriebene Einbruch der Auftragseingänge im März für einen Dämpfer. Gemäß den Umfragedaten des ifo-Instituts, folgt im Mai ein Abklingen der Stimmung auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene. Nach sechs Anstiegen in Folge fällt der Geschäftsklimaindex im Mai um 2 Punkte auf 91,5 Punkte. Im Juni sinkt die Stimmung um weitere 3 Punkte auf 88,5 Punkte. Hierbei notiert das Geschäftsklima im verarbeitenden Gewerbe den niedrigsten Stand seit November 2022. Nach Angaben des ifo Instituts bereitet den branchenangehörigen Unternehmen vor allem der oben erwähnte Abbau des Auftragsbestandes Sorgen. Der arbeitstägliche Wellpappenabsatz hat sich sukzessive über das Jahr 2022 hinweg im Vergleich zu den Vorjahresquartalen verschlechtert. Im vierten Quartal 2022 sank der arbeitstägliche Absatz der VDW-Mitglieder im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 %. Im Jahr 2022 wurde insgesamt 7,0 % weniger Wellpappe abgesetzt als im Jahr 2021. Der negative Trend aus 2022 setzt sich im ersten Quartal 2023 weiter fort. Im Januar 2023 sinkt der arbeitstägliche Absatz um 12,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der Februar verzeichnet eine Reduktion von 14,5 % und im März sinkt der Absatz pro Arbeitstag im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,0 %. Insgesamt verzeichnet das erste Viertel des aktuellen Jahres einen Rückgang des arbeitstäglichen Absatzes von 13,6 % im Vergleich zum ersten Quartal des letzten Jahres. Der saisonbereinigten Kapazitätsauslastung der Wellpappenindustrie laut ifo Institut ist zu entnehmen, dass im zweiten Quartal keine Entspannung auf dem Absatzmarkt eintritt. Während die Auslastung im ersten Quartal des aktuellen Jahres noch von 81,8 % um 0,7 Prozentpunkte auf 82,5 % leicht gestiegen ist, weist die Auslastung für das zweite Quartal einen deutlichen Rückgang von 6,9 Prozentpunkte auf 75,6% aus. Damit wird die Kapazitätsauslastung 14,1 Prozentpunkte unterhalb des langfristigen Mittelwerts von 89,7 % liegen. 4.2. Unternehmensplanung inkl. Darstellung der Chancen und Risiken Risiken Auch in 2023 wird der Konzern mit erheblichen Kostensteigerungen konfrontiert sein. Gleichzeitig sinkt die Nachfrage nach Verpackungen aus Wellpappe. Grund dafür wird weiterhin das rezessive konjunkturelle Umfeld sein. Die Kostensteigerungen betreffen nahezu jeden Beschaffungsbereich des Konzerns. Da der Rohstoff Wellpappenrohpapier mit hohem Energieeinsatz produziert wird, wirkt sich der Krieg in der Ukraine besonders dramatisch auf die Kostenstruktur der Papierlieferanten aus. Die Verfügbarkeit von Personal ist auch im Jahr 2023 eine große Herausforderung. Die Arbeitslosenquote in Deutschland beträgt 5,7 %. Im Landkreis Waldeck Frankenberg 4,2 %. Ähnliche Arbeitslosenquoten gibt es in den benachbarten Landkreisen. Im Arbeitsmarkt der Titus Verpackungen herrscht somit praktisch Vollbeschäftigung. Durch den allgemeinen Personalmangel und die gestiegene Inflationsrate ist in 2023 von einem sehr starken Lohndruck auszugehen. Verschärft wird dieser durch die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns von 12,00 Euro auf 12,41 Euro ab 1. Januar 2024. Der Arbeitsmarkt befindet sich durch die hohe Inflationsrate zusätzlich in einer Lohn-Preis-Spirale. Der Frachtmarkt wird in erheblicher Weise durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise beeinflusst. Vom 1. Dezember 2023 an wird zur regulären Maut, die zu Jahresbeginn bereits erhöht wurde, ein CO 2 -Aufschlag von 200 Euro für jede ausgestoßene Tonne CO 2 erhoben. Das ist das gesetzlich maximal mögliche Plus. So steigt beispielsweise die LKW-Maut in der Emissionsklasse 6 ab dem 1. Dezember 2023 danach auf 34,8 Cent/km in der Klasse > 18 Tonnen ab 5 Achsen. Vor dem 1. Dezember 2023 beträgt die Maut in dieser Klasse 19,0 Cent/km. Von den zusätzlichen Einnahmen sollen um die 80 % für den Ausbau der Schienennetze verwendet werden. Verkehrsexperten der derzeitigen Regierung rechnen mit insgesamt 20 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre. Bewältigung der Risiken und Chancen Auch im Jahr 2023 werden (wie schon den vergangen zwei Jahren) die Preise durch ein konsequentes Preismanagement an den Markt weitergegeben. Die Bereitschaft der Kunden höhere Preise zu akzeptieren und dafür die eigene Versorgungssicherheit zu erhöhen ist allerdings stark gesunken so das auch mit dem Verlust von Kunden durch harte Preisgespräche gerechnet werden muss. Der sich eintrübenden Nachfrage wird erneut mit einer starken Erhöhung der Vertriebskapazitäten begegnet. Es wird geplant sowohl den Außendienst als auch den Innendienst im Vertrieb personell zu verstärken. Vor allem im Innendienst wird auf den Nachwuchs aus dem eigenen Haus gesetzt, der in den letzten Jahren fundiert ausgebildet wurde. Hier zeigen sich weiterhin viele Chancen bei Neuprojekten die der Substitution von Plastikverpackungen zu umweltfreundlichen Verpackungen aus Wellpappe dienen. Dies bedeutet eine steigende Nachfrage nach leichtgewichtigen Wellpappenverpackungen und Faltkisten die zu den Spezialitäten des Konzerns gehören. Kontinuierlich wird auch der Automatisierungsgrad durch weitere Investitionen erhöht. Im Versand der PVG wird in eine Software zur dreidimensionalen Laderaumplanung investiert um Prozesse der Versandplanung zu vereinfachen und weitestgehend zu automatisieren. Um die Wasserqualität zu verbessern, wird eine Wasseraufbereitung zur Umkehr-Osmose im Dampfsystem installiert. Durch die Neuinstallation eines neuen 4 Tonnen-Dampfkessels wird im Vergleich zum Betrieb des vorherigen 6 Tonnen-Dampfkessels ein hoher Anteil Gas eingespart. Die Wellpappenproduktion wird dadurch günstiger und der CO 2 Fußabdruck pro produziertem Quadratmeter Wellpappe geringer. Bei Kosbahn sollen die künftigen Investitionen vorbereitet werden, die durch die neu erworbenen Grundstücke ermöglicht worden sind. Die Prima Logistik soll bis zum Jahresende ein Tourenmanagementsystem implementieren das durch Schnittstellen mit den Systemen der Werke Zeit und Kosten einspart sowie die Prozessgeschwindigkeit der Verwaltungsabläufe wesentlich beschleunigt. Es ist zudem geplant, weitere kaufmännische Mitarbeiter einzustellen, um das Handelsgeschäft weiter auszubauen. Die sich verschärfende Situation im Frachtgewerbe wird auch künftig durch den Einsatz von Fahrzeugen aus dem Konzern gemildert. Diese konzerneigenen Kapazitäten werden zukünftig ein weiterer Schlüssel zur kurzfristigen und nachhaltigen Belieferung der Kunden der Gesellschaft in Deutschland und den Nachbarländern bleiben. 5. Geschäftsverlauf nach Bilanzstichtag Die Erweiterung des Vertriebs erweist sich als richtige Entscheidung. Entgegen der beschriebenen Absatzschwäche der deutschen Wellpappenindustrie hat die TITUS-Gruppe den Absatz in den ersten Monaten des Jahres 2023 verbessert, auch wenn der Umsatz durch die gefallenen Papierpreise gesunken ist. Die Gesamtnachfrage nach Wellpappenverpackungen trübt sich allerdings weiter ein. Der Vertrieb muss wesentlich höhere Anstrengungen durchführen um Aufträge zu bekommen, als noch in den Vorjahren. Auch Preiszugeständnisse müssen gemacht werden, um Aufträge und Kunden nicht an den Wettbewerb zu verlieren. Dieser Margendruck bei gleichzeitiger Steigerung von Kosten in den Bereichen Frachten, Personal, Ersatzteile und Instandhaltungen, Versicherungen, Treibstoff, IT usw. wird trotz gesunkener Papierpreise Druck auf das Konzernergebnis ausüben. Die Verfügbarkeit an Wellpappenrohpapier ist nach den Engpässen während der Coronapandemie erheblich besser geworden. Das Preisniveau ist stark gefallen, was sich auch auf die Absatzpreise für Wellpappe auswirkt. Es wird damit gerechnet, das die Personalverfügbarkeit erheblich schlechter wird. Als Gegenmaßnahme wurde die Personalabteilung personell verstärkt und es werden Programme zum Employer Branding, internationaler Personalbeschaffung und Mitarbeiterbindung entwickelt. Dem zunehmenden Mangel an Arbeitskräften wird auch in Zukunft mit Investitionen in die Automatisierung begegnet. So wird in 2023 die schnellste Faltschachtelklebelinie in Europa bestellt, die durch Inflowautomatisierung und Outflowautomatisierung weniger Personal als ältere Linien benötigt und eine deutlich höhere Outputzahl in durchgeführten Tests realisieren konnte. Mit der Lieferung und Inbetriebnahme der Linie wird Mitte 2024 gerechnet. 6. Vorgänge von besonderer Bedeutung Die vorgesehenen Investitionen werden trotz der Corona-Krise und dem Ausbruch des Ukrainekriegs planmäßig realisiert werden.
Warburg, den 18. September 2023 TITUS Verpackungen GmbH - Geschäftsführung - Konzern-Bilanz für das Geschäftsjahr 2022AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022I. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 der TITUS Verpackungen GmbH mit Sitz in Warburg (eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter HRB 5059) wurde nach den Vorschriften des HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Ausweis der einzelnen Bilanzposten ist nach den Vorschriften der §§265 und 266 HGB erfolgt. Die Gliederung der Bilanz wurde gemäß §265 Abs. 5 HGB um den Posten "Einlagekonten der atypisch stillen Gesellschafter" erweitert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2022 ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 2 HGB gegliedert. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde um den Posten "Gewinnanteile stiller Gesellschafter" erweitert. 2. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden die folgenden Unternehmen einbezogen (vollkonsolidiert):
3. Erläuterungen zu den Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgt mit den Zeitwerten der Anteile im Zeitpunkt der Einbringung der Anteile in die TITUS Verpackungen GmbH gemäß § 301 Absatz 1 Satz 2 HGB. Die Anteile an den Tochtergesellschaften Pappenverarbeitungs-Gesellschaft m.b.H. und Kosbahn Karton GmbH wurden zum 31.12.2010 in die TITUS Verpackungen GmbH eingebracht. Somit erfolgte die Erstkonsolidierung zum 31.12.2010. Die Prima Logistik GmbH wurde von der TITUS Verpackungen GmbH im Laufe des Jahres 2018 gegründet. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum Zeitpunkt der Gründung der Gesellschaft. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauern orientieren sich an der betrieblichen Nutzung und werden analog zu den amtlichen AfA-Tabellen ermittelt. Die geringwertigen Anlagegüter werden analog zu den steuerlichen Vorschriften abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Umlaufvermögen Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung ausreichender Abschläge für Wert- und Mengenminderungen bewertet. Die unfertigen Erzeugnisse sowie die fertigen Erzeugnisse und Waren sind retrograd - ausgehend vom erzielbaren Verkaufserlös - höchstens jedoch mit den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten bewertet. Palettenbestände werden mit einem Festwert angesetzt. In den Herstellungskosten werden neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt. Das Prinzip der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind grundsätzlich zum Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken wird durch entsprechende Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Rückstellungen Die Pensionsverpflichtung wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen durch die "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,78% ermittelt. Hierbei kamen die Richttafeln 2018 G zur Anwendung. Bei der Berechnung war keine Renten und Gehaltsdynamik zu berücksichtigen. Der Rechnungszinsfuß entspricht einem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Absatz 6 Satz 1 HGB in Höhe von TEUR 25,8 ist ausschüttungsgesperrt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist dem Konzern-Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen Die Pappenverarbeitungs-Gesellschaft m.b.H. hat von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen im Rahmen des Förderprogrammes Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" Zuschüsse für den Erwerb des Anlagevermögens erhalten. Diese werden als Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen passiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der jeweiligen Anlagengegenstände aufgelöst. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Personalbereich, Instandhaltungs- und Garantieverpflichtungen. Verbindlichkeiten Die Angaben zu den Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel:
1) Grundschuldbestellung
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe besichert. Eine Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen ist nachfolgend dargestellt:
Die Umsatzerlöse des Konzerns werden in den Bereichen Herstellung von Wellpappen-Bogenware (TEUR 27.048,4), Herstellung und Handel von Kartonagen (TEUR 45.114,7), Dienstleistungen (TEUR 276,0) sowie übrige TEUR 2.276,1) erzielt. sonstige finanzielle Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnisse Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnissen in Höhe von jährlich TEUR 184,8. Das Bestellobligo für Gebäudeinvestitionen, Maschinen und maschinelle Anlagen beläuft sich zum Stichtag auf TEUR 253,0. 6. Sonstige Angaben Die Corona-Pandemie beeinträchtigt die gesamtwirtschaftliche Lage. Des Weiteren führen der Krieg Russlands gegen die Ukraine sowie die von der EU beschlossenen Sanktionen gegen Russland zu weiteren wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft und auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft, welche derzeit nicht zuverlässig abschätzbar sind, so dass auch deren adäquate Quantifizierung zurzeit nicht möglich ist. Durch die Eigenkapitalstruktur und verfügbare finanzielle Mittel sowie durch den Ergebnisausgleich durch die Konzern-Muttergesellschaft sieht sich die Gesellschaft für die anstehende Phase der Unwägbarkeiten gut gerüstet. Auf die Aussagen der Geschäftsleitung im Risiko- und Prognosebericht des Lageberichts wird verwiesen. Vom Konzernabschlussprüfer wurden für das laufende Geschäftsjahr folgende Honorare berechnet (Angabe gemäß 314 Nr. 9 HGB):
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen stellt sich im Geschäftsjahr 2022 folgendermaßen dar:
Nach Jahresarbeitseinheiten (JAE) der EU-Kommission (KMU-Empfehlung) berechnet, beläuft sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr auf insgesamt 308 JAE. Ergänzende Angaben gemäß DRS 7: Für die Gesellschafter des Mutterunternehmens stehen TEUR 3.883,5 (i.V. TEUR 2.002,7) zur Ausschüttung zur Verfügung. Die folgenden in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen haben von der Vorschrift des § 264 Absatz 3 HGB in Bezug auf die Befreiung von der Verpflichtung der Offenlegung des Jahresabschlusses 2022 Gebrauch gemacht:
Geschäftsführung Hauptberufliche Geschäftsführer des Mutterunternehmens zum 31.12.2022 waren:
Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Die Angabe der Geschäftsführer-Gesamtbezüge unterbleibt analog § 286 Absatz 4 HGB. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Warburg, den 18. September 2023 TITUS Verpackungen GmbH, Warburg -Geschäftsführung- Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Der Finanzmittelfonds entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten" Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die TITUS Verpackungen GmbH, Warburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der TITUS Verpackungen GmbH, Warburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Broadcast Solutions GmbH, Bingen am Rhein, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, den 15. November 2023 Prof.
Dr. Ludewig u. Partner GmbH
Dipl.-Ök. Alexander Heide, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Thomas Olbrich, Wirtschaftsprüfer" Den Prüfungsbericht einschließlich des vorstehend zitierten Bestätigungsvermerks erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450). Eine Verwendung des oben dargestellten Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzern-Jahresabschlusses und/oder des Konzern-Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.
Kassel, den 15. November 2023 Prof.
Dr. Ludewig u. Partner GmbH
Dipl.-Ök. Alexander Heide, Wirtschaftsprüfer Prof. Dr. Thomas Olbrich, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschluss Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung am 5. Dezember 2023 unterzeichnet und gebilligt. |
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