Planted Foods Production GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Mehl und Getreideprodukten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jörn Stephan Hund seit 4.4.2023 | Liquidator |
Wolfgang Karl Gustav Kesselschläger seit 4.4.2023 | Liquidator |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 65.90% | |
W******* K*** G***** K************* | 9.00% |
J*** S****** H*** | 7.60% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
Memminger Brauerei-Logistik GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Memminger Brauerei GmbHMemmingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019Allgemeine Hinweise Die Memminger Brauerei GmbH hat Ihren Sitz in Memmingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Memmingen unter HRB 11735 eingetragen. Durch die Umstellung des Geschäftsjahres auf das Kalenderjahr zum 31.12.2018 umfasst das Geschäftsjahr 2019 wieder einen 12-Monatszeitraum, während im Vorjahr ein Rumpfwirtschaftsjahr vom 01.10. bis 31.12.2018 entstanden ist. Aus diesem Grund sind die Geschäftsjahreszahlen nur bedingt mit den Vorjahreszahlen vergleichbar. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019 wurde nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrags wurden beachtet. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Größenabhängige Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gem. § 288 HGB wurden zum Teil in Anspruch genommen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert zum Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände, soweit entgeltlich erworben, und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Bierlieferungsrechte werden teilweise planmäßig abgeschrieben und teilweise durch Gutschriften der Gesellschaft getilgt, welche abhängig von der Abnahmemenge sind. Diese Tilgungen werden als Abgang gezeigt. Soweit Lieferrechte nicht mehr voll werthaltig sind, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einem Sammelposten erfasst und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen werden die bilanzierten Anteilsrechte und Beteiligungen zu Anschaffungskosten bzw. soweit erforderlich zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind zum Nominalwert unter Berücksichtigung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen für Ausfallrisiken bewertet. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Tageswerten. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten bewertet. Neben Einzelkosten sind darin auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, sowie Teile der Verwaltungskosten enthalten. Zinsen und Vertriebskosten sind nicht berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Liquide Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet, soweit keine Ausnahme gemäß Art. 28 EGHGB besteht. Die Rückstellungen für Pensionen werden für vertragliche Versorgungsansprüche nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Bestimmungen des BilMoG unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der "Project Unit Credit Method (PUC)" bewertet. Der Rechnungszins wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank auf Basis einer Rechtsverordnung (RückAbzinsV) für Dezember 2019 bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten Wert (zehnjähriger Durchschnitt) von 2,71 % p.a. angesetzt. Den Berechnungen liegt jeweils ein Rententrend von 2 % p.a. zugrunde. Auf die Passivierung der übernommenen Pensionsverpflichtungen nach dem Leistungsplan des ehemaligen Bürger- und Engelbräu AG Memmingen-Unterstützungseinrichtung e.V. wurde gemäß Art. 28 EGHGB verzichtet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr sowie das vorangegangene Rumpfgeschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. In den sonstigen Rückstellungen sind alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten mit den notwendigen Erfüllungsbeträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die passiven latenten Steuern wurden gesondert ausgewiesen und für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Rückstellungen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgte auf Basis eines unternehmensindividuellen Steuersatzes von 27,38 %. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel des Anhangs dargestellt (siehe Seite 4 dieser Anlage). Finanzanlagen Die Angaben zum Anteilsbesitz sind der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.
1) Bewertung des Kommanditanteils mit €
0,00; Beteiligung ist nicht von Bedeutung
ANLAGENSPIEGEL 2019
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Memminger Brauerei beträgt € 1.355.400,00. Kapitalrücklage und Gewinnrücklage Im Geschäftsjahr 2002/2003 wurde der, bei der Bildung der GmbH-Geschäftsanteile im Rahmen der formwechselnden Umwandlung gegenüber dem bisherigen gezeichneten Kapital, entstandene Differenzbetrag in Höhe von T€ 25, in eine Kapitalrücklage eingestellt. Mit Datum vom 4.12.2018 wurde eine Vereinbarung zur Einzahlung eines Betrages in Höhe von € 3,5 Mio. spätestens zum 31.12.2020 getroffen. In Höhe dieses Wertes wurde die Kapitalrücklage erhöht. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Auf die Passivierung der übernommenen Verpflichtungen nach dem Leistungsplan des ehemaligen Bürger- und Engelbräu AG Memmingen-Unterstützungseinrichtung e.V. wurde gemäß Art. 28 EGHGB verzichtet. Der Fehlbetrag beläuft sich zum 31.12.2019 bei einem unterstellten Rechnungszinssatz von 2,71 % auf € 482.220,00 (Vj. € 480.268,00). Davon entfallen € 438.130,00 auf Rentenbezieher (Vj. € 432.261,00) und € 44.090,00 auf Anwartschaften (Vj. € 48.007,00). Die Rückstellung für Pensionsansprüche (€ 1.807.167,00, im Vorjahr € 1.800.804,00) wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach den Bestimmungen des BilMoG unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach der "Project Unit Credit Method (PUC)" gebildet. Der Rechnungszins wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank auf Basis der Rechtsverordnung (RückAbzinsV) für Dezember 2019 bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten Wert (zehnjähriger Durchschnitt) von 2,71 % p. a. angesetzt. Den Berechnungen liegt ein Rententrend von 2 % p. a. zugrunde. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz gem. § 253 Abs. 2 HGB und dem Wertansatz gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt Euro 131.452,00. Er wurde auf Basis folgender Zinssätze ermittelt: Rechnungszinssatz (10 Jahres-Durchschnitt) 2,71 % und Rechnungszinssatz (7 Jahres-Durchschnitt) 1,97 %. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen für Pfandrückzahlung (T€ 109, Vj. T€ 138), Urlaub- und Überstundenausgleich (T€ 142, Vj. T€ 160), Abschlusskosten (T€ 98, Vj. T€ 111) sowie übrige Rückstellungen (T€ 153, Vj. T€ 47). Verbindlichkeitenspiegel
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 704 sind durch Sicherungsübereignung des Warenlagers, durch Grundschulden an eigenen und fremden Grundstücken und Bürgschaften gesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 420.518,62 (im Vorjahr € 451.907,07) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 72.557,55 (im Vorjahr € 66.860,20). Passive latente Steuern
Haftungsverhältnisse
Daneben sind weitere Sicherheiten für die Memminger Brauerei GmbH & Co. Grundstücks KG abgegeben worden:
Mit Datum vom 20. August 2010 hat die Gesellschaft der Memminger Brauerei GmbH & Co. Grundstücks KG ein abstraktes Schuldanerkenntnis im Gesamtbetrag von € 3.000.000,00 erteilt, das auf schriftliche Anforderung der KG zu leisten ist. Risiko der Inanspruchnahme Von den verbundenen Unternehmen hat zum 31. Dezember 2019 lediglich die Memminger Brauerei GmbH & Co. Grundstücks KG Bankverbindlichkeiten, für die die Memminger Brauerei GmbH Bürgschaften abgegeben hat und Sicherheiten stellt. Einziger operativer Geschäftspartner der Memminger Brauerei GmbH & Co. Grundstücks KG ist die Memminger Brauerei GmbH. Das Risiko der Inanspruchnahme steht daher in unmittelbarem Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Fortbestand der Gesellschaft. Der Fortbestand der Gesellschaft wird zum derzeitigen Zeitpunkt von der Geschäftsführung als überwiegend wahrscheinlich eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen gegenüber Dritten entwickelten sich wie folgt:
Darüber hinaus bestehen gegenüber verbundenen Unternehmen langfristige Pachtverhältnisse mit einer festen monatlichen Pacht von T€ 71 (Vj. T€ 71). Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von € 1.371.807,23 (Vj. € 28.981,52) beinhalten vorwiegend Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (€ 1.116.450,83) sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen, Zahlungseingänge abgeschriebener Forderungen und Schadensersatzleistungen. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von € 31.864,32 (Vj. T€ 2) enthalten. Dieser Ertrag resultiert im Wesentlichen aus der Auflösung von Pfandrückstellungen. Daneben sind sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von € 62.638,46 enthalten (Vj. T€ 6). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 2.343.879,71 (Vj. € 517.626,97) beinhalten vorwiegend Pachtaufwendungen gegenüber der Memminger Brauerei GmbH & Co. Grundstücks KG, verschiedene Mieten und Leasingraten, Nebenkosten von Gaststätten, die Kosten für die Warendistribution die im Wesentlichen von der Memminger Brauerei-Logistik GmbH in Dienstleistung erbracht wird, sowie Aufwendungen für Werbung, Werbemittel und Depotmieten. Ebenso erfasst sind Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen. Auf periodenfremde Aufwendungen entfallen € 100.156,81 (Vj. € 25.899,03). Diese betreffen im Wesentlichen Schadensersatzzahlungen und Säumniszuschläge. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern beträgt saldiert € 1.000,00 (Vj. € -55.000,00). Vorschlag zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsleitung schlägt folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuß beträgt EUR 543.073,75. Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuß in Höhe von EUR 543.073,75 zusammen mit dem Verlustvortrag von EUR 4.861.101,47 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Verlustvortrag beläuft sich damit auf EUR 4.318.027,72. Sonstige Angaben Die Memminger Brauerei GmbH weist im Jahresabschluss zum 31.12.2019 bereits seit 2 Jahren in Folge keinen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag aus. Die Memminger Brauerei GmbH ist daher bilanziell nicht (mehr) überschuldet. Dennoch befindet sich die Gesellschaft in einer angespannten Liquiditätssituation, so dass eine wesentliche Unsicherheit gegeben ist, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwirft und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne von § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Dies gilt umso mehr, als sich das Unternehmen infolge der Corona-Krise erheblichen Umsatzrückgängen in der Gastronomiesparte ausgesetzt sieht. Auf die Ausführungen in Abschnitt III. 1. und 3. im Lagebericht wird verwiesen. Der Geschäftsführer geht nicht von einem Insolvenztatbestand aus. Bei Aufstellung des Jahresabschlusses wurde gem. § 252 Abs. 1 Satz 2 HGB von der Fortführung der unternehmerischen Tätigkeit ausgegangen. Geschäftsführung Joachim Kesselschläger, Dipl.-Ing., geschäftsführender Gesellschafter, Kardorf Organbezüge und Angaben nach § 285 Nr. 9c HGB Für die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird von der Befreiungsvorschrift gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Das dem Geschäftsführer seitens der Gesellschaft gewährte Darlehen entwickelte sich wie folgt:
Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des Coronavirus auf das Geschäft der Memminger Brauerei GmbH lassen sich derzeit immer noch nur schwer einschätzen. Kurzfristige Auswirkungen in Form von Umsatzeinbußen ergeben sich jedoch erwartungsgemäß für unsere margenträchtige, aber auch kostenintensive Vertriebsschiene im Bereich der Gastronomie in Deutschland (Umsatzrückgang 97 %) sowie für unser Hauptexportland Italien, in welchem der Gastronomiebereich ebenfalls fast komplett eingebrochen ist, während dagegen der Bereich des Handels ein Wachstum von über 150 % aufweist. Daneben kann es noch weitere Auswirkungen auf die oben dargestellten Risiken ergeben, vornehmlich eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kunden unseres Unternehmens, was wiederum in ein höheres Ausfallrisiko münden kann.
Memmingen, den 31. Dezember 2020 Memminger Brauerei GmbH Der Geschäftsführer Joachim Kesselschläger BILANZ zum 31. Dezember 2019AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2019 bis 31.12.2019Memminger Brauerei GmbHMemmingen
Lagebericht über das Geschäftsjahr 2019I. Grundlagen des Unternehmens Die Memminger Brauerei GmbH mit Sitz in Memmingen, zählt zu den alteingesessenen Brauereien der Region. Produktion und Vertrieb eines breiten Sortiments alkoholischer und alkoholfreier Getränke sind die Basis einer nachfrageorientierten Unternehmensstrategie. Im Vordergrund steht dabei ein Portfolio an Bieren, Biermischgetränken und alkoholfreien Bieren. Wir bedienen den Lebensmitteleinzelhandel, Fachmärkte, Getränkefachgroßhandel, Export und Gastronomie auf direktem und indirektem Lieferwege. Zusätzlich werden Lohnbrau- und Lohnabfüllverträge angenommen. Unsere Biere werden nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut. Den hohen Ansprüchen des Biertrinkers entspricht die Memminger Brauerei mit einem hochwertigen Sortiment erstklassiger Bierspezialitäten. Die Memminger Brauerei bietet aber auch ein großes Spektrum an alkoholfreien Getränken aller Geschmacksrichtungen an, auch um den geänderten Marktanforderungen klarer gerecht zu werden. Die Memminger Brauerei GmbH richtet sich konsequent auf den Mehrwert für den Kunden aus - dies spiegelt sich auch in unserem internen Steuerungssystem wider. Zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftsentwicklung verwenden wir folgende Steuerungsgrößen, wobei die bedeutsamsten Kennzahlen für die Memminger Brauerei GmbH Umsatzwachstum und EBIT darstellen. Alternative Leistungskennzahlen sind neben Cash Flow und den Investitionen auch die Absatz- und Umsatzentwicklung pro Vertriebsbereich und Produktsortiment. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2019 nach den Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,6 % höher als im Vorjahr. Die deutsche Wirtschaft ist damit im zehnten Jahr in Folge gewachsen. Dies ist die längste Wachstumsphase im vereinten Deutschland. Das Wachstum hat 2019 aber an Schwung verloren. In den beiden vorangegangenen Jahren war das preisbereinigte BIP deutlich stärker gestiegen, 2017 um 2,5 % und 2018 um 1,5 %. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2019 um 1,4 % gegenüber 2018. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Jahresteuerungsrate 2019 damit niedriger als im Vorjahr (2018: +1,8 %). Von 2014 bis 2016 hatten die Jahresteuerungsraten noch jeweils unterhalb von einem Prozent gelegen. 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2019 haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager insgesamt rund 9,2 Milliarden Liter Bier abgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sank damit der Bierabsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,9 % beziehungsweise 177,9 Millionen Liter. In den Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Staaten außerhalb der Europäischen Union (EU) eingeführte Bier nicht enthalten. In den vergangenen Jahren stieg dennoch die Anzahl der Bier-Brauereien in Deutschland nahezu kontinuierlich an. Lediglich im Corona-Jahr 2020 ging die Anzahl leicht zurück auf 1.528. Seit 1993 - dem Jahr des Inkrafttretens der Neufassung des Biersteuergesetzes - hat sich der Bierabsatz insgesamt um 2,0 Milliarden Liter oder 17,8 % verringert. Der versteuerte Inlandsabsatz hat in diesem Zeitraum um 27,6 % abgenommen, wogegen sich der steuerfreie Absatz (Exporte und Haustrunk) in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt hat (+132,0 %). Der Pro-Kopf-Verbrauch lag im Jahr 2019 bei rund 99,7 I bzw. im Vorjahr 2018 bei 102 I. Im europäischen Vergleich des Bierverbrauchs weisen nur die beiden Nachbarländer Tschechien und Österreich einen höheren Pro-Kopf-Konsum auf. Jedoch nahm in den vergangenen Jahren der Bierkonsum hierzulande kontinuierlich ab. Im Jahr 2020 ist zudem das Gastronomie-Geschäft im Inland weggebrochen: Infolge der Corona-Krise ist der Bierkonsum im Inland durch die staatlich verordnete zeitweise Schließung der Gaststätten, Restaurants, Hotels, Discotheken und Biergärten sowie durch die Absage von Konzerten und Kulturveranstaltungen (z.B. Oktoberfest, Stadionbesuch) zurückgegangen. Der Bierverbrauch pro Kopf reduzierte sich im KJ 2020 mit einem Minus von 5,4 % auf 86,9 Liter. Auch die Exportmärkte sind wegen der Corona-Pandemie weggebrochen. Allein Italien ist mit fast 3,4 Millionen Hektolitern der wichtigste Auslandsmarkt, gefolgt von China. Interessant ist die Erkenntnis - und auch für 2019 - gültig, dass die Anzahl der Beschäftigten innerhalb der Brauereibranche, in den letzten Jahren konstant bei ca. 28 Tsd. Personen geblieben ist. Im Jahr 2019 waren rund 28.133 Personen in der deutschen Brauwirtschaft angestellt. 3. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2019 ist identisch mit dem Kalenderjahr. Im Vorjahr erfolgte die Umstellung des Wirtschaftsjahres auf das Kalenderjahr durch Bildung eines Rumpfgeschäftsjahres (1. Oktober 2018 bis 31. Dezember 2018). Aus diesem Grund sind die diesjährigen (zeitraumbezogenen) Geschäftszahlen mit denen des Vorjahres nicht vergleichbar. Die beiden wichtigsten Steuerungsgrößen für die Memminger Brauerei stellen sich wie folgt dar: der berichtete Umsatz beläuft sich im Wirtschaftsjahr 2019 auf 10.023 T€ (im Rumpf- Wirtschaftsjahr 2.004 T€). Im Inland lag der berichtete Umsatz bei 7.499 T€, im Ausland bei 2.524 T€. Der EBIT beträgt 1.663 T€ (Vj. - 411 T€). Die Memminger Brauerei konnte im Wirtschaftsjahr 2019 einen Absatz von 106,5 Thl Bier realisieren. Im Biersegment entfallen auf den Inlandsabsatz 63.500 hl und auf den Export 43.000 hl. Im AFG-Segment entfielen ca. 6.400 hl auf AFG Markenproduktion (Fruttica und Alp Aqua) und 17.100 hl auf Handelsware entfallen. Der Personalaufwand beläuft sich auf 2.916 T€. Die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl hat sich leicht auf 70 Mitarbeiter/-innen erhöht (Vj. 68). Das Unternehmen setzt weiterhin auf einen integrierten Führungsstil und eine hohe Eigenverantwortung der Mitarbeiter. Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf + 1.533 T€ (im Vorjahr -443,5 T€). Vor allem durch ein aktives Kostenmanagement, aber auch mittels eines stringenten Kreditmanagements konnten wir abermals v.a. die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzieren, dies insbesondere im Bereich der Miet-, Leasing- und Pachtaufwendungen. Die Vermeidung von Forderungsausfällen und die Begrenzung potenzieller Schäden dienen der Existenzsicherung und der Verbesserung der Ertrags- und Liquiditätslage unseres Unternehmens. 4. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage 1. Ertragslage: Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 10.0 Mio. € (im Rumpf-Wj 2018 2 Mio. €). Der Personalaufwand weist 2.916 T€ aus. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter lag bei 70 (Vj. 68). Die Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhalten v.a. Gewerbesteuern iHv. € -116.000,00, sowie einen saldierten Aufwand aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern iHv. € 1.000,00 (Vj. € - 55.000,00). Die sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen die Biersteuer. Im laufenden Wirtschaftsjahr konnte, insbesondere aufgrund sonstiger Erträge resultierend aus einem sale-and-lease-back-Geschäft in Höhe von 1,1 Mio. €, ein Jahresüberschuss in Höhe von + 543 T€ (Vj. -400,0 T€) realisiert werden. 2. Vermögens- und Finanzlage: Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr um 537 T€ auf 12.399 T€ erhöht. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind von 129 T€ auf 97 T€ leicht gesunken. Die Sachanlagen haben sich im Wirtschaftsjahr 2019 um 130 T€ reduziert. Das mittelfristig und kurzfristig gebundene Vermögen (Working Capital), bestehend aus Vorräten und Kundenforderungen, hat sich um rund 20,4% erhöht. Die leichte Erhöhung im Vorratsvermögen von 1.217 T€ auf 1.342 T€ ist rein stichtagsbedingt; die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 805 T€ auf 1.094 T€ leicht angestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Berichtszeitraum von 4.009 T€ auf 4.055 T€ ebenfalls leicht erhöht. Ein Kooperationspartner ist mit uns auf Veranlassung der Gesellschafter eine Verpflichtung über eine freiwillige Zuführung zur Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von 3.500.000,00 eingegangen. Das Eigenkapital hat sich aufgrund des realisierten Jahresüberschusses von T€ 157,4 auf T€ 700,5 erhöht. Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 110 T€ erhöht. Im Berichtsjahr bestanden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 808 T€. Die Kreditlinie beträgt insgesamt 801 T€ und ist komplett in Anspruch genommen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.500 T€ haben sich um 49 T€ erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten (Lohn- und Gehaltsverbindlichkeiten sowie sonstige Darlehen) sind um 261 T€ auf 3.863 T€ zurückgegangen. Die passiven latenten Steuern, entstanden insbesondere infolge einer in den Vorjahren erfolgten §6b-Übertragung in der Steuerbilanz, sind im Berichtsjahr um T€ 1 auf T€ 2.603 angestiegen. 5. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist angespannt. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist Corona-bedingt negativ. Unser Finanzmanagement ist bestrebt, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfirst zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken: Wie schon in den Vorjahren ist ein Marktrückgang beim Konsum von Bier feststellbar, außerdem bestehen am deutschen Markt Überkapazitäten in der Produktion und ein Verdrängungswettbewerb, was für unsere Branche Risiken in Mengen und Preis hervorruft. Um im Wettbewerb bestehen zu können, werden wir in Zukunft weiterhin verstärkt unseren Fokus auf den Export legen. Mit einem ausländischen Großabnehmer konnte aufgrund der zwischenzeitlich bewährten Zusammenarbeit ein Kontrakt verlängert werden. So realisierten wir allein die ersten vier Monate im GJ 2021 eine Steigerung unseres Export-Umsatzes trotz der vorherrschenden Corona-Pandemie um ca. 21 %. Eine weitere Effizienzsteigerung planen wir zudem im Rahmen einer bereits fixierten Kooperation mit einem nicht regionalen Wettbewerber - die Memminger Brauerei wird für den Kooperationspartner die Produktion und Abfüllung von Bier übernehmen, während dieser im Gegenzug unsere AfG-Produktion/Abfüllung effizient gestalten wird. Diese Planungen sind zum aktuellen Stichtag bereits in konkrete notarielle Verträge umgesetzt worden. Ertragsorientierte Risiken: Kostensteigerungen bei den Rohstoffen, vorrangig bei Malz durch die niedrigeren Ernteerträge aufgrund der geringeren Niederschlagsmengen in den vergangenen Jahren und der Anstieg bei den Energiekosten verursachen einen zusätzlichen Kostendruck. Personelle Risiken: Durch den möglichen Abgang von Mitarbeitern bestehen Risiken durch Verlust von Know-how. Ein zusätzliches Risiko tut sich auf: Personal kann an Corona erkranken und deshalb könnte im worst case nichts mehr produziert werden. Diesem Problem wirken wir mit einem hauseigenen Corona-Konzept entgegen und passen unsere Hygienekonzepte an die jeweilige Gefährdungslage neu an. Unser Konzept reicht von A (Angebot zum Homeoffice) bis Z (Zweier Corona-Tests pro Woche). Corona-bedingte Abschmelzungen im Absatz führen auch bei uns zu einem Arbeitsausfall bei unseren Mitarbeitern. Arbeitsausfälle durch das Corona-Virus oder auch andere konjunkturelle Ursachen werden versucht, weitgehend mit dem Instrumentarium des Kurzarbeitergeldes auszugleichen. Entwicklungsbeeinträchtigende Risiken: Die Gesellschaft hat für die Memminger Brauerei GmbH & Co. Grundstücks KG, an welcher sie als Kommanditist beteiligt ist, eine Bürgschaftserklärung (6,6 Mio. €) abgegeben. Hierdurch können der Memminger Brauerei GmbH sowohl Risiken in einer erschwerten Refinanzierung als auch aufgrund einer möglichen Inanspruchnahme erwachsen. Bestandsgefährdende Risiken: Zum 31. Dezember 2019 bestehen keine freien Kreditlinien. Aufgrund der Liquiditätsplanungen gehen wir davon aus, dass alle Zahlungsverpflichtungen fristgerecht geleistet werden können. Dennoch droht bei einer negativen Planabweichung und ungünstiger Geschäftsentwicklung die Zahlungsunfähigkeit. Aufgrund der aktuellen Planung sollen im Wesentlichen trotz niedriger geplanter Umsatzerlöse (Corona-Pandemie) mittels bereits abgeschlossener Lieferverträge und der angedachten reduzierten Energiekosten sowie der Ausweitung der bereits umgesetzten Kooperation Liquiditäten geschaffen werden. Liquiditätsengpässe werden für die wesentlichsten Lieferantenverbindlichkeiten durch unseren Kooperationspartner abgesichert. Diese hier erwähnten Liquiditätsüberschüsse sind auch getragen von staatlichen Hilfen aus dem Corona-Programm "Überbrückungshilfe III". Wir sind hier antragsberechtigt. Zu Risiken oder Änderungen im Risikoprofil im Zusammenhang mit dem Coronavirus verweisen wir auf die Darstellung in den Ereignissen nach dem Bilanzstichtag. 2. Chancenbericht Eine Chance ergibt sich vor allem in der Ausweitung des Exports. So konnten wir allein in den ersten vier Monaten des Jahres 2021 diesen Bereich um 21 % steigern. Die Anerkennung des regionalen Bieres auf dem deutschen Markt, aber auch im internationalen Markt bleibt für uns weiterhin als Chance bestehen. Die Memminger Brauerei GmbH ist zwischenzeitlich eine tiefergehende Kooperation mit einer seit Jahren in aktiver Geschäftsbeziehung stehenden Brauerei eingegangen. Wesentliches Merkmal ist die Steigerung von Effizienzen der jeweils eigenen Stärken. Zusätzlich sollen Einkaufsvorteile nicht nur von fixen Kostenbestandteilen erreicht werden. Diese Kooperation hat sich in diesem Wirtschaftsjahr verfestigt: angedacht sind, im Endstadium ab Jahresmitte 2021 die komplette Übernahme der Bierproduktion auf die Produktionsanlagen unserer Brauerei zu bewerkstelligen. Dadurch sollen zusätzliche Synergiepotentiale für beide Kooperationspartner ausgeschöpft werden. Gemäß unseren Unternehmensleitlinien hat die Kundenorientierung oberste Priorität. Gleichzeitig steht eine Effizienzsteigerung unserer Produktion sowie eine Stärkung unseres Vertriebes im erklärten Focus. Wir bieten unseren Kunden auch Spezialbiere an, deren Rezepturen z.T. auf historische Brautradition zurückzuführen sind. Innovative Biermischgetränke und alkoholfreie Biersorten in unterschiedlichen Geschmacksvarianten sollen die Nachfrage stärker wachsen lassen als der deutsche Biermarkt wächst. 3. Prognosebericht Die Regierung will bis Ende Juli 2021 die vollständige Impfung der erwachsenen Bevölkerung abgeschlossen haben. Voraussetzung sei, dass es bei den Impfstoffproduzenten zu keinen weiteren Lieferproblemen komme. Wir gehen daher im Corona-Folgejahr von einer wieder leicht ansteigenden Entwicklung bei dem für uns relevanten Bierabsatz im bisherigen Kerngeschäft und beim Pro-Kopf-Verbrauch aus. Im Bereich des Auslandsgeschäfts konnten wir im Geschäftsjahr 2020 unsere Geschäftstätigkeit um ca. 130%, im Geschäftsjahr 2021 um ca. 21 % ausweiten. Im Geschäftsjahr 2020 haben wir einen Gesamtumsatz von ca. 8,2 Mio. € erreicht. Für das Geschäftsjahr 2021 erwarten wir nach Überwindung der Corona-Pandemie und in Folge dessen der staatlichen Einschränkungen eine weitere Zunahme im Export und insbesondere als Auswirkungen aus der Corona-Krise eine Reduzierung des Umsatzes innerhalb Deutschlands in unseren relevanten Märkten Gastronomie und Handel. Daraus resultiert ein Plan-Gesamtumsatz in einer Größenordnung von 8,0 Mio. €. Insbesondere infolge eines positiven Ergebnisbeitrages aus Erträgen aus Anlageverkäufen in Höhe von 1,1, Mio. € an unseren Kooperationspartner wurde im Geschäftsjahr 2019 ein Jahresüberschuss iHv. 543 T€ erzielt. Die Geschäftsführung prognostiziert für das Geschäftsjahr 2020, trotz der eingeleiteten Kooperationstätigkeiten und einer weiteren Stabilisierung im Exportbereich, jedoch unter Berücksichtigung der Corona-Beeinträchtigungen ein Ergebnis um - 1.500 T€. Das Geschäftsjahr 2019 weist ein EBIT von 1.662 T€ aus, für das darauffolgende Jahr (KJ 2020) wird - Corona bedingt - ein EBIT i.H. von - 692 T€ realisiert. Für das bereits laufenden WJ 2021 planen wir mit einem EBIT iHv. - 484 T€. Die durch die negative Geschäftsentwicklung verursachten fehlenden Liquiditäten werden im Wesentlichen durch finanzielle Zuflüsse unseres Kooperationspartner ausgeglichen und abgedeckt. Die Brauerei wird sich weiterhin über ein strenges Kostencontrolling an kurzfristige Marktveränderungen anpassen und Strukturproblemen in der Gastronomie mit optimierten Vertragsverhältnissen begegnen. Das Unternehmen ist im Kerngeschäft (Handel/Gastro) mit anhaltenden Umsatzrückgängen konfrontiert. Diese waren teilweise auf unternehmerische Entscheidungen zur Beendigung unrentabler Kundenbeziehungen zurückzuführen, welche eine zu geringe Kompensation für liquiditätsbeanspruchende Vorfinanzierung aufwiesen. Im Übrigen haben sich diese durch die Corona-Pandemie noch einmal verstärkt. Die rückläufigen Gastronomieumsätze sollen durch die Ausweitung und den Ausbau des Exportgeschäftes kompensiert werden. Bestandsgefährdende Risiken betreffend die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens können sich aus einer negativen Entwicklung des operativen Cash-Flows bei weiteren Umsatzrückgängen ergeben. Dies gilt insbesondere für die Liquiditätsbeanspruchung durch unterjährige Verluste infolge eines Saisonverlaufs, die eine Spitzenbelastung regelmäßig zum Ende des ersten Quartals des Kalenderjahres nach sich zieht. Diese Spitzenbelastung kann das Unternehmen an die Grenze seiner Liquidität bringen, insbesondere da der Kontokorrentkredit in Relation zum Umsatzvolumen nur einen moderaten Spielraum zur Finanzierung des operativen Geschäfts, sowie realen Steuerbelastungen zulassen. Unser Kooperationspartner hat zur Sicherstellung der aus dem laufenden Geschäftsbetrieb resultierenden Verpflichtungen die Bereitstellung liquider Mittel zugesichert. Zur Vermeidung des bestandsgefährdenden Risikos der Überschuldung wurde seitens der Bavaria Management GmbH eine Rangrücktrittserklärung in Höhe von 1,3 Mio. € (befristet bis zum 30.09.2021) abgegeben. Seit Anfang des Jahres 2020 hat sich das sog. Corona-Virus SARS-CoV-2 rasant ausgebreitet und wurde in der Folge als Pandemie eingestuft. Neben den vielfältigen ökonomischen Problemen, die die derzeitige Corona-Krise für die Geschäftstätigkeit der Unternehmen mit sich bringt, ergeben sich erheblich negative Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell. Diesen Auswirkungen wollen wir mit einer konsequenten Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse sowie einer Stärkung unseres Exportes dagegenhalten. Die Beurteilung der Corona-Pandemie als wertbegründendes Ereignis des (Geschäfts-)Jahres 2020 hat zur Folge, dass bilanzielle Konsequenzen erst im Jahresabschluss 2020 zu berücksichtigen sind. Mit unserem bisherigen Kooperationspartner konnte zwischenzeitlich ein Beteiligungsverhältnis begründet werden. Eine erste Beteiligung wurde notariell beurkundet. Weitere Erhöhungen sind fixiert bzw. geplant. Die bereits im Vorjahr eingeleiteten ersten Maßnahmen zur Synergieeffizienzsteigerung wurden fortgesetzt. Insgesamt sind beide Partner zuversichtlich, mittelfristig weitere Kosteneinsparungen, v.a. in den Prozessabläufen erreichen zu können.
Memmingen, 04. Mai 2021 Memminger Brauerei GmbH Der Geschäftsführer Joachim Kesselschläger 3. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Memminger Brauerei GmbH, Memmingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Memminger Brauerei GmbH, Memmingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Memminger Brauerei GmbH, Memmingen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die "Sonstigen Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt III. 1. und 3. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass bestandsgefährdende Risiken die zur Zahlungsunfähigkeit und damit Insolvenz der Gesellschaft führen können bestehen, wenn sich die operativen Cashflows insbesondere infolge von Umsatzrückgängen negativ entwickeln. Wie in den "Sonstigen Angaben" im Anhang und in Abschnitt III. 1. und 3. im Lagebericht dargelegt, deuten diese Ereignisse und Gegebenheiten auf das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 10. Mai 2021 CONLATA
Geißelmaier & Partner mbB
DIPLOM-KAUFMANN JÖRG GEIßELMAIER, WIRTSCHAFTSPRÜFER |
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