ACTech Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Cornelia Bahr seit 19.10.2017 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 29.62% | |
| 3.52% | |
| 1.47% | |
| 0.88% | |
| 0.88% |
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ACTech GmbHFreibergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016ACTech GmbH, FreibergA. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell Die ACTech GmbH (im Folgenden auch "Gesellschaft" oder "ACTech") entwickelt und vermarktet neue Verfahrens- und Prozesstechniken auf dem Gebiet der Gussteileherstellung. Insbesondere die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Gussprodukten, Gusswerkstoffen und -hilfsstoffen und die damit zusammenhängenden Dienstleistungen gehören zum Leistungsspektrum. ACTech bedient Kunden weltweit. Zur Unterstützung des Vertriebs gibt es ein Liaison Office in Indien und eine Tochtergesellschaft in Ann Arbor, Michigan / USA. Die Kernkompetenz von ACTech besteht in der integrierten Fertigung von seriennahen, komplexen, bearbeiteten Gussteilprototypen aus diversen Gusslegierungen mit Auftragsstückzahlen von 1 bis 5 Stück zu kürzesten Lieferzeiten unter Nutzung umfangreichen Technologiewissens. Auch Kleinserien sind herstellbar. Die Gesellschaft ist als operativ tätige Gesellschaft Teil der ACTech-Gruppe. Das Mutterunternehmen, das 100% aller Anteile hält und mit dem ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht, ist die ACTech Holding GmbH. 2. Forschung und Entwicklung Alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Gesellschaft dienen dem zentralen Ziel, kürzest mögliche Lieferzeiten für seriennahe, einbaufertige Gussteil-Prototypen zu realisieren. In diesem Sinne wurde das Geschäftsjahr 2016 weiter intensiv genutzt, die Produktivität der seit September 2015 im eigenen Haus befindlichen Furan-Harz-Printtechnologie weiter zu erhöhen. Schwerpunkte lagen insbesondere im Bereich der Maschinen-Peripherie und in der Nachbearbeitung der Printteile. Im Februar 2016 wurde die Phenolharz-Printtechnologie als weiteres Printverfahren im Hause ACTech installiert und im Rahmen einer Beta-Phase im Prozess optimiert. Für den mit einem führenden Maschinen-Hersteller für 3-D-Printer gemeinsam entwickelten neuen Herstellungsprozess KHP ("Kalter Phenolharz-Prozess"), wurden entsprechende Qualitätsparameter definiert. Des Weiteren konnte unter der Initiative und Leitung von ACTech in einem Verbundprojekt mit dem Maschinen-Hersteller, Chemie-Lieferanten und Fraunhofer Institut die Prozessstabilität erreicht werden, so dass im April 2017 die Beta-Phase erfolgreich beendet werden kann. Die KHP-Printtechnologie wird ACTech weiter im Bereich der Formherstellung anwenden und den daraus entstehenden Zeitvorteil sowie die qualitativen und technologischen Vorzüge der Kerne insbesondere bei anspruchsvollen Bauteilen nutzen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Der Aufschwung in Deutschland und im Euro-Raum setzt sich auch im Jahr 2016 fort. Für Deutschland rechnet der Sachverständigenrat mit Zuwachsraten des realen Bruttoinlandsprodukts von 1,9 %. Die Bruttowertschöpfung des produzierenden Gewerbes, welches gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung erwirtschaftet, wächst etwas langsamer mit 1,6 %. Für den Euro-Raum prognostiziert der Sachverständigenrat ein reales Wachstum von 1,6 % im Jahr 2016. Die außergewöhnlich lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat zwar wesentlich zum Aufschwung beigetragen, jedoch wird das Ausmaß der Lockerung angesichts der wirtschaftlichen Erholung aktuell als nicht mehr angemessen eingeschätzt. Erhebliche strukturelle Probleme bestehen fort, so dass der Aufschwung noch nicht selbsttragend ist. Die Weltkonjunktur, die im Winterhalbjahr 2015/16 deutlich an Schwung verloren hatte, gewann in der Jahresmitte 2016 wieder an Fahrt, welche auch aus dem Anziehen der Produktion in den Vereinigten Staaten resultierte. Das Bruttoinlandsprodukt der USA wuchs im abgelaufenen Jahr mit einem geringeren Tempo als im Vorjahr um 1,6 %. 2015 hatte die Wirtschaftsleistung der USA um 2,6 % zugelegt. Der EUR-USD-Kurs bewegt sich im Geschäftsjahr 2016 mit einer gut beherrschbaren Schwankungsbreite zwischen 1,0393 und 1,1528. In den Schwellenländern verbesserte sich laut IFW Kiel die Lage ebenfalls. So expandierte die chinesische Wirtschaft im Sommerhalbjahr wieder deutlich kräftiger als zuvor und das Tempo des Rückgangs der Produktion in Russland schwächte sich merklich ab. Die Automobilindustrie als mengenmäßig wichtigste Kundenbranche der Gießereien kann die Anzahl der Neuzulassungen weltweit auch im dritten Jahr in Folge steigern. Jedoch stagnieren die Produktionszahlen der deutschen Automobilindustrie. Wachstumsmarkt bleibt China. 2. Geschäftsverlauf Das Geschäft der ACTech zeigt sich im Jahr 2016 als sehr stabil im Kerngeschäft, so dass ein Auftragseingang auf Höhe des Vorjahres erzielt wurde. Der durchschnittliche Auftragswert pro Kunde konnte um 13 % gesteigert werden. Die Umsatzerlöse liegen im abgelaufenen Geschäftsjahr ebenfalls stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil an Umsätzen mit Kunden außerhalb der Automobilindustrie konnte dabei um 19 % gesteigert werden und erhöht so die Unabhängigkeit von Schwankungen im Automobilsektor. Umsätze mit Neukunden stiegen zum Vorjahr um 32 % bei einem Anteil am Gesamtumsatz von 12 % (Vorjahr: 9 %). Im abgelaufenen Geschäftsjahr übersteigt der Umsatz mit Kunden aus Ländern der EU erstmalig den mit inländischen Kunden. Der Anteil des amerikanischen Marktes am Gesamtumsatz pendelt sich nach dem außergewöhnlich guten Vorjahr wieder bei rund 20 % ein. Die ACTech GmbH lieferte im abgelaufenen Geschäftsjahr zwei Drittel seiner Produkte bzw. Leistungen ins Ausland. Etwa die Hälfte dieser Umsätze wird in Ländern außerhalb der EU erwirtschaftet. 3. Darstellung der Lage a) Allgemeine Entwicklung im Geschäftsjahr Über eine Millionen Unternehmen haben ein zertifiziertes Qualitäts- und Umweltmanagement-system nach ISO 9001 und ISO 14001, womit sie die bedeutendsten Normenweltweit sind. Seit mehreren Jahren werden diese internationalen Normen überarbeitet, wobei die im September 2015 erschienene Fassung die erste größere Überarbeitung seit dem Jahr 2000 ist und dazu dienen soll, den Herausforderungen der heutigen Geschäftswelt sowie den Anforderungen von Unternehmen aller Größen gerecht zu werden. Drei Jahre hat jedes Unternehmen Zeit zur Umstellung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte bereits das Umstellungsaudit für das Qualitäts- und Umweltmanagementsystems durch den TÜV Süd. Somit erlangte ACTech zum frühestmöglichen Zykluszeitpunkt das Kombinationszertifikat ISO 9001:2015 sowie ISO 14001:2015. ACTech ist weiterhin als "zugelassener Wirtschaftsbeteiligter" (AEO-F) anerkannt sowie durch das Luftfahrtbundesamt als "Bekannter Versender" zertifiziert. Seit April 2015 ist ACTech entsprechend der Volkswagen Informationssicherheits Standards (ISMS) zum Austausch von geheimen und vertraulichen Informationen, Komponenten, Aggregaten und Prototypen innerhalb des VW-Konzerns frei gegeben. Diese Standards werden im Rahmen eines Managementsystems im Unternehmen laufend aufrechterhalten. Zum Stichtag waren 361 Mitarbeiter/-innen, Auszubildende und BA-Studenten/-innen bei ACTech beschäftigt (Vorjahr: 371). b) Ertragslage Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Ertragslage der Gesellschaft noch einmal deutlich verbessert. Das Geschäftsjahr 2016 schließt in der Gesamtleistung ebenso wie das Vorjahr mit 34,3 Mio. EUR ab; die Sonstigen betrieblichen Erträge fallen aufgrund reduzierter Dollarkursschwankungen und der Ausweisänderung im Rahmen der BilRUG-Umstellung um ein Drittel niedriger aus als im Vorjahr. Positive Auswirkung auf die Ertragslage der ACTech hat die Halbierung der Aufwendungen für bezogene Leistungen gegenüber Vorjahr. Der Leistungszukauf für die Mechanische Bearbeitung reduzierte sich um 57 % insbesondere durch die Installation von zwei CNC-Bearbeitungszentren im September 2015, welche im Jahr 2016 voll wirksam wurden. Der zweite Schwerpunkt liegt im Bereich der Zukäufe für Modellbau und Formen. Ab September 2015 erfolgte schrittweise die Ablösung des Fremdzukaufs in diesem Bereich durch In-House-Printer, wodurch sich die Aufwendungen um zwei Drittel gegenüber Vorjahr verringerten. Trotz der zusätzlichen Kosten für die Betriebsstoffe der neuen In-House-Printtechnologie liegen die Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB) auf gleichem Niveau zum Vorjahr. Auch die Personalkosten und damit die Personalaufwandsquote von 47,4 % (Vorjahr: 47,5 %) sind unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnte durch vielfältige Optimierungsmaßnahmen eine Reduzierung um 11 % gegenüber Vorjahr erreicht werden. Durch die turnusmäßig stattfindende Inventur der Festwerte für hochwertige, maschinengebundene Werkzeuge wurde die Festwertobergrenze erhöht. In gleicher Höhe reduzieren sich die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die im Vergleich zum Vorjahr höheren Abschreibungen resultieren zum einen aus den Investitionen des Vorjahres und zum anderen aus einer Verkürzung der Abschreibungsdauer auf CNC-Bearbeitungszentren im 3-Schicht-Betrieb um 25 %. Die Gesellschaft hat so eine Verdopplung des Ergebnisses vor Gewinnabführung gegenüber Vorjahr erreicht. c) Vermögenslage In der Folge der guten Ertragslage der Gesellschaft hat sich die Vermögenslage des Unternehmens weiter nachhaltig verbessert. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 um 6 % bei gleichzeitiger Reduzierung der Nettofinanzverbindlichkeiten um 39 %. Die Struktur des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Durch eine veränderte Finanzierungsstrategie der Investitionen wirken sich nur 1,3 Mio. EUR erhöhend auf das Anlagevermögen aus, dem stehen Abschreibungen in Höhe von 2,3 Mio. EUR gegenüber, so dass der Buchwert des Anlagevermögens im Vergleich zum Vorjahr um 4 % sinkt. Die Schwerpunkte der Investitionstätigkeit lagen im Geschäftsjahr 2016 im Bereich der Messtechnik sowie in der technischen Optimierung von Gebäuden und Betriebsanlagen. Rund 25 % der Investitionssumme entfiel auf Ersatzinvestitionen. Die CAPEX-Ratio (definiert als Zugänge zum Anlagevermögen im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) lag im Wesentlichen aufgrund der geänderten Finanzierungsstrategie im Jahr 2016 bei 4 % (Vorjahr: 9 %). Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen konnte durch stetige Optimierungen im Debitorenmanagement weiter reduziert werden. Die durchschnittliche Forderungslaufzeit verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 6 Tage, damit haben 68 % der Forderungen eine Laufzeit von bis zu 45 Tagen. Aufgrund der gegenüber Vorjahr niedrigeren Exportquote in die USA haben sich die Forderungen in Fremdwährung zum Bilanzstichtag halbiert. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen wie auch in den Vorjahren überwiegend Darlehens- und Zinsforderungen an die Muttergesellschaft. Aufgrund des geschlossenen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages hat das Eigenkapital eine unveränderte Höhe und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich entsprechend erhöht. Der seit 2000 für die Investitionszuschüsse der Sächsischen Aufbaubank gebildete Sonderposten besitzt in Höhe von ca. 70 % Eigenkapitalcharakter und wurde im Berichtsjahr anteilig entsprechend der Nutzungsdauern der geförderten Wirtschaftsgüter ertragswirksam aufgelöst. Unter Berücksichtigung des Eigenkapitalanteils des Sonderpostens ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 54 % (Vorjahr: 58 %). Das Anlagevermögen ist zu 93 % (Vorjahr: 90 %) durch das wirtschaftliche Eigenkapital gedeckt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr mit dem finanzierenden Bankenkonsortium neu strukturiert und sinken im Vergleich zum Vorjahr um 8 %. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (einschließlich erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen) sind im Berichtsjahr gegenüber Vorjahr nochmals um 20 % geringer (Vorjahr: Reduzierung um 50 %). Knapp 7 % der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf Investitionsgüter. d) Finanzlage Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Im Berichtsjahr war die Liquidität der Gesellschaft jederzeit gesichert. Im Rahmen der Neustrukturierung der Finanzverbindlichkeiten wurden mit dem Bankenkonsortium der unbefristete Kontokorrentrahmen sowie die Covenants neu vereinbart. Die Betriebsmittellinie musste zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen werden. Die bestehenden Covenants sind für das Geschäftsjahr 2016 erfüllt. Kredite mit variablen Zinsen sind mit geeigneten Zinssicherungen hinterlegt. Die Investitionsfinanzierung erfolgte neben dem Einsatz von Eigenmitteln über Leasing, Miete und Mietkauf. Mit Feststellung des Jahresabschlusses durch Gesellschafterbeschluss und Beschluss über die Gewinnverwendung wird der Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag zwischen ACTech und der Muttergesellschaft umgesetzt und der im Berichtsjahr aufgelaufene Gewinn an die ACTech Holding GmbH abgeführt und zur Tilgung von Darlehensforderungen gegenüber der Tochtergesellschaft verwendet. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren und Gesamtaussage zur Lage des Unternehmens ACTech war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage die zur Verfügung stehenden Kapazitäten so zu steuern, dass die bestehende Nachfrage marktkonform abgedeckt werden konnte. Dabei wirkten sich die Ergebnisse der Prozessoptimierung aus dem Geschäftsjahr 2015, in der auch die Zukäufe für geprintete Formen durch In-House-Printer abgelöst wurden, maßgeblich auf die Aufwendungen des Geschäftsjahres 2016 aus. Die EBITDA-Marge erreicht einen Wert von 22 % (Vorjahr: 13 %). Die zweite monatlich ermittelte Kennzahl, der Cash-Flow, bewirkte im Gesamtjahresvergleich eine deutliche Erhöhung des Finanzmittelbestandes. Der Free Cash Flow vor Finanzierungstätigkeit ist aufgrund des guten Geschäftsverlaufes und der niedrigeren Ausgaben im Rahmen der Investitionstätigkeit um 3,8 Mio. EUR höher als im Vorjahr. Die positiven Auswirkungen im Geschäftsjahr 2016 durch die Prozessoptimierung in 2015 lagen über den Erwartungen der Geschäftsleitung. Bei nahezu gleichem Umsatz wie im Vorjahr konnte eine Ergebnisverbesserung um 109 % bzw. eine EBITDA-Verbesserung um 69 % erreicht werden. C. Prognosebericht Den jüngsten globalen Ausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge dürfte die weltweite Konjunktur 2017 an Fahrt aufnehmen. Wachstumsimpulse sollen dabei insbesondere aus den USA kommen, wobei der IWF von einer weiteren Stärkung des US-Dollars ausgeht. In Deutschland und der Eurozone könnte sich das Wachstum etwas verlangsamen. Das Gebiet der Gemeinschaftswährung werde insgesamt um ca. 1,6 % in den nächsten beiden Jahren wachsen, Deutschland liegt mit 1,5 % in der Prognose etwas darunter. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet im kommenden Jahr einen leichten Rückgang der Produktion in Deutschland. Als Gründe nennt er zum einen eine reduzierte Exporterwartung und vor allem eine schwächere Marktentwicklung in Großbritannien. Die Beschäftigung soll indes stabil verlaufen. Automobil-Hersteller wollen ihr Modellangebot an E-Autos bis 2020 mehr als verdreifachen (von derzeit 30 Modellen auf knapp 100). Dabei will die deutsche Automobilindustrie laut VDA die Entwicklung auf der Antriebsseite bzw. Digitalisierung offensiv angehen und bis zum Jahr 2020 über 40 Mrd. EUR in alternative Antriebe investieren. Konventionelle Antriebe - Benziner und Diesel - sollen weiter entwickelt und optimiert werden, um Verbrauchssenkungen um 10 bis 15 % in den nächsten Jahren möglich zu machen. Darauf aufbauend wird für das Geschäftsjahr 2017 ein stabiler Geschäftsverlauf mit den Schwerpunkt-Märkten Deutschland, Europa und USA erwartet. Es wird mit Umsatzerlösen von 36,6 Mio. EUR gerechnet. In den Folgejahren ist ein Umsatzvolumen von 38,2 Mio. EUR realisierbar. Die EBITDA-Marge wird voraussichtlich auf dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen. Es ist geplant, weiterhin auf dem Niveau der Vorjahre zu investieren, wobei die Finanzierung teilweise auch über Miete und Leasing erfolgen soll. In den Folgejahren sind Investitionen mindestens in Höhe der Abschreibungen zu erwarten. D. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Für eine stabile und prosperierende Geschäftstätigkeit nutzt die ACTech sich bietende Chancen um wettbewerbsfähig und nachhaltig erfolgreich zu sein. Die sich dadurch ergebenden Risiken werden in einem internen Risikomanagementsystem sowohl in ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als auch in ihren Auswirkungen überwacht. Hieraus werden entsprechende Maßnahmen zur Risikoprävention bzw. -absicherung abgeleitet und deren Umsetzung nachgehalten, so dass die Geschäftstätigkeit in einem gut kontrollierten Unternehmensumfeld ablaufen kann. Branchenspezifische Risiken Die Automobilindustrie, als größte Kundenbranche der Gießereiindustrie, fragt auch künftig zum Zwecke der Weiterentwicklung ihrer Fahrzeuge die unterschiedlichsten Gussteile nach. Infolge neuer Trends in der Automobilindustrie, der steigenden Umweltthemen aber auch der Neuausrichtung im Zuge des digitalen Wandels stellen sich deutsche Gießereien aktuell vielfältigen Herausforderungen. Dabei sind innovative Gießereitechnologien gefragt, welche die traditionellen Verbrennungsmotoren immer leichter und effizienter machen und dazu beitragen, das Ziel der Umwelt- und Ressourcenschonung zu ermöglichen. Prozess- und Verfahrensinnovationen gehören bei ACTech zum Tagesgeschäft, bei dem proaktiv die Markt- und Kundenerwartungen geprüft und entsprechend umgesetzt werden. Hierzu gehört auch das Thema Digitalisierung in deren Rahmen unter anderem die Fertigungssteuerung optimiert wurde. Des Weiteren konnte die Branchenabhängigkeit in Bezug auf die Automobilindustrie durch erhöhte Neukundengewinnung außerhalb des Automobilsektors gestärkt werden. Ertragsorientierte Risiken Wie auch im Vorjahr sind die ertragsseitigen Risiken vor allem in der Preisentwicklung der Leistungszukäufe zu sehen. Darüber hinaus können sich Produktionsengpässe kostensteigernd auswirken. Dem wird durch eine langfristige Planung begegnet, aus der sich Prozessoptimierungen und Investitionsbedarf ableiten. Die Ausfallrisiken für Forderungen sind angesichts einer breiten Kundenstruktur und der Absicherung durch eine Warenkreditversicherung als gering zu bewerten. Risiken aus Geschäftsbeziehungen in US-Dollar werden durch auftragsbezogene Kurs-Sicherungs- Geschäfte minimiert. Finanzwirtschaftliche Risiken Die kurz- und mittelfristige Liquiditätsvorschau für die Gesellschaft ist eingebettet in das Cash Management der ACTech Gruppe und erfolgt unter Einbeziehung aller Geschäftskonten und Kreditlinien. Das darauf aufbauende engmaschige Working Capital Management stellt im Vorfeld sicher, dass die Liquidität des Unternehmens jederzeit gegeben ist. Die Eigenkapitalsituation wird durch planmäßige Tilgung der Fremdfinanzierungen beständig stabilisiert. Die in 2016 erfolgte Neustrukturierung der Finanzverbindlichkeiten hat zu einer ausgewogenen Tilgungsstruktur und reduzierten Zinsaufwendungen geführt. Finanzwirtschaftliche Risiken, die aus der Nichteinhaltung vertraglich mit den finanzierenden Banken vereinbarter Covenants entstehen können, unterliegen der stetigen Überwachung mittels Prognose, Kontrolle und einem geeigneten Reporting der Kennzahlen. Insbesondere die nachhaltige Stabilisierung der Ertragslage führt zu einer stetigen Minimierung der Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken. 2. Chancenbericht Chancen der künftigen Entwicklung werden in der weiteren Stärkung der Wahrnehmung von ACTech durch den Kunden als kompetenten, zuverlässigen Partner bei der Verkürzung der Entwicklungszeiten gesehen. Durch die seriennahe Qualität und die Nutzung von innovativen Technologien bei marktkürzesten Lieferzeiten ist ACTech ein geeigneter Partner für die Herausforderungen verschiedenster Branchen im Bereich von komplexen Gussteilen. Die Gesellschaft kann in ihrer technologischen und wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere von der steigenden Variantenvielfalt der verschiedenen Fahrzeugantriebe profitieren. Diese gehen mit hochkomplexen, völlig neuen Gussteilen einher und eröffnen auch abseits des Antriebsstranges ganz neue Anwendungen für die Gießereitechnologie und damit Bedarf für gegossene Prototypen. Auch die Erschließung weiterer Kundenkreise dient der Stabilisierung des Kerngeschäftes und bietet eine breitere Basis um regionale wirtschaftliche oder branchenspezifische Schwankungen in der Auftragslage auszugleichen. E. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative und nicht spekulative Risikopolitik. Wie auch im Vorjahr wurden zur Absicherung von Fremdwährungsforderungen geeignete Finanzinstrumente (Swaps; Termingeschäfte) eingesetzt. Abgesichert ist dabei der mögliche Verfall des US-Dollar. Variabel verzinste Kreditlinien sind mit individuell abgestimmten Zinssicherungen hinterlegt. F. Bericht über Zweigniederlassungen Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.
Freiberg, 22. März 2017 Dipl.-Ing. Heinz Futscher, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2016ACTech GmbH, FreibergI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die ACTech GmbH hat ihren Sitz in Freiberg/Sachsen und wird im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz in Abteilung B unter der Nr. 11649 geführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff. und § 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Darstellung in der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt grundsätzlich stetig zum Vorjahr. Die nachfolgend dargestellten Abweichungen im Ausweis zur Darstellung im Vorjahr resultieren ausschließlich aus der erstmaligen Anwendung der Änderungen des Handelsgesetzbuches auf Grund der Regelungen des BilRUG. Vorjahresbeträge wurden nicht angepasst. Insofern ist die Vergleichbarkeit der betroffenen Posten mit dem Vorjahr nicht gegeben. Erlöse aus Kostenumlagen, der Weiterberechnung von Aufwendungen sowie übrigen Dienstleistungserlösen in Höhe von TEUR 69 werden im Jahresabschluss 2016 im Posten Umsatzerlöse dargestellt. Korrespondierende Erträge wurden im Vorjahr in Höhe von TEUR 99 unter sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Abweichungen der angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden im Rahmen der Erläuterung der einzelnen Posten dargestellt. Die Immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibung vermindert. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens werden ab einem Wert von EUR 150 aktiviert und über die planmäßige Nutzungsdauer abgeschrieben. In 2016 erfolgte erstmals die Erfassung aller Anlagegüter, deren Anschaffungskosten zwischen EUR 150 und EUR 1.000 betragen, in einem GWG-Sammelposten, welcher gleichmäßig über fünf Jahre abgeschrieben wird. Die Anschaffungskosten in 2016 betragen TEUR 90. Hochwertige maschinengebundene Werkzeuge werden mit Festwerten angesetzt. Die Festwerte wurden zum 30.06.2013 auf Grundlage einer Inventur sowie unter Berücksichtigung der Anschaffungskosten der Werkzeuge ermittelt. Die Überprüfung zur Höhe der gebildeten Festwerte erfolgte am 11.06.2016. Dabei kam es unter Berücksichtigung der Zusammensetzung des Bestands, dessen Altersstruktur und der Bewertung der Festwerte mit 50 % der Anschaffungskosten zu einem Anstieg der Obergrenzen der Haltewerte um TEUR 384 auf insgesamt TEUR 1.116. Die Festwerte waren zum Vorjahresstichtag in Höhe von TEUR 637 durch Buchwerte der entsprechenden Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gedeckt. Im Geschäftsjahr 2016 erfolgte eine Aufstockung der Festwerte durch die Aktivierung weiterer Zugänge in Höhe von TEUR 206, so dass zum Abschlussstichtag ein Bestand an zu Festwerten angesetzten Werkzeugen von TEUR 843 bilanziert wird. In 2016 wurde die Nutzungsdauer der CNC-Bearbeitungszentren auf Grund von überdurchschnittlicher Nutzung im Drei-Schicht-System von 15 Jahre auf 11,25 Jahre herabgesetzt. Die resultierende Gewinnauswirkung beläuft sich auf TEUR -219. Bei den Finanzanlagen handelt es sich um Anteile an verbundenen Unternehmen sowie um Genossenschaftsanteile, die mit den Anschaffungskosten bewertet sind. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der diesem Anhang beigefügt ist. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen bzw. dem niedrigeren Marktpreis bzw. beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten. Neben den Einzelkosten werden auch aktivierungspflichtige Teile der Gemeinkosten in die Herstellungskosten einbezogen. Der Fertigstellungsgrad der unfertigen Erzeugnisse wurde bei der Bewertung entsprechend beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennbeträgen, vermindert um Einzelwertberichtigungen und eine angemessene Pauschalwertberichtigung, angesetzt. Die Umrechnung von kurzfristigen Fremdwährungsforderungen und flüssigen Mitteln in Fremdwährung erfolgte grundsätzlich mit dem Stichtagskurs am Abschlussstichtag. Durch Devisentermingeschäfte wirksam gesicherte Fremdwährungsforderungen und Bankguthaben sind mit dem Sicherungskurs bewertet. Im Weiteren wird auf die nachfolgenden Ausführungen zu außerbilanziellen Geschäften verwiesen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 15) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 6.669 (Vorjahr: TEUR 5.158) sonstige Forderungen. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Beträge gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 6.668 (Vorjahr: TEUR 5.159) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben in Höhe von TEUR 1.062 (Vorjahr: TEUR 2.377) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 40) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Im Übrigen haben die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden in Höhe von TEUR 14 Forderungen aus im Folgejahr abzugsfähiger Vorsteuer ausgewiesen, die umsatzsteuerrechtlich erst im folgenden Geschäftsjahr entstehen. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von TEUR 3. Bis 2015 erfolgte die Bilanzierung von Mietkaufverträgen unter Anwendung der sogenannten Bruttomethode. In diesem Zusammenhang wurden Rechnungsabgrenzungsposten für zukünftige Mietkauf-/Darlehenszinsen bilanziert. Der Ausweis der Mietkaufverbindlichkeiten erfolgte in Höhe des Darlehensbetrags zuzüglich zukünftig zu zahlender Zinsen. Ab dem Geschäftsjahr 2016 erfolgt die Bilanzierung der Mietkaufverträge entsprechend der Nettomethode. Die Darlehensverbindlichkeiten werden in Höhe des Rückzahlungsbetrags ausgewiesen, Zinsen werden im Zeitraum des Anfalls aufwandswirksam erfasst. Der Ausweis eines Abgrenzungsposten für zukünftige Zinsaufwendungen entfällt. Die Umstellung der Bilanzierung auch für in Vorjahren bilanzierte Mietkaufverträge zog eine Reduzierung des Rechnungsabgrenzungspostens von TEUR 187 nach sich. In den Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen wurden die seit dem Geschäftsjahr 2000 vereinnahmten Investitionszuschüsse der Sächsischen Aufbaubank eingestellt. In 2016 erfolgte keine Zuführung zu den Sonderposten. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt korrespondierend zur Abschreibung der geförderten Vermögensgegenstände. In Vorjahren für Projekte mit Durchführungszeiträumen bis einschließlich 2008 gebildete Sonderposten wurden abweichend gleichmäßig über die vereinbarte Mittelbindungsfrist von fünf Jahren nach dem jeweiligen Vorhabensende aufgelöst. Bei einer Auflösung entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegüter ergäbe sich in 2016 ein um TEUR 51 höherer Auflösungsbetrag. Der Bestandswert des Sonderpostens wäre in diesem Fall um TEUR 650 höher. Die Rückstellungen wurden für alle erkennbaren Risiken und für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wird das Abzinsungswahlrecht nicht in Anspruch genommen. Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Sie setzten sich wie folgt zusammen:
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der ACTech GmbH sind TEUR 5.134 durch Grundschulden, nachrangige Buchgrundschulden, durch die Sicherungsübereignung von Anlagevermögen sowie Vorratsbeständen und eine Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert. Im Vergleich zum Vorjahr wird ab 2016 die Nettomethode in der Bilanzierung der Mietkäufe/Darlehen angewendet. Hieraus resultierte eine Verringerung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 187. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen der verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 343 (Vorjahr: TEUR 117) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.412 (Vorjahr: TEUR 3.464). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von TEUR 5.598 (Vorjahr: TEUR 2.683) gegenüber Gesellschaftern. Die Umrechnung von kurzfristigen Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte grundsätzlich mit dem Stichtagskurs am Abschlussstichtag. Durch Devisentermingeschäfte wirksam gesicherte Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Sicherungskurs bewertet. Im Weiteren wird auf die nachfolgenden Ausführungen zu außerbilanziellen Geschäften verwiesen. Soweit Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet werden, kommen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zur Anwendung: Ökonomische Sicherungsbeziehungen werden durch die Bildung von Bewertungseinheiten bilanziell nachvollzogen. In den Fällen, in denen sowohl die "Einfrierungsmethode", bei der die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert werden, als auch die "Durchbuchungsmethode", wonach die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko sowohl des Grundgeschäfts als auch des Sicherungsinstruments bilanziert werden, angewandt werden können, wird die Einfrierungsmethode angewandt. Zur Absicherung von Währungs- und Zinsschwankungen setzt die ACTech GmbH derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften sowie von Zinssicherungsgeschäften ein. Die zum 31.12.2016 bestehenden Zinsswaps (Bezugsbeträge zum 31.12.2016: TEUR 4.804, Laufzeit bis 2023) wurden entsprechend § 254 HGB mit den korrespondierenden Bankdarlehen zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Mittels der Zinsswaps werden die variablen Darlehenszinsen in einen festen Zinssatz umgewandelt. Insofern wird das aus den variabel verzinslichen Darlehen resultierende Zinsänderungsrisiko eliminiert. Bezugsbetrag, getauschter Zinssatz sowie Abrechnungstermine der Zinsswaps korrespondieren mit den Bankdarlehen. Ein Verkauf der Swaps ist für die Dauer der Laufzeit nicht vorgesehen. Der unter Anwendung der Barwertmethode ermittelte und auf Grund der Bildung der Bewertungseinheiten nicht zu bilanzierende beizulegende Zeitwert der Zinsswaps zum 31.12.2016 beträgt TEUR -28. Außerbilanzielle Geschäfte wurden in Form von (teilweise prolongierten) Termingeschäften über TUSD 1.680 abgeschlossen. Die Geschäfte dienen zur Absicherung von bestehenden Fremdwährungsforderungen bzw. -bankguthaben wie auch zukünftigen Fremdwährungsforderungen aus bestehenden Auftragsverhältnissen und enden in 2017. Infolge des unmittelbaren Sicherungszusammenhangs aus Grund- und Sicherungsgeschäften wurden die entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. Bankguthaben mit den Termingeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst, Fremdwährungsgewinne oder -verluste wurden entsprechend nicht bilanziert. Der unter Anwendung der Barwertmethode ermittelte Zeitwert der Termingeschäfte beläuft sich zum 31.12.2016 auf TEUR -71. Für Termingeschäfte in Höhe von TUSD 96 lagen zum Abschlussstichtag keine Bewertungseinheiten vor, da Finanzmittelzuflüsse aus gesicherten Forderungen vor Abrechnung der Termingeschäfte abgeflossen sind. Die Zeitwerte der betreffenden Termingeschäfte in Höhe von TEUR -5 wurden aufwandswirksam erfasst. Weiterhin bestanden zum 31.12.2016 Fremdwährungsswaps zur Absicherung von Fremdwährungsverbindlichkeiten in Höhe von TUSD 887. Wegen des unmittelbaren Sicherungszusammenhangs aus Grund- und Sicherungsgeschäft wurde eine Bewertungseinheit gebildet. Die Zeitwerte (Barwerte) der Swaps belaufen sich zum 31.12.2016 auf per Saldo TEUR 63. Am 21.09.2012 wurde ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit Wirkung zum 01.01.2012 zwischen der ACTech GmbH und der ACTech Holding GmbH geschlossen. Dadurch wurde eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft zwischen der ACTech Holding GmbH als Organträger und der ACTech GmbH als Organgesellschaft begründet. Das steuerliche Einkommen ist somit dem Organträger zuzuordnen und bei diesem der Körperschaft- und der Gewerbesteuer zu unterwerfen. Ein Ausweis von latenten Steuern im Einzelabschluss der ACTech GmbH unterbleibt daher seit 2012. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2016 teilen sich hinsichtlich des Sitzes der Auftraggeber wie folgt auf:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 227) sowie aus übrigen Sachverhalten (TEUR 16) enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 23. Aus der Fremdwährungsumrechnung zum Abschlussstichtag resultierten Erträge in Höhe von TEUR 7 sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 3. III. Haftungsverhältnisse Die ACTech GmbH leistet über einen Schuldbeitritt Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Gesellschafterin ACTech Holding GmbH, Freiberg, in Höhe von TEUR 5.779. In diesem Zusammenhang dienen die oben genannten Sicherheiten (Grundschulden) für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 5.134 zugleich als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der ACTech Holding GmbH, Freiberg. Mit einem weiteren Schuldbeitritt haftet die ACTech GmbH für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten der Gesellschafterin ACTech Holding GmbH, Freiberg, in Höhe von TEUR 40. Unter Berücksichtigung der Finanz- und Liquiditätslage der ACTech Holding GmbH, Freiberg, der Unternehmensplanung der Gesellschafterin sowie der Möglichkeiten der Bereitstellung liquider Mittel zur Deckung des Kapitaldienstes der Gesellschafterin durch die ACTech GmbH wird mit einer Inanspruchnahme der ACTech GmbH auf Grund des Schuldbeitritts nicht gerechnet. IV. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus den bestehenden Miet- und Leasingverträgen für Gebäudeflächen, PKW, Transportmittel und Maschinen und IT-Ausstattung ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von netto TEUR 720 in 2017, TEUR 392 in 2018, TEUR 196 in 2019 sowie von TEUR 35 in den Folgejahren. Insbesondere die Leasing- bzw. Mietverträge wurden als eine Alternative zum Erwerb der Vermögensgegenstände vereinbart. Die Vorteile bestehen insbesondere in der regelmäßigen Erneuerung des Fuhr- und Maschinenparks und damit geringeren Instandhaltungskosten im Vergleich zu länger genutzten Anschaffungen. Weiterhin stellt das Leasing eine Finanzierungsalternative zu Bankdarlehen dar und führt insofern zur Entlastung der Kreditlinien der Gesellschaft. Risiken ergeben sich aus den zukünftigen Liquiditätsbelastungen. V. Sonstige Angaben Im Jahresdurchschnitt 2016 wurden 365 Mitarbeiter beschäftigt, davon 110 höher qualifizierte Mitarbeiter, 224 Facharbeiter und angelernte Mitarbeiter sowie 31 Auszubildende und BA-Studenten. Die Geschäftsführung erfolgte im Berichtszeitraum durch Herrn Dipl.-Ing. Heinz Futscher. Der Geschäftsführer erhielt keine Bezüge von der Gesellschaft. Angaben zu Unternehmen, an denen die Gesellschaft Anteile von mehr als 20 % hält:
Beteiligungsquote: 100 %, paid in capital zum 31.12.2015: TUSD 15, Eigenkapital zum 31.12.2015: TUSD 1.219, Jahresergebnis 2015: TUSD 399 (letzter vorliegender Jahresabschluss) Die ACTech Holding GmbH, mit Sitz in Freiberg, stellt als Muttergesellschaft den Konzernabschluss für den größten sowie kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Für den Abschlussprüfer fallen Kosten in Höhe von TEUR 30 an, die in den Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten enthalten sind. Diese Kosten betreffen ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.
Freiberg, 22. März 2017 Dipl.-Ing. Heinz Futscher, Geschäftsführer Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 04.05.2017 festgestellt. BestätigungsvermerkBestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ACTech GmbH, Freiberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Freiberg, 22. März 2017 MOOG
Partnerschaftsgesellschaft mbB
Dr. Hüttl, Wirtschaftsprüfer Kästner, Wirtschaftsprüfer |
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